Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungseinrichtung für
ein Getriebe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, Omnibusses od.dgl.,
mit den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bekannte Betätigungseinrichtungen dieser Art weisen einen Kreuzschlitten
auf, der für die Verschiebung des Längsschlittens in Längsrichtung
einen eigenen Spindelmotor und ferner für die Querverschiebung des Querschlittens
in Querrichtung einen weiteren zugeordneten Spindelmotor aufweist, der wie der Querschlitten
am Längsschlitten gehalten ist und mit diesem mitgeschleppt werden muss. Eine
derartige Betätigungseinrichtung ist aufwendig und kompliziert. Um die jeweilige
Lage der beiden Spindelmotoren stets anzuzeigen, sind jeweils zwei Absolutwertsensoren
erforderlich. Auch dies ist aufwendig. Von Nachteil ist außerdem, dass eine
solche Betätigungseinrichtung ein großes Bauvolumen hat und entsprechend
große Einbauverhältnisse verlangt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betätigungseinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach, kompakt, kostengünstig
und leicht gestaltet ist und einen Einbau auch bei beengten räumlichen Verhältnissen
ermöglicht.
Die Aufgabe ist bei einer Betätigungseinrichtung der eingangs
genannten Art gemäß der Erfindung durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale sowie Ausgestaltungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Durch diese erfindungsgemäße Gestaltung der Betätigungseinrichtung
lassen sich für die Stellbewegung eines Getriebe-Schaltnockens höhere
Arbeitsgeschwindigkeiten erzielen. Es sind lediglich geringe zu beschleunigende
und zu verzögernde Massen in Form der drehantreibbaren Spindelmuttern und der
axialen Spindel vorhanden, was erheblich größere Geschwindigkeiten möglich
macht. Von Vorteil ist auch, dass die Betätigungseinrichtung kompakt ist, ein
geringes Gewicht hat und erheblich kostengünstiger herstellbar ist als bekannte
Einrichtungen dieser Art. Z.B. kann hinsichtlich der Antriebe auf vorhandene Antriebseinheiten
etwa baukastenartig zurückgegriffen werden. Von Vorteil ist auch, dass man
hinsichtlich der Größe z.B. der Stellwege in Längs- und/oder Querrichtung
frei ist und diese frei gestalten kann durch entsprechende Programmierung einer
der zentralen Steuerung der Antriebsmotoren dienenden Steuereinrichtung. Damit ist
die Betätigungseinrichtung schnell und einfach an unterschiedliche Stellaufgaben
anpassbar. Da die Betätigungseinrichtung besonders gedrungen und kompakt baut,
eignet sie sich auch mit Vorteil zum Einbau bei beengten Platzverhältnissen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung.
Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein
zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern statt
dessen lediglich durch Hinweis auf die Ansprüche darauf Bezug genommen, wodurch
jedoch alle diese Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle ausdrücklich und erfindungswesentlich
offenbart zu gelten haben. Dabei sind alle in der vorstehenden und folgenden Beschreibung
erwähnten Merkmale sowie auch die allein aus den Zeichnungen entnehmbaren Merkmale
weitere Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben
und insbesondere nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Betätigungseinrichtung
für ein Getriebe,
2 einen schematischen axialen Längsschnitt der
Betätigungseinrichtung in 1 in demgegenüber
größerem Maßstab,
3 eine schematische Seitenansicht mit teilweisem Schnitt
entlang der Linie III-III in 2, wobei sich die Betätigungseinrichtung
in einem Zwischenstadium der Verstellbewegung befindet,
4 und 5 jeweils eine Ansicht
entsprechend derjenigen in 3, bei denen sich die Betätigungseinrichtung
jedoch in jeweiligen unterschiedlichen Betätigungsstellungen befindet,
6 eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht
etwa entsprechend derjenigen in 3 einer Betätigungseinrichtung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
In 1 bis 4
ist schematisch ein hier interessierender Teil 10 eines Getriebes eines
Fahrzeuges, insbesondere eines Nutzfahrzeuges, Omnibusses od.dgl., gezeigt, der
einen hochstehenden Schaltnocken 11 aufweist. Der Schaltnocken
11 hat insbesondere die Form eines Außenvielkants, z.B. Außenvierkants.
