Es sind ein Verfahren und ein System zum Ausführen eines Schaltens von einem ersten festen Gang in einen zweiten festen Gang in einem Antriebsstrangsystem mit einem elektromechanischen Getriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung, das betreibbar ist, um einen Drehzahleingang von einer Brennkraftmaschine zu erhalten, beschrieben. Dies umfasst ein Deaktivieren einer weggehenden Kupplung und ein Erzeugen eines zeitbasierten Profils für eine Drehzahl einer herankommenden Kupplung. Die Antriebsdrehzahl wird auf der Basis der Drehzahl der herankommenden Kupplung und eines Ausgangs des Getriebes gesteuert. Die herankommende Kupplung wird betätigt, vorzugsweise wenn die Antriebsdrehzahl mit einer Drehzahl einer Abtriebswelle des Getriebes multipliziert mit einem Übersetzungsverhältnis des zweiten festen Ganges synchronisiert ist, vorzugsweise nach einer vorbestimmten verstrichenen Zeitdauer im Bereich von 500 Millisekunden.
Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET
Diese Erfindung betrifft allgemein Steuersysteme für Antriebsstrangsysteme,
die elektromechanische Getriebe umfassen, und genauer die Steuerung während
Getriebeschaltvorgängen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Antriebsstrangarchitekturen umfassen Drehmoment erzeugende Einrichtungen,
die Brennkraftmaschinen und Elektromotoren einschließen, welche Drehmoment
durch eine Getriebevorrichtung an einen Fahrzeugendantrieb übertragen. Ein
derartiges Getriebe umfasst ein elektromechanisches Getriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung,
das ein Antriebselement zur Aufnahme von Bewegungsdrehmoment von einer Antriebsmaschinen-Leistungsquelle,
typischerweise einer Brennkraftmaschine, und ein Abtriebselement zur Abgabe von
Bewegungsdrehmoment von dem Getriebe an den Fahrzeugendantrieb benutzt. Elektromotoren,
die funktional mit einer Speichereinrichtung für elektrische Energie verbunden
sind, umfassen Motoren/Generatoren, die betreibbar sind, um Bewegungsdrehmoment
für den Eingang in das Getriebe unabhängig von dem Drehmomenteingang von
der Brennkraftmaschine zu erzeugen. Die Elektromotoren sind darüber hinaus
betreibbar, um kinetische Energie des Fahrzeugs, die durch den Endantrieb des Fahrzeugs
übertragen wird, in elektrisches Energiepotenzial umzuwandeln, das in der Speichereinrichtung
für elektrische Energie speicherbar ist. Ein Steuersystem überwacht verschiedene
Eingänge von dem Fahrzeug und dem Bediener und bietet eine funktionale Steuerung
des Antriebsstrangsystems, einschließlich eine Steuerung eines Getriebeschaltvorganges,
eine Steuerung der Drehmoment erzeugenden Einrichtungen und eine Regelung des Austauschs
elektrischer Leistung zwischen der Speichereinrichtung für elektrische Energie
und den Elektromotoren.
Ingenieure, die Antriebsstrangsystemeimplementieren, die elektromechanische
Getriebe aufweisen, stehen vor der Aufgabe, Schaltschemata zwischen verschiedenen
Betriebsmodi, die Modi mit fester Übersetzung und stufenlos verstellbare Modi
umfassen, zu entwickeln. Während der Ausführung eines Schaltens in einen
Modus mit fester Übersetzung kann es eine Änderung der Betriebsbedingungen
geben, die die Betätigung einer herankommenden Kupplung und die zugehörige
Endantriebsdynamik beeinflussen kann.
