Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Kommunikation
in einem Kommunikationssystem und im Besonderen ein effizientes Verwalten von Nachrichten
in solch einem System.
Hintergrund
Heutzutage gibt es einen zunehmenden Trend zum Kommunizieren mittels
einer Übertragung von Nachrichten zwischen unterschiedlichen Benutzern oder
Clients in einem Kommunikationssystem. Zum Beispiel sind in Mobilkommunikationssystemen
SMS-(Kurznachrichtendienst bzw. Short Message Service)Nachrichten weit verbreitet
zum Kommunizieren zwischen unterschiedlichen Mobileinheiten oder Mobiltelefonen.
Außerdem wird vorhergesagt, dass das zum Vorschein kommende MMS-(Multimedia-Nachrichtendienst
bzw. Multimedia Message Service)Mitteilen mindestens so ein großer Erfolg wie
das SMS-Mitteilen werden wird.
Eine andere Form des Mitteilens bzw. Benachrichtigens, IM (Instant
Messaging bzw. Sofortbenachrichtigen), ist sehr populär geworden für die
Verwendung in einem Kommunikationssystem zwischen ausgewählten Computerbenutzern.
In einer typischen IM-Anwendung überträgt ein Benutzer eine IM-Nachricht
an einen oder mehrere Freunde oder Kumpel, die in seinem/ihrem Adressbuch gefunden
werden und in das IM-System eingeloggt sind. Dieses IM-System fordert eine Anwesenheitsinformation
von den Kumpeln des Benutzers und stellt dann diese Information dem Benutzer dar,
was angibt, welche Kumpel zu einer Zeit verfügbar sind.
Aktuelle Lösungen zum Verwalten von IM erfordern typischerweise,
dass ein dediziertes Softwareprogramm herunter geladen wird und auf dem Computer
des Benutzers installiert wird. Weiterhin ist es für den Computer erforderlich,
ein gut definiertes Protokoll zu verwenden, um mit dem die IM-Dienste anbietenden
Server zu kommunizieren. Beispiele verfügbarer IM-Dienste enthalten IRC (Internet
Relay Chat), ICQ, AIM (American Online Instant Messaging), IMPS (Instant Message
and Presence Service) und Wireless Village.
Die IM-Dienste und andere Dienste zum verbesserten Mitteilen beginnen
nun auch in Mobilkommunikationssystemen zum Vorschein zu kommen und stellen eine
Kommunikation für einen verbesserten Dienst, zum Beispiel eine IM-Kommunikation,
zwischen Mobileinheiten oder einer Mobileinheit und einem Computer bereit. In solch
einem System ist eine Mobileinheit mit dem Kommunikationsnetzwerk durch einen Datenkanal
verbunden. Die Nachrichten für einen verbesserten Dienst werden dann über
diesen Datenkanal übertragen, ähnlich irgendwelchen Daten, die Datenkanäle
zwischen der Mobileinheit und dem Kommunikationsnetzwerk durchlaufen.
Jedoch treten Probleme beim Implementieren, in Mobilkommunikationssystemen,
solch eines Mitteilens für einen verbesserten Dienst, einschließlich von
Instant Messaging, auf. Oft gibt es keine effiziente standardisierte Lösung
für eine Mobileinheit, im Besonderen für eine alte bzw. veraltete Mobileinheit
mit begrenzter oder keiner Fähigkeit für einen verbesserten Dienst, auf
eine empfangene Nachricht für einen verbesserten Dienst zu reagieren. Ein typisches
Beispiel ist, wenn ein Computer oder eine für einen verbesserten Dienst fähige
Mobileinheit eine IM-Nachricht oder eine Anwesenheitsanforderungsnachricht an eine
alte Mobileinheit überträgt. Um auf solch eine Nachricht zu reagieren,
muss der Benutzer dieser Mobileinheit die empfangene Nachricht manuell zergliedern
bzw. genau untersuchen, den Sender identifizieren und dann manuell die Telefonnummer
des Senders oder eine andere Adressinformation des Senders eingeben.
Selbstverständlich ist dieses nicht eine optimale Lösung,
sondern tatsächlich eine Rückentwicklung im Vergleich zum SMS-Mitteilen,
wo der Benutzer typischerweise einfach auf eine empfangene SMS-Nachricht reagiert
durch Auswählen oder Drücken von „Rückantwort" auf der (alten)
Mobileinheit. Somit gibt es einen Bedarf für eine zufrieden stellende Lösung,
die eine Antwort von Nachrichten für einen verbesserten Dienst, so wie IM-Nachrichten,
in Kommunikationssystemen bereitstellt.
In der Patentanmeldung US 2002/0165000 A1 loggt sich eine Drahtloskommunikationsvorrichtung
auf einen Instant-Messaging-Dienst durch einen Proxy-Server ein. Eine Benachrichtigung
einer eingehenden Instant Message bzw. Sofortnachricht wird der Drahtloskommunikationsvorrichtung
bereitgestellt durch Umwandeln wenigstens eines Teils der Sofortnachricht in das
SMS-Format oder durch Übertragen eines Hinweises im SMS-Format, dass eine Nachricht
empfangen worden ist.
In der Patentanmeldung US 2002/0087634 A1 sind ein Verfahren und ein
System offenbart, die Nachrichtensysteme befähigen, alternative Nachrichtenzustellungsmechanismen
zu verwenden. In einem Kommunikationssystem registrieren Benutzer einen oder mehrere
alternative Nachrichtenzustellungsmechanismen, durch die sie verfügbar sind,
als eine Alternative zu einem Instant-Messaging-System. Wenn eine IM-Nachricht an
einen Benutzer übertragen wird, der gegenwärtig nicht eingeloggt ist,
wird das System einen geeigneten alternativen Zustellungsmechanismus auswählen
und die Nachricht zustellen.
Die Internationale Patentanmeldung WO 03/053083 offenbart ein Sofortmitteilen
bzw. Instant Messaging zwischen einem SIP-(Session Initiation Protocol)Benutzer
und einem Mobiltelefonbenutzer. Der SIP-Benutzer ist mit einem ersten Kommunikationsnetzwerk
verbunden und überträgt eine für das Mobiltelefon eines Mobilkommunikationsnetzwerks
beabsichtigte IM-Nachricht. Ein mit den zwei Netzwerken verbundenes Gateway empfängt
die IM-Nachricht und weist eine temporäre Nummer oder Adresse zum Identifizieren
des SIP-Benutzers zu. Diese temporäre Nummer wird in dem Gateway zusammen mit
der SIP-Adresse des SIP-Benutzers und einer Telefonnummer des mobilen Benutzers
gespeichert. Die temporäre Nummer entspricht einem mit dem Mobiltelefon verknüpften
Standard. Das Gateway wandelt ferner die IM-Nachricht in eine SMS-Nachricht um,
die an den mobilen Benutzer gesendet wird. Aufgrund der temporären Nummern
kann der mobile Benutzer auf die eingehende Nachricht einfach durch Drücken
einer Rückantworttaste erwidern. Die Rückantwort-SMS-Nachricht wird an
das Gateway weitergeleitet. Das Gateway extrahiert die temporäre Nummer und
die Telefonnummer des mobilen Benutzers aus der Rückantwortnachricht und ruft
die Adressinformation des SIP-Benutzers auf der Grundlage dieser zwei Nummern ab.
Die SMS-Rückantwortnachricht wird dann in ein IM-Format umgewandelt und an
den SIP-Benutzer übertragen.
US-Patent Nr. 6 134 432 beschreibt ein Gateway, das in einem Drahtloskommunikationssystem
zum Befähigen eines Mitteilens zwischen unterschiedlichen Benutzern verwendet
ist. Ein erster Benutzer sendet eine elektronische Nachricht, zum Beispiel eine
E-Mail, an einen Mobiltelefonbenutzer. Die Zieladresse (Telefonnummer) ist von einem
ersten Format, wohingegen die Rückantwortadresse (E-Mail-Adresse) von einem
zweiten unterschiedlichen Format ist. Ein Gateway empfängt die elektronische
Nachricht und erschafft eine temporäre Adresse in dem ersten Format und verknüpft
die temporäre Adresse mit der Rückantwortadresse. Eine modifizierte elektronische
Nachricht (SMS) wird dann an den mobilen Benutzer übertragen. Diese modifizierte
elektronische Nachricht enthält als eine Rückantwortadresse die temporäre
Adresse. Das Gateway empfängt nachfolgend eine elektronische Rückantwortnachricht
von dem mobilen Benutzer. Diese elektronische Rückantwortnachricht wird dann
an den ersten Benutzer mittels der Verknüpfung zwischen der temporären
Adresse, in der Rückantwortnachricht empfangen, und der Rückantwortadresse,
in dem Gateway gespeichert, weitergeleitet.
