Die Erfindung betrifft ein Hydromodul für hydrostatisch-mechanische
Getriebe mit zwei integrierten Schrägscheiben- oder Schrägachsentriebwerken
gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2.
Für hydro-mechanische Getriebe, insbesondere solche mit Leistungsverzweigung
werden verstellbare Schrägscheiben- oder Schrägachsen-Triebwerke eingesetzt,
die als Pumpe oder Motor arbeiten.
Schrägscheibentriebwerke besitzen eine rotierende Zylindertrommel
mit über deren Umfang verteilten, in den Zylindern beweglichen Verdrängerkolben,
die sich gleitend auf einer Schrägscheibe abstützen. Der Schwenkwinkel
der Schrägscheibe ist über ein Servosystem verstellbar. Mit zunehmendem
Schwenkwinkel vergrößert sich der Kolbenhub in den Zylinderbohrungen und
damit der Volumenstrom.
Schrägachsen-Triebwerke besitzen jeweils eine Zylindertrommel,
die um ihre Längsmittelachse drehbar gelagert ist und ebenfalls auf ihrem Umfang
verteilt Zylinderbohrungen besitzt, in denen die Kolben verschiebbar sind. Zur Verstellung
des Volumenstroms ist die Zylindertrommel um eine quer zu ihrer Drehachse verlaufende
Schwenkachse schwenkbar, wodurch die Längsmittelachse der Zylindertrommel einen
verstellbaren Winkel mit der Achse der Triebwelle bildet. Die Kolben stützen
sich dabei am Triebflansch der Welle unter dem einstellbaren Winkel gelenkig ab.
Um ein Schrägachsentriebwerk verstellen zu können, muss
das entsprechende „Endgehäuse" drehbar gestaltet sein. Dies wird typischerweise
durch ein Joch bewerkstelligt, das jeweils den Zylinderblock der Pumpe bzw. des
Motors aufnimmt und schwenkbar am feststehenden Gehäuseteil gelagert ist. Um
den Volumenstrom in das feststehende Gehäuse zu leiten, müssen Drehdurchführungen
vorgesehen werden, die an die Dichtungen sehr hohe Anforderungen stellen, weil relativ
große Spalte bei hohen Drücken von typischerweise bis zu 570 bar bei Temperaturen
von bspw. 125°C überbrückt werden müssen.
Ein Hydromodul mit zwei Triebwerken und jeweils zugeordneten Jochen
der beschriebenen Art aus der DE 10
2004 030 147 A1 bekannt.
In Leistungsverzweigungs-Getrieben bilden eine Pumpe und ein oder
mehrere Hydromotoren der eingangs beschriebenen Art ein stufenlos verstellbares
Hydrostatgetriebe. Die über die Antriebswelle von einem Verbrennungsmotor eingeleitete
Leistung verzweigt sich dabei auf das Hydrostatgetriebe und die Eingangswelle eines
Summiergetriebes. Im Summiergetriebe werden die Drehzahlen und Drehmomente des Hydrostatgetriebes
und der Antriebsmaschine wieder zusammengeführt. Für einen gewissen Geschwindigkeitsbereich
ergibt sich damit ein in seiner Übersetzung stufenloses Getriebe mit den bekannten
Vorteilen, dass innerhalb dieses Geschwindigkeitsbereichs in jedem Fahrzustand mit
optimaler Motordrehzahl gefahren werden kann und durch Schalten bedingte Zugkraftunterbrechungen
vermieden werden. Um größere Geschwindigkeitsbereiche zu überdecken
ist allerdings in der Regel ein mechanisches Bereichsgetriebe nachgeschaltet, das
je nach den gestellten Anforderungen mehr oder weniger komplex ausgebildet sein
kann.
Ein einschlägiges Leistungsverzweigungsgetriebe für Schlepper
ist in der DE 42 09 950 A1 beschrieben.
Mit der vorliegenden Erfindung soll ein verbessertes Hydromodul für
hydrostatisch-mechanische Getriebe geschaffen werden.
