Hintergrund der Erfindung
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Platte gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Somit betrifft die vorliegende Erfindung im Allgemeinen Implantate
und Instrumentation für die Fusion der menschlichen Halswirbelsäule von
dem anterioren Aspekt, und insbesondere Plattensysteme zum Ausrichten und Halten
benachbarter Halswirbel in einer ausgewählten räumlichen Beziehung während
der Wirbelsäulenfusion dieser Wirbel.
Beschreibung des Stands der Technik
Eine Platte der eingangs genannten Art ist zum Beispiel aus US-A-5
364 399 bekannt (der Oberbegriff von Anspruch 1 basiert auf diesem Dokument).
Im Stand der Technik ist es gängige Praxis, für diesen Zweck
Halswirbelsäulen-Plattierungssysteme zu verwenden. Derartige Systeme sind im
Wesentlichen aus Platten und Schrauben zusammengesetzt, zum Ausrichten und Halten
von Wirbelkörpern in einer gewünschten Position relativ zueinander. Die
frühsten von derartigen Vorrichtungen bestanden aus rostfreien Stahlplatten
und Schrauben und erforderten, dass die Schrauben vollständig durch den Wirbelkörper
und in den Spinal-Kanal hinein passierten, um in das feste Knochengewebe (den posterioren
Cortex) von den Wirbelkörpern einzugreifen. Dieses erforderte die Möglichkeit,
diesen Bereich röntgenologisch zu überwachen oder zu visualisieren, was
nicht immer möglich ist, insbesondere in der unteren Halswirbelsäule,
in der die Wirbelkörper röntgenologisch durch die Schultern verdeckt sein
können.
Um Löcher in den Wirbelkörpern zum Einsetzen von jeder Schraube
auszubilden, wurde eine Bohrung durchgeführt, gefolgt von einem Gewindeschneiden.
Jeder dieser Vorgänge umfasste die Passage eines Instrumentes vollständig
durch den assoziierten Wirbelkörper und in die Wirbelsäule. Damit kamen
diese Instrumente in enge Nähe zu dem Rückenmark und dem Duralsack, welche
in enger Nähe zu der hinteren Fläche des Wirbelkörpers sind. Jede
Prozedur, welche ein Objekt in den Spinalkanal einführt, birgt ernsthafte Risiken,
welche den Chirurgen betreffen.
Die konventionelle Technik des Ausbildens eines Knochenschrauben-Aufnahmelochs
in Wirbelkörpern durch Bohren weist eine Anzahl von signifikanten Nachteilen
auf. Zum Beispiel entfernt das Bohren Knochenmaterial, hinterlässt eine Lücke
und erzeugt einen Verlust von Knochenmaterial. Das Bohren verursacht ebenfalls Mikrofrakturen
des Knochens an der Bohrer-Knochen-Schnittstelle und die resultierenden Frakturlinien
neigen dazu, sich in Richtungen senkrecht zur Wand des Lochs auszubreiten. Insbesondere
ist das Knochenmaterial im Wesentlichen eine Art Keramik, welche ein sprödes
Muster von Frakturausbildungen und -ausbreitungen in Antwort auf das Bohren zeigt.
Außerdem erzeugt das Bohren Wärme, welche eine Thermalnekrose des Knochenmaterials
genau an der Schnittstelle zwischen dem Knochen und einer anschließend installierten
Schraube ergeben kann, wo eine Nekrose sehr gesundheitsgefährdend ist. Jeder
Knochen, welcher einer Nekrose ausgesetzt ist, wird anschließend durch den
Körper als ein Teil des Knochen-Wiederherstellungsprozesses resorbiert werden
und dieses kann zum Lösen der Schraube führen.
Ein anderes Problem mit dem Bohren ist, dass der Pfad des Bohrers
schwierig zu steuern ist und dass, da der Bohrer durch Rotation arbeitet, eher Weichgewebe
auf der assoziierten Platte aufwickeln kann. Zusätzlich kann, solange nicht
mit großer Sorgfalt vorgegangen wird, der Bohrer signifikant hinter den posterioren
Cortex getrieben werden und irreparable Verletzungen innerhalb des Spinal-Kanals
verursachen. Schließlich kann ein Bohrer innerhalb des Wirbelkörpers verklemmen
und brechen und kann dann ernsthafte Verletzungen verursachen, da der weiterhin
rotierende Bereich des Bohrers in die Wunde hinein passiert, während der Bereich
des Bohrers, welcher abgebrochen ist, weiterhin gefährlich von dem Wirbelkörper
vorstehen kann oder bündig mit der oberen Oberfläche des Körpers
abbrechen kann, so dass er unwiederbringlich darin eingebettet ist. In jedem Fall
werden die Schritte, die durchgeführt werden müssen, um den abgebrochenen
Bereich des Bohrers zu entfernen, zwangsläufig die chirurgische Prozedur verlängern
und komplizieren.
In bekannten Plattierungssystemen gab es Probleme mit dem Lösen
und dem Versagen der Beschläge, dem Brechen von Schrauben und Platten und dem
Zurückziehen von Schrauben in den Kehlenbereich des Patienten. Diese Vorkommnisse
erfordern im Allgemeinen weitere chirurgische Eingriffe, um die gebrochenen Teile
und die Platten und Schrauben vollständig zu ersetzen und jeden Schaden zu
reparieren, der verursacht wurde.
Andere Probleme, welche bei bekannten Systemen anzutreffen waren,
ergaben sich aus dem Versagen der Schrauben, einen ausreichenden Halt im Knochen
zu erzielen, und damit aus dem Ablösen der Schrauben.
Ebenfalls kann die Verwendung bekannter Plattierungssysteme einen
Verlust der Lordose ergeben, welche von der Seite aus gesehen die normale Krümmung
der Halswirbelsäule ist.
Bekannte Plattierungssysteme können zusätzlich Probleme
im Zusammenhang mit solchen Prozeduren haben, bei denen Knochenimplantate zwischen
Wirbelkörpern platziert werden, um eine Zwischenkörper-Fusion zu erzielen,
welche aufgrund eines Prozesses heilen, der "schleichender Ersatz" genannt wird.
In diesem Prozess wird Knochen an der Fläche zwischen dem Implantat und einem
Wirbelkörper durch einen biologischen Prozess entfernt, welcher die Produktion
von starken Säuren und Enzymen umfasst, als ein Vorspiel zu dem Eindringen
von lebendem Gewebe in die Schnittstelle und der Ablagerung oder dem Wachstum von
neuem Knochen. Während die Platten eine genaue Ausrichtung der Wirbelkörper
und deren feste Fixierung erlauben, können sie gleichzeitig unglücklicherweise
die Wirbelkörper von einander weghalten, während die Resorbtionsphase
des schleichenden Ersatz-Prozesses an der Fusionsstelle Lücken im Knochen ausbildet,
mit dem Ergebnis, dass die gewünschte Fusion nicht eintritt. Dieses Versagen
ist bekannt als Pseudoarthrose. Wenn ein derartiger Fehler auftritt, werden die
Beschläge selbst üblicherweise brechen oder sich von der Wirbelsäule
lösen und damit einen weiteren chirurgischen Eingriff erfordern, um die gebrochenen
Komponenten zu entfernen, und einen anderen chirurgischen Eingriff, um wieder eine
Fusion zu versuchen.
In Antwort auf die oben beschriebenen Probleme wurde eine zweite Generation
von Plattierungssystemen entwickelt und/oder vorgeschlagen. Diese umfassen ein System,
das im US-Patent Nr. 5,364,399 von Lowery und 5,423,826 von Morscher offenbart ist,
sowie Halswirbelsäulen-Verriegelungs-Plattierungssysteme, die durch SYNTHES
Spine angeboten werden, die DANEK ORION-Platte, die CODMAN SHURTLEFF-Platte und
die SMITH NEPHEW RICHARDS-Platte, unter anderem. Die das System bildenden Elemente
dieser zweiten Generation weisen eine Anzahl von allgemeinen Eigenschaften auf.
Sie sind alle entweder aus einer Titan-Legierung oder purem Titan hergestellt, eher
als aus rostfreiem Stahl, um eine ungünstige Gewebsreaktion zu minimieren,
und sind MRT-kompatibel, was rostfreier Stahl nicht ist. Die Schrauben und Platten
haben eine vergrößerte Dicke, um eine verbesserte Festigkeit zu erzielen.
Die Schrauben haben einen größeren Durchmesser, um ihren Halt zu verbessern,
ohne zu erfordern, dass sie in den posterioren Cortex der Wirbelkörper eingreifen.
Eine sanfte Längs-Konturierung der Platten wurde entwickelt, um eine Lordose
zu ermöglichen, und/oder eine begrenzte Gegen-Konturierung, um besser dem allgemein
gekrümmten Aspekt der Vorderseite der Wirbelkörper zu folgen. Mechanismen
zum Sichern der Wirbelkörperschrauben an ihren assoziierten Platten werden
in einer Weise eingesetzt, die verhindert, dass sich die Schrauben zurückziehen.
Während diese zweite Generation von Plattierungssystemen eine signifikante
Verbesserung gegenüber früheren Systemen darstellen, bestehen weiterhin
ernste existierende Probleme und neue Probleme wurden erzeugt.
Da sich die Schrauben nicht länger in den posterioren Cortex
hinein erstrecken, ist es z. B. gewöhnlich für die Gewinde in dem Gewindeloch,
dass sie verkürzt werden, und für die Schrauben, dass sie versagen, einen
geeigneten Halt zu erzielen. Zusätzlich tritt weiterhin ein Brechen der Schrauben
auf und dies üblicherweise an der Verbindungsstelle der Schraube mit dem posterioren
Aspekt der Platte. Die Schrauben, die sowohl in dem Synthes-System und dem Smith
Mathew Richards-System eingesetzt werden, sind insbesondere anfällig für
dieses Problem, weil solche Schrauben in dem Abschnitt hohl sind, in dem sie an
der Platte anliegen, um die innere Aufnahme von Verriegelungsschrauben zu ermöglichen.
Bei dem Bestreben, zu verhindern, dass die Schraube an der Verbindungsstelle
zwischen Schraube und Platte bricht, weisen neuere Gestaltungen der Schrauben einen
vergrößerten Schaft-Durchmesser von der Spitze bis zum Kopf auf, was soweit
eine nahezu nutzlos stumpfe und untersetzte Schraube in der Nähe des Schraubenkopfes
mit geringer Haltekraft und geringem taktilen Feedback für den Chirurgen ergibt,
um das Abschließen des Festziehens vor dem Ablösen der Schraube innerhalb
des Knochens anzuzeigen. Basierend auf empirischen Studien, die diese Schrauben
aus dem Stand der Technik getestet haben, wurde herausgefunden, dass die Verwendung
eines vorgeschnittenen Lochs eher als eine selbstschneidende Schraube für eine
Herauszieh-Festigkeit bevorzugt wird, und damit wurden diese Schrauben nicht selbstschneidend
und die Schraubenlöcher mussten vorgeschnitten werden. Da der Gewinde-Schneidbereich
eines Gewindebohrers notwendigerweise scharf ist und rotiert wird, um zu arbeiten,
gibt es ein ernstes Risiko der Beschädigung des umgebenden Weichgewebes, wenn
er verwendet wird. Dies wird durch den Fakt verschlimmert, dass die Platten, die
in diesen Systemen eingesetzt werden, keine ausreichend langen Achsen bereitstellen,
die konturiert sind, um vollständig eine Lordose möglich zu machen, und
die keine ausreichende Quer-Konturierung aufweisen, um ein Wackeln der Platte um
ihre Längsachse zu verhindern und zu der anterioren Form der Wirbelkörper
zu passen, so dass diese Platten nicht verhindern, dass Weichgewebe von den Seiten
und unterhalb des Schraubenloches eindringt, womit dieses Gewebe einer Schädigung
durch den Bohrer und den Gewindeschneider ausgesetzt ist. Während es möglich
ist zum Zeitpunkt des chirurgischen Eingriffs einige Änderungen in der Kontur
dieser Platten durchzuführen, ist dieses im Allgemeinen auf ein Konturieren
der Längsachse beschränkt und verursacht häufig
eine Verwindung der Knochenschrauben-Löcher der Platte und der Verbindungsbereiche
zwischen Schraubenloch und Platte in einer Weise, welche einen nachteiligen Effekt
auf die Schrauben-Platten-Verbindung hat. Ein Mangel an genauer Kontur verhindert,
dass diese Platten ein optimales niedriges Profil relativ zur Wirbelsäule aufweisen.
In einigen der Halswirbelsäulen-Plattierungssystemen der zweiten
Generation tritt weiterhin ein Schraubenlösen auf, weil diese Platten nicht
so gestaltet werden können, dass sie das Verriegeln von allen Schrauben ermöglichen.
Insbesondere, während die Konstrukteure dieser Platten die Wichtigkeit der
Befestigung der Knochenschrauben an den Platten erkannt haben, waren sie nicht in
der Lage, alle diese Schrauben zu verriegeln und mussten dazu übergehen, einige
der Schrauben unverriegelt zu lassen.
Außerdem setzen einige von diesen Systemen der zweiten Generation
winzige und delikate "Uhrmacher"-Teile ein, um eine Verriegelung zu erzielen. Diese
Teile sind durch die Notwendigkeit gekennzeichnet, dass insbesondere delikate kleine
Schraubendreher in sie eingreifen müssen. Diese Verriegelungskomponenten sind
leicht ineffektiv durch den Aufwand, die Kontur einer Platte während eines
chirurgischen Eingriffs zu ändern.
Neben der Verbesserung dieser Plattierungssysteme der zweiten Generation
über den ersten Problemen treten weiterhin Probleme auf, von denen die Pseudoarthrose
und insbesondere die "Distraktions-Pseudoarthrose" am wichtigsten ist. Obwohl diese
Platten der zweiten Generation deutlich zu einer Verbesserung der Fusionsrate führen,
ist es im Allgemeinen, wenn ein Fehler bei der Erzeugung einer Fusion auftritt,
durch eine Knochenresorption entlang einer Linie an der Verbindungsstelle von Implantat
und Wirbelkörper begleitet, was auf einem Röntgenbild zu sehen sein kann.
Im Fall der labilen Platten und Schrauben der ersten Generation konnten
die Platten die Wirbelkörper im Abstand halten und eine Fusion verhindern,
allerdings nur, solange die Beschläge brechen würden und damit die Distraktion
erleichtern und anschließend ein Auftreten der Fusion ermöglichen würden.
Die Plattensysteme der zweiten Generation sind zu fest, um dieses Auftreten zu ermöglichen,
womit weitere chirurgische Eingriffe zum Korrigieren der Pseudoarthrose erforderlich
werden.
