Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie,
die eine Halterung zum Befestigen eines Stoßfängers aufweist, wie im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegeben.
Eine derartige Rastverbindung zwischen einem Stoßfänger
und einer Halterung an der Karosserie eines Kraftfahrzeuges ist in der
DE 101 43 607 A1
beschrieben.
DE 44 32 766 A1
offenbart ein Kraftfahrzeug, bei dem ein Stoßfänger an der Karosserie
mit Hilfe von Stützrippen einer Halterung positioniert ist.
Heutzutage werden Stoßfänger in der Regel aus
Kunststoffen gefertigt. Diese dehnen sich jedoch bei Wärmeeinwirkung stärker
aus als darunter liegende Metallteile der Karosserie.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeug
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die den Stoßfänger und
die Halterung verbindenden Rastmittel auch unter Wärmeeinwirkung sicher miteinander
verrastet bleiben.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst. Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
zum Gegenstand.
Demnach wird ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie, die
eine Halterung zum Befestigen eines Stoßfängers umfasst, bereitgestellt,
wobei die Halterung mindestens ein erstes Rastmittel und der Stoßfänger
mindestens ein zweites Rastmittel aufweist, die komplementär und zusammensteckbar
ausgebildet sind, und wobei beim Ver- und Entrasten des ersten Rastmittels und des
zweiten Rastmittels wenigstens eines der Rastmittel quer zur Steckrichtung auslenkbar
ist. Ein Schiebeteil ist vorgesehen, das zwischen einer entriegelten Stellung, in
der es ein Entrasten durch Auslenken mindestens eines der Rastmittel zulässt,
und einer verriegelten Stellung bewegbar ist, in der es das Auslenken blockiert.
Die in der entriegelten Stellung des Schiebeteils lösbare Rastverbindung zwischen
Halterung und Stoßfänger wird durch Verschieben des Schiebeteils in die
verriegelte Stellung blockiert. Erst durch Rückverschieben des Schiebeteils
in die entriegelte Stellung ist das mindestens eine Rastmittel wieder auslenkbar,
sodass ein Lösen der Rastverbindung zwischen Halterung und Stoßfänger
möglich ist. Das Schiebeteil weist des Weiteren ein in Verschieberichtung des
Schiebeteils vorstehendes Eingriffsmittel auf, das in der verriegelten Stellung
des Schiebeteils in eine entsprechende Aufnahme des Stoßfängers eingreift.
Hierdurch wird der Stoßfänger zusätzlich zu der vorstehend beschriebenen
verriegelbaren Rastverbindung mit der Halterung verbunden. Bei dem Eingriffsmittel
kann es sich beispielsweise um einen Zapfen handeln, der in der verriegelten Stellung
in ein Loch des Stoßfängers eingreift. Zudem wäre es auch möglich,
das Eingriffsmittel so lang zu gestalten, dass dieses in der verriegelten Stellung
des Schiebeteils zusätzlich in eine Aufnahme, wie eine Nut oder ein Loch, der
Karosserie eingreift.
Die Erfindung bietet zudem die Möglichkeit, das erste
Rastmittel an der Halterung und/oder das zweite Rastmittel an dem Stoßfänger
so flexibel auszugestalten, dass es in entriegelter Stellung des Schiebeteils schon
bei geringer Krafteinwirkung auslenkbar ist. Dies ist insofern von Vorteil, als
dass zum Zusammenstecken von Stoßfänger und Halterung keine hohen Kräfte
erforderlich sind, was die Montage erheblich vereinfacht und sicherer gestaltet.
Zudem werden Beschädigungen, wie Risse oder dergleichen, an den üblicherweise
aus Kunststoff gefertigten Halterungen und Stoßfängern verhindert, die
bei zu starr ausgeführten Rastverbindungen auftreten können. Durch das
Blockieren der Rastverbindung mithilfe des Schiebeteils kann ein Entrasten der Rastmittel
von Stoßfänger und Halterung auch bei Abweichungen von vorgegebenen Maßtoleranzen
sicher verhindert werden.
