Die vorliegende Erfindung betrifft ein piezoelektrisches Mehrschichtbauelement,
insbesondere einen Vielschichtaktor oder einen Biegewandler, sowie ein Verfahren
zu dessen Herstellung.
Piezoelektrische Mehrschichtbauelemente oder Multilayerbauelemente,
wie beispielsweise Vielschichtaktoren oder Biegewandler, zeigen während des
Betriebs bei hoher Luftfeuchtigkeit eine geringere Lebensdauer verglichen mit dem
Betrieb bei durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit in europäischen Breiten. Bevorstehendes
Versagen oder das Versagen selbst des Mehrschichtbauelements ist an zunehmenden
Leckströmen oder elektrischen Überschlägen erkennbar.
Ein Beispiel für den inneren Aufbau eines Biegeelements ist schematisch
in 1 dargestellt. Diese Biegeelemente bestehen aus
zumindest einer piezoelektrischen Keramikschicht 10 und einer so genannten
vergrabenen Innenelektrode 30. Die Innenelektrode 30 erstreckt
sich nicht über die gesamte Oberfläche 20 der piezoelektrischen
Schicht 10, so dass sie umfänglich fast überall vom Rand der
piezoelektrischen Schicht 10 beabstandet ist. Ein Bereich 32 der
Innenelektrode 30 verläuft bis an den Rand der piezoelektrischen Schicht
10, um die Elektrode 30 von außen elektrisch kontaktieren
zu können.
Aufgrund eines im Bereich der Innenelektrode 30 wirkenden
elektrischen Feldes ist die piezoelektrische Schicht 10 in diesem Bereich
piezoelektrisch aktiv. Im Gegensatz dazu ist die piezoelektrische Schicht
10 in ihrem Randbereich, wo keine Innenelektrode 30 vorhanden
ist, piezoelektrisch inaktiv. Man unterscheidet daher einen piezoelektrisch aktiven
Bereich 70 und einen piezoelektrisch inaktiven Bereich 80 (vgl.
1). Die oben genannten Leckströme LS treten gerade
an den Ecken und Kanten der vergrabenen Innenelektrode 30 auf, wie es in
1 angedeutet ist. Dies ist der Übergangsbereich
zwischen dem piezoelektrisch aktiven Bereich 70 und dem piezoelektrisch
inaktiven Bereich 80.
Im oben genannten Übergangsbereich kommt es auf der Seite des
inaktiven Bereichs 80 zu Zugspannungen in Stapelrichtung, das heißt
senkrecht zur Fläche der Innenelektrode 30, bedingt durch die piezoelektrische
Dehnung des angrenzenden aktiven Bereichs 70. Auf der Seite des aktiven
Bereichs 70 kommt es wiederum zu lateralen Zugspannungen. Diese entstehen
einerseits beim Abkühlen des Biegewandlers nach der Sinterung aufgrund der
unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten des Materials der piezoelektrischen Keramikschicht
10 und der metallischen Innenelektrode 30. Andererseits entstehen
diese lateralen Zugspannungen durch die laterale Verkürzung des piezoelektrisch
aktiven Bereichs 70, die auch als Quereffekt bezeichnet wird, während
des Betriebs des Biegewandlers. Die genannten Zugkräfte führen zu Mikrorissen
und Mikrorissnetzwerken bis hin zur äußeren Oberfläche des inaktiven
Bereichs 80 und der piezoelektrischen Schicht 10. In Folge des
Eindringens von Luftfeuchtigkeit in die Mikrorisse und Mikrorissnetzwerke wird die
Bildung von Leckstrompfaden unterstützt, die zum Versagen des Mehrschichtbauelements
führen.
