| Dokumentenidentifikation |
DE102006028423A1 27.12.2007 |
| Titel |
Drehfalle eines Schlosses, insbesondere einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges |
| Anmelder |
Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE |
| Erfinder |
Meyer, Dieter, 38442 Wolfsburg, DE; Schrenke, Kai, 39356 Walbeck, DE |
| DE-Anmeldedatum |
21.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006028423 |
| Offenlegungstag |
27.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E05B 65/32(2006.01)A, F, I, 20060621, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E05B 15/02(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE
E05B 15/10(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Drehfalle eines Schlosses, insbesondere einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, die über eine Achse (2) aus einer Offenlage in eine Schließlage drehbar auf einem Komponententräger angeordnet ist, der an der schwenkbar angeordneten Fahrzeugtür positioniert ist, wobei die Drehfalle (1) eine radiale Ausnehmung (4) besitzt, die in der Schließlage vorzugsweise einen am Türpfosten der Fahrzeugkarosserie positionierten Schließbügel (3) aufnimmt und zumindest teilweise an ihrer Oberfläche eine Dämpfungsschicht (5) aus einem elastischen Material besitzt sowie mit einer Sperrklinke in Wirkverbindung steht, die bei verschlossener Fahrzeugtür in eine Hauptrast (8) der Drehfalle (1) einrastet, so dass die Drehfalle (1) und somit auch die Fahrzeugtür in ihrer Schließstellung gesichert sind. Es ist vorgesehen, dass der Bereich (12) der radialen Ausnehmung (4) der Drehfalle (1), der den Schließbügel (3) in der Schließlage der Drehfalle (1) aufnimmt, durch eine aus Kunststoff bestehende Schutzschicht (13) ausgekleidet ist, die aus einem elastischen Material besteht, dessen Materialeigenschaften gegenüber den Materialeigenschaften der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht (5) an der Oberfläche der Drehfalle (1) in Form der Ummantelung (6) abweichen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Drehfalle eines Schlosses, insbesondere
einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, mit den im Oberbegriff des Anspruches
1 genannten Merkmalen.
Es ist bekannt, dass im Zuge der stetigen Weiterentwicklung von Kraftfahrzeugen
auch die zunehmenden Komfortansprüche berücksichtigt werden. Dabei ist
auch ein möglichst geräuschfreies Arbeiten aller Komponenten des Kraftfahrzeuges
und damit auch der Verschlüsse der Fahrzeugtüren aber auch der Hauben
sowie der Klappen mit einzubeziehen. Um dieses zu ermöglichen, ist eine Vielzahl
von Lösungen bekannt, die nicht nur eine Geräuschentwicklung, insbesondere
beim Schließen der Fahrzeugtür, der Haube oder der Klappe durch Anschlagen
des fahrzeugseitig montierten Schließbügels, beispielsweise an eine Drehfalle,
verhindern, sondern die auch dazu beitragen, dass bei der Wirkverbindung der Drehfalle
mit einer dieser zugeordneten Sperrklinke Einfluss auf eine Geräuschdämpfung
genommen wird.
So ist beispielsweise nach der DE 23
20 351 ein Schloss einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges bekannt,
das von einer um eine Achse schwenkbar angeordneten Drehfalle ausgeht, die zur Aufnahme
eines Schlossbolzens eine radiale Ausnehmung besitzt und mit einer Sperrklinke zusammen
arbeitet. Um ausgehend von dieser grundsätzlichen Ausbildung eine Geräuschdämpfung
zu erreichen, sind an den Kontaktstellen zwischen der Drehfalle und der Sperrklinke
aus Ausnehmungen und Vorsprüngen bestehende Pufferausbildungen vorgesehen,
die in eine die Drehfalle umhüllende Dämpfungsschicht aus einem weichelastischen
Dämpfungswerkstoff integriert sind. Dabei kann zur Schaffung der Pufferausbildungen
in dem weichelastischen Dämpfungswerkstoff ein Hohlraum vorgesehen sein, der
außen von einer Dämpfungsmembran überdeckt ist, die den Aufprall
der Sperrklinke dämpfen soll. Ausgehend von einer variablen Ausbildung der
Dämpfungsmembran ist jedoch nicht immer vermeidbar, dass die Sperrklinke außerhalb
der Membranmitte auf die Dämpfungsmembran aufschlägt, so dass der Aufprall
der Sperrklinke nicht optimal geräuschfrei gedämpft wird, da hierbei der
im mittleren Bereich der Dämpfungsmembran zur Verfügung stehende Federweg
nicht vollständig zum Dämpfen des Aufpralls genutzt wird. Nachteilig ist
bei dieser Ausbildung der Drehfalle aber auch, dass die Drehfalle im Zusammenwirken
mit dem Schließbolzen im Wesentlichen nur kleine Bewegungen ausführen
kann, wodurch die mit dem Schloss versehene Fahrzeugtür nicht ausreichend festgehalten
werden kann. Außerdem sind die im Bereich der Ausnehmungen der Pufferausbildungen
verbleibenden Stege der Dämpfungsschicht nicht gestützt, so dass ein Brechen
der Stege nicht immer zu vermeiden ist. Das aber führt zu einer Minderung der
Dämpfungswirkung und kann zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Schlosses
führen. Knarzgeräusche zwischen dem Schließbolzen und der Drehfalle
werden bei diesem Schloss in der Schließlage nicht vermieden.
