SACHGEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung bezieht sich auf Kraftstoffzufuhrsysteme für Kraftfahrzeuge,
und insbesondere auf Dualkraftstoffpumpenzufuhrsysteme mit gegabelten bzw. aufgeteilten
Kraftstoffbehältern.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die Verwendung von aufgeteilten Kraftstoffbehältern, die herkömmlich
auch als Sattelbehälter bezeichnet werden, ist in Verbindung mit den Kraftstoffzufuhrsystemen,
die eine einzelne Kraftstoffpumpe haben, bekannt. In solchen Systemen umgibt ein
Reservoir die Kraftstoffpumpe und ist konstant so gefüllt, um sicherzustellen,
dass eine ständige Zufuhr an Kraftstoff zu der Pumpe zu allen Zeitpunkten verfügbar
ist. Normalerweise wird der Kraftstoff in die Kraftstoffpumpe von dem aufgeteilten
Tankbereich, der die Kraftstoffpumpe aufnimmt, angezogen, allerdings zieht, wenn
das Niveau des Kraftstoffs niedrig ist oder die Fahrbewegung des Fahrzeugs derart
ist, dass der Kraftstoffpumpeneinlass keinen Kraftstoff anziehen kann, die Kraftstoffpumpe
augenblicklich Kraftstoff von dem Reservoir an. Eine Jet-Pumpe wird verwendet, um
Kraftstoff über eine Überführungskraftstoffleitung von dem gegenüberliegenden,
aufgeteilten Abschnitt des Behälters anzuziehen und den Kraftstoff in das Reservoir
zu pumpen. Das Reservoir läuft gewöhnlich über und überschüssiger
Kraftstoff füllt den aufgeteilten Behälterabschnitt, der die Kraftstoffpumpe
aufnimmt. Dies stellt sicher, dass der Kraftstoff in irgendeinem der aufgeteilten
Behälterabschnitte verbleibt, so dass er für die Kraftstoffpumpe verfügbar
ist.
Hochleistungs-Kraftfahrzeuge von heute erfordern eine höhere
Rate eines Kraftstoffflusses zu dem Motor als diese oftmals mit einer einzelnen
Kraftstoffpumpe bereitgestellt werden kann. Es ist notwendig geworden, zwei Kraftstoffpumpen,
die parallel arbeiten, zu verwenden, um die notwendige Kraftstoffzufuhr zu dem Motor
zu erzielen. Ein geteilter Tank stellt eine geeignete Umgebung dar, um Doppelkraftstoffpumpenzufuhrsysteme
zu verwenden, da eine Kraftstoffpumpe in jedem der zwei geteilten Tankabschnitte
untergebracht werden kann. Da der Motor einen Kraftstofffluss von beiden Kraftstoffpumpen
fordert, ist es wichtig, dass beide Behälterabschnitte und beide Kraftstoffpumpen
eine ausreichende Menge an Kraftstoff haben. Aufgrund einer Fahrzeugbewegung (bei
der Kraftstoff über die geteilte Wand des Behälters läuft), einer
teilweisen Behälterfüllung und aufgrund von Variationen in den Kraftstoffpumpenfließfähigkeiten
sind die Kraftstoffniveaus in den geteilten Abschnitten oftmals ungleich.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die Verwendung von geteilten Kraftstoffbehältern mit zwei Kraftstoffpumpen,
die parallel zueinander arbeiten, erfordert ein Verfahren, um die Kraftstoffniveaus
in jedem der geteilten Behälterabschnitte auszugleichen. Um die Kraftstoffniveaus
auszugleichen, muss Kraftstoff von einem Abschnitt des geteilten Behälters
zu dem anderen Abschnitt überführt werden.
Eine Art und Weise, um eine solche Überführung zu erreichen,
würde diejenige sein, zwei Jet-Pumpen zu verwenden, die jeweils ihre eigene,
zugeordnete Überführungskraftstoffleitung haben, die Kraftstoff über
die Teilungswand überführt. Dies würde ein System ähnlich zu
demjenigen sein, das vorstehend für die Verwendung mit Einzelkraftstoffpumpen-Zufuhrsystemen
beschrieben ist, nur verdoppelt, um die zwei Kraftstoffpumpen aufzunehmen. Die erste
Überführungskraftstoffleitung würde mit der ersten Jet-Pumpe verbunden
werden und würde einem Überführen von Kraftstoff von dem zweiten
geteilten Abschnitt zu dem Reservoir in dem ersten geteilten Abschnitt zugeordnet
sein. Die zweite Überführungskraftstoffleitung würde mit der zweiten
Jet-Pumpe verbunden sein und würde einem Überführen von Kraftstoff
von dem ersten geteilten Abschnitt zu dem Reservoir in dem zweiten geteilten Abschnitt
zugeordnet sein. Idealerweise würden sowohl die Jet-Pumpen als auch die Überführungsleitungen,
die unabhängig voneinander arbeiten, das Kraftstoffniveau in den geteilten
Abschnitten des Behälters ausgleichen, wenn sich der Behälter leert.
