Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein
Verfahren zur Unterstützung von IP-Telephonie in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
und insbesondere auf ein Gerät und ein Verfahren zur Telefonie-Unterstützung
für eine so genannte Set-Top-Box.
Insbesondere zum Empfang von digitalen TV-Signalen werden heutzutage
Empfangseinheiten verwendet, die auch als so genannte „Set-Top-Boxen" bezeichnet
werden. Allgemein bezeichnen derartige „Set-Top-Boxen" periphere Geräte,
die eine Verbindung zu einem Unterhaltungselektronik-Ausgabegerät wie zum Beispiel
einem Fernsehgerät (TV) herstellen und eine Vielzahl von unterschiedlichen
Nutzdatenquellen wie beispielsweise Broadcast, Video on Demand (VoD) und sogenannte
„Walled Garden" Inhalte aus dem Internet beziehen können.
Auf diese Weise erhält beispielsweise ein Fernsehzuschauer über
ein gleiches Übertragungsmedium, welches im Rahmen der Konvergenz der Netze
auch Telefonie ermöglicht, Zugriff auf Broadcast-TV, Video on Demand und Internet.
Die Unterstützung von Video-Telefonie über IP und insbesondere von IP-Telephonie
in einer derartigen Unterhaltungselektronik-Umgebung wird daher zunehmend gefordert.
Ein herkömmliches Gerät zur Unterstützung von Video-Telefonie
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung ist beispielsweise die von Siemens hergestellte
Set-Top-Box „Speedstream 8700". Hierbei werden in einem Gerät sowohl
die Merkmale einer herkömmlichen Set-Top-Box mit den Merkmalen eines IP-Telephonieendgeräts
kombiniert, wodurch nunmehr auch Video/Audio-Telefonie-Features über eine Set-Top-Box
ermöglicht werden. Auf Grund der Full-custom-Realisierung besitzt eine derartige
Video-Telefonie-taugliche Set-Top-Box jedoch eine erhöhte Komplexität,
die sich sowohl in den Herstellungskosten als auch in den äußeren Abmessungen
negativ niederschlagen. Darüber hinaus wird für dieses herkömmliche
Gerät nicht nur ein herkömmliches paketvermittelndes Netzwerk wie beispielsweise
das Internet, sondern auch ein leitungsvermittelndes Netzwerk wie beispielsweise
das herkömmliche Festnetz (PSTN, Public Switched Telephone Network) benötigt.
Insbesondere ist jedoch zu alternativen Set-Top-Boxen von Konkurrenzherstellern
keine Kompatibilität gegeben.
Alternativ sind Video-Telefonie-Erweiterungen für Unterhaltungselektronik-Umgebungen
bekannt, wobei eine Erweiterungseinheit für Sprache zum Anschließen von
herkömmlichen Telefonen bzw. Telekommunikationsendgeräten und einer kabelfähigen
Set-Top-Box geschaltet werden kann.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu Grunde, eine
Vorrichtung und ein Verfahren zur Unterstützung von IP-Telephonie in einer
Unterhaltungselektronik-Umgebung zu schaffen, welche kostengünstig ist und
eine erhöhte Interoperabilität zu bereits existierenden Geräten in
der Unterhaltungselektronik-Umgebung besitzt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich der Vorrichtung
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die
Maßnahmen des Patentanspruchs 17 gelöst.
Insbesondere durch das Bereitstellen einer Empfangseinheit-Steuereinheit
zum Steuern einer Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit, einer Signalverarbeitungseinheit
zum Verarbeiten eines empfangenen Unterhaltungselektronik-Eingangssignals und/oder
eines Telekommunikations-Eingangssignals und zum Erzeugen eines Unterhaltungselektronik-Ausgangssignals
und/oder eines Telekommunikations-Ausgangssignals sowie einem IP-Telephonie-Client
zur Realisierung einer IP-Telephonie-Verbindung über eine Telekommunikationsschnittstelle
und einer Steuereinheit zum Steuern der Signalverarbeitungseinheit, des IP-Telephonie-Clients
und der Empfangseinheit-Steuereinheit kann in einer beliebigen Unterhaltungselektronik-Umgebung
auf besonders kostengünstige Art und Weise eine Telefonie- und insbesondere
Video-Telefonie-Unterstützung ermöglicht werden.
Vorzugsweise besitzt die hierfür vorgesehene erfindungsgemäße
Vorrichtung eine Audiodaten-Schnittstelle zum Empfangen von einem Audio-Eingangssignal
sowie eine Bilddaten-Schnittstelle zum Empfangen von einem Bild-Eingangssignal,
wobei das Audio- und Bild-Eingangssignal der Signalverarbeitungseinheit zugeführt
wird. Auf diese Weise wird eine vollständige Telefonie-Unterstützung innerhalb
einer Unterhaltungselektronik-Umgebung ermöglicht.
Ferner kann eine Eingabe-Schnittstelle zum Senden/Empfangen von Eingabe-Steuerdaten
von/zu einer Eingabeeinheit vorgesehen sein, wobei die Eingabe-Steuerdaten von/zur
Steuereinheit übermittelt werden. Auf diese Weise kann beispielsweise über
eine Fernbedienung eine zusätzliche Benutzersteuerung der Telefonie-Erweiterung
ermöglicht werden.
Beispielsweise kann in der Signalverarbeitungseinheit eine Signal-Auswahl
durchgeführt werden, wobei aus dem Telekommunikations-Eingangssignal oder dem
Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ein Signal als Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal
ausgewählt wird. Ferner kann zwischen dem Audio- oder Bild-Eingangssignal oder
dem Unterhaltungselektronik-Eingangssignal als Telekommunikations-Ausgangssignal
ausgewählt werden.
Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Signal-Mischung durch
die Signalverarbeitungseinheit durchgeführt werden, wodurch beispielsweise
Anwendungen wie „Bild im Bild" (Picture in Picture, PiP) oder Mischen der
Tonsignale ermöglicht werden.
Ferner kann eine Signalformat-Umwandlung in der Signalverarbeitungseinheit
der vorstehend genannten Signale durchgeführt werden, sofern sie unterschiedliche
Signalformate aufweisen, wodurch man eine geschickte Ausnutzung der im Gesamtsystem
vorhandenen Ressourcen erhält. Die Realisierung von Anrufbeantwortern und dergleichen
unter Zuhilfenahme von in der Unterhaltungselektronik-Umgebung vorhandenen Aufzeichnungsgeräten
mit unterschiedlichen Signalformaten wird dadurch ermöglicht.
Ferner kann die Signalverarbeitungseinheit eine Echokompensation durchführen,
wobei Signalkomponenten im Audio und/oder Bild-Eingangssignal vollständig oder
teilweise ausgelöscht werden, sofern sie mit dem Unterhaltungselektronik-Eingangssignal
korreliert sind. In diesem Fall können besonders benutzerkomfortable Telefonie-Anwendungen
realisiert werden.
Die Empfangseinheit-Steuereinheit kann beispielsweise eine Eingangssignal-Auswahl
der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit steuern, wodurch sich eine erhöhte
Anpassungsfähigkeit des Gesamtsystems ergibt. Insbesondere kann eine Empfangs-Funktionalität
der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit gesteuert werden, wodurch bei Bandbreitenengpässen
beispielsweise zu Gunsten der Telefonie-Anwendung zum Beispiel eine TV-Anwendung
abgeschaltet oder beschränkt wird.
