Die Erfindung betrifft ein Fassadensystem aus keramischen Fassadenplatten
und einer darauf abgestimmten Unterkonstruktion zum Einsatz als vorgehängte
hinterlüftete Fassade an einer tragenden Bauwerkswand nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Stand der Technik
Bei der Befestigung von keramischen Fassadenplatten an einer darauf
abgestimmten Unterkonstruktion zum Einsatz als vorgehängte hinterlüftete
Fassade an einer tragenden Bauwerkswand ergeben sich insofern Schwierigkeiten, als
die keramischen Fassadenplatten an der Unterkonstruktion, die aus senkrechten und
waagerechten Tragprofilen besteht, entweder mit zusätzlichen Befestigungsteilen
an den waagerechten Tragprofilen befestigt werden müssen oder aber so ausgebildet
sein müssen, dass sie an der tragenden Unterkonstruktion ausreichend sicher
montiert werden können. Die Montage der keramischen Fassadenplatten ist auch
besonders aufwendig, wenn die Befestigungsteile erst an der Baustelle mit den Fassadenplatten
verbunden werden müssen.
Aus DE 694 19 733 T2
ist ein Fassadensystem zum Einsatz als vorgehängte hinterlüftete Fassade
aus keramischen Fassadenplatten bekannt. Die Fassadenplatten sind mittels rückseitig
angebrachter Befestigungsteile in Form von federnd elastischen Verbindungselementen
aus Edelstahl und einem die Verbindungselemente aufnehmenden Wandprofil an einer
tragenden Gebäudewand montiert und weisen an ihrer Rückseite mehrere in
Plattenlängsrichtung verlaufende Haltenuten für die Verbindungselemente
auf, in die die Verbindungselemente mit dazu passenden Tragarmen einsetzbar sind.
Jedes Verbindungselement besteht aus einem Befestigungsadapter mit zwei in die Haltenut
an der Fassadenplatte eingreifenden auseinanderspreizbaren Tragarmen und einem den
Befestigungsadapter an dessen Rückseite mit zwei parallelen Längsnuten
übergreifenden Profilkörper, der an der Gebäudewand befestigt ist
und in der Einhängestellung die beiden Tragarme des Befestigungsadapters in
der Spreizstellung derart sichert, dass sich die Tragarme mit ihren Enden an die
Wandungen der Haltenut anlegen und den Befestigungsadapter in der Haltenut festlegen.
Die Befestigung der Fassadenplatte ist bei diesem bekannten System so beschaffen,
dass die Platte aus dem Plattenverbund nur dann wieder herausgelöst werden
kann, wenn sie zerbrochen oder zerstört wird.
Aus EP 0 708 213 A1
ist auch ein Befestigungssystem für Kompaktplatten bekannt mit einem Befestigungsprofil,
das die Kompaktplatten mit einem an einer Wand befestigten Grundkörper verbindet.
In den dem Grundkörper zugewandten Seiten der Kompaktplatte sind horizontale
Fräsungen in Form von schwalbenschwanzförmigen Nuten vorhanden, deren
Querschnitte mit einem entsprechend geformten Kopfstück des Befestigungsprofils
passgenau zusammenfügbar sind. Ein weiterer Abschnitt des Befestigungsprofils
hat einen auf den Kopf gestellten L-förmigen Querschnitt, der als Befestigungshaken
dient und in einen entsprechend geformten Einschnitt an dem Grundkörper formschlüssig
eingesetzt werden kann. Die einzelnen Befestigungsprofile müssen bei diesem
Befestigungssystem in die horizontalen Haltenuten an den Kompaktplatten von deren
Stirnseite her eingeschoben werden. Die Befestigungsprofile sind in den Haltenuten
gegen seitliches Verschieben ungesichert, so dass sich die Kompaktplatten ohne eine
zusätzliche Sicherung gegenüber den Befestigungsprofilen seitlich verschieben
und im ungünstigsten Falle aus der Haltenut lösen können.
