Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kennzeichnungsschilds
und ein Fahrzeugkennzeichnungsschilds; diese Schilder geben in der Regel die Herkunft
eines Objekts, an dem sie angebracht sind, an. Diese Schilder werden herkömmlicherweise
als Zulassungs- oder Nummernschilder bezeichnet, wenn sie an einem Motorfahrzeug
angebracht sind.
Seit dem 1. September 2001 muss jedes Zulassungsschild des Vereinigten
Königsreichs der britischen Norm BSAU 145d entsprechen, die unter anderem die
Stoßfestigkeit sowie die Mindestretroreflexion des Schilds regelt. Wie in den
meisten anderen Ländern der Welt gibt es in der gesamten Europäischen
Union vergleichbare, wenn auch in manchen Fällen weniger strenge Bestimmungen.
GB 2126389 A offenbart ein Verfahren
zur Herstellung von Zulassungsschildern für ein Fahrzeug, bei dem Zeichen auf
ein Trägermaterial gedruckt werden. Das Trägermaterial kann entweder eine
reflektierende Oberfläche oder eine Kunststoffbeschichtung wie eine relativ
dicke, transparente Kunststofffolie sein, um strukturelle Unterstützung für
das Schild zu bieten.
EP 0806752 A1 offenbart ein Kennzeichnungsschild
und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Schilds, wobei auf einem steifen
transparenten Substrat Zeichen gedruckt sind. Das daraus resultierende bedruckte
Schild wird dann auf eine lichtundurchlässige Abziehfolie aufgeklebt, so dass
die Zeichen durch die transparente Folie sichtbar sind.
Es ist bekannt, Zeichen auf eine dünne Folie zu drucken und diese
dann auf eine retroreflektierende Oberfläche einer Reflexfolie zu kleben, wie
dies im Dokument WO 94/19769 A2 des nächstliegenden Stands der Technik offenbart
wird. Die Zeichen werden in umgekehrter Form gedruckt und nach „Sandwich-Art"
zwischen die dünne Folie und die Reflexfolie eingefügt.
Retroreflektierendes Folienmaterial ist normalerweise eine Perlensubstanz,
die eine raue Oberfläche besitzt. Infolgedessen ist es schwierig, sie zu bedrucken,
so dass spezielle Formulierungen von Folienmaterialien, die in der Lage sind, die
Tinte „aufzunehmen", spezielle Druckmaterialien wie Bänder zusammen
mit der Anwendung erhöhter Druckkopftemperaturen erforderlich sind. Beide Faktoren
treiben die Kosten in die Höhe. Die grobe Oberflächenstruktur der speziell
formulierten retroreflektierenden Folienmaterialien kann die Lebensdauer des Druckkopfs
verkürzen, und die erhöhten Druckkopftemperaturen können die Druckkopflebensdauer
ebenfalls verringern. Man hat außerdem festgestellt, dass die Druckqualität
bei erhöhten Druckkopftemperaturen und mit solchen rauen Oberflächen leidet.
Es ist ein Ziel dieser Erfindung, Kennzeichnungsschilder bereitzustellen,
die entweder in einem kontinuierlichen Prozess oder als einzelne Schilder hergestellt
werden können. Es ist ein spezifischeres Ziel, Verfahren zur Herstellung bereitzustellen,
die einfacher sind als Verfahren nach dem neuesten Stand der Technik, die ein effizienteres
Zusammenbauen der erforderlichen Komponenten ermöglichen und im Vergleich zu
bekannten Verfahren weniger Kosten verursachen. Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung,
Verfahren zur Herstellung bereitzustellen, die einem Hersteller bei der Produktion
ein größeres Maß an Flexibilität bieten, so dass maßgeschneiderte
oder „Multi-run" Schilder produziert werden können.
Entsprechend einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren
zur Herstellung eines Kennzeichnungsschilds bereitgestellt, wobei das Verfahren
umfasst:
- • das Vorwärtsbewegen eines transparenten Folienmaterials mit einer
lichtundurchlässigen Abziehfolie, die in Kontakt mit einer zweiten Hauptoberfläche
davon ist, zu einer Druckstation;
- • das Drucken von Zeichen in umgekehrter Form auf eine erste Hauptoberfläche
des Folienmaterials;
- • das Befestigen des bedruckten Folienmaterials an einem Substrat mit
einer retroreflektierenden Oberfläche, so dass die bedruckte Oberfläche
in Kontakt mit der retroreflektierenden Oberfläche ist oder zumindest daran
angrenzt; und
- • das Entfernen der lichtundurchlässigen Abziehfolie von dem transparenten
Folienmaterial im Anschluss an das Befestigen des bedruckten Folienmaterials am
Substrat.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung stellt ein Fahrzeugkennzeichnungsschild
bereit, das ein tragendes Substrat mit einer vollständigen retroreflektierenden
Hauptoberfläche sowie ein transparentes Folienmaterial mit Zeichen, die auf
eine erste Hauptoberfläche davon gedruckt sind, umfasst, wobei das transparente
Folienmaterial so auf der retroreflektierenden Hauptoberfläche aufgeklebt ist,
dass die Zeichen in Kontakt mit der retroreflektierenden Hauptoberfläche sind
oder zumindest daran angrenzen, und dadurch gekennzeichnet, dass eine lichtundurchlässige
Abziehfolie in Kontakt mit einer zweiten Hauptoberfläche des transparenten
Folienmaterials ist.
Reflektierende Partikel können einheitlich über das gesamte
Substrat verteilt sein oder können einheitlich und/oder vorzugsweise an oder
in Richtung der Oberfläche davon verteilt sein.
Das Substrat kann gebildet werden durch Formen einer Substanz mit
reflektierenden Partikeln darin. Die Unterlage kann gebildet werden durch Laminieren
eines retroreflektierenden Folienmaterials auf ein Substrat. Die Unterlage kann
einen Verlängerungsabschnitt besitzen, zum Beispiel eine längliche Lippe.
Die Unterlage kann einen oder mehrere zerbrechliche Abschnitte umfassen.
Es sind Techniken bekannt, um vorzugsweise Partikel auf einer Oberfläche
eines geformten Artikels zu verteilen. Diese Techniken beinhalten Schwerkrafttrennung,
während sich das Matrixmaterial in einem flüssigen Zustand befindet, die
sich auf einen Dichteunterschied zwischen dem flüssigen Matrixmaterial und
den Partikeln stützen kann, oder das bevorzugte Trocknen einer oder einer anderen
Oberfläche der Form durch Mikrowellenenergie oder andere Mittel.