Erfindungsgemäß wird dies mit einem Hydromodul mit zwei
darin integrierten Schrägscheiben-Triebwerken erreicht, die jeweils einen rotierenden
Zylinderblock mit darin beweglichen Verdrängern aufweisen. Die Verdränger
stützen sich gleitend an einer gemeinsamen Doppelschrägscheibe ab, deren
Schwenkwinkel über ein Servosystem verstellbar ist. Die Doppelschrägscheibe
ist zur zwangsgekoppelten gemeinsamen Verstellung des Volumenstroms beider Triebwerke
ausgebildet und weist hierzu Anlageflächen für die Verdränger der
jeweiligen Triebwerke auf, die unterschiedliche Neigungswinkel relativ zur jeweiligen
Triebwelle aufweisen. Die beiden Triebwerke sind in einem gemeinsamen Gehäuse
mit parallelen Triebwellen gelagert.
Das genannte Ziel wird erfindungsgemäß auch mit einem Hydromodul
für hydrostatisch-mechanische Getriebe und zwei im Hydromodul integrierten
Schrägachsentriebwerken erreicht, die jeweils einen Zylinderblock mit darin
beweglichen Verdrängern aufweisen, wobei die Verdränger jeweils an achsparallelen
Wellen schwenkbar gelagert sind. Die Zylinderblöcke beider Schrägachsentriebwerke
sind in einem gemeinsamen Joch mit unterschiedlichen Schwenkwinkeln gelagert und
zur Verstellung des Volumenstroms mittels eines Servosystems mit dem Joch zwangsweise
gemeinsam verschwenkbar.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass auf die unabhängige
Steuerung der beiden Triebwerke und die damit verbundenen Freiheitsgrade zugunsten
eines vereinfachten Aufbaus verzichtet werden kann. Die Vorteile liegen darin, dass
für beide Triebwerke nur noch ein einziger Schwenkmechanismus und ein einziges
sog. Control mit Servokolben und Steuerventil erforderlich ist. Die Verbindungsleitungen
können sehr kurz und innerhalb der Baueinheit gehalten werden,
so dass die bisherigen Dichtungsprobleme entfallen. Dies bringt eine erhebliche
Kostenreduzierung und eine größerer Zuverlässigkeit im Betrieb mit
sich.
Vorzugsweise arbeitet eines der Triebwerke als Pumpe und das andere
als Hydromotor. Die Ausgangslage der Pumpe liegt dabei bei einem minimalen Schwenkwinkel,
vorzugsweise bei 0°, während der Hydromotor in Ausgangslage auf maximalem
Schwenkwinkel, steht. Zur Kompensation von Volumenstromverlusten kann die Ausgangslage
der Pumpe einige Winkelgrade unter 0° betragen, d.h. dass die Pumpe beim minimalen
Schwenkwinkel geringfügig in die zum eigentlichen Verstellbereich entgegengesetzte
Richtung verschwenkt. Damit lassen sich Volumenstromverluste kompensieren, die sonst
bei bestimmten Geländesituationen ein langsames Weiterbewegen des Fahrzeugs
im Neutralzustand bewirken würden.
Erfindungsgemäß ist die Pumpe vom minimalen Schwenkwinkel,
also typischerweise einem Schwenkwinkel im Bereich um 0° auf maximalen Winkel
verstellbar, während durch die mechanische Zwangskopplung gleichzeitig der
Motor synchron von maximalem auf einen minimalen Winkel, der bei 0° liegt,
verschwenkt wird. Bei Schrägachsentriebwerken liegt der maximale Schwenkwinkel
im Bereich von 40° bis 50°, bei Schrägscheibentriebwerken im Bereich
von 15° bis 25°.
