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Dokumentenidentifikation DE60127893T2 20.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001155918
Titel Leistenbefestigungsvorrichtung
Anmelder Newfrey LLC, Newark, Del., US
Erfinder Hideki, Kanie, Toyohashi-shi, Aichi-ken, JP;
Makoto, Kato, Toyota-shi, Aichi-ken 417-8572, JP
Vertreter Patentanwälte Haar & Schwarz-Haar, 61231 Bad Nauheim
DE-Aktenzeichen 60127893
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.05.2001
EP-Aktenzeichen 013043088
EP-Offenlegungsdatum 21.11.2001
EP date of grant 18.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 13/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60R 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B60J 10/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F16B 5/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B60J 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B21J 15/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 zur Befestigung einer Leiste, wie einer Seitenleiste, an einer Fahrzeugkarosserie. Die Erfindung betrifft insbesondere eine Leistenbefestigungsvorrichtung, die zur Befestigung einer Seitenleiste geeignet ist, um einen Spalt zwischen einem Rand einer Windschutzscheibe und einer senkrechten Wandung einer Fahrzeugkarosserie angrenzend an eine Öffnung der Fahrzeugkarosserie, in der die Windschutzscheibe befestigt ist, auszufüllen.

Eine Leistenbefestigungsvorrichtung der vorstehend genannten Art ist aus US-A-5 353 571 bekannt. Bei dieser bekannten Leistenbefestigungsvorrichtung sind keine Mittel zum Abdichten des Montagelochs der Fahrzeugkarosserie vorgesehen.

Eine Windschutzscheibenleiste zum Schließen des zwischen der Windschutzscheibe und der Fahrzeugkarosserie vorhandenen Spalts ist der Form des Spalts entsprechend länglich ausgebildet und muss über ihre gesamte Länge sicher befestigt sein, um dem auf sie einwirkenden starken Winddruck widerstehen zu können. Im allgemeinen ist in der senkrechten Karosseriewandung gegenüber dem Rand der in der Karosserieöffnung zu befestigenden Windschutzscheibe eine länglich ausgebildete Haltevorrichtung zur Befestigung einer Metallleiste über einen vorgegebenen Bereich der senkrechten Karosseriewandung entlang des Spaltes zwischen dem Windschutzscheibenrand und der Öffnung in der Karosserie mittels eines Niets oder dergleichen befestigt. Danach wird eine Eingriffskante der Längsleiste in diese Haltevorrichtung eingebracht und daran befestigt. Für die Haltevorrichtung wird zur Verhinderung von Korrosion rostfreier Stahl, sogenanntes SUS-Material, verwendet. Die Herstellungsprozesse, zum Beispiel zum Biegen und Pressen des rostfreien Stahls in die dem Spalt entsprechende Form haben jedoch einen hohen Arbeits- und Kostenaufwand erfordert.

Zur Lösung dieses Problems ist eine Leistenbefestigungsvorrichtung entwickelt worden, mit der eine hochfeste Verbindung verschiedener Leisten einschließlich der Windschutzscheibenleiste gewährleistet sowie eine Kostenreduzierung erreicht werden soll, indem die Befestigungsvorgänge für einen Clip der Befestigungsvorrichtung vereinfacht werden (japanische Patent-Offenlegungsschrift Nr. 2000-142102).

Die vorstehende Leistenbefestigungsvorrichtung umfasst einen bekannten Blindniet und einen Harzclip mit einem an einer Fahrzeugkarosserie zu befestigenden Grundkörper und einem sich fortlaufend von dem Grundkörper erstreckenden plattenförmigen Leistenhalter. Der Grundkörper des Clips weist ein Loch zur Aufnahme eines hohlen Nietkörpers des Blindniets auf. Der Nietkörper des Blindniets wird in das Loch des Grundkörpers und in ein Loch in der Fahrzeugkarosserie eingeführt, worauf ein Dorn des Blindniets unter Einsatz eines Befestigungs- oder Klemmwerkzeugs so stark gezogen wird, bis er abreißt, wodurch der Clip fest an der Fahrzeugkarosserie gehalten ist. Der Leistenhalter des Clips weist ein Klemmteil auf, um ein Eingriffsende der Leiste aufzunehmen und dazwischen festzuklemmen, sowie eine Rastklinke, die die Funktion hat, ein Loslösen zu verhindern. Der Clip ist außerdem mit einem Eingriffsteil ausgebildet, das, von der Einführrichtung der Leiste aus betrachtet, von dem Klemmteil und der Rastklinke absteht, um in eine Ausnehmung der Leiste einzugreifen. Das Eingriffsteil weist einen Schlitz auf, in den der Rand der Leistenausnehmung eingreift, um die Leiste festzuhalten. Die Leiste ist mit der Ausnehmung so ausgebildet, dass sie mit dem Eingriffsteil in Eingriff gelangen kann. Indem die Leiste einfach so positioniert wird, dass die Ausnehmung der Leiste gegenüber dem entsprechenden Eingriffsteil des Clips ausgerichtet ist, sowie durch Bewegung der Leiste relativ zu dem Clip entlang der Wandung der Fahrzeugkarosserie, wird somit das Eingriffsende der Leiste von dem Clip festgeklemmt, und die Ausnehmung der Leiste gelangt mit dem entsprechenden Eingriffsteil des Clips in Eingriff. Ohne Einsatz eines Werkzeugs kann somit eine gewünschte feste Befestigung zur Halterung der Windschutzscheibenleiste geschaffen werden, mit der die Leiste fest an der Fahrzeugkarosserie befestigt wird. Außerdem kann bei Verwendung eines Blindnietsetzwerkzeugs der Clip problemlos angebracht werden, was eine einfachere Kostensenkung ermöglicht.