Die reflektierenden Partikel können aus Glas, z. B. Glasperlen
oder Glaskügelchen, oder aus einem mineralischen oder einem Kunststoffmaterial
gebildet werden.
Die Unterlage kann aus einem Kunststoffmaterial, z. B. Acrylonitril-Butadien-Styrol
(ABS), Polyethylen, Nylon (RTM) oder anderen verschleißfesten, stoßfesten
und/oder biegesteifen Kunststoffmaterialien gebildet werden. In einigen Ausführungsformen
kann das Substrat aus einem Metall oder einer Legierung gebildet werden, z. B. Aluminium
oder Stahl.
Vorzugsweise ist das transparente Folienmaterial ein Polymer, das,
vorteilhafterweise, Polyvinylchlorid, Polyester, Polypropylen o. ä. ist.
Vorzugsweise besitzt das Schild einen Hauptkörper für primäre
Zeichen. Ein verlängerter Abschnitt für weitere Zeichen kann vorgesehen
werden. Der verlängerte Abschnitt kann entlang einer der längeren Seiten
des Schilds verlaufen.
Geeignete retroreflektierende Folienmaterialien sind entweder beschichtet
oder nicht beschichtet. Bei solchen beschichteten Folienmaterialien wird eine dünne
Acrylschicht auf die Perlenoberfläche aufgebracht, wodurch diese reflektierenden
Partikel mit einer Linse bereitgestellt werden und das Folienmaterial mit retroreflektierenden
Eigenschaften versehen wird. Bei nicht beschichteten retroreflektierenden Folienmaterialien
wird die Oberfläche nur mit einer retroreflektierenden Eigenschaft versehen,
nachdem eine Linse darauf aufgebracht wurde. Mit diesen nicht beschichteten retroreflektierenden
Folienmaterialien wird, bei Verwendung in den oben offenbarten Verfahren, die Linse
durch das transparente Material bereitgestellt, und nur nachdem dieses Material
auf das retroreflektierende Material aufgebracht wurde, wirkt das gesamte „Sandwich"
retroreflektierend. Auch wenn nicht beschichtete retroreflektierende Materialien
normalerweise nicht so teuer wie die beschichteten sind und aus diesem Grund unter
Umständen bevorzugt werden, ist es möglich, beide in den im vorliegenden
Dokument offenbarten Verfahren zu verwenden.
Das transparente Folienmaterial kann auf einer Rolle oder als einzelne
Längen in der Größe des Substrats geliefert werden. Wenn das transparente
Folienmaterial auf einer Rolle geliefert wird, kann es als sich wiederholendes Muster
gestaltet sein, wobei jede Wiederholung davon einer Länge in der Größe
des Substrats entspricht.
Die lichtundurchlässige Abziehfolie kann eine Papierabziehfolie
sein. Alternativ kann die lichtundurchlässige Abziehfolie eine Kunststoffabziehfolie
sein, zum Beispiel eine Polypropylenfolie. Die Abziehfolie kann mit einer druckempfindlichen
Emulsionshaftschicht versehen sein, und auf dem transparenten Material kann eine
Silikonschicht aufgebracht sein, wobei die Silikonschicht, die von der Haftschicht
der Abziehfolie berührt wird, die Trennung der Abziehfolie und des Folienmaterials
erleichtert. Die Silikonschicht und die Haftschicht machen es möglich, die
Abziehfolie und das Folienmaterial abziehbar aufzukleben, so dass die Abziehfolie
wieder auf das transparente Material aufgebracht werden kann.
Das besagte Druckmittel kann so angeordnet werden, dass es einen Teil,
den größten Teil oder den gesamten Teil des transparenten Folienmaterials
bedruckt.
Das transparente Folienmaterial kann mit sekundären und/oder
anderen Informationen auf der anderen Hauptoberfläche bedruckt werden, bevor
es zur Druckstation vorwärts bewegt wird. Das Drucken von sekundären und/oder
anderen Informationen auf dem transparenten Folienmaterial kann „offline"
durchgeführt werden, d. h. dass Informationen gedruckt werden können und
das transparente Folienmaterial für den zukünftigen Gebrauch aufbewahrt
oder bereitgehalten werden kann. Das Drucken von sekundären und/oder anderen
Zeichen kann sofort vor oder nach dem Drucken der primären Zeichen durchgeführt
werden.
Das besagte Druckmittel kann vorzugsweise einen Thermo-Transferdrucker
oder einen Tintenstrahldrucker umfassen.
Für ein möglicherweise umfassenderes Verständnis wird
die Erfindung nun beispielhaft und unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen
beschrieben, wobei:
1 eine schematische Darstellung eines Verfahrens entsprechend
der Erfindung zeigt;
2 eine schematische Darstellung einer Verfahrensvariante
entsprechend der Erfindung zeigt;
3 eine Schnittdarstellung durch ein bedruckbares Medium
zur Verwendung im Verfahren der Erfindung zeigt;
4 ein Detail eines Teils des beschriebenen Verfahrens
in Übereinstimmung mit 2 zeigt;
5 eine Schnittdarstellung durch ein Kennzeichnungsschild
zeigt, das in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt wurde;
6 eine Schnittdarstellung durch ein weiteres Kennzeichnungsschild
zeigt, das in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt wurde;
7 eine Aufrissdarstellung eines Kennzeichnungsschilds
zeigt, das in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt wurde;
8 eine Aufrissdarstellung eines weiteren Kennzeichnungsschilds
zeigt, das in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt wurde;
9 ein Detail eines Druckers zeigt;
10 eine Aufrissdarstellung noch eines weiteren Kennzeichnungsschilds
zeigt, das in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt wurde;
11 eine Schnittdarstellung durch das Schild von
8 zeigt;
12 eine Aufrissdarstellung des Schilds von
8 von der Rückseite zeigt;
13 eine Aufrissdarstellung des Schilds von
8 nach dem Gebrauch zeigt; und
14 eine Abwandlung der Vorrichtung von 2
zeigt.