Bei Schrägachsentriebwerken ergibt sich ein besonderer Vorteil
dadurch, dass die Verbindungskanäle zwischen beiden Triebwerken innerhalb des
Jochs ausgebildet und im Joch auch Einspeise- und Spülventile vorgesehen werden,
weil hierdurch komplizierte Drehdurchführungen mit engen Passungen und viele
Dichtungsprobleme entfallen. Dieses Joch ist vorzugsweise mit Wälzlagern, insbesondere
mit zwei Kegelrollenlagern am feststehenden Gehäuseteil gelagert. Dies ergibt
eine wesentlich einfachere Konstruktion als sie bei herkömmlichen Jochen möglich
ist, die an einem Drehzapfen gelagert sind, an dem zugleich auch die Drehdurchführungen
für den Hauptölstrom ausgebildet werden müssen. In vorteilhafter
Weise ist eine Schwenkverbindung zwischen Joch und Gehäuse vorgesehen, an der
die Anschlüsse für die Einspeisung und die Entnahme von Spülöl
an der Schwenkachse des Jochs vorgesehen sind. Daraus resultiert eine vergleichsweise
einfache Verbindung, die jeweils über ein Rohrstück erfolgen kann, das
mit Spielpassung an der Schwenkachse beiderseits des Doppeljochs oder mit zwei koaxialen
Rohrstücken auf einer Seite des Jochs eingesetzt ist. Damit kann in einfacher
Weise das Verdrehen ermöglicht werden.
Das erfindungsgemäße Hydromodul wird bevorzugt als Hydrostatgetriebe
in Leistungsverzweigungsgetrieben, insbesondere für Schlepper und Traktoren
eingesetzt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen
Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
1: Ein Hydromodul mit Schrägscheibentriebwerken
in einem Schnitt in der Ebene der Triebwellen;
2: Das Hydromodul von 1
in Richtung der Schwenkachse gesehen;
3: Die Doppelschrägscheibe nach dem Ausführungsbeispiel
der 1 und 2;
4: Ein Hydromodul mit Schrägachsentriebwerken,
gesehen in Richtung Richtung der Schwenkachse;
5: Gesamtansicht des Hydromoduls mit Schrägachsentriebwerken;
6: Das Doppeljoch des Hydromoduls gesehen aus der Richtung
der Triebwellen;
7: Ein Beispiel für die Winkelbeziehungen zwischen
den Triebwerken und dem Doppeljoch;
8: Ein Beispiel für die Winkelbeziehungen zwischen
den Triebwerken bei Volumenstromkompensation;
9: Das Doppeljoch in Frontansicht mit Spülanschluss,
Einspeisung und Druckabsicherung;
10: Die hydraulische Verbindung für Einspeisung
oder Spülung;
11: Eine weitere Ausgestaltung der hydraulischen Verbindung
für Einspeisung und Spülung.
12: Die Servosteuerung zur Schwenkwinkelverstellung
1 zeigt ein Hydromodul 1 nach der Erfindung,
das in hydrostatischmechanischen Getrieben zum Einsatz kommt. Es umfasst zwei Triebwerke
in Schrägscheibenbauweise, nämlich eine Pumpe 2a und Hydromotor
3a, die mit parallelen Triebwellen 12 in einem gemeinsamen Gehäuse
25, 29 gelagert sind.
Die 1 zeigt dabei einen Schnitt in der
durch die parallelen Triebwellen 12 aufgespannten Ebene. Die beiden Triebwerke
2a, 3a weisen jeweils einen mit der Welle
12 rotierenden Zylinderblock 2.1, 3.1 mit Verdrängerkolben
26 auf, die in den Zylindern verschieblich sind und sich mittels Gleitschuhen
23 an einer gemeinsamen Schrägscheibe 22 abstützen.
Die Schrägscheibe 22 ist mittels eines nicht dargestellten Servosystems
um die Schwenkachse 24 drehbar und besitzt für die Pumpe
2a und den Hydromotor 3a jeweils eine Anlagefläche mit unterschiedlicher
Schrägstellung, die sich aber im Schnitt längs der Mittelebene der Triebwerke
nicht abzeichnet.
