| Dokumentenidentifikation |
EP1704009 20.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001704009 |
| Titel |
SCHWINGUNGSGEDÄMPFTER WERKZEUGHALTER |
| Anmelder |
Franz Haimer Maschinenbau KG, 86568 Hollenbach, DE |
| Erfinder |
HAIMER, Franz, 86568 Igenhausen, DE; HAIMER, Josef, 86568 Igenhausen, DE; KOPP, Hermann, 86571 Langenmosen, DE |
| DE-Aktenzeichen |
502005001887 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
14.01.2005 |
| EP-Aktenzeichen |
057009201 |
| WO-Anmeldetag |
14.01.2005 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP2005/000321 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2005068118 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
28.07.2005 |
| EP-Offenlegungsdatum |
27.09.2006 |
| EP date of grant |
07.11.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
B23B 29/02(2006.01)A, F, I, 20060829, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Werkzeughalter
für ein um eine Drehachse drehbares Werkzeug, insbesondere Bohr-, Fräs-,
Reib- oder Schleifwerkzeug, wobei der Werkzeughalter einen Spannschaft umfasst,
welcher an seinem einen Endbereich eine Spannausbildung zur koaxialen Halterung
des Werkzeugs und an seinem anderen Endbereich eine Kopplungsausbildung zur koaxialen
Kopplung mit einer Werkzeugmaschine aufweist.
Derartige Werkzeughalter sind beispielsweise als Spannfutter
oder Spanndorne bei Bohr-, Fräs-, Reib- oder Schleifmaschinen, d.h. allgemein
bei Maschinen zur spanabhebenden Bearbeitung mit rotierenden geometrisch bestimmten
oder unbestimmten Schneiden, allgemein bekannt. Die Spannausbildung kann eine zur
Drehachse zentrische Aufnahmeöffnung zur Aufnahme eines Halteschafts des Werkzeugs
aufweisen, wobei am Umfangsmantel der Aufnahmeöffnung wenigstens eine Spannfläche
zur Halterung eines Halteschafts des Werkzeugs vorgesehen sein kann. Die bekannten
Werkzeughalter weisen in der Regel eine gewisse axiale Länge auf, was sie grundsätzlich
anfällig für fremderregte Schwingungen macht, welche von vielerlei Quellen
erregt werden können.
Beispielsweise weisen zahlreiche Schneidwerkzeuge, welche
zur Einspannung in einen derartigen Werkzeughalter vorgesehen sind, an ihrer Außenfläche
wenigstens eine Schneide oder über ihren Umfang gleichmäßig verteilt
eine Mehrzahl von Schneiden auf, so dass bei einer Werkzeugumdrehung periodisch
wenigstens eine Schneide in den Werkstückkörper eintritt, um aus diesem
einen Span abzuheben. Mit einem derartigen Schneideneintritt in das Material ist
eine Kraftrückwirkung auf die Schneide verbunden, da diese mehr oder weniger
schlagartig von einem nichtschneidenden in einen schneidenden Zustand übergeht.
Die Periodizität derartiger Kraftstöße hängt dabei von der Anzahl-
an vorhandenen Schneiden und der Umdrehungszahl des Werkzeugs und damit des Werkzeughalters
ab. Es sind jedoch auch andere Schwingungseinflüsse bekannt; wie sie etwa durch
eine für ein jeweiliges Werkzeug unangepasste Schneidgeschwindigkeit erhalten
werden, beispielsweise durch Rattern eines Fräsers.
Durch diese Einflüsse kann der Werkzeughalter zu Torsionsschwingungen
um seine ideale Drehachse oder/und zu Transversälschwingungen in einer die
Drehachse enthaltenden Ebene angeregt werden. Auch Mischformen derartiger Schwingungen
treten auf.
Aus
DE 34 09 581 A1
ist ein Werkzeughalter bekannt, dessen mit einer Werkzeugmaschine zu verbindender
Kupplungszylinder einen Gewindeschaft trägt, der über eine hülsenförmige
Spannmutter mit einem Gewindeschaft eines Rotationswerkzeugs, beispielsweise einem
Fräser, verschraubt ist. Zwischen dem Kupplungszylinder und der Spannmutter
ist eine den Gewindeschaft umschließende Keramikhülse auf Druck verspannt
angeordnet. Die Hülse soll Vibrationsschwingungen des Werkzeughalters mindern.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Werkzeughalter
anzugeben, welcher allgemein gegenüber herkömmlichen Werkzeughaltern weniger
anfällig für eine unerwünschte Schwingungsanregung ist und damit
verbunden höhere Bearbeitungsgenauigkeiten erreicht.
Ausgehend von dem in
DE 34 09 581 A1
beschriebenen Stand der Technik wird diese Aufgabe durch die in Anspruch
1 angegebenen Merkmale gelöst.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Verspannungskraft
in einer beliebigen Richtung auf den Werkzeughalter ausgeübt werden, solange
sie eine in axialer Richtung, d. h. in Richtung der Drehachse, wirkende Verspannungskraftkomponente
aufweist. Es wird von Fachleuten jedoch verstanden werden, dass die mit einer erfindungsgemäßen
Verspannungsanordnung erzielbare Wirkung umso größer ist, je größer
der Anteil der in axialer Richtung wirkenden Verspannungskraftkomponente an der
Gesamtverspannungskraft ist.
Bei der Kupplungsausbildung kann es sich um jeden Typ einer
herkömmlichen Werkzeughalterkupplung wie z.B. einen Steilkegel-Kupplungsschaft
oder eine Hohlschaftkupplung (HSK-Kupplung) handeln. Auch kann es sich bei der Spannausbildung
gleichfalls um jeden Typ einer Werkzeugspanneinrichtung handeln, wie z.B. eine Schrumpffutter-Aufnahme,
eine Werkzeugaufnahme für einen Zylinderschaft mit einer Spannschraube beispielsweise
vom Weldon-Typ oder Whistle-Notch-Typ. Geeignet sind aber auch Spannzangenfutter
oder sogenannte Kombiaufnahmen oder Messerkopfaufnahmen.
Die axiale Verspannungskraftkomponente bewirkt in dem axialen
Verspannungsabschnitt eine mechanische Axialspannung, welche die Federeigenschaften
des Werkzeughalters, insbesondere dessen Federhärte in dem Axialabschnitt und
damit des Werkzeughalters insgesamt gegenüber dem mechanisch unverspannten
Zustand ändert, vorzugsweise erhöht. Durch Aufbringen der Axialspannung
kann somit die Federsteifigkeit des Werkzeughalters insgesamt und damit verbunden
die am Werkzeughalter besonders einfach anregbaren Schwingungsformen und ihre zugeordneten
Resonanzfrequenzen gezielt verändert, insbesondere erhöht werden. Wie
allgemein bekannt ist, bestimmt sich die Resonanzfrequenz eines Bauteils, wie z.B.
eines Werkzeughalters, aus der Quadratwurzel des Quotienten aus Federsteifigkeit
und Masse. Durch die gezielte Änderung der Federsteifigkeit kann sowohl das
Torsionsschwingungsverhalten, d.h. eine Schwingung des Werkzeughalters um eine Drehachse
herum betreffend, als auch das Transversalschwingungsverhalten, d.h. eine Schwingung
des Werkzeughalters in einer die Drehachse enthaltenden Ebene mit einer Schwingungsauslenkung
des Werkzeughalters orthogonal zur Drehachse betreffend, gezielt beeinflusst werden.
Auch hat sich gezeigt, dass bei hohen mechanischen Spannungen im elastischen Bereich
metallischer Materialien im Einzelfall die Dämpfung ansteigen kann.
Die mechanische Axialspannung, die auf den Werkzeughalter
durch die Hülse der Verspannungsanordnung aufgebracht wird, kann eine Zugspannung
oder eine Druckspannung sein. Der Verspannungsabschnitt ist hierbei bevorzugt in
axialer Richtung zwischen der Spannausbildung und der Koppelausbildung angeordnet,
insbesondere dann, wenn die Spannausbildung über die Hülse vorsteht und
für eine Schrumpfsitzhalterung des Werkzeugs ausgebildet ist. Durch diese Maßnahmen
wird erreicht, dass die Koppelausbildung und die Spannausbildung hinreichend steif
ausgebildet werden können und die Spannausbildung gegebenenfalls für das
Ein- und Ausschrumpfen des Werkzeugs für induktive Heizgeräte zugänglich
ist.
In einer ersten Variante ist vorgesehen, dass die Hülse
an ihren Enden voneinander weg auf Zug belastbar an dem Werkzeughalter abgestützt
ist und der Spannschaft die Koppelausbildung auf Druck belastbar mit der Spannausbildung
verbindet.
Alternativ kann die Hülse aber auch an ihren Enden
aufeinander zu auf Druck belastbar an dem Werkzeughalter abgestützt sein und
der Spannschaft kann einen Schaftabschnitt umfassen, der die Koppelausbildung auf
Zug belastbar mit der Spannausbildung verbindet.
Für die auf Zug oder Druck belastbare Abstützung
der Hülse können an dem Werkzeughalter geeignete Ringschultern vorgesehen
sein. Die Hülse kann aber auch an einem oder an ihren beiden Enden fest mit
dem Werkzeughalter beispielsweise durch Schweißen oder Löten oder dergleichen
verbunden sein. Es versteht sich, dass die Hülse aber auch einstückig
integral mit der Koppelausbildung oder/und der Spannausbildung verbunden sein kann.
Feste Verbindungen dieser Art führen zu langlebigen, hochbelastbaren Werkzeughaltern.
Insbesondere kann die nachträgliche feste Verbindung zum Beispiel durch Schweißen
oder dergleichen während des Verspannungsvorgangs aufgebracht werden, was die
Konstruktion des Werkzeughalters beträchtlich vereinfacht.
Zweckmäßigerweise ist der Werkzeughalter so ausgebildet,
dass die Verspannungskraft veränderbar ist, so dass durch die Verspannungskraft
je nach Anwendungsfall, d.h. unter Berücksichtigung der Anzahl von an einem
Schneidwerkzeug vorhandenen Schneiden, der Drehzahl des Werkzeughalters usw., eine
unerwünschte Schwingungsanregung vermindert werden kann. Für die Veränderung
der Verspannungskraft kann der Abstützweg der Hülse oder des Schaftabschnitts
des Spannschafts über eine axiale Schraubverbindung geführt sein. Anstelle
der Schraubverbindung können aber auch Presssitzverbindungen vorgesehen sein,
die durch externe axiale Druckkräfte eine axiale Justierung erlauben. Schließlich
kann auch eine hydraulisch wirkende Druckkammer in dem Abstützweg vorgesehen
sein, in welcher der Hydraulikdruck zur Änderung der Verspannkraft einstellbar
ist.
Der Spannschaft oder/und die Hülse müssen drehfest
mit der Kopplungsausbildung und der Spannausbildung verbunden sein, um das Antriebsdrehmoment
der Werkzeugmaschine auf das Werkzeug übertragen zu können. Bezogen auf
seine Drehachse soll der Werkzeughalter biegesteif sein. Dies lässt sich bei
hinreichenden Dämpfungseigenschaften erreichen, wenn die Hülse an einer
die Spannausbildung aussteifenden Ringschulter der Kopplungsausbildung, insbesondere
einem radial abstehenden Ringbund der Kopplungsausbildung abgestützt bzw. mit
dieser Ringschulter verbunden ist. Die Ringschulter steift den kopplungsseitigen
Bereich der Hülse aus. Da der Außendurchmesser der Ringschulter in aller
Regel größer ist als der Außendurchmesser der Spannausbildung, kann
der Außen- oder/und Innendurchmesser der Hülse an ihrem der Kopplungsausbildung
benachbarten Ende bezogen auf das andere Ende vergrößert werden. Die sich
auf diese Weise ergebende, angenähert konische Form der Hülse verbessert
die Biegesteifigkeit des Werkzeughalters.
Der von der Hülse umgebene Schaftabschnitt des Spannschafts
kann gleichfalls Hülsenform haben. Insbesondere kann die Hülse auch für
sich genommen mehrere koaxial zueinander angeordnete Hülsenmäntel umfassen,
die zumindest in einem Teilabschnitt ihrer axialen Länge reibschlüssig
aneinander anliegen können. Die so entstehende Reibung wirkt dämpfend
auf die sie hervorrufenden Schwingungsbewegungen. Auch kann einer der Hülsenmäntel
auf Druck und der andere der Hülsenmäntel auf Zug beansprucht sein, so
dass der innere Hülsenmantel die Funktion des Schaftabschnitts des Spannschafts
mit übernimmt.
Weiterhin kann die Hülse zumindest jedoch wenigstens
einer ihrer Hülsenmäntel, an wenigstens einem axialen Endbereich, vorzugsweise
an beiden axialen Endbereichen, unter Zwischenanordnung eines Dämpfungsstücks
an dem Werkzeughalter anliegen. Durch den Anlageeingriff wird wiederum eine Mikro-Relativbewegung
zwischen Hülse und Dämpfungsstück oder/und zwischen Dämpfungsstück
und Werkzeughalter ermöglicht, so dass unerwünschte Relativbewegungen
zwischen Werkzeughalter und Hülse abgedämpft werden. Auch dies verhindert
die Entstehung einer unerwünschten Schwingung. Darüber hinaus sorgt das
Dämpfungsstück dafür, dass Schläge auf den Werkzeughalter abgedämpft
werden, wie sie etwa von einer spanenden Werkstückbearbeitung herrühren
können. Dies gilt nicht auch bei einer über ein bloßes Anliegen hinausgehenden
Verbindung von Hülse und Dämpfungsstück oder/und von Dämpfungsstück
und Werkzeughalter.
Alternativ oder zusätzlich kann der Werkzeughalter
jedoch auch so ausgebildet sein, dass radial zwischen der Hülse und dem Schaftabschnitt
ein Ringraum gebildet ist, der mit einem unter Druck stehenden Material, insbesondere
einem fließfähigen Material oder einem plastisch verformbaren oder elastischen
Material ausgefüllt ist. Bevorzugt sind Druckveränderungsmittel vorgesehen,
mittels der der Druck des Materials in dem Ringraum veränderbar ist. Das unter
Druck stehende Material beeinflusst nicht nur die axiale Verspannungskraft, sondern
kann auch bei innerer Reibung die Dämpfungswirkung erhöhen. Bei den Druckveränderungsmitteln
kann es sich um Mittel zur Veränderung des Raumvolumens handeln, beispielsweise
um eine in das Raumvolumen hinein verlagerbare Stellschraube oder/und einen verlagerbaren
Kolben.
Die vorangegangen erläuterte Verspannungsanordnung
ändert die Federcharakteristik des im Betrieb sowohl Drehschwingungen als auch
Biegeschwingungen ausgesetzten Werkzeughalters und damit dessen Schwingungsverhalten.