Die vorstehende Leistenbefestigungsvorrichtung hat sich insofern als zufriedenstellend herausgestellt, als die Leiste ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs problemlos befestigt werden kann und eine ausreichende Festigkeit der Verbindung nach Befestigungsvorgängen erreichbar ist. Bei dieser Leistenbefestigungsvorrichtung ist der Eingriff der Rastklinken des Clips in Herausziehrichtung etwas weniger fest ausgebildet, um einem Austausch und sonstigen die Leiste betreffenden Vorgängen Rechnung zu tragen. Ein Entfernen der Leiste kann somit durch Herausziehen der Leiste aus dem Clip senkrecht zur Windschutzscheibenfläche erfolgen. Es kann jedoch auch erforderlich sein, eine festeren Eingriff der Rastklinken vorzusehen. In diesem Fall wird die Leiste entfernt, indem die Klinken mit einem speziellen Werkzeug gelöst werden, was zusätzlichen Zeit- und Kraftaufwand erfordert oder indem die Leiste unter hohem Kraftaufwand herausgezogen wird. In letzterem Fall kann der Clip aufgrund eines Bruchs der Rastklinken nicht mehr verwendet werden. Um zu einem späteren Zeitpunkt eine Leiste wieder anbringen zu können, muss der gebrochene Clip entfernt und ein neuer Clip befestigt werden. Da der gebrochene Clip jedoch durch den Blindniet fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist, wie vorstehend beschrieben, hat es sich als schwierig erwiesen, den Clip und den Niet zu entfernen und einen neuen Clip zu anzubringen.

Öffentlich bekannte Dokumente zur vorliegenden Erfindung sind das japanische Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 52-86120, das japanische Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 59-188719 (japanisches Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungs-Nr. 01-43291), das japanische Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 53-60218 (japanisches Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungs-Nr. 57-48654) und die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 08-61348. Bei der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem japanischen Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 52-86120 wird anstelle des Bolzens zur Befestigung an einer Fahrzeugkarosserie ein Blindniet, der einen mit zwei getrennten Flanschen ausgebildeten Nietkörper aufweist, an der Fahrzeugkarosserie befestigt. Zwischen den beiden Flanschen ist an einem Schaft des Nietkörpers ein Clip befestigt, in den eine Leiste eingreift. Während bei dieser Leistenbefestigungsvorrichtung offenbart ist, dass der Clip auf den Schaft des an der Fahrzeugkarosserie befestigten Nietkörpers gesetzt und daran montiert ist, ist der Ablösevorgang weder in der Beschreibung erwähnt noch daraus entnehmbar. Außerdem ist damit auch keine feste Montage an der Fahrzeugkarosserie beabsichtigt, wie bei der Seitenleiste der Windschutzscheibe. Bei der in dem japanischen Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 59-188719 (japanisches Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungs-Nr. 01-43291) offenbarten Leistenbefestigungsvorrichtung ist ein Clip an einem an der Fahrzeugkarosserie befestigten T-Bolzen angebracht, und die Befestigung einer Leiste an einer Fahrzeugkarosserie erfolgt durch Eingriff der Leiste mit dem Clip. Diese Leistenbefestigungsvorrichtung enthält keine Offenbarung des Inhalts, dass der Clip unter Verwendung eines Blindniets an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist. Außerdem findet sich kein Hinweis auf das Entfernen des Clips. Das japanische Gebrauchsmuster mit der Offenlegungs-Nr. 53-60218 (japanisches Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungs-Nr. 57-48654) offenbart ein Plattenverbindungselement zur Befestigung von Innen- und Außenblechen einer Tür mit Hilfe eines Blindniets und die Befestigung eines Clips an einer Fahrzeugkarosserie in Verbindung mit dem Befestigungsvorgang des Blindniets. Bei diesem Verbindungselement wird eine Leiste zum Verdecken des Blindniets verwendet, und das Verbindungselement ist nicht beispielsweise zur Befestigung einer Windschutzscheibenleiste vorgesehen. Außerdem findet sich kein Hinweis auf das Entfernen des Clips. Die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 08-61348 offenbart verschiedene Befestigungselemente, bei denen ein Blindniet mit einer Harzkappe an einem Blech befestigt ist. Die Harzkappe ist auch mit einem zweistufigen Flansch ausgebildet. Der Abstand zwischen den Flanschen ist entsprechend bemessen, so dass die Harzkappe als ein Art Halterung dient, wenn der Blindniet an dem Blech befestigt wird. Diese Veröffentlichung offenbart jedoch nicht, dass ein Clip zur Befestigung einer Leiste an der Halterung angebracht ist, noch enthält sie einen Hinweis auf das Entfernen des Clips.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Leistenbefestigungsvorrichtung zu schaffen, mit der eine Leiste auch dann demontiert werden kann, wenn zur Befestigung ausgesprochen hohe Kräfte erforderlich sind, bei der ein versehentlich beschädigter Clip ohne Schwierigkeiten entfernt und durch einen neuen Clip ersetzt werden kann, und eine Leiste leicht und schnell befestigt werden kann. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, für das Montageloch der Fahrzeugkarosserie eine hohe Dichtwirkung zu erzielen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 gelöst, wobei die Haltemittel einen Blindniet mit einem hohlen, rohrförmigen Nietkörper, dessen erster Flansch an seinem einen Ende ausgebildet ist, sowie einen Dorn, der sich von dem anderen äußeren Ende, das dem ersten Flansch entgegengesetzt ist, durch den Nietkörper über den ersten Flansch hinaus erstreckt, umfassen, wobei der Nietkörper einen Schaft aufweist, dessen daran ausgebildeter zweiter Flansch an einer Stelle angeordnet ist, die in Richtung auf das äußere Ende des Nietkörpers von dem ersten Flansch um einen vorgegebenen Abstand entfernt ist, der gleich oder größer als die Dicke des Grundkörpers des Clips ist, wobei der Dorn gezogen werden kann, um den Nietkörper an einer Fahrzeugkarosserie zu befestigen, während der zweite Flansch in Anlage an der Fahrzeugkarosserie und der erste Flansch in dem vorgegebenen Abstand zur Fahrzeugkarosserie gehalten wird; wobei die Ausnehmung in dem Grundkörper den Schaft des Nietkörpers zwischen dem ersten und dem zweiten Flansch des an der Fahrzeugkarosserie befestigten Nietkörpers aufnimmt.

