Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerung für eine Vorrichtung
zum Schutz von Objekten, die mit einem Fahrzeug kollidieren (nachstehend eine "Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte"). Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere
auf eine Steuerung einer Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte, wie zum
Beispiel eines Motorhauben-Anhebemechanismus, einer Motorhauben-Airbagvorrichtung
oder dergleichen, wobei der Motorhauben-Anhebemechanismus einen Fußgänger
oder dergleichen als kollidierendes Objekt schützt, indem eine Motorhaube angehoben
wird, und die Motorhauben-Airbagvorrichtung einen Fußgänger oder dergleichen
als kollidierendes Objekt schützt, indem Airbags im Bereich des hinteren Teils
der Motorhaube aufgeblasen werden.
Stand der Technik
JP-A 2002-79906 offenbart ein Beispiel einer Vorrichtung zum Schutz
kollidierender Objekte zur effektiven Aufnahme von Stoßenergie (Aufprallenergie),
die auf ein kollidierendes Objekt während einer Fahrzeugkollision aufgebracht
wird.
JP-A 2002-79906 offenbart eine Technologie, bei der, wenn von einem
Fußgängererfassungsmechanismus eine Kollision zwischen einem Fahrzeug
und einem Fußgänger erfasst wird, durch diesen Fußgängererfassungsmechanismus
ein Lösemechanismus in Gang gesetzt wird, um einen Eingriff zwischen einem
Motorhauben-Verriegelungsmechanismus und einem Schließbolzen zu lösen,
und eine Federkraft wird dazu verwendet, den Vorderteil einer Motorhaube um einen
vorbestimmten Hubbetrag anzuheben, womit der Vorderteil der Motorhaube in eine Position
bewegt werden kann, bei der Aufprallenergie während einer Fahrzeugkollision
effektiv absorbiert werden kann.
Darüber hinaus gibt es, als eine Technologie ähnlich zu
der in JP-A 2002-79906 offenbarten, eine Technologie, bei der Aufprallenergie bezüglich
eines kollidierenden Objekts absorbiert wird, indem der hintere Teil einer Motorhaube
angehoben wird, oder eine Technologie, bei der die Aufprallenergie aufgenommen wird,
indem im Bereich des hinteren Teils einer Motorhaube Airbagvorrichtungen aufgeblasen
werden.
DE 100 56 598 A1, die als nächstkommender
Stand der Technik betrachtet wird und die Grundlage für den Oberbegriff von
Anspruch 1 der Erfindung bildet, offenbart ein Sicherheitssystem für Fahrzeuge,
das eine Stelleinheit umfasst, um den Vorderteil der Motorhaube aus seiner geschlossenen
Position in eine erhöhte Position zu bringen, und einen Airbag, der nach dem
Füllen zumindest einen Teil der Motorhaube oder der Windschutzscheibe des Fahrzeugs
überdeckt. Die Stelleinheit zum Anheben der Motorhaube und die Auslöseeinheit
des Airbags sind pneumatisch miteinander verbunden.
EP 1 176 062 A2 offenbart ein Fahrzeug-Airbagsystem,
das mit einem Airbag versehen ist, der sich aufbläst und so entfaltet, dass
die gesamte Oberfläche einer vorderen Fahrzeugsäule bedeckt ist. Darüber
hinaus wird eine Motorhauben-Hochspringvorrichtung betätigt, um das hintere
Ende der Motorhaube anzuheben, wenn die Gefahr einer Kollision mit einem Fußgänger
besteht.
DE 100 14 832 A1 offenbart ein
Sicherheitssystem für ein Fahrzeug, das die Motorhaube des Fahrzeugs zumindest
im Nahbereich der Windschutzscheibe des Fahrzeugs anhebt. Airbags werden aufgeblasen,
um einen Aufprall auf die Motorhaube und/oder auf die vorderen Fahrzeugsäulen
abzudämpfen.
US 6,415,882 B1 beschreibt ein ausfahrbares
Scharnier für eine Fahrzeugmotorhaube. Auch gemäß dieser Druckschrift
wird die Motorhaube angehoben, um die Energie zu erhöhen, die während
einer Kollision mit einem Fußgänger absorbiert wird.
EP 0 967 128 A2 offenbart eine Vorrichtung
zur Reduzierung des an einem Fußgänger wirkenden Aufpralls während
einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug. Die Vorrichtung umfasst einen Verstellmechanismus,
um eine Motorhaube aus einer Ruheposition in eine Aufprallposition anzuheben, und
einen Airbag, der nach Beginn des Anhebens der Motorhaube aufgeblasen wird. Ein
erster Teilbereich des Airbags erstreckt sich unterhalb der Motorhaube, und ein
zweiter Teilbereich erstreckt sich aus dem hinteren Teil der Motorhaube heraus.
Der zweite Teilbereich bedeckt einen unteren Teil einer Windschutzscheibe des Fahrzeugs.
US 2002/0033755 A1 offenbart ein Fahrzeugsensorsystem mit einer Mehrzahl
von Stoßfängersensoren, die an einem vorderen Stoßfänger des
Fahrzeugs angebracht sind. Eine Steuerung steuert das Anheben eines hinteren Endes
der Motorhaube auf der Grundlage von Signalen von den Stoßfängersensoren
und aktiviert jeweilige Stelleinheiten, wenn eine vorab bestimmte Verformungsgeschwindigkeitshöhe
überschritten worden ist.
Nun kann natürlich ins Auge gefasst werden, ein Fahrzeug mit
einer Vielzahl solcher wie vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte zu versehen. Allerdings ist/sind bei der Vorhersage einer Fahrzeugkollision,
wenn der hintere Teil einer Motorhaube angehoben wird oder im Bereich
des hinteren Teils der Motorhaube vorgesehene Airbags aufgeblasen werden, in der
Realität im Stadium der Vorhersage der hintere Teil der Motorhaube angehoben
oder Airbags im Bereich des hinteren Teils der Motorhaube sind aufgeblasen. Aus
diesem Grund entsteht ein Problem dahingehend, dass die Sicht eines Fahrers durch
die angehobene Motorhaube oder die aufgeblasenen Airbagvorrichtungen behindert ist;
die Sicht ist somit eingeschränkt.
Sobald darüber hinaus Airbagvorrichtungen einmal aufgeblasen
sind, gibt es, um den Airbag in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen,
keine andere Möglichkeit, als die Airbagvorrichtungen durch neue zu ersetzen.
Dementsprechend ist es notwendig, ein unverhofftes Aufblasen von Airbagvorrichtungen
zu vermeiden.
Offenbarung der Erfindung
Durch die Erfindung zu lösende Probleme
Die vorliegende Erfindung wurde vollbracht, um die vorstehend erwähnten
Probleme zu lösen, und eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Steuerung für eine Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte bereitzustellen,
bei der die Steuerung eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte betreiben kann, die jeweils über einen Anhebemechanismus für einen
vorderen Abschnitt zum Anheben des Vorderteils einer Motorhaube verfügen, und
zwar jeweils mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen.
Maßnahmen zum Lösen der Probleme
Zur Lösung der vorstehend erwähnten Aufgabe sieht die vorliegende
Erfindung eine Steuerung für eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte vor, um den Aufprall zu absorbieren, wenn ein kollidierendes Objekt mit
einer Motorhaube zusammenstößt, wobei die Steuerung Folgendes aufweist:
einen Steuermechanismus zur Steuerung des Betriebs der Vielzahl von Vorrichtungen
zum Schutz kollidierender Objekte jeweils mit unterschiedlichen Zeiteinteilungen.