Aus DE 202 00 530 U1
ist ferner eine Unterkonstruktion für eine Wandbekleidung von Bauwerken mit
Fassadenplatten aus einem massiven Werkstoff, insbesondere keramische Fassadenplatten
bekannt, mit vertikalen Tragprofilen. Diese Tragprofile haben zwei in gleicher Ebene
nebeneinander liegende Tragschenkel, von denen jeder jeweils eine Reihe von mehreckigen
fensterartigen Durchbrüchen zum Einhängen von hakenförmigen Halteelementen
für die Fassadenplatten aufweist, die mit einem nach hinten hervorstehenden
hakenförmigen Einhängeabschnitt in jeden der Durchbrüche an den Tragschenkeln
des Tragprofils eingehängt werden können und mit einem unteren U-förmigen
Halteabschnitt die Fassadenplatten an deren Unterkante hakenförmig hintergreifen.
Für die Lagesicherung und Abstützung der Fassadenplatten
an den Tragprofilen sind federnde Distanzelemente in Form von Gummi-Profilstücken
zusätzlich vorgesehen, die nach Art einer Druckknopfbefestigung mit Übermaß
federnd in einen der fensterartigen Durchbrüche zwischen den hakenförmigen
Halteelementen eingesetzt werden können.
Aufgabenstellung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Fassadensystem
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 die Befestigungsteile so auszubilden, dass
diese an der Rückseite der Fassadenplatten durch ein in einfacher Weise ohne
zusätzliche Mittel zu handhabendes Klemmsystem in den Haltenuten an der Rückseite
der Fassadenplatten dauerhaft festgespannt werden können, um die Fassadenplatten
anschließend an den dafür vorgesehenen Stellen mit der Unterkonstruktion
zu verbinden und gegen seitliches Verschieben zu sichern. Die Befestigungsteile
sollen dabei so beschaffen sein, dass einzelne Fassadenplatten jederzeit aus dem
Plattenverbund zerstörungsfrei wieder herausgelöst und
durch andere oder neue Fassadenplatten in einfacher Weise ersetzt werden können.
Diese Aufgabe findet ihre Lösung bei einem Fassadensystem nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1 gemäß der Erfindung dadurch, dass der
Befestigungsadapter aus einem im Querschnitt U-förmigen oberen Profilkörper
besteht, der mit einem L-förmig nach oben abgewinkelten Schenkel in die Haltenut
eingreift und mit einem gegenüberliegenden parallelen äußeren Schenkel
an der Rückseite der Fassadenplatte neben der Haltenut abgestützt ist,
und dass an der Unterseite des oberen Profilkörpers ein zweiarmiger an seinen
parallelen Längskanten nach unten abgewinkelter Profilkörper wippenartig
ausgebildet ist, der in der Montagestellung mit seinem L-förmig abgewinkelten
inneren Tragarm an der gegenüberliegenden Wand der Haltenut anliegt und an
seinem außenliegenden anderen Ende mittels des Einhängebügels gegen
den oberen Profilkörper festspannbar ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind in den Ansprüchen
2 bis 16 enthalten.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass der Befestigungsadapter mit einem
ausreichenden Spiel von der Stirnseite in die Haltenut an der Fassadenplatte eingeführt
und nach Erreichen der Halte- und Befestigungsstellung allein durch Überklippen
des Einhängebügels mit seinen auseinandergespreizten Tragarmen in einfacher
Weise in der Haltenut absolut sicher festgespannt werden kann. Ist eine Veränderung
der Haltestellung erforderlich, so kann der dann notwendige Löse- und erneute
Befestigungsvorgang an einer danebenliegenden Halteposition ebenso einfach erfolgen.
