Die Erfindung betrifft ein Mehrganggetriebe mit einer kinematischen
Vorgelegeanordnung, und insbesondere ein Mehrgang-Automatikgetriebe mit einer Doppelantriebskupplung,
aber keinem Drehmomentwandler.
Automatikgetriebe zum Übertragen von Leistung zwischen einem
Antrieb und einem Abtrieb entweder über einen stufenlosen Bereich von Übersetzungsverhältnissen
oder in Wechseln von einzelnen Stufen zwischen Übersetzungsverhältnissen
werden von verschiedenen störenden Verlustquellen begleitet, welche ungünstig
auf die Wirtschaftlichkeit einwirken. Diese Verluste stehen im Zusammenhang mit
einem Drehmomentwandler, offenen hydraulischen Reibungskupplungen und Bremsen, einer
Hydraulikpumpe und Zahnradeingriffen.
Um die Wirtschaftlichkeit eines Motorfahrzeuges mit einem Automatikgetriebe
zu verbessern, kann ein automatisiertes Handschaltgetriebe (ASM) verwendet werden,
um all diese störenden Verluste, ausgenommen Zahnradeingriffsverluste, auszuschließen
oder wesentlich zu reduzieren. Ein ASM-Getriebe führt im Allgemeinen Wechsel
von Gangstufen durch, indem zuerst das von dem Motor auf den Getriebeantrieb übertragene
Drehmoment unterbrochen wird, die der nächsten Gangstufe zugeordneten Getriebekomponenten
vorbereitet werden, und dann das Drehmoment an den Antrieb zurückgegeben wird.
Ein Hauptfunktionsmerkmal von ASM-Getrieben ist das Erfordernis der Unterbrechung
der von dem Motor auf die Getriebeantriebswelle übertragenen Leistung vor oder
während jedes Wechsels der Gangstufe.
Doppelkupplungsgetriebe mit Vorgelegewelle sind im Wesentlichen zwei
ASM-Getriebe, von denen das eine ungeradzahlige Gänge und das andere geradzahlige
Gänge bereitstellt. Schaltungen zwischen ungeradzahligen Gängen und geradzahligen
Gängen können ohne Unterbrechung des Kraftflusses durchgeführt werden.
Während des Betriebs in einem ungeradzahligen Gang können Kupplungsvorrichtungen
betätigt werden, um das Getriebe für den nächsten geradzahligen Gang
zu konfigurieren. Ein Beispiel einer solchen Synchronisiereinrichtung ist in US-Patent
4,222,281 A offenbart. Die störenden Verluste bei Doppelkupplungsgetrieben
sind nur etwas höher als bei ASM-Getrieben.
Motorfahrzeuge, bei denen die Vorderräder die angetriebenen Räder
sind und der Motor und das Getriebe in einem vorderen Motorraum angeordnet sind,
erfordern im Allgemeinen, dass der Motor und das Getriebe in einem Raum angeordnet
sind, dessen seitliche Abmessung durch den Abstand zwischen den Vorderrädern
begrenzt ist. Der Motorraum solcher Fahrzeuge ist sowohl eng als auch kurz. Bei
einem Sechszylinder-Reihenmotor gibt es einen akuten Bedarf, den Unterbringungsraum,
der von dem Getriebe, insbesondere dessen seitlicher Abmessung, eingenommen wird,
zu minimieren, um Raum für lange Motoren zu sparen.
