Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reformersystem zur Erzeugung
eines wasserstoffhaltigen Gases für ein Brennstoffzellensystem, insbesondere
in einem Kraftfahrzeug, umfassend eine mit Kohlenwasserstoff und Mischmaterial zu
speisende Verdampferanordnung zur Erzeugung eines Kohlenwasserstoffdampf/Mischmaterial-Gemisches,
eine Reformeranordnung mit Reformerkatalysatormaterial zur Umsetzung des Kohlenwasserstoffdampf/Mischmaterial-Gemisches
zu wasserstoffhaltigem Gas, wobei die Reformeranordnung von einem Mischmaterialströmungsraum
umgeben ist, welcher von wenigstens einem Teil des in die Verdampferanordnung einzuleitenden
Mischmaterials durchströmbar ist zur Übertragung von Wärme zwischen
der Reformeranordnung und dem Mischmaterial. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Betreiben eines derartigen Reformersystems.
Ein derartiges Reformersystem ist aus der DE
10 2004 020 507 A1 bekannt. Bei diesem Reformersystem strömt das im
Wesentlichen aus Luft und Brennstoffzellenabgas, also Anodenabgas, zusammengesetzte
Mischmaterial durch den Mischmaterialströmungsraum und somit entlang der Außenseite
der Reformeranordnung, in welcher dieses dann auch noch mit Kohlenwasserstoffdampf
durchmischte Mischmaterial zu einem wasserstoffhaltigen Gas, allgemein auch als
Reformat bezeichnet, umgesetzt wird. Ein Teil der bei diesem Umsetzungsprozess entstehenden
Wärme kann auf das in dem Mischmaterialströmungsraum strömende Mischmaterial
übertragen werden, so dass dieses vorgewärmt in die Reformeranordnung
eingeleitet werden kann und somit ein stabiler Reformierungsprozess bei den geeigneten
Temperaturen sichergestellt werden kann.
Ein Problem dieser Anordnung ist, dass bereits in der Startphase des
Reformersystems, also am Beginn des Umsetzungsprozesses, das Mischmaterial den Mischmaterialströmungsraum
durchströmt und auch in dieser Phase bereits Wärme aus dem Bereich der
Reformeranordnung abgezogen wird. In dieser Phase hat jedoch die Reformeranordnung
die erforderliche Betriebstemperatur für einen stabilen Umsetzprozess noch
nicht erlangt, so dass durch die Umströmung der Reformeranordnung mit dem vergleichsweise
kalten Mischmaterial das Erreichen der Prozesstemperatur hinausgezögert wird.
Aus der DE 103 59 231 A1
ist es bekannt, in eine Reformeranordnung einen Brennstoffstrom, also Kohlenwasserstoffstrom,
und einen Mischmaterialstrom einzuleiten. Der Mischmaterialstrom, welcher im Wesentlichen
zusammengesetzt ist aus Luft und Anodenabgas, wird in einer vor einem Reaktionsraum
der Reformeranordnung, in welchem das Reformat erzeugt wird, liegenden Reaktionskammer
gezündet und verbrannt. Auf diese Art und Weise soll bei diesem Stand der Technik
der in dem Mischmaterial, also dem Gemisch aus Anodenabgas und Luft, enthaltene
Wasseranteil erhöht und somit der Reformierungswirkungsgrad in dem Reaktionsraum
erhöht werden.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes
Reformersystem so weiterzubilden, dass die Startphase des Reformierprozesses bei
einfachem Aufbau verkürzt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein
Reformersystem zur Erzeugung eines wasserstoffhaltigen Gases für ein Brennstoffzellensystem,
insbesondere in einem Kraftfahrzeug, umfassend eine mit Kohlenwasserstoff und Mischmaterial
zu speisende Verdampferanordnung zur Erzeugung eines Kohlenwasserstoffdampf/Mischmaterial-Gemisches,
eine Reformeranordnung mit Reformerkatalysatormaterial zur Umsetzung des Kohlenwasserstoffdampf/Mischmaterial-Gemisches
zu wasserstoffhaltigem Gas, wobei die Reformeranordnung von einem Mischmaterialströmungsraum
umgeben ist, welcher von wenigstens einem Teil des in die Verdampferanordnung einzuleitenden
Mischmaterials durchströmbar ist zur Übertragung von Wärme zwischen
der Reformeranordnung und dem Mischmaterial.