Um unter Berücksichtigung dieser Ausbildung der Drehfalle eines
Schlosses einer Fahrzeugtür eine wirksamere Geräuschdämpfung zu erreichen,
wobei gleichzeitig aber auch zu gewährleisten ist, dass die von dem Schloss
verriegelte Fahrzeugtür oder Klappe stabil festgehalten wird, ist gemäß
der DE 102 16 313 A1 weiterhin
eine Drehfalle eines Schlosses bekannt, die um eine türfeste Achse zwischen
einer Offenlage und einer Verschließlage sowie einer Hauptschließlage
schwenkbar ist und mit einer Sperrklinke derart in Wirkverbindung steht, dass diese
in der Verschließlage vor eine Vorrast und in der Hauptschließlage vor
einer Hauptrast jeweils an der Drehfalle einfällt und dadurch ein Rückdrehen
der Drehfalle in die Offenlage verhindert. Auch bei dieser Drehfalle ist zur Geräuschisolierung
an ihrer Oberfläche eine Dämpfungsschicht vorgesehen, die aus einem elastischen
Werkstoff besteht, der hartelastisch ist und die Ausnehmungen zur Bildung von Kontaktstellen
für ein hartes Anschlagen der Sperrklinke an der Drehfalle besitzt. Derartige
Ausnehmungen sind auch in der den am Türpfosten der Fahrzeugkarosserie positionierten
Schließbolzen in der Schließlage aufnehmenden radialen Ausnehmung der
Drehfalle zur Bildung von Kontaktstellen beim Anschlagen des Schließbolzens
vorgesehen. Zur Vermeidung von Aufschlaggeräuschen sind bei dieser Drehfalle
die Ausnehmungen jeweils von einem elastischen Dämpfungswerkstoff ausgefüllt,
der weicher als die hartelastische Dämpfungsschicht ist, wobei die Dämpfungswerkstoffe
unterschiedlich ausgebildet sein können und dabei an die jeweilige Aufschlagmasse
angepasst sind. Es hat sich aber auch bei dieser Drehfalle gezeigt, dass in der
Schließlage, in der ein Schließbolzen oder ein Schließbügel
von der radialen Ausnehmung der Drehfalle aufgenommen wird, die Komfortansprüche
beeinträchtigende Knarzgeräusche ebenfalls nicht vermieden werden und
immer noch ein die Funktion des Schlosses der Fahrzeugtür beeinträchtigender
Verschleiß zwischen der Drehfalle und dem Schließbolzen beziehungsweise
dem Schließbügel nicht immer auszuschließen ist.
