Die Erfindung betrifft eine Schließbügelanordnung, insbesondere
für einen Kraftwagen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Eine derartige Schließbügelanordnung ist beispielsweise
aus der EP 1 393 999 A2 als bekannt
zu entnehmen, welche einen an einer verschwenkbaren Frontklappe eines Fahrzeugs
über ein Halteelement angebrachten Schließbügel umfasst. Beim Schließen
der Frontklappe wird der Schließbügel dabei mit einer Gabelfalle eines
an der Vorbaustruktur des Fahrzeugs montierten Drehfallenschlosses in Eingriff gebracht,
wodurch eine Verriegelung der Frontklappe gegeben ist.
Als nachteilig bei dieser bekannten Schließbügelanordnung
ist der Umstand anzusehen, dass ein relativ aufwendiges Nachstellen des mit der
Fronthaube verbundenen Schließbügels durchgeführt werden muss, um
eine zuverlässige Ent- und Verriegelung der Fronthaube an dem karosserieseitig
montierten Drehfallenschloss gewährleisten zu können. Eine solche Anpassung
ist schon allein im Hinblick auf die in modernen Fahrzeugen immer enger werdende
Packagesituation mit zeitaufwändiger und komplexer Einstellungsarbeit verbunden
und führt dadurch zu erhöhten Herstellungskosten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Schließbügelanordnung
der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass eine einfachere, schnellere und
kostengünstigere Einstellbarkeit des Schließbügels ermöglicht
ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schließbügelanordnung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Erfindungsgemäß umfasst die hierzu vorgesehene Schließbügelanordnung
einen Schließbügel, der gegenüber dem Halteelement einzustellen und
in der eingestellten Position festzulegen ist. Mit anderen Worten ist es mit Hilfe
der erfindungsgemäßen Schließbügelanordnung auf einfache Weise
möglich, den Schließbügel selbst relativ zu dem an der Fronthaube
befestigten Halteelement in eine optimale Position zu bewegen und in dieser Position
festzulegen. Auf diese Weise wird eine besonders schnelle und kostengünstige
Einstellbarkeit der Schließbügelanordnung an das karosserieseitig montierte
Schloss ermöglicht und gleichzeitig eine einwandfreie Ent- und Verriegelbarkeit
der Fronthaube gewährleistet. Denkbar ist gleichfalls eine Montage der erfindungsgemäßen
Schließbügelanordnung an anderen Klappen eines Fahrzeugs wie beispielsweise
einer Heckklappe oder eine umgekehrte Montage der Schließbügelanordnung
an der Karosserie und des zugehörigen Drehfallenschlosses an der Klappe.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Schließbügel wenigstens ein Gewinde vorzugsweise an einem Bügelschenkel
umfasst, welches mit einem korrespondierenden Gewinde, insbesondere einer Gewindehülse,
Gewindemutter oder dgl. auf der Seite des Halteelements zusammenwirkt. Dadurch ist
eine besonders einfache und schnelle Möglichkeit geschaffen, durch Drehen des
Schließbügels dessen relative Position gegenüber dem Halteelement
gezielt einzustellen. Über eine Variierung der Gewindesteigung kann auf besonders
einfache Weise eine gezielte Anpassung der Schließbügelanordnung an die
jeweiligen Einbauerfordernisse verwirklicht werden. Eine besonders einfache und
kostengünstige Ausgestaltung wird dabei durch das Ausbilden des Gewindes an
einem Bügelschenkel des Schließbügels erzielt.
Durch das Vorsehen einer Gewindemutter, Gewindehülse oder dgl.
am Halteelement ist es nicht erforderlich, das Gewinde am Halteelement selbst auszubilden.
Statt dessen kann eine vorgefertigte Gewindemutter am Halteelement beispielsweise
durch Verschweißen befestigt werden. Anschließend wird der Bügelschenkel
des Schließbügels in die Gewindemutter oder Gewindehülse geschraubt,
bis eine optimale Position erreicht ist. Da es sich bei vorgefertigten Gewindemuttern
oder dgl. um industrielle Massenprodukte handelt, bieten sie eine besonders einfache,
kostengünstige und flexible Möglichkeit, ein mit dem Schließbügel
zusammenwirkendes Gewinde am Halteelement bereitzustellen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass am Halteelement eine Verdrehsicherung vorgesehen ist, welche ein Verdrehen
des Schließbügels verunmöglicht. Als Verdrehsicherung kann dabei
zum Beispiel eine Kappe dienen, die nach dem Einstellungsprozess über den optimal
eingestellten Schließbügel geschoben wird und ein weiteres Verdrehen unterbindet.