Kompressionsplatten sind gut bekannt und werden weitreichend in der
orthopädischen Chirurgie zum Stabilisieren von röhrenförmigen Knochen
und manchmal auch flachen Knochen verwendet. Derartige Platten beruhen auf einigen
externen Kompressionsmitteln oder können selbst-kompressiv sein, basierend
auf der Fähigkeit des Schraubenkopfes, innerhalb eines schrägen Schlitzes
zu gleiten, so dass das Festziehen der Knochenschrauben durch die Platte eine lineare
Bewegung senkrecht zur Schraubenachse vermittelt. Das US-Patent Nr. 5,180,381 offenbart
einen Ansatz, einen derartigen Mechanismus im Zusammenhang mit einer anterioren
Wirbelsäulen-Fixation einzusetzen.
Jedoch wurde herausgefunden, dass alle vorgeschlagenen selbst-kompressiven
Plattierungssysteme gemeinsam die Notwendigkeit für eine Schraube aufweisen,
sowohl in einen proximalen als auch einen distalen Cortex einzugreifen (einem Knochengehäuse
aus sehr dichtem Knochenmaterial), um die Schraubenspitze in einer Art und Weise
zu verankern, die der Platte ermöglicht, sich relativ zur Schraube zu bewegen,
wenn diese festgezogen wird, eher als der Platte zu ermöglichen, die Schraube
von ihrer Achse wegzudrängen. Wie bereits früher hierin diskutiert, wenn
eine Schraube in den posterioren Cortex des Wirbelkörpers eingreift, ist es
jedoch für den Bohrer und den Gewindeschneider, welche das Schraubenloch ausbilden,
sowie für die Schraubenspitze selbst notwendig, in den Spinalkanal einzutreten,
wodurch das Rückenmark Verletzungen ausgesetzt wird.
Während das im US-Patent Nr. 5,180,381 offenbarte System die
Gefährdung durch einen Eingriff in die Wirbelkörper-Endplatte anstelle
des posterioren Wirbelkörper-Cortex vermeidet, ist der Pfad der Schraube notwendigerweise
sehr kurz, so dass es für das Schraubengewinde sehr wenig Möglichkeit
gibt, einen zusätzlichen Halt innerhalb des Wirbelkörpers zu erzielen.
Es hat daher den Anschein, dass bis zu dem Maß, in dem die Vorrichtung, die
im US-Patent Nr. 5,180,380 offenbart ist, in der Lage ist, ihre genannten Vorteile
zu erzielen, würde sie die Vorderseite der Wirbelsäule stärker zusammenziehen
als die Rückseite und würde nicht den Anschein haben, die Rückseite
der Wirbelkörper überhaupt zusammenzudrücken, womit ein unerwünschter
durch ärztliche Behandlung ausgelöster Verlust der normalen Halswirbelsäulen-Lordose
erzeugt wird. Eine derartige Situation ist zerstörerisch für die normale
Biomechanik der Halswirbelsäule und potentiell eher schädlich.
Die Erzeugung von Druck zwischen benachbarten Wirbelkörpern würde
eine Anzahl von Vorteilen bieten, inklusive einer Reduzierung der Distraktions-Pseudoarthrose,
eines vergrößerten Oberflächenkontaktbereichs zwischen dem Implantat
und dem Wirbelkörper, da leicht inkongruente Oberflächen zusammengezwängt
werden, einer verbesserten osteogenetischen Stimulation, da kompressive Lasten eine
Knochenausbildung stimulieren, und einer verbesserten Fusions-Implantat-Wirbelsäulensegment-Stabilität.
Unter den neuen Problemen, die durch diese Systeme der zweiten Generation
erzeugt werden, ist die Tendenz der kleinen "Uhrmacher"-Teile, die verwendet werden,
um die Knochenschrauben an der Platte zu verriegeln, von dem Schraubendreher herunterzufallen,
der zum Anbringen von solchen Teilen verwendet wird, oder aus den assoziierten Platten
herauszufallen und in der Wunde verloren zu gehen. Zusätzlich sind solche kleinen
Teile sehr fragil und erfordern spezialisierte zusätzliche Instrumente für
ihr Einsetzen und/oder ihre Manipulation. Außerdem kann ein falsches Knochenschrauben-Platzieren
relativ zur Achse des Plattenlochs dazu führen, dass der Schrauben-Verriegelungsmechanismus
nicht funktioniert, oder kann verursachen, dass scharfe und gezackte Späne
von Titan ausgebildet werden, wenn eine Verriegelungsschraube in Kontakt mit einer
ungenau gesetzten Knochenschraube getrieben wird. Die Mittel zum Etablieren einer
Ausrichtung der Knochenschraube zum Plattenloch und des Ansetzens sind eher nicht
vertrauenswürdig. Außerdem mangelt es den meisten von diesen Systemen
der zweiten Generation an einem zuverlässigen und effektiven Mittel zum Positionieren
und Halten der Platte während des Anbringens.
Spezifische Merkmale von verschiedenen Systemen des Stands der Technik
werden unten zusammengefasst.
Das in US-Patent Nummern 5,364,399 und 5,423,826 offenbarte System,
das hierin früher genannt wurde, weist eine dünne rostfreie Stahlplatte
auf, welche eine Seite-an-Seite- oder eine versetzte bikortikale Schraubenplatzierung
ermöglicht, wobei die Platte eine Kombination von Schraubenlöchern und
Schlitzen aufweist.
Das "Acromed"-System weist eine Titanplatte und Schrauben auf, welche
ein bikortikales Schraubenplatzieren erfordern. Dieses System weist keine Verriegelungsmittel
für die Knochenschrauben auf.
Das in US-Patent Nr. 5,180,381 offenbarte System, weist eine "H"-förmige
Platte mit einer Kombination von geneigten Schlitzen und einem Loch auf, welche
ein bikortikales Schraubenplatzieren in einem 45°-Winkel zu der Ebene der Platte
erfordert. Dieses Patent offenbart, dass dieses winkelige Positionieren dem Erzeugen
von Druck dient.
Das SYNTHES Morscher-Plattensystem setzt hohle, geschlitzte Schraubenköpfe
ein. Die Schrauben werden uni-kortikal platziert, so dass die Köpfe, wenn sie
genau ausgerichtet sind, in dem oberen Bereich der Plattenlöcher zu liegen
kommen. Der obere Bereich von jeder Schraube hat ein Innengewinde, um eine dünne
Schraube aufzunehmen, welche in den Knochenschraubenkopf eingeschraubt wird, um
die wechselseitige Passung zwischen dem Knochenschraubenkopf und der Wand des assoziierten
Plattenlochs zu verbessern.
Bei dem in den US-Patenten Nr. 5,364,399 und 5,423,826 offenbarten
System werden Paare von uni-kortikalen Knochenschrauben verwendet, die an Ort und
Stelle an beiden Enden der assoziierten Platte durch Verriegelungsschrauben verriegelt
werden, welche einen Schaft mit kleinem Durchmesser und einem großen Kopf aufweisen.
An jedem Ende einer Platte können zwei Knochenschrauben an Ort und Stelle durch
eine einzelne Verriegelungsschraube verriegelt werden, welche zwischen den Knochenschrauben
angeordnet ist. Im Allgemeinen ist die Platte zwischen ihren zwei Enden mit einem
diagonalen Schlitz oder mit Schlitzen zum Aufnehmen von einer oder mehreren zusätzlichen
Schrauben vorgesehen, wobei jede zusätzliche Schraube in einem Knochenimplantat
oder einem jeweiligen Wirbelkörper sicherbar ist, welche von der Platte überspannt
werden. Es gibt keine Verriegelungsschraube, die mit diesem zwischenliegenden Knochenschrauben
assoziiert wäre, um die Knochenschrauben an der Platte zu verriegeln.
Das Codman Shurtleff-Plattierungssystem verwendet die Seite einer
vorinstallierten Niete mit einem rotierbaren Kopf, um gegen die Seite des Kopfes
von einer Knochenschraube zu drücken und damit diese eine Schraube an der Platte
zu sichern. Die Platten dieses Systems sind ebenfalls mit Löchern zum Aufnehmen
von zwischenliegenden Schrauben ausgestattet, allerdings sind diese Schrauben nicht
mit irgendeinem Verriegelungsmittel assoziiert.
Während die Konstrukteure der zuletzt genannten Systeme die Wichtigkeit
des Verriegelns der Knochenschrauben in Position auf ihren assoziierten Platten
erkannt haben, haben sie keine Verriegelung der zwischenliegenden Knochenschrauben
in ihren assoziierten Löchern bereitgestellt.
In einer früheren Version des Codman Shurtleff-Systems war der
Verriegelungsmechanismus ein Hebel, der schwenkbar um einen Schaft ist, der vollständig
durch die Platte passiert und dann gebördelt ist, um den Schaft innerhalb der
Platte zu halten. Nachdem die Knochenschraube eingesetzt worden ist, wurde der Hebel
so rotiert, dass er mit dem Kopf der Knochenschraube im Eingriff war und damit die
Knochenschraube an der Platte gesichert hat.
Basierend auf einer Betrachtung der Merkmale aller der bekannten Halswirbelsäulen-Plattierungssysteme
hat es den Anschein, dass ein Bedarf für ein verbessertes System bleibt, das
die folgende Kombination von Merkmalen aufweist:
- 1. Die Platte sollte ausreichend steif sein, um ihre beabsichtige Funktion ohne
mechanische Mängel auszuführen.
- 2. Die Platte sollte in drei Dimensionen vorgeformt sein, um anatomisch sowohl
in der Längs- als auch der Quer-Ebene zu der anterioren Halswirbelsäule
zu passen.
- 3. Die Platte sollte so konstruiert sein, dass alle Knochenschrauben im Allgemeinen
senkrecht zur Platte sind, wenn sie von der Seite gesehen werden, allerdings sollten
Schraubenpaare stark zu irgendeiner Wirbelkörper-Höhe korrespondierend
konvergieren, wenn sie von unten oder einem Ende aus gesehen werden.
- 4. Jedes Paar von Schrauben greift in einen jeweiligen Wirbelkörper ein,
und die hohe Konvergenz der Schrauben in einem Paar ermöglicht, dass der Abschnitt
der Schrauben, welcher in den Knochen eingreift, länger ist, weiterhin innerhalb
dieses Wirbelkörpers bleibt und einen sichereren und festeren Eingriff in den
Wirbelkörper bereitstellt.
- 5. Das System sollte Knochenschrauben aufweisen, welche geeignet sind, einen
verbesserten Halt innerhalb des Knochens von dem Wirbelkörper zu erzielen,
ohne die Notwendigkeit, den posterioren Wirbelkörper-Cortex zu durchdringen
und den Spinalkanal zu erreichen.
- 6. Es sollte eine Schraube verwendet werden, welche selbstschneidend ist, wodurch
der Bedarf für einen separaten Gewindeschneid-Schritt eliminiert wird.
- 7. Ein zuverlässiges Mittel zum Eingreifen und Manipulieren der Platte
während der Installation sollte bereitgestellt sein.
- 8. Die Platte sollte im Eingriff mit einem Instrumentenmittel sein können,
welches zuverlässig Knochenschraubenlöcher erzeugen kann, welche koaxial
zu den Schraubenlöchern in der Platte sind.
- 9. Es sollte möglich sein, den Wirbelkörperknochen zu präparieren,
so dass er die Knochenschrauben aufnimmt und eine festere Verbindung und eine reduzierte
Gefahr für ein Gewindelösen mittels eines Führungszapfen-Lochstempels
zu erzeugt, der ein Führungsloch für die Knochenschrauben erzeugt.
- 10. Alternativ zu der Verwendung eines Führungszapfen-Lochstempels kann
ein Bohrer mit einem relativ (verglichen mit dem Gesamt-Grunddurchmesser der Schraube)
kleinen Durchmesser verwendet werden, um das Führungszapfen-Loch zu erzeugen.
- 11. Es sollten Mittel bereitgestellt werden zum Verriegeln von jeder und allen
Knochenschrauben in Position relativ zur Platte, und die Verriegelungsmittel sollten
eine ausreichende Größe und Festigkeit aufweisen, um zuverlässig
ihre beabsichtigte Funktion auszuführen.
- 12. Knochenschrauben-Verriegelungsmittel sollten vorzugsweise von der Platte
festhaltbar sein, vor dem Einsetzen der Knochenschrauben, oder sollten zuverlässig
an einen Treiber anbringbar sein, um zu verhindern, dass irgendein kleines Teil
in der Wunde verloren geht.
- 13. Das System sollte in der Lage sein, einen Druck auf die Wirbelkörpersegmente
auszuüben, die fusioniert werden sollen, während es eine Lordose beibehält
und/oder wiederherstellt.
Aufgaben der Erfindung
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes anteriores
Halswirbel-Plattierungssystem bereitzustellen, welches viele der Nachteile der früheren
bekannten Systeme vermeidet.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verriegelungsmechanismus
bereitzustellen, wo eine Mehrzahl von Knochenschrauben, die zum Anbringen der Platte
an die Wirbel verwendet werden, leicht und zuverlässig an Ort und Stelle gleichzeitig
durch eine einzige Operation verriegelt werden können.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Wirbelkörperplatte
bereitzustellen, bei welcher die Verriegelungsmechanismen zum Verriegeln der Knochenschrauben
von einem Hersteller vor dem Einsetzen der Knochenschrauben durch den Arzt vorinstalliert
werden können, so dass der Arzt nicht während einer Operation den Verriegelungsmechanismus
als einen separaten Schritt an der Platte anbringen muss.
Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, ein anteriores Halswirbelplattierungssystem
bereitzustellen, welches eine intersegmentelle Kompression des Wirbelsäulesegments
(Kompression der benachbarten Wirbelkörper und des Fusions-Implantates im Bandscheibenraum
zwischen den benachbarten Wirbelkörpern) bei einer Lordose und in gleicher
Weise eine multisegmentelle Kompression erlaubt, wenn gewünscht.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, Platten bereitzustellen,
welche texturiert oder anderweitig bearbeitet sind, um das Knochenwachstum von Wirbel
zu Wirbel unter der Platte zu unterstützen.
Noch eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, ein System bereitzustellen,
bei welchem die Knochenschrauben und Verriegelungsmechanismen, wenn sie vollständig
installiert sind, ein geringes Profil haben.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein anteriores
Halswirbelplattierungssystem bereitzustellen, welches zumindest teilweise bioresorbierbar
ist.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein anteriores
Halswirbelplattierungssystem bereitzustellen, das zumindest teilweise
knochenverwachsende Materialien und Flächen aufweist.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein anteriores
Halswirbelplattierungssystem bereitzustellen, das zumindest teilweise knochenwachstumsunterstützende
Substanzen aufweist.
Die obigen und andere Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden ersichtlicher
aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen, welche Ausführungsformen
der Erfindung ausschließlich durch nichtbeschränkende Beispiele illustrieren.
Zusammenfassung der Erfindung
Die Erfindung schafft eine Platte mit den Merkmalen von Anspruch 1.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
Die Bodenfläche der Platte kann auch texturiert und/oder bearbeitet
sein, um ein Knochenwachstum entlang der Bodenfläche der Platte zu induzieren,
welche den Halswirbelköper berührt. Die Platte ist mit einer Mehrzahl
von Knochenschrauben-Aufnahmelöchern versehen, welche sich von der oberen Fläche
zu der Bodenfläche der Platte durch die Platte hindurch erstrecken, und zumindest
das eine Verriegelungselement ist mit dem Knochenschrauben-Aufnahmeloch verbunden.