Die FR 2 819 873 A1
offenbart ein Mehrganggetriebe für ein Motorfahrzeug, aufweisend einen Antrieb,
eine erste und eine zweite Antriebswelle, eine erste und eine zweite Kupplung, die
mit dem Antrieb und der ersten bzw. der zweiten Antriebswelle antreibbar verbunden
sind, eine erste und eine zweite Abtriebswelle, erste und zweite Paare von ineinander
greifenden Ritzeln und Zahnrädern, eine Zwischenwelle, eine Vorgelegewelle,
einen Zahnradsatz mit einem Ritzel, einem Zwischenzahnrad und einem Zahnrad, und
eine erste und eine zweite Kupplungsvorrichtung zum antreibbaren Verbinden der ersten
Antriebswelle mit der ersten Antriebswelle bzw. der Vorgelegewelle mit der zweiten
Abtriebswelle.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, dass die axiale Abmessung
des Getriebes, d.h. dessen seitliche Abmessungen, und die Längsabmessung des
Getriebes, wenn es in dem Fahrzeug eingebaut ist, ausreichend reduziert ist, um
einen I6-Motor und einen V6-Motor in dem Motorraum unterzubringen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Mehrganggetriebe
nach den Merkmalen aus einem der Ansprüche 1, 11 und 15 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ein Getriebe gemäß der Erfindung ist ein Getriebe mit Vorgelegewelle
mit Doppelreibungskupplungen und zwei Endantriebsritzeln. Das sechste Vorwärtsantriebszahnrad
ist an einer Zwischenwelle angeordnet, welche ein Drehmoment auf eine Abtriebswelle
überträgt, die bestimmten Gangstufen, z.B. ungeradzahligen Gangstufen
zugeordnet ist. Ein Antriebszahnrad für die fünfte Gangstufe ist auch
ein Zwischenzahnrad für die sechste Gangstufe. Das Erzeugen des sechsten Ganges
in dieser Weise ermöglicht eine beträchtliche Reduzierung der Länge
des Getriebes.
Die Erfindung wird mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
1 eine schematische Seitenansicht eines Getriebes gemäß
der Erfindung;
2 einen Schnitt entlang der Ebenen 2-2 aus
1, der die kinematische Zahnradanordnung eines Getriebes
mit sechs Vorwärtsgängen zeigt;
3 eine Tabelle, die eine bevorzugte Zähnezahl
für jedes Zahnrad und Ritzel des Getriebes aus 2
enthält;
4 eine Tabelle, welche die Drehmomentverhältnisse
zwischen dem Antrieb und dem Abtrieb und Stufen zwischen den Drehmomentverhältnissen
für jeden Vorwärtsgang und den Rückwärtsgang des Getriebes aus
2 mit der in 3 gezeigten
Zähnezahl der Räder und Ritzel enthält;
5 einen Schnitt entlang der Ebenen 2-2 aus
1, der die kinematische Zahnradanordnung eines Getriebes
mit sieben Vorwärtsgängen zeigt;
6 eine Tabelle, die eine bevorzugte Zähnezahl
für jedes Zahnrad und Ritzel des Getriebes aus 5
enthält;
7 eine Tabelle, welche die Drehmomentverhältnisse
zwischen dem Antrieb und dem Abtrieb und Stufen zwischen den Drehmomentverhältnissen
für jeden Vorwärtsgang und den Rückwärtsgang des Getriebes aus
5 mit der in 6 gezeigten
Zähnezahl der Räder und Ritzel enthält.
Mit Bezug auf 1 und 2
weist ein Getriebe gemäß der Erfindung einen Antrieb 10 zur Antriebsverbindung
einer Antriebsquelle, wie eines Verbrennungsmotors oder eines Elektromotors, mit
dem Getriebe, und einen Abtrieb 12 zum Antreiben einer Last, wie der angetriebenen
Räder eines Motorfahrzeuges, mittels eines Antriebsstranges auf, der eine Antriebswelle,
ein Differentialgetriebe und Achswellen aufweisen kann. Eine erste Reibungskupplung
14, die aus einem Kupplungsgehäuse und einer Kupplungsscheibe besteht,
kuppelt und entkuppelt abwechselnd eine erste Antriebswelle 16, wenn die
Kupplung 14 eingerückt bzw. ausgerückt wird. Eine zweite Reibungskupplung
18, die aus einem Kupplungsgehäuse und einer Kupplungsscheibe besteht,
kuppelt und entkuppelt eine zweite Antriebswelle 20, wenn die Kupplung
18 eingerückt bzw. ausgerückt wird.
Eine erste Abtriebswelle 22 stützt ein erstes Abtriebsritzel
24 ab, welches an der Abtriebswelle 22 im permanenten Zahneingriff
mit einem an dem Abtrieb 12 befestigten Abtriebszahnrad 25 befestigt
ist. Eine zweite Abtriebswelle 26 stützt ein zweites Abtriebsritzel
28 ab, welches an der Abtriebswelle 26 im permanenten Zahneingriff
mit dem Abtriebszahnrad 25 befestigt ist. Eine Zwischenwelle
30 und eine Vorgelegewelle 32 sind im Wesentlichen parallel zu
den anderen Wellen 16, 20, 22 und 26 angeordnet.
