Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reduktion von Störungen
bei dem Empfang bzw. Versenden von Daten.
Mobilkommunikationskanäle sind gekennzeichnet durch zeit- und
frequenzselektiven Schwund, primär infolge zeitvarianter Mehrwegausbreitung.
Neben herkömmlichen Verfahren der Kanalentzerrung läßt sich in Verbindung
mit fehlerkorrigierender Kanalkodierung durch Verwendung eines breitbandigen Sendesignals
sowie durch Zeit- und Frequenzinterleaving bzw. Frequenzverschränkung ein hoher
Versorgungsgrad erzielen. Insbesondere wird dies durch "Coded Orthogonal Frequency
Division Multiplexing" (im folgenden COFDM) oder "Discrete Multitone Technique"
(im folgenden DMT) erreicht, das unter anderem beim digitalen Rundfunk ("Digital
Audio Broadcasting", im folgenden DAB), bei digitalen terrestrischen Fernsehen ("Digital
Video Boadcasting-Terrestrial", im folgenden DVB-T) sowie beim digitalen Rundfunk
über Lang-Mittel-und Kurzwelle (bezeichnet als "Digital Radio Mondial"; im
folgenden DRM) eingesetzt wird.
Während es sich bei DAB und DVB-T um Breitbandsysteme mit 1,5
MHz bzw. 8 MHz handelt, ist aus Kompatibilitätsgründen zum analogen Rundfunk
bei DRM eine Bandbreite von 4 bis 20 kHz vorgesehen. Des weiteren ist beim DRM das
Mehrwegeprofil insbesondere im Kurzwellenbereich durch die Wirkung von Raumwellen
mit sich zeitlich ändernden Reflexionsbedingungen an der Ionosphäre geprägt.
Während das Zeitinterleaving von 2 Sekunden beim DRM schnelle Schwundeinrüche
abmildert, führt langandauernder frequenzselektiver Schwund in wesentlich höherem
Maße als beim DAB zu Ausfällen beim Empfang. Infolge der geringen Bandbreite
kann der Informationsverlust durch die von "fading" betroffenen Unterträger
mit Frequenzinterleaving und Vorwärtsfehlerkorrektur (im folgenden FEC) nicht
mehr behoben werden. Dies führt beispielsweise bei einem DRM-Empfänger
aufgrund des Zeitinterleavings zu einem mehrsekündigen Ausfall der Audiovideowiedergabe,
der die Akzeptanz eines solchen Systems sinken läßt. Gleichwohl verspricht
man sich bei einem digitalen Rundfunksystem, welches das bestehende Kanalraster
beibehält und so eine sukzessive Migration von analogem zu digitalem Rundfunk
erlaubt, eine erfolgreichere Einführungsphase als bei einem System, daß
die komplette Räumung von Bändern erfordert, wie dies bei DAB der Fall
ist. Aus diesem Grund ist mit "DRM 120" bzw. "DRM PLUS" geplant, daß DRM-Konzept
auf das UKW-Rundfunkband auszudehnen, und zwar mit dem Ziel einer Koexistenz von
analogem und digitalem Rundfunk in diesem Kanalraster.
Besonders bei schmalbandigen COFDM-Systemen können in frequentselektiven
Kanälen Schwundverluste auftreten. Herkömmlicherweise wird das Schwundproblem
bei Schmalband-COFDM unter Beibehaltung des Kanalrasters entschärft, indem
Frequenzdiversität angewandt wird. Dabei wird das COFDM-Signal unter Verwendung
verschiedener Trägerfrequenzen mehrfach gesendet. Diese als "Multiple Frequency
Network" (im folgenden MFN) bezeichnete Mehrfachausstrahlung, insbesondere auch
von verschiedenen Senderstandorten aus, ist beispielsweise beim analogen Kurzwellenrundfunk
zur Versorgung größerer Gebiete gebräuchlich und könnte ebenfalls
für die DRM-Versorgung eingesetzt werden.
Neben dieser Frequenzdiversität ermöglichen Gleichwellennetze
("Single Frequency Network", im folgenden SFN), bei denen das Sendesignal von verschiedenen
Sendestandorten aus auf der gleichen Frequenz mit einem geeigneten Zeitversatz ausgestrahlt
wird, eine Diversität des Übertragungsbandes und eine zeitliche Diversität.
Vorteilhafterweise nutzt ein COFDM-Empfänger dies inhärent, vorausgesetzt
die Länge der resultierenden Impulsantwort überschreitet nicht das sogenannte
"Guard Intervall". Weiterhin könnte Polarisationsdiversität für DRM
eingesetzt werden, welche als Spezialfall von Antennendiversität angesehen
werden kann.
Das herkömmliche SFN-Konzept zielt primär auf die frequenzökonomische
Versorgung großer Gebiete. Beim schmalbandigen DRM treten folglich Zonen mit
erheblichem frequenzselektivem Fading auf. Für Frequenz- und Antennendiversität
findet bei den üblichen Empfängerkonzepten "selection combining" Anwendung,
d.h. die Auswahl des Signals mit dem besten Signal-Störverhältnis ("Signal
to Noise Ration", im folgenden SNR) oder "equal gain combining", d.h. Überlagerung
mit gleicher Gewichtung, oder "maximum ratio combining", d.h. Überlagerung
der entsprechend ihrer SNR gewichteten Signale. Diese Diversitätsempfänger
fassen nach geeigneter Zeit-, Frequenz- und Phasensynchronisation die einzelnen
COFDM-Unterträger entsprechend der gewählten Combining-Methode vor der
Kanaldekodierung zusammen.
1 ist eine Schemaansicht eines herkömmlichen Systems
zur Digitalübertragung von Daten, wobei Diversitätstechniken Anwendung
finden. Diversitätstechniken beinhalten in diesem Beispiel, daß die zu
übertragende Information mehrfach über verschiedene "Kanäle" gesendet
wird, wobei mehrere Sendefrequenzen Verwendung finden können, mehrere Sende-
und/oder Empfangsantennen Verwendung finden können oder Information zeitversetzt
versendet werden kann. Ein sogenannter Diversitätsempfänger kombiniert
die Empfangssignale.
1 zeigt einen herkömmlichen Diversitätssender
10 mit einem ersten Kanal 12 und einem zweiten Kanal
14. Übertragen wird ein Datensatz 16. Der Begriff "Diversität"
im Sinne der vorliegenden Erfindung ist gleichbedeutend mit "über mehrere Kanäle
senden". Der Datensatz 16 kann im wesentlichen ein beliebiges Datenformat
aufweisen. Beispielsweise kann der Datensatz eine Bilddatei, eine Musikdatei, eine
Videodatei, ein Videostream, ein Musikstream in verschiedenen Dateiformaten, beispielsweise
TXT, JPG, MP3, MPG, DVI, MPG2, MPG4, usw. sein. Der Datensatz 16 wird sowohl
im ersten Kanal 12 als auch im zweiten Kanal 14zugeführt.
Jeder der Kanäle 12, 14 weist eine Übersetzungseinrichtung
18, eine Datenbearbeitungseinrichtung 20 sowie eine Datensendeeinrichtung
22 auf. Die Übersetzungseinrichtung 18 kann beispielsweise
ein Computer bzw. ein Bestandteil eines Computers oder eine andere elektronische
Einrichtung unter Verwendung eines Mikroprozessors sein, welcher) ausgelegt ist,
auf den Datensatz 16 einen Verschränkungsalgorithmus anzuwenden. Die
Übersetzungseinrichtung 18 kann auch eine andere, zu diesem Zweck
ausgelegte, vorzugsweise elektronische Einrichtung sein.
Die Datenbearbeitungseinrichtung 20 kann beispielsweise ein
Computer bzw. ein Bestandteil eines Computers oder eine andere elektronische Einrichtung
unter Verwendung eines Mikroprozessors sein, welcher) ausgelegt ist, den von der
Übersetzungseinrichtung 18 übersetzten Datensatz 16,
welcher beispielsweise als Zwischendatensatz 24 bezeichnet sein kann, zu
enkodieren. Der aus dem Zwischendatensatz 24 enkodierte Datensatz wird
als Ausgabedatensatz 26 bezeichnet. Die Datenbearbeitungseinrichtung
20 kann hierbei einen herkömmlichen Kode, beispielsweise einen Faltungskode,
insbesondere einen Turbo-Kode zum Kodieren verwenden. Der Ausgabedatensatz
26 wird von der Datensendeeinrichtung 22 gesendet, welche eine
herkömmliche Datensendeeinrichtung sein kann, wie sie beispielsweise zum digitalen
Senden von Rundfunk- und/oder Fernsehdaten verwendet wird. Die Daten werden mittels
einer ersten Antenne 28 und einer zweiten Antenne 30 abgestrahlt.
Die erste Antenne 28 ist hierbei dem ersten Kanal 12 zugeordnet.
Die zweite Antenne 30 ist dem zweiten Kanal 14 zugeordnet. Folglich
wird über den ersten Kanal und über den zweiten Kanal ein identischer
Ausgabedatensatz 26 ausgestrahlt, wobei der Ausgabedatensatz
26 mittels des ersten Kanals 12 auf einer anderen Frequenz ausgestrahlt
werden kann, als der Ausgabedatensatz 26 des zweiten Kanals 14.
Ferner ist in 1 ein Empfänger
32 dargestellt. Der Empfänger 32 umfaßt eine erste Datenempfangseinrichtung
34 sowie eine zweite Datenempfangseinrichtung 36. Die erste Datenempfangseinrichtung
34 ist ausgelegt, um den Ausgabedatensatz 26 des ersten Kanals
zu empfangen. Die zweite Datenempfangseinrichtung 36 ist ausgelegt, um
den Ausgabedatensatz 26 des zweiten Kanals 14 zu empfangen. Ferner
umfaßt der Empfänger 32 eine Kombiniereinrichtung 38.
Die Kombiniereinrichtung 38 ist ausgelegt, um den vom ersten Empfänger
34 empfangenen ersten Empfangsdatensatz 40, welcher dem Ausgabedatensatz
26 des ersten Kanals 12 entspricht, mit einem zweiten Empfangsdatensatz
40 der zweiten Datenempfangseinrichtung 36, welcher dem Ausgabedatensatz
26 des zweiten Kanals 14 entspricht, zu kombinieren. In anderen
Worten wird anhand der ersten Datenempfangseinrichtung 34 ein Empfangsdatensatz
40 empfangen und mittels der zweiten Datenempfangseinrichtung
36 ein Empfangsdatensatz 40 empfangen, wobei die beiden Empfangsdatensätze
identisch sind.
Die beiden Empfangsdatensätze werden anschließend anhand
der Kombiniereinrichtung 38 kombiniert, wobei üblicherweise das Kombinieren
dadurch erfolgt, daß die einzelnen Signale, d.h. die einzelnen Empfangsdatensätze
40 nach jeder Demodulation und gegebenenfalls Entzerrung sowie Zeitverzögerung
geeignet gewichtet aufaddiert werden, was nach dem herkömmlichen "equal gain-Verfahren"
oder dem herkömmlichen "maximum ratio combining-Verfahren", usw. erfolgen kann.
Im einfachsten Fall ist die Gewichtung binär und es wird nur der "beste" Empfangspfad
selektiert (herkömmlicherweise als "selection combining" bezeichnet).
Da üblicherweise Kanalkodierung zur Fehlerkorrektur verwendet
wird, gelangt das selektierte Signal, d.h. der selektierte Empfangsdatensatz
40 zu einem Kanaldekodierer 42. An dem Kanaldekodierer
42 angekoppelt, bzw. damit in einer Einheit verbunden ist üblicherweise
eine Übersetzungseinrichtung 44, welche den dekodierten Empfangsdatensatz
40 in einen Ausgabedatensatz 46 übersetzt. Die Übersetzungseinrichtung
44 kann insbesondere eine Verschränkungseinrichtung sein bzw. ein
Verschränkungsverfahren anwenden, welches invers zu dem Verschränkungsverfahren
der Übersetzungseinrichtung 18 des Diversitätssenders
10 ist.
Zusammengefaßt wird herkömmlicherweise das gleiche Signal,
d.h. ein Eingangsdatensatz 16 für mehrere Kanäle anhand gleicher
Bearbeitungseinrichtungen 18, 20 bearbeitet und als Ausgabedatensatz
26 über verschiedene Antennen 28, 30 gesendet und
von verschiedenen Datenempfangseinrichtungen 34, 36 empfangen,
wobei jener Empfangsdatensatz 40 zur weiteren Bearbeitung ausgewählt
wird, welcher das beste Signal liefert. Dieser Empfangsdatensatz 40 wird
anschließend dekodiert, rückübersetzt und als Ausgabedatensatz
46 ausgegeben.
Als Kode kann beispielsweise auch ein sogenannter Turbo-Kode verwendet
werden, wie dies beispielhaft schematisch in 2 dargestellt
ist. Der Aufbau des Systems gemäß 2 entspricht
im wesentlichen dem Aufbau gemäß 1,
wobei lediglich ein Kanal dargestellt wird und der Eingangsdatensatz 16
in diesem einen Kanal anhand eines Turbo-Verfahrens enkodiert und als Ausgabedatensatz
26 gesendet wird. Der Empfänger 32 kann den Ausgabedatensatz
26 als Empfangsdatensatz 40 empfangen, in üblicher Weise
entzerren und demodulieren. Der Empfangsdatensatz 40 wird anschließend
durch ein herkömmliches Turbo-Dekodierverfahren dekodiert, rückübersetzt
und als Ausgabedatensatz 46 ausgegeben. Zum Dekodierung und Rückübersetzen
werden ein erster Kanaldekodierer 48 und ein zweiter Kanaldekodierer
50 verwendet.