Nach Befestigung von vorzugsweise vier Befestigungsteilen an parallelen Haltenuten
an der Plattenrückseite kann die Fassadenplatte in die Unterkonstruktion eingehängt
werden und so fort.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der obere Profilkörper
an seinem nach oben gerichteten äußeren Schenkel mit einer gegen die Rückseite
der Fassadenplatte gerichteten Stütznase an der Fassadenplatte abgestützt,
während der zweiarmige untere Profilkörper des Befestigungssystems durch
einen biegsamen Steg mit dem oberen Profilkörper gelenkig verbunden ist.
Der Einhängebügel ist vorteilhafterweise im Querschnitt
im wesentlichen C-förmig ausgebildet mit einem um etwa 90° abgewinkelten
unteren Längsschenkel, der den unteren Profilkörper des Befestigungsadapters
an seinem äußeren Rand mit einem nach oben abgewinkelten Klemmsteg hintergreift,
wobei das obere Profilende des C-förmigen Einhängebügels den außenliegenden
Schenkel des Befestigungsadapters derart zangenförmig übergreift, dass
der untere wippenartig ausgebildete Profilkörper mit seinem abgewinkelten Kragarm
nach unten gespreizt und in der Haltenut an der Fassadenplatte festspannbar ist.
Zur Befestigung der Fassadenplatten an der Unterkonstruktion stehen
an jeder Platte mehrere Nuten zur Verfügung, damit die Platten auch nach erforderlichen
Zuschnitten stets mit gleicher Technik montiert werden können.
Durch das Hochklappen und Einrasten des Einhängebügels an
der Rückseite des Befestigungsadapters werden die beiden Tragarme des Befestigungsadapters
in der Haltenut auseinandergespreizt und mit ihren abgewinkelten Enden in der schwalbenschwanzförmigen
Nut festgeklemmt. Damit werden Maßtoleranzen in der Haltenut ausgeglichen und
ein sogenannter "Volleinstand" des Adapters in der Nut erreicht.
Im Falle einer Zugbelastung durch Windsog drückt der Einhängebügel
auf den Befestigungsadapter. Dadurch wird eine Spreizung der in die Haltenut eingreifenden
abgewinkelten Tragarme des Adapters erreicht und auch bei Belastung ein "Volleinstand"
sichergestellt.
Ausführungsbeispiel
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
schematisch dargestellt. Es zeigen
1 eine perspektivische Teilansicht eines Fassadensystems
aus keramischen Fassadenplatten und darauf abgestimmter Unterkonstruktion mit erfindungsgemäßen
Befestigungsteilen für die Fassadenplatten,
2 einen senkrechten Teilschnitt durch ein Fassadensystem
mit erfindungsgemäßen Befestigungsteilen,
3 eine perspektivische Teilansicht eines senkrechten
T-Profils der Unterkonstruktion für die Fassadenplatten in einer ersten Ausführungsform,
4 einen horizontalen Teilschnitt durch eine Fassadenplatte,
die mit einem erfindungsgemäßen Befestigungsteil in einer fensterartigen
Ausstanzung an dem T-Profil von 3 befestigt ist.
5 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines
T-Profils mit daran befestigten zusätzlichen Profilschienen für die Befestigung
der Fassadenplatten,
6 einen horizontalen Teilschnitt durch zwei an dem
Tragprofil nebeneinander befestigte und auf Abstand gehaltene Fassadenplatten,
7 einen Befestigungsadapter für das Fassadensystem
in perspektivischer Ansicht,
8 einen Einhängebügel zu dem Adapter,
9 eine federnde Edelstahlspange als Abstandhalter für
die Fassadenplatten,
10 das Einsetzen eines Adapters mit Einhängebügel
zu Beginn des Spannvorganges in einer Haltenut an der Plattenrückseite und
11 den in der Haltenut durch den Einhängebügel
festgeklemmten Adapter nach dem Festspannen mit dem Einhängebügel und
dem Einhängen in eine fensterartige Ausstanzung an der Unterkonstruktion.