Weder die Internationale Patentanmeldung WO 03/053083 noch US-Patent
Nr. 6 134 432 offenbaren einen effizienten Weg zum Erzeugen, und im Besonderen zum
Verwalten, der temporären Adresse. In diesen zwei Dokumenten ist die temporäre
Adresse von einem Format, das durch den mobilen Benutzer unterstützt ist, aber
im Übrigen beliebig ausgewählt ist. Dies bedeutet, dass das Gateway sehr
viele solcher unterschiedlichen zufälligen temporären Adressen subskribieren
muss, um fähig zu sein, sie für Benachrichtigungszwecke zu verwenden.
Dies führt selbstverständlich zu einem erhöhten Administrationsaufwand,
um das in den Dokumenten beschriebene Gateway zu implementieren. Darüber hinaus
schlägt keines der oben-identifizierten Dokumente die Verwendung einiger Gateways
in Fällen mit einem umfangreichen Mitteilen in dem Kommunikationssystem vor
oder offenbart dieses.
Das Dokument US 2001/0051990 offenbart eine Mail-Transfervorrichtung
zum Weiterübertragen einer von einem übertragenden Endgerät übertragenen
E-Mail an ein Empfangsendgerät. Wenn die Transfervorrichtung die E-Mail empfängt,
fügt sie eine Nachrichten-ID an die E-Mail an und wandelt die E-Mail-Adresse
des Senders in eine der Transfervorrichtung zugeteilte E-Mail-Adresse um. Die Adresse
des Senders und die Nachrichten-ID werden dann in einem Speicher gespeichert, während
die E-Mail mit der in dem Körper der E-Mail enthaltenen Nachrichten-ID und
der Adresse der Transfervorrichtung als Quellenadresse an das empfangende Endgerät
übertragen wird. Auf diese Weise kann die Adresse des Senders vor dem Empfänger
geheim gehalten werden.
Zusammenfassung
Es ist eine allgemeine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine effiziente
Nachrichtenverwaltung in Kommunikationssystemen bereitzustellen.
Es ist eine andere Aufgabe der Erfindung, eine effiziente Verwaltung
von Nachrichtenantworten in Kommunikationssystemen bereitzustellen.
Es ist noch eine andere Aufgabe der Erfindung, ein Mitteilen für
einen verbesserten Dienst mit nicht für einen verbesserten Dienst fähigen
Clients in Kommunikationssystemen zu ermöglichen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine dynamische Verwaltung
von Antworten auf zuvor übertragene Anforderungsnachrichten in Kommunikationssystemen
bereitzustellen.
Es ist eine besondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine effiziente
Erzeugung und Verwaltung einer Information für eine temporäre Adresse
bereitzustellen, um das Mitteilen für einen verbesserten Dienst mit nicht für
einen verbesserten Dienst fähigen Clients in Kommunikationssystemen zu ermöglichen.
Diese und andere Aufgaben werden durch die Erfindung erfüllt,
wie sie durch die begleitenden Patentansprüche definiert ist.
Zusammengefasst involviert die vorliegende Erfindung eine Verwaltung
von Nachrichten in einem Kommunikationssystem. Im Besonderen ermöglicht die
Erfindung einen Dienst für verbessertes Mitteilen, so wie Instant Messaging
bzw. Sofortmitteilen und Anwesenheitsdienste, in existierenden Kommunikationssystemen
mit nicht für einen verbesserten Dienst fähigen oder alten Clients. Darüber
hinaus ermöglicht die Erfindung eine Antwort auf eine durch einen Benutzer
empfangene Anforderungsnachricht auch in solchen Anwendungen, wo das Format der
in der Anforderungsnachricht bereitgestellten Senderadresse unlesbar oder durch
die Benutzereinrichtung nichterwiderbar ist.
Im Allgemeinen, in solch einem Kommunikationssystem, überträgt
eine erste Netzwerkeinheit, zum Beispiel eine Mobileinheit oder ein Computer, eine
Anforderungsnachricht an eine zweite Netzwerkeinheit, zum Beispiel eine nicht für
einen verbesserten Dienst fähige Mobileinheit oder einen Computer. Die Anforderungsnachricht
wird durch eine Nachrichtenzentrale empfangen, wo eine Transaktionsinformation oder
ein Identifizierer, mit der Nachricht verknüpft, erzeugt wird. Diese Transaktionsinformation
wird in einer Nachrichtendatenbank verknüpft mit einem Identifizierer, zum
Beispiel Name, MSISDN (Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network), IMSI
(International Mobile Subscriber Identity), IP-(Internet Protocol)Adresse oder E-Mail-Adresse,
der ersten Netzwerkeinheit oder seines Benutzers gespeichert. Die Datenbank kann
auch eine zusätzliche Information umfassen, die mit der Anforderungsnachricht,
zum Beispiel ein Nachrichtenformat oder Typ, oder der zweiten Netzwerkeinheit, zum
Beispiel ein Identifizierer der zweiten Netzwerkeinheit oder ihres Benutzers, und/oder
einem Lebensdauerwert für die gespeicherte Information in der Datenbank verknüpft
ist. Die Information wird vorzugsweise als ein Dateneintrag in der Datenbank gespeichert.
Die Nachrichtenzentrale erzeugt dann eine Information für eine
temporäre Adresse auf der Grundlage der gespeicherten Transaktionsinformation
und eines Identifizierens oder einer Zielnummer der Nachrichtenzentrale. Das Format
der temporären Adresse ist vorzugsweise durch die Einrichtung des zweiten Benutzers
lesbar und erwiderbar, d.h., dass die Einrichtung des zweiten Benutzers dieses Format
der temporären Adresse unterstützt. Außerdem sollte es möglich
sein, später die Transaktionsinformation aus der temporären Adresse zu
extrahieren. In einem Mobilkommunikationssystem umfasst die bevorzugte Information
für eine temporäre Adresse den Identifizierer der Nachrichtenzentrale
als ein erstes Teilstück oder Präfix, zum Beispiel 8888 und die Transaktionsinformation
als ein zweites Teilstück oder Präfix, zum Beispiel 4711, was die temporäre
Adresse 88884711 ergibt. In solch einem Fall könnte die Nachrichtenzentrale
die mit 8888 beginnenden Mobiltelefonnummern subskribieren, so dass die für
8888X1X2X3X4 bestimmten Nachrichten
an die Nachrichtenzentrale übertragen werden, wobei Xi, i = 1...4,
irgendeine Ziffer von 0 bis 9 ist.
Dieser Weg eines Erzeugens einer temporären Adresse durch Einsetzen
eines Identifizierers der IMPS-Zentrale 100 als ein erstes Teilstück
und dann der Transaktionsinformation als ein zweites folgendes Teilstück ermöglicht
eine effiziente Verwaltung temporärer Adressen und reduziert den erforderlichen
Administrationsaufwand. Somit subskribiert die Nachrichtenzentrale der Erfindung
einfach die mit ihrem Identifizierer beginnenden Telefonnummern. Dieses sollte mit
den bekannten Lösungen verglichen werden, in denen ein Gateway nach dem Stand
der Technik mehr oder weniger Zufallsnummern subskribieren muss, die keinen gemeinsamen
Aufbau haben, außer der Gesamtanzahl von Ziffern der temporären Nummern.
Eine zweite Anforderungsnachricht wird dann durch die Nachrichtenzentrale
bereitgestellt oder erzeugt. Das Format dieser zweiten Anforderungsnachricht wird
vorzugsweise durch die zweite Netzwerkeinheit unterstützt. Außerdem umfasst
die zweite Anforderungsnachricht vorzugsweise wenigstens ein Teilstück der
ersten Anforderungsnachricht, so wie ein Teilstück oder ein größeres
Teilstück der Nutzlast der ersten Anforderungsnachricht. Die Nachrichtenzentrale
kann in der zweiten Anforderungsnachricht auch zusätzliche Information bereitstellen.
Diese zweite Anforderungsnachricht wird dann mit der Information für eine temporäre
Adresse verknüpft, so dass, wenn an die zweite Netzwerkeinheit übertragen,
die Nachricht durch die zweite Netzwerkeinheit als von der Nachrichtenzentrale abstammend
interpretiert wird.
Aufgrund des Formats der temporären Adresse kann der Benutzer
der zweiten Netzwerkeinheit nachfolgend auf die zweite Nachricht erwidern oder antworten
durch einfaches Auswählen oder Drücken von Rückantwort auf seiner/ihrer
Netzwerkeinheit. Diese Antwortnachricht wird dann an die Nachrichtenzentrale übertragen,
wo die Information für eine temporäre Adresse identifiziert und aus der
Antwortnachricht extrahiert wird. Darüber hinaus extrahiert die Nachrichtenzentrale
die Transaktionsinformation aus der temporären Adresse und verwendet diese
Information, um den in der Datenbank gespeicherten Identifizierer der ersten Netzwerkeinheit
abzurufen. Außerdem erzeugt oder stellt die Nachrichtenzentrale eine für
die erste Netzwerkeinheit beabsichtigte zweite Antwortnachricht bereit. Diese zweite
Antwortnachricht umfasst vorzugsweise wenigstens ein Teilstück
der von der zweiten Netzwerkeinheit übertragenen ursprünglichen Antwortnachricht.