Dieses System ist weiter dadurch gekennzeichnet, dass dem Mischmaterial-Strömungungsraum
eine Zündanordnung zugeordnet ist zum Zünden und Verbrennen des durch
diesen hindurchströmenden Mischmaterials im Mischmaterialströmungsraum.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufbau eines Reformersystems wird
durch die Verbrennung des in thermische Wechselwirkung mit der Reformeranordnung
tretenden Mischmaterials dafür gesorgt, dass vor allem in der Startphase der
Reformierung der Reformeranordnung selbst keine Wärme entzogen wird, sondern
durch die bei Verbrennung des Mischmaterials entstehende Wärme die Reformeranordnung
bzw. das darin angeordnete Reformerkatalysatormaterial zusätzlich erwärmt
werden. Dies führt zu einem deutlich schnelleren Anstieg der Temperatur des
Reformerkatalysatormaterials auf die erforderliche Prozesstemperatur, um dann einen
stabilen Reformierungsprozess zur Erzeugung eines wasserstoffhaltigen Gases durchführen
zu können. Ferner dient die bei dieser Verbrennung entstehende Wärme dazu,
dass das Mischmaterial bzw. die bei der Verbrennung des Mischmaterials entstehenden
Verbrennungsgase mit höherer Temperatur in die Reformeranordnung eingeleitet
werden können, was zur Stabilisierung der Gemischbildung („kalte Flamme")
beiträgt. Ferner wird bei dieser Verbrennung Wasser erzeugt, das zusammen mit
den anderen Verbrennungsgasen bzw. Bestandteilen in die Reformeranordnung eingeleitet
wird und bei der katalytischen Reaktion zu Wasserstoff umgesetzt wird und auch zur
Verringerung der Rußbildung beiträgt. Nach Erreichen dieser Prozesstemperatur
kann dann die Verbrennung im Bereich des Mischmaterialströmungsraums beendet
werden, so dass nachfolgend dann durch diesen hindurchtretendes Mischmaterial Wärme
von der Reformeranordnung aufnehmen kann, diese also kühlen kann, um einen
übermäßigen Temperaturanstieg über die geeignete Prozesstemperatur
hinaus zu verhindern.
Beispielsweise kann eine Fördervorrichtung vorgesehen sein, zum
Fördern von Luft und Anodenabgas aus einem Brennstoffzellensystem als Mischmaterial
oder Mischmaterialbestandteil durch den Mischmaterialströmungsraum. Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines erfindungsgemäßen
Reformersystems, bei welchem Verfahren Luft und Anodenabgas eines Brennstoffzellensystems
als Mischmaterial oder Mischmaterialbestandteil im Mischmaterialströmungsraum
verbrannt und zur Verdampferanordnung geleitet wird, wobei die Luft mit derartigem
Überschuss bezüglich des Anodenabgases zugeführt wird, dass bei nachfolgender
Durchmischung der in die Verdampferanordnung eingeleiteten Luft mit Kohlenwasserstoffdampf
ein unterstöchiometrisches Luft/Kohlenwasserstoffdampf-Gemischverhältnis
erzeugt wird.
Wichtig ist dabei also, dass auch dann, wenn Mischmaterial in dem
Mischmaterialströmungsraum verbrannt wird, die bei dieser Verbrennung entstehenden
Verbrennungsprodukte noch ausreichend Luft bzw. Sauerstoff enthalten, dass bei nachfolgender
Einleitung in die Reformeranordnung zusammen mit dem Kohlenwasserstoffdampf der
Umsetzungsprozess geeignet ablaufen kann. Hier ist es beispielsweise vorteilhaft,
ein unterstöchiometrisches Gemischverhältnis mit einem Lambda-Wert von
etwa 0,4 zu erzeugen, wobei dieses Gemischverhältnis sich auf das Verhältnis
von Luft/Kohlenwasserstoffdampf in der Mischkammer bezieht und dementsprechend zuvor
bereits ein entsprechendes Verhältnis von Luft und Anodenabgas zur Durchströmung
bzw. Verbrennung im Mischmaterialströmungsraum bereitgestellt werden muss.
Vorteilhafterweise ist weiter vorgesehen, dass das den Mischmaterialströmungsraum
durchströmende Mischmaterial zumindest in einer Startphase des Reformersystems
gezündet und verbrannt wird. Somit kann in der Startphase des Reformersystems
eine Auskühlung der Reformeranordnung vermieden bzw. diese zusätzlich
erwärmt werden, während nach der Startphase, also dann, wenn im Wesentlichen
die Prozesstemperatur erreicht ist, Wärme aus dem Bereich der Reformeranordnung
abgetragen werden kann.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegende
1 detailliert erläutert, welche eine Prinzip-Schnittdarstellung
eines erfindungsgemäßen Reformersystems zeigt.
