ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konfiguration
eines Sensors für reflektiertes Licht zum Detektieren der Intensität der
Reflexion eines emittierten Lichts, das von einem detektierten Objekt reflektiert
wird, ohne durch Außenlicht beeinflusst zu werden.
BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
Zu den Geräten zum Messen biologischer Informationen wie etwa
des Pulses und der Körperbewegung gehören elektronische Geräte zum
optischen Detektieren einer Änderung des Blutvolumens, um auf der Grundlage
des detektierten Ergebnisses biologische Informationen anzuzeigen. Dieser Typ eines
optischen Pulswellen-Messgerätes (Messvorrichtung für biologische Informationen)
emittiert Licht von einer LED (Lichtemitterdiode) oder einem anderen Lichtemissionselement
zum Beispiel zur Fingerspitze und detektiert Licht, das vom Körper (Blutgefäß)
reflektiert wird, mittels einer Photodiode oder eines anderen Licht detektierenden
Elements. Es ist daher möglich, eine Änderung im Blutfluss, die durch
die Blutpulswelle hervorgerufen wird, als eine Änderung der Menge des detektierten
Lichts zu detektieren. Die Änderung der Pulsfrequenz oder Pulswelle wird dann
auf der Grundlage des so erhaltenen Pulswellensignals angezeigt. Als das von dem
Lichtemissionselement emittierte Licht wird gewöhnlich Infrarotlicht verwendet.
Hierbei ist anzumerken, dass, wenn Außenlicht wie etwa natürliches
Licht oder Fluoreszenzlicht auf den Photodetektor einfällt, die Menge des detektierten
Lichts mit der Änderung des Einfalls von Außenlicht schwankt. Genauer,
die Fingerspitze oder der andere detektierte Teil wird in einer herkömmlichen
Messvorrichtung für biologische Informationen gewöhnlich von einem Lichtschirm
abgedeckt, um die Auswirkungen von Außenlicht zu unterdrücken, da dieses
Außenlicht für das zu detektierende Pulswellensignal ein Rauschen (äußere
Störung) darstellt.
Die Leuchtdichte von natürlichem Licht ist jedoch wesentlich
größer als die Leuchtdichte von Licht, das von dem Lichtemissionselement
emittiert wird, wenn eine direkte Einwirkung von natürlichem Licht vorliegt,
wie etwa im Freien. Ein Problem bei einer herkömmlichen Messvorrichtung für
biologische Informationen ist daher, dass, wenn sie an einem Ort verwendet wird,
wo sie Außenlicht ausgesetzt ist, wie etwa im Freien, ein Teil des Außenlichts
zwangsläufig die Fingergewebe durchdringt und den Photodetektor erreicht, gleichgültig,
wie groß der Lichtschirm zum Abhalten von Außenlicht ausgeführt wird,
und leicht Pulsdetektionsfehler auftreten, die aus Schwankungen der Leuchtdichte
von Außenlicht resultieren. Solche herkömmlichen Messvorrichtungen für
biologische Informationen sind daher auf eine Verwendung an Orten eingeschränkt,
wo sie nicht Außenlicht ausgesetzt sind oder wo die Leuchtdichte von eventuellem
Außenlicht konstant ist. Diese Einschränkung kann überwunden werden,
indem eine sogar noch umfangreichere Lichtschirmkonstruktion verwendet wird, doch
die Größe der Messvorrichtung für biologische Informationen kann
dann nicht reduziert werden.
Um dieses Problem zu lösen, lehrt die japanische Veröffentlichung
einer ungeprüften Gebrauchsmusteranmeldung (Jikkai) S57-74009 (1982-74009)
einen Pulswellensensor, der zusätzlich zu einem Pulswellendetektor zum Detektieren
einer Pulswelle einen Außenlichtdetektor zum Detektieren von Außenlicht
umfasst. Dieser Außenlichtdetektor ist mit einem Filter abgedeckt, das dieselben
Durchgangseigenschaften aufweist wie die Körpergewebe, so dass der Pulswellensensor
die Wirkungen von Außenlicht anhand des Ergebnisses der Außenlichtdetektion
durch den Außenlichtdetektor kompensieren kann.
Es gibt jedoch individuelle Unterschiede beim Durchgang von Außenlicht,
und es ist daher schwierig, eine Außenlichtkomponente unter Anwendung der oben
genannten Technologie genau zu kompensieren. Ferner unterscheidet sich der Weg von
Außenlicht zum Pulswellendetektor entsprechend den relativen Positionen des
Pulswellendetektors und des Fingers. Das heißt, jedes Mal, wenn die Detektionseinrichtung
verwendet wird, ändert sich die Weglänge vom Punkt des Einfalls des Außenlichts
auf das Gewebe zum Pulswellendetektor. Es ist daher selbst durch Vorsehen eines
Filters mit konstanten Durchgangseigenschaften nicht möglich, eine Außenlichtkomponente
genau zu kompensieren.
Ein herkömmliches Gerät zum Detektieren der Schrittzahl
pro Minute einer Körperbewegung verwendet normalerweise einen eingebauten Beschleunigungsdetektor,
um eine Bewegung des Körpers zu detektieren, und bestimmt die Schrittzahl pro
Minute der Körperbewegung aus dem Körperbewegungssignal. Ein Pedometer
verwendet zum Beispiel ein piezoelektrisches Element PZT als einen kompakten Beschleunigungsdetektor
und detektiert die Geschwindigkeit, mit welcher sich der Benutzer bewegt, durch
Anwenden von Waveshaping auf das detektierte Körperbewegungssignal.
Geräte, die den oben erwähnten Beschleunigungsdetektor und
einen optischen Pulswellensensor kombinieren, sind auch als tragbare
Pulsmesser erhältlich, die in der Lage sind, den Puls zu messen, während
der Benutzer trainiert. Solche tragbaren Pulsmesser wenden einen Prozess der schnellen
Fourier-Transformation (Fast Fourier Transform, FFT) auf das von dem Beschleunigungsmesser
detektierte Körperbewegungssignal und das von dem optischen Pulswellensensor
detektierte Pulswellensignal an, um separat ein Körperbewegungsspektrum, das
hinsichtlich des Körperbewegungssignals indikativ ist, und ein Pulswellenspektrum,
das hinsichtlich des Pulswellensignals indikativ ist, zu detektieren. Das Pulswellenspektrum
und das Körperbewegungsspektrum werden dann verglichen, die dem Körperbewegungsspektrum
entsprechende Frequenzkomponente wird aus dem Pulswellenspektrum entfernt, und die
Frequenz mit der größten Spektralleistung wird dann aus dem verbleibenden
Spektrum entfernt, um die Grundfrequenz des Pulswellensignals zu bestimmen. Die
Pulsfrequenz wird dann anhand der Grundfrequenz des Pulswellensignals berechnet.
Ein herkömmlicher Pulsmesser wendet dafür zwei FFT-Operationen an und
berechnet die Pulsfrequenz anhand der Ergebnisse dieser FFT-Operationen.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben außerdem in der
japanischen Patentanmeldung H5-241731 (1993-241731) ein Gerät vorgeschlagen,
das eine Detektion der Pulsfrequenz ermöglicht, während der Benutzer trainiert,
und nur einen optischen Pulswellensensor verwendet und keinen Beschleunigungsdetektor
verwendet. Dieses Gerät untersucht die Differenz zwischen den Absorptionscharakteristiken
von oxygeniertem Hämoglobin in arteriellem Blut und reduziertem Hämoglobin
in venösem Blut. Das Funktionsprinzip dieses Geräts verwendet die lange
Wellenlänge (z.B. 940 nm) der Absorptionscharakteristik von oxygeniertem Hämoglobin,
verglichen mit der Absorptionscharakteristik von reduziertem Hämoglobin, und
die lange Wellenlänge (z.B. 660 nm) der Absorptionscharakteristik von reduziertem
Hämoglobin, verglichen mit der Absorptionscharakteristik von oxygeniertem Hämoglobin,
um Pulswellensignale zu detektieren, wendet eine FFT-Operation auf beide Pulswellensignale
an und bestimmt die Grundfrequenz der Pulswellensignale durch Vergleichen der Ergebnisse
der FFT-Operationen.
Kleine, kostengünstige Beschleunigungsdetektoren, die in Pedometern
verwendet werden, sind nur in einer Richtung empfindlich, können daher eine
Bewegung nicht in allen Richtungen detektieren und können daher eine Körperbewegung
nicht genau detektieren. Das Problem kann gelöst werden, indem ein Beschleunigungsdetektor
mit drei Achsen verwendet wird, doch hat dies eine komplexere Konstruktion zur Folge
und macht es schwierig, die Größe zu reduzieren.
Ein weiteres Problem bei den oben beschriebenen Pulsmessern, welche
einen Beschleunigungsdetektor verwenden, ist, dass es nicht möglich ist, während
des Trainierens die Pulsfrequenz weiter zu detektieren, wenn der Beschleunigungsdetektor
ausfällt. Außerdem erfordern unabhängig davon, ob ein Beschleunigungsdetektor
verwendet wird oder nicht, herkömmliche Pulsmesser zwei FFT-Operationen, wodurch
sie eine komplexere Konfiguration zur Folge haben und einen weiteren Prozess erfordern,
um die Grundfrequenz des Pulswellensignals aus dem Ergebnis der Frequenzanalyse
zu bestimmen.
US 5,431,170 offenbart ein auf den Puls
reagierendes Gerät wie etwa einen Pulsfrequenzmesser, welches einen Lichtemitter
und einen Lichtsensor zum Empfangen von Licht von dem Emitter nach einem Durchgang
durch oder einer Reflexion von Körpergewebe aufweist, um ein elektrisches Signal
zu liefern, das sich entsprechend einem Blutfluss oder anderen Fluidpulsationen
ändert.
US 5,524,617 beschreibt eine Vorrichtung
zum Messen der Sauerstoffsättigung von arteriellem Blut bei einem speziellen
Gewebespiegel, der von Interesse ist. Die Vorrichtung weist einen Lichtemitter und
zwei Photodetektoren auf. Der Emitter und die Photodetektoren sind so allgemein,
dass sich ein Photodetektor näher an dem Emitter befindet als der andere Photodetektor.
Während des Betriebs gelangt Licht von dem Emitter durch unterschiedliche Gewebeebenen
hindurch zu beiden Photodetektoren. Der Weg für den näheren Photodetektor
verläuft nur durch eine Hautschicht hindurch, während der Weg für
den weiter entfernten Photodetektor durch die Hautschicht und eine tiefere Geweberegion
hindurch verläuft.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung ist daher auf das Lösen der oben erwähnten
Probleme gerichtet, und ihre primären Aufgaben beinhalten Folgendes. Nämlich,
eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Photodetektionsvorrichtung
vom Reflexionstyp von einfacher Konfiguration zum Detektieren der Intensität
der Reflexion von emittiertem Licht, das von einem detektierten Objekt reflektiert
wird, ohne durch Außenlicht beeinflusst zu werden, bereitzustellen.
Die vorliegende Erfindung ist auf das Lösen der oben erwähnten
Probleme gerichtet und stellt ein Verfahren zum Konfigurieren eines Sensors für
reflektiertes Licht bereit, wie in Anspruch 1 definiert.
Das Verfahren kann bei der Bereitstellung einer Messvorrichtung für
biologische Informationen angewendet werden. In diesem Falle umfasst die Messvorrichtung
für biologische Informationen das Lichtemissionselement zum
Emittieren von Licht zu einem Detektionsort an einem Körper und das Differenzdetektionsmittel
zum Erzeugen eines Differenzsignals zum Detektieren der Pulsation im Blutfluss,
wobei die Messvorrichtung für biologische Informationen auf der Grundlage des
Differenzsignals biologische Informationen misst, die hinsichtlich eines Körperzustands
indikativ sind.
Vorzugsweise wird das Verfahren angewendet, um eine Messvorrichtung
für biologische Informationen bereitzustellen, welche ein Pulsmesser ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Außenansicht einer Messvorrichtung
für biologische Informationen gemäß einem ersten Beispiel.
2 ist eine typische Schnittdarstellung einer Sensoreinheit
30 gemäß diesem bevorzugten Beispiel, wenn sie getragen wird.
3 ist eine Draufsicht einer Sensoreinheit
30 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
4 ist eine Schnittdarstellung einer Sensoreinheit
30 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
5 ist ein Schaltplan, der den elektrischen Aufbau einer
Sensoreinheit 30 gemäß diesem bevorzugten Beispiel zeigt.
6 ist eine graphische Darstellung der Kennlinie der
Spektralempfindlichkeit der Photodioden 32 und 33 gemäß
diesem bevorzugten Beispiel.
7 ist eine graphische Darstellung der Kennlinie der
Lichtemission einer LED 31 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
8 zeigt den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke
am Knotenpunkt X, wenn der Stromkreis am Punkt Y in 5
unterbrochen wird.
9 ist eine graphische Darstellung, die den Zusammenhang
zwischen Helligkeit Pa-Pb und einem Pulswellensignal gemäß diesem bevorzugten
Beispiel zeigt.
10 ist ein Funktionsblockschaltbild der Datenverarbeitungsschaltung
50 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
11 ist ein Schaltplan einer für einen Vergleich
vorbereiteten Sensoreinheit 30'.
12 ist ein Blockschaltbild eines Vergleichstestsystems.
13 zeigt die Ergebnisse einer Analyse des Ausgangssignals
von der Vergleichs-Sensoreinheit 30'.
14 zeigt die Ergebnisse einer Analyse des Ausgangssignals
von der Sensoreinheit 30.
15 zeigt die Ergebnisse der Leistung des Rauschspektrums
und der Leistung des Pulswellenspektrums, die für die Vergleichs-Sensoreinheit
30' und die Sensoreinheit 30 gemessen wurden, wenn die Helligkeit
der Quelle des Lichtrauschens variiert wurde.
16 ist ein Flussdiagramm der Funktionsweise der Datenverarbeitungsschaltung
50 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
17(a) ist ein Beispiel von Pulswellen-Analysedaten MKD, (b) von
Körperbewegungs-Analysedaten TKD und (c) von Pulswellen-Analysedaten nach dem
Entfernen der Körperbewegungskomponente MKD'.
18 ist eine Draufsicht der Sensoreinheit
30 gemäß einer alternativen Version des ersten Beispiels.
19 ist ein Schaltplan, der den elektrischen Aufbau
einer Sensoreinheit 30 gemäß dieser alternativen Version des
ersten Beispiels zeigt.
20 wird verwendet, um das Prinzip eines optischen Sensors
für reflektiertes Licht gemäß einem zweiten Beispiel zu erläutern.
21 ist eine graphische Darstellung, welche die Verteilung
der Lichtabsorption zeigt, wenn sich der Körper in einem Ruhezustand ohne Bewegung
befindet und Licht von einer äußeren Quelle zu den Blutgefäßen
des Körpers emittiert wird.
22 ist eine graphische Darstellung, welche die Änderung
des Blutdruckes von Blut zeigt, das aus dem Herz gepumpt wird.
23 ist eine graphische Darstellung des molaren Extinktionskoeffizienten
von reduziertem Hämoglobin Hb und oxygeniertem Hämoglobin HbO2.
24 ist eine graphische Darstellung der Kennlinie der
Lichtemission einer LED 310 gemäß diesem zweiten Beispiel.
25 ist ein Schaltplan, der den elektrischen Aufbau
einer Sensoreinheit 300 gemäß diesem zweiten Beispiel zeigt.
26 ist ein Funktionsblockschaltbild der Datenverarbeitungsschaltung
500 gemäß diesem zweiten Beispiel.
27(a) ist ein typisches Beispiel des Körperbewegungs-Signalspektrums
beim Laufen, und (b) ist ein typisches Beispiel des Körperbewegungs-Signalspektrums
beim Gehen.
28 ist eine graphische Darstellung der Kennlinie der
Lichtemission einer LED 310', die in einer Vergleichs-Sensoreinheit
300' verwendet wird.