Sollte eine spätere Nachjustierung des Schließbügels erforderlich
werden, lässt sich die Kappe in einfacher Weise abziehen und gibt den Schließbügel
wieder zur Einstellung frei. Denkbar ist dabei auch, dass die Verdrehsicherung nach
dem Aufschieben beispielsweise durch Verschrauben am Halteelement befestigt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Schließbügel zwei mit Gewinden versehene Bügelschenkel umfasst,
welche mit zwei korrespondierenden, am Halteelement angeordneten Gewindemuttern,
Gewindehülsen oder dgl. zusammenwirken. Die Ausgestaltungsform mit zwei Bügelschenkeln
bietet insbesondere den Vorteil, dass einerseits eine besonders
stabile Ausgestaltung des Schließbügels erzielt wird und dass andererseits
eine Verdrehsicherung durch den Schließbügel selbst gegeben ist. Dem Fachmann
ist dabei bewusst, dass die bereits beschriebenen Vorteile von am Halteelement angeordneten
Gewindemuttern oder dgl. auch für diese Ausgestaltungsvariante Gültigkeit
besitzen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
wenigstens eine Gewindemutter, Gewindehülse oder dgl. drehbar am Halteelement
gelagert ist. Dies hat den Vorteil, dass die Gewindemutter sehr einfach gegenüber
dem Halteelement zu verstellen ist. Die Einstellung des Schließbügels
erfolgt in dieser Ausgestaltung in vorteilhafter Weise durch Verdrehen wenigstens
einer der beiden Gewindemuttern. Im Gegensatz zu einem Verdrehen des Schließbügels,
welcher dann immer um 180° gedreht werden muss, um ein Zusammenwirken mit dem
karosserieseitigen Schloss sicherzustellen, kann so mit konstruktiv einfachen Mitteln
eine besonders exakte Einstellbarkeit des Schließbügels erzielt werden.
Um ein Verkanten eines mit zwei Bügelschenkel ausgebildeten Schließbügels
während des Einstellens zu verhindern, hat es sich als vorteilhaft gezeigt,
wenigstens ein Synchronisierungsmittel vorzusehen, mit welchem die am Halteelement
angeordneten Gewindemuttern, Gewindehülse oder dgl. synchron zu verstellen
sind. Eine besonders einfache Ausgestaltung lässt dadurch erzielen, dass als
Synchronisierungsmittel ein Zahnrad vorgesehen ist, welches mit Außenverzahnungen
der jeweiligen Gewindemuttern, Gewindehülse oder dgl. in Eingriff steht. Durch
ein derartiges Synchronisierungsmittel wird folglich eine gleichmäßige
Bewegung der beiden Bügelschenkel relativ zum Halteelement sichergestellt und
ein optimales Einstellen des Schließbügels zusätzlich erleichtert
und beschleunigt.
Besonders einfach lässt sich eine schnelle und exakte Einstellbarkeit
des Schließbügels dadurch erzielen, dass die Gewindemutter, Gewindehülse
oder dgl. im Wesentlichen auf der dem Schließbügel zugewandten Seite des
Halteelements angeordnet ist. Dadurch sind sie sowohl während des Fertigungsprozesses
als auch bei eventuellen späteren Einstellarbeiten frei zugänglich und
erfordern kein zusätzliches Aus- und Einbauen weiterer Bauteile. Darüber
hinaus muss zwischen der Fronthaube und dem Halteelement somit kein zusätzlicher
Bauraum bereitgestellt werden.
In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass mindestens eine Kontermutter vorgesehen ist, durch welche die am Halteelement
angeordnete Gewindemutter, Gewindehülse oder dgl. gegen Verdrehung zu sichern
ist. Wird eine Kontermutter gegen die Gewindemutter gedreht, kann aufgrund der so
erzielten Verspannung der beiden Muttern die Gewindemutter auf konstruktiv einfache
und kostengünstige Weise gegen Verdrehung gesichert und der Schließbügel
festgelegt werden. Die vorangehend beschriebenen konstruktiven und wirtschaftlichen
Vorteile von Gewindemuttern gelten sinngemäß für Kontermuttern.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Schließbügel entlang eines am Halteelement befestigten Führungselements
schiebeverstellbar und in der eingestellten Position mittels einer Klammer festlegbar
ist. Durch die Schiebeverstellbarkeit entlang des Führungselements kann eine
besonders einfache und schnelle Einstellbarkeit des Schließbügels erzielt
werden. Die vorgesehene Klammer bietet darüber hinaus den Vorteil, dass zur
Festlegung des Schließbügels in der eingestellten Position kein zusätzliches
Werkzeug wie Schraubenschlüssel oder ähnliches erforderlich ist. Eine
besonders kompakte, kostengünstige und konstruktiv einfache Ausgestaltung wird
dadurch erzielt, dass die Klammer innerhalb des Führungselements festlegbar
ist. Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Klammer in eine
Außenkonturierung des Schließbügels eingreift, um diesen festzulegen.