In der
EP 0 417 654 B1
und der
DE 101 47 621 A1
sind bereits verschiebbare Elemente für Stoßfängerhalterungen
beschrieben, diese dienen jedoch nicht zum Blockieren von Rastmitteln im Sinne der
vorliegenden Erfindung. In der
EP 0 417 654 B1
wird ein Klemmkeil 19 dazu eingesetzt, eine Verlängerung 6 eines
Stoßfängers 1 gegen eine an der Karosseriewand 8 befestigte Führungsschiene
11 festzulegen. Ziel hierbei ist die Herstellung einer Klemmverbindung zwischen
dem Stoßfänger 1 und der Führungsschiene 11. In der
DE 101 47 621 A1
ist ein Riegel 9 mit Fortsätzen 10 offenbart, die, wenn der Riegel
9 in Fahrzeuglängsrichtung verschoben wird, Nasen 11 einer Führung 6 des
Stoßfängers 2 hintergreifen. Erst durch Verschieben des Riegels 9 wird
der Stoßfänger 1 in horizontaler Richtung in Bezug auf eine an einem Kotflügel
5 des Fahrzeugs befestigte Führung 7 festgelegt.
Vorzugsweise bildet bei dem erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug die Halterung eine Führungsschiene zum Führen des Schiebeteils
zwischen einer die Rastverbindung blockierenden und einer diese freigebenden Stellung.
Weitere Führungen für das Schiebeteil an der Karosserie sind somit nicht
notwendig. An der Karosserie des Fahrzeugs müssen daher lediglich Befestigungen
für die Halterung vorgesehen werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeug ist vorzugsweise
mindestens eines der Rastmittel der Halterung oder des Stoßfängers als
elastischer Arm mit einer Rastnase ausgebildet. Besonders bevorzugt befinden sich
ein oder mehrere elastische Arme mit Rastnasen an der Halterung. Beim Zusammenstecken
von Halterung und Stoßfänger wird der elastische Arm zunächst quer
zur Steckrichtung ausgelenkt, bevor die Rastnase dann durch Rückfedern des
elastischen Arms in komplementär ausgebildete Rastmittel des Stoßfängers,
beispielsweise in eine entsprechende Aufnahme, wie eine Vertiefung oder einen Durchbruch,
eingreifen kann.
Vorzugsweise wird das mindestens eine erste Rastmittel,
d.h. das Rastmittel an der Halterung, in verriegelter Stellung des Schiebeteils
am Auslenken gehindert bzw. blockiert, sodass es nicht aus dem komplementär
ausgebildeten, zweiten Rastmittel des Stoßfängers entrasten kann. Es ist
jedoch auch denkbar, das zweite Rastmittel, d.h. das Rastmittel an dem Stoßfänger,
zusätzlich oder alternativ zu dem entsprechenden ersten Rastmittel an der Halterung
in verriegelter Stellung des Schiebeteils zu blockieren.
Vorzugsweise weist das Schiebeteil einen Vorsprung mit
einer ersten Flanke auf, die in verriegelter Stellung dem mindestens einen ersten
und/oder zweiten Rastmittel zugewandt ist und dieses blockiert. Beispielsweise kann
die erste Flanke in der verriegelten Stellung des Schiebeteils direkt an dem Rastmittel,
wie dem elastischen Arm, zum Anliegen kommen und diesen dadurch am Auslenken hindern.
Ein Auslenken zum Entrasten kann aber auch unterbunden werden, wenn zwischen der
ersten Flanke und dem Rastmittel ein Abstand verbleibt. Des weiteren weist der Vorsprung
am Schiebeteil vorzugsweise eine zweite Flanke auf, die sich in Verschieberichtung
des Schiebeteils stumpfwinklig an die erste Flanke anschließt. Die stumpfwinklige
Anordnung der beiden Flanken in Verschieberichtung verhindert, dass das Schiebeteil
mit seinem Vorsprung beim Verschieben in die verriegelte Stellung mit dem Rastmittel,
beispielsweise dem elastischen Arm, verkantet. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung,
wenn die erste Flanke dazu dienen soll, das zu verriegelnde Rastmittel, wenn nötig,
in seine verriegelte Endstellung zu drängen.
Die Halterung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
weist vorzugsweise an einer dem Stoßfänger zugewandten Wand Stützrippen
zum Abstützen wenigstens eines Teils des Stoßfängers auf. Die Montage
des Stoßfängers an der Halterung wird hierdurch vereinfacht.
Bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
weist das Schiebeteil vorzugsweise mindestens eine Schulter auf, die in der verriegelten
Stellung des Schiebeteils an einem Flansch des Stoßfängers anliegt und
diesen gegen eine dem Flansch zugewandte Wand der Karosserie drückt. Dies ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn der Stoßfänger in einem tiefgezogenen
Bereich der Karosserie montiert wird, und ein möglichst spaltfreier Übergang
von Stoßfängerflansch und Karosserie gewünscht ist.
Vorzugsweise wird das Schiebeteil mittels einer Schraube
in seine verriegelte Stellung verschoben und in dieser fixiert.
Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug
ein Flansch des Stoßfängers in eine Fuge zwischen dem mindestens einen,
ersten Rastmittel an der Halterung und einer diesem Rastmittel gegenüberliegenden
Wand der Karosserie einsteckbar. Durch ihre Lage in der Fuge bleiben beispielsweise
als Löcher ausgebildete Rastmittel am Stoßfängerflansch, die mit
ersten Rastmitteln an der Halterung zusammenwirken, verdeckt, sodass diese von außen
nicht sichtbar sind.
Bei dem Kraftfahrzeug, das Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist, handelt es sich vorzugsweise um ein Personenkraftfahrzeug.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend
anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Frontstoßfängers 3 eines Kraftfahrzeuges
1, der mithilfe einer Halterung 6 und einem Schiebeteil 9 an einem Kotflügel
5 des Fahrzeugs 1 befestigt ist;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung der Halterung 6 und des Schiebeteils
9 nach Fig. 1 in einer teilweise geschnittenen Ansicht gemäß D-D in Fig.
6, wobei sich das Schiebeteil 9 in entriegelter Stellung befindet;
- Fig. 3
- dieselbe Ansicht wie Fig. 2, wobei sich das Schiebeteil 9 in verriegelter Stellung
befindet;
- Fig. 4
- die in Fig. 2 als A-A angegebene Schnittansicht in entriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
- Fig. 5
- die in Fig. 3 als A-A angegebene Schnittansicht in verriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
- Fig. 6
- die in Fig. 2 als B-B angegebene Schnittansicht in entriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
- Fig. 7
- die in Fig. 3 als B-B angegebene Schnittansicht in verriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
- Fig. 8
- die in Fig. 2 als C-C angegebene Schnittansicht in entriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
- Fig. 9
- die in Fig. 3 als C-C angegebene Schnittansicht in verriegelter Stellung des
Schiebeteils 9;
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Frontbereichs eines
Kraftfahrzeuges 1 mit einer Fahrzeugkarosserie 2 und einem Stoßfänger
3, der mithilfe einer Halterung 6 und einem Schiebeteil 9 im Bereich eines der vorderen
Kotflügel 5, der Teil der Fahrzeugkarosserie 2 bildet, montiert ist.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Halterung
6 und des Schiebeteils 9. Es handelt sich hierbei um eine in Fig. 6 als D-D angegebene
Schnittansicht. Die Halterung 6 befindet sich in der in Fig. 2 dargestellten Ansicht
hinter dem Schiebeteil 9, von dem es größtenteils verdeckt wird. Bei der
Halterung 6 handelt es sich um eine aus Kunststoff gefertigte Platte, deren Oberkante
zumindest lokal gekrümmt ist. An den mit der Bezugsziffer 7 bezeichneten Punkten
ist die Halterung 6 an dem Kotflügel 5 fest fixiert. Dabei kann es sich beispielsweise
um Schraubverbindungen, Rast-, Klebe- oder Schweißverbindungen handeln. Die
Halterung 6 umfasst des weiteren senkrecht zur Zeichenebene hervorstehende Stützrippen
18 zur Abstützung des Stoßfängers 3 an der Halterung 6. Die Stützrippen
18 befinden sich in den in der dargestellten Ansicht von dem Schiebeteil 9 unverdeckten
Bereichen der Halterung 6. Die Halterung 6 weist des weiteren eine Wand 21 auf,
die sich ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene erstreckt und ein Durchgangsloch 26
aufweist, durch das eine Schraube 20 geführt ist. Des weiteren umfasst die
Halterung 6 Stifte 8 und Bolzen 17 mit Köpfen 19, die sich ebenfalls senkrecht
zur Zeichenebene erstrecken. Die dargestellte Ansicht zeigt von den Bolzen 17 lediglich
die quaderförmig ausgebildeten Köpfe 19. An der Halterung 6 ist darüber
hinaus ein elastischer Arm 14 mit einer Nase 15 ausgebildet, dessen Funktion in
Bezug auf Fig. 4 näher erläutert wird.