Das Format dieser zweiten Nachricht ist vorzugsweise dasselbe wie das entsprechende
Nachrichtenformat der ersten Nachricht. Die zweite Antwortnachricht wird dann an
die erste Netzwerkeinheit mittels des abgerufenen Identifizierers der ersten Netzwerkeinheit
übertragen. Beim Empfang interpretiert der Benutzer der ersten Netzwerkeinheit
die zweite Antwortnachricht als von der zweiten Netzwerkeinheit abstammend.
Für eine Implementierung in einem Mobilkommunikationssystem sind
die von der ersten Netzwerkeinheit übertragene Anforderungsnachricht und die
zweite Antwortnachricht von der Nachrichtenzentrale vorzugsweise IM-Nachrichten,
so wie eine Chat-Nachricht, eine IRC-(Internet Relay Chat)Nachricht, eine ICQ-Nachricht,
eine AIM-(American Online Instant Messaging)Nachricht, eine IMPS-(Instant Message
and Presence Service)Nachricht und eine Wireless-Village-Nachricht, eine Anwesenheitsinformationsanforderungs-
bzw. Anwesenheitsinformationsnachricht, die Angebots- bzw. Erwiderungsnachrichten
anzeigen, oder eine E-Mail. Zusätzlich zu den oben-identifizierten Nachrichtenformaten
können die zweite Anforderungsnachricht von der Nachrichtenzentrale an die
zweite Netzwerkeinheit und ihre Antwortnachricht SMS-(Short Message Service) oder
MMS-(Multimedia Message Service)Nachrichten sein.
Die Erfindung bietet die folgenden Vorteile:
- – sie stellt dem Benutzer eine Fähigkeit bereit, auf eine Antwortnachricht
von einem anderen Benutzer zu antworten, selbst wenn seine/ihre Netzwerkeinheit
nicht den Adressenstandard der Anforderungsnachricht und/oder das Format der Anforderungsnachricht
unterstützt;
- – sie ermöglicht die Verwendung alter Mobileinheiten auch für
zum Vorschein kommende oder neue Nachrichtendienste, einschließlich von Instant-Messaging-Diensten
oder Anwesenheitsdiensten;
- – sie ermöglicht es Netzwerkbetreibern, neue Nachrichtendienste
in existierenden Netzwerksystemen zu entwickeln, ohne die Notwendigkeit eines Aktualisierens
der Subskribierernetzwerkeinheiten;
- – sie ermöglicht es einem Benutzer, einen Anwesenheitsschutz durch
eine einfache Bestätigung auf eine Anwesenheitsanforderung von einem anderen
Benutzer handzuhaben;
- – sie bietet die Möglichkeit zum anonymen Kommunizieren, da keine
ursprüngliche Adresseninformation, zum Beispiel MSISDN, an andere Benutzer
freigelegt ist;
- – sie bietet eine effiziente Erzeugung und Verwaltung einer Information
für eine temporäre Adresse;
- – sie reduziert den zum Organisieren einer Subskription für temporäre
Adressen erforderlichen Administrationsaufwand für die Nachrichtenzentrale;
und
- – sie ermöglicht die Verwendung einiger Nachrichtenzentralen, einschließlich
einer hierarchischen Struktur solcher Zentralen, in Situationen mit einem umfangreichen
Mitteilen.
Andere durch die vorliegende Erfindung angebotene Vorteile werden
beim Lesen der unten stehenden Beschreibung der Ausführungsformen der Erfindung
erkannt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung zusammen mit ihren Aufgaben und Vorteilen wird am besten
durch Verweis auf die folgende Beschreibung in Zusammenhang mit den begleitenden
Zeichnungen verstanden werden.
1 ist eine Übersicht eines die vorliegende Erfindung
einsetzenden Kommunikationssystems.
2 ist ein Flussdiagramm der allgemeinen Schritte des
Nachrichtenverwaltungsverfahrens der vorliegenden Erfindung.
3 ist ein Flussdiagramm zusätzlicher Schritte
des Nachrichtenverwaltungsverfahrens der vorliegenden Erfindung.
4 ist eine Übersicht eines die vorliegende Erfindung
einsetzenden Mobilkommunikationssystems.
5 ist eine schematische Veranschaulichung einer Nachrichtendatenbank
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
6 ist ein schematisches Blockdiagramm einer Nachrichtenzentrale
gemäß der vorliegenden Erfindung.
7 ist eine Übersicht eines Mobilkommunikationssystems
mit einer hierarchischen Implementierung von Nachrichtenzentralen gemäß
der vorliegenden Erfindung.
Detaillierte Beschreibung
In sämtlichen Zeichnungen werden dieselben Bezugszeichen für
entsprechende oder ähnliche Elemente verwendet werden.
Die Erfindung ist auf ein Verfahren, eine Zentrale und System zum
Ermöglichen und Bereitstellen einer effizienten Nachrichtenverwaltung in einem
Kommunikationssystem gerichtet, so wie einem Mobilkommunikationssystem.
Im Besonderen ermöglicht die Erfindung eine effiziente Verwaltung von Antwortnachrichten
in solchen Systemen. Die Erfindung ist besonders anwendbar beim Implementieren neuer
oder verbesserten Nachrichtendienste und Mechanismen in existierenden Kommunikationssystemen,
und ermöglicht eine Implementierung solcher Dienste ohne zuerst die Benutzernetzwerkeinheiten
zu aktualisieren. Zum Beispiel gibt es heutzutage keine zufrieden stellende Lösung
zum Verwalten, und im Besonderen zum Antworten auf Sofortnachrichten oder Anwesenheitsinformations-Anforderungsnachrichten
in einem Mobilkommunikationssystem, spezielle für alte Mobileinheiten, Stationen
und Telefone, denen die Fähigkeit zum effizienten Handhaben und Verwalten solcher
Nachrichtentypen und Formate fehlt. In solchen Fällen ist das Kommunikationssystem
tatsächlich oft fähig zum Zustellen der Nachricht oder wenigstens eines
Teilstücks oder einer Benachrichtigung davon an den Empfänger. Um auf
solch eine Nachricht zu antworten, muss der Empfänger jedoch manuell die Nachricht
zergliedern bzw. genau untersuchen, den Sender identifizieren und dann manuell eine
Adressinformation, zum Beispiel eine Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse, des
Senders eingeben. Dies kann auch der Fall sein, wenn die empfangende Einrichtung
nicht das Adressformat oder den Standard des Senders unterstützt, das zusammen
mit der Nachricht empfangen wird. Zum Beispiel empfängt eine alte Mobileinheit
eine Sofortnachricht, worin die Senderadresse hs.qwex@imps.org ist. Wenn die alte
Mobileinheit als Nachrichtendienste nur SMS-(Short Message Service)Mitteilen unterstützt,
kann der Benutzer der Mobileinheit nicht einfach auf die Nachricht erwidern. Anstelle
dessen muss der Benutzer zuerst eine entsprechende Mobiltelefonnummer des Senders
auf der Grundlage der in der Nachricht bereitgestellten Adressinformation identifizieren
und dann manuell die Mobiltelefonnummern eingeben, um eine Antwortnachricht zu übertragen.
Die vorliegende Erfindung befähigt jedoch einen Empfänger
einer Anforderungsnachricht zum automatischen Antworten auf diese Nachricht, vorzugsweise
einfach durch Auswählen oder Drücken von Rückantwort auf seiner/ihrer
Mobileinheit oder seinem/ihrem Computer, selbst wenn seine/ihre Einrichtung tatsächlich
das Adressformat des ursprünglichen Senders oder das Format der Anforderungsnachricht
nicht unterstützt. Die Erfindung verwaltet außerdem dynamisch Antworten
von dem Empfänger durch Ermöglichen einer Umwandlung zwischen unterschiedlichen
Nachrichtenformaten oder Typen, wo ein erstes Nachrichtenformat durch einen Sender
der Anforderungsnachricht aber nicht durch den Empfänger unterstützt wird,
wohingegen der Sender zum Unterstützen eines zweiten Nachrichtenformates fähig
ist.
Um ein grundsätzliches und anschauliches Verständnis der
Erfindung zu erlangen, werden wir mit einer Beschreibung eines die Erfindung einsetzenden
Kommunikationssystems mit Verweis auf 1 bis
3 beginnen.
In einem Kommunikationssystem 1 überträgt eine
erste Netzwerkeinheit 200 eine Anforderungsnachricht an eine zweite Netzwerkeinheit
300 und erwartet nachfolgend, eine Antwortnachricht von der zweiten Netzwerkeinheit
300 zu empfangen. Die Netzwerkeinheiten 200 und 300 können
Computer, Mobileinheiten usw. sein, die mit einem Netzwerk verbunden sind, das durch
das Kommunikationssystem bereitgestellt ist, das in größerem Detail unten
diskutiert wird. Die Sendereinheit 200 erzeugt und überträgt
die für die Empfängereinheit 300 beabsichtigte Anforderungsnachricht.