Um dem oben beschriebenen Versagen der Mehrschichtbauelemente entgegen
zu wirken, werden diese isoliert. Die Isolierschicht muss einen hohen Isolationswiderstand,
eine geringe Wasserdurchlässigkeit und eine hohe Dauerfestigkeit während
des Betriebs des Mehrschichtbauelements aufweisen. Bei freiliegenden Innenelektroden,
das heißt bei Innenelektroden, die bis an den äußeren Rand der piezoelektrischen
Schicht reichen, werden verschiedene Materialien, wie beispielsweise Parlene, Wachse,
Lacke, eingesetzt. Eine weitere Art der Isolation der Innenelektroden besteht in
dem oben beschriebenen „Vergraben" der Innenelektroden 30. Aber
auch bei dieser Anordnung kommt es zu Ausfällen bei einer relativen Luftfeuchtigkeit
> 50%.
Daher müssen die Mehrschichtbauelemente in Einzeltests auf ihre
Tauglichkeit überprüft werden.
Im Stand der Technik gibt es verschiedene Ansätze, die Bildung
von Mikrorissen zu reduzieren. Eine Möglichkeit besteht darin, Elektrodenpasten
mit gleichem Ausdehnungskoeffizient wie die piezoelektrische Keramik, beispielsweise
Metallpaste mit Keramik- oder Glasanteil, einzusetzen. Ein Nachteil dieses Verfahrens
ist die geringe Stromtragfähigkeit der Innenelektrode und/oder eine Reduzierung
der piezoelektrischen Kennwerte. Eine weitere Möglichkeit besteht im Bedrucken
des Isolationsbereichs oder inaktiven Bereichs mit nicht leitenden Pasten. Diese
nicht leitenden Pasten müssen einen angepassten Ausdehnungskoeffizienten besitzen,
der die Zugspannungen bei der Bauelementherstellung reduziert. Der Nachteil dieser
Möglichkeit besteht darin, dass die piezoelektrische Keramikschicht sowohl
mit der Innenelektrode als auch mit der nicht leitenden Paste bedruckt werden muss.
Diese zwei Bedruckungsvorgänge stellen einen erhöhten Verfahrensaufwand
dar und müssen zudem genau aufeinander abgestimmt sein.
Es ist daher das Problem der vorliegenden Erfindung, ein Mehrschichtbauelement
und ein Verfahren zu seiner Herstellung bereitzustellen, mit dem die Nachteile aus
dem Stand der Technik überwunden werden können.
Die obige Aufgabe wird durch ein piezoelektrisches Mehrschichtbauelement
gemäß Anspruch 1 und durch ein Verfahren zu seiner Herstellung
gemäß Anspruch 6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen
der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung, den Zeichnungen
und den anhängenden Ansprüchen hervor.
Das piezoelektrische Mehrschichtbauelement ist vorzugsweise ein Biegewandler
oder ein Vielschichtaktor. Es umfasst die folgenden Merkmale: mindestens eine piezoelektrische
Schicht mit einer Oberseite und einer Unterseite, jeweils eine Elektrodenfläche
auf der Oberseite und der Unterseite der piezoelektrischen Schicht, die sich gegenüberliegend
angeordnet sind, während mindestens eine der Elektrodenflächen eine geschlossene
Innenfläche und eine durchbrochene, die Innenfläche zumindest teilweise
umgebende Randfläche umfasst, so dass ein Übergangsbereich zwischen einem
piezoelektrisch aktiven und einem piezoelektrisch inaktiven Bereich in der piezoelektrischen
Schicht einstellbar ist.