Deshalb gibt es einen Bedarf nach einem Verfahren und einer Vorrichtung,
um den Betrieb eines Hybridgetriebes während Gangschaltereignissen zu steuern
und somit die oben erwähnten Probleme zu lösen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Um die oben aufgeworfenen Probleme zu lösen, ist ein Erzeugnis
vorgesehen, um ein Verfahren zum Steuern des Betriebes einer Getriebevorrichtung
eines beispielhaften Antriebsstrangs während des Ausführens eines Schaltens
zu bewirken.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist ein Verfahren vorgesehen, um ein Schalten von einem ersten festen Gang in einen
zweiten festen Gang in einem Antriebsstrang auszuführen, der ein elektromechanisches
Getriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung umfasst, das betreibbar ist,
um einen Drehzahleingang von einer Brennkraftmaschine zu erhalten. Das Verfahren
umfasst, dass eine weggehende Kupplung deaktiviert wird und ein zeitbasiertes Profil
für die Drehzahl der herankommenden Kupplung erzeugt wird. Der Drehzahleingang
von der Brennkraftmaschine wird auf der Basis des zeitbasierten Profils für
die Drehzahl der herankommenden Kupplung und eines Ausgangs des Getriebes gesteuert.
Die herankommende Kupplung wird betätigt, vorzugsweise wenn der Drehzahleingang
von der Brennkraftmaschine bewirkt, dass die Drehzahl der herankommenden Kupplung
im Wesentlichen mit einer Drehzahl einer Abtriebswelle des Getriebes multipliziert
mit einem Übersetzungsverhältnis des zweiten festen Ganges synchronisiert
ist, vorzugsweise nach einer vorbestimmten verstrichenen Zeitdauer im Bereich von
500 Millisekunden.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Erzeugnis vorgesehen,
das ein Speichermedium umfasst, in dem ein Computerprogramm zum Bewirken eines Verfahren
codiert ist, um mehrere Drehmomentübertragungseinrichtungen einer Getriebevorrichtung
selektiv zu betätigen, die betreibbar ist, um Drehmomenteingänge von mehreren
Vorrichtungen zu erhalten, und betreibbar ist, um ein Ausgangsdrehmoment zu erzeugen.
Das Verfahren umfasst, dass ein Schaltvorgang von einem ersten festen Gang zu einem
zweiten festen Gang ausgeführt wird.
Diese und andere Aspekte der Erfindung werden Fachleuten beim Lesen
und Verstehen der folgenden ausführlichen Beschreibung der Ausführungsformen
deutlich werden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung kann physikalische Form in bestimmten Teilen und einer
bestimmten Anordnung von Teilen annehmen, wobei ihre bevorzugte Ausführungsform
in den begleitenden Zeichnungen, die einen Teil hiervon bilden, ausführlich
beschrieben und dargestellt wird, und wobei:
1 ein schematisches Diagramm eines beispielhaften Antriebsstrangs
gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
2 ein schematisches Diagramm einer beispielhaften Architektur
für Steuermodule für einen Antriebsstrang gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
3 ein beispielhafter Datengraph gemäß der
vorliegenden Erfindung ist; und
4A, 4B und 4C beispielhafte Datengraphen
gemäß der vorliegenden Erfindung sind.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
In den Zeichnungen, in denen die Darstellungen allein zum Zweck der
Veranschaulichung der Erfindung dienen und nicht zum Zweck selbige einzuschränken,
zeigen die 1 und 2 ein
System mit einer Maschine 14, einem Getriebe 10, einem Steuersystem
und einem Endantrieb, das gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung aufgebaut worden ist.
Mechanische Aspekte des beispielhaften Getriebes 10 sind
ausführlich in dem gemeinschaftlich übertragenen U.S. Patent mit der Veröffentlichungsnummer
U.S. 6,953,409 und dem Titel Two-Mode, Compound-Split,
Hybrid Electro-Mechanical Transmission having Four Fixed Ratios, (elektromechanisches
Hybridgetriebe mit zwei Modi, Verbundleistungsverzweigung und vier festen Verhältnissen),
dessen Offenbarungsgehalt hierin durch Bezugnahme miteingeschlossen ist, offenbart.
Das beispielhafte elektromechanische Hybridgetriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung,
das die Konzepte der vorliegenden Erfindung ausführt, ist in 1
dargestellt und allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Das Getriebe
10 weist eine Antriebswelle 12 auf, die bevorzugt direkt von der
Maschine 14 angetrieben ist. Ein Dämpfer 20 für transientes
Drehmoment ist zwischen der Abtriebswelle 18 der Maschine 14 und
dem Antriebselement 12 des Hybridgetriebes 10 eingebaut. Der Dämpfer
20 für transientes Drehmoment umfasst vorzugsweise eine Drehmomentübertragungseinrichtung
77, die Charakteristiken eines Dämpfungsmechanismus und einer Feder,
die jeweils als 78 und 79 gezeigt sind, aufweist. Der Dämpfer
20 für transientes Drehmoment erlaubt einen selektiven Eingriff der
Maschine 14 mit dem Getriebe 10, es ist aber zu verstehen, dass
die Drehmomentübertragungseinrichtung 77 nicht dazu benutzt wird,
den Modus, in dem das Getriebe 10 arbeitet, zu verändern oder zu steuern.