Eine Nachrichtenzentrale 100 ist in dem Kommunikationssystem
1 zum Empfangen (S1) der von der Sendereinheit 200 übertragenen
Anforderungsnachricht bereitgestellt. Beim Empfang der Anforderungsnachricht kann
die Nachrichtenzentrale 100 optional untersuchen (S2), ob die Empfängereinheit
300 den Nachrichtentyp oder das Format der Anforderungsnachricht unterstützt.
Wenn gefolgert wird, dass die empfangende Netzwerkeinheit 300 das Format
der Anforderungsnachricht unterstützt und verwalten kann, leitet (S8) die Nachrichtenzentrale
100 die Anforderungsnachricht weiter und das Verfahren endet. Wenn jedoch
die Empfängereinheit 300 nicht das Anforderungsnachrichtenformat unterstützt,
d.h., dass sie entweder eine alte Netzwerkeinheit ist oder in einem Betriebsmodus
arbeitet, der die Anforderungsnachricht nicht unterstützt, erzeugt (S3) die
Nachrichtenzentrale 100 eine mit der Nachricht verknüpfte Transaktions-
oder Sitzungsinformation. Weiterhin speichert (S4) die Nachrichtenzentrale
100 die Transaktionsinformation verknüpft mit einem Identifizierer
der Sendereinheit 200in einer verknüpften Datenbank 180.
Der Identifizierer kann zum Beispiel ein Name oder ein Spitzname, der mit dem Benutzer
der Sendereinheit 200 verknüpft ist, eine Adressinformation des Senders
200, so wie eine Information einer Subskription des Benutzers mit einem
das Kommunikationsnetzwerk bereitstellenden Netzwerkoperator, einschließlich
von MSISDN (Mobil Subscriber Integrated Services Digital Network) und IMSI (International
Mobil Subscriber Identity), oder eine IP-(Internet Protocol)Adresse oder eine E-Mail-Adresse
sein. Tatsächlich kann irgendein Identifizierer verwendet werden, der der Nachrichtenzentrale
100 ein Identifizieren des Senders 200 ermöglicht.
Die Nachrichtenzentrale 100 speichert die Transaktionsinformation
verknüpft mit dem Identifizierer in der Datenbank 180. Der Ausdruck
„verknüpftes Speichern" verweist, in der vorliegenden Beschreibung,
auf ein Speichern der Transaktionsinformation und des Identifizierers auf solch
eine Weise, dass es möglich ist, später den Identifizierer
auf der Grundlage der Kenntnis der Transaktionsinformation abzurufen. Ein typisches
Beispiel einer verknüpften Speicherung ist, wenn die Transaktionsinformation
und der Identifizierer zusammen als ein Dateneintrag in der Datenbank
180 gespeichert sind.
Weiterhin können die Transaktionsinformation und der Identifizierer
an unterschiedlichen Stellen innerhalb der Datenbank 180 oder in zwei unterschiedlichen
Datenbanken gespeichert sein, solange wie es eine Verbindung, so wie einen Zeiger,
zwischen den unterschiedlichen Speicherorten gibt. Diese Verbindung (Zeiger) befähigt
die Nachrichtenzentrale 100 zum Abrufen des Identifizierers von der Datenbank
180 auf der Grundlage der Transaktionsinformation.
Die Nachrichtenzentrale 100 kann außerdem eine zusätzliche
Information speichern, die mit der Nachricht, dem Sender 200 und/oder dem
Empfänger 300 verknüpft ist, zusätzlich zu der Transaktionsinformation
und dem Identifizierer, was unten weiter diskutiert wird.
Die Nachrichtenzentrale 100 erzeugt (S5) dann eine temporäre
Adresse auf der Grundlage der erzeugten und gespeicherten Transaktionsinformation
und eines Identifizierers der Nachrichtenzentrale 100. Die temporäre
Adresse wird auf solch eine Weise erzeugt, dass es möglich ist, daraus die
Transaktionsinformation zu extrahieren. Weiterhin wird das Format der temporären
Adresse vorzugsweise durch die Empfängereinheit 300 unterstützt.
Da die temporäre Adresse auf der Grundlage eines Identifizierers der Nachrichtenzentrale
100 erzeugt wird, wird außerdem eine für die temporäre Adresse
bestimmte Nachricht an die Nachrichtenzentrale 100 übertragen und
durch diese empfangen werden.
Eine zweite Anforderungsnachricht wird dann durch die Nachrichtenzentrale
100 bereitgestellt (S6). Das Format dieser zweiten Anforderungsnachricht
wird vorzugsweise durch die Netzwerkeinheit des Empfängers 300 unterstützt.
Diese zweite Anforderungsnachricht umfasst vorzugsweise wenigstens ein Teilstück
der von der Sendereinheit 200 übertragenen Anforderungsnachricht,
so wie wenigstens ein Teilstück der Nutzlast der ursprünglichen Anforderungsnachricht.
Die zweite Anforderungsnachricht kann die gesamte oder ein größeres Teilstück
der Nutzlast der ursprünglichen Anforderungsnachricht umfassen. Die zweite
Anforderungsnachricht kann auch eine durch die Nachrichtenzentrale 100
bereitgestellte zusätzliche Information enthalten, so wie einen Identifizierer
des Senders 200 und/oder die Bedeutung der zweiten Anforderungsnachricht,
zum Beispiel IM-Nachricht von Cindy.
Die Nachrichtenzentrale 100 überträgt (S7) dann
die zweite Anforderungsnachricht an die Netzwerkeinheit des Empfängers
300, die die temporäre Adresse als die Adresse des Senders der zweiten
Anforderungsnachricht wahrnimmt oder interpretiert. Die von der Nachrichtenzentrale
100 übertragene zweite Anforderungsnachricht ist, mit anderen Worten,
mit der temporären Adresse auf solch eine Weise verknüpft, dass die temporäre
Adresse als die Adresse des Senders für die empfangende Netzwerkeinheit
300 angezeigt wird. Da die zweite Anforderungsnachricht jedoch wenigstens
ein Teilstück der ursprünglichen Anforderungsnachricht umfasst und vorzugsweise
auch eine erläuternde Information (IM-Nachricht von Cindy) umfasst, liest der
Benutzer der Netzwerkeinheit 300 die Nachricht als von dem Benutzer der
sendenden Netzwerkeinheit 200 abstammend. Aufgrund der sorgfältigen
Auswahl der temporären Adresse kann der Benutzer der Netzwerkeinheit
300 eine Antwortnachricht zusammenstellen und dann übertragen durch
einfaches Auswählen oder Drücken von Rückantwort oder Ähnlichem
auf seiner/ihrer Netzwerkeinheit 300.
Die temporäre Adresse wird die empfangende Adresse der Antwortnachricht
sein, wodurch die Nachrichtenzentrale 100 nachfolgend die Antwortnachricht
empfangen (S11) kann. Beim Empfang extrahiert (S12) und identifiziert die Nachrichtenzentrale
100 die temporäre Adresse aus der Antwortnachricht. Aus der temporären
Adresse wird die Transaktionsinformation extrahiert. Die Transaktionsinformation
wird dann verwendet, um den gespeicherten Identifizierer der die ursprüngliche
Anforderungsnachricht sendenden Netzwerkeinheit 200 abzurufen (S13).
Dann wird von der Nachrichtenzentrale 100 eine zweite Antwortnachricht
bereitgestellt (S14) oder erzeugt. Die zweite Antwortnachricht umfasst vorzugsweise
wenigstens ein Teilstück der von der Netzwerkeinheit 300 übertragenen
Antwortnachricht, so wie wenigstens ein Teilstück der Nutzlast der ursprünglichen
Antwortnachricht. Die zweite Antwortnachricht kann das gesamte oder ein größeres
Teilstück der Nutzlast der ursprünglichen Antwortnachricht umfassen. Die
zweite Antwortnachricht kann auch eine durch die Nachrichtenzentrale 100
bereitgestellte zusätzliche Information umfassen, so wie einen Identifizierer
des Netzwerks 300 und/oder die Bedeutung der zweiten Antwortnachricht (IM-Antwortnachricht
von Anne). Auf der Grundlage des abgerufenen Identifizierers überträgt
(S15) dann die Nachrichtenzentrale 100 die zweite Antwortnachricht an die
Netzwerkeinheit 200. Sobald die zweite Antwortnachricht übertragen
ist, kann die Nachrichtenzentrale 100 die entsprechende Transaktionsinformation
und den verknüpften Identifizierer aus der Datenbank 180 entfernen
oder den die Transaktionsinformation und den Identifizierer umfassenden Eintrag
als leer oder umschreibbar angeben.