Dem ersten Kanaldekodierer 48 wird als Eingabe der Empfangsdatensatz
40 eingegeben sowie eine Authentizitätswahrscheinlichkeit bzw. Zuverlässigkeitsmaß
bzw. "reliability" des Empfangsdatensatzes 40. In dem ersten, initialen
Schritt wird die Authentizitätswahrscheinlichkeit im wesentlichen willkürlich
vorgegeben, beispielsweise kann die Authentizitätswahrscheinlichkeit gleich
0 sein. Anschließend wird der Empfangsdatensatz 40 durch den Kanaldekodierer
48 dekodiert und mittels einer ersten Übersetzungseinrichtung
52 vorzugsweise anhand eines Verschränkungsverfahrens übersetzt
und als Ausgabedatensatz 54 ausgegeben. Der Ausgabedatensatz
54 wird als Eingabedatensatz 56 des zweiten Kanaldekodierers
50 verwendet. Ferner wird auch hier eine Vermutung der Echtheit des Eingabedatensatzes
56 angegeben.
In dem Kanaldekodierer 50 wird der Eingabedatensatz
56 dekodiert und als Ausgabedatensatz 58 ausgegeben. Der Ausgabedatensatz
Datensatz 58 kann gleich dem Ausgabedatensatz 46 des Empfängers
32 gesetzt werden. Alternativ kann der Ausgabedatensatz 58 noch
mittels einer Übersetzungseinrichtung 60 übersetzt und als Eingabedatensatz
dem ersten Kanaldekodierer 48 zugeführt werden. Diese Schritte können
beliebig oft wiederholt werden und entweder der Ausgabedatensatz 54 des
ersten Kanaldekodierers 48 oder der Ausgabedatensatz 58 des zweiten
Kanaldekodierers 50 als Ausgabedatensatz 46 des Empfängers
32 ausgegeben werden.
Sollten die Daten, wie in 1 gezeigt,
über mehrere Kanäle gesendet werden, wird ebenso, wie in 1
gezeigt, zuerst ein Kanal bzw. ein Empfangsdatensatz 40 bzw. ein durch
ein Kombinierverfahren erzeugter Empfangsdatensatz 40 ausgewählt bzw.
bestimmt und auf diesen das "Turbo-Dekodierverfahren" wie oben beschrieben angewandt.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine zuverlässige
Datenübertragung, auch bei möglichen Störungen im Datenfluß
bereitzustellen. Diese Aufgabe wird gelöst durch den Empfänger gemäß
Anspruch 1, den Sender gemäß Anspruch 13, das Datenübertragungssystem
gemäß Anspruch 24, das Verfahren gemäß Anspruch 25 und das Computerprogrammprodukt
gemäß Anspruch 29. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft einen Empfänger
zum Empfangen bzw. Erhalten und fehler- bzw. störungsreduzierten Ausgeben von
Daten bzw. zum Reduzieren von Störungen bzw. Fehlern bei der empfangenen Daten
mit
zumindest einer ersten Datenempfangseinrichtung und
zumindest einer zweiten Datenempfangseinrichtung, wobei
- – die erste Datenempfangseinrichtung ausgelegt ist, einen ersten Empfangsdatensatz
zu empfangen und
- – die zweite Datenempfangseinrichtung ausgelegt ist, einen zweiten Empfangsdatensatz
zu empfangen;
zumindest einer Datenbearbeitungseinrichtung, die ausgelegt ist, den ersten Empfangsdatensatz
und den zweiten Empfangsdatensatz als Eingabe zu bearbeiten und daraus einen Ausgabedatensatz
mittels eines Ausgabeauthentizitätsmaßes des ersten und zweiten Empfangsdatensatzes
zu bestimmen, wobei der erste Empfangsdatensatz von dem zweiten Empfangsdatensatz
verschieden ist und
einer Ausgabeeinrichtung, welche ausgelegt ist, zumindest Teile des Ausgabedatensatzes
auszugeben.
In anderen Worten wird erfindungsgemäß von dem Empfänger,
d.h. von der ersten Datenempfangseinrichtung und von der zweiten Datenempfangseinrichtung
der erste Empfangsdatensatz empfangen und der zweite Empfangsdatensatz empfangen.
Die erste Datenempfangseinrichtung und die zweite Datenempfangseinrichtung können
hierbei eine physikalische Einheit bilden, beispielsweise Bestandteile eines gleichen
Computers sein, oder physikalisch voneinander getrennt verkörpert sein.
Vorteilhafterweise kann erfindungsgemäß ein unbefriedigendes
Ergebnis anhand herkömmlicher Combining-Lösungen vermieden werden, wenn
einzelne der Diversitäts-Kanäle gestört sind. Weiterhin vorteilhafterweise
wird berücksichtigt, daß das System ein "single-input/multiple-output
Kanal" (im folgenden SIMO-Kanal benannt) ist, was in der erforderlichen Signalverarbeitung
berücksichtigt werden muß. Besonders vorteilhaft werden Störungseinflüsse
beim Empfang berücksichtigt (siehe insbesondere 3a).
In diesem Zusammenhang werden die Begriffe "Empfangsdatensatz" und
"Eingabedatensatz" in gleichbedeutender Weise verwendet.
Vorzugsweise umfaßt der Empfänger
zumindest eine erste Datenbearbeitungseinrichtung und
zumindest eine zweite Datenbearbeitungseinrichtung, wobei
- – die erste Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt ist, sowohl den ersten
Empfangsdatensatz als auch eine Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit als
Eingabeauthentizitätsmaß des ersten Empfangsdatensatzes als Eingabe zu
bearbeiten und daraus einen ersten Ausgabedatensatz und eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
als Ausgabeauthentizitätsmaß des ersten Ausgabedatensatzes zu bestimmen,
wobei
- – die zweite Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt ist, sowohl den zweiten
Empfangsdatensatz als auch eine Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit als
Eingabeauthentizitätsmaß des zweiten Empfangsdatensatzes als Eingabe zu
bearbeiten und daraus einen zweiten Ausgabedatensatz und eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
als Ausgabeauthentizitätsmaß des zweiten Ausgabedatensatzes zu bestimmen
und wobei
- – die Ausgabeeinrichtung ausgelegt ist, zumindest Teile des ersten Ausgabedatensatzes
und/oder des zweiten Ausgabedatensatzes oder eine Kombination hiervon auszugeben.
In anderen Worten kann die erste Datenbearbeitungseinrichtung den
von der ersten Datenempfangseinrichtung empfangenen ersten Empfangsdatensatz ver-
bzw. bearbeiten, und die zweite Datenbearbeitungseinrichtung kann den von der zweiten
Datenempfangseinrichtung empfangenen zweiten Empfangsdatensatz ver- bzw. bearbeiten.
Der erste Empfangsdatensatz kann hierbei von dem zweiten Empfangsdatensatz verschieden
sein. Beispielsweise können der erste und der zweite Empfangsdatensatz mittels
verschiedener Kodierungsverfahren enkodiert sein, jedoch im wesentlichen die gleiche
Information bzw. Daten beinhalten oder entsprechen. Der erste und der zweite Empfangsdatensatz
können aber auch identisch sein, beispielsweise anhand eines identischen bzw.
gleichen Enkodierungs- bzw. Kodierungsverfahrens enkodiert bzw. kodiert sein.
Der Empfänger ist nicht auf eine erste und eine zweite Datenempfangseinrichtung
beschränkt. Vielmehr kann der Empfänger eine Vielzahl von Datenempfangseinrichtung
aufweisen und somit eine Vielzahl von Empfangsdatensätzen empfangen, welche
alle voneinander verschieden sein können bzw. nur teilweise voneinander verschieden
sein können.
Ferner können beispielsweise die Datenempfangseinrichtungen in
einer Einheit integriert sein. Ein oder mehrere Datenempfangseinrichtungen können
als eine einzige Datenempfangseinrichtung ausgebildet sein, die zeitlich versetzt
Daten empfangen kann. Ferner können mehrere Datenbearbeitungseinrichtungen
als eine Datenbearbeitungseinrichtung ausgebildet sein. Beispielsweise kann eine
Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt sein, einen Datensatz zu bearbeiten, eine
weitere Datenbearbeitungseinrichtung kann ausgelegt sein, einen weiteren Datensatz
zu bearbeiten, usw.. Die Vielzahl der Datenbearbeitungseinrichtungen können
als eine Datenbearbeitungseinrichtung ausgebildet sein, welcher es möglich
ist mehrere Datensätze parallel und/oder sequentiell zu bearbeiten. Dies gilt
in analoger Weise sowohl für den Sender (siehe unten) als auch den Empfänger.
Beispielsweise kann ein Computer bzw. ein elektronisches Bauteil alle Datenbearbeitungseinrichtungen
in sich vereinen.
Die erste Datenbearbeitungseinrichtung kann ferner ausgelegt sein,
den ersten Empfangsdatensatz als auch eine Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangsdatensatzes als Eingabe zu bearbeiten bzw. zu erhalten. Die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangsdatensatzes stellt hierbei beispielsweise eine Vermutung dar,
daß der empfangene erste Empfangsdatensatz tatsächlich richtig ist, d.h.
störungsfrei übertragen wurde bzw. zu welchem Grad der empfangene, erste
Empfangsdatensatz richtig ist.
Die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit kann beispielsweise
die Wahrscheinlichkeit eines "overall-maximum-likelihood"-Verfahrens sein. Die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
kann aber auch aus einer Tabelle abgelesen werden bzw. in Form einer Tabelle vorliegen,
wobei die Anordnung der Elemente der Tabelle die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
widerspiegelt. Insbesondere muß die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
keine Werte zwischen 0 und 1 aufweisen. Vielmehr kann sie eine anderweitig gestaltete
mathematische Funktion bzw. -abbildung sein, insbesondere logarithmische Werte aufweisen.
Somit kann der Begriff "Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit" gegebenenfalls
auch gleichbedeutend mit dem Begriff "Ausgabeauthentizitätsmaß" verwendet
werden, und zwar insbesondere dann, wenn kein Wahrscheinlichkeit im herkömmlichen
Sinn, d.h. Werte zwischen 0 und 1, sondern beispielsweise eine logarithmische Funktion
angewandt werden. Gleiches gilt in analoger Weise für die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit,
wo anwendbar.
Beispielsweise kann der erste Empfangsdatensatz eine Bitfolge einer
beliebigen Anzahl von Bits enthalten, beispielsweise kann der erste Empfangsdatensatz
die Bitfolge "111" enthalten. Die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit gibt
hierbei an, ob diese Bitfolge richtig ist. Beispielsweise kann die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
in dem vorangegangenen Beispiel ein Drei-Tupel sein, welches beispielsweise den
Wert "(0,9; 0,2; 0,8)" aufweist. In diesem Beispiel bedeutet dies, daß der
Wert "1" für den ersten Bit des Empfangsdatensatzes mit 90%
Wahrscheinlichkeit stimmt. Der Wert "1" für den zweiten Bit stimmt mit einer
20%igen Wahrscheinlichkeit. Der Wert "1" für den dritten Bit stimmt mit einer
80%igen Wahrscheinlichkeit. Alternativ kann die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
beliebig anders gestaltet sein. Insbesondere kann die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
eine Trefferwahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Tupel, d.h. eine bestimmte
Bitfolge des Empfangsdatensatzes sein. Beispielsweise kann der Empfangsdatensatz
die Bitfolge "11101010" umfassen und die Authentizitätswahrscheinlichkeit das
Zwei-Tupel "(0,7; 0,9)" sein, wobei vorgegeben ist, daß die Authentizitätswahrscheinlichkeit
jeweils für Vier-Tupel des Empfangsdatensatzes gilt. In anderen Worten ist
die Wahrscheinlichkeit, daß das Vier-Tupel "1110" richtig übertragen wurde
70%, und daß das Vier-Tupel "1010" richtig übertragen wurde 90%.
Der Begriff "bestimmen" wird im Sinne der Erfindung gleichbedeutend
mit "berechnen" bzw. "einer Datenbank entnehmen" und/oder einer "Tabelle entnehmen"
verwendet.
Ferner kann der erste Ausgabedatensatz und/oder der zweite Ausgabedatensatz
bevorzugt ausgegeben werden. Es ist auch möglich, daß lediglich ein Teil
des ersten Ausgabedatensatzes ausgegeben wird. Zusätzlich kann in diesem Fall
beispielsweise auch ein Teil des zweiten Ausgabedatensatzes ausgegeben werden, wobei
der Teil des zweiten Ausgabedatensatzes jenen Teil des ersten Ausgabedatensatzes
ersetzt, welcher dem ersten Ausgabedatensatz fehlt. In anderen Worten ist es möglich,
daß eine Information vom Empfänger empfangen wird, wobei nicht die ganze
Information mit dem ersten Empfangsdatensatz empfangen wird und nicht die ganze
Information mit dem zweiten Empfangsdatensatz empfangen wird. Die ganze Information
kann jedoch als Kombination von Teilen des ersten Ausgabedatensatzes und Teilen
des zweiten Ausgabedatensatzes erstellt werden. Beispielsweise kann ein Teil der
Information in dem ersten Empfangsdatensatz durch Störung verloren gegangen
sein, wodurch auch dem ersten Ausgabedatensatz ein Teil der Information fehlen kann.
