Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der optischen
Kommunikation und insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Demodulieren
von optischen differenziellen Phasenumtastungssignalen.
Allgemeiner Stand der Technik
Optische differenzielle Phasenumtastung (differential phase-shift
keying – DPSK) ist ein viel versprechendes Modulationsformat, das eine hohe
Empfängerempfindlichkeit, eine hohe Toleranz gegenüber größeren
nichtlinearen Effekten bei Hochgeschwindigkeitsübertragung, und eine hohe Toleranz
gegenüber kohärenten Nebensignaleffekten bietet. Die optische DPSK-Modulation
weist differenzielle Binärphasenumtastung (DQPSK), differenzielle Quadraturphasenumtastung
(DQPSK) und andere verwandte Formatvarianten auf.
Bei der optischen DPSK-Übertragung wird Dateninformation von
der optischen Phasendifferenz zwischen benachbarten Bits getragen. Zum direkten
Erfassen eines optischen DPSK-Signals durch übliche Intensitätsdetektoren
wird ein Demodulator zum Umwandeln des phasencodierten Signals in ein intensitätscodiertes
Signal benötigt. Ein solcher Demodulator ist typischerweise ein Verzögerungsinterferometer.
Der freie Spektralbereich (free spectral range – FSR) des Interferometers
ist die Umkehrung der Verzögerung. Bei optischen 1-Bit-Verzögerungsinterferometern
(0-1Bit-DI) ist der FSR gleich der SR, wobei SR die Symbolrate des zu demodulierenden
DPSK-Signals ist.
Die SR eines OC-768-DBPSK-Signals beträgt normalerweise 40 GHz
(oder 42,7 GHz, wenn ein Overhead von 7% für eine Vorwärtsfehlerkorrektur
benutzt wird), und die SR eines OC-768-DQPSK-Signals beträgt normalerweise
20 GHz (oder 21,3 GHz). Bei Wellenmultiplex-(WDM)-Systemen, die der ITU-T-Empfehlung
G.692 folgen, beträgt der minimale Frequenzkanalabstand zwischen zwei WDM-Kanälen
des ITU-Gitters 50 GHz, was nicht dem FSR eines O-1Bit-DI entspricht, der üblicherweise
zum Decodieren von OC-768-DBPSK-Signalen benutzt wird, wie oben erörtert. Deshalb
kann ein O-1Bit-DI nicht zum Demodulieren eines Kanals des ITU-Gitters benutzt werden,
ohne die Durchlassbandzentralfrequenz des O-1Bit-DI neu anzupassen (d.h. einzustellen).
Die Neuanpassung der Zentralfrequenz erfordert eine ausgeklügelte Überwachung
und Rückkopplungssteuerung, was die Komplexität und die Kosten der DPSK-Demodulation
erhöht.
Übliche O-1Bit-DIs basieren typischerweise auf Ganzfaserauslegungen
oder Auslegungen mit ebenen Lichtwellenschaltkreisen (planar lightwave circuit –
PLC). Diese Auslegungen sind intrinsisch temperaturempfindlich, da der Brechungsindex
des Materials, das benutzt wird, um diese Interferometer (d.h. die optischen Wege)
auszubilden, temperaturabhängig ist. Auf diese Weise sind die temperaturinduzierten
optischen Phasenveränderungen von Signalen, die sich in den optischen Wegen
des ODI ausbreiten, welche eine unterschiedliche Länge aufweisen, um die Verzögerung
von 1 Bit zu erzielen, unterschiedlich. Deshalb ist eine genaue Steuerung der Phasendifferenz
zwischen den zwei optischen Wegen des ODI notwendig. Um die Phasendifferenz zwischen
den optischen Wegen genau zu steuern, sind eine präzise Temperatursteuerung
und -stabilisierung des ODI erforderlich, was die Kosten und die Komplexität
des ODI wesentlich erhöht.
Die US-Patentanmeldung Nr. 2003/000058504 betrifft ein Verfahren zum
Übertragen von Daten, wobei ein optischer Impulsstrom, der mehrere optische
Return-to-Zero-Impulse aufweist, erzeugt wird, indem eine Phase eines Lichtausgangs
von einer optischen Quelle moduliert wird, um auf diese Weise Daten von einer Datenquelle
zu codieren. Das Licht des optischen Impulsstroms weist eine Wellenlänge auf.