Ferner kann die Empfangseinheit-Steuereinheit eine Aufzeichnungs-Funktionalität
einer jeweiligen Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit steuern, wodurch insbesondere
in Verbindung mit der vorstehend beschriebenen Signalformat-Umwandlung multimediale
Anrufbeantworter-Funktionalitäten sehr einfach unter Ausnutzung von bereits
existierenden Ressourcen realisiert werden können.
Vorzugsweise wird die Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit über
die für die Telekommunikation genutzte Schnittstelle von der Empfangseinheit-Steuereinheit
gesteuert. Grundsätzlich können jedoch auch eigens dafür vorgesehene
Steuerschnittstellen vorgesehen werden, über die eine unmittelbare Steuerung
der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheiten ermöglicht ist.
Hinsichtlich des Verfahrens zur Unterstützung von IP-Telephonie
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung werden zunächst Unterhaltungselektronik-Eingangssignale
und Telekommunikations-Eingangssignale und in den Telekommunikations-Eingangssignalen
eine IP-Telephonie-Verbindung erfasst bzw. überwacht. In Abhängigkeit
von der erfassten IP-Telephonie-Verbindung wird anschließend eine Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
angesteuert und zum Erzeugen eines Unterhaltungselektronik-Ausgangssignals und/oder
eines Telekommunikations-Ausgangssignals die empfangenen Eingangssignale verarbeitet.
Die so erzeugten Unterhaltungselektronik- oder Telekommunikations-Ausgangssignale
werden anschließend ausgegeben. Auf diese Weise kann erstmalig unter Verwendung
von beliebigen herkömmlichen Geräten in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
eine Telefonie- und insbesondere eine Video-Telefonie-Unterstützung realisiert
werden.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
1 eine vereinfachte Blockdarstellung einer Vorrichtung
zur Unterstützung von IP-Telephonie;
2 eine vereinfachte Darstellung einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
mit erfindungsgemäßer IP-Telephonie-Erweiterung;
3A bis 3C eine vereinfachte
Darstellung zur Veranschaulichung einer Unterhaltungselektronik-Umgebung mit IP-Telephonie-Erweiterung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
4 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung
einer Unterhaltungselektronik-Umgebung mit IP-Telephonie-Erweiterung gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel;
5 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung
einer Unterhaltungselektronik-Umgebung mit IP-Telephonie-Erweiterung gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel;
6A bis 6C eine vereinfachte
Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer Unterhaltungselektronik-Umgebung mit
IP-Telephonie-Erweiterung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel;
7A und 7B eine vereinfachte
Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
mit IP-Telephonie-Erweiterung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel;
und
8 ein vereinfachtes Flussdiagramm zur Veranschaulichung
wesentlicher Verfahrensschritte bei der Realisierung einer IP-Telephonie-Erweiterung
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung.
1 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Unterstützung von IP-Telephonie, wie sie in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
umgesetzt werden kann.
Die Erfindung wird hierbei beispielhaft anhand einer Set-Top-Box-Erweiterung
(Set Top Box Extension) STBE beschrieben, wie sie in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
zur Telefonie-Erweiterung einer bereits existierenden Set-Top-Box STB verwendet
werden kann.
Gemäß 1 weist die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE eine Ausgangssignal-Schnittstelle 1 zum Senden eines Unterhaltungselektronik-Ausgangssignals
ND-TV (TV Nutzdaten) an eine Unterhaltungselektronik-Ausgabeeinheit TV auf. Demzufolge
kann die Unterhaltungselektronik-Ausgabeeinheit TV ein herkömmlicher Fernsehapparat
sein, dem über die Ausgangssignal-Schnittstelle 1 ein entsprechendes
Nutzdaten-Ausgangssignal ND-TV zur Anzeige ausgegeben wird. Die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE weist ferner eine Eingangssignal-Schnittstelle 2 auf, an der ein Unterhaltungselektronik-Eingangssignal
ND-STB (als Nutzdaten-Eingangssignal) von einer Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
STB empfangen wird. Die Empfangseinheit kann beispielsweise eine herkömmliche
Set-Top-Box STB darstellen ist jedoch nicht darauf beschränkt.
Obwohl die Eingangssignal-Schnittstelle 2 üblicherweise
nur zum Empfangen eines Unterhaltungselektronik-Eingangssignals konzipiert ist,
kann sie grundsätzlich auch bidirektional ausgelegt sein, wobei über diese
Schnittstelle auch Signale an die Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit gesendet
werden können. Herkömmliche allein für den Empfang ausgelegte Empfangseinheiten
STB besitzen jedoch bisher keine derartige bidirektionale Schnittstelle.
Ferner weist die Set-Top-Box-Erweiterung STBE eine Telekommunikationsschnittstelle
3 zum Senden/Empfangen von Telekommunikations-Aus-/Eingangssignalen auf,
wobei zwischen Signalisierungsdaten SD, Nutzdaten-Ausgangssignal ND-NA und Nutzdaten-Eingangssignal
ND-NE unterschieden wird. Die Telekommunikationsschnittstelle 3 stellt
vorzugsweise ein sogenanntes IP-Interface (IP-I) dar, wodurch eine Anbindung an
ein paketvermittelndes Netzwerk N ermöglicht werden kann.
Zur Realisierung der eigentlichen Telefonie-Erweiterung besitzt die
Set-Top-Box-Erweiterung STBE ferner einen sogenannten IP-Telephonie-Client
6, der unter Zuhilfenahme der Signalisierungsdaten SD der Telekommunikationsschnittstelle
3 über das paketvermittelnde Netz N eine Sprachverbindung, aber auch
eine Bild- bzw. Video-Verbindung ermöglicht.
Ferner ist in der Set-Top-Box-Erweiterung STBE eine Signalverarbeitungseinheit
5 vorgesehen, die das empfangene Unterhaltungselektronik-Eingangssignal
ND-STB und/oder das Telekommunikations-Eingangssignal ND-NE empfängt und auf
verschiedenste Art und Weise verarbeiten kann. Hierbei kann ein Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal
ND-TV, das über die Schnittstelle 1 ausgegeben wird, und/oder ein
Telekommunikations-Ausgangssignal ND-NA, das über die Schnittstelle
3 ausgegeben wird, erzeugt werden. Auf diese Weise können die Eingangssignale
auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet und als unterschiedliche Ausgangssignale
ausgegeben werden.
Ferner weist die Set-Top-Box-Erweiterung STBE eine Empfangseinheit-Steuereinheit
4 auf, mit der die Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit STB, d.h. beispielsweise
die herkömmliche Set-Top-Box angesteuert werden kann. Die Ansteuerung kann
hierbei über eine optionale zusätzliche Steuerschnittstelle
11 erfolgen oder über die zur Telekommunikation genutzte Schnittstelle
3, wobei die Empfangseinheit STB ebenfalls über eine geeignete Schnittstelle
verfügen und über ein Netzwerk mit der Erweiterung STBE in Verbindung
stehen muss. Die Signalverarbeitungseinheit 5, der IP-Telephonie-Client
6 und die Empfangseinheit-Steuereinheit 4 werden von einer Steuereinheit
7, wie beispielsweise einem Prozessor, zentral gesteuert.
Zur Realisierung einer benutzerabhängigen Steuerung kann ferner
eine Eingabe-Schnittstelle 10 zum Senden/Empfangen von Eingabe-Steuerdaten
ES von/zu einer Eingabeeinheit FB vorgesehen sein, wobei die Eingabe-Steuerdaten
ES von/zur Steuereinheit 7 übermittelt werden. Vorzugsweise wird als
Eingabeeinheit FB eine Fernbedienung zum Einsatz kommen.