Erste Paare von ineinander greifenden Ritzeln und Zahnrädern
weisen ein Ritzel 34, das an der Antriebswelle 16 befestigt ist
und mit einem Zahnrad 36 in Eingriff steht, welches an der ersten Abtriebswelle
22 drehbar abgestützt ist, ein Ritzel 38, das an der Antriebswelle
16 befestigt ist und mit einem Zahnrad 40, welches an der Abtriebswelle
22 drehbar abgestützt ist, und einem Zahnrad 42, welches
an der Zwischenwelle 30 befestigt ist, in Eingriff steht, und ein Ritzel
44 auf, das an der Antriebswelle 20 befestigt ist und mit einem
Zwischenzahnrad 46 in Eingriff steht, welches an der Zwischenwelle
30 drehbar abgestützt ist und mit einem Zahnrad 48 in Eingriff
steht, welches an der Vorgelegewelle 32 befestigt ist.
Ein Ritzel 50, welches an der Zwischenwelle 30 drehbar
abgestützt ist, steht mit einem Zahnrad 52 in Eingriff, welches an
der Vorgelegewelle 32 drehbar abgestützt ist.
Zweite Paare von ineinander greifenden Ritzeln und Zahnrädern
weisen das Zahnrad 52, das mit einem Zahnrad 54 in Eingriff steht,
welches an der Abtriebswelle 26 befestigt ist, ein Ritzel 56,
welches an der Vorgelegewelle 32 drehbar abgestützt ist und mit einem
Zahnrad 58 in Eingriff steht, welches an der Abtriebswelle 26
befestigt ist, ein Ritzel 60, das an der Vorgelegewelle 32 befestigt
ist und mit einem Zahnrad 62 in Eingriff steht, welches an der Abtriebswelle
26 drehbar abgestützt ist, und ein Rückwärtsabtriebszahnrad
64 auf, das an der Abtriebswelle 26 drehbar abgestützt ist.
Ein Rückwärtszwischenzahnrad (nicht gezeigt) steht im permanenten
Eingriff mit dem Ritzel 60 und dem Rückwärtsabtriebszahnrad
64, wodurch ein zusätzlicher Eingriff derart geschaffen wird, dass
die Drehrichtung des Zahnrades 64 entgegengesetzt zu der Drehrichtung der
anderen Abtriebszahnräder 36, 40, 54,
58, 62 ist, wenn der Rückwärtsantrieb ausgewählt
wird.
Kupplungsvorrichtungen 70, 72, 74,
76 sind vorzugsweise Synchronisiereinrichtungen der Art, wie sie bei Handschaltgetrieben
für Kraftfahrzeuge verwendet werden, um ein Zahnrad oder Ritzel mit einer Welle
zu kuppeln, nachdem die Drehzahl der Welle und die Drehzahl des Ritzels oder Zahnrades
synchronisiert sind. Jede Kupplungsvorrichtung entkuppelt auch die Welle und das
zugehörige Ritzel oder Zahnrad. Alternativ kann jede Kupplungsvorrichtung eine
gezahnte Kupplung mit Klauenzähnen sein, die mit Kupplungszähnen an einem
Zahnrad oder Ritzel in Eingriff stehen. Die Kupplungsvorrichtungen können in
einer Kombination von Synchronisiereinrichtungen und Klauenkupplungen verwendet
werden. Jede Kupplungsvorrichtung ist mittels einer Nabe an einer Welle befestigt.
Zum Beispiel ist die Kupplungsvorrichtung 70 mittels einer Nabe
78 an der Abtriebswelle 22 drehfest angeordnet.