Der optische Impulsstrom wird entlang einer optischen Faser eines optischen Netzwerks
übertragen. Optische Impulsströme der Erfindung verstärken die Übertragungsleistung
wenigstens teilweise, indem sie Rauschen am Empfänger reduzieren, das von Faser-Nichtlinearitäten
erzeugt wird.
Kurzdarstellung der Erfindung
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorliegenden Erfindung sind
in den unabhängigen Ansprüchen dargelegt, auf die der Leser nun verwiesen
wird. Bevorzugte Merkmale sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Demodulieren optischer DPSK-Signale bereit. Ein Aspekt der Erfindung betrifft
die Erkenntnis, dass der FSR eines ODI zum Demodulieren optischer DPSK-Signale nicht
unbedingt gleich der SR des DPSK-Signals ist, und trotzdem immer noch eine akzeptable
Demodulationsleistung bereitgestellt wird. Genauer ausgedrückt, können
der FSR und die SR um etwa ±25% voneinander abweichen, ohne eine wesentliche
Degradierung der Demodulationsqualität zu verursachen. So kann der FSR eines
ODI beispielsweise auf 50/2N GHz gesetzt werden (wobei N = 0, 1, 2...),
um die Demodulation unterschiedlicher WDM-Kanäle mit Frequenzabständen
zuzulassen, die Vielfache von 50 GHz sind, ohne dass das ODI neu angepasst wird.
Ein anderer Aspekt einer Ausführungsform der Erfindung betrifft
die Erkenntnis, dass ein ODI mit einem FSR, der größer ist als die SR
des zu demodulierenden Signals, eine höhere Toleranz gegenüber Frequenzabweichung
(aufgrund einer Signal-Laser-Frequenzabweichung und/oder eines Fehlabgleichs des
ODI-Durchlassbands) aufweist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung betrifft die Erkenntnis, dass es
bei praktisch eingesetzten Systemen wünschenswert ist, das ODI „nicht
einstellbar" zu gestalten, damit eine Überwachung und Rückkopplungssteuerung
unnötig sind, und die Komplexität und Kosten des Systems reduziert werden
können. Das nicht einstellbare ODI kann erzielt werden, indem beispielsweise
auf Freiraumoptik beruhende Auslegungen benutzt werden.
Es wurde auch erkannt, dass nicht einstellbare ODIs zwar Einfachheit
und Kosteneffektivität bieten, ihre Durchlassbänder jedoch nicht eingestellt
oder angepasst werden können, was ihre Benutzung auf das Demodulieren einer
vorbestimmten Gruppe von Kanälen beschränkt. Eine Ausführungsform
der Erfindung stellt ein nicht einstellbares ODI bereit, das dazu ausgebildet ist,
eine Phasendifferenz zwischen den optischen Wegen des ODI zu erzeugen, die ein Vielfaches
von &pgr; mit einer Genauigkeit von ± &pgr;/6 bei 193,100 THz ist (wobei
193,100 THz die Bezugsfrequenz für das Frequenzgitter ist, das von der ITU
übernommen wurde). Dies erlaubt es dem ODI, für alle ITU-Gitterkanäle
zu arbeiten. (Im hier verwendeten Sinne wird ein solches ODI mit einem FSR von 50
GHz, dessen Durchlassband an das ITU-Gitter gekoppelt ist, als „50-GHz-ODI"
bezeichnet.)
Außerdem kann ein ODI gemäß der Erfindung eine Vielzahl
von DPSK-WDM-Kanälen zugleich demodulieren. Ferner kann es auch dazu benutzt
werden, ein DPSK-Signal zu demodulieren, dessen Zentralfrequenz dynamisch auf verschiedene
ITU-Kanäle eingestellt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das ODI eine
athermale Auslegung, die im Wesentlichen temperaturunabhängig ist, weshalb
keine Temperatursteuerung und -stabilisierung nötig sind. Die athermale Auslegung
kann beispielsweise auf einem Freiraumoptik-Michelson-Interferometer basieren, dessen
zwei optische Wege sich im freien Raum oder in Material(ien) befinden, die extrem
niedrige Wärmeausdehnungskoeffizient(en) aufweisen. Im Effekt erlaubt es die
Benutzung der Freiraumoptik, Materialien mit einem wesentlich niedrigeren Wärmeausdehnungskoeffizienten
als SiO2 (wie bei faser- und PLC-basierten Vorrichtungen) zu benutzen.