In 1 ist ein erfindungsgemäßes
System allgemein mit 10 bezeichnet. Dieses Reformersystem 10 kann
grundsätzlich aufgegliedert werden in einen Verdampferbereich bzw. eine Verdampferanordnung
12 und einen Reformerbereich bzw. eine Reformeranordnung 14. Die
Verdampferanordnung 12 und die Reformeranordnung 14 können
mit ihren wesentlichen Bestandteilen in einem gemeinsamen, röhrenartigen Gehäuse
16 angeordnet sein, das zum Bereitstellen eines ringartigen Einleitungsraumes
18 im Übergang zwischen der Verdampferanordnung 12 und der
Reformeranordnung 14 radial erweitert sein kann. Dieses Gehäuse
16 ist von einem äußeren Gehäuse 20 umgeben, so
dass insbesondere in dem die Reformeranordnung 14 umgebenden Bereich ein
Mischmaterialströmungsraum 22 gebildet ist. In diesen tritt Mischmaterial
über Eintrittsöffnungen 24 ein, strömt dann entlang der
Reformeranordnung 14 und der Außenseite der Verdampferanordnung
12 um nach axialer Umleitung in den ringartigen Einleitungsraum
18 und von diesem in eine Mischkammer 26 zu gelangen.
Diese Mischkammer 26 ist axial begrenzt durch eine Bodenbaugruppe
28, die an ihrer der Mischkammer 26 zugewandten Seite ein poröses
Verdampfermedium 30 aufweist. Eine Brennstoffzuführleitung
32 speist flüssigen Brennstoff bzw. Kohlenwasserstoff in dieses poröse
Verdampfermedium 30 ein. Eine an der Rückseite des porösen Verdampfermediums
vorgesehene elektrisch erregbare Heizeinrichtung 34, die an einem Träger
36 mit Isolierung getragen ist, erwärmt das poröse Verdampfermedium
30 und trägt somit zur verstärkten Abdampfung des Kohlenwasserstoffs
in Richtung zur Mischkammer 26 hin bei. Der so erzeugte Kohlenwasserstoffdampf
vermischt sich in der Mischkammer 26 mit dem in diese eingeleiteten Mischmaterial
und gelangt dann in den Bereich der Reformeranordnung 14. Es sei hier darauf
hingewiesen, dass diese Mischmaterialströmung bzw. auch die Strömung des
in der Mischkammer 26 gebildeten Gemisches durch ein nicht weiter dargestelltes
Mischmaterialgebläse oder eine sonstige Förderanordnung erzeugt werden
kann.
In der Reformeranordnung 14 durchströmt das Mischmaterial
zunächst einen Flammhalter 38 und gelangt dann zu einer ersten Katalysatoranordnung
40. In Strömungsrichtung auf die erste Katalysatoranordnung
40 folgt eine zweite Katalysatoranordnung 42. Alternativ kann
ein Katalysator mit zwei Katalysatorzonen vorgesehen sein. Stromabwärts der
zweiten Katalysatoranordnung 42 ist ein Temperaturfühler
44 angeordnet. Weiterhin ist der Mischkammer 26 ein Zündorgan
46 zugeordnet, das in diese hineinragt und, wie im Folgenden
noch dargelegt, durch Erregung das in der Mischkammer gebildete Gemisch zünden
und zur Verbrennung bringen kann.
Der Flammhalter 38, die erste Katalysatoranordnung
40 und die zweite Katalysatoranordnung 42 sind über elastisches
Material 48 an dem Gehäuse 16 getragen, um somit im Betrieb
auftretende Vibrationen nicht auf diese drei Baugruppen zu übertragen.
Weiterhin erkennt man, dass die Reformeranordnung 14 bzw.
das Gehäuse 16 in demjenigen Längenbereich, in welchem die zweite
Katalysatoranordnung 42 angeordnet ist, radial außen von einem rohr-
bzw. gehäuseartigen Isolationselement 50 umgeben ist, so dass das
durch die Öffnungen 24 eintretende Mischmaterial in demjenigen Bereich,
in welchem das Gehäuse 16 durch das Isolationselement 50
umgeben ist, im Wesentlichen nicht in thermische Wechselwirkung mit der Reformeranordnung
14 treten kann, sondern erst in dem dann folgenden Längenabschnitt,
in welchem im Wesentlichen auch die erste Katalysatoranordnung 40 angeordnet
ist.