Die Drehmomentübertragungseinrichtung 77 umfasst vorzugsweise eine
hydraulisch betätigte Reibungskupplung, die als Kupplung C5 bezeichnet ist.
Die Maschine 14 kann irgendeine von zahlreichen Formen von
Brennkraftmaschinen sein, wie etwa ein Fremdzündungsmotor oder ein Kompressionszündungsmotor,
die leicht anpassbax ist, um eine Leistungsabgabe an das Getriebe 10 mit
einem Bereich von Betriebsdrehzahlen von Leerlauf bei oder in der Nähe von
600 Umdrehungen pro Minute (RPM oder U/min) bis zu über 6000 RPM oder U/min
bereitzustellen. Ungeachtet des Mittels, durch das die Maschine 14 mit
dem Antriebselement 12 des Getriebes 10 verbunden ist, ist das
Antriebselement 12 mit einem Planetenradsatz 24 in dem Getriebe
10 verbunden.
Nun unter spezieller Bezugnahme auf 1
benutzt das Getriebe 10 drei Planetenradsätze 24,
26 und 28. Der erste Planetenradsatz 24 weist ein äußeres
Hohlrad 30 auf, das ein inneres oder Sonnenrad 32 umgibt. Mehrere
Planetenradelemente 34 sind an einem Träger 36 drehbar montiert,
so dass jedes Planetenradelement 34 kämmend mit sowohl dem äußeren
Zahnradelement 30 als auch dem inneren Zahnradelement 32 in Eingriff
steht.
Der zweite Planetenradsatz 26 weist auch ein äußeres
Hohlrad 38 auf, das ein inneres Sonnenrad 40 umgibt. Mehrere Planetenradelemente
42 sind an einem Träger 44 drehbar montiert, so dass jedes
Planetenrad 42 kämmend mit sowohl dem äußeren Zahnradelement
38 als auch dem inneren Zahnradelement 40 in Eingriff steht.
Der dritte Planetenradsatz 28 weist auch ein äußeres
Hohlrad 46 auf, das ein inneres Sonnenrad 48 umgibt. Mehrere Planetenradelemente
50 sind an einem Träger 52 drehbar montiert, so dass jedes
Planetenrad 50 kämmend mit sowohl dem äußeren Zahnradelement
46 als auch dem inneren Zahnradelement 48 in Eingriff steht.
Die drei Planetenradsätze 24, 26 und
28 umfassen jeweils einfache Planetenradsätze. Darüber hinaus
sind der erste und zweite Planetenradsatz 24 und 26 darin zusammengesetzt,
dass das innere Zahnradelement 32 des ersten Planetenradsatzes
24 durch ein Nabenplattenzahnrad 54 mit dem äußeren
Zahnradelement 38 des zweiten Planetenradsatzes 26 verbunden ist.
Die verbundenen inneres Zahnradelement 32 des ersten Planetenradsatzes
24 und äußeres Zahnradelement 38 des zweiten Planetenradsatzes
26 sind mit einem ersten Elektromotor verbunden, der einen Motor/Generator
56 umfasst, der auch als "MG-A" bezeichnet ist.
Die Planetenradsätze 24 und 26 sind darüber
hinaus darin zusammengesetzt, dass der Träger 36 des ersten Planetenradsatzes
24 durch eine Welle 60 mit dem Träger 44 des zweiten
Planetenradsatzes 26 verbunden ist. Somit sind die Träger
36 und 44 des ersten und zweiten Planetenradsatzes 24
bzw. 26 verbunden. Die Welle 60 ist auch selektiv mit dem Träger
52 des dritten Planetenradsatzes 28 durch eine Drehmomentübertragungseinrichtung
62 verbunden, die, wie es nachstehend ausführlicher erläutert
wird, angewandt wird, um bei der Auswahl der Betriebsmodi des Hybridgetriebes
10 zu helfen. Der Träger 52 des dritten Planetenradsatzes
28 ist direkt mit dem Getriebeabtriebselement 64 verbunden.