Ein Beispiel eines existierenden Kraftstoffzufuhrsystems ist in der
EP-A-0,979,939 offenbart, die zwei Zufuhreinheiten besitzt, die in einem geteilten
Kraftstoffbehälter angeordnet sind. Die Zufuhreinheiten führen Kraftstoff
aus den Baffles zu einem Verbrennungsmotor des Motorfahrzeugs und zu Saug-Jet-Pumpen
heraus. Die Saug-Jet-Pumpen führen Kraftstoff aus dem Kraftstoffbehälter
zu Ablenkteilen heraus, die gegenüberliegend in jedem Gehäuse angeordnet
sind.
Ein Problem, das der Verwendung von zwei unabhängig zugeordneten
Jet-Pumpen- und Überführungsleitungssystemen zugeordnet ist, um das Kraftstoffniveau
in den geteilten Behältern auszugleichen, ist dasjenige, dass die Jet-Pumpen
oftmals unterschiedliche Effektivitäten haben, was dazu führt, dass ein
abgeteilter Abschnitt vor dem anderen leer wird. Wenn eine Jet-Pumpe effizienter
als die andere ist, entleert die effizientere Jet-Pumpe ihren jeweiligen, abgeteilten
Abschnitt schneller als die weniger effiziente Jet-Pumpe Kraftstoff von deren jeweiligem
abgeteilten Abschnitt zuführen kann. Als solche kann die weniger effiziente
Jet-Pumpe nicht das Kraftstoffniveau zwischen den geteilten Abschnitten ausgleichen.
Wenn sich ein abgeteilter Abschnitt zuerst entleert und die entsprechende Kraftstoffpumpe
keine ausreichende Kraftstoffzufuhr erreicht, werden Kraftstoffzufuhrunterbrechungen
auftreten, was erhöhte HC und NOX-Emissionen hervorruft und die Zuverlässigkeit
des Motors und des katalytischen Wandlers in Frage stellt. Zusätzlich zu einer
potentiellen Beschädigung des Motors ist eine gute Chance vorhanden, dass die
Kraftstoffpumpe, die fortfährt zu laufen, ohne irgendwelchen Kraftstoff zu
pumpen, beschädigt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden eine Vorrichtung
und ein Verfahren, wie sie in den beigefügten Ansprüchen angegeben sind,
geschaffen. Bevorzugte Merkmale der Erfindung werden aus den beigefügten Ansprüchen
und der Beschreibung, die folgt, ersichtlich werden.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Probleme, indem eine einzelne
Überführungskraftstoffleitung eingesetzt wird, die mit beiden Jet-Pumpen
in Verbindung steht. Zwei Zweiwegeventile steuern die Richtung des Kraftstoffflusses
durch die einzelne Überführungsleitung, um im Wesentlichen gleiche Kraftstoffniveaus
in beiden geteilten Abschnitten beizubehalten, bis der Behälter leer ist. Sollte
ein abgeteilter Abschnitt vor dem anderen leer sein, ziehen beide Jet-Pumpen Kraftstoff
von dem abgeteilten Abschnitt mit dem verbleibenden Kraftstoff, um dadurch sicherzustellen,
dass beide Kraftstoffpumpen damit fortfahren, Kraftstoff zu dem Motor zuzuführen,
bis beide abgeteilten Abschnitte im Wesentlichen leer sind. Kraftstoff wird, im
Gegensatz dazu, zwei einzeln zugeordnete Jet-Pumpen und Überführungsleitungen
zu verwenden, nur dann überführt, wenn es notwendig ist, im Gegensatz
dazu, dass fortlaufend Kraftstoff aus und in beide Behälterabschnitte gepumpt
wird.
Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für Fachleute
auf dem betreffenden Fachgebiet unter Betrachtung der nachfolgenden, detaillierten
Beschreibung, der Ansprüche und der Zeichnungen ersichtlich werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt eine Teilschnittansicht eines Doppelkraftstoffpumpenzufuhrsystems,
das die Erfindung verkörpert.
