Die Erfindung bezieht sich auf eine Matte für ein Kraftfahrzeug,
bevorzugt zur mehrlagigen Anordnung, ein Herstellungsverfahren und ein Montageverfahren
für Kraftfahrzeuge.
Es ist bekannt Dämmmatten in Fahrzeugen vor allem zur Geräuschdämmung
in der Fahrzeugverkleidung einzusetzen. Eine Dämmmatte ist meist so ausgelegt,
dass aus einem Flächenzuschnitt und zusätzlich gestanzten Einschnitten,
beispielsweise für eine Fensterkurbel oder einen Türöffner, ein Bauteil
entsteht, das kostengünstig und ohne zusätzliche Befestigungsteile an
einem Fahrzeugbauteil (Verkleidung, Karosserie usw.), beispielsweise durch Verklebung,
angebracht werden kann.
Die einfache Flächenmatte ist für einen Einsatz, bei dem
sie verformt oder als dickere Matte bzw. als volumenstärker ausgebildetes Bauteil
verwendet wird, nicht funktionsmäßig dafür ausgebildet und versagt
deshalb.
Die DE 10 2004 052 779
A1 beschreibt eine Befestigungsanordnung zum Befestigen einer Dämmmatte
zwischen einem Bauteil und einer dem Bauteil zugeordneten Verkleidung, insbesondere
im Kraftfahrzeugbereich. Um eine vereinfachte Montage zu gewährleisten, sowie
um Montagefehler bezüglich einer Positionierung von Dämmmatten zu verhindern,
weist die Befestigungsanordnung mindestens ein bauteilseitiges oder verkleidungsseitiges
Konstruktionselement auf, wobei die Dämmmatte für eine formschlüssige
Verbindung mit dem mindestens einen Konstruktionselement entsprechend zugeschnitten
ist.
Die DE 103 39 435 A1
beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Verkleidungselements, insbesondere
für Fahrzeuge, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Das Verkleidungsteil weist ein Rahmenteil sowie ein Einsatzteil auf. Das Rahmenteil
und das Einsatzteil werden zumindest abschnittsweise aneinandergelegt und das Rahmenteil
mit dem Einsatzteil wird durch Ultraschallschweißen flächig miteinander
verschweißt. Ein zum Ultraschallschweißen geeignetes Werkzeug wird auf
der von dem Rahmenteil abgewandten Seite des Einsatzteils zugeführt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Matte, ein Herstellungs- sowie
Montageverfahren zu schaffen, die eine möglichst hohe Fertigungsqualität,
sowie Produktqualität eines Kraftfahrzeugs unter Leichtbaugesichtspunkten ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass
in oder an der Matte Verbindungseinrichtungen vorgesehen sind.
Die Verbindungseinrichtungen sind stoffschlüssig, formschlüssig
und/oder kraftschlüssig an oder mit der Matte ausgebildet. Sie sind leicht
und erhöhen das Fahrzeuggewicht nicht oder nicht wesentlich. Die Verbindungseinrichtungen
dienen zum einen, um eine formstabile Anordnung bevorzugt in Mehrlagenform herzustellen,
die anschließend bei der Kraftfahrzeugmontage verbaut wird und zum anderen
dienen die Verbindungseinrichtungen als Orientierung und als Befestigungspunkte
an einem Traggestell einer Kraftfahrzeugkarosserie oder direkt an der Kraftfahrzeugkarosserie.
Die Matte kann also aufgrund der Verbindungseinrichtungen hinreichend genau und
passgenau verbaut werden.
Die Verbindungseinrichtungen können Klebestreifen, Klettstreifen,
Clips- oder Heftklammern oder Niet- bzw. Widerhakenstecker sein. Die Klebestreifen
und Klettstreifen können direkt an der Matte angeordnet sein. Mit Clips- oder
Heftklammern wird die Matte zusammengehalten. Derartige Verbindungseinrichtungen
sind leichtgewichtige Bauteile und können leicht mit einer Matte verbunden
werden.