In der hierin beschriebenen Ausführungsform, in der das Hybridgetriebe
10 in einem Landfahrzeug verwendet wird, ist das Abtriebselement
64 wirksam mit einem Endantrieb 90 verbunden, der einen Getriebekasten
oder eine andere Drehmomentübertragungseinrichtung umfasst, die einen Drehmomentausgang
für eine oder mehrere Fahrzeugachsen oder Halbwellen (nicht gezeigt), die in
Antriebselementen enden, bereitstellt. Die Antriebselemente können entweder
Vorder- oder Hinterräder des Fahrzeugs sein, an dem sie angewandt werden, oder
sie können das Antriebszahnrad eines Kettenfahrzeugs sein.
Das innere Zahnradelement 40 des zweiten Planetenradsatzes
26 ist mit dem inneren Zahnradelement 48 des dritten Planetenradsatzes
28, etwa über eine Hohlwelle 66, die die Welle
60 umgibt, verbunden. Das äußere Zahnradelement 46 des
dritten Planetenradsatzes 28 ist selektiv mit Masse, die durch das Getriebegehäuse
68 dargestellt ist, durch eine Drehmomentübertragungseinrichtung
70 verbunden. Die Drehmomentübertragungseinrichtung 70 wird,
wie es nachstehend ebenfalls erläutert wird, auch angewandt, um bei der Auswahl
der Betriebsmodi des Hybridgetriebes 10 zu helfen. Die Hohlwelle
66 ist auch mit einem zweiten Elektromotor verbunden, der einen Motor/Generator
72 umfasst, der als MG-B bezeichnet ist.
Alle Planetenradsätze 24, 26 und
28 sowie MG-A und MG-B 56 und 72 sind koaxial orientiert,
wie etwa um die axial angeordnete Welle 60. MG-A und MG-B 56 und
72 sind beide von einer kreisringförmigen Konfiguration, die zulässt,
dass diese die drei Planetenradsätze 24, 26 und
28 derart umgeben können, dass die Planetenradsätze
24, 26 und 28 radial innen von dem MG-A und MG-B
56 und 72 angeordnet sind.
Eine Drehmomentübertragungseinrichtung 73 verbindet
das Sonnenrad 40 selektiv mit Masse, d.h. mit dem Getriebegehäuse
68. Eine Drehmomentübertragungseinrichtung, d.h. C4 75, dient
als Sperrkupplung, die die Planetenradsätze 24, 26, MG-A
und MG-B 56, 72 und den Antrieb sperrt, so dass sie als eine Gruppe
rotieren, indem das Sonnenrad 40 selektiv mit dem Träger
44 verbunden wird. Die Drehmomentübertragungseinrichtungen
62, 70, 73, 75 sind alle Reibungskupplungen,
die jeweils wie folgt bezeichnet sind: Kupplung C1 70, Kupplung C2
62, Kupplung C3 73 und Kupplung C4 75. Jede Kupplung
ist bevorzugt hydraulisch betätigt, wobei sie ein Hydraulikdruckfluid von einer
Pumpe empfängt, wenn ein entsprechendes Kupplungssteuersolenoid betätigt
wird. Eine hydraulische Betätigung von jeder der Kupplungen wird bewerkstelligt,
indem ein bekannter Hydrauikfluidkreis verwendet wird, der mehrere Kupplungssteuersolenoide
aufweist, die hierin nicht im Detail beschrieben werden.