Die Platte und ihre Komponententeile können aus irgendeinem Qualitäts-Implantatmaterial
hergestellt sein, das geeignet zur Verwendung im menschlichen Körper ist, und
die Platte und die assoziierten Komponenten können aus einem bioresorbierbaren
Material hergestellt sein.
Die Knochenschrauben sind jeweils in ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch
zum Anbringen der Platte an einen Wirbelkörper einsetzbar. Ein Verriegelungselement
kann in eine Verriegelungselement-Aufnahmevertiefung eingreifen und weist einen
Kopf auf, der so ausgebildet ist, dass er die Knochenschrauben an der Platte verriegelt.
In der bevorzugten Ausführungsform verriegelt ein einzelnes Verriegelungselement
eine Anzahl von verschiedenen Knochenschrauben an Ort und Stelle. Die Verriegelungselemente
sind vor einer Verwendung durch den Chirurgen in einer Art und Weise vorinstalliert,
dass sie eine Installation der Knochenschrauben nicht behindern.
Als Ergebnis davor sind die Probleme eliminiert, die mit den vorangegangen
Verrriegelungsschrauben des Typs assoziiert sind, die nach dem Einsetzen der Knochenschrauben
angelegt werden, inklusive der Probleme der Instrumentation, um die Verriegelungsmittel
zu positionieren und der Platte zuzuführen, einem Zurückziehen, einem
Brechen, einem Lösen und einem Fehlschneiden, und die mit den empfindlicheren
Verriegelungsschrauben aus dem Stand der Technik assoziiert sind, die "Uhrmacherteilen"
gleichen.
In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
passt ein Verriegelungselement in ein jeweiliges Knochenschrauben-Aufnahmeloch,
um jeweils eine der Knochenschrauben an Ort und Stelle zu verriegeln. Gemäß
dieser zweiten Ausführungsform der Erfindung ist jede der Knochenschrauben
mittels eines einzelnen Verriegelungselements, welches an mindestens einem Abschnitt
der Knochenschraube anliegt, an der Platte verriegelt. Da keine anderen Löcher
in der Platte gebildet werden müssen, um die Verriegelungen an der Platte anzubringen,
bleibt die Platte recht stark.
Die Verriegelungselemente können viele Formen haben, um ihre
beabsichtigten Zwecke zu erfüllen, wie etwa, allerdings nicht darauf beschränkt,
Schrauben, Gewindekappen, Nieten, Schraubensätze, vorstehende Elemente und
dergleichen.
Das Plattierungssystem erfordert nicht, dass der Kopf der Knochenschraube
hohl ist oder dass zusätzliche Löcher durch die Platte hindurch platziert
werden, zusätzlich zu solchen, die für die Passage der Knochenschrauben
vorgesehen sind. Es wird anerkannt werden, dass Knochenschrauben geschwächt
werden, wenn ihre Köpfe hohl sind, und dass Platten geschwächt werden,
wenn sie mit zusätzlichen Löchern ausgestattet sind.
Zusätzlich ermöglicht die Platte der offenbarten Systeme
die genaue Ausrichtung der Löcher in der Platte für die Knochenschrauben
und der Platte selbst, leicht an dem Wirbelkörper unter Druck angelegt zu werden.
Die Platten weisen geeignete Schlitze und Eingriffsmittel für einen Eingriff
eines Kompressions-Instrumentariums auf, das unten im Detail beschrieben wird, zum
Anlegen einer Druckkraft zwischen benachbarten Wirbelkörpern, an welchen die
Platte in einer zuverlässigen und leichten Art und Weise angebracht wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die in den 1-21,
24A-84E offenbarten Ausführungsformen
sind keine Ausführungsformen der Erfindung.
1 ist eine perspektivische Draufsicht einer ersten
Ausführungsform einer Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte.
2 ist eine Draufsicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus 1.
3 ist eine Seitenansicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus 1.
4 ist eine Endansicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus 1.
5 ist eine Bodenansicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus 1.
6 ist eine Draufsicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus den 1-5, mit Verriegelungselementen,
die in einer offenen Konfiguration installiert sind.
7 ist eine Draufsicht einer Modifikation der Platte
aus den 1-6 mit einem
Verriegelungselement für vier Knochenschrauben in Position.
8 ist eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform
einer Halswirbelsäulen-Verriegelungsplatte aus 1,
mit einem länglichen zentralen Schlitz für verbesserte Kompressions-Fähigkeiten.
9 ist eine Draufsicht eines Verriegelungselementes
zur Verwendung mit den Platten der 1-6.
10 ist eine Draufsicht eines Verriegelungselementes
zur Verwendung mit der zentralen Öffnung der Platte der 7
und 22.
11 ist eine Draufsicht einer Verriegelungskappe zur
Verwendung in den Endöffnungen, die in den 1,
6 und 7 dargestellt sind.
12 ist eine Seitenansicht des Verriegelungselementes
aus 16.
13 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform
des Verriegelungselementes aus 16.
14 ist eine perspektivische Draufsicht einer alternativen
Ausführungsform einer Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte zur
Verwendung mit Verriegelungsnieten.
15 ist eine Bodenansicht der Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
aus 14.
16 ist eine Draufsicht eines Verriegelungselementes
für zwei Knochenschrauben.
17 ist eine Draufsicht einer alternativen Ausführungsform
eines Verriegelungselementes für vier Knochenschrauben, das Kopfschlitze für
eine verbesserte Flexibilität der Verriegelungslaschen aufweist.
18 ist eine Bodenansicht eines Niet-Typ-Verriegelungselementes
zur Verwendung mit der zentralen Öffnung der Platte aus 14.
19 ist eine Seitenansicht eines Niet-Verriegelungselementes.
20 ist eine perspektivische Draufsicht des Bodenbereichs
von dem Kopf der Niete aus 19, entlang der Linie 20-20
gesehen.
21 ist eine perspektivische Draufsicht des Kopfbereichs
eines Verriegelungselementes für drei Knochenschrauben.
22 ist eine perspektivische Draufsicht einer dritten
Ausführungsform einer Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte, die
Verriegelungselemente in der Form von Gewindekappen verwendet.
23 ist eine Seitenansicht eines Verriegelungselementes
zur Verwendung mit der Platte aus 22.
24A ist eine Seitenansicht einer Knochenschraube gemäß
der vorliegenden Erfindung.
24B ist eine vergrößerte Seitenansicht der
Knochenschraube aus 24A.
25 ist eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungsform
einer Knochenschraube gemäß der vorliegenden Erfindung.
26 ist eine Endansicht der Knochenschraube aus
24A von unten.
27 ist eine Endansicht der Knochenschraube aus
24A von oben.
28 ist eine perspektivische Draufsicht einer vierten
Ausführungsform einer Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte.
29 ist eine perspektivische Draufsicht eines Verriegelungselementes
zur Verwendung mit der Platte aus 28.
30 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht der Platte aus
28 entlang der Linie 30-30 mit einer Knochenschraube
in Position.
31 ist eine perspektivische Draufsicht der Platte aus
1, die gegen den anterioren Aspekt von drei aufeinanderfolgenden
Wirbelkörpern in der Halswirbelsäule positioniert ist, eines Plattenhalters
und eines Instruments zum Ausbilden von Knochenschrauben-Aufnahmelöchern
in den Wirbelkörpern.
32 ist eine Schnittansicht eines Bereiches der knochenbildenden
Vorrichtung aus 31, entlang der Linie 32-32 gesehen.
33 ist eine Seitenansicht im Teilschnitt, die ein Kompressionsstab-Werkzeug
und einen Kompressionsstab illustriert, der zum Einsetzen in einen Wirbelkörper
im Eingriff mit diesem ist.
34 ist eine Seitenansicht im Teilschnitt von dem Kompressionsstab-Werkzeug,
das zum Entfernen des Kompressionsstabes von dem Wirbelkörper im Eingriff mit
diesem ist.
35 ist eine Boden-Endansicht des Kompressionsstab-Werkzeugs
aus 34.
36 ist eine Seitenansicht eines Platten-Eingriffshakens
zur Verwendung mit der Kompressionsvorrichtung aus 38.
37 ist eine Schnittansicht durch die Platte einer alternativen
Ausführungsform eines lochbildenden Instrumentes in der Form einer Bohrerführung
und durch einen Bohrer zur Verwendung während des Platten-Installationsvorgangs.
38 ist eine Seitenansicht, die eine intersegmentale
Kompression der Wirbelsäule und eine Kompressionsvorrichtung zeigt.
39 ist eine Ansicht ähnlich der aus
38, die die Kompressionsvorrichtung in einem weiteren
Zustand des Platten-Installationsvorgangs zeigt.
40 ist eine perspektivische Draufsicht, die das Verriegeln
der Knochenschrauben an der Platte zeigt.
41 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht eines Verriegelungselementes,
das an einem Treiberinstrument angebracht ist.
42 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht einer anderen
Ausführungsform des Verriegelungselementes, das an einem Treiberinstrument
angebracht ist.
43 ist eine Teilschnitt-Ansicht, die eine Halswirbelplatte,
ein Verriegelungselement und Knochenschrauben zeigt, entlang der Linie 43-43 in
40.
44 ist ein vergrößerter Bereich eines Details
entlang der Linie 44 in 43.
45 ist eine Seitenansicht im Teilschnitt von einem
Plattenhalter, der an einer Platte angebracht ist.
46 ist eine Seitenansicht im Teilschnitt von einer
anderen Ausführungsform eines Plattenhalters, der an einer Platte angebracht
ist.
47 ist eine perspektivische Draufsicht einer ersten
Ausführungsform einer einzelnen Verriegelungsplatte.
48 ist eine Draufsicht der Platte aus 47.
49 ist eine Seitenansicht der Platte aus
47.
50 ist eine Endansicht der Platte aus 47.
51 ist eine Draufsicht der Platte aus 47
von unten.
52 ist eine Draufsicht der Platte aus 47
von oben, mit Verriegelungselementen in Position.
53 ist eine Seitenansicht einer Knochenschraube, die
mit der Platte aus 47 verwendet wird.
54 ist eine Endansicht der Knochenschraube aus
53 von oben.
55 ist eine Endansicht der Knochenschraube aus
53 von unten.
56 ist eine Draufsicht einer Verriegelungskappe für
die Verwendung mit der einzelnen Verriegelungsplatte aus 47.
57 ist eine Seitenansicht der Verriegelungskappe aus
56.
58 ist eine Untersicht der Verriegelungskappe aus den
56 und 57.
59 ist eine perspektivische Untersicht der Verriegelungskappe
aus 56-58.
60 ist eine perspektivische Draufsicht der einzelnen
Verriegelungsplatte aus 47, wie sie von einem Plattenhalter
gegen drei Wirbelkörper gehalten wird, mit dem lochbildenden Instrument zum
Stanzen eines Führungslochs in die Wirbelkörper zum Aufnehmen einer Knochenschraube.
61 ist eine teilweise weggeschnittene Seitenansicht
des lochbildenden Instruments, das in ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch
eingeschraubt ist.
62 ist eine perspektivische Seitenschnittansicht des
Bohrers und der Bohrerführung, die mit der Platte in Schraubeingriff stehen,
um ein Loch zum Einsetzen einer Knochenschraube zu bohren.
63 ist eine perspektivische Draufsicht einer einzelnen
Verriegelungsplatte, die entlang eines Segments der Wirbelsäule installiert
ist, wobei zwei Verriegelungskappen in zwei Knochenschrauben-Aufnahmelöchern
installiert sind.
64 ist eine teilweise Seitenschnittansicht einer Verriegelungskappe,
die mit einem Treiber zum Installieren der Verriegelungskappe in Eingriff steht.
65 ist eine teilweise Schnittansicht der Platte, der
Knochenschrauben und der Verriegelungskappen entlang der Linie 65-65 aus
63.
66 ist eine vergrößerte fragmentarische Ansicht
des Bereichs 66 aus 65.
67 ist eine perspektivische Ansicht einer Halswirbel-Verriegelungsplatte,
die von einem alternativen Plattenhalterinstrument gehalten wird.
68 ist eine Endschnittansicht, die den Plattenhalter
aus 67 zeigt, der mit einer Platte in Eingriff steht.
69A ist eine Endschnittansicht einer alternativen Ausführungsform
des Plattenhalters.
69B ist eine Endschnittansicht einer anderen alternativen Ausführungsform
des Plattenhalters.
70 ist ein Plattenhalterinstrument mit einem versetzten
und entfernbaren Handgriff.
71 ist eine perspektivische Draufsicht einer zweiten
Ausführungsform einer einzelnen Halswirbel-Verriegelungsplatte mit einzelnen
Verriegelungselementen zum Verriegeln jeder Knochenschraube.
72 ist eine perspektivische Draufsicht eines Gewinde-Verriegelungselements
zur Verwendung mit der einzelnen Halswirbel-Verriegelungsplatte aus 71.
73 ist eine teilweise Seitenschnittansicht der Platte
aus 71, entlang der Linie 73-73 gesehen, mit dem Verriegelungselement
aus 72 in Position, um eine Knochenschraube zu halten,
jedoch nicht vollständig befestigt.
74 ist eine perspektivische Draufsicht eines alternativen
Verriegelungselements für die Verwendung mit einer ersten Modifikation der
einzelnen Halswirbel-Verriegelungsplatte aus 71.
75 ist eine Seitenschnittansicht der ersten Modifikation
der Platte aus 71 mit dem Verriegelungselement aus
74.
76 ist eine perspektivische Ansicht eines alternativen
Verriegelungselements zur Verwendung mit der ersten Modifikation der Platte aus
71.
77 ist eine teilweise Seitenschnittansicht der ersten
Modifikation der Platte aus 71 mit dem Verriegelungselement
aus 76 in Position.
78 ist eine perspektivische Draufsicht eines anderen
alternativen Verriegelungselements in der Form einer Niete zur Verwendung mit einer
zweiten Modifikation der Verriegelungsplatte aus 71.
79 ist eine teilweise Seitenschnitt-Detailansicht der
Platte aus 71, die zur Verwendung eines in Position
gezeigten Verriegelungselement aus 78 modifiziert ist.
80 ist eine teilweise Schnittansicht einer Platte und
einer Knochenschraube, wobei das Ende eines Werkzeugs zur Verwendung beim Einsetzen
der Knochenschrauben und der Verriegelungskappen gezeigt ist.
81 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform
des Werkzeugs aus 80.
83 ist eine weitere Ausführungsform einer Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatte
zur Verwendung beim Stabilisieren von mehrfachen Segmenten der Wirbelsäule.