Im Einzelfall kann bereits die Änderung des Schwingungsverhaltens zu einer
Verbesserung der Schneideigenschaften des Werkzeugs und damit zu einer Verbesserung
seiner Standzeit im Betrieb führen. Eine wesentliche Verbesserung der Dämpfungseigenschaften
des Werkzeughalters lässt sich jedoch erreichen, wenn dem Werkzeughalter Energie
absorbierende oder Energie verzehrende Mittel zugeordnet sind. In einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die die Vorspannkraft erzeugende
Hülse zumindest auf einem Teilbereich ihrer axialen Länge reibschlüssig
am Umfang des Spannschafts anliegt. Die lediglich an ihren axialen Enden mit dem
Werkzeughalter verbundene Hülse bewegt sich bei Dreh- oder Biegeschwingungen
des Spannschafts relativ zu diesem und dämpft durch ihren Reibschluss diese
Schwingungen. Der Reibschluss kann durch eine Übermaß-Bemessung der aneinander
liegenden Umfangsflächen des Spannschafts einerseits und der Hülse andererseits
realisiert sein, beispielsweise in einer Ausgestaltung, in welcher die Hülse
den Spannschaft umschließt durch ein radiales Übermaß des Außendurchmessers
des Spannschafts bezogen auf den Innendurchmesser der Hülse. Die für den
Reibschluss erforderlichen radialen Kräfte können aber auch anderweitig
erzeugt werden, beispielsweise indem elastisches Material zwischen die sich radial
gegenüberliegenden Umfangsflächen des Spannschafts einerseits und der
Hülse andererseits eingepresst wird.
Es hat sich herausgestellt, dass der Reibschlussabschnitt
sich nicht über die gesamte axiale Länge der Hülse erstrecken muss,
dass es vielmehr genügt, den Reibschluss auf einen Teilabschnitt der Hülse,
insbesondere im Bereich eines ihrer axialen Enden zu begrenzen, so dass die verbleibende
axiale Länge der Hülse für die federnde axiale Verspannung ausgenutzt
werden kann. In einer bevorzugten, konstruktiv besonders einfachen Ausführungsform
wird das letztgenannte Prinzip zugleich zur axialen Abstützung der Hülse
an dem Spannschaft ausgenützt. Die mit ihren beiden Enden axial vorgespannt
an dem Werkzeughalter abgestützte Hülse ist mit ihrem der Spannausbildung
axial nahen Ende bevorzugt in einem Reibschlussabschnitt im Presssitz reibschlüssig
an dem Spannschaft gehalten. Die axiale Länge des Reibschlussabschnitts ist
so bemessen, dass er auch die axiale Vorspannkraft der Hülse aufzunehmen vermag,
jedoch zum anderen Ende der Hülse hin seine reibungsdämpfenden Eigenschaften
entfalten kann.
Bei der Montage der Hülse auf dem Spannschaft des
Werkzeughalters wird die Hülse zum Beispiel in einer Pressvorrichtung unter
Überwindung des Presssitzes auf Druck vorgespannt. Um die Hülse nicht
über die gesamte axiale Höhe des Reibschlussabschnitts unter Presssitzbedingungen
aufschieben zu müssen, haben die Hülse und der Spannschaft zumindest in
einem Teil des Reibschlussabschnitts aneinander angepasst geringfügig konische
Form, beispielsweise bei einer Steigung von etwa 0,1. Eine solche Konusform ist
selbsthemmend. Es versteht sich aber, dass der Reibschlussabschnitt für sich,
aber auch wenn er Presssitzbedingungen erfüllt, auch durch Zylinderflächen
gebildet sein kann.
Mit ihrem anderen Ende stützt sich die solchermaßen
unter DruckVorspannung auf den Spannschaft aufgezogene Hülse an einer Ringschulter
des Werkzeughalters, insbesondere an einer Ringschulter der Kopplungsausbildung
axial ab. In diesem Zusammenhang hat es sich als zweckmäßig herausgestellt,
das an der Ringschulter abgestützte Ende der Hülse als Konusabschnitt
auszubilden, der sich von der Ringschulter weg axial verjüngt und so zusätzlich
für eine Aussteifung des der Kopplungsausbildung benachbarten Fußes des
Spannschafts sorgt.
Wie bereits erwähnt verläuft die axial auf Druck
vorgespannte Hülse zweckmäßigerweise axial zwischen dem Reibschlussabschnitt
und dem axial der Kopplungsausbildung zugewandten, an dem Werkzeughalter abgestützten
anderen Ende mit radialem Abstand von dem Spannschaft, um die Hülse in ihrem
die Vorspannung erzeugenden Abschnitt beweglich zu machen. Axial zwischen dem Reibschlussabschnitt
und dem am Werkzeughalter abgestützten anderen Ende kann wenigstens ein Dämpfungsring
aus einem elastisch komprimierbaren Material zwischen dem Umfang des Spannschafts
und dem Innenmantel der Hülse angeordnet sein, so dass auch dieser Bereich
der Hülse zur Energie absorbierenden Schwingungsdämpfung mit ausgenutzt
werden kann. Beispielsweise kann ein solcher Dämpfungsring in dem vorstehend
erwähnten Konusabschnitt der Hülse untergebracht sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass die axialen Enden der Hülse zugfest und dicht mit dem Werkzeughalter verbunden,
insbesondere reibverschweißt sind, wobei die Hülse den Spannschaft mit
radialem Abstand umschließt, so dass zwischen der Hülse und dem Spannschaft
eine nach außen abgedichtete Ringkammer entsteht. Für die axiale Verspannung
wird in diese Kammer unter Druck ein deformierbares und bei Deformation Schwingungsenergie
absorbierendes Material eingeführt, beispielsweise eingespritzt, welches zumindest
während des Füllvorgangs fließfähig oder deformierbar ist und
dann unter Aufrechterhaltung des Drucks seine Konsistenz ändert. Geeignet sind
beispielsweise fließfähige Gummimischungen, die in der Ringkammer ausvulkanisieren
oder aber härtbare Kunststoffsubstanzen, die in der Ringkammer zu einem steifelastischen
Ringkörper aushärten. Geeignet sind auch in der Ringkammer sinterbare
Materialien, wie zum Beispiel Keramikmaterialien. Die vorstehend erläuterten
Dämpfungsmaterialien können Füllstoffe enthalten, die die mechanische
Festigkeit oder Steifigkeit des Dämpfungsmaterials erhöhen.
In einer weiteren Variante, die auf dem Prinzip hydraulischer
Druckerzeugung für die axiale Verspannung der Verspannungsanordnung beruht,
ist vorgesehen, dass die Hülse mit ihren beiden Enden axial an dem Werkzeughalter
abgestützt ist, wobei im Abstützweg eines der beiden Enden der Hülse
eine relativ zu dem Werkzeughalter axial bewegliche Stützeinrichtung angeordnet
ist, die wenigstens einen Stützkolben aufweist, der in einer ihm zugeordneten,
ein fließfähiges oder plastisch deformierbares Druckmedium enthaltenden
Druckkammer axial verschiebbar geführt ist, wobei der Druckkammer ein Einstellelement
zur Veränderung des Drucks in dem Druckmedium zugeordnet ist. Die Druckkammer
ist aus Platzbedarfsgründen bevorzugt auf der Seite der Kopplungsausbildung
des Werkzeughalters angeordnet und kann eine Vielzahl in Umfangsrichtung verteilter,
axial beweglicher Kolben umfassen, die am Umfang verteilt auf das benachbarte Ende
der Hülse wirken. Die Kolben sind zweckmäßigerweise in gesonderten,
jedoch für das Druckmedium kommunizierenden Druckkammern angeordnet. Vorzugsweise
handelt es sich jedoch bei dem Stützkolben um einen zur Drehachse zentrischen
Ringkolben, der in einem die Druckkammer bildenden Ringraum axial verschiebbar ist.
Der Ringkolben kann von der Hülse gesondert sein; er kann aber auch einteilig
mit ihr verbunden sein.
Bei dem Druckmedium kann es sich um Hydrauliköl oder
eine sonstige nicht komprimierbare Flüssigkeit handeln. Geeignet sind aber
auch fließfähige, plastische Materialien, wie zum Beispiel gummiartige
oder fließfähige Kunststoffe oder visko-elastische Massen.
Bei dem Einstellelement kann es sich auch hier um eine
auf das Druckmedium einwirkende Kolbenschraube oder dergleichen handeln.
Das andere der beiden Enden der Hülse kann fest mit
dem Spannschaft verbunden sein, beispielsweise angeschweißt oder angeklebt
sein. Vorzugsweise ist jedoch am Ringbund für die Abstützung des anderen
Endes der Hülse ein lösbar an dem Spannschaft gehaltener Sicherungsring
vorgesehen. Bei dem Sicherungsring kann es sich um eine auf den Spannschaft aufgeschraubte
Mutter oder aber um einen radial elastisch in eine Ringnut des Spannschafts eingeschnappten
Federring handeln.
Es versteht sich, dass durch geeignete Wahl der Wandstärke
der Hülse deren Federeigenschaften optimiert werden können. Auch durch
geeignete Gestalt der Hülse können die Federeigenschaften beeinflusst
werden. Beispielsweise kann die Hülse einen axial federnden Wellfederabschnitt
umfassen.
Zur Verminderung von unerwünschterweise auftretenden
Schwingungen kann an dem Werkzeughalter ein Schwingmassenstück vorgesehen sein,
welches durch destruktive Resonanz eine unerwünschte Schwingung am Werkzeughalter
mindert oder gar auslöscht. Vorzugsweise ist das Schwingmassenstück in
axialer Richtung am Werkzeughalter verschiebbar angeordnet, so dass seine Resonanzfrequenz
auf die Resonanzfrequenz des Werkzeughalters abstimmbar ist. Das Schwingmassenstück
ist bevorzugt am Schaft des Werkzeughalters vorgesehen, da an diesem sich die unerwünschten
Schwingungsformen bevorzugt ausbilden. Darüber hinaus kann das Schwingmassenstück
durch die zuvor erwähnte Hülse eingekapselt sein, etwa wenn diese den
Schaft radial außen umgibt. Dadurch ist das Schwingmassenstück vor äußeren
Einflüssen, wie etwa Späneanfall und Kühlmittel, geschützt.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass die Hülse den Schaftabschnitt zumindest in einem Teilbereich ihrer axialen
Länge unter Bildung eines Ringraums mit radialem Abstand umschließt und
in dem Ringraum ein ringförmiges, an der inneren Umfangsfläche der Hülse
und der äußeren Umfangsfläche des Schaftabschnitts flächig anliegendes
Dämpfungselement radial vorgespannt angeordnet ist. Ein solches Dämpfungselement
sorgt für einen definierten Reibschluss zwischen sich und der Hülse einerseits
bzw. dem Schaftabschnitt andererseits und sorgt damit für eine Reibungsdämpfung.
Das Dämpfungselement kann aus im Wesentlichen steifen Material bestehen, besteht
aber bevorzugt aus elastischem oder plastischem Material, so dass auch die innere
Reibung dieses Materials zur Dämpfung beiträgt, selbst wenn das Dämpfungselement
drehfest mit den Umfangsflächen der Hülse bzw. des Schaftabschnitts verbunden
sein sollte. Das Dämpfungselement kann unter Komprimierung in den Ringraum
eingepresst sein. Bevorzugt ist der Ringraum jedoch durch Ringschultern axial begrenzt,
zwischen welchen das Dämpfungselement zur Erzeugung der radialen Vorspannung
axial verspannt ist. Durch Verändern des axialen Abstands der Ringschultern
kann die Vorspannung des Dämpfungselements variiert werden. Hierzu kann beispielsweise
eine der Ringschultern durch eine an der Kopplungsausbildung gehaltene, axial verlagerbare
Schraubanordnung gebildet sein. Bevorzugt hat der Ringraum Konusform, so dass auch
bei relativ steifen Materialien eine Änderung der radialen Verspannung des
Dämpfungselements erreicht werden kann.
Allgemein gesehen hat es sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn die beiden Komponenten, d.h. der Spannschaft einerseits und die Verspannungsanordnung
andererseits aus unterschiedlichen Materialien bestehen, da Vibrationen sich besser
dämpfen lassen, wenn sie Bereiche aus verschiedenen Werkstoffen durchlaufen
müssen. Eine der Komponenten, insbesondere die Hülse, besteht zweckmäßigerweise
aus Hartmetall. Das Hartmetall kann feinkörnig sein, zum Beispiel vom Typ K20,
aber auch grobkörnig, zum Beispiel vom Typ K50, nachdem grobkörnigere
Hartmetalle höhere Festigkeit und geringere Sprödigkeit haben. Geeignet
sind auch Schwermetalle oder Metall-Matrix-Komposite-Materialien (MMC-Materialien),
wie zum Beispiel Ferro-Titanit. Weiter geeignet sind Keramikmaterialien, aber auch
Kunststoffe, insbesondere Glasfaser- oder Kohlefaser-verstärkte Kunststoffe.
Vorangegangen wurden Ausführungsformen erläutert,
bei welchen die beiden Komponenten, d.h. der Spannschaft und die Verspannungsanordnung,
einteilig, gegebenenfalls durch Schweißen, miteinander verbunden sind. Als
besonders günstig haben sich aber auch Ausführungsformen erwiesen, bei
welchen eine der beiden Komponenten - Spannschaft und Verspannungsanordnung - über
wenigstens eine die axiale Verspannkraft übertragende Fuge an der anderen der
beiden Komponenten abgestützt ist. Fugen haben unterschiedliches Kraftübertragungsverhalten,
je nachdem, ob ihre aneinander liegenden Flächen auf Zug oder auf Druck beansprucht
werden, und sorgen damit auf Grund dieser Unsymmetrie der Kraftübertragung
für Vibrationsminderungen. Die Fuge kann dabei zwischen zwei in radialem Presssitz
aneinander liegenden Umfangsflächen der beiden Komponenten und/oder zwischen
zwei axial aneinander liegenden Flächen der beiden Komponenten vorgesehen sein.
Gegebenenfalls kann zwischen den beiden die Fuge bildenden Flächen eine Dämpfungsmaterialschicht
angeordnet sein.
Als wesentlich hat es sich für die Minderung von Vibrationen
herausgestellt, wenn die beiden Komponenten im Bereich der Fuge relativ zueinander
radial zentriert sind, wobei vorzugsweise ein gewisser leichter Presssitz zwischen
den zentrierenden Umfangsflächen vorhanden sein sollte. Zumindest eine der
beiden axialen Stirnenden der die Hülse bildenden Komponenten sollte eine der
aneinander liegenden Flächen der Fuge bilden, und an der anderen der beiden
Komponenten ist zweckmäßigerweise eine Umfangsfläche angeformt oder
angebracht, die die Hülse im Bereich dieses Stirnendes radial zentriert. Zweckmäßigerweise
sind beide Stirnenden der Hülse in dieser Art radial zentriert.
Die Hülse kann an ihrer radial inneren Umfangsfläche
zentriert sein. Insbesondere das der Spannausbildung benachbarte axiale Stirnende
der Hülse ist jedoch zweckmäßigerweise auf seiner radial äußeren
Umfangsfläche zentriert, da Wärmedehnungen der Spannausbildung dann dieses
Stirnende der Hülse nicht auf Druck beanspruchen. Speziell bei Schrumpffutter-Ausbildungen
kann die Aufweitung des Stirnendes der Hülse durch das wärmedehnende Schrumpffutter
zu Schäden an der Hülse führen, speziell dann, wenn sie aus einem
spröden Material, wie zum Beispiel Keramik oder dergleichen, besteht. Auch
das der Kopplungsausbildung benachbarte Stirnende der Hülse ist zweckmäßigerweise
auf seiner äußeren Umfangsfläche zentriert, da auf diese Weise Spreizkräfte,
die sich beispielsweise durch die konische Form der Hülse ergeben können,
durch die außen liegende Zentrierung aufgefangen werden können.