Die erste Netzwerkeinheit 200 kann irgendeine Einheit sein,
die fähig ist zum Durchführen einer Kommunikation in dem Kommunikationsnetzwerk,
so wie eine Mobileinheit, zum Beispiel ein Mobiltelefon, ein Minicomputer oder ein
Kommunikator. Die Mobileinheit ist vorzugsweise eine für einen verbesserten
Dienst fähige Mobileinheit, so wie eine IM und/oder Anwesenheitsdienste unterstützende
Mobileinheit. Weiterhin könnte die erste Netzwerkeinheit 200 ein Computer,
zum Beispiel PC (Personalcomputer), oder ein Server, zum Beispiel ein ein Chat-Room
verwaltender Server, sein. Die erste Netzwerkeinheit 200 enthält auch
eine Gruppe von Benutzern oder Clients mit einer Benutzereinrichtung zum Ermöglichen
einer Kommunikation mit dem Netzwerk. Auch eine Netzwerkeinheit einer Dienstzentrale,
die verbesserte Dienste oder andere Dienste bereitstellt, zum Beispiel Werbung oder
spezielle Angebotsdienste, wird als eine erste Netzwerkeinheit 200 gemäß
der Erfindung interpretiert.
Ähnlich kann die zweite Netzwerkeinheit 300 irgendeine
Einheit sein, die fähig ist zum Kommunizieren mit dem Netzwerk. Ein typisches
Beispiel einer zweiten Netzwerkeinheit 300 gemäß der Erfindung
ist ein Computer oder ein Mobileinheit oder eine Station, zum Beispiel ein Mobiltelefon,
die nicht einen verbesserten Dienst unterstützen oder in einem Betriebsmodus
arbeiten, der den verbesserten Dienst nicht unterstützt. Auf solch eine Mobileinheit
wird in dem Fachgebiet allgemein als eine alte bzw. veraltete Mobileinheit verwiesen.
Die Mobileinheit ist nicht fähig zum effizienten Unterstützen oder Verwalten
einer Adressinformation, die in Nachrichten für einen verbesserten Dienst verknüpft
und bereitgestellt sind, enthaltend, aber nicht beschränkt auf IM-(Sofortnachrichten
bzw. Instant Messages)Nachrichten, so wie Chat-Nachrichten, IRC-(Internet Relay
Chat), ICQ-, AIM-(American Online Instant Messaging), IMPS-(Instant Message and
Presence Service) und Wireless-Village-Nachrichten. Um das Mitteilen für einen
verbesserten Dienst zu unterstützen, erfordert die Mobileinheit typischerweise
zusätzliche Software oder Hardware oder eine Subskription für einen verbesserten
Dienst.
Eine typisches Szenario, in welchem die Erfindung besonders vorteilhaft
ist, ist, wenn ein Computer oder eine IM-fähige Mobileinheit eine für
eine nicht-IM-fähige Netzwerkeinheit, zum Beispiel eine alte Mobileinheit,
beabsichtigte IM-Nachricht überträgt.
Weiterhin könnte ein Mitglied einer Chat-Gruppe oder ein einen
Chat-Room verwaltender Server eine Chat-Einladungsnachricht an eine Netzwerkeinheit
übertragen, die ihn/sie einlädt, der Chat-Gruppe bzw. dem Chat-Room beizuwohnen.
Die Erfindung ist auch anwendbar, wenn ein Benutzer oder IM-Server eine Anwesenheitsinformations-Anforderungsnachricht
an eine alte Mobileinheit überträgt. Ein werbender Server oder ein Programm
einer Firma kann eine Werbenachricht oder eine spezielle Angebotsnachricht an eine
Netzwerkeinheit übertragen, mit dem Wunsch einer Antwort von der Netzwerkeinheit
auf das in der Nachricht dargebotene Angebot.
Im Folgenden wird die Erfindung detaillierter mit Verweis auf eine
bestimmte Ausführungsform, eine IM-fähige Mobileinheit, die IM-Nachricht
an eine nicht-IM-fähige Mobileinheit in einem Mobilkommunikationssystem überträgt,
beschrieben werden. Jedoch wird der Fachmann verstehen, dass die Erfindung nicht
auf diese bestimmte Ausführungsform beschränkt ist, sondern irgendwelche
andere Netzwerkeinheiten und Nachrichten wie oben beschrieben umfassen kann.
4 veranschaulicht ein Mobilkommunikationssystem
1, in dem eine IM-fähige Mobileinheit 200 mit einer nicht-IM-fähigen
Mobileinheit 300 mittels IM-Mitteilen kommunizieren möchte. Die IM-fähige
Mobileinheit 200 überträgt eine für die nicht-IM-fähige
Mobileinheit 300 beabsichtigte IM-Nachricht 10. Eine IMPS-(Instant
Messaging and Presence Service)Zentrale oder ein Server 100 empfängt
die IM-Nachricht und identifiziert den beabsichtigten Empfänger der Nachricht.
Die IM-Nachricht umfasst typischerweise einen Identifizierer der empfangenden Mobileinheit
300, so wie einen Namen, Spitznamen, eine Subskriptionsinformation oder
Ähnliches. Auf der Grundlage des Identifizierers erhält die IMPS-Zentrale
100 eine Adressinformation, so wie eine Mobiltelefonnummer, MSISDN, IMSI
der empfangenden Mobileinheit 300, von einer Benutzerdatenbank
400. Diese Benutzerdatenbank 400 umfasst eine Adressinformation
der Benutzer, so wie Benutzer, die, zum Beispiel durch eine Subskription, mit einem
IM-System oder Server verknüpft sind, und deren entsprechende Identifizierer.
Die Datenbank 400 kann in der IMPS-Zentrale 100 implementiert
sein oder kann entfernt und in Verbindung mit der IMPS-Zentrale 100 implementiert
sein. Wenn die Adressinformation der Mobileinheit 300 in der Nachricht
bereitgestellt ist, ist kein Abruf von Daten von der Benutzerdatenbank
400 erforderlich. Die IMPS-Zentrale 100 kann auch den Identifizierer
oder die Adressinformation verwenden, um eine Betriebsmodusinformation der empfangenden
Mobileinheit 300 zu erhalten. Solch eine Betriebsmodusinformation kann
durch die IMPS-Zentrale 100 verwendet werden, um zu bestimmen, wie die
Nachricht an die Mobileinheit 300 zu übertragen ist. Die Information
könnte darlegen oder angeben, dass die Mobileinheit 300 IM-fähig
ist. In solch einem Fall überträgt die IMPS-Zentrale 100 die
IM-Nachricht direkt an die Mobileinheit 300. Jedoch könnte die Information
anstelle dessen angeben, dass die Mobileinheit 300 nicht-IM-fähig
ist, oder IM-fähig ist, aber nicht in das IM-System eingeloggt
ist und deshalb nicht zum Empfangen und übertragen von IM-Nachrichten fähig
ist. Die Betriebsmodusinformation könnte auch irgendeinen anderen bevorzugten
Mitteilungsmechanismus zur Verwendung mit einer IM-fähigen Mobileinheit angeben,
beim Betrieb in einem nicht-IM-fähigen Modus, d.h. nicht in dem IM-System eingeloggt.
Die Betriebsmodusinformation kann aus einer Datenbank erhalten werden, die in der
IMPS-Zentrale 100 implementiert ist oder entfernt implementiert ist. Alternativ
kann die Betriebsmodusinformation gespeichert und von der Benutzerdatenbank
400 erhalten werden.
Sobald die IMPS-Zentrale 100 bestätigt hat, dass die
empfangende Mobileinheit 300 nicht-IM-fähig ist oder in einem nicht-IM-fähigen
Modus arbeitet, wird eine Transaktionsinformation oder ein Identifizierer erzeugt.
Zusätzlich identifiziert und ruft die IMPS-Zentrale 100 einen Senderidentifizierer
der IM-fähigen Mobileinheit 200 aus/von der IM-Nachricht ab, zum Beispiel
aus dem Header der Nachricht. Die Transaktionsinformation und der Identifizierer
werden dann verknüpft in einer Nachrichtendatenbank 180 in der IMPS-Zentrale
100 gespeichert, oder entfernt, aber in Verbindung mit der IMPS-Zentrale
100 bereitgestellt. Die Information und der Identifizierer sind vorzugsweise
als ein Dateneintrag in der Datenbank 180 gespeichert, die schematisch
in 5 veranschaulicht ist.
Der Dateneintrag 190-1 enthält die Transaktionsinformation
181, die typischerweise eine Zahl oder eine andere Information ist, die
den Dateneintrag 190-1 identifiziert. Der Identifizierer 182 der
IM-fähigen Mobileinheit 200 (Sender) kann eine mit der Mobileinheit
200 verknüpfte Telefonnummer, ein Name wie im Dateneintrag
190-2, ein IMPS-Identifizierer (Dateneinträge 190-3 und
190-4) usw. sein. Zusätzlich zu der Transaktionsinformation und dem
Senderidentifizierer können zusätzliche Daten optional in der Datenbank
180 gespeichert sein. Diese zusätzlichen Daten enthalten ein Format
oder ein Typ 183 der empfangenen Nachricht, zum Beispiel IM. Diese Formatinformation
befähigt die IMPS-Zentrale 100 zum Herausfinden der tatsächlichen
Bedeutung der empfangenen Nachricht.