2 zeigt die gleiche Anordnung von der Seite, gesehen
in Richtung der Schwenkachse 24. Pumpe 2a und Motor
3a liegen hier hintereinander. Die Verdrängerkolben 26 des
Pumpenzylinderblocks 2.1 stützen sich an der Schrägscheibe
22 ab, die in der Darstellung der 2 für
die Pumpe im Schwenkwinkel Null, d.h. in Neutralstellung steht. Für den dahinter
liegenden, von der Pumpe verdeckten Hydromotor hat die Anlagefläche dagegen
eine Neigung, die dem maximalen Schwenkwinkel entspricht und in der Figur durch
den Doppelpfeil angedeutet ist. Die Schrägscheibe 22 wird so verschwenkt,
dass die Pumpe von der Neutralstellung auf einen maximalen Schwenkwinkel, d.h. einen
maximalen Wert des Volumenstroms verstellt wird. Gleichzeitig verstellt der Motor
vom maximalen Ausgangswert seines Schluckvolumens auf Null. Der minimale Schwenkwinkel
kann aus Kompensationsgründen für die Pumpe geringfügig unter oder
über Null liegen, wie nachfolgend im Zusammenhang mit 8
noch näher erläutert wird.
3 zeigt die Doppelschrägscheibe 22 der
Schrägscheiben-Baueinheit. Die Doppelschrägscheibe 22 ist mittels
eines Servosystems um die Schwenkachse 24 verstellbar und weist jeweils
eine Anlagefläche 27, 28 für die Verdrängerkolben
von Pumpe und Hydromotor auf. Die beiden Anlageflächen 27,
28 haben unterschiedliche Neigungswinkel. Diese bewirken, dass in Neutralstellung
die Pumpe auf dem Schwenkwinkel 0° steht, während zugleich der Hydromotor
eine Verstellung entsprechend seinem maximalen Schluckvolumen aufweist. Bei Änderung
des Schwenkwinkels der Doppelschrägscheibe 22 verstellt die Pumpe
von dieser Ausgangslage aus bis zu ihrem maximalen Verstellwinkel, dem sie den maximalen
Volumenstrom fördert, während zugleich der Hydromotor zwangsweise und
synchron vom maximalen auf den minimalen Schwenkwinkel verstellt.
Die 4 zeigt das Prinzip eines erfindungsgemäßen
Hydromoduls mit Schrägachsentriebwerken in Richtung der Schwenkachse. Von den
beiden achsparallelen Triebwellen 12 ist deshalb lediglich diejenige des
Hydromotors 3 zu sehen. Der Motor 3 und die Pumpe 2 liegen
in dieser Darstellung wieder hintereinander in ihrer jeweiligen Ausgangslage, d.h.
die Pumpe 2 befindet sich mit ihrem Zylinderblock 2.1 in der 0°-Stellung,
also im praktisch förderlosen Zustand, während der Hydromotor
3 und dessen Zylinderblock den maximalen Schwenkwinkel von etwa 45°
gegen die Achse der Triebwelle 12 einnehmen, bei dem der Hydromotor sein
maximales Schluckvolumen hat. Die Kolben 14 des Hydromotors 3,
die mit dem Kolbenkopf 15 im Triebflansch 16 der Welle
12 gelagert sind, erreichen hier den größten Hub in den Zylindern
13. Der Zylinderblock 3.1 liegt dabei in bekannter Weise an einer
Ventilplatte 5 an.
Pumpe 2 und Hydromotor 3 sind vom Doppeljoch
4 umfasst und werden mit diesem zwangsweise gemeinsam verschwenkt. Dabei
überstreicht der Hydromotor 3 den Schwenkbereich SM zwischen einem
maximalen und einem minimalen Winkel. Im dargestellten Beispiel beträgt der
Schwenkwinkel maximal 45° und minimal 0°. Zugleich verschwenkt die Pumpe
2 mit ihrem Zylinderblock 2.1 und ihrer Ventilplatte
6, die in der Figur gestrichelt dargestellt sind, über den Winkelbereich
SP von 0° auf 45°, d.h. sie verstellt von Null auf maximalen Volumenstrom.