29 ist eine graphische Darstellung, die ein Beispiel
der Ausgangssignalwelle der Vergleichs-Sensoreinheit 300' und das Ergebnis
der darauf angewendeten Frequenzanalyse zeigt.
30 ist eine graphische Darstellung, die ein Beispiel
der Ausgangssignalwelle der Sensoreinheit 300 und das Ergebnis der darauf
angewendeten Frequenzanalyse zeigt.
31 ist ein Flussdiagramm des Vorgangs der Berechnung
der Schrittzahl pro Minute durch den Berechner der Schrittzahl pro Minute
540 gemäß diesem zweiten Beispiel.
32 ist eine Schnittdarstellung einer Messvorrichtung
für biologische Informationen gemäß einem dritten Beispiel.
33 ist eine Draufsicht der Rückseite der Sensoreinheit
301 gemäß einer ersten Version dieses dritten Beispiels.
34 ist ein Blockschaltbild, das den elektrischen Aufbau
der Sensoreinheit 301 gemäß einer ersten Version dieses dritten
Beispiels zeigt.
35 ist ein Schaltplan eines beispielhaften Differenzoperators
340 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
36 ist ein Schaltplan einer Sensoreinheit
301 gemäß einer zweiten Version dieses dritten Beispiels.
37 ist ein Blockschaltbild einer Datenverarbeitungsschaltung
501 gemäß diesem bevorzugten Beispiel.
38 ist eine graphische Darstellung der Signalform
eines Pulswellensignals und der Frequenzanalyse derselben gemäß diesem
bevorzugten Beispiel.
39 ist eine Draufsicht einer Sensoreinheit
301 gemäß einer alternativen Version dieses dritten Beispiels.
40 ist ein Blockschaltbild einer Datenverarbeitungsschaltung
502 gemäß einem vierten Beispiel.
41 ist eine graphische Darstellung der Signalform
des Ausgangssignals, gemessen als ein erster Vergleich, und der Frequenzanalyse
derselben.
42 ist eine graphische Darstellung der Signalform
des Ausgangssignals, gemessen als ein zweiter Vergleich, und der Frequenzanalyse
derselben.
43 ist eine graphische Darstellung der Signalform
des Ausgangssignals, gemessen als ein dritter Vergleich, und der Frequenzanalyse
derselben.
44 ist eine graphische Darstellung der Signalform
des Ausgangssignals, gemessen bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
und der Frequenzanalyse derselben.
45 ist ein Blockschaltbild einer Datenverarbeitungsschaltung
503 gemäß einem fünften Beispiel.
46 ist eine Schnittdarstellung einer Messvorrichtung
für biologische Informationen gemäß einem sechsten Beispiel.
47 ist ein Schaltplan, der den elektrischen Aufbau
einer Sensoreinheit 302 gemäß diesem bevorzugten Beispiel zeigt.
48 ist eine graphische Darstellung des Zusammenhangs
zwischen der Wellenlänge des Lichts, das für die Messung verwendet wird,
und dem prozentualen Anteil des Pulsspektrums in dem Körperbewegungsspektrum,
beruhend auf Messwerten, die an der Basis des Fingers erhalten wurden.
49 ist eine graphische Darstellung des Zusammenhangs
zwischen der Wellenlänge des Lichts, das für die Messung verwendet wird,
und dem prozentualen Anteil des Pulsspektrums in dem Körperbewegungsspektrum,
beruhend auf Messwerten, die an der Rückseite des Handgelenks erhalten wurden.
BESTE ARTEN DER REALISIERUNG DER ERFINDUNG
A. Beispiel 1
A-1. Aufbau des ersten Beispiels
Nachfolgend wird eine Messvorrichtung für biologische Informationen
gemäß einem ersten Beispiel der vorliegenden Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben.
A-1-1: Gesamtaufbau
1 ist eine Außenansicht einer Messvorrichtung
für biologische Informationen gemäß einem ersten Beispiel der vorliegenden
Erfindung. Wie in dieser Figur dargestellt, umfasst ein Pulswellen-Messgerät
1 (Messvorrichtung für biologische Informationen) in erster Linie
einen Hauptteil 10, der die Konstruktion einer Armbanduhr aufweist; ein
Kabel 20, das von diesem Hauptteil abgeht; eine Sensoreinheit
30, die am Ende dieses Kabels 20 angeordnet ist; und ein Sensorhalteband
40 zum Festhalten dieser Sensoreinheit 30 an einem Finger.
Der Hauptteil 10 umfasst ein Uhrengehäuse
11 mit einer eingebauten Uhrenfunktion und ein Armband 12 zum
Festhalten dieses Uhrengehäuses 11 am Handgelenk. Die Oberfläche
des Uhrengehäuses 11 weist eine Flüssigkristallanzeige
13 zum Anzeigen, zusätzlich zur aktuellen Uhrzeit und zum Datum, von
Pulswelleninformationen (biologischen Informationen) auf der Grundlage eines Detektionsergebnisses
von der Sensoreinheit 30 auf. In das Uhrengehäuse 11 eingebaut
sind ein Beschleunigungsdetektor 60 und eine Datenverarbeitungsschaltung
50, welcher ein Pulswellensignal Vm, das heißt das Detektionsergebnis
von der Sensoreinheit 30, zugeführt wird. Eine Körperbewegung
wie etwa ein Schwenken des Handgelenks wird von dem Beschleunigungsdetektor
60 als Körperbewegungssignal Vt detektiert. Die Datenverarbeitungsschaltung
50 verarbeitet das Pulswellensignal Vm und das Körperbewegungssignal
Vt, um die Pulsfrequenz und andere biologische Informationen zu erzeugen. Es ist
anzumerken, dass außerdem Druckknöpfe 111 und 112 an
der Außenseite des Uhrengehäuses 11 vorgesehen sind, zum Einstellen
der Uhrzeit, Wechseln des Anzeigemodus und für andere Bedienvorgänge.
Die Energiequelle für das Pulswellen-Messgerät
1 ist eine Batterie im Uhrengehäuse 11. Das Kabel
30 liefert Strom von der Batterie zur Sensoreinheit 30 und ermöglicht,
dass Detektionsergebnisse von der Sensoreinheit 30 in die Datenverarbeitungsschaltung
50 im Uhrengehäuse 11 eingegeben werden. Das Sensorhalteband
40 weist bei dieser beispielhaften Ausführungsform einen daran angebrachten
Klettverschluss auf, so dass es, wie in 1 dargestellt,
die Sensoreinheit 30 fest an der Basis des Fingers halten kann.
Eine scheibenförmige Sensoreinheit 30 ist an der Innenfläche
des Sensorhaltebandes 40 befestigt, derart, dass die Lichtemitterdiode
(im Weiteren als LED bezeichnet) 31 und die Photodioden 32 und
33 in einer dem Finger zugewandten Position gehalten werden, wie in
2 dargestellt. Wenn die LED 31 Licht zum Finger
emittiert, wird emittiertes Licht von Hämoglobin in dem durch Blutkapillaren
in den Fingergeweben fließenden Blut absorbiert; emittiertes Licht, welches
nicht absorbiert wird, wird von dem Gewebe reflektiert, und das reflektierte Licht
wird von den Photodioden 32 und 33 empfangen und entsprechend
der Menge des empfangenen Lichts in ein elektrisches Signal umgewandelt.
Das Material des Sensorhaltebandes 40 ist vorzugsweise eines,
welches kein Licht durchlässt. Daher fällt selbst dann, wenn das Pulswellen-Messgerät
1 im Freien verwendet wird, kein natürliches Licht direkt auf die
Photodioden 32 und 33 ein.
A-1-2: Aufbau der Sensoreinheit 30
Im Folgenden wird der Aufbau der Sensoreinheit 30 (Vorrichtung
zur Photodetektion vom Reflexionstyp) beschrieben. 3
ist eine Draufsicht der Sensoreinheit, und 4 ist eine
Schnittdarstellung der Sensoreinheit. Wie in 3 und
4 dargestellt, sind die LED 31 und die Photodioden
32 und 33 auf einer Fläche einer Leiterplatte 36
ausgebildet. Ein Operationsverstärker 34 und ein Schaltungselement
35 sind auf der Rückseite der Leiterplatte 36 angebracht.
Der Operationsverstärker 34 und das Schaltungselement 35
verstärken die Differenz zwischen den Ausgangssignalen von den Photodioden
32 und 33. Dies wird weiter unten näher beschrieben. Außerdem
ist ein Gehäuseoberteil 38, in welchem durchsichtiges Glas
37 gehalten wird, um den Rand der Oberseite der Leiterplatte
36 herum angebracht. Dieses durchsichtige Glas 37 schützt
die LED 31 und die Photodioden 32 und 33, während
es den Durchgang von Licht ermöglicht. Außerdem ist ein Gehäuseunterteil
39 mit einer Öffnung zur Durchführung des Kabels 20
auf der Rückseite der Leiterplatte 35 angebracht.
In diesem Beispiel befindet sich der Operationsverstärker
34 in der Sensoreinheit 30. Selbst wenn ein Operationsverstärker
34 mit hoher Eingangsimpedanz im Hauptteil 10 untergebracht ist,
wird die Leitungslänge durch die Länge des Kabels 20 vergrößert,
und das Kabel 20 wirkt wie eine Antenne für ein Rauschen. Der Operationsverstärker
34 ist deshalb innerhalb der Sensoreinheit 30 untergebracht, um
die Leitungslänge von den Photodioden 32 und 33 zum Operationsverstärker
34 zu verkürzen und somit die Einleitung eines Rauschens zu verhindern.
Wie aus den Figuren ersichtlich ist, sind die LED 31 und
die Photodioden 32 und 33 bei dieser beispielhaften Ausführungsform
in einer Linie angeordnet, und sie sind insbesondere so angeordnet, dass der Abstand
L1 kleiner ist als der Abstand L2 ist (L1 < L2), wobei der Abstand L1 der Abstand
vom Lichtemissions-Mittelpunkt der LED 31 zum Photodetektions-Mittelpunkt
der Photodiode 32 ist und der Abstand L2 der Abstand vom Lichtemissions-Mittelpunkt
der LED 31 zum Photodetektions-Mittelpunkt der Photodiode 33 ist.
Das heißt, die Photodiode 33 ist so angeordnet, dass der Abstand L2
von ihrem Photodetektions-Mittelpunkt zum Lichtemissions-Mittelpunkt der LED
31 vom Abstand L1 vom Lichtemissions-Mittelpunkt der LED 31 zum
Photodetektions-Mittelpunkt der Photodiode 32 verschieden ist. Infolgedessen
ist der optische Weg von der LED 31 zur Photodiode 33 länger
als der Weg von der LED 31 zur Photodiode 32.
Es ist außerdem anzumerken, dass emittiertes Licht von der LED
31 auch durch Körpergewebe absorbiert und gestreut wird, und nicht
nur durch Hämoglobin im Blut, obwohl eine gewisse Veränderung mit der
Wellenlänge vorhanden ist. Daher wird, sobald die Weglänge einen gewissen
Wert erreicht, emittiertes Licht durch das Übertragungsmedium, das heißt
Körpergewebe, absorbiert und gestreut, und es fällt im Wesentlichen kein
reflektiertes Licht auf die Photodioden 32 und 33 ein. Bei dieser
beispielhaften Ausführungsform wird der Abstand L1 so bestimmt, dass eine geringe
Absorption und Streuung durch Gewebe vorhanden ist und der Blutfluss von der Photodiode
32 detektiert werden kann, und der Abstand L2 wird so bestimmt, dass im
Wesentlichen kein reflektiertes Licht auf die Photodiode 33 einfällt.
Ein Pulswellensignal wird daher dem Ausgangssignal von der Photodiode
32 überlagert, und ein Pulswellensignal erscheint nicht im Ausgangssignal
der Photodiode 33.
5 ist ein Schaltplan, der den elektrischen Aufbau der
Sensoreinheit zeigt. Wie in der Figur dargestellt, ist die Anode der LED
31 mit der positiven Stromquelle +V verbunden, und die Kathode ist über
den Widerstand 351 mit Erde verbunden. Der Widerstand 351 funktioniert
als ein Strombegrenzungswiderstand, um sicherzustellen, dass ein gewünschter
Strom zur LED 31 fließt.
Die Kathode der Photodiode 32 ist mit der positiven Stromquelle
+V verbunden, und die Anode ist mit der Kathode der Photodiode 33 verbunden.
Die Anode der Photodiode 33 ist mit der negativen Stromquelle –V
verbunden. Der Knotenpunkt X zwischen den Photodioden 32 und
33 ist mit einer negativen Eingangsklemme des Operationsverstärkers
34 verbunden, und die positive Eingangsklemme des Operationsverstärkers
34 ist mit Erde verbunden. Das Ausgangssignal des Operationsverstärkers
34 wird über einen Widerstand 352 zu seiner negativen Eingangsklemme
zurückgeführt. Die Eingangsimpedanz dieses Operationsverstärkers
34 ist extrem hoch, und der Verstärkungsfaktor ist ebenfalls hoch.
Es ist ein virtueller Kurzschluss zwischen der negativen Eingangsklemme und der
positiven Eingangsklemme des Operationsverstärkers 34 vorhanden. Infolgedessen
sind die Photodioden 32 und 33 in Sperrrichtung vorgespannt, und
wenn Licht auf sie einfällt, erzeugen sie einen Strom, der von der Menge des
detektierten Lichts bestimmt wird.
Die Volllinie in 6 gibt die Spektralempfindlichkeit
der Photodioden 32 und 33 bei dieser beispielhaften Ausführungsform
an. Aus dieser Figur ersehen wir, dass die Photodioden 32 und
33 einen Peak der Empfindlichkeit bei ungefähr 700 nm aufweisen. Wie
in 7 dargestellt, weist die Kennlinie der Lichtemission
der LED 32 einen Peak bei ungefähr 560 nm mit einer Halbwertsbreite
des Peaks von ungefähr 25 nm auf.
Das Prinzip der photoelektrischen Umwandlung durch eine Photodiode
besteht darin, dass, wenn Licht auf eine Sperrschicht einfällt, die durch eine
Vorspannung in Sperrrichtung zwischen der Anode und der Kathode gebildet wird, Elektronen
erregt werden und freie Elektronen freigesetzt werden, welche sich wieder mit Löchern
verbinden und ermöglichen, dass Strom von der Kathode zur Anode fließt.
Daher ist, wenn die Richtung des Stroms i1 und i2 wie in 5
dargestellt ist, i1 positiv, und i2 ist negativ. 8
zeigt den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke am Knotenpunkt X,
wenn der Stromkreis am Punkt Y in 5 unterbrochen wird.
Wie in der Figur dargestellt, erhöht sich, wenn die auf die Photodiode
32 einfallende Leuchtdichte wie in der Figur dargestellt zunimmt, die Stromstärke
i1, und wenn die auf die Photodiode 33 einfallende Leuchtdichte zunimmt,
verringert sich die Stromstärke i2.
Es ist anzumerken, dass das auf die Photodioden 32 und
33 einfallende Licht zusätzlich zu dem emittierten Licht der LED
32, das von den Geweben reflektiert wird, Außenlicht enthält.
Wenn zum Beispiel das Pulswellen-Messgerät 1 im Freien verwendet wird,
fällt natürliches Licht von der Haut ein, welche nicht von dem Sensorhalteband
40 am Finger bedeckt ist, durchläuft Gewebe im Finger und fällt
auf die Photodioden 32 und 33 als Außenlicht ein. Da der
Finger gleichmäßig natürlichem Licht ausgesetzt ist, ist die Leuchtdichte
(Intensität) von Außenlicht, das auf die Photodioden 32 und
33 einfällt, gleich, wenn der Abstand zwischen den Photodioden
32 und 33 kurz ist. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform
werden daher die relativen Positionen der Photodioden 32 und
33 so bestimmt, dass die Leuchtdichte (Intensität) von Außenlicht
gleich ist.
