Die Erfindung betrifft eine Wärmeübertragungseinheit für
eine Verbrennungskraftmaschine, insbesondere zur Kühlung von Abgasen, mit einem
Gehäuse, in dem ein von einem zu kühlenden Gas durchströmter Kanal
und ein von einem Kühlfluid durchströmter Kanal ausgebildet sind, welche
durch eine oder mehrere Trennwände voneinander getrennt sind, wobei am Gehäuse
ein erster Einlass und ein erster Auslass für das zu kühlende Gas sowie
ein zweiter Einlass und ein zweiter Auslass für das Kühlfluid ausgebildet
sind.
Wärmeübertragungseinheiten für Verbrennungskraftmaschinen
sind allgemein bekannt und werden in einer Vielzahl von Anmeldungen beschrieben.
Sie dienen beispielsweise zur Kühlung der Ladeluft einer Verbrennungskraftmaschine
oder auch zur Kühlung von Öl oder Abgas. So sind verschiedene Bauformen
derartiger Wärmeübertragungseinheiten beschrieben worden. Zu nennen sind
hier beispielsweise Plattenwärmetauscher oder Rohrbündelwärmetauscher.
Als Kühlfluid dient dabei zumeist die Kühlflüssigkeit der Verbrennungskraftmaschine.
In letzter Zeit wurden insbesondere zur Abgaskühlung auch mehrteilige Wärmeübertragungseinheiten
aus Aluminiumdruckguss bekannt, wodurch die Abgaskühler in ihrem Aufbau sehr
einfach und kostengünstig herstellbar sind.
So wird in der DE 20 2004
003 131 U1 ein U-förmig durchströmter Abgaswärmetauscher
aus Aluminiumdruckguss beschrieben, der einen vom Kühlmittel durchströmten
Mantel zur Kühlung der Abgase aufweist. Der vom Kühlmittelmantel umströmte
Abgaskanal wird U-förmig durchströmt, d. h., dass sich Ein- und Auslass
an der gleichen Stirnseite des Kühlers befinden. Im- Abgas -führenden
Kanal ist hierzu eine Trennwand angeordnet.
Des Weiteren ist es beispielsweise aus der DE
103 21 533 A1 bekannt, in den Abgaskanal derartiger Druckgusswärmetauscher
Rippen hineinragen zu lassen um den Wärmeübergang zu verbessern. Diese
können sich sowohl entlang der Hauptströmungsrichtung über die gesamte
durchströmte Länge oder in Form von kurzen unterbrochenen und versetzt
zueinander angeordneten Rippen in den Kanal erstrecken.
Diese bekannten Wärmeübertragungseinheiten weisen jedoch
den Nachteil auf, dass die Kühlleistungen für den vorhandenen Bauraum
zum Teil nicht ausreichend sind und insbesondere durch den Einbau der Rippen im
Kanal ein relativ hoher Druckverlust entsteht.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung eine Wärmeübertragungseinheit
bereit zu stellen, mit der die Kühlleistung weiter gesteigert werden kann,
wobei die auftretenden Druckverluste verringert werden sollen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der durchströmte
Querschnitt des vom zu kühlenden Gas durchströmten Kanals im Bereich des
ersten Einlasses größer ist als im Bereich des ersten Auslasses. Insbesondere
bei kleinen auftretenden Temperaturgradienten, wie sie im Bereich des Auslasses
in üblich aufgebauten Wärmetauschereinheiten auftreten, verschlechtert
sich der Wärmeübergang oder der Eintrittsquerschnitt ist so klein, dass
ein extrem hoher Druckverlust auftritt. Durch den beanspruchten Wärmetauscher
liegt im Bereich des Auslasses eine höhere Strömungsgeschwindigkeit vor
als bei bekannten Wärmetauschern, was zu einem verbesserten Wärmeübergang
im Auslassbereich führt. Diese höhere Geschwindigkeit verringert auch
die Dicke der isolierend wirkenden Grenzschicht, was ebenfalls eine Verbesserung
des Wärmeübergangs bewirkt. Der Druckverlust im Eingangsbereich wird reduziert.