Die 84A-84E
sind verschiedene Ausführungsformen von Halswirbelsäulen-Mehrfach-Verriegelungsplatten
zur Verwendung beim Stabilisieren eines einzelnen Segments der Wirbelsäule.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung wird in Verbindung mit der bevorzugten Ausführungsform
des Plattensystems beschrieben, in welchem eine Mehrzahl von Knochenschrauben an
Ort und Stelle mittels eines Verriegelungselements verriegelt werden. Dies wird
als das Mehrfach-Verriegelungsplatten-System bezeichnet. Die Mehrfach-Verriegelungsplatten
werden beschrieben, dann die Verriegelungselemente zum Verriegeln der Knochenschrauben
an der Platte, dann die Knochenschrauben, die mit den Mehrfach-Verriegelungsplatten
assoziiert sind, und letztendlich die Instrumentierung und das
Verfahren des Installierens von Mehrfach-Verriegelungsplatten. Danach werden die
Plattensysteme beschrieben, in welchen ein einzelnes Verriegelungselement eine einzelne
Knochenschraube verriegelt. Dies wird als das Einzel-Verriegelungsplatten-System
bezeichnet. Die Verriegelungselemente, die Knochenschrauben, die Instrumentation,
und das Verfahren zur Installation, die mit der einzelnen Verriegelungsplatte assoziiert
ist, werden dann diskutiert.
1. Mehrfach-Verriegelungsplatten-System
Die Ausführungsform der die anteriore Halswirbelsäule mehrfach
verriegelnden Verriegelungsplatte 2 ist in den 1-5
dargestellt (hier als Beispiel zur Verwendung in einer zwei Ebenen-Fusion (drei
benachbarte Wirbelkörper)). Die Platte 2 hat eine im Allgemeinen längliche
Form, deren Außenlinie sich im Allgemeinen aufgrund der Anwesenheit von Flügeln
oder lateralen Auskragungen 4 an den Ecken und in der Mitte der Seiten
von der Platte 2 von rechteckig abhebt. Jeder Flügel 4 hat
einen abgerundeten Außenrand und enthält jeweils ein kreisförmiges
Knochenschrauben-Aufnahmeloch 6. Zwei zusätzliche zwischenliegende
kreisförmige Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 8 sind nach innen
versetzt an den Seiten der Platte 2 angeordnet und auf der Längsmittellinie
der Platte 2 zentriert. Die Flügel 4 geben der Platte
2 eine zusätzliche Festigkeit im Bereich, der jedes Knochenschrauben-Aufnahmeloch
6 umgibt. Es ist anerkannt, dass andere Formen für die Platte
2 eingesetzt werden können.
Die zwischenliegenden paarweisen Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
8 sind für eine Verwendung bei einer zwei Ebenen (drei Wirbelkörper)
Fusion. Die zwischenliegenden Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 8 können
für eine einzelne Ebene (zwei Wirbelkörper) Fusion weggelassen werden,
oder zusätzliche zwischenliegende Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
8 können hinzugefügt werden, wenn zusätzliche Ebenen fusioniert
werden sollen.
Die Platte 2 ist ferner mit drei Verriegelungselement-Löchern
12 ausgestattet, von denen jedes in der bevorzugten Ausführungsform
ein Innengewinde 3 aufweist und von einem oberflächlichen angesenkten
Bereich 14 umgeben ist. Wie unten detaillierter beschrieben werden wird,
werden in der bevorzugten Ausführungsform Knochenschrauben in die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
eingesetzt und ein einzelnes vorinstalliertes Verriegelungselement, das mit jedem
der Verriegelungselement-Löcher 12 assoziiert ist, verriegelt gleichzeitig
eine Anzahl von Knochenschrauben 30 in Position.
Die Anzahl von paarweisen Knochenschraubenlöchern korrespondiert
im Allgemeinen zu der Anzahl von Wirbelkörpern, die fusioniert werden sollen.
Eine Platte für eine Ebenen-Fusion könnte allerdings ein einzelnes Verriegelungselementloch
12 aufweisen, während Platten zum Fusionieren von mehr als zwei Ebenen
(drei Wirbelkörper) zusätzlich mittlere Verriegelungselementlöcher
12 aufweisen könnten, die zu den zusätzlichen Paaren von Knochenschraubenlöchern
korrespondieren. In der in den 1-6
illustrierten Ausführungsform wird jedes Endverriegelungselement
20 drei Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle verriegeln, während
die Verriegelungsschraube 21 in dem mittleren Verriegelungsloch
12 zwei Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle verriegelt. Wie
in 7 dargestellt, kann ein mittleres Verriegelungselement
25 ebenfalls so konfiguriert sein, dass gleichzeitig vier Knochenschrauben
30 verriegelt werden.
Wie insbesondere in den 3,
4 und 5 dargestellt, ist
die Platte 2 so geformt, dass ihre Bodenfläche 27 (die Fläche,
welche im Kontakt mit den Wirbelkörpern sein wird) eine bikonkave Krümmung
aufweist, sie also sowohl in der Längsebene (korrespondierend zu ihrer Länge)
als auch in der Ebene quer dazu, korrespondierend zu ihrer Breite, konkav ist. Die
konkave Krümmung in der Längsebene passt zu der genauen Form des anterioren
Aspekts der Wirbelsäule mit in einer angemessenen Lordose ausgerichteten Wirbelkörpern.
Diese Längskrümmung ist ein Bogen entlang des Umfangs von einem Kreis
(hierin als der "Radius der Krümmung" bezeichnet) mit einem Radius von 15,0
cm bis 30,0 cm und insbesondere von 20,0-25,0 cm. Vom Ende aus gesehen in
4 weist die Platte 2 einen Radius der Krümmung
von einem Kreis mit einem Radius von 15-25 mm auf, ist allerdings vorzugsweise 19-21
mm im Radius. Während die Platte 2 eine Dicke zwischen 2 bis 3 mm
aufweisen kann, ist eine Dicke zwischen 2,25 und 2,5 mm bevorzugt.
Mit der Bodenfläche 27 der Platte 2 so konturiert,
dass sie in der Lage ist, flach gegen die assoziierten Wirbelkörper anzuliegen,
ist dieses in Kontrast zu konventionellen Platten, welche größere Radien
der Krümmung haben, die die Wirbelkörper nur entlang der Längsmittellinie
der Platte berühren, wodurch ein Seite-zu-Seite-Wackeln der Platte relativ
zu den Wirbelkörpern ermöglicht wird. Die Kontur der Platte der vorliegenden
Erfindung schafft einen effektiven Widerstand gegen das Wackeln der Platte
2 relativ zu den Wirbelkörpern um die Längsmittellinie der Platte,
wodurch Spannungen an der Platte 2und den Knochenschrauben 30
reduziert werden und verhindert wird, dass Weichgewebe unterhalb der Platte eingeklemmt
wird.
Andere Vorteile, die durch die obige Krümmung erzeugt werden,
sind, dass die Platte 2 enger zu der gegenüberliegenden Knochenfläche
passt, dass die Platte 2 mit einem kleineren Abstand von der
Wirbelsäule absteht, dass verhindert wird, dass Weichgewebe unter die Ränder
der Platte 2 gleitet, wo es Gegenstand von Schädigungen sein kann,
und dass der Winkel der Knochenschrauben 30, von der Seite aus senkrecht
zur Platte gesehen, im Wesentlichen einen konvergierenden Winkel aufweisen wird,
wenn diese installiert sind, womit der Wirbelkörper zwischen den Knochenschrauben
30 eingefangen wird, und damit die Platte an der Wirbelsäule fester
verankert wird.
Wie in 5 dargestellt, weist die Bodenfläche
27 der Platte 2 vorzugsweise eine poröse, aufgeraute und/oder
texturierte Oberflächenschicht auf und kann mit fusionsunterstützenden
Substanzen (wie etwa knochenmorphogenetische Proteine) überzogen oder imprägniert
sein oder diese enthalten, um das Wachstum von Knochen entlang der Unterseite der
Platte 2 von Wirbelkörper zu Wirbelkörper zu unterstützen.
Die texturierte Bodenfläche 27 schafft ebenfalls ein Medium für
das Halten von fusionsunterstützenden Substanzen, mit welchen die Schicht der
Bodenfläche 27 vor der Installation imprägniert sein kann. Der
Bodenfläche 27 der Platte 2 kann die gewünschte poröse
texturierte Form zum Beispiel durch Rauhstrahlen oder irgendeine andere konventionelle
Technologie, wie etwa Ätzen, Plasmastrahlen, Sintern und Gießen, gegeben
werden. Wenn die Bodenfläche 27 porös ausgebildet ist, weist
sie eine Porosität oder eine Porengröße in der Größenordnung
von 50-500 Mikrons und vorzugsweise von 100-300 Mikrons auf. Fusionsunterstützende
Substanzen, mit welchen die poröse texturierte Bodenfläche 27
imprägniert sein kann, umfassen, sind allerdings nicht darauf beschränkt,
knochenmorphogenetische Proteine, Hydroxyapatit oder Hydroxyapatittrikalziumphosphat.
Die Platte 2 kann zumindest teilweise ein resorbierbares Material aufweisen,
welches ferner mit dem Knochenwachstumsmaterial imprägniert sein kann, so dass
die Platte 2 von dem Körper des Patienten resorbiert wird und das
Knochenwachstumsmaterial aufgelöst wird, so dass es wie ein Zeit-Auflösemechanismus
agiert. Mit der Platte 2 aus einem Material hergestellt, das resorbierbar
ist, und mit knochenwachstumsunterstützendem Material anwesend, wird dem Wirbelkörper
ermöglicht, in einer natürlicheren Art und Weise zu fusionieren, wenn
die Platte progressiv weniger Last trägt, wodurch eine spätere Spannungsabschirmung
der Wirbelsäule vermieden wird.
Wie ferner in den 4 und 5
dargestellt, weist zumindest das eine Ende der Platte 2 eine Aussparung
18 auf, die mit einer Kompressionsvorrichtung zusammenwirken kann, was
später mit Bezugnahme auf die 36 und
38 detaillierter beschrieben wird.
6 ist eine Draufsicht der Platte 2 aus
1 mit Verriegelungselementen 20,
21, die in die Verriegelungselement-Aufnahmelöcher eingesetzt sind.
In dieser Ausführungsform haben die Verriegelungselemente 20,
21 die Form von Schrauben, die mit dem Innengewinde 3 der Verriegelungslöcher
12 zusammenwirken. Jedes dieser Verriegelungselemente 20,
21 ist in seiner anfänglichen offenen Orientierung dargestellt, in
der die Orientierung der Ausschnitte 22 im Kopf 23 von jedem Verriegelungselement
20, 21 so orientiert ist, dass es ein Einsetzen der Knochenschrauben
30 in benachbarten Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 6,
8 ohne Wechselwirkung mit dem Kopf 23 des Verriegelungselementes
20, 21 ermöglicht. Es ist anerkannt, dass andere Konfigurationen
des Kopfes 23 möglich sind, um ein Einsetzen der Knochenschraube in
ein benachbartes Knochenschrauben-Aufnahmeloch ohne Wechselwirkung mit dem Kopf
23 zu ermöglichen.
8 ist eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform
der Platte 2 aus den 1-5
und im Allgemeinen als Platte 120 bezeichnet. Die Platte 120 ist
mit einem sich längs erstreckenden länglichen Schlitz 122 entlang
ihrer Längsachse ausgestattet, welcher sich mit dem mittleren Verriegelungsloch
12 überschneidet. Der längliche Schlitz 122 ermöglicht
eine zusätzliche Relativbewegung zwischen der Platte 120 und einem
Kompressionsstab 54, der mit einem Kompressionswerkzeug während des
Kompressionsvorgangs assoziiert ist, wie unten diskutiert werden wird.
Bezugnehmend auf die 14 und
15 ist eine alternative Ausführungsform einer
Mehrfach-Verriegelungsplatte dargestellt, die durch die Ziffer 70 bezeichnet
ist. Bei der Platte 70 ist eher als das Gewinde-Verriegelungsloch
12 eine zentrale Öffnung 200 zum Aufnehmen einer entfernbaren
Niete 202 des in den 17-20
dargestellten Typs bereitgestellt. 15 ist eine Untersicht
der Platte 70 aus 14. Die Kontur der Platte
70 ist die gleiche wie die der Platte 2, die in den
1-5 dargestellt ist. Die
Niete 202 ist entfernbar und passt in die gewindelose Öffnung
200, die vergleichbar mit dem Verriegelungsloch 12 und dem Schlitz
122 ist, die oben beschrieben sind. Andere Ausführungsformen können
eine Niete einsetzen, die nicht entfernbar ist, sondern als ein Teil der Platte
70 hergestellt ist, wie sie in den Endverriegelungslöchern
19 der 14 und 15
verwendet werden kann.
Bezugnehmend auf die 22 ist eine alternative
Ausführungsform einer Mehrfach-Verriegelungsplatte dargestellt und im Allgemeinen
mit der Ziffer 230 bezeichnet. Die Platte 230verwendet zum Beispiel
Gewindekappen, wie etwa die Kappe 300, die in den 9
und 23 dargestellt ist, für ein Verriegelungselement
oder vorzugsweise eines mit Ausschnitten, wie beschrieben ist, mit einer Erscheinungsform
in der Draufsicht wie etwa das Verriegelungselement in den 10-11.
Das zentrale Verriegelungsloch 602 weist einen länglichen
Schlitz 234 zum Bereitstellen einer verbesserten Kompressionsfähigkeit
auf, wie ferner hierin diskutiert werden wird.
Bezugnehmend auf die 10-13
ist eine erste Ausführungsform eines Verriegelungselementes 20,
21, 25 in der Form von Verriegelungsschrauben zur Verwendung mit
der Platte 2 dargestellt. 10 ist eine Draufsicht,
welche den Kopf 23 des zentralen Verriegelungselementes 25 illustriert,
das in 7 dargestellt ist. Der Schaft 46 des
Verriegelungselementes 25 hat ein Gewinde 47, das zu dem Gewinde
3 innerhalb des assoziierten Verriegelungslochs 12 der Platte
2 passt. Wie in 21 dargestellt, weist jedes
Segment 49 auf jeder Seite der Ausschnitte 22 des Verriegelungselements
21 eine Lagerfläche 48 auf, die an der unteren Fläche
des Verriegelungselement-Kopfes 23 ausgebildet ist. Wie in 16
dargestellt, kann der Verriegelungselement-Kopf 23 mit zwei Schlitzen
42 zum Bereitstellen einer Flexibilität des Verriegelungselement-Kopfes
23 vorgesehen sein, um während der Halterungsaktion bei der Fähigkeit
des Verriegelungselementes zu assistieren, über die Spitze des Knochenschraubenkopfes
32 zu gleiten, wenn das Verriegelungselement gedreht wird. Alternativ ist
es anerkannt, dass die Lagerungsfläche gekrümmt, geneigt oder gefast sein
kann. Die gekrümmten, geneigten oder gefasten Merkmale können ebenfalls
mit den anderen Verriegelungselementen verwendet werden, die hierin beschrieben
sind.
