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Dokumentenidentifikation DE102006028418A1 27.12.2007
Titel Maschinenstuhlung
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Grabscheid, Joachim, Dr., 89547 Gerstetten, DE;
Weinhold, Fred, 89518 Heidenheim, DE
DE-Anmeldedatum 21.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028418
Offenlegungstag 27.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse D21F 3/04(2006.01)A, F, I, 20060621, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21F 3/08(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE   D21F 3/00(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE   B30B 9/20(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Maschinenstuhlung einer Pressenpartie zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (1) in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, wobei die Pressenpartie mehrere von Presswalzen (4) gebildete Pressspalte umfasst, durch diese Pressspalte neben der Faserstoffbahn (1) zumindest ein wasseraufnehmendes und endlos umlaufendes Entwässerungsband (11, 12, 13, 14) geführt ist, die Enden der Presswalzen (4) jeweils in einer trieb- und führerseitigen Tragkonstruktion der Maschinenstuhlung gelagert sind und die Tragkonstruktionen von Tragbalken (2) und Fundamenten (5) gebildet werden.
Dabei soll ein einfacher und materialsparender Aufbau dadurch erreicht werden, dass zumindest bei einer Tragkonstruktion die Tragbalken (2) in einer in Maschinenlaufrichtung (6) liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume (3) entstehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Maschinenstuhlung einer Pressenpartie zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, wobei die Pressenpartie mehrere, von Presswalzen gebildete Pressspalte umfasst, durch diese Pressspalte neben der Faserstoffbahn zumindest ein wasseraufnehmendes und endlos umlaufendes Entwässerungsband geführt ist, die Enden der Presswalzen jeweils in einer trieb- und führerseitigem Tragkonstruktion der Maschinenstuhlung gelagert sind und die Tragkonstruktionen von Tragbalken und Fundamenten gebildet werden.

Die Pressenpartie weist wie alle anderen Baugruppen der Maschine eine trieb- und eine führerseitige Tragkonstruktion auf. In diesen Tragkonstruktionen sind eine Vielzahl von Press- und Leitwalzen gelagert, die in verschiedenartigen Konfigurationen relativ zueinander angeordnet sind.

Ein wesentlicher Bestandteil der Pressenpartie wird von wasseraufnehmenden Entwässerungsbändern inklusive deren Führung und Konditionierung gebildet. Da diese Entwässerungsbänder des öfteren ausgewechselt werden müssen, ist eine ausreichende Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Wegen der hohen Maschinengeschwindigkeiten und der großen Arbeitsbreiten nimmt die Gefahr von Eigenschwingungen der Masschinenstuhlung zu. Daher wird andererseits aber eine sehr stabile und kompakte Maschinenstuhlung angestrebt.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher eine stabile und möglichst einfache Maschinenstuhlung zu schaffen, die eine ausreichende Zugänglichkeit gewährleistet.

Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass zumindest bei einer Tragkonstruktion die Tragbalken in einer in Maschinenlaufrichtung liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume entstehen.

Derartige Konstruktionen haben sich als sehr stabil erwiesen und gewähren gleichzeitig über die dreieckigen Freiräume oder andere Freiräume zwischen den Tragbalken eine sehr gute Zugänglichkeit der Pressenpartie, insbesondere für den Wechsel eines Bandes.

Dabei können die Vorteile hinsichtlich einer material- und gewichtssparenden Tragkonstruktion optimal ausgenutzt werden, wenn bei beiden Tragkonstruktionen die Tragbalken in einer, jeweils in Maschinenlaufrichtung liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume entstehen.

Im Interesse der Zugänglichkeit sollten die dreieckigen Freiräume vorwiegend, vorzugsweise ausschließlich über dem Maschinenfundament liegen. Mit Vorteil sollten die dreieckigen Freiräume wenigstens 1 m, vorzugsweise zumindest 1,5 m über dem Maschinenfundament liegen.

Für einen einfachen Aufbau der Tragkonstruktion sollte zumindest ein, vorzugsweise alle Freiräume ein etwa gleichschenkliges Dreieck bilden, dessen Schenkel zum Maschinenfundament weisen. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Basis des Dreiecks parallel zum Maschinenfundament verläuft.

Es ist außerdem vorteilhaft, wenn zumindest ein, vorzugsweise alle Freiräume je ein spitzwinkliges Dreieck, insbesondere je ein etwa gleichseitiges Dreieck bilden.

Es ist des Weiteren von Vorteil, wenn die, eine zum Maschinenfundament weisende Ecke eines dreieckigen Freiraums bildenden Tragbalken mit einem Ende eines senkrecht verlaufenden und sich vorzugsweise auf dem Maschinenfundament abstützenden Tragbalkens verbunden sind.

Um die, die dreieckigen Freiräume bildenden Tragbalken zu entlasten, sollten diese keine Presswalzen tragen. Die Presswalzen können von separaten, sehr stabilen und kompakten Fundamenten der Tragkonstruktionen gestützt werden.