2 zeigt eine vergrößerte Teilschnittansicht
des Systems, das den Kraftstoffüberführungsvorgang darstellt.
3 zeigt eine vergrößerte Teilschnittansicht,
die ein Zweiwegeventil darstellt.
4 zeigt eine Schnittansicht einer Jet-Pumpe, die entlang
einer Linie 4-4 in 2 vorgenommen ist.
Bevor eine Ausführungsform der Erfindung im Detail erläutert
wird, sollte verständlich werden, dass die Erfindung in ihrer Anwendung nicht
auf die Details eines Aufbaus und die Anordnungen der Bauteile, wie sie in der nachfolgenden
Beschreibung angegeben oder in den Zeichnungen dargestellt sind, beschränkt
ist. Die Erfindung ist auf andere Ausführungsformen anwendbar und kann auf
verschiedene Arten und Weisen praktiziert oder ausgeführt werden. Es sollte
auch verständlich werden, dass die Ausdrucksweise und die Terminologie, wie
sie hier verwendet sind, für den Zweck einer Beschreibung dienen, und sie sollten
nicht einschränkend betrachtet werden. Die Verwendung von „umfassend"
und „aufweisend", und Variationen davon, bedeuten hier, die Teile, die nachfolgend
aufgelistet sind, und die Äquivalente davon, ebenso wie zusätzliche Teile,
zu umfassen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
1 stellt ein Kraftstoffsystem 10 dar, das
die vorliegende Erfindung einsetzt. Das Kraftstoffsystem 10 dient zur Verwendung
in Verbindung mit einem Verbrennungsmotor 14, der eine relativ hohe Rate
eines Kraftstoffflusses erfordert (d. h. ein aufgeladener Motor). Ein aufgeteilter
bzw. gegabelter Kraftstoffbehälter 18, der einen ersten Behälterabschnitt
30 und einen zweiten Behälterabschnitt 34 besitzt, ist in
den 1 und 2 dargestellt.
Dieser Typ eines geteilten Kraftstoffbehälters ist herkömmlich als ein
„Satteltank", aufgrund seiner Sattel ähnlichen Form bekannt. Eine Wand
oder ein Höcker 38 trennt teilweise den ersten und den zweiten Behälterabschnitt
30 und 34, lässt allerdings zu, dass der Behälter
18 einen einzigen Dampfdruck darin beibehält. Es ist wichtig anzumerken,
dass der Behälter 18 nicht in der Art und Weise, wie sie dargestellt
ist, unterteilt sein muss, sondern in irgendeiner anderen Art und Weise verzweigt
sein könnte, die zulassen würde, dass die Behälterabschnitte
30, 34 einen gemeinsamen Dampfdruck zeigen.
Der erste und der zweite Behälterabschnitt 30,
34 nehmen jeweilige erste und zweite Kraftstoffzufuhrmodule 42,
46 auf, die im Wesentlichen dieselben sind. Das erste und das zweite Kraftstoffzufuhrmodul
42, 46 umfassen ein jeweiliges erstes und zweites Reservoir
50, 54, die zumindest teilweise an der Oberseite offen sind, und
eine erste, und eine zweite Kraftstoffpumpe 58, 62 innerhalb der
jeweiligen Reservoire 50, 54. Die Kraftstoffpumpen 58,
62 führen Kraftstoff 74 zu dem Motor 14 über
jeweils eine erste Kraftstoffzufuhrleitung 22 und eine zweite Kraftstoffzufuhrleitung
26 zu.
Die Kraftstoffpumpen 58, 62 sind im Wesentlichen
identisch und können Kraftstoff direkt von dem jeweiligen unterteilten Behälterabschnitt
30, 34 oder von den jeweiligen Reservoiren 50,
54 anziehen, wie dies ausreichend im Stand der Technik bekannt ist. Wenn
eine unzureichende Menge an Kraftstoff 74 in den Behälterabschnitten
30, 34 vorhanden ist, saugen die Pumpen 58,
62 Kraftstoff von den jeweiligen Behälterabschnitten 30,
34 an. Wenn eine unzureichende Menge an Kraftstoff 74 in den Behälterabschnitten
30, 34 vorhanden ist, oder der Kraftstoff 74 an den Pumpeneinlässen
(nicht dargestellt) aufgrund einer Bewegung des Fahrzeugs verfügbar ist, ziehen
die Pumpen 58, 62 Kraftstoff von den jeweiligen Reservoiren
50, 54 an. Dies stellt sicher, dass die Kraftstoffpumpen
58, 62 immer eine verfügbare Zufuhr von Kraftstoff
74 während Perioden niedriger Kraftstoffniveaus und einer starken
Fahrzeugbewegung haben.