Weiterhin kann gemäß der Erfindung der Schaft des Nietkörpers von einer hohlen, rohrförmigen Harzkappe bedeckt sein, die sich von dem äußeren Ende des Nietkörpers in Richtung auf den Flansch erstreckt, wobei die Harzkappe so ausgebildet ist, dass der zweite Flansch an einer Stelle angeordnet ist, die von dem ersten Flansch des Nietkörpers in Richtung auf das äußere Ende des Nietkörpers um einen vorgegebenen Abstand entfernt ist, der gleich oder größer als die Dicke des Grundkörpers des Clips ist, wobei der Dorn gezogen werden kann, um den Nietkörper mit der Harzkappe an einer Fahrzeugkarosserie zu befestigen, während der zweite Flansch der Harzkappe in Anlage an der Fahrzeugkarosserie und der erste Flansch des Nietkörpers in dem vorgegebenen Abstand zur Fahrzeugkarosserie gehalten wird; wobei die Ausnehmung in dem Grundkörper den Schaft des Nietkörpers mit der Harzkappe zwischen dem ersten Flansch des Nietkörpers und dem zweiten Flansch der Harzkappe aufnimmt.

Gemäß dieser Leistenbefestigungsvorrichtung ist im Grundkörper des Clips die Ausnehmung zur Aufnahme des Schaftes des Nietkörpers mit der Harzkappe zwischen dem Flansch des Nietkörpers und dem Flansch der Harzkappe angeordnet, wobei an dem Eingang der Ausnehmung eine Rastklinke vorgesehen ist. Die Rastklinke ist außerdem so ausgebildet, dass sie den in der Ausnehmung aufgenommenen Schaft des Nietkörpers daran hindert, die Ausnehmung zu verlassen. Somit kann der Clip fest mit dem Niet verbunden werden. Ferner kann ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs eine hochfeste Verbindung der Leiste wie auch ein einfacher Befestigungsvorgang der Leiste gewährleistet werden. Außerdem kann die Leiste bei ihrer Entfernung problemlos mit dem Clip von dem Niet gelöst werden, indem der Clip von dem Schaft des Nietkörpers mit Kraft weggezogen wird. Wenn der Clip dabei nicht bricht, kann er durch erneutes Aufsetzen seiner Ausnehmung auf den Schaft des Nietkörpers befestigt werden, und es kann eine Leiste problemlos angebracht werden. Beim Entfernen des Clips kann nur der Clip beschädigt werden, keinesfalls aber der Nietkörper (oder die Harzkappe). Selbst wenn der Clip bricht, kann der an der Fahrzeugkarosserie befestigte Nietkörper (und die Harzkappe) wieder verwendet werden, indem lediglich ein neuer Clip eingesetzt wird, so dass der Befestigungsvorgang einfach und schnell wiederholt werden kann. Eine Beschädigung des Befestigungsniets beim Entfernen der Leiste ist somit ausgeschlossen, so dass Clip und Leiste leicht ausgebaut werden können, und die Befestigung der neuen Leiste kann wieder problemlos erfolgen, wobei der Befestigungsniet unverändert erhalten bleibt.

Erfindungsgemäß kann der Nietkörper des Blindniets den vorstehenden Flansch als einen ersten Flansch aufweisen, wobei ein zweiter Flansch an einer Stelle angeordnet ist, die von dem ersten Flansch in Richtung auf das äußere Ende des Nietkörpers um einen vorgegebenen Abstand beabstandet ist, der gleich oder größer als die Dicke des Grundkörpers des Clips ist. Der Dorn kann gezogen werden, um den Nietkörper an einer Fahrzeugkarosserie zu befestigen, während der zweite Flansch in Anlage an der Fahrzeugkarosserie und der erste Flansch in dem vorgegebenen Abstand zur Fahrzeugkarosserie gehalten wird. Der Grundkörper des Clips kann eine Ausnehmung zur Aufnahme des Schaftes des Nietkörpers zwischen dem ersten und dem zweiten Flansch des an der Fahrzeugkarosserie befestigten Nietkörpers aufweisen, sowie eine an einem Eingang der Ausnehmung angeordnete Rastklinke. Diese Rastklinke kann so ausgestaltet sein, dass sie den Schaft des in der Ausnehmung aufgenommenen Nietkörpers daran hindert, die Ausnehmung zu verlassen. Wie bei der vorstehenden Erfindung können damit der Clip und die Leiste leicht demontiert werden, und es kann eine neue Leiste wieder befestigt werden, wobei der Befestigungsniet unverändert erhalten bleibt.