Die Matte kann zur Geräuschdämmung des Motors beispielsweise
am Motorraumdeckel verbaut werden. Bevorzugt wird die Matte zwischen einer Karosserieaussenhaut
und einer Innenraumverkleidung eingebaut.
Die Matte ist vorteilhafter Weise eine aus Dämmmaterialien hergestellte
Dämmmatte, um insbesondere eine akustische Dämmung und bevorzugt eine
klimatische Isolierung zu erzeugen. Das Dämmmaterial kann eine Schaummatte
oder eine Folienschaummatte sein. Die Dämmmatte kann aus synthetischen oder
natürlichen Fasern mit oder ohne insbesondere temperaturisolierenden und temperaturabschirmenden
Materialien wie beispielsweise Metallstreifen hergestellt sein.
Die Verbindungseinrichtungen können aus einem Werkstoff hergestellt
sein, der vom Dämmmaterial verschieden ist. Beispielsweise können die
Verbindungseinrichtungen aus einem Hartkunststoff oder einem Hartmetall hergestellt
sein, zum Beispiel um Clipsverbindungen, Steckverbindungen oder Klettverschlüsse
herzustellen. Die Verbindungseinrichtungen können auch Klebstoffverbindungen
umfassen.
Bevorzugt sind die Verbindungseinrichtungen aus demselben Material
wie die Matte selbst hergestellt. Dies hat den Vorteil, dass die Verbindungseinrichtungen
in die Matte integriert sein können und mit der Matte einstückig hergestellt
sein können.
Bevorzugt umfassen die Verbindungseinrichtungen Schnitte in die Matte.
Die Verbindungseinrichtungen sind somit stoffschlüssig mit der Matte verbunden
und können einen Formschluss mit entsprechenden Gegenelementen vorteilhafter
Weise ausbilden.
Für einen Formschluss umfassen die Verbindungseinrichtungen zumindest
einen Steckverbinder.
Für die Steckverbinder umfassen die Verbindungseinrichtungen
jeweils mindestens einen Schlitz als Öffnung. Die Verbindungseinrichtung umfasst
somit erfindungsgemäß eine Steckverbindung und eine Öffnung in Form
eines Schlitzes, um eine formschlüssige Verknüpfung zu bilden, wenn der
Steckverbinder in den Schlitz eingesteckt ist. Der mindestens eine Steckverbinder
ist am Scheitel bevorzugt spitz ausgebildet. Dies hat einen Montagevorteil. Es kann
von Vorteil sein, wenn der Scheitel der Steckverbinder abgerundet ist.
Damit die Steckverbinder sich nicht aus der Öffnung wieder lösen
können, sind die Steckverbinder zumindest in einem vorderen Teil im Querschnitt
größer als die Öffnung. Um durch die Öffnung hindurchtreten
zu können, werden die Steckverbinder örtlich gequetscht bzw. zusammengedrückt
und entspannen sich danach auf die vorgegebene Größe. Die Steckverbinder
können also beispielsweise einen kreisrunden Kopf aufweisen mit einem Hals,
dessen Querschnitt dem der Öffnung entspricht. Um eine bessere Rückhaltewirkung
zu erzielen, damit sich die Steckverbinder deutlich erschwert nur aus der Öffnung
lösen können, weisen die Steckverbinder in vorteilhafter Weise in entgegengesetzter
Steckrichtung wirkende Widerhaken auf.
Bei einer solchen Ausführungsform sind die Steckverbinder in
ihrer Seitenansicht gesehen pilzförmig ausgebildet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine
Steckverbinder an mindestens einem Rand der Matte angeordnet.