Bezugnehmend auf die 6 und
10-13 wird es anerkannt
werden, dass, wenn die Verriegelungselemente 20, 21 im Uhrzeigersinn
in Bezug auf die Ansicht der 6 gedreht werden, eine
jeweilige Halterungsfläche 48 über die gekrümmte Kopffläche
39 eines jeweiligen Knochenschraubenkopfes 32 gleiten wird, um
die assoziierten Knochenschrauben 30 und die Verriegelungselemente
20, 21 an Ort und Stelle formschlüssig zu verriegeln.
Alternativ kann, wie in 21 dargestellt,
anstelle der Halterungsfläche 44 eine geneigte oder gefaste Fläche
44 verwendet werden, um die Kraft zu vergrößern, die an dem Knochenschraubenkopf
32 angelegt wird. Wenn verriegelt, würde das führende Ende des
geneigten Bereichs des Verriegelungselements niedriger als die Erhebung des Knochenschraubenkopfs
32 sein, so dass mehr Kraft nötig ist, um das Verriegelungselement
anzuheben und es zu lösen, als für das Verriegelungselement notwendig
ist, um fest und verriegelt zu bleiben. Jedoch braucht der Verriegelungselement-Kopf
23 nicht Schlitze zu haben, gekrümmt zu sein oder eine geneigte Fläche
zu haben, um das Verriegeln der Knochenschraube 30 an Ort und Stelle zu
erzielen. Druck, Reibung, Presspassung oder andere Eingriffsmittel, die geeignet
sind zum Verhindern, dass sich das Verriegelungselement von seiner verriegelten
Position wegbewegt, können eingesetzt werden.
Die Niete 202, die in den 17-20
dargestellt ist, ist zur Verwendung in Assoziation mit der Platte 70 beabsichtigt,
die in den 14-15 dargestellt
ist, und ist im Detail im Querschnitt in den 19 und
20 gezeigt. Die Niete 202 weist einen Kopf
204, einen Schaft 206 und ein längliches Bodensegment
208 zum Zusammenpassen innerhalb der korrespondierenden Öffnung
200 in der Platte 70 auf. Die untere Fläche 210
des Kopfes 204 der Niete 202 hat eine irreguläre Fläche,
welche gekrümmt sein kann, wie etwa am Boden des Verriegelungselements
20, 21, zum Eingriff in die Oberfläche 39 des Knochenschrauben-Kopfs
32. Zur Verwendung in den Endverriegelungslöchern 19 kann
die obere Fläche des länglichen Bodensegments 208 eine irreguläre
Fläche zum Zusammenwirken mit der irregulären Fläche des Bodens der
Platte 70 aufweisen, um die Niete 202 in der verriegelten Position
gegen den Knochenschrauben-Kopf 32 zu halten, wie in 15
dargestellt. Während die Niete aus 18 eine separate,
entfernbare Komponente von der Platte ist, können Nieten und insbesondere solche
zur Verwendung mit den Endverriegelungslöchern während des Herstellungsprozesses
der Platte als Teil der Platte ausgebildet sein, und eine Niete kann nicht entfernbar
sein.
Jede der obigen Ausführungsformen schafft ein enges Anbringen
des Verriegelungselementes relativ zu der Knochenschraube 30 und einer
entsprechenden Platte.
In der alternativen Ausführungsform der Mehrfach-Verriegelungsplatte
23 in 22 kann das Verriegelungselement in
der Form einer Gewinde-Verriegelungskappe 300 sein, wie in 23
dargestellt. Die Gewinde-Verriegelungskappe 300 weist ein Gewinde
302 an ihrem äußeren Umfang korrespondierend zu dem Gewinde
303 an dem inneren Umfang der Verriegelungselement-Vertiefungen
304 in der Oberseite der Platte 230 aus 22
auf. Die Verriegelungskappe 300 ist relativ dünn, insbesondere verglichen
mit ihrer Breite. Die Oberseite 305 der Verriegelungskappe 300
ist mit einem nichtkreisförmigen Durchgangsloch 306 zum Aufnehmen
eines ähnlich konfigurierten Treibwerkzeugs ausgestattet.
Bezugnehmend auf die 28, 29
und 30 sind eine andere Ausführungsform der Mehrfach-Verriegelungsplatte,
die im Allgemeinen durch die Ziffer 400 bezeichnet ist, und ein Verriegelungselement
in der Form eines dünnen Verriegelungselementes 412 gezeigt. Die Platte
400 weist eine Öffnung in ihrer Oberfläche zum Einsetzen des
dünnen Verriegelungselementes 412, eine Aussparung 402, die
mit jedem der Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 408
assoziiert ist, und einen Schlitz 410 in der Seitenwand der Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
408 auf, um dem dünnen Verriegelungselement 412 zu ermöglichen,
eine Reihe von dünnen Auskragungen oder Flügeln 414 aufzuweisen,
die dünner als der Schlitz 410 sind, was diesem Verriegelungselement
412 ein Erscheinungsbild ähnlich dem eines Propellers verleiht. Das
dünne Verriegelungselement 412 ist in der Lage, innerhalb der Platte
rotiert zu werden, so dass es die Knochenschrauben-Löcher nicht abdeckt, womit
dem dünnen Verriegelungselement 412 ermöglicht wird, vor der
Installation der Knochenschrauben durch den Chirurgen vorinstalliert zu werden.
Eine eingeschränkte Rotation des dünnen Verriegelungselementes
412 ermöglicht, dass die Flügel 414 sich durch den Schlitz
410 hindurch erstrecken und einen Bereich der Oberseite der assoziierten
Knochenschraube 30 abdecken. Die Flügel 414 des dünnen
Verriegelungselementes 412 sind flexibel und gleiten, wenn diese rotiert
sind, über die Oberfläche 39 des Knochenschrauben-Kopfs
32, um die Knochenschraube 30 an Ort und Stelle zu verriegeln.
Wie bei den anderen Ausführungsformen diskutiert, ist jede der Ausführungsformen
des Verriegelungselements geeignet, mehr als eine Knochenschraube zu verriegeln.
Es ist anerkannt, dass die verschiedenen Mehrfach-Verriegelungsplatten und Verriegelungselement-Kombinationen
geeignet sind, nicht weniger als vier Knochenschrauben auf einmal zu verriegeln,
allerdings genauso wirksam sind, eine geringere Anzahl oder überhaupt keine
zu verriegeln, das heißt, sich selbst an der Platte zu sichern.
Es wird angemerkt, dass es eine Charakteristik von jeder der oben
beschriebenen Verriegelungselement-Ausführungsformen ist, ein Treiber-Eingriffsmittel
aufzuweisen, in diesen Fällen zum Beispiel eine Aussparung 24 so groß
wie die Aussparung 34 in den Knochenschrauben 30, so dass das
gleiche Werkzeug verwendet werden kann, um sowohl die Knochenschrauben
30 als auch die Verriegelungselemente zu drehen. Ebenfalls sind die Verriegelungselemente
ausreichend steif und haben eine geeignete Masse, um in der Lage zu sein, ein Verriegeln
auszuhalten, ohne zu brechen.
Alle gezeigten Beispiele der Mehrfach-Verriegelungselemente, die eine
Anzahl von Ausschnittsbereichen aufweisen, haben einen Bogen mit einem Radius, der
größer als der des Knochenschraubenkopfes ist. Außerdem ist der Kopf
23 jedes Verriegelungselements 20, 21 in seinem Zentrum
mit einer nichtkreisförmigen Aussparung 24 versehen, wie etwa in
9 dargestellt, in welche ein geeignetes Manipulationswerkzeug
eingreifen kann, wie etwa in den 40-42
dargestellt ist. In der in 9 gezeigten Ausführungsform
des Kopfs 23 würde das assoziierte Werkzeug einen hexagonalen Kopf
aufweisen, allerdings können, wie mit Bezug auf die 80
und 81 diskutiert ist, andere Formen von Aussparungen
in dem Kopf 23 verwendet werden. Das Gewinde von jedem Verriegelungsloch
12 und jedem Verrieglungselement 20, 21 weist eine enge
Toleranz auf, sodass sie zuverlässig ihre Orientierungen beibehalten werden,
um ohne Beeinträchtigung ein Einsetzen der Knochenschrauben 30 in
die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 6, 8 zu ermöglichen.
Es ist anerkannt, dass, während verschiedene Formen von Verriegelungselementen
offenbart wurden, im Lichte der Lehre andere äquivalente Mittel für den
Zweck des Verriegelns der Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle verwendet
werden können. In 83 ist eine alternative Mehrfach-Verriegelungsplatte
990 mit zusätzlichen zwischenliegenden Knochenschrauben-Aufnahmelöchern
980 und assoziierten Verriegelungselementen 960 zum Verriegeln
der Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle dargestellt. Die Platte
990 ermöglicht einen engeren Abstand und mehrere Paare von Knochenschraubenlöchern
als die Anzahl von Wirbelkörpern, in die eingegriffen wird.
In den 84A-84E
sind verschiedene Platten 700a-g dargestellt, die für die Fusion einer
einzelnen Ebene verwendet werden. Jede dieser Platten 700a-g ist so gestaltet,
dass sie ein Wirbelsegment bestehend aus einem Bandscheibenraum und zwei benachbarten
Wirbelkörpern (enthaltend das Knochenimplantat) überspannen, und haben
Knochenschrauben, die in das Ende der Wirbelkörper durch die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6 hindurch eingesetzt sind, die mit den zwei benachbarten Wirbelkörpern
assoziiert sind und dann an Ort und Stelle verriegelt sind. Wie in den
84A-84E dargestellt, können
ein Verriegelungselement 710 oder zwei Verriegelungselemente verwendet
werden, um vier Knochenschrauben an Ort und Stelle zu verriegeln. In den
84A-84B ist jede der Platten
700a-e mit den Verriegelungselementen in ihrer offenen Orientierung dargestellt,
bevor diese rotiert werden, um die Knochenschrauben zu verriegeln.
Jede der oben beschriebenen Platten kann die gleiche allgemeine bikonkave
Kontur aufweisen, wie sie bereits für das Zusammenpassen mit dem anterioren
Aspekt der Wirbelsäule beschrieben wurde.
Die 24A und 24B
bilden eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Knochenschraube
30. 27 ist eine Draufsicht der Knochenschraube
30. Im Zentrum des Knochenschraubenkopfs 32 ist eine profilierte
Aussparung, welche die gleiche Form wie die Aussparung 24 jedes Verriegelungselements
20, 21 aufweisen kann, in welchem Falle sie mit dem gleichen Werkzeug
gedreht werden kann, wie das, das zum Drehen der Verriegelungselemente
20, 21 eingesetzt wird. Es ist anerkannt, dass
der Treiber-Eingriffsbereich der Knochenschraube 30 geschlitzt und entweder
männlich oder weiblich sein kann (wie dargestellt ist).
In der Ausführungsform der Knochenschraube 30, die in
den 24A und 24B dargestellt
ist, ist der Knochenschraubenkopf 32 gestuft, wobei der erste niedrigere
Kopfbereich 35 benachbart zu dem Schraubenschaft 33 ist und einen
kleineren Durchmesser als der obere Bereich des Knochenschraubenkopfs
32 aufweist. Wenn diese Ausführungsform der Knochenschraube
30 eingesetzt wird, weist jedes Knochenschrauben-Aufnahmeloch
6, 8 der Platte 2 einen eingesenkten Bereich
14 auf, der zu dem Durchmesser des oberen Bereichs des Knochenschraubenkopfs
32 passt und für einen Presssitz dimensioniert ist. Der untere Bereich
35 des Knochenschraubenkopfs 32 ist so dimensioniert, dass er
einen Presssitz mit seinem assoziierten Bereich der Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6, 8 erzielt. Der obere Bereich des Knochenschraubenkopfs
32 mit dem größerem Durchmesser stellt sicher, dass die Knochenschraube
30 nicht vollständig durch die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6, 8 der Platte 2 hindurch vorgeschoben werden kann.
Die Knochenschraube 30 passiert vollständig die obere Fläche
der Platte 2, ohne in die obere Fläche in irgendeiner Weise einzugreifen.
Wie in 44 dargestellt, passiert der Kopf
32 der Schraube 30 ungehindert die obere Fläche der Platte,
bis die untere Fläche des vergrößerten Schraubenkopfs 32
in Eingriff mit der oberen Fläche des verjüngten Schraubenkopf-Aufnahmebereichs
in der Mitte oder unterhalb der Mitte der Platte kommt. Dies wird als optimal betrachtet,
um die größte Schraube-zu-Platte-Stabilität zu ermöglichen,
sogar ohne die Verriegelung gegen alle Kräfte außer solchen, die zu dem
Einsetzungspfad entgegengesetzt wirken, während weiterhin die größte
Plattenfestigkeit neben dem Knochenschraubenkopf 23 bereitgestellt wird.
Das heißt, da die Platte nur im Allgemeinen 2-3 mm dick ist, ist eine rein
vertikale Umfangswand am besten in der Lage, die Bewegung einer Schraube einzuschränken,
wenn der Kopf ähnlich konfiguriert ist und zwischen den beiden eine geringe
Toleranz besteht. Ein Platzieren der Abstützung des Kopfes in der Nähe
der mittleren Dicke der Platte ist bevorzugt, da es ermöglicht, dass der Kopf
groß bleibt, um die Aussparung für den Treiber unterzubringen, ohne geschwächt
zu sein, während ein Platzieren der Abstützung des Kopfes weg von der
oberen Fläche der Platte ermöglicht, dass der Schraubenkopf tief in der
Platte ist. Ein Platzieren der Abstützung des Kopfes bei in etwa der mittleren
Dicke der Platte stellt sicher, dass viel von dem Plattenmaterial neben dem Kopf
ist, um diesen abzustützen, während eine adäquate Kopflänge
über und unter dem Kontaktpunkt bereitgestellt wird, um zu verhindern, dass
der Kontaktpunkt wie ein Hebelpunkt durch Bereitstellen von adäquaten Hebelarmen
fungiert, und um eine ungewollte Bewegung zu verhindern.
In der alternativen Ausführungsform der Knochenschraube
30', die in 25 dargestellt ist, ist der Knochenschraubenkopf
32' in Richtung von der Oberseite des Knochenschraubenkopfs 32'
zur Schraubenspitze 36' hin spitz zulaufend. Wieder ist der Knochenschraubenkopf
32' so dimensioniert, dass er eine Presspassung in dem assoziierten Knochenschrauben-Aufnahmeloch
6, 8 erzielt, wenn die Knochenschraube 30' vollständig
installiert wurde. Wenn diese Ausführungsform der Knochenschraube
30' eingesetzt wird, brauchen die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6, 8 nicht mit einem angesenkten Bereich 4 ausgestattet
zu sein.
