| Dokumentenidentifikation |
DE60036217T2 20.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001230151 |
| Titel |
ENTFERNUNG VON SCHMELZBAREN FESTSTOFFEN AUS MISCHUNGEN MIT ANDEREN FESTSTOFFEN |
| Anmelder |
Glenn Springs Holdings Inc., Lexington, Ky., US |
| Erfinder |
STURDIVAN, Charles N., Nashville, TN 37221, US; LUXBACHER, George Walter, Lexington, KY 40513, US; SARAN, Mohan Singh, Grand Island, NY 14072, US; PRICE, Kenneth Raburn, Nicholasville, KY 40356, US |
| Vertreter |
BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen |
| DE-Aktenzeichen |
60036217 |
| Vertragsstaaten |
DE, NL |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
10.11.2000 |
| EP-Aktenzeichen |
009746926 |
| WO-Anmeldetag |
10.11.2000 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/GB00/04331 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2001036325 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
25.05.2001 |
| EP-Offenlegungsdatum |
14.08.2002 |
| EP date of grant |
29.08.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C01B 25/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| IPC-Nebenklasse |
B01D 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen von elementarem
Phosphor aus phosphortragenden Schlämmen durch Aufschmelzen des Phosphors im
Schlamm innerhalb eines Siebbehälters.
Bei der Verarbeitung von Phosphatgestein, um Phosphor zur Verwendung
bei der Herstellung von Düngern, Detergentien und anderen Produkten zu erhalten,
werden auch riesige Mengen von nicht-verwendbarem Schlamm erzeugt. Da dieser Schlamm
elementaren Phosphor enthält, muß er in Teichen gelagert werden, um die
spontane Entzündung des Phosphors an Luft zu verhindern. Die Erhaltung der
Teiche ist kostspielig, schafft rechtliche und Umweltprobleme und ist ein Verlust
von wertvollem Phosphor.
Der Phosphor in den Teichen kann unter Verwendung mobiler Sammelbehälter
zurückgewonnen werden – großen Rohren mit offenem Boden. Die Sammelbehälter
werden in das Teichsediment heruntergedrückt, und Dampf wird innerhalb des
Sammelbehälters in das Sediment eingesprüht, wodurch der Phosphor schmilzt.
Das Sediment wird aus dem Sammelbehälter herausgepumpt, und der geschmolzene
Phosphor wird von den restlichen Feststoffen durch Schwerkraftabsetzung und Filtration
abgetrennt.
Gemäß dieser Erfindung wird ein Verfahren der Abtrennung
von elementarem Phosphor aus einer Mischung mit anderen Feststoffen unter Verwendung
einer Trennvorrichtung bereitgestellt, welche umfaßt:
- (A) einen Tank, der eine Flüssigkeit enthält;
- (B) einen Behälter, in der Form eines Zylinders, innerhalb besagten Tanks,
der einen Siebabschnitt aufweist, durch den besagte Flüssigkeit hindurchgehen
und geschmolzener Feststoff hindurchfließen kann, aber durch den nicht-geschmolzenes
festes Material nicht hindurchgehen kann, wobei der Zylinder wenigstens teilweise
in besagter Flüssigkeit eingetaucht ist, wobei jeder Abschnitt des Zylinders,
der nicht in besagter Flüssigkeit eingetaucht ist, sich in einer inerten Atmosphäre
befindet; und
- (C) eine Heizvorrichtung zum Erhitzen besagter Flüssigkeit oberhalb des
Schmelzpunktes von Phosphor,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
- (D) Plazieren besagter Mischung in besagtem Behälter der Trennvorrichtung
und
- (E) Erhitzen besagter Flüssigkeit auf eine Temperatur oberhalb 44,1°C,
wodurch Phosphor schmilzt und durch besagtes Sieb aus besagtem Behälter herausfließt
und nicht-geschmolzene Feststoffe dies nicht tun,
wobei der Siebabschnitt Öffnungen aufweist, die entlang der Länge des
Zylinders größer oder kleiner werden, wobei eine Mehrzahl von Bunkern
vorgesehen sind, in einer Reihe entlang des Zylinders, unterhalb des letzteren,
in die hinein geschmolzener Phosphor, der durch die Öffnungen im Siebabschnitt
fließt, gesammelt werden kann, wobei das Verfahren den Schritt des Drehens
besagten Zylinders um seine Achse umfaßt, wobei die Achse des Zylinders in
einem Winkel &agr; zur Horizontalen von bis zu 5° steht, und/oder eine Schnecke
auf der Innenseite des Zylinders vorgesehen ist, um nicht-geschmolzenes festes Material
entlang besagten Zylinders bei Drehung desselben zu fördern.
Vorzugsweise weisen die Öffnungen in besagtem Sieb einen Durchmesser
von etwa 0,2 bis etwa 0,6 cm auf.
Vorteilhafterweise besitzt der Zylinder einen Durchmesser von etwa
0,6 bis etwa 2,4 m und eine Länge von etwa 3,7 bis etwa 12 m.