Da der Motor 14 einen Kraftstofffluss von beiden Kraftstoffpumpen
58, 62 erfordert, könnte eine Unterbrechung des Kraftstoffflusses
von irgendeiner Kraftstoffpumpe 58, 62 den Motor 14 und
den katalytischen Wandler (nicht dargestellt) beschädigen und sollte vermieden
werden. Weiterhin können die Kraftstoffpumpen 58, 62 auch
dann beschädigt werden, wenn sie ohne Kraftstoff 74 für eine
nominale Zeitperiode betrieben werden. Um eine solche Beschädigung zu verhindern,
wird Kraftstoff 74 konstant zu den Reservoiren 50, 54
zugeführt, wie dies nachfolgend beschrieben wird. Die konstante Zufuhr von
Kraftstoff 74 bedeutet, dass die Reservoire 58, 62 (50,
54) im Wesentlichen immer voll sind und in die jeweiligen Behälterabschnitte
30, 34 während eines normalen Betriebs überlaufen.
Eine erste und eine zweite Kraftstoffüberführungseinheit
110, 114 sind in den jeweiligen Behälterabschnitten
30, 34, benachbart zu den jeweiligen Kraftstoffzufuhrmodulen
42, 46 angeordnet und überführen Kraftstoff von den
Behälterabschnitten 30, 34 in die jeweiligen Reservoire
50, 54. Die Kraftstoffüberführungseinheiten
110, 114 sind im Wesentlichen identisch und gemeinsame Elemente
sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Nur die Kraftstoffzuführungseinheit
114 wird im Detail beschrieben. Unterscheidungen, die zwischen Bauteilen
vorgenommen sind, und Charakteristika der Kraftstoffüberführungseinheiten
110 und 114, werden explizit angegeben.
Die Kraftstoffüberführungseinheit 114 umfasst eine
Jet-Pumpe 118 und ein Kraftstoffaufnahmerohr 126. Die Jet-Pumpe
118 (siehe 4) arbeitet unter Ausnutzung des
Venturi-Effekts und umfasst einen Einlass 134, der einen Bereich
138 mit begrenztem Durchmesser besitzt, um Kraftstoff 74 unter
hohem Druck aufzunehmen und den Druck in eine Geschwindigkeit umzuwandeln, wie dies
allgemein verständlich ist. Ein Zufuhrrohr 140 ist mit dem Einlass
134 verbunden und führt Kraftstoff 74 zu der Jet-Pumpe
118 (siehe 1 und 2)
von einem abgeteilten Bereich der Hochdruckmotorversorgung, von der Kraftstoffpumpe
62 ankommend, zu. Alternativ kann Kraftstoff zu der Jet-Pumpe
118 von einer regulierten Rückführleitung (nicht dargestellt),
die Kraftstoff zu dem Behälter 18 zurückführt, zugeführt
werden.
Der Kraftstoff 74 unter hoher Geschwindigkeit verlässt
die Jet-Pumpe 118 über einen Auslass 142. Das Auslassrohr
144 ist mit dem Auslass 142 verbunden und steht mit dem Reservoir
54 in Verbindung. Vorzugsweise steht das Auslassrohr 144 mit dem
Reservoir 54 so in Verbindung, dass Kraftstoff 74 in das gefüllte
Reservoir 54 unterhalb des Kraftstoffoberflächenniveaus so eintritt,
um nicht zu verspritzen und einen Dampfdruckaufbau zu verursachen. Die Jet-Pumpe
118 umfasst, wie in 4 zu sehen ist, einen
Zwischenabschnitt 146, der einen Aufnahmerohrverbinderabschnitt
150 besitzt, der mit dem Aufnahmerohr 126 verbunden ist und damit
in Verbindung steht. Die Jet-Pumpe 118 besitzt auch einen Verbindungsabschnitt
152 (siehe 2), der mit dem Zwischenabschnitt
146 über eine Bohrung 153 (in 4
dargestellt) in Verbindung steht.