Es werde angenommen, dass Pa und Pb die Leuchtdichten von Licht sind,
das auf die Photodioden 32 bzw. 33 als Reflexionen von emittiertem
Licht von der LED 32 einfällt, und dass Pc die Leuchtdichte von Außenlicht
ist. Außerdem seien ia, ib und ic die Ströme, die in Reaktion auf die
Leuchtdichten Pa, Pb und Pc erzeugt werden. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform
können i1 und i2, die in 5dargestellt
sind, aus den folgenden Gleichungen abgeleitet werden.
i1 = ia + ic i2 = –ib – ic
Der Strom i1 und der Strom i2 werden am Knotenpunkt X addiert, und
der Strom i1 + i2, der zum Operationsverstärker 34 fließt, ist
daher (ia – ib). Das heißt, die Ströme ic und –ic, die für
die Leuchtdichte Pc des Außenlichts erzeugt werden, heben sich gegenseitig
auf, und es fließt ein Strom, der von dem reflektierten Licht der LED
31 abhängig ist, zum Operationsverstärker 34. Infolgedessen
ist das Pulswellensignal Vm nur von der Leuchtdichte Pa und Pb abhängig.
9 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Pulswellensignal
Vm und der Leuchtdichte Pa und Pb.
Es ist ferner anzumerken, dass die relativen Positionen der LED
31 und der Photodioden 32 und 33, wie oben beschrieben,
so bestimmt werden, dass reflektiertes Licht auf die Photodiode 32 einfällt
und dass im Wesentlichen kein Einfall von reflektiertem Licht auf die Photodiode
33 vorhanden ist. Daher kann der Strom i1 + i2 durch die folgende Gleichung
approximiert werden, da die Leuchtdichte Pb relativ zur Leuchtdichte Pa extrem gering
ist.
i1 + i2 = ia – ib ≈ ia
Daher ist das Pulswellensignal Vm von der Leuchtdichte Pa des auf
die Photodiode 32 einfallenden reflektierten Lichts abhängig.
Wenn eine so aufgebaute Sensoreinheit 30 durch ein Sensorhalteband
40 an der Basis eines Fingers gehalten wird, wie in 1
dargestellt, werden die LED 31 und die Photodioden 32 und
33 in Positionen gehalten, in denen ihre Licht emittierende Fläche
bzw. photodetektierenden Flächen der Oberfläche des Fingers zugewandt
sind. Wenn die LED 31dann, während sie so positioniert ist, Licht
zu dem Finger emittiert, wird vom Körper reflektiertes Licht von den Photodioden
32 und 33 detektiert. Es ist anzumerken, dass selbst dann, wenn
Außenlicht von der Haut, welche nicht durch das Sensorhalteband 40
am Finger bedeckt ist, eindringt und auf die Photodioden 32 und
33 einfällt, die Außenlichtkomponenten sich gegenseitig aufheben.
Es ist daher möglich, nur ein Pulswellensignal Vm, das dem Pulsschlag entspricht,
über das Kabel 20 in den Hauptteil 10 einzugeben.
A-1-3: Aufbau der Datenverarbeitungsschaltung 50
Als Nächstes wird die Datenverarbeitungsschaltung 50
unter Bezugnahme auf 10 beschrieben. 10
ist ein Blockschaltbild der Funktionen einer Datenverarbeitungsschaltung. In
10 bezeichnet das Bezugszeichen 51 einen Pulswellen-Signalwandler
zum Umwandeln des Pulswellensignals Vm von der Sensoreinheit 30 aus einem
Analogsignal in ein Digitalsignal und Ausgeben desselben als Pulswellendaten MD;
52 ist ein Körperbewegungs-Signalwandler zum Umwandeln des Körperbewegungssignals
Vt aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal und Ausgeben desselben als Körperbewegungsdaten
TD; 53 ist ein RAM oder anderer Speicher zum Speichern von Pulswellendaten
MD und Körperbewegungsdaten TD.
Das Bezugszeichen 54 bezeichnet einen Pulswellen-Frequenzanalysator
zum Erzeugen von Pulswellen-Analysedaten MKD mittels Durchführung einer Frequenzanalyse
der aus dem Speicher 53 gelesenen Pulswellendaten MD; und 55 bezeichnet
einen Körperbewegungs-Frequenzanalysator zum Erzeugen von Körperbewegungs-Analysedaten
TKD mittels Durchführung einer Frequenzanalyse der aus dem Speicher
53 gelesenen Körperbewegungsdaten TD. Für diese Frequenzanalyse
können verschiedene Verfahren angewendet werden. Im vorliegenden Beispiel wird
eine schnelle Fourier-Transformation (Fast Fourier Transform, FFT) angewendet, da
die Analyse in einer kurzen Betriebszeit abgeschlossen werden kann.
Das Bezugszeichen 56 bezeichnet einen Pulswellenkomponenten-Extraktor
zum Erzeugen von Pulswellen-Analysedaten nach dem Entfernen der Körperbewegungskomponente
MKD', das heißt von Pulswellen-Analysedaten MKD, aus welchen die Körperbewegungskomponente
entfernt worden, ist, auf der Grundlage der Pulswellen-Analysedaten MKD und der
Körperbewegungs-Analysedaten TKD. Genauer, er entfernt die Frequenzkomponente
des Spektrums, die den Spektralfrequenzen der Körperbewegungs-Analysedaten
TKD entspricht, aus den Frequenzkomponenten des Spektrums der Pulswellen-Analysedaten
MKD, um Pulswellen-Analysedaten nach Entfernung der Körperbewegungskomponente
MKD' zu erzeugen.
Das Bezugszeichen 57 bezeichnet einen Pulsfrequenzberechner
zum Bestimmen der Grundfrequenz Fm1 der Pulswellenkomponente anhand der Pulswellen-Analysedaten
nach Entfernung der Körperbewegungskomponente MKD' und Berechnen von 60/Fm1,
um die Pulsfrequenz HR zu erzeugen. Die Pulsfrequenz HR wird auf diese Weise der
Flüssigkristallanzeige 13 zugeführt und angezeigt. Der Benutzer
kann somit seine eigene Pulsfrequenz feststellen, sogar während er joggt oder
trainiert.
Es ist ferner anzumerken, dass die Datenverarbeitungsschaltung
50 insbesondere eine Zentraleinheit (Central Processing Unit, CPU), einen
Direktzugriffsspeicher (Random Access Memory, RAM) als Arbeitsspeicher für
die CPU und einen Nur-Lese-Speicher (Read-Only Memory, ROM) zum
Speichern eines Programms, das die oben beschriebenen Funktionen beinhaltet, umfasst.
A-2. Funktionsweise der ersten Ausführungsform
Die Funktionsweise dieses bevorzugten Beispiels wird im Folgenden
unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben.
A-2-1: Funktionsweise der Sensoreinheit 30
Die Funktionsweise der Sensoreinheit 30 wird zunächst
im Vergleich mit der Funktionsweise einer Vergleichs-Sensoreinheit beschrieben.
11 ist ein Schaltplan einer für Vergleichszwecke
vorbereiteten Vergleichs-Sensoreinheit 30'. Die Vergleichs-Sensoreinheit
30' ist die in 5 dargestellte Sensoreinheit
30 ohne die Photodiode 33 und ist zu einer herkömmlichen
Sensoreinheit äquivalent.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben unter Verwendung dieser
Vergleichs-Sensoreinheit 30' und der Sensoreinheit 30 einen Vergleichstest
durchgeführt. 12 ist ein Blockschaltbild des für
diesen Vergleichstest verwendeten Systems. Bei diesem Vergleichstest wurden die
Vergleichs-Sensoreinheit 30' und die Sensoreinheit 30 an der Basis
eines Fingers getragen und Licht ausgesetzt, das von einer Rauschquelle N bei einer
Frequenz von 2,2 Hz mit einer Leuchtdichtendifferenz von 5000 Lux als Außenlicht-Rauschen
emittiert wurde. Genauer, die Rauschquelle N wurde so gesteuert, dass sie ein Licht
von 5000 Lux mit einer Frequenz von 2,2 Hz ein- und ausschaltete. Die Ausgangssignale
von der Vergleichs-Sensoreinheit 30' und der Sensoreinheit 30
wurden dann unter Verwendung eines Schalters SW geschaltet und durch einen Verstärker
A mit einem Verstärkungsfaktor von ungefähr 6000 verstärkt, und die
verstärkten Signale wurden durch einen Frequenzanalysator S analysiert.
13 zeigt die Ergebnisse einer Analyse des Ausgangssignals
von der Vergleichs-Sensoreinheit 30', und 14
zeigt die Ergebnisse einer Analyse des Ausgangssignals von der Sensoreinheit
30. Wie in 13 dargestellt, wird das Ausgangssignal
der Vergleichs-Sensoreinheit 30' durch Außenlicht beeinflusst und
weist ein Rauschspektrum Sn in der Nähe von 2,2 Hz auf. In diesem Beispiel
befindet sich das Pulswellenspektrum Sm bei ungefähr 1,7 Hz. Die Leistung des
Pulswellenspektrums Sm ist nur halb so groß wie die des Rauschspektrums Sn.
Daher wird, wenn die Vergleichs-Sensoreinheit 30' in dem Pulswellen-Messgerät
1 verwendet wird, das Rauschspektrum Sn mit dem Pulswellenspektrum Sm falsch
detektiert, und es wird eine falsche Pulsfrequenz HR berechnet.
Im Vergleich hierzu ist, wie in 14 dargestellt,
im Ausgangssignal der Sensoreinheit 30 kein Rauschspektrum Sn vorhanden.
Daher kann ein Pulswellen-Messgerät 1, das diese Sensoreinheit
30 verwendet, eine Pulsfrequenz HR auf der Grundlage eines genauen Pulswellenspektrums
Sm berechnen.
Als Nächstes veränderten die Erfinder die Leuchtdichtendifferenz
der Rauschquelle N für die Vergleichs-Sensoreinheit 30' und die Sensoreinheit
30, um den Zusammenhang zwischen Leistung des Rauschspektrums und Leistung
des Pulswellenspektrums zu messen. 15 ist eine graphische
Darstellung der Messergebnisse. Die vertikale Achse in diesem Diagramm entspricht
der relativen Leistung Q (Leistung des Rauschspektrums/Leistung des Pulswellenspektrums
+ Leistung des Rauschspektrums), und die horizontale Achse entspricht der Leuchtdichtendifferenz
der Rauschquelle N. Da diese Rauschkomponente abnimmt, wenn die relative Leistung
Q abnimmt, kann das Pulswellenspektrum Sm genau detektiert werden.
Wenn sich die Leistung des Rauschspektrums im Ausgangssignal der Vergleichs-Sensoreinheit
30' erhöht, wächst die relative Leistung Q, und wenn die Leistung
des Rauschspektrums ungefähr 8000 Lux beträgt, sind die Leistung des Rauschspektrums
und die Leistung des Pulswellenspektrums gleich. Wenn die Leistung des Rauschspektrums
auf 40.000 Lux wächst, beträgt die relative Leistung ungefähr 100%.
Wenn das Pulswellenspektrum Sm und das Rauschspektrum Sn anhand der
spektralen Leistung unterschieden werden, kann die Vergleichs-Sensoreinheit
30' nicht bei mehr als ungefähr 8000 Lux verwendet werden.
Im Vergleich hierzu ist das Ausgangssignal der Sensoreinheit
30 völlig unbeeinflusst von einem Rauschen, unabhängig von der
Leistung des Rauschspektrums. Dies bedeutet, dass selbst im Freien mitten im Sommer
das Pulswellenspektrum Sm genau detektiert werden kann, ohne dass es durch Außenlicht
beeinflusst wird.
A-2-2: Funktionsweise der
Datenverarbeitungsschaltung 50
Im Folgenden wird die Funktionsweise der Datenverarbeitungsschaltung
50 unter Bezugnahme auf das Flussdiagramm in 16
beschrieben. Zuerst wandelt der Pulswellen-Signalwandler 51 das Pulswellensignal
Vm aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal um, um Pulswellendaten MD zu erzeugen
(Schritt S1), und der Körperbewegungs-Signalwandler 52 wandelt das
Körperbewegungssignal Vt aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal um, um
Körperbewegungsdaten TD zu erzeugen (Schritt 2). Der
Speicher 53 speichert Pulswellendaten MD und Körperbewegungsdaten
TD (Schritt 3).
Anschließend wendet der Pulswellen-Frequenzanalysator
54 einen Prozess der schnellen Fourier-Transformation auf die aus dem Speicher
53 gelesenen Pulswellendaten MD an, um Pulswellen-Analysedaten MKD zu erzeugen
(Schritt S4). In diesem Fall wird das Pulswellensignal Vm von einer Körperbewegung
wie etwa einem Schwingen des Arms oder einer Auf- und Abbewegung des Körpers
beeinflusst, und eine Körperbewegungskomponente wird den Pulswellen-Analysedaten
MKD überlagert, zusätzlich zu der echten Pulswellenkomponente. Ein Beispiel
von Pulswellen-Analysedaten MKD ist in 17(a) dargestellt.
Die Frequenzkomponenten um 1,5 Hz und 3 Hz herum in 17(a) sind
Körperbewegungskomponenten.
Danach wendet der Körperbewegungs-Frequenzanalysator
55 einen Prozess der schnellen Fourier-Transformation auf die aus dem Speicher
53 gelesenen Körperbewegungsdaten TD an, um Körperbewegungs-Analysedaten
TKD zu erzeugen (Schritt S5). Ein Beispiel von Körperbewegungs-Analysedaten
TKD ist in 17(b) dargestellt. Die Spektralfrequenzen der Körperbewegungs-Analysedaten
TKD stimmen in diesem Falle mit den Spektralfrequenzen überein, die zu der
Körperbewegungskomponente der Pulswellen-Analysedaten MKD gehören. Es
ist anzumerken, dass, obwohl die Spektralfrequenzen in diesem Fall übereinstimmen,
sie sich auch unterscheiden können. Dies liegt daran, dass, während das
Körperbewegungssignal TH direkt als Beschleunigung detektiert wird, die zum
Beispiel durch Schwingen des Arms verursacht wird, der Blutfluss zum Beispiel durch
Blutgefäße und Gewebe beeinflusst wird.
Dann entfernt der Pulswellenkomponenten-Extraktor 56 die
Frequenzkomponenten des Spektrums, die den einzelnen Spektralfrequenzen der Körperbewegungs-Analysedaten
TKD entsprechen, aus den Frequenzkomponenten des Spektrums der Pulswellen-Analysedaten
MKD, um die Pulswellen-Analysedaten nach Entfernung der Körperbewegungskomponente
MKD' zu erzeugen. Es ist daher selbst dann möglich, mittels dieses Prozesses
die Körperbewegungskomponente aus den Pulswellen-Analysedaten MKD zu entfernen
und die Pulswellenkomponente zu extrahieren, wenn sich die Spektralleistung der
Körperbewegungskomponente in den Pulswellen-Analysedaten MKD und den Körperbewegungs-Analysedaten
TKD unterscheidet. Wenn zum Beispiel die Pulswellen-Analysedaten MKD und Körperbewegungs-Analysedaten
TKD die Form wie in 17(a) und (b) dargestellt haben, haben die
Pulswellen-Analysedaten nach Entfernen der Körperbewegungskomponente MKD' die
Form wie in 17(c).
Als Nächstes identifiziert der Pulsfrequenzberechner
57 die Grundfrequenz Fm1 der Pulswellenkomponente anhand der Pulswellen-Analysedaten
nach Entfernung der Körperbewegungskomponente MKD' und berechnet 60/Fm1, um
die Pulsfrequenz HR zu erzeugen. Die Grundfrequenz Fm1 der Pulswellenkomponente
wird erhalten, indem die Frequenz mit der größten Spektralleistung in
den Pulswellen-Analysedaten nach Entfernen der Körperbewegungskomponente MKD'
bestimmt wird. Genauer, die Spektralleistungen werden der Reihe nach verglichen,
um die größte zu finden. Wenn zum Beispiel die Pulswellen-Analysedaten
nach Entfernen der Körperbewegungskomponente MKD' die Form wie in
17(c) dargestellt haben, wird F1 als die Grundfrequenz Fm1 der
Pulswellenkomponente identifiziert.
