GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft Strukturen für die Untersuchung
elektronischer Einheiten, wie z.B. integrierter Schaltungseinheiten und anderer
elektronischer Elemente, sowie Verfahren zu deren Herstellung und Vorrichtungen
zu deren Verwendung, und insbesondere die Untersuchung von integrierten Schaltungseinheiten
mit starren Kontaktflächen und von Multichipbausteinen mit Kontaktflachen hoher
Dichte.
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Integrierte Schaltungseinheiten (ICs) und andere elektronische Elemente
werden normalerweise untersucht, um die elektrische Funktion der Einheit zu überprüfen,
und bestimmte Einheiten machen eine Hochtemperatur-Einbrennuntersuchung erforderlich,
um Frühausfälle dieser Einheiten zu beschleunigen. Die Wafer-Untersuchung
wird typischerweise an einer einzelnen Stelle eines Chips bei Temperaturen im Bereich
von 25 °C bis 125 °C durchgeführt, während das Einbrennen typischerweise
an auseinander geschnittenen und gepackten Chips bei Temperaturen im Bereich von
80 °C bis 150 °C durchgeführt wird. Die Wafer-Untersuchung und das
Einbrennen von IC-Chips bei erhöhten Temperaturen von bis zu 200 °C bieten
viele Vorteile und werden in der Halbleiterindustrie immer wichtiger. Das gleichzeitige
Untersuchen mehrerer Chips auf einem einzelnen Wafer bietet offensichtliche Vorteile,
um die Kosten zu verringern und den Produktionsdurchsatz zu erhöhen, und ist
ein logischer Schritt in die Richtung der Untersuchung und des Einbrennens eines
vollständigen Wafers.
Verschiedene Arten von Verbindungsverfahren, welche angewendet werden,
um diese Einheiten zu untersuchen, sind z.B. permanente, semipermanente und vorübergehende
Befestigungstechniken. Permanente und semipermanente Techniken, die typischerweise
angewendet werden, sind z.B. Löten und Drahtbonden, um eine Verbindung von
der IC-Einheit zu einem Substrat mit Ausgangsverdrahtung oder einem Metallleiterrahmen-Baustein
bereitzustellen. Vorübergehende Befestigungstechniken sind z.B. starre und
flexible Sonden, welche verwendet werden, um die IC-Einheit mit einem Substrat mit
Ausgangsverdrahtung oder direkt mit dem Testgerät zu verbinden.
Die permanenten Befestigungstechniken, die verwendet werden, um integrierte
Schaltungseinheiten zu untersuchen, wie z.B. das Drahtbonden mit einem Leiterrahmen
eines Kunststoff-Chipträgers, werden typischerweise für Einheiten angewendet,
welche eine geringe Anzahl von Verbindungen aufweisen, und wenn der Baustein der
Kunststoff-Chipträger relativ preiswert ist. Die Einheit wird durch die Drahtverbindungen
und die Leiter des Kunststoff-Chipträgers untersucht und in eine Testfassung
eingesteckt. Wenn die integrierte Schaltung defekt ist, werden die Einheit und der
Kunststoff-Chipträger verworfen.
Die semipermanenten Befestigungstechniken, welche für die Untersuchung
von integrierten Schaltungseinheiten angewendet werden, wie z.B. Lötperlen-Befestigung
an einem Keramik- oder Kunststoff-Stiftgitterreihen-Baustein, werden typischerweise
für Einheiten angewendet, welche eine hohe Anzahl von Verbindungen aufweisen,
und wenn der Stiftgitterreihen-Baustein relativ teuer ist. Die Einheit wird durch
die Lötperlen und die interne Ausgangsverzeigung und die Stifte des Stiftgitterreihen-Bausteins
untersucht, welcher in eine Testfassung eingesteckt ist. Wenn die integrierte Schaltung
defekt ist, kann die Einheit aus dem Stiftgitterreihen-Baustein entfernt werden,
indem die Lötperlen auf ihren Schmelzpunkt erhitzt werden. Die Betriebskosten
für das Erhitzen und das Entfernen des Chips werden durch die Kosteneinsparung
durch die Wiederverwendung des Stiftgitterreihen-Bausteins kompensiert.
Bei den kostenwirksamsten Techniken zum Untersuchen und Einbrennen
von integrierten Schaltungseinheiten wird eine direkte Verbindung zwischen den Kontaktflächen
auf der Einheit und einer Sondenfassung bereitgestellt, welche mit dem Testgerät
festverdrahtet ist. Temporäre Sonden für die Untersuchung integrierter
Schaltungen sind teuer in der Herstellung und werden leicht beschädigt. Die
einzelnen Sonden sind typischerweise an einer ringförmigen gedruckten Leiterplatte
befestigt und tragen freiliegende Metalldrähte, welche sich in Richtung der
Mitte der Öffnung in der Leiterplatte erstrecken. Jeder Sondendraht muss zu
einer Kontaktstelle der zu untersuchenden integrierten Schaltungseinheit ausgerichtet
sein. Die Sondendrähte sind im Allgemeinen zerbrechlich und werden leicht verformt
oder beschädigt. Diese Art der Sondenhalterung wird typischerweise für
die Untersuchung integrierter Schaltungseinheiten verwendet, welche entlang dem
Umfang der Einheit Kontakte aufweisen. Diese Art der Sonde ist auch viel größer
als die IC-Einheit, die untersucht wird, und die Verwendung dieser Art der Sonde
für die Hochtemperaturuntersuchung ist durch die Sondenstruktur und die Materialzusammenstellung
beschränkt. Dies wird unter Bezugnahme auf die gleichzeitig anhängige
US-Patentanmeldung 08/754 869 des Anmelders beschrieben, welche am 22. November
1996 eingereicht wurde.