Unter erster Bezugnahme auf 1 wird eine
Mediumlänge 1, die bedruckt werden soll, die eine Länge der transparenten
Folie 2 umfasst, die eine lichtundurchlässige Abziehfolie
3 besitzt, die in Kontakt mit einer Hauptoberfläche davon ist, vorwärts
in die Richtung von Pfeil A bewegt. Neben anderen Vorteilen, die offensichtlich
werden, versieht die Abziehfolie 3 die Folienlänge 2 mit
einiger Steifheit und macht diese dadurch einfacher zu handhaben. Die transparente
Folie 2 ist vorzugsweise eine Polyesterfolie mit einer Stärke von
ungefähr 70 &mgr;m. Die lichtundurchlässige Abziehfolie 3 ist
vorzugsweise Papier oder Polypropylen mit einer Stärke von ungefähr 80
&mgr;m.
3 zeigt einen Querschnitt des Mediums 1. Auf
die Abziehfolie 3 ist eine druckempfindliche Haftemulsionsschicht
3a aufgebracht, wobei diese Schicht in der Regel 10 bis 15 &mgr;m stark
ist. Auf die transparente Polyesterfolie 2 ist eine Silikonschicht
2a aufgebracht, die in der Regel ungefähr 3 bis 5 &mgr;m stark ist.
Die Silikonschicht 2a ist in Kontakt mit der Haftschicht 3a. Die
Silikonschicht 2a verhindert die vollständige Haftung zwischen der
Haftschicht 3a und der transparenten Folie 2 und macht es möglich,
dass die Abziehfolie 3 entfernt und wieder auf die transparente Folie
2 aufgebracht werden kann. Dies erlaubt die Inspektion des fertig gestellten
Schilds und das erneute Aufbringen der Abziehfolie 3, um die Oberfläche
während des Transports zu einem Verwendungs- oder Lagerort zu schützen.
Das bedruckbare Medium 1 wird zu einem Drucker
5 gebracht, bei dem es sich um einen Thermo-Transferdrucker handelt, der
einen Druckkopf 6 und ein Band 7 besitzt. Entweder extern oder
intern am Drucker 5 installiert ist eine optische Abtastvorrichtung
8, die einen optischen Strahlgenerator 9 und einen Detektor
10 umfasst, die sich an gegenüberliegenden Seiten des Transportwegs
des Mediums 1 befinden.
Die Ausgangsleistung des optischen Strahlgenerators 9 wird
von einem Detektor 10 in der üblichen Weise erkannt, so dass ein nicht
optisch transparentes Medium, das den Strahl unterbricht, eine Verringerung des
Signals, das vom Detektor 10 erkannt wird, bewirkt. Das Signal, das vom
Detektor 10 erkannt wird, kann verwendet werden, um den Betrieb des Druckkopfs
6 zu steuern. Wenn zum Beispiel das erkannte Signal aufgrund der Abschwächung
des Strahls schnell abnimmt, wird die Verringerung von einem signalverarbeitenden
Mittel 11, z. B. einem Computer, erkannt, das wiederum den Druckkopf
6 steuert, die Folie 2 zu bedrucken. Ohne Frage sollte die Geschwindigkeit,
mit der das Medium 1 transportiert wird, überwacht und/oder gesteuert
werden. Die Überwachung der Zeit zwischen maximalen Signalen und der Geschwindigkeit,
mit der das Medium 1 transportiert wird, ermöglicht die genaue Steuerung
der Stelle der so gedruckten Zeichen.
Wenn das bedruckbare Medium 1 den optischen Strahl durchläuft,
verringert sich das Signal, das vom Detektor 10 erkannt wird, aufgrund
des Vorhandenseins der lichtundurchlässigen Abziehfolie 3. Das signalverarbeitende
Mittel 11 reagiert auf die Verringerung des erkannten Signals zur Steuerung
des Druckkopfs 6, um das Drucken der gewünschten Zeichen auf der transparenten
Folie 2 in umgekehrter Form zu starten und zu beenden. Das heißt,
dass der Drucker 5 auf der Unterseite, wie in 1
dargestellt, der transparenten Folie 2 druckt. Die lichtundurchlässige
Abziehfolie 3, die eine rauere Oberfläche als das transparente Folienmaterial
2 besitzt und eine zusätzliche wirksame Dicke hinzufügt,
ermöglicht es den Walzen des Druckers, das Medium 1 sowohl zu greifen
als es auch in genauer Erfassung zu halten und dadurch die transparente Folie
2 zu bedrucken.
Ein Computer, der mit dem besagten signalverarbeitenden Mittel
11 identisch sein kann oder nicht, speichert die Zeichen, die auf das Medium
1 gedruckt werden sollen. Die Informationen werden an den Drucker
5 übermittelt, der vorzugsweise die Formatierung der gewünschten
Zeichen anordnet. Ein besonders geeigneter und bevorzugter Drucker ist ein Drucker
der Serie QLS-4100 von Astro-med Incorporated in Rhode Island, USA. Die Druckgeschwindigkeit
eines solchen Druckers kann bis zu 20,4 cm pro Sekunde betragen, er wird jedoch
normalerweise mit 7,6 cm pro Sekunde betrieben. Daher können beim Einsatz eines
solchen Druckers mit optischer Steuerung bis zu 1.200 standardmäßige britische
Fahrzeugzulassungsschilder (52,1 × 11,1 cm) pro Stunde automatisch produziert
werden.
Das daraus resultierende bedruckte Medium 15 wird vorwärts
zu einer Laminierstation 17 bewegt. Eine Substratlänge 20,
die aus ABS geformt ist, mit einer retroreflektierenden Oberfläche
22 wird ebenfalls vorwärts zur Laminierstation 17 bewegt.
Das Substrat 20 ist normalerweise 2,5 bis 3,8 mm, vorzugsweise 3,2 mm stark.
Das Substrat besitzt eine Abziehfolie 23, die eine druckempfindliche Haftschicht
(nicht abgebildet) bedeckt. Die Haftschicht wurde bereits aufgebracht, d. h. offline,
auch wenn sie als Teil des Prozesses aufgebracht werden kann. Die Abziehfolie
23 wird entfernt, wenn das Substrat 20 vorwärts zur Laminierstation
17 bewegt wird.
Das bedruckte Medium 15, das die transparente Folie
2 und die lichtundurchlässige Abziehfolie 3 umfasst, und
die Substratlänge 20 sind als Rechteck mit rechtwinkligen Ecken abgebildet.
Anders geformte Ecken sind möglich; so kann zum Beispiel jede der Komponenten
2, 3, 20 gekrümmte oder radiusförmige Ecken
besitzen.