Das Fassadensystem 1 besteht aus keramischen Fassadenplatten
2 und einer darauf abgestimmten Unterkonstruktion 3 zum Einsatz
als vorgehängte hinterlüftete Fassade an einer tragenden Bauwerkswand.
Die Unterkonstruktion 3 ist aus Tragprofilen 4 zusammengesetzt,
die über Wandhalterungen mit der tragenden Wand verbunden sind. Die Fassadenplatten
2 sind mittels rückseitig angebrachter Befestigungsteile
6 an der Unterkonstruktion 3 montiert und weisen an ihrer Rückseite
mehrere in Plattenlängsrichtung verlaufende Haltenuten 7 für
die Befestigungsteile 6 auf, in die die Befestigungsteile 6 mit
dazu passenden Tragarmen einsetzbar sind. Jedes Befestigungsteil 6 besteht
aus einem Befestigungsadapter 8 mit zwei in die Haltenut 7 eingreifenden,
auseinanderspreizbaren Tragarmen 9, 10 und einem den Befestigungsadapter
8 an dessen Rückseite übergreifenden Einhängebügel
11, der an dem Befestigungsadapter 8 in der Einhängestellung
(11) festspannbar ist und die beiden Tragarme
9, 10 des Befestigungsadapters 8 in der Spreizstellung
von 2 und 11 derart sichert,
dass sich die Tragarme 9, 10 mit ihren Enden 12,
13 an die Wandungen 14, 15 der Haltenut 7 eng
anlegen und den Befestigungsadapter 8 in der Haltenut 7 festlegen.
Wie in 2 und 7,
10 und 11 gezeigt ist,
besteht der Befestigungsadapter 8 aus einem im Querschnitt U-förmigen
oberen Profilkörper 16, der mit einem L-förmig nach oben abgewinkelten
Schenkel 17 in die Haltenut 7 eingreift und mit einem gegenüberliegenden
parallelen äußeren Schenkel 18 an der Rückseite
19 der Fassadenplatte 2 neben der Haltenut 7 abgestützt
ist. An der Unterseite des oberen Profilkörpers 16 ist ein zweiarmiger,
an seinen parallelen Längskanten nach unten abgewinkelter Profilkörper
20 wippenartig ausgebildet, der in der Montagestellung von 2
und 11 mit seinem L-förmig nach unten abgewinkelten
inneren Tragarm 10 an der gegenüberliegenden Wand 15 der
Haltenut 7 anliegt und an seinem anderen Ende 21 mittels des Einhängebügels
11 gegen den oberen Profilkörper 16 festgespannt ist.
Der obere Profilkörper 16 ist an seinem nach oben gerichteten
äußeren Schenkel 18 mit einer gegen die Rückseite
19 der Fassadenplatte 2 gerichteten Stütznase 22
an der Fassadenplatte abgestützt, und der zweiarmige untere Profilkörper
20 des Befestigungssystems ist durch einen biegsamen Steg 23 mit
dem oberen Profilkörper 16 gelenkig verbunden.
Wie in 2, 8,
10 und 11 weiterhin gezeigt
ist, ist der Einhängebügel 11 im Querschnitt im wesentlichen
C-förmig ausgebildet mit einem um etwa 90° abgewinkelten unteren Längsschenkel
24, der den unteren Profilkörper 20 des Befestigungsadapters
8 an seinem äußeren Rand mit einem nach oben abgewinkelten Klemmsteg
25 hintergreift, und das obere Profilende 26 des C-förmigen
Einhängebügels 11 übergreift den außenliegenden Schenkel
18 des Befestigungsadapters 8 derart zangenförmig, dass der
untere wippenartig ausgebildete Profilkörper 20 mit seinem abgewinkelten
Tragarm 10 nach unten gespreizt und in der Haltenut 7 an der Fassadenplatte
2 festgespannt wird (10 und 11).