Im Gegensatz zu bekannten piezoelektrischen Mehrschichtbauelementen
mit vergrabenen Innenelektroden (s. oben) offenbart die vorliegende Erfindung die
Gestaltung einer Innenelektrode, die im Vergleich zum Stand der Technik einen weniger
abrupten Übergang zwischen dem piezoelektrisch aktiven und dem piezoelektrisch
inaktiven Bereich des Mehrschichtbauelements realisiert. Mit Hilfe der Innenelektrode
bestehend aus der geschlossenen Innenfläche und der durchbrochenen, die Innenfläche
zumindest teilweise umgebenden Randfläche ist ein Abfall der elektrischen Feldstärke
innerhalb der piezoelektrischen Schicht ausgehend von der Innenfläche in Richtung
des äußeren Rands der piezoelektrischen Schicht gezielt einstellbar. Die
Abnahme der elektrischen Feldstärke im Übergangsbereich zwischen piezoelektrisch
aktivem Bereich und piezoelektrisch inaktivem Bereich bestimmt die durchbrochene
Randfläche. Sie wird durch eine nicht durchgehende sondern durchbrochene Elektrodenfläche
bereitgestellt, so dass sich mit Zunahme der durchbrochenen Bereiche die in der
piezoelektrischen Schicht wirkende elektrische Feldstärke verringert. Mit Hilfe
dieser Elektrodenkonstruktion ist der Übergang zwischen dem piezoelektrisch
aktiven und dem piezoelektrisch inaktiven Bereich sowohl im Hinblick auf die elektrischen
Lasten als auch im Hinblick auf die mechanischen Belastungen innerhalb der piezoelektrischen
Schicht weniger scharf verglichen zum Stand der Technik. Dadurch werden die Materialbelastungen
reduziert und die Versagenswahrscheinlichkeit des piezoelektrischen Mehrschichtbauelements
verringert.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird die Randfläche durch eine netzartige Struktur bestehend aus Elektrodenbereichen
und durchbrochenen Bereichen gebildet. Es ist zudem bevorzugt, dass die Dichte der
durchbrochenen Bereiche innerhalb der Randfläche mit zunehmender Entfernung
von der Innenfläche zunimmt.
Mit Hilfe der oben zusammengefassten Konstruktion der Innenelektrode
sind sowohl Vielschichtaktoren als auch Biegewandler herstellbar. Das vorgeschlagene
Elektrodendesign reduziert die Bildung von Mikrorissen und Mikrorissnetzwerken an
vergrabenen Innenelektroden, so dass die Lebensdauer piezoelektrischer Mehrschichtbauelemente
erhöht wird.
Des Weiteren offenbart die vorliegende Erfindung ein Herstellungsverfahren
für die oben beschriebenen piezoelektrischen Mehrschichtbauelemente. Dieses
Herstellungsverfahren umfasst die folgenden Schritte: Herstellen mindestens einer
piezoelektrischen Folie, die eine Oberseite und eine Unterseite aufweist, Aufbringen
einer Elektrodenfläche zumindest auf die Ober- oder Unterseite der piezoelektrischen
Schicht derart, dass die Elektrodenfläche eine geschlossene Innenfläche
und eine durchbrochene, die Innenfläche zumindest teilweise umgebende Randfläche
aufweist, Stapeln der piezoelektrischen Folie mit Elektrodenfläche auf eine
Schicht mit einer Elektrode, so dass die piezoelektrische Folie an der Elektrode
anliegt, und Sintern der Struktur aus dem vorhergehenden Schritt zu einem piezoelektrischen
Mehrschichtbauelement.
Um die Randfläche der Elektrodenfläche zu realisieren, wird
gemäß einer Ausführungsform eine netzartige Struktur in der Randfläche
bestehend aus Elektrodenbereichen und durchbrochenen Bereichen erzeugt.
Zur Herstellung des obigen piezoelektrischen Mehrschichtbauelements
sind sämtliche geeignete Herstellungsverfahren anwendbar, die eine verlässliche
Herstellung des obigen Innenelektrodendesigns gewährleisten. Gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die Elektrodenflächen
des Mehrschichtbauelements mittels Siebdruck erzeugt. Um die unterschiedlichen Strukturen
der Innenfläche und der Randfläche zu erzielen, werden bevorzugt unterschiedliche
Siebstrukturen bei einem Siebdruck der jeweiligen Fläche eingesetzt.
Die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
werden unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
1 den Aufbau einer Innenelektrode gemäß dem
Stand der Technik,
2 eine Ausführungsform der Innenelektrodengestaltung
gemäß der vorliegenden Erfindung,
3 eine Ausschnittsvergrößerung aus
2 und
4 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens.
Die vorliegende Erfindung offenbart ein piezoelektrisches Mehrschichtbauelement
1. Zu diesen piezoelektrischen Mehrschichtbauelementen 1 zählen
beispielsweise piezoelektrische Vielschichtaktoren und Biegewandler, deren vielfältige
Anwendung bekannt ist.