Ferner sieht die vorliegende Erfindung eine Steuerung für eine
Vielzahl von Vorrichtungen zum Schutz kollidierender Objekte vor, wobei die Vielzahl
von Vorrichtungen zum Schutz kollidierender Objekte einen ersten stoßabsorbierenden
Mechanismus und einen zweiten stoßabsorbierenden Mechanismus aufweist, und
der Steuermechanismus weiterhin einen Vorhersagemechanismus aufweist, um eine Fahrzeugkollision
vorherzusagen, und einen Erfassungsmechanismus, um eine Fahrzeugkollision zu erfassen,
wobei der Steuermechanismus einen Betrieb des ersten stoßabsorbierenden Mechanismus
auf der Grundlage von Ergebnissen der Vorhersage des Vorhersagemechanismus steuert,
und einen Betrieb des zweiten stoßabsorbierenden Mechanismus auf der Grundlage
von Erfassungsergebnissen des Erfassungsmechanismus steuert.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Steuern einer Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte bereit, die zumindest einen ersten stoßabsorbierenden
Mechanismus und einen zweiten stoßabsorbierenden Mechanismus umfasst, um einen
Stoß zu der Zeit zu absorbieren, zu der ein kollidierendes Objekt mit einer
Motorhaube kollidiert, wobei das Verfahren Folgendes aufweist: Steuerung eines Betriebs
des ersten stoßabsorbierenden Mechanismus auf der Grundlage von Vorhersageergebnissen
eines Vorhersagemechanismus, um eine Fahrzeugkollision vorherzusagen; Steuern eines
Betriebs des zweiten stoßabsorbierenden Mechanismus auf der Grundlage von Erfassungsergebnissen
eines Erfassungsmechanismus zur Erfassung einer Fahrzeugkollision; und Steuerung
des Betriebs des ersten stoßabsorbierenden Mechanismus und des zweiten stoßabsorbierenden
Mechanismus jeweils mit unterschiedlichen Zeiteinteilungen.
Gemäß der vorstehend erwähnten vorliegenden Erfindung
umfasst die Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz kollidierender Objekte Vorrichtungen
zum Absorbieren eines Aufpralls, wenn ein kollidierendes Objekt mit einer Motorhaube
eines Fahrzeugs kollidiert. Wenn es sich bei dem kollidierenden Objekt um einen
Fußgänger oder dergleichen handelt, kann der Aufprall in Bezug auf das
kollidierende Objekt wie etwa einen Fußgänger oder dergleichen effektiv
absorbiert werden. Jede Vorrichtung aus der Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz
kollidierender Objekte umfasst zumindest einen Mechanismus zum Anheben eines vorderen
Abschnitts zum Absorbieren eines Aufpralls, indem der Vorderteil der Motorhaube
angehoben wird. Anders ausgedrückt kann der Aufprall bezüglich des kollidierenden
Objekts effektiv durch den Vorderteil der Motorhaube absorbiert werden, indem der
Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts den Vorderteil der Motorhaube anhebt.
Zusätzlich kann im Gegensatz dazu beispielsweise ein Mechanismus zum Anheben
eines hinteren Abschnitts zur Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte hinzugenommen werden, um einen Aufprall durch Anheben des hinteren Teils
einer Motorhaube zu absorbieren, oder eine Motorhauben-Airbagvorrichtung zur Absorbierung
eines Aufpralls durch Aufblasen von Motorhauben-Airbagvorrichtungen, die am hinteren
Teil der Motorhaube vorgesehen sind. Anders ausgedrückt kann ein Aufprall bezüglich
des kollidierenden Objekts effektiv vom hinteren Teil der Motorhaube absorbiert
werden, und zwar durch den Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts, der
den hinteren Teil der Motorhaube anhebt, und ein Aufprall bezüglich des kollidierenden
Objekts kann effektiv durch die Airbagvorrichtungen absorbiert werden, und zwar
dadurch, dass die Motorhauben-Airbagvorrichtung die Airbagvorrichtungen über
der Motorhaube aufbläst.
Hier wird der Betrieb der vorstehend beschriebenen Vielzahl von Vorrichtungen
zum Schutz kollidierender Objekte jeweils mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen
durch den Steuermechanismus gesteuert, und die Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte können mit einer Zeiteinstellung betrieben werden, bei der jede Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte effektiv arbeiten kann, ohne negativ beeinflusst
zu sein, wodurch es möglich wird, die Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte mit einer geeigneten, optimalen Zeiteinstellung zu betreiben.
Wenn zum Beispiel die Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte den Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts zum Anheben des Vorderteils
der Motorhaube umfassen, sowie den Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts
zum Anheben des hinteren Teils der Motorhaube, kann die Vielzahl der Vorrichtungen
zum Schutz kollidierender Objekte darüber hinaus mit einem Vorhersagemechanismus
zum Vorhersagen einer Fahrzeugkollision und einem Erfassungsmechanismus zum Erfassen
einer Fahrzeugkollision versehen sein, und der Steuermechanismus steuert einen Betrieb
des Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts auf der Grundlage von Vorhersageergebnissen
des Vorhersagemechanismus und einen Betrieb des Mechanismus zum Anheben des hinteren
Abschnitts auf der Grundlage von Erfassungsergebnissen des Erfassungsmechanismus.
Wenn eine Fahrzeugkollision vorhergesagt wird, kann der Steuermechanismus daher
zur Betätigung des Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts steuernd
eingreifen, und wenn eine Fahrzeugkollision erfasst ist, kann der Steuermechanismus
zur Betätigung des Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts steuernd
eingreifen. Demzufolge kann die Anzahl der Fälle, bei denen die Sicht eines
Fahrers durch die durch den Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts angehobene
Motorhaube eingeschränkt ist, verringert werden, womit es möglich wird,
jede Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte mit einer optimalen Betriebszeitsteuerung
zu steuern.
Wenn darüber hinaus die Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz
kollidierender Objekte den Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts zum Anheben
des Vorderteils der Motorhaube sowie die am hinteren Teil der Motorhaube installierte
Motorhauben-Airbagvorrichtung umfasst, kann die Vielzahl der Vorrichtungen zum Schutz
kollidierender Objekte des Weiteren mit einem Vorhersagemechanismus zum Vorhersagen
einer Fahrzeugkollision und einem Erfassungsmechanismus zum Erfassen einer Fahrzeugkollision
ausgestattet sein, und der Steuermechanismus steuert einen Betrieb des Mechanismus
zum Anheben des vorderen Abschnitts auf der Grundlage von Vorhersageergebnissen
des Vorhersagemechanismus, und einen Betrieb der Motorhauben-Airbagvorrichtung auf
der Grundlage von Erfassungsergebnissen des Erfassungsmechanismus. Wenn eine Fahrzeugkollision
vorhergesagt wird, kann der Steuermechanismus daher zur Betätigung des Mechanismus
zum Anheben des vorderen Abschnitts steuernd eingreifen, und wenn eine Fahrzeugkollision
erfasst ist, kann der Steuermechanismus das Aufblasen der Motorhauben-Airbagvorrichtung
steuern. Dementsprechend kann ein unnötiges Aufblasen der Motorhauben-Airbagvorrichtung
verhindert werden, womit es möglich wird, jede Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte mit einer optimalen Betriebszeitsteuerung zu steuern.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine perspektivische Ansicht eines Beispiels
eines Mechanismus zum Anheben eines vorderen Abschnitts in einem an einem Fahrzeug
montierten Zustand;
2 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht
eines Gelenkmechanismus im Mechanismus zum Anheben des vorderen Abschnitts von
1;
3 ist eine Vorderansicht des Mechanismus zum Anheben
des vorderen Abschnitts von 1;
4 ist eine schematische Strukturansicht eines Beispiels
eines Mechanismus zum Anheben eines hinteren Abschnitts;
5 ist eine vergrößerte Strukturansicht eines
Beispiels des Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts von 4;
6 ist eine vergrößerte perspektivische Strukturansicht
eines Beispiels des Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts von
4;
7 ist eine Blockansicht eines elektrischen Aufbaus
einer Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
8 ist ein Flussdiagramm eines Beispiels einer Steuerung,
die von einem Steuerabschnitt der Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte
gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung durchgeführt
wird;
9 ist eine Querschnittsansicht eines Umgebungsbereichs
eines Verriegelungsmechanismus vor bzw. nach dem Anheben des Vorderteils
einer Motorhaube;
10 ist eine Ansicht eines Zustands, in dem der vordere
und der hintere Teil der Motorhaube angehoben sind;
11 ist eine perspektivische Ansicht eines Beispiels
eines Zustands, in dem an einem Fahrzeug eine Motorhauben-Airbagvorrichtung installiert
ist;
12 ist eine Blockansicht eines elektrischen Aufbaus
einer Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß einer anderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
13 ist ein Flussdiagramm eines Beispiels einer Steuerung,
die von einem Steuerabschnitt der Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte
gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ausgeführt
wird.