Eine vorbestimmte Zeitgrenze oder ein Lebensdauerwert 184
der gespeicherten Information (Dateneintrag) kann auch bereitgestellt sein. Dieser
Wert spezifiziert, innerhalb welcher Zeitperiode eine Antwortnachricht von der nicht-IM-fähigen
Mobileinheit 300 fällig ist. Wenn die Zeitgrenze vor dem Empfang der
Antwortnachricht abläuft, wird die Information in dem Dateneintrag
190-1 gelöscht, zum Beispiel durch Entfernen der sämtlichen gespeicherten
Information oder nur der Transaktionsinformation. Wenn eine Antwortnachricht nach
Ablauf der Zeitgrenze empfangen wird, ignoriert die IMPS-Zentrale 100 einfach
die Antwortnachricht. Alternativ wird eine Fehlernachricht an die Mobileinheit
300 übertragen, die auf das Versagen zum Antworten innerhalb der fälligen
Zeit hinweist. Die Zeitgrenze oder der Lebensdauerwert werden vorzugsweise durch
die IMPS-Zentrale 100 auf der Grundlage des Formats oder des Typs der Nachricht
von der IM-fähigen Mobileinheit 200 bestimmt.
Weiterhin kann ein mit dem Empfänger oder der Mobileinheit
300 des Empfängers verknüpfter Identifizierer 185 in
der Datenbank 180 gespeichert sein. Der Empfängeridentifizierer kann
dem oben diskutierten Senderidentifizierer ähnlich sein, d.h. zum Beispiel
ein Name, Spitzname, Adressinformation, Subskriptionsinformation, MSISDN, IMSI,
IP-Adresse, E-Mail-Adresse oder irgendeine andere Form einer Information, die es
der IMPS ermöglicht, den Empfänger 300 zu identifizieren. Wie
oben erwähnt wurde, wird dieser Empfängeridentifizierer von der IM-Nachricht
oder von der Benutzerdatenbank 400 auf der Grundlage der in der IM-Nachricht
bereitgestellten Information erhalten.
Zusätzlich kann die tatsächliche Anforderungsnachricht (IM-Nachricht),
oder ein Teilstück davon, die durch die IMPS-Zentrale 100 empfangen
ist, in der Datenbank 180 gespeichert sein. In solch einem Fall können
der Header und/oder die Nutzlast der Anforderungsnachricht in dem Dateneintrag
190-1 gefunden werden.
Wie aus 4 ersichtlich ist, erzeugt die
IMPS-Zentrale 100 eine temporäre Adresse, vorzugsweise auf solch eine
Weise, dass die nicht-IM-fähige Mobileinheit 300 die Adressinformation
unterstützt und einfach verwalten kann. Gemäß der vorliegenden Erfindung
basiert die temporäre Adresse auf der erzeugten und gespeicherten Transaktionsinformation
und einem mit der IMPS-Zentrale 100 verknüpften Identifizierer. Dieser
Identifizierer ermöglicht es dem Mobilkommunikationssystem 1, an die
temporäre Adresse übertragene Nachrichten der IMPS-Zentrale
100 zuzustellen. Außerdem sollte die Transaktionsinformation von der
temporären Adresse abrufbar bzw. wiedergewinnbar sein. Eine bevorzugte temporäre
Adresse für ein Mobilkommunikationssystem gemäß der vorliegenden
Erfindung ist:
X1...XnY1...Ym,
wobei Xi, i = 1...n, und Yj, j = 1...m, wobei n, m unabhängig
voneinander irgendeine positive ganze Zahl sind, eine Ziffer von 0 bis 9 sind. Das
erste Teilstück, der Präfix, X1...Xn, ist der Identifizierer
der IMPS-Zentrale 100 (zum Beispiel 8888, mit n = 4). Das zweite Teilstück,
der Suffix, Y1...Ym, ist die Transaktionsinformation (zum
Beispiel 4711, mit m = 4). Die temporäre Adresse wird in diesem Beispiel dann
8884711 sein. Die IMPS-Zentrale 100 könnte dann Nummern beginnend
mit, oder mit dem Präfix, X1...Xn, subskribieren, zum
Beispiel beginnend mit 8888. Somit werden Nachrichten mit X1...XnY1...Ym,
zum Beispiel 8888Y1Y2Y3Y4 als Empfangsadresse
vorzugsweise an die IMPS-Zentrale zugestellt werden.
In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst
die temporäre Adresse auch andere Ziffern oder eine Information außerhalb
des Identifizierers der IMPS und der Transaktionsinformation. Somit kann eine mögliche
temporäre Adresse dann X1... XnY1...YmZ1...Zp
oder X1...XnZ1...ZpY1...Ym
sein, wobei X1...Xn der Identifizierer der IMPS-Zentrale ist,
Y1...Ym die Transaktionsinformation ist und Zi,
i = 1...p, irgendeine Ziffer 0 bis 9 ist, wobei p irgendeine positive ganze Zahl
ist. Dieses zusätzliche Teilstück Z1...Zp, der temporären
Adresse könnten „blinde" Ziffern sein, die zum Erhalten einer temporären
Adresse in einem Standard oder einem Format verwendet werden, der durch die nicht-IM-fähige
Mobileinheit unterstützt wird. Somit stellen die Blindziffern sicher, dass
die temporäre Adresse die korrekte Anzahl von Ziffern für eine Telefonnummer
enthält, in dem Fall, dass ein Standard durch eine Mobileinheit unterstützt
werden soll.
In anderen Ausführungsformen könnte das zusätzliche
Teilstück eine Information umfassen, die mit dem Nachrichtensender, dem Nachrichtenempfänger,
der IMPS und/oder der ursprünglichen (Anforderungs-)Nachricht verknüpft
ist. Zum Beispiel könnte das zusätzliche Teilstück der temporären
Adresse durch die IMPS-Zentrale verwendet werden, um das Format der ursprünglichen
Nachricht von der IM-fähigen Mobileinheit, und beabsichtigt für die nicht-IM-fähige
Mobileinheit, zu identifizieren. Somit bestimmt die IMPS-Zentrale das Format der
empfangenen Nachricht, wie es oben diskutiert wurde. Anstelle eines Speicherns dieser
Formatinformation in der Datenbank fügt die IMPS-Zentrale jedoch eine Formatinformation
(Z1...Zp) der temporären Adresse hinzu. In einem typischen
Beispiel könnte Z = 0 ein IM-Nachrichtenformat meinen, könnte Z = 1 ein
E-Mail-Format darstellen usw. Wenn die IMPS-Zentrale nachfolgend eine Erwiderungsnachricht
von der nicht-IM-fähigen Mobileinheit empfängt und daraus eine Erwiderungsnachricht
in dem Format der ursprünglichen Anforderungsnachricht erzeugen soll, ist kein
Datenbanknachschlagen erforderlich, um dieses Format zu bestimmen, da es bereits
in der empfangenen temporären Adresse bereitgestellt ist.
Der temporären Adresse könnte auch ein Betreiberidentifizierer
oder eine Nummer vorangehen, die mit dem Netzwerkbetreiber verknüpft ist, der
das Kommunikationsnetzwerk verwaltet, das die IMPS-Zentrale beherbergt. In solch
einem Fall könnte die temporäre Adresse Q1...QqX1...XnY1...Ym
sein, wobei X1...Xn und Y1...Ym wie
oben identifiziert sind, und Qi, i = 1...q, wobei q irgendeine positive
ganze Zahl ist, eine Ziffer von 0 bis 9 ist. Somit ist Q1...Qq
der Betreiberidentifizierer. Es ist möglich, dass ein einzelner Betreiber Zugang
zu Adressen (Telefonnummern) hat, beginnend mit unterschiedlichen Betreiberidentifizierern.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung macht der Identifizierer
der IMPS-Zentrale jedoch den Betreiberidentifizierer aus oder umfasst diesen. Es
könnte zum Beispiel möglich sein, dass der Netzwerkbetreiber einen dedizierten
Betreiberidentifizierer zur Verwendung mit seiner IMPS-Zentrale bereitgestellt hat.
Die IMPS-Zentrale könnte dann Zugang zu allen möglichen Adressen haben,
denen dieser bestimmte Betreiberidentifizierer vorangeht, d.h. der Identifizierer
der IMPS-Zentrale ist gleich diesem dedizierten Betreiberidentifizierer. In anderen
Anwendungen benötigt die IMPS-Zentrale jedoch keinen Zugang zu sämtlichen
solcher Adressen, sondern nur zu einem ausgewählten Teilstück davon. Der
Identifizierer der IMPS umfasst dann vorzugsweise den durch eine oder einige zusätzliche
Ziffern gefolgten dedizierten Betreiberidentifizierer.
