In WO 98/39691 A1 ist ein Druck- und Kopiergerät nach dem elektrografischen
Prinzip beschrieben, mit dem Farbdruck durchgeführt werden kann; der Inhalt
von WO 098/39691 A1 wird hiermit in die Offenbarung der folgenden Beschreibung einbezogen.
In 1 ist ein Prinzipbild eines Druckgerätes DR
nach WO 98/39691 A1 dargestellt, das zur Erläuterung der Erfindung herangezogen
wird. Zeichengeneratoren ZG z. B. auf beiden Seiten eines Endbildträgers AT
(z. B. einer Papierbahn) erzeugen auf einem Ladungsbildträger OPC (z. B. einem
Fotoleiterband) Ladungsbilder der zu druckenden Bilder. Diese werden in einer Entwicklerstation
ES mit Toner zu Tonerbildern eingefärbt. Anschließend werden die Tonerbilder
nacheinander auf einen Zwischenträger TFB (z.B. ein Transferband) übertragen
(im folgenden wird dieser Übertragungsort Umdruckstation U1 genannt) und dort
zu einem Tonergesamtbild gesammelt. Dieses wird auf den Endbildträger AT umgedruckt
(im folgenden wird dieser Übertragungsort Umdruckstation U2 genannt) und anschließend
dort fixiert. Das Bedrucken kann nach WO 98/39691 A1 und 1
auf beiden Seiten des Endbildträgers AT erfolgen. Zu Einzelheiten wird auf
WO 98/39691 A1 verwiesen.
Bei der Erstellung eines Mehrfarbenbildes geht das Druckgerät
in einen Start/Stop-Betrieb über. Während der Endbildträger AT steht,
werden die Farben auf dem Zwischenträger TFB, dem Transferband, zu einem Farbtonergesamtbild
aufgesammelt (eine Sammelzykluslänge entspricht dabei der Anzahl der Farben·Transferbandlänge).
Dann wird der Endbildträger AT so gestartet, dass das Farbtonergesamtbild auf
dem Zwischenträger TFB an der Umdruckstation U2 zeilengenau zum vorhergehenden
Druckbild auf den Endbildträger AT umgedruckt wird.
Anhand der 2 wird der zeitliche Weg der
Entstehung eines Druckbildes von der Erzeugung des Ladungsbildes auf dem Ladungsbildräger,
im folgenden ein Fotoleiterband OPC, bis zum Umdruck auf dem Endbildträger
AT gezeigt; dabei wird angenommen, dass das Druckbild sich aus zwei Farben F1 und
F2 zusammensetzt. Durch einen Zeichengenerator ZG wird jeweils das Ladungsbild aus
den beiden Farben F1 und F2 nacheinander auf dem Fotoleiterband OPC erzeugt (Zeile
Z1). Auf Zeile Z2 ist die Lage des getonerten Ladungsbildes der beiden Farben F1
und F2 an der Umdruckstation U1 zum Zwischenträger, im folgenden ein Transferband
TFB, dargestellt. Zeile Z3 zeigt die Erzeugung des Farbtonergesamtbildes auf dem
Transferband TFB an der Umdruckstation U2 und aus Zeile Z4 ergibt sich die Lage
des auf den Endbildträger AT umgedruckten Farbtonergesamtbildes B. Es ist zu
erkennen, dass das Farbtonergesamtbild B aus den nacheinander auf das Transferband
TFB übertragenen Farben F1 und F2 auf dem Transferband TFB (Zeile Z3) erzeugt
wird und dann das Farbtonergesamtbild B auf den Endbildträger AT umgedruckt
wird. Auf diesem wird das Farbtonergesamtbild dann auf bekannte Weise fixiert (aus
WO 98/39691 A1 entnehmbar). Zum Umdruck des Farbtonergesamtbildes B vom Transferband
TFB auf den Endbildträger AT wird dieser gestartet, auf Druckgeschwindigkeit
beschleunigt und dann an das Transferband TFB angeschwenkt (Bereich A1 in Zeile
Z4), nach dem Umdruck wird der Endbildträger AT vom Transferband TFB abgeschwenkt
(Bereich A2 in Zeile Z4) und wieder gestoppt. Durch das An- bzw. Abschwenken (Bereiche
A1 und A2) des Endbildträgers AT an bzw. vom Transferband TFB werden auf diesem
Erschütterungen erzeugt, die sich über das Transferband TFB auf das Fotoleiterband
OPC auswirken und dazu führen können, dass die Tonerbilder der beiden
Farben F1 und F2 auf dem Fotoleiterband OPC sich etwas verschieben mit der Folge,
dass die Farben F1 und F2 auf dem Transferband TFB nicht mehr exakt übereinander
liegen. Diese Situation ist in 2 durch die senkrecht
verlaufenden gestrichelten Linien L1 und L2 dargestellt. Es ist zu erkennen, dass
die gestrichelten Linien L1, L2 und damit die Erschütterungen sich auf das
Fotoleiterband OPC auswirken und zwar am Zeichengenerator ZG und der Umdruckstation
U1.