Eine andere Technik, die für die Untersuchung von IC-Einheiten
angewendet wird, umfasst eine dünne flexible Schaltung mit Metall-Kontakthöckern
und Ausgangsverdrahtung. Die Kontakthöcker werden typischerweise durch photolithografische
Verfahren gebildet und stellen einen erhöhten Kontakt für die Sondenanordnung
bereit. Die Kontakthöcker werden verwendet, um einen Kontakt mit den flachen
oder versenkten Aluminium-Kontaktflächen auf der IC-Einheit herzustellen. Zwischen
der Rückseite der flexiblen Schaltung und einer Anpressplatte oder starren
Leiterplatte wird typischerweise eine Elastomerunterlage verwendet, um für
eine Nachgiebigkeit der Sondenschnittstelle zu sorgen. Diese Art der Sonde ist auf
flexible Dünnschicht-Substratmaterialien beschränkt, welche typischerweise
eine oder zwei Verdrahtungslagen aufweisen. Außerdem stellt diese Art der Sonde
keine Wischkontakt-Schnittstelle bereit, um eine Verbindung mit geringem Widerstand
sicherzustellen.
Die Aluminium-Kontaktflächen auf einer IC-Einheit hoher Dichte
weisen typischerweise eine rechteckige Form auf und sind leicht unter die Oberfläche
der Passivierungsschicht versenkt. Wenn der Wischvorgang der Sonde hoher Dichte
nicht gesteuert wird, kann sich der Sondenkontakt in die falsche Richtung bewegen
und mit einer benachbarten Aluminium-Kontaktfläche kurzgeschlossen werden,
oder der Sondenkontakt kann sich von der Aluminium-Kontaktfläche weg auf die
Oberfläche der Passivierungsschicht bewegen und eine offene Verbindung verursachen.
Für die Untersuchung und das Einbrennen von IC-Einheiten werden
gewöhnlich goldplattierte Kontakte verwendet. Die Hochtemperatur-Untersuchungsumgebung
kann eine Diffusion des Basismetalls der Sonde in die Goldplattierung auf der Oberfläche
hinein verursachen. Durch den Diffusionsvorgang wird eine hochbeständige Oxidschicht
auf der Oberfläche des Sondenkontakts erzeugt und die Lebensdauer der Sonde
verringert.
Die Position der Sondenspitzen muss gesteuert werden, um eine genaue
Ausrichtung der Sonden auf die Kontaktflächen der IC-Einheit sicherzustellen.
Während der Hochtemperatur-Einbrennuntersuchung ist die Fehlanpassung durch
die thermische Ausdehnung zwischen der Sondenstruktur und der IC-Einheit vorzugsweise
gering, um sicherzustellen, dass die Sondenposition über den Temperaturbereich
des Einbrennens nicht wesentlich variiert. Eine Fehlanpassung durch die thermische
Ausdehnung innerhalb der Sondenstruktur kann zu Zuverlässigkeitsproblemen des
Kontaktes führen.
Die Probleme der Sondenuntersuchung einer einzelnen integrierten Schaltungseinheit
hoher Dichte vervielfachen sich weiter für Multichip- und Ganzwafer-Untersuchungsanwendungen.
Die Herstellungstechniken der Sonden und die Materialauswahl sind für die thermische
Ausdehnung und für Erwägungen der Kontaktausrichtung entscheidend. Ein
kleiner Unterschied in der thermischen Ausdehnung des Substrats, des Wafers und
der Sondenkonstruktion führt zu einer falschen Ausrichtung der Sondenspitze
an dem Kontaktfeld des Wafers. Die Nachgiebigkeit der Sondenstruktur ist ein weiterer
kritischer Faktor. Leichte Abweichungen in der Metallisierung des Wafers, eine Verformung
des Wafers und leichte Abweichungen der Sondenhöhe tragen zu den Gesamt-Nachgiebigkeitserfordernissen
für die Sondenstruktur bei.
Der im Folgenden beschriebene Stand der Technik umfasst einige verschiedene
Sondenvorrichtungen zur Untersuchung offener IC-Chips.
Die US-Patentschrift 5 177 439, erteilt am 5. Januar 1993 an Liu u.a.,
betrifft Vorrichtungen zur Untersuchung offener IC-Chips. Die Vorrichtung wird aus
einem Silicium-Wafer oder einem anderen Substrat hergestellt, welches für die
Halbleiterverarbeitung geeignet ist. Das Substrat wird chemisch geätzt, um
mehrere Vorsprünge zu erzeugen, die zu der E/A-Struktur des offenen IC-Chips
passen. Die Vorsprünge werden mit einem leitenden Material beschichtet und
mit einzelnen leitenden Ausgangsverdrahtungswegen verbunden, um eine Verbindung
mit einem externen Testsystem zu ermöglichen. Durch die in dieser Patentschrift
beschriebene Sondengeometrie wird keine nachgiebige Schnittstelle zur Untersuchung
der Aluminium-Kontaktflächen auf der IC-Einheit und keine Wischkontakt-Schnittstelle
bereitgestellt. Das für die Herstellung dieser Sondenvorrichtung verwendete
Substrat ist auf Halbleiter-Wafer beschränkt, welche relativ teuer sind.
WO 98/01906 beschreibt eine frei bewegliche seitliche Stütze
für Enden langgestreckter Verbindungselemente, gemäß Art. 54 III
und Art. 54 IV EPÜ.