In jeder der obigen Ausführungsformen der Knochenschrauben präsentieren
die Knochenschrauben 30 und 30' eine einzigartige Kombination
eines spitz zulaufenden Schraubenschafts 33 und eines spiralförmigen
Gewindes 31. Der Durchmesser des Schraubenschafts 33 wird im Allgemeinen
von einem distalen Bereich des Schafts in der Nähe der Schraubenspitze
36 in Richtung des proximalen Bereichs des Schafts in der Nähe des
Schraubenkopfs 32 größer. In der bevorzugten Ausführungsform
ist die Rate der Vergrößerung im Durchmesser in der Nähe des Knochenschraubenkopfs
32 ebenfalls größer. Eine derartige Form verhindert Spannungsstufen
und stellt eine erhöhte Festigkeit an dem Schraube-Platte-Verbindungsbereich
bereit, wo er am meisten benötigt wird. Das Spitzzulaufen des Schraubenschafts
33 kann eine konkave Form aufweisen, wie in 24A
dargestellt ist, oder kann linear sein. Der distale Bereich des Schraubenschafts
33 kann einen konstanten Durchmesser annehmen.
Wieder bezugnehmend auf die 24A und
24B, weist das Gewinde 31 der Knochenschraube
30 einen im Wesentlichen konstanten äußeren oder Scheiteldurchmesser
„d" von dem proximalen Bereich des Schafts unterhalb des Knochenschraubenkopfs
32 zu dem distalen Bereich des Schafts in der Nähe der Knochenschraubenspitze
36 hin auf. In der Schraubenspitze 36 kann der Scheiteldurchmesser
des Gewindes 31 für vorzugsweise einen oder zwei Umdrehungen reduziert
sein, um das Einsetzen und Eindringen der Knochenschraube 30 in die Knochen
zu erleichtern.
In der bevorzugten Ausführungsform weist das Gewinde
31 jeder Knochenschraube 30 einen äußeren Durchmesser
auf, der etwas kleiner als der Durchmesser des untersten Bereichs 35 des
Knochenschrauben-Kopfs 32 ist, welcher benachbart zu dem nachlaufenden
oder oberen Ende des assoziierten Gewindes 31 ist. Zusätzlich ist
das Gewinde 31 in Richtung der Längsachse der Schraube relativ dünn und
nach außen zugespitzt und weist einen dreieckigen Querschnitt auf.
Ein Beispiel für die Dimensionen einer Knochenschraube zur Verwendung
in einem chirurgischen Eingriff an einer menschlichen anterioren Halswirbelsäule
zum Einsetzen in den Wirbelkörper ist wie folgt: Der Gewindebereich dieser
Schraube hat eine Länge von etwa 10 mm bis etwa 22 mm (12-18 mm bevorzugt)
und eine Kopflänge von etwa 1 mm bis etwa 3 mm (2-2,5 mm bevorzugt). Der Gewindebereich
sollte einen maximalen Außendurchmesser von etwa 3,6 mm bis etwa 5,2 mm (3,8-4,5
mm bevorzugt) haben, und der Kopf weist einen Durchmesser von etwa 3,8 mm bis etwa
6 mm (4-5,5 mm bevorzugt) auf. Die Gewindesteigung ist von etwa 1,25 bis 2,5 mm
(1,5-2 mm bevorzugt) und weist ein scharfes und dünnes Gewindeprofil auf. Der
Scheitelpunkt der beiden Flächen des Gewindes weist einen Winkel von weniger
als etwa 21 Grad (15 Grad bevorzugt) auf, und die Basis des Gewindes ist weniger
als etwa 0,60 mm dick (0,25 mm-0,35 mm bevorzugt). Die Schraube hat einen Basisdurchmesser,
der von proximal oberhalb der Spitze des Schafts entlang der Längsachse zu
proximal unterhalb des Kopfbereichs der Schraube ansteigt. Vorzugsweise ist die
Spitze der Schraubenspitze mit zumindest einem ausgeschnittenen Abschnitt gerillt,
um die Schraube selbstschneidend zu machen.
Obwohl das Gewinde 31 der Knochenschraube 30 ein
dünnes Profil aufweist, wird das Gewinde nichtsdestoweniger fester als der
Knochen sein, in welchen es eingeführt wird, so dass dieses Gewinde effizient
eine dünne spiralförmige Kerbe in das Knochengewebe schneiden wird. Das
Volumen des Knochens, das durch die Dicke des Gewindes verdrängt wird, ist
aufgrund der dünnen Form des Gewindes minimiert, wobei sogar der wesentliche
Scheiteldurchmesser des Schraubengewindes den Oberflächenbereich des Gewindes
im Kontakt mit dem Knochen maximiert. Während ein Vergrößern des
Durchmessers des Schraubenschafts 33 in der Nähe des Knochenschrauben-Kopfs
32 dessen Festigkeit vergrößert, wo es notwendig ist, ermöglicht
ein Reduzieren des Durchmessers des Schraubenschafts 33 von dem Knochenschrauben-Kopf
32 weg, wo eine derartige Festigkeit nicht erforderlich ist, einen maximalen
Eingriffsbereich für das Gewinde 31 in den Knochen.
In der bevorzugten Ausführungsform, wie in den 24A
und 26 dargestellt, ist die Knochenschraubenspitze
36 mit Schneid-Rillen 38 ausgestattet, um die Knochenschraube
30 selbstschneidend zu machen. Anders als die Knochenschrauben im Stand
der Technik, die für einen chirurgischen Eingriff an der anterioren Halswirbelsäule
eingesetzt werden, welche nicht selbstschneidend sind, ist die Gewindeform selbst
eher wie ein Gewindebohrer als eine konventionelle Schraube dadurch, dass das Gewinde
sehr scharf und gerillt ist. Zusätzliche Ausführungsformen der Knochenschrauben
30 sind in den 53-55
dargestellt.
Als Beispiele sind Platten zum Fusionieren von drei benachbarten Wirbelkörpern
(2 Zwischenräume oder zwei Spinalsegmente) dargestellt. Jeder Satz der Knochenschrauben-Aufnahmelöcher,
der mit einem Wirbelkörper assoziiert ist, wird als ein Segment der Platte
betrachtet, so dass zum Beispiel in 1 drei Segmente
dargestellt sind, ein oberes, ein mittleres und ein unteres Segment. Während
die aktuelle Diskussion im Zusammenhang mit den Platten zur Verwendung beim Fusionieren
von drei Wirbelkörpern über zwei Zwischenräume hinweg steht, versteht
es sich, dass längere und kürzere Platten mit der entsprechenden Anzahl
und Anordnung von Knochenschrauben-Aufnahmelöchern korrespondierend zu der
Anzahl der Wirbelkörper, die fusioniert werden sollen, in Erwägung gezogen
sind und die Form der Platten annehmen würden, die mit weniger oder mehr zwischenliegenden
Segmenten dargestellt sind, wie etwa dem Segment entlang der Linie 9 aus
1 oder den zwischenliegenden Segmenten der Platten,
die in den 82-84F dargestellt sind.
Bezugnehmend auf die 31-42
wird ein Überblick über die Schritte des Verfahrens zum Installieren der
Platten gemäß der vorliegenden Erfindung unten fortgesetzt. Eine detaillierte
Beschreibung der Instrumentation und des Verfahrens zum Installieren der Platten
gemäß der vorliegenden Erfindung folgt dem Überblick.
Schritt 1
Nachdem die Zwischenkörperfusionen abgeschlossen sind, entfernt
der Chirurg irgendwelche Knochensporen oder lokalisierte Irregularitäten entlang
der Vorderseite der Wirbelsäule in dem Bereich, der fusioniert werden soll.
Schritt 2
Die Platte mit korrekter Länge wird von dem Chirurgen durch Messen
des Abstands auf der Wirbelsäule mittels Messschieber, Maßstab, einer
Schablone oder dergleichen ausgewählt. Diese Platte weist eine Länge auf,
die ausreichend ist, um den Abstand der Wirbelsäule, der fusioniert werden
soll, zu überspannen und insbesondere einen Bereich von jedem der End-Wirbelkörper
zu überlappen, die fusioniert werden sollen.
Schritt 3
Verwenden eines Plattenhalters, wobei die Platte in der Wunde platziert
und positioniert wird, um zu dem Positionieren, der Länge und der Schraubenlöcherausrichtung
relativ zu den Segmenten der Wirbelsäule zu passen, die fusioniert werden sollen.
Schritt 4
Wie in 31 dargestellt, kann mit der derart
positionierten und sicher gehaltenen Platte die Platte an jeden der Wirbelkörper
angebracht werden, die fusioniert werden sollen (nur als Beispiel, hier als der
oberste Wirbelkörper dargestellt).
Unterschritt 4A
Der Führungs- (Ausrichtung) Lochstempel 60 wird an der
Platte 2 wie in 32 angebracht, oder alternativ
kann die nichtbevorzugte Bohrerführung aus 37
verwendet werden. In jedem Falle ist das führungslochbildende Mittel fest zu
der Plattenwand des Knochenschrauben-Aufnahmelochs ausgerichtet und gehalten.
Unterschritt 4B
Das Führungsloch wird dann durch Zusammenpressen des Führungslochstempels
aus 32 oder durch Bohren mit dem Bohrer aus
37 ausgebildet. In der nichtbevorzugten Alternative
kann die Ausbildung des Führungslochs ohne all dieses bewerkstelligt werden,
und die ausgewählte richtige Schraube, die eine Länge aufweist, die entlang
ihres Pfades geringer als der Abstand zu dem posterioren Wirbelkörper-Cortex
ist, kann direkt eingesetzt werden.
Die Bestimmung der geeigneten Schraubenlänge wird durch Messen
oder Schablonieren von Röntgen-, MRT- oder CT-Aufnahmen gemacht oder direkt
durch Messen der Tiefe des Bandscheibenraums bestimmt.
Schritt 5
Die richtige Schraube wird dann an dem Schraubendreher angebracht,
welcher unabhängig von der spezifischen Form des Schraubendrehereingriffsmittels
so gestaltet ist, dass er eine Presspassung aufweist, so dass die Schraube während
des Transports zu der Einsetzstelle fest mit dem Dreher verbunden ist. Die
41, 42, 63,
64, 80 und 81
zeigen verschiedene Wege zum Erzielen einer derartigen Passung des Schraubendrehers
und der Schraube. Zusätzlich zu einer Keilverbindung an der Schrauben-Schraubendreher-Schnittstelle
sind Clips und Federn und andere Mittele zum temporären und reversiblen Sichern
der Schraube an dem Schraubendreher gut bekannt, wie etwa in 80
dargestellt ist, in der eine geschlitzte, nach innen federnde Hülse eine Gewindekappe
am Umfang hält, bis sie, wenn sie in die Platte geschraubt wird, automatisch
zurückgedrückt wird und die Gewindekappe freigibt.
Sobald eine erste Knochenschraube vollständig in einen Wirbelkörper
durch die Platte hindurch eingesetzt ist, ist es bevorzugt, die andere des Querpaares
in der durch 33 bereits gezeigten Art und Weise einzusetzen.
In einer ähnlichen Art und Weise ist es möglich, die verbleibenden
Knochenschrauben je nach den Vorlieben des Chirurgen in jeden der Wirbelkörper,
der in die Fusion einbezogen wird, nur in die Endwirbelkörper des Fusionskonstruktes
einzusetzen oder alternativ Schrauben in die Fusionsimplantate zu platzieren.
Jedoch ist es, wie in den 33,
34, 38 und 39
dargestellt, nach Meinung des Chirurgen möglich, irgendeinen Bereich oder alle
des Fusionskonstruktes unter Druck zu platzieren und dieses intersegmentiell oder
quer zur gesamten Länge des Fusionskonstruktes zu tun, sogar wenn dieses multi-segmentiert
ist.
Es ist anerkannt, dass den gleichen Vorgang im Allgemeinen für
irgendeines der in dieser Beschreibung offenbarten Plattensysteme eingesetzt werden
kann.
Wie in 31 dargestellt, sind die Wirbelkörper
50a-c durch Fusions-Implantatblocks 51 voneinander separiert,
welche vorher in den Bandscheibenraum zwischen benachbarten Wirbelkörpern
50 installiert wurden, und bilden ein Fusions-Knochenimplantat-Konstrukt.
Die Platte 2 ist in 31 mit entfernten Verriegelungselementen
20, 21 dargestellt, um die Illustration zu vereinfachen. Es versteht
sich, dass jedoch in der bevorzugten Ausführungsform die Verriegelungselemente
20, 21 in die Positionen, die in 6
dargestellt sind, vor dem Positionieren der Platte 2 über den Wirbelkörpern
der Wirbel 50 vorinstalliert sein können und vorzugsweise sind, wodurch
dem Chirurgen Zeit und Mühe erspart wird.
Die Platte 2 kann durch irgendein bekanntes Platten-Haltemittel
gehalten werden, allerdings vorzugsweise durch die Haltewerkzeuge, die in den
45, 46 oder
70 dargestellt sind, durch die Kerben 142
in den Seiten der Kompressionsarme 104, 130 eines Wirbel-Druckwerkzeuges
100, das in 39 dargestellt ist, oder als eine
weitere Alternative durch den einheitlichen Plattenhalter, der ähnlich zu dem
Design in 70 ist.
Wie in 45 gezeigt, weist der Plattenhalter
870 ein hohles röhrenförmiges Gehäuse 872 mit einer
zentralen Stange 874 auf, die an dem einen Ende ein Gewinde 878
zum Eingriff in eines der Gewindeverriegelungslöcher 12 in der Platte
2 hat. Das untere Ende des Gehäuses 872 hat Auskragungen 880,
882, die sich nach außen erstrecken und dann nach unten, um in die
Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 8 der Platte 2 zu passen
und zu verhindern, dass das Gehäuse 872 rotiert. Die zentrale Stange
874 ist in dem Gehäuse 872 derart angeordnet, dass sie durch
Rotieren eines Handgriffs (nicht dargestellt) rotiert werden kann, welcher an dem
oberen Ende der zentralen Stange 874 fixiert ist.
In 46 ist eine alternative Ausführungsform
des Plattenhalters 890 dargestellt. Ein einzelnes solides Element
890 hat eine Gewinde-Auskragung 894 an ihrem unteren Ende zum
Anbringen an dem mittleren Gewindeverriegelungsloch 12 in der Platte. Die
untere Fläche des Halters 890 dieser Ausführungsform ist so konturiert,
dass sie zu der Kontur der Oberfläche der Platte benachbart zu dem Verriegelungsloch
12 passt und ist als eine Vertiefung 14 dargestellt.
Bezugnehmend auf die 67-68
ist eine Ausführungsform eines Plattenhalters zum Halten jeder der Platten,
wenn sie an den Wirbeln positioniert werden, dargestellt und im Allgemeinen durch
die Ziffer 800 bezeichnet. Der Plattenhalter 800 weist ein hohles
röhrenförmiges Gehäuse 802 mit einer zentralen Stange
804 auf, die an dem einen Ende einen Handgriff 806 und an ihrem
anderen Ende ein Gewinde 808 für den Eingriff in eines der Gewindeverriegelungslöcher
12 in der Platte 600 hat. Das untere Ende des Gehäuses
802 weist Auskragungen 810, 812 auf, die sich nach außen
erstrecken und dann nach unten 814, 816, um entlang des Seitenrandes
der Platte 2 zwischen das Ende und die zwischenliegenden Flügel
4 zu passen und zu verhindern, dass das Gehäuse 802 rotiert.