Zu den möglichen Vorteilen der Benutzung eines ODI gemäß
Ausführungsformen der Erfindung gehören auch die Möglichkeit, die
Daten und die umgekehrten Datenausgänge des ODI unzweideutig zu bestimmen,
das Wegfallen der Notwendigkeit ausgeklügelter Überwachung und Rückkopplungssteuerung
zum Koppeln an Kanalfrequenzen, und die Kompatibilität mit einer Signalübertragung
mit dynamisch eingestellten Wellenlängen. Außerdem können ODIs gemäß
Ausführungsformen der Erfindung in Systemen benutzt werden, bei denen die Kanalanzahl
in einfacher Weise erhöht wird, indem mittels Verschachteler weitere Kanäle
zwischen den existierenden ITU-Gitterkanälen eingefügt werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
Die vorstehende Kurzdarstellung sowie die nachfolgende detaillierte
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung werden unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren deutlicher. Zur Veranschaulichung der Erfindung sind
in den Figuren Ausführungsformen gezeigt, die gegenwärtig bevorzugt werden.
Man wird jedoch verstehen, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten genauen
Anordnungen und Mittel beschränkt ist.
In den Figuren sind:
1 eine Darstellung, die eine Vorrichtung für ein
ODI gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
2 ein Diagramm, das die Transmittanz an dem konstruktiven
Anschluss eines ODI gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt;
3A und B jeweils das Augendiagramm eines 42,7-Gb/s-NRZ-DBPSK-Signals
nach der Demodulation durch ein O-1Bit-DI bzw. durch ein ODI gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
4A und B jeweils das Augendiagramm eines 42,7-Gb/s-NRZ-DBPSK-Signals
(mit 67% Tastverhältnis) nach der Demodulation durch ein O-1Bit-DI bzw. durch
ein ODI gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
5A und B jeweils das Augendiagramm eines duobinären
42,7-Gb/s-Signals, das nach der Demodulation eines NRZ-DBPSK-Signals durch einen
O-1Bit-DI bzw. durch ein ODI gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung erzielt wurde;
6 ein Diagramm, das einen optischen Abzweigmultiplexer
(OADM) mit ODIs zum gleichzeitigen Umwandeln einer Vielzahl von DBPSK-Signalen in
optische duobinäre Signale gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt;
7 ein Diagramm, das einen OADM mit ODIs zum gleichzeitigen
Umwandeln einer Vielzahl von DBPSK-Signalen in optische duobinäre Signale gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
8 ein Diagramm, das einen OADM mit ODIs zum gleichzeitigen
Empfangen einer Vielzahl von DBPSK-Signalen durch abgeglichene Erfassung gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Ein ODI 100 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist in 1 gezeigt. Der freie Spektralbereich
(FSR) des ODI 100 ist:
Beispielsweise erfordert ein FSR = 50 GHz (z.B. ein 50-GHz-ODI) eine
Verzögerung von (&Dgr;t) = 20 ps. Es wurde erkannt, dass der FSR eines ODI
zum Demodulieren optischer DPSK-Signale nicht unbedingt gleich der SR des DPSK-Signals
ist, und trotzdem immer noch eine akzeptable Demodulationsleistung bereitgestellt
wird. Der FSR und die SR können um etwa ±25% voneinander abweichen, ohne
eine wesentliche Degradierung der Demodulationsqualität zu verursachen. Der
FSR für ein ODI gemäß der Erfindung liegt deshalb vorzugsweise zwischen
etwa 0,8 SR und 1,3 SR, oder:
(0,8 × SR) < FSR < (1,3 × SR).
Um das Transmittanzspektrum des ODI richtig abzugleichen, sollte die
Verzögerung &Dgr;t Folgendes erfüllen:
&ohgr;0&Dgr;t = M&pgr;,
wobei beispielsweise &ohgr;0 = 2&pgr; × 193,100 THz (wobei 193,100
THz die Bezugsfrequenz des ITU-Gitters ist), und M eine große Ganzzahl ist
(z.B. ist M für &Dgr;t = 20 ps Verzögerung etwa 7724. M kann variieren
(z.B. ±8), wenn &Dgr;t um etwa 1 × 10–3 variieren
darf).