Dieser fehlende Teil der Information des ersten Ausgabedatensatzes kann durch Teile
des zweiten Ausgabedatensatzes ergänzt bzw. ersetzt werden.
Vorzugsweise ist die erste Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt,
wiederholt bzw. iterativ den ersten Ausgabedatensatz und die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Ausgabedatensatzes zu bestimmen und auszugeben und ist die zweite Datenbearbeitungseinrichtung
ausgelegt, wiederholt den zweiten Ausgabedatensatz und eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Ausgabedatensatzes zu bestimmen und auszugeben, wobei
- – in einem ersten Schritt die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangs- bzw. Eingabedatensatzes gleich einem vorbestimmten Wert ist,
- – in einem zweiten, nachfolgenden Schritt die mit der ersten Datenbearbeitungseinrichtung
bestimmte Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes
gleich der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Empfangs- bzw.
Eingabedatensatzes ist und
- – in dem dritten, nachfolgenden Schritt die mit der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
bestimmte Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
gleich der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Empfangs- bzw.
Eingabedatensatzes ist.
Zwischen den Schritten werden die Ausgabedatensätze sowie die
entsprechenden Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeiten bestimmt. In anderen
Worten wird zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt der erste Ausgabedatensatz
sowie die entsprechende Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit bestimmt und
zwischen dem zweiten und dem dritten Schritt der zweite Ausgabedatensatz sowie die
entsprechende Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit bestimmt.
Besonders bevorzugt sind die erste Datenbearbeitungseinrichtung und
die zweite Datenbearbeitungseinrichtung derart ausgelegt, daß der zweite und
der dritte Schritt konsekutiv wiederholt durchführbar sind.
Entsprechend kann die Bestimmung der oben beschriebenen Ausgabedatensätze
und Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeiten zwischen den Schritten konsekutiv
wiederholt durchführbar sein.
In anderen Worten wird in einem Initialschritt die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Eingabedatensatzes bestimmt, beispielsweise kann in einem initialen Schritt
die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit gleich dem Wert 0,5 oder einem
anderen Wert gesetzt werden bzw. eine entsprechendes Tupel vorgegeben werden und
der zweite und der dritte Schritt iterativ wiederholt werden.
Der Begriff Authentizitätswahrscheinlichkeit wird gleichbedeutend
mit "Vermutung einer Echtheit" verwendet. In anderen Worten bedeutet Authentizitätswahrscheinlichkeit,
die Wahrscheinlichkeit, daß ein gewisser Datensatz tatsächlich der Datensatz
ist, als der er übertragen wurde. Der Begriff "Authentizitätswahrscheinlichkeit"
wird insbesondere gleichbedeutend mit "Zuverlässigkeitsmaß" bzw. "reliability"
verwendet.
Anschließend wird der Ausgabedatensatz bestimmt sowie die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des Ausgabedatensatzes bestimmt. Die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Eingabedatensatzes wird der Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Datensatzes gleichgesetzt und mit dieser Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
und dem zweiten Empfangsdatensatz der zweite Ausgabedatensatz bestimmt. Ebenso wird
eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
bestimmt. Gegebenenfalls ist es notwendig, eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
zu übersetzen.
Darauffolgend wird die mit der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
bestimmte Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
gleich der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Empfangsdatensatzes
gesetzt. Somit wird die in dem initialen Schritt bestimmte Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
durch die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
ersetzt. Anhand des ersten Empfangsdatensatzes und der neuen Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangsdatensatzes wird ein (neuer) erster Ausgabedatensatz erstellt
und ebenso eine (neue) Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes
erstellt.
Anstelle des ersten Empfangsdatensatzes kann auch der erste Ausgabedatensatz,
wie in dem vorhergehenden Schritt erstellt, verwendet werden und der erste Ausgabedatensatz
als Eingabedatensatz anstelle des ursprünglichen Empfangsdatensatzes sowie
die neue Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit, welche gleich der Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Ausgabedatensatzes des vorhergehenden Schrittes ist, zum Erstellen des
ersten Ausgabedatensatzes verwendet werden.
Der Begriff "bestimmt" kann im Sinne dieser Erfindung verwendet werden
für "berechnet" oder "einer Datenbank entnommen" oder "einer Tabelle entnommen"
oder "abgeschätzt" usw.
Vorzugsweise weist der Empfänger zumindest eine erste Übersetzungseinrichtung
und zumindest eine zweite Übersetzungseinrichtung auf, wobei die erste Übersetzungseinrichtung
ausgelegt ist, die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes
in die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Eingabedatensatzes
zu übersetzen und wobei die zweite Übersetzungseinrichtung ausgelegt ist,
die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
in die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Eingabedatensatzes
zu übersetzen.
Besonders bevorzugt
- – ist die erste Übersetzungseinrichtung ausgelegt, zum Übersetzen
der Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes in
die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Eingabedatensatzes
einen herkömmlichen, inversen ersten Verschränkungsalgorithmus auf die
Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes anzuwenden
und darauf einen herkömmlichen, zweiten Verschränkungsalgorithmus anzuwenden,
um die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Eingabedatensatzes
zu erzeugen und
- – ist die zweite Übersetzungseinrichtung ausgelegt, zum Übersetzen
der Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
in die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Eingabedatensatzes
einen herkömmlichen, inversen zweiten Verschränkungsalgorithmus auf die
Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes anzuwenden
und darauf den herkömmlichen, ersten Verschränkungsalgorithmus anzuwenden,
um die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Eingabedatensatzes
zu erzeugen.
In anderen Worten kann die erste Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt
sein, nicht den ersten Empfangsdatensatz als solchen zu bearbeiten. Vielmehr kann
es notwendig sein, den ersten Empfangsdatensatz anhand eines bzw. gemäß
einem Verschränkungsalgorithmus zu bearbeiten. Dies wird im Sinne der Erfindung
als "Übersetzen" bezeichnet. Als anderer Begriff für "Verschränkung"
wird auch der Begriff "Interleaving" verwendet. Verschränkung bzw. Interleaving
in seiner allgemeinsten Bedeutung bezeichnet ein Verfahren, gemäß welchem
die Anordnung einer Vielzahl durchzählbarer Objekte in ihrer Reihenfolge geändert
wird. In anderen Worten kann eine Menge beispielsweise drei Objekte a, b und c in
dieser Reihenfolge "a, b, c" aufweisen. Wird ein Verschränkungsverfahren auf
die Menge angewandt, kann die Anordnung der Objekte der Menge nach der Verschränkung
beispielsweise "a, c, b" sein.
Die selbe oder eine zusätzliche Übersetzungseinrichtung
kann auch vorgesehen sein, den ersten Ausgabedatensatz zu übersetzen, wobei
eine Verschränkung des ersten Empfangsdatensatzes, welche beim Sender durchgeführt
wurde, rückgängig gemacht wird. Gleiches gilt analog für den zweiten
Ausgabedatensatz.
Herkömmlicherweise wird Verschränkung vielfach in der digitalen
Datenübertragung verwendet um sogenannte "Burst-Fehler" zu vermeiden. Hierzu
wird angenommen, daß beim Auftritt von Fehlern bzw. Störungen Daten blockweise
(nämlich als "burst") zerstört werden und insbesondere gerade nicht-willkürliche
Datenteile oder Daten zerstört werden. Daher wird folglich
so vorgegangen, daß anstelle eines einzelnen sogenannten Burst-Fehlers eine
Vielzahl von im wesentlichen unabhängigen Einzelfehler auftreten, wobei dies
durch Veränderung der Reihenfolge der einzelnen Objekte einer Datenstruktur
geschieht. Wird beispielsweise eine Datenstruktur der Art "111222333444" übertragen,
könnten durch einen Burst-Fehler beispielsweise alle Objekte mit dem Wert "3"
verloren gehen und lediglich die Datenstruktur "111222_ _ _444" übertragen
werden, wodurch eine irreparable Störung in der Datenübertragung vorliegen
könnte. Durch ein Verschränkungsverfahren wird beispielsweise die Reihenfolge
der Objekte der Datenstruktur verändert, so daß beispielsweise ein Datenstrom
der Folge "123412341234" übertragen wird. Tritt nun der gleiche Fehler wie
oben beschrieben auf, wird beispielsweise lediglich folgende Datenfolge übertragen:
"123412_ _ _ 234". Durch die Störung geht die Datenfolge "341" verloren. Wird
nun das Verschränkungsverfahren invers angewandt bzw. rückgängig
gemacht, d.h. die übertragenen Daten wieder in ihre ursprüngliche Reihenfolge
zurückgeführt, kann der Empfänger folglich einen Datenstrom folgender
Art empfangen: "11_2223_34_4" folglich geht nicht ein ganzer Datenblock "333" verloren,
sondern lediglich Teile verschiedener Datenblocks, welche gegebenenfalls reparierbar
sind.
Somit wird durch einen Verschränkungsalgorithmus bzw. ein Verschränkungsverfahren
die Reihenfolge der einzelnen Bits einer Datenstruktur verändert. Durch den
dazu inversen Verschränkungsalgorithmus bzw. das dazu inverse Verschränkungsverfahren
wird der Datenstrom wieder in seiner ursprünglichen Reihenfolge abgebildet.
Vorzugsweise sind der erste Verschränkungsalgorithmus und der
zweite Verschränkungsalgorithmus identische Verschränkungsalgorithmen.
Besonders bevorzugt sind der erste Verschränkungsalgorithmus
und der zweite Verschränkungsalgorithmus verschiedene Verschränkungsalgorithmen.
Weiterhin vorzugsweise sind die erste Datenbearbeitungseinrichtung
und die zweite Datenbearbeitungseinrichtung jeweils herkömmliche Dekodiereinrichtungen,
die ausgelegt sind, anhand von herkömmlichen Faltungskodes kodierte Eingabedatensätze
zu dekodieren.
Faltungskodes im Sinne der Erfindung sind herkömmliche Kodes
zur Kanalkodierung, wobei durch die Faltung die Bitrate vergrößert wird.
Herkömmlicherweise werden aus einer Vielzahl b von Datenobjekten der Datenstruktur
eine Vielzahl c von Datenobjekten der kodierten Datenstruktur erzeugt, wobei das
Verhältnis b/c als Koderate R bezeichnet wird. Insbesondere gilt R = b/c. Ferner
notwendig zur Beschreibung eines Faltungskodes ist die sogenannte Gedächtnisordnung
k, wobei k der Menge der Speicherzellen entspricht und der Wert "k+1" als Einflußlänge
bezeichnet wird.
Kanalkodierung ist insbesondere ein Verfahren zum Kodieren einer Datenstruktur,
wobei der Datenstruktur Redundanz gezielt hinzugefügt wird. Die Redundanz enthält
insbesondere Datenstrukturen, anhand welcher es möglich ist, vorbestimmte Fehler
zu erkennen. Gegebenenfalls können Fehler auch korrigiert werden. Dies ist
abhängig von der hinzugefügten Datenstruktur. Beispielsweise kann eine
Fehlererkennung durch Paritätskontrolle, ISBN-Kode, usw. durchgeführt
werden.
Besonders bevorzugt sind die erste Datenbearbeitungseinrichtung und
die zweite Datenbearbeitungseinrichtung jeweils herkömmliche Dekodiereinrichtungen,
welche ausgelegt sind, anhand von herkömmlichen Turbo-Kodes kodierte Eingabedatensätze
zu dekodieren.
Turbo-Kodes, im Sinne dieser Erfindung sind insbesondere Kodes zur
Kanalkodierung, wobei jeder Turbo-Kode mindestens zwei parallel miteinander verbundene
Faltungskodes aufweist. Hierbei besteht der erste Faltungskode im wesentlichen aus
einem herkömmlichen Faltungskode, wobei der zweite Faltungskode die zu enkodierenden
Daten nicht in ihrer ursprünglichen Form kodiert, sondern vorab die Daten verschränkt
werden und anschließend faltungsenkodiert werden. In anderen Worten kann ein
Turbo-Kode eine Vielzahl von Datenstrukturen umfassen, wobei zumindest zwei Datenstrukturen
enthalten sind. Eine Datenstruktur enthält die ursprüngliche Datenstruktur,
welche anhand eines Faltungskodes enkodiert wurde. Die zweite Datenstruktur enthält
die ursprüngliche Datenstruktur, welche zuerst verschränkt wurde und anschließend
anhand eines Faltungskodes kodiert wurde. Weitere Datenstrukturen können ebenfalls
enthalten sein, wobei verschiedene Verschränkungen auf die ursprünglichen
Datenstrukturen angewandt werden, bevor sie mit herkömmlichen Faltungskodes
kodiert werden.
Vorzugsweise sind die erste Datenbearbeitungseinrichtung und die zweite
Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt, gleiche Dekodieralgorithmen zu verwenden.
In anderen Worten können die zu dekodierenden Datensätze,
d.h. zumindest der erste Empfangsdatensatz und zumindest der zweite Empfangsdatensatz
anhand eines identischen Faltungskodes, insbesondere anhand eines identischen Turbo-Kodes
kodiert bzw. enkodiert worden sein. Die Begriffe "enkodiert" und "kodiert" werden
im Sinne der Erfindung gleichbedeutend verwendet.