Die, die dreieckigen Freiräume bildenden Tragbalken sind jedoch sehr gut geeignet, die von den Entwässerungsbändern umschlungenen Leitwalzen zu tragen. Wegen der Anordnung der Freiräume über dem Maschinefundament trifft dies insbesondere für die, von den über der Faserstoffbahn verlaufenden Entwässerungsbändern umschlungenen Leitwalzen zu.

Diese Tragbalken können auch die, diesen Entwässerungsbändern zugeordneten Spann- und Konditioniereinrichtungen aufnehmen.

Im Interesse einer stabilen Tragkonstruktion sollten die Tragkonstruktionen frei von herausnehmbaren Distanzstücken sein. Das Fehlen dieser Schwachstellen lässt eine Konstruktion allein unter dem Gesichtspunkt der Stabilität zu. Auf diese Weise können Schwingungen infolge Eigenfrequenz wirksam vermieden werden.

Außerdem erlaubt dies auch eine sehr stabile Verbindung der Tragbalken.

Um die Vorteile dieser Konstruktion in vollem Umfang nutzen zu können, sollte sich die Tragkonstruktionen zumindest über einen Teil der Pressenpartie mit mehreren Pressspalten, vorzugsweise über die gesamte Pressenpartie erstrecken.

Jede Tragkonstruktion mit diesen dreieckigen Freiräumen ist so in Längsrichtung der Maschine völlig oder weitestgehend einstückig ausgebildet. Einstückig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese durchaus auch aus zwei oder mehreren Baugruppen bestehen können, sofern diese Baugruppen so stabil zusammengefügt sind, dass eine Steifigkeit wie bei einem einzigen Bauteil entsteht.

Die Stabilität der Maschinenstuhlung kann insgesamt noch dadurch erhöht werden, dass die Tragkonstruktionen über Querbalken miteinander verbunden sind.

Insbesondere beim Fehlen von Distanzstücken vor allem zwischen den Tragbalken ist es zur Ermöglichung eines Bandwechsels von Vorteil, wenn die Entwässerungsbänder öffen- und schließbare Quernähte besitzen.

Falls ein Bandwechsel erforderlich ist, so können die Quernähte geöffnet und die Bandteile einzeln aus der Maschine geführt werden.

Auch die Montage gestaltet sich einfach, indem die Bandteile einzeln in die Maschine geführt und die Quernähte geschlossen werden.

Ein derartiger Wechsel des Bandes bei geschlossener Tragkonstruktion ist wesentlich einfacher und schneller durchzuführen.

Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen schematischen Querschnitt durch eine Pressenpartie.

Die dargestellte Presspartie umfasst zwei Pressspalte, die von jeweils zwei zusammengedrückten Presswalzen 4 gebildet werden. Die separaten Presswalzen-Paare werden dabei an den Enden von einem Fundament 5 getragen.

Durch die Pressspalte läuft die Faserstoffbahn 1 mit beidseitig je einem wasseraufnehmenden Entwässerungsband 11, 12, 13, 14 in Form eines Pressfilzes.

Dabei übernimmt hier beispielhaft das obere Entwässerungsband 12 des ersten Pressspaltes die Faserstoffbahn 1 von einem Formersieb 10 eines vorgelagerten Formers zur Blattbildung.

Nach dem ersten Pressspalt läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit beiden Entwässerungsbändern 11, 12, bevor das obere Entwässerungsband 12 weggeführt wird. Von dem allein führenden unteren Entwässerungsband 11 wird die Faserstoffbahn 1 dann an das obere Entwässerungsband 14 des zweiten Pressspaltes übergeben.

Nach dem zweiten Pressspalt führt das untere Entwässerungsband 13 die Faserstoffbahn 1 bis zur Übernahme durch ein Trockensieb 15 einer folgenden Trockenpartie zur Trocknung der Faserstoffbahn 1.

In der Trockenpartie wird die Faserstoffbahn 1 vom Trockensieb 15 gestützt, abwechselnd über beheizte Trockenzylinder 9 und besaugte Leitwalzen 18 geführt.

Die Entwässerungsbänder 11, 12, 13, 14 werden außerhalb der Pressspalte über Leitwalzen 7, 8 sowie an Konditioniereinrichtungen zur Reinigung und Entwässerung der Bänder vorbeigeführt.

Auf der Trieb- und Führerseite wird die Maschinenstuhlung jeweils von einer Tragkonstruktion gebildet, die sich aus Tragbalken 2 und Fundamenten 5 zusammensetzt.

Während die Fundamente 5 sich auf dem Maschinenfundament 16 abstützen und die schweren Presswalzen 4 tragen, dienen die Tragbalken 2 zur Fixierung der Leitwalzen 7, 8 sowie der Konditioniereinrichtungen.

Im Interesse einer einfachen, leichten und dennoch stabilen Tragkonstruktion sind die Tragbalken 2 in einer in Maschinenlaufrichtung 6 liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume 3 entstehen. Diese verbessern die Zugänglichkeit der Maschine erheblich.