Ferner kann die Set-Top-Box-Erweiterung STBE eine Audiodaten-Schnittstelle
8 zum Empfangen von einem Audio-Eingangssignal MS von einer Audio-Aufnahmeeinheit
M, wie beispielsweise einem Mikrofon, und eine Bilddaten-Schnittstelle
9 zum Empfangen von einem Bild-Eingangssignal KS von einer Bild-Aufnahmeeinheit
K, wie beispielsweise einer Kamera, empfangen, wobei das Audio-Eingangssignal MS
und das Bild-Eingangssignal KS ebenfalls der Signalverarbeitungseinheit
5 als Eingangssignale zugeführt werden können. Vorzugsweise ist
das Mikrofon M außerhalb des über die Kamera K sichtbaren
Bildausschnittes angeordnet. Optional kann das Mikrofon M in der Fernbedienung FB
integriert sein. Die Bild-Aufnahmeeinheit K kann vorzugsweise an der Ausgabeeinheit
bzw. dem Fernsehgerät TV angeordnet oder integriert sein.
Die Signalverarbeitungseinheit 5 weist nun eine Vielzahl
von Grund-Funktionalitäten auf, die von der Steuereinheit 7 angesteuert
werden können. Einerseits kann die Signalverarbeitungseinheit 5 eine
Signal-Auswahl durchführen, wodurch entweder das Telekommunikations-Eingangssignal
ND-NE oder das Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB als Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal
ND-TV an die Ausgabeeinheit bzw. das Fernsehgerät TV ausgegeben wird. Ferner
kann bei Existenz der Audio- und/oder Bild-Eingangssignale bzw. der entsprechenden
Schnittstellen 8 und 9 auch eine Signal-Auswahl von einer Signalverarbeitungseinheit
5 dahingehend realisiert werden, dass entweder das Audio- und/oder Bild-Eingangssignal
MS und/oder KS oder das Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB als Telekommunikations-Ausgangssignal
ND-NA an das Telekommunikationsnetzwerk ausgegeben wird.
Neben dieser relativ einfachen Signalauswahl bzw. Signal-Umschaltung
kann die Signalverarbeitungseinheit 5 ferner einen Signal-Mischer zur Realisierung
einer Signal-Mischung aufweisen. Hierbei kann entweder das Telekommunikations-Eingangssignal
ND-NE mit dem Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB gemischt werden und
entweder als Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal ND-TV oder als Telekommunikations-Ausgangssignal
ND-NA ausgegeben werden. Insbesondere können auch die Audio- und/oder Bild-Eingangssignale
MS und/oder KS mit dem Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB gemischt und
als Telekommunikations-Ausgangssignal ND-NA an das Telekommunikationsnetzwerk N
oder als Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal ND-TV an die Ausgabeeinheit bzw.
den Fernsehapparat TV ausgegeben werden. Auf diese Weise sind die unterschiedlichsten
Signalaufbereitungen möglich, so dass beispielsweise am Fernsehgerät TV
mittels „Picture-in-Picture"-Technik sowohl das von der Empfangseinheit STB
eingehende Eingangssignal ND-STB als auch das Bild der lokalen Video-Kamera und/oder
das Bild des fernen Video-Telephonie-Teilnehmers gleichzeitig lokal ausgegeben und
angezeigt werden kann.
Vorzugsweise weist die Signalverarbeitung eine Signalformat-Umwandlungseinheit
bzw. einen „Transducer" zur Realisierung einer Signalformat-Umwandlung auf,
wobei insbesondere eine Signalformat-Umwandlung der üblichen Kodierung von
Unterhaltungselektronik-Signalen in die übliche Kodierung von Telekommunikations-Signalen
durchgeführt wird (z.B. MPEG4 → H.263). Diese Umwandlung steht selbstverständlich
auch in umgekehrter Richtung von der üblichen Kodierung der Telekommunikations-Signale
zur üblichen Kodierung der Unterhaltungselektronik-Signale zur Verfügung.
Ferner kann diese Signalformat-Umwandlung ebenfalls das Signalformat des Audio-
und/oder Bild-Eingangssignals MS und KS in ein übliches Signalformat für
Telekommunikations-Signale und/oder ein übliches Signalformat für Unterhaltungselektronik-Signale
durchführen. Auf Grund dieser Signalformat-Umwandlung kann eine Anpassung der
Set-Top-Box-Erweiterung STBE an beliebige Unterhaltungselektronik-Umgebungen durchgeführt
werden.
Ferner kann die Signalverarbeitung eine Echokompensation durchführen,
wobei vorzugsweise Signalkomponenten im Audio- und/oder Bild-Eingangssignal MS und/oder
KS, die mit dem Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB korreliert sind, vollständig
oder zumindest teilweise ausgelöscht werden. Störende Rückkopplungseffekte
bei gleichzeitiger Realisierung einer Telefonie und einer Ausgabe am Fernsehapparat
TV können dadurch wirkungsvoll verhindert werden. Ebenfalls kann die Wahrnehmbarkeit
des Tatbestandes der Verfolgung eines Fernsehprogramms bei gleichzeitiger Telephonie
dem fernen Gesprächsteilnehmer hierdurch verborgen werden.
Die Empfangseinheit-Steuereinheit 4 kann beispielsweise die
Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit bzw. Set-Top-Box STB hinsichtlich ihrer
Eingangssignal-Auswahl ansteuern. In Verbindung mit der Eingabeeinheit bzw. Fernbedienung
FB kann dadurch eine Benutzersteuerung über die Set-Top-Box-Erweiterung STBE
vereinfacht werden, da eine Auswahl von zum Beispiel zur Verfügung stehenden
Empfangsprogrammen über ein einziges Gerät erfolgen kann. Die Empfangseinheit-Steuereinheit
4 kann in diesem Fall auch die Empfangs-Funktionalität der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
bzw. der Set-Top-Box STB grundsätzlich steuern und beispielsweise einen Empfang
eines Senders über das Netzwerk freigeben (START TV) oder beenden (STOP TV).
Auf diese Weise können wiederum benutzergesteuert oder automatisch Bandbreitenprobleme
bei Eingang eines z.B. Video-Anrufs über das Netzwerk N komfortabel gelöst
werden.
Schließlich kann die Empfangseinheit-Steuereinheit
4 auch eine Aufzeichnungs-Funktionalität der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
bzw. der Set-Top-Box STB steuern. Wenn beispielsweise die anzusteuernde Set-Top-Box
STB ein Aufzeichnungsgerät beinhaltet, so kann die Empfangseinheit-Steuereinheit
4 auch die in der Set-Top-Box STB integrierte Aufzeichnungseinheit fernsteuern,
um beispielsweise eine Aufzeichnung (Record) oder eine Wiedergabe (Play) von jeweiligen
Signalen zu verursachen.
Die Ansteuerung der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit bzw. der
Set-Top-Box STB erfolgt vorzugsweise über die Telekommunikationsschnittstelle
3 über das paketvermittelnde Netzwerk N oder ein Heim-Netzwerk mittelbar.
Grundsätzlich kann jedoch auch eine unmittelbare Ansteuerung der Set-Top-Box
STB durch die Empfangseinheit-Steuereinheit 4 über eine speziell ausgebildete
Steuerschnittstelle 11 durchgeführt werden, wie beispielsweise eine
Infrarot-Schnittstelle (IR). Die Ansteuerung der Signalverarbeitungseinheit
5 sowie der Empfangs-Steuereinheit 4 kann hierbei sowohl automatisch
in Abhängigkeit von jeweils vorliegenden oder nicht vorliegenden Eingangssignalen
und/oder in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe mittels der Steuereinheit
7 durchgeführt werden.