Nun trägt zur Geräuschdämpfung bei einem Schloss einer
Fahrzeugtür zwar auch die Sperrklinke nach der DE
103 55 576 A1 bei, die an Oberflächenbereichen mit einer Ummantelung
aus einem hartelastischen Kunststoff beschichtet ist, wobei sich in der Ummantelung
im Bereich der Stützfläche ein tangential zur Drehfalle länglicher
Hohlraum befindet, in den ein elastischer Dämpfungswerkstoff eingebracht ist,
der elastischer ist als der der Ummantelung, aber auch durch diese
Ausbildung wird nicht Einfluss auf die Vermeidung von Knarzgeräuschen in der
Schließlage zwischen der Drehfalle und dem Schließbolzen beziehungsweise
dem Schließbügel genommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drehfalle eines Schlosses,
insbesondere einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, entsprechend dem Oberbegriff
von Anspruch 1 zu schaffen, durch die nicht nur eine Geräuschoptimierung zumindest
durch eine an der Oberfläche der Drehfalle angeordnete Dämpfungsschicht
gewährleistet wird, sondern darüber hinaus auch Knarzgeräusche zwischen
der Drehfalle und dem Schließbügel in der Schließlage verhindert
werden, wobei gleichzeitig auch Einfluss auf eine Reduzierung des Verschleißes
zwischen der Drehfalle und dem Schließbügel zu nehmen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Drehfalle
eines Schlosses, insbesondere einer Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges, mit
den in dem Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass der Bereich
der radialen Ausnehmung der Drehfalle, der den Schließbügel in der Schließlage
der Drehfalle aufnimmt, durch eine aus Kunststoff bestehende Schutzschicht ausgekleidet
ist, die aus einem elastischen Material besteht, dessen Materialeigenschaften gegenüber
den Materialeigenschaften der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht
an der Oberfläche der Drehfalle in Form einer Ummantelung abweichen, wird erreicht,
dass neben einer Geräuschoptimierung im Wesentlichen durch die an der Oberfläche
der Drehfalle angeordnete Dämpfungsschicht in Form der Ummantelung auch Knarzgeräusche
zwischen der Drehfalle und dem Schließbügel in der Schließlage verhindert
werden sowie der Verschleiß zwischen der Drehfalle und dem Schließbügel
reduziert wird.
Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausbildung der Erfindung
besteht die aus Kunststoff bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material
bestehende Schutzschicht, durch die der Bereich der radialen Ausnehmung der Drehfalle
ausgekleidet ist, der den Schließbügel in der Schließlage der Drehfalle
aufnimmt, aus einem Material, das weicher ist als das Material der aus dem elastischen
Material bestehenden Dämpfungsschicht an der Oberfläche der Drehfalle
in Form der Ummantelung.
Um gleichzeitig auch einen Staubeinschluss in die aus Kunststoff bestehende,
ebenfalls aus einem elastischen Material bestehende Schutzschicht zu vermeiden,
kann alternativ diese Schutzschicht, durch die der Bereich der radialen Ausnehmung
der Drehfalle ausgekleidet ist, der den Schließbügel in der Schließlage
der Drehfalle aufnimmt, vorteilhafterweise aber auch aus einem Material bestehen,
das härter ist als das Material der aus dem elastischen Material bestehenden
Dämpfungsschicht an der Oberfläche der Drehfalle in Form der Ummantelung.
Dabei sollte bei einer Auskleidung des Bereiches der radialen, den Schließbügel
in der Schließlage der Drehfalle aufnehmenden Ausnehmung der Drehfalle durch
ein härteres Material dieses Material ein hochfester und zugleich aber auch
ein schlagzäher Kunststoff sein.
Zur Erzielung der durch die Erfindung beabsichtigten Wirkungen sollte
aber auch die aus Kunststoff bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material
bestehende Schutzschicht, durch die der Bereich der radialen Ausnehmung der Drehfalle
ausgekleidet ist, der den Schließbügel in der Schließlage der Drehfalle
aufnimmt, und zwar unabhängig davon, ob das Material weicher oder härter
ist als das Material der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht
an der Oberfläche der Drehfalle in Form der Ummantelung, stärker ausgebildet
sein als diese Dämpfungsschicht. Ausgehend hiervon ist die aus Kunststoff bestehende,
ebenfalls aus elastischem Material bestehende Schutzschicht vorteilhaft durch einen
im Wesentlichen halbkreisförmigen Ring nach Art einer Buchse gebildet. Dabei
kann der die Schutzschicht bildende halbkreisförmige Ring nach Art einer Buchse
durch Einkleben in die den Schließbügel in der Schließlage der Drehfalle
aufnehmende radiale Ausnehmung mit der Drehfalle verbunden sein. Selbstverständlich
ist die Verbindung des die Schutzschicht bildenden halbkreisförmigen Ringes
mit der Drehfalle nicht an ein Einkleben gebunden. Vielmehr kann auch jedes andere
Mittel eingesetzt werden, das geeignet ist, um eine funktionssichere Verbindung
des halbkreisförmigen Ringes mit der Drehfalle zu gewährleisten.