Dadurch können alle zur Verstellung und zur Festlegung des Schließbügels
erforderlichen Funktionen mit einem Minimum an Einzelbauteilen verwirklicht werden,
wodurch insbesondere bei Massenfertigung eine erhebliche Kostensenkung realisierbar
ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass das Führungselement ein Federelement umfasst, durch welches der Schließbügel
bei gelöster Klammer entlang des Führungselements zu bewegen ist. Mit
Hilfe eines derartigen Federelements ist ein besonders einfaches und kostengünstiges
Mittel gegeben, um eine gleichmäßige Bewegung der Bügelschenkel zu
verwirklichen und den Schließbügels schnell und einfach auf eine optimale
Position einstellen zu können.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
am Halteelement eine Abdeckung vorgesehen ist, welche den Schließbügel
und/oder das Halteelement zumindest bereichsweise abdeckt. Durch eine derartige
Abdeckung lassen sich sowohl das Halteelement als auch der Schließbügel
besonders einfach vor Umwelteinflüssen und damit vor Korrosion und vorzeitigem
Verschleiß schützen. In einer besonders einfachen und kostengünstigen
Ausgestaltung ist die Abdeckung dabei aus Kunststoff gefertigt. Erfindungsgemäß
ist dabei ebenfalls vorgesehen, dass auch eine an der Schließbügelanordnung
vorgesehene Verdrehsicherung aus Kunststoff gefertigt ist und neben der Festlegung
des Schließbügels diesen zusätzlich vor Korrosion schützt.
Denkbar ist dabei natürlich auch, dass die Abdeckung und die Verdrehsicherung
einteilig ausgebildet sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
sowie anhand der Zeichnungen, in welchen funktionsgleiche Bauteile mit identischen
Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Diese zeigen in:
1 eine schematische Schnittansicht durch eine vorteilhafte
Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schließbügelanordnung,
wobei die Einstellung des Schließbügels durch Drehen desselben erfolgt
und zur Festlegung ein an einer Fronthaube befestigtes Haltelement mit einer Gewindemutter
sowie einer Verdrehsicherung vorgesehen sind;
2 eine leicht perspektivische Seitenansicht der Schließbügelanordnung
gemäß 1, welche mit einem schematisch dargestellten,
karosserieseitigen Drehfallenschloss in Eingriff steht;
3 eine perspektivische Schrägansicht der erfindungsgemäßen
Schließbügelanordnung gemäß 1 und
2, wobei eine Abdeckung aus Kunststoff als Korrosions-
und Verdrehschutz an der Unterseite des Halteelements angebracht ist;
4 eine schematische Schnittansicht durch die Schließbügelanordnung
nach einer weiteren Ausführungsform, wobei die Einstellung des Schließbügels
durch Drehen der am Halteelement gelagerten Gewindehülsen erfolgt, welche mit
den beiden Bügelschenkeln des Schließbügels zusammenwirken, und wobei
zur Festlegung des Schließbügels zwei Kontermuttern an jeweils einem Bügelschenkel
angeordnet sind;
5 eine Perspektivansicht auf die Schließbügelanordnung
nach einer weiteren Ausführungsform, welche mit einem karosserieseitigen Drehfallenschloss
in Eingriff steht, wobei die Einstellung des Schließbügels durch Drehung
eines mittleren Zahnrads am Halteelement erfolgt, welches für eine synchrone
Bewegung der beiden Bügelschenkel des Schließbügels sorgt, wobei
zur Arretierung des Schließbügels zwei Kontermuttern an jeweils einem
Bügelschenkel angeordnet sind;
6 eine schematische Schnittansicht durch die erfindungsgemäße
Schließbügelanordnung gemäß 5,
wobei zusätzlich ein Betätigungsgriff für einen Fanghaken des Drehfallenschlosses
dargestellt ist;
7 eine schematische Schnittansicht durch die Schließbügelanordnung
nach einer weiteren Ausführungsform, wobei der Schließbügel entlang
zweier Führungselemente schiebeverstellbar und über zwei innerhalb der
Führungselemente festlegbare Klammern in der eingestellten Position festlegbar
ist; und in
8 eine schematische Perspektivansicht einer Klammer
gemäß 7, welche zur Festlegung des Schließbügels
dient.