Auf diese Weise erhält man eine IP-Telephonie-Erweiterung, die
mit beliebigen Empfangsgeräten in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung zusammen
arbeiten kann. Ferner besteht auch die Möglichkeit zur Realisierung einer sog.
„Standalone"-Lösung, falls z.B. nur Video-Telephonie über IP gefordert
ist.
Ferner ist eine abhängige Fernbedienbarkeit der in der Unterhaltungselektronik-Umgebung
vorhandenen Set-Top-Boxen über z.B. eine Ethernet-Schnittstelle oder ein vorhandenes
Home Gateway möglich. Als Protokoll könnte hierbei beispielsweise HTTP
verwendet werden. Unter Abstützung auf die Ressourcen der Unterhaltungselektronik-Umgebung
sind ferner übergreifende Telefon-Features möglich. Eine Video-Mail Unterstützung
ist somit ohne weitere Zusatzgeräte möglich.
Ferner kann ein störungsfreies, ggf. für den fernen Teilnehmer
nicht wahrnehmbares gleichzeitiges Video-Telefonieren und Fernsehen (BTV, VoD, Internet)
ermöglicht werden.
Zur Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung zeigt 2
eine vereinfachte Darstellung einer Unterhaltungselektronik-Umgebung, in der die
erfindungsgemäße Set-Top-Box-Erweiterung STBE gemäß
1 verwendet werden kann.
Gemäß 2 wird die erfindungsgemäße
prozessorgesteuerte Set-Top-Box-Erweiterung STBE in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung
mit einem Home-Network bzw. Heimnetzwerk betrieben, um die Funktion einer Video/Telefonie-Erweiterung
zu realisieren. Demzufolge kann die Ausgabe des Video- und Audiosignals eines fernen
Teilnehmers bzw. Telekommunikationsendgerätes TE beispielsweise auf der Unterhaltungselektronik-Ausgabeeinheit
bzw. dem Fernsehgerät TV erfolgen. Die Eingabe eines lokalen Video- und Audio-Signals
erfolgt über einen Kameraeingang einer Kamera K und einen Mikrofoneingang eines
Mikrofons M. Die Audiodaten- und Bilddaten-Schnittstellen 8 und
9 können zeitgemäß und vorteilhaft gemäß USB-Standard
(Universal Serial Bus) ausgebildet sein. Sowohl die Set-Top-Box-Erweiterung STBE
als auch eine bereits vorhandene Set-Top-Box STB sind über eine Telekommunikationsschnittstelle
an das Home-Network bzw. an ein Home-Gateway HG angeschlossen, das über eine
weitere Schnittstelle, zum Beispiel DSL oder Ethernet ETH, an ein paketvermittelndes
Netzwerk N, welches vorzugsweise das Internet darstellt, angebunden ist.
Gemäß 2 hat der Teilnehmer
beispielsweise über einen TV Middleware Server S1 verschiedene Dienste subskribiert
(Register), so dass über das paketvermittelnde Netzwerk N beispielsweise Video
on Demand (VoD) vom Dienstanbieter P1, Broadcast-TV (BTV) vom Dienstanbieter P2
oder so genanntes „Walled Garden" vom Dienstanbieter P3 zur Verfügung
steht. Die Verbindungsschnittstelle zwischen der Set-Top-Box-Erweiterung STBE und
der Set-Top-Box STB kann zur Übertragung sowohl eines analogen als auch eines
digitalen Datenstroms ausgelegt sein. Insbesondere kann auch ein bidirektionaler
Datenstrom darüber realisiert werden.
Vorzugsweise besitzt die Set-Top-Box-Erweiterung STBE eine Fernbedienung
FB, über die die zum Telefonieren notwendigen Bedienereingaben möglich
sind. Insbesondere sind dies die Eingabe einer Rufnummer oder die Entgegennahme
eines eintreffenden Anrufs sowie die Freischaltung von Audio- und/oder Video-Datensignalen
zu Beginn eines Gesprächs sowie im laufenden Gespräch. Die Ereignisse
und Bedienaktionen mit Telefonie-Relevanz können beispielsweise durch geeignete
„Pop-up"-Fenster und Menüs am Bildschirm der Ausgabeeinheit bzw. des
Fernsehgeräts TV unterstützt werden. Optional kann das Mikrofon M in die
Fernbedienung FB der Set-Top-Box-Erweiterung STBE integriert sein.
Ferner kann optional auch in der herkömmlichen Set-Top-Box STB
eine nicht dargestellte personalisierte Aufzeichnungseinheit (PVR, Personalized
Video Recorder) vorhanden sein. Diese kann dann über die zusätzliche Schnittstelle
11, über die Schnittstelle 2 (sofern bidirektional) oder
über die Schnittstelle 3 und das Home-Network bzw. Home-Gateway HG
durch die Set-Top-Box-Erweiterung STBE angesteuert werden. Grundsätzlich könnte
eine derartige Aufzeichnungseinheit auch innerhalb der Set-Top-Box-Erweiterung STBE
realisiert werden, wodurch jedoch der Vorteil eines Zugriffs auf ohnehin vorhandene
Ressourcen in der Unterhaltungselektronik-Umgebung verloren geht.
Die IP-Telephonie-Verbindung wird vorzugsweise mittels eines Telefon
Servers 50 ermöglicht, bei dem sich der Teilnehmer
ebenfalls registrieren muss (Register Call Setup). Nach einer derartigen Registrierung
ist eine IP-Telephonie-Verbindung sowohl zu einem so genannten IP-basierten Telekommunikationsendgerät
TE als auch zu einem nicht dargestellten herkömmlichen Telefon oder Videotelefon
in einem (nicht dargestellten) leitungsvermittelnden Netzwerk möglich, wobei
hierfür jedoch weitere Gateways zur Anbindung des leitungsvermittelnden Netzes
an das paketvermittelnde Netz N vorgesehen sein müssen.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele, die mittels
der erfindungsgemäßen Set-Top-Box-Erweiterung STBE realisierbar sind,
im Einzelnen beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende
Elemente wie in 1 und 2
bezeichnen, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend verzichtet wird.
Die 3A bis 3C
zeigen eine vereinfachte Anordnung zur Veranschaulichung einer IP-Telephonie-Erweiterung
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
wobei ein „Time-shift-TV" über eine Aufzeichnungseinheit bei Entgegennahme
eines Telefonanrufs dargestellt ist. Gemäß 3A
bis 3C weist die Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
bzw. Set-Top-Box STB eine lokale Aufzeichnungseinheit PVR (Personalized Video Recorder)
auf. Obwohl eine derartige Aufzeichnungseinheit üblicherweise in herkömmlichen
Set-Top-Boxen STB ohnehin vorhanden ist, kann sie grundsätzlich auch in anderen
Unterhaltungselektronik-Geräten wie zum Beispiel einem Videorekorder, Festplattenrekorder
usw. realisiert werden und insbesondere auch von einem nicht dargestellten Server
im Netzwerk N verwirklicht werden (nPVR, network Personalized Video Recorder).
Gemäß 3A wird zunächst
über das paketvermittelnde Netz N eines der von den Dienstanbietern P1 bis
P3 angebotenen Signale bzw. ein entsprechender TV-Inhalt von der Set-Top-Box STB
über die Eingangssignal-Schnittstelle 2 der Set-Top-Box-Erweiterung
STBE der Unterhaltungselektronik-Ausgabeeinheit bzw. dem Fernsehgerät TV in
üblicher Weise ausgegeben. Die Signalverarbeitungseinheit 5 wird hierbei
von der Steuereinheit 7 derart angesteuert, dass das Unterhaltungselektronik-Eingangssignal
ND-STB als Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal ND-TV an der Ausgangssignal-Schnittstelle
1 ausgegeben wird.