Die außen liegenden, zentrierenden Umfangsflächen
können einteilig integral an der die Hülse außen umschließenden
Komponente angeformt sein. Allerdings ist die präzise Fertigung einer innen
liegenden Passung an dieser Komponente auf Grund der dort vorhandenen Hinterschneidung
aufwändig. Einfacher herzustellen ist eine Ausführungsform, bei der die
die Hülse im Bereich zumindest eines ihrer Stirnenden, insbesondere im Bereich
ihres der Spannausbildung benachbarten Stirnendes radial außen umschließende
Umfangsfläche der anderen der beiden Komponenten durch einen die Fuge axial
überdeckenden, auch die andere Komponente radial außen umschließenden
Ring gebildet ist. Die innen liegende Passungsfläche eines solchen Rings ist
vergleichsweise einfach zu fertigen.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Die Fig.1 bis 4 Axiallängsschnitte durch schwingungsgedämpfte Werkzeughalter
mit axial auf Zug verspannter Hülse;
- Fig. 5 bis 10 Axiallängsschnitte durch schwingungsgedämpfte Werkzeughalter
mit axial auf Druck verspannter Hülse;
- Fig. 11 und 12 Axiallängsschnitte durch schwingungsgedämpfte Werkzeughalter
mit Tilgermasse;
- Fig. 13 einen Axiallängsschnitt durch einen Werkzeughalter mit einstellbarer
Dämpfung;
- Fig. 14 und 15 Axiallängsschnitte durch Varianten eines Werkzeughalters
mit auf Druck vorgespannter Hülse;
- Fig. 16 einen Axiallängsschnitt durch eine Variante eines Werkzeughalters
mit auf Zug beanspruchter Hülse;
- Fig. 17 einen Axiallängsschnitt durch einen Werkzeughalter mit elektrisch
steuerbarer Dämpfung;
- Fig. 18 bis 22 Axiallängsschnitte durch Werkzeughalter mit Reibschlussdämpfung;
- Fig. 23 und 24 Axiallängsschnitte durch Werkzeughalter mit einstellbarer
Dämpfung;
- Fig. 25 einen Axiallängsschnitt durch einen Werkzeughalter mit eingebauten
Dämpfungselementen und
- Fig. 26 bis 28 Axiallängsschnitte durch Werkzeughalter mit vibrationsmindernden
Eigenschaften.
An Hand des in Fig. 1 dargestellten, allgemein mit 10 bezeichnden
sollen zunächst grundlegende Gesichtspunkte erläutert werden, wie sie
bei nach folgend beschriebenen Ausführungsformen erfindungsgemäßer
Werkzeughalter vorgesehen sind. Der Werkzeughalter 10 weist an seinem in Fig. 1
linken Endbereich eine Kopplungsausbildung 12 zur Kopplung des Werkzeughalters 10
mit einer nicht dargestellten Werkzeugmaschine in an sich bekannter Weise auf. Durch
die mit der Werkzeugmaschine gekoppelte Kopplungsausbildung 12 findet eine Drehmomentübertragung
vom Drehantrieb der Werkzeugmaschine auf den Werkzeughalter 10 statt.
An seinem der Kopplungsausbildung 12 entgegengesetzten
Längsende weist der Werkzeughalter 10 eine Spannausbildung 14 auf, welche eine
im gezeigten Beispiel zylindrische Spannausnehmung 16 aufweist, in die ein Schaft
eines Werkzeugs eingeführt und dort festgespannt werden kann. In dem in Fig.
1 gezeigten Beispiel handelt es sich um einen Werkzeughalter 10 zum Schrumpfspannen.
Die Spannausbildung 14 wird dazu an ihrer Außenumfangsfläche 15 im Bereich
der Spannausnehmung 16 erwärmt, so dass sich die Spannausbildung thermisch
ausdehnt und der Durchmesser der Spannausnehmung 16 größer wird. In diesem
erwärmten Zustand wird der Schaft eines Werkzeugs in den Spannraum 16 eingeführt,
woraufhin man den Werkzeughalter 10 im Bereich der Spannausbildung abkühlt
oder sich abkühlen lässt, so dass zwischen Werkzeugschaft und der Spannausbildung
14 durch die abkühlungsbedingte Schrumpfung der Spannausbildung 14 der Werkzeugschaft
mit Presssitz in der Spannausnehmung 16 festgelegt ist. Derartige Werkzeughalter
sind im Stand der Technik allgemein bekannt.
Der Werkzeughalter 10 ist um eine Drehachse D drehbar und
ist darüber hinaus bezüglich dieser Drehachse D im Wesentlichen symmetrisch.
Alle Richtungsangaben in dieser Anmeldung, welche sich auf eine Achse beziehen,
sind auf die Drehachse D bezogen. Dies gilt für eine axiale Richtung, eine
Umfangsrichtung und eine radiale Richtung.
In einem zwischen der Kopplungsausbildung 12 und der Spannausbildung
14 gelegenen axialen Schaftabschnitt 18 ist der Werkzeughalter 10 von einer Hülse
20 koaxial umgeben. Die Hülse 20 ist an zwei in axialer Richtung mit Abstand
voneinander vorgesehenen Stützstellen 22 und 24 am Werkzeughalter 10 abgestützt.
Die Stützstelle 22 in Fig. 1 ist dabei die der Kopplungsausbildung 12 nähere
Stützstelle, während die Stützstelle 24 der Spannausbildung 14 näher
liegt. Die Stützstellen 22 und 24 erstrecken sich um den Werkzeughalter 10
herum. An ihrem in Fig. 1 rechten Längsende 26 weist die Hülse 20 einen
umlaufenden Radialvorsprung 28 auf, welcher von dem Hülsenkörper 27 nach
radial innen vorsteht.
Dieser Radialvorsprung 28 ist längs des Umfangs des
Werkzeughalters 10 in Anlageeingriff mit einem am Werkzeughalter 10 umlaufenden
Schulter bzw. Bund 30, welcher ausgehend von der im Wesentlichen zylindrischen Schaftmantelfläche
29 des Schaftabschnitts 18 nach radial außen vorsteht. Genauer liegt eine im
Wesentlichen orthogonal zur Drehachse D orientierte, im montierten Zustand der Hülse
20 zur Kopplungsausbildung 12 hinweisende Anlagefläche 31 des Radialvorsprungs
28 der Hülse 20 an einer ebenfalls zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen,
zur Spannausbildung 14 hinweisenden Stirnfläche 33 des umlaufenden Bundes 30
an. Über diesen Anlagekontakt der eine Fuge bildenden Flächen 31 und 33
ist an der Stützstelle 24 eine in axiale Richtung wirkende und zur Kopplungsausbildung
12 hin gerichtete Verspannungskraft VK auf den Werkzeughalter 10 übertragbar.
An seinem der Kopplungsausbildung 12 näheren Längsende
32 weist die Hülse 20 einen nach radial außen verlaufenden Radialflansch
34 auf. Der Radialflansch 34 ist in Umfangsrichtung mit einer Mehrzahl von in gleichen
Winkelabständen voneinander angeordneten Durchgangsbohrungen 36 versehen. Durch
diese Durchgangsbohrungen 36 sind Schrauben 38 hindurchgeführt, deren Schraubenkopf
auf einer zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen und zum anderen Längsende
26 hinweisenden Auflagefläche 39 des Radialflansches 34 aufliegt.
Die Schrauben 38 sind in den Durchgangslöchern 36
zugeordnete Sacklöcher 40 mit Innengewinde im Werkzeughalter 10 eingedreht.
Durch Festziehen der Schrauben 38 sowie durch ihre Abstützung
am Radialflansch 34 der Hülse 20 ist an der Stützstelle 22 über das
Innengewinde der Sacklöcher 40 eine in axiale Richtung wirkende und zur Spannausbildung
14 hin gerichtete Verspannungskraft VK übertragbar. Durch Wahl des Anzugsdrehmoments
der Schrauben 38 kann der Betrag der Verspannungskraft VK eingestellt werden. Hierzu
kann ein Spalt zwischen der zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen und zur
Spannausbildung 14 hinweisenden Anlagefläche 41 eines von der Kopplungsausbildung
12 radial abstehenden Ringbunds bzw. Ringflansches 43 und der zur Drehachse D ebenfalls
orthogonalen und zur Kopplungsausbildung 12 hinweisenden Stirnfläche 45 des
Radialflansches 34 der Hülse 20 belassen sein.
Zur einfachen Einstellung einer vorbestimmten Verspannungskraft
können jedoch gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zwei
Anlageflächen am Werkzeughalter derart vorgesehen sein, dass der zwischen ihnen
liegende axiale Abstand größer ist als ein axialer Abstand zwischen den
Anlageflächen zugeordneten Gegenanlageflächen der Hülse bei Betrachtung
des unmontierten Zustands der Hülse. Im Beispiel von Fig. 1 ist der axiale
Abstand zwischen den Anlageflächen 33 und 41 um ca. 0,3 bis 0,5 Millimeter
größer als der Abstand der Gegenanlageflächen 31 bzw. 43. Die Schrauben
38 werden dann einfach angezogen, bis die Flächen 41 und 43 aneinander anliegen.
Aufgrund der so erreichten Materialdehnung der Hülse wird eine vorbestimmte
Verspannungskraft auf den Verspannungsabschnitt VA ausgeübt.
Die oben beschriebene an der Stützstelle 24 auftretende
Verspannungskraft VK ist eine Lagerreaktionskraft der durch Anziehen der Schrauben
38 hervorgerufenen Verspannungskraft VK, wodurch die an den jeweiligen Stützstellen
auftretenden Verspannungskräfte VK betragsmäßig gleich groß
und entgegengesetzt gerichtet sind. Dadurch ist der zwischen den Stützstellen
22 und 24 gelegene Verspannungsabschnitt VA unter eine erhöhte Axialdruckspannung
gesetzt. Die im Verspannungsabschnitt VA wirkende erhöhte axiale Druckspannung
ist höher als eine axiale Spannungsbelastung in den in axialer Richtung an
den Verspannungsabschnitt angrenzenden Axialabschnitten des Werkzeughalters 10.
Durch diesen Abschnitt VA erhöhter axialer Druckspannung ist die Federsteifigkeit
des Werkzeughalters 10 gegenüber einem unverspannten Zustand verändert,
so dass sich auch die am Werkzeughalter 10 besonders einfach anregbaren Schwingungsformen
und die diesen zugeordneten Resonanzfrequenzen mit der geänderten Federsteifigkeit
ändern. Dies gilt sowohl für die Resonanzfrequenz von am Werkzeughalter
10 anregbaren Torsionsschwingungen um die Drehachse D herum sowie von Transveralschwingungen
in einer die Drehachse D enthaltenden Ebene. Durch die eine Verspannungsanordnung
bildenden Bauteile Hülse 20 und Schrauben 38 kann somit die Federsteifigkeit
des Werkzeughalters 10 derart beeinflusst werden, dass unerwünschte Schwingungen
im Betrieb des Werkzeughalters 10, etwa bei bekannter Schneidenanzahl eines im Werkzeughalter
10 eingespannten Werkzeugs sowie bekannter Betriebsdrehzahl des Werkzeughalters
10, schwieriger anzuregen sind bzw. mit geringerer Wahrscheinlichkeit auftreten.
Dadurch wird schließlich die mit dem Werkzeughalter 10 erreichbare Bearbeitungsgenauigkeit
und auch die Standzeit des Werkzeugs erhöht.
In Fig. 2 und allen folgenden Figuren sind gleiche Bauteile
stets mit gleichen Bezugszeichen und zur Unterscheidung mit wenigstens einem Buchstaben
versehen. Bauteile werden lediglich im Zusammenhang mit derjenigen Figur ausführlich
erläutert, in welcher sie erstmalig dargestellt sind. In Bezug auf diese Bauteile
wird ausdrücklich auf deren Beschreibung in der Figur verwiesen, in welcher
sie erstmalig in Erscheinung treten. Die in den Figuren dargestellten Merkmale der
Werkzeughalter sind hierbei untereinander beliebig kombinierbar.
Fig. 2 zeigt einen Werkzeughalter 10b, der sich von dem
Werkzeughalter der Fig. 1 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass der Hülsenkörper
27b im Wesentlichen konusförmig ausgebildet ist und sein im Durchmesser größeres
Ende an der Stützstelle 22b integral und einstückig in die Stützfläche
41 b des Ringflansches 43b der Kopplungsausbildung 12b übergeht. Die zur Spannausbildung
14b hin sich verjüngende Hülse 20b verbessert die Biegesteifigkeit des
Werkzeughalters 10b. Der Schaftabschnitt 29b ist mit der Spannausbildung 14b und
dem Bund 30b einstückig ausgebildet und ist durch eine zylindrische Öffnung
47 im Bereich des Ringflansches 43 der Kopplungsausbildung 12b in die Hülse
20b axial eingesteckt. Der Innendurchmesser der Öffnung 47 ist dementsprechend
etwas größer als der Außendurchmesser des Bunds 30b. An dem der Kopplungsausbildung
12b benachbarten Ende ist der Schaftabschnitt 29b mit einer Presssitzfläche
49 versehen, die im radialen Presssitz in der Öffnung 47 gehalten ist. Die
Passung ist so gewählt, dass der Presssitz die axiale Vorspannkraft VK der
auf Zug belasteten Hülse 20b aufnehmen kann.
Fig. 3 zeigt einen Werkzeughalter 10c, der sich von dem
Werkzeughalter 10b der Fig. 2 im Wesentlichen nur dadurch unterscheidet, dass anstelle
der reibschlüssig im Presssitz in der Öffnung 47 gehaltenen Presssitz
49 die Öffnung als Gewindeöffnung 47c ausgebildet ist, in die formschlüssig
ein Außengewinde 49c axial eingeschraubt ist, welches an dem zur Kopplungsausbildung
12c benachbarten Ende des Schaftabschnitts 29c angeformt ist. Die axial, auf die
Hülse 20c wirkende Zugkraft wird durch Verdrehen des Schaftabschnitts 29c eingestellt.
Bei der in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform des Werkzeughalters
10f ist die kopplungsausbildungsnähere Stützstelle 22f ist durch einen
Gewindeeingriff eines Außengewindes 44f am Werkzeughalter 10f mit einem Innengewinde
46f einer Hülse 20f gebildet.
Die spannungsausbildungsnähere Stützstelle 24f
ist dagegen entsprechend der Ausführungsform der Fig. 1 gebildet Zur näheren
Erläuterung der Ausgestaltung der Stützstellen 22f und 24f wird ausdrücklich
auf die Beschreibung der Fig. 1 verwiesen.
Im Bereich der Stützstelle 22f, bei welcher die eine
axiale Verspannung des Verspannungsabschnitts VA des Werkzeughalters 10f bewirkende
Verspannungskraft zusammen mit der Stützstelle 24f erzeugt wird, sind Ausnehmungen
51 für einen Werkzeugeingriff ausgebildet. Dadurch kann die auf den Werkzeughalter
10f ausgeübte Verspannungskraft sehr genau eingestellt werden.
In Fig. 5 ist die Hülse 20g an ihrem der Kopplungsausbildung
12g näheren Längsende 32g in Anlageeingriff an dem Werkzeughalter 10g.