5 ist eine Gesamtansicht des Hydromoduls mit Schrägachsentriebwerken.
Der feststehende Teil des Hydromoduls 1 enthält die parallelen Triebwellen
12, an deren Flanschen die jeweiligen Verdränger schwenkbar gelagert
sind. Die jeweiligen Zylinderblöcke von Pumpe und Hydromotor werden vom Doppeljoch
4 umfasst, das mittels eines Servosystems um die Schwenkachse
10 verstellbar ist. Das Joch besitzt beiderseits jeweils einen Zapfen
11, an dem auch die Anschlüsse für Einspeisung 17 und
Spülung 18 vorgesehen sind. Die Verbindungskanäle zwischen Pumpe
und Motor sind im Joch ausgebildet, wodurch lange Verbindungskanäle, Durchführungen
und schwer zu beherrschende Dichtungen entfallen, wie sie sonst bei getrennten,
unabhängig voneinander steuerbaren Triebwerken erforderlich sind.
Mit dem Joch 4 werden Pumpe 2 und Motor
3 zwangsweise gemeinsam verstellt. Dies geschieht wiederum in der Weise,
dass die Pumpe 2, die in der Ausgangslage im Bereich des Schwenkwinkels
0° steht, in Richtung ihres maximalen Schwenkwinkels verstellt wird, während
gleichzeitig der Motor 3, der in seiner Ausgangslage auf maximalem Schwenkwinkel
steht in Richtung 0°-Verschwenkung bis zu einem minimalen Wert verstellt wird.
Die 6 zeigt das abgenommene Doppeljoch
4 aus der Richtung der Triebwellen. Dargestellt sind die beiderseitigen
Lagerzapfen 11 an denen das Doppeljoch 4 um die Schwenkachse
10 verschwenkt werden kann, und an denen die Anschlüsse für Einspeisung
17 und Spülung ausgebildet sind. Außerdem sind die im Winkel
gegeneinander versetzten Auflageflächen 5a, 6a im gemeinsamen
Joch 4 für die Ventilplatten 5, 6 des Motors und
der Pumpe zu sehen.
Die geschilderte Winkelbeziehung ist in 7
dargestellt. Sie ist durch die mechanische Zwangskopplung der beiden Triebwerke
im gemeinsamen Doppeljoch bedingt, wobei im dargestellten Fall die Pumpe zwischen
0° und 45° und der Hydromotor zwischen 45° und 0° verschwenken.
8 zeigt, dass sich der Verstellbereich nicht zwingend
jeweils von 0° bis 45° erstrecken muss, sondern für jedes Triebwerk
getrennt vorgegeben sein kann. Dieser Umstand kann dazu genutzt werden, volumetrische
Verluste zu kompensieren und bspw. eine aktive Stillstandsregelung vorzusehen. Dies
kann erforderlich sein, um ein Weiterkriechen des Fahrzeugs im geneigten Gelände
in der Neutralstellung des Hydromoduls zu vermeiden und bedeutet, dass der minimale
Schwenkwinkel der Pumpe geringfügig von 0° abweichen kann. Als Beispiel
zeigt 8 eine Pumpenverstellung von –2,5°
auf 42,5°, während der Hydromotor synchron von 45° auf 0° verschwenkt.
In gleicher Weise kann auch der Verstellbereich des Hydromotors bspw. etwas zu positiven
Werten hin verschoben sein.
Die 9 zeigt das Doppeljoch
4 in Frontansicht mit den Einrichtungen zum Spülen sowie zur Einspeisung
und Druckabsicherung. Angedeutet sind die im Jochinneren verlaufenden Verbindungskanäle
7 zwischen der Ventilplatte 5 des Hydromotors und der Ventilplatte
6 der Pumpe sowie Fluidleitungen zum Einspeisen und Spülen, deren
Anschlüsse bspw. an einem zapfenartigen Fortsatz 11 des Jochs
4 an einer Schwenkverbindung nach außen geführt werden. In der
Leitung zur Einspeisung 17 sind jeweils zwischen dem Anschluss und den
Ventilplatten 5, 6 Ventile 8 vorgesehen, die einerseits
als Hochdruckbegrenzungsventile fungieren und andererseits auch die Funktion der
Einspeiseventile übernehmen. In den zum Spülanschluss 18 führenden
Leitungen ist ein Spülschieber 9 vorgesehen, der wie die HD-Ventile
ebenfalls im Doppeljoch 4 integriert ist.