Aus EP 1 562 084 A2
ist ein Verfahren bekannt, mit dem mit einem elektrofotografischen Druckgerät
sowohl Farbbilder als auch einfarbige Bilder erzeugt werden können. Dazu werden
Ladungsbilder der Bilder auf einem Ladungsbildträger erzeugt, diese werden
mit Toner eingefärbt, die Tonerbilder werden in einem ersten Umdruckvorgang
auf ein Transferband umgedruckt und von dort auf einen Aufzeichnungsträger,
z.B. ein Papierblatt. Dazu wird der Aufzeichnungsträger an das Transferband
angeschwenkt. Durch das Anschwenken des Aufzeichnungsträgers an das Transferband
werden auf diesem und dem Ladungsbildträger Schwingungen erzeugt, die zu unerwünschten
Verschiebungen der Tonerbilder auf dem Transferband führen. Dies ist insbesondere
bei Farbdruck nachteilig, da dann die einzelnen Farbtonerbilder eines Farbbildes,
die auf dem Transferband gesammelt werden, nicht mehr exakt über einander zu
liegen kommen. Um diesen Nachteil bei aus vier Farbtoner erzeugten Farbbildern zu
vermeiden, wird vorgeschlagen, als letzte Farbe im Farbsammelzyklus Farbtoner in
gelber Farbe zu verwenden, da das menschliche Auge die Verschiebung des gelben Farbtonerbildes
im Vergleich zu den anderen Farbtonerbildern am wenigsten registriert.
DE 103 45 149 A1 beschäftigt
sich mit einem Problem, das dadurch entsteht, dass an ein umlaufendes erstes Band
ein zweites Band angeschwenkt oder von diesem abgeschwenkt wird. Durch die Belastung
wird ein Schlupf an der Antriebswalze für das erste Band erzeugt mit der Folge,
dass sich die Umlaufgeschwindigkeit des ersten Bandes ändert. Dies ist nachteilig,
wenn das Band ein Transferband bei einem elektrografischen Drucker ist. Es werden
nun Lösungen vorgeschlagen, wie der Schlupf vermieden werden kann.
Das von der Erfindung zu lösende Problem besteht darin, ein Verfahren
anzugeben, bei dem die durch das An- bzw. Abschwenken des Endbildträgers an
den bzw. von dem Zwischenträger, z. B. einem Transferband, erzeugten Erschütterungen
keinen störenden Einfluss auf die Erzeugung der Ladungsbilder auf dem Ladungsbildträger,
z. B. einem Fotoleiterband, haben bzw. keinen störenden Einfluss auf die Übertragung
der entwickelten Ladungsbilder auf den Zwischenträger haben.
Dieses Problem wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Die Störungen auf dem Endbildträger werden dann vermieden,
wenn der Zeitpunkt der Erzeugung der Ladungsbilder auf dem Ladungsbildträger
und/oder der Übertragung der Tonerbilder auf den Zwischenträger so gelegt
wird, dass die durch das An- bzw. Abschwenken des Endbildträgers auf dem Zwischenträger
und dem Ladungsbildträger verursachten Erschütterungen keinen Einfluss
auf die Erzeugung der Ladungsbilder auf dem Ladungsbildträger und/oder die
Übertragung der Tonerbilder auf den Zwischenträger haben können.
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
Bei einer ersten Lösung werden die Ladungsbilder für das
nächste zu druckende Bild erst dann auf dem Ladungsbildträger erzeugt,
wenn die durch den Schwenkvorgang des Endbildträgers erzeugten Erschütterungen
abgeklungen sind.
Bei einer zweiten Lösung werden zur Zeit der durch den Schwenkvorgang
des Endbildträgers verursachten Störungen keine Tonerbilder auf den Zwischenträger
übertragen.
Zudem können die beiden Lösungen kombiniert werden.