Um die Lebensdauer bekannter Mehrschichtbauelemente 1 zu
erhöhen, wird eine Innenelektrodengestaltung eingesetzt, die schematisch in
2 dargestellt ist. 2 zeigt
den Querschnitt eines Mehrschichtbauelements 1. Das Mehrschichtbauelement
1 besteht aus mindestens einer piezoelektrischen Schicht 10 mit
einer Oberseite 20 und einer Unterseite. Die piezoelektrische Schicht
10 ist aus ferroelektrischer oder allgemein piezoelektrischer Keramik aufgebaut.
Auf die Oberseite 20 der piezoelektrischen Schicht
10 ist eine Elektrodenfläche 30 aufgebracht. Die Elektrodenfläche
30 ist in ihrer Größe derart angepasst, dass sie nicht die gesamte
Oberseite 20 der piezoelektrischen Schicht 10 bedeckt.
Durch die Größenunterschiede zwischen der Elektrodenfläche
30 und der piezoelektrischen Schicht 10 entstehen im inneren Volumen
des Mehrschichtbauelements 1 ein piezoelektrisch aktiver Bereich
70 und ein piezoelektrisch inaktiver Bereich 80.
Die Elektrodenfläche 10 weist eine geschlossene Innenfläche
30 und eine Randfläche 60 auf (vgl. 2),
die aus geeignetem Elektrodenmaterial bestehen. Die Randfläche 60
umgibt die Innenfläche 30 zumindest teilweise, während beispielsweise
ein Elektrodensteg 32 vorgesehen ist, der eine elektrische Kontaktierung
der Elektrodenfläche 10 von außen ermöglicht. Während
die Innenfläche 30 eine geschlossene Elektrodenfläche darstellt,
wird die Randfläche 60 durch eine durchbrochene, nicht geschlossene
Elektrodenfläche gebildet.
Die Randfläche 60 wird vorzugsweise mittels einer netzartigen
Struktur realisiert, wie sie in 3 beispielgebend dargestellt
ist. 3 zeigt eine Vergrößerung des eingekreisten
Bereichs aus 2. Diese netzartige Struktur der
3 setzt sich aus Elektrodenbereichen 92 und
durchbrochenen Bereichen 94 zusammen. Gemäß einer Alternative
bestehen die Elektrodenbereiche 92 aus dem gleichen Elektrodenmaterial
wie die Innenfläche 40. Dies eröffnet die Möglichkeit, die
Elektrodenfläche 30 bestehend aus Innenfläche 40 und
Randfläche 50 in einem Arbeitsschritt herzustellen. Es ist ebenfalls
denkbar, die Innenfläche 40 und die Randfläche 50 aus
unterschiedlichen Elektrodenmaterialien und/oder in getrennten Verfahrensschritten
zu erzeugen.
Die Anwendung der Innenfläche 40 in Kombination mit
der Randfläche 50 dient dazu, einen weniger scharfen Übergang
zwischen dem piezoelektrisch aktiven Bereich 70 und dem piezoelektrisch
inaktiven Bereich 80 zu gewährleisten. Auf diese Weise sind die mechanischen
und elektrischen Belastungen in diesem Übergangsbereich reduzierbar, was zu
einer verringerten Mikrorissbildung und zu einer höheren Lebensdauer des Mehrschichtbauelements
1 führt. Des Weiteren können basierend auf dieser Konstruktion
kostenintensive äußere Beschichtungen des Mehrschichtbauelements
1 beispielsweise zu Isolationszwecken eingespart werden.
Um den Übergang zwischen piezoelektrisch aktivem Bereich
70 und piezoelektrisch inaktivem Bereich 80 einzustellen, wird
eine Dichte der durchbrochenen Bereiche 94 innerhalb der Randfläche
50 gezielt variiert. Gemäß einer Ausführungsform nimmt die
Dichte der durchbrochenen Bereich 94 innerhalb der Randfläche
50 mit zunehmender Entfernung von der Innenfläche 40 zu.
Diese Dichtezunahme kann sowohl stetig als auch stufenweise ausgeführt sein.