Besonders bevorzugt sind die erste Datenbearbeitungseinrichtung und
die zweite Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt, verschiedene Dekodieralgorithmen
zu verwenden.
Sollten weitere Datenbearbeitungseinrichtungen vorgesehen sein, können
diese ebenfalls verschiedene oder auch zumindest teilweise gleiche Dekodieralgorithmen
verwenden. Beispielsweise können drei oder mehr Datenbearbeitungseinrichtungen
vorhanden sein, wobei beispielsweise alle Datenbearbeitungseinrichtungen ausgelegt
sind, verschiedene Dekodieralgorithmen zu verwenden. Es ist auch möglich, daß
zwei Datenbearbeitungseinrichtungen verschiedene Dekodieralgorithmen verwenden und
die erste und die dritte Datenbearbeitungseinrichtung gleiche Dekodieralgorithmen
verwenden usw.. Insbesondere können eine Vielzahl von Datenbearbeitungseinrichtungen
vorgesehen sein.
Weiterhin vorzugsweise kann der Dekodieralgorithmus beispielsweise
eine Kombination aus einem Faltungsalgorithmus und einem Verschränkungsalgorithmus
sein. Die Datenbearbeitungseinrichtung kann daher sowohl übersetzen als auch
kodieren bzw. enkodieren. Insbesondere kann das Übersetzen, wie oben ausgeführt,
ein Enkodieren darstellen.
Vorzugsweise ist die zumindest eine Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt,
Zusatzdaten an zumindest die erste Datenempfangseinrichtung und/oder zumindest die
zweite Datenempfangseinrichtung bzw. an Bestandteile davon zu übergeben.
Insbesondere können die Daten zumindest an einen ersten Entzerrer/Demodulator
und/oder an einen zweiten Entzerrer/Demodulator übergeben werden. Der erste
Entzerrer/Demodulator kann Bestandteil der ersten Datenempfangseinrichtung sein
und der zweite Entzerrer/Demodulator kann Bestandteil der zweiten Datenempfangseinrichtung
sein oder ein davon unabhängiges Bauteil sein.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft einen Sender
zum fehler- bzw. störungsreduzierten Übermitteln von Daten bzw. zum Reduzieren
von Störungen bzw. Fehlern bei der Übertragung mit
zumindest einer Datenbearbeitungseinrichtungen, die ausgelegt ist,
- – aus einem Ursprungsdatensatz einen ersten Sendedatensatz zu generieren
und
- – aus dem Ursprungsdatensatz einen zweiten Sendedatensatz zu generieren,
wobei
der erste Sendedatensatz und der zweite Sendedatensatz voneinander verschieden
sind und
mit zumindest zwei Datensendeeinrichtungen, wobei jede Datensendeeinrichtung ausgelegt
ist, einen der Sendedatensätze zu senden.
Ferner gelten sinngemäß die Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen
Empfänger bzw. dessen bevorzugter Ausführungsformen in entsprechender
Weise, wo anwendbar.
Vorzugsweise umfaßt der Sender zumindest zwei Datenbearbeitungseinrichtungen,
wobei
- – eine erste Datenbearbeitungseinrichtung (derart ausgelegt ist, aus
einem Ursprungsdatensatz einen ersten Sendedatensatz zu generieren, wobei
- – eine zweite Datenbearbeitungseinrichtung ausgelegt ist, aus dem Ursprungsdatensatz
einen zweiten Sendedatensatz zu generieren, und wobei die erste Datenbearbeitungseinrichtung
und die zweite Datenbearbeitungseinrichtung derart ausgelegt sind, daß der
erste Sendedatensatz und der zweite Sendedatensatz voneinander verschieden sind.
Vorzugsweise umfaßt die erste Datenbearbeitungseinrichtung eine
erste herkömmliche Enkodiereinrichtung, welche ausgelegt ist, den Ursprungsdatensatz
anhand eines herkömmlichen Enkodieralgorithmusses in den ersten Sendedatensatz
umzuwandeln und die zweite Datenbearbeitungseinrichtung umfaßt eine zweite
herkömmliche Enkodiereinrichtung, welche ausgelegt ist, den Ursprungsdatensatz
anhand eines herkömmlichen Enkodieralgorithmusses in den zweiten Sendedatensatz
umzuwandeln.
Beispielsweise kann der Sender eine Vielzahl von Datenbearbeitungseinrichtungen,
insbesondere 3, 4 oder mehr Datenbearbeitungseinrichtungen umfassen.
Weiterhin vorzugsweise umfaßt
die erste Datenbearbeitungseinrichtung eine erste Übersetzungseinrichtung,
welche ausgelegt ist, den Ursprungsdatensatz in einen ersten Zwischendatensatz zu
übersetzen und die Enkodiereinrichtung der ersten Datenbearbeitungsvorrichtung
ist ausgelegt, den ersten Zwischendatensatz in den ersten Sendedatensatz umzuwandeln
und
die zweite Datenbearbeitungseinrichtung eine zweite Übersetzungseinrichtung,
welche ausgelegt ist, den Ursprungsdatensatz in den zweiten Zwischendatensatz zu
übersetzen, wobei die Enkodiereinrichtung der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
ausgelegt ist, den zweiten Zwischendatensatz in den zweiten Sendedatensatz umzuwandeln.
Vorzugsweise kann die erste Datenbearbeitungseinrichtung mit der ersten
Übersetzungseinrichtung in einer Einheit integriert sein. Beispielsweise können
die erste Datenbearbeitungseinrichtung die erste Übersetzungseinrichtung Bestandteil
eines Computers sein. Ebenso können die zweite Datenbearbeitungseinrichtung
und die zweite Übersetzungseinrichtung in einer Einheit integriert sein, insbesondere
Bestandteil eines Computers sein. Beispielsweise können beide Datenbearbeitungseinrichtungen
und beide Übersetzungseinrichtungen Bestandteil eines Computers sein. Die erste
Datenbearbeitungseinrichtung und die erste Übersetzungseinrichtung kann jedoch
auch Bestandteil eines ersten Computers sein. Die zweite Datenbearbeitungseinrichtung
und die zweite Übersetzungseinrichtung können Bestandteil eines zweiten
Computers sein. Gleiches gilt für beliebige weitere Datenbearbeitungseinrichtungen
und entsprechende weitere Übersetzungseinrichtungen. Beispielsweise kann eine
dritte Datenbearbeitungseinrichtung und eine dritte Übersetzungseinrichtung,
eine vierte Datenbearbeitungseinrichtung und eine vierte Übersetzungseinrichtung,
usw., vorliegen.
Besonders bevorzugt ist die erste Übersetzungseinrichtung ausgelegt,
zum Übersetzen des Ursprungsdatensatzes, in den ersten Zwischendatensatz einen
ersten herkömmlichen Verschränkungsalgorithmus auf den Ursprungsdatensatz
anzuwenden und/oder ist die zweite Übersetzungseinrichtung ausgelegt, zum Übersetzen
des Ursprungsdatensatzes in den zweiten Zwischendatensatz einen zweiten herkömmlichen
Verschränkungsalgorithmus auf den Ursprungsdatensatz anzuwenden.
Besonders bevorzugt kann das Übersetzen und das Enkodieren in
einem Schritt ablaufen.
Vorzugsweise sind der erste Verschränkungsalgorithmus und der
zweite Verschränkungsalgorithmus identische Verschränkungsalgorithmen.
Besonders bevorzugt sind der erste Verschränkungsalgorithmus
und der zweite Verschränkungsalgorithmus verschiedene Verschränkungsalgorithmen.
Bei einer Vielzahl von Übersetzungseinrichtungen und daher auch
bei einer Vielzahl von angewandten Verschränkungsalgorithmen können mehrere
Verschränkungsalgorithmen identische Verschränkungsalgorithmen sein und
auch eine Vielzahl verschiedener Verschränkungsalgorithmen vorliegen. Insbesondere
kann der Verschränkungsalgorithmus einer jeden Übersetzungseinrichtung
von den weiteren Verschränkungsalgorithmen verschieden sein.
Weiterhin hin vorzugsweise sind die erste Enkodiereinrichtung und
die zweite Enkodiereinrichtung jeweils herkömmliche Enkodiereinrichtungen,
die ausgelegt sind, anhand von herkömmlichen Faltungskodes enkodierte Datensätze
zu enkodieren.
Besonders bevorzugt sind die erste Enkodiereinrichtung und die zweite
Enkodiereinrichtung jeweils herkömmliche Enkodiereinrichtungen, die ausgelegt
sind, anhand von herkömmlichen Turbo-Kodes enkodierte Sendedatensätze
zu enkodieren.
Vorzugsweise sind die erste Enkodiereinrichtung und die zweite Enkodiereinrichtung
ausgelegt, gleiche Enkodieralgorithmen zu verwenden.
Besonders bevorzugt sind die erste Enkodiereinrichtung und die zweite
Enkodiereinrichtung ausgelegt, voneinander verschiedene Enkodieralgorithmen zu verwenden.
Sinngemäß gelten die Ausführungen für den Empfänger
in gleicher Weise für den Sender, wo anwendbar. Insbesondere gilt dies für
gleiche oder komplementäre Bau- bzw. Bestandteile von Sender und Empfänger.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Datenübertragungssystem
mit (zumindest) einem erfindungsgemäßen Sender bzw. eine bevorzugte Ausführungsform
hiervon und (zumindest) einem erfindungsgemäßen Empfänger bzw. eine
bevorzugte Ausführungsform hiervon.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Übermitteln bzw. Senden von Daten mit den Schritten:
Bereitstellen eines Ursprungsdatensatzes;
Erzeugen von zumindest zwei unabhängigen, voneinander verschiedenen Sendedatensätzen
aus dem Ursprungsdatensatz mittels zumindest einer Datenbearbeitungseinrichtung;
Senden der Sendedatensätze mit jeweils einer Datensendeeinrichtung;
Empfangen eines jeden Sendedatensatzes als Empfangsdatensatz mit jeweils einer Datenempfangseinrichtung;
Bestimmen eines Ausgabedatensatzes aus dem ersten Empfangsdatensatz und aus dem
zweiten Empfangsdatensatz mittels eines Ausgabeauthentizitätsmaßes des
ersten und zweiten Empfangsdatensatzes
Ausgeben zumindest eines Teils des Ausgabedatensatzes.
Der Begriff "Erzeugen" im Sinne der Erfindung umfaßt insbesondere
"Generieren", "Enkodieren", "Berechnen", usw..
Ferner ist das Verfahren nicht auf zwei Sendedatensätze, zwei
Datensendeeinrichtungen, zwei Datenempfangseinrichtungen, zwei Datenbearbeitungseinrichtungen
beschränkt. Vielmehr können eine Vielzahl der entsprechenden vorgenannten
Einrichtungen bzw. Datensätze vorliegen.
Gleiches gilt sinngemäß für den erfindungsgemäßen
Empfänger und den erfindungsgemäßen Sender.
Vorzugsweise wird
jeder der zumindest zwei unabhängigen Sendedatensätze mittels jeweils
einer Datenbearbeitungseinrichtung erzeugt.
Weiterhin vorzugsweise wird
der erste Empfangsdatensatz als auch eine erste Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangsdatensatzes mittels einer ersten Datenbearbeitungseinrichtung
zu dem ersten Ausgabedatensatz und der ersten Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
als Ausgabeauthentizitätsmaß des ersten Ausgabedatensatzes bestimmt,
der zweite Empfangsdatensatz als auch eine zweite Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Empfangsdatensatzes mittels einer zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
zu dem zweiten Ausgabedatensatz und der zweiten Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
als Ausgabeauthentizitätsmaß des zweiten Ausgabedatensatzes bestimmt,
wobei
zumindest ein Teil des ersten Ausgabedatensatzes und/oder zumindest ein Teil des
zweiten Ausgabedatensatzes oder eine Kombination davon ausgegeben.
Vorzugsweise werden wiederholt der erste Ausgabedatensatz und die
Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes bestimmt
und wiederholt der zweite Ausgabedatensatz und die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Ausgabedatensatzes bestimmt, wobei
in einem ersten Schritt die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten
Empfangs- bzw. Eingabedatensatzes gleich einem vorbestimmten Wert ist,
in einem zweiten, nachfolgenden Schritt die mit der ersten Datenbearbeitungseinrichtung
bestimmte Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Ausgabedatensatzes
gleich der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Empfangs- bzw.
Eingabedatensatzes ist und
in einem dritten, nachfolgenden Schritt die mit der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
bestimmte Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des zweiten Ausgabedatensatzes
gleich der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Empfangs- Eingabedatensatzes
ist.
Weiterhin vorzugsweise werden der zweite und der dritte Schritt konsekutiv,
wiederholt bzw. iterativ durchgeführt.
In anderen Worten ist das Verfahren ein iteratives Verfahren, wobei
abwechselnd die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des einen Ausgabedatensatzes
als Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit eines weiteren Eingabedatensatzes
verwendet wird. Hierbei muß das Verfahren nicht auf zwei Ausgabedatensätze
bzw. zwei Eingabedatensätze beschränkt sein, sondern kann eine Vielzahl
von Ausgabe- bzw. Eingabedatensätze umfassen.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Computerprogrammprodukt,
insbesondere auf einem computerlesbarem Speichermedium gespeichertes Computerprogrammprodukt,
welches, wenn geladen und ausgeführt in einem Computer, bewirkt, daß der
Computer ein erfindungsgemäßes Verfahren bzw. eine bevorzugte Ausführungsform
hiervon durchführt.
Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend anhand begleitender Figuren beispielhaft beschrieben. Obwohl Ausführungsformen
getrennt beschrieben sind, können einzelne Merkmale und Funktionalitäten
der Ausführungsformen zu weiteren bevorzugten Ausführungsformen zusammengefügt
werden. Es zeigt
1: Eine Schemaansicht eines herkömmlichen Übertragungssystems
zum Übertragen von Daten mittels einer Vielzahl von Sendeeinrichtungen;
2: Eine Schemaansicht eines herkömmlichen Systems
zum Übertragen von Daten unter Verwendung von Turbo-Kodes;
3: Eine Schemaansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
3a: Eine Schemaansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
3b: Eine Schemaansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
4: Eine Schemaansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
5: Eine Schemaansicht einer bevorzugten Ausführungsform;
6: Einen Graphen von Bitfehlerratenkurven;
7: Eine Detailansicht einer bevorzugten Ausführungsform;
8: Eine Schemaansicht eines Faltungskodes;
9: Eine Detailansicht einer bevorzugten Ausführungsform;
10: Eine Schemaansicht eines Computersystems.
Eine Schemaansicht einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist in 3 gezeigt. Die Erfindung beruht auf
der Erkenntnis, daß eine verbesserte Störungsanfälligkeit dadurch
erreicht werden kann, daß verschiedene Sendedatensätze 126a,
126b über getrennte Kanäle gesendet werden können. Hierbei
wird von einem Ursprungsdatensatz 116 ausgegangen.
Der Ursprungsdatensatz 116 wird einer Datenverarbeitungseinrichtung
120 zugeführt. Die Datenverarbeitungseinrichtung 120 kann
eine herkömmliche Enkodiereinrichtung sein, insbesondere zur Fehlerschutzkodierung,
welche beispielsweise auf den Ursprungsdatensatz 116 einen Verschränkungskode
und/oder einen Faltungskode, insbesondere einen "Turbo-Kode" anwenden kann. Anhand
der Datenverarbeitungseinrichtung 120 werden somit ein erster Sendedatensatz
126a und einer zweiter Sendedatensatz 126b generiert. Der erste
Sendedatensatz 126a kann einem ersten Kanal 112 eines Diversitätssenders
110 zugeführt werden. Der zweite Sendedatensatz 126b kann
einem zweiten Kanal 114 des Diversitätssenders 110 zugeführt
werden. Der erste Sendedatensatz 126a wird anhand einer ersten herkömmlichen
Datensendeeinrichtung 122a mittels einer ersten Antenne 128 gesendet.
Analog wird der zweite Sendedatensatz 126b anhand einer zweiten, herkömmlichen
Datensendeeinrichtung 122b mittels einer zweiten Antenne 130 gesendet.
Insbesondere kann die Datenbearbeitungseinrichtung 120 zur
Erzeugung der Sendedatensätze 126a, 126b, d.h. der Datensignale
zur Diversitätsübertragung, einen vektoriellen Ausgang haben. Vorteilhafterweise
können Kodesequenzen erzeugt werden, die unter Berücksichtigung der Kanäle
bzw. Diversitätskanäle 112, 114, und des implemenierten
Kanaldekoders 142 (siehe unten) als bevorzugtem "joint decoder" eine möglichst
geringe Fehlerrate am Ausgang des Kanaldekoders 142 erlauben.
In anderen Worten kann die Datenbearbeitungseinrichtung
120 zum Erzeugen der Ausgangsdatensätze 126a, 126b
ein Enkoder mit einem vektoriellen Ausgang für die beiden Diversitätskanäle
112, 114 sein. Der Enkoder hat im allgemeinen die Aufgabe, Kodesequenzen
zu erzeugen, die unter Berücksichtigung der Diversitätskanäle
112, 114 und des implementierten Kanalenkoders 142 eine
möglichst geringe Fehlerrate am Ausgang des Kanaldekoders 142 erlauben.
Sowohl der erste Sendedatensatz 126a als auch der zweite
Sendedatensatz 126b werden von zumindest einem Empfänger
132 empfangen. Der Empfänger 132 weist dazu eine erste Datenempfangseinrichtung
134 und eine zweite Datenempfangseinrichtung 136 auf. Der Empfänger
empfängt daher einen ersten Empfangsdatensatz 140a und einen zweiten
Empfangsdatensatz 140b, wobei der erste Empfangsdatensatz 140a
und der zweite Empfangsdatensatz 140b gemäß dieser Ausführungsform
voneinander verschieden sind. Die erste und zweite Antenne 134,
136 können Bestandteil des Empfängers 132 sein, sie
können aber auch davon getrennte, unabhängige Bauteile sein.
Weiterhin werden sowohl der erste Empfangsdatensatz 140a
als auch der zweite Empfangsdatensatz 140b mittels des Kanaldekodierers
142 dekodiert. Hierbei werden die zwei Empfangsdatensätze
140a, 140b, welche, wie oben beschrieben, mit einer Fehlerschutzkodierung
versehen sind, die nach der Demodulation und gegebenenfalls Entzerrung sowie Zeitverzögerung
vorliegen, dem Kanaldekodierer 142 zugeführt. In anderen Worten ist
der Kanaldekodierer 142 ein sogenannter "joint decoder", d.h. ein Dekoder
reicht aus, um eine Vielzahl von Empfangsdatensätzen zu dekodieren.
Zur Dekodierung können beispielsweise übliche Dekodieralgorithmen
und herkömmliche statistische Verfahren zur Reduzierung von Bitfehlerwahrscheinlichkeiten
Verwendung finden, beispielsweise ein "maximum-likelihood"-Verfahren bzw. ein "overall-maximum-likelihood"-Verfahren
(OML Verfahren) oder anderweitige suboptimale Dekodieralgorithmen, wie beispielsweise
ein iteratives Verfahren, wie es weiter unten beschrieben ist. Es ist auch möglich,
Kombinationen hiervon zu verwenden. Der Kanaldekodierer 142 kann dabei
als Ausgabe einen Ausgabedatensatz 143 erzeugen. Der Ausgabedatensatz
143 kann als Ausgabedatensatz 146 des Empfängers
132 ausgegeben werden.
Weiterhin werden bei der "overall maximum-likelihood"-Dekodierung
(nachfolgend OML-Dekodierung genannt) beispielsweise die beiden Eingabedatensätze
140a, 140b als Kodes "Kode1" und "Kode2" mit den jeweiligen Blocklängen
n1 und n2, als gemeinsamer Kode mit der Blocklänge n1 + n2 interpretiert. Der
Eingabedatensatz 140a und der Eingabedatensatz 140b müssen
nicht notwendigerweise verschieden sein. Vorzugsweise sind der Eingabedatensatz
140a und der Eingabedatensatz 140b jedoch verschieden, wobei der
Unterschied beispielsweise lediglich in verschiedenem Interleaving der Enkodereingangsfolgen
liegt, d.h. daß sich der Eingangsdatensatz 140a und der Eingangsdatensatz
140b lediglich durch verschiedene Verschränkung unterscheiden.
Die Länge der Enkodereingangsfolgen ist für alle Eingangsdatensätze
140a, 140b gleich dem Wert k. Zuzüglich der jeweiligen Redundanzstellen
resultieren hieraus die Blocklängen n1 und n2. Somit ergeben
sich für den Gesamtkode 2k Kodeworte der Länge n1+n2. Die Empfangsfolge
kann sich ebenfalls aus n1+n2 Werten zusammensetzen, die durch Übertragung
der beiden Kodeworte des Eingangsdatensatzes 140a und des Eingangsdatensatzes
140b entstehen. Der Kanaldekoder 142, d.h. der OML-Dekoder, vergleicht
nun die Empfangsfolge mit allen möglichen 2k Kodeworten und entscheidet
sich für das Kodewort, das gemäß der empfangenen Sequenz am wahrscheinlichsten
ist (dies entspricht dem Begriff "maximum likelihood"). Dazu könnten beispielsweise
theoretisch alle 2k Kodeworte in einer Tabelle gespeichert und für
alle Kodeworte nacheinander die jeweilige Wahrscheinlichkeit berechnet werden. Die
zum wahrscheinlichsten Kodewort gehörende k-stellige Eingangsfolge wird schließlich
als Ausgabedatensatz 143 von dem Kanaldekoder 142 ausgegeben.
Der Ausgabedatensatz 143 des Kanaldekoders 142 ist gleich dem
Ausgabedatensatz 146 des Empfängers 132.
Bislang erlaubt die sehr hohe Komplexität eines optimalen, derartigen
"joint decoders" jedoch nur für sehr einfache, wenig leistungsfähige fehlerkorrigierende
Kodes eine praktische Realisierung. Für hoch effiziente Kodes, die durch sehr
große Blocklängen (z.B. mehrere Tausend Bits) gekennzeichnet sind und
die bei den Turbo-Kodes durch entsprechende Interleaver bzw. Verschränkung
erreicht werden, sind neben der iterativen Dekodierung auch andere suboptimale Dekodierverfahren
bekannt, wie "sequenzielle Dekodieralgorithmen" (z.B. der Fano-Algorithmus) oder
"Believe-Propagation" und "Factor-Graph"-Algorithmen für "Low-Density Parity
Check"-Kodes (nachfolgend LDPC-Kodes).
Erfindungsgemäß sind somit alle optimalen und alle suboptimalen
Realisierungen eines Dekoders, wie zum Beispiel eines "joint decoders", umfaßt,
insbesondere auch eine iterative Dekodierung (siehe oben).
Weiterhin kann beispielsweise der Kanaldekoder 142 ausgelegt
sein, Zusatzinformationen an einen Entzerrer/Demodualtor 145 und an das
Laufzeitglied, das sich als Bestandteil des Entzerrers auffassen läßt,
liefern. Diese Informationen können in einer gemeinsamen Entzerreung und Dekodierung
sowohl die geeignete Einstellung des Entzerrers/Demodualtors (Adaption) als auch
geschätzte Zuverlässigkeitsmaße, d.h. Authentizitätsmaße,
für die gesendeten Symbole am Entzerrereingang mit der Option einer iterativen
Verbesserung, beispielsweise nach dem Turbo-Prinzip (siehe oben) umfassen.
3a zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung. Die Schemaansicht gemäß 3a
entspricht im wesentlichen der Schemaansicht gemäß 3
unter Einbeziehung von single-input/multiple-output (SIMO)- und multiple-input/multiple-output
Kanälen. Beispielhaft ist dies anhand der Pfeile h11, h12,
h21 und h22 dargestellt. Die Einbeziehung von single-input/multiple-output
(SIMO)- und multiple-input/multiple-output (MIMO)-Kanälen in den Prozess der
gemeinsamen Dekodierung von Diversitätsempfängern ist wie folgt zu verstehen.
Zunächst betreffen SIMO-Kanäle beispielsweise den Effekt, daß bei
Verwendung mehrerer Empfangsantennen mit zugehörigen Empfängern das Signal
eines Senders auf verschiedenen Wegen und damit mit verschiedenen Verzerrungen und
Störungen empfangsseitig zur Verfügung steht. Aus Sicht der Empfangseinrichtung
handelt es sich um ein Übertragungssystem mit einem Eingang und mehreren Ausgängen
(SIMO), charakterisiert durch u.U. verschiedene Teilkanal-Übertragungsfunktionen
und additive Störungen. Mithin liegt hier ein einfaches Antennendiversitätssystem
vor. Die Nutzung dieser Diversität erfordert die individuelle Entzerrung der
Empfangssignale entsprechend ihrer Teilkanal-Übertragungsfunktion und eine
Kombination dieser entzerrten Signale zu einem einzigen Signal, z.B. mittels Maximum
Ratio Combining.
Werden nun zusätzlichmehrere Sender verwendet, die verschiedene
Signale aussenden, so liegt ein MIMO-Kanal vor, bei dem sich an einer Empfangsantenne
die verzerrten Signale aller Sender überlagern. Wenn sich nun diese Signale
nicht auf einfache Weise dadurch trennen lassen, daß man für die Sender
verschiedene Frequenzen (d.h. Frequenzmultiplex), disjunkte Sendezeitschlitze (d.h.
Zeitmultiplex) oder verschiedene Spreizkodes (d.h. Kodemultiplex) verwendet, muß
durch Signalverarbeitung für eine Trennung gesorgt werden. Hierzu hilfreich
ist eine Vektor-Matrixdarstellung und eine Beschreibung des MIMO-Kanals durch eine
Kanalmatrix. Entsprechend kann das Trennungsproblem in Verbindung mit den Kanalverzerrungen
auch verstanden werden als mehrdimensionales Entzerrungsproblem und die Realisierung
der Lösung als Matrix-Entzerrer. Probleme wie die empfangsseitige Schätzung
der verschiedenen Teilkanal-Übertragungsfunktionen und die Invertierbarkeit
der Kanalmatrix erfordern beispielsweise Lösungen, bei denen eine Minimierung
der quadratischen Abweichung zwischen den entsprechenden Sende- und Matrix-Entzerrerausgangssignalen
(Minimum-Mean-Square Error) angestrebt wird.