Die so gebildete laminierte Zusammensetzung 30 wird vorwärts
zu einer weiteren Stelle bewegt, an der die lichtundurchlässige abziehbare
Folie 3 von der transparenten Folie 2entfernt wird, wodurch ein
fertiges Kennzeichnungsschild 40 bereitgestellt wird. Das Entfernen der
Abziehfolie 3 kann vor oder nach der Anbringung des Schilds 30
an einem Fahrzeug durchgeführt werden, so dass die Oberfläche des Schilds
30 während des Transports geschützt ist. Die Silikonschicht
2a wird durch die Wirkung der Elemente, Niederschlag, Wind und so weiter
entfernt.
Die transparente Folie 2 wirkt als Linse für eine nicht
beschichtete retroreflektierende Oberfläche 22 und versieht sie mit
einer retroreflektierenden Eigenschaft. Da die Linse für die retroreflektierende
Oberfläche 22 einfach eine dünne Folie 2 ist anstatt
ein dickes, transparentes Substrat, wie dies der Fall bei bestimmten Techniken nach
dem Stand der Technik ist, lässt sich feststellen, dass die Zeichen deutlicher
sind und das Schild 40 eine höhere Retroreflexion besitzt (aufgrund
der viel kürzeren Weglänge für auftreffendes und reflektiertes Licht),
wobei beide verbesserten Eigenschaften für Fahrzeugzulassungsschilder wünschenswert
sind. Wenn beschichtete retroreflektierende Oberflächen 22 verwendet
werden, beeinträchtigt die dünne Folie 2 nicht die retroreflektierende
Eigenschaft der Oberfläche 22.
Die vorstehende Beschreibung hat sich auf das einzelne oder „Single-Shot"-Drucken
konzentriert. Allerdings ist auch kontinuierliches Drucken, „Batch"-Druck
oder Bahndruck möglich, wobei eine Länge des bedruckbaren Mediums
1', das eine Bahn der transparenten Folie 2 umfasst, die mit einer
abziehbaren Trägerschicht 3 versehen ist, wie in 4
dargestellt durch quer verlaufende Perforationen 4 in Längen in der
Größe des Substrats umrissen wird. Die einzelnen Längen sind mit
abgerundeten Ecken 18 gestaltet.
Unter Bezugnahme auf die 2 und
4 wird das bedruckbare Medium 1' (in
2) der Eindeutigkeit halber als eine einzelne Länge
dargestellt, das Medium 1' ist jedoch, wie erkannt werden wird, eine kontinuierliche
Länge oder Bahn. Das Medium 1' wird vorwärts zum Drucker
5 bewegt, wie durch den Pfeil A angegeben ist. Wenn eine Länge den
optischen Strahlgenerator 9 durchläuft, erreicht das erkannte Signal
einen Höchstwert, wenn sich ein „Sichtfenster" 12, das durch die abgerundeten
Ecken 18 von angrenzenden einzelnen Längen des bedruckbaren Mediums
1' gebildet wird, direkt im Weg des optischen Strahls befindet. Das erkannte
maximale Signal entspricht, wenn die geringste Menge von strahlabschwächendem
Material zwischen dem Strahlgenerator 9 und dem Detektor 10 liegt,
z. B. wenn die Perforationen 4 mit dem optischen Strahl linear sind. Das
erkannte Mindestsignal tritt auf, wenn das am meisten strahlabschwächende Material
zwischen dem Strahlgenerator 9 und dem Detektor 10 liegt. Beide
Extreme sind in 2 dargestellt. Durch Vorkalibrierung
kann der Unterschied zwischen maximalen und Mindestsignalen zur Steuerung des Druckkopfs
6 verwendet werden, um Zeichen in umgekehrter Form auf eine Hauptoberfläche
der transparenten Folie 2 zu drucken.
Auf dem daraus resultierenden bedruckten Medium 15' wurde
auf seine unterste Oberfläche, d. h. die Oberfläche, die bedruckt wurde,
an der Klebstoffauftragstation 16 ein Klebstoff aufgetragen. Eine Abziehfolie
kann dann auf diese Oberfläche aufgebracht werden, um den Klebstoff vor Verschmutzung
an der Abziehfolie-Aufbringstation 19a zu schützen.
Das Medium 15', das eine weitere Abziehfolie trägt,
wird vorwärts zu einer Laminierstation 17 bewegt. Eine Substratlänge
20, die aus ABS geformt ist, mit einer retroreflektierenden Oberfläche
22 wird in ähnlicher Weise zur Laminierstation 17 gebracht.
Das Substrat 20 ist normalerweise 2,5 bis 3,8 mm, vorzugsweise 3,2 mm stark.
Unmittelbar vor der Erfassung des bedruckten Mediums 15'
mit dem Substrat 20 wird die weitere Abziehfolie, sofern zuvor aufgebracht,
an der Abziehfolie-Entfernstation 19b von der klebstofftragenden Oberfläche
des bedruckten Mediums entfernt. Das bedruckte Medium 15' und das Substrat
20 werden in der Station 17 wie von den Pfeilen B angegeben mithilfe
von Druck zusammenlaminiert, wodurch die Zeichen nach Sandwich-Art zwischen die
retroreflektierende Oberfläche 22 und die transparente Folie
2 eingefügt werden. Der Klebstoff ist druckempfindlich, das heißt,
er wirkt, um die beiden Komponenten 15', 20 unter Anwendung von
Druck aufeinander zu kleben. Ein geeigneter Acrylklebstoff ist 52001 von MACtac
Europe SA. Die Abziehfolie kann quer verlaufende Perforationen besitzen, die den
Perforationen 4 des Mediums 1' entsprechen.
Die führende Kante der ersten bedruckten Länge wird in engen
Kontakt gebracht mit einer Substratlänge 20, die eine retroreflektierende
Oberfläche 22 besitzt. Entweder bevor oder nachdem die Laminierung
der bedruckten Länge auf das Substrat 20 vollständig durchgeführt
ist, werden die Perforationen gebrochen, um ein separates Kennzeichnungsschild
40 bereitzustellen.