Alternativ oder zusätzlich kann am Rand der Matte mindestens
eine Öffnung als Schlitz angeordnet sein, in die mindestens ein Steckverbinder
zur Bildung einer Verbindungseinrichtung eingesteckt wird.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können ebenfalls
alternativ oder zusätzlich mindestens ein Steckverbinder oder ein Schnitt als
Öffnung in die Matte an definierten Stellen geschnitten sein, vorzugsweise
ungefähr im doppelten Abstand eines zu faltenden Streifens der Matte. Die Schnittanordnungen
können in der flächigen Matte auch angeordnet sein, um an den Positionen
eine Verbindung mit einem Tragteil für eine Karosserie oder eine Verbindung
mit einem Karosserieteil zu schaffen.
Um eine geradlinige Verbindung zu erzeugen, sind mehrere Öffnungen
oder Steckverbinder parallel im Abstand zu einem Rand angeordnet.
Bei einer alternativen Ausführungsform sind mindestens zwei Steckverbinder
zueinander spiegelbildlich angeordnet und zentriert dazu Schlitze ausgebildet.
Bei einer derartigen Ausführungsform können die Steckverbinder
an gegenüberliegenden Rändern angeordnet sein. Sie können auch zumindest
teilweise in der flächigen Matte ausgeschnitten sein.
Um die Matte sowohl in einem umgeklappten Zustand zur Montage zu halten
sowie die Matte an dem zu befestigenden Teil fixieren beziehungsweise vorzufixieren
zu können, sind Steckverbinder oder Schlitze bevorzugt am Mattenrand und bei
einer alternativen Ausführungsform wenigstens zum Teil entlang gegenüberliegender
Ränder angeordnet.
Die Aufgabe der Erfindung wird darüber hinaus durch ein Herstellungsverfahren
einer Matte mit oben beschriebenen Merkmalen dadurch gelöst, dass beim Ausstanzen
der geometrisch definierten Matte zumindest ein mit der Matte stoffschlüssig
verbundener Steckverbinder ausgestanzt wird. Somit wird durch einen einzigen Verfahrensschritt
gleichzeitig sowohl die geometrische Form der Matte, als auch zumindest ein Teil
der Verbindungseinrichtung geschaffen. Dies ist kostengünstig und führt
zu einem leichten Bauteil. Die Matte kann aus flächigem Folienschaummaterial
ausgeschnitten werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden die Schlitze als
Öffnungen gleichzeitig mit der geometrisch definierten Matte aus einem Flächenmaterial
geschnitten beziehungsweise ausgestanzt. Ein derartiges Herstellungsverfahren erleichtert
das Herstellen der definierten Verbindungseinrichtungen erheblich bei einem geringen
Mehraufwand eines Schneidwerkzeugs. Das Einfügen von Schlitzen in die Matte
kann natürlich auch nachträglich erfolgen. Es hat jedoch den Nachteil,
dass die Schlitze eventuell nicht genau positioniert eingearbeitet werden können.
Außerdem sind zwei Arbeitsschritte notwendig.
Die Aufgabe wird des Weiteren durch ein Montageverfahren dadurch gelöst,
dass bei einer Kraftfahrzeugmontage, Steckverbinder der Matte in Öffnungen
eines Traggestells oder eines Karosserieteils mittels eines Werkzeugs gesteckt werden.
Alternativ kann das Montageverfahren das Aufstecken von Öffnungen
der Matte in hervorstehende Stecker umfassen. Die Stecker sind bevorzugt mit entgegen
der Steckrichtung wirkenden Widerhaken an einem Traggestell einer Fahrzeugkarosserie
oder direkt an einem Karosserieteil ausgebildet. Der Vorteil eines
solchen Montageverfahrens ist, dass die Matte positionsgenau in Fahrzeugen verbaut
werden kann.
Bei einem bevorzugten Montageverfahren zur Bildung einer mehrlagigen
Matte, wird die Matte vor dem Einbau zumindest hälftig zwischen Steckverbinder
und Schlitzen um 180° umgeschlagen und die Steckverbinder werden mittels eines
Werkzeugs, insbesondere eines Dorns, der bevorzugt aus Holz, Metall oder Kunststoff
hergestellt ist, mindestens in einen der Schlitze gesteckt.