Damit Aufschlaggeräusche, insbesondere beim Einlaufen des Schließbügels
in die radiale Ausnehmung der Drehfalle, vermieden werden, ist zumindest im Einlaufbereich
des Schließbügels innerhalb der radialen Ausnehmung der Drehfalle die
an der Oberfläche der Drehfalle in Form der Ummantelung vorgesehene, aus elastischem
Material bestehende Dämpfungsschicht verstärkt. Damit ein funktionssicheres
Einlaufen des Schließbügels in die radiale Ausnehmung der Drehfalle gewährleistet
wird, erfolgt die Verstärkung derart, dass zwischen der inneren Umfangsfläche
der aus Kunststoff bestehenden, ebenfalls aus einem elastischen Material bestehenden
Schutzschicht und somit auch des halbkreisförmigen Ringes nach Art einer Buchse
sowie der dem Schließbügel zugerichteten Oberfläche der aus elastischem
Material bestehenden, im Einlaufbereich des Schließbügels innerhalb der
radialen Ausnehmung der Drehfalle verstärkten Dämpfungsschicht ein unterbrechungsloser
Übergang erfolgt, wobei die Schutzschicht, also auch der halbkreisförmige
Ring nach Art einer Buchse durch die Verstärkung der Dämpfungsschicht
gleichzeitig auch abgestützt wird.
Es versteht sich, dass die durch die Erfindung beabsichtigten Wirkungen
nicht nur bei einer erfindungsgemäßen Ausbildung der Drehfalle bei einer
Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges erzielt werden, und zwar unabhängig
davon, ob die Anwendung bei einem Basistür- oder Schiebtürschloss erfolgt,
sondern selbstverständlich auch dann, wenn die erfindungsgemäß ausgebildete
Drehfalle bei einer Haube oder Klappe eines Kraftfahrzeuges eingesetzt wird. Dabei
ist das Eintreten der durch die Erfindung beabsichtigten Wirkungen an einen Schließbügel,
der von der radialen Ausnehmung der Drehfalle aufgenommen wird, nicht gebunden.
Sondern das kann ein beliebiges Schließglied, so beispielsweise auch ein Schließbolzen
sein.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand
der zugehörigen Zeichnung, die eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Drehfalle zeigt, näher erläutert.
Die Figur zeigt die Seitenansicht einer Drehfalle 1 einer
Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges in der Schließlage. Die Drehfalle
1 ist über eine Achse 2 drehbar auf einem nicht weiter dargestellten
Komponententräger an der schwenkbar angeordneten Fahrzeugtür positioniert.
Zur Aufnahme eines am Türpfosten der Fahrzeugkarosserie positionierten Schließbügels
3 besitzt die Drehfalle 1 eine radiale Ausnehmung 4.
Weiterhin ist zumindest teilweise an der Oberfläche der Drehfalle
1 eine Dämpfungsschicht 5 aus einem elastischen Material
in Form einer Ummantelung 6 aufgebracht, durch die eine Geräuschminderung
erzielt werden soll. Damit ein Rückdrehen der Drehfalle 1 durch eine
Rückstellfeder von der in der Figur ersichtlichen Schließlage in eine
Offenlage verhindert wird, besitzt die Drehfalle 1 außerdem an ihrer
Oberfläche sowohl eine Vorrast 7 als auch eine Hauptrast
8, über die eine ebenfalls nicht weiter dargestellte Sperrklinke derart
mit der Drehfalle 1 in Wirkverbindung steht, dass sie in der Vorschießlage
in die Vorrast 7 und schließlich in der Hauptschließlage in die
Hauptrast 8 einfällt. Dabei ist der Vorrast 6 eine Kontaktstelle
9 für einen harten Anschlag der Sperrklinke zugeordnet, die aus einem
in eine Ausnehmung 10 eingebrachten Dämpfungsmaterial 11
besteht.