Beste Art und Weise zur Ausführung der Erfindung
Nachstehend erfolgt mit Bezug auf die Zeichnungen eine ausführliche
Beschreibung eines Beispiels einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
(Erste Ausführungsform)
Zuerst wird eine Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß
einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert. Die
Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß der ersten Ausführungsform
umfasst einen Mechanismus zum Anheben eines vorderen Abschnitts als ersten stoßabsorbierenden
Mechanismus zum Anheben des Vorderteils einer Motorhaube, und einen Mechanismus
zum Anheben eines hinteren Abschnitts als zweiten stoßabsorbierenden Mechanismus
zum Anheben des hinteren Teils der Motorhaube.
Hier wird mit Bezug auf 1 der Mechanismus
zum Anheben des vorderen Abschnitts erklärt. Der Mechanismus 10 zum
Anheben des vorderen Abschnitts ist am Vorderteil einer Motorhaube 12 vorgesehen,
und der Vorderteil der Motorhaube 12 wird durch einen Gelenkmechanismus
angehoben, der nachstehend beschrieben wird.
Zum Erhalt einer bestimmten Konstruktionsauslegung oder Torsionssteifigkeit
der Motorhaube 12 sind an der Rückseite der Motorhaube 12
zwei Motorhauben-Innenbleche 14 angebracht.
Hier erfolgt mit Bezug auf 2 und
3 eine ausführliche Beschreibung des vorstehend
erwähnten Gelenkmechanismus.
Ein Gelenkmechanismus 16, der in erster Linie ein Verbindungselement
18 und eine Gleitschiene 20 umfasst, ist in Querrichtung eines
Fahrzeugs (nachstehend Fahrzeugquerrichtung) paarweise vorgesehen. Es ist festzuhalten,
dass in der vorliegenden Ausführungsform, obwohl ein Beispiel des Vorsehens
zweier Gelenkmechanismen 16 erklärt wird, die vorliegende Erfindung
nicht darauf beschränkt ist, und stattdessen ein einziger Gelenkmechanismus
oder eine Vielzahl von Gelenkmechanismen übernommen werden kann.
Wenigstens zwei Abschnitte an der Vorderseite des Motorhauben-Innenblechs
14 sind flanschartig gebogen, und daran sind Durchgangslöcher ausgebildet.
Ein Endabschnitt 18a des Verbindungselements 18 ist mittels des
Durchgangslochs schwenkbar gelagert, so dass es frei drehbar ist. Der andere Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 ist an der an einer Schließplattenverstärkung
22 angebrachten Gleitschiene 20 schwenkbar so gelagert, dass er
in Fahrzeugquerrichtung bewegbar ist. Die Gleitschiene 20 ist im Wesentlichen
kastenförmig ausgebildet, und an dieser ist in Fahrzeugquerrichtung eine Gleitnut
20a ausgebildet. Der andere Endabschnitt 18b des Verbindungselements
18 ist durch die Gleitnut 20a schwenkbar gelagert, und zwar so,
dass er frei drehbar und in Fahrzeugquerrichtung gleitverschiebbar ist.
Im Einzelnen ist ein Zahnrad 24 am anderen Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 frei drehbar angebracht, und eine
Drehachse des Zahnrads 24 ist drehbar am anderen Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 gelagert. Darüber hinaus ist
die Drehachse des Zahnrads 24 entlang der Gleitnut 20a bewegbar.
Anders ausgedrückt ist der andere Endabschnitt 18b des Verbindungselements
18 entlang der Gleitnut 20a der Gleitschiene 20 in einem
Zustand bewegbar, in dem die Gleitnut 20a zwischen das Zahnrad
24 und das Verbindungselement 18 geschaltet ist (also in einem
Zustand, in dem ein Randabschnitt der Gleitnut 20a zwischen dem Zahnrad
24 und dem Verbindungselement 18 liegt).
Des Weiteren ist im Inneren der Gleitschiene 20 ein Strang
26 mit spiralförmigem Gewinde vorgesehen. Der Gewindestrang
26 kämmt mit dem Zahnrad 24, welches drehbar am anderen Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 gelagert ist. Durch eine Drehung
des Gewindestrangs 26 in Richtung von Pfeil A in 2
wird das Zahnrad 24 in Drehung versetzt und der andere Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 in Richtung des Pfeils B von
2 bewegt, entlang der Gleitnut 20a der Gleitschiene
20 und entlang des Gewindestrangs 26.
Außerdem sind die beiden Gelenkmechanismen 16 so aufgebaut,
dass die Gewinderichtungen der spiralförmigen Gewinde, die am Gewindestrang 26
ausgebildet sind, auf einer Seite bzw. der anderen Seite des Gelenkmechanismus
16 zueinander entgegengesetzt sind. Dementsprechend werden durch Drehung
des Gewindestrangs 26 die anderen Endabschnitte 18b der Verbindungselemente
18 der beiden Gelenkmechanismen 16 in Fahrzeuginnenrichtung aufeinander
zu- oder in Fahrzeugaußenrichtung voneinander wegbewegt.
Wie in 3 gezeigt ist, wird der Gewindestrang
26 in Richtung des Pfeils A in 3 durch eine
Stelleinheit 28 in Drehung versetzt, die als erste Antriebsvorrichtung
dient, welche an der Schließplattenverstärkung 22 angeordnet
ist. Mit anderen Worten, ein Ritzel 30 ist an einer Drehachse der Stelleinheit
28 vorgesehen, und ein Drehzahnrad 32 ist am Gewindestrang
26 vorgesehen. Mithin wird durch eine Drehung der Stelleinheit
28 das Ritzel 30 in Drehung versetzt, und der Gewindestrang
26 wird durch das Drehzahnrad 32 in Richtung von Pfeil A in
3 gedreht. Demzufolge dreht sich das Zahnrad
24, welches drehbar am anderen Endabschnitt 18b des Verbindungselements
18 gelagert ist, entlang des Kabelstrangs 26, und der andere Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 bewegt sich entlang der Gleitnut
20a der Gleitschiene 20. Infolgedessen wird der Vorderteil der
Motorhaube 12 angehoben. Es ist festzuhalten, dass in 2
und 3 die Motorhaube 12 nicht dargestellt
ist.
Hier ist eine Hubgeschwindigkeit der Motorhaube 12 definiert
durch ein Übersetzungsverhältnis zwischen Ritzel 30 und Drehzahnrad
32, und dieses Übersetzungsverhältnis wird zweckmäßig
festgelegt. Des Weiteren wird in der vorliegenden Ausführungsform der Gewindestrang
26 mittels des Ritzels 30 und des Drehzahnrads 32 in
Drehung versetzt. Entsprechend dem Übersetzungsverhältnis ist es jedoch
möglich, ein weiteres Zahnrad bzw. weitere Zahnräder hinzuzunehmen.
Auf der anderen Seite ist die Schließplattenverstärkung
22, auf der die Gleitschiene 20 vorgesehen ist, mit einem Schließbolzen
36 versehen, der in einen an der Fahrzeugkarosserie vorgesehenen Verriegelungsmechanismus
34 eingreifen oder außer Eingriff mit diesem gelangen kann. Infolge
eines Eingriffs/Nichteingriffs des Schließbolzens 36 in Bezug auf
den Verriegelungsmechanismus 34 und den Schließbolzen 36
wird ein Öffnen/Schließen der Motorhaube 12 ausgeführt.