In diesem bevorzugten Beispiel können die Auswirkungen von Außenlicht
unter Anwendung einer einfachen Konstruktion zuverlässig annulliert werden,
da der Abstand zwischen der LED 31 und den Photodioden 32 und
33 unterschiedlich ist und beide Photodioden 32 und
33 in Positionen angebracht sind, wo Außenlicht gleich stark einfällt.
Infolgedessen kann das Pulswellen-Messgerät 1 mitten im Sommer im
Freien verwendet werden. Ferner kann die Pulsfrequenz HR selbst während des
Laufens oder sonstigen Trainierens detektiert werden, da das Pulswellensignal Vm
einer Frequenzanalyse unterzogen wird, um die Körperbewegungskomponente zu
entfernen. Infolgedessen kann ein Benutzer seinen Gesundheitszustand während
des Laufens überwachen und kann daher effizienter trainieren.
A-3. Alternative Version von Beispiel 1
Das erste bevorzugte Beispiel, das oben beschrieben wurde, ist nicht
das einzige, und es sind verschiedene alternative Versionen möglich, die nachfolgend
beschrieben werden.
- (1) In dem oben beschriebenen ersten Beispiel wird eine Sensoreinheit
30 zum Detektieren eines Pulswellensignals als ein Beispiel einer Photodetektionsvorrichtung
vom Reflexionstyp beschrieben. Die vorliegende Erfindung soll jedoch nicht auf diese
Anwendung beschränkt sein, und sofern die Photodetektionsvorrichtung vom Reflexionstyp
ein Lichtemissionsmittel und photoelektrische Umwandlungsmittel umfasst und die
Menge des emittierten Lichts von dem Lichtemissionsmittel detektiert, welches von
einem detektierten Objekt reflektiert wird, kann sie auf beliebige Weise verwendet
werden. Zum Beispiel kann sie auf ein Gerät zum Zählen der Anzahl von
Produkten auf der Fertigungslinie eines gefertigten Produkts angewendet werden,
oder in einem Gerät zum Detektieren des Vorhandenseins von Papier in einem
Fotokopierer.
- (2) In dem oben beschriebenen ersten Beispiel sind die LED
31 und die Photodioden 32 und 33 der Sensoreinheit
30 in einer linearen Ausrichtung angeordnet, wie in 3
dargestellt, doch dies ist nicht die einzige Anordnung. Das heißt, sofern der
Abstand L1 von der LED 31 zur Photodiode 32 und der Abstand L2
von der LED 31 zur Photodiode 33 unterschiedlich sind, können
sie sich in beliebigen gewünschten Positionen relativ zueinander befinden.
Zum Beispiel kann, wie in 18 dargestellt, die Linie
zwischen der LED 31 und der Photodiode 32 senkrecht zu der Linie
sein, welche die Photodioden 32 und 33 verbindet.
- (3) Die Sensoreinheit (30) in dem oben beschriebenen ersten Beispiel
kann so konfiguriert sein, wie in 19 dargestellt. Der
Schaltplan der Sensoreinheit 30, der in 19
dargestellt ist, unterscheidet sich von dem in 5 dargestellten
darin, dass die Kathode der Photodiode 32 und die Anode der Photodiode
33 geerdet sind. In diesem Falle können, wie bei der oben beschriebenen
Ausführungsform, der Strom i1 und der Strom i2 am Knotenpunkt X addiert werden,
und der Strom ic, welcher der Leuchtdichte Pc des Außenlichts entspricht, kann
annulliert werden.
- (4) In dem oben beschriebenen ersten Beispiel werden die Kennlinien der Spektralempfindlichkeit
der Photodioden 32 und 33 als durch die Volllinie in
6 angegeben beschrieben, doch sie können stattdessen
eine Peakwellenlänge von ungefähr 950 nm aufweisen, wie durch die punktierte
Linie in 6 angegebenen ist. Es ist bekannt, dass im
Allgemeinen ein Blutfluss in einem Abstand von bis zu ungefähr 3 mm von der
Hautoberfläche gemessen werden kann, wenn Licht mit einer Wellenlänge
von 300 nm bis 600 nm als Detektionslicht verwendet wird. Dies liegt daran, dass
kurzwelliges Licht leicht von Körpergeweben absorbiert oder gestreut wird.
Eine gute Beständigkeit gegenüber den Wirkungen von Außenlicht kann
daher erreicht werden, wenn der Wellenlängenbereich des Detektionslichts der
Bereich von 300 nm bis 600 nm ist, da Außenlicht in dem Wellenlängenbereich
von 300 nm bis 600 nm durch Körpergewebe absorbiert oder gestreut wird. Spezielle
Geräte, bei denen die Spektralempfindlichkeit auf diesen Bereich begrenzt ist,
sind jedoch teuer. Andererseits sind Photodioden, die eine Kennlinie der Spektralempfindlichkeit
aufweisen, wie in dem ersten Beispiel oben beschrieben oder wie durch die punktierte
Linie in 6 angegeben ist, kostengünstig und weisen
stabile Eigenschaften auf. Da die Wirkungen von Außenlicht in dem oben beschriebenen
ersten Beispiel annulliert werden können, kann das Pulswellensignal Vm genau
detektiert werden, indem eine Photodiode verwendet wird, die eine Kennlinie der
Spektralempfindlichkeit aufweist, wie sie durch die Volllinie oder die punktierte
Linie in 6 angegeben ist, ohne die Wellenlinie des
detektierten Lichts auf 300 nm bis 600 nm zu begrenzen. In diesem Falle kann der
Pulsschlag in verschiedenen Arterien einschließlich der Arteria radialis detektiert
werden, da emittiertes Licht das Innere des Gewebes erreicht.
- (5) In dem oben beschriebenen ersten Beispiel berechnet die Datenverarbeitungsschaltung
50 die Pulsfrequenz HR anhand von Analysedaten nach dem Entfernen der Körperbewegungskomponente
MKD', jedoch soll die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt sein. Zum
Beispiel kann die niederfrequente Komponente der Analysedaten nach Entfernen der
Körperbewegungskomponente MKD' analysiert werden, um Atmungsinformationen zu
berechnen, die hinsichtlich der Atemfrequenz indikativ sind. Außerdem kann
eine inverse schnelle Fourier-Transformation auf die Analysedaten nach Entfernen
der Körperbewegungskomponente MKD' angewendet werden, um solche Pulserscheinungen
zu detektieren, wie die normale Pulsfrequenz, "schlüpfriger Puls" und "Drahtpuls"*,
anhand des Ergebnisses der Analyse. Anders ausgedrückt, die Datenverarbeitungsschaltung
50 kann von einem beliebigen Typ von Schaltung zum Erzeugen von hinsichtlich
eines Körperzustands indikativen biologischen Informationen sein, die auf Analysedaten
nach Entfernen der Körperbewegungskomponente MKD' beruhen.
- (6) Das oben beschriebene erste Beispiel wurde beispielhaft unter Verwendung
der Basis des Fingers als Detektionsort für das Pulswellensignal Vm beschrieben,
jedoch kann das Pulswellensignal Vm an einem beliebigen Teil der Haut detektiert
werden, indem die Konstruktion der Sensoreinheit 30 entsprechend modifiziert
wird. Zum Beispiel sind andere potentielle Detektionsorte der Bereich um den Hals
herum, das Ohrläppchen und das Handgelenk.
B. Beispiel 2
Das zweite Beispiel der vorliegenden Erfindung betrifft ein Körperbewegungs-Messgerät.
Ein Körperbewegungs-Messgerät wird verwendet, um Körperbewegung zu
messen, indem ein Teil der Sensoreinheit 30 (Photodetektionsvorrichtung
vom Reflexionstyp) bei der oben beschriebenen ersten Ausführungsform der Erfindung
modifiziert wird.
B-i. Prinzip
Im Folgenden wird das Detektionsprinzip des Körperbewegungssignals
dieses bevorzugten Beispiels beschrieben. Ein Körperbewegungs-Messgerät
gemäß diesem bevorzugten Beispiel detektiert Körperbewegung unter
Verwendung eines optischen Sensors vom Reflexionstyp (Sensoreinheit 300,
die weiter unten beschrieben ist), der Photodetektionsmittel und Lichtemissionsmittel
umfasst.
20 dient zur Beschreibung des Prinzips des optischen
Sensors vom Reflexionstyp. In der Figur sind Lichtemissionsmittel A1 und Photodetektionsmittel
B1, die Epidermis Ti sowie Blutkapillaren und Arteriolen C1 dargestellt. Körpergewebe
sind zwischen der Epidermis Ti und den Blutgefäßen C1 vorhanden. Blut
fließt durch die Blutgefäße C1.
Ein Teil des Lichts, das von den Lichtemissionsmitteln A1 emittiert
wird, wird von Körpergeweben und Hämoglobin im Blut absorbiert, und ein
anderer Teil wird von Körpergewebe mit dem reflektierten Licht reflektiert,
das von dem Photodetektionsmittel B1 detektiert wird. Das Photodetektionsmittel
B1 gibt ein Ausgangssignal aus, das der Menge des detektierten Lichts entspricht.
Absorption durch Körpergewebe und Absorption durch Hämoglobin im Blut
werden daher in dem Ausgangssignal des Photodetektionsmittels B1 widergespiegelt.
21 zeigt die Absorptionsverteilung, wenn die Blutgefäße
einer Person Licht von einer äußeren Quelle ausgesetzt werden, während
sie ohne eine Körperbewegung ruht; I2 bezeichnet die Absorptionskomponente
des Gewebes, I3 die Absorptionskomponente des venösen Blutes und I4 die Absorptionskomponente
des arteriellen Blutes.
Wie aus der Figur ersichtlich ist, ist die Absorptionskomponente des
Gewebes I2 konstant, da sich die Gewebedichte nicht ändert. Die Absorptionskomponente
des venösen Blutes ist ebenfalls konstant. Dies liegt daran, dass in denen
Venen kein Puls vorhanden ist und daher keine Änderung der Dichte vorliegt.
Dies ist in 22 dargestellt, aus welcher ersichtlich
ist, dass der Puls von aus dem Herz gepumptem Blut allmählich dissipiert wird
und in den Venen vollständig verschwunden ist.
Andererseits tritt eine Schwankung der Absorptionskomponente des arteriellen
Blutes I4 und der Absorptionskomponente des venösen Blutes I3 auf, wenn sich
der Körper bewegt, da Körperbewegung den Blutfluss beeinflusst. Außerdem
verursacht ein Schwingen der Hände und Arme Schwingungen in den Geweben, welche
eine Schwankung der Absorption in den betroffenen Körperteilen zur Folge haben.
Das Ausgangssignal des Photodetektionsmittels B1 kann daher nicht
als ein Körperbewegungssignal verwendet werden, indem einfach Licht auf die
Blutgefäße C emittiert wird und das von ihnen reflektierte Licht unter
Verwendung des Photodetektionsmittels B1 detektiert wird, da eine Schwankung der
Absorptionskomponente des arteriellen Blutes I4 vorliegt, unabhängig davon,
ob eine Körperbewegung vorliegt.
Andererseits weisen die Absorptionskomponente des Gewebes I2 und die
Absorptionskomponenten des Blutes I3 und I4 jeweils eine bestimmte Frequenzkennlinie
auf, und die Absorption unterscheidet sich entsprechend der Wellenlänge des
emittierten Lichts. 23 zeigt den molaren Extinktionskoeffizienten
von reduziertem Hämoglobin Hb und oxygeniertem Hämoglobin HbO2.
Hierbei ist anzumerken, dass oxygeniertes Hämoglobin HbO2 hauptsächlich
in arteriellem Blut vorhanden ist und reduziertes Hämoglobin Hb in venösem
Blut vorhanden ist. Es ist daher möglich, die mit dem Puls zusammenhängende
Absorptionskomponente zu beobachten, indem man nur die Absorption durch oxygeniertes
Hämoglobin HbO2 betrachtet, da, wie oben angemerkt, in venösem
Blut kein Puls vorhanden ist. Wie 23 zeigt, nimmt der Extinktionskoeffizient
von oxygeniertem Hämoglobin HbO2 oberhalb von 600 nm sehr stark
ab. Andererseits verringert sich die Absorption des Gewebes auch oberhalb von 600
nm nicht.
Daher erfolgt, wenn Licht von den Lichtemissionsmitteln A1 zum Körper
im Wellenlängenbereich oberhalb von 600 nm emittiert wird, im Wesentlichen
keine Absorption von emittiertem Licht durch oxygeniertes Hämoglobin HbO2,
und der größte Teil des emittierten Lichts wird von den Geweben absorbiert.
Falls zu dieser Zeit eine Körperbewegung vorhanden ist, treten, wie oben erwähnt,
Schwingungen des Gewebes auf, und die Menge des emittierten Lichts, das von Geweben
absorbiert wird, schwankt dann entsprechend der Körperbewegung. Daher kann,
wenn dieses reflektierte Licht von Photodetektionsmitteln B1 detektiert wird, das
Ausgangssignal der Photodetektionsmittel B1 als ein Körperbewegungssignal verwendet
werden. Im Mittelpunkt dieser zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung steht das oben beschriebene Prinzip der Detektion von Körperbewegung,
um Bewegung des Körpers zu messen.
B-2. Aufbau des zweiten Beispiels
B-2-1: Gesamtaufbau
Das Aussehen eines Körperbewegungs-Messgerätes gemäß
diesem zweiten Beispiel ist dasselbe wie das eines Pulswellen-Messgerätes
1 gemäß dem ersten Beispiel der Erfindung, das in 1
dargestellt ist. In diesem zweiten Beispiel wird jedoch eine Sensoreinheit
300 anstelle der Sensoreinheit 30 im ersten Beispiel verwendet.
Diese Sensoreinheit 300 ist so aufgebaut, dass sie reflektiertes Licht
im Wellenlängenbereich von 600 nm und darüber in ein elektrisches Signal
umwandelt, derart, dass ein Körperbewegungssignal Vt, das hinsichtlich der
Menge der Körperbewegung indikativ ist, von der Sensoreinheit 30 ausgegeben
wird. Daher ist innerhalb des Hauptteils 10 kein Beschleunigungssensor
60 vorgesehen. Außerdem wendet die im Hauptteil 10
vorgesehene Datenverarbeitungsschaltung 50 einen Prozess der schnellen
Fourier-Transformation auf das Körperbewegungssignal Vt an und analysiert das
Ergebnis dieses Prozesses, um die Schrittzahl pro Minute P zu berechnen.
B-2-2: Aufbau der Sensoreinheit 300
Der mechanische Aufbau der Sensoreinheit 300 in diesem zweiten
Beispiel der Erfindung ist derselbe wie der der Sensoreinheit 30 im ersten
Beispiel, mit der Ausnahme, dass anstelle der LED 31 (Lichtemissionsmittel)
eine LED 310 verwendet wird. Daher sind die relativen Positionen der LED
310 und der Photodioden 32 und 33 diejenigen, die sich
ergeben, wenn die LED 31 in 3 und
4 durch die LED 310 ersetzt wird.
Die Kennlinien der Spektralempfindlichkeit der Photodioden
32 und 33 haben die durch die Volllinie in 6
angegebene Form. Andererseits hat die Kennlinie der Lichtemission der LED
310 die in 24 dargestellte Form. Die Messung
durch die Sensoreinheit 300 erfolgt daher in dem Wellenlängenbereich,
wo sich die Kennlinien der Photodioden und die Kennlinien der LED überlappen,
das heißt in dem Bereich von 630 nm bis 690 nm mit einer mittleren Wellenlänge
von 660 nm. Wie in 23 dargestellt, ist die Absorption durch oxygeniertes
Hämoglobin HbO2 in dem Wellenlängenbereich von 630 nm bis 690
nm reduziert. Infolgedessen wird die Pulswellenkomponente unterdrückt, und
die Körperbewegungskomponente macht den größten Anteil an den Ausgangssignalen
der Photodioden 32 und 33 aus.