Bei dem Schiebeteil 9, das in Fig. 2 über der Halterung
6 angeordnet ist, handelt es wie bei der Halterung 6 um eine Platte, die in der
Regel aus Kunststoff gefertigt ist. Das Schiebeteil 9 besitzt eine der Halterung
6 ähnliche geometrische Gestalt, es ist jedoch etwas kleiner. Seine Oberkante
22 ist auch lokal gekrümmt wie diejenige der Halterung 6. Das Schiebeteil 9
ist auf der Haltung 6 verschiebbar gelagert. Die Stifte 8 der Halterung 6 greifen
in Langlöcher 4 des Schiebeteils 9 ein, sodass das Schiebeteil 9 in horizontaler
Richtung an der Halterung 6 geführt ist. Darüber hinaus umfasst das Schiebeteil
9 Nuten 31, die jeweils am rechten ihrer Enden ein Durchgangsloch 32 aufweisen.
Bei der Montage des Schiebeteils 9 an der Halterung 6 werden die Köpfe 19 der
Bolzen 17 zunächst durch die Durchgangslöcher 32 des Schiebeteils 9 hindurchgeführt.
Das Schiebteil 9 wird dann nach rechts verschoben, sodass die Bolzen 17 in die Nuten
31 eingreifen. Die Köpfe 19 der Bolzen 17 hintergreifen das Schiebeteil 9,
wodurch dieses in seiner Lage zu der Halterung 6 in einer Richtung senkrecht zur
Zeichenebene fixiert wird. Die Halterung 6 bildet somit eine Führungsschiene
für das Schiebeteil 9. Des weiteren weist das Schiebeteil 9 an seinem der Wand
21 der Halterung 6 gegenüberliegenden Ende ein Innengewinde 29 auf, in das
die Schraube 20 eingreift. Das Schiebeteil 9 kann aus der dargestellten Lage gegenüber
der Halterung 6 in die durch den Pfeil angegebene Richtung verschoben werden, indem
die Schraube 20 festgezogen wird, wodurch das Schiebeteil 9 in Richtung der Wand
21 der Halterung 6 gezogen wird. Im Bereich der Oberkante 22 des Schiebeteils 9
sind des weiteren eine Rippe 23 und Zapfen 27 mit Schultern 30 ausgebildet, deren
Funktion anhand der Fig. 4 bis 9 näher erläutert wird.
Wie aus den Fig. 4 bis 9 zu ersehen, werden die Halterung
6 und das Schiebeteil 9 in einem tiefgezogenen Bereich bzw. einer Verprägung
10 der Fahrzeugkarosserie 2, hier im Bereich des Kotflügels 5, montiert. Die
Außenflächen des Stoßfängers 3 und der Karosserie 2 können
dadurch bündig aneinander anschließen. Die aus Fig. 2 ersichtliche zumindest
lokale Krümmung der Oberkanten der Halterung 6 und des Schiebeteils 9 orientiert
sich an dem Verlauf einer den tiefgezogenen Bereich 10 nach oben abschließenden
Wand 13 der Karosserie 2, die beispielsweise in Fig. 4 gezeigt ist.
Der Stoßfänger 3 weist, wie in Fig. 4 weiter
dargestellt, an seinem oberen Ende einen abgewinkelten Flansch 11 auf, der zur Montage
des Stoßfängers 3 am Fahrzeug 1 in eine Fuge 12 zwischen der Halterung
6 und der gegenüberliegenden Wand 13 der Karosserie 2 eingeschoben wird. Die
dargestellte Schnittansicht zeigt den an der Halterung 6 ausgebildeten elastischen
Arm 14 mit nach oben gerichteten Rastnase 15. Der Stoßfänger 3 weist einen
Schlitz 16 zur Aufnahme der Rastnase 15 auf. Beim Einschieben des Flansches 11 in
dargestellter Steckrichtung S wird der elastische Arm 14 wie in unterbrochener Linie
dargestellt zunächst quer zur Steckrichtung S nach unten ausgelenkt, bevor
die Rastnase 15 des elastischen Arms 14 dann durch Rückfedern des elastischen
Arms 14 in den Schlitz 16 einrastet. Umgekehrt kann durch Herausziehen des Stoßfängerflansches
11 aus der Fuge 12 die Rastverbindung zwischen dem Stoßfänger 3 und der
Halterung 6 wieder gelöst werden.