Das Kraftstoffaufnahmerohr 126 umfasst einen Einlass
154 benachbart zu dem Boden des Behälterabschnitts 34, einen
Auslass 162, der mit dem Aufnahmerohrverbinderabschnitt 150 verbunden
ist und damit in Verbindung steht, und ein Zweiwegeventil 170 zwischen
dem Einlass 154 und dem Auslass 162. Das Zweiwegeventil
170 befindet sich vorzugsweise benachbart zu dem Einlass 154 und
umfasst ein Blockierelement 178. Das Zweiwegeventil 170 umfasst
auch, wie am Besten in 3 zu sehen ist, einen unteren
Sitz 186 und einen oberen Sitz 194. Der untere Sitz
186 befindet sich benachbart zu dem Aufnahmerohreinlass 154 so,
dass dann, wenn das Blockierelement 178 an dem unteren Sitz 186
anliegt (wie dies in angedeuteten Linien in 3 dargestellt
ist), der Einlass 154 im Wesentlichen blockiert ist, und kein Kraftstoff
74 kann in das Aufnahmerohr 126 eintreten oder dieses verlassen.
Wenn das Blockierelement 178 an dem unteren Sitz 186 einliegt,
ist das Ventil 170 geschlossen.
Wenn sich das Blockierelement 178 nicht auf dem unteren Sitz
186 befindet oder auf dem oberen Sitz 194 aufliegt (wie dies in
durchgezogenen Linien in 3 dargestellt ist), ist das
Zweiwegeventil 170 offen. Obere Sitzlaschen 202 berühren
das Blockierelement 178, lassen allerdings den Fluss des Kraftstoffs
74 um das Blockierelement 178 herum und bis zu dem Aufnahmerohr
126 zu. Kraftstoff 74 tritt in das Aufnahmerohr 126 über
den Einlass 154 ein, fließt um das Blockierelement 178 herum
und wird nach oben zu dem Aufnahmerohr 126 durch die Jet-Pumpe
118 gezogen.
Während die oberen Sitzlaschen 202 als beabstandete
Ränder oder Vorsprünge dargestellt sind, könnten andere Anordnungen
für die oberen Sitzlaschen 202 ebenso verwendet werden. Das Blockierelement
178 ist als ein sphärisches Element dargestellt, könnte allerdings
von verschiedenen anderen Formen sein, wie beispielsweise einer flachen Scheibe,
die dieselben Ergebnisse erreicht. Das Blockierelement 178 kann aus irgendeinem
geeigneten Material hergestellt sein, das dazu geeignet ist, einem Einfluss durch
den Kraftstoff 74 standzuhalten, wie beispielsweise Metalle oder verschiedene
Kunststoffe. Weiterhin sollte das Blockierelement 178 aus einem Material
hergestellt sein, das keinen Kraftstoff 74 absorbieren wird, da das Gewicht
des Blockierelements 178 im Wesentlichen konstant bleiben muss.
Das Blockierelement 178 ist so kalibriert oder so ausgelegt,
dass ein spezifischer, vorgegebener Förderdruck Hb erforderlich
ist, um das Blockierelement 178 von der geschlossenen Position, wo das
Blockierelement 178 auf dem unteren Sitz 186 anliegt, zu der offenen
Position hin anzuheben, wo das Blockierelement 178 auf dem oberen Sitz
194 aufliegt. Das Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 erfordert einen Förderdruck Hb2, um eine Bewegung von
der geschlossenen Position zu der offenen Position zu bewirken, während das
Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
114 einen Förderdruck Hb2 erfordert, um eine Bewegung von
der geschlossenen Position zu der offenen Position zu bewirken. Die Förderdrücke
Hb1 und Hb2 sind vorzugsweise im Wesentlichen dieselben, allerdings
muss dies nicht der Fall sein. Die Förderdrücke Hb1 und Hb2
kann durch Ändern des Verhältnisses zwischen dem Gewicht und dem Oberflächenbereich
der jeweiligen Blockierelemente 178 kalibriert werden. Der Grund für
eine solche Kalibrierung wird nachfolgend ersichtlich werden.
Kraftstoff 74 unter hoher Geschwindigkeit, der über
den Aufnahmerohrverbinderabschnitt 150 führt, erzeugt ein Saugen oder
einen negativen Messdruck Hs, der Kraftstoff 74 in das Aufnahmerohr
126 und in den Zwischenabschnitt 146 einsaugt, wo der Kraftstoff
74 die Jet-Pumpe 118 über den Jet-Pumpen-Auslass
142 verlässt, um das Reservoir 54 zu füllen. Es ist
wichtig anzumerken, dass die Jet-Pumpe 118 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 nur gering, wenn überhaupt, dieselbe Effektivität wie die
Jet-Pumpe 118 der Kraftstoffüberführungseinheit 114
aufgrund von Variationen in den jeweiligen Abschnitten 138 mit begrenztem
Durchmesser und Variationen in dem Kraftstoffdruck, der zu den jeweiligen Einlässen
134 zugeführt wird, haben wird. Die Jet-Pumpe 118 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 erzeugt als solche einen Saugdruck Hs1, der wahrscheinlich
gegenüber dem Saugdruck Hs2, der durch die Jet-Pumpe 118
der Kraftstoffüberführungseinheit 114erzeugt ist, unterschiedlich
sein wird. Die Bedeutung des Unterschieds zwischen Hs1 und Hs2
wird genauer nachfolgend diskutiert.