Die LED 310 und die Photodioden 32 und
33 sind in diesem Beispiel auf dieselbe Weise angeordnet wie im ersten
Beispiel (siehe 3 und 4).
Infolgedessen ist der optische Weg von der LED 310 zur Photodiode
33 länger als der Weg von der LED 310 zur Photodiode
32.
Emittiertes Licht von der LED 310 wird von Körpergeweben
absorbiert und gestreut, doch mit zunehmender Weglänge wird dann im Wesentlichen
das gesamte emittierte Licht von dem Übertragungsmedium, das heißt den
Körpergeweben, absorbiert. Daher fällt, wenn die Weglänge groß
ist, im Wesentlichen kein reflektiertes Licht auf die Photodioden 32 und
33 ein. Wie oben im ersten Beispiel beschrieben, wird der in
3 dargestellte Abstand L1 so bestimmt, dass eine relativ
geringe Absorption und Streuung durch die Gewebe vorhanden ist und eine Bewegung
von Gewebe durch die Photodiode 32 detektiert werden kann. Außerdem
wird der in derselben Figur dargestellte Abstand L2 so bestimmt, dass im Wesentlichen
kein reflektiertes Licht auf die Photodiode 33 einfällt. Daher spiegelt
das Ausgangssignal der Photodiode 32 Änderungen des Gewebes wider,
die auf Körperbewegung zurückzuführen sind, doch es ist keine Körperbewegungs-Wellenform
im Ausgangssignal der Photodiode 33 vorhanden.
25 ist ein Schaltplan der Sensoreinheit 300.
Diese Sensoreinheit 300 unterscheidet sich von der in 5
dargestellten Sensoreinheit 30 darin, dass die LED 31 durch die
LED 310 ersetzt ist und der Operationsverstärker 34 ein Körperbewegungssignal
Vt ausgibt.
Die Photodioden 32 und 33 sind relativ zueinander
so positioniert, dass die Leuchtdichte (Intensität) von Außenlicht, das
auf die einfällt, gleich ist, wie im ersten Beispiel beschrieben. Der Strom
ic, welcher der Leuchtdichte Pc von Außenlicht entspricht, wird daher durch
die Addition des Stroms i1 und des Stroms i2 am Knotenpunkt X annulliert.
Außerdem wird der Abstand L2 von der LED 310 zur Photodiode
33 so bestimmt, dass im Wesentlichen kein Licht von der LED 310
einfällt. Infolgedessen ist die Leuchtdichte Pb relativ zur Leuchtdichte Pa
extrem gering. Infolgedessen kann der Strom i1+i2 durch die folgende Gleichung approximiert
werden:
i1 + i2 = ia – ib ≈ ia
Daher ist das Körperbewegungssignal Vt von der Leuchtdichte Pa
des auf die Photodiode 32 einfallenden reflektierten Lichts abhängig.
Wenn eine so aufgebaute Sensoreinheit 300 durch ein Sensorhalteband
40 an der Basis eines Fingers gehalten wird, wie in 1
dargestellt, werden die LED 310 und die Photodioden 32 und
33 in Positionen gehalten, in denen ihre Licht emittierende Fläche
bzw. photodetektierenden Flächen der Oberfläche des Fingers zugewandt
sind. Wenn die LED 310 dann, während sie so positioniert ist, Licht
zu dem Finger emittiert, wird vom Körper reflektiertes Licht von den Photodioden
32 und 33 detektiert. Es ist anzumerken, dass selbst dann, wenn
Außenlicht von der Haut, welche nicht durch das Sensorhalteband 40
am Finger bedeckt ist, eindringt und detektiert wird, die Außenlichtkomponenten
sich gegenseitig aufheben. Es ist daher möglich, nur ein Körperbewegungssignal
Vt, das hinsichtlich der Körperbewegung indikativ ist, über das Kabel
20 in den Hauptteil 10 einzugeben.
B-2-3: Aufbau der Datenverarbeitungsschaltung 500
Als Nächstes wird die Datenverarbeitungsschaltung 500
in diesem zweiten Beispiel unter Bezugnahme auf 26
beschrieben. Es ist anzumerken, dass die Datenverarbeitungsschaltung 500
innerhalb des Hauptteils 10 untergebracht ist, wie im ersten Beispiel.
Die Datenverarbeitungsschaltung 500 umfasst außerdem speziell eine
CPU, einen RAM als Arbeitsspeicher für die CPU und einen
ROM, der ein Programm zur Realisierung der oben genannten Funktionsblöcke speichert.
26 ist ein Funktionsblockschaltbild der Datenverarbeitungsschaltung
500. In der Figur wandelt der Körperbewegungs-Signalwandler
52 das Körperbewegungssignal Vt von der Sensoreinheit 300
aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal um und gibt Körperbewegungsdaten
TD aus. Der Speicher 53 ist ein RAM oder anderer Speicher zum Speichern
von Körperbewegungsdaten TD für einen bestimmten Zeitabschnitt. Ein Körperbewegungs-Frequenzanalysator
55 erzeugt Körperbewegungs-Analysedaten TKD mittels Durchführung
einer Frequenzanalyse der aus dem Speicher 53 gelesenen Körperbewegungsdaten
TD. Für diese Frequenzanalyse können verschiedene Verfahren angewendet
werden. Bei der vorliegenden beispielhaften Ausführungsform wird eine schnelle
Fourier-Transformation (Fast Fourier Transform, FFT) angewendet, da die Analyse
in einer kurzen Betriebszeit abgeschlossen werden kann.
Als Nächstes berechnet der Berechner der Schrittzahl pro Minute
540 die Schrittzahl pro Minute P anhand der Spektralleistung in den Körperbewegungs-Analysedaten
TKD und gibt das berechnete Ergebnis an die Flüssigkristallanzeige aus.
Dieser Berechner der Schrittzahl pro Minute 540 umfasst einen
Signalspezifizierer 541, einen ersten Wellenidentifizierer 542,
einen zweiten Wellenidentifizierer 543 und einen Signaldiskriminator
544.
Der Signalspezifizierer 541 wählt ein Signal mit einem
Leistungspegel, der einen bestimmten Schwellwert überschreitet, in einem Bereich
oberhalb einer bestimmten Frequenz als eine Referenzwelle aus. Der erste Wellenidentifizierer
542 bestimmt, ob ein Hochpegelsignal mit einer Frequenz vorhanden ist,
die zu 1/3 der Referenzwellenfrequenz äquivalent ist. Der zweite Wellenidentifizierer
543 bestimmt, ob ein Hochpegelsignal mit einer Frequenz vorhanden ist,
die zu 2/3 der Referenzwellenfrequenz äquivalent ist.
Falls der erste Wellenidentifizierer 542 bestimmt, dass kein
Hochpegelsignal mit einer Frequenz vorhanden ist, die zu 1/3 der Referenzwellenfrequenz
äquivalent ist, identifiziert der Signaldiskriminator 544 die Referenzwelle
als die zweite Harmonische der Grundwelle der Körperbewegung. Außerdem,
wenn der zweite Wellenidentifizierer 543 bestimmt, dass kein Hochpegelsignal
bei einer Frequenzposition vorhanden ist, die zu 2/3 der Referenzwellenfrequenz
äquivalent ist, identifiziert der Signaldiskriminator 544 die Referenzwelle
als die zweite Harmonische der Grundwelle der Körperbewegung.
Ferner wird selbst dann, wenn der Signaldiskriminator 544
auf der Grundlage der Ergebnisse des ersten Wellenidentifizierers 542 und
des zweiten Wellenidentifizierers 543 bestimmt, dass die Referenzwelle
die dritte Harmonische der Grundwelle ist, die Referenzwelle nur dann als die dritte
Harmonische der Grundwelle bestimmt, wenn bestimmt wird, dass die Referenzwelle
gleich einem bestimmten Frequenzpegel ist oder diesen übersteigt. Falls dagegen
bestimmt wird, dass die Referenzwelle unter dem Frequenzpegel des Prozesses liegt,
bestimmt der Signaldiskriminator 544 die Referenzwelle als die zweite Harmonische
der Grundwelle.
Ein so aufgebauter Berechner der Schrittzahl pro Minute
540 bestimmt automatisch aus dem Spektrum, das beim Gehen detektiert wird,
und dem Spektrum, das beim Laufen detektiert wird, ob [der Benutzer] gerade geht
oder läuft, wendet eine geeignete Operation an und erhält die Schrittzahl
pro Minute der Körperbewegung.
Das Prinzip hierfür wird im Folgenden beschrieben. Zunächst
zeigt 27(a) ein typisches Spektrum, wenn der Benutzer läuft.
Beim Laufen erscheinen eine Spektrallinie SA1, die der Grundwelle der Körperbewegung
entspricht, und eine Spektrallinie SA2, die zur zweiten Harmonischen der Grundwelle
der Körperbewegung äquivalent ist, wie in der Figur dargestellt. Von diesen
ist der Pegel der Spektrallinie SA2, die zur zweiten Harmonischen Komponente äquivalent
ist, wesentlich höher als die Spektrallinie SA1, die der Grundwelle entspricht.
Dies liegt daran, dass beim Laufen eine gleiche Auf- und Abbewegung vorliegt, wenn
der rechte Fuß auftritt und wenn der linke Fuß auftritt, und die zweite
Harmonische der Körperbewegungskomponente daher erscheint. Außerdem ist
die Grundwelle des Schwingens der Arme (äquivalent zu SA1) äquivalent
zu einer Pendelbewegung, von welcher das Ausschwingen und Zurückbewegen des
Arms eine Periode darstellt. Da es jedoch beim Laufen schwierig ist, mit dem Schwingen
der Arme eine glatte Pendelbewegung zu erzielen, ist die Grundwellenleistung des
Schwingens der Arme schwach. Andererseits ist eine momentane Beschleunigung beim
Ausschwingen und beim Zurückbewegen des Arms vorhanden, und die zweite harmonische
Komponente ist stärker als die Grundwellenkomponente des Schwingens der Armee.
Dies kann mit dem typischen Spektrum verglichen werden, wenn der Benutzer
geht, wie in 27(b) dargestellt. Wenn der Benutzer geht, erscheinen
eine Spektrallinie SB1, die der Grundwelle der Körperbewegung entspricht, eine
Spektrallinie SB2, die der zweiten Harmonischen entspricht, und eine Spektrallinie
SB3, die der dritten Harmonischen entspricht. Beim Gehen ist nicht so viel Auf-
und Abbewegung vorhanden wie beim Laufen, und die Signalkomponente,
die auf das Schwingen der Arme zurückführbar ist, ist relativ stark. Diese
Eigenschaft erscheint in der Spektrallinie SB1, die der Grundwelle entspricht. Infolgedessen
ist das Verhältnis zwischen den Spektrallinien SB1, SB2 und SB3 nicht konstant.
Im Gegensatz zum Laufen sind jedoch die Pegel der Spektrallinie SB1 und der Spektrallinie
SB3 höher als der Pegel der Spektrallinie SB2.
Die Spektrallinie SA2, die der zweiten Harmonischen beim Laufen entspricht,
die Spektrallinie SB1, die der Grundwelle der Körperbewegung entspricht, die
Spektrallinie SB2, die der zweiten Harmonischen beim Gehen entspricht, und die Spektrallinie
SB3, die der dritten Harmonischen beim Gehen entspricht, erscheinen normalerweise
in einem Frequenzbereich von 100 mal/Minute oder höher. Es ist daher möglich
zu bestimmen, ob der Benutzer läuft oder geht, indem ein Frequenzbereich von
100 mal/Minute und darüber überwacht wird und bestimmt wird, ob Hochpegelsignale,
die in diesem Bereich detektiert werden, die zweite Harmonische der Grundwelle oder
die dritte Harmonische sind.
Beim Laufen erscheint die dritte Harmonische der Grundwelle im Frequenzbereich
von 100 mal/Minute und darüber als ein Hochpegelsignal, und es ist daher möglich,
die Schrittzahl pro Minute P beim Gehen aus dem Produkt der Frequenz dieses Signals
mit 2/3 zu erhalten. Umgekehrt erscheint beim Laufen die zweite Harmonische der
Grundwelle als ein Hochpegelsignal im Frequenzbereich von 100 mal/Minute und darüber,
und die Schrittzahl pro Minute P beim Laufen kann aus der Frequenz dieses Signals
erhalten werden. Der Berechner der Schrittzahl pro Minute 540 ist daher so aufgebaut,
dass er den Unterschied in den Spektralmustern beim Laufen und Gehen nutzt, um die
Schrittzahl pro Minute P zu erhalten.
3-3. Funktionsweise des zweiten Beispiels
Die Funktionsweise dieses bevorzugten Beispiels der vorliegenden Erfindung
wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben.
B-3-1: Funktionsweise der Sensoreinheit 300
Die Funktionsweise der Sensoreinheit 300 wird zunächst
im Vergleich mit der Funktionsweise einer Vergleichs-Sensoreinheit beschrieben.
In dieser Vergleichs-Sensoreinheit 300' wurde die LED 31, die
eine Kennlinie der Lichtemission wie in 24 dargestellt
aufweist, durch eine LED 310' ersetzt, die eine Kennlinie der Lichtemission
wie in 28 dargestellt aufweist. Die Kennlinie der
Lichtemission der LED 310' weist eine Peakwellenlänge bei 525 nm auf,
mit einer Halbwertsbreite des Peaks von ungefähr 40 nm. Das heißt, die
Vergleichs-Sensoreinheit 300' erhält Messwerte in einem Wellenlängenbereich,
wo die Absorptionscharakteristik von oxygeniertem Hämoglobin HbO2
große Werte hat (siehe 23).
29 ist eine graphische Darstellung einer Ausgangssignalwelle
WF1 von der Vergleichs-Sensoreinheit 300' und der Frequenzanalyse derselben.
In dieser Figur ist St1 die Spektrallinie, die der Grundwelle der Körperbewegungskomponente
entspricht und eine Frequenz von 1,1 Hz hat. St2 ist die Spektrallinie, die der
zweiten Harmonischen der Körperbewegungskomponente entspricht, und hat eine
Frequenz von 2,2 Hz. Sm ist die Spektrallinie, die der Grundwelle der Pulswellenkomponente
entspricht. Wie aus dieser Figur ersichtlich ist, wird, wenn der für Messungen
verwendete Wellenlängenbereich auf unter 600 nm eingestellt ist, emittiertes
Licht durch oxygeniertes Hämoglobin HbO2 absorbiert, und der Puls
des arteriellen Blutes wird als Spektrallinie Sm gemessen. Da die Leistung des Pulswellenspektrums
Sm größer ist als die Spektrallinien St1 und St2, die mit der Körperbewegungskomponente
zusammenhängen, wird die Grundwelle der Körperbewegung falsch detektiert,
und es kann daher keine genaue Schrittzahl pro Minute P detektiert werden.
Dies kann mit der Ausgangssignalwelle WF2 der Sensoreinheit
300 und der Frequenzanalyse derselben, die in 30
dargestellt sind, verglichen werden. Die in diesem Beispiel verwendete LED
310 weist eine Kennlinie der Lichtemission mit einer Peakwellenlänge
bei 660 nm und einer Halbwertsbreite des Peaks von 40 nm auf, wie in 24
dargestellt. Indem daher der für Messungen verwendete Wellenlängenbereich
auf 600 nm und darüber eingestellt wird, erfolgt im Wesentlichen keine Absorption
von emittiertem Licht durch oxygeniertes Hämoglobin HbO2, und die
Leistung des Pulswellenspektrums Sm wird stark reduziert. Infolgedessen ist die
Leistung der Spektrallinien St1 und St2, die mit der Körperbewegungskomponente
zusammenhängen, größer als das Pulswellenspektrum Sm, Sm wird nicht
falsch detektiert als eine Körperbewegungskomponente, und die Körperbewegungskomponente
kann genau gemessen werden.