Das Getriebe 10 nimmt ein Bewegungsantriebsdrehmoment von
den Drehmoment erzeugenden Einrichtungen auf, die die Maschine 14 und die
Elektromotoren 56 und 72 umfassen, als ein Ergebnis einer Energieumwandlung
aus Kraftstoff oder elektrischem Potenzial, das in einer Speichereinrichtung für
elektrischen Energie (ESD) 74 gespeichert ist. Die ESD 74 umfasst
typischerweise eine oder mehrere Batterien. Andere Speichereinrichtungen für
elektrische Energie und elektrochemische Energie, die die Fähigkeit haben,
elektrische Leistung zu speichern und elektrische Leistung abzugeben, können
anstelle der Batterien verwendet werden, ohne die Konzepte der vorliegenden Erfindung
zu verändern. Die ESD 74 ist vorzugsweise auf der Basis von Faktoren
bemessen, die regenerative Anforderungen, Anwendungsaufgaben, die mit typischer
Straßensteigung und Temperatur in Beziehung stehen, und Antriebsanforderungen,
wie etwa Emissionen, Hilfskraftunterstützung und elektrischer Bereich umfassen.
Die ESD 74 ist mit einem Getriebestromumrichtermodul (TPIM von Transmission
Power Inverter Module) 19 über Gleichstromleitungen oder Übertragungsleiter
27 hochspannungs-gleichstromgekoppelt. Das TPIM 19 ist ein Element
des Steuersystems, das nachstehend anhand von 2 beschrieben
wird. Das TPIM 19 kommuniziert mit dem ersten Elektromotor 56
über Übertragungsleiter 29, und das TPIM 19 kommuniziert
ähnlich mit dem zweiten Elektromotor 72 über Übertragungsleiter
31. Elektrischer Strom ist zu oder von der ESD 74 dementsprechend
übertragbar, ob die ESD 74 aufgeladen oder entladen wird. Das TPIM
19 umfasst ein Paar Stromumrichter und jeweilige Motorsteuermodule, die
konfiguriert sind, um Motorsteuerbefehle und Steuerumrichterzustände davon
zu empfangen und somit eine Motorantriebs- oder Regenerationsfunktionalität
bereitzustellen.
Bei der Motorantriebssteuerung empfängt der jeweilige Umrichter
Strom von den Gleichstromleitungen und liefert Wechselstrom an den jeweiligen Elektromotor,
d.h. MG-A und MG-B, über Übertragungsleiter 29 und
31. Bei der Regenerationssteuerung nimmt der jeweilige Umrichter Wechselstrom
von dem Elektromotor über Übertragungsleiter 29 und
31 auf und liefert Strom an die Gleichstromleitungen 27. Der Netto-Gleichstrom,
der zu oder von den Umrichtern geliefert wird, bestimmt den Aufladungs- oder Entladungsbetriebsmodus
der Speichereinrichtung für elektrische Energie 74. Der MG-A
56 und MG-B 72 sind vorzugsweise Dreiphasen-Wechselstrommaschinen,
und die Umrichter umfassen eine komplementäre Dreiphasen-Leistungselektronik.
Wieder nach 1 kann ein Antriebszahnrad
80 an dem Antriebselement 12 vorgesehen sein. Wie es gezeigt ist,
verbindet das Antriebszahnrad 80 das Antriebselement 12 fest mit
dem äußeren Zahnradelement 30 des ersten Planetenradsatzes
24, und das Antriebszahnrad 80 nimmt daher Leistung von der Maschine
14 und/oder den Elektromotoren 56 und/oder 72 über
die Planetenradsätze 24 und/oder 26 auf. Das Antriebszahnrad
80 steht kämmend mit einem Zwischenzahnrad 82 in Eingriff,
das wiederum kämmend mit einem Verteilerzahnrad 84 in Eingriff steht,
das an einem Ende einer Welle 86 befestigt ist. Das andere Ende der Welle
86 kann an einer hydraulischen Getriebefluidpumpe 88 befestigt
sein.