Vorzugsweise verändert sich der durchströmte Querschnitt
des vom zu kühlenden Gas durchströmten Kanals in Hauptströmungsrichtung
vom ersten Einlass zum ersten Auslass durch Konturierung begrenzender Seitenwände
abschnittsweise. Auf diese Weise wird es möglich, die Kühlleistung in
jedem Abschnitt des Wärmetauschers entsprechend des vorliegenden Temperaturgradienten
und der vorliegenden Strömungsgeschwindigkeit anzupassen. Die Festlegung des
optimalen Querschnitts kann beispielsweise durch Versuche stattfinden, bei denen
der Wärmeübergang für jeden Abschnitt bei vorliegenden Bedingungen
berechnet und gemessen wird.
So hat es sich ergeben, dass eine vorteilhafte Ausgestaltung bereits
entsteht, indem sich der durchströmte Querschnitt des vom zu kühlenden
Gas durchströmten Kanals in Hauptströmungsrichtung vom ersten Einlass
bis zum ersten Auslass mit sinkender Temperatur des zu kühlenden Gases im Wesentlichen
stetig verringert. Im Vergleich zu bekannten Wärmeübertragungseinheiten
mit konstantem durchströmten Querschnitt wird hierdurch eine Verringerung der
Strömungsgeschwindigkeit im gesamten Verlauf der Durchströmung durch die
Verringerung der Temperatur und somit der Dichte des Gases verhindert. Insbesondere
für kleinere Temperaturgradienten also im Bereich des Auslasses wird zwischen
dem Kühlfluid und dem zu kühlenden Gas durch die höhere erreichte
Strömungsgeschwindigkeit der Wärmeübergang und somit die Kühlleistung
der Wärmeübertragungseinheit deutlich verbessert. Gleichzeitig wird die
Strömungsgeschwindigkeit durch einen gegebenenfalls größeren Eintrittsquerschnitt
am Einlass herabgesetzt und somit der Druckverlust am Einlass verringert.
In einer bevorzugten Ausführungsform verringert sich der durchströmte
Querschnitt des vom zu kühlenden Gas durchströmten Kanals in Hauptströmungsrichtung
derart, dass sich eine im Wesentlichen konstante Strömungsgeschwindigkeit des
zu kühlenden Gases einstellt. Hierbei findet eine Optimierung zwischen dem
bei steigender Geschwindigkeit steigenden Druckverlust und der Verbesserung der
Kühlleistung bei steigender Strömungsgeschwindigkeit statt, wobei die
höchste Strömungsgeschwindigkeit am Einlass und somit der höchste
auftretende Druckverlust jedoch bei gleicher Baugröße verringert werden
kann. Der Druckverlust steigt somit nur noch in Hauptströmungsrichtung in dem
Maße, in dem die Dichte des Gases abnimmt und sich der Verlustbeiwert aufgrund
sich ändernder Geometrie verändert. Es wird jedoch eine Unabhängigkeit
von der sich quadratisch auf den Druckverlust auswirkenden Strömungsgeschwindigkeit
erreicht.
In einer bevorzugten Ausführungsform verringert sich in Hauptströmungsrichtung
der Abstand zwischen den begrenzenden Seitenwänden des vom zu kühlenden
Gas durchströmten Kanals. Es wird somit eine einfach herzustellende Bauform
beibehalten und das Ziel der Steigerung der Kühlleistung bei optimiertem Druckverlust
auf einfache Art und Weise erreicht.
In einer hierzu weiter führenden Ausführungsform ist der
vom zu kühlenden Gas durchströmte Kanal U-förmig ausgebildet und
durchströmt, wobei zur Verringerung des Querschnitts in Hauptströmungsrichtung
eine den hin- vom zurückströmenden Gasstrom trennende Mittelwand relativ
zu den Trennwänden schräg angeordnet ist. Durch eine derartige Ausführungsform
wird ein Kühler geschaffen, der einen geringen Platzbedarf aufweist, wobei
die äußere Bauform im wesentlichen weiterhin aus geraden Wänden besteht,
was den Einbau in einer Verbrennungskraftmaschine bei geringem vorhandenen Platzbedarf
erleichtert.
In einer alternativen oder weiterführenden Ausführungsform
verringert sich in Hauptströmungsrichtung der Abstand zwischen in den vom zu
kühlenden Gas durchströmten Kanal ragenden Rippen. Bei einer derartigen
Ausführungsform können entweder zusätzlich zu einer schrägen
Seitenwand die Rippen derart angeordnet werden, dass sich der Querschnitt zusätzlich
verengt oder aber die gesamte Querschnittsverengung wird durch die Rippen hergestellt.