Beim elektrografischem Druck unter Verwendung eines Fotoleiterbandes
als Ladungsbildträger und eines Transferbandes als Zwischenträger werden
die Ladungsbilder durch einen Zeichengenerator auf dem Fotoleiterband erzeugt und
dann zu Tonerbildern entwickelt, die auf das Transferband übertragen werden
und von dort auf den Endbildträger umgedruckt werden. Während des Umdrucks
der Tonerbilder vom Transferband auf den Endbildträger wird dieser an das Transferband
angeschwenkt, sonst ist er abgeschwenkt. Die Erzeugung der Ladungsbilder auf dem
Fotoleiterband bzw. die Übertragung der Tonerbilder auf das Transferband erfolgt
erst dann, wenn die durch das An- bzw. Abschwenken des Endbildträgers an das
Transferband auf diesen erzeugten Erschütterungen abgeklungen sind.
Beim Farbdruck werden die Ladungsbilder für die einzelnen Farben
des Farbbildes nacheinander auf dem Fotoleiterband erzeugt und mit Farbtoner zu
einzelnen Farbtonerbildern entwickelt, die einzelnen Farbtonerbilder werden auf
das Transferband übertragen und dort übereinander zum Farbtonergesamtbild
gesammelt, derart, dass das Transferband nach der Übernahme jedes Farbtonerbildes
um eine Umdrehung weiter bewegt wird. Während des Umdrucks des Farbtonergesamtbildes
auf den Endbildträger wird dieser an das Transferband angeschwenkt, sonst ist
dieser vom Transferband abgeschwenkt. Die Erzeugung der Ladungsbilder auf dem Fotoleiterband
oder die Übertragung der Farbtonerbilder vom Fotoleiterband auf das Transferband
wird so gelegt, dass diese Vorgänge nicht während des An- bzw. des Abschwenkvorganges
des Endbildträgers an das bzw. von dem Transferband erfolgen.
Die Erzeugung der Ladungsbilder für das nächste Farbtonergesamtbild
auf dem Fotoleiterband kann in einer ersten Lösung erst erfolgten, wenn der
Endbildträger nach dem Umdruck des vorhergehenden Farbtonergesamtbildes vom
Transferband an- bzw. abgeschwenkt worden ist.
In einer zweiten Lösung wird die Übertragung des Farbtonergesamtbildes
erst durchgeführt, wenn das auf dem Transferband gesammelte Farbtonergesamtbild
in einem zweiten oder n-ten (n ganze Zahl) Umlauf zur Umdruckstation bewegt worden
ist, um umgedruckt zu werden. Dann kann die Übertragung der Farbtonerbilder
des nächsten Farbtonergesamtbildes auf das Transferband nach Beendigung des
Umdrucks des vorhergehenden Farbtonergesamtbildes erfolgen bzw. der Beginn der Erzeugung
der Ladungsbilder für das nächste Farbtonergesamtbild nach Beendigung
des Umdrucks des vorhergehenden Farbtonergesamtbildes gestartet werden.
An Hand von Ausführungsbeispielen, die in den Figuren dargestellt
sind, wird die Erfindung weiter erläutert.
Es zeigen:
3 die zeitliche Lage des Druckbildes mit Kompensation
der Störung bei längeren Pausen zwischen den Farbsammelzyklen auf dem
Transferband;
4 die zeitliche Lage des Druckbildes mit Kompensation
der Störung durch eine zusätzliche Transferbandumdrehung und Übertragung
des Farbtonerbildes des nächsten Farbtonergesamtbildes auf das Transferband
nach Anschwenken des Endbildträgers an das Transferband;
5 die zeitliche Lage des Druckbildes mit Kompensation
der Störung durch eine zusätzliche Transferbandumdrehung und Übertragung
des Farbtonerbildes des nächsten Farbtonergesamtbildes auf das Transferband
nach Anschwenken bzw. Abschwenken des Endbildträgers an das bzw. von dem Transferband;
6 die zeitliche Lage des Druckbildes mit Kompensation
der Störung durch eine zusätzliche Transferbandumdrehung durch Erzeugung
der Ladungsbilder für das nächste Farbtonergesamtbild nach Abschwenken
des Endbildträgers und damit Übertragung der Farbtonerbilder des nächsten
Farbtonergesamtbildes auf das Transferband nach Anschwenken und Abschwenken des
Endbildträgers an das bzw. von dem Transferband.
Bei den 3 bis 6
sind die Zeilen Z entsprechend 2 bezeichnet. Dabei
ist der Ablauf der Verfahren über der Zeit t in msec aufgetragen dargestellt.