In 2 ist ein schematisches Blockdiagramm
des Steuersystems gezeigt, das eine verteilte Steuermodularchitektur umfasst. Die
nachstehend beschriebenen Elemente umfassen einen Teilsatz einer gesamten Fahrzeugsteuerarchitektur
und sind betreibbar, um eine koordinierte Systemsteuerung des hierin beschriebenen
Antriebsstrangsystems bereitzustellen. Das Steuersystem ist betreibbar, um sachdienliche
Informationen und Eingänge zu synthetisieren und Algorithmen auszuführen,
um verschiedene Aktoren zu steuern und somit Steuerziele zu erreichen, die solche
Parameter umfassen wie die Kraftstoffwirtschaftlichkeit, Emissionen, Leistungsvermögen,
Fahreigenschaften und den Schutz von Bauteilen, die die Batterien der ESD
74 und MG-A und MG-B 56, 72 einschließen. Die verteilte
Steuermodularchitektur umfasst ein Maschinensteuermodul (ECM von Engine Control
Module) 23, ein Getriebesteuermodul (TCM von Transmission Control Module)
17, ein Batteriepaketsteuermodul (BPCM von Battery Pack Control Module)
21 und ein Getriebestromumrichtermodul (TPIM von Transmission Power Inverter
Module) 19. Ein Hybridsteuermodul (HCP von Hybrid Control Module)
5 liefert eine übergreifende Steuerung und Koordination der vorstehend
erwähnten Steuermodule. Es gibt eine Benutzerschnittstelle (UI von User Interface)
13, die funktional mit mehreren Einrichtungen verbunden ist, durch die
ein Fahrzeugbediener typischerweise den Betrieb des Antriebsstrangs, der das Getriebe
10 umfasst, über eine Drehmomentanforderung steuert oder anweist.
Beispielhafte Fahrzeugbedienereingabevorrichtungen für die UI 13 umfassen
ein Gaspedal, ein Bremspedal, eine Getriebegangwähleinrichtung und eine Fahrzeugfahrtregelung.
Jedes der vorstehend erwähnten Steuermodule kommuniziert mit anderen Steuermodulen,
Sensoren und Aktoren über einen Bus 6 eines lokalen Netzes (LAN von
Local Area Network). Der LAN-Bus 6 erlaubt eine strukturierte Kommunikation
von Steuerparametern und Befehlen zwischen den verschiedenen Steuermodulen. Das
besondere benutzte Kommunikationsprotokoll ist anwendungsspezifisch. Der LAN-Bus
und geeignete Protokolle sorgen für eine robuste Nachrichtenübermittlung
und Multi-Steuermodul-Schnittstellenbildung zwischen den vorstehend erwähnten
Steuermodulen und anderen Steuermodulen, die eine Funktionalität, wie etwa
Antiblockierbremsen, Traktionssteuerung und Fahrzeugstabilität, bereitstellen.
Das HCP 5 stellt eine übergreifende Steuerung des Hybrid-Antriebsstrangsystems
bereit, wobei es dazu dient, einen Betrieb des ECM 23, des TCM
17, des TPIM 19 und BPCM 21 zu koordinieren. Auf der
Basis von verschiedenen Eingangssignalen von der UI 13 und dem Antriebsstrang,
einschließlich dem Batteriepaket erzeugt das HCP 5 verschieden Befehle,
die umfassen: ein Bedienerdrehmoment TO, einen Maschinendrehmomentbefehl,
Kupplungsdrehmomentbefehle für die verschiedenen Kupplungen C1, C2, C3, C4
des Getriebes 10; und Motordrehmomentbefehle.
Das ECM 23 ist funktional mit der Maschine 14 verbunden
und fungiert, um Daten von einer Vielfalt von Sensoren zu beschaffen
bzw. eine Vielfalt von Aktoren der Maschine 14 über eine Vielzahl
von diskreten Leitungen zu steuern, die gemeinsam als Sammellinie 35 gezeigt
sind. Das ECM 23 empfängt den Maschinendrehmomentbefehl von dem HCP
5 und erzeugt ein gewünschtes Achsdrehmoment und eine Angabe des aktuellen
Maschinendrehmomenteingangs in das Getriebe, der an das HCP 5 übermittelt
wird. Der Einfachheit halber ist das ECM 23 derart gezeigt, dass es allgemein
eine bidirektionale Schnittstelle mit der Maschine 14 über Sammelleitung
35 aufweist. Verschiedene andere Parameter, die von dem ECM 23
erfasst werden können, umfassen die Maschinenkühlmitteltemperatur, die
Maschinenantriebsdrehzahl (NI) einer zu dem Getriebe führenden Welle
12, den Krümmerdruck, die Umgebungslufttemperatur und den Umgebungsdruck.
Verschiedene Aktoren, die von dem ECM 23 gesteuert werden können,
umfassen Kraftstoffeinspritzvorrichtungen, Zündmodule und Drosselklappensteuermodule.