In beiden Fällen wird bei optimiertem Druckverlust eine Kühlleistungssteigerung
im Vergleich zu bekannten Ausführungen erreicht.
In einer besonderen Ausführungsform erfolgt die Verringerung
des Abstandes zwischen den Rippen durch Verbreiterung der Rippen in Hauptströmungsrichtung.
Mit einer derartigen Ausführungsform ist auf relativ einfache Weise durch entsprechende
Berechnung die notwendige Breite zur Konstanthaltung der Strömungsgeschwindigkeit
zu errechnen und in entsprechende Formen für den Druckguss zu übertragen.
In einer hierzu alternativen Ausführungsform erfolgt die Verringerung
des Abstandes zwischen den Rippen durch Erhöhung der Anzahl der Rippen in Hauptströmungsrichtung.
Mit einer derartigen Ausführung ist es wiederum möglich über den
gesamten Strömungsweg eine optimierte Kühlrippenform zu verwenden um den
Wärmeübergang weiter zu optimieren und den Druckverlust herabzusetzen.
Mit all diesen Ausführungen ist eine Steigerung der Kühlleistung
für Wärmeübertragungseinheiten erreichbar, wobei Druckverlustmaxima
verringert werden können und somit der insgesamt auftretende Druckverlust im
Verhältnis zur Kühlleistung optimiert werden kann. Der Aufbau und die
Herstellung bleiben einfach und kostengünstig.
Ein Ausführungsbeispiel ist schematisch in der Figur dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben.
Die Figur zeigt eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen
Wärmeübertragungseinheit in geschnittener Darstellung.
Die in der Figur dargestellte Wärmeübertragungseinheit,
welche insbesondere zur Kühlung von Abgasen einer Verbrennungskraftmaschine
dient, besteht aus einem Gehäuse 1, in dem ein von einem zu kühlenden
Gas durchströmter Kanal 2 sowie ein von einem Kühlfluid durchströmter
Kanal 3 angeordnet sind. Das Gehäuse 1 besteht aus einer
ein- oder mehrteiligen Innenschale 4, sowie einer die Innenschale
4 umgebenden Außenschale 5, welche im Wesentlichen beabstandet
von der Innenschale 4 angeordnet ist.
Der vom Kühlfluid durchströmte Kanal 3 ist in vorliegendem
Ausführungsbeispiel zwischen der Innenschale 4 und der Außenschale
5 angeordnet, während der vom zu kühlenden Gas durchströmte
Kanal 2 durch die Innenschale 4 begrenzt wird. Somit bildet die
Innenschale 4 eine Trennwand 6 zwischen den beiden in Wärmeaustausch
stehenden Fluiden.
Die Innenschale 4 ist einseitig offen ausgebildet und weist
an ihrer offenen Stirnseite einen ersten Einlass 7 sowie einen daneben
angeordneten ersten Auslass 8 auf, welche durch eine Mittelwand
9, die sich vom ersten Einlass 7 bis zu einem Umkehrbereich
10 der Wärmeübertragungseinheit erstreckt, voneinander getrennt
sind. Im Umkehrbereich 10 endet die Mittelwand 9 in einem Abstand
zur zum Einlass 7 und dem Auslass 8 entgegengesetzten Stirnseite
der Wärmeübertragungseinheit, der in etwa dem Abstand zwischen der Mittelwand
9 und der Trennwand 6 am Einlass 7 bzw. am Auslass
8 entspricht. Entsprechend wird das im Kanal 2 strömende
Gas in diesem Bereich U-förmig umgelenkt und strömt vom Einlass
7 über den Umkehrbereich 10 zum neben dem Einlass
7 angeordneten Auslass 8.
Im Einlass- bzw. Auslassbereich weist die Innenschale 4 zusätzlich
eine flanschförmige Erweiterung 11 auf, über die die Außenschale
5 an der Innenschale 4 beispielsweise durch Rührreibschweißen
befestigt werden kann. Gleichzeitig dient diese flanschförmige Erweiterung
zum Verschluss des vom Kühlfluid durchströmten Kanals 3.