Der Verriegelungsmechanismus 34 kann ferner an der Schließplattenverstärkung
22 vorgesehen sein, und der Schließbolzen 36 an der Fahrzeugkarosserie.
Da als Verriegelungsmechanismus 34 der vorliegenden Erfindung ein in allgemeinem
Gebrauch befindlicher Verriegelungsmechanismus verwendet werden kann, erfolgt hier
keine ausführliche Beschreibung von diesem.
Zwei Anschlaggummis 40, die durch elastische Elemente wie
zum Beispiel aus Gummi gebildet sind, sind an einem Kühlerkernträgerblech
38 vorgesehen, welches am Fahrzeug vorgesehen ist, und die Schließplattenverstärkung
22 wird durch die beiden Anschlaggummis 40 in einem Zustand unterstützt,
in dem der Schließbolzen 36 in Eingriff mit dem am Fahrzeug vorgesehenen
Verriegelungsmechanismus 34 ist. Anders ausgedrückt ist in einem Zustand,
in dem die Motorhaube 12 geschlossen ist (d.h. ein Zustand, in dem der
Schließbolzen 36 und der Verriegelungsmechanismus 34 in Eingriff
miteinander sind), die Schließplattenverstärkung 22 an wenigstens
drei Stellen unterstützt, wobei die drei Stellen ein Auflager umfassen, an
welchem der Schließbolzen 36 und der Verriegelungsmechanismus
34 miteinander in Eingriff sind, sowie zwei Auflager, an denen die Schließplattenverstärkung
22 durch die beiden Anschlaggummis 40 unterstützt ist. Es
ist festzuhalten, dass zwei oder mehr Anschlaggummis 40 vorgesehen sein
können.
Mit Bezug auf 4 bis 6
erfolgt als Nächstes eine ausführliche Beschreibung des Mechanismus zum
Anheben des hinteren Abschnitts.
Wie in 4 gezeigt ist, umfasst der Mechanismus
50 zum Anheben des hinteren Abschnitts in erster Linie eine Motorhauben-Halteeinheit
51, ein Arretierblech 74, einen Motorhauben-Dämpferstab
58 und eine Magnetspule 52, die als zweite Antriebsvorrichtung
dient.
Die Magnetspule 52 zum Halten der Motorhauben-Halteeinheit
51 in einem Normalzustand ist an einem Bereich 54A eines oberen
Schutzblechelements 54 angeordnet, das dem hinteren Teil der Motorhaube
12 zugewandt ist.
Der Motorhauben-Dämpferstab 58, der einen Kolben mit
darin enthaltenem Gas oder dergleichen sowie eine Kolbenstange umfasst, ist zwischen
einem vorderen Abschnitt 56A eines Motorhaubenscharniers 56 an
der Motorhauben-Halteeinheit 51 angeordnet, und einem Anbringungsabschnitt
54B des oberen Schutzblechelements 54, welches näher an der
Vorderseite des Fahrzeugs angeordnet ist als das Motorhaubenscharnier
56. Endabschnitte 58A und 58B des Motorhauben-Dämpferstabs
58 sind drehbar mit dem vorderen Abschnitt 56A des Motorhaubenscharniers
56 bzw. dem Anbringungsabschnitt 54B des oberen Schutzblechelements
54 verbunden. Ferner ist der Endabschnitt 58A des Motorhauben-Dämpferstabs
58 aufseiten der Motorhaube 12 näher an der Fahrzeugrückseite
positioniert als der Anbringungsabschnitt 58B auf der Seite des oberen
Schutzblechelements 54. Anders ausgedrückt ist der Motorhauben-Dämpferstab
58 so geneigt, dass der Anbringungsabschnitt 58A auf der Seite
der Motorhaube 12 näher an der Rückseite des Fahrzeugs liegt.
Außerdem ist der Anbringungsabschnitt 58A
des Motorhauben-Dämpferstabs 58 auf der Seite der
Motorhaube 12 weiter nach hinten zur Rückseite des Fahrzeugs hin versetzt
als ein in Längsrichtung betrachtet dazwischen liegender Punkt der Motorhaube
12.
Wie in 5 gezeigt ist, umfasst die Motorhauben-Halteeinheit
51 außer dem Motorhaubenscharnier 56 einen ersten Zwischenarm
60, einen zweiten Zwischenarm 62 sowie eine Halterung
64, die am Anbringungsabschnitt 54A des oberen Schutzblechelements
54 befestigt ist. Ein Endabschnitt 60A des ersten Zwischenarms
60 ist durch einen Bolzen 66 am hinteren Endabschnitt
56B des Motorhaubenscharniers 56 dreh- und schwenkbar gelagert.
Darüber hinaus ist ein Endabschnitt 62A des zweiten Zwischenarms
62 durch einen Bolzen 68 dreh- und schwenkbar am anderen Endabschnitt
60B des ersten Zwischenarms 60 gelagert. Der andere Endabschnitt
62B des zweiten Zwischenarms 62 ist mittels eines Bolzens
70 schwenkbar an einem hinteren Abschnitt 64A der Halterung
64 gelagert. Darüber hinaus ist ein vorderer Abschnitt 64B
der Halterung 64 mittels Schrauben 65 zwischen der Magnetspule
52 und dem oberen Schutzblechelement 54 doppelt befestigt. Des
Weiteren ist mittels eines Bolzens 72 ein im Wesentlichen mittiger Abschnitt
in der Längsrichtung des Arretierblechs 74 schwenkbar an einem vorderen
Endabschnitt des hinteren Abschnitts 64A der Halterung 64 gelagert.
Ein unterer Endabschnitt 74A des Arretierblechs 74 ist durch einen
Bolzen 76 drehbar mit einem Stab 52A der Magnetspule
52 verbunden.
Auf der anderen Seite ist eine Halteklaue 74C an einer Vorderseite
eines oberen Endabschnitts 74B des Arretierblechs 74 ausgebildet.
Die Halteklaue 74C kann mit einem Bolzen 82 in Eingriff gelangen,
der in Längsrichtung des ersten Zwischenarms 60 an einem im Wesentlichen
mittigen Abschnitt gebildet ist.
Wie in 6 gezeigt ist, ist in einem Normalzustand
die Halteklaue 74C des Arretierblechs 74 mit dem Bolzen
82 des ersten Zwischenarms 60 in Eingriff, und ein Anschlagabschnitt
60C, der am ersten Zwischenarm 60 unterhalb des Bolzens
68 ausgebildet ist, liegt über ein Dämpfungselement
78 an der Halterung 64 an. Darüber hinaus liegt ein Anschlagabschnitt
60D, der am ersten Zwischenarm 60 unterhalb des Bolzens
66 ausgebildet ist, über ein Dämpfungselement 80 an
der Halterung 64 an. Dementsprechend ist die Motorhauben-Halteeinheit
51 an diesen drei Fixierungspunkten fixiert, d.h. an der Halteklaue
74C, am Anschlagabschnitt 60C und am Anschlagabschnitt
60D. Überdies wird dabei auf die Dämpfungselemente
78 und 80 ein leichter Druck ausgeübt, wodurch verhindert
ist, dass an diesen vorstehend erwähnten drei Fixierungspunkten ein Klappergeräusch
auftritt.