Das TCM 17 ist funktional mit dem Getriebe 10 verbunden
und fungiert, um Daten von einer Vielfalt von Sensoren zu beschaffen und Befehlssignale
an das Getriebe zu liefern. Eingänge von dem TCM 17 in das HCP
5 umfassen geschätzte Kupplungsdrehmomente für jede der Kupplungen
C1, C2, C3 und C4 und eine Drehzahl NO der Abtriebswelle 64.
Andere Aktoren und Sensoren können verwendet werden, um zusätzliche Informationen
von dem TCM an das HCP zu Steuerzwecken zu liefern.
Das BPCM 21 steht in Signalverbindung mit einem oder mehreren
Sensoren, die betreibbar sind, um elektrische Strom- oder Spannungsparameter der
ESD 74 zu überwachen und somit Informationen über den Zustand
der Batterien an das HCP 5 zu liefern. Derartige Information umfasst den
Batterieladezustand, die Batteriespannung und die verfügbare Batterieleistung.
Das Getriebestromumrichtermodul (TPIM) 19 umfasst ein Paar
Stromumrichter und Motorsteuermodule, die konfiguriert sind, um Motorsteuerbefehle
und Steuerumrichterzustände davon zu empfangen und somit eine Motorantriebs-
oder Regenerationsfunktionalität bereitzustellen. Das TPIM 19 ist
betreibbar, um Drehmomentbefehle für MG-A 56 und MG-B 72
auf der Basis eines Einganges von dem HCP 5 zu erzeugen, das durch eine
Bedienereingabe durch die UI 13 und Systembetriebsparameter angesteuert
wird. Die Motordrehmomentbefehle für MG-A und MG-B werden durch das Steuersystem
implementiert, das das TPIM 19 umfasst, um MG-A und MG-B zu steuern. Einzelne
Motordrehzahlsignale für MG-A bzw. MG-B werden jeweils von dem TPIM
19 aus den Motorphaseninformationen oder von herkömmlichen Rotationssensoren
abgeleitet. Das TPIM 19 bestimmt und übermittelt Motordrehzahlen an
das HCP 5. Die Speichereinrichtung für elektrische Energie
74 ist an das TPIM 19 über Gleichstromleitungen
27 hochspannungs-gleichstromgekoppelt. Elektrischer Strom ist zu oder von
dem TPIM 19 dementsprechend übertragbar, ob die ESD 74 aufgeladen
oder entladen wird.
Jedes der vorstehend erwähnten Steuermodule ist vorzugsweise
ein Vielzweck-Digitalcomputer, der allgemein einen Mikroprozessor oder eine zentrale
Verarbeitungseinheit, Speichermedien, die einen Nurlesespeicher (ROM), einen Direktzugriffsspeicher
(RAM) und einen elektrisch programmierbaren Nurlesespeicher (EPROM) umfassen, einen
Hochgeschwindigkeitstaktgeber, eine Analog/Digital-(A/D-)- und eine Digital/Analog-(D/A)-Schaltung,
eine Eingabe/Ausgabe-Schaltung, und -Einrichtungen (I/O) und eine geeignete Signalaufbereitungs-
und Pufferschaltung umfasst. Jedes Steuermodul weist einen Satz von Steueralgorithmen
auf, die residente Programmanweisungen und Kalibrierungen umfassen, die in dem ROM
gespeichert sind und ausgeführt werden, um die jeweiligen Funktionen jedes
Computers auszuführen. Die Informationsübertragung zwischen den verschiedenen
Computern wird vorzugsweise unter Verwendung des vorstehend erwähnten LAN
6 bewerkstelligt.
Algorithmen zur Steuerung und Zustandsschätzung in jedem der
Steuermodule werden typischerweise während voreingestellter Schleifenzyklen
ausgeführt, so dass jeder Algorithmus zumindest einmal in jedem Schleifenzyklus
ausgeführt wird. Algorithmen, die in den nichtflüchtigen Speichereinrichtungen
gespeichert sind, werden durch eine der zentralen Verarbeitungseinheiten ausgeführt
und sind betreibbar, um Eingänge von den Erfassungseinrichtungen zu überwachen
und Steuer- und Diagnoseroutinen zur Steuerung des Betriebes der jeweiligen Einrichtung
unter Verwendung voreingestellter Kalibrierungen auszuführen. Die Schleifenzyklen
werden typischerweise in regelmäßigen Intervallen, beispielsweise alle
3,125, 6,25, 12,5, 25 und 100 Millisekunden, während des fortwährenden
Maschinen- und Fahrzeugbetriebes ausgeführt. Alternativ können Algorithmen
in Abhängigkeit von dem Auftreten eines Ereignisses ausgeführt werden.