Die Außenschale 5 weist einen zweiten Einlass
12 sowie einen zweiten Auslass 13 auf, welche in vorliegendem
Ausführungsbeispiel im Bereich der Stirnseiten der Wärmeübertragungseinheit,
jedoch seitlich an der Außenschale angeordnet sind. An der Innenschale
4 sind zusätzlich Stege 14 angeordnet, die für eine
Zwangsführung des Kühlfluids sorgen, so dass das Kühlfluid nicht
unmittelbar vom Einlass 12 zum Auslass 13 strömen kann, sondern
sicher gestellt wird, dass der gesamte vom Kühlfluid durchströmte Kanal
3 kontinuierlich mit neuem Kühlmittel versorgt wird und Todwassergebiete
vermieden werden. Eine derartige Zwangsführung durch die Stege 14
kann beispielsweise schraubenförmig oder mäanderförmig erfolgen.
Von den Trennwänden 6 der Innenschale 4 ragen
Rippen 15 in den vom zu kühlenden Gas durchströmten Kanal
2, wodurch der Wärmeübergang zwischen den beiden Fluiden deutlich
verbessert wird und gleichzeitig bei entsprechender Formgebung und durch den Einsatz
der Wärmeübertragungseinheit als Abgaskühler eine Verrußung
bzw. Versottung vermieden werden kann. Diese Rippen 15 sind auch in Form
von Ausbuchtungen 16 an der Mittelwand 9 bzw. den Trennwänden
6 weitergeführt, so dass auch bei versetzt in Reihen hintereinander
angeordneten Rippen die durchströmten Querschnitte im Bereich einer Rippenreihe
weitestgehend konstant gehalten werden können, ohne die Rippenform verändern
zu müssen.
Die Trennwand 6 sowie die Mittelwand 9 bilden somit
den Gas durchströmten Kanal 2 begrenzende Seitenwände, welche
erfindungsgemäß so zueinander angeordnet sind, dass sich der durchströmbare
Querschnitt zwischen den Seitenwänden 6, 9vom Einlass
7 zum Auslass 8 verringert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird diese Querschnittsverengung dadurch erreicht, dass die Mittelwand
9 im Bereich des Einlasses 7 einen größeren Abstand
zur Trennwand 6 aufweist als im Bereich des Auslasses 8. Die Mittelwand
9 ist somit im Verhältnis zu den Trennwänden 6 über
ihre gesamte Länge leicht schräg in der Wärmeübertragungseinheit
angeordnet beziehungsweise in einem kleinen Winkel zu den Trennwänden angestellt
angeordnet. Hierdurch wird eine kontinuierliche Verengung des durchströmten
Querschnitts in Hauptströmungsrichtung erreicht, obwohl mit Ausnahme des Umkehrbereichs
10 die Trennwände 6 weitestgehend parallel zueinander angeordnet
sein können. Selbstverständlich wird der Abstand zwischen dem Ende der
Mittelwand 9 und der den Umkehrbereich begrenzenden Trennwand
6 derart gewählt, dass keine Querschnittssprünge auftreten sondern
die kontinuierliche Verengung in diesem Bereich weitergeführt wird. Entsprechend
beträgt dieser Abstand in vorliegender Ausführung dem Mittelwert der jeweiligen
Abstände zwischen Mittelwand 9 und Trennwand 6.
Des weiteren ist zu erkennen, dass die Anzahl der vorhandenen Rippen
15 im Kanal in jedem Abschnitt etwa gleich bleibt, so dass in vorliegendem
Ausführungsbeispiel in jedem Querschnitt fünf Rippen angeordnet sind,
wobei zu beachten ist, dass die Rippen 15 im Bereich des Einlasses
7 durch den größeren zur Verfügung stehenden Querschnitt
deutlich größeren Abstand voneinander haben als die Rippen 15
im Bereich des Auslasses 8.
Selbstverständlich wäre es auch denkbar, statt einer Schrägstellung
der Trennwand die Anzahl der Rippen zum Auslass 8 hin zu erhöhen.
Die Schrägstellung der Mittelwand 9 erfolgt zur Aufrechterhaltung
einer konstanten Strömungsgeschwindigkeit oder einer für den lokalen Temperaturbereich
optimierten Strömungsgeschwindigkeit in der Wärmeübertragungseinheit
bzw. im vom zu kühlenden Gas durchströmten Kanal 2.