Die zentrale Stange 804 ist in dem Gehäuse 802 derart angeordnet,
dass sie durch Rotieren des Handgriffs 806 rotiert werden kann, welcher
an dem oberen Ende der zentralen Stange 804 fixiert ist. Diese zentrale
Stange 804 kann auch an dem Gehäuse 802 derart angebracht
werden, dass sie sich in gewissem Maße durch irgendeine Anzahl von herkömmlichen
Art und Weisen auf und ab bewegen kann, wie etwa dadurch, dass die zentrale Stange
804 eine ringförmige Vertiefung mit einer Länge von etwa 3-5
mm und eine Stellschraube hat, die von dem Gehäuse nach innen vorsteht, um
in die zentrale Stange 804 einzugreifen. Sobald die Platte 600
an der richtigen Stelle ist und die Platte an einem der Wirbel mittels Knochenschrauben
80 angebracht ist, wird die zentrale Stange 804 von der Öffnung
in der Platte 600 getrennt, und der Halter 800 wird entfernt.
69A ist eine alternative Ausführungsform des Plattenhalters
850. Ein einzelnes festes Element 852 weist an seinem unteren
Ende eine Gewindeauskragung 854 zum Anbringen in dem zentralen Gewindeverriegelungsloch
12 in der Platte auf. Das feste Element 852 könnte auch in
ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch 6 eingeschraubt werden. Die Bodenfläche
des Halters 850 dieser Ausführungsform ist derart konturiert, dass
sie mit den Konturen der oberen Fläche der Platte benachbart zu dem Verriegelungsloch
12 zusammenpasst, das als eine Vertiefung 14 dargestellt ist.
69B ist eine andere Ausführungsform des Plattenhalters
850'. Ein Gehäuse 851' mit einem Ende 853', das
derart konfiguriert ist, dass es in ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch
6 eingreift, nimmt eine Stange 855' mit einem ungleichmäßigen
Durchmesser und einem Gewindeabschnitt 857' auf. Wenn die Stange
855' durch einen Handgriff ähnlich dem Handgriff 806 aus
68 rotiert wird, schraubt sich die Stange
855' nach unten in das Gehäuse 851' in die passenden Gewinde
858'. Wenn das Ende der Stange 855' nach unten getrieben wird,
spreizt es Abschnitte 859a' und 859b' (859c' und
859d' sind nicht dargestellt) und klemmt den Plattenhalter 850'
in ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch der Platte. Der Plattenhalter 850'
wird am besten mit Knochenschrauben-Aufnahmelöchern ohne Gewinde verwendet,
funktioniert jedoch für alle Arten von Knochenschrauben-Aufnahmelöchern.
Bezugnehmend auf 70 ist eine alternative
Ausführungsform des durch die Ziffer 800' bezeichneten Plattenhalters
dargestellt, in welcher ein entfernbarer Handgriff 860 vorgesehen ist,
der zunächst zum Anbringen des Plattenhalters 800' an die Platte durch
Rotieren des Schaftes 804 und dann zum Weghalten des Plattenhalters
800' zu der Seite durch eine Verlängerung 864 während
des Anbringungsvorgangs verwendet wird, was die Wechselwirkung des Plattenhalters
800 mit dem chirurgischen Eingriff reduziert.
Bezugnehmend auf 38 ist ein Kompressionswerkzeug
100 mit einer Zahnstange 102 dargestellt, die einen ersten Kompressionsarm
104 an ihrem freien Ende befestigt hat. Der Kompressionsarm 104
weist an seinem distalen Ende eine Bohrung 106 zum entfernbaren Halten
von entweder einem Platten-Eingriffselement 108, das in 36
dargestellt ist, und einen Haken 110 an einem Ende zum Eingriff in eine
Vertiefung oder Kerbe 18 in dem Ende der Platte 2 auf, oder zum
entfernbaren Halten eines Kompressionsstabes 54, der in den 33-34
dargestellt ist. Wie in 36 dargestellt, weist das Platten-Eingriffelement
108 einen Schaft 112, der in die korrespondierende Bohrung
106 des Kompressionsarms 104 eingesetzt wird, und einen Flansch
115 zum Abstützen gegen die Bodenfläche der Bohrung
106 auf, um genau die Einsetztiefe des Platten-Eingriffselements
108 in der Bohrung 106 zu begrenzen. Eine Ringfeder
128, vorzugsweise aus Metall, ist in einer kreisförmigen Vertiefung
des Schafts 112 zum Halten des Platten-Eingriffselements 108 in
der Bohrung 106 angeordnet.
Bezugnehmend auf die 38-39
weist das Kompressionswerkzeug 100 einen zweiten bewegbaren Kompressionsarm
130 auf, der entlang der Zahnstange 102 parallel zum ersten Kompressionsarm
104 bewegbar ist. Das distale Ende des zweiten Kompressionsarms
130 weist ebenfalls eine Bohrung 132 auf, die gleich der Bohrung
106 ist und die einen entfernbaren Stab 134 aufnehmen kann. Die
Bohrungen 106 und 132 sind gleich, so dass jeder Kompressionsarm
104, 130 verwendet werden kann, um den entfernbaren Stab
134 zu halten, was dem Kompressionswerkzeug 100 ermöglicht,
in irgendeiner Orientierung verwendet zu werden. Dadurch, dass dem Platten-Eingriffselement
108 und dem Kompressionsstab 54 ermöglicht wird, sich in
den Bohrungen 106, 132 der beiden Kompressionsarme 104,
130 sowohl zu drehen als auch zu gleiten, und der Platten-Eingriffshaken
110 in der Lage ist, sogar in einem Winkel zu der Platte zu arbeiten, wird
der Vorrichtung ermöglicht, mittels des Kompressionsstabs 54 und der
Platte leicht an der Wirbelsäule anbringbar zu sein.
Der Kompressionsarm 130 weist eine Antriebsanordnung mit
einem Zahnrad (nicht sichtbar) auf, welches mit der Zahnstange 138 der
Stab-Zahnstange 102 im Eingriff ist und mit dem Kompressionsarm
130 derart verbunden ist, dass der Kompressionsarm 130 entlang
der Länge der Zahnstange 102 über die Rotation des Handgriffs
140 bewegbar ist, welcher mit dem Zahnrad verbunden ist. Wenn der Handgriff
140 in Richtung des in 38 dargestellten Pfeils
gedreht wird, bewegt sich der Kompressionsarm 130 in Richtung des Kompressionsarms
104. Die Antriebsanordnung weist einen Selbstverriegelungs-Lösemechanismus
auf, wodurch die Bewegung der beiden Kompressionsarme 104, 130
voneinander weg ohne die Betätigung der Freigabe verhindert wird. An dem innenliegenden
distalen Ende jedes Kompressionsarms ist an gegenüberliegenden Seiten eine
Kerbe 142 oder Aussparung zum Halten der Platte 2 entlang ihrer
Seiten zwischen den zentralen Flügeln 4 und den Endflügeln
4, wie in 37 dargestellt ist.
Während die Zahnstange 102 und die Kompressionsarme
104, 130 als gerade beschrieben wurden, ist es möglich, dass
die Zahnstange 102 und die Kompressionsarme 104, 130
gebogen oder anderweitig geformt sind, um eine Lordose in den Wirbelkörpern
zu induzieren, wenn es so gewünscht ist.
Wie in 31 dargestellt, werden in dem
Falle, dass das Kompressionswerkzeug 100 verwendet wird, um die Platte
2 zu halten, die Enden 144 der Kompressionsarme 104,
130 in einer Linie mit dem Fusions-Implantatskonstrukt 51 angeordnet
sein, welches in dem Bandscheibenraum platziert wurde, wenn die Platte
2 genau positioniert ist. Zwischen der Platte 2 und jedem Fusions-Implantatskonstrukts
51 wird eine Lücke existieren, die einen Raum schafft, um die freien
Enden der Arme 104, 130 aufzunehmen, sollten diese sich über
die Bodenfläche der Platte 2 hinaus erstrecken. Wie unten beschrieben
werden wird, kann das gleiche Kompressionswerkzeug 100 ebenfalls zum Zusammendrücken
einer Mehrzahl von Halswirbelsäulen-Wirbelkörpern, zwischen denen Knochenimplantate
angeordnet sind, während des Anbringens der Platte 2 an dem Wirbelkörper
50 verwendet werden.
Bezugnehmend auf 31 wird die Platte
2 durch einen geeigneten Halter gehalten, in diesem Fall als die Kompressionsarme
104 und 130 dargestellt. Sobald die Platte 2 mit angemessener
Länge genau positioniert wurde, so dass die Knochenschraubenaufnahmelöcher
6 zu den jeweiligen Wirbelkörpern 50a-c ausgerichtet sind,
die fusioniert werden sollen, ist der nächste Schritt die Ausbildung der Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6 vor der Installation der Knochenschrauben 30 selbst in dem Wirbelkörper
50a. Während der Vorgang so beschrieben wurde, dass zunächst
die Platte 2 an dem oberen Wirbelkörper 50a angebracht wird,
kann die Platte 2 an jedem der Wirbelkörper in irgendeiner Reihenfolge
angebracht werden. Platten mit unterschiedlicher Größe werden verwendet,
so dass, wie oben indiziert, der Arzt die Platte mit der angemessenen Größe
auswählen wird, bei welcher die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6, 8 zu den drei benachbarten Wirbelkörpern 50a,
50b und 50c ausgerichtet sind. Führungslöcher werden
durch eine führungslochbildende Vorrichtung 60 gebildet, die in den
31 und 32 dargestellt
ist. Im Gegensatz zum Stand der Technik und den Schrauben-Plattierungssystemen können
die Knochenschrauben 30 eingesetzt werden, ohne vorher ein Loch in dem
Wirbelkörper auszubilden, da die Knochenschrauben 30 vorzugsweise
scharf zugespitzt und selbstschneidend sind und an ihrer Spitze einen abnehmenden
Hauptdurchmesser aufweisen, um das Eintreten und Hineinziehen der Schrauben in den
Knochen zu unterstützen. Während ein Loch in den Knochen des Wirbelkörpers
vor dem Schraubeneinsetzen ausgebildet sein kann, ist es allerdings bevorzugt, dass
das Loch einen kleineren Durchmesser als den Fußdurchmesser der Schraube aufweist
und für einen anderen Zweck als im Stand der Technik ist. Im Stand der Technik
muss das gebohrte Loch einen Durchmesser haben, der gleich, aber vorzugsweise größer
als der (kleinere) Fußdurchmesser der Schraube ist, da die Schrauben nicht
selbstschneidend sind. Es ist wünschenswert, Führungslöcher zu erzeugen,
um sicherzustellen, dass ein genauer Pfad für die Knochenschrauben
30 beibehalten wird, und um auch zu verhindern, dass Schäden an dem
Wirbelkörperknochen während des Einsetzens der Knochenschrauben
30 entstehen. Zusätzlich erzeugt die führungslochbildende Vorrichtung
60 eine kompaktere Wirbelkörper-Knochenmasse zum Aufnehmen der selbstschneidenden
Knochenschraube 30, die bei diesem Einsetzen verwendet wird.
Wie in den 31 und 32
dargestellt, weist die führungslochbildende Vorrichtung 60 ein hohles
zylindrisches Gehäuse 62 mit einem Boden auf, der mit einem Durchgangsloch
63 versehen ist. Das Gehäuse 62 enthält einen zentralen
Schaft 64, welcher sich durch das Durchgangsloch 63 in den Boden
des Gehäuses 62 erstreckt. Das Führungsende 66 des Schafts
64 läuft graduell in eine scharfe Spitze 65 spitz zu. Der
Schaft 64 ist mit einem Ringelement 73 ausgestattet, das einen
Durchmesser aufweist, welcher eng zu dem Innendurchmesser des Gehäuses
62 korrespondiert, um die Bewegung des Schafts 64 innerhalb des
Gehäuses 62 zu führen. Eine Druckfeder 67 ist zwischen
dem Ringelement 73 und dem Boden des Gehäuses 62 angeordnet.
Die Kompressionsfeder 67 schafft eine Vorspannkraft, welche normalerweise
die scharfe Spitze 65 in eine zurückgezogene Position innerhalb des
Gehäuses 62 drängt. Das obere Ende des Schafts 64 hat
einen vergrößerten Kopf 68, der sich außerhalb des Gehäuses
62 erstreckt und welcher beabsichtigt ist, manuell gedrückt oder durch
ein Schlaginstrument getroffen zu werden, um die scharfe Spitze 65 aus
dem Gehäuse 62 heraus und in den Wirbelkörper 50a zu
treiben. Der Schaft 64 hat eine Länge, die die Länge der Feder
67 berücksichtigt, die diese haben wird, wenn sie vollständig
zusammengedrückt ist, um die maximale Tiefe des Führungslochs zu bestimmen,
das in dem Wirbelkörper ausgebildet wird. Die Tiefe wird ausgewählt, um
sicherzustellen, dass das Führungsloch nicht den posterioren Cortex des Wirbelkörpers
erreicht, welcher den Spinalkanal abgrenzt.
Bestimmte strukturelle Merkmale der lochbildenden Vorrichtung
60 sind detaillierter in 32 dargestellt. Insbesondere
kann gesehen werden, dass das untere Ende des Gehäuses 62 einen vorstehenden
Bereich 69 aufweist, der so dimensioniert ist, dass er präzise in
ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch 6 oder 8 der Platte
2 passt. Der Boden 71 des vorstehenden Bereichs 69 ist
flach in einer Ebene senkrecht zur Achse des Gehäuses 62. Wenn der
vorstehende Bereich 69 des Gehäuses 62 angenehm in ein Knochenschrauben-Aufnahmeloch
6, 8 eingesetzt ist und der flache Boden 71 glatt gegen
die obere Fläche der Platte 2 platziert ist, ist sichergestellt, dass
das Führungsende 66 des Schaftes 64 ein Führungsloch
in dem Wirbelkörperknochen ausbilden wird, das eine Achse senkrecht zur Ebene
des assoziierten Bereichs der Platte 2 hat, wodurch sichergestellt wird,
dass die Knochenschraube 30 anschließend so installiert wird, dass
ihre Achse ebenfalls senkrecht zur Ebene ist, welche parallel zu der oberen und
unteren Fläche des assoziierten Bereichs der Platte 2 ist.
Wenn eine Platte verwendet wird, welche ein Gewinde-Knochenschrauben-Aufnahmeloch
aufweist, wird das untere Ende der führungslochbildenden Vorrichtung
60 derart eingeschraubt, dass sie in das Gewinde des Knochenschrauben-Aufnahmelochs
6, 8 eingreift, wodurch die Platte und die führungslochbildende
Vorrichtung aneinander befestigt werden, was eine stabile Passung zwischen der führungslochbildenden
Vorrichtung und der Platte 2 sicherstellt. Es wird angemerkt, dass der
Durchmesser des Führungsendes 66 des Schafts 64 klein ist,
da er in den geringen Raum passen muss, der zwischen der Innenwand der führungslochbildenden
Vorrichtung bleibt. Da es nur ein Führungsloch für eine selbstschneidende
Knochenschraube 30 ist, das ausgebildet wird, ist der kleine Durchmesser
befriedigend.