In 1 ist lediglich gestrichelt angedeutet, dass dieser
Schaltnocken 11 zur entsprechenden Betätigung des nicht weiter gezeigten
Getriebes innerhalb einer Ebene mit längs verlaufenden Schaltwegen
12 und quer verlaufenden Schaltwegen 13 verschoben wird. In der
in 1 gezeigten Position befindet sich der Schaltnocken
11 in einem quer verlaufenden Schaltweg 13. Dies entspricht einer
bestimmten Getriebeschaltung in einem vorgegebenen Gang. Soll der
Gang gewechselt und ein anderer Gang geschaltet werden, so wird der Schaltnocken
11 durch Querbewegung aus dem quer verlaufenden Schaltweg 13 heraus
in den längs verlaufenden Schaltweg 12 bewegt und längs des letzteren
in Längsrichtung nach vorn oder nach hinten soweit bewegt, bis der dem gewünschten
zu schaltenden Gang zugeordnete, andere, quer verlaufende Schaltweg 13
erreicht ist. Sodann wird der Schaltnocken 11 durch Querbewegung in diesen
neuen quer verlaufenden Schaltweg 13 eingefahren.
Es ist bekannt, diese Stellbewegungen des Schaltnockens
11 zum Schalten verschiedener Gänge des Getriebes mittels eines Kreuzschlittens
und jeweiligen Spindelmotoren zu bewerkstelligen. Der Kreuzschlitten weist einen
längs einem Führungsträger geführten Längsschlitten auf,
der mittels eines am Führungsträger sitzenden Spindelmotors für die
Längsbewegung betätigbar ist. Der Längsschlitten ist Träger
eines Querschlittens und ferner eines diesem Querschlitten zugeordneten Spindelmotors.
Bei der Längsbewegung des Längsschlittens werden der Querschlitten und
dessen Spindelmotor mitgeschleppt. Der Querschlitten ist Träger eines Verbindungselements,
das mit dem Schaltnocken zum Schalten des Getriebes in Verbindung steht. Eine derartige
Betätigungseinrichtung mittels Kreuzschlitten und zweier separater Spindelmotoren
ist aufwendig. Sie benötigt viel Platz und einen entsprechend großen Bauaufwand.
Für die Stellbewegungen sind jeweils zwei Absolutwertsensoren erforderlich,
um die jeweilige Lage der beiden Spindelmotoren zu signalisieren.
In besonderer Gestaltung der beschriebenen Betätigungseinrichtung
für ein Fahrzeuggetriebe sieht die Erfindung für diese eine Antriebseinrichtung
16 mit Spindel 17 vor, die zwei axial benachbarte Gewindeabschnitte
18 und 19 hat, wobei der Gewindeverlauf dieser Gewindeabschnitte
18, 19 gegenläufig ist. Der Gewindeabschnitt 18
hat z.B. Linksgewinde, während der Gewindeabschnitt 19 entsprechendes
Rechtsgewinde aufweist. Die Verhältnisse können auch vertauscht sein.
Dem einen Gewindeabschnitt 18 ist eine Spindelmutter 20 und dem
anderen Gewindeabschnitt 19 eine entsprechende Spindelmutter
21 zugeordnet. Die Spindelmuttern 20, 21 sind mit entsprechendem
Innengewinde versehen und sitzen auf dem jeweiligen Gewindeabschnitt 18
bzw. 19. Jede Spindelmutter 20, 21 ist drehfest mit einer
zur Spindel 17 koaxialen Hülse 22 bzw. 23 verbunden
und mittels eines Lagers 24 bzw. 25 in Bezug auf ein Gehäuse
26 drehbar gelagert. Jeder Spindelmutter 20, 21 ist zu
deren Drehantrieb ein jeweiliger Antriebsmotor 27 bzw. 28 zugeordnet,
der insbesondere als Elektromotor ausgebildet ist. Die Hülse 22 bzw.
23 kann Träger des Rotors des Antriebsmotors 27 bzw.
28 sein oder ist selbst als Rotor ausgebildet. Jede Spindelmutter
20, 21 ist mittels des zugeordneten Antriebsmotors 27
bzw. 28 drehbar, jedoch axial unverschiebbar angeordnet, so dass eine Drehbetätigung
der jeweiligen Spindelmutter 20 bzw. 21 zu einem Translationsantrieb
und/oder Drehantrieb der Spindel 17 führt. Wenn beide Antriebsmotoren
27 und 28 in gleicher Drehrichtung und mit gleicher Drehzahl die
jeweils zugehörige Spindelmutter 20, 21 antreiben, hat dies
eine reine Drehbewegung der Spindel 17 in der einen oder anderen Richtung
zur Folge, die von der jeweiligen Drehrichtung beim Gleichlauf der Antriebsmotoren
27, 28 abhängt.