Bei Wärmeübertragungseinheiten bekannter Bauart, also mit
konstantem durchströmten Querschnitt, besteht eine hohe Eintrittstemperatur
sowie eine hohe Strömungsgeschwindigkeit und somit ein hoher Druckverlust am
Einlass des Kanals. Am Auslass ist bei diesen Kühlern die Strömungsgeschwindigkeit
als auch der Druckverlust aufgrund der höheren Dichte des Gases wegen seiner
abnehmenden Temperatur im Kühler deutlich geringer. Hier entstehen jedoch Probleme
bezüglich des Wärmeübergangs aufgrund des geringen vorhandenen Temperaturgradienten
zwischen dem zu kühlenden Gas und dem Kühlfluid.
Bei der erfindungsgemäßen Wärmeübertragungseinheit
wird zur Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit am Einlass 7 der
Querschnitt in diesem Bereich erweitert, so dass die Strömungsgeschwindigkeit
und somit der quadratisch zur Strömungsgeschwindigkeit wachsende Druckverlust
herabgesetzt werden. Über den gesamten Strömungsweg betrachtet kann hierdurch
eine Herabsetzung des Gesamtdruckverlustes erreicht werden. Durch
die schräge Anordnung der Mittelwand 9 oder durch Vorsehen einer größeren
Anzahl an Rippen 15 zum Auslass 8 hin wird nun die Strömungsgeschwindigkeit
konstant gehalten, indem der Querschnitt entsprechend der Kontinuitätsgleichung
mit sinkender Temperatur und somit gemäß idealem Gasgesetz steigender
Dichte verringert wird. Es besteht somit eine lineare Abhängigkeit zwischen
der Dichte und dem gewählten Querschnitt.
Des Weiteren wurde gefunden, dass der Wärmeübergang durch
die Dicke der lokalen Grenzschicht beeinflusst wird und ein starker Einfluss über
den lokalen Temperaturgradienten zwischen dem zu kühlenden Gas und dem Kühlfluid
besteht. Insbesondere bei kleinen auftretenden Temperaturgradienten, wie sie insbesondere
im Bereich des Auslasses in üblich aufgebauten Wärmetauschereinheiten
auftreten, sinkt daher der Wärmeübergang deutlich. So ergeben sich jedoch
für die erfindungsgemäße Wärmetauschereinheit die Vorteile,
dass die im Bereich des Auslasses 8 die lokale Strömungsgeschwindigkeit
durch den geringeren Querschnitt angehoben wird, wodurch Wärmeübergang
und Kühlleistung verbessert werden. Diese höhere Geschwindigkeit verringert
auch die Dicke der isolierend wirkenden Grenzschicht, was ebenfalls eine Verbesserung
des Wärmeübergangs bewirkt.
Es wird somit deutlich, dass je nach Schrägstellung der Mittelwand
9 im Kanal 2 die Strömungsgeschwindigkeit eingestellt und
somit die Kühlleistung deutlich angehoben werden kann. Gleichzeitig kann der
maximal im Wärmetauscher auftretende Druckverlust deutlich reduziert werden,
da die Maximalströmungsgeschwindigkeit herabgesetzt wird, mit der der Druckverlust
quadratisch ansteigt.
Es sollte deutlich sein, dass die Erfindung nicht auf die vorbeschriebene
Ausführungsform beschränkt ist, sondern Änderungen bezüglich
der Ausführung der Wärmeübertragungseinheit, beispielsweise bezüglich
der Anordnungen des Kühlfluid durchströmten Kanals 3 oder der
Herstellung der Wärmeübertragungseinheit, denkbar sind. So könnte
beispielsweise der Kühlfluid durchströmte Kanal 3 vom Gas führenden
Kanal 2 umgeben sein oder aber der Wärmetauscher als Platten- oder
Rohrbündelwärmetauscher ausgeführt sein.
Auch ein von einer Stirnseite zur gegenüberliegenden Stirnseite
durchströmter Wärmetauscher ohne Umlenkung ist ausführbar, so dass
die Anordnung der Ein- und Auslässe weitestgehend frei wählbar ist.
Ebenfalls denkbar ist eine Konturierung der Mittelwand oder der Außenwände
zur Einstellung einer gewünschten Strömungsgeschwindigkeit zur abschnittsweisen
Optimierung des Wärmeübergangs, wobei nicht gezwungenermaßen eine
stetige Querschnittsverkleinerung vorliegen muss.