Weiterhin ist die Rastklinke vorzugsweise als ein an dem Eingang der Ausnehmung gegenüberliegendes Rastklinkenpaar vorgesehen. In diesem Fall ist eine der Rastklinken so ausgebildet, dass ihre Befestigungskraft geringer als die der anderen Rastklinke und von geringerer Festigkeit als der des in der Ausnehmung aufgenommenen Schaftes ist. Bei Bruch des Clips bricht somit die Rastklinke mit der geringeren Befestigungskraft zuerst. Dadurch kann der Ablösevorgang auf sichere und stabile Weise erfolgen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. In 1 umfasst eine Leistenbefestigungsvorrichtung 1 einen Blindniet 2 und einen Clip 3. An dem Blindniet 2 ist eine Harzkappe 5 befestigt. Die Leistenbefestigungsvorrichtung 1 ist zur Befestigung einer Seitenleiste 9 geeignet, um den Spalt zwischen einem Rand eines Windschutzes, wie einer Windschutzscheibe, und einer Wandung 7 einer Fahrzeugkarosserie 6 angrenzend an eine zur Befestigung der Windschutzscheibe vorgesehene Öffnung in der Fahrzeugkarosserie auszufüllen.

In den 1 und 2 umfasst der Blindniet 2 einen Nietkörper 11 aus Metall mit einem hohlen Schaft, an dessen einem Ende ein Flansch 10 ausgebildet ist, und einen sich durch den Nietkörper 11 erstreckenden Metalldorn 13. Angrenzend an das dem Flansch 10 entgegengesetzte Ende des Nietkörpers 11 weist der Dorn 13 einen Kopf 14 vergrößerten Durchmessers auf. In einem Teil des Dorns 13 zwischen dem Kopf 14 und dem Flansch 10 ist auch ein Abschnitt 15 verringerten Durchmessers vorgesehen, wobei der Abschnitt verringerten Durchmessers durch Einwirkung einer hohen Zugkraft auf den Dorn abreißbar ist. Ausgehend von dem Flansch 10 ragt der Dorn 13 über den Nietkörper 11 hinaus. Dieser herausragende Abschnitt wird von einer Spannbacke in einem Mundstück eines Klemmwerkzeugs (nicht dargestellt) gehalten. Obwohl nicht notwendig, sind Abschnitte 17 und 18 verringerten Durchmessers in dem Nietkörper 11 ausgebildet, um abhängig von der jeweiligen Dicke eines Fahrzeugkarosserieblechs, an dem der Nietkörper 11 befestigt ist, eine entsprechende Stauchverformung zu bewirken. Wie bei herkömmlichen Blindnieten kann der Blindniet 2 einfach an der Fahrzeugkarosserie 7 oder dergleichen befestigt werden. Zur Befestigung des Blindniets 2 direkt an der Fahrzeugkarosserie wird der Nietkörper 11 von der Seite des Dornkopfes 14 eingeführt, bis die Fläche des Flansches 10 an der Fläche anliegt, die ein Montageloch der Fahrzeugkarosserie begrenzt. In diesem Zustand wird der freiliegende Teil des Dorns 13 von dem Klemmwerkzeug gehalten und gezogen, bis der Abschnitt 15 verringerten Durchmessers des Dorns abreißt. Der Kopf des Dorns 14 verformt dabei einen Teil des Nietkörpers 11 und erweitert seinen Durchmesser radial nach außen, wodurch der Blindniet 2 durch diesen verformten Abschnitt erweiterten Durchmessers und den Flansch 10 an einem Montageteil, wie einem Blechteil, befestigt werden kann. Da ein solcher Blindniet hinlänglich bekannt ist, erübrigt sich eine ausführlichere Erläuterung hierzu.

Erfindungsgemäß ist die Harzkappe 5 zur Abdeckung an dem Nietkörper 11 befestigt. In den 1 und 3 weist die Harzkappe 5 einen hohlen rohrförmigen Schaft 19 auf, der sich von dem Kopf 14 in Richtung auf den Flansch 10 des Nietkörpers 11 erstreckt, sowie einen ersten Flansch 21, der als vorspringender Abschnitt radial nach außen ragt und zu dem dem Flansch 10 benachbarten Ende der Harzkappe 5 in einem vorgegebenen Abstand angeordnet ist, der größer als die Dicke des Grundkörpers des Clips 3 ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich ein leicht verdickter Schaft 22 von dem ersten Flansch 21. Zusätzlich zu dem ersten Flansch 21 weist dieser Schaft 22 einen zweiten Flansch 23 auf, dessen Durchmesser größer ist als der des Flansches 10 an dem Ende des Schaftes 22, das dem Flansch 10 des Blindniets 2 benachbart ist. Der Schaft 19, der erweiterte Schaft 22, der erste Flansch 21 und der zweite Flansch 23 sind insgesamt einstückig aus Kunststoff geformt. Der Schaft 19 der Harzkappe 5 ist vorzugsweise aus Weichplastik, damit der Schaft 19 bei der Verformung des Nietkörpers 11 leicht verformt werden kann. Dadurch wird das Montageloch der Fahrzeugkarosserie wirksam abgedichtet. Ferner ist der Schaft 19 vorzugsweise als rohrförmiges Teil mit einem geschlossenen Ende an einer dem Kopf 14 entsprechenden Stelle ausgebildet, so dass die Außen- und Innenseiten der Fahrzeugkarosserie, an der die Kappe 5 befestigt ist, vollständig voneinander abgeschirmt sind. Der erweiterte Schaft 22 des Schaftes 19 ist zur Erzielung einer hohen Steifigkeit verdickt ausgebildet. Bei der Befestigung des Blindniets kann sich der Schaft 22 somit weder verformen noch brechen, und der Clip 3 wird zuverlässig gehalten, da er mit dem Schaft 22 in Eingriff ist. Wie vorstehend beschrieben, deckt die Harzkappe 5 den Nietkörper 11 ab, um den abgedeckten Teil vor Korrosion zu schützen. Wenn der Blindniet 2 an der Fahrzeugkarosserie 6 befestigt ist, liefert die Harzkappe 5 einen wesentlichen Beitrag zur Abdichtung des Montagelochs der Fahrzeugkarosserie 6, indem sie das Eindringen von Wasser oder dergleichen von der einen Seite (der Außenseite) zur anderen Seite (der Innenseite) der Fahrzeugkarosserie verhindert. Der zweite Flansch 23 dient als Führung für den Clip und verbessert gleichzeitig die Dichtfähigkeit und den Korrosionsschutz.