Bei der Lösung der 3 wird der Einfluss
der Störungen auf das Fotoleiterband OPC durch das An- bzw. Abschwenken des
Endbildträgers AT an das Transferband TFB dadurch vermieden, dass zwischen
den Farbsammelzyklen längere Pausen eingelegt werden. Der Umdruck des Farbtonergesamtbildes
B auf den Endbildträger AT erfolgt bevor der nächste Farbsammelzyklus
auf dem Fotoleiterband OPC gestartet wird. Damit tritt beim Abschwenken des Endbildträgers
AT vom Transferband TFB keine Störung an der Umdruckstation U1 auf. Mit einer
noch größeren Verzögerung kann weiterhin erreicht werden, dass zusätzlich
zum Umdruck an der Umdruckstation U1 auch am Zeichengenerator ZG während der
Erzeugung von Ladungsbildern keine Störung verursacht wird. In 3
sind zur Darstellung dieser Lösungen die gestrichelten Linien L1, L2 wieder
eingezeichnet worden.
4 zeigt eine Lösung, bei der das Transferband
TFB nach dem Aufsammeln der Farben eines Farbtonergesamtbildes um eine volle Umdrehung
weiter bewegt wird bevor der Endbildträger AT an das Transferband TFB angeschwenkt
wird. Damit wird erreicht, dass beim Anschwenken des Transferbandes TFB an den Endbildträger
AT keine Störung an der Umdruckstation U1 verursacht wird.
Aus 5 ergibt sich eine Lösung, bei
der das Transferband TFB nach dem Aufsammeln der Farben eines ersten Farbtonergesamtbildes
um eine volle Umdrehung weiter bewegt wird und der Start der Erzeugung der Ladungsbilder
für das nächste Farbtonergesamtbild nach dem Anschwenken des Endbildträgers
AT zum Umdruck des ersten Farbtonergesamtbildes erfolgt. Sowohl beim Anschwenken
als auch beim Abschwenken des Transferbandes TFB an bzw. vom Endbildträger
AT werden dann keine Störungen an der Umdruckstation U1 zum Zeitpunkt der Übertragung
von Farbtonbildern vom Fotoleiterband OPC auf das Transferband TFB verursacht. Weiterhin
wird die Erzeugung der Ladungsbilder auf dem Fotoleiterband OPC durch den Anschwenkvorgang
nicht gestört.
6 zeigt eine Lösung, bei der die Erzeugung der
Ladungsbilder auf dem Fotoleiterband OPC für das nächste Farbtonergesamtbild
und das Aufsammeln der Farbtonerbilder auf dem Transferband TFB erst nach dem Abschwenken
des Endbildträgers AT vom Transferband TFB nach dem Umdruck des vorhergehenden
Farbtonergesamtbildes B erfolgt. Dazu erfolgt das Aufsammeln der Farbtonerbilder
des nächsten Farbtonergesamtbildes erst bei dem zweiten Umlauf des Transferbandes
TFB nach dem Umdruck des vorhergehenden Farbtonergesamtbildes und das Transferband
TFB wird nach dem Aufsammeln der Farbtonerbilder des vorhergehenden Farbtonergesamtbildes
noch um eine volle Umdrehung weiter bewegt bevor der Endbildträger AT an das
Transferband TFB angeschwenkt wird. Der Farbsammelzyklus besteht somit aus vier
Umläufen des Transferbandes TFB. Damit wird erreicht, dass beim Anschwenken
und Abschwenken des Endbildträgers AT an das und von dem Transferband TFB keine
Störung an der Umdruckstation U1 während der Übertragung der Farbtonerbilder
vom Fotoleiterband OPC auf das Transferband TFB erzeugt wird und zudem die Erzeugung
der Ladungsbilder für das nächste Farbtonergesamtbild durch den Abschwenkvorgang
nicht gestört wird.
Zwischen den in den 3 bis 6
dargestellten Lösungen kann umgeschaltet werden, so dass das Verfahren gewählt
werden kann, das dem jeweiligen Anwendungsfall am besten entspricht.
- DR
- Druckgerät
- ZG
- Zeichengenerator
- AT
- Endbildträger
- OPC
- Fotoleiterband
- F
- Farbbilder
- TFB
- Transferband
- B
- Farbtonergesamtbild
- A
- Schwenkbereiche des Endbildträgers AT
- U1
- Umdruckstation zwischen OPC und TFB
- U2
- Umdruckstation zwischen TFB und AT
- ES
- Entwicklerstation
- n
- ganze Zahl