Eine zur Drehachse D orthogonale Fläche 45g des Radialflansches 34g ist in
Anlage an einer zur Drehachse D orthogonalen Fläche 41g an der Kopplungsausbildung
12g des Werkzeughalters 10g. Darüber hinaus ist nahe der Anlagefläche
49g der Kopplungsausbildung 12g ein den Radialflansch 34g radial außen umgebender
Zentrierbund 52 am Werkzeughalter 10g ausgebildet. Dieser Zentrierbund 52 sorgt
für eine korrekte koaxiale Lage der Hülse 20g bezüglich des Werkzeughalters
10g. Eine nach radial innen weisende Zentrierfläche 53 des Zentrierbundes 52
ist in Anlageeingriff mit einer nach radial außen weisenden Fläche 54
des Radialflansches 34g. Um eine Verlagerung der Hülse an der so gebildeten
Stützstelle 22g zu vermeiden, sind der Radialflansch 34g und der Zentrierbund
52 durch eine Schweißnaht 55, welche um den Werkzeughalter umläuft, miteinander
unlösbar verbunden.
An der Stützstelle 24g ist an der Mantefläche
29g des Schaftbereichs 18g des Werkzeughalters 10g ein Außengewinde 44g vorgesehen,
auf welches eine Stellmutter 56g aufgeschraubt ist. Die Stellmutter 56g drückt
in Richtung der Drehachse D auf die zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonale
Stirnfläche 57 der Hülse 20g. Durch Wahl des Anzugdrehmoments der Stellschraube
56 kann die auf die Hülse 20g ausgeübte Druckkraft eingestellt werden.
Der Verspannungsabschnitt VA des Werkzeughalters 10g ist somit gezielt unter Axialzugspannung
setzbar. Die auf die Hülse 20g wirkenden Druckkräfte wirken im Versparinungsabschnitt
VA als Reaktionszugkräfte auf den Werkzeughalter 10g.
Bei dem Werkzeughalter 10g in Fig. 5 sind die Kopplungsausbildung
12g, die Spannausbildung 14g und der Schaftabschnitt 18g integral einteilig ausgebildet
Fig. 6 zeigt einen Werkzeughalter 10h, der sich von dem
Werkzeughalter 10g in Fig. 7 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass der einteilig
mit dem Spannabschnitt 14h ausgebildete Schaftabschnitt 18h eine zentrische Öffnung
47h der Koppelausbildung 12h axial durchdringt und auf der zur Spannausbildung 14h
axial abgewandten Seite eine Gewindemutter 56h trägt, die auf ein Außengewinde
44h des Schaftabschnitts 18h geschraubt ist. Mit Hilfe der Gewindemutter 56h können
auf die hier konische Hülse 20h axiale Verspannungskräfte ausgeübt
werden. Die Hülse 20h ist zwischen radial verlaufenden, ringförmigen Stirnflächen
der jeweils als Fuge ausgebildeten Stützstellen 22h und 24h eingespannt.
In Fig. 7 ist ein zweiteilig ausgeführter Werkzeughalter
10i dargestellt Der Werkzeughalter 10i umfasst ein kopplungsseitiges Werkzeughalterteil
58, an welchem die Kopplungsausbildung 12i vorgesehen ist, und ein spannseitiges
Werkzeughalterteil 60, an welchem die Spannausbildung 14i vorgesehen ist. Die beiden
Werkzeughalterteile 58 und 60 sind miteinander verschraubt, wobei ähnlich der
Variante in Fig. 3 ein Gewindezapfen 49i mit Außengewinde am spannausbildungsseitigen
Werkzeughalterteil 58 in eine Gewindeöffnung 57i am kopplungsausbildungsseitigen
Werkzeughalterteil 60 eingedreht ist.
Die Werkzeughalterteile 58 und 60 sind dabei gegen eine
sich zur Spannungsausbildung hin verjüngende konische Hülse 20i festgedreht.
Mit einer zur Drehachse D orthogonalen stirnseitigen Endfläche 61 liegt die
Hülse 20i unter Bildung einer Fuge an einer zur Drehachse D ebenfalls orthogonalen
Anlagefläche der Spannausbildung 14i an. Eine entsprechende Fuge ist auf der
zur Kopplungsausbildung 12i gelegenen, Seite der Hülse 20i im Verspahnungskraftweg
zwischen den Flächen 41i und 45i vorgesehen. Radial außen umschließt
das kopplungsausbildungsnähere Längsende 32i der Hülse 20i einen
Bund 52i an der Kopplungsausbildung 12i und wird dadurch bezüglich der Drehachse
D zentriert. An seinem spannungsausbildungsnäheren Längsende 26i ist die
Hülse durch das Werkzeughalterteil 58 an seinem Innenumfang bezüglich
der Drehachse D zentriert, wobei die Stirnseite des spannungsausbildungsnäheren
Längsendes 26i der Hülse 20i an einem Dämpfungsring 59 anliegt, welcher
in axialer Richtung zwischen dem stirnseitigen Längsende 26i der Hülse
20i und dem Werkzeughalterteil 58 mit der Spannungsausbildung 14i angeordnet ist.
Der Dämpfungsring 59 kann beispielsweise aus Keramik gefertigt sein und weist
eine andere Materialelastizität als der Werkzeughalter 10i oder/und als die
Hülse 20i auf. Der Dämpfungsring 59 dämpft unerwünschte Bewegungen
des Werkzeughalters 10i durch innere Reibung.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist
die Hülse 20i aufgrund der Verschraubungsverbindung der Werkzeughalterteile
58 und 60 in axialer Richtung unter Druckspannung gesetzt, so dass sich der Verspannungsabschnitt
VA des Werkzeughalters 10i unter mechanischer Zugspannung befindet. Diese Zugspannung
kann in ihrem Betrag durch Auf bringen eines bestimmten Drehmoments bei der Verschraubung
der beiden Werkzeughalterteile 58 und 60 geeignet gewählt werden. Eine zusätzliche
Möglichkeit zur Feineinstellung der gewünschten Axialverspannung liegt
in der Verwendung eines Gewindes mit sehr geringer Steigung am Zapfen 49i und an
der Öffnung 47i.
In Fig. 8 ist wiederum ein zweiteiliger Werkzeughalter
10k mit den Werkzeughalterteilen 58k und 60k dargestellt. Anders als in Fig. 7 sind
die Werkzeughalterteile 58k und 60k nicht miteinander verschraubt. Vielmehr ist
der Zapfen 49k des Werkzeughalterteils 48k lediglich in die Öffnung 47k des
Werkzeughalterteils 60k eingesteckt.
Bei der Herstellung des Werkzeughalters 10k wird dieser
nach dem Zusammenstecken der beiden Werkzeughalterteile 58k und 60k in axialer Richtung
mit einer Druckkraft beaufschlagt, so dass seine Länge unter der Wirkung der
Druckkraft entsprechend der jeweiligen Materialelastizitäten verkürzt
wird. Der Werkzeughalter 10k kann dabei verkürzt werden, bis die beiden stirnseitigen
Endflächen 45k, 61k der Hülse 20k an den jeweiligen zugeordneten Gegenflächen
an den Werkzeughalterteilen 60k bzw. 58k anliegen. Dann wird die Hülse 20k
an ihren beiden Längsenden 26k und 32k durch Schweißen unlösbar mit
den jeweiligen Werkzeughalterteilen 58k und 60k verbunden. Dies geschieht durch
Aufbringen einer umlaufenden Schweißnaht 62 am kopplungsausbildungsnäheren
Längsende 32k und einer umlaufenden Schweißnaht 63 am spannausbildungsnäheren
Längsende 26k der Hülse 20k. Nach Aufbringen der Schweißnaht wird
die, etwa durch eine Presse oder eine Spannvorrichtung auf den Werkzeughalter ausgeübte
axiale Montagedrucklast aufgehoben, so dass sich der zuvor verkürzte Werkzeughalter
10k gegen die Materialelastizität der Hülse 20k entspannt. Dabei wird
die Hülse 20k unter Zugspannung gesetzt, so dass der zwischen den Schweißnähten
62 und 63 gelegene axiale Verspannungsabschnitt unter Druckspannung steht.
Die Ausführungsform von Fig. 9 entspricht im Wesentlichen
der von Fig. 7. Lediglich das kopplungsausbildungsnähere Längsende 32l
der Hülse 20l ist nicht mehr vom Bund 52l an seinem Außen- oder Innenumfang
zentriert. Vielmehr stoßen das Längsende 32l der Hülse 20l und eine
Stirnfläche des Bundes 52l stirnseitig aneinander an. Eine Zentrierung kann
hier während der Montage erfolgen, beispielsweise durch eine die Verbindungsstelle
zwischen Bund 52l und Längsende 32l umgreifende Außenhülse. Zur besseren
Zentrierung des kopplungsausbildungsnäheren Längsendes 32l der Hülse
20l kann dieses Längsende auch abgestuft ausgebildet sein, so dass der Bund
52l einen Axialvorsprung am Längsende 32l der Hülse 20l radial außen
umgreift und so die Hülse an ihrem Längsende 32l zentriert.
Die in Fig. 10 dargestellte Ausführungsform entspricht
in ihrem Verspannungszustand der letztgenannten Ausführungsform von Fig. 9.
Zusätzlich ist auf dem Außenmantel 29m ein Schwingmassenstück 64
in axialer Richtung verlagerbar vorgesehen, wie durch den Doppelpfeil P angezeigt
ist.
Das Schwingmassenstück 64 wirkt zusätzlich zu
der axialen Verspannung einer unerwünschten Schwingungsanregung des Werkzeughalters
10m entgegen. Dies gilt sowohl für Torsions- als auch für Transversalschwingungen.
Sollte der Werkzeughalter 10m zu Schwingungen angeregt werden, wird hierdurch auch
der schlanke Schaftabschnitt 18m in Bewegung versetzt. Durch geeignete Wahl des
axialen Anbringungsortes des Schwingmassenstücks 64 kann erreicht werden, dass
das Schwingmassestück und der es tragende Schaftabschnitt 18m phasenversetzt
zu einer Schwingung gleicher Frequenz angeregt werden, so dass es am Gesamtsystem
Werkzeughalter 10m durch destruktive Interferenz zu einer Gesamtschwingung mit geringerer
oder sogar verschwindender Amplitude kommt.
Das Schwingmassenstück 64 kann verschiebbar, verdrehbar,
verschraubbar und dergleichen am Schaftabschnitt 18m angeordnet sein. Das Schwingmassenstück
64 ist durch einen einfachen Ring gebildet, durch dessen Innenöffnung 65 der
Schaftabschnitt 18m geführt ist. Zur Festlegung der axialen Position des Schwingmassenstücks
64 am Schaftabschnitt 18m wird dieser zusätzlich in radialer Richtung gesichert,
etwa durch Verstiftung.
Fig. 11 zeigt einen Werkzeughalter 10n, der im Wesentlichen
dem Werkzeughalter 10b aus Fig. 2 entspricht, auf seinem Schaftabschnitt 18n jedoch
wiederum ein axial verschiebbares Schwingmassenstück 64n ähnlich dem Werkzeughalter
10m aus Fig. 10 trägt. Auch das Schwingmassenstück 64n wirkt als Tilgermasse
zur Minderung der Schwingungsamplitude im Arbeitsbereich des Werkzeughalters 10n.
Die Ausführungsform von Fig. 12 unterscheidet sich
von der von Fig. 10 zum einen dadurch, dass das Werkzeughalterteil 58o mit der Spannausbildung
14o nur über die Hülse 20o mit dem Werkzeughalterteil 60o mit der Kopplungsausbildung
12o verbunden ist. Der Schaftabschnitt 18o, welcher einstückig am Werkzeughalterteil
58o ausgebildet ist, reicht mit seinem freien Längsende nicht bis zum Werkzeughalterteil
60o, sondern endet frei auskragend in dem von der Hülse 20o umgebenen Raum.
Zum anderen unterscheidet sich die Ausführungsform
von Fig. 12 von der von Fig. 10 dadurch, dass die Hülse 20o durch zwei über
einen großen gemeinsamen Axialabschnitt hinweg koaxial angeordnete Hülsenmäntel
67 und 68 gebildet ist.
Das frei auskragende Längsende des Schaftabschnitts
18o gestattet die Anregung anderer Schwingungsformen als die des beidseitig eingespannten
Schafts 18o in der Ausführungsform von Fig. 10.
Die axiale Verspannung wird bei der Ausführungsform
von Fig. 12 durch eine Verspannung der beiden Hülsenmäntel 67 und 68 relativ
zueinander erreicht. Jeder Hülsenmantel 67 und 68 ist gesondert an jedem seiner
Längsenden mit den diesen Längsenden zugeordneten Werkzeughalterteilen
58o und 60o verschweißt. Eine Zentrierung wird beispielsweise dadurch erreicht,
dass der umlaufende Bund 52o am Werkzeughalterteil 60o den radial inneren Hülsenmantel
68 an dessen Außenumfang umgibt, so dass eine Zentrierung des Hülsenmantels
68 bezüglich des Werkzeughalterteils 60o erreicht ist. Der radial innere Hülsenmantel
68 umgibt wiederum radial außen einen Stufenabschnitt 69 des Werkzeughalterteils
58o, so dass dieser durch den inneren Hülsenmantel 68 zentriert ist. Die Verbindungssituation
des Hülsenmantels 68 mit den einzelnen Werkzeughalterteilen 58o und 60o entspricht
im Wesentlich der Verbindungssituation der Hülse 20k in der Ausführungsform
von Fig. 8 auf deren Beschreibung an dieser Stelle ausdrücklich verwiesen sei.
Nach Anbringung des inneren Hülsenmantels 68 wird
der Werkzeughalter 10o, wie im Zusammenhang mit der Ausführungsform von Fig.
8 beschrieben wurde, in axialer Richtung mit einer Druckkraft beaufschlagt, so dass
die axiale Länge des Werkzeughalters 10o verkürzt wird. In diesem unter
äußerer Krafteinwirkung verkürzten Zustand werden die Längsenden
des äußeren Hülsenmantels 67 mit den jeweiligen Werkzeughalterteilen
58o und 60o durch Anschweißen unlösbar verbunden. Anschließend wird
die von außen aufgebrachte axiale Druckkraft gelöst so dass der innere
Hülsenmantel unter axialer Druckspannung steht, während der äußere
Hülsenmantel unter axialer Zugspannung steht.
In Fig. 13 ist, wie schon in Fig. 1 und 4, ein einstückiger
Werkzeughalter 10p dargestellt. Eine konische Hülse 20p, welche den Werkzeughalter
10p radial außen umgibt, ist am radial äußeren Ende ihres Radialflansches
34p an dem Längsende 32p mit dem Werkzeughalter 10p verschweißt. Ebenso
kann die Hülse 20p an ihrem der Spannausbildung 14p zugewandten Längsende
26p mit dem Werkzeughalter 10p verschweißt sein, wie in der oberen Hälfte
des in Fig. 13 dargestellten Werkzeughalters 10p gezeigt ist.
Der von der Hülse 20p umgebene Axialabschnitt des
Werkzeughalters 10p ist über einen vorbestimmten Axialabschnitt mit einer Umfangsausnehmung
versehen, so dass der Werkzeughalter 10p gemeinsam mit der Hülse 20p ein Raumvolumen
66 definiert, in welches im vorliegenden Beispiel der Fig. 16 Öl 70 derart
eingefüllt ist, dass das gesamte Raumvolumen 66 mit dem Öl 70 gefüllt
ist.
Bei Drehung des Werkzeughalters 10p übt das Öl
70 aufgrund von Zentrifugalkraft eine Kraft nach radial außen auf die Innenwandung
der Hülse 20p aus. Durch die Konizität der Hülse 20p sowie durch
ihre feste Einspannung an den Längsenden 26p und 32p ruft diese nach radial
außen wirkende Kraft eine in axialer Richtung wirkende Kraft auf die Hülse
hervor, so dass ein Verspannungsabschnitt des Werkzeughalters 10p unter mechanischer
Druckspannung steht.