Vorzugsweise wird der Zylinder um seine Achse mit weniger als etwa
10 UPM gedreht.
Geeigneterweise ist der Winkel &agr; der Achse des Zylinders einstellbar.
Um die Erfindung leichter verständlich zu machen und damit weitere
Merkmale derselben anerkannt werden können, wird die Erfindung nunmehr beispielhaft
beschrieben werden.
Eine Trennvorrichtung gemäß dieser Erfindung weist einen
Tank auf, in dem ein horizontaler zylindrischer Behälter mit einem Siebabschnitt
angeordnet ist. Der Tank ist bis zu einem Pegel mit einer Flüssigkeit, wie
etwa Wasser gefüllt, die mittels einer Heizvorrichtung erhitzt werden kann.
Die Achse des Behälters steht in einem einstellbaren Winkel &agr; zur Horizontalen.
Der Behälter kann mit Mitteln, wie etwa einem elektrischen, hydraulischen oder
Luftmotor oder einem Verbrennungsmotor, um seine Achse gedreht werden. Schlamm,
Sediment oder andere Mischungen von Feststoffen können in das Innere des Behälters
in einen Einlaß eingebracht werden. (Ein ringförmiger massiver Ring über
demjenigen Ende des Behälters verhindert, daß Material herausspritzt).
Geschmolzene Feststoffe fließen durch die Öffnungen im Siebabschnitt des
Behälters und Sammeln sich in Bunkern, die unter Verwendung von Ventilen geöffnet
werden können. Nicht-geschmolzene Feststoffe fallen allmählich den Behälter
herunter und werden mittels eines Entwässerungsschraubenförderers entfernt.
Diese Erfindung kann verwendet werden, um zum Beispiel
jegliche Mischungen von elementarem Phosphor in Phosphorschlamm und Kohlenwasserstoffen
in petrochemischem Schlamm zu behandeln. Die Mischung kann elementaren Phosphor
und verschiedene hochschmelzende oder unschmelzbare Feststoffe enthalten. Der Phosphor
kann zum Beispiel in einer Mischung mit Schmutz, Ofenschlacke, Gestein, Sand, Ton
und Bruchstücken vorliegen. Wasser liegt üblicherweise ebenfalls vor,
um den Phosphor vor spontaner Entzündung zu bewahren. Eine typische Mischung
aus der Herstellung von elementarem Phosphor aus Phosphatgesteinen enthält
etwa 1 bis etwa 40 Gew.-% elementaren Phosphor.
Der Siebbehälter kann jede Form aufweisen, die zur Aufnahme von
nicht-geschmolzenen Feststoffen geeignet ist, während geschmolzenen Feststoffen
ermöglicht wird zu entweichen. Eine zylindrische Form ist bevorzugt, da ein
Zylinder selbstreinigend ist. Der Zylinder kann für bessere Mischung und leichtere
Reparatur aus vielen flachen Platten bestehen. Die Achse des Zylinders steht vorzugsweise
in einem Winkel &agr; von zwischen etwa 0 und etwa 5° zur Horizontalen, so
daß Feststoffe den Zylinder herunterwandern können, wenn er sich dreht.
Alternativ kann der Zylinder mit Schrauben ausgestattet sein, die Material entlang
des Zylinders transportieren werden, wenn er sich dreht. Der Zylinder kann jegliche
Abmessungen aufweisen, aber ein Zylinder mit einem Durchmesser von etwa 0,6 bis
etwa 2,4 m (etwa 2 bis etwa 8 Fuß) und einer Länge von etwa 3,7 bis etwa
12 m (etwa 10 bis etwa 40 Fuß) ist für viele Materialien praktisch. Der
Zylinder kann aus einer Vielzahl von Materialien hergestellt sein, einschließlich
Aluminium und verschiedenen Kunststoffen; Stahl ist wegen seiner Festigkeit und
Haltbarkeit das bevorzugte Material.
Wenigstens ein Teil des Behälters ist siebartig ausgebildet (wo
der geschmolzene Feststoff herausfließen soll), aber andere Teile können
nicht-siebartig gestaltet sein, um mechanische Stütze bereitzustellen oder
aus anderen Gründen. Die Öffnungen im Siebabschnitt sollten groß
genug sein, daß sie nicht häufig verstopfen, aber klein genug, um die
Größe der festen Teilchen zu minimieren, die hindurchgehen und von der
stromabwärtigen Anlage gehandhabt werden müssen. Ein praktischer Bereich
für viele Arten von Materialien ist ein Durchmesser von etwa 0,2 bis etwa 0,6
cm (etwa 0,06 bis etwa 0,25 Inches). Die Öffnungen im Siebabschnitt können
entlang der Länge des Zylinders größer oder kleiner werden, so daß
die Verteilung des geschmolzenen Phosphors und inerter Feststoffe auf verschiedene
Bunker gesteuert wird.