Das ODI 100 weist vorzugsweise einen Eingangsanschluss
130 und zwei Ausgangsanschlüsse 140, 150 (Ausgang
1, Ausgang 2) auf, die üblicherweise als der konstruktive und der destruktiven
Anschluss bezeichnet werden. Wenn ein DBPSK-Signal in das ODI 100 eingegeben
wird, ist das Ausgangssignal von dem konstruktiven Anschluss ein Signal mit einem
optischen duobinären Format, und das Ausgangssignal von dem destruktiven Anschluss
ist ein Signal mit einem alternierenden Markierungsumpolungs(AMI – alternate
mark inversion)-Format.
Vorzugsweise ist das ODI 100 athermal, und basiert auf einer
Freiraumoptikauslegung (wie in 1 gezeigt), damit sein
Durchlassband nicht mit der Temperatur abweicht, und deshalb keine Temperaturstabilisierung
benötigt.
Um die durch den Frequenzversatz induzierte Degradierung der Demodulationsqualität
für die DBPSK-Signalübertragung auf unter ein 1 dB zu reduzieren, liegt
der Frequenzversatz (d.h. die Frequenzdifferenz zwischen der Zentralfrequenz eines
optischen Signals und der entsprechenden Position der Transmittanzspitze des ODI)
vorzugsweise im Bereich von ±5% der Bitrate (z.B. ±2 GHz für Signale
von 40 Gb/s). Es wurde festgestellt, dass beim Demodulieren eines DBPSK-Signals
von 40 Gb/s ein ODI gemäß der vorliegenden Erfindung einen O-1Bit-DI in
Bezug auf die Toleranz gegenüber dem Frequenzversatz überbietet, da die
differenzielle Länge geringer ist als die des O-1Bit-DI. Es ist deshalb nutzbringend,
den FSR eines ODI höher als die SR einzustellen, um eine höhere Toleranz
gegenüber der Frequenzabweichung (aufgrund einer Signal-Laser-Frequenzabweichung
und/oder eines Fehlabgleichs des ODI-Durchlassbands) zu erreichen. Vorzugsweise
liegt der FSR zwischen etwa 1,1 SR und etwa 1,3 SR, oder:
(1,1 × SR) < FSR < (1,3 × SR).
Beispielsweise haben wir bei SR = 42,7 Gb/s und FSR = 50 GHz (&Dgr;t
= 20 ps) FSR = 1,17 SR. In diesem Fall setzen wir den maximal tolerierbaren Frequenzversatz
auf etwa ±4 GHz (für eine Qualitätsdegradierung von etwa 2 dB). Der
entsprechende maximale Frequenzversatz der Phasendifferenz der zwei Wege des ODI
ist dann 2&pgr; × 4 GHz × 20 ps ≈ &pgr;/6.
Es wurde auch festgestellt, dass die Temperaturvariationen auch einen
zusätzlichen Frequenzversatz erzeugen können. Ein typischer Betriebstemperaturbereich
für Telekommunikationsvorrichtungen liegt zwischen 0 und 70 C. So liegt die
temperaturabhängige Frequenzabweichung eines ODI gemäß der Erfindung
vorzugsweise unter etwa 0,05 GHz/°C, was mittels athermaler Auslegungen realisierbar
ist, wie oben erörtert.
2 zeigt die Übertragungskurve (d.h. die Transmittanz
in Gegenüberstellung zur Frequenz) an einem konstruktiven Anschluss eines ODI
(z.B. ODI 100) einer Ausführungsform der Erfindung. Aus der Figur
geht hervor, dass für dieses ODI (ein 50-GHz-ODI) die Transmittanzspitzen an
das 50-GHz-ITU-Gitter gekoppelt sind (d.h. um 50 GHz beabstandet sind, wobei jede
Spitze an einer Frequenz angeordnet ist, die ein Vielfaches von 50 GHz von der Bezugsfrequenz
193,100 THz ist). Fachleute werden verstehen, dass ein solches ODI benutzt werden
kann, um jeden Kanal des ITU-Gitters zu demodulieren.
Es wurden Simulationen durchgeführt, um eine NRZ-DBPSK-Signalübertragung
von 42,7 Gb/s unter Benutzung eines O-1Bit-DI des Stands der Technik und eines 50-GHz-ODI
gemäß Ausführungsformen der Erfindung zu vergleichen. 3A
und B sind jeweils das Augendiagramm eines 42,7-Gb/s-NRZ-DBPSK-Signals nach der
Demodulation durch ein O-1Bit-DI bzw. durch ein ODI, gefolgt von Detektionsabgleich.