Damit nun ausgehend von dieser Ausbildung der Drehfalle
1 Knarzgeräusche zwischen der Drehfalle 1 und dem Schließbügel
3 in der dargestellten Schließlage verhindert werden, aber auch Einfluss
auf eine Minimierung des Verschleißes zwischen der Drehfalle 1 und
dem Schließbügel 3 genommen wird, ist der Bereich 12
der radialen Ausnehmung 4, der den Schließbügel 3 in
der Schließlage aufnimmt, durch eine aus Kunststoff bestehende Schutzschicht
13 ausgekleidet, die ebenfalls aus einem elastischen Material besteht,
das gegenüber dem Material der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht
5 an der Oberfläche der Drehfalle 1 in Form der Ummantelung
6 ausgehend von den Materialeigenschaften jedoch härter und dabei
hochfest und schlagzäh ist, so dass gleichzeitig ein Staubeinschluss durch
das diese Schutzschicht 13 bildende Material vermieden wird.
Wie aus der Figur weiterhin hervorgeht, ist die aus einem elastischen
Material bestehende Schutzschicht 13 mit ihren gegenüber der Dämpfungsschicht
5 abweichenden Materialeigenschaften jedoch stärker ausgebildet als
die aus dem elastischen Material bestehende Dämpfungsschicht 5 an
der Oberfläche der Drehfalle 1. Daraus resultiert, dass die aus einem
elastischen Material bestehende Schutzschicht 13 mit ihren abweichenden
Materialeigenschaften als halbkreisförmiger Ring 14 nach Art einer
Buchse 15 ausgebildet ist. Innerhalb des Bereiches 12 der radialen
Ausnehmung 4 steht der halbkreisförmige Ring 14 nach Art
einer Buchse 15 durch Einkleben mit der Drehfalle 1 in Verbindung.
Dabei wird der halbkreisförmige Ring 14 nach Art einer Buchse
15 gleichzeitig zwecks einer sicheren Positionierung innerhalb des Bereiches
12 der radialen Ausnehmung 4 abgestützt. Diese Abstützung
erfolgt durch eine Verstärkung 16 der im Einlaufbereich
17 des Schließbügels 3 innerhalb der radialen Ausnehmung
4 der Drehfalle 1 an der Oberfläche der Drehfalle
1 vorgesehenen, aus elastischem Material bestehenden Dämpfungsschicht
5, wobei durch die Verstärkung 16 jedoch zunächst im
Wesentlichen erreicht wird, dass beim Einlaufen des Schließbügels
3 in die radiale Ausnehmung 4 der Drehfalle 1 Aufschlaggeräusche
zumindest reduziert werden. Damit ein funktionssicheres Einlaufen des Schließbügels
3 und damit auch eine funktionssichere Aufnahme durch den halbkreisförmigen,
aus einem elastischen Material bestehenden Ring 14 nach Art einer Buchse
15 nicht beeinflusst wird, ist zwischen der inneren Umfangsfläche
18 des halbkreisförmigen Ringes 14 nach Art einer Buchse
15 und damit der Schutzschicht 13 sowie der dem Schließbügel
3 zugerichteten Oberfläche 19 der aus elastischem Material
bestehenden Dämpfungsschicht 5 und somit der Verstärkung ein
unbrechungsloser Übergang 20 gebildet.
- 1
- Drehfalle
- 2
- Achse
- 3
- Schließbügel
- 4
- radiale Ausnehmung
- 5
- Dämpfungsschicht
- 6
- Ummantelung
- 7
- Vorrast
- 8
- Hauptrast
- 9
- Kontaktstelle
- 10
- Ausnehmung
- 11
- Dämpfungsmaterial
- 12
- Bereich
- 13
- Schutzschicht
- 14
- halbkreisförmiger Ring
- 15
- Buchse
- 16
- Verstärkung
- 17
- Einlaufbereich
- 18
- innere Umfangsfläche
- 19
- Oberfläche
- 20
- unterbrechungsloser Übergang
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| Anspruch[de] |
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Drehfalle eines Schlosses, insbesondere einer Fahrzeugtür eines
Kraftfahrzeuges, die über eine Achse (2) aus einer Offenlage in eine
Schließlage drehbar auf einem Komponententräger angeordnet ist, der an
der schwenkbar angeordneten Fahrzeugtür positioniert ist, wobei die Drehfalle
(1) eine radiale Ausnehmung (4) besitzt, die in der Schließlage
vorzugsweise einen am Türpfosten der Fahrzeugkarosserie positionierten Schließbügel
(3) aufnimmt und zumindest teilweise an ihrer Oberfläche eine Dämpfungsschicht
(5) aus einem elastischen Material besitzt sowie mit einer Sperrklinke
in Wirkverbindung steht, die bei verschlossener Fahrzeugtür in eine Hauptrast
(8) der Drehfalle (1) einrastet, so dass die Drehfalle (1)
und somit auch die Fahrzeugtür in ihrer Schließstellung gesichert sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (12) der radialen Ausnehmung
(4) der Drehfalle (1), der den Schließbügel (3)
in der Schließlage der Drehfalle (1) aufnimmt, durch eine aus einem
Kunststoff bestehende Schutzschicht (13) ausgekleidet ist, die aus einem
elastischen Material besteht, dessen Materialeigenschaften gegenüber den Materialeigenschaften
der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht (5)
an der Oberfläche der Drehfalle (1) in Form einer Ummantelung (6)
abweichen.
Drehfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff
bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material bestehende Schutzschicht (13),
durch die der Bereich (12) der radialen Ausnehmung (4) der Drehfalle
(1) ausgekleidet ist, der den Schließbügel (3) in der
Schließlage der Drehfalle (1) aufnimmt, aus einem Material besteht,
das weicher ist als das Material der aus dem elastischen Material bestehenden Dämpfungsschicht
(5) an der Oberfläche der Drehfalle (1) in Form der Ummantelung
(6).
Drehfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff
bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material bestehende Schutzschicht (1),
durch die der Bereich (12) der radialen Ausnehmung (4) der Drehfalle
(1) ausgebildet ist, der den Schließbügel (3) in der
Schließlage der Drehfalle (1) aufnimmt, aus einem Material besteht,
das härter ist als das Material der aus dem elastischen Material bestehenden
Dämpfungsschicht (5) an der Oberfläche des Drehfalle (1)
in Form der Ummantelung (6).
Drehfalle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Auskleidung
des Bereiches (12) der radialen, den Schließbügel (3)
in der Schließlage der Drehfalle (1) aufnehmenden Ausnehmung (4)
der Drehfalle (1) durch ein härteres Material dieses Material ein
hochfester Kunststoff ist.
Drehfalle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der hochfeste
Kunststoff zugleich ein schlagzäher Kunststoff ist.
Drehfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die aus Kunststoff bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material bestehende
Schutzschicht (13), durch die der Bereich (12) der radialen Ausnehmung
(4) der Drehfalle (1) ausgekleidet ist, der den Schließbügel
(3) in der Schließlage der Drehfalle (1) aufnimmt, stärker
ausgebildet ist als die aus dem elastischen Material bestehende Dämpfungsschicht
(5) an der Oberfläche der Drehfalle (1) in Form der Ummantelung
(6).
Drehfalle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff
bestehende, ebenfalls aus einem elastischen Material bestehende Schutzschicht (13)
im Wesentlichen ein halbkreisförmiger Ring (14) nach Art einer Buchse
(15) ist.
Drehfalle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schutzschicht
(13) bildende halbkreisförmige Ring (14) nach Art einer Buchse
(15) in die den Schließbügel (3) in der Schließlage
der Drehfalle (1) aufnehmende radiale Ausnehmung (4) eingeklebt
ist.
Drehfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest im Einlaufbereich (17) des Schließbügels (3)
innerhalb der radialen Ausnehmung (4) der Drehfalle (1) die an
der Oberfläche der Drehfalle (1) in Form der Ummantelung (6)
vorgesehene, aus elastischem Material bestehende Dämpfungsschicht (5)
verstärkt ist.
Drehfalle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der
inneren Umfangsfläche (18) der aus Kunststoff bestehenden, ebenfalls
aus einem elastischen Material bestehenden Schutzschicht (13) und der dem
Schließbügel (3) zugerichteten Oberfläche (19)
der aus elastischem Material bestehenden, im Einlaufbereich (17) des Schließbügels
(3) innerhalb der radialen Ausnehmung (4) der Drehfalle (1)
verstärkten Dämpfungsschicht (5) ein unterbrechungsloser
Übergang (20) gebildet ist, wobei die Schutzschicht (13)
durch die Verstärkung (16) der Dämpfungsschicht (5)
gleichzeitig abgestützt ist.
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