Shih, D-Y, u.a., „A novel elastomeric connector for packaging
interconnections, testing and burn-in applications", Proceedings of the Electronic
Components and Technology Conference, Las Vegas, 21. bis 24. Mai 1995, Konf.-Nr.
45, 21. Mai 1995, Institute of Electrical and Electronics Engineers, Seite 126 bis
133, XP000624964, beschreiben ein Verbindungsstück, das für die Untersuchung
von Verbindungen geeignet ist.
In den PAJ für JP-58165056 ist eine Sondenkarte beschrieben.
In der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung 08/754 869
des Anmelders, eingereicht am 22. November 1996, ist eine Testsonde hoher Dichte
für integrierte Schaltungseinheiten beschrieben.
In der darin beschriebenen Sondenstruktur werden
kurze Metalldrähte verwendet, welche an einem Ende mit der Ausgangsverdrahtung
eines starren Substrats verbunden sind. Die Drähte sind vorzugsweise in ein
nachgiebiges Polymermaterial eingebettet, um zu ermöglichen, dass die Sonden
unter Druck gegen die integrierte Schaltungseinheit zusammengedrückt werden.
Die Drahtsonden sind lang genug und in einem Winkel geformt, um während des
Zusammendrückens gegen die integrierte Schaltungseinheit eine permanente Verformung
zu verhindern.
AUFGABEN
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sonde für
die Untersuchung elektronischer Einheiten und anderer elektronischer Elemente bereitzustellen,
bei welchen Kontaktflächen als Verbindungsmittel verwendet werden.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sondenstruktur
bereitzustellen, welche ein integrierter Teil der Ausgangsverdrahtung auf dem Testsubstrat
oder eines anderen gedruckten Verdrahtungsmittels ist, um die Länge der elektrischen
Leiter ebenso wie den Kontaktwiderstand der Sondenschnittstelle auf ein Mindestmaß
herabzusetzen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sonde
mit einer nachgiebigen Schnittstelle bereitzustellen, um leichte Abweichungen der
Höhen der starren Kontaktflächen auf der IC-Einheit und Abweichungen der
Höhe der Sondenkontakte auszugleichen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine erhöhte
Sondenspitze zur Herstellung von Kontakten zu versenkten Flächen auf der IC-Einheit
bereitzustellen.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sonde mit einer Wischkontakt-Schnittstelle bereitzustellen, wobei die Richtung und
die Länge des Kontaktwischvorgangs steuerbar ist.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sondenkonstruktion bereitzustellen, welche thermische Ausdehnungseigenschaften aufweist,
die an die bei hohen Temperaturen zu untersuchende oder einzubrennende IC-Einheit
angepasst sind.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sondenkonstruktion bereitzustellen, welche eine hohe Haltbarkeit und Zuverlässigkeit
für wiederholte thermische und mechanische Zyklen aufweist.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sondenstruktur bereitzustellen, welche für die Untersuchung von Einzelchips
oder Multichip-Wafern verwendet werden kann.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sondenstruktur bereitzustellen, welche eine verbesserte Nennlagetoleranz aufweist.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Sondenstruktur bereitzustellen, welche kein Elastomermaterial erforderlich macht,
um die einzelnen Sondendrähte zu tragen.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sonde
hoher Dichte mit gesteuertem Wischvorgang bereitzustellen, welche auf einer Vielfalt
von preisgünstigen Substraten mit der Ausgangsverdrahtung hergestellt werden
kann.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß einer ersten Erscheinungsform der vorliegenden Erfindung
ist ein Vorrichtungsanspruch 1 definiert. Gemäß einer zweiten Erscheinungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahrensanspruch 2 definiert.
Die Struktur ist als Sonde geeignet, um integrierte Schaltungen zu
untersuchen und einzubrennen, insbesondere auf Wafer-Ebene.
Die Sonde ist in einer Untersuchungsvorrichtung eingebaut.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Diese und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden durch weitere Betrachtung der folgenden detaillierten Beschreibung
der Erfindung ersichtlich, wenn sie in Verbindung mit den Zeichnungsfiguren gelesen
wird, in welchen:
1 eine Querschnittsansicht einer ersten nachgiebigen
Testsonde des Standes der Technik zeigt, welche an einem Substrat befestigt ist
und gegen die Aluminium-Kontaktflächen, z.B. Aluminiumflächen auf einer
integrierten Schaltungseinheit, gedrückt ist;
2 eine vergrößerte Querschnittsansicht der
ersten nachgiebigen Testsonde des Standes der Technik zeigt;
3 bis 5 die Verfahren
zeigen, welche angewendet werden, um die nachgiebige Testsonde auf einem Ausgangsverdrahtungs-Substrat
herzustellen;
6 eine Querschnittsansicht einer Anordnung nachgiebiger
Testsonden für die Untersuchung mehrerer IC-Einheiten auf einem Einzelwafer
zeigt;
7 eine Draufsicht auf eine Anordnung erster nachgiebiger
Testsonden für die Untersuchung aller IC-Einheiten auf einem Einzelwafer zeigt;
8 eine Querschnittsansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der nachgiebigen Testsonde zeigt;
9 eine vergrößerte Querschnittsansicht der
bevorzugten Ausführungsform der nachgiebigen Testsonde zeigt;
10 eine Querschnittsansicht einer zweiten nachgiebigen
Testsonde des Standes der Technik zeigt;
11 eine Querschnittsansicht einer dritten nachgiebigen
Testsonde des Standes der Technik zeigt;
12 eine Querschnittsansicht einer vierten nachgiebigen
Testsonde des Standes der Technik zeigt;
13 eine Querschnittsansicht einer Anordnung fünfter
nachgiebiger Testsonden des Standes der Technik für die Untersuchung mehrerer
IC-Einheiten auf einem Einzelwafer zeigt;
14 eine Draufsicht auf eine zweite Anordnung nachgiebiger
Testsonden für die Untersuchung aller IC-Einheiten auf einem Einzelwafer zeigt;
15 eine Vielfalt von Formen der Sondendrähte schematisch
darstellt, die für die Ausübung der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
z.B. „S"- oder „C"-Form, durchgehend gekrümmt, stückweise
gekrümmt, stückweise linear und Kombinationen daraus;
16 schematisch alternative Ausführungsformen nachgiebiger
Rahmenstrukturen 17 darstellt, um die Sondenspitzen-Positionierstruktur
20 zu tragen, damit diese in Position bleibt und sich bewegt, wenn sich
die Sondenspitzenenden 16 bewegen, wenn sie zur Herstellung einer Verbindung
mit den Kontaktfeldern 31 der elektronischen Einheit bewegt werden;
17 schematisch langgestreckte Leiter darstellt, welche
über dem gesamten Leiter oder zumindest an den Enden Beschichtungen aufweisen;
18 schematisch eine Vorrichtung zum Bewegen der Sondenstruktur
der vorliegenden Erfindung in eine elektrische Verbindung mit einem Werkstück,
z.B. auf einer untersuchten integrierten Schaltung (IC), darstellt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
In 1 ist eine Querschnittsansicht eines
Testsubstrats 11 und einer nachgiebigen Testsonde 10 dargestellt.