Der Förderdruck Hb, der erforderlich ist, um das Blockierelement
178 anzuheben, wird genau so kalibriert, dass er größer als der
Saugdruck Hs ist, der durch die Jet-Pumpe 118 erzeugt ist. Dies
bedeutet, dass das Saugen von der Jet-Pumpe 118 alleine nicht genug ist,
um das Blockierelement 178 von der geschlossenen Position zu der offenen
Position hin anzuheben. Ohne das Vorhandensein irgendeines anderen Drucks, der dazu
tendiert, das Blockierelement 178 von der geschlossenen Position zu der
offenen Position hin anzuheben, verbleibt das Blockierelement 178 in dem
unteren Sitz 186 einsitzend und kein Kraftstoff kann in das Kraftstoffrohr
126 eintreten.
Der Kraftstoff 74 selbst erzeugt auch einen Kraftstoffdruck
Hf an dem Blockierelement 178, der in Abhängigkeit von
dem Niveau des Kraftstoffs in den jeweiligen Behälterabschnitten
30, 34 und dem Dampfdruck, der in dem Behälter
18 vorhanden ist, variiert. Wenn das Niveau des Kraftstoffs 74
oberhalb der Wand oder der Erhöhung 38 liegt und der Behälter
18 einnivelliert ist, ist der Kraftstoffdruck Hf in beiden Behälterabschnitten
30, 34 gleich. Wenn das Niveau des Kraftstoffs 74 unterhalb
der Erhöhung 38 ist (wie dies in den 1
und 2 zu sehen ist, erfährt das Blockierelement
178 der Kraftstoffüberführungseinheit 110 einen ersten
Kraftstoffdruck Hf1 und das Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
114 erfährt einen zweiten Kraftstoffdruck Hf2, der gegenüber
dem ersten Kraftstoffdruck Hf1 dann unterschiedlich sein wird, wenn die
jeweiligen Kraftstoffniveaus unterschiedlich sind. Der Kraftstoffdruck Hf1
tendiert auch dazu, Kraftstoff 74 hoch zu dem Aufnahmerohr 126
zu drücken, was dazu führt, das Blockierelement 178 von der geschlossenen
Position zu der offenen Position hin anzuheben. Um eine Kraftstoffüberführung
von dem Behälterabschnitt 30 zu dem Reservoir 50 zu erreichen,
muss die Kombination des Kraftstoffdrucks Hf1 und des Saugdrucks Hs1
den Förderdruck Hb1 übersteigen, der erforderlich ist, das
Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 von der geschlossenen Position zu der offenen Position hin anzuheben.
Um eine Kraftstoffüberführung von dem Behälterabschnitt
34 zu dem Reservoir 54 zu erreichen, muss die Kombination des
Kraftstoffdrucks Hf2 und des Saugdrucks Hs2 den Förderdruck
Hb2 übersteigen, der erforderlich ist, das Blockierelement
178 der Kraftstoffüberführungseinheit 114 von der geschlossenen
Position zu der offenen Position hin anzuheben. Mathematisch ausgedrückt sind
die Zweiwegeventile 170 der jeweiligen Kraftstoffüberführungseinheiten
110, 114 offen, wenn:
Hs1 + Hf1 > Hb1 und Hs2 + Hf2
> Hb2
Der Förderdruck Hb, der erforderlich ist, das Blockierelement
178 anzuheben, sollte so kalibriert werden, dass der Förderdruck Hf
allein nicht genug ist, um das Zweiwegeventil 170 zu öffnen. Mit anderen
Worten muss die Dichte des Blockierelements 178 hoch genug sein, dass das
Blockierelement 178 immer zu der geschlossenen Position hin ohne das Vorhandensein
eines Saugdrucks Hs von der Jet-Pumpe 118 absinken wird. Folglich
wird das Zweiwegeventil 170, wenn sich das Kraftstoffsystem 10
nicht in Betrieb befindet, in der geschlossenen Position, ungeachtet des Kraftstoffniveaus,
sein. Dies lässt zu, dass die Kraftstoffüberführungseinheiten
110, 114 deren Vorzug zwischen den Betriebsperioden beibehalten
werden und eine schnellere Ansprechzeit für das Kraftstoffsystem
10 ermöglichen werden, um beim Starten des Motors betriebsbereit zu
werden.