Dieser Weg zum Erzeugen temporärer Adressen durch Einsetzen eines
Identifizierers der IMPS-Zentrale als ein erstes Teilstück (Präfix) und
dann der Transaktionsinformation als ein zweites folgendes Teilstück (Suffix)
ermöglicht eine effiziente Verwaltung temporärer Adressen und reduziert
den erforderlichen Administrationsaufwand. Somit subskribiert die IMPS-Zentrale
der Erfindung einfach die Telefonnummern, die mit dem Präfix beginnen, denen
möglicherweise ein Betreiberidentifizierer vorangeht. Dieses sollte mit bekannten
Lösungen verglichen werden, in denen ein Gateway nach dem Stand der Technik
mehr oder weniger zufällige Nummern subskribieren muss, die keinen gemeinsamen
Aufbau außer der Gesamtanzahl von Ziffern der temporären Nummern haben.
Danach erzeugt oder stellt die IMPS-Zentrale 100 eine zweite
Anforderungsnachricht bereit, vorzugsweise in einem Nachrichtenformat oder Typ,
das bzw. den die nicht-IM-fähige Mobileinheit 300 unterstützt.
Im Folgenden wird die zweite Anforderungsnachricht beispielhaft als eine SMS-Nachricht
dargestellt, aber sie könnte anstelle dessen eine MMS-(Multimedia Message Service)Nachricht
oder irgendein anderer Nachrichtentyp sein, den die Mobileinheit 300 unterstützt,
einschließlich des Formats der ursprünglichen Anforderungsnachricht (IM-Nachricht)
von der ersten Mobileinheit 200. Die IMPS-Zentrale 100 kann eine
Information verfügbarer und geeigneter Nachrichtenformate oder Typen für
die Mobileinheit 300 aus der erhaltenen Betriebsmodusinformation identifizieren.
Wie in dem Vorhergehenden erwähnt wurde, umfasst die SMS-Nachricht vorzugsweise
wenigstens ein Teilstück der IM-Nachricht, so wie ein Teilstück der Nutzlast
der IM-Nachricht. Eine zusätzliche Information kann auch die SMS-Nachricht
durch die IMPS-Zentrale 100 eingebracht werden, zum Beispiel mit dem Präfix
eines kurzen Textes, der die Bedeutung der SMS beschreibt (IM von Cindy). Auch die
bestimmte Zeitgrenze kann in der SMS enthalten sein, die für den Benutzer angibt,
wann eine Antwort fällig ist.
Die IMPS-Zentrale 100 überträgt die SMS
20 an die Mobileinheit 300 durch eine SMS-C (SMS-Zentrale)
500 und eine MSC (Mobilvermittlungszenrale bzw. Mobile Switching Center)
600, was dem Fachmann gut bekannt ist. Die Senderadresse der SMS wird die
temporäre Adresse (88884711) sein und die Empfängeradresse ist die MSISDN
der Mobileinheit 300, was von der IM-Nachricht oder von der Benutzerdatenbank
400 erhalten wird.
Der Benutzer der Mobileinheit 300 kann nun die Bedeutung
der SMS identifizieren, d.h., dass die SMS von einer IM-Nachricht abstammt, wer
die IM-Nachricht übertrug, d.h. Cindy, und vorzugsweise die Nutzlast, oder
wenigstens ein Teilstück davon, der IM-Nachricht lesen, da sie in der SMS enthalten
ist. Die Mobileinheit 300 kann durch Eingeben einer normalen SMS-Nachricht
30 und Übertragen an die temporäre Adresse (88884711) antworten.
Beim Empfang der Antwort-SMS extrahiert die IMPS-Zentrale
100 die temporäre Adresse, zum Beispiel aus dem Header der SMS. Die
Transaktionsinformation wird dann aus der temporären Adresse extrahiert und
zum Identifizieren verknüpfter Daten verwendet, einschließlich des Identifizierers
des Senders 200 der IM-Nachricht, in der Nachrichtendatenbank
180. Wenn jedoch die Transaktionsinformation in der Datenbank
180 nicht vorliegt, zum Beispiel aufgrund eines Ablaufs der Zeitgrenze,
wird die Antwort-SMS ignoriert oder die IMPS-Zentrale 100 überträgt
eine Fehler-SMS-Nachricht an die Mobileinheit 300.
Die IMPS-Zentrale 100 erzeugt oder stellt eine zweite Antwortnachricht
bereit, die an die IM-fähige Mobileinheit 200 zu übertragen ist.
Diese Nachricht kann in irgendeinem Format oder von einem Typ sein, das/den die
Mobileinheit 200 unterstützt. Wenn jedoch das Format oder der Typ
der ursprünglichen Anforderungsnachricht (IM-Nachricht) in der Datenbank
180 gespeichert oder in der temporären Adresse bereitgestellt ist,
verwendet die IMPS-Zentrale 100 vorzugsweise diese Information beim Erzeugen
der zweiten Antwortnachricht. Somit ist das Format der zweiten Antwortnachricht
vorzugsweise dasselbe wie das Format der ursprünglichen Anforderungsnachricht,
zum Beispiel das IM-Format in dem vorliegenden Beispiel. Die IM-Antwortnacht umfasst
vorzugsweise wenigstens ein Teilstück der SMS-Antwortnachricht, so wie ein
Teilstück der Nutzlast der SMS-Antwortnachricht. Eine zusätzliche Information
kann auch in die IM-Antwortnachricht durch die IMPS-Zentrale 100 eingebracht
werden, zum Beispiel mit einem Präfix eines kurzen Textes, der die Bedeutung
der Nachricht (IM-Antwort von Anne) beschreibt.
Die IMPS-Zentrale 100 überträgt dann die IM-Antwortnachricht
40 an die IM-fähige Mobileinheit 200. Die IM-Antwortnachricht
enthält vorzugsweise den Identifizierer der nicht-IM-fähigen Mobileinheit
300, der von der SMS-Antwortnachricht, von der Nachrichtendatenbank
180 oder der Benutzerdatenbank 400 erhalten ist, was es der IM-fähigen
Mobileinheit 200 ermöglicht, die IM-Antwortnachricht wie von der nicht-IM-fähigen
Mobileinheit 300 abstammend zu interpretieren. Sobald die IM-Antwortnachricht
an die Mobileinheit 200 übertragen ist, kann der die Transaktionsinformation
enthaltende Dateneintrag in der Datenbank 180 gelöscht oder als leer
identifiziert werden.
Wenn die Nachrichtenzentrale Zugang zu einer Benutzerdatenbank hat
oder solch eine Benutzerdatenbank enthält, ist es tatsächlich für
zwei Netzwerkeinheiten möglich, anonym miteinander durch Nachrichten zu kommunizieren,
ohne ihre verknüpften Adressen, zum Beispiel MSISDN, gegeneinander aufzudecken.
Die erste Netzwerkeinheit setzt einfach eine Anforderungsnachricht mit einem Identifizierer,
zum Beispiel ein Name, Spitzname oder ein anderer Identifizierer, der zweiten Netzwerkeinheit
als Empfangsadresse zusammen und überträgt diese. Die Nachrichtenzentrale
wird dann, auf der Grundlage des Identifizierers in der Anforderungsnachricht, die
tatsächliche Adressinformation der zweiten Netzwerkeinheit von der Benutzerdatenbank
erhalten. Da die zweite Anforderungsnachricht von der Nachrichtenzentrale mit der
temporären Adressinformation als Sendeadresse übertragen wird, wird die
zweite Netzwerkeinheit nicht die tatsächliche Adresse der ersten Netzwerkeinheit
empfangen, sondern nur einen mit der ersten Netzwerkeinheit oder ihres Benutzers
verknüpften Identifizierer. Ähnlich kann die von der Nachrichtenzentrale
an die erste Netzwerkeinheit übertragene zweite Antwortnachricht nur einen
Identifizierer und nicht die tatsächliche Adresse der zweiten Netzwerkeinheit
enthalten.
6 veranschaulicht schematisch ein Blockdiagramm einer
Nachrichtenzentrale 100 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die
Nachrichtenzentrale 100 umfasst eine Eingabe- und Ausgabe-(I/O)Einheit
110, die eine Einrichtung zur Kommunikation mit anderen Einheiten, zum
Beispiel entfernten Datenbanken oder Netzwerkeinheiten, in dem Kommunikationssystem
bereitstellt. Die I/O-Einheit 110 ist im Besonderen zum Empfangen eingehender
Nachrichten, einschließlich IM-Nachricht und der SMS-Antwortnachricht in
4, und zum Übertragen von Nachrichten implementiert,
so wie der SMS-Nachricht und IM-Antwortnachricht in 4. Auch
eine Information von externen Datenbanken, zum Beispiel der Benutzerdatenbank
400 in 4, kann von der Nachrichtenzentrale
100 durch die I/O-Einheit 110 erhalten werden.
Ein Transaktionsinformationsgenerator 120 ist bereitgestellt
zum Erzeugen einer Transaktionsinformation beim Empfang einer Anforderungsnachricht
von einer Netzwerkeinheit. Die Nachrichtenzentrale 100 umfasst auch einen
Nachrichtenanalysierer 130, der implementiert ist zum Extrahieren eines
Identifizierers eines Senders einer Anforderungsnachricht und zum Extrahieren der
temporären Adresse aus einer empfangenen Antwortnachricht. Der Analysierer
130 analysiert vorzugsweise auch Nachrichten und erzeugt eine Nachrichtenformatinformation
des Formats oder des Typs empfangener Nachrichten.