Der Behälter wird vorzugsweise gedreht oder in anderer Weise
bewegt, um die Abtrennung der geschmolzenen Feststoffe von den nicht-geschmolzenen
Feststoffen zu unterstützen. Um Spritzen, Abnutzung und Vibration zu minimieren,
wird der Behälter vorzugsweise bei weniger als 10 UPM gedreht. Er kann auch
vibriert werden, dies ist aber im allgemeinen nicht erforderlich. Der Behälter
ist wenigstens teilweise eingetaucht in die Flüssigkeit im Tank; jeder Teil,
der nicht eingetaucht ist, befindet sich in einer inerten Atmosphäre, um die
spontane Entzündung des Phosphors zu verhindern.
Die Mischung wird auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes
von Phosphor, aber unterhalb des Schmelzpunktes aller Feststoffe oder der Feststoffe,
die nicht abgetrennt werden sollen, erhitzt. So sollte die Mischung auf etwa 50°C
erhitzt werden, weil elementarer Phosphor bei etwa 44,1°C schmilzt. Erhitzen
wird am geeignetsten durchgeführt, indem der Siebbehälter in ein Bad in
einem heißen Fluid platziert wird. Obgleich das Fluid ein inertes Gas sein
kann, wie etwa Kohlendioxid oder Stickstoff, ist es vorzugsweise eine Flüssigkeit,
wie etwa Wasser oder ein organisches Lösemittel, z.B. Methanol oder Toluol.
Die Flüssigkeit ist vorzugsweise Wasser, da es preiswert, ungiftig und leichter
mit zu arbeiten ist. Wenn eine schwere Flüssigkeit, wie etwa Salzlösung,
verwendet wird, wird der Phosphor aus dem Behälter ausschwemmen, statt zum
Boden zu sinken.
Die Mischung kann zum Siebbehälter entweder in Chargen oder kontinuierlich
zugegeben werden, aber kontinuierliche Zugabe und Entfernung des schmelzbaren Feststoffes
ist bevorzugt, da die Verarbeitung leichter, effizienter und wirtschaftlicher ist.
Es ist auch möglich, die Mischung in einem Schritt zu erhitzen, wobei der schmelzbare
Feststoff geschmolzen wird, dann die Mischung in den Siebbehälter zur Abtrennung
in einem getrennten Schritt einzubringen, aber dies ist nicht bevorzugt.
In der vorliegenden Erfindung bedeutet „umfaßt" „schließt
ein oder besteht aus" und „umfassend" bedeutet „einschließlich
oder bestehend aus".
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| Anspruch[de] |
Verfahren zum Abtrennen von elementarem Phosphor aus einer Mischung
mit anderen Feststoffen unter Verwendung einer Trennvorrichtung, welche umfaßt:
(A) einen Tank, der eine Flüssigkeit enthält;
(B) einen Behälter, in der Form eines Zylinders, innerhalb besagten Tanks,
der einen Siebabschnitt aufweist, durch den besagte Flüssigkeit hindurchgehen
und geschmolzener Feststoff hindurchfließen kann, aber durch den nicht-geschmolzenes
festes Material nicht hindurchgehen kann, wobei der Zylinder wenigstens teilweise
in besagter Flüssigkeit eingetaucht ist, wobei jeder Abschnitt des Zylinders,
der nicht in besagter Flüssigkeit eingetaucht ist, sich in einer inerten Atmosphäre
befindet; und
(C) eine Heizvorrichtung zum Erhitzen besagter Flüssigkeit
oberhalb des Schmelzpunktes von Phosphor,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
(D) Plazieren besagter Mischung in besagtem Behälter der Trennvorrichtung und
(E) Erhitzen besagter Flüssigkeit auf eine Temperatur oberhalb 44,1°C,
wodurch Phosphor schmilzt und durch besagtes Sieb aus besagtem Behälter herausfließt
und nicht-geschmolzene Feststoffe dies nicht tun,
wobei der Siebabschnitt Öffnungen aufweist, die entlang der Länge des
Zylinders größer oder kleiner werden, wobei eine Mehrzahl von Bunkern
vorgesehen sind, in einer Reihe entlang des Zylinders, unterhalb des letzteren,
in die hinein geschmolzener Phosphor, der durch die Öffnungen im Siebabschnitt
fließt, gesammelt werden kann, wobei das Verfahren den Schritt des Drehens
besagten Zylinders um seine Achse umfaßt, wobei die Achse des Zylinders in
einem Winkel &agr; zur Horizontalen von bis zu 5° steht, und/oder eine Schnecke
auf der Innenseite des Zylinders vorgesehen ist, um nicht-geschmolzenes festes Material
entlang besagten Zylinders bei Drehung desselben zu fördern.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen
in besagtem Sieb einen Durchmesser von etwa 0,2 bis 0,6 cm aufweisen.
Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zylinder einen Durchmesser von etwa 0,6 bis etwa 2,4 m und eine Länge von
etwa 3,7 bis etwa 12 m aufweist.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder
mit weniger als etwa 10 UPM um seine Achse gedreht wird.
Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel &agr; der Achse des Zylinders einstellbar ist.
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