In 1 ist eine schematische Schnittansicht
durch eine besonders einfache Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schließbügelanordnung
dargestellt, welche an einer nicht dargestellten Fronthaube eines Fahrzeugs zu befestigen
ist und welche im Zusammenwirken mit einem karosserieseitigen Drehfallenschloss
24 (2) die Fronthaube an der Fahrzeugkarosserie
festlegt. Die Schließbügelanordnung umfasst dabei ein Halteelement
10, an welchem ein im wesentlichen U-förmiger Schließbügel
12 einstellbar angeordnet ist. Der Schließbügel 12 ist
dabei über das Haltelement 10 an der Fronthaube des Kraftwagens festzulegen.
An einem Bügelschenkel 14 des Schließbügels 12
ist ein Gewinde 16 aufgebracht, welches mit einer am Halteelement
10 angeschweißten Gewindehülse 18 zusammenwirkt. Der
Schließbügel 12 kann auf diese Weise durch Verdrehen in seiner
relativen Position gegenüber dem Halteelement 10 eingestellt werden.
Zur Festlegung des Schließbügels 12 ist auf der dem Schließbügel
12 zugewandten Seite des Halteelements 10 sowohl eine Kontermutter
20 als auch eine Verdrehsicherung 22 angebracht. Die Verdrehsicherung
22 ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt und dient gleichzeitig als
Korrosionsschutz für die Unterseite des Halteelements 10.
In 2 ist eine leicht perspektivische
Seitenansicht der Schließbügelanordnung gemäß 1
dargestellt. Der Schließbügel 12 ist dabei mittels einer Verdrehsicherung
22 festgelegt und steht im Eingriff mit einer Gabelfalle 26 eines
karosserieseitig aufgenommenen Drehfallenschlosses 24. Die optimale Position
des Schließbügels 12 gegenüber dem Halteelement
10 – zur Abstimmung auf die Gabelfalle 26 des Drehfallenschlosses
24 – wird durch Einstellen des Bügelschenkels 14 gegenüber
dem am Halteelement 10 befestigten Gewinde 18 erreicht. Über
einen in den Zeichnungen nicht gezeigten Bowdenzug ist die Gabelfalle
26 des Drehfallenschlosses 24 aus einer Schließ- in eine
Offenstellung zu überführen und der Schließbügel 12
der Schließbügelanordnung freizugeben.
In 3 ist in einer perspektivischen Schrägansicht
eine erfindungsgemäße Schließbügelanordnung gemäß
1 und 2 dargestellt. Dabei
ist am Halteelement 10 eine Abdeckung 28 angebracht, welche bereichsweise
die Unterseite des Halteelements 10 und den Schließbügel
12 abdeckt und vor Korrosion schützt. Zusätzlich sichert sie
den Schließbügel 12 gegen Verdrehen.
Neben dem Drehfallenschloss 24 sind ein Betätigungsgriff
30 sowie ein Fanghaken 32 erkennbar, welcher in zwei Positionen
dargestellt ist. Um bei einem versehentlichen Überführen der Gabelfalle
26 aus der Schließ- in die Offenstellung ein unbeabsichtigtes Öffnen
der Frontklappe des Fahrzeugs zu verhindern, nimmt der Fanghaken 32 zunächst
eine erste Haltestellung ein, in welcher er im Eingriff mit dem Drehfallenschloss
24 steht. Erst durch Betätigung des Betätigungsgriff
30 wird der Fanghaken 32 in eine zweite Freigabestellung verschwenkt
und die Frontklappe des Fahrzeugs kann geöffnet werden.
In 4 ist in einer schematischen Schnittansicht
eine weitere Ausführungsform der Schließbügelanordnung dargestellt.
Der Schließbügel 12 umfasst dabei zwei Bügelschenkel
14, an welchen jeweils ein Gewinde 16 aufgebracht ist. Am Halteelement
10 sind zwei Gewindehülsen 18 drehbar über Scheiben
34 gelagert und durch einen Kragen 35 gegen Herausfallen gesichert.