In einer alternativen Anordnung wird das Medium 1', das eine
gestaltete transparente Folie 2 mit entsprechend gestalteter lichtundurchlässiger
Abziehfolie 3 wie vorher besitzt, nicht von quer verlaufenden Perforationen
4 umrissen, wobei die Linie 4, welche die beabsichtigte Stelle
einer geschnittenen Linie oder einer perforierten Linie ist, um die einzelne Längen
vorgesehen wird. Der Drucker 5 wird ausgelöst im Anschluss an die
optische Überwachung des Durchlaufs des Mediums 1', das eine optische
Abtastvorrichtung 8 passiert hat (siehe Beschreibung oben). Ein Klebstoff
wird auf die bedruckte Oberfläche der transparenten Folie 2 aufgetragen,
auf die dann eine weitere Abziehfolie aufgebracht wird, um den Klebstoff vor Verschmutzung
zu schützen.
Das so gebildete Medium 15' kann vor dem Entfernen der weiteren
Abziehfolie an Station 19b oder nach dem Entfernen dieser weiteren Abziehfolie
an Station 19b an der beabsichtigten Schnittlinie 4 in Längen
in der Größe des Substrats geschnitten werden, wobei letzteres –
nach dem Entfernen – am meisten bevorzugt ist.
Das Substrat 20 kann auf vielerlei Arten gebildet werden.
Die erste besteht einfach darin, ABS zu formen oder zu extrudieren oder ein Substrat
in der gewünschten Form und Größe aus einer Materialplatte zu schneiden
und durch Laminieren eine retroreflektierende Folie auf einer Hauptoberfläche
davon aufzukleben. Geeignete retroreflektierende Folienmaterialien sind die retroreflektierenden
Reflexfolien Diamond Grade und Engineer Grade von Minnesota, Mining and Manufacturing
Company (3M) in St. Pauls, Minnesota, USA, obwohl auch andere Materialien verwendet
werden können. Es ist oft von Vorteil, die Oberfläche des Substrats
20 mit einer leicht strukturierten oder aufgerauten Oberfläche zu
formen, um die Haftung des retroreflektierenden Materials darauf zu unterstützen.
Andere retroreflektierende Folienmaterialien, die verwendet werden
können, werden als eine Zusammensetzung eines retroreflektierenden Folienmaterials
gebildet, auf dem auf beiden Hauptoberflächen Klebestoff aufgebracht ist, wobei
der Klebstoff durch Abziehfolien abgedeckt wird. Die beabsichtigte unterste Oberfläche
des retroreflektierenden Folienmaterials wird nach Entfernen der untersten Abziehfolie
durch Laminierung auf eine Substratlänge mit geeigneter Größe aufgeklebt.
Das Substrat, auf welches das retroreflektierende Folienmaterial aufgebracht ist,
kann dann zum späteren Gebrauch aufbewahrt oder unmittelbar nach dem Entfernen
der obersten Abziehfolie, wodurch die mit Klebstoff bedeckte retroreflektierende
Oberfläche bloßgelegt wird, verwendet werden. Die bedruckte Oberfläche
der transparenten Folie wird dann darauf laminiert. Eine solche retroreflektierende
Zusammensetzung macht eine Klebstoffauftragstation 16 oder das Auftragen
von Klebstoff auf die retroreflektierende Oberfläche überflüssig.
Als eine Alternative besitzt das ABS oder anderes Kunststoffmaterial,
aus dem das Substrat 20 geformt ist, in der Größe des Substrats
eine Länge des retroreflektierenden Materials, das damit geformt wurde.
Zur Durchführung dieses Formens wird die führende Kante
einer Länge des retroreflektierenden Folienmaterials in eine Form platziert,
gezogen oder anderweitig antransportiert, wo es festgeklemmt wird. Ein Abschnitt
der Form wird dann auf der Folie geschlossen. Während eine Hauptoberfläche
des retroreflektierenden Materials in Kontakt mit der Oberseite der Form ist, wird
ein Hohlraum zwischen der anderen Hauptoberfläche des retroreflektierenden
Materials und der Unterseite der Form vorgesehen. Ein Kunststoffmaterial, z. B.
ABS, wird in den Hohlraum gespritzt. Wenn die Form geschlossen wird, wird das retroreflektierende
Material auf das Substrat 20 aufgeklebt. Die Länge des retroreflektierenden
Materials kann dieselbe Größe besitzen wie die Form oder größer
sein. Wenn sie größer ist, wird der überstehende
Teil abgeschnitten.
Dieses Verfahren macht das Bilden einer Substratlänge
20 mit einer aufgerauten Oberfläche und das nachfolgende Laminieren
eines retroreflektierenden Folienmaterials darauf überflüssig, wodurch
die Kosten gesenkt werden.
Unter Bezugnahme auf 5 wird eine Querschnittsansicht
eines Schilds 40, das entsprechend dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt
wurde, gezeigt. Das Substrat 20 ist eine geformte Länge aus Kunststoffmaterial,
z. B. ABS, die eine Vielzahl von reflektierenden Glasperlen 21 besitzt,
die darin gehalten werden, welche die retroreflektierende Oberfläche
22 bereitstellen. Auf das Substrat 20 aufgeklebt ist eine transparente
Kunststofffolie 2, auf die Zeichen 43 gedruckt sind.
Das Substrat 20, das in 5 abgebildet
ist, wird gebildet, indem ein Kunststoffmaterial geformt wird, in dem reflektierende
Körper wie Glaskügelchen mit einem Durchmesser von beispielsweise bis
zu 15 &mgr;m verteilt sind. Nachdem das Kunststoffmaterial in die Form gezwungen
wurde, ist es den Glaskügelchen möglich, durch die Schwerkraft abzusinken
(falls ihre Dichte größer ist als die des flüssigen Kunststoffmaterials)
oder zur Oberfläche hochzusteigen (falls ihre Dichte geringer ist als die des
flüssigen Kunststoffmaterials). Als eine Alternative kann selektives Trocknen
mithilfe von Mikrowellen eingesetzt werden, um die Perlen 21 anzuregen,
sich vorzugsweise in Richtung einer Oberfläche zu bewegen. Andere Verfahren
zur Erreichung eines solchen Ergebnisses sind dem Fachmann bekannt.
6 zeigt ein Schild 40', das ein Substrat
20' besitzt, an dem eine Folie 2 angebracht ist, auf der Zeichen
43 gedruckt sind. In diesem Substrat 20' sind die reflektierenden
Partikel 21 im Wesentlichen gleichmäßig über seine gesamte
Dicke verteilt. Die Zahl von Partikeln 21 pro Einheitsvolumen kann größer
sein als dargestellt, um die notwendige Retroreflexion des fertig gestellten Schilds
50 zu erzielen.