In dem Falle, in dem die Kupplungsvorrichtung eine Synchronisiereinrichtung
ist, ist diese mit einer konischen Fläche 80 an einem Sperrring versehen,
der benachbart zu der Nabe 78 axial verschiebbar angeordnet ist. Die konische
Fläche 80 an jedem Sperrring gelangt mit einer entsprechenden konischen
Fläche 82 in Eingriff, die an den Zahnrädern 36,
40 angeordnet ist, die benachbart zu dem Sperrring angeordnet sind. Jede
Synchronisiereinrichtung weist eine Muffe 84 auf, die an der Nabe
78 aus der in 2 gezeigten Position axial nach
links und rechts verschiebbar abgestützt ist. Wenn die Muffe 84 axial
verschoben wird, was einen Eingriff der Synchronisiereinrichtung 70 mit
einem von deren benachbarten Zahnrädern 36, 40 bewirkt, wird
die konische Fläche 80 an dem Sperrring mit der konischen Fläche
82 an dem jeweiligen Zahnrad in Reibkontakt gebracht. Dieser Reibeingriff
synchronisiert die Drehzahl des jeweiligen Zahnrades mit der Drehzahl der Welle
22. Wenn die Drehzahlen der Welle und des Zahnrades synchronisiert sind,
bewirkt eine weitere axiale Verschiebung der Muffe 84, dass die Klauenzähne
an der radial inneren Fläche der Muffe 84 in die Klauenzähne
eingreifen, die an dem benachbarten Zahnrad ausgebildet sind. Wenn die Klauenzähne
der Muffe 84 mit denen des Zahnrades in Eingriff stehen, steht die Welle
22 in Antriebsverbindung mit dem Zahnrad.
In dem Falle, in dem die Kupplungsvorrichtung eine Klauenkupplung
ist, bewirkt eine Verschiebung der Muffe 84 in einander entgegengesetzte
Axialrichtungen einen gegenseitigen Eingriff der Klauenzähne der Muffe
84 mit den Klauenzähnen des Zahnrades, so dass eine Antriebsverbindung
zwischen der welle und dem Zahnrad hergestellt wird, jedoch ohne zuerst die Drehzahl
der Welle mit der Drehzahl des Zahnrades zu synchronisieren.
In 2 sind die Kupplungsvorrichtungen
70, 72, 74, 76 in einer Neutralposition zwischen
dem linken und dem rechten Endpunkt der Bewegung der kuppelnden Muffe gezeigt, deren
Eingriff mit den Klauenzähnen an dem Zahnrad die Antriebsverbindung mit der
Welle vollendet. Die Naben der Kupplungsvorrichtungen 70 und
76 sind an der Abtriebswelle 22 bzw. 26 drehfest angeordnet,
während die Naben der Kupplungsvorrichtung 72 und 74 an der
Zwischenwelle 30 bzw. der Vorgelegewelle 32 drehfest angeordnet
sind.
Die Kupplungsvorrichtung 70, die zwischen den Zahnrädern
36, 40 angeordnet ist, kuppelt und trennt diese Zahnräder
wechselweise mit bzw. von der Abtriebswelle 22, die Kupplungsvorrichtung
74, die zwischen den Zahnrädern 52, 56 angeordnet
ist, kuppelt und trennt diese Zahnräder wechselweise mit bzw. von der Vorgelegewelle
32, die Kupplungsvorrichtung 76, die zwischen den Zahnrädern
62, 64 angeordnet ist, kuppelt und trennt diese Zahnräder
wechselweise mit bzw. von der zweiten Abtriebswelle 26, und die Kupplungsvorrichtung
72, die zwischen den Zahnrädern 50, 42 angeordnet
ist, kuppelt und trennt nur das Zahnrad 50 mit bzw. von der Zwischenwelle
30.
Um den ersten Vorwärtsgang zu erzeugen, wird die Kupplung
18 eingerückt, und die Muffe der Kupplungsvorrichtung 76
wird nach links geschoben, um das Zahnrad 62 und die Abtriebswelle
26 miteinander zu kuppeln. Der Antrieb 10 steht über die
Kupplung 18 mit der Welle 20 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 44 das Zahnrad 48 und die Vorgelegewelle
32 über das Zwischenzahnrad 46 antreibt. Das Ritzel
60 treibt das Zahnrad 62 an, welches über die Kupplungsvorrichtung
76 mit der Abtriebswelle 26 in Antriebsverbindung steht. Das Abtriebsritzel
28 treibt den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad
25 an.
Der zweite Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken der
Kupplungsvorrichtung 76, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung
70 nach links, um das Zahnrad 36 mit der Abtriebswelle
22 zu verbinden, Ausrücken der Reibungskupplung 18, und Einrücken
der Kupplung 14. Der Antrieb 10 steht über die Kupplung
14 mit der Antriebswelle 16 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 34 das Zahnrad 36 antreibt, welches die Abtriebswelle
22 über die Kupplungsvorrichtung 70 antreibt. Das Abtriebsritzel
24 treibt den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad
25 an.