Die Einstellung des Schließbügels 12 erfolgt durch Drehen der
am Halteelement gelagerten Gewindehülsen 18, wobei diese mit den Gewinden
16 der beiden Bügelschenkeln 14 des Schließbügels
12 zusammenwirken. Zur Festlegung des Schließbügels
12 sind zwei Kontermuttern 20 an jeweils einem Bügelschenkel
14 angeordnet, welche gegen die Gewindehülsen 18 verspannt
werden und somit den Schließbügel 12 festlegen.
In 5 ist eine perspektivische Ansicht
auf die Schließbügelanordnung und ein mit dieser im Eingriff stehendes
karosserieseitiges Drehfallenschloss 24 gemäß einer weiteren
Ausführungsform dargestellt. Der Schließbügel 12, welcher
in der Gabelfalle 26 des Drehfallenschlosses 24 gehalten ist,
umfasst dabei zwei mit Gewinden ausgebildete Bügelschenkel 14, welche
mit zwei drehbeweglich am Halteelement 10 gelagerten Gewindehülsen
18 zusammenwirken. Die Einstellung des Schließbügels
12 erfolgt bei dieser Ausgestaltung durch Drehung eines am Halteelement
10 gelagerten Zahnrads 36, welches im Eingriff mit Außenverzahnungen
38 der beiden Gewindehülsen 18 steht. Die Gewindehülsen
18 selbst sind dabei mit dem Halteelement 10 verpresst. Auf diese
Weise wird eine synchrone Bewegung der beiden Bügelschenkel 14 des
Schließbügels 12 erzielt. Zur Arretierung des Schließbügels
12 werden zwei Kontermuttern 20, die an jeweils einem Bügelschenkel
14 angeordnet sind, gegen die Gewindehülsen 18 verspannt.
In 6 ist eine schematische Schnittansicht
durch die Schließbügelanordnung gemäß 5
dargestellt, wobei zusätzlich eine Abdeckung 28 und der Betätigungsgriff
30 in einer Ruhe- und einer Betätigungsstellung für den nicht
abgebildeten Fanghaken 32 des Drehfallenschlosses 24 dargestellt
sind. Deutlich sind in dieser Darstellung die an den Gewindehülsen
18 ausgebildeten Außenverzahnungen 38 sichtbar, welche mit
dem über eine Hülse 40 drehbar am Halteelement 10 gelagerten
Zahnrad 36 in Eingriff stehen und die synchrone Einstellbarkeit der Bügelschenkel
14 des Schließbügels 12 ermöglichen. Zur Festlegung
des Schließbügels 12 ist an jedem Bügelschenkel
14 eine Kontermutter 20 angeordnet, welche gegen die Gewindehülsen
18 verspannt wird. Zwischen den Gewindehülsen 18 und den
Kontermuttern 20 ist dabei jeweils eine Unterlegscheibe 34 vorgesehen,
um eine gleichmäßige Kraftverteilung zwischen den beiden Bauelementen
zu gewährleisten.
7 zeigt eine schematische Schnittansicht durch eine
weitere Ausgestaltungsform der Schließbügelanordnung. Bei dieser Ausführungsform
umfasst der Schließbügel 12 zwei Bügelschenkel
14, welche entlang zweier am Halteelement 10 angeordneter Führungselemente
42 schiebeverstellbar sind. Unterstützt wird die Einstellbarkeit des
Schließbügels 12 durch innerhalb der Führungselemente
42 angeordnete Federelemente 44. Diese als Schraubenfeder ausgebildeten
Federelemente 44 drücken dabei gegen jeweils einen am Endbereich der
Bügelschenkel 14 ausgebildeten Kragen 35, welcher zusätzlich
ein Durchrutschen der Bügelschenkel 14 durch die Führungselemente
42 verhindert. Zur Festlegung des Schließbügels 12 in
der eingestellten Position weisen die Bügelschenkel 14 Außenkonturierungen
48 auf, in welche jeweils eine Klammer 46 eingreift. Die Klammern
46 selbst sind dabei innerhalb der jeweiligen Führungselemente
42 festlegbar und erlauben ohne den Einsatz von zusätzlichem Werkzeug
wiederholtes Einstellen und Festlegen des Schließbügels 12. In
8 ist eine derartige Klammer 46 zur Festlegung
des Schließbügels gemäß 7 schematisch
in einer perspektivischen Ansicht abgebildet.