Das Montageverfahren kann sowohl manuell als auch automatisch von
einer Maschine ausgeführt werden.
Es wird somit eine leichte Dämmmatte geschaffen, die in der Herstellung
einfach und kostengünstig ist und zudem zu einer hohen Produktqualität
führt, da die Matte an definierten Stellen in einer formstabilen Anordnung
besser geknickt gehalten werden kann und an definierten Stellen durch zusätzliche
entsprechend definiert angeordnete Verbindungseinrichtungen an der Karosserie verbaut
werden kann, die mindestens eine Öffnung oder einen Steckverbinder umfassen.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand zweier Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf vier Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische Draufsicht auf eine ausgestanzte
Dämmmatte gemäß einer ersten Ausführungsform,
2 eine schematische Seitenansicht im zusammengebauten
Zustand gemäß der in 1 gezeigten ersten Ausführungsform,
3 eine schematische Draufsicht einer ausgestanzten
Dämmmatte gemäß einer zweiten Ausführungsform,
4 eine schematische Seitenansicht im zusammengebauten
Zustand gemäß der in 3 gezeigten zweiten
Ausführungsform.
Die 1 zeigt in einer Draufsicht eine
erfindungsgemäße Matte 1 in Rechteckform. Natürlich kann
die Matte 1 jede andere für den Einsatzzweck erforderliche geometrische
Form aufweisen. Die Matte 1 ist eine aus einem synthetischen Kunststoff
hergestellte Flächenschaummatte. Die Matte 1 dient vor allem zur akustischen
Dämmung und kann auch zur klimatischen Dämmung bzw. Isolierung eingesetzt
werden.
Erfindungsgemäß weist die Matte 1 Verbindungseinrichtungen
mit mehreren Steckverbindern 2a, 2b, 2c sowie Schlitzen
als Öffnungen 3a, 3b, 3c auf. Die Steckverbinder
2a, 2b, 2c sind abstehend an dem oberen Rand
12 der Matte 1 stoffschlüssig zusammenhängend mit der
Matte 1 ausgebildet, indem sie mit einem Schneidwerkzeug aus einem Flächematerial
herausgeschnitten worden sind. Die Steckverbinder 2a, 2b,
2c können in der Draufsicht, wie in der 1
dargestellt, als pilzförmig oder keilförmig bezeichnet werden. Abgerundete
Scheitel, z.B. 21a, münden in entgegen der Steckrichtung wirkende
und zum Rand 12 der Matte 1 gerichtete Widerhaken 22,
24. Die Steckverbinder 2a, 2b, 2c umfassen somit
jeweils einen pilzförmigen Hut, der über einen Hals 25 mit dem
Rand 12 der Matte 1 verbunden ist. Der Hut ist jeweils deutlich
größer als die Öffnungen 3a, 3b, 3c. Der
Hals 25 hat zumindest im Anschlußbereich an den Hut den Querschnitt
der Öffnungen 3a, 3b, 3c. Der Hals 25 kann
zum Rand 12, wie in der Natur vorkommend, verstärkt und schräg
mit abgerundeten Übergang zum Rand 12 ausgebildet sein. Dies hat den
Vorteil, dass die Steckverbinder 2a, 2b, 2c höheren
Zugkräften standhalten. Ein abgerundeter Übergang zwischen Hals
25 und den jeweiligen Rändern 12, 14,
16, 18 ist nicht in den Figuren gezeigt.