Wenn nun die Magnetspule 52 betätigt wird, wird der
Stab 52A der Magnetspule 52 in Richtung zur Fahrzeugvorderseite
bewegt, und das Arretierblech 74 wird um den Bolzen 72 in eine
in 6 im Uhrzeigersinn liegende Drehrichtung gedreht
(Richtung des Pfeils X in 6). Aus diesem Grund löst
sich der Eingriff zwischen der Halteklaue 74C der Arretierblechs
74 und dem Bolzen 82 des ersten Zwischenarms 60. Wenn
der Eingriff zwischen der Halteklaue 74C des Arretierblechs 74
und dem Bolzen 82 des ersten Zwischenarms 60 gelöst ist,
drehen sich wegen einer Druckkraft des Motorhauben-Dämpferstabs 58
der erste Zwischenarm 60 und der zweite Zwischenarm 62 um die
jeweiligen Bolzen 66, 68 und 70, und wie in
5 gezeigt ist, bewegt sich dann der hintere Teil
12B der Motorhaube 12 nach oben.
Dabei legt sich ein umgebogener Abschnitt 74D, der am oberen
Endabschnitt 74B des Arretierblechs 74 ausgebildet ist und in
Fahrzeugquerrichtung nach innen gebogen ist, an den Bereich des Endabschnitts
62B des zweiten Zwischenarms 62 an, um die Motorhaube
12 an einer vorbestimmten oberen Position anzuhalten (an der in
5 gezeigten Position).
Überdies ist die Halteklaue 74C des Arretierblechs
74 an einer Vorderfläche (auf das Fahrzeug bezogen) geneigt, um eine
Schrägfläche 74E zu bilden. Wenn die Magnetspule 52
nicht mehr betätigt wird, wie in dem Fall, bei dem die Motorhaube
12 in einem Normalzustand geschlossen ist, und der hintere Teil
12B der Motorhaube 12 nach unten bewegt wird, dann gleiten die
Schrägfläche 74E und der Bolzen 82 des ersten Zwischenarms
60 relativ zueinander, und das Arretierblech 74 wird verschwenkt.
Infolgedessen kommt der Bolzen 82 des ersten Zwischenarms 60 automatisch
wieder an der Halteklaue 74C des Arretierblechs 74 zu liegen,
womit die Motorhauben-Halteeinheit 51 zurückgestellt werden kann.
Mit Bezug auf 7 erfolgt als Nächstes
eine Beschreibung eines elektrischen Aufbaus der Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte, die wie zuvor beschrieben aufgebaut ist.
Wie in 7 gezeigt ist, umfasst die Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte einen Pre-Crash-Sensor 84 und einen Kollisionserfassungssensor
86. Der Pre-Crash-Sensor 84 sagt eine Fahrzeugkollision durch
Einsatz eines Millimeterwellenradars, einer CCD-Kamera oder dergleichen vorher,
der Kollisionserfassungssensor 86 erfasst eine Fahrzeugkollision mittels
eines Beschleunigungssensors, eines Berührungssensors oder dergleichen, und
beide sind jeweils an einem Stoßfänger 46 (siehe 1)
oder dergleichen des Fahrzeugs vorgesehen.
Der Pre-Crash-Sensor 84 und der Kollisionserfassungssensor
86 sind an eine Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle (I/F)
88 angeschlossen, die mit einem Steuerabschnitt 90 zum Steuern
der Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte verbunden ist. In den Steuerabschnitt
90 gehen über die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle I/F 88
ein Kollisionsvorhersagesignal vom Pre-Crash-Sensor 84 und ein Kollisionserfassungssignal
vom Kollisionserfassungssensor 86 ein.
Der Steuerabschnitt 90 ist durch einen Mikrocomputer aufgebaut,
der eine CPU, einen ROM, RAM, ein Peripheriegerät und dergleichen umfasst.
Der Steuerabschnitt 90 führt die Steuerung so aus, dass der Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts auf der Grundlage eines Kollisionsvorhersagesignals
vom Pre-Crash-Sensor 84 betrieben wird, und danach der Mechanismus
50 zum Anheben des hinteren Abschnitts auf der Grundlage eines Kollisionserfassungssignals
vom Kollisionserfassungssensor 86 betrieben wird.
Des Weiteren ist an die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle I/F
88 ein Treiber 92 angeschlossen, um die Stelleinheit
28 anzusteuern, die den Gelenkmechanismus 16 des vorstehend erwähnten
Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts antreibt, und im Ansprechen
auf einen Befehl vom Steuerabschnitt 90 steuert der Treiber 92
die Stelleinheit 28 an, um den Vorderteil der Motorhaube 12 anzuheben
oder nach unten zu fahren.
Außerdem ist an die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle I/F
88 ein Treiber 94 zum Ansteuern der Magnetspule 52 des
vorstehend erwähnten Mechanismus 50 zum Anheben des hinteren Abschnitts
angeschlossen. Im Ansprechen auf einen Befehl vom Steuerabschnitt 90 steuert
der Treiber 94 die Magnetspule 52 an, der Eingriff zwischen der
Halteklaue 74C des Arretierblechs 74 und dem Bolzen
82 des ersten Zwischenarms 60 löst sich, und wegen der Druckkraft
vom Motorhauben-Dämpferstab 58 wird die Motorhaube 12 angehoben.
Als Nächstes wird mit Bezug auf ein Flussdiagramm von
8 ein Beispiel einer Steuerung erklärt, die am
Steuerabschnitt 90 der wie vorstehend beschrieben aufgebauten Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte ausgeführt wird. Die Erklärung erfolgt
aber unter der Annahme, dass die Steuerung durch den Steuerabschnitt 90
in einem Zustand ausgeführt wird, in dem der Schließbolzen 36
und der Verriegelungsmechanismus 34 miteinander in Eingriff sind und der
hintere Teil der Motorhaube sich in einem Normalzustand befindet.
Zuerst wird in Schritt 100 beurteilt, ob vom Pre-Crash-Sensor
84 ein Kollisionsvorhersagesignal eingegangen ist. Ist die Entscheidung
negativ, wartet der Prozess ab, bis die Entscheidung positiv wird, und geht dann
weiter zu Schritt 102.
In Schritt 102 wird, wenn der Steuerabschnitt 90
die Anweisung gibt, die Stelleinheit 28 anzusteuern, die Stelleinheit
28 in eine Richtung angetrieben, bei der die Vorderseite der Motorhaube
12 angehoben wird.
Anders ausgedrückt wird durch die Drehung der Stelleinheit
28 in Richtung von Pfeil A in 3 das Ritzel
30 in Drehung versetzt, und der Gewindestrang 26 über das
Drehzahnrad 32 gedreht. Dementsprechend wird das Zahnrad 24, das
drehbar am Endabschnitt 18a des Verbindungselements 18 gelagert
ist, entlang des Gewindestrangs 26 gedreht, und der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 bewegt sich in Horizontalrichtung
(Richtung des Pfeils B in 2) entlang der Gleitnut
20a der Gleitscheine 20. Es ist festzuhalten, dass dabei die spiralförmigen
Gewinde des Gewindestrangs 26 so eingestellt sind, dass sich der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 in Richtung zur Fahrzeugmitte bewegt.
Auf diese Weise wird, wenn die Stelleinheit 28 angesteuert
wird und sich der Endabschnitt 18b horizontal in Richtung zur Fahrzeugmitte
bewegt, das Verbindungselement 18 um den Endabschnitt 18a gedreht,
der drehbar an der Seite des Motorhauben-Innenblechs 14 gelagert ist, und
der Gelenkmechanismus 16 bewegt sich von einem in 3
in unterbrochener Linie gezeigten Zustand in einen in 3
in durchgezogener Linie gezeigten Zustand. Demzufolge wird das Verbindungselement
18 angehoben, die Motorhaube 12 wird über das Motorhauben-Innenblech
14 angehoben, und wie in 9 gezeigt ist, kann
in einem Zustand, in welchem der Schließbolzen 36 und der Verriegelungsmechanismus
34 miteinander in Eingriff sind, die Motorhaube 12 nur leicht
nach oben angehoben werden. Es ist festzuhalten, dass in 9
durch die durchgezogene Linie ein Zustand vor Anheben der Motorhaube 12
gezeigt ist, während die unterbrochene Linie einen Zustand nach Anheben der
Motorhaube 12 zeigt.