Außerdem kann, da die Sensoreinheit 300 somit so aufgebaut
ist, dass die Wirkungen von Außenlicht annulliert werden, das Körperbewegungssignal
Vt mit einem hohen Signal-Rausch-Verhältnis detektiert werden, sogar bei einer
Verwendung beim Laufen oder anderweitigen Trainieren im Freien.
B-3-2: Funktionsweise der Datenverarbeitungsschaltung 500
Anschließend, wenn das Körperbewegungssignal Vt von der
Sensoreinheit 30 detektiert worden ist, wandelt der Körperbewegungs-Signalwandler
52
der Datenverarbeitungsschaltung 500 das Körperbewegungssignal
Vt aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal um, um Körperbewegungsdaten
TD zu erzeugen. Diese Körperbewegungsdaten TD werden in dem Speicher
53 gespeichert und werden in einem bestimmten Takt aus dem Speicher
53 gelesen. Danach wendet der Körperbewegungs-Frequenzanalysator
55 einen FFT-Prozess auf die aus dem Speicher 53 gelesenen Körperbewegungsdaten
TD an, um Körperbewegungs-Analysedaten TKD zu erzeugen. Der Berechner. der
Schrittzahl pro Minute 540 berechnet dann die Schrittzahl pro Minute P
anhand der Spektren in den Körperbewegungs-Analysedaten TKD.
Im Folgenden wird der Prozess der Berechnung der Schrittzahl pro Minute
des Berechners der Schrittzahl pro Minute 540 unter Bezugnahme auf das
Flussdiagramm in 31 beschrieben. Zuerst wird in Schritt
ST1 das Signal mit dem höchsten Pegel (Linienspektrum) in den Körperbewegungs-Analysedaten
TKD nach der Frequenzanalyse bestimmt. Dieses Signal ist ein Kandidat für das
Signal, das als die Referenzwelle zum Erhalten der Schrittzahl pro Minute zu verwenden
ist. In Schritt ST2 wird bestimmt, ob die Frequenz dieser Referenzwelle
100 mal/Minute oder größer ist.
Falls die Frequenz der Referenzwelle kleiner als 100 mal/Minute ist,
wird in Schritt ST3 ein anderer Kandidat gewählt. Danach wird in Schritt ST4
das Signal mit dem höchsten Pegel unter den anderen Signalen, die das vorhergehende
(Kandidaten-) Signal nicht mit enthalten, als die Referenzwelle gewählt. In
diesem Prozess wird die Schrittzahl pro Minute in der vorliegenden Form als die
aktuelle Schrittzahl pro Minute verwendet (Schritt ST5), und in Schritt ST6 wird
dieser Wert als die Schrittzahl pro Minute definiert.
Falls ein Hochpegelsignal mit einer Frequenz von 100 mal/Minute oder
größer gefunden wird, während die Schritte ST3 und ST4 verarbeitet
werden, wird dieses Signal als die Referenzwelle verwendet. In Schritt ST7 wird
bestimmt, ob ein Signal mit einer Frequenz, die gleich 1/3 der Frequenz dieser Referenzwelle
ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich 1/2 der Amplitude der Referenzwelle
ist, vorhanden ist.
Falls in Schritt ST7 kein Signal mit einer Frequenz, die gleich 1/3
der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich
1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist, wird die Prozedur mit Schritt
ST8 fortgesetzt. In Schritt ST8 wird bestimmt, ob ein Signal mit einer Frequenz,
die gleich 2/3 der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens
gleich 1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist.
Falls in Schritt ST8 kein Signal mit einer Frequenz, die gleich 2/3
der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich
1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist, wird die Referenzwelle als
ein Signal bestimmt, das zu der zweiten Harmonischen äquivalent ist. Dieser
Wert wird dann in Schritt ST6 als die Schrittzahl pro Minute definiert.
Falls jedoch in Schritt ST7 ein Signal mit einer Frequenz, die gleich
1/3 der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich
1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist, wird die Prozedur mit Schritt
ST9 fortgesetzt. In Schritt ST9 wird bestimmt, ob die Frequenz dieser Referenzwelle
150 mal/Minute oder größer ist. Dieser Wert von 150 mal/Minute ist das
1,5-fache von 100 mal/Minute. Die Schrittzahl pro Minute beim Gehen liegt normalerweise
im Bereich von 100 mal/Minute bis 150 mal/Minute, und die Schrittzahl pro Minute
beim Laufen beträgt 150 mal/Minute bis 200 mal/Minute. Es ist daher möglich,
den Wert von 150 mal/Minute als die Trennlinie zu verwenden, um zu bestätigen,
ob der Benutzer geht oder läuft. Falls in Schritt ST9 bestimmt wird, dass die
Frequenz der Referenzwelle 150 mal/Minute oder größer ist, wird die Referenzwelle
als zur dritten Harmonischen äquivalent bestimmt. Infolgedessen wird in Schritt
ST10 die Frequenz dieses Signals mit 2/3 multipliziert, und der resultierende 2/3-Wert
wird in Schritt ST6 als die Schrittzahl pro Minute bestätigt.
Falls in Schritt ST7 kein Signal mit einer Frequenz, die gleich 1/3
der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich
1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist, wird die Prozedur mit Schritt
ST8 fortgesetzt. Falls in Schritt ST8 ein Signal mit einer Frequenz, die gleich
2/3 der Frequenz dieser Referenzwelle ist, und einer Amplitude, die mindestens gleich
1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, vorhanden ist, wird die Prozedur mit Schritt
ST9 fortgesetzt. Falls in Schritt ST9 bestimmt wird, dass die Frequenz dieser Referenzwelle
150 mal/Minute oder größer ist, kann diese Referenzwelle als die dritte
Harmonische der Grundwelle beim Gehen bestätigt werden. Ferner wird, da die
Referenzwelle als ein Signal bestätigt werden kann, das zur dritten Harmonischen
äquivalent ist, die Frequenz dieses Signals in Schritt ST10 mit 2/3 multipliziert,
und der resultierende 2/3-Wert wird in Schritt ST6 als die Schrittzahl pro Minute
bestätigt.
Falls jedoch in Schritt ST9 die Frequenz der Referenzwelle kleiner
als 150 mal/Minute ist, kann die Referenzwelle nicht als ein Signal bestimmt werden,
das zur dritten Harmonischen äquivalent ist. Daher kann ein beliebiges Signal
mit einer Frequenz, welche gleich 1/3 oder 2/3 der Frequenz dieser Referenzwelle
ist, als Rauschen bestimmt werden, und die Referenzwelle kann
als die zweite harmonische Komponente bestimmt werden. Daher wird dieser Wert in
Schritt ST6 als die Schrittzahl pro Minute definiert.
Wie somit beschrieben wurde, kann, falls kein Signal mit einer Amplitude,
die gleich 1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, bei einer Frequenzposition,
die zu 1/3 der Frequenz der Referenzwelle äquivalent ist, vorhanden ist, und
kein Signal mit einer Amplitude, die gleich 1/2 der Amplitude der Referenzwelle
ist, bei einer Frequenzposition, die zu 2/3 der Frequenz der Referenzwelle äquivalent
ist, vorhanden ist, die Referenzwelle als die zweite Harmonische bestimmt werden.
Ferner kann, falls ein Signal mit einer Amplitude, die gleich 1/2
der Amplitude der Referenzwelle ist, bei einer Frequenzposition, die zu 1/3 der
Frequenz der Referenzwelle äquivalent ist, vorhanden ist, oder ein Signal mit
einer Amplitude, die gleich 1/2 der Amplitude der Referenzwelle ist, bei einer Frequenzposition,
die zu 2/3 der Frequenz der Referenzwelle äquivalent ist, vorhanden ist, die
Referenzwelle nur als die dritte Harmonische bestimmt werden, wenn die Frequenz
der Referenzwelle 150 mal/Minute oder größer ist.
Wie oben beschrieben, verwendet dieses zweite Beispiel der vorliegenden
Erfindung einen optischen Sensor, um ein Körperbewegungssignal Vt zu messen,
indem die Idee zugrunde gelegt wird, dass Gewebeschwingungen vorhanden sind, wenn
eine Körperbewegung vorhanden ist, und dass eine entsprechende Änderung
der Absorptionseigenschaften vorliegt. Die Zuverlässigkeit des Geräts
kann daher gegenüber der Verwendung eines mechanischen Beschleunigungsdetektors
verbessert werden, und die Konstruktion kann vereinfacht werden. Ferner detektiert,
da Gewebe unabhängig von der Richtung schwingen, in welcher sich der Körper
bewegt, eine Sensoreinheit 300 gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform
die Gesamt-Körperbewegung. Eine Körperbewegung kann daher unter Verwendung
einer einzigen Sensoreinheit 300 zuverlässig detektiert werden, und
es ist nicht erforderlich, ein Gerät in jeder Detektionsachse vorzusehen, wie
es bei einem Beschleunigungsdetektor der Fall ist.
Ferner können, da der zum Messen des Körperbewegungssignals
Vt verwendete Wellenlängenbereich in der Sensoreinheit 300 auf 600
nm oder darüber eingestellt wird, Pulskomponenten in dem Detektionssignal ausreichend
unterdrückt werden, und das Körperbewegungssignal Vt kann mit einem guten
Signal-Rausch-Verhältnis detektiert werden. Außerdem kann, da die Auswirkungen
von Außenlicht durch die zwei Photodioden 32 und 33 annulliert
werden, ein genaues Körperbewegungssignal Vt detektiert werden, selbst beim
Trainieren im Freien.
B-4. Alternative Versionen des zweiten Beispiels
- (1) Beim zweiten bevorzugten Beispiel der vorliegenden Erfindung, das oben beschrieben
wurde, wird eine Körperbewegung an der Basis eines Fingers detektiert; wie
jedoch im folgenden dritten bevorzugten Beispiel beschrieben wird, ist es auch möglich,
die Sensoreinheit 300 an der Unterseite des Uhrengehäuses
11 anzubringen, um das Körperbewegungssignal Vt von der Rückseite
des Handgelenks her zu detektieren. Außerdem kann die Photodiode
33 von der Sensoreinheit 300 entfernt werden, wie in
25 dargestellt. In diesem Falle kann Außenlicht
nicht annulliert werden, doch da der für die Messung verwendete Wellenlängenbereich
auf 600 nm eingestellt ist, kann ein Körperbewegungssignal Vt ohne eine überlagerte
Pulswellenkomponente erhalten werden.
- (2) Außerdem ist in dem obigen zweiten bevorzugten Beispiel eine Messung
im Wellenlängenbereich von 600 nm und darüber möglich, indem der
Kennwert der Lichtemission der LED 310, des Lichtemissionsmittels, mit
einem Wellenlängen-Peak von 600 nm oder größer eingestellt wird,
und indem der Kennwert der Spektralempfindlichkeit der Photodiode 32, des
Photodetektionsmittels, in einem Bereich von 400 nm bis 800 nm eingestellt wird.
Jedoch soll die Messung hierdurch nicht eingeschränkt sein, und zum Beispiel
kann das emittierte Licht von dem Lichtemissionsmittel so eingestellt werden, dass
es eine Energie im Wellenlängenbereich von 400 nm bis 800 nm aufweist, und
das Photodetektionsmittel kann einen Kennwert der Spektralempfindlichkeit von 600
nm oder größer aufweisen. Anders ausgedrückt, es ist ausreichend,
wenn der für die Messung verwendete Wellenlängenbereich mindestens 600
nm ist.
Ferner nimmt, wie aus 3 ersichtlich ist,
der Extinktionskoeffizient von oxygeniertem Hämoglobin HbO2 insbesondere
im Bereich von 600 nm bis 900 nm ab. Daher ist es besonders wünschenswert,
dass der für die Messung verwendete Wellenlängenbereich im Bereich von
600 nm bis 900 nm eingestellt wird. Es ist anzumerken, dass der für die Messung
verwendete Wellenlängenbereich auch durch Verwendung eines Filters begrenzt
werden kann.
C. Beispiel 3
Im Folgenden wird eine Messvorrichtung für biologische Informationen
gemäß einem dritten bevorzugten Beispiel der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Diese Messvorrichtung für
biologische Informationen misst den Puls und andere biologische Informationen auf
der Grundlage eines Pulswellensignals, aus welchem eine Körperbewegung entfernt
worden ist.
C-1. Aufbau des dritten Beispiels
C-1-1: Gesamtaufbau
32 ist eine Schnittdarstellung einer Messvorrichtung
für biologische Informationen gemäß einem dritten Beispiel der vorliegenden
Erfindung. Wie in der Figur dargestellt, hat diese Messvorrichtung für biologische
Informationen die Gestalt einer Armbanduhr. In diesem Beispiel ist die Sensoreinheit
301, die der Sensoreinheit 30 im ersten Beispiel entspricht, mit
dem Hauptteil an der Rückseite des Uhrengehäuses 11 aus einem
Stück hergestellt. Ein Armband 12 ist am Uhrengehäuse
11 befestigt, um es am Arm zu halten; wenn das Armband 12 um das
Handgelenk geschlungen ist, wird die Rückseite des Uhrengehäuses
11 fest an der Rückseite des Handgelenks gehalten. Ein durchsichtiges
Glas 137, das von einer Rückseitenabdeckung 154 gehalten
wird, ist an der Rückseite des Uhrengehäuses 11 angeordnet. Dieses
durchsichtige Glas 137 schützt die Sensoreinheit 301. Außerdem
lässt das durchsichtige Glas 137 emittiertes Licht von den LEDs
310 und 311 durch und lässt von dem Körper reflektiertes
Licht durch.
Die Oberfläche des Uhrengehäuses 11 weist eine
Flüssigkristallanzeige 13 zum Anzeigen, zusätzlich zur aktuellen
Uhrzeit und zum Datum, von biologischen Informationen wie etwa der Pulsfrequenz
HR auf der Grundlage eines Detektionsergebnisses von der Sensoreinheit
301 auf. Innerhalb des Uhrengehäuses 11 befindet sich eine
Datenverarbeitungsschaltung 501, die verschiedene integrierte Schaltungen
umfasst, einschließlich einer CPU, auf einer Hauptplatine 151. Eine
Batterie 152 ist auf der Rückseite der Hauptplatine 151 vorgesehen;
Strom wird von der Batterie zur Flüssigkristallanzeige 13, Hauptplatine
151 und Sensoreinheit 301 zugeführt. Die Hauptplatine
151 und die Sensoreinheit 301 sind durch ein Heißsiegel
153 verbunden. In dem Heißsiegel 153 ausgebildete Leitungen
transportieren Strom von der Hauptplatine 151 zur Sensoreinheit
301 und transportieren ein Pulswellensignal Vm von der Sensoreinheit
301 zur Hauptplatine 151. Die Datenverarbeitungsschaltung
501 wendet auf das Pulswellensignal Vm einen FFT-Prozess an und analysiert
das Ergebnis dieses Prozesses, um die Pulsfrequenz HR zu berechnen. Es ist anzumerken,
dass außerdem Druckknöpfe 111 und 112 (in der Figur
nicht dargestellt) an der Außenseite des Uhrengehäuses 11 vorgesehen
sind, zum Einstellen der Uhrzeit, Wechseln des Anzeigemodus und für andere
Bedienvorgänge, wie bei dem in 1 dargestellten
Pulswellen-Messgerät.
Wenn das Armband 12 um das Handgelenk geschlungen ist, um
die Messvorrichtung für biologische Informationen zu halten, ist die Rückseite
des Uhrengehäuses 11 der Rückseite des Handgelenks zugewandt.
Infolgedessen wird Licht von den LEDs 310 und 311 durch das durchsichtige
Glas 137 hindurch zur Rückseite des Handgelenks emittiert, und von
dort reflektiertes Licht wird von den Photodioden 32 und 33 detektiert.