Unter Bezugnahme auf die 1, 3 und 4 wird nun der Kunststoffclip 3 beschrieben. Der Clip 3 umfasst einen an der Fahrzeugkarosserie zu befestigenden plattenförmigen Grundkörper 25 sowie zwei Leistenhalter 26, die sich von dem plattenförmigen Grundkörper 25 in Richtung auf die beiden Seiten des Grundkörpers 25 unter Beibehaltung der Plattenform fortlaufend erstrecken. Der Clip 3 ist insgesamt als etwa rechteckiger plattenförmiger Körper ausgebildet. Der Grundkörper 25 hat eine Ausnehmung 27 zur Aufnahme des Schaftes 22 zwischen dem Flansch 10 des an der Fahrzeugkarosserie befestigten Nietkörpers 11 und dem ersten Flansch 21 der Harzkappe 5 sowie zur Aufnahme des Schaftes des Nietkörpers 11 im Innern des Schaftes 22, und ein an einem Eingang der Ausnehmung 27 angeordnetes Rastklinkenpaar 29. Wie dargestellt, sind die beiden Rastklinken 29 so geformt, dass der Schaft 22 und der Schaft des Nietkörpers in der Ausnehmung 27 aufgenommen werden können. Die beiden Rastklinken 29 sind auch so ausgebildet, dass sie den aufgenommenen Schaft 22 und den Nietkörperschaft daran hindern, aus der Ausnehmung 27 herauszutreten. Der Teil des Clips mit der Ausnehmung 27 und den Rastklinken 29 ist dicker ausgebildet als der andere Teil des Grundkörpers 25, wodurch eine hohe Haltefestigkeit gewährleistet ist.

Die Leistenhalter 26 weisen jeweils ein U-förmiges Klemmteil 31 auf, um das Eingriffsende 30 der Leiste 9 darin aufzunehmen und dazwischen festzuklemmen, wobei die Leiste parallel zu einer Ebene, in der sich der Leistenhalter und der Grundkörper befinden, einzuführen ist, d.h. in senkrechter Richtung nach 1 (bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von oben), und das U-förmige Klemmteil 31 ist mit einer Rastklinke 33 ausgebildet, die in das eingeschobene Eingriffsende 30 der Leiste eingreift, damit sie sich nicht wieder herausbewegen kann. Der obere Abschnitt der Rastklinke 30, d.h. der Leisteneinführabschnitt, verjüngt sich nach außen, damit der Clip 3 leicht eingeführt und von der Leiste 9 gehalten werden kann.

Gemäß der Erfindung ist ein Rastklinkenpaar 29 am Eingang der Ausnehmung 27 des Grundkörpers 25 vorgesehen, wobei die beiden Rastklinken an dem Eingang der Ausnehmung einander gegenüber liegen. Eine der Rastklinken weist eine geringere Haltekraft als die andere Rastklinke auf. Außerdem ist die Rastklinke mit der geringeren Haltekraft von geringerer Festigkeit als der des in der Ausnehmung aufgenommenen Schaftes 22 (und des Schaftes des Nietkörpers 11). Beim Abnehmen des Clips 3, auch bei gebrochenem Clip, wird zuerst die Rastklinke mit der geringeren Festigkeit verformt oder abgebrochen, wodurch der Schaft nicht aus diesem Abschnitt heraustreten kann. Auf diese Weise kann die Demontage des Clips zuverlässig und sicher ausgeführt werden.