Kommt nunmehr ein Anruf bzw. „Call" zur Zeit der Ausgabe eines
jeweils empfangenen Empfangs-Kanals (zum Beispiel BTV) an, so kann von der Set-Top-Box-Erweiterung
STBE die Funktion des „Pause-live-TV" via Aufzeichnungseinheit genutzt werden.
Grundsätzlich ist es möglich, diese Funktion manuell durch Fernsteuerung
der Set-Top-Box STB zu schalten. Dies kann zum Beispiel beim Eintreffen eines Anrufs
aus dem Netzwerk N oder beim Umschalten des Anrufs von Audio nach Video sinnvoll
sein und steht im Ermessen eines jeweiligen Benutzers. Konfigurierbar kann dies
jedoch auch automatisch geschehen. Hierbei sendet die Set-Top-Box-Erweiterung STBE
der Set-Top-Box über zum Beispiel die Ethernet-Schnittstelle bzw. das Home-Gateway
HG einen entsprechenden Auftrag zur Aufzeichnung eines BTV-Programms auf den in
der Set-Top-Box STB lokal integrierten Aufzeichnungseinheit PVR. Dies kann bei Entgegennahme
eines Anrufs zum Beispiel generell erfolgen oder nur bei Video-Anrufen bzw. bei
Umschaltung eines Audio-Anrufs nach Video.
Genauer gesagt, erfasst hierbei der IP-Telephonie-Client
6 in der Set-Top-Box-Erweiterung STBE den Eingang einer IP-Telephonie-Verbindung,
wodurch die Steuereinheit 7 angestoßen wird, eine entsprechende Ansteuerung
der Empfangseinheit-Steuereinheit 4 durchzuführen. Der zugehörige
Auftrag sollte vorzugsweise nur dann erfolgen, wenn die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE tatsächlich ein Unterhaltungselektronik-Eingangssignal ND-STB von der
Set-Top-Box STB erhält. Die Set-Top-Box-Erweiterung STBE kann daher vorzugsweise
eine Eingangsüberwachung aufweisen, mit der sie erkennen kann, ob ein Unterhaltungselektronik-Eingangssignal
ND-STB aus der Set-Top-Box STB anliegt oder nicht. Nach Erfassen des Eingangs eines
B-seitigen Rufes im Telephonie-Client 6 erfolgt die Information der Steuereinheit
7, die zunächst vorteilhafterweise eine Ausgabe des ankommenden Rufes
auf dem Fernsehgerät TV veranlasst. Dies erfolgt vorteilhaft durch Ansteuerung
des Mischers der Signalverarbeitungseinheit 5. Nimmt der gerufene Teilnehmer
den Ruf entgegen, was ebenfalls vorzugsweise über die Fernsteuerung FB erfolgt,
so findet die vorstehend beschriebene Ansteuerung der Set-Top-Box STB statt.
Da die Set-Top-Box-Erweiterung STBE im Allgemeinen zunächst nicht
weiß, ob der Zuschauer einen Broadcast-Beitrag, ein Video on Demand (VoD),
eine Internet-Seite oder eine bereits aufgenommene Sendung anschaut, benötigt
sie Informationen über die Art des ausgegebenen Unterhaltungselektronik-Eingangssignals
ND-STB, um in der Set-Top-Box die der jeweiligen Situation angemessene Reaktion
auslösen zu können. Insbesondere sollte abhängig von BTV oder VoD/Aufzeichnungswiedergabe
entweder die Aufzeichnungseinheit PVR oder eine jeweilige „Pause"-Funktion
ausgelöst werden, wohingegen bei reinem Internet-Zugriff keine derartige Reaktion
notwendig ist. Im einfachsten Fall fragt daher die Set-Top-Box-Erweiterung STBE
über beispielsweise das Ethernet und das Home-Gateway HG die Set-Top-Box STB
hinsichtlich ihres Status ab und reagiert damit angemessen.
Sollte diese Abfrage nicht möglich sein, so stehen konfigurierbare
Alternativen zur Verfügung, durch die durch erweiterten Nachrichtenverkehr
und Auswertung der Auftragsquittungen der Set-Top-Box STB charakterisiert sind.
So könnte die Set-Top-Box-Erweiterung STBE vorsorglich stets erst einen „Pause-VoD/PVR"-Ausgabebefehl
angeben, der bei negativer Quittung auf einen „START PVR"-Befehl führt,
welcher bei abermaliger negativer Quittung den Schluss auf „Gaming" oder
„Internet"-Betrieb zulassen mag, der somit keine weiteren Reaktionen vor
Durchschaltung des Videobildes des Gesprächspartners auf das Fernsehgerät
TV erforderlich macht.
Gemäß 3B ist der Fall eines
durch einen Video-Anruf unterbrochenen BTV-Programmstarts dargestellt. Nach der
Entgegennahme eines IP-Telephonie-Anrufs wird demzufolge die in der Set-Top-Box
STB vorhandene Aufzeichnungseinheit auf Aufnahmebetrieb (Record BTV) umgeschaltet
und das gesendete Programm für die Zeitdauer des Anrufs aufgezeichnet.
Gemäß 3C wird nach Beendigung
des IP-Telephonie-Anrufs die zwischenzeitlich aufgenommene Aufzeichnung des Programms
ohne Datenverlust wiedergegeben (Resume BTV). Demzufolge werden von der Empfangseinheit-Steuereinheit
4 der Set-Top-Box-Erweiterung STBE die Befehle „Record BTV" zum
Aufnehmen der Broadcast-Sendung sowie nach Abschluss des Telefonats der Befehl „Resume
BTV" zum Wiedergeben der aufgezeichneten Daten und zum gegebenenfalls weiteren Aufnehmen
der Sendung ausgegeben.
4 zeigt eine vereinfachte Darstellung zur Veranschaulichung
einer IP-Telephonie-Erweiterung in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche oder
entsprechende Elemente wie in den 1 bis 3
bezeichnen, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend verzichtet wird.
Gemäß 4 wird ferner die Möglichkeit
einer Aufnahme eines Video-Anrufs auf einer Aufzeichnungseinheit dargestellt. Demzufolge
können der vollständige Verlauf eines Video-Anrufs oder Auszüge hiervon
mit der Set-Top-Box-Erweiterung STBE über die beispielsweise in der Set-Top-Box
STB lokal vorhandene Aufzeichnungseinheit PVR aufgenommen werden. Hierzu wird die
in der Signalverarbeitungseinheit 5 vorhandene Transducer-Funktionalität
bzw. Signalformat-Umwandlung genutzt. Beispielsweise kann ein bidirektionaler Telefonie-Video-Datenstrom
(Video/Audio Codec 1) nach geeigneter Aufbereitung in ein jeweiliges Signalformat
(Video/Audio Codec 2) der Set-Top-Box kodiert und der Set-Top-Box STB über
z.B. das Home-Gateway HG zugeführt werden. Für die Set-Top-Box STB kann
beispielsweise die Situation eines von einem Streamer angebotenen unverschlüsselten
Eingangssignals gegeben sein, das auf die Aufzeichnungseinheit PVR zu spielen ist.
Die notwendigen Schaltbefehle werden hierbei von der Empfangseinheit-Steuereinheit
4 erzeugt und über das Home-Network (LAN, Local Area Network) von
der Set-Top-Box-Erweiterung STBE an die Set-Top-Box STB gesendet. Demzufolge wird
das Signalformat „Video/Audio Codec 1" von der Signalverarbeitungseinheit
5 in das Signalformat „Video/Audio Codec 2" umgewandelt.