Aus 3A und B geht hervor, dass die Verschlechterung
der Augenöffnung (Eye Closure Penalty) für die NRZ-DBPSK-Signalübertragung
unter Benutzung eines 50-GHz-ODI (mit einer nicht genauen Verzögerung von 1
Bitperiode) vernachlässigenswert ist.
4A und B sind jeweils das Augendiagramm eines 42,7-Gb/s-RZ-DBPSK-Signals
(mit einem Tastverhältnis von 67%) nach der Demodulation durch ein O-1Bit-DI
bzw. durch ein 50-GHz-ODI gemäß Ausführungsformen der Erfindung,
gefolgt von einem Detektionsabgleich. Wie bei den oben erörterten Simulationen
geht aus 4A und B hervor, dass die Verschlechterung
der Augenöffnung für die RZ-DBPSK-Signalübertragung unter Benutzung
eines 50-GHz-ODI vernachlässigenswert ist.
5A und B sind jeweils das Augendiagramm eines duobinären
42,7-Gb/s-Signals, das nach der Demodulation eines NRZ-DBPSK-Signals durch ein O-1Bit-DI
bzw. durch ein 50-GHz-ODI gemäß Ausführungsformen der Erfindung erzielt
wurde. Wie bei den oben erörterten Simulationen ist die Verschlechterung der
Augenöffnung des 50-GHz-ODI vernachlässigenswert. Außerdem kann festgestellt
werden, dass das duobinäre Signal, das unter Benutzung des 50-GHz-ODI erzeugt
wurde, die chromatische Dispersionstoleranz im Vergleich zu dem O-1Bit-DI verbessert
hat.
Ein ODI gemäß der vorliegenden Erfindung kann auch nutzbringend
verwendet werden, um eine Vielzahl von Kanälen eines WDM-Signals von einem
Sender oder an einen Empfänger zu demodulieren. Wie aus 6
hervorgeht, die einen beispielhaften OADM 600 eines WDM-Übertragungssystems
601 darstellt, können ODIs 610, 620 benutzt werden,
um gleichzeitig eine Vielzahl von WDM-Kanälen von DBPSK-Signalen
630 in optische duobinäre Signale 640 zur Übertragung
umzuwandeln. Wenn ein ODI (610, 620) durch eine Gruppe von DBPSK-Kanälen
630 von einem Sender gemeinsam genutzt wird, werden optische duobinäre
Signale 640 über das Übertragungssystem 601 übertragen,
und übliche Empfänger, die zur On-Off-Umtastung (On-Off-Keying –
OOK) benutzt werden, können zur Signaldetektion benutzt werden.
In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, gezeigt
in 7, werden ODIs 710, 720 verwendet,
um eine Vielzahl von WDM-Kanälen von DBPSK-Signalen 740, die über
eine Übertragungsverbindung 760 übertragen werden, in duobinäre
Signale 730 zum Empfang/zur üblichen OOK-Detektion umzuwandeln.
In einer anderen alternativen Ausführungsform der Erfindung,
gezeigt in 8, werden ODIs 810, 820
verwendet, um eine Vielzahl von WDM-Kanälen von DBPSK-Signalen 840,
die über eine Übertragungsverbindung 860 übertragen werden,
in duobinäre und AMI-Signale 830 zum Empfang/zur ausgeglichenen OOK-Erfassung
umzuwandeln. Zwei Demultiplexer 825 sind jeweils an ODI 810,
820 gekoppelt, um zwei komplementäre Signale für jeden WDM-Kanal
zu erzeugen. Die komplementären Signale können abgeglichen und von abgeglichenen
Empfängern 850 empfangen (wodurch der Vorteil der Empfängerempfindlichkeit
von 3 dB von DBPSK gegenüber OOK realisiert wird).
Um sicherzustellen, dass der Frequenzversatz von ODIs gemäß
der vorliegenden Erfindung über das gesamte Wellenlängenband eines WDM-Systems
unter 4 GHz liegt, wird der FSR vorzugsweise gesteuert. Das üblicherweise benutzte
C-Band deckt den Frequenzbereich von 191,000 THz bis 195,950 THz ab. Unter der Annahme,
dass der Frequenzversatz an 193,100 THz genau null beträgt, und an der Kantenfrequenz
195,950 THz ±4 GHz beträgt, stellen wir fest, dass der maximale relative
Fehler des FSR in etwa wie folgt sein sollte:
Das bedeutet, dass die Zeitverzögerung &Dgr;t mit einer Genauigkeit
von etwa 28 fs gesteuert werden muss.