Die 10 und 11
zeigen Möglichkeiten, wie die Verbindung im Einspeise- 17 und Spülanschluss
18 realisiert werden kann. Die Verbindung wird gemäß
10 durch ein Rohrstück 20 hergestellt,
das mit Spielpassung 19 mit einer für die Dichtwirkung ausreichenden
Länge in den Zapfen 11 des Jochs 4 koaxial zur Schwenkachse
10 eingepasst ist. Die Dichtung erfolgt somit metallisch über die
Dichtlänge, wofür bspw. etwa 5 mm ausreichen. Damit ist die Verdrehmöglichkeit
für das Anschlussstück gegeben. Dieses Prinzip wird in 11
weitergebildet. Zur Einspeisung 17 dient das Rohrstück 20,
das koaxial vom Rohrstück 21 für die Spülung 18
umgeben ist. Beide Rohrstücke sind wiederum mit Spielanpassung 19
und ausreichender Länge in den Zapfen des Jochs 4 eingepasst.
12 zeigt das Hydromodul 1 mit den Triebwellen
12 und dem Doppeljoch 4, mit dem Pumpe und Hydromotor mechanisch
in der Weise zwangsgekoppelt sind, dass beim Verschwenken der Pumpe von 0°
auf 45° zugleich der Hydromotor von 45° auf 0° verstellt wird. Die
Verstellung wird durch ein Servosystem bewirkt, dessen Servokolben 31 das
Doppeljoch 4 um das Schwenklager 11 drehen.
Mit der Erfindung wird somit eine kompakte Baueinheit für einen
hydrostatischen Antrieb geschaffen, mit dem der Aufwand für die üblichen
getrennten beiden Triebwerke erheblich vermindert wird, das weitaus kostengünstiger
ist und im Betrieb deutlich höhere Zuverlässigkeit aufweist.
- SM
- Schwenkbereich des Motors
- SP
- Schwenkbereich der Pumpe
- 1
- Hydromodul
- 2
- Schrägachsentriebwerk, Pumpe
- 2a
- Schrägscheibentriebwerk, Pumpe
- 2.1
- Zylinderblock (Pumpe
- 3
- Schrägachsentriebwerk, Hydromotor
- 3a
- Schrägscheibentriebwerk, Hydromotor
- 3.1
- Zylinderblock (Motor)
- 4
- Doppeljoch
- 5
- Ventilplatte (Motor)
- 5a
- Auflagefläche für Ventilplatte
- 6
- Ventilplatte (Pumpe)
- 6a
- Auflagefläche für Ventilplatte
- 7
- Verbindungskanäle im Joch
- 8
- Hochdruckbegrenzungsventil
- 9
- Spülschieber
- 10
- Schwenkachse des Doppeljochs
- 11
- Zapfen, Lagerung
- 12
- Triebwelle
- 13
- Zylinder
- 14
- Kolben
- 15
- Kolbenkopf
- 16
- Triebflansch
- 17
- Einspeisung
- 18
- Spülanschluss
- 19
- Spielpassung
- 20
- Rohrstück
- 21
- koaxiales Rohrstück
- 22
- Doppelschrägscheibe
- 23
- Gleitschuhe
- 24
- Schwenkachse der Schrägscheibe
- 25
- Gehäuse
- 26
- Verdrängerkolben
- 27
- Schrägscheiben-Anlagefläche (Pumpe)
- 28
- Schrägscheiben-Anlagefläche (Motor)
- 29
- Endgehäuse
- 30
- Verbindungskanäle
- 31
- Servokolben