Nach Beendigung des Anrufs kann beispielsweise der so im zweiten Signalformat
aufgezeichnete Anruf über die analoge oder digitale Schnittstelle zwischen
der Set-Top-Box-Erweiterung STBE und der Set-Top-Box STB ausgegeben und zum Beispiel
an der Ausgabeeinheit bzw. dem Fernsehgerät TV angezeigt werden.
Da die Aufzeichnung eines Video-Anrufs im Gegensatz zur Aufzeichnung
eines Videos zwei Richtungen (Senderichtung und Empfangsrichtung) umfasst, bedarf
es einer geeigneten Aufbereitung der Signale in der Set-Top-Box-Erweiterung STBE
mittels der Signalverarbeitungseinheit 5. Beispielsweise können die
Bildinformationen beider Gesprächspartner unter jeweils hälftiger Nutzung
der Anzeigfläche der Ausgabeeinheit bzw. des Fernsehgeräts TV zusammengeführt
werden. Hierbei kann zusätzlich die Signal-Mischung in der Signalverarbeitungseinheit
5 der Set-Top-Box STB genutzt werden. Es kann jedoch auch jede weitere
Zusammenführung durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Ausgabe des
eigenen Bildes als kleinen Bildausschnitt oder der völlige Verzicht auf das
eigene Bild in der Aufzeichnung. Die Audio-Signale bzw. Tonsignale werden im einfachsten
Fall vorzugsweise nach Lautstärkeabgleich addiert. Ist die Aufzeichnungseinheit
PVR zur gleichzeitigen Aufnahme von mehreren Kanälen fähig, so besteht
ferner die Möglichkeit, die Eingaben beider Partner getrennt als jeweiliges
Video zu hinterlegen.
5 zeigt eine vereinfachte Darstellung der IP-Telephonie-Erweiterung
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
wobei wiederum gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen wie in
1 bis 4, weshalb auf eine
wiederholte Beschreibung nachfolgend verzichtet wird.
Gemäß 5 sei das Einblenden
eines laufenden Empfangs-Programms in einen Video-Anruf erläutert. Demzufolge
ist mittels der erfindungsgemäßen Set-Top-Box-Erweiterung STBE auch das
gleichzeitige Verfolgen eines Programms bzw. eines Fernsehfilms und die Teilnahme
an einem Video-Telefonanruf möglich, ohne dass der ferne Gesprächspartner
dies erkennt. Hierzu wird in der Set-Top-Box-Erweiterung STBE das z.B. von der Set-Top-Box
STB kommende Unterhaltungselektronik-Eingangssignal zur Ausgabeeinheit bzw. dem
Fernsehgerät TV durchgeschaltet und diesem das Bild und gegebenenfalls das
Audio-Signal des fernen Gesprächsteilnehmers durch eine Signal-Mischung überlagert.
Dies erfolgt durch geeignetes Mischen beider Signalströme beispielsweise
nach Maßgabe des Benutzers. Der ferne Gesprächsteilnehmer kann demzufolge
nicht erkennen, dass der Benutzer gleichzeitig ein Fernsehprogramm bzw. einen Film
verfolgt, da ihm das Signal des von der Set-Top-Box STB empfangenen Programms nicht
zur Verfügung gestellt wird und da das Tonsignal des am Fernsehgerät TV
ausgegebenen Tons aus dem ihm übertragenen Tonsignal z.B. mittels eines Echo-Kompensators
vollständig oder zumindest teilweise subtrahiert bzw. herausgelöscht wird.
Diese Echo-Kompensation wird wiederum durch die Signalverarbeitungseinheit
5 der Set-Top-Box-Erweiterung STBE realisiert.
Ferner kann es aber sein, dass genau dieses Verhalten in einem Video-Telefongespräch
einschränkend ist. Das heißt, der ferne Gesprächsteilnehmer möchte
neben dem Bild des Gesprächspartners auch gleichzeitig dessen Programm/Film
im laufenden Videotelefongespräch miterleben können. Zu diesem Zweck kann
die Mischeinrichtung der Set-Top-Box-Erweiterung STBE nicht nur die Ausgabe in Richtung
des eigenen Fernsehgeräts TV gestalten, sondern ebenfalls in Richtung des an
den fernen Gesprächsteilnehmer auszugebenden Telekommunikations-Ausgangssignals
ND-NA. Der ferne Gesprächsteilnehmer kann dann nach Maßgabe des Benutzers
das Bild des Benutzers und auch das Bild des Fernsehprogramms bzw. Films in geeigneter
Bildaufteilung sowie das nach Lautstärkebewertung addierte Tonsignal des Benutzers
und des Fernsehprogramms erhalten.
Die 6A bis 6C
zeigen vereinfachte Darstellungen zur Veranschaulichung einer IP-Telephonie-Erweiterung
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen wie in 1
bis 5, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend
verzichtet wird.
Im Ausführungsbeispiel gemäß 6A
bis 6C wird eine Bandbreitenverwaltung bei Parallelbetrieb
von Video-Anruf und empfangenem Programm behandelt. Gemäß 6A
wird beispielsweise ein Video on Demand (VoD) von einem Dienstanbieter P1 über
das Netzwerk N in der Set-Top-Box STB empfangen und über die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE an die Ausgabeeinheit bzw. das Fernsehgerät TV ausgegeben. Ist nunmehr
eine Bandbreite des Netzwerk-Zugangs (DSL/ETH, Ethernet) nicht ausreichend für
eine gleichzeitige Übertragung des empfangenen Filmvideos und des eingehenden
Video-Anrufes, so kann die Set-Top-Box-Erweiterung STBE frei konfigurierbar eine
Bandbreitenverwaltung übernehmen. Steht demzufolge ein Telefonanruf bzw. Video-Call
aus dem Netzwerk N an, oder soll aus einem Audio-Call nach Video geschaltet werden,
so fragt die Set-Top-Box-Erweiterung STBE vorzugsweise das Vorhandensein eines Unterhaltungselektronik-Eingangssignals
von der Set-Top-Box STB ab. Liegt kein Eingangssignal ND-STB an, so wird der Telefonanruf
durchgeschaltet. Liegt jedoch ein Eingangssignal ND-STB an, so fragt die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE die Set-Top-Box STB hinsichtlich ihres Zustands ab. Dies geschieht wiederum
über die Empfangseinheit-Steuereinheit 4. Wird beispielsweise ein
Broadcast-Programm (BTV) oder ein Video on Demand (VoD) gestreamt, das auf die lokale
Aufzeichungseinheit PVR geschrieben wird, so notifiziert die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE den Benutzer zwecks Entscheidung über das gewünschte Verhalten. Läuft
andererseits keine Aufzeichnung über die Aufzeichnungseinheit PVR, so kann
der Empfangskanal über die Kommandoschnittstelle abgeschaltet bzw. eine Pause
des Video on Demand (VoD) ausgelöst werden und das Telekommunikations-Eingangssignal
der Video-Telefonie sodann über die Signalverarbeitungseinheit 5 auf
die Ausgabeeinheit TV durchgeschaltet werden.