Anhand der 1 und 6 wird nun ein Fall beschrieben, bei dem der Blindniet 2 mit der auf vorstehende Weise beschriebenen befestigten Harzkappe 5 an der Fahrzeugkarosserie 6 befestigt wird und die Leiste 9 unter Verwendung des Clips 3 an der Fahrzeugkarosserie 6 befestigt wird. Der Blindniet 2 mit der daran befestigten Kappe 5 wird von dem Klemmwerkzeug so gehalten, dass der freiliegende Abschnitt des Dorns 13 in ein Mundstück des Klemmwerkzeugs (nicht dargestellt) eingeschoben wird, und zwar von dem äußeren Ende bis zu dem Teil des freiliegenden Abschnitts, der an den Flansch 10 angrenzt. Danach wird der Blindniet 2 mit der aus dem Mundstück des Klemmwerkzeugs herausragenden Kappe in das Montageloch in der Wandung 7 der Fahrzeugkarosserie 6 eingeführt, bis der Schaft 19 des ersten Flansches 21 der Kappe 5 an der Wandung 7 anliegt. Darauf wird das Klemmwerkzeug betätigt, das den Dorn 13 so stark zieht, dass der Abschnitt 15 verringerten Durchmessers des Dorns 13 abreißt (in 2 dargestellt). Der Kopf 14 erweiterten Durchmessers des Dorns 13 beaufschlagt dadurch den Schaft des Nietkörpers 11 vom äußeren Ende bis zum Flansch 10 des Schaftes mit einer Verformungskraft und erweitert dabei den Durchmesser des Schaftes radial nach außen. Andererseits sind die beiden Abschnitte 17 und 18 verringerten Durchmessers in dem Nietkörper 11 ausgebildet, und der erweiterte Schaft 22 zwischen dem ersten Flansch 21 und dem zweiten Flansch 23 ist in dem verdickten Schaft hoher Steifigkeit ausgebildet. Somit konzentriert sich die von dem Kopf 14ausgeübte Kraft auf der Seite des Kopfes 14 des Nietkörpers 1 ab dem ersten Flansch 21, wobei dieser Abschnitt verformt und sein Durchmesser radial nach außen erweitert wird. Diese Verformung bewirkt auch die Verformung des Kappenschaftes 19. Der Blindniet 2 mit der Kappe 5 wird von dem verformten Schaft des Nietkörpers, dem Kappenschaft 19 und dem ersten Flansch 21 an der Fahrzeugkarosserie 6 befestigt. In diesem befestigten Zustand sitzt nicht nur der Abschnitt erweiterten Durchmessers des Nietkörpers 11 sondern auch der Abschnitt erweiterten Durchmessers des Kappenschaftes 19 eng in dem Montageloch der Wandung 7 der Fahrzeugkarosserie und dichtet das Montageloch ab. Wenn der Kappenschaft 19 aus Weichplastik geformt ist, können diese Abschnitte erweiterten Durchmessers noch dichter an dem Montageloch anliegen. Dadurch ist Spielraum zum Ausgleich einer leichten Verformung des Montagelochs geschaffen, so dass eine verbesserte Dichtwirkung erzielt werden kann. Ferner ist der Kappenschaft 19 an seinem Ende geschlossen und schirmt dabei die Außenseite des Blechteils von der Innenseite ab, so dass eine hohe Luft- und Wasserundurchlässigkeit wie auch eine hohe Geräuschisolierung gewährleistet werden kann. Was die Größe der Befestigungskraft angeht, so ist sie bei dem herkömmlichen Blindniet nicht reduziert. Im Gegenteil, da der Durchmesser des Abschnitts erweiterten Durchmessers durch den zusätzlichen Abschnitt erweiterten Durchmessers des Kappenschaftes 19 größer wird als der des herkömmlichen Blindniets, ergibt sich sogar eine erhöhte Befestigungskraft.

Der an der Wandung 7 der Fahrzeugkarosserie 6 befestigte Blindniet 2 mit Kappe bildet mit dem an der Wandung der Fahrzeugkarosserie anliegenden ersten Flansch 21 der Harzkappe 5, dem von dem ersten Flansch zu dem zweiten Flansch 23 sich erstreckenden Schaft 22 und dem Flansch 10 des Nietkörpers 11 ein Eingriffsteil für den Clip 3. Im allgemeinen werden mehrere (zum Beispiel fünf) Blindniete 2 in vorgegebenen Abständen senkrecht entlang einer Windschutzscheibe 34 an der Wandung der Fahrzeugkarosserie befestigt (6). Die Ausnehmung 27 wird an dem befestigten Blindniet 2 mit Harzkappe angelegt und der Clip 3 dann einfach aufgeschoben. Die Ausnehmung nimmt den Schaft 22 auf, und die Rastklinken 29 greifen in den Schaft 22 ein, um den Clip 3 an dem Niet zu befestigen. Wenn, wie in 1 dargestellt, das Eingriffsende 30 der Leiste 9 in die einzelnen Leistenhalter 26 einer Vielzahl von an der Wandung 7 der Fahrzeugkarosserie befestigten Clips 3 von oben eingeschoben ist, wird die Leiste 9 von jedem einzelnen Clip 3 gehalten und an der Fahrzeugkarosserie 6 befestigt. Ansonsten können die Clips 3 auch schon vorher an der Leiste 9 befestigt sein, wobei dann die Leiste 9 zusammen mit den Clips zur Befestigung auf den Blindniet 2 aufgeschoben werden kann. In diesem Fall sind die einzelnen Clips 3 an Stellen der Leiste 9 angebracht, die mit den vorgegebenen Stellen der an der Fahrzeugkarosserie befestigten Blindniete 2 übereinstimmen. Da die Befestigung des Clips auch von einem Leistenhersteller ausgeführt werden kann, können auf diese Weise die Arbeitsvorgänge an der Fertigungslinie von Fahrzeugen reduziert werden, und der Arbeits- und Zeitaufwand für die aufeinanderfolgende Montage einer Vielzahl von Clips kann entfallen. Der Blindniet 2 und der Clip 3 können jedoch gegeneinander ausgetauscht werden.