Dabei dienen die an der Bildung der dreieckigen Freiräume 3 beteiligten Tragbalken 2 zur Lagerung der Leitwalzen 7, 8 der oberen Entwässerungsbänder 12, 14. Hierzu befinden sich die dreieckigen Freiräume mehr als 2 m über dem Maschinenfundament 16, wobei eine Seite des Dreiecks nahezu parallel zum Maschinenfundament 16 verläuft.

Die Freiräume 3 haben hier die Form eines spitzwinkligen Dreiecks. Dabei sind die, die zum Maschinenfundament 16 weisende Ecke des dreieckigen Freiraums 3 bildenden Tragbalken 2 mit einem Ende eines senkrecht verlaufenden und sich vorzugsweise auf dem Maschinenfundament 16 abstützenden Tragbalkens 2 verbunden. Auf diese Weise ergibt sich an dieser Ecke des Dreiecks eine y-förmige Verbindung der Tragbalken 2.

Im Interesse einer umfassenden Nutzung der Vorteile der Konstruktion befindet sich vor jedem Presswalzenpaar ein dreieckiger Freiraum 3.

Die Tragkonstruktion enthält keine Distanzstücke o. ä. Dadurch wird eine sehr stabile Konstruktion der Maschinenstuhlung möglich.

Dies erfordert aber auch den Einsatz von Entwässerungsbändern 11, 12, 13, 14 mit öffen- und schließbarer Quernaht. Auf diese Weise kann das Entwässerungsband 11, 12, 13, 14 aufgetrennt in die Maschine eingeführt und dort wieder über die Quernaht verschlossen werden.

1
Faserstoffbahn
2
Tragbalken
3
dreieckige Freiräume
4
Presswalzen
5
Fundamente
6
Maschinenlaufrichtung
7, 8
umschlungene Leitwalzen
9
Trockenzylinder
10
Formersieb
11, 12, 13, 14
Entwässerungsband
15
Trockensieb
16
Maschinenfundament
18
Leitwalzen


Anspruch[de]
Maschinenstuhlung einer Pressenpartie zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (1) in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, wobei die Pressenpartie mehrere, von Presswalzen (4) gebildete Pressspalte umfasst, durch diese Pressspalte neben der Faserstoffbahn (1) zumindest ein wasseraufnehmendes und endlos umlaufendes Entwässerungsband (11, 12, 13, 14) geführt ist, die Enden der Presswalzen (4) jeweils in einer trieb- und führerseitigem Tragkonstruktion der Maschinenstuhlung gelagert sind und die Tragkonstruktionen von Tragbalken (2) und Fundamenten (5) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest bei einer Tragkonstruktion die Tragbalken (2) in einer in Maschinenlaufrichtung (6) liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume (3) entstehen. Maschinenstuhlung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei beiden Tragkonstruktionen die Tragbalken (2) in einer, jeweils in Maschinenlaufrichtung (6) liegenden Ebene so miteinander verbunden sind, dass zwischen diesen dreieckige Freiräume (3) entstehen. Maschinenstuhlung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dreieckigen Freiräume (3) vorwiegend, vorzugsweise ausschließlich über dem Maschinenfundament (16) liegen. Maschinenstuhlung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die dreieckigen Freiräume (3) wenigstens 1 m, vorzugsweise zumindest 1,5 m über dem Maschinenfundament (16) liegen. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein, vorzugsweise alle Freiräume (3) ein nahezu gleichschenkliges Dreieck bilden, dessen Schenkel zum Maschinenfundament (16) weisen. Maschinenstuhlung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis des Dreiecks parallel zum Maschinenfundament (16) verläuft. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein, vorzugsweise alle Freiräume (3) ein spitzwinkliges Dreieck bilden. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein, vorzugsweise alle Freiräume (3) ein nahezu gleichseitiges Dreieck bilden. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, eine zum Maschinenfundament (16) weisende Ecke eines dreieckigen Freiraums (3) bildenden Tragbalken (2) mit einem Ende eines senkrecht verlaufenden und sich vorzugsweise auf dem Maschinenfundament (16) abstützenden Tragbalkens (2) verbunden sind. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, die dreieckigen Freiräume (3) bildenden Tragbalken (2) keine Presswalzen (4) tragen. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, die dreieckigen Freiräume (3) bildenden Tragbalken (2) von einem Entwässerungsband (11, 12, 13, 14) umschlungene Leitwalzen (7, 8) tragen. Maschinenstuhlung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die, von den Tragbalken (2) der Freiräume (3) gehaltenen Leitwalzen (7, 8) von einem über der Faserstoffbahn (1) verlaufenden Entwässerungsband (12, 14) umschlungen sind. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktionen frei von herausnehmbaren Distanzstücken sind. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Tragkonstruktionen zumindest über einen Teil der Pressenpartie mit mehreren Pressspalten, vorzugsweise über die gesamte Pressenpartie erstrecken. Maschinestuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktionen über Querbalken miteinander verbunden sind. Maschinenstuhlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsbänder (11, 12, 13, 14) offen- und schließbare Quernähte besitzen.






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