Sind der Stoßfänger 3 und die Halterung 6, wie
in Fig. 4 dargestellt, miteinander verrastet, so wird als nachfolgender Montageschritt
das Schiebeteil 9 aus einer in Fig. 2 dargestellten Ausgangsstellung gegenüber
der Halterung 6 nach rechts in eine in Fig. 3 dargestellte Endstellung verschoben.
Dies geschieht mithilfe der Schraube 20, die beim Festziehen das Schiebeteil 9 an
die Wand 21 der Halterung heranzieht und das Schiebeteil 9 dann in der Endstellung
fixiert. Es ist jedoch auch denkbar, das Schiebeteil 9 manuell zu verschieben.
Durch das Verschieben des Schiebeteils 9 aus der in Fig.
2 dargestellten Ausgangsstellung in die in Fig. 3 dargestellte Endstellung wird
die Rippe 23 des Schiebeteils 9 so verschoben, dass diese, wie in Fig. 5 dargestellt,
an der Unterseite des elastischen Arms 14 zum Anliegen kommt. Dadurch kann der elastische
Arm 14 nicht mehr nach unten ausgelenkt werden. Er ist blockiert. Die Rastnase 15
kann aus dem Schlitz 16 somit nicht mehr entrasten. Die Rastverbindung zwischen
dem Stoßfänger 3 und der Halterung 6 ist somit verriegelt. Der Stoßfängerflansch
11 kann aus der Fuge 12 nicht mehr herausgezogen werden. Die in den Fig. 3 und 5
dargestellte Endstellung des Schiebeteils 9 wird daher als seine verriegelte Stellung
bezeichnet und die in den Fig. 2 und 4 darstellte Ausgangsstellung als seine entriegelte
Stellung. Durch Lösen der Schraube 20 und Rückverschieben des Schiebeteils
9 kann dieses von der verriegelten Stellung der Fig. 3 in die in Fig. 2 dargestellte
entriegelte Stellung gebracht werden.
Ein Auslenken des elastischen Arms 14 kann abweichend von
der in Fig. 5 dargestellten Ausführung auch blockiert werden, wenn die Verriegelungsrippe
23 nicht direkt zum Anliegen an die Unterseite des elastischen Armes 14 kommt, sondern
zwischen beiden ein Abstand verbleibt, bei welchem jedoch sichergestellt sein muss,
dass der elastische Arm 14 nicht soweit auslenken kann, dass es zum Entrasten der
Rastnase 15 aus dem Schlitz 16 kommt.
Wie in der Fig. 2 gezeigt, besitzt die Verriegelungsrippe
23 eine erste Flanke 24, die dem elastischen Arm 14 zugewandt ist, und ein zweite
Flanke 25, die sich in Verschieberichtung des Schiebeteils 9 stumpfwinklig an die
erste Flanke 24 anschließt. Die zweite Flanke 25 kann, wenn notwendig, dazu
dienen, den elastischen Arm 14 mit der Rastnase 15 in seine verriegelte Endlage
zu drängen. Durch die stumpfwinklige Anordnung der zweiten Flanke 25 an die
erste Flanke 24 wird beim Verschieben des Schiebeteils 9 ein Verhaken der Verriegelungsrippe
23 mit dem elastischen Arm 14 verhindert.
Durch das Verschieben des Schiebeteils 9 aus der in Fig.