Das Testsubstrat 11 bietet eine starre Basis zum Anbringen der Sonden
10 und eine Ausgangsverdrahtung von der Anordnung von Sondenkontakten hoher
Dichte zu einem größeren Stiftgitter oder zu anderen Verbindungsmitteln
zu dem Gerät, das verwendet wird, um die integrierte Schaltungseinheit elektrisch
zu untersuchen. Das Ausgangsverdrahtungs-Substrat kann aus verschiedenen Materialien
und nach verschiedenen Konstruktionen hergestellt sein, z.B. einer Einzel- oder
Mehrschichtkeramik mit Dick- oder Dünnschichtverdrahtung, einem Silicium-Wafer
mit Dünnschichtverdrahtung oder einer Epoxidharz/Glas-Laminatkonstruktion mit
hochdichter Kupferverdrahtung. Die Testsonden 10 sind an der ersten Oberfläche
12 des Substrats 11 angebracht. Die Sonden werden verwendet, um
einen Kontakt zu den Kontaktflächen 31, typischerweise aus Aluminium
hergestellt, auf der integrierten Schaltungseinheit 30 herzustellen. Die
Kontaktflächen 31 sind typischerweise leicht unter die Oberfläche
der Passivierungsschicht 32 der integrierten Schaltungseinheit
30 versenkt. Die Geometrie der nachgiebigen Testsonde 10 ist dafür
optimiert, eine Wischkontakt-Schnittstelle bereitzustellen, um die Oxide auf der
Oberfläche der Aluminium-Kontaktflächen 31 zu durchdringen, um
für eine Verbindung mit geringem Widerstand zu sorgen. Bei dem Substrat
11 kann es sich um ein Schaltungssubstrat handeln, welches typischerweise
verwendet wird, um ein Montagesubstrat bereitzustellen, um darauf eine integrierte
Schaltung anzubringen, bei solchen Montagesubstraten handelt es sich typischerweise
um metallisierte Keramik- und Glaskeramiksubstrate und metallisierte Polymersubstrate,
welche gewöhnlich als gedruckte Leiterplatten bezeichnet werden.
Die Testsonde 10 ist direkt an der Ausgangsverdrahtung
13 auf der ersten Oberfläche 12 des Substrats 11
angebracht, um den Widerstand der Sondenschnittstelle auf ein Mindestmaß herabzusetzen.
Dies kann erreicht werden, indem die Testsonde 10 auf der Oberfläche
12 aufgebaut wird, oder indem das Substrat 10 getrennt aufgebaut
wird und danach an der Oberfläche 12 angebracht wird, z.B. durch Ankleben.
Die Sondengeometrie ist dafür optimiert, eine flexible Kontaktschnittstelle
bereitzustellen, welche die Richtung und Länge des Wischvorgangs steuert. Die
Flexibilität wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass ein elastomeres Material
verwendet wird, um die Sonde (W) herzustellen. Es kann jedoch auch irgendein anderes
Mittel angewendet werden, um die Nachgiebigkeit zu erreichen, z.B. durch eine mechanische
Konstruktion. Das Elastomermaterial 18, welches die Sonden
umgibt, sorgt für eine nachgiebige Struktur, und die Folie 20 wird
verwendet, um die Position der Sondenspitzen 16 zu steuern. Die Folie
20 ist typischerweise dünn (vorzugsweise dünner als 0,254 mm
(10 mil)) und aus einem starren Material hergestellt, wie z.B. Kupfermetall, Aluminium,
Invar, Molybdän und Cu/Invar/Cu, es kann sich aber auch um eine Polymerfolie
handeln, z.B. ein Polyimid, oder um eine anorganische Folie, z.B. eine Folie aus
Keramik oder Silicium oder Glas oder einem dielektrischen Material. Am meisten bevorzugt
wird für die Folie Invar. Die dünne Invar-Folie 20 ist mit einer
dünnen Materialschicht 24 beschichtet, um die Invar-Folie
20 von dem Sondendraht 15 und der Sondenspitze 16 zu
isolieren. Die Nennlagetoleranz der Sondenspitzen 16 wird erhöht,
indem mehrere kleine Öffnungen 21 in der dünnen Invar-Folie
20 verwendet werden. Der Durchmesser der Öffnungen 21 in
der dünnen Invar-Folie 20 ist vorzugsweise nur geringfügig größer
als der Durchmesser des Sondendrahts 15, und die Öffnungen
21 werden vorzugsweise erzeugt, indem ein chemisches Präzisions-Ätzverfahren
angewendet wird. Der Durchmesser (d) der Öffnungen 21, verglichen
mit dem Durchmesser (r) der Fläche 15, bestimmt das Ausmaß, wie
weit sich die Spitzen 16 von einer Anfangsposition wegbewegen, wenn die
Sonde 10 gegen ein zu untersuchendes Werkstück gedrückt wird.