Nachdem die Motorhaube 12 in Schritt 102 angehoben
wurde, geht der Prozess als Nächstes weiter zu Schritt 104, wo beurteilt
wird, ob vom Kollisionserfassungssensor 86 ein Kollisionserfassungssignal
eingegangen ist. Ist die Entscheidung negativ, zum Beispiel wenn vom Kollisionserfassungssensor
86 innerhalb einer vorbestimmten Zeit kein Kollisionserfassungssignal eingegangen
ist, läuft der Prozess weiter zu Schritt 106. Dementsprechend erteilt
der Steuerabschnitt 90 die Anweisung, die Stelleinheit 28 anzusteuern,
die Stelleinheit 28 wird in eine Richtung des Herunterfahrens der Motorhaube
12 angetrieben, und der Prozess kehrt zum vorstehend erwähnten Schritt
100 zurück.
Anders ausgedrückt wird durch eine Drehung der Stelleinheit
28 in eine Richtung, die zur Drehrichtung der Stelleinheit
28 in Schritt 102 gegenläufig ist, das Ritzel 30
in Drehung versetzt, und durch die Drehung des Ritzels 30 wird das Drehzahnrad
32 gedreht, und der Gewindestrang 26 in Drehung versetzt. Deshalb
dreht sich das Zahnrad 24, das drehbar am Endabschnitt 18b des
Verbindungselements 18 gelagert ist, entlang des Gewindestrangs
26, und der Endabschnitt 18b des Verbindungselements
18 bewegt sich fahrzeugbezogen in Horizontalrichtung (die am Fahrzeug nach
außen führende Richtung, d.h. eine Richtung von Pfeil B in 2)
entlang der Gleitnut 20a der Gleitschiene 20. Wenn dann der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18, der seitens der Gleitschiene
20 gelagert ist, fahrzeugbezogen horizontal nach außen bewegt wird,
dreht sich das Verbindungselement 18 um den Endabschnitt 18a,
der an der Seite des Motorhauben-Innenblechs 14 schwenkbar gelagert ist.
Das Verbindungselement 18 bewegt sich von einem in durchgezogenen Linien
gezeigten Zustand zu einem in 3 in unterbrochenen Linien
gezeigten Zustand und nimmt im Wesentlichen eine horizontale Lage ein. Die Motorhaube
12 wird über das Motorhauben-Innenblech 14 nach unten gefahren.
Wenn entsprechend kein Objekt mit dem Fahrzeug kollidiert, wird die Motorhaube
12 in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt, wodurch
der Fahrer die Fahrt fortsetzen kann.
Wird dagegen die Entscheidung in Schritt 104 positiv, läuft
der Prozess weiter zu Schritt 108, bei dem die Magnetspule 52
angesteuert wird, und eine Abfolge der Prozesse ist beendet.
Anders ausgedrückt wird in Schritt 108 der Stab
52A der Magnetspule 52 nach vorne geschoben, und das Arretierblech
74 dreht sich um den Bolzen 72 in Richtung des Pfeils X in
6. Deshalb löst sich der Eingriff zwischen der
Halteklaue 74C des Arretierblechs 74 und dem Bolzen
82 des ersten Zwischenarms 60. Folglich wird, wie in
5 gezeigt ist, aufgrund einer Druckkraft des Motorhauben-Dämpferstabs
58, der hintere Teil 126 der Motorhaube 12 nach oben
geschoben und angehoben. Dementsprechend ist, wie in 10
gezeigt ist, wenn der Mechanismus 50 zum Anheben des hinteren Abschnitts
nach oben gefahren ist, auch der Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen
Abschnitts nach oben gefahren, wodurch es möglich wird, den auf ein kollidierendes
Objekt wirkenden Aufprall effektiv zu absorbieren. Wenn ferner ein kollidierendes
Objekt auf den hinteren Teil 126 der Motorhaube 12 aufschlägt,
so findet dieser Aufprall kurze Zeit nach dem Aufprall mit dem kollidierenden Objekt
wie etwa einem Fußgänger statt. Demzufolge kann, selbst wenn die Motorhaube
12 nach Erfassung der Kollision durch den Mechanismus 50 zum Anheben
des hinteren Abschnitts angehoben wird, effektiv eine Verringerung des auf ein kollidierendes
Objekt wirkenden Aufpralls erzielt werden.
In dieser Weise wird bei der Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte gemäß der vorliegenden Ausführungsform, wenn vom Pre-Crash-Sensor
84 eine Kollision vorhergesagt wird, der Mechanismus 10 zum Anheben
des vorderen Abschnitts angehoben, um den Vorderteil der Motorhaube anzuheben, und
wenn eine Kollision vermieden wurde, kann die Motorhaube 12 automatisch
in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden, und es lassen
sich Zeit und Aufwand sparen, die zur Rückführung der Motorhaube
12 in den ursprünglichen Zustand benötigt werden.
Des Weiteren wird der Mechanismus zum Anheben des hinteren Abschnitts
nur dann angesteuert, d.h. der hintere Teil 12B der Motorhaube
12 nur dann angehoben, wenn mittels des Kollisionserfassungssensors
86 eine Kollision erfasst wird. Aus diesem Grund kann, verglichen mit dem
Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts, die Anzahl der Fälle,
bei denen der hintere Abschnitt angehoben wird, verringert werden. In anderen Worten
kann, wenn der hintere Teil 12B der Motorhaube 12 angehoben ist,
die Einschränkung der Sicht des Fahrers aufgrund dessen, dass der hintere Teil
12B der Motorhaube 12 angehoben ist, minimiert werden.
Folglich ist es durch eine Steuerung des Betriebs des Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts und des Mechanismus 50
zum Anheben des hinteren Abschnitts mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen möglich,
negative Effekte zu verhindern, bei denen eine unnötige Einschränkung
bzw. Behinderung der Sicht eines Fahrers aufgrund des Betriebs des Mechanismus
50 zum Anheben des hinteren Abschnitts besteht. Infolgedessen kann jeder
Mechanismus zum Absorbieren des Aufpralls, der an einem kollidierenden Objekt wirkt,
mit einer optimalen Zeiteinstellung betrieben werden.
Es ist festzuhalten, dass ein mechanischer Aufbau jeweils des Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts und des Mechanismus 50
zum Anheben des hinteren Abschnitts in der vorstehend genannten Ausführungsform
nicht darauf beschränkt ist, und die vorliegende Erfindung auf einen Mechanismus
zum Anheben des vorderen Abschnitts oder einen Mechanismus zum Anheben des hinteren
Abschnitts mit einem anderen mechanischen Aufbau angewendet werden kann.
Zweite Ausführungsform
Als Nächstes erfolgt eine Beschreibung einer Vorrichtung zum
Schutz kollidierender Objekte gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß
der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist so aufgebaut, dass
sie den Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts
zum Anheben des Vorderteils der Motorhaube 12, und den Mechanismus
50 zum Anheben des hinteren Abschnitts zum Anheben des hinteren Teils der
Motorhaube 12 umfasst. Bei der Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte
gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
anstelle des Mechanismus 50 zum Anheben des hinteren Abschnitts eine Motorhauben-Airbagvorrichtung
(ein zweiter stoßabsorbierender Mechanismus oder ein dritter stoßabsorbierender
Mechanismus) vorgesehen. Es ist festzuhalten, dass, da der auf den vorderen Abschnitt
bezogene Mechanismus der zweiten Ausführungsform genauso aufgebaut ist wie
der in der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, eine ausführliche
Beschreibung hiervon unterbleibt.
11 zeigt eine Anordnung einer Motorhauben-Airbagvorrichtung.