In diesem Fall ist es den Partikeln 21 nicht möglich,
abzusinken oder zur Oberfläche hochzusteigen. Alternativ kann die Konzentration
der Partikel 21 innerhalb des Kunststoffmaterials 20' so groß
sein, dass sie nicht in der Lage sind, vorzugsweise in Richtung einer bestimmten
Oberfläche abzusinken, oder sie besitzen unter Umständen eine Dichte,
die im Wesentlichen gleich der des flüssigen Kunststoffmaterials ist, wodurch
jedes bevorzugte Absinken einer Komponente an der anderen vorbei verhindert wird.
Nachdem die transparente Kunststofffolie 2 auf die Oberfläche
des Substrats 20, 20' aufgebracht wurde, besitzt sie eine retroreflektierende
Eigenschaft. Während Glasperlen und andere reflektierende Partikel keine so
hohe absolute reflektierende Eigenschaft besitzen wie die maßgeschneiderten
retroreflektierenden Materialien, weil die Folie 2 so dünn ist verglichen
mit einer Linse bei Verwendung einer 3,2 mm starken Acrylatfolie (wie in bestimmten
Anwendungen nach dem Stand der Technik erwogen wird), reicht die Retroreflexion
der Schilder 40, 40' aus, um die vorgeschriebene Norm zu erfüllen.
7 zeigt ein Kennzeichnungsschild 40a, das
unter Anwendung der vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt werden kann.
Das Schild 40a besitzt einen Hauptkörperabschnitt 44 mit
sichtbaren Zeichen 43.
8 zeigt ein Schild 40b mit einem verlängerten
Abschnitt 41 entlang dem beabsichtigten unteren Rand davon für tertiäre
Zeichen 42. Primäre Zeichen 43 sind sichtbar. Sekundäre
Zeichen (nicht abgebildet) können auf die transparente Folie 2 gedruckt
werden, um sich gegen den Hauptkörper 44' des Schilds 40b
abzuzeichnen. Die tertiären Zeichen 42 können Werbung oder andere
Personalisierungen umfassen und können „offline" oder gleichzeitig mit
oder nach den primären Zeichen 43 gedruckt werden. Eine weiße
oder andersfarbige Trägerschicht kann auf das Substrat 20 über
den verlängerten Abschnitt 41 aufgebracht werden, um ein Trägerelement
für die tertiären Zeichen 42 bereitzustellen. In einer weiteren
Ausführungsform können die tertiären Zeichen 42 in einer
Farbe gedruckt werden, die gegen das Substrat 20 sichtbar ist. Die transparente
Folie 2 kann auf den gesamten verlängerten Abschnitt 41,
einen Teil davon oder überhaupt nicht darauf aufgebracht werden. Die retroreflektierende
Oberfläche 22 kann sich über den gesamten verlängerten Abschnitt
41 oder einen Teil davon erstrecken.
Ohne Frage können durch Computersteuerung des Druckers
5 unterschiedliche Zeichen auf nachfolgenden Längen der Medien
1, 1' gedruckt werden. Im Falle von Fahrzeugzulassungsschildern
ist es möglich, zwei identische Sätze von Zeichen auf nachfolgende Längen
zu drucken, einen für das vordere und einen für das hintere Schild, und
dann zwei andere identische Sätze von Zeichen zu drucken usw.
Die bedruckbaren Medien 1, 1' können mit allgemeinen
Informationen als sekundäre Zeichen vorgedruckt werden. Diese Informationen
können Hersteller, Lieferant oder andere Personalisierungen, Sicherheitsinformationen
u. ä. zeigen. Ein solches Vordrucken bietet ein höheres Maß an Flexibilität
für einen Hersteller mit einem kleinen Umsatz an Kennzeichnungsschildern, da
allgemeine Informationen vorgedruckt sind und der Drucker 5 verwendet werden
kann, um einfach die gewünschten spezifischen primären Zeichen
43 wie eine Zulassungsschildnummer zu drucken. Auf diese Weise kann ein
Hersteller einen Vorrat des vorgedruckten bedruckbaren Mediums
1, 1' halten und primäre Zeichen 43 drucken, wenn
Kennzeichnungsschilder 40 benötigt werden.
Durch das Drucken mit Prozesssteuerung, das mit dem Astro-med Drucker
der Serie QLS 4100 möglich ist, lässt sich die Herstellung eines
Zulassungsschilds weiter vereinfachen, und die Kosten für die Herstellung eines
Zulassungsschilds können entsprechend gesenkt werden.
Eine der Anforderungen der britischen Norm, auf die oben Bezug genommen
wird, besteht darin, dass das retroreflektierende Material des beabsichtigten hinteren
Nummernschilds des Fahrzeugs ein bestimmter Gelbfarbton ist. In Griechenland zum
Beispiel muss eine der Hintergrundfarben der Schilder Blau sein. Es ist eine weitere
Anforderung innerhalb von Europa, dass bei Reisen von einem „Heimatland"
in ein anderes europäisches Land eine regionale Länderkennung sowie die
Europaflagge (Verordnung 2411/98[3] des Europäisches Rates) auf dem Zulassungsschild
eines Wagens vorgesehen ist. Da die Länderkennung konventionell auf dem retroreflektierenden
Folienmaterial aufgedruckt geliefert wird, erhöhen sich die Kosten. Darüber
hinaus sind gelbe und andersfarbige retroreflektierende Materialien, welche die
vorgeschriebenen Normen erfüllen, relativ teuer.
Mithilfe der Prozesssteuerung des Druckers 5 ist es möglich,
ein lichtdurchlässiges farbiges Kennzeichnungsmaterial auf die transparente
Folie 2 zu drucken. Ferner ist es möglich, eine blaue Europaflagge
auf die transparente Folie 2 und die Länderkennung sowie die primären
Zeichen 43 und sekundäre und tertiäre Zeichen 42 zu
drucken. Der Drucker 5 druckt die primären Zeichen 43, die
sekundären Zeichen und die tertiären Zeichen 42 sowie das farbige
lichtdurchlässige Material jeweils von eigens dazu bestimmten Druckbändern
7 auf die transparente Folie 2. Aufgrund der genauen und präzisen
Computersteuerung des Druckkopfs 6 muss keines der jeweiligen Kennzeichnungsmaterialien
ein anderes überlagern.