Statt einer Schweißverbindung kann die konische Hülse
im Bereich ihres spannausbildungsnäheren Längsendes 26p lediglich flächig
mit ihrer konischen Innenfläche 71 an einer entsprechenden konischen Außenfläche
29p des Schaftabschnitts 18p anliegen, wie dies in der unteren Hälfte des Werkzeughalters
10p in Fig. 13 dargestellt ist. Die bei Drehung des Werkzeughalters in radialer
Richtung auf die Hülse 20p wirkende Kraft ruft eine in Richtung der Hülsenwand
verlaufende und zur Kopplungsausbildung 12p hin weisende Kraftkomponente hervor,
durch welche der Bereich des Längsendes 26p geringfügig zur Kopplungsausbildung
12p hin verlagert wird. Dies bewirkt ein dichtendes Anliegen der konischen Innenfläche
71 der Hülse 20p und der konischen Außenfläche 29p des Schaftabschnitts
18p aneinander.
Zusätzlich ist am Radialflansch 34p eine Druckbeaufschlagungseinrichtung
72 vorgesehen, umfassend einen mit seiner radial inneren Seite in Benetzungskontakt
mit dem Öl 70 stehenden umlaufenden Gummiring 74 sowie um den Umfang des Radialflansches
34p in gleichen Abständen verteilt angeordnete Stellschrauben 76. Mit den Stellschrauben
76 kann der Gummiring 74 nach radial innen in das Raumvolumen 66 hinein verstellt
werden. Dadurch wird der Druck im Öl 70 erhöht, was zu einer zusätzlichen
axialen Verspannung des Werkzeughalters 10p über die Krafteinwirkung des Öls
70 auf die Hülse 20p führt. Anstelle eines umlaufenden Gummirings können
auch den Stellschrauben jeweils zugeordnete Kolben aus Keramik, Metall, usw. vorgesehen
sein, die das Öl 70 direkt verdrängen.
Bei der in Fig. 14 gezeigten Ausführungsform reicht
die den Werkzeughalter 10q radial außen umgebende Hülse 20q über
die Spannausbildung 14q in axialer Richtung hinaus.
An seinem der Kopplungsausbildung 12q näheren Längsende
32q liegt die Hülse 20q mit ihrer zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen
Stirnfläche 45q an einer zur Drehachse im Wesentlichen ebenfalls orthogonalen
Anlagefläche 41q an.
Die Spannausbildung 14q verfügt über ein Innengewinde,
welches an der den Spannraum 16q begrenzenden Innenwandung ausgebildet ist. In dieses
Innengewinde der Spannausbildung ist ein Spanngewinde 78 eines Fräskopfes 80
eingeschraubt. Das der Spannausbildung 14q zugeordnete Längsende 26q der Hülse
20q kommt mit seiner zur Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen Stirnfläche
61q an eine zur Drehachse D im Wesentlichen ebenfalls orthogonale Rückfläche
79 des Fräskopfes 80 zur Anlage. Durch Eindrehen des Fräskopfes 80 in
den Spannraum 16q gegen die Außenhülse 20q wird die Außenhülse
20q unter Druckspannung gesetzt, während der von der Außenhülse umgebene
Verspannungsabschnitt VA des Werkzeughalters 10q unter Zugspannung gesetzt wird.
Anstelle eines Fräskopfes 80 kann ein beliebiges anderes Werkzeug mit Spanngewinde
in den Spannraum 16q eingedreht sein.
In Fig. 15 ist eine Ausführungsform gezeigt, welche
im Wesentlichen der von Fig. 14 entspricht. Anstelle des Fräskopfes 80 ist
dabei ein Schrumpfaufsatz 80r in den Spannraum 16r gegen die Hülse 20r eingeschraubt.
Der Schrumpfaufsatz 80r verfügt wiederum über einen Spannraum 16'r, in
welchen Werkzeugschäfte eingespannt werden können, wie im Zusammenhang
mit der Spannausbildung 14 der Ausführungsform von Fig. 1 beschrieben wurde.
Bei den Werkzeughaltern der Fig. 1, 4 und 5 ist der Schaftabschnitt
einteilig integral mit der Spannausbildung und der Kopplungsausbildung verbunden.
Fig. 16 zeigt einen Werkzeughalter 10s, bei welchem die Hülse 20s integral
einteilig mit der Kopplungsausbildung 12s und der Spannausbildung 14s ausgebildet
ist. Die Hülse 20s hat Konusform und geht an ihrem Durchmesser größeren
Ende 32s in die Stirnfläche 41s des radial abstehenden Flansches 43s der Kopplungsausbildung
12s über. Die Spannausbildung. 14s hat an ihrem dem Ende 26s der Hülse
20s zugewandten Ende eine orthogonale Stützfläche 81, die die Stützstelle
24s bildet und an der das der Spannausbildung 14s benachbarte Stirnende des Schaftabschnitts
18s anliegt. Das der Kopplungsausbildung 12s benachbarte Ende 49s des Schaftabschnitts
18s ist in der Öffnung 47s radial geführt und fixiert. Die Fixierung kann
durch einen Presssitz ähntich dem Werkzeughalter der Fig. 2, durch eine Schraubverbindung
ähnlich dem Werkzeughalter der Fig. 3 oder durch eine ringförmige Schweißnaht
83 erfolgen. Der Schaftabschnitt 18s wird auf Druck belastet fixiert, so dass die
Hülse 20s auf Zug vorgespannt ist
In Fig. 17 ist ein Werkzeughalter 10u dargestellt, auf
welchen von der Kopplungsausbildung 12u bis zu seinem spannausbildungsnahen Längsendbereich
ein vom Material des Werkzeughalters 10u verschiedenes Material 87 auf diesen hülsenförmig
aufgebracht, vorzugsweise aufgeschrumpft ist. Auch hierdurch wird eine Axialverspannung
eines Axialabschnitts 18u des Werkzeughalters 10u erreicht. Das Material kann Metall,
Keramik, oder ein elektrostriktives Material sein, welches durch Anlegen einer elektrischen
Spannung seine Längsabmessung in wenigstens einer Raumrichtung ändert.
Somit kann durch Anlegen einer elektrischen Spannung an das aufgebrachte Material
die von diesem auf den Werkzeughalter 10u ausgeübte Kraft verändert werden.
Fig. 18 zeigt einen Werkzeughalter 10v vom Schrumpfhaltertyp
mit einem Spannschaft 18v, der an seinem einen Ende von einer durch die Kopplungsausbildung
12v gebildeten, achsnormale Schulter 88v axial absteht und an seinem der Kopplungsausbildung
12v axial abgewandten Seite seiner Spannausbildung 14v eine zentrische Spannausnehmung
16v zum Schrumpfspannen des Schafts des nicht näher dargestellten Werkzeugs
enthält, wie dies anhand von Fig. 1 näher erläutert wurde. Zwischen
der Kopplungsausbildung 12v und der Spannausbildung 14v ist der Spannschaft 18v
von einer die Verspannungsanordnung bildenden Hülse 20v umschlossen, die sich
mit ihrem der Kopplungsausbildung 12v benachbarten Ende in einer Stützstelle
22v an einer ringförmigen Stirnfläche 88 axial abstützt. Mit ihrem
anderen, der Spannausbildung 14v axial benachbarten Stützende 24v sitzt die
Hülse 20v in einem Reibschlussbereich 89 im Presssitz auf dem Umfang des Schaftabschnitts
18v. Axial zwischen dem Reibschlussbereich 89 und der Stützstelle 22v verläuft
die Hülse 20v unter Bildung eines Ringspalts 90 in radialem Abstand vom Schaftabschnitt
18v. Die im Reibschlussabschnitt 89 im Presssitz aufeinander liegenden Umfangsflächen
am Innenmantel der Hülse 20v einerseits und des Schaftabschnitts 18v andererseits
haben die Form eines steilen Konus 91, der sich über die vorgegebene axiale
Länge mit einer Steigung von etwa 0,1 zur Spannausbildung 14v hin axial verjüngt
und zwar so, dass der Konus des Schaftabschnitts 18v bezogen auf die Endstellung
der aufgesetzten Hülse 20v zur Erzeugung des Presssitzes ein Übermaß
hat. Es versteht sich aber, dass die im Reibschlussabschnitt 89 aneinander liegenden
Flächen auch als Zylinderflächen ausgebildet sein können. Zur Erzeugung
der Vorspannkraft wird die der Spannausbildung 14v zugewandte Stirn 92 der Hülse
mit einer Kraft von mehreren Tonnen, beispielsweise 10 Tonnen gegen die Ringfläche
41v gedrückt, was zu einer federnden Verspannung der Hülse 20v führt.
Der Presssitz im Bereich 89 erzeugt insgesamt eine Haltekraft, die die solchermaßen
vorgespannte Hülse 20v in ihrer vorgespannten Lage hält. Zugleich wird
aber in den der Kopplungsausbildung 12v axial zugewandten Bereichen des Reibschlussabschnitts
89 eine Relativbewegung zwischen der Hülse 20v und dem Spannschaft 18v gegen
die Reibschlusskraft erlaubt, wodurch die Dreh- und Biegeschwingungen des Schaftabschnitts
18v gedämpft werden.
Zur Verbesserung der Steifigkeit des Schaftabschnitts 18v
ist der zur Kopplungsausbildung 12 benachbarte Endbereich der Hülse 20v als
axial zur Spannausbildung. 14v hin sich verjüngende Konusabschnitt 93 ausgebildet,
der einen den Spannschaft 18v umschließenden Dämpfungsring 94 aus steifelastischem
Material überdeckt.
Fig. 19 zeigt eine Variante eines Werkzeughalters 10w vom
Schrumpftyp, die sich von der Variante der Fig. 18 lediglich dadurch unterscheidet,
dass der Reibschlussabschnitt 89w, in welchem der Schaftabschnitt 18w radiales Übermaß
bezogen auf den Innendurchmesser der Hülse 20w hat in erster Linie für
die Reibungsdämpfung des Werkzeughalters 10w bemessen ist, während die
Stützstelle 24w, an der sich die Hülse 20w mit der Vorspannkraft FK abstützt
durch eine Mutter 95 gebildet ist, die auf ein Außengewinde des Spannschafts
18w aufgeschraubt ist. Auch hier beträgt die Vorspannkraft, mit der die Hülse
20w zwischen ihren Stützstellen 22w und 24w eingespannt ist mehrere Tonnen,
beispielsweise 10 Tonnen. Die Form der Hülse 20w entspricht im übrigen
der Form der Hülse 20v in Fig. 18, wobei jedoch zusätzlich im Bereiche
des der Spannausbildung 14w zugewandten Endes ein weiterer Dämpfungsring 96
zwischen der Hülse 20w und dem Spannschaft 18w vorgesehen ist.
Die Ausgestaltung nach Fig. 20 unterscheidet sich von der
Variante der Fig. 19 im Wesentlichen nur dadurch, dass ein Teil der axialen Länge
der Hülse 20x als hülsenförmige Wellfeder 97 ausgebildet ist, die
sowohl axiale als auch radiale Federkräfte bei axialer bzw. radialer Verspannung
erzeugt.
Fig. 21 zeigt einen Werkzeughalter 10z vom Schrumpftyp,
der die Prinzipien der Variante der Fig. 19 verwirklicht. Während die der Spann
ausbildung 14z benachbarte Stützstelle 24z durch einen radial nach innen ragenden
Radialvorsprung 28z, welcher an einer Ringschulter 30z des Spannschafts 18z anliegt,
gebildet wird, ist die Hülse 20z auf der Seite der Kopplungsausbildung 12z
zur Bildung der Stützstelle 24z mit einem Innengewinde auf ein Außengewinde
44z des Spannschafts 18z geschraubt. Der Stützstelle 24z benachbart umschließt
die Hülse 20z in einem Reibschlussabschnitt 89z den Umfang des Schaftsabschnitts
18z. Der Schaftabschnitt 18z hat in diesem Bereich radiales Übermaß und
kann, ebenso wie der Innenmantel der Hülse 20z geringfügig konisch ausgebildet
sein. die Hülse 20z verläuft im übrigen mit radialem Abstand (Ringspalt
90z) vom Schaftabschnitt 18z. Dämpfungsringe sind bei 94z und 96z erkennbar.
Fig. 22 zeigt einen Werkzeughalter 10aa vom Schrumpftyp
ähnlich der Variante der Fig. 13. Auf den hier konusförmigen Spannschaft
18aa ist eine gleichfalls konusförmige Hülse 20aa unter Bildung einer
Ringkammer 66aa aufgesetzt und an beiden Stützstellen 22aa und 24aa über
den gesamten Umfang dicht und fest mit dem Werkzeughalter 10aa verbunden, hier angeschweißt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sitzt die Hülse 20aa mit ihrem einen
Stirnende auf einer ringförmigen Stirnfläche 41aa der Kopplungsausbildung
12aa auf, die den Fuß des Schaftabschnitts 18aa umschließt. An ihrem anderen,
die Stützstelle 24aa bildenden Ende ist die Hülse mit einem nach radial
innen vorspringenden Ringflansch 28aa versehen, der an einer axial in gleicher Richtung
wie die Schulter 41aa weisenden Ringschulter 30aa des Schaftabschnitt 18aa anliegt.
Die Hülse 20aa kann deshalb an beiden Stützstellen 22aa und 24aa in einem
Arbeitsgang insbesondere durch Reibschweißung mit dem Schaftabschnitt 18aa
verbunden werden.
Die Ringkammer 66aa zwischen dem Schaftabschnitt 18aa und
der Hülse 20aa ist über einen Zuleitungskanal 99 von außen her zugänglich,
hier über einen zentrischen weiteren Kanal 98 des Werkzeughalters 10aa. Zur
Erzeugung einer Vorspannkraft wird über die Kanäle 98 und 99 bei der Herstellung
des Werkzeughalters 10aa fließfähiges Material in die Ringkammer 66aa
gedrückt, welches in der Ringkammer 66aa nachfolgend seine Konsistenz verfestigt.
Bei dem Material kann es sich um eine Gummimischung handeln, die in der Kammer 66aa
ausvulkanisiert wird. Es kann sich aber auch um ein härtbares Kunststoffmaterial,
beispielsweise ein Harz oder dergleichen handeln, welches in der Ringkammer 66aa
aushärtet. Ebenso geeignet sind sinterfähige Materialien. Das in die Ringkammer
66aa eingebrachte Material bläht die Hülse 20aa und erzeugt hierdurch
die axiale Vorspannkraft VK. Das eingebrachte Material muss in der Lage sein unter
dem erhöhten Einbringdruck zu erstarren, so dass es den erhöhten Druck
auch im erstarrten Zustand aufrecht erhalten kann. Das Material kann elastische
Eigenschaften haben und/oder an der Hülse 20aa bzw. dem Schaftabschnitt 18aa
in einem Reibschluss anliegen. Es versteht sich, dass das Material gegebenenfalls
auch von außen durch eine Öffnung der Hülse 20aa eingebracht werden
kann, wie dies in Fig. 13 angedeutet ist.
Fig. 23 zeigt eine weitere Variante eines Werkzeughalters
10bb vom Schrumpftyp, bei welchem ähnlich der Variante der Fig. 18 das der
Spannausbildung 14bb axial benachbarte Ende der die Verspannungsanordnung bildenden
Hülse 20bb in einem Reibschlussabschnitt 89bb an dem Spannschaft 18bb anliegt.