In Verbindung mit der gemeinsamen Detektion werden die Daten des Matrix-Entzerrerausgangs
dem "joint decoder" oder seiner suboptimalen Realisierung zugeführt, was in
3a beispielhaft dargestellt ist. Darüber hinaus
kann wie in 3 der Dekoder Zusatzinformationen an den
Matrix-Entzerrer liefern. Diese Informationen können in einer gemeinsamen Entzerrung
und Dekodierung sowohl die geeignete Einstellung des Matrix-Entzerrers (d.h. durch Adaption)
als auch geschätzte Zuverlässigkeitsmaße für die gesendeten
Symbole am Matrix-Entzerrereingang mit der Option einer iterativen Verbesserung
(beispielsweise Turbo-MIMO-Entzerrung) umfassen.
3b zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei verschiedene Sendedatensätze 126a,
126b über getrennte Kanäle gesendet werden. Hierbei wird von
einem Ursprungsdatensatz 116 ausgegangen, welcher einem ersten Kanal
112 und einem zweiten Kanal 114 eines Diversitätssenders
110 zugeführt wird. Der Ursprungsdatensatz 116 wird in dem
ersten Kanal 112 mittels einer ersten Übersetzungseinrichtung
118a übersetzt bzw. bearbeitet einem ersten Kanalenkodierer
120a als bevorzugte Datenbearbeitungseinrichtung 120a zugeführt.
Ausgabe der ersten Übersetzungseinrichtung 118a ist ein erster Zwischendatensatz
124a. Der erste Zwischendatensatz 124a wurde beispielsweise anhand
eines herkömmlichen ersten Verschachtelungs- bzw. Verschränkungsverfahrens
aus dem Ursprungsdatensatz 116 erzeugt. Anschließend wird der erste
Zwischendatensatz 124a der ersten Datenbearbeitungseinrichtung
120a zugeführt und der erste Sendedatensatz 126a durch Enkodierung
des ersten Zwischendatensatzes 124a anhand der ersten Datenbearbeitungseinrichtung,
d.h. anhand des ersten Kanalenkodierers 120a, erzeugt. Der erste Sendedatensatz
126a wird anhand einer ersten, herkömmlichen Datensendeeinrichtung
122a mittels einer ersten Antenne 128 gesendet.
Analog wird der Ursprungsdatensatz 116 einer zweiten Übersetzungseinrichtung
118b zugeführt, welche einer zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
120b, beispielsweise einem zweiten Kanalenkodierer 120b vorgeschaltet
ist. Anhand der zweiten Übersetzungseinrichtung 118b wird der Ursprungsdatensatz
116 in einen zweiten Zwischendatensatz 124b umgewandelt und der
zweite Zwischendatensatz 124b der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung
zugeführt. Mittels der zweiten Datenbearbeitungseinrichtung 120b wird
ein zweiter Sendedatensatz 126b erzeugt. Vorzugsweise unterscheidet sich
der zweite Sendedatensatz 126b von dem ersten Sendedatensatz
126a. Der zweite Sendedatensatz 126b wird mittels einer zweiten
Datensendeeinrichtung 122b, welche mit einer zweiten Antenne
130 verbunden ist, gesendet bzw. übertragen.
Sowohl der erste Sendedatensatz 126a als auch der zweite
Sendedatensatz 126b werden von zumindest einem Empfänger
132 empfangen. Der Empfänger 132 weist dazu eine erste Datenempfangseinrichtung
134 und eine zweite Datenempfangseinrichtung 136 auf. Der Empfänger
empfängt daher einen ersten Empfangsdatensatz 140a und einen zweiten
Empfangsdatensatz 140b, wobei der erste Empfangsdatensatz 140a
und der zweite Empfangsdatensatz 140b voneinander verschieden sind. Der
erste Empfangsdatensatz wird mittels eines ersten Kanaldekodierers 142a
dekodiert, wobei in einem initialen Schritt dem ersten Kanaldekodierer
142a, als bevorzugter Datenbearbeitungseinrichtung, der erste Empfangsdatensatz
140a und eine Authentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Empfangsdatensatzes
140a eingegeben werden. Der erste Kanaldekodierer 142a erzeugt
als Ausgabe einen ersten Ausgabedatensatz 143a sowie eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Ausgabedatensatzes 143a. Der erste Ausgabedatensatz
143a kann beispielsweise als Ausgabedatensatz 146 des Empfängers
132 ausgegeben werden. Hierzu muß der Ausgabedatensatz 143a
jedoch vorher noch mittels einer Übersetzungseinrichtung (nicht gezeigt) übersetzt
werden, wobei idealerweise ein Verschränkungsverfahren verwendet wird, welches
einen inversen Algorithmus zu dem Algorithmus der ersten Übersetzungseinrichtung
118a das Diversitätssenders 110 verwendet.
Alternativ kann auch die Authentizitätswahrscheinlichkeit mittels
einer ersten Übersetzungseinrichtung 144a übersetzt werden und
als Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit eines zweiten Kanalkodierers
142b verwendet werden, wobei dem zweiten Kanalkodierer 142b neben
der Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit auch der zweite Empfangsdatensatz
140b als Eingabe dient. Der zweite Empfangsdatensatz 140b wird
mittels des zweiten Kanaldekodierers 142b dekodiert, wobei der zweite Kanaldekodierer
142b einen zweiten Ausgabedatensatz 143b und eine Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
des zweiten Ausgabedatensatzes 143b ausgibt. Der zweite Ausgabedatensatz
143b kann der Ausgabedatensatz 146 des Empfängers
132 sein, dazu muß der zweite Ausgabedatensatz 143b jedoch
noch mittels einer Übersetzungseinrichtung (nicht gezeigt) übersetzt werden.
Die Übersetzungseinrichtung (nicht gezeigt) verwendet idealerweise ein Verschränkungsverfahren,
welches zu dem Verschränkungsverfahren der zweiten Übersetzungseinrichtung
118b des Diversitätssenders 110 invers ist.
Alternativ kann auch die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
mittels der zweiten Übersetzungseinrichtung 144b übersetzt werden
und als Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit des ersten Kanaldekoders
142a dienen, welcher wiederum den Empfangsdatensatz 140a unter
Kenntnis der neuen Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit dekodiert. Diese
Schritte können iterativ beliebig oft wiederholt werden.
Dementsprechend werden die Signale bzw. Daten der unterschiedlichen
Empfangspfade, d.h. der erste Empfangsdatensatz 140, und der zweite Empfangsdatensatz
142b nicht kombiniert und insbesondere nicht addiert, sondern separat einem
ersten Kanaldekoder 142a und zweiten Kanaldekoder
142b zugeführt. Hierbei kommen insbesondere verschiedene Kanalkodes
zum Einsatz. Es können verschiedene Kodierverfahren mit Verschränkungsverfahren
kombiniert werden, wobei vorzugsweise mehrere Kodierverfahren, nämlich eines
für den ersten Kanaldekodierer und eines für den zweiten Kanaldekodierer
verwendet werden und mehrere Verschränkungsverfahren verwendet werden können,
nämlich eines für die erste Übersetzungseinrichtung 144a
und eines für die zweite Übersetzungseinrichtung 144b.
4 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung. Die Schemaansicht gemäß 4
entspricht im wesentlichen der Schemaansicht gemäß 3b,
wobei lediglich ein Modulator der ersten Datensendeeinrichtung 122a und
ein Modulator der zweiten Datensendeeinrichtung 122b durch einen (bevorzugt
herkömmlichen) OFDM-Modulator ersetzt wird. Ebenso wird bei dem Empfänger
ein entsprechender erster OFDM-Demodulator und ein entsprechender zweiter OFDM-Demodulator
verwendet.
5 zeigt beispielhaft eine detaillierte Schemaansicht
eines Senders 110 und eines Empfängers 132 zum Senden und/oder
Empfangen eines Ursprungsdatensatzes 116. Der Ursprungsdatensatz
116 wird über zwei Kanäle 112, 114 gesendet.
Im ersten Kanal wird der Ursprungsdatensatz über ein erstes Verschränkungsverfahren
mittels der ersten Übersetzungseinrichtung 118a in den ersten Zwischendatensatz
124a übersetzt und anschließend durch den ersten Kanalenkoder
120a in den ersten Sendedatensatz 126a umgewandelt. Das Verschränkungsverfahren
wird symbolisch durch &pgr;1 dargestellt. Der erste Sendedatensatz
126a wird übertragen, wobei auf dem ersten Kanal 112 eine
Störung mit einem Signal zu Rauschverhältnis bzw. Rauschabstand log10(Eb/N0)
= x vorliegt.
Ebenso wird der Ursprungsdatensatz 116 über den zweiten
Kanal 112 umgewandelt und ausgesandt. Der Ursprungsdatensatz
116 wird mittels der zweiten Übersetzungseinrichtung 118b
in den zweiten Zwischendatensatz 124b übersetzt und anschließend
mittels des zweiten Kanalenkoders 120b in den zweiten Ausgabedatensatz
126b umgewandelt. Auf dem zweiten Kanal 112 wird der Ausgabedatensatz
126b gesandt, wobei der zweite Ausgabendatensatz 126b ebenfalls
gestört wird und zwar bei einem Signal zu Rauschverhältnis von log10(Eb/N0)
= x + c. Dabei wird ein Verschränkungsverfahren auf den Ursprungsdatensatz
116 angewandt, welches symbolisch durch &pgr;2 dargestellt
ist. Das Verschränkungsverfahren &pgr;1 der ersten Übersetzungseinrichtung
118a ist vorzugsweise von dem Verschränkungsverfahren &pgr;2
der zweiten Übersetzungseinrichtung 118b verschieden.
Anschließend werden in dem Empfänger der erste Sendedatensatz
126a und der zweite Sendedatensatz 126b empfangen, wobei der erste
Sendedatensatz 126a als erster Empfangsdatensatz 140a empfangen
wird und der zweite Sendedatensatz 126b als zweiter Empfangsdatensatz
140b empfangen wird.
Dem ersten Kanaldekodierer 142a wird der erste Empfangsdatensatz
140a und in einem initialen Schritt eine initiale erste Authentizitätswahrscheinlichkeit
des ersten Empfangsdatensatzes 140a als Eingabe bereit gestellt. Die initiale
erste Authentizitätswahrscheinlichkeit kann beispielsweise einen beliebigen
vorbestimmten Wert annehmen, der geeignet gewählt wird. Der erste Kanaldekodierer
142a gibt als Ausgabe einen Ausgabedatensatz 143a aus. Ferner
gibt der erste Kanaldekodierer 142a eine erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
aus. Die erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit wird um die erste Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
korrigiert, d.h. von dem Zuverlässigkeitsmaß bzw. der reliability, welches
bzw. welche der ersten Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit entspricht,
wird das Zuverlässigkeitsmaß bzw. die reliability, welches bzw. welche
der ersten Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit entspricht, abgezogen. Das
Zuverlässigkeitsmaß bzw. die reliability ergibt sich im wesentlichen durch
Anwenden von log10 auf die Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
und die Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit.
Die daraus entstehende, neue Authentizitätswahrscheinlichkeit
wird nunmehr wieder als erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
148a bezeichnet. Anhand der ersten Übersetzungseinrichtung
144a wird die erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
148a mittels eines Verschränkungsverfahrens übersetzt, welches
invers ist zum dem Verschränkungsverfahren der ersten Übersetzungseinrichtung
118a des Diversitätssenders 110. Das inverse bzw. umgekehrte
Verschränkungsverfahren ist in 5 beispielhaft
als &pgr;1
–1 bezeichnet. Ferner wird mittels der ersten Übersetzungseinrichtung
144a auf die dadurch bereits übersetzte erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
ein weiteres Verschränkungsverfahren angewandt, nämlich das selbe Verschränkungsverfahren,
welches auch die zweite Übersetzungseinrichtung 118b des Diversitätssenders
110 verwendet. Dies wird beispielhaft als &pgr;2 dargestellt.
Die übersetzte erste Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit wird als
zweite Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit 150b dem zweiten Kanaldekodierer
142b zugefügt. Die zweite Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
150b sowie der zweite Empfangsdatensatz 140b werden dem zweiten
Kanaldekodierer 142b zugeführt. In diesem wird, unter Kenntnis der
zweiten Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit 150b der zweite Empfangsdatensatz
140b dekodiert und als zweiter Ausgabedatensatz 143b ausgegeben.
Ebenso gibt der zweite Kanaldekodierer 142b eine zweite Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
aus. Von der zweiten Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit wird die zweite
Eingabeauthentizitätswahrscheinlichkeit 150b abgezogen. Der verbleibende
Rest wird wiederum als zweite Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit
148b bezeichnet und der zweiten Übersetzungseinrichtung
144b übergeben.
Analog wie in der ersten Übersetzungseinrichtung 144a
werden auf die zweite Ausgabeauthentizitätswahrscheinlichkeit 148b
ein erstes Verschränkungsverfahren und ein zweites Verschränkungsverfahren
angewandt, wobei das erste Verschränkungsverfahren invers ist zu dem Verschränkungsverfahren
der zweiten Übersetzungseinrichtung 118b des Diversitätssenders
110. Das zweite Verschränkungsverfahren ist identisch zu dem Verschränkungsverfahren
der ersten Übersetzungseinrichtung 118a des Diversitätssenders
110.