Der gesamte Druck während des Betriebs Htotal in der
jeweiligen Kraftstoffüberführungseinheit 110, 114 kann
demzufolge mathematisch wie folgt dargestellt werden:
Htotal1 = Hs1 + Hf1 – Hb1 und
Htotal2 = Hs2 + Hf2 – Hb2
Unter der Annahme, dass ein ausreichendes Niveau an Kraftstoff
74 in beiden Behälterabschnitten 30, 34 vorhanden
ist, arbeiten die Kraftstoffüberführungseinheiten 110,
114 im Wesentlichen unabhängig voneinander. Die Jet-Pumpe
118 der Kraftstoffüberführungseinheit 110 zieht Kraftstoff
74 von dem ersten Behälterabschnitt 30 hoch zu dem Aufnahmerohr
126 an und füllt den Kraftstoff 74 in das erste Reservoir
50 ein. Die Jet-Pumpe 118 der Kraftstoffüberführungseinheit
114 zieht Kraftstoff 74 von dem zweiten Behälterabschnitt
34 nach oben entlang des Aufnahmerohrs 126 und füllt den
Kraftstoff 74 in das zweite Reservoir 54 ein.
Kraftstoff wird zwischen den Behälterabschnitten 30,
34 durch eine einzelne Kraftstoff überführungsleitung oder einen
-kanal 206 überführt, die gegenüberliegende Enden
210 und 214 besitzt, die mit den Verbinderabschnitten
152 (und demzufolge mit den Zwischenabschnitten 146) der Jet-Pumpen
118 jeweils der Kraftstoffüberführungseinheiten 110
und 114 in Verbindung stehen. Die Kraftstoffüberführungsleitung
206 kann, ähnlich allen anderen Kanälen in dem Kraftstoffsystem
10, aus irgendeinem Material hergestellt sein, das zur Verwendung in der
Umgebung des Kraftstoffbehälters 18 geeignet ist, wie beispielsweise
Kunststoff.
Die Kraftstoffüberführung zwischen dem ersten Behälterabschnitt
30 und dem zweiten Behälterabschnitt 34 tritt dann auf, wenn
das Niveau des Kraftstoffs in irgendeinem Behälterabschnitt niedrig genug wird,
so dass sich das jeweilige Blockierelement 178 von der offenen Position
zu der geschlossenen Position bewegt. Normalerweise wird das Kraftstoffniveau in
einem der Behälterabschnitte 30, 34 dieses im Wesentlichen
leere Niveau erreichen, bevor das Kraftstoffniveau in dem anderen Behälterabschnitt
30, 34 dies tut. Dies kann aufgrund von Unterschieden in der Effektivität
der Jet-Pumpe, aufgrund von Unterschieden in der Kraftstoffpumpen-Strömungskapazität,
einem teilweisen und unvollständigen Füllen des Behälters
18 oder einer Bewegung des Fahrzeugs auftreten. Um die erforderliche Kraftstoffzufuhr
für beide Kraftstoffpumpen 58, 62 beizubehalten, muss Kraftstoff
74 von dem Behälterabschnitt 30, 34, der ausreichenden
Kraftstoff besitzt, zu dem Behälterabschnitt 30, 34, der
unzureichenden Kraftstoff besitzt, überführt werden. 2
stellt einen der Zustände dar, der zu einer Kraftstoffüberführung
führt. Der erste Behälterabschnitt 30 ist unzureichend mit Kraftstoff
74 gefüllt, so dass sich das Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 in der offenen Position befindet. Der zweite Behälterabschnitt
34 ist andererseits mit einem unzureichenden Kraftstoffniveau
74 dargestellt, was bedeutet, dass sich Hf2 Null annähert.
Das Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
114 befindet sich deshalb in der geschlossenen Position, da der Saugdruck
Hs2 alleine kleiner als der Förderdruck Hb2 ist, der
erforderlich ist, das Blockierelement 178 zu der offenen Position hin anzuheben.
Die mathematischen Ausdrücke für die Gesamtdrücke in den jeweiligen
Kraftstoffüberführungseinheiten 110 und 114 werden angegeben
durch:
Htotal1 = Hs1 + Hf1 – Hb1 und
Htotal2 = Hs2 – Hb2
An diesem Punkt ist der Druck Htotal1 in der Kraftstoffüberführungseinheit
110 größer als der Druck Htotal2 in der Kraftstoffüberführungseinheit
114. Dieser Druckunterschied bewirkt, dass der Kraftstoff 74 über
die Kraftstoffüberführungsleitung 206 von dem ersten Behälterabschnitt
30 zu dem zweiten Behälterabschnitt 34 überführt
wird (wie dies durch den Pfeil in 2 dargestellt ist).