Der dritte Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken der
Kupplungsvorrichtung 70, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung
74 nach rechts, um das Ritzel 56 mit der Vorgelegewelle
32 zu verbinden, Ausrücken der Reibungskupplung 14, und Einrücken
der Kupplung 18. Der Antrieb 10 steht über die Kupplung
18 mit der Antriebswelle 20 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 44 das Zahnrad 48 und die Vorgelegewelle
32 über das Zwischenzahnrad 46 antreibt. Das Zahnrad
48 treibt die Vorgelegewelle 32 und das Ritzel 56 über
die Kupplungsvorrichtung 74 an. Das Ritzel 56 treibt das Zahnrad
58 und die Abtriebswelle 26 an. Das Abtriebsritzel 28
treibt den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad
25 an.
Der vierte Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken der
Kupplungsvorrichtung 74, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung
70 nach rechts, um das Zahnrad 40 mit der Abtriebswelle
22 zu verbinden, Ausrücken der Reibungskupplung 18, und Einrücken
der Kupplung 14. Der Antrieb 10 steht über die Kupplung
14 mit der Antriebswelle 16 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 38 das Zahnrad 40 antreibt, welches die Abtriebswelle
22 über die Kupplungsvorrichtung 70 antreibt. Das Abtriebsritzel
24 treibt den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad
25 an.
Der fünfte Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken
der Kupplungsvorrichtung 70, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung
74 nach links, um das Ritzel 52 mit der Vorgelegewelle
32 zu verbinden, Ausrücken der Reibungskupplung 14, und Einrücken
der Kupplung 18. Der Antrieb 10 steht über die Kupplung
18 mit der Antriebswelle 20 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 44 das Zahnrad 48 und die Vorgelegewelle
32 über das Zwischenzahnrad 46 antreibt. Das Zahnrad
48 treibt die Vorgelegewelle 32 und das Ritzel 52 über
die Kupplungsvorrichtung 74 an, und das Ritzel 52 treibt das Zahnrad
54 und die Abtriebswelle 26 an. Das Abtriebsritzel 28
treibt den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad
25 an.
Der sechste Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken der
Kupplungsvorrichtung 74, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung
72 nach links, um das Ritzel 50 mit der Zwischenwelle
30 zu verbinden, Ausrücken der Reibungskupplung 18, und Einrücken
der Kupplung 14. Der Antrieb 10 steht über die Kupplung
14 mit der Antriebswelle 16 in Antriebsverbindung, was bewirkt,
dass das Ritzel 38 das Zahnrad 42 antreibt, welches die Zwischenwelle
30 und das Ritzel 50 über die Kupplungsvorrichtung
72 antreibt. Das Ritzel 50 treibt das Zahnrad 54 über
das Zahnrad 52 an, welches für den Sechsgangbetrieb als ein Zwischenrad
dient. Das Zahnrad 54 treibt die Abtriebswelle 26 an, während
das Abtriebsritzel 28 den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs
mit dem Abtriebszahnrad 25 antreibt.
Der Abtrieb 12 wird in der Rückwärtsrichtung durch
Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung 76 nach rechts, um das Zahnrad
64 mit der Abtriebswelle 26 zu verbinden, und durch Einrücken
der Reibungskupplung 18 angetrieben. Der Antrieb 10 steht über
die Kupplung 18 mit der Antriebswelle 20 in Antriebsverbindung,
was bewirkt, dass das Ritzel 44 das Zahnrad 48 und die Vorgelegewelle
32 über das Zwischenrad 46 antreibt. Das Ritzel
60 steht mit dem Rückwärtsabtriebszahnrad 64 in Antriebsverbindung,
welches die Abtriebswelle 26 über die Kupplungsvorrichtung
76 antreibt. Das Abtriebsritzel 28 treibt den Abtrieb
12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad 25 an.
Mit Bezug auf 5 wird die kinematische
Anordnung eines Siebenganggetriebes beschrieben, wobei zu der Anordnung aus
2 ein drittes Ritzel 90, das an der Antriebswelle
16 befestigt ist, und ein zweites Vorwärtsantriebszahnrad
92 hinzugefügt sind, das an der Zwischenwelle 30 abgestützt
ist und mit dem Ritzel 90 in Eingriff steht. Das erste Vorwärtsantriebszahnrad
94 ist an der Zwischenwelle 30 abgestützt, jedoch nicht daran
befestigt.