C-1-2: Aufbau der Sensoreinheit 301
Im Folgenden wird der Aufbau der Sensoreinheit 30 (Photodetektionsvorrichtung
vom Reflexionstyp) unter Bezugnahme auf die folgenden zwei Versionen beschrieben.
C-1-2-1: Erste Version
33 ist eine Draufsicht von hinten auf die Sensoreinheit
301. Wie in 33 dargestellt, sind LEDs
310 und 311 und Photodioden 32 und 33 an der
Rückseite der Leiterplatte 36 angeordnet, auf deren Oberseite sich
ein Operationsverstarker 34 und ein Schaltungselement 35 befinden
(siehe 32). Der Operationsverstärker
34 und das Schaltungselement 35 fungieren als ein Differenzoperator
zum Verstärken der Differenz zwischen den Ausgangssignalen von den Photodioden
32 und 33. Dies wird weiter unten näher beschrieben.
Die Kennlinien der Spektralempfindlichkeit der Photodioden
32 und 33 sind in diesem Beispiel dieselben wie diejenigen des
ersten und zweiten Beispiels, die in 6 dargestellt
sind. Die Kennlinie der Lichtemission der LED 310 ist dieselbe wie die
im zweiten Beispiel, die in 24 dargestellt ist. Die
Kennlinie der Lichtemission der LED 311 hat den in 28
dargestellten Verlauf. Das heißt, die LED 310 weist eine Kennlinie
der Lichtemission mit einer Peakwellenlänge bei 660 nm mit einer Halbwertsbreite
des Peaks von 40 nm auf, und die LED 311 weist eine Kennlinie der Lichtemission
mit einer Peakwellenlänge bei 525 nm mit einer Halbwertsbreite des Peaks von
40 nm auf. Es ist anzumerken, dass im Wellenlängenbereich von 600 nm und darüber
im Wesentlichen keine Absorption von emittiertem Licht durch oxygeniertes Hämoglobin
HbO2 erfolgt und der Extinktionskoeffizient von oxygeniertem Hämoglobin
HbO2 im Wellenlängenbereich unterhalb von 600 nm wächst. Die
Änderung der Absorptionscharakteristik von oxygeniertem Hämoglobin HbO2
entspricht außerdem einer Pulswelle, da sich oxygeniertes Hämoglobin HbO2
entsprechend Pulsationen im Blutfluss bewegt. Andererseits ist, obwohl Gewebeschwingungen
die Bewegung des Körpers begleiten, kein steiles Absinken der Absorptionscharakteristik
des Gewebes im Wellenlängenbereich von 600 nm und darüber, wie es bei
oxygeniertem Hämoglobin HbO2 vorliegt, zu verzeichnen. Infolgedessen
wird die LED 310, welche Licht mit einer Wellenlänge von 600 nm oder
darüber emittiert, als das Lichtemissionsmittel zur Detektion
der Körperbewegung verwendet, und die LED 311, welche Licht mit einer
Wellenlänge von unter 600 nm emittiert, wird als das Lichtemissionsmittel zur
Detektion des Blutflusses verwendet.
Außerdem sind in diesem Beispiel die LEDs 310 und
311 und die Photodioden 32 und 33 in einer Linie angeordnet,
wie in 33 dargestellt. In diesem Beispiel ist der
Abstand L1 der Abstand vom Lichtemissions-Mittelpunkt der LED 310 zum Photodetektions-Mittelpunkt
der Photodiode 32; der Abstand L2 ist der Abstand vom Lichtemissions-Mittelpunkt
der LED 310 zum Photodetektions-Mittelpunkt der Photodiode 33;
L1' ist der Abstand vom Lichtemissions-Mittelpunkt der LED 311 zum Photodetektions-Mittelpunkt
der Photodiode 33; und L2' ist der Abstand vom Lichtemissions-Mittelpunkt
der LED 311 zum Photodetektions-Mittelpunkt der Photodiode 32.
Die LEDs 310 und 311 und die Photodioden 32 und
33 sind so angeordnet, dass L1 < L2 und L1' < L2' gilt.
Das heißt, die Photodiode 33 ist so angeordnet, dass
der Abstand L2 von ihrem Photodetektions-Mittelpunkt zum Lichtemissions-Mittelpunkt
der LED 310 vom Abstand L1 vom Lichtemissions-Mittelpunkt der LED
310 zum Photodetektions-Mittelpunkt der Photodiode 32 verschieden
ist, und so, dass L1' von L2' verschieden ist. Infolgedessen ist die Weglänge
von der LED 310 zur Photodiode 33 länger als die Weglänge
von der LED 310 zur Photodiode 32. Außerdem ist die Weglänge
von der LED 311 zur Photodiode 32 länger als die Weglänge
von der LED 311 zur Photodiode 33.
Emittiertes Licht von der LED 311 wird durch Körpergewebe
auf dieselbe Weise absorbiert und gestreut wie emittiertes Licht von der LED
310, doch da die Weglänge ein wenig größer ist, wird im
Wesentlichen das gesamte emittierte Licht durch das Übertragungsmedium, das
heißt Körpergewebe, absorbiert, und es fällt kein reflektiertes Licht
auf die Photodioden 32 und 33 ein. In diesem Beispiel wird der
Abstand L1' so bestimmt, dass eine relativ geringe Absorption und Streuung durch
Gewebe vorhanden ist und eine Detektion von Pulswellen durch die Photodiode
32 möglich ist, und der Abstand L2' wird so bestimmt, dass im Wesentlichen
kein reflektiertes Licht auf die Photodiode 32 einfällt. Daher fällt
reflektiertes Licht, das hinsichtlich Gewebeänderungen bei Außenlicht
und Körperbewegung indikativ ist, auf die Photodiode 32 ein, und reflektiertes
Licht, das hinsichtlich Außenlicht und Blutfluss indikativ ist, fällt
auf die Photodiode 33 ein. Wenn eine Körperbewegung vorhanden ist,
wird der Blutfluss durch Gewebe und Blutgefäße eingeschränkt und
ändert sich dementsprechend. Anders ausgedrückt, die Änderung der
Menge des reflektierten Lichts, das auf die Photodiode 33 einfällt,
weist eine Körperbewegungskomponente auf, die der Pulswellenkomponente überlagert
ist.
In der folgenden Beschreibung wird angenommen, dass Pc die Menge an
Außenlicht ist, das auf die Photodiode 33 einfällt, Pm die Menge
an Außenlicht ist, die der Pulswellenkomponente des reflektierten Lichts entspricht,
und Pt' die Menge an Außenlicht ist, die der Körperbewegung entspricht;
und dass Pc die Leuchtdichte des Außenlichts ist, das auf die Photodiode
32 einfällt, und Pt die Leuchtdichte des reflektierten Lichts ist
(das heißt die Leuchtdichte, die der Körperbewegung entspricht). Es ist
anzumerken, dass Pc für die Menge des Außenlichts verwendet wird, das
auf beide Photodioden 32 und 33 einfällt, da die Leuchtdichte
des durch Gewebe durchgehenden Außenlichts bei den Photodioden 32
und 33 dieselbe ist, da sie nahe beieinander angeordnet sind.
34 ist ein Blockschaltbild, das den elektrischen Aufbau
der Sensoreinheit 301 zeigt. Wie in der Figur dargestellt, fließt
ein Strom i1 zur Photodiode 33, und ein Strom i2 fließt zur Photodiode
32. Der Differenzoperator 340 subtrahiert den Strom i2 vom Strom
i1 und gibt eine dieser Differenz entsprechende Spannung als Pulswellensignal Vm
aus. Es ist anzumerken, dass der Differenzoperator 340 zum Beispiel als
ein Differentialverstärker unter Verwendung eines Operationsverstärkers
und eines Widerstands (Schaltungselement) realisiert werden kann, wie in
35 dargestellt.
Es wird ferner angenommen, dass im, it, it' und ic die Stromstärken
sind, die den Leuchtdichten Pm, Pt, Pt' und Pc entsprechen. In diesem Falle können
die Ströme i1 und i2, die in 34 dargestellt sind,
aus den folgenden Gleichungen berechnet werden.
i1 = im + it' + ic i2 = it + ic
Daher wird das Pulswellensignal Vm, das von dem Differenzoperator
340 ausgegeben wird, aus der folgenden Gleichung erhalten, wobei k der
Strom-Spannungs-Wandlungsgewinn ist.
Vm = k(i1-i2) = k(im + it' – it)
Das heißt, die Ströme ic und -ic, die der Leuchtdichte Pc
des Außenlichts entsprechen, heben sich gegenseitig auf. Weiterhin ist der
Strom, welcher der Körperbewegungskomponente entspricht, gleich (it' –
it), die Körperbewegungskomponente im Blutfluss und die Körperbewegungskomponente
im Gewebe heben sich gegenseitig auf, und (it' – it) ist im Vergleich zu
im extrem niedrig. Daher kann das Pulswellensignal Vm durch die folgende Gleichung
approximiert werden.
Vm = k(im + it' – it)k·im
Infolgedessen kann das Ausgangssignal des Differenzoperators
340 als ein Pulswellensignal Vm verwendet werden, aus welchem die Körperbewegung
entfernt worden ist.
Es ist anzumerken, dass der Differenzoperator 340 mittels
eines Differentialverstärkers realisiert wird, wie in 35
dargestellt. Stattdessen kann jedoch auch ein Verstärker nach jeder der Photodioden
32 und 33 vorgesehen werden, um die Ausgangsignale von den Photodioden
32 und 33 zu verstärken,wonach die verstärkten Ausgangssignale
durch einen AD-Wandler geleitet werden und in digitale Signale umgewandelt werden,
deren Differenz anschließend von einer CPU oder einer anderen digitalen Signalverarbeitungsschaltung
berechnet wird. In diesem Falle können auch Pulswellendaten erhalten werden,
die dem Pulswellensignal Vm entsprechen, da auf die digitalen Signale, die den Strömen
i1 und i2 entsprechen, eine Differenzoperation angewendet wird. Es ist auch möglich,
die Körperbewegungskomponente wirksam zu unterdrücken und das Signal-Rausch-Verhältnis
der Pulswellendaten zu erhöhen, indem die Verstärkung der digitalen Signale
digital angepasst wird.
C-1-2-2: Zweite Version
Der mechanische Aufbau einer Sensoreinheit 301 gemäß
dieser zweiten Version ist mit dem in 33 dargestellten
identisch, und in diesem Beispiel werden die Abstände L1, L2 und L1' und L2'
ebenfalls so eingestellt, dass die Auswirkungen von Außenlicht annulliert werden.
36 ist ein Schaltplan einer Sensoreinheit
301 gemäß dieser zweiten Version. Die Sensoreinheit
301 in dieser Figur unterscheidet sich von der in 25
dargestellten Sensoreinheit 300 dadurch, dass eine LED 311 und
ein Widerstand 351' vorgesehen sind und die Positionen der Photodiode
32 und der Photodiode 33 vertauscht sind.
Falls die Richtungen des zur Photodiode 33 fließenden
Stroms i1 und des zur Photodiode 32 fließenden Stroms i2 wie in
35 angegeben sind, ist i1 positiv, und i2 ist negativ.
8 zeigt den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke
am Knotenpunkt X, wenn der Stromkreis am Punkt Y unterbrochen wird. Das heißt,
wenn die auf die Photodiode 33 einfallende Leuchtdichte zunimmt, erhöht
sich die Stromstärke i1, und wenn die auf die Photodiode 33 einfallende
Leuchtdichte zunimmt, verringert sich die Stromstärke i2.
Im Folgenden wird angenommen, dass im, it, it' und ic die Stromstärken
sind, die den Leuchtdichten Pm, Pt, Pt' und Pc entsprechen. In diesem Falle können
die Ströme i1 und i2, die in 36 dargestellt sind,
aus den folgenden Gleichungen berechnet werden.
i1 = im + it' + ic i2 = –it – ic
Der Strom i1 und der Strom i2 werden am Knotenpunkt X addiert, und
der in den Operationsverstärker 34 hineinfließende Strom i1+i2
ist daher im+it'-it. Das heißt, die Ströme ic und –ic, die der
Leuchtdichte Pc des Außenlichtes entsprechen, heben sich gegenseitig auf. Weiterhin
ist der Strom, welcher der Körperbewegungskomponente entspricht, gleich (it'
– it), die Körperbewegungskomponente im Blutfluss und die Körperbewegungskomponente
im Gewebe heben sich gegenseitig auf, und (it' – it) ist im Vergleich zu
im extrem niedrig. Daher kann das Pulswellensignal Vm durch die folgende Gleichung
approximiert werden.
Vm = k(im + it' – it)k·im
Infolgedessen kann das Ausgangssignal des Differenzoperators
340 als ein Pulswellensignal Vm verwendet werden, aus welchem die Körperbewegung
entfernt worden ist.
In dieser Sensoreinheit 301 sind die Emissionskennlinien
der LED 310 und LED 311 so eingestellt, dass eine Körperbewegungskomponente
bzw. Pulswellenkomponente durch eine Konzentration auf den steilen Abfall der Absorptionscharakteristik
von oxygeniertem Hämoglobin HbO2 bei 600 nm detektiert wird. Außerdem
kann diese Sensoreinheit 301 ein Pulswellensignal Vt erhalten, aus welchem
die Körperbewegungskomponente entfernt worden ist, da die von der Photodiode
32 detektierte Körperbewegungskomponente aus dem Detektionssignal
von der Photodiode 33 entfernt wird. Außerdem annulliert der Prozess
des Erhaltens dieser Differenz gleichzeitig die Außenlichtkomponente, und es
kann ein Pulswellensignal Vt mit einem guten Signal-Rausch-Verhältnis erhalten
werden.
C-1-3: Aufbau der Datenverarbeitungsschaltung 501.
Als Nächstes wird die Datenverarbeitungsschaltung 501
unter Bezugnahme auf 37 beschrieben. Es ist anzumerken,
dass die Datenverarbeitungsschaltung 501 innerhalb des Hauptteils
10 untergebracht ist, wie bei der ersten Ausführungsform. Die Datenverarbeitungsschaltung
501 umfasst außerdem speziell eine CPU, einen RAM als Arbeitsspeicher
für die CPU und einen ROM, der ein Programm zur Realisierung der oben genannten
Funktionsblöcke speichert.
In dieser Figur wandelt der Pulswellen-Signalwandler 51 das
Pulswellensignal Vm von der Sensoreinheit 301 aus einem
Analogsignal in ein Digitalsignal um und gibt des Ergebnis als Pulswellendaten MD
aus. Der Speicher 53 speichert Pulswellendaten MD für einen bestimmten
Zeitabschnitt. Der Pulswellen-Frequenzanalysator 54 führt eine Frequenzanalyse
der aus dem Speicher 53 gelesenen Pulswellendaten MD durch, um Pulswellen-Analysedaten
MKD zu erzeugen. Für diese Frequenzanalyse können verschiedene Verfahren
angewendet werden. Bei der vorliegenden beispielhaften Ausführungsform wird
eine schnelle Fourier-Transformation (Fast Fourier Transform, FFT) angewendet, da
die Analyse in einer kurzen Betriebszeit abgeschlossen werden kann.
Als Nächstes berechnet der Pulsfrequenzberechner 57
die Pulsfrequenz HR anhand der Spektralleistung in den Pulswellen-Analysedaten MKD
und gibt das Ergebnis der Berechnung an die Flüssigkristallanzeige
13 aus. Der Pulsfrequenzberechner 57 identifiziert die Frequenz
Fh, welche die größte Spektralleistung aufweist, verglichen mit den anderen
Spektrallinien. Da diese Frequenz Fh die Grundfrequenz des Pulswellensignals Vm
ist, ermittelt der Pulsfrequenzberechner 57 die Pulsfrequenz HR, welche
die Pulszahl pro Minute ist, durch Berechnen von 60Fh. Die auf diese Weise berechnete
Pulsfrequenz HR wird dann auf der Flüssigkristallanzeige 13 angezeigt.