Läuft eine Aufnahme bzw. Aufzeichnung auf der lokalen Aufzeichnungseinheit
PVR und der Zuschauer möchte trotzdem den Video-Anruf annehmen, so kann die
Abschaltung/Unterbrechung der Aufnahme zusätzlich über die Steuerung der
Set-Top-Box-Erweiterung STBE erfolgen. Nach Beendigung des Telefonanrufs erfolgt
die automatische Wiederaufnahme der Durchschaltung des unterbrochenen Empfangs/Programms
bzw. die Fortsetzung der unterbrochenen Video-on-Demand-Ausgabe. Beides wird durch
die Empfangseinheit-Steuereinheit 4 der Set-Top-Box-Erweiterung STBE initiiert,
wobei vorzugsweise die Schnittstelle 3 als Kommandoschnittstelle über
das Home-Gateway HG zur Set-Top-Box STB verwendet wird.
Grundsätzlich kann eine derartige Ansteuerung wiederum über
eine zusätzliche Schnittstelle 11 oder über eine bidirektionale
Schnittstelle 2 durchgeführt werden, sofern vorhanden. Gemäß
6B wird demzufolge über die Schnittstelle
3 der Befehl „STOP BTV" an die Set-Top-Box abgegeben, wodurch das
„Streaming" des empfangenen Senders beendet wird und zusätzliche Bandbreite
für das Home-Network geschaffen wird. Der Telefonanruf bzw. das Video-Telefonat
kann anschließend in üblicher Weise über das paketvermittelnde Netzwerk
N durchgeführt werden. Gemäß 6C
wird nach Beenden der IP-Telephonie-Verbindung zum fernen Telekommunikationsendgerät
TE wiederum ein Befehl „START BTV" an die Set-Top-Box STB von der Empfangseinheit-Steuereinheit
4 abgesetzt, wodurch die Set-Top-Box STB wieder in den ursprünglichen
Betrieb zurückkehrt und das empfangene Programm über die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE an das Fernsehgerät TV ausgibt.
Die 7A und 7B
zeigen vereinfachte Darstellungen zur Veranschaulichung einer IP-Telephonie-Erweiterung
in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente wie in den 1
bis 6 darstellen, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend
verzichtet wird.
Gemäß 7A und 7B
wird die Funktionalität einer Video-Mail-Unterstützung mittels der Set-Top-Box-Erweiterung
beschrieben.
Gemäß diesem fünften Ausführungsbeispiel ermöglicht
die Set-Top-Box-Erweiterung STBE die Nutzung der externen Ressourcen in der Unterhaltungselektronik-Umgebung
und beispielsweise der Aufzeichnungseinheit PVR der Set-Top-Box STB als Multimedia/Video-Anrufbeantworter.
Trifft demzufolge gemäß 7A ein Telefongespräch
ein, das nicht in konfigurierbarer Zeit entgegengenommen werden kann oder soll,
so veranlasst die Set-Top-Box-Erweiterung STBE die Entgegennahme des externen Anrufs
vorzugsweise als Video-Anruf. Hierbei wird zunächst als Telekommunikations-Ausgangssignal
ND-NA ein Video/Audio-Datensignal in Richtung des fernen Gesprächspartners
TE abgesetzt, das von einer Aufzeichnungseinheit PVR der Set-Top-Box STB vorgehaltenen
Aufnahme ausgespielt und über die Eingangssignal-Schnittstelle 2 der
Signalverarbeitungseinheit 5 zugeführt wird. Hierzu startet die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE bzw. deren Empfangseinheit-Steuereinheit 4 die Ausgabe des aufgezeichneten
Inhalts beispielsweise über die Telekommunikationsschnittstelle zur Set-Top-Box
STB (ETH/LAN). Ablageformat des aufgezeichneten Begrüßungsvideos ist beispielsweise
das Signalformat der Set-Top-Box STB (zum Beispiel MPEG4). Die Ausgabe in Richtung
Set-Top-Box-Erweiterung STBE erfolgt üblicherweise nach Dekodierung in einem
analogen/digitalen TV-Format als Signalformat.
In der Signalverarbeitungseinheit 5 der Set-Top-Box-Erweiterung
STBE erfolgt nunmehr die Transkodierung bzw. Signalformat-Umwandlung auf das mit
dem fernen Gesprächspartner vereinbarte Video/Audio-Format (Video/Audio Codec
1) der IP-Telephonie-Verbindung. Mit Empfang der gespeicherten Video-Botschaft kann
der ferne Gesprächspartner beispielsweise aufgefordert werden, eine vorzugsweise
Video-Information umfassende Nachricht zu hinterlegen. Diese trifft als Telekommunikations-Eingangssignal
ND-NE in der für die IP-Telephonie-Verbindung ausgehandelten Audio- und Video-Kodierung
ein und wird der Signalverarbeitungseinheit 5 zugeführt. Anschließend
erfolgt wiederum eine Signalformat-Umwandlung auf das Ablageformat der Set-Top-Box
(z.B. Video/Audio Codec 2), wobei das umgewandelte Signal nunmehr als Telekommunikations-Ausgangssignal
ND-NA über die Telekommunikationsschnittstelle 3 und das Home-Gateway
HG an die Set-Top-Box STB und deren Aufzeichnungseinheit PVR weitergegeben wird.
Gleichzeitig kann die Empfangseinheit-Steuereinheit 4 der
Set-Top-Box STB den Steuerbefehl zur Aufnahme eines Videos von einem Video-Server
erteilt werden, wodurch die Aktion des Aufnehmens von der Set-Top-Box STB durch
die Set-Top-Box-Erweiterung STBE mit Durchschalten des Anrufs über die Kommandoschnittstelle
3 signalisiert wird.
Die Eigenschaften des anruferindividuellen Ausspielens von Begrüßungsvideos
können optional durch die Set-Top-Box-Erweiterung STBE unterstützt werden.
Hierzu ist beispielsweise eine Auswertung der „Call set-up message" (zum
Beispiel SIP invite) durch den IP-Telephonie-Client 6 hinsichtlich von
den Ursprung charakterisierenden Informationen (Calling Line Identification oder
gleichwertige Informationen) notwendig. Das gewünschte Begrüßungsvideo
kann davon abhängig wiederum über die Set-Top-Box-Erweiterung STBE konfiguriert
werden.
In 7B ist beispielsweise die Wiedergabe
der aufgezeichneten Video-Nachricht dargestellt, wobei von der Empfangseinheit-Steuereinheit
4 der Set-Top-Box-Erweiterung STBE über den Befehl „Play recorded
Message" die von der Aufzeichnungseinheit PVR aufgezeichnete Video-Nachricht des
Gesprächsteilnehmers nach einer eventuellen Signalformat-Umwandlung in der
Set-Top-Box-Erweiterung STBE am Fernsehgerät TV ausgegeben wird.
Die Funktionalität eines derartig realisierten Multimedia/Video-Anrufbeantworters
kann zusätzlich zum laufenden Empfang (BTV/VoD/Internet) der Set-Top-Box STB
aktiv sein. Ferner kann sie über die Fernbedienung FB fallweise aktiviert werden,
falls der Betrachter nach dem Pop-up der Kennung des Anrufers es vorzieht, das empfangene
Programm weiter zu verfolgen, anstatt den Telefonanruf entgegenzunehmen. In diesem
Falle kann die Eingabe des fernen Gesprächsteilnehmers als Bildausschnitt auf
den Fernsehgerät TV und sein Tonsignal über die Signal-Mischung der Signalverarbeitungseinheit
5 zugemischt werden. Liegt entgegen der Erwartung des Benutzers nun doch
ein interessanter Telefonanruf vor, so kann er über Bedieneingaben an beispielsweise
der Fernbedienung FB den Telefonanruf über die Set-Top-Box-Erweiterung
STBE entgegennehmen und zum Beispiel die laufende Aufnahme abbrechen. Hierbei können
auch die in den Ausführungsbeispielen 1 bis 3 aufgeführten weiteren Optionen
zusätzlich realisiert werden.