Im Bereich des Mischmaterialströmungsraums 22 ist weiterhin
ein zweites Zündorgan 52 vorgesehen, das sich in diesen Mischmaterialströmungsraum
22 hineinerstreckt und, wie im Folgenden dargelegt, das darin strömende
Mischmaterial zünden und zur Verbrennung bringen kann.
Bei Eingliederung eines derartigen Reformersystems in ein Brennstoffzellensystem
wird also durch dieses Reformersystem 10 ein wasserstoffgashaltiges Reformat
erzeugt, das in einer Brennstoffzelle zusammen mit Luft bzw. Luftsauerstoff genutzt
werden kann, um elektrische Energie zu erzeugen. Das die Brennstoffzelle verlassende
Restreformat kann als so genanntes Anodenabgas dem Reformer zur besseren Gemischbildung
mit Hilfe einer Fördereinheit zurückgeführt und dann mit Luft durchmischt
werden bzw. zusammen mit Luft über die Öffnungen 24 in den Mischmaterialströmungsraum
22 eingeleitet werden, so dass dieses Gemisch aus Luft und Anodenabgas
im Wesentlichen das vorangehend bereits erwähnte Mischmaterial bereitstellt.
In einer Startphase des Brennstoffzellensystems, also auch einer Startphase
des Reformersystems 10, muss zunächst dafür gesorgt werden, dass
verschiedene Systembereiche auf die geeignete Betriebstemperatur gebracht werden.
Dies betrifft vor allem die beiden Katalysatoranordnungen 40,
42, von welchen die erste Katalysatoranordnung 40 so ausgebildet
ist, dass dort im Wesentlichen eine exotherme katalytische Reaktion abläuft,
während in der zweiten Katalysatoranordnung im Wesentlichen eine endotherme
katalytische Reaktion abläuft. Allgemein ist es erforderlich, die Temperatur
im Bereich der Katalysatoranordnung 14 auf eine Aktivierungstemperatur
von etwa 330° anzuheben. Dies kann in der Startphase dadurch erfolgen, dass
das in der Mischkammer 26 gebildete Gemisch aus Kohlenwasserstoffdampf
und Mischmaterial, in dieser Phase im Wesentlichen aus Luft bestehend, gezündet
und verbrannt wird. Die Verbrennungsabgase verlassen die Mischkammer 26
und durchströmen die beiden Katalysatoranordnungen 40, 42,
wobei diese sehr schnell Wärme von den Verbrennungsabgasen aufnehmen und auf
Betriebstemperatur gebracht werden. Um dann den Reformierungsprozess zu starten,
wird beispielsweise durch kurze Unterbrechung des Brennstoffstroms bzw. Kohlenwasserstoffstroms
die Verbrennung in der Mischkammer 26 beendet, so dass dann ein Gemisch
aus Kohlenwasserstoffdampf und Luft bzw. Mischmaterial in die beiden Katalysatoranordnungen
40, 42 geleitet wird und dort der Reformierungsprozess startet.
Es verlässt dann ein Reformat mit zunehmend ansteigendem Wasserstoffgasgehalt
das Reformersystem 10 und gelangt zur Brennstoffzelle. Vor allem dann,
wenn in dieser Betriebsphase die Brennstoffzelle selbst ebenfalls noch nicht auf
Betriebstemperatur ist und insofern der Prozess zur Erzeugung elektrischer Energie
noch nicht gestartet wurde, wird das Anodenabgas im Wesentlichen die gleiche Zusammensetzung
aufweisen, wie das Reformat, das das Brennstoffzellensystem 10 verlässt.
Dieses Restreformat bzw. Anodenabgas wird zusammen mit Luft durch die Öffnungen
24 in den Misehmaterialströmungsraum 22 zurückgeführt
bzw. eingeleitet. Da in dieser Startphase die Temperatur der beiden Katalysatoranordnungen
40, 42 vergleichsweise nieder ist und noch deutlich unter der
optimalen Prozesstemperatur liegt, wird gemäß der vorliegenden Erfindung
das zweite Zündorgan 52 elektrisch erregt, so dass im Bereich des
Mischmaterialströmungsraums Bedingungen geschaffen werden, bei welchen das
Mischmaterial zündet und verbrannt wird. Die bei dieser Verbrennung entstehende
Wärme erwärmt die Reformeranordnung 14 von außen bzw. verhindert,
dass die im anlaufenden Reformierungsprozess entstehende Wärme verstärkt
nach außen auf das im Mischmaterialströmungsraum 22 strömende
Mischmaterial übertragen wird.