Man beachte, dass die Anordnung der Motorhauben-Airbagvorrichtung so erläutert
wird, dass Teile, die denen in der ersten Ausführungsform entsprechen, mit
denselben Bezugszahlen bezeichnet sind. Darüber hinaus handelt es sich bei
11 um eine Ansicht, die einen Zustand darstellt, in
dem ein Airbagbeutelkörper 120A der Motorhauben-Airbagvorrichtung
120 aufgeblasen ist.
Die Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 ist in einem Verkleidungsabschnitt
eines Fahrzeugs vorgesehen. Bei der Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 durchbricht,
wenn ein als zweite Antriebsvorrichtung oder als dritte Antriebsvorrichtung dienender
Generator 98 (siehe 12) mit einem elektrischen
Strom beaufschlagt wird, durch das vom Generator 98 bereitgestellte Gas
der Airbagbeutelkörper 120A, der in einem Gehäuse gefaltet untergebracht
ist, einen oberen Abschnitt des Gehäuses, und wird am hinteren Teil der Motorhaube
12 und an der Vorderseite einer Windschutzscheibe 122 aufgeblasen.
Das heißt, dass der Airbagbeutelkörper 120A einen Aufprall absorbieren
kann, der auf ein kollidierendes Objekt einwirkt.
Als Nächstes erfolgt mit Bezug auf 12
eine Beschreibung eines elektrischen Aufbaus der Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte gemäß der vorliegenden Ausführungsform.
Wie in 12 gezeigt ist, umfasst die Vorrichtung
zum Schutz kollidierender Objekte gemäß der vorliegenden Ausführungsform
den Pre-Crash-Sensor 84 und den Kollisionserfassungssensor 86.
Der Pre-Crash-Sensor 84 sagt eine Fahrzeugkollision durch Einsatz eines
Millimeterwellenradars, einer CCD-Kamera oder dergleichen vorher, der Kollisionserfassungssensor
86 erfasst eine Fahrzeugkollision mittels eines Beschleunigungssensors,
eines Berührungssensors oder dergleichen, und beide sind jeweils am Stoßfänger
46 (siehe 11) oder dergleichen des Fahrzeugs
vorgesehen.
Der Pre-Crash-Sensor 84 und der Kollisionserfassungssensor
86 sind an eine Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle (I/F) 88 angeschlossen,
die mit einem Steuerabschnitt 91 zum Steuern der Vorrichtung zum Schutz
kollidierender Objekte verbunden ist. In den Steuerabschnitt 91 gehen über
die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle (I/F) 88 ein Kollisionsvorhersagesignal
vom Pre-Crash-Sensor 84 und ein Kollisionserfassungssignal vom Kollisionserfassungssensor
86 ein.
Der Steuerabschnitt 91 ist durch einen Mikrocomputer aufgebaut,
der eine CPU, einen ROM, RAM, ein Peripheriegerät und dergleichen umfasst.
Der Steuerabschnitt 91 führt die Steuerung so aus, dass der Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts auf der Grundlage eines Kollisionsvorhersagesignals
vom Pre-Crash-Sensor 84 betrieben wird, und danach die Airbagvorrichtung
120 auf der Grundlage eines Kollisionserfassungssignals vom Kollisionserfassungssensor
86 betrieben wird.
Des Weiteren ist an die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle I/F
88 ein Treiber 92 angeschlossen, um die Stelleinheit
28 anzusteuern, die den Gelenkmechanismus 16 des vorstehend erwähnten
Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts antreibt, und der Treiber
92 wird Steuerabschnitt 91 angewiesen, die Stelleinheit
28 anzusteuern, und das Vorderteil der Motorhaube 12 fährt
nach oben oder unten.
Außerdem ist an die Eingangs-/Ausgangs-Schnittstelle I/F
88 ein Treiber 96 angeschlossen, um den Generator 98
der vorstehend erwähnten Airbagvorrichtung 120 mit elektrischem Strom
in vorbestimmter Höhe zu beaufschlagen. Der Treiber 96 wird von dem
Steuerabschnitt 91 angewiesen, den Generator 98 mit einem elektrischen
Strom zu beaufschlagen, und vom Generator 98 wird Gas freigesetzt, um den
Airbagbeutelkörper 120A aufzublasen.
Als Nächstes erfolgt mit Bezug auf ein Flussdiagramm in
13 eine Beschreibung eines Beispiels einer Steuerung,
die von dem Steuerabschnitt 91 der wie vorstehend beschrieben aufgebauten
Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte ausgeführt wird. Es ist festzuhalten,
dass die Beschreibung unter der Annahme erfolgt, dass die Steuerung durch den Steuerabschnitt
91 in einem Zustand ausgeführt wird, in welchem der Schließbolzen
36 und der Verriegelungsmechanismus 34 miteinander in Eingriff
sind.
Zuerst wird in Schritt 200 beurteilt, ob vom Pre-Crash-Sensor
84 ein Kollisionsvorhersagesignal eingegangen ist. Wenn die Entscheidung
negativ ist, wartet der Prozess, bis die Entscheidung positiv wird, und
geht dann weiter zu Schritt 202.
In Schritt 202 wird die Stelleinheit 28 vom Steuerabschnitt
91 angewiesen, in eine Richtung angetrieben zu werden, in der das Vorderteil
der Motorhaube 12 angehoben wird.
Anders ausgedrückt wird, wie in der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben wurde, aufgrund einer Drehung der Stelleinheit
28 in Richtung des Pfeils A in 3 das Ritzel
30 in Drehung versetzt, und durch das Drehzahnrad 32 wird der
Gewindestrang 26 gedreht. Demzufolge wird das Zahnrad 24, welches
am Endabschnitt 18a des Verbindungselements 18 drehbar gelagert
ist, entlang des Gewindestrangs 26 gedreht, und der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 bewegt sich in Horizontalrichtung
(Richtung des Pfeils B in 2) entlang der Gleitnut
20a der Gleitscheine 20. Es ist festzuhalten, dass dabei die Spiralnuten
des Gewindestrangs 26 so eingestellt sind, dass sich der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18 zur Fahrzeugmitte hin bewegt.
Auf diese Weise wird unter Ansteuerung der Stelleinheit
28, wenn sich der Endabschnitt 18b horizontal in Richtung zur
Fahrzeugmitte bewegt, das Verbindungselement 18 um den Endabschnitt
18a gedreht, welcher schwenkbar an der Seite des Motorhauben-Innenblechs
14 gelagert ist, und der Gelenkmechanismus 16 bewegt sich von
einem in unterbrochener Linie gezeigten Zustand zu einem in durchgezogener Linie
gezeigten Zustand, wie in 3 gezeigt ist. Dementsprechend
erhebt sich das Verbindungselement 18, und die Motorhaube 12 wird
über das Motorhauben-Innenblech 14 angehoben, und wie in
9 gezeigt ist, kann die Motorhaube 12 in einem
Zustand, in welchem der Schließbolzen 36 und der Verriegelungsmechanismus
34 miteinander in Eingriff sind, nur geringfügig angehoben werden.
Hier in 9 zeigt die durchgezogene Linie einen Zustand
vor Anheben der Motorhaube 12, während die unterbrochene Linie einen
Zustand nach Anheben der Motorhaube 12 zeigt.
Nachdem in Schritt 202 die Motorhaube 12 angehoben
wurde, geht als Nächstes der Prozess weiter zu Schritt 204, wo beurteilt
wird, ob vom Kollisionserfassungssensor 86 ein Kollisionserfassungssignal
eingegangen ist. Wenn die Entscheidung negativ ist, beispielsweise wenn das Kollisionserfassungssignal
innerhalb einer vorbestimmten Zeit nicht vom Kollisionserfassungssensor
86 eingegangen ist, läuft der Prozess weiter zu Schritt
206. Dementsprechend wird die Stelleinheit 28 vom Steuerabschnitt
91 angewiesen, in eine Richtung angetrieben zu werden, in der die Motorhaube
12 nach unten gefahren wird, und der Prozess kehrt zum vorstehend erwähnten
Schritt 200 zurück.