Die Ausgabe der zweiten Übersetzungseinrichtung 144b
wird dem ersten Kanaldekodierer 142a als erste Eingangsauthentizitätswahrscheinlichkeit
150a zugeführt. Die erste Eingangsauthentizitätswahrscheinlichkeit
150a ersetzt nunmehr die initiale Eingangsauthentizitätswahrscheinlichkeit.
Das vorgeschriebene Verfahren kann nun wiederholt durchgeführt
werden. Als Ausgabe des Empfängers 132 kann entweder der erste Ausgabedatensatz
143a des ersten Kanalkodierers 142a gewählt werden oder der
zweite Ausgabedatensatz 143b des zweiten Kanalkodierers 142b.
Hierbei sollte jedoch beachtet werden, daß der erste Ausgabedatensatz
143a mittels einer Übersetzungseinrichtung (nicht gezeigt) übersetzt
werden muß, welche ein Verschränkungsverfahren verwendet, welches invers
zu dem Verschränkungsverfahren der ersten Übersetzungseinrichtung
118a des Diversitätssenders 110 ist. Sollte der zweite Ausgabedatensatz
143b ausgegeben werden, sollte auf diesen ein Verschränkungsverfahren
angewandt werden, welches invers ist zu dem Verschränkungsverfahren der ersten
Übersetzungseinrichtung 118b des Diversitätssenders
110. Beispielsweise kann die erste Übersetzungseinrichtung
118a und/oder die zweite Übersetzungseinrichtung 118b verwendet
werden, wobei nicht die vollständige Funktionalität notwendig sein muß.
Der Ausgabedatensatz 146 des Empfängers 132 wird mittels
einer Ausgabeeinrichtung 152 ausgegeben, in welche die nicht gezeigte(n),
oben beschriebene(n) Übersetzungseinrichtung(en) integriert sein kann bzw.
können.
Vorteilhafterweise können durch die iterative Diversitätsdekodierung,
welche beispielhaft anhand von zwei Sendern ausgeführt werden, aufgrund der
unabhängigen Übertragungskanäle Störungen reduziert bzw. herausgefunden
und beseitigt werden.
5 kann als ein schematisches Beispiel für die
iterative Diversitätskodierung eines DRM Systems mit zwei Sendern gesehen werden.
Im Falle von Frequenzdiversität werden bevorzugt weit auseinander liegende
Träger der Frequenzen für die COFDM Signale benutzt, mit denen die übertragene
Information bzw. Daten redundant gesendet wird. Wenn bei beiden Empfangssignalen
auf dem gleichen OFDM-Unterträger starker Schwund vorliegt, kann in der Regel
angenommen werden, daß für diesen Unterträger unabhängige Übertragungskanäle
mit unkorrelierten Störungen vorliegen. Insbesondere in diesen, für Combining-Verfahren
besonders kritischen Fällen, treten sogenannte "Turbo-Gewinne" auf. Somit kann
bevorzugt insbesondere in schmalbandigen COFDM-Systemen bei frequenzselektiven Kanälen
auftretender Schwundverlust durch Diversitätstechniken entgegengewirkt werden,
und dadurch die Ausnützung aller im Empfangbandsignalband enthaltenden Informationen
zur Verbesserung der Empfangsqualität für eine entstörungsfreie Übertragung
genutzt werden.
Erfindungsgemäß kann auch eine beliebige Anzahl von Kanälen
eingesetzt werden, beispielsweise 3, 4, 5, 6, usw. Kanäle. Ebenso wird eine
entsprechende Anzahl von Kanalenkodierern 120a, 120b,
120c, 120d, 120e, 120f, usw. eine entsprechende
Anzahl von Übersetzungseinrichtungen 118a, 118b,
118c, 118d, 118e, 118f, usw. und weitere, oben
genannte Einrichtungen verwendet.
Vorteilhafterweise kann daher das aus der bei COFDM verwendeten Kanalkodierung
sich ergebende Potential umfassend genutzt werden.
In anderen Worten wird bevorzugt ein über im wesentlichen unabhängige
Kanäle übertragenes Signal bzw. darin enthaltene Informationen bzw. Daten
im Sinne eines parallel verketteten Kodeschemas iterativ dekodiert, wobei insbesondere
iterative Verfahren für den DRM-Kanal Dekoder und/oder die Anpassung des Kanalkodes
von dem erfindungsgemäßen Verfahren umfaßt sind.
6 zeigt eine Bitfehlerkurve eines iterativ dekodierten
Diversitätsempfängers gemäß 5.
Gezeigt sind auf der vertikalen Achse Bitfehlerraten und auf der horizontalen Achse
das Signal-Rausch Verhältnis bzw. einen Signal-Rausch Abstand. Dargestellt
sind die Bitfehlerraten eines herkömmlichen "Maximum-Ratio-Combining-Verfahrens"
(offene Kreise) sowie Bitfehlerraten unter Verwendung eines erfindungsgemäßen
Sendeempfängersystems bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens in
ohne Iteration, d.h. bei nur einem Durchgang (Kreuzchen), mit einer Iteration (Sternchen),
mit zwei Iterationen (Punkte), mit vier Iterationen (x), und mit zehn Iterationen
(offene Kästchen). Zu sehen ist, daß gegenüber einem herkömmlichen
Verfahren gemäß der Erfindung bereits bei nur einem
Iterationsdurchgang die Bitfehlerraten deutlich reduziert werden können.
Die in 6 dargestellten Bitfehlerraten
wurden für zwei identische Kanalkodes mit rekursiv systematischen Faltungskodes
der Rate 3/4 mit Gedächtnistiefe 4, jedoch mit unterschiedlichen Interleavern
jeweils zur Tiefe 3750 Bit verwendet. Hier sind weder trägerfrequente Übertragung
noch verzerrende Kanäle vorgesehen. Lediglich ein unterschiedlicher Signal-Störabstand
ist angenommen.
In 7 ist beispielhaft ein Kodierungsverfahren
dargestellt, wie es beispielsweise bei digitalem Radio DRM in Form einer 64-QAM
Multilevel-Dekodierung für den "main service"-Kanal eingesetzt werden kann.
Gezeigt ist eine Eingabe eines Eingabedatensatzes 0u der anhand vielfacher
paralleler Enkodierer, bezeichnet als Enkoder C0, Enkoder C1,
Enkoder C2 sowie einer Vielzahl von Verschränkungsverfahren (bezeichnet
mit &pgr;1, &pgr;2) enkodiert wird.
In 8 sind als Enkoder punktierte Faltungskodes
mit unterschiedlicher Koderate, beispielsweise R/4 ... 8/9 dargestellt, wie sie
in der Multi-Levelkodierung gemäß 7 eingesetzt
werden.
Exemplarisch veranschaulicht 9 wie bei
einem Multi-Stage-Dekodierer ein iterativer Diverstitätsempfang gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ausgestaltet sein kann.
Bei Verwendung höherstufiger Modulation mit 2q möglichen
Werten trägt jedes Symbol q Bits. Ein 2q-wertiger Kanal kann somit
in q binäre Kanäle 0 bis q-1 aufgeteilt werden, die nacheinander in einem
Multistage-Dekoder dekodiert werden, beginnend mit Kanal 0, denn eine „Overall
Maximum-Likelihood" Dekodierung des Signals könnte zu aufwendig sein. Aus einem
empfangenen 2q-wertigen Symbol muß zunächst die Information
für eine 0 bzw. 1 von Kanal 0 extrahiert werden. Diesen Schritt nennt man "Demapping".
Der Kanaldekoder ermittelt aus diesen Eingangsinformationen Zuverlässigkeiten
für die binären Symbole aus Kanal 0. Da die Kanäle durch die Zusammenfassung
zu 2q-wertigen Symbolen miteinander verschachtelt sind, wird nun die
Zuverlässigkeitsinformation aus Kanal 0 für das "Demapping" von Kanal
1 benutzt, dessen Dekoder wiederum Zuverlässigkeitsinformation erzeugt, die
im "Demapper" des folgenden Kanals genutzt werden kann. Somit wird für das
"Demapping" von Kanal i die Zuverlässigkeitsinformation der Kanäle 0 ...
i-1 genutzt. Nach der Dekodierung von Kanal q-1 kann der Dekodierprozess iteriert
werden, wobei für das "Demapping" von Kanal 0 nun die Zuverlässigkeitsinformationen
der Kanäle 1 ... q-1 benutzt werden, bzw. für Kanal i die Zuverlässigkeitsinformationen
der Kanäle 0 ... i-1, i+1 ... p-1.
Im Falle von 64-QAM-Konstellationen (wie in 7
dargestellt) wird die Partitionierung für Real- und Imaginärteil getrennt
als Aufteilung in 3 individuelle binäre Kanäle betrachtet, die in einem
Multistage-Dekoder nacheinander dekodiert werden, wie in 9
dargestellt. Das Dekodierergebnis des Kanals C0 wird hierbei zum "Demapping"
des Kanals C1 sowie das von C0 und C1 für
das Demapping des Kanals C2 benutzt. Und schließlich kann in einer
Iterationsschleife das Dekodierergebnis der Kanäle C1 und C2
zur Verbesserung des "Demapping" für den Kanal C0 usw. zurückgeführt
werden.
Dieser Ansatz läßt sich um einen bevorzugten erfindungsgemäßen
Empfänger erweitern, insbesondere um den bevorzugten erfindungsgemäßen
iterativ dekodierenden Diversitätsempfänger. Nach Beendigung der Multistage
Dekodierung hat man Zuverlässigkeitsinformation für alle binären
Entscheidungen, d.h. Soft-Out-Information, die innerhalb eines verschachtelten Dekoders
genutzt werden kann. Genauso kann der Multistage Dekoder zusätzlich Soft-In-Information
verarbeiten, die von einem anderen Dekoder in einem Iterationsprozess generiert
wird. Diese wird direkt den einzelnen Kanaldekodern im Multistage Dekoder übergeben.
Entsprechend ist in 9 neben dem Multistage
Dekoder 1 für den Diversitätskode des Empfangspfades 1 auch der Multistage
Dekoder 2 für den Diversitätskode des Empfangspfades 2 skizziert. Der
Begriff "Diversitätskode" wird hier gleichbedeutend mit "Empfangsdatensatz"
verwendet.
Erfindungsgemäß werden nun in einem zusätzlich iterativen
Prozess extrinsische Informationen zwischen den entsprechenden Dekodern C0,
C1 und C2 des Multistage Dekoders 1 und des Multistage Dekoders
2 ausgetauscht, um die Dekodierungen C0, C1 und C2
zu verbessern. Hierbei ist wie in den 3b,
4 und 5 ein Interleaving
in den Diversitätskodes bzw. Empfangsdatensätze der beiden Empfangspfade
durch entsprechende Interleaver und Deinterleaver zu berücksichtigen. Des Weiteren
kann vorteilhafterweise dadurch das "Demapping" sicherer werden.
Zusammengefaßt beinhaltet die Erfindung, Diversitäts-COFDM
iterativ zu dekodieren und beispielhaft für die DRM vorzusehende Multistage/multilevel-Dekodierung
durch einen Dekoder zu ersetzen, der die Diversität im Sinne von parallel verketteter
Kodes miteinbezieht.
Das Konzept der Einbeziehung von Diversität läßt sich
auf weitere Diverstitätsformen, wie Polarisations- oder Antennendiversität
ausdehnen, wobei nun ein SIMO (single input multiple output)- oder MIMO (multiple
input mutiple output)-Kanal vorliegt, für den eine entsprechende Signalverarbeitung
und iterative Dekodierung vorzusehen ist. Mittels Mehrantennensystemen
kann einerseits durch "space-time coding" (im folgenden als STC bezeichnet) Raum-
und Zeit-Diversität ausgenutzt werden, wobei sich relativ einfache En- und
Dekodierschemata für "space-time block codes" (im folgenden STMC bezeichnet)
ergeben. Andererseits ermöglicht die Betrachtung als MIMO-System bevorzugt
eine Steigerung der Systemkapazität und die für MIMO-Ansätze erforderliche
ISI-Freiheit ist durch Einbeziehen von OFDM-Systemen gewährleistet (MIMO-OFDM).
Zusätzlich bieten sich in Verbindung mit einer Kanalkodierung iterative Verfahren
an, wie beispielsweise die "minimum-mean-square-error" (im folgenden MMSE) basierte
Matrix-Entzerrung mit Zuverlässigkeitsinformation.
Ferner kann, neben dem oben ausgeführten Sender, Empfänger,
Sender-Empfängersystem und Verfahren, anhand einer Erweiterung eine weitere
Verbesserung der Multistage-Dekodierung ermöglicht werden. Falls der Kanaldekoder
nicht in der Lage war, alle Fehler zu korrigieren, enthält das Dekodierergebnis
der Multi-Stage-Kodierung Fehler. Dies bedeutet für den folgenden Kodierprozess,
daß eine zusätzliche Störgröße eingebracht wurde und nicht
mehr nur das üblicherweise angenommene Gaußrauschen vorliegt. Ein weitere
Aspekt ist das Phasenrauschen, das durch die Verwendung nicht idealer Oszillatoren,
beispielsweise PLL-Synthesizer, entsteht und große Symbolamplituden stärker
beeinflußt als kleine. Ein zusätzlicher Einfluß auf große Amplituden
übt die Interkanalinterferenz auf den COFDM-Unterträgern aus, die durch
Dopplerverschiebungen und nicht ideale Frequenzsynchronisation entstehen kann.