Die Jet-Pumpen 118 der Kraftstoffüberführungseinheiten
110 und 114 arbeiten so zusammen, um Kraftstoff 74 hoch
zu dem Aufnahmerohr 126 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 zu ziehen. Aufgrund des niedrigeren Drucks in der Kraftstoffüberführungseinheit
114 tritt der Kraftstoff 74 in dem Zwischenabschnitt
146 der Jet-Pumpe 118 der Kraftstoffüberführungseinheit
110 in das Ende 210 der Kraftstoffüberführungsleitung
206 ein, anstelle davon, den normalen Weg zu dem ersten Reservoir
50 zu nehmen. Der Kraftstoff 74 wird über die Kraftstoffüberführungsleitung
206 in den Zwischenabschnitt 146 der Jet-Pumpe 118 der
Kraftstoffüberführungseinheit 114 und in das zweite Reservoir
54 überführt. Die Kraftstoffüberführung führt
Kraftstoff zu dem zweiten Reservoir 54 so zu, dass die zweite Kraftstoffpumpe
62 eine ausreichende Zufuhr von Kraftstoff aufrechterhält.
Wenn das zweite Reservoir 54 voll wird, fließt Kraftstoff
74 in den zweiten Behälterabschnitt 34 über. Der Überlauf
fährt fort, bis das Niveau des Kraftstoffs in dem zweiten Behälterabschnitt
34 hoch genug ist, um einen Kraftstoffdruck Hf2 zu erzeugen,
der ausreichend ist, um das Blockierelement 178 der Kraftstoffüberführungseinheit
114 zu der offenen Position hin anzuheben. Wenn dies auftritt, verschwindet
der Druckunterschied und die Kraftstoffüberführung über die Kraftstoffüberführungsleitung
206 endet im Wesentlichen.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Kraftstoffüberführung,
die vorstehend beschrieben ist, im Wesentlichen in derselben Art und Weise wie dann
arbeitet, wenn das Niveau des Kraftstoffs in dem ersten Behälterabschnitt
30 unzureichend ist und das Niveau des Kraftstoffs in dem zweiten Behälterabschnitt
34 unzureichend ist (d. h. das Spiegelbild der 2).
Der einzige Unterschied ist derjenige, dass Kraftstoff in der entgegengesetzten
Richtung zu derjenigen, die in 2 dargestellt ist, überführt
wird, so dass Kraftstoff von dem zweiten Behälterabschnitt 34 zu dem
ersten Behälterabschnitt 30 überführt wird. Wiederum wird
diese Kraftstoffüberführungsfähigkeit in doppelter Richtung mit nur
einer Kraftstoffüberführungsleitung 206 erreicht.
Die Kraftstoffüberführung wird typischerweise nur dann auftreten,
wenn das Kraftstoffniveau in einem der Behälterabschnitte 30,
34 niedrig wird. Wie niedrig der Kraftstoff sein muss, bevor eine Überführung
auftritt, hängt von der Kalibrierung der Blockierelemente 178 ab.
Je näher der Förderdruck, der erforderlich ist, um das Blockierelement
Hb anzuheben, zu dem Saugdruck Hs ist, desto weniger Kraftstoff
wird benötigt, um den Kraftstoffdruck Hf zu erzeugen, der erforderlich
ist, um die Blockierelemente 178 in der offenen Position zu halten. Deshalb
kann ein Konstrukteur durch Kalibrieren der Blockierelemente 178 bestimmen,
wie niedrig das Kraftstoffniveau sein wird, bevor ein Überlauf auftritt. Variationen
in der Effektivität der Jet-Pumpe, der Kapazität der Kraftstoffpumpenströmung
und der Fahrzeugbewegung können bewirken, dass die Kraftstoffniveau-Bevorzugung
wiederholt zwischen den Behälterabschnitten 30, 34 umschaltet.
Wenn dies auftritt, werden sich die Zweiwegeventile 170 entsprechend öffnen
und schließen, um Kraftstoff 74 zu überführen und um die
Kraftstoffniveaus in den Behälterabschnitten 30, 34 auszugleichen.
Es ist offensichtlich, dass dann, wenn die Menge an Kraftstoff in beiden Behälterabschnitten
30, 34 unzureichend wird, ein Überlauf beendet wird und der
Motor letztendlich abgewürgt wird.