Die Sondenspitzen 16 sind typischerweise so konstruiert, dass sie auf die
Mitte der zu untersuchenden Kontaktfläche ausgerichtet sind. Die Sondenspitze
16 kann sich seitlich um eine Strecke von ungefähr 0,0254 bis 0,0762
mm (1 bis 3 mil) bewegen. Wenn es sich bei der Kontaktfläche um einen Kreis
des Durchmessers (p) handelt, dann ist d vorzugsweise kleiner oder gleich r. Wenn
es sich bei der Kontaktfläche um ein Quadrat der Seitenlänge (I) handelt,
dann ist d vorzugsweise kleiner oder gleich I/2. Diese Einschränkung für
d erlaubt den Sondenspitzen 16, sich seitlich zu bewegen, ohne von der
Kontaktfläche 31 zu rutschen. Wenn es nur darum geht, dass eine Sondenspitze
16 nicht in eine benachbarte Kontaktfläche rutscht, dann ist d kleiner
als etwa eine Hälfte der Strecke zwischen den Kontaktflächen. Wenn die
nachgiebige Sonde 10 hoher Dichte gegen die IC-Einheit 30 gedrückt
wird, dreht sich der Sondendraht 15 leicht, und die Sondenspitze
16 gleitet an der Oberfläche der Kontaktflächen 31 der
IC-Einheit 30 entlang. Die Länge des Gleit- oder Wischvorgangs ist
durch den Winkel und die Länge des Sondendrahtes 15 und das Maß
der Kompression der Sonde 10 beschränkt. Die auf dem Substrat
11 angebrachte Sonde 10 ist dafür konstruiert und eingerichtet,
von einem Mittel zum Bewegen der Sonde 10 in Richtung der elektronischen
Einheit 30 bewegt zu werden, derart, dass die Sondenspitzen 16
in Richtung der Kontaktflächen 31 auf der elektronischen Einheit
30 bewegt werden, derart, dass die Sondenspitzen 16 mit den Kontaktflächen
31 in Kontakt kommen, so dass die Sonde 10 dafür benutzt
werden kann, die Einheit 30 elektrisch zu untersuchen und einzubrennen.
In 2 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht
der nachgiebigen Testsonde dargestellt. Die dünne Folie 20 kann isoliert
werden, indem eine dünne Schicht entweder eines organischen oder eines anorganischen
Materials auf beide Oberflächen und in die Öffnungen 21 in der
dünnen Folie 20aufgebracht wird. Bei der organischen Beschichtung
könnte es sich zum Beispiel um Parylen C, Parylen D oder Parylen F oder irgendwelche
anderen in der Technik bekannten Arten handeln. Eine Beschichtung 24 ist
am wünschenswertesten, wenn es sich bei der Folie 20 um ein elektrisch
leitendes Material handelt. Wenn die Folie 20 elektrisch leitend ist, kann
an die Folie 20 eine elektrische Vorspannung angelegt werden, indem sie
z.B. auf Erdpotential gehalten wird, um eine elektrische Abschirmung zwischen den
elektrischen Leitern 15 und zwischen den elektrisch leitenden Kontaktflächen
31 bereitzustellen, um ein Übersprechen zwischen den Leitern
15 und den Kontaktflächen 31 zu vermeiden.
In 3 ist ein erstes Verfahren dargestellt,
welches angewendet wird, um die nachgiebige Testsonde 10 herzustellen.
Ein Thermosonic-Drahtbondwerkzeug wird verwendet, um die Kugelkontakte
14 auf der Ausgangsverdrahtung 13 auf der ersten Oberfläche
12 des Substrats 11 anzubringen, welches vorzugsweise starr ist.
Bei dem Drahtbondwerkzeug wird eine erste, vorzugsweise keramische, Kapillare
40 verwendet, um das kugelförmige Ende 14 des Kontaktierungsdrahts
41 gegen die Verdrahtung 13 auf der ersten Oberfläche
12 des Substrats 11 zu drücken. Kompressionskraft und Ultraschallenergie
werden vorzugsweise durch die Spitze der ersten Kapillare 40 hindurch angewendet,
und die Wärmeenergie wird vorzugsweise von der Drahtbondstufe durch das Substrat
11 hindurch angewendet, um das kugelförmige Ende 14 des Kontaktierungsdrahts
41 mit der Ausgangsverdrahtung 13 auf der ersten Oberfläche
12 des Substrats 11 in Kontakt zu bringen. Der Kontaktierungsdraht
41 ist in einem Winkel angeordnet, und ein Scherblatt 42 wird
benutzt, um den Kontaktierungsdraht 41 zu durchtrennen, um ein angewinkeltes
Drahtsegment 15 zu erzeugen, welches von dem Kugelkontakt 14 hervorstehend
anfangs vertikal von der Kugel 14 weg zeigt. Die Bewegung der Kapillare
40 wird während dieses Verfahrens so gesteuert, dass ein kurzer gerader
Abschnitt des Drahts 43 bereitgestellt wird, welcher vorzugsweise senkrecht
auf der Oberfläche des starren Substrats 11 steht. Durch Steuern der
relativen Bewegung zwischen der Kapillare 40 und dem Substrat
11 kann eine Vielfalt von Formen des Drahts 15 erreicht werden,
z.B. durchgehend gekrümmt. In 15 sind Formbeispiele
schematisch dargestellt.