Werden die Spindelmutterm 20, 21 mittels der Antriebsmotoren
27 bzw. 28 mit gleicher Drehzahl, jedoch mit entgegengesetztem
Drehsinn, angetrieben, so wird die Spindel 17 translatorisch in Pfeilrichtung
15 in der einen oder anderen Richtung angetrieben, die vom Drehsinn abhängt.
Die Antriebseinrichtung 16 weist ein am Schaltnocken
11 angreifendes und diesen in Längsrichtung gemäß dem längs
verlaufenden Schaltweg 12, und zwar vorwärts oder rückwärts,
und in Querrichtung gemäß den quer verlaufenden Schaltwegen
13 bewegendes Kupplungsglied 29 auf, das mittels der Spindel
17 betätigbar ist. Die Spindel 17 ist abtriebsseitig im Bereich
des in 2 links befindlichen Endes 30 mit einem
Bewegungswandler 31 versehen, mittels dessen die Drehabtriebsbewegung der
Spindel 17 in der einen oder anderen Drehrichtung in eine translatorische
Querbewegung des Kupplungsgliedes 29 in der einen oder anderen Querrichtung
wandelbar ist. Mittels des Bewegungswandlers 31 wird somit die Abtriebsdrehbewegung
der Spindel 17 bei Drehung in die eine Richtung umgesetzt in eine translatorische
Querbewegung z.B. gemäß Pfeil 32 in 4
nach rechts. Bei gegensinniger Abtriebsdrehbewegung der Spindel 17 wird
diese mittels des Bewegungswandlers 31 in eine translatorische Querbewegung
gemäß Pfeil 33 in 5 nach links umgewandelt.
Aufgrund dieser translatorischen Querbewegungen in Pfeilrichtung 32 oder
33 wird somit der vom Kupplungsglied 29 betätigte Schaltnocken
11 in einen der quer verlaufenden Schaltwege 13 geschoben.
3 zeigt eine Position des Bewegungswandlers
31, die einer Bewegung der Spindel 17 in Längsrichtung gemäß
Pfeil 15 vor oder zurück entspricht. Auch dabei wird über das
Kupplungsglied 29 der Schaltnocken 11 formschlüssig mitgenommen
und demgemäß verschoben. Der Bewegungswandler 31 wird also in
Längsrichtung mit der Spindel 17 mitgenommen, wobei deren Längsbewegung
eine entsprechende Längsbewegung des Kupplungsgliedes 29 und Schaltnockens
11 zur Folge hat.
Mit der Spindel 17 ist abtriebsseitig ein etwa radial gerichteter
Mitnehmer 34 drehfest verbunden, an dem das Kupplungsglied 29
angreift. Der radial abstehende Mitnehmer 34 kann dabei an einer Hülse
35 gehalten sein, die ihrerseits mit der Spindel 17 fest verbunden
ist. Der Mitnehmer 34 und das Kupplungsglied 29 sind mittels eines
Gelenks 36, z.B. eines Bolzens 37, schwenkbeweglich miteinander
verbunden, und zwar um eine zur Achse der Spindel 17 etwa parallel verlaufende
Achse. Das Kupplungsglied 29 ist bei der Abtriebsschwenkbewegung der Spindel
17 relativ zum Schaltnocken 11 etwa rechtwinklig zur Schaltebene
unter Beibehaltung des Betätigungseingriffes mit dem Schaltnocken
11 verschiebbar. Dies ist dadurch erreicht, dass das Kupplungsglied
29 in den Zeichnungen von oben her auf den Schaltnocken 11 aufgesteckt
ist und eine Relativbewegung des Kupplungsgliedes 29 in dieser Richtung
relativ zum Schaltnocken 11 möglich ist. Das Kupplungsglied
29 kann einen Innenvielkant, z.B. Innenvierkant, aufweisen, der an einen
entsprechenden Außenvierkant, z.B. Außenvierkant, des Schaltnockens
11 angepasst ist und durch Aufstecken darauf mit diesem formschlüssig
kuppelbar ist.
Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel eines
Bewegungswandlers sind der Mitnehmer 34 einerseits und das Kupplungsglied
29 andererseits über eine Kupplung miteinander verbunden, die am einen
Teil, z.B. am Kupplungsglied 29, ein Langloch und am anderen Teil, z.B.
am Mitnehmer 34, einen in das Langloch eingreifenden Nocken aufweist. In
diesem Fall erfolgt die vertikale Relativbewegung zwischen dem Mitnehmer
34 und dem Kupplungsglied 29 und nicht, wie beim ersten Ausführungsbeispiel
gezeigt ist, zwischen dem Kupplungsglied 29 und dem Schaltnocken
11.
Die Spindel 17 kann mit besonderem Vorteil als Kugelrollspindel
ausgebildet sein, die leichtgängig und reibungsarm arbeitet.
Die Antriebseinrichtung 16 weist an einem Ende des Gehäuses
26, insbesondere an dem in 1 und
2 links befindlichen Gehäuseende, einen am Gehäuse
26 etwa stirnseitig angreifenden, etwa deckelartigen Befestigungsteil
40 auf, der fest mit der Antriebseinrichtung 16 verbunden ist.
Mit diesem Befestigungsteil 40 ist die Antriebseinrichtung 16
an ein nicht weiter dargestelltes Getriebegehäuse von oben her aufsetzbar und
daran lösbar befestigbar. Die Spindel 17 setzt sich in den Befestigungsteil
40 hinein fort. Der Bewegungswandler 31 ist im Befestigungsteil
40 angeordnet, wobei der radiale Mitnehmer 34 und das Kupplungsglied
29 aus dem Befestigungsteil 40 in den Zeichnungen nach unten herausragen.
Der Befestigungsteil 40 weist einen sich in Verlängerung der Spindel
17 und etwa koaxial zu deren Längsmittelachse erstreckenden Rohrteil
41 auf, in dem die Spindel 17 mit der Hülse 35 geführt
ist, die den Mitnehmer 34 trägt. Der Rohrteil 41 des Befestigungsteils
40 erstreckt sich über einen Umfangswinkel, der größer 180°
und kleiner 360° ist, derart, dass die Hülse 35 mit der Spindel
17 über einen Umfangswinkel größer 180° vom Rohrteil
41 umfasst und gegen Herausrutschen in 3 bis
5 nach unten gesichert sind. Auf diese Weise bildet
der Rohrteil 41 eine Längsführung mit Lagereigenschaft quer zur
Längsmittelachse der Spindel 17 und lässt eine beidseitige Schwenkbewegung
des Mitnehmers 34 zu.
Der Befestigungsteil 40 ist als hohle Platte 42
ausgebildet, die auf einer in 2 bis 5
unten verlaufenden Breitseite 43 geöffnet ist und im Bereich der gegenüberliegenden
anderen Breitseite 44 den Rohrteil 41 aufweist.
Die Antriebseinrichtung 16 ist mit einer nicht weiter dargestellten
Steuereinrichtung ausgestattet, mittels der die Antriebsmotoren 27,
28 hinsichtlich ihrer Drehzahl, Drehrichtung und/oder bedarfsweise hinsichtlich
ihres Antriebsmoments gesteuert sind. In 2 ist schematisch
angedeutet, dass dem Antriebsmotor 27 und dem Antriebsmotor 28
jeweils ein rotativer Sensor 45 bzw. 46 zugeordnet ist, über
den die Umdrehungen der zugeordneten Spindelmutter 20 bzw. 21
erfasst werden. Ferner ist der Spindel 17 ein Absolutwert-Linearsensor
47 für die Spindellängsbewegung zugeordnet, der ebenfalls nur
schematisch angedeutet ist. Für eine Regelung des Betriebs der Antriebseinrichtung
16 stehen die Sensoren 45 bis 47 mit der nicht gezeigten
Steuereinrichtung in Verbindung, wodurch der Steuereinrichtung die jeweiligen Ausgangssignale
der Sensoren 45 bis 47 zugeführt werden. Die Ausgangssignale
können in einem nicht dargestellten Regler mit jeweiligen Sollwerten verglichen
werden, wobei mittels des Reglers elektrische Stellsignale für die Betätigung
der Antriebsmotoren 27 bzw. 28 erzeugt werden, um durch entsprechende
Ansteuerung der Antriebsmotoren 27, 28 die vorgegebene Schaltposition
des Schaltnockens 11 herbeizuführen.