Zu den Steckverbindern 2a, 2b und 2c korrespondieren
also Öffnungen 3a, 3b, 3c, die als Schütze
in der Matte 1 ausgebildet sind. Die Schlitze sind in der 1
abhängig von der Dicke der Matte 1 rechteckförmig aus der Matte
1 ausgeschnitten. Die Öffnungen 3a, 3b,
3c können auch mit abgerundeten Ecken ausgeschnitten sein. Die Steckverbinder
2a, 2b und 2c werden vor der Montage oder während
der Montage mittels eines oder mehrerer Werkzeuge, wie beispielsweise einem Holzdorn,
einem Metall- oder Kunststoffdorn in die Schlitze eingesteckt und dabei wird die
Matte 1 um die Hälfte entlang einer gestrichelt eingezeichneten Faltelinie
11 umgeklappt.
Die 1 zeigt außerdem an den zum
Rand 12 seitlichen Rändern 14 und 18 weitere abstehende
Steckverbinder 44 und 48, die im Wesentlichen genauso ausgebildet
sind wie die Steckverbinder 2a, 2b und 2c. Die Steckverbinder
44, 48 sind vorgesehen, um die Matte 1 an einem Traggestell
an einer Karosserie oder an einem Karosserieinnenteil direkt zu befestigen.
Die Matte 1 kann auch runde Öffnungen 40,
41, 42, 43 aufweisen, um auf dornähnliche Stecker
9 für die Befestigung an einem Traggestell beziehungsweise Karosserieteil
7 positionsgenau befestigt zu werden.
Die 1 zeigt zudem als weitere besondere
Ausführungsform weitere Steckverbinder 5a, 5b,
5c vom Rand 16 abstehend ausgebildet, die zu Steckverbindern
2a, 2b, 2c bezüglich einer Knicklinie
17 spiegelbildlich angeordnet sind. Die Steckverbinder 5a,
5b, 5c sind im Wesentlichen gleich wie die Steckverbinder
2a, 2b, 2c ausgebildet. Sie sind auch vorgesehen, in
die als Schlitze ausgebildeten Öffnungen 3a, 3b,
3c eingesteckt zu werden. Die Matte 1 wird somit entlang der gestrichelt
eingezeichneten Faltelinie 13 um 180° umgeklappt und kann anschließend
in einem Fahrzeug verbaut werden.
Die 2 zeigt in einer Seitenansicht im
Querschnitt beispielhaft und schematisch die Matte 1 aus der
1 in einem jeweils an den Faltelinien 11,
13 umgeklappten Zustand und in einem Fahrzeug zwischen einem inneren Verkleidungsteil
6 und einem äußeren Karosserieteil 7 verbaut. Die Matte
1 ist an der Faltelinie 11 um 180° geklappt und die Steckverbinder
2 sind in die Schlitze 3 eingesteckt. In der Seitenansicht ist
jeweils ein Steckverbinder 2 beziehungsweise eine schlitzartige Öffnung
3 eingezeichnet. Die Öffnungen 3a, 3b,
3c bilden eine definierte Knicklinie 17 an der Matte
1 aus, entlang der die Matte 1 in einem Winkel, beispielsweise
von 90°, an einem Verkleidungsteil 6 oder Karosserieteil
7 umgebogen sein kann.
Der untere Teil der Matte 1 kann, wie in der 2
dargestellt, auch um 180° zusammengefaltet sein. Der untere Teil kann jedoch
auch einlagig im Fahrzeug verbaut sein, was nicht dargestellt ist.
Eine derartige Matte ist beim Verbauen in ein Fahrzeug passgenauer,
da die Herstellungstoleranzen beim Schnitt in der Mattenlänge durch das Umklappen
der Matte sich um das Doppelte erhöhen, bei einer vierlagigen Matte vervierfachen.
Ein überstehender Randbereich bei einer einlagigen Matte beispielsweise von
ca. 10 mm, wird also bei einer doppelten Matte zu ca. 5 mm und bei einer vierlagigen
Matte zu ca. 2,5 mm abzüglich einer Umschlaglänge. Ein überstehender
Mattenrand an der Faltelinie 13 beziehungsweise 15 tritt bei gleichen
Herstellungstoleranzen, wie bei einer einlagigen Matte 1, somit weniger
auf.