Obige Störgrößen führen zu einem signalabhängigen
Rauschen, das weder durch die Betrags- noch durch die euklidische Metrik bei der
Dekodierung angemessen berücksichtigt wird. Die Leistungsfähigkeit des
Dekodierprozesses verbessert sich, wenn anstelle der Metriken ein Histogramm-basierter
Ansatz für die Berechnung der Farbmetriken der Trellis-Dekoder verwendet.
Vorteilhafterweise wird erfindungsgemäß das Potential, das
sich durch Diversitätstechniken ergibt, wesentlich besser als durch die im
Stand der Technik entsprechenden Combining-Methoden ausgenutzt. Insbesondere wird
vorteilhafterweise ermöglicht, bei schmalbandigen COFDM-Systemen die Auswahlwahrscheinlichkeit
durch den Einsatz von Diversitätstechniken auch zu verringern, wenn alle Diversitätspaare
starken Störungen unterworfen sind. Darüber hinaus ermöglicht die
vorliegende Erfindung vorteilhaft die Erzielung sogenannter "Turbo-Gewinne" bei
der iterativen Dekodierung. Beides senkt die Wahrscheinlichkeit mehrsekündiger
Unterbrechungen bei DRM-Audiowidergabe.
Besonders vorteilhafterweise kann ein bereits vorliegendes Diversitätssendenetz,
sei es primär zum Ermöglichen von Combining-Empfängern oder nur zur
Abdeckung eines größeren Versorgungsgebietes, in einfacher Weise umgerüstet
und für die vorliegende Erfindung verwendet werden bzw. die vorliegende Erfindung
darin integriert werden und umgekehrt, wodurch vorteilhafterweise die Übertragungsqualität
und die Ausfallsicherheit verbessert wird. Es ist hierbei nicht notwendig, die bestehende
Spezifikation beispielsweise für DRM zu verändern und somit können
herkömmliche Empfänger weiter betrieben werden.
Bezugnehmend auf 10 wird ein beispielhaftes
System zum Implementieren der Erfindung bzw. einzelner Bestandteile der Erfindung,
wie zum Beispiel eines Kanaldekodierers und/oder einer Übersetzungseinrichtung
beschrieben. Ein beispielhaftes System umfaßt eine universelle Rechnereinrichtung
in der Form einer herkömmlichen Rechnerumgebung 220 z.B. ein "personal
computer" (PC) 220, mit einer Prozessoreinheit 222, einem Systemspeicher
224 und einem Systembus 226, welcher eine Vielzahl von Systemkomponenten,
unter anderem den Systemspeicher 224 und die Prozessoreinheit
222 verbindet. Die Prozessoreinheit 222 kann arithmetische, logische
und/oder Kontrolloperationen durchführen, indem auf den Systemspeicher
224 zugegriffen wird. Der Systemspeicher 224 kann Informationen
und/oder Instruktionen zur Verwendung in Kombination mit der Prozessoreinheit
222 speichern. Der Systemspeicher 224 kann flüchtige und
nichtflüchtige Speicher, beispielsweise "random access memory" (RAM)
228 und "Nur-Lesespeicher" (ROM) 230 beinhalten. Ein Grund-Eingabe-Ausgabe-Sytem
(BIOS), das die grundlegenden Routinen enthält, welche helfen, Informationen
zwischen den Elementen innerhalb des PCs 220, beispielsweise während
des Hochfahrens, zu transferieren, kann in dem ROM 230 gespeichert sein.
Der Systembus 226 kann eine von vielen Busstrukturen sein, unter anderem
ein Speicherbus oder ein Speichercontroller, ein peripherer Bus und ein lokaler
Bus, welcher eine bestimmte Busarchitektur aus einer Vielzahl von Busarchitekturen
verwendet.
Der PC 220 kann weiterhin ein Festplattenlaufwerk
232 zum Lesen oder Schreiben einer Festplatte (nicht gezeigt) aufweisen
und ein externes Disklaufwerk 234 zum Lesen oder Schreiben einer entfernbaren
Disk 236 bzw. eines entfernbaren Datenträgers. Die entfernbare Disk
kann eine magnetische Disk bzw. eine magnetische Diskette für ein magnetisches
Disklaufwerk bzw. Diskettenlaufwerk oder eine optische Diskette wie z.B. eine CD-ROM
für ein optisches Disklaufwerk sein. Das Festplattenlaufwerk 232 und
das externe Disklaufwerk 234 sind jeweils mit dem Systembus 226
über eine Festplattenlaufwerkschnittstelle 238 und eine externe Disklaufwerkschnittstelle
240 verbunden. Die Laufwerke und die zugeordneten computerlesbaren Medien
stellen einen nichtflüchtigen Speicher computerlesbarer Instruktionen, Datenstrukturen,
Programm-Modulen und anderer Daten für den PC 220 zur Verfügung.
Die Datenstrukturen können die relevanten Daten zum Implementieren eines wie
oben beschriebenen Verfahrens aufweisen. Obwohl die beispielshaft beschriebene Umgebung
eine Festplatte (nicht gezeigt) und eine externe Disk 242 verwendet, ist
für den Fachmann offensichtlich, daß andere Typen computerlesbarer Medien,
welche computerzugreifbare Daten speichern können, in der beispielhaften Arbeitsumgebung
verwendet werden können, wie z.B. magnetische Kassetten, Flash-Memory Karten,
digitale Videodisketten, Random-Access-Speicher, Nur-Lesespeicher, usw..
Eine Vielzahl von Programm-Modulen, insbesondere ein Betriebssystem
(nicht gezeigt) ein oder mehrere Applikationsprogramme 244, oder Programm-Module
(nicht gezeigt) und Programmdaten 246, können auf der Festplatte,
der externen Disk 242, dem ROM 230 oder dem RAM 228 gespeichert
werden. Die Applikationsprogramme können zumindest einen Teil der Funktionalität,
wie in 10 gezeigt, umfassen.
Ein Benutzer kann Kommandos und Information, wie oben beschrieben,
in den PC 220 anhand von Eingabevorrichtungen, wie z.B. einer Tastatur
bzw. eines Keyboards 248 und einer Computermaus 250 eingeben.
Andere Eingabevorrichtungen (nicht gezeigt) können ein Mikrofon und/andere
Sensoren, einen Joystick, ein Spielpolster bzw. -kissen, einen Scanner oder ähnliches
umfassen. Diese oder andere Eingabevorrichtungen können mit der Prozessoreinheit
222 anhand einer seriellen Schnittstelle 252 verbunden sein, welche
mit dem System 226 gekoppelt ist, oder können anhand anderer Schnittstellen,
wie z.B. einer parallelen Schnittstelle 254, eines Spieleports oder eines
universellen seriellen Busses (USB) verbunden sein. Weiterhin kann Information mit
einem Drucker 256 gedruckt werden. Der Drucker 256 und andere
parallele Eingabe/Ausgabevorrichtungen können mit der Prozessoreinheit
222 durch die parallele Schnittstelle 254 verbunden sein. Ein
Monitor 258 oder andere Arten von Anzeigevorrichtung(en) ist/sind mit dem
Systembus 226 mittels einer Schnittstelle, wie z.B. eines Videoeingang/-ausgangs
260 verbunden. Zusätzlich zu dem Monitor kann die Rechnerumgebung
220 andere periphere Ausgabevorrichtungen (nicht gezeigt) wie z.B. Lautsprecher
oder akustische Ausgänge umfassen.
Die Rechnerumgebung 220 kann mit anderen elektronischen Vorrichtungen
z.B. einem Computer, einem Schnurtelefon, einem schnurlosen Telefon, einem persönlichen
digitalen Assistenten (PDA), einem Fernseher oder ähnlichem kommunizieren.
Um zu kommunizieren, kann die Rechnerumgebung 220 in einer vernetzten Umgebung
arbeiten, wobei Verbindungen zu einem oder mehreren elektronischen Vorrichtungen
verwendet werden. 10 stellt die mit einem "remote computer"
bzw. entfernten Computer 262 vernetzte Rechnerumgebung dar. Der entfernte
Computer 262 kann eine andere Rechnerumgebung, wie z.B. ein Server, ein
Router, ein Netzwerk-PC, eine gleichwertige bzw. "peer" Vorrichtung oder andere
gewöhnliche Netzwerkknoten sein und kann viele oder alle der hinsichtlich der
Rechnerumgebung 220 oben beschriebenen Elemente umfassen. Die logischen
Verbindungen, wie sie in 10 dargestellt sind, umfassen
ein "local area network" (LAN) 264 und ein "wide are network" (WAN)
266. Solche Netzwerkumgebungen sind alltäglich in Büros, firmenweiten
Computernetzwerken, Intranetzen und dem Internet.
Wenn eine Rechnerumgebung 220 in einer LAN-Netzwerkumgebung
verwendet wird, kann die Rechnerumgebung 220 mit dem LAN 264 durch
einen Netzwerkeingang/-ausgang 268 verbunden sein. Wenn die Rechnerumgebung
220 in einer WAN-Netzwerkumgebung verwendet wird, kann die Rechnerumgebung
220 ein Modem 270 oder andere Mittel zum Herstellen einer Kommunikation
über das WAN 266 umfassen. Das Modem 270, welches intern
und extern bezüglich der Rechnerumgebung 220 sein kann, ist mit dem
Systembus 226 mittels der seriellen Schnittstelle 252 verbunden.
In der Netzwerkumgebung können Programm-Module, welche relativ zu der Rechnerumgebung
220 dargestellt sind, oder Abschnitte davon in einer entfernten Speichereinrichtung
gespeichert sein, welche an oder von einem entfernten Computer 262 zugreifbar
bzw. systemeigen sind. Weiterhin können andere Daten, welche für das oben
beschriebene Verfahren bzw. System relevant sind, auf oder von dem entfernten Computer
262 zugreifbar vorliegen.
- 10
- Diversitätssender
- 12
- erster Kanal
- 14
- zweiter Kanal
- 16
- Datensatz
- 18
- Übersetzungseinrichtung
- 20
- Datenbearbeitungseinrichtung
- 22
- Datensendeeinrichtung
- 24
- Zwischendatensatz
- 26
- Ausgabedatensatz
- 28
- erste Antenne
- 30
- zweite Antenne
- 32
- Empfänger
- 34
- Datenempfangseinrichtung
- 36
- Datenempfangseinrichtung
- 38
- Kombiniereinrichtung
- 40
- Empfangsdatensatz
- 42
- Kanaldekodierer
- 44
- Übersetzungseinrichtung
- 46
- Ausgabedatensatz
- 48
- Kanaldekodierer
- 50
- Kanaldekodierer
- 52
- Übersetzungseinrichtung
- 54
- Ausgabedatensatz
- 56
- Eingabedatensatz
- 58
- Ausgabedatensatz
- 60
- Übersetzungseinrichtung
- 110
- Diversitätssender
- 112
- erster Kanal
- 114
- zweiter Kanal
- 116
- Ursprungsdatensatz
- 118a
- erste Übersetzungseinrichtung
- 118b
- zweite Übersetzungseinrichtung
- 120
- Datenbearbeitungseinrichtung
- 120a
- erste Datenbearbeitungseinrichtung
- 120b
- zweite Datenbearbeitungseinrichtung
- 122a
- erste Datensendeeinrichtung
- 122b
- zweite Datensendeeinrichtung
- 124a
- erster Zwischendatensatz
- 124b
- zweiter Zwischendatensatz
- 126a
- erster Sendedatensatz
- 126b
- zweiter Sendedatensatz
- 128
- erste Antenne
- 130
- zweite Antenne
- 132
- Empfänger
- 134
- Datenempfangseinrichtung
- 136
- Datenempfangseinrichtung
- 140a
- erster Empfangsdatensatz
- 140b
- zweiter Empfangsdatensatz
- 142
- Kanaldekodierer
- 142a
- erster Kanaldekodierer
- 142b
- zweiter Kanaldekodierer
- 143
- Ausgabedatensatz
- 143a
- erster Ausgabedatensatz
- 143b
- zweiter Ausgabedatensatz
- 144a
- erste Übersetzungseinrichtung
- 144b
- zweite Übersetzungseinrichtung
- 145
- Entzerrer/Demodulator
- 146
- Ausgabedatensatz
- 148a
- erste Ausgabeauthentizität
- 148b
- zweite Ausgabeauthentizität
- 150a
- erste Eingabeauthentizität
- 150b
- zweite Eingabeauthentizität
- 152
- Ausgabeeinrichtung
- 220
- Rechnerumgebung
- 222
- Prozessoreinheit
- 224
- Systemspeicher
- 226
- Systembus
- 228
- random access memory (RAM)
- 230
- Nur-Lesespeicher (ROM)
- 232
- Festplattenlaufwerk
- 234
- Disklaufwerk
- 236
- entfernbare Disk
- 238
- Festplattenlaufwerkschnittstelle
- 240
- Disklaufwerkschnittstelle
- 242
- externe Disk
- 244
- Applikationsprogramm
- 246
- Programmdaten
- 248
- Tastatur
- 250
- Computermaus
- 252
- serielle Schnittstelle
- 254
- parallele Schnittstelle
- 256
- Drucker
- 258
- Monitor
- 260
- Videoeingang/-ausgang
- 262
- entfernter Computer
- 264
- "local area network" (LAN)
- 266
- "wide area network" (WAN)
- 268
- Netzwerkeingang/-ausgang