Es ist anzumerken, dass, wenn das Signal-Rausch-Verhältnis des Pulswellensignals
Vm ausreichend hoch ist, es möglich ist, auf die Frequenzanalyse zu verzichten,
einfach ein Waveshaping des Pulswellensignals Vm durchzuführen, um es in eine
Rechteckwelle umzuwandeln, die Periode dieser Rechteckwelle zu erhalten und das
Ergebnis als die Pulsfrequenz HR anzuzeigen.
C-2. Funktionsweise dieses dritten Beispiels
Im Folgenden wird die Funktionsweise einer Messvorrichtung für
biologische Informationen gemäß diesem dritten bevorzugten Beispiel der
vorliegenden Erfindung beschrieben. Zuerst befestigt der Benutzer die Messvorrichtung
für biologische Informationen, die, wie in 32
dargestellt, die Gestalt einer Armbanduhr hat, unter Verwendung des Armbands
12 am Handgelenk. Danach wird, beim Laufen oder anderweitigen Trainieren
im Freien, eine Körperbewegungskomponente, die zum Beispiel einem Schwingen
der Arme entspricht, dem Blutfluss durch die Blutgefäße des Handgelenks
überlagert.
Zuerst emittiert die LED 311 der Sensoreinheit
301 Licht mit einer Peakwellenlänge von 525 nm zur Rückseite
des Handgelenks, und durch den Körper reflektiertes Licht wird von der Photodiode
33 detektiert. Außerdem emittiert die LED 310 Licht mit einer
Peakwellenlänge von 660 nm zur Rückseite des Handgelenks, und durch den
Körper reflektiertes Licht wird von der Photodiode 32 detektiert.
Hierbei ist anzumerken, dass Licht mit einer Peakwellenlänge
von 660 nm leicht von Geweben absorbiert wird, dass jedoch im Wesentlichen keine
Absorption durch oxygeniertes Hämoglobin HbO2 im Blutstrom erfolgt.
Daher entspricht der Strom, der von der Photodiode 32 detektiert wird,
einer Änderung in der Gewebebewegung, wenn sich der Körper bewegt. Andererseits
wird Licht mit einer Peakwellenlänge von 525 nm leicht von oxygeniertem Hämoglobin
HbO2 im Blut absorbiert. Infolgedessen widerspiegelt der Strom, der von
der Photodiode 33 detektiert wird, die Bewegung des Blutstroms. In diesem
Falle weist der Blutstrom eine der Bewegung des Körpers entsprechende Körperbewegungskomponente
auf, die der dem Puls entsprechenden Pulswellenkomponente überlagert ist. Der
von der Photodiode 32 detektierte Strom weist daher eine Körperbewegungskomponente
auf, die der Pulswellenkomponente überlagert ist. Außerdem ist, da Außenlicht
durch das Gewebe des Handgelenks geht und in die Photodioden 32 und
33 eintritt, auch eine Außenlichtkomponente dem Ausgangsstrom der
Photodioden 32 und 33 überlagert.
Anschließend berechnet die Sensoreinheit 301 die Differenz
zwischen dem Ausgangsstrom der Photodiode 33 und dem Ausgangsstrom der
Photodiode 32 und erzeugt anhand des Ergebnisses ein Pulswellensignal Vm.
Durch diese Operation der Differenzbildung werden die Körperbewegungskomponente
und die Außenlichtkomponente annulliert.
Wenn zum Beispiel die von der Photodiode 33 detektierte Signalwellenform
WF1 und das Ergebnis der Frequenzanalyse derselben die in 29
dargestellte Form haben und die von der Photodiode 32 detektierte Signalwellenform
WF2 und das Ergebnis der Frequenzanalyse derselben die in 30
dargestellte Form haben, dann haben die Signalwellenform WF3 des von der Sensoreinheit
301 ausgegebenen Pulswellensignals Vm und das Ergebnis der Frequenzanalyse
derselben die in 38 dargestellte Form. Aus einem Vergleich
dieser Figuren ist ersichtlich, dass der Pegel der Körperbewegungskomponenten
St1 und St2, die dem Pulswellensignal Vm überlagert sind, im Vergleich zu den
Körperbewegungskomponenten St1 und St2 des von der Photodiode 33 detektierten
Signals, das in 29 dargestellt ist, beträchtlich
reduziert ist. Die Sensoreinheit 301 kann daher ein Pulswellensignal Vm
mit einem guten Signal-Rausch-Verhältnis erzeugen.
Anschließend, wenn das Pulswellensignal Vm der Datenverarbeitungsschaltung
501 zugeführt wird, wird das Pulswellensignal Vm durch den Pulswellen-Signalwandler
51 aus einem Analogsignal in ein Digitalsignal umgewandelt, wodurch Pulswellendaten
MD erzeugt werden. Die Pulswellendaten MD werden sequentiell im Speicher
53 gespeichert und danach in einem bestimmten Takt zum Frequenzanalysator
57 ausgelesen. Danach wendet der Pulswellen-Frequenzanalysator
54 einen FFT-Prozess auf die Puulswellendaten MD an, führt eine Frequenzanalyse
durch und erzeugt Pulswellen-Analysedaten MKD. Anschließend identifiziert der
Pulswellenberechner 57 des Spektrum mit der höchsten Spektralleistung
in den Pulswellen-Analysedaten MKD. Der Pulswellenberechner 57 multipliziert
dann die Frequenz Fh dieses Spektrums mit 60, um die Pulsfrequenz HR zu
berechnen, und diese Pulsfrequenz HR wird auf der Flüssigkristallanzeige
13 angezeigt. Infolgedessen kann der Benutzer auf der Grundlage eines Pulswellensignals
Vm, aus welchem die Körperbewegung entfernt wurde, seine genaue Pulsfrequenz
HR sogar während des Trainierens feststellen. Infolgedessen kann ein Benutzer
seinen Gesundheitszustand während des Laufens überwachen und kann daher
effizienter trainieren.
Mit einer Messvorrichtung für biologische Informationen gemäß
diesem dritten Beispiel ist es daher möglich, eine Pulsfrequenz HR oder andere
biologische Informationen unter Anwendung eines einzigen Prozesses der schnellen
Fourier-Transformation zu erhalten, anstelle von zwei FFT-Prozessen, wie es bei
einem herkömmlichen Gerät erforderlich ist, da der Differenzoperator
340 die Differenz der Ausgangssignale von den Photodioden 32 und
33 berechnet, um ein Pulswellensignal Vm zu erzeugen, in welchem eine Körperbewegungskomponente
unterdrückt wird. Infolgedessen kann der Gesamtaufbau der Vorrichtung vereinfacht
werden, und die Verarbeitungslast der CPU und anderer Komponenten kann reduziert
werden.
Außerdem kann, da sowohl die Körperbewegungskomponente als
auch die Auswirkungen von Außenlicht durch die differenzierende Funktion des
Differenzoperators 340 gleichzeitig annulliert werden, zum Beispiel die
Pulsfrequenz HR genau gemessen werden, selbst beim Trainieren im Freien.
C-3. Varianten des dritten Beispiels
- (1) In dem oben beschriebenen dritten Beispiel sind die LEDs 310 und
311 und die Photodioden 32 und 33 der Sensoreinheit
301 in einer geraden Linie relativ zueinander positioniert, wie in
33 dargestellt, doch die vorliegende Erfindung soll
nicht hierauf beschränkt sein. Das heißt, sie können auf beliebige
Weise positioniert sein, derart, dass sich der Abstand L1 von der LED
310 zur Photodiode 32 von dem Abstand L2 von der LED
310 zur Photodiode 33 unterscheidet und die Abstände L1'
und L2' ebenfalls unterschiedlich sind. Zum Beispiel können sie wie in
39 dargestellt angeordnet sein, derart, dass die Linie
zwischen der LED 310 und der Photodiode 32 senkrecht zu der Linie
zwischen den Photodioden 32 und 33 ist und die Linie zwischen
der LED 311 und der Photodiode 33 senkrecht zu der Linie zwischen
den Photodioden 32 und 33 ist.
- (2) In dem oben beschriebenen dritten Beispiel wird das Pulswellensignal Vm
von der Sensoreinheit 301 anhand einer Differenz zwischen dem Detektionsstrom
der Photodiode 32 und dem Detektionsstrom der Photodiode 33 bestimmt.
Es ist stattdessen auch möglich, die Verstärkung des von der Photodiode
32 detektierten Detektionsstroms so einzustellen, dass die Körperbewegungskomponente,
die der Pulsbewegungskomponente überlagert ist, genau annulliert wird.
Zum Beispiel ist es ausreichend, den Widerstandswert des Widerstands
r in dem Differenzoperator 340 der in 34
dargestellten Sensoreinheit 301 einzustellen. Außerdem kann in der
in 36 dargestellten Sensoreinheit 301 der
Widerstandswert des Widerstands 351 eingestellt werden, um die mit der
Körperbewegung verknüpfte Leuchtdichte Pt zu ändern.
D. Beispiel 4
Im dritten Beispiel der vorliegenden Erfindung wird unter Verwendung
eines Differenzoperators 340 ein Pulswellensignal Vm mit einer unterdrückten
Körperbewegungskomponente erzeugt. Anschließend wird eine schnelle Fourier-Transformation
auf das Pulswellensignal angewendet, um die Pulsfrequenz HR zu berechnen. Es gibt
jedoch Situationen, in denen die Körperbewegungskomponente nicht ausreichend
unterdrückt werden kann, wie etwa bei anaeroben Übungen, wenn das Schwingen
der Arme unregelmäßig ist und eine starke Bewegung vorhanden ist. Eine
Messvorrichtung für biologische Informationen gemäß einem vierten
Beispiel der vorliegenden Erfindung geht dieses Problem an, indem eine Autokorrelationsfunktion
auf das Pulswellensignal Vm angewendet wird, um eine in dem Pulswellensignal Vm
enthaltene unregelmäßige Körperbewegungskomponente zu unterdrücken.
Eine genaue Pulsfrequenz HR wird dann berechnet, indem das Ergebnis dieser Autokorrelationsoperation
des Pulswellensignals Vm einer Frequenzanalyse unterzogen wird.
D-1. Aufbau des vierten Beispiels
Eine Messvorrichtung für biologische Informationen gemäß
diesem vierten Beispiel ist mit der Messvorrichtung für biologische Informationen
gemäß dem dritten Beispiel identisch, mit der Ausnahme, dass der Datenverarbeitungsschaltung
501 des dritten Beispiels ein Autokorrelationsoperator 58 hinzugefügt
ist. 40 ist ein Blockschaltbild einer Datenverarbeitungsschaltung
502 gemäß diesem vierten Beispiel. Diese Datenverarbeitungsschaltung
502 weist einen Autokorrelationsoperator 58 zwischen dem Speicher
53 und dem Pulswellen-Frequenzanalysator 54
auf. Der Autokorrelationsoperator 58 berechnet eine Autokorrelationsfunktion,
die weiter unten näher beschrieben ist, unter Verwendung der Pulswellendaten
MD als Eingangs-Sampledaten, um autokorrelierte Pulswellendaten MD' zu erzeugen.
Diese Autokorrelationsfunktion wird im Folgenden beschrieben. Die
Pulswelle gibt die Pulsschläge an, welche auftreten, wenn sich der Blutfluss
durch die Arterien, der durch Kontraktionen des Nerzes erzeugt wird, durch die Arterien
bewegt. Infolgedessen hat die Pulswelle eine konstante Periode, die mit dem Herzschlag
synchronisiert ist. Dagegen hat eine unregelmäßige Körperbewegung
keine Periode. Die Autokorrelationsfunktion kann den Teil mit einer Periode verstärken.
Es ist daher möglich, die Körperbewegungskomponente zu unterdrücken
und die Pulswellenkomponente zu verstärken, indem eine Autokorrelationsfunktion
auf Pulswellendaten MD angewendet wird, die sowohl eine unregelmäßige
Körperbewegungskomponente als auch eine regelmäßige Pulswellenkomponente
enthalten.
Wenn x(t) eine unregelmäßige Änderung repräsentiert
und x(t) eine periodische Änderung mit der Periode T aufweist, kann x(t) aus
den folgenden Gleichungen erhalten werden:
x(t) = x(t±nT)
wobei n = 0, 1, 2, ...
Anders ausgedrückt, die Wellenform wird sich selbst überlagert,
wenn sie um ein ganzzahliges Vielfaches der Periode verschoben wird. Wenn die unregelmäßige
Änderung x(t) eine strenge Periodizität aufweist, erzeugt ein Verschieben
der Welle entlang der Zeitachse um ein ganzzahliges Vielfaches der Periode eine
Welle, die der ursprünglichen ähnlich ist. Es ist daher möglich,
die Ähnlichkeit zwischen einer um eine Zeit &tgr; verschobenen Wellenform
und der ursprünglichen Wellenform zu bestimmen und die periodische Komponente
der Änderung zu ermitteln, indem man die Korrelation zwischen x(t) und x(t+&tgr;)
bestimmt.
Die Autokorrelationsfunktion ist als der Mittelwert der Produkte von
zwei um eine Zeit &tgr; zueinander versetzten Änderungen definiert, wobei
x(t) die unregelmäßige Änderung bezüglich der Zeit ist, und
wird durch die folgende Gleichung erhalten.
C(&tgr;) = E[x(t)x(t+&tgr;)],
wobei E der Scharmittelwert ist und bei einem stationären stochastischen Prozess
durch einen Zeitmittelwert ersetzt werden kann. Die Autokorrelationsfunktion C(&tgr;)
kann daher durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden.
C (&tgr;) = tim 1/T fT/0 x(t)·x (t+&tgr;) dt
Die obige Gleichung ist die Autokorrelationsfunktion C(&tgr;) für
ein stetiges Signal. Die Autokorrelationsfunktion für diskrete Daten hat folgende
Form.
C(T) = 1/N-i SUM [N-1] [j=1] {x(j)·x(j+i)}
i = 0, 1, 2,..., N-1
Dies gilt für X(j), j = 1, 2,..., N, wobei N die endliche Anzahl
von Samples ist.
Der Autokorrelationsoperator 58 wendet die Operation der
Bildung der Summe von Produkten, die durch die obige Gleichung definiert ist, auf
N Pulswellendaten MD(j) an, um autokorrelierte Pulswellendaten MD' zu erzeugen.
Diese autokorrelierten Pulswellendaten MD' werden dann mit den Pulswellendaten MD
verglichen, um die unregelmäßige Körperbewegungskomponente zu unterdrücken
und die Pulswellenkomponente zu verstärken. Es ist daher möglich, das
Signal-Rausch-Verhältnis der Pulswellen-Analysedaten MKD, die von dem Pulswellen-Frequenzanalysator
54 erzeugt werden, zu erhöhen. Infolgedessen kann der Pulswellenberechner
57 die Frequenz des Pulsspektrums genau identifizieren und eine genaue
Pulsfrequenz HR berechnen.
D-2. Funktionsweise der Ausführungsform 4
Die Funktionsweise einer Messvorrichtung für biologische Informationen
gemäß diesem vierten Beispiel der vorliegenden Erfindung ist dieselbe
wie die des dritten Beispiels, mit Ausnahme der oben angegebenen Autokorrelationsberechnung.
Infolgedessen wird die Funktionsweise des Autokorrelationsoperators 58
unter Bezugnahme auf Vergleichsbeispiele beschrieben. Es ist anzumerken, dass in
jedem der folgenden Beispiele die Messwerte, die von der Sensoreinheit ermittelt
wurden, bei unregelmäßiger Körperbewegung erhalten wurden.
VERGLEICH 1
Bei diesem ersten Vergleich weist die LED 31 der in
5 dargestellten Sensoreinheit 30 eine Kennlinie
der Emissionswellenlänge auf, wie in 28 dargestellt
(mittlere Wellenlänge der Emissionen 525 nm). 41
ist eine graphische Darstellung, welche die Wellenform