Die Set-Top-Box STB unterstützt demzufolge die Aufnahme einer
Video-Begrüßungsnachricht durch Aufnahme der Informationen auf der Aufzeichnungseinheit
PVR und gleichzeitiger mitlaufender Ausgabe dieser Bildinformationen als Vollbild
oder Teilbild auf der Ausgabeeinheit bzw. dem Fernsehgerät TV. Die Steuereinheit
7 der Set-Top-Box-Erweiterung STBE steuert hierbei die Signalverarbeitungseinheit
5 in geeigneter Weise. Zur Komposition perfekter Begrüßungsvideos
stehen darüber hinaus die Ressourcen der gesamten Unterhaltungselektronik-Umgebung
zur Verfügung.
Obwohl üblicherweise als Aufzeichnungseinheit PVR eine lokale
Aufzeichnungseinheit in einem der Geräte der Unterhaltungselektronik-Umgebung
verwendet wird, kann grundsätzlich auch eine netzwerkbasierte Aufzeichnungseinheit
(nicht dargestellt) verwendet werden, die beispielsweise von einem Aufzeichnungsserver
im Netz zur Verfügung gestellt wird.
8 zeigt ein vereinfachtes Flussdiagramm zur Veranschaulichung
wesentlicher Verfahrensschritte zur Unterstützung von IP-Telephonie in einer
Unterhaltungselektronik-Umgebung.
Gemäß 8 werden nach einem Start
in Schritt SE0 zunächst Eingangssignale in der Set-Top-Box-Erweiterung STBE
empfangen und ausgewertet (Schritt SE1). Dies sind beispielsweise Unterhaltungselektronik-Eingangssignale
ND-STB, wie sie beispielsweise von einer Set-Top-Box STB kommen können und/oder
Eingangssignale ES, SD, ND-NE, wie sie bei einer IP-Telephonie-Verbindung vorliegen.
In einem Schritt SE2 wird das Vorliegen einer IP-Telephonie-Verbindung im Telekommunikations-Eingangssignal
erfasst. Sobald eine IP-Telephonie-Verbindung bzw. ein eingehender Anruf vorliegt,
erfolgt eine konfigurierbare Ansteuerung einer Signalverarbeitung und/oder eine
konfigurierbare Ansteuerung einer externen Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
wie beispielsweise einer Set-Top-Box STB. Vorzugsweise wird bei Eintreffen eines
Rufes eine Visualisierung dieses Ereignisses auf dem Fernsehgerät TV erfolgen,
was über die Signalverarbeitungseinheit 5 unter Steuerung der Steuerungseinheit
7 erfolgt. Erst nach Eingabe des Benutzers zur Entgegennahme des Rufs erfolgt
in Schritt SE3 die Ansteuerung der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit STB.
In einem nachfolgenden Schritt SE4 werden nunmehr die Eingangssignale zum Erzeugen
eines Unterhaltungs-Ausgangssignals und/oder eines Telekommunikations-Ausgangssignals
ND-NA derart verarbeitet, dass sich eine gewünschte Funktionalität ergibt
und die verarbeiteten Signale in einem Schritt SE5 zumindest an der Ausgabeeinheit
TV ausgegeben werden können. Zusätzlich zum erzeugten Unterhaltungs-Ausgangssignal
kann auch ein entsprechendes Telekommunikations-Ausgangssignal an die Telekommunikationsschnittstelle
ausgegeben werden. Das Verfahren endet im Schritt SE6.
Die Ansteuerung der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit STB gemäß
Schritt SE3 sowie die Verarbeitung der Eingangssignale zum Erzeugen von Ausgangssignalen
in Schritt SE4 sowie das jeweilige Ausgeben der erzeugten Ausgangssignale kann wiederum
derart gesteuert werden, dass sich die als beispielhaft beschriebenen Ausführungsbeispiele
gemäß 3 bis 7 realisieren lassen.
Gemäß 8 können alternativ
oder zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Schritten SE1 bis SE5 Benutzereingaben
und/oder ein Verbindungsabbau während einer bestehenden Telephonie-Verbindung
in einem weiteren Verfahrensschritt SE2' ausgewertet werden. Liegen demgemäß
solche Benutzereingaben oder der Fall eines Verbindungsabbaus vor, führen diese
zur erneuten Abarbeitung der Verfahrensschritte SE3 bis SE5 oder zur Beendigung
des Verfahrens. Hintergrund ist, dass ein Benutzer in einer laufenden Verbindung
verfahrensgemäß eine Vielzahl von Manipulationsmöglichkeiten hinsichtlich
der Ausgabesignale hat, wie vorstehend bereits ausführlich beschrieben wurde.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das Verfahren
ebenfalls einen abgehenden Anruf unterstützt. Es sei also angenommen, dass
der Benutzer ein Unterhaltungselektronik-Ausgangssignal verfolgt, womit sich das
Verfahren im Zustand SE1 befindet. Soll nun ein abgehender Anruf aufgebaut werden,
so erfolgt dies über Eingaben über die Eingabeeinheit bzw. Fernbedienung
FB. Dies hat zur Folge, dass nach Annahme des Rufs durch den gerufenen Teilnehmer
ein Verbindungsaufbau erfolgt, der gemäß Verfahrensschritt SE2 erfasst
wird und die Verfahrenschritte SE3 bis SE5 zur Folge hat. Aufgrund dieser Verfahrensschritte
kann beispielsweise und vorzugsweise auf dem lokalen Fernsehgerät TV das eigene
Bild, Bild und Ton des Ausgabesignals der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit
STB sowie Bild und Ton des fernen Telephonie-Teilnehmers TE ausgegeben werden und
gleichzeitig das eigene Bild und das um das Ausgabetonsignal des Fernsehgeräts
TV bereinigte eigene Tonsignal in Richtung des fernen Telephonie-Teilnehmers ausgegeben
werden.
Im Gesprächszustand kann wiederum der Verfahrensschritt SE2'
zur Anwendung kommen, welcher die Manipulation der Ausgabesignale gemäß
den Vorgaben des Benutzers ermöglicht und hierbei jeweils
das erneute Durchlaufen der Verfahrenschritte SE3 bis SE5 zur Folge hat. Im Verfahrensschritt
SE2' hat die lokale Beendigung des Rufs die erneute Abarbeitung der Verfahrensschritte
SE3 bis SE5 zur Folge, also beispielsweise die Durchschaltung des Ausgangssignals
der Unterhaltungselektronik-Empfangseinheit STB auf das Fernsehgerät TV. Der
Verfahrensschritt SE2' wird durch die Beendigung der Verbindung verlassen, womit
der Verfahrensschritt SE6 erreicht wird. Letzteres erfolgt ebenfalls bei Beendigung
der Verbindung durch den fernen Teilnehmer.
Die Erfindung wurde vorstehend anhand einer Set-Top-Box STB und eines
Fernsehgeräts TV innerhalb eines Home-Networks beispielhaft beschrieben. Sie
ist jedoch nicht darauf beschränkt und umfasst in gleicher Weise auch alternative
Unterhaltungselektronik-Empfangseinheiten und Unterhaltungselektronik-Ausgabeeinheiten.
Ferner wurde die Erfindung anhand eines Video-Telefongesprächs beschrieben.
Sie ist jedoch nicht darauf beschränkt und umfasst in gleicher Weise reine
Audio-Telefonate, reine Bild-Übertragung oder sonstige Daten, die mittels IP
üblicherweise in einem paketvermittelnden Netz übertragen werden können.