Wenn die Leiste 9 aus einem bestimmten Grund entfernt werden muss, kann dies durch Herausziehen der Leiste 9 nach oben erreicht werden. Wenn die Leiste 9 aus dem Clip 3 einfach herausgezogen werden kann, kann der Clip 3 wieder verwendet werden. Es kann jedoch auch der Fall eintreten, dass die Leiste 9 aufgrund zu hoher Haltefestigkeit des Leistenhalters 26 des Clips 3 nicht aus dem Clip 3 herausgezogen werden kann. In diesem Fall wird die Leiste 9 mit Kraft nach oben gezogen, um den Clip 3 von dem Schaft 22 des festgeklemmten Nietkörpers 11 mit Kappe loszulösen. Diese Loslösekraft bewirkt eine auf die Rastklinken 29 des Clips 3 in Herausziehrichtung wirkende Kraft, und durch die sich ergebende Verformung oder den Bruch einer der Rastklinken 29 kann der Clip 3 dann entfernt werden. In diesem Fall bricht lediglich der Clip 3, nicht aber die Leiste 9. Außerdem bleibt der Befestigungsniet 2 mit Kappe unbeschädigt und fest an der Fahrzeugkarosserie montiert. Dies ermöglicht die Wiederverwendung von Leiste und Befestigungsniet. Das erneute Befestigen kann dann lediglich durch Bereitstellung eines neuen Clips erfolgen.

Die 7 und 8 zeigen eine Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Bei dieser Leistenbefestigungsvorrichtung wird der gleiche Clip 3 wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel verwendet. Der Unterschied eines Blindniets 35 nach 7 besteht darin, dass ein Nietkörper 37 zwei Flansche 38 und 39 aufweist und keine Harzkappe vorgesehen ist. Der Blindniet 35 umfasst einen hohlen rohrförmigen Nietkörper 37 mit einem ersten Flansch 38 an seinem eine Ende und einen Dorn 41 mit einem Kopf oder erweiterten Ende, der sich von seinem dem ersten Flansch 38 entgegengesetzten Ende durch den Nietkörper 37 über den ersten Flansch 38 hinaus erstreckt. Ein Schaft 42 des Nietkörpers 37 ist mit einem zweiten Flansch 39 ausgebildet, der in Richtung auf das äußere Ende des Nietkörpers in einem vorgegebenen Abstand zu dem ersten Flansch 38 angeordnet ist, der größer als die Dicke des Grundkörpers des Clips 3 ist.

Gemäß 8 ist der Blindniet 35 festgeklemmt und an der Wandung 7 der Fahrzeugkarosserie 6 unter Verwendung eines Klemmwerkzeugs so befestigt, dass die Fläche des zweiten Flansches 39 an der Wandung 7 anliegt und der Schaft 42 sich senkrecht zur Wandung 7 bis zum ersten Flansch 38 erstreckt. Der befestigte Niet dient als Eingriffsteil für den Clip 3. Wenn also, wie in 8 dargestellt, die Ausnehmung 27 an dem Schaft 42 angesetzt und auf den Schaft einfach aufgeschoben wird, wird der Clip 3 aufgrund der Wirkung der Rastklinke 29 befestigt. Durch Einsetzen einer Leiste in den Clip wird dann die Leiste am Karosserieblech gehalten und befestigt. Daraus wird ersichtlich, dass der Clip auch schon vorher an der Leiste befestigt sein kann und Clip mit Leiste dann an dem Niet befestigt werden können. Das Abnehmen der Leiste erfolgt auf gleiche Weise wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Dies kann insbesondere erfolgen, indem die Leiste 9 lediglich nach oben gezogen wird, und wenn die Leiste von dem Clip 3 einfach entfernt werden kann, kann der Clip 3 auch wieder verwendet werden. Kann die Leiste 9 jedoch nicht aus dem Clip 3 herausgezogen werden, da die Haltekraft des Leistenhalters 26 des Clips 3 zu hoch ist, wird die Leiste 9 mit Kraft nach oben gezogen, um den Clip 3 von dem Schaft 42 loszulösen. Diese Loslösekraft bewirkt eine auf die Rastklinken 29 des Clips 3 in Herausziehrichtung wirkende Kraft, und durch die daraus folgende Verformung oder den Bruch einer der Rastklinken 29 kann der Clip 3 dann losgelöst werden. Dabei wird lediglich der Clip 3 beschädigt, nicht aber die Leiste 9. Zudem bleibt der Befestigungsniet unbeschädigt und fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Dies ermöglicht die Wiederverwendung von Leiste und Befestigungsniet. Das erneute Befestigen kann dann einfach durch Bereitstellung eines neuen Clips erfolgen.

Gemäß der Erfindung kann der Clip fest an dem Niet befestigt werden. Außerdem kann ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs eine feste Verbindung der Leiste gewährleistet werden, ebenso wie ein einfaches Anbringen der Leiste. Weiterhin kann bei einem Ablösevorgang der Leiste die Leiste problemlos mit dem Clip von dem Niet abgenommen werden, indem der Clip mit Kraft von dem Schaft des Nietkörpers abgezogen wird. Ist der Clip nicht beschädigt, kann er durch Ansetzen seiner Ausnehmung an dem Schaft des Nietkörpers wieder befestigt werden, und es kann eine Leiste problemlos daran befestigt werden. Beim Loslösen des Clips kann nur der Clip beschädigt werden, keinesfalls jedoch der Nietkörper (oder die Harzkappe). Auch wenn der Clip beschädigt ist, kann der an der Fahrzeugkarosserie befestigte Nietkörper wieder verwendet werden, indem lediglich ein neuer Clip eingesetzt wird, so dass die erneute Befestigung problemlos durchgeführt werden kann. Eine Beschädigung des Befestigungsniets bei dem Loslösevorgang der Leiste ist somit ausgeschlossen, so dass Clip und Leiste einfach und schnell abgenommen werden können und die neue Leiste wieder befestigt werden kann, wobei der Befestigungsniet unverändert erhalten bleibt.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Explosionsansicht einer Leistenbefestigungsvorrichtung nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 eine Vorderansicht eines Blindniets der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

3 eine senkrecht geschnittene Vorderansicht einer Harzkappe der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

4 eine Draufsicht auf einen Clip der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

5 eine Vorderansicht des Clips der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

6 eine Zustandsansicht, in der dargestellt ist, dass die Leiste an der Fahrzeugkarosserie befestigt wird, indem die Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung an der Fahrzeugkarosserie befestigt wird;

7 eine Vorderansicht eines Blindniets einer Leistenbefestigungsvorrichtung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

8 eine perspektivische Ansicht des Zustands der Leistenbefestigungsvorrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, bevor der Clip befestigt wird.