Der Reibschlussabschnitt 89bb muss nicht axiale Fixierungskräfte für eine
Presssitzfixierung der Hülse 20bb aufbringen. Die Hülse stützt sich
mit ihrem der Spannausbildung 14bb benachbarten Ende an einem radial elastischen
Sicherungsring 95bb ab, der lösbar in eine Ringnut am Umfang des Spannschafts
18bb eingeschnappt ist. Anstelle des Sicherungsrings 95bb kann ähnlich der
Variante der Fig. 19 gegebenenfalls auch eine auf den Spannschaft 18bb aufgeschraubte
Mutter vorgesehen sein. Die Umfangskontur des Spannschafts 18bb und der an ihm anliegenden
Hülse 20bb kann im Reibschlussabschnitt 89bb wiederum die Form eines selbsthemmenden,
steilen Konus 91 bb haben, wie dies anhand der Fig. 18 erläutert wurde. Es
versteht sich, dass auch hier, wie bei sämtlichen vorangegangen erläuterten
Varianten anstelle des Konus auch ein zylindrischer Reibschlussbereich vorgesehen
sein kann. Der Reibschluss wird wiederum durch ein gewisses Übermaß des
Durchmessers des Schaftabschnitts 18bb bezogen auf den Innendurchmesser der Hülse
20bb erreicht.
Das der Spannausbildung 12bb axial benachbarte Ende der
Hülse 20bb ist an einer hydraulischen Stützanordnung 100 axial abgestützt.
Die Stützanordnung 100 hat eine mit einem hydraulischen Druckmedium 101 gefüllte,
zur Drehachse D zentrische Ringkammer 102, in der abgedichtet ein Ringkolben 103
axial verschiebbar geführt ist. Die Hülse 20bb stützt sich an dem
Ringkolben 103 im Bereich der am Fuß des Schaftabschnitts 18bb gebildeten Ringfläche
41 bb ab. Eine mit den Druckmedium 101 in der Ringkammer 102 kommunizierende Kolbenschraube
104 erlaubt eine variable Druckbelastung des Druckmediums 101 und damit über
den Ringkolben 103 eine axiale Verspannung der Hülse 20bb.
Bei dem Druckmedium kann es sich um Hydrauliköl oder
dergleichen handeln. Geeignet sind auch fließfähige oder/und gummielastische
Materialien oder aber visko-elastische Massen. Es versteht sich, dass der Ringkolben
103 auch integral und einstückig an der Hülse 20bb angeformt sein kann.
Nicht näher dargestellt sind Ausführungsformen,
die bei kinematisch inverser Einbaulage der Stützeinrichtung 100 auch eine
Zugbelastung der Hülse 20bb zulassen. Es versteht sich ferner, dass die Stützeinrichtung
100 auch bei sämtlichen anderen vorangegangen erläuterten Werkzeughaltern
für die axiale Verspannung der Verspannanordnung eingesetzt werden kann.
Fig. 24 zeigt eine Variante eines Werkzeughalters 10cc
mit einer Grundkonstruktion ähnlich dem Werkzeughalter 10h in Fig. 6. Der Werkzeughalter
10cc hat eine zwischen den Stützstellen 22cc und 24cc der Kopplungsausbildung
12cc einerseits und der Spannausbildung 14cc andererseits auf Druck eingespannte,
im Wesentlichen konische Hülse 20cc, die sich mit der Stirnfläche 45cc
ihres im Durchmesser größeren Ende 32cc unter Bildung einer Fuge an der
achsnormal verlaufenden Stirnfläche 41cc des Ringflansches 43cc der Kopplungsausbildung
12cc abstützt. Das im Durchmesser kleinere Ende 26cc der Hülse 20cc ist
mit seiner Stirnfläche 61cc unter Bildung einer Fuge an einer Ringschulter
110 der Spannausbildung 14cc abgestützt. Die an den Stützstellen 22cc
und 24cc gebildeten Fugen haben vibrationsmindernde Eigenschaften.
Zusätzlich ist die Hülse 20cc im Bereich ihrer
Stirnenden radial mit leichtem Presssitz zentriert. An der Kopplungsausbildung 12cc
ist ein Ringbund 52cc angeformt, dessen der Konizität der Hülse 20cc angepasste
äußere Umfangsfläche 53cc die Hülse 20cc an ihrer inneren Umfangsfläche
54cc zentriert. Im Bereich der Stützstelle 24cc ist die Spannausbildung 14cc
mit einem Ringansatz 119 versehen, dessen äußere Umfangsfläche 120
im leichten radialen Presssitz an der inneren Umfangsfläche 121 der Spannausbildung
14cc anliegt und die Hülse 20cc radial zentriert.
Die Hülse 20cc besteht aus Hartmetall, beispielsweise
feinkörnigem Hartmetall, z. B. vom Typ K20, oder aber grobkörnigem Hartmetall,
z. B. vom Typ K50. Die Hülse kann aber auch aus einem Schwermetall oder einem
Metall-Matrix-Komposite-Material (MMC), zum Beispiel Ferro-Titanit, bestehen. Als
Material für die Hülse 20cc eignet sich auch Keramik oder Glasfaser- bzw.
Kohlefaser-verstärkter Kunststoff. Es versteht sich, dass die Hülse 20cc
aber auch aus Werkzeugstahl bestehen kann, wenngleich die vorstehend erläuterten
Materialien bevorzugt sind. Es versteht sich ferner, dass die vorangegangen erläuterten
Hülsen gleichfalls aus den bevorzugten Materialien bestehen können.
Die Spannausbildung 14cc ist integral einteilig mit einem
zylindrischen Schaftabschnitt 18cc verbunden, dessen freies Ende in einer Ringaussparung
47cc der Kopplungsausbildung 12cc zentriert, jedoch radial verschiebbar geführt
ist. Eine Spannschraube 56cc spannt den Schaftabschnitt 18cc gegen die Kopplungsausbildung
12cc und sorgt damit für eine Druckvorspannung der Hülse 20cc. Es versteht
sich, dass anstelle der Spannschraube 56cc auch andere kraftübertragende Fixierungsmittel
vorgesehen sein können, wie sie für die Fixierung des Spannschafts in
der Kopplungsausbildung anhand der Fig. 2, 3, 7, 11 und 16 erläutert wurden.
Die konische Hülse 20cc verläuft zwischen den
Stützstellen 22cc und 24cc unter Bildung einer konusförmigen Ringkammer
111 mit radialem Abstand zum Schaftabschnitt 18cc. In der Ringkammer 111 sind wenigstens
ein, hier mehrere, ringförmige Dämpfungselemente 112 angeordnet, die mit
radialer Vorspannung am Außenumfang 29cc des Schaftabschnitts 18cc einerseits
und am Innenumfang 113 der Hülse 20cc andererseits reibschlüssig anliegen.
Die Dämpfungselemente 112 bestehen aus gummielastischem oder steifelastischem
Material und sind zwischen zwei Anschlagringen 115, 117 axial fixiert. Bei Torsionsschwingungen
des Schaftabschnitts 18cc relativ zur Hülse 20cc wie auch bei Biegeschwingungen
dämpfen die Dämpfungselemente 112 die Schwingungen.
Die Dämpfungselemente 112 können radiales Übermaß
relativ zum Innenumfang 113 bzw. Außenumfang 29cc haben, so dass sie mit radialem
Presssitz in der Ringkammer 111 sitzen. Zusätzlich oder auch alternativ kann
die radiale Vorspannung der Dämpfungselemente 112 aber auch durch axiales Verspannen
zwischen den beiden Anschlagringen 115, 117 erfolgen, indem die das Ende 32cc der
Hülse 20cc an der Kopplungsausbildung 12cc zentrierende Ringschulter 52cc den
ihr benachbarten Anschlagring 117 um ein vorbestimmtes Maß gegen den anderen,
in der Ringkammer 111 sich abstützenden Anschlagring 115 stellt. Die radiale
Verspannung wird hierbei durch Verringerung des axialen Abstands der Anschlagringe
115, 117 erreicht. Zusätzlich oder alternativ können die Dämpfungselemente
112 zur Erhöhung der radialen Vorspannung in den sich verjüngenden Spalt
der Ringkammer 111 eingetrieben werden.
Die Hülse 20cc kann, wie bei sämtlichen vorangegangen
beschriebenen Ausführungsformen aus Werkzeugstahl bestehen, ist aber vorzugsweise
zur Verbesserung der Dämpfungseigenschaften aus Hartmetall gefertigt, wie dies
auch bei den vorangegangen erläuterten Ausführungsformen der Fall sein
kann.
Fig. 25 zeigt einen Werkzeughalter 10dd, der sich von dem
Werkzeughalter der Fig. 24 in erster Linie dadurch unterscheidet, dass sich der
Anschlagring 117dd nicht an der das Ende 32dd der Hülse 20dd zentrierenden
Ringschulter 52dd abstützt, sondern an einer Gewindehülse 119, die in
eine zentrische Gewindeöffnung 47dd der Kopplungsausbildung 12dd geschraubt
ist. Die Gewindehülse 119 erlaubt eine Justierung des axialen Abstands zwischen
den Anschlagringen 115dd und 117dd und damit eine Justierung der radialen Vorspannung
der Dämpfungselemente 112dd. Der Endbereich 49dd des Schaftabschnitts 18dd
ist mittels eines Schraubbolzens 56dd auf Zug gegen die Kopplungsausbildung 12dd
gespannt, um so die Hülse 20dd auf Druck vorzuspannen. Es versteht sich, dass
das Ende 49dd des Schaftabschnitts 18dd die Gewindehülse 119 gegebenenfalls
auch durchsetzen kann und in der Gewindehülse 119 oder aber der Kopplungsausbildung
12dd zentriert sein kann. Soweit das Ende 49dd in der Kopplungsausbildung 12dd zentriert
ist, kann das Ende 49dd auch anderweitig auf Zug belastbar mit der Kopplungsausbildung
12dd verbunden sein, wie dies für kraftschlüssige oder formschlüssige
Verbindungen vorangegangen erläutert wurde.
Figur 28 zeigt eine Variante des Werkzeughalters aus Figur
24, der im Unterschied zu diesem Werkzeughalter jedoch keine Dämpfungselemente
112 zwischen seinem Schaftabschnitt 18ee und seiner Hülse 20ee enthält.
Darüber hinaus ist der Schaftabschnitt 18ee ähnlich Figur 7 mit seinem
freien Ende 49ee in eine Gewindeöffnung 47ee der Kopplungsausbildung 12ee eingeschraubt.
Während die Spannstelle 12ee unter Bildung einer Fuge in der anhand von Figur
24 erläuterten Weise radial zentriert ist, umschließt der Ringansatz 119ee
das axiale Ende 26ee der Hülse 20ee von radial außen und liegt mit seiner
inneren Umfangsfläche 120ee unter Bildung einer Fuge an der äußeren
Umfangsfläche 121ee der Hülse 20ee an. Dies hat den Vorteil, dass Wärmedehnungen
der als Schrumpffutter ausgebildeten Spannausbildung 14ee das Ende 26ee der Hülse
20ee nicht beeinflussen und es dementsprechend nicht zu Wärmedehnungsschäden
an der Hülse 20ee kommen kann. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die
Hülse 20ee, wie vorangegangen erläutert, aus sprödem Material, wie
z. B. Keramik oder dgl., besteht.
Der in Figur 28 dargestellte Werkzeughalter 10ff unterscheidet
sich von dem Werkzeughalter der Figur 26 lediglich dadurch, dass der das der Spannausbildung
14ff zugewandte Ende 26ff der Hülse 20ff radial zentrierende Ansatz nicht einteilig
mit der Spannausbildung 14ff verbunden ist, sondern durch einen gesonderten, beispielsweise
aus Stahl oder dgl. bestehenden Stützring 119ff gebildet ist, der mit seiner
inneren Umfangsfläche 120ff sowohl die äußere Umfangsfläche
121ff der Hülse 20ff als auch eine äußere Umfangsfläche 122
der Spannausbildung 14ff mit leichtem radialen Presssitz umschließt. Der Ring
119ff zentriert das Ende 26ff der Hülse 20ff relativ zur Spannausbildung 14ff.
Während die innere Umfangsfläche 120ee des Werkzeughalters 10ee in Figur
26 vergleichsweise hohen Herstellungsaufwand erfordert, kann die Innenfläche
120ff des Rings 119ff kostengünstig als Passfläche hergestellt werden.
Die Hülse 20ff besteht aus den vorstehend anhand der Figur 24 erläuterten
Materialien.
Figur 28 zeigt einen Werkzeughalter 10gg ähnlich dem
Werkzeughalter 10ee in Figur 26. Im Unterschied zum Werkzeughalter 10ee ist jedoch
das der Kopplungsausbildung 12gg benachbarte Ende 32gg der Hülse 20gg durch
einen Ringbund 52gg radial außen zentriert, wie dies anhand von Figur 5 bereits
erläutert wurde. Allerdings ist die Stützstelle 22gg in diesem Fall als
Fuge ausgebildet. Der die Hülse 20gg radial außen in leichtem Presssitz
zentrierende Ringbund 52gg der Kopplungsausbildung 12gg kann aufgrund der axialen
Verspannkraft entstehende Spreizkräfte der konisch ausgestellten Hülse
20gg aufnehmen, ohne dass Zentrierfehler auftreten.
Die in den Figuren 1 bis 28 dargestellten Merkmale der
Werkzeughalter sind untereinander beliebig kombinierbar.
|
| Anspruch[de] |
Werkzeughalter für ein um eine Drehachse (D) drehbares Werkzeug,
insbesondere Bohr-, Fräs-, Reib- oder Schleifwerkzeug, umfassend einen Spannschaft,
welcher an seinem einen Endbereich eine Spannausbildung (14) zur koaxialen Halterung
des Werkzeugs und an seinem anderen Endbereich eine Kopplungsausbildung (12) zur
koaxialen Kopplung mit einer Werkzeugmaschine aufweist, wobei mit dem Spannschaft
eine Verspannungsanordnung verbunden ist, die in einem in axialer Richtung zwischen
der Spannausbildung (14) und der Kopplungsausbildung (12) angeordneten axialen Verspannungsabschnitt
des Spannschafts eine Verspannungskraft mit einer in axialer Richtung wirkenden
Verspannungskraftkomponente auf den Spannschaft ausübt und wobei in dem Verspannungsabschnitt
von den den Spannschaft und die Verspannungsanordnung bildenden Komponenten zumindest
die Verspannungsanordnung als Hülse (20b, c, f-s, u-x, z, aa-gg) ausgebildet
ist, die den Spannschaft (18) koaxial umschließt und wobei die Spannausbildung
(14) über die Hülse vorsteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20b, c, f-s, u-x, z, aa-gg) zumindest angenähert konische Form
und einen zu ihrem der Kopplungsausbildung (12) benachbarten Ende hin sich vergrößernden
Außen- oder/und Innendurchmesser hat, und die Spannausbildung (14) für
eine Schrumpfsitzhalterung des Werkzeugs ausgebildet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20b, c, f, k-p, s, u, z, aa) voneinander weg auf Zug belastbar an
dem Werkzeughalter (10) abgestützt ist und der Spannschaft einen Schaftabschnitt
(18) umfasst, der die Koppelausbildung (12) auf Druck belastbar mit der Spannausbildung
(14) verbindet.
Werkzeughalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20) an ihrem der Spannausbildung (14) nahen Ende (26) eine von der
Kopplungsausbildung (12) weg weisende Ringschulter (30b, c, f, k-p, s, u, z, aa)
des Spannschafts hintergreift und an ihrem anderen Ende (32) an dem Werkzeughalter
angeschraubt oder mit dem Werkzeughalter insbesondere durch unlösbares Fügen,
insbesondere Schweißen, fest verbunden ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20) an dem anderen Ende (32) einen radial nach außen abstehenden
Ringbund (34) hat, der gegen eine radial nach außen sich erstreckende Ringschulter
(43) der Kopplungsausbildung (12) geschraubt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20f) an dem anderen Ende (32) ein Innengewinde (44f) hat, das auf
ein Außengewinde (46f) des Spannschafts geschraubt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20b, c, n, s) an ihrem der Spannausbildung (14) nahen Ende (26)
eine von der Kopplungsausbildung (12) weg weisende Ringschulter (33b, c, n) des
Werkzeughalters im Bereich der Spannausbildung (14) hintergreift oder einteilig
mit dem Werkzeughalter verbunden ist und an ihrem anderen Ende (32b, c, n, s) einteilig
mit dem Werkzeughalter, insbesondere einem radial nach außen abstehenden Ringbund
(43) der Kopplungsausbildung (12) verbunden ist und dass der Spannschaft in dem
Verspannungsbereich kraft- und formschlüssig an einer zur Kopplungsausbildung
(12) festen Fläche des Werkzeughalters abgestützt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20s) einstückig fest, insbesondere integral sowohl mit der
Spannausbildung (14s) als auch der Kopplungsausbildung (12s) verbunden ist und der
Bereich der Spannausbildung über den Schaftabschnitt (18s) an dem Bereich der
Kopplungsausbildung (12s) abgestützt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schaftabschnitt (18s) als von der Spannausbildung (14s) und der Kopplungsausbildung
(12s) gesondertes Bauteil ausgebildet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20g, h-k, q, r, u-x, bb, cc, dd, ee, ff, gg) an ihren Enden (26,
32) aufeinander zu auf Druck belastbar an dem Werkzeughalter abgestützt ist
und der Spannschaft einen Schaftabschnitt (18) umfasst, der die Kopplungsausbildung
(12) auf Zug belastbar mit der Spannausbildung (14) verbindet.
Werkzeughalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20g, h, i, q, r, w, x, cc, dd, ee, ff, gg) mit einem ihrer axialen
Enden an der Kopplungsausbildung (12), insbesondere an einem radial abstehenden
Ringbund (43) der Kopplungsausbildung (12) abgestützt ist und mit ihrem anderen
Ende an einer Ringschulter eines relativ zur Kopplungsausbildung axial verschraubbaren
oder über eine Presssitzverbindung axial justierbaren Bauteils (18h, i, cc,
dd, ee, gg, 56, 56n, 58, 80, 95) abgestützt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauteil als auf den Spannschaft geschraubter Schraubring (56) ausgebildet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ringschulter an dem Spannschaft (18h, i, cc, dd, ee, gg) angeformt ist und der
Spannschaft mit dem Bereich der Kopplungsausbildung verschraubt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
das andere Ende der Hülse (20q) an einer Ringschulter des in der Spannausbildung
gehaltenen Werkzeugs (80) abgestützt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ringschulter (79r) an der Spannausbildung (14r) angeformt ist und diese axial
verlagerbar an dem Spannschaft (18r) befestigt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (20v) mit einem ihrer axialen Enden an der Kopplungsausbildung (12),
insbesondere einem radial abstehenden Ringbund (43) der Kopplungsausbildung (12)
abgestützt ist und mit ihrem anderen Ende reibschlüssig an dem Spannschaft
(18v) abgestützt ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (20o) mehrere koaxial zueinander angeordnete Hülsenmäntel
(67, 68) umfasst.
Werkzeughalter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülsenmäntel (67, 68) zumindest in einem Teilabschnitt ihrer axialen
Länge aneinander anliegen.
Werkzeughalter nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
dass einer der Hülsenmäntel (67, 68) auf Druck und ein anderer der
Hülsenmäntel (67, 68) auf Zug beansprucht ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass radial zwischen der Hülse (20p, aa) und dem Schaftabschnitt (18) ein
Ringraum (66) gebildet ist, der mit einem unter Druck stehenden Material, insbesondere
einem fließfähigen Material oder einem plastisch verformbaren oder elastischen
Material ausgefüllt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Enden der Hülse (20p, aa) zugfest
und dicht mit dem Werkzeughalter (10) verbunden, insbesondere reibverschweißt
sind,
dass die Hülse (20) den Spannschaft (18) mit radialem Abstand umschließt
und zur Erzeugung einer axialen Zugverspannung der Hülse (20) zwischen dem
Spannschaft (18) und der Hülse (20) unter Druck stehendes Material, insbesondere
elastisches Material, eingefügt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
dass Druckveränderungsmittel (76) vorgesehen sind, mittels der der Druck
des Materials in dem Ringraum (66) veränderbar ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaftabschnitt (18) oder die Hülse (20) - soweit diese Komponente
auf Druck beansprucht ist - über ein Dämpfungsstück (59) relativ
zu der anderen, auf Zug beanspruchten Komponente axial abgestützt ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20v-z, bb) zumindest auf einem
Teilbereich ihrer axialen Länge reibschlüssig am Umfang des Spannschafts
(18) anliegt.
Werkzeughalter nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20v-z, bb) mit ihren beiden
Enden axial vorgespannt an dem Werkzeughalter (10) abgestützt ist, wobei das
der Spannausbildung (14) axial nahe Ende der Hülse (20) in einem Reibschlussabschnitt
(89) im Presssitz reibschlüssig axial fixiert an dem Spannschaft (18) gehalten
ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 23 oder 24,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20v-z, bb) und der Spannschaft
(18v) zumindest in einem Teil des Reibschlussabschnitts (89) aneinander angepasst
geringfügig konische Form haben.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20v-x, bb) axial auf Druck vorgespannt
an dem Werkzeughalter (10) abgestützt ist und axial zwischen dem Reibschlussabschnitt
(89) und dem axial der Kopplungsausbildung (12) zugewandten, an dem Werkzeughalter
(10) abgestützten Ende den Spannschaft (18) mit radialem Abstand umschließt.
Werkzeughalter nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, dass axial zwischen dem Reibschlussabschnitt (89)
und den am Werkzeughalter (10v) abgestützten anderen Ende wenigstens ein Dämpfungsring
(94) aus einem elastisch komprimierbaren Material zwischen dem Umfang des Spannschafts
(18) und dem Innenmantel der Hülse (20v) angeordnet ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannschaft (18) in eine Ringschulter (41)
der Kopplungsausbildung (12) übergeht und die Hülse (20) an der Ringschulter
(41) axial abgestützt ist und dass zumindest das an der Ringschulter (41) abgestützte
Ende (32) der Hülse (20b, c, f-s, u-x, aa-gg) als Konusabschnitt ausgebildet
ist, der sich von der Ringschulter (41) weg axial verjüngt.
Werkzeughalter nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet, dass der Konusabschnitt wenigstens einen Dämpfungsring
(94, 112) überdeckt.
Werkzeughalter nach Anspruch 28 oder 29,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse axial auf Druck vorgespannt ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 30,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20x) einen axial federnden Wellfederabschnitt
(97) umfasst.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 31,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20bb) mit ihren beiden Enden
axial an dem Werkzeughalter (10) abgestützt ist, wobei im Abstützweg eines
der beiden Enden der Hülse (20bb) eine relativ zu dem Werkzeughalter (10) axial
bewegliche Stützeinrichtung (100) angeordnet ist, die wenigstens einen Stützkolben
(103) aufweist, der in einer ihm zugeordneten, ein fließfähiges oder plastisch
deformierbares Druckmedium (101) enthaltenden Druckkammer (102) axial verschiebbar
geführt ist, wobei der Druckkammer (102) ein Einstellelement (104) zur Veränderung
des Drucks in dem Druckmedium (101) zugeordnet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkolben (103) als in einem die
Druckkammer (102) bildenden Ringraum axial verschiebbarer Ringkolben ausgebildet
ist, an dem das eine der beiden Enden der Hülse (20bb) abgestützt ist
oder mit dem es verbunden ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 32 oder 33,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (104) eine auf das Druckmedium
(101) einwirkende Kolbenschraube ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 32 bis 34,
dadurch gekennzeichnet, dass das andere der beiden Enden der Hülse (20bb)
fest mit dem Spannschaft (18) verbunden ist oder an einem Ringbund des Spannschafts
(18), insbesondere einem lösbar an dem Spannschaft (18) gehaltenen Sicherungsring
(95bb) axial abgestützt ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (20cc) den Schaftabschnitt (18) zumindest in einem Teilbereich
ihrer axialen Länge unter Bildung eines Ringraums (111) mit radialem Abstand
umschließt und in dem Ringraum (111) ein ringförmiges, an der inneren
Umfangsfläche (113) der Hülse und der äußeren Umfangsfläche
(29cc) des Schaftabschnitts (18cc) flächig anliegendes Dämpfungselement
(112) radial vorgespannt angeordnet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungselement (112) aus elastisch komprimierbarem Material besteht und
dass der Ringraum (111) durch Ringschultern (115, 117) axial begrenzt ist, zwischen
welchen das Dämpfungselement (112) zur Erzeugung radialer Vorspannung axial
verspannt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass
eine der Ringschultern (117dd) für die Veränderung der Vorspannung des
Dämpfungselements (112) axial verlagerbar ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass
die axial verlagerbare Ringschulter (117dd) durch eine an der Kopplungsausbildung
(12dd) gehaltene, axial verlagerbare Schraubanordnung (119) gebildet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 36 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass
der Ringraum (111) Konusform hat.
Werkzeughalter nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungselement (112) in Richtung der Verjüngung des konusförmigen
Ringraums (111) vorgespannt ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 41, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (20m, n, o) den Schaftabschnitt (18) zumindest in einem
Teilbereich ihrer axialen Länge unter Bildung eines Ringraums mit radialem
Abstand umschließt und dass auf dem Schaftabschnitt (18) in dem Ringraum ein
Tilgermassenkörper (65m, n, o) angeordnet ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
der Tilgermassenkörper (65m, n, o) längs des Schaftabschnitts (18) verlagerbar
ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 43, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Komponenten - Spannschaft und Verspannungsanordnung - aus unterschiedlichen
Materialien bestehen.
Werkzeughalter nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass
eine der Komponenten, insbesondere die Hülse (20), zumindest in ihrem die axiale
Verspannungskraft übertragenden Bereich aus Hartmetall oder Schwermetall oder
einem Metall-Matrix-Komposite-Material oder Keramik oder Kunststoff, insbesondere
Glasfaser- oder Kohlefaser-verstärktem Kunststoff, besteht.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 1 bis 45, dadurch gekennzeichnet,
dass eine der beiden Komponenten - Spannschaft und Verspannungsanordnung - über
wenigstens eine die axiale Verspannkraft übertragende Fuge (22, 22a, h, i,
q, r, s, v - z, aa - gg, 24, 24a - i, n, q, r, v - z, aa - gg) an der anderen der
beiden Komponenten abgestützt ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fuge (24v - z, bb) zwischen zwei in radialem Presssitz aneinander liegenden
Umfangsflächen der beiden Komponenten vorgesehen ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 46 oder 47, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fuge (22, 22a, h, i, q, r, s, v - z, aa - dd, 24, 24a - i, n, q, r,
w - z, aa - gg) zwischen zwei axial aneinander liegenden Flächen der beiden
Komponenten vorgesehen ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 46 bis 48, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden die Fuge bildenden Flächen eine Dämpfungsmaterialschicht
(59; 59t) angeordnet ist.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 46 bis 49, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der beiden axialen Stirnenden der die Hülse bildenden
Komponente eine der aneinander liegenden Flächen der Fuge bildet und an der
anderen der beiden Komponenten eine Umfangsfläche (120) angeformt oder angebracht
ist, die die Hülse im Bereich dieses Stirnendes radial zentriert.
Werkzeughalter nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
an beiden Stirnenden der Hülse jeweils die Fuge bildende Flächen vorgesehen
sind und die Hülse im Bereich beider Stirnenden durch Umfangsflächen der
anderen Komponente radial zentriert ist.
Werkzeughalter nach Anspruch 50 oder 51, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umfangsfläche der anderen Komponente in radialem Presssitz an
einer Umfangsfläche der Hülse anliegt.
Werkzeughalter nach einem der Ansprüche 50 bis 52, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umfangsfläche der anderen Komponente die Hülse im Bereich
zumindest eines ihrer axialen Stirnenden radial außen umschließt.
Werkzeughalter nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umfangsfläche der anderen Komponente zumindest das der Spannausbildung
benachbarte Stirnende der Hülse radial außen umschließt.
Werkzeughalter nach Anspruch 53 oder 54, dadurch gekennzeichnet,
dass die die Hülse (20ff) im Bereich zumindest eines ihrer Stirnenden,
insbesondere im Bereich ihres der Spannausbildung (14ff) benachbarten Stirnendes
(26ff) radial außen umschließende Umfangsfläche der anderen der beiden
Komponenten durch einen die Fuge axial überdeckenden, auch die andere Komponente
radial außen umschließenden Ring (119ff) gebildet ist.
|
| Anspruch[en] |
Tool holder for a tool which can rotate about an axis of rotation (D)
in particular a drilling, milling, reaming or grinding tool, comprising a clamping
shank which, at one end region, has a clamping formation (14) for securing the tool
coaxially and, at its other end region has a coupling formation (12) for coaxial
coupling to a machine tool, wherein connected to the clamping shank is a bracing
arrangement which, in an axial bracing section, which is arranged in the axial direction
between the clamping formation (14) and the coupling formation (12), of the clamping
shank, subjects the clamping shank to a bracing force with a bracing-force component
acting in the axial direction on the clamping shank, it being the case that, in
the bracing section, of the components which form the clamping shank and the bracing
arrangement, at least the bracing arrangement is designed as a sleeve (20b, c, f-s,
u-x, z, aa-gg) which encloses the clamping shank (18) coaxially, and wherein the
clamping formation (14) projects beyond the sleeve,
characterized in that
the sleeve (20b, c, f-s, u-x, z, aa-gg) has an at least approximately conical shape
and an outer and/or inner diameter which increases toward its end which is adjacent
to the coupling formation (12), and the clamping formation (14) is designed for
securing the tool with a shrink fit.
Tool holder according to Claim 1, characterized in that the sleeve
(20b, c, f, k-p, s, u, z, aa) is supported on the tool holder (10) such that its
ends can be pushed away from one another under tensile loading, and the clamping
shank comprises a shank section (18) which connects the coupling formation (12)
to the clamping formation (14) such that it can be subjected to compressive loading.
Tool holder according to Claim 2, characterized in that at its
end (26), which is in the vicinity of the clamping formation (14), the sleeve (20)
engages behind an annular shoulder (30b, c, f, k-p, s, u, z, aa) of the clamping
shank, this annular shoulder being oriented away from the coupling formation (12),
and at its other end (32), the sleeve is screwed to the tool holder or fixed to
the tool holder in particular by a non-releasable joining method, in particular
welding.
Tool holder according to Claim 3, characterized in that, at the
other end (32), the sleeve (20) has a radially outwardly projecting annular collar
(34) which is screwed against a radially outwardly extending annular shoulder (43)
of the coupling formation (12).
Tool holder according to Claim 4, characterized in that, at the
other end (32), the sleeve (20f) has an internal thread (44f) which is screwed on
to an external thread (46f) of the clamping shank.