In 4 ist ein Laser 50 (vorzugsweise
ein Argonionen-Laser) dargestellt, welcher benutzt wird, um die
Enden der kurzen geraden Abschnitte des Drahts 15 zu schmelzen, um einen
kugelförmigen Kontakt 16 zu erzeugen. Eine dünne Folie
20 mit Öffnungen 21, welche den Enden der Sondendrähte
15 entsprechen, wird über dem Feld der Drähte 15 angeordnet
und von einem vorgeformten Rahmen 17 getragen. Die dünne Folie
20 weist vorzugsweise eine Dicke von 0,0254 bis 0,0762 mm (1 bis 10 mil)
auf. Die Polymerbeschichtung 24 auf der dünnen Invar-Folie
20 wird vor diesem Verfahren aufgebracht. Der vorgeformte Rahmen
17 ist vorzugsweise aus einem geschäumten Elastomermaterial hoher
Nachgiebigkeit hergestellt. Alternativ kann der Rahmen 17 eine Feder sein.
Eine dünne (vorzugsweise Metall-) Maske 51 mit präzise angeordneten
Öffnungen 52, welche den Enden der Sondendrähte 15 entsprechen,
wird über dem Feld der Drähte 15 angeordnet. Die Maske
51 schützt die Polymerbeschichtung 24 auf der dünnen
Invar-Schicht 20 vor dem (vorzugsweise Argonionen-) Laser 50,
während die kugelförmigen Kontakte 16 auf den Enden der Sondendrähte
15 gebildet werden. Die Maske 51 ist aus einem Material hergestellt,
welches, z.B. durch Absorption, den Laser davon abhält, die Polymerbeschichtung
24 zu erreichen. Die glatte Oberfläche der kugelförmigen Kontakte
16 ist ideal für eine Wischkontakt-Schnittstelle. Die Größe
der kugelförmigen Kontakte 16 am Ende des Sondendrahts 15
wird durch die Energiedichte des Lasers und die Ausrichtung des Brennpunktes der
Abtastfokussierung des Laserstrahls von der Spitze des geraden Drahtabschnitts
43 aus gesteuert. Die Durchmesser der Öffnungen 52 in der
dünnen Metallmaske 51 sind vorzugsweise geringfügig größer
als die Durchmesser der kugelförmigen Kontakte 16, um zu ermöglichen,
dass die Maske 51 abgenommen wird, nachdem die Kugeln 16 gebildet
worden sind.
Der Raum zwischen den Sondendrähten 15 ist vorzugsweise
mit einem Elastomer gefüllt. In 5 ist ein Verfahren
dargestellt, welches angewendet wird, um den leeren Raum zwischen dem Feld der Sonden
hoher Dichte 15 mit einem flüssigen Elastomerharz 61 zu füllen.
Vorzugsweise wirkt der vorgeformte Elastomerrahmen 17, welcher die dünne
Invar-Folie 20 trägt, als Gusssperre, um das flüssige Elastomerharz
61 zurückzuhalten, bis es gehärtet ist. Ein kontrolliertes Volumen
60 des flüssigen Elastomerharzes 61 wird, vorzugsweise unter
Verwendung einer Spritze und eines kleinen Kapillarröhrchens, durch eine kleine
Öffnung 22 in der dünnen Folie 20 in den Hohlraum abgegeben.
Das flüssige Elastomerharz 61 wird unter Druck in den Hohlraum gepresst,
ähnlich wie bei einem Spritzgussverfahren. Das flüssige Elastomerharz
61 kann auch durch eine Öffnung in dem vorgeformten Elastomerrahmen
17 in den Sondenhohlraum eingespritzt werden. Die Höhe des Elastomerharzes
61 wird durch die Gegenwart der dünnen Folie 20, der kugelförmigen
Kontakte 16 und des vorgeformten Elastomerrahmens 17 gesteuert.
Überschüssiges Elastomerharz 61 wird aus einer zweiten kleinen
Öffnung 23 in der dünnen Folie 20 herausgepresst. Nachdem
der Hohlraum vollständig gefüllt ist, wird die Sondenbaueinheit in einen
Ofen gegeben, um das Elastomerharz 61 zu härten.
In 3 bis 5
ist ein Verfahren dargestellt, um eine Sondenstruktur für eine einzelne IC-Einheit
zu bilden. Dieses Verfahren kann angewendet werden, um ein Feld von Testsondenstrukturen
auf einem einzelnen Substrat herzustellen.
In 6 ist eine Querschnittsansicht eines
Feldes nachgiebiger Testsonden 100 für die Untersuchung mehrerer IC-Einheiten
auf einem einzelnen Wafer dargestellt. Die integrierte Testsonde 100, welche
in 6 dargestellt ist, beinhaltet vier getrennte Sondenfelder,
welche benutzt werden, um einzelne IC-Einheiten auf dem Wafer 130 zu untersuchen.
Die Konstruktion jedes einzelnen Sondenfeldes ist mit der in 1
dargestellten identisch. Das Substrat 110, welches als Basis für den
Aufbau der Testsonde benutzt wird, weist auf der oberen Oberfläche
112 ein Feld von Kontaktflächen 113 auf, welches mit dem
Muster der Kontakte 131 auf dem zu untersuchenden Wafer 130 übereinstimmt.