2 dargestellten entriegelten Stellung in die in Fig. 3 dargestellte verriegelte
Stellung werden noch weitere Einrichtungen zum Fixieren des Stoßfängers
3 aktiviert:
Durch Verschieben des Schiebeteils 9 von der in Fig. 2
dargestellten entriegelten Stellung in die in Fig. 3 dargestellte verriegelte Stellung
werden die in Verschieberichtung hervorstehenden Zapfen 27 am Schiebeteil 9 in Langlöcher
28 des Stoßfängerflansches 11 eingeschoben. Die Fig. 6 zeigt eine entsprechende
Schnittansicht entlang der Linie B-B von Fig. 2. Das Schiebeteil 9 befindet sich
in seiner in Fig. 2 gezeigten Ausgangsstellung. In dieser sind der Zapfen 27 des
Schiebeteils 9 und das Langloch 28 im Stoßfängerflansch 11 noch nicht
miteinander in Eingriff gebracht. Fig. 7 zeigt das Schiebeteil 9 in seiner Endlage
nach dem Verschiebevorgang in derselben Schnittansicht wie Fig. 6. In dieser Lage
greift der Zapfen 27 des Schiebeteils 9 in das Langloch 28 des Stoßfängerflansches
11 ein. Das Verschieben des Schiebeteils 9 in die in etwa horizontale Verschieberichtung
hat somit auch ein vertikales Verschieben des Zapfens 27 nach oben bewirkt. Hierdurch
wird der Stoßfängerflansch 3 zusätzlich neben der in den Fig. 4 und
5 gezeigten, direkten Rastverbindung zwischen der Halterung 6 und dem Stoßfängerflansch
11 mittelbar über das Schiebeteil 9 mit der Halterung 6 verbunden. Es besteht
auch die Möglichkeit, was jedoch in den Fig. 6 und 7 nicht dargestellt ist,
die Zapfen 27 so zu verlängern, dass diese in verriegelter Stellung des Schiebeteils
9 zusätzlich in entsprechende Aufnahmen, wie beispielsweise Nuten oder ebenfalls
Langlöcher, der Karosserie 2 eingreifen.
Durch Verschieben des Schiebeteils 9 von der in Fig. 2
dargestellten Ausgangsstellung in die in Fig. 3 dargestellte Endstellung wird noch
einer weiterer Befestigungsmechanismus für den Stoßfängerflansch
11 aktiviert. Fig. 8 zeigt eine in Fig. 2 als C-C angegebene Schnittansicht einer
der Schultern 30, die an dem Schiebeteil 9 links und rechts der Zapfen 27 ausgebildet
sind. In Fig. 8 befindet sich das Schiebteil 9 in seiner Ausgangsstellung. Fig.
9 zeigt die gleiche Schnittansicht wie Fig. 8, hier befindet sich das Schiebteil
9 jedoch in seiner Endlage nach dem Verschiebevorgang. In dieser Lage liegt die
Schulter 30 an der Unterseite des Stoßfängerflansches 11 an und drückt
diesen gegen die dem Stoßfängerflansch 11 zugewandte Wand 13 der Karosserie.
Durch den Verschiebevorgang des Schiebeteils 9 wird die Schulter 30 somit auch in
vertikaler Richtung nach oben versetzt. Um Beschädigungen des Lackes durch
Reibung zwischen dem Stoßfängerflansch 11 und der Wand 13 der Karosserie
3 zu vermeiden, kann eine nicht dargestellte Schutzschicht aus Kunststoff vorgesehen
werden.
Abweichend von den in den Fig. 1 bis 9 dargestellten Ausführungsformen
der Halterung 6 und des Schiebeteils 9 sind auch Ausführungsformen denkbar,
die eine andere als die dargestellte Anzahl von Rastmitteln 14, 15, 16, Zapfen 27
und Zapfenschultern 30 aufweisen.
Bezugszeichenliste
- Kraftfahrzeug
- 1
- Karosserie
- 2
- Stoßfänger
- 3
- Langloch
- 4
- Kotflügel
- 5
- Halterung
- 6
- Befestigungspunkt
- 7
- Stift
- 8
- Schiebeteil
- 9
- Tiefgezogener Bereich
- 10
- Stoßfängerflansch
- 11
- Fuge
- 12
- Wand d. Karosserie
- 13
- Elastischer Arm
- 14
- Rastnase
- 15
- Schlitz
- 16
- Bolzen
- 17
- Stützrippe
- 18
- Kopf d. Bolzens
- 19
- Schraube
- 20
- Wand d. Halterung
- 21
- Oberkante
- 22
- Verriegelungsrippe
- 23
- Erste Flanke
- 24
- Zweite Flanke
- 25
- Durchgangsloch
- 26
- Zapfen
- 27
- Langloch
- 28
- Innengewinde
- 29
- Schulter
- 30
- Nut
- 31
- Durchgangsloch
- 32