Ein Adressinformationsgenerator 140 bestimmt oder erzeugt
eine temporäre Adressinformation auf der Grundlage der Transaktionsinformation
von dem Transaktionsinformationsgenerator 120 und eines mit der Nachrichtenzentrale
100 verknüpften Identifizierers. Dieser Identifizierer könnte
von einem Speicher 145 in der Zentrale 100 bereitgestellt sein,
der auch einen möglichen Betreiberidentifizierer speichern könnte. Ein
optionaler Zeitgrenzenprozessor 150 bestimmt einen Lebensdauerwert für
eine in einer Datenbank 180 gespeicherte Transaktionsinformation oder für
einen die Transaktionsinformation umfassenden Dateneintrag. Der Prozessor
150 ist vorzugsweise konfiguriert zum Bestimmen des Lebensdauerwertes auf
der Grundlage einer Nachrichtenformatinformation von der Analysierereinheit
130.
Die temporäre Adresse von dem Adressinformationsgenerator
140 und der Identifizierer des Senders von dem Analysierer 130
werden einem Datenbankprozessor 160 bereitgestellt, der sie verknüpft
in der Nachrichtendatenbank 180 speichert. Der Datenbankprozessor
160 könnte implementiert sein zum Speichern der Information als ein
Dateneintrag in der Datenbank 180, oder die Information verteilt speichern,
solange wie es eine Verbindung zwischen den relevanten Daten gibt, d.h. der Transaktionsinformation
und dem Identifizierer. Der Prozessor 160 kann auch zusätzliche Daten
in der Datenbank 180 speichern, so wie den Lebensdauerwert von dem Zeitgrenzenprozessor
150, eine Nachrichtenformatinformation und den Identifizierer des beabsichtigten
Empfängers der Anforderungsnachricht, bereitgestellt durch den Nachrichtenanalysierer
130. Der Datenbankprozessor 160 ruft auch eine Information von
der Datenbank 180 ab und löscht Einträge wenn erforderlich, so
wie wenn ein Lebensdauerwert abläuft oder eine Antwortnachricht übertragen
worden ist.
Ein Nachrichtenprozessor 170 ist implementiert zum Bereitstellen
oder Erzeugen der zweiten Anforderungs- bzw. Antwortnachricht. Der Nachrichtenprozessor
170 kann konfiguriert sein zum Erzeugen der zweiten Anforderungsnachricht
in Ansprechen auf die von der I/O-Einheit 110 empfangene Betriebsmodusinformation.
Zusätzlich erzeugt der Prozessor 170 vorzugsweise die zweite Antwortnachricht
in Ansprechen auf die Nachrichtenformatinformation von der Datenbank 180
oder Analysierereinheit 130.
Die Nachrichtenzentrale 100 und ihre enthaltenen Einheiten
110 bis 170 können als Software, Hardware oder eine Kombination
davon bereitgestellt sein. Die Einheiten 110 bis 170 und Datenbank
180 können alle in der Nachrichtenzentrale 100 implementiert
sein, wie in 6. Jedoch ist auch eine verteilte Implementierung
möglich, wobei die Einheiten 110 bis 170 und Datenbank
180 in unterschiedlichen Netzwerkknoten des Kommunikationssystems bereitgestellt
sind. Die Nachrichtenzentrale 100 kann in einem Server in Verbindung mit
einem externen Netzwerk, so wie dem Internet und/oder verbunden mit einem Kommunikationsnetzwerk,
das durch einen Netzwerkbetreiber bereitgestellt ist, zum Beispiel einen Mobilnetzwerkbetreiber,
implementiert sein. Weiterhin könnte die Nachrichtenzentrale 100,
oder wenigstens ein größeres Teilstück der Einheiten 110
bis 170 und von Datenbank 180, in dem Dienstnetzwerkteilstück
des Kommunikationssystems implementiert sein, zum Beispiel in einem oder mehreren
Dienstknoten oder Servern in dem System.
Obwohl die vorliegende Erfindung im Allgemeinen mit Verwendung einer
Nachrichtenzentrale in einem Kommunikationssystem beschrieben worden ist, ist es
möglich, einige Nachrichtenzentralen in dem System einzusetzen, besonders wenn
eine hohe Anzahl von an nicht für einen verbesserten Dienst fähige Netzwerkeinheiten
übertragenen Anforderungsnachrichten erwartet wird. Die unterschiedlichen Nachrichtenzentralen
könnten dann unterschiedliche Anforderungsnachrichtentransaktionen verwalten,
so dass beispielsweise eine erste Nachrichtenzentrale Chat-Nachrichten verwaltet
und eine zweite Nachrichtenzentrale Anwesenheitsinformations-Anforderungsnachrichten
verwaltet, und/oder unterschiedliche geographische Gebiete verwalten. In solch einem
Fall ist dann vorzugsweise jede Nachrichtenzentrale mit einem eindeutigen Identifizierer
verknüpft, zum Beispiel 8888 für die erste Nachrichtenzentrale und 9999
für die zweite Nachrichtenzentrale. Jede solcher Nachrichtenzentralen könnte
dann unabhängig von anderen Nachrichtenzentralen arbeiten, da jede Zentrale
mit einem eindeutigen Identifizierer verknüpft ist, und somit eine eindeutige
Menge temporärer Adressen subskribiert.
Es ist auch möglich, eine übergeordnete oder steuernde (statische)
Nachrichtenzentrale zu haben, die einige untergeordnete oder sekundäre (dynamische)
Nachrichtenzentralen verwaltet. 7
veranschaulicht ein Kommunikationssystem 1 mit einer
statischen Nachrichtenzentrale 700 und einigen untergeordneten Nachrichtenzentralen
100-1 bis 100-N. Die statische Nachrichtenzentrale 700
kann die Anforderungs-(IM)Nachricht von zum Beispiel einer für einen verbesserten
Dienst fähigen Mobileinheit 200 und für eine alte Mobileinheit
300 beabsichtigt empfangen. Die statische Nachrichtenzentrale
700 stellt die Anforderungsnachricht einer ihrer verfügbaren untergeordneten
Nachrichtenzentrale 100-2 bereit. Die tatsächliche Wahl der Nachrichtenzentrale
100-1 bis 100-N kann zum Beispiel auf dem verfügbaren Raum
in den verknüpften Nachrichtendatenbanken 180-1 bis 180-N
der Nachrichtenzentralen 100-1 bis 100-N, dem Nachrichtenformat
der empfangenen Nachrichten, dem geographischen Ort der Mobileinheiten
200 und 300 oder irgendeinem anderen mit den Nachrichtenzentralen
100-1 bis 100-N verknüpften Parametern, Mobileinheiten
200 und 300 und/oder der Nachricht basieren. Die ausgewählte
Nachrichtenzentrale 100-2 erzeugt dann eine Transaktionsinformation und
eine Information für eine temporäre Adresse, und überträgt eine
(SMS-)Anforderungsnachricht an die alte Mobileinheit 300. Eine mögliche
Erwiderungs-SMS-Nachricht wird dann bei der statischen Nachrichtenzentrale
700 empfangen, die sie an die Nachrichtenzentrale 100-2 weiterleitet,
die die temporäre Adresse der entsprechenden Anforderungs-SMS-Nachricht erzeugte.
Eine mögliche Lösung für solch eine hierarchische Implementierung
in einem Mobilkommunikationssystem ist, dass die statische Nachrichtenzentrale sämtliche
mit zum Beispiel 888 beginnende Telefonnummern subskribiert. Jede sekundäre
Nachrichtenzentrale subskribiert dann sämtliche mit 888X beginnende Telefonnummern,
wobei X eine Ziffer 0 bis 9 ist. Zum Beispiel subskribiert die statische Nachrichtenzentrale
700 von 7 Telefonnummern 888XXXXX, wohingegen
die dynamischen Nachrichtenzentralen 100-1 bis 100-N jeweils die
folgenden Nummern 8880XXXX bis 8889XXXX subskribieren, für N gleich 10.
Es ist möglich, dass sämtliche zwischen den Mobileinheiten
200 und 300 und den Nachrichtenzentralen 100-1 bis
100-N übertragene Anforderungs- und Erwiderungsnachrichten durch die
statische Nachrichtenzentrale 700 gelenkt werden. Jedoch kann alternativ
eine gegebene untergeordnete Nachrichtenzentrale 100-2 eine direkte Nachrichtenkommunikation
mit den Mobileinheiten 200 und 300 durchführen, wie es schematisch
in der Figur veranschaulicht ist.
Es wird von einem Fachmann verstanden werden, dass vielfältige
Modifizierungen und Änderungen auf die vorliegende Erfindung angewendet werden
können, ohne von dem Schutzbereich davon abzuweichen, der durch die angefügten
Ansprüche definiert ist.