Bezugnehmend auf 37 kann, wenn es aus
irgendeinem Grund gewünscht sein sollte, das Führungsloch in dem Wirbelkörper
50 eher durch Bohren als durch die Verwendung der führungslochbildenden
Vorrichtung 60 auszubilden, eine Bohrerführung 80 verwendet
werden, die ein unteres Ende aufweist, wie in 37 gezeigt
ist. Die Bohrerführung 80 besteht aus einem röhrenförmigen
Element 82 und einem unteren Ende 84 mit kleinem Durchmesser,
welches dimensioniert ist, um eine präzise Presspassung in dem assoziierten
Knochenschrauben-Aufnahmeloch 6, 8 der Platte 2 zu erzielen.
Entlang dem unteren Ende 84 mit kleinem Durchmesser weist die Bohrerführung
80 eine axiale Endfläche in einer Ebene senkrecht zur Längsachse
der Bohrerführung 80 auf, so dass, wenn der Bereich 84 mit
kleinem Durchmesser in das Knochenschrauben-Aufnahmeloch 6 eingepasst wird
und die Fläche, die den Bereich 84 mit kleinem Durchmesser umgibt,
flach gegen die obere Fläche der Platte 2 anliegt, die Achse der Bohrerführungsbohrung
86 in der Bohrerführung 80 präzise senkrecht zur oberen
und unteren Fläche des assoziierten Bereichs der Platte 2 sein wird.
Wie in dem oben beschriebenen Fall kann das untere Ende der Bohrerführung
80 ein Gewinde aufweisen, um mit der Gewindeöffnung der Platte
2 im Eingriff zu sein.
Nachdem die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 6,
8 in dem Wirbelkörper 50a durch die oberen beiden Knochenschrauben-Sicherungslöcher
6 der Platte 2 mittels entweder der lochbildenden Vorrichtung
60 oder der Bohrerführung 80 ausgebildet sind, werden die
Knochenschrauben 30 in den Wirbelkörper 50 eingeschraubt,
während die Platte 2 fest gegen den Wirbelkörper 50
mit dem Kompressionswerkzeug 100 oder dem Plattenhalter 800 gehalten
wird. Dies verriegelt die Platte an dem Wirbelkörper 50a.
Es ist dann möglich, wenn gewünscht, das Fusionsimplantat
in dem nächsten benachbarten Wirbelkörper 50b vor dem Anbringen
der Knochenschrauben 30 an dem benachbarten Wirbelköper
50b durch die mittleren Knochenschrauben-Aufnahmelöcher der Platte
2 zusammenzudrücken. Sobald die anfänglichen Knochenschrauben
in dem Wirbelkörper 50a in Position sind, kann der Plattenhalter
100 oder 800 von der Platte 2 entfernt werden. Die Kompression
des Fusionsimplantatkonstrukts zwischen den beiden benachbarten Wirbelkörpern
50a und 50b wird wie folgt erzielt:
Der Kompressionsstab 54 wird durch das mittlere Verriegelungsloch
12 der Platte 2 mittels eines Einsetzwerkzeugs 90, das
in den 33, 34 und
35 dargestellt ist, in die Wirbelknochen des Wirbelkörpers
50b getrieben, wo er in einem anschließenden Schritt verwendet wird,
um eine Kompressionskraft zwischen den Wirbelkörpern 50a und
50b anzulegen. Der Kompressionsstab 54 besteht aus einem Schaft
56 mit einer scharfen Spitze 57 an seinem unteren Ende, einem
vergrößerten zentralen Kragen 58, welcher als ein Tiefenstopp
dient, und einer Umfangskerbe 59 in der Nähe seines oberen Endes,
die einen vergrößerten Kopf 55 definiert.
Das Kompressionsstab-Einsetzwerkzeug 90 besteht aus einem
Schaft 92 mit einem geschlossenen hohlen Bereich 94 an seinem
unteren Ende 96 zum Aufnehmen des Kompressionsstabs 54 und einer
vergrößerten Schlagkappe 98 an seinem anderen Ende. Das Kompressionsstab-Einsetzwerkzeug
90 weist auch in seinem unteren Ende 96 eine zweite Öffnung
95 mit einer Aussparung 99 in ihrer Innenwand auf, um einen Eingriff
des vergrößerten Kopfs 55 an dem Kompressionsstab 54
innerhalb der Vertiefung 97 zu ermöglichen. Die zweite Öffnung
95 ist in Kommunikation mit dem hohlen Bereich 94 des Einsetzwerkzeugs
90, wie in 35 dargestellt ist.
Bezugnehmend auf 38 wird die Bohrung
132 in dem zweiten Kompressionsarm 130 des Kompressionswerkzeugs
100 dann mittels des Kompressionsstabs 54 an den Wirbelkörpern
50b angelegt, und das Platten-Eingriffselement 108 wird in die
Bohrung 106 des ersten Kompressionsarms 104 des Kompressionswerkzeugs
100 eingesetzt. Der Haken 110 des Platten-Eingriffselements
108, in 36 dargestellt, wird in die Kerbe
18 am Ende der Platte 2 eingesetzt, welche durch die Knochenschrauben
30 fixiert ist, die in den Wirbelkörper 50a eingesetzt sind,
wie in 38 dargestellt ist. Wie oben indiziert, kann
jedoch das Kompressionswerkzeug 100 gedreht werden, so dass der erste Kompressionsarm
104 nun am Boden ist und in der Lage ist, mittels des Kompressionsstabs
54 in den Wirbelkörper 50c zu passen.
Da die Platte mittels Knochenschrauben 30 an dem Wirbelkörper
50a angebracht ist und der Kompressionsstab 64 an dem benachbarten
Wirbelkörper 50b fixiert ist, ergibt eine Bewegung des ersten und
des zweiten Kompressionsarms 104 und 130 in Richtung des Wirbelkörpers
50a durch Rotation des Handgriffs 140 eine Kompression des Knochenimplantatkonstruktes
51 zwischen den benachbarten Wirbelkörpern 50a und
50b. Der Abstand von einigen Millimetern ist ausreichend für eine
Kompression des Knochenimplantatkonstruktes 51. Sobald die gewünschte
Kompression erreicht ist, können Knochenschrauben-Führungslöcher
in dem Wirbelkörper 50b mittels einer führungslochbildenden Vorrichtung
60 wie oben beschrieben zum Einsetzen von Knochenschrauben 30
in die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher 8 der Knochenplatte
2 ausgebildet werden, womit die Platte 2 an dem benachbarten Wirbelkörper
50b fixiert wird. Das Kompressionswerkzeug 100 kann dann durch
Betätigen der Freigabe abgezogen werden.
39 illustriert die Verwendung des Kompressionswerkzeugs
100, um einen Druck zwischen den unteren beiden Wirbelkörpern
50b und 50c zu induzieren, nachdem die Knochenschrauben
30 in dem mittleren Wirbelkörper 50b wie gerade beschrieben
installiert wurden. Wie in 39 zu sehen, verbleibt der
Kompressionsstab 64 an Ort und Stelle in dem mittleren Wirbelkörper
50b, und ein zusätzlicher Kompressionsstab 54 wird in den
unteren Wirbelkörper 50c mittels eines führungslochbildenden
Werkzeugs 60 distal zu der Platte selbst in der Aussparung zwischen den
Endauskragungen 4 getrieben, um dem unteren Kompressionsstab
64 zu ermöglichen, sich in Richtung des Wirbelkörpers
50b, wie gezeigt, nach oben zu bewegen. Der ursprüngliche Kompressionsstab
64 wird in die Bohrung 106 in dem ersten Kompressionsarm
104 eingesetzt, und der zusätzliche Kompressionsstab 54 wird
in die Bohrung 132 des zweiten Kompressionsarms 130 des Kompressionswerkzeugs
100 eingesetzt. Wiederum wie oben diskutiert, ergibt das Drehen des Handgriffs
140, dass sich die beiden Kompressionsarme 104, 130 in
Richtung aufeinander zu bewegen, was wiederum ergibt, dass sich der Kompressionsstab
54 in dem Wirbelkörper 50c in Richtung des oberen Kompressionsstabs
54 in dem Wirbelkörper 50b bewegt, und damit wird das Fusionsimplantatkonstrukt
51 zwischen den Wirbelkörpern 50b und 50c zusammengedrückt.
Der obere Kompressionsstab 54 in dem Wirbelkörper 50b kann
sich nicht bewegen, da der Wirbelkörper 50b durch das Einsetzen der
Knochenschrauben 30 in die Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
8 der Platte 2 fixiert wurde. Damit können sich nur der untere
Kompressionsstab 54 und der Wirbelkörper 50c bewegen. Wie
vorher sind die Führungslöcher assoziiert mit dem Wirbelkörper
50c ausgebildet, und die Knochenschrauben 30 werden durch Knochenschrauben-Aufnahmelöcher
6 eingesetzt. Das Kompressionswerkzeug 100 wird dann entfernt.
Der Kompressionsstab 54 wird dann von dem Wirbelkörper durch dessen
Einsetzen in die zweite Öffnung 95 des Kompressionsstab-Einsetz-/Entfernungs-Werkzeugs
90 extrahiert, so dass er mit dem vergrößerten Kopf
55 des Endes des Kompressionsstabs 54 in die Vertiefung
97 eingreift, wie in 34 dargestellt ist.
Es wurde erkannt, dass andere Variationen zum Zusammendrücken
eingesetzt werden können. Zum Beispiel kann während des Zusammendrückens
des Fusionsimplantatkonstrukts 51 zwischen den Wirbelkörpern
50b und 50c der Haken 110 des Kompressionswerkzeugs
100 im Eingriff mit der Kerbe 18 in dem Ende der Platte
2 sein, und der andere Kompressionsarm des Kompressionswerkzeugs
100 kann im Eingriff mit dem Kompressionsstab 54 in dem dritten
benachbarten Wirbelkörper 50c sein. Es wird ebenfalls angemerkt, dass
die Platte 2 einen Aussparungs-End-Ausschnittsbereich zwischen den Flügeln
am Ende der Platte zum Einsetzen des Kompressionsstabs 54 in den Wirbelkörper
aufweist. Anderenfalls kann dort kein Raum unter dem Ende der Platte 2
zum Einsetzen des Kompressionsstabs 54 sein.
Es wird angemerkt, dass der oben beschriebene Vorgang mit den vollständig
in die Wirbelkörper 50a, 50b und 50c eingesetzten
Knochenschrauben 30 durchgeführt werden wird und eine Lordose während
des Zusammendrückens des Knochenimplantatkonstrukts 51 beibehalten
wird.
Wie oben indiziert, wurde der Vorgang zum Anbringen der Platte
2 an den Wirbelkörpern 50a, 50b und 50c
ohne die Verriegelungsschrauben 20, 21 an Ort und Stelle auf der
Platte 2 illustriert. 40 ist eine perspektivische
Ansicht, die die Platte 2 aus den 1-5
in einem Zustand eines chirurgischen Eingriffs darstellt, wenn die Knochenschrauben
30 vollständig in drei benachbarte Wirbelkörper 50a,
50b und 50c installiert wurden und Verriegelungsschrauben
20, 21 um einen Winkel von etwa 90° gedreht wurden, um drei
Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle zu verriegeln, die linke Verriegelungsschraube
20, wie gesehen, um einen Winkel von etwa 60° gedreht wurde, um drei
Knochenschrauben 30 an Ort und Stelle zu verriegeln, und die mittlere Verriegelungsschraube
21 um einen Winkel von etwa 90° gedreht wurde, um zwei andere Knochenschrauben
30 an Ort und Stelle zu verriegeln. Zu diesem Zeitpunkt ruht eine der Kurvenflächen
44 jeder Verriegelungsschraube 20, 21 auf dem Schraubenkopf
32 einer jeweiligen Knochenschraube 30.
Die Installation der Verriegelungskappe 300 kann ebenfalls
mit einem Werkzeug 220 durchgeführt werden, wie in den 41
und 42 dargestellt ist, das eine geeignet geformte
Spitze 222 mit einer Länge aufweist, die zu der Tiefe des Lochs
306 in einer Verriegelungskappe 300 korrespondiert. Das Ende
222 des Werkzeugs 220 ist gerade proximal zu dem distalsten Ende
gebördelt, so dass es eine Reibpassung mit der Schraubenkappe 300
zum Erleichtern einer Manipulation erzeugt und verhindert, dass die Schraubenkappe
300 von dem Werkzeug 200 abfällt.
43 ist eine Schnittansicht in der Ebene in der Mitte
der beiden Endverriegelungsschraubenlöcher 6 der Platte
2 mit zwei Knochenschrauben 30 in ihren installierten Positionen
und dem Verriegelungselement 21 in seiner Verriegelungsposition.
44 ist eine vergrößerte Ansicht einer der
Knochenschrauben 30 in der Platte 2 aus 43.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Achse jeder Schraube
30 im Allgemeinen senkrecht zu Tangenten der oberen und unteren Fläche
der Platte 2 an Punkten, welche durch die Längsachse der assoziierten
Knochenschraube 30 geschnitten werden. Damit können aufgrund der Krümmung
der Platte 2 in der Ebene der 18 die Knochenschrauben
30 so ausgerichtet sein, dass sie mit einem gewünschten Winkel in
Richtung aufeinander zu konvergieren. Die Achsen der beiden Knochenschrauben
30, die in 18 dargestellt sind, können
sich in einem Winkel von etwa 45° schneiden. Alternativ kann die Krümmung
der Platte von Seite zu Seite so sein, dass sie zu der Fläche des anterioren
Aspekts der Halswirbelsäule eines erwachsenen Menschen passt, und die Achsen
des Schraubenlochpaares können davon abweichend senkrecht zu der Ebene zu sein,
von einem Ende aus gesehen, um eine optimale Konvergenz zu erzielen.
Da die Knochenschrauben 30, sobald sie eingesetzt sind, in
der Platte verriegelt sind, wird eine "Klaue" einer festen dreieckigen Rahmenstruktur
an jedem Paar von Knochenschrauben 30 derart erreicht, dass das Anbringen
der Platte 2 an den Wirbelkörpern 50a, 50b und
50c aufgrund des Einfangens einer eingekeilten Masse von Knochenmaterial
zwischen dem winkligen Knochenschraubendreieck in hohem Maße sichergestellt
sein würde, sogar wenn irgendein Gewindelösen auftreten sollte. Die "Klaue"
kann ferner durch drei abgewinkelte Knochenschrauben in einer dreibeinigen Konfiguration
oder durch vier Knochenschrauben in einer vierseitigen Klauenkonfiguration ausgebildet
sein.
Ein Plattierungssystem gemäß jeder der obi