Der Einhängebügel 11 hat einen hakenförmig
nach unten abgewinkelten rückseitigen Einhängesteg 27 zur Befestigung
an der Unterkonstruktion 3. Der Befestigungsadapter 8 und der
Einhängebügel 11 bestehen aus metallischen Werkstoffen, und zwar
zweckmäßig aus Aluminium, wobei der Einhängebügel
11 aber auch aus einem formsteifen Metallprofil gefertigt sein kann. Die
Haltenuten 7 an der Fassadenplatte 2 haben einen schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt.
Die Unterkonstruktion 3 besteht üblicherweise aus an
der Bauwerkswand befestigten senkrechten T-Profilen 5, die an ihren den
Fassadenplatten 2 zugewandten T-Schenkeln oder an daran befestigten zusätzlichen
Profilschienen 5a, 5b fensterartige rechteckige Aussparungen oder
Ausstanzungen 28 für den Eingriff der rückseitigen Einhängestege
27 der an den Befestigungsadaptern 8 festgespannten Einhängebügel
11 aufweisen (2, 3
und 5).
Die Unterkonstruktion 3 kann aber auch aus durchlaufenden
horizontalen Tragprofilen 29 mit zwei in gleicher Befestigungsebene im
Abstand voneinander nach oben gerichteten parallelen Längsschenkeln
30, 31 zum Aufhängen der Einhängebügel
11 mit den nach unten gerichteten Einhängestegen 27 ausgebildet
sein, wie in dem Ausführungsbeispiel von 1 gezeigt
ist.
Zur Vermeidung von Klappergeräuschen und zur
Lagesicherung sind die Fassadenplatten 2 an der Unterkonstruktion
3 durch federnde Edelstahlspangen 32 elastisch nachgiebig abgestützt.
Diese sind mit einem U-förmig zurückgebogenen Halteschenkel
33 in stirnseitigen Ziehlöchern 34 an den Fassadenplatten
2 befestigt und mit ihrem freien außenliegenden Ende 35 einerseits
an der Rückseite 19 der Fassadenplatte 2 abgestützt
und liegen zum anderen mit einem gebogenen Schenkelabschnitt 36 an der
Unterkonstruktion 3 federnd an.
Die Edelstahlspangen 32 bestehen gemäß den Darstellungen
von 4, 6 und
9 aus einem etwa C-förmig gebogenen Bandstahl
und greifen mit ihrem U-förmig zurückgebogenen Einsteckende in die Ziehlöcher
34 an den Fassadenplatten 2 ein, wobei der daran anschließende
freie C-Schenkel 36 die Fassadenplatte hintergreift und mit seinem Ende
35 an der Rückseite 19 der Fassadenplatte 2 abgestützt
ist.
Wie die Darstellungen von 10 und
11 zeigen, wird der Befestigungsadapter 8,
der auch als Agraffe bezeichnet wird, bei der Montage der Fassadenplatten in die
Haltenut 7 an der Rückseite 19 eingeschoben und durch Hochklappen
des Einhängebügels 11 aus der Stellung von 10
in der Stellung von 11 in der Haltenut 7 arretiert.
Durch das Einrasten des Einhängebügels 11 an dem Befestigungsadapter
8 werden die beiden Tragarme 9, 10 des Befestigungsadapters
8 in der Haltenut 7 auseinandergespreizt und mit ihren abgewinkelten
Enden in der schwalbenschwanzförmigen Nut festgeklemmt. Damit werden Maßtoleranzen
in der Haltenut 7 ausgeglichen und ein sogenannter "Volleinstand" des Adapters
8 in der Nut erreicht.