Die Testsonden stehen mit diesen Kontaktfeldern 113 in Kontakt und sind
in einem Winkel oder mit einer beliebigen Form geformt, wie in 3
bis 6 und 15 beschrieben.
Der Winkel oder die Form der Kontaktdrähte 115 sind vorzugsweise dieselben,
um eine genaue Positionierung der kugelförmigen Kontakte 116 am Ende
der Sonde sicherzustellen. Einheitliche Materialeigenschaften und eine einheitliche
Höhe des Elastomermaterials 118 sind zu bevorzugen, um über die
gesamte Oberfläche des Sondenfeldes für eine optimale Nachgiebigkeit und
Kontakt-Normalkraft zu sorgen. Obwohl der vorgeformte Elastomerrahmen
117 in 6zwischen jedem Sondenfeld angeordnet
dargestellt ist, kann der Elastomerrahmen 117 auch selektiv angeordnet
sein, um den Raum zwischen den Sondenfeldern auf ein Mindestmaß herabzusetzen.
In 7 ist eine Draufsicht auf ein Feld
nachgiebiger Testsonden 100 für die Untersuchung aller IC-Einheiten
auf einem Einzelwafer dargestellt, dessen Umriss als 130 dargestellt ist.
Die in 7 dargestellte integrierte Testsonde
100 beinhaltet zwölf getrennte Sondenfelder, welche benutzt werden,
um alle IC-Einheiten auf dem Wafer 130 zu untersuchen. Die Umrisse des
Wafers 130 und der einzelnen IC-Einheiten 133 sind mit unterbrochenen
oder gestrichelten Linien dargestellt. Die Position jedes Sondenfeldes entspricht
den Kontakten auf jeder der einzelnen IC-Einheiten 133 auf dem Wafer
130. Die Position der kugelförmigen Enden 116 der Testsonden
wird genau durch die Position der Öffnungen in der dünnen Folie
120 gesteuert.
In 8 ist eine Querschnittsansicht einer bevorzugten
Ausführungsform einer nachgiebigen Testsonde dargestellt. Bei dieser wird eine
dünne Folie 20 ähnlich der Ausführungsform der
1 bis 6 ohne die Polymerbeschichtung
verwendet, und die Durchmesser der Öffnungen 21 in der Folie
20 (vorzugsweise elektrisch leitfähig, wie z.B. Invar) sind geringfügig
größer. Eine dünne Polymerfolie 25 mit Öffnungen
26 eines geringeren Durchmessers ist über die dünne Folie
20 laminiert. Bei der dünnen Polymerfolie kann es sich um Polyimid,
Mylar und Polyethylen handeln. Diese Liste ist nur beispielhaft und nicht beschränkend.
Die Öffnungen 26 geringeren Durchmessers sind geringfügig größer
als der Durchmesser des Sondendrahts 15 und werden benutzt, um für
eine genaue Ausrichtung der Sondenkontakte 16 zu sorgen. Die Öffnungen
26 geringeren Durchmessers verhindern auch, dass die Sondendrähte
15 in Kontakt mit den Seiten der Öffnungen 21 in der leitenden
Folie 20 geraten. Die dünne Polymerfolie 25 ist vorzugsweise
segmentiert und mit der dünnen Folie 20 verbunden, um TCE(Wärmeausdehnungskoeffizient,
Thermal Coefficient of Expansion)-Fehlanpassungsprobleme über große Oberflächenbereiche
auszuschließen. Eine zweite dünne Polymerfolie könnte gegenüber
der ersten dünnen Polymerfolie 25 auf die Unterseite der dünnen
Folie 20 laminiert oder aufgeschleudert werden, um mögliche Verbiegungsprobleme
zu vermeiden. In 9 ist ein vergrößerter Abschnitt
der bevorzugten Ausführungsform der 8 mit den
größeren Öffnungen 21 in der dünnen Invar-Folie
20 und den kleineren Öffnungen 26 in der dünnen Polymerfolie
25 dargestellt.
In 10 ist eine Querschnittsansicht einer
nachgiebigen Testsonde des Standes der Technik dargestellt, bei welcher eine dünne
Polymerfolie 25 mit kleinen Öffnungen 26 verwendet wird,
um die Position der Sondendrähte 15 zu steuern. Die dünne Polymerfolie
25 ist an einem dünnen Rahmen 27 (vorzugsweise starr, z.B.
Invar) angebracht, welcher jedes Feld oder Bündel von Sonden umgibt. Die dünne
Polymerfolie 25 ist vorzugsweise segmentiert und mit dem dünnen Rahmen
27 verbunden, um TCE-Fehlanpassungsprobleme über große Oberflächenbereiche
auszuschließen.
In 11 ist eine Querschnittsansicht einer
anderen nachgiebigen Testsonde des Standes der Technik dargestellt, bei welcher
eine dünne Folie 20 (vorzugsweise Invar) mit einer dünnen Polymerbeschichtung
24 und Öffnungen 21 kleinen Durchmessers verwendet wird,
um die Position der Sondendrähte 15 zu steuern. Die dünne Folie
20 ist an einem dicken Rahmen 28 (vorzugsweise Invar) angebracht.
Die Dicke des Rahmens 28 kann modifiziert werden, um die Gesamt-Nachgiebigkeit
der Testsonden 10 zu steuern.