Bei dem in 6 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel
sind für die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel in 1
bis 5 entsprechen, gleiche Bezugszeichen verwendet,
so dass dadurch zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Beschreibung des ersten
Ausführungsbeispieles Bezug genommen ist.
Der in 6 gezeigte Bewegungswandler
31 weist ein Abtriebsrad 50, insbesondere Zahnrad, auf, das abtriebsseitig
drehfest mit der Spindel 17 verbunden ist. Ferner ist eine quer zur Längsmittelachse
der Spindel 17 gerichtete Stange 51, insbesondere Zahnstange,
vorgesehen, mit der das Abtriebsrad 50 in Getriebeeingriff steht. Das Abtriebsrad
50 und die damit in Eingriff stehende Stange 51, insbesondere
Zahnstange, werden in Längsrichtung gemäß Pfeil 15 mit der
Spindel 17 mitgenommen. Das Kupplungsglied 29 ist an der Stange
51, insbesondere Zahnstange, befestigt, z.B. mit dieser einstückig.
Eine Schwenkbewegung der Spindel 17 in der einen oder
anderen Drehrichtung hat eine entsprechende Schwenkbewegung des Abtriebsrades
50 zur Folge, wodurch die Stange 51, insbesondere Zahnstange,
in Richtung des Pfeiles 52 nach links oder nach rechts verschoben wird.
Dies hat eine entsprechende Verschiebung des Kupplungsgliedes 29 und damit
des Schaltnockens 11 zur Folge.
Im übrigen gilt für das zweite Ausführungsbeispiel
gemäß 6 die vorstehende Beschreibung.
Die Antriebseinrichtung 16 ist einfach und kompakt. Sie benötigt
nur wenig Bauelemente. Der erforderliche Bauraum ist klein. Die Antriebseinrichtung
16 kann auf ein Getriebe von oben aufgesetzt werden. Von Vorteil ist ferner,
dass die einzelnen Antriebsmotoren 27 und 28 der Antriebseinrichtung
16 kleiner, leichter und kostengünstiger gestaltet werden können
als dies bei Antriebseinrichtungen mit Kreuzschlitten und zwei separaten Spindelmotoren
der Fall ist, bei denen die gesamte Stellkraft vom jeweiligen Spindelmotor aufgebracht
werden muss. Im Vergleich dazu ermöglicht die Antriebseinrichtung
16, dass sich die Kraft beider Antriebsmotoren 27, 28
beim jeweiligen Bewegungsvorgang addiert. Die Antriebseinrichtung 16 ist
auch besonders einfach einer Steuerung oder Regelung zugänglich. Die Verstellung
des Schaltnockens 11 in Längsrichtung und in Querrichtung geschieht
in einfacher Weise praktisch ohne bewegte Antriebsteile. Von Vorteil ist ferner,
dass über den Absolutwert-Linearsensor 47 in Verbindung mit den beiden
anderen rotativen Sensoren 45 und 46 die jeweilige Position des
Schaltnockens 11 im Absolutwert festgehalten wird, so dass auch bei etwaigem
Stromausfall und Wiedereinschaltung die jeweilige Getriebeschaltung im Display erkennbar
bleibt. Man erkennt, dass der für den Translationsantrieb und den Drehantrieb
vorgesehene, jeweils auf die Spindel 17 arbeitende Antrieb mit den Spindelmuttern
20, 21 und zugeordneten Antriebsmotoren 27 bzw.
28 einfach, kostengünstig und in hohen Maße effektiv ist. Es
sind jeweils nur geringe Massen zu beschleunigen und zu verzögern, weswegen
bei Bedarf auch große Stellgeschwindigkeiten für den Schaltnocken
11 und somit Schaltgeschwindigkeiten erreichbar sind. Von Vorteil ist ferner,
dass sowohl die Hublänge für die Längsbewegung als auch der jeweilige
Schwenkwinkel beim Drehantrieb für die Bewegung in Querrichtung frei gestaltet
und gewählt werden können, je nachdem, welche Wege zur Verstellung des
Schaltnockens 11 verlangt werden. Allein durch entsprechende Programmierung
der nicht gezeigten Steuereinrichtung und Umprogrammierung dieser lässt sich
schnell und einfach eine Änderung der Bewegungen in Längsrichtung und/oder
Querrichtung einstellen.