In Verallgemeinerung der oben stehenden Analyse, wenn der FSR als
50/2N GHz (wobei N = 0, 1, 2...) ausgewählt wird, und wenn der maximale
Frequenzversatz 8% des FSR beträgt, sollte der maximale relative Fehler des
FSR in etwa wie folgt sein:
Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf veranschaulichende Ausführungsformen
beschrieben wurde, ist diese Beschreibung nicht im begrenzenden Sinne zu verstehen.
Verschiedene Modifikationen der beschriebenen Ausführungsformen sowie anderer
Ausführungsformen der Erfindung, zu denen Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung
gelangen, liegen im Grundgedanken und Umfang der Erfindung, wie er in den nachfolgenden
Ansprüchen ausgedrückt ist.
Anspruch[de]
Verfahren zum Demodulieren optischer Signale, wobei das Verfahren gekennzeichnet
ist durch:
Ausbreiten eines optischen Signals durch ein athermales optisches Verzögerungsinterferometer
(OD2) (100, 610, 710, 810) zum Demodulieren
des optischen Signals;
wobei die Verzögerung zwischen optischen Wegen (110, 120)
des ODI derart ausgewählt wird, dass:
FSR = 50 GHz/2N, und
(0,8 × SR) < FSR < (1,3 × SR),
wobei FSR der freie Spektralbereich des ODI ist, SR die Symbolrate des optischen
Signals ist, und N = 0, 1, 2... ist.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das optische Signal ein optisches Multikanalsignal
ist, und das ODI gleichzeitig eine Vielzahl von Kanälen des optischen Multikanalsignals
demoduliert.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das ODI dazu ausgebildet ist, eine
Phasendifferenz zwischen den optischen Wegen des ODI zu erzeugen, die ein Vielfaches
von &pgr; ist, mit einer Genauigkeit von ± &pgr;/6 bei 193,100 THz.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die optischen Signale differenziell
binär phasenumgetastete optische Signale von 40 Gb/s sind, und der FSR des
ODI 50 GHz beträgt.Optischer Add/Drop-Multiplexer (OADM) zum Verarbeiten optischer Signale,
wobei der OADM gekennzeichnet ist durch
ein athermales optisches Verzögerungsinterferometer (ODI) (100,
610, 710, 810), das dazu ausgebildet ist, eine Verzögerung
zwischen optischen wegen (110, 120) des Verzögerungsinterferometers
bereitzustellen, derart, dass:
FSR = 50 GHz/2N, und
(0,8 × SR) < FSR < (1,3 × SR),
wobei FSR der freie Spektralbereich des ODI ist, SR die Symbolrate der optischen
Signale ist, und N = 0, 1, 2... ist.System nach Anspruch 5, wobei die optischen Signale optische Multikanalsignale
sind, und das ODI gleichzeitig eine Vielzahl von Kanälen der optischen Multikanalsignale
demoduliert.System nach Anspruch 5, wobei die Zentralfrequenzen der optischen Signale
ein Vielfaches von 50 GHz/2N von 193,100 THz sind, mit einer Genauigkeit
von ± 4 GHz/2N.Optische Verzögerungsinterferometervorrichtung (ODI) (100,
610, 710, 810) zum Demodulieren optischer Signale, die
eine Symbolrate SR aufweisen, wobei das ODI gekennzeichnet ist durch:
zwei optische Wege (110, 120) zum Erzeugen einer Verzögerung
zwischen optischen Signalen, die entlang den optischen Wegen ausgebreitet werden,
wobei die Verzögerung derart ausgewählt ist, dass:
FSR = 50 GHz/2N, und
(0,8 × SR) < FSR < (1,3 × SR),
wobei FSR der freie Spektralbereich des ODI ist, SR die Symbolrate der optischen
Signale ist, und N = 0, 1, 2... ist;
und das ODI athermal ist.Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei das ODI nicht abstimmbar ist.Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei der FSR zwischen etwa 1,1 SR und
etwa 1,3 SR liegt.