Anders ausgedrückt wird durch eine Drehung der Stelleinheit
28 in eine Richtung, die zur Drehrichtung der Stelleinheit 28
in Schritt 202 gegenläufig ist, das Ritzel 30 in Drehung
versetzt, und durch die Drehung des Ritzels 30 wird das Drehzahnrad
32 gedreht und der Gewindestrang 26 in Drehung versetzt. Deshalb
dreht sich das Zahnrad 24, das drehbar am Endabschnitt 18b des
Verbindungselements 18 gelagert ist, entlang des Gewindestrangs
26, und der Endabschnitt 18b des Verbindungselements
18 bewegt sich fahrzeugbezogen in Horizontalrichtung (die am Fahrzeug nach
außen führende Richtung, d.h. eine Richtung von Pfeil B in 2)
entlang der Gleitnut 20a der Gleitschiene 20. Wenn dann der Endabschnitt
18b des Verbindungselements 18, der seitens der Gleitschiene
20 gelagert ist, fahrzeugbezogen horizontal nach außen bewegt wird,
dreht sich das Verbindungselement 18 um den Endabschnitt 18a,
der an der Seite des Motorhauben-Innenblechs 14 schwenkbar gelagert ist,
das Verbindungselement 18 bewegt sich von einem in durchgezogenen Linien
gezeigten Zustand zu einem in 3 in unterbrochenen Linien
gezeigten Zustand und nimmt im Wesentlichen eine horizontale Lage ein, und die Motorhaube
12 wird über das Motorhauben-Innenblech 14 nach unten gefahren.
Wenn entsprechend kein Objekt mit dem Fahrzeug kollidiert, wird die Motorhaube
12 in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt, wodurch
der Fahrer die Fahrt fortsetzen kann.
Wird dagegen die Entscheidung in Schritt 204 positiv, läuft
der Prozess weiter zu Schritt 208, wo der Generator 98 mit einem
elektrischen Strom beaufschlagt wird, und eine Abfolge von Prozessen ist beendet.
In anderen Worten wird in Schritt 208 dadurch, dass der Generator
98 mit einem elektrischen Strom beaufschlagt wird, aufgrund des Gases innerhalb
des Generators 98 der Airbagbeutelkörper 120A am hinteren
Teil der Motorhaube 12 und am vorderen Abschnitt der Windschutzscheibe
122 aufgeblasen, wie in 11 gezeigt ist. Folglich
kann ein Aufprall, den ein kollidierendes Objekt erfährt, effektiv absorbiert
werden. Ferner erfolgt, wenn ein kollidierendes Objekt im Bereich des hinteren Teils
der Motorhaube 12 aufschlägt, dieser Aufprall eine kurze Zeit nach
dem Aufprall mit dem kollidierenden Objekt wie etwa einem Fußgänger. Die
Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 kann folglich nach Erfassung einer Kollision
aufgeblasen werden, und es kann effektiv auch eine Verringerung des Aufpralls erzielt
werden, den ein kollidierendes Objekt erfährt.
Auf diese Weise wird bei der Vorrichtung zum Schutz kollidierender
Objekte gemäß der vorliegenden Ausführungsform in derselben Art und
Weise wie bei der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wenn vom
Pre-Crash-Sensor 84 eine Kollision vorhergesagt wird,
der Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts angesteuert, um
den Vorderteil der Motorhaube anzuheben, und wenn eine Kollision vermieden wurde,
wird die Motorhaube 12 automatisch in ihren ursprünglichen Zustand
zurückgebracht. Entsprechend lassen sich Zeit und Aufwand zum Zurückstellen
der Motorhaube in den ursprünglichen Zustand einsparen.
Da die Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 nur dann aufgeblasen
wird, wenn vom Kollisionserfassungssensor 86 eine Kollision erfasst wurde,
kann ein unverhofftes Aufblasen der Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 verhindert
werden, und die Einschränkung der Sicht des Fahrers aufgrund eines unnötigen
Aufblasens der Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 kann minimiert werden.
Folglich wird durch Steuerung des Betriebs des Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts und der Motorhauben-Airbagvorrichtung
120 mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen ein Nachteil wie etwa ein unnötiges
Aufblasen 120 verhindert, womit es möglich wird, jeden Mechanismus
zum Absorbieren eines auf ein kollidierendes Objekt wirkenden Aufpralls mit einer
optimalen Zeiteinstellung zu betreiben.
Der mechanische Aufbau jeweils des Mechanismus 10 zum Anheben
des vorderen Abschnitts und der Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 in den
vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist nicht hierauf beschränkt,
und die vorliegende Erfindung kann auf einen Mechanismus zum Anheben des vorderen
Abschnitts oder eine Motorhauben-Airbagvorrichtung mit einem anderen mechanischen
Aufbau angewendet werden.
Des Weiteren wird in der ersten und zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung der Mechanismus 10 zum Anheben des vorderen Abschnitts
auf der Grundlage eines Kollisionsvorhersagesignals vom Pre-Crash-Sensor
84 betrieben. Anstelle der Verwendung des Pre-Crash-Sensors kann der Vorderteil
der Motorhaube 12 aber auch so angepasst sein, dass er angehoben wird,
wenn ein Wert von einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor einen vorbestimmten Wert
überschreitet (zum Beispiel 30 bis 80 km/h oder dergleichen). In diesem Fall
wird der Vorderteil der Motorhaube 12 solange angehoben, wie der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
den vorbestimmten Wert anzeigt. Jedenfalls wird hierbei der Pre-Crash-Sensor
84 nicht mehr benötigt, wodurch ein System kostengünstig aufgebaut
werden kann.
Des Weiteren umfasst die Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte
gemäß der ersten Ausführungsform den Mechanismus 10 zum
Anheben des vorderen Abschnitts und den Mechanismus 50 zum Anheben des
hinteren Abschnitts, und die Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte gemäß
der zweiten Ausführungsform umfasst den Mechanismus 10 zum Anheben
des vorderen Abschnitts und die Motorhauben-Airbagvorrichtung 120. Die
Vorrichtung zum Schutz kollidierender Objekte kann jedoch auch durch den Mechanismus
10 zum Anheben des vorderen Abschnitts, den Mechanismus 50 zum
Anheben des hinteren Abschnitts und die Motorhauben-Airbagvorrichtung
120 gebildet sein, indem die erste und zweite Ausführungsform kombiniert
verwendet werden. In diesem Fall wird, wenn vom Pre-Crash-Sensor 84 ein
Kollisionsvorhersagesignal ausgegeben wird, der Mechanismus 10 zum Anheben
des vorderen Abschnitts betrieben, und wenn ein Kollisionserfassungssignal vom Kollisionserfassungssensor
86 ausgegeben wird, werden der Mechanismus 50 zum Anheben des
hinteren Abschnitts und die Motorhauben-Airbagvorrichtung 120 betrieben,
wodurch sich dieselben Effekte erzielen lassen wie bei der ersten und zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Außerdem kann hierbei der Mechanismus
50 zum Anheben des hinteren Abschnitts zuerst betrieben werden, und als
Nächstes erfolgt dann der Betrieb der Motorhauben-Airbagvorrichtung
120, wodurch sich das Aufblasen des Motorhauben-Airbags leichter gestaltet.
Industrielle Anwendbarkeit
Wie zuvor beschrieben, kann gemäß der vorliegenden Erfindung
durch Steuerung des Betriebs einer Vielzahl von Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte mit einem Mechanismus zum Anheben eines vorderen Abschnitts zum Anheben
des Vorderteils einer Motorhaube, jeweils mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen,
jede der Vorrichtungen zum Schutz kollidierender Objekte mit einer Zeiteinstellung
betrieben werden, bei der die Vorrichtung effektiv arbeiten kann, ohne negativ beeinflusst
zu werden. Demzufolge können mehrere der Vorrichtungen zum Schutz kollidierender
Objekte mit einer optimalen Zeiteinstellung betrieben werden.