Die 2a zeigt einen vergrößerten
Ausschnitt des Querschnitts der Mattenanordnung gemäß 2
im Bereich der Knicklinie 17. Die Steckverbinder 2,
5 sind durch die Öffnung 3 gesteckt und bleiben in der Position
aufgrund ihres als die Öffnung 3 größeren Kopfes. Zudem
hindern Widerhaken ein zurückziehen.
Die 3 zeigt die Matte aus der
1 mit dem Unterschied, dass weitere Schlitze
8a, 8b, 8c in Höhe der Faltelinie 11 angeordnet
sind. Bei dieser Ausführungsform sind die Hälse 25a,
25b, 25c entsprechend der Dicke der Matte 1 im Gegensatz
zur Matte 1 aus der 1 etwas verlängert.
Die verlängerten Hälse 25a, 25b, 25c sind nicht
dargestellt. Diese Matte 1 gemäß der 3
bietet den Vorteil, nicht nur eine Doppellage herzustellen, sondern, wo es entsprechende
Anwendungen erfordern, eine vierlagige Matte 1 zu erzeugen.
Die Steckverbinder 2a, 2b, 2c werden hierfür
zuerst in die als Schlitze ausgebildeten Öffnungen 8a, 8b,
8c gesteckt und erzeugen somit eine Faltelinie 15 mit einem Umschlag
der Matte 1 um 180° und anschließend werden sie mittels nicht
gezeigten Dornen als Werkzeug in die Schlitze 3a, 3b,
3c gesteckt und dabei wird die Matte 1 entlang einer Faltelinie
19 um 180° umgeschlagen.
Es ist für einen Fachmann selbstverständlich, dass statt
der als Schlitze ausgebildeten Öffnungen 8a, 8b,
8c alternativ Steckverbinder aus dem Mattenmaterial ausgeschnitten sein
können, um eine ähnliche vierlagige oder mehrlagige Folienschaummatte,
wie in der 4 gezeigt, erzeugen zu können.
Die 4 zeigt die Matte 1 aus
der 3 in der Seitenansicht in einer vierlagigen zusammengebauten
Mattenform, die zwischen einem Innenverkleidungsteil 6 und einem Karosserieteil
7 eingebaut ist.
Das obere Randteil ist gemäß der 3
um 180° nach hinten umgeschlagen und von hinten nach vorn sind die Steckverbinder
2 durch die Öffnung 8 gesteckt. Dann ist die Schaummatte
1 entlang der Faltelinie 19 nach vorne um 180° umgeschlagen
und die Steckverbinder 2 sind von vorne nach hinten durch die Öffnung
3 gesteckt worden. Natürlich lässt sich die Matte 1
auch in beliebig anderen Kombinationen Klappen, um eine vierlagige bzw. mehrlagige
Anordnung herzustellen.
Alle Figuren zeigen lediglich schematische nicht maßstabsgerechte
Darstellungen. Im Übrigen wird insbesondere auf die zeichnerischen Darstellungen
für die Erfindung als wesentlich verwiesen.
- 1
- Matte
- 11
- Faltelinie
- 12
- Rand
- 13
- Faltelinie
- 14
- Rand
- 15
- Faltelinie
- 16
- Rand
- 17
- Knicklinie
- 18
- Rand
- 19
- Faltelinie
- 2, 2a, 2b, 2c
- Steckverbinder
- 21a
- Scheitel
- 22
- Widerhaken
- 24
- Widerhaken
- 25
- Hals
- 3, 3a, 3b, 3c
- Öffnungen
- 40, 41, 42, 43
- Runde Öffnungen
- 44
- Steckverbinder
- 48
- Steckverbinder
- 5, 5a, 5b, 5c
- Steckverbinder
- 6
- Verkleidungsteil
- 7
- Karosserieteil
- 8, 8a, 8b, 8c
- Öffnungen
- 9
- Stecker