Wenn wie im Vereinigten Königreich die beabsichtigten hinteren
(gelben) und vorderen (weißen) Fahrzeugnummernschilder unterschiedliche Farben
besitzen, werden ohne Frage herkömmlich zwei Produktionslinien verwendet. Eine
Alternative besteht darin, die farbigen Schilder, z. B. gelb und weiß, auf
einer Produktionslinie abzuwechseln. Diese Vorgehensweise kann zu Problemen führen,
wenn zum Beispiel ein Schild eines Schilderpaars beschädigt wird oder wenn
zum Beispiel irrtümlicherweise zwei weiße oder zwei gelbe farbige Substrate
in der Produktionslinie platziert werden. Daher kann durch Drucken mit Prozesssteuerung
sowohl die Vorratsmenge als auch die Zahl der benötigten Produktionslinien
verringert werden.
Das farbige lichtdurchlässige Material, das auf die Folie
2 aufgebracht wird, ermöglicht die Verwendung einer weißen retroreflektierenden
Oberfläche 22, wobei das farbige lichtdurchlässige Kennzeichnungsmaterial
das so gebildete Schild mit der erforderlichen Farbe versieht. Diese weißen
retroreflektierenden Folienmaterialien sind erheblich billiger als die in den vorgeschriebenen
Gelbfarbtönen und anderen Farben. Die Stärke des farbigen Kennzeichnungsmaterials,
das auf die Folie 2 aufgebracht wird, beeinträchtigt die retroreflektierende
Eigenschaft des retroreflektierenden Materials nur minimal. Ein solches Vorgehen
kann auch verwendet werden, um die vorgeschriebene Farbe der retroreflektierenden
Oberfläche der Schilder 40, 40' der 3
und 4 bereitzustellen.
9 zeigt ein Detail des Druckers 5 mit dem
Thermo-Druckkopf 6 und dem Band 7'. Wenn das bedruckbare Medium
1, 1' mit einer transparenten Folie 2 und einer Abziehfolie
3 über das Band 7' läuft, wird der Druckkopf
6 aktiviert, um unter Anwendung von Hitze und Druck eine Menge des pigmentierten
Wachses und/oder Harzes auf dem Band 7' auf die transparente Folie
3 zu übertragen.
Es besteht die Tendenz, bestimmte Farben wie Schwarz und Rot auf die
transparente Folie 2 zu legen, so dass die retroreflektierende Oberfläche
22 durch diese Zeichen nicht sichtbar ist. Für diese Farben wird ein
herkömmliches einlagiges Band 7 verwendet, wobei eine einzige Schicht
Wachs und/oder Harz farbiges Kennzeichnungsmaterial auf einer Folie bereitgestellt
und unter Anwendung von Hitze und Druck vom Druckkopf 6 auf die Folie
2 übertragen wird.
Allerdings ist es unter manchen Bedingungen und mit einigen Farben
erforderlich sicherzustellen, dass die so gedruckten Zeichen von ausreichender Deutlichkeit
und Sichtbarkeit sind, wenn die transparente Folie 3 auf die retroreflektierende
Oberfläche 22 aufgeklebt wird. In diesen Fällen wird ein zusammengesetztes
Band 7' vorgesehen.
Das zusammengesetzte Band 7' umfasst eine doppelte Schicht
Wachs und/oder Harz, wobei die erste Schicht 72, die für den Kontakt
mit dem transparenten Folienmaterial 2 beabsichtigt ist, die gewünschte
Farbe ist und die zweite Schicht 71, die angrenzend an die retroreflektierende
Oberfläche 22 des Substrats 20 in dem fertig gestellten Schild
40, 40' liegen soll, lichtundurchlässig ist, in der Regel
weiß. Die Verwendung von einlagigen sowie von zusammengesetzten Bändern
7' stellt sicher, dass die gedruckten primären, eventuelle sekundäre
und/oder eventuelle tertiäre Zeichen 42, 43 sichtbar sind,
und stellt auch sicher, dass die retroreflektierende Oberfläche
22 unter den Zeichen 42, 43 während der Verwendung
nicht durchscheint.
Ein weiterer Vorteil des Formens des Substrats 20,
20' besteht darin, dass es mit einem Hohlraum in seiner hinteren Oberfläche
gebildet werden kann. Der Hohlraum kann so dimensioniert und gebildet werden, dass
eine elektrische Vorrichtung darin untergebracht werden kann. Solche Vorrichtungen
können Sensoren, Signalgeber oder Transponder sein. Ein Beispiel kann ein Transponder
sein, der zur Verkehrsüberwachung in einem Straßennetz, z. B. für
gebührenpflichtige Straßen mit automatischer Abrechnungsfunktion, verwendet
wird. Alternativ kann eine Fahrzeugsicherheitsvorrichtung darin installiert werden,
um zum Beispiel vor dem Diebstahl der Nummernschilder eines Fahrzeugs zu warnen.
In einem solchen Hohlraum kann eine Vielzahl von Vorrichtungen untergebracht werden.
In Schildern nach dem Stand der Technik, bei denen ein durchsichtiges Substrat über
dem retroreflektierenden Material aufgebracht wird, wobei die Zeichen nach Sandwich-Art
dazwischen eingefügt werden, ist es nicht möglich, einen solchen Hohlraum
vorzusehen, da jede Vorrichtung, die in einem solchen Hohlraum installiert wird,
einen Teil des retroreflektierenden Materials verdecken würde.
10 zeigt eine spezifische Ausführungsform eines
Zulassungsschilds 100, das in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen
Verfahren hergestellt wurde. Das Zulassungsschild 100, das Zeichen
43 trägt, ist originalitätsgesichert konstruiert und besitzt
einen ersten Abschnitt 102, der sich zwischen zwei zweiten Abschnitten
103 befindet. Wie in 10 dargestellt ist, ist
von der Vorderseite des Schilds 100 kein klarer Umriss der Abschnitte
102, 103 sichtbar.
11 ist ein Seitenaufriss des Schilds 100.
Das Schild 100 wird aus einem länglichen ABS-Substrat 20
gebildet, das gegenüberliegende erste und zweite Flächen 106,
107 besitzt.