Dies führt zu einem deutlich schnelleren Anstieg der Temperatur
im Bereich der Reformeranordnung 14 und somit einem deutlich schnelleren
Erreichen der geeigneten optimalen Prozesstemperatur.
Außerdem erfährt die Gemischbildungsreaktion in der Gemischkammer
die entsprechende Eduktvorwärmung
Um in dieser Phase nicht nur durch Erwärmung von außen die
Reformeranordnung 14 weniger stark abzukühlen bzw. noch schneller
zu erwärmen, sondern auch in der Reformeranordnung 14 selbst die Bedingungen
für die Durchführung eines Reformierungsprozesses bereitstellen
zu können, muss dafür gesorgt werden, dass auch nach Verbrennung des Mischmaterials
im Mischmaterialströmungsraum 22 noch ausreichend Luft bzw. Luftsauerstoff
vorhanden ist, um in der Mischkammer 26 mit dem Kohlenwasserstoffdampf
ein für den Reformierungsprozess geeignetes Gemisch bereitzustellen. Dieses
Gemisch ist vorzugsweise unterstöchiometrisch und sollte einen Lambda-Wert
von etwa 0,4 aufweisen. D.h., die Verbrennung im Mischmaterialströmungsraum
22 wird mit derartigem Luftüberschuss durchgeführt, dass eine
entsprechende Restluft- bzw. Restsauerstoffmenge zur Einleitung in die Mischkammer
26 sichergestellt werden kann.
Nachdem in der Reformeranordnung 14 dann geeignete thermische
Bedingungen zur Durchführung eines stabilen Reformierungsprozesses ohne der
Gefahr der Erzeugung von schädlichen Bestandteilen, wie z.B. Ruß, geschaffen
sind, wird dann die Verbrennung im Mischmaterialströmungsraum 22 beendet.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass kurzzeitig der Luftstrom unterbrochen
wird. Auch das Beenden der Erregung des Zündorgans 52 kann abhängig
von den äußeren Bedingungen und auch abhängig vom Mischungsverhältnis
der Bestandteile des Mischmaterials zum Erlöschen der Verbrennung führen.
Nachfolgend strömt dann das vergleichsweise kalte bzw. kältere Mischmaterial
durch den Mischmaterialströmungsraum 22 und kann im folgenden Betrieb
dann Wärme aus dem Bereich der Reformeranordnung 14, insbesondere
aus dem Bereich der ersten Katalysatoranordnung 40 abtragen und somit bereits
vorgewärmt in die Mischkammer 26 geleitet werden. Da in dieser normalen
Betriebsphase dann das Mischmaterial mit unverändertem Mischungsverhältnis
aus dem Mischmaterialströmungsraum 22 in die Mischkammer
26 gelangt, kann der Luftanteil bzw. der Luftsauerstoffanteil gegenüber
der Verbrennungsphase gemindert werden, so dass in Verbindung mit der abgedampften
Kohlenwasserstoffmenge dann wieder das unterstöchiometrische Gemisch in der
Mischkammer 26 erzeugt wird.
Mit der vorliegenden Erfindung ist es in einfacher Art und Weise möglich,
die Startphase des Reformierungsprozesses in einem Reformersystem deutlich zu verkürzen.
Da sowohl in der Startphase als auch in der normalen Betriebsphase für eine
Erwärmung des Mischmaterials gesorgt ist, nämlich entweder durch Verbrennung
desselben oder durch Wärmeaufnahme von der Reformeranordnung 14, kann
auf das Bereitstellen zusätzlicher Heizeinrichtungen für das in die Mischkammer
einzuleitende Mischmaterial verzichtet werden.
Es ist selbstverständlich, dass die Zündung bzw. die Verbrennung
des Mischmaterials nicht nur in demjenigen Bereich des Mischmaterialströmungsraums
22 erfolgen kann, in welchem dieser die Reformeranordnung 14 umgibt.
Vielmehr könnte bei entsprechender baulicher Ausgestaltung das Mischmaterial
auch bereits vor dem Heranführen an die Reformeranordnung in einem weiter stromaufwärts
liegenden Bereich des Mischmaterialströmungsraums ggf. auch noch vor Einleitung
durch die Öffnungen 24 gezündet und verbrannt werden, so dass
bei dann weiterer Durchströmung desjenigen Bereichs des Mischmaterialströmungsraums
22, der auch in 1 erkennbar ist, die bei der
Verbrennung entstehende Wärme auf die Reformeranordnung 14 übertragen
werden kann.