Die Kupplungsvorrichtung 96, welche die Kupplungsvorrichtung
72 aus 2 ersetzt, weist eine Nabe auf, die
anders als an der Zwischenwelle 30 an dem Vorwärtsantriebsritzel
98 befestigt ist. Eine Verschiebung der Muffe der Kupplungsvorrichtung
96 aus der Neutralposition nach rechts schafft eine Antriebsverbindung
des Ritzels 98 mit dem Zahnrad 94, während eine Verschiebung
der Muffe nach links eine Antriebsverbindung des Ritzels 98 mit der Zwischenwelle
30 schafft.
Die ersten fünf Vorwärtsgänge und der Rückwärtsantrieb
des Getriebes aus 5 werden wie in Bezug auf
2 beschrieben erzeugt. Der sechste Vorwärtsgang
ergibt sich durch Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung 96 nach
rechts, um das Ritzel 98 mit dem Zahnrad 94 zu kuppeln, Ausrücken
der Kupplung 18, und Einrücken der Kupplung 14. Der Antrieb
10 steht über die Kupplung 14 mit der Antriebswelle
16 in Antriebsverbindung, was bewirkt, dass das Ritzel 38 das
Zahnrad 94 antreibt, welches das Ritzel 98 über die Kupplungsvorrichtung
96 antreibt. Das Ritzel 98 treibt das Zahnrad 54 über
das Zahnrad 52 an, welches für den Sechs- und Siebengangbetrieb als
ein Zwischenrad dient. Das Zahnrad 54 treibt die Abtriebswelle
26 an, während das Abtriebsritzel 28 den Abtrieb
12 infolge dessen Eingriffs mit dem Abtriebszahnrad 25 antreibt.
Der siebte Vorwärtsgang ergibt sich durch Ausrücken der
Kupplung 14, Verschieben der Muffe der Kupplungsvorrichtung 96
nach links, um das Ritzel 98 mit der Zwischenwelle 30 zu verbinden,
und Wiedereinrücken der Kupplung 14. Der Antrieb 10 steht
über die Kupplung 14 mit der Antriebswelle 16 in Antriebsverbindung,
was bewirkt, dass das Ritzel 90 das Zahnrad 92 antreibt, welches
die Zwischenwelle 30 infolgedessen, dass das Zahnrad 92 an der
Zwischenwelle 30 befestigt ist, antreibt. Die Kupplungsvorrichtung
96 bringt die Zwischenwelle 30 mit dem Ritzel 98 in Antriebsverbindung,
welches das Zahnrad 54 über das Zwischenzahnrad 52 antreibt.
Das Zahnrad 54 treibt die Abtriebswelle 26 an, während das
Abtriebsritzel 28 den Abtrieb 12 infolge dessen Eingriffs mit
dem Abtriebszahnrad 25 antreibt.
Beim Heraufschalten von dem sechsten in den siebten Gang ist im Gegensatz
zu allen anderen Schaltstufen eine Drehmomentunterbrechung erforderlich, d.h. die
Torsionsverbindung zwischen dem Antrieb 10 und dem Abtrieb 25
wird durch Ausrücken der Kupplung 14 kurz unterbrochen, während
der Zustand der Kupplungsvorrichtung 96 verändert wird. Dies wird
dadurch gemildert, dass das 6-7 Heraufschalten niemals bei viel Gas durchgeführt
wird, und stattdessen tritt dies üblicherweise infolge der Forderung des Fahrers
zur Reduzierung der Leistung auf, wenn die Reisegeschwindigkeit erreicht ist. Das
Herunterschalten schließt von sich aus eine Reduzierung des Abtriebsdrehmomentes
sogar bei Lastschaltgetrieben ein, da etwas von dem Motordrehmoment verwendet werden
muss, um die Motordrehzahl zu erhöhen. Ein Doppelstufenschalten, wie vom fünften
Gang in den siebten Gang und vom siebten Gang in den fünften Gang kann ohne
Unterbrechung des Drehmoments durchgeführt werden.