In 12 ist eine Querschnittsansicht einer
anderen nachgiebigen Testsonde des Standes der Technik dargestellt. Die vierte alternative
Ausführungsform ist identisch mit der bevorzugten Ausführungsform, mit
der Ausnahme, dass kein Elastomermaterial die einzelnen Sondendrähte
15 umgibt. Die nachgiebigen Testsonden werden von der dünnen Folie
20 (vorzugsweise Invar) und dem vorgeformten Elastomerrahmen
17 getragen.
In 13 und 14
sind eine Querschnittsansicht und eine Draufsicht auf ein anderes Feld nachgiebiger
Testsonden des Standes der Technik für die Untersuchung mehrerer IC-Einheiten
auf einem Einzelwafer dargestellt. Die Anordnung der Sonden in dieser Ausführungsform
ist typisch für Speichereinheiten mit zwei Reihen von Kontakten je Einheit.
Jedes Sondenfeld ist durch Spalte 125 in der dünnen Folie
120 (vorzugsweise Invar) von den benachbarten Feldern entkoppelt.
In 15 ist schematisch eine Vielfalt von
Formen von Sondendrähten dargestellt, welche für die Ausübung der
vorliegenden Erfindung nützlich sind, z.B. „S"- oder „C"-förmig,
durchgehend gekrümmt, stückweise gekrümmt, stückweise linear
und Kombinationen daraus.
In 16 sind schematisch alternative Ausführungsformen
nachgiebiger Rahmenstrukturen 17 dargestellt, um die Sondenspitzen-Positionierstruktur
20 zu tragen, damit diese in Position bleibt und sich bewegt, wenn sich
die Sondenspitzenenden 16 bewegen, wenn sie zur Herstellung einer Verbindung
mit den Kontaktfeldern 31 der elektronischen Einheit bewegt werden.
In 17 sind Beispiele langgestreckter
elektrischer Leiter 202 dargestellt, welche eine auf ihnen befindliche
Beschichtung 204 aufweisen. Vorzugsweise befindet sich die Beschichtung
204 an der Oberfläche des langgestreckten Leiters 202 und
lässt das Ende des Leiters 202 frei. Die Vornahme einer Hartbeschichtung
204 kann für eine verstärkende Hartbeschichtung sorgen. Bei der
Beschichtung 204 handelt es sich vorzugsweise um ein Hartmetall, z.B. Pd,
Pt, Ni, Au, Rh, Ru, Re, Cu, Co und deren Legierungen usw. Der langgestreckte Leiter
206 weist einen Vorsprung 208 am entfernten Ende auf, welcher
eine solche Hartbeschichtung 210 aufweist. Der langgestreckte Leiter
212 weist ein Ende 214 mit scharfen Zähnen 216 auf,
vorzugsweise auf der Oberfläche 218 des Vorsprungs 220.
In 18 ist schematisch eine Vorrichtung
zum Bewegen der Sondenstruktur 10 auf die elektronische Einheit
204 zu und von dieser weg dargestellt, derart, dass die Sondenspitzen
210 mit elektrischen Kontaktstellen 212 auf der elektronischen
Einheit 204 in Verbindung geraten und sich davon lösen. Die Sondenstruktur
10 ist auf der Halterung 200 angebracht, welche ein Mittel
214 zum Anlegen einer elektrischen Spannung an die Sondenspitzen
210 aufweist. Die elektronische Einheit 204 wird auf der Basis
206 gehalten. Die Halterung 200 ist physisch mit dem Träger
202 verbunden, welcher in den Arm 208 übergeht, welcher in
die Basis 206 übergeht. Der Träger 202 ist für
eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung eingerichtet. Beispiele für eine
Vorrichtung zur Bereitstellung der Trägermittel und der Mittel zur Auf- und
Abwärtsbewegung findet man in US-Patentschrift 5 439 161 und in US-Patentschrift
5 132 613.
Obwohl wir unsere bevorzugten Ausführungsformen unserer Erfindung
beschrieben haben, versteht es sich, dass der Fachmann heute und in Zukunft verschiedene
Verbesserungen vornehmen kann, welche unter den Schutzbereich der folgenden Patentansprüche
fallen.
LITERATUR
- US-Patentschrift 5 371 654 mit dem Titel „THREE DIMENSIONAL HIGH PERFORMANCE
INTERCONNECTION PACKAGE";
- US-Patentanmeldung 08/614 417 mit dem Titel „HIGH DENSITY CANTILEVERED
PROBE FOR ELECTRONIC DEVICES";
- US-Patentanmeldung 08/641 667 mit dem Titel „HIGH DENSITY TEST PROBE
WITH RIGID SURFACE STRUCTURE";
- US-Patentanmeldung 08/527 733 mit dem Titel „INTERCONNECTOR WITH CONTACT
PADS HAVING ENHANCED DURABILITY";
- US-Patentanmeldung 08/752 469 mit dem Titel „FOAMED ELASTOMERS FOR WAFER
PROBING APPLICATIONS AND INTERPOSER CONNECTORS";
- US-Patentanmeldung 08/744 903 mit dem Titel „INTEGRAL RIGID CHIP TEST
PROBE";
- US-Patentanmeldung 08/756 831 mit dem Titel „HIGH TEMPERATURE CHIP TEST
PROBE";
- US-Patentanmeldung 08/756 830 mit dem Titel „A HIGH DENSITY INTEGRAL
TEST PROBE AND FABRICATION METHOD";
- US-Patentanmeldung 08/754 869 mit dem Titel „HIGH DENSITY INTEGRATED
CIRCUIT APPARATUS, TEST PROBE AND METHODS OF USE THEREOF".
Es versteht sich, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen
nur die Prinzipien der Erfindung veranschaulichen sollen.