Durch ein geringes Spiel von mindestens 1 mm zwischen dem Einhängebügel
11 und den Tragprofilen 4, 29 der Unterkonstruktion
3 ebenso wie durch die geringe Breite des Einhängebügels
11 in Bezug auf die fensterartigen Ausstanzungen 28 an den Tragprofilen
5, 5a, 5b wird eine Zwängung der Befestigungsteile
6 verhindert, so dass die unterschiedlichen Festigkeiten von Keramik und
Unterkonstruktion 3 keinen negativen Einfluss auf das Fassadensystem
1 ausüben können.
Im Falle einer Zugbelastung durch Windsog drückt der Einhängebügel
11 auf den Befestigungsadapter 8. Dadurch wird eine zusätzliche
Spreizung der in die Haltenut 7 eingreifenden abgewinkelten Tragarme
9, 10 des Adapters 8 erreicht und auch bei Belastung
ein "Volleinstand" sichergestellt.
Zur weichen Lagerung und Vermeidung von Klappergeräuschen werden
die Edelstahlspangen 32 von 4, 6
und 9 in die horizontalen Ziehlöcher
34 der Fassadenplatte 2 eingeschoben. Diese Edelstahlspangen
32 tragen an der Stirnseite 37 der Platten 2 etwa 4 mm
auf, so dass bei versetzter Anordnung zwischen benachbarten Platten 2 eine
Fuge 38 von 4 mm (4) entsteht, während
bei Anordnung der Edelstahlspangen 32 in gleicher Höhe (6)
eine doppelte Fugenbreite von etwa 8 mm erreicht werden kann.
Zur Verhinderung von Klappergeräuschen und zur Lagesicherung
der Fassadenplatten 2 an der Unterkonstruktion 3 können alternativ
aber auch EPDM-Schaumstoffteile oder EPDM-Profile verwendet werden.
Die Befestigungsadapter 8 können mit den daran befestigten
Einhängebügeln 11 sowohl in einem T-Profil 5 mit fensterartigen
Ausstanzungen 28 gemäß 3 als auch
in einem T-Profil 5 mit daran befestigten zusätzlichen Profilschienen
5a, 5b eingehängt werden ebenso wie in durchlaufende horizontale
Tragprofile 29 mit in einer gemeinsamen senkrechten Ebene liegenden Trag-
oder Längsschenkeln 30, 31 gemäß 1
der Zeichnung.
Die Toleranzen der keramischen Fassadenplatten 2 werden durch
Berücksichtigung von Toleranzen im Bereich von +/– 2 mm im Abstand der
gestanzten Löcher oder Aussparungen 28 an den T-Profilen
5 bzw. an dem horizontalen Tragprofil 29 aufgenommen.
- 1
- Fassadensystem
- 2
- Fassadenplatten
- 3
- Unterkonstruktion
- 4
- Tragprofile
- 5
- T-Profile
- 5a
- Profilschienen
- 5b
- Profilschienen
- 6
- Befestigungsteile
- 7
- Haltenuten
- 8
- Befestigungsadapter
- 9
- Tragarm, oberer
- 10
- Tragarm unterer
- 11
- Einhängebügel
- 12
- Ende des Tragarmes 9
- 13
- Ende des Tragarmes 10
- 14
- Wandung der Haltenut 7
- 15
- Wandung der Haltenut 7
- 16
- Profilkörper, oberer
- 17
- Schenkel
- 18
- Schenkel, äußerer
- 19
- Rückseite
- 20
- Profilkörper, unterer
- 21
- Ende des Tragarmes 10
- 22
- Stütznase
- 23
- biegsamer Steg
- 24
- Längsschenkel
- 25
- Klemmsteg
- 26
- oberes Profilende
- 27
- Einhängesteg
- 28
- Aussparungen, Ausstanzungen
- 29
- horizontale Tragprofile
- 30
- Längsschenkel
- 31
- Längsschenkel
- 32
- Edelstahlspangen
- 33
- Halteschenkel
- 34
- Ziehlöcher
- 35
- außenliegendes Ende
- 36
- gebogener Schenkelabschnitt
- 37
- Stirnseite
- 38
- Fuge