Anspruch[de]
Leistenbefestigungsvorrichtung umfassend: einen Clip (3) mit einer Basis (25) zum Befestigen an einer Fahrzeugkarosserie (6) und einen in der Basis integrierten Leistenhalter (26); und Clip-Haltemittel, die dazu ausgebildet sind, den Clip (3) an der Fahrzeugkarosserie (6) zu halten, wobei es der gehaltene Clip (3) zulässt, dass eine Leiste (9) an der Fahrzeugkarosserie (6) angebracht werden kann, indem die Leiste (9) am gehaltenen Clip (3) befestigt wird; wobei die Haltemittel einen Schaft, der dazu ausgebildet ist, in ein Montageloch einer Fahrzeugkarosserie gesteckt zu werden, einen an einem Ende des Schafts vorgesehenen ersten Flansch (38), einen tragenden Schaftabschnitt, der sich vom ersten Flansch (38) in einer Richtung erstreckt, so dass der Schaft um einen vorherbestimmten Abstand verlängert wird, der gleich oder größer ist als die Dicke der Basis (25) des Clips (3), und einen am Ende des tragenden Schaftabschnitts vorgesehenen zweiten Flansch (39) umfassen, wobei die Haltemittel dazu ausgebildet sind, an einer Fahrzeugkarosserie (6) befestigt zu werden, indem der Schaft in das Montageloch der Fahrzeugkarosserie (6) gesteckt wird; wobei die Basis (25) des Clips (3) eine Aussparung (27) zum Aufnehmen des tragenden Schaftabschnitts und eine an einem Einlass der Aussparung (27) vorgesehene Einrastklinke (29) umfasst, wobei die Einrastklinke (29) derart geformt ist, dass verhindert wird, dass sich der in der Aussparung (27) aufgenommene tragende Schaftabschnitt aus der Aussparung (27) lösen kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel einen Blindniet (35) mit einem hohlen, röhrenförmigen Nietkörper (37) mit dem ersten Flansch (38) an einem Ende desselben und einen sich durch den Nietkörper (37) von der anderen dem ersten Flansch (38) entgegengesetzten Spitze desselben über den ersten Flansch (38) hinaus erstreckenden Dorn (41) umfassen, wobei der Nietkörper (37) einen mit dem zweiten Flansch (39) ausgebildeten Schaft (42) aufweist, der sich in einer Position befindet, die um einen vorherbestimmten Abstand, der gleich oder größer ist als die Dicke der Basis (25) des Clips (3) in Richtung der Spitze des Nietkörpers (37) vom ersten Flansch (38) entfernt ist, wobei der Dorn (41) dazu ausgebildet ist, abgezogen zu werden, um den Nietkörper (37) an einer Fahrzeugkarosserie (6) zu befestigen, während der zweite Flansch (39) in Kontakt mit der Fahrzeugkarosserie (6) gehalten wird und der erste Flansch (38) in dem vorherbestimmten Abstand von der Fahrzeugkarosserie (6) gehalten wird; wobei die Aussparung (27) der Basis (25) den Schaft (42) des Nietkörpers (37) zwischen dem ersten und dem zweiten Flansch (38, 39) des an der Fahrzeugkarosserie (6) befestigten Nietkörpers (37) aufnimmt. Leistenbefestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Schaft des Nietkörpers (11) mit einer hohlen, röhrenförmigen Harzkappe (5) bedeckt ist, die sich von der Spitze des Nietkörpers (11) zum ersten Flansch (10) hin erstreckt, wobei die Harzkappe (5) in einer Position zu dem zweiten Flansch (21) geformt ist, die um einen vorherbestimmten Abstand, der gleich oder größer ist als die Dicke der Basis (25) des Clips (3), in Richtung der Spitze des Nietkörpers vom ersten Flansch (10) des Nietkörpers (11) entfernt ist, wobei der Dorn (13) dazu ausgebildet ist, abgezogen zu werden, um den Nietkörper (11) mit der Harzkappe (5) an einer Fahrzeugkarosserie (6) zu befestigen, während der zweite Flansch (21) der Harzkappe (5) in Kontakt mit der Fahrzeugkarosserie (6) gehalten wird und der erste Flansch (10) des Nietkörpers (11) in dem vorherbestimmten Abstand von der Fahrzeugkarosserie (6) gehalten wird. Leistenbefestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei unter der Bedingung, dass eine Leiste (9) zuvor am Leistenhalter (26) des Clips (3) befestigt wurde, die Basis (25) dazu ausgebildet ist, auf den Schaft des Nietkörpers (11, 37) aufgesetzt und davon gehalten zu werden. Leistenbefestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei ein Paar der Einrastklinken (29) einander gegenüberliegend am Einlass der Aussparung (27) vorgesehen ist, wobei eine der Einrastklinken (29) so geformt ist, dass sie eine geringere Befestigungskraft hat als die der anderen Einrastklinke (29) und dass sie eine geringere Festigkeit hat als die des in der Aussparung (27) aufgenommenen Schafts.






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