Es ist ebenfalls denkbar, nach einer Dichtezunahme der durchbrochenen Bereiche
94 mit zunehmender Entfernung von der Innenfläche 40 wieder
eine Dichteabnahme gefolgt von einer weiteren Dichtezunahme dieser Bereiche zu realisieren.
Diese Gestaltung ist beispielsweise in Abhängigkeit von den konstruktiven Besonderheiten
oder geometrischen Gestaltungen des Mehrschichtbauelements 1 variierbar.
Es ist des Weiteren bevorzugt, die Elektrode 30 ausgehend
von und mit zunehmender Entfernung von der Innenfläche 40 innerhalb
der Randfläche 50 immer dünner werden zu lassen, bis keine durchgehende
Bedruckungsfläche oder Elektrodenfläche in der Randfläche
50 mehr vorhanden ist. Diese und die obigen Strukturen führen zur
Verringerung der Zugspannungen im Übergangsbereich zwischen piezoelektrisch
aktivem Bereich 70 und piezoelektrisch inaktivem Bereich 80, die
als Auslöser von Mikrorissen erkannt worden sind. Im Hinblick auf die unterschiedlichen
beschriebenen Strukturen können grundsätzlich mit dem gängigen Herstellungsverfahren
für Siebdrucksiebe alle möglichen Strukturen in der Randfläche
50 hergestellt werden. Ergänzend dazu werden zweckmäßigerweise
zudem die Elektrodendicke und die Abkühlkurven bei der Sinterung zur Minimierung
der mechanischen Spannungen im Mehrschichtbauelement 1 optimiert.
In Abhängigkeit von Anzahl, Gestalt und Ansteuerung der übereinander
gestapelten piezoelektrischen Schichten mit Innenelektrode 30,
40, 50 lassen sich somit sowohl Vielschichtaktoren
als auch Biegeelemente aufbauen.
In 4 ist eine Ausführungsform eines
Herstellungsverfahrens für ein Mehrschichtbauelement 1 in Form eines
Flussdiagramms zusammenfassend dargestellt. Zunächst wird eine piezoelektrische
Folie 10 mit einer Ober- 20 und einer Unterseite hergestellt (S1).
Nachfolgend wird im Schritt S2 die Elektrodenfläche 30 bestehend aus
Innenfläche 40 und Randfläche 50 mittels Siebdruck aufgebracht.
Zur Realisierung der unterschiedlichen Gestaltung von Innenfläche
40 und Randfläche 50 werden unterschiedliche Siebstrukturen
eingesetzt. Es ist ebenfalls denkbar, andere Verfahren als den Siebdruck einzusetzen,
sofern damit die oben beschriebenen Elektrodengestaltungen realisierbar sind. Im
Schritt S4 wird die piezoelektrische Folie 10 mit Elektrodenfläche
30, 40, 50 auf mindestens eine weitere Schicht mit Elektrode
gestapelt, so dass die piezoelektrische Folie 10 an Ober- und Unterseite
sich gegenüberliegende Elektroden aufweist. Es ist ebenfalls denkbar, gleichartig
ausgebildete piezoelektrische Folien 10 übereinander zu stapeln, so
dass zwischen jeweils zwei Elektrodenflächen 30, 40,
50 eine piezoelektrische Folie 10 angeordnet ist. Abschließend
werden im Schritt S5 die gestapelten Schichten gesintert, so dass beispielsweise
ein Vielschichtaktor oder ein Biegeelement entsteht.
Schritte des Herstellungsverfahrens
- S1 Herstellen mindestens einer piezoelektrischen Folie 10
- S2 Aufbringen einer Elektrodenfläche 30 mit Siebdruck
- S3 Anwenden unterschiedlicher Siebstrukturen für die Innenfläche
40 und die Randfläche 50 der Elektrodenfläche
30
- S4 Stapeln der piezoelektrischen Folie 10 mit Elektrodenfläche
30 auf mindestens eine weitere Schicht mit Elektrode, so dass die piezoelektrische
Folie 10 an Ober- und Unterseite Elektroden aufweist
- S5 Sintern der gestapelten Schichten