Die erste Fläche 106 ist retroreflektierend, wobei entweder
ein retroreflektierendes Folienmaterial darauf aufgeklebt ist oder retroreflektierende
Partikel darin eingebettet sind. Ein lichtdurchlässiges Folienmaterial
2, auf das Zeichen 43 gedruckt sind, wird auf die retroreflektierende
Oberfläche 106 aufgeklebt.
Das Substrat 20 besitzt Schwächungslinien
110, die in der zweiten Fläche 107 gebildet werden. Diese
Linien liegen in Form von Kanälen oder Rillen vor, die in das Substrat
20 geschnitten oder damit geformt wurden.
Wie in 12 gezeigt wird, erstrecken sich
die Linien 110 über die Breite der zweiten Fläche 107.
Auf der Fläche 107 sind Klebepolster 111 aufgeklebt,
von denen jedes von einer Abziehschicht bedeckt ist, wie aus dem Stand der Technik
bekannt ist. Auf jeder Seite der Linien 110 ist ein Polster 111
vorhanden. Die Polster erstrecken sich nicht über die gesamte Breite der Fläche
107.
Zum Anpassen des Schilds 100 an ein Fahrzeug wird die Abziehschicht
von jedem Klebepolster 111 entfernt, und das Schild wird auf das Fahrzeug
gedrückt. Die Polster umfassen einen Kontaktklebstoff, der das Schild
100 auf das Fahrzeug klebt.
Wenn das Substrat 20 geformt wird, werden die Linien 100
im Rahmen des Formprozesses gebildet. Als eine Alternative könnten die Linien
100 aus dem Substrat 20 herausgefräst werden.
Ein Dieb oder eine andere gewissenlose Person, der bzw. die versucht,
das Schild 100 von einem Fahrzeug zu entfernen, muss das Schild
100 vom Fahrzeug aufbrechen. Der einfachste Angriffspunkt befindet sich
an den beiden Enden des Schilds 100. Die Kraft, die zum Entfernen der Klebepolster
111 von der Fahrzeugstoßstange erforderlich ist, ist beträchtlich,
wohingegen die erforderliche Kraft, um das Schild 100 um eine Schwächungslinie
110 einzurasten, geringer ist. Dementsprechend, wenn ein Versuch unternommen
wird, das Schild 100 vom Fahrzeug abzuhebeln, zerbricht das Schild um eine
Schwächungslinie 110. Nachdem ein Bruch entstanden ist, kommt es zum
Ablösen der Folie 2, die an die Bruchlinie angrenzt, wodurch das Erscheinungsbild
des Schilds 100 ruiniert wird und sichergestellt wird, dass das Schild
100 nicht wieder verwendet werden kann (siehe 13).
Ferner, sollte eine Person versuchen, die Folie 2 mit den
Zeichen 43 von dem Schild 100 zu entfernen, führt die Stärke
der Haftung der Folie 2 an der Oberfläche 106 des Schilds
100 dazu, dass sich die Folie 2 dehnt, wenn sie entfernt wird,
wodurch das Erscheinungsbild der Zeichen 43 und der Folie 2 ruiniert
wird.
Als weitere Ausschmückung kann ein elektrischer Kontakt über
die Schwächungslinie 110 hergestellt werden, so dass bei dem Versuch,
das Schild 100 von einem Fahrzeug zu entfernen, der Kontakt bricht und
ein Alarm ertönt. Der Kontakt kann direkt mit dem Onboard-Alarmsystem des Fahrzeugs
verdrahtet werden.
Das Schild 100 erscheint von vorne wie ein „normales"
Zulassungsschild, so dass der ahnungslose Dieb, der es auf ein Fahrzeugzulassungsschild
abgesehen hat, erst, nachdem das Schild 100 in seine Händen zerbricht,
weiß, dass er es nicht unversehrt entfernen kann.
Fahrzeuge, die von sicheren, diebstahlssicheren oder originalitätsgesicherten
Zulassungsschildern profitieren würden, sind Fahrzeuge für das Militär,
die Polizei, den diplomatischen Dienst, Geldtransporter u. ä. Allerdings könnte
ohne Frage jedes Fahrzeug von solchen originalitätsgesicherten Schildern
100 profitieren.
Bei den vorstehend beschriebenen Verfahren wird ein Thermo-Transferdrucker
verwendet, wobei 14 einen Tintenstrahldrucker
5' zeigt, der einen Tintenstrahlkopf 67 mit einer UV-Härtungslampe
66 besitzt, um die so aufgebrachte Tinte zu trocknen, und anstelle des
Thermo-Transferdruckers verwendet werden könnte. Eine weitere Abziehschicht-Aufbringstation
kann nach dem Auftragen des Klebstoffs an Station 16 vorhanden sein.
Es können weitere Variationen und Modifikationen an der Vorrichtung
vorgenommen werden, ohne dass dadurch vom Umfang der Erfindung abgerückt wird.
Zum Beispiel kann das signalverarbeitende Mittel 11 verwendet werden, um
jede Phase des Verfahrens – Transportieren, Drucken, Laminieren, Trennen
von Perforationen usw. – zu steuern. Das System aus optischem Strahlgenerator
und Detektor kann ein Doppelsystem sein, bei dem die Ausgangsleistung des Strahls
ständig von einem weiteren Detektor überwacht wird, wobei das Signal,
das von dem verarbeitenden Mittel 11 verwendet wird, ein Verhältnis
der beiden erkannten Signale ist, wodurch die Schwankung der Strahlstärke normalisiert
wird. Der optische Strahlgenerator kann eine einfache Lichtquelle wie eine kleine
Birne in einem Rohr, eine Diode oder eine andere Strahlungsquelle sein, die von
der Abziehfolie 3 entsprechend abgeschwächt würde. Der Klebstoff,
der verwendet wird, um das Laminieren des bedruckten Mediums 15 und des
Substrats 20 sicherzustellen, kann auf die retroreflektierende Oberfläche
22 des Substrats 20 aufgebracht werden.
Die in diesem Dokument offenbarten Verfahren können verwendet
werden, um Fahrzeugzulassungsschilder sowie andere Schilder – Warnschilder,
Richtungsschilder, Hinweisschilder für Raumbenutzung usw. – herzustellen.
Zerbrechliche Abschnitte können verwendet werden, um sicherzustellen, dass
diese Schilder von ihrem beabsichtigten Ort nicht entfernt werden können, ohne
dass sie zerbrechen oder dass ihr Entfernen anderweitig offensichtlich wird.