Tool holder according to Claim 3, characterized in that, at its
end (26), which is in the vicinity of the clamping formation (14), the sleeve (20b,
c, n, s) engages behind an annular shoulder (33b, c, n) of the tool holder in the
region of the clamping formation (14), this annular shoulder being oriented away
from the coupling formation (12), or is connected integrally to the tool holder
and, at its other end (32b, c, n, s), the sleeve is connected integrally to the
tool holder, in particular to a radially outwardly projecting annular collar (43)
of the coupling formation (12), and in that, in the bracing region, the clamping
shank is supported in a force-fitting and form-fitting manner on a tool holder surface
which is fixed to the coupling formation (12).
Tool holder according to Claim 3, characterized in that the sleeve
(20s) is fixed, in particular connected integrally, both to the clamping formation
(14s) and to the coupling formation (12s), and the region of the clamping formation
is supported on the region of the coupling formation (12s) via the shank section
(18s).
Tool holder according to Claim 7, characterized in that the shank
section (18s) is designed as a component which is separate from the clamping formation
(14s) and the coupling formation (12s).
Tool holder according to Claim 1, characterized in that the sleeve
(20g, h-k, q, r, u-x, bb, cc, dd, ee, ff, gg) is supported on the tool holder at
its ends (26, 32) such that the latter can be pushed toward one another under compressive
loading, and the clamping shank comprises a shank section (18) which connects the
coupling formation (12) to the clamping formation (14) such that it can be subjected
to tensile loading.
Tool holder according to Claim 9, characterized in that the sleeve
(20g, h, i, q, r, w, x, cc, dd, ee, ff, gg) has one of its axial ends supported
on the coupling formation (12), in particular on a radially projecting annular collar
(43) of the coupling formation (12), and has its other end supported on an annular
shoulder of a component (18h, i, cc, dd, ee, gg, 56, 56n, 58, 80, 95) which can
be screw-connected axially relative to the coupling formation or which can be aligned
axially by means of a press fit connection.
Tool holder according to Claim 10, characterized in that the
component is designed as a screw-connection ring (56) which is screwed on to the
clamping shank.
Tool holder according to Claim 11, characterized in that the
annular shoulder is integrally formed on the clamping shank (18h, i, cc, dd, ee,
gg) and the clamping shank is screw-connected to the region of the coupling formation.
Tool holder according to Claim 10, characterized in that the
other end of the sleeve (20q) is supported on an annular shoulder of the tool (80)
which is retained in the clamping formation.
Tool holder according to Claim 10, characterized in that, the
annular shoulder (79r) is integrally formed on the clamping formation (14r), and
the latter is fastened in an axially displaceable manner on the clamping shank (18r).
Tool holder according to Claim 9, characterized in that the sleeve
(20v) has one of its axial ends supported on the coupling formation (12), in particular
on a radially projecting annular collar (43) of the coupling formation (12), and
has its other end supported in a frictionally fitting manner on the clamping shank
(18v).
Tool holder according to one of Claims 1 to 15, characterized in
that the sleeve (20o) comprises a plurality of sleeve shells (67, 68) which
are arranged coaxially in relation to one another.
Tool holder according to Claim 16, characterized in that the
sleeve shells (67, 68) butt against one another at least over a part of their axial
length.
Tool holder according to Claim 16 or 17, characterized in that
one of the sleeve shells (67, 68) is subjected to compressive loading and another
of the sleeve shells (67, 68) is subjected to tensile loading.
Tool holder according to one of Claims 1 to 18, characterized in
that formed radially between the sleeve (20p, aa) and the shank section (18)
is an annular space (66) which is filled with a material which is subjected to pressure,
in particular with a free-flowing material or a plastically deformable or elastic
material.
Tool holder according to Claim 19, characterized in that the
axial ends of the sleeve (20p, aa) are connected in a tension-resistant and sealed
manner to the tool holder (10), in particular are friction-welded thereto, and
in that the sleeve (20) encloses the clamping shank (18) with radial spacing
and, in order to produce axial tensile bracing of the sleeve (20), material which
is subjected to pressure, in particular elastic material is introduced between the
clamping shank (18) and the sleeve (20).
Tool holder according to Claim 19 or 20, characterized in that
pressure-changing means (76) are provided and can be used to change the pressure
of the material in the annular space (66).
Tool holder according to one of Claims 1 to 23, characterized in
that the shank section (18) or the sleeve (20) - insofar as this component is
subjected to compressive loading - is supported axially via a damping element (59)
relative to the other component, which is subjected to tensile loading.
Tool holder according to one of Claims 1 to 22, characterized in
that, at least over part of its axial length, the sleeve (20v-z, bb) butts in
a frictionally fitting manner against the circumference of the clamping shank (18).
Tool holder according to Claim 23, characterized in that the
sleeve (20v-z, bb) has its two ends supported in an axially prestressed manner on
the tool holder (10), that end of the sleeve (20) which is axially in the vicinity
of the clamping formation (14) being retained on the clamping shank (18) such that
it is fixed axially in a frictionally fitting manner, with press-fit action, in
a friction-fit section (89).
Tool holder according to Claim 23 or 24, characterized in that
the sleeve (20v-z, bb) and the clamping shank (18v) adapted to one another at least
over part of the friction-fit section (89), are of slightly conical form.
Tool holder according to one of Claims 23 to 25, characterized in
that the sleeve (20v-x, bb) is supported on the tool holder (10) such that it
is prestressed axially under compressive loading, and it encloses the clamping shank
(18) with radial spacing in the axial direction between the friction-fit section
(89) and the end which is directed axially toward the coupling formation (12) and
is supported on the tool holder (10).
Tool holder according to Claim 26, characterized in that in the
axial direction between the friction-fit section (89) and the other end, which is
supported on the tool holder (10v), at least one damping ring (94) made of an elastically
compressible material is arranged between the circumference of the clamping shank
(18) and the inner lateral surface of the sleeve (20v).
Tool holder according to one of Claims 1 to 27, characterized in
that the clamping shank (18) merges into an annular shoulder (41) of the coupling
formation (12) and the sleeve (20) is supported axially on the annular shoulder
(41), and in that at least the end (32) of the sleeve (20b, c, f-s, u-x,
aa-gg), this end being supported on the annular shoulder (41), is designed as a
conical section which tapers axially away from the annular shoulder (41).
Tool holder according to Claim 28, characterized in that the
conical section covers over at least one damping ring (94, 112).
Tool holder according to Claim 28 or 29, characterized in that
the sleeve is prestressed axially under compressive loading.
Tool holder according to one of Claims 1 to 30, characterized in
that the sleeve (20x) comprises an axially resilient zigzag-spring section (97).
Tool holder according to one of Claims 1 to 31, characterized in
that the sleeve (20bb) has its two ends supported axially on the tool holder
(10), there being arranged in the supporting path of one of the two ends of the
sleeve (20bb) a supporting device (100) which can be moved axially relative to the
tool holder (10) and has at least one supporting piston (103), which is guided in
an axially displaceable manner in an associated pressure chamber (102) which contains
a free-flowing or plastically deformable pressure medium (101), the pressure chamber
(102) being assigned an adjusting element (104) for changing the pressure in the
pressure medium (101).
Tool holder according to Claim 32, characterized in that the
supporting piston (103) is designed as an annular piston which can be displaced
axially in an annular space forming a pressure chamber (102) and on which one of
the two ends of the sleeve (20bb) is supported or to which this end is connected.
Tool holder according to Claim 32 or 33, characterized in that
the adjusting element (104) is a piston screw which acts on the pressure medium
(101).
Tool holder according to one of Claims 32 to 34, characterized in
that the other of the two ends of the sleeve (20bb) is fixed to the clamping
shank (18), or is supported axially on an annular collar of the clamping shank (18),
in particular on a securing ring (95bb) which is retained in a releasable manner
on the clamping shank (18).
Tool holder according to one of Claims 1 to 35, characterized in
that, at least over part of its axial length, the sleeve (20cc) encloses the
shank section (18) with radial spacing to form an annular space (111), and arranged
in a radially prestressed manner in the annular space (111) is an annular damping
element (112) which is in surface abutment against the inner circumferential surface
(113) of the sleeve and the outer circumferential surface (29cc) of the shank section
(18cc).
Tool holder according to Claim 36, characterized in that the
damping element (112) consists of elastically compressible material, and
in that the annular space (111) is bounded axially by annular shoulders (115,
117), between which the damping element (112) is braced axially in order to produce
radial prestressing.
Tool holder according to Claim 37, characterized in that one
of the annular shoulders (117dd) can be displaced axially in order to change the
prestressing of the damping element (112).
Tool holder according to Claim 38, characterized in that the
axially displaceable annular shoulder (117dd) is formed by an axially displaceable
screw-connection arrangement (119) which is retained on the coupling formation (12dd).
Tool holder according to Claims 36 to 39, characterized in that
the annular space (111) is conical.
Tool holder according to Claim 40, characterized in that the
damping element (112) is prestressed in the direction of the tapering of the conical
annular space (111).
Tool holder according to one of Claims 1 to 41, characterized in
that, at least over part of its axial length, the sleeve (20m, n, o) encloses
the shank section (18) with radial spacing to form an annular space, and
in that an absorption-mass body (65m, n, o) is arranged on the shank section
(18) in the annular space.
Tool holder according to Claim 42, characterized in that the
absorption-mass body (65m, n, o) can be displaced along the shank section (18).
Tool holder according to one of Claims 1 to 43, characterized in
that the two components - clamping shank and bracing arrangement - consist of
different materials.
Tool holder according to Claim 44, characterized in that one
of the components, in particular the sleeve (20), at least in its region which transmits
the axial bracing force, consists of hard metal or heavy metal or a metal matrix
composite material or ceramic or plastic, in particular glass-fiber-reinforced or
carbon-fiber-reinforced plastic.
Tool holder according to one of Claims 1 to 45, characterized in
that one of the two components - clamping shank and bracing arrangement - is
supported on the other of the two components via at least one joint (22, 22a, h,
i, q, r, s, v - z, aa - gg, 24, 24a - i, n, q, r, v - z, aa - gg) which transmits
the axial bracing force.
Tool holder according to Claim 46, characterized in that the
joint (24v - z, bb) is provided between two circumferential surfaces of the two
components which butt against one another with radial press-fit action.
Tool holder according to Claim 46 or 47, characterized in that
the joint (22, 22a, h, i, q, r, s, v - z, aa - dd, 24, 24a - i, n, q, r, w - z,
aa - gg) is provided between two axially abutting surfaces of the two components.
Tool holder according to one of Claims 46 to 48, characterized in
that a damping-material layer (59; 59t) is arranged between the two joint-forming
surfaces.
Tool holder according to one of Claims 46 to 49, characterized in
that at least one of the two axial ends of the sleeve-forming component forms
one of the abutting surfaces of the joint, and a circumferential surface (120) is
integrally formed, or fitted, on the other of the two components and centers the
sleeve radially in the region of this end.
Tool holder according to Claim 50, characterized in that the
joint-forming surfaces are provided in each case at the two ends of the sleeve,
and the sleeve is centered radially in the region of the two ends by circumferential
surfaces of the other component.
Tool holder according to Claim 50 or 51, characterized in that
the circumferential surface of the other component butts with radial press-fit action
against a circumferential surface of the sleeve.
Tool holder according to one of Claims 50 to 52, characterized in
that the circumferential surface of the other component encloses the sleeve
in a radially outward direction in the region of at least one of its axial ends.
Tool holder according to Claim 53, characterized in that at least
that end of the sleeve which is adjacent to the clamping formation is enclosed in
the radially outward direction by the circumferential surface of the other component.
Tool holder according to Claim 53 or 54, characterized in that that
circumferential surface of the other of the two components which encloses the sleeve
(20ff) in the radially outward direction in the region of at least one of its ends,
in particular in the region of its end (26ff), which is adjacent to the clamping
formation (14ff), is formed by a ring (119ff) which covers over the joint axially
and also encloses the other component in the radially outward direction.
|
| Anspruch[fr] |
Porte-outil pour un outil rotatif autour d'un axe de rotation (D), en
particulier un outil d'alésage, de fraisage, de friction ou de rectification,
comprenant une tige de serrage qui comporte dans sa première zone d'extrémité
une configuration de serrage (14) en vue de la fixation coaxiale de l'outil et dans
son autre zone d'extrémité une configuration d'accouplement (12) en vue
de l'accouplement coaxial avec une machine-outil, moyennant quoi un dispositif de
bridage est relié à la tige de serrage, lequel exerce dans un segment
de bridage axial de la tige de serrage disposé en direction axiale entre la
configuration de serrage (14) et la configuration d'accouplement (12) une force
de bridage avec un composant de force de bridage agissant en direction axiale sur
la tige de serrage, et moyennant quoi dans le segment de bridage des composants
formant la tige de serrage et le dispositif de bridage au moins le dispositif de
bridage est configuré comme un manchon (20b, c, f-s, u-x, z, aa-gg) qui entoure
la tige de serrage (18) de façon coaxiale et moyennant quoi la configuration
de serrage (14) dépasse du manchon,
caractérisé en ce que
le manchon (20b, c, f-s, u-x, z, aa-gg) présente une forme au moins pratiquement
conique et un diamètre externe ou/et interne s'agrandissant vers son extrémité
adjacente à la configuration d'accouplement (12), et la configuration de serrage
(14) est formée pour une fixation par ajustement fretté de l'outil.
Porte-outil selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le manchon (20b, c, f, k-p, s, u, z, aa) s'appuie contre le porte-outil
(10) avec une limite de charge sous l'effort de traction, et la tige de serrage
comprend un segment de tige (18) qui relie la configuration d'accouplement (12)
avec une limite de charge sous compression à la configuration de serrage (14).
Porte-outil selon la revendication 2, caractérisé en ce
que le manchon (20) saisit par l'arrière à son extrémité
(26) proche de la configuration de serrage (14) un épaulement annulaire (30b,
c, f, k-p, s, u, z, aa) opposé à la configuration d'accouplement (12)
de la tige de serrage, et est vissé à son autre extrémité (32)
sur le porte-outil, ou est solidement relié au porte-outil en particulier par
assemblage non détachable, en particulier par soudage.
Porte-outil selon la revendication 3, caractérisé en ce
que le manchon (20) comporte à l'autre extrémité (32) une collerette
annulaire (34) dépassant radialement vers l'extérieur, laquelle est vissée
contre un épaulement annulaire (43) s'étendant radialement vers l'extérieur
de la configuration d'accouplement (12).
Porte-outil selon la revendication 4, caractérisé en ce
que le manchon (20f) comprend à l'autre extrémité (32) un filet
interne (44f) qui est vissé sur un filet externe (46f) de la tige de serrage.
Porte-outil selon la revendication 3, caractérisé en ce
que le manchon (20b, c, n, s) saisit par l'arrière à son extrémité
(26) proche de la configuration de serrage (14) un épaulement annulaire (33b,
c, n) opposé à la configuration d'accouplement (12) du porte-outil dans
la zone de la configuration de serrage (14), ou est relié d'un seul tenant
au porte-outil, et est relié à son autre extrémité (32b, c,
n, s) d'un seul tenant au porte-outil, en particulier à une collerette annulaire
(43) ressortant radialement vers l'extérieur de la configuration d'accouplement
(12), et en ce que la tige de serrage s'appuie dans la zone de bridage par
ajustement de force et de forme contre une surface fixe vers la configuration d'accouplement
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