In Ansprechen auf eine Betätigung durch den Bediener, wie sie
durch die UI 13 erfasst wird, bestimmen das Aufsicht führende HCP-Steuermodul
5 und eines oder mehrere der anderen Steuermodule das angeforderte Getriebeabtriebsdrehmoment
TO an Welle 64, das auch als Bedienerdrehmomentanforderung bezeichnet
wird. Selektiv betriebene Komponenten des Getriebes 10 werden geeignet
gesteuert und betätigt, um auf den Bedienerbedarf zu reagieren.
Wenn der Bediener beispielsweise in der in den 1 und
2 gezeigten beispielhaften Ausführungsform einen
Vorwärtsfahrbereich ausgewählt hat und entweder das Gaspedal oder das
Bremspedal bedient, bestimmt das HCP 5 ein Abtriebsdrehmoment für
das Getriebe, das beeinflusst, wie und wann das Fahrzeug beschleunigt oder verzögert.
Eine abschließende Fahrzeugbeschleunigung wird durch andere Faktoren beeinflusst,
die z.B. die Straßenlast, die Straßensteigung und die Fahrzeugmasse umfassen.
Das HCP 5 überwacht die Parameterzustände der Drehmoment erzeugenden
Einrichtungen und bestimmt den Abtrieb des Getriebes, der erforderlich ist, um zu
dem gewünschten Drehmomentausgang zu gelangen. Unter der Anweisung des HCP
5 arbeitet das Getriebe 10 über einen Bereich von Abtriebsdrehzahlen
von langsam bis schnell, um dem Bedienerbefehl nachzukommen.
Das elektromechanische Hybridgetriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung
umfasst ein Abtriebselement 64, das Ausgangsleistung über zwei unterschiedliche
Zahnradstränge in dem Getriebe 10 erhält, und arbeitet in mehreren
Getriebebetriebsmodi, die nun anhand von 1 und der
Tabelle 1 unten beschrieben werden.
Tabelle 1
Die verschiedenen in der Tabelle beschriebenen Betriebsmodi des Getriebes
geben an, welche der spezifischen Kupplungen C1, C2, C3, C4 für jeden der Betriebsmodi
eingerückt oder betätigt wird. Zusätzlich können MG-A und MG-B
in verschiedenen Betriebsmodi des Getriebes jeweils als Elektromotoren arbeiten,
um Bewegungsantriebsdremoment zu erzeugen, oder als Generator, um elektrische Energie
zu erzeugen. Ein erster Modus oder Zahnradstrang wird gewählt, wenn die Drehmomentübertragungseinrichtung
70 betätigt wird, um das äußere Zahnradelement
46 des dritten Planetenradsatzes 28 "auf Masse zu legen". Ein
zweiter Modus oder Zahnradstrang wird gewählt, wenn die Drehmomentübertragungseinrichtung
70 gelöst wird und die Drehmomentübertragungseinrichtung
62 gleichzeitig betätigt wird, um die Welle 60 mit dem Träger
52 des dritten Planetenradsatzes 28 zu verbinden. Andere Faktoren
außerhalb des Schutzumfangs der Erfindung beeinflussen, wann die Elektromotoren
56, 72 als Motoren und Generatoren arbeiten, und werden hierin
nicht besprochen.
Das Steuersystem, das vor allem in 2
gezeigt ist, ist betreibbar, um einen Bereich von Getriebeabtriebsdrehzahlen NO
der Welle 64 von relativ langsam bis relativ schnell innerhalb jedes Betriebsmodus
bereitzustellen.
Die Kombination von zwei Modi mit einem Abtriebsdrehzahlbereich von
langsam bis schnell in jedem Modus lässt zu, dass das Getriebe 10
ein Fahrzeug von einer stehenden Bedingung aus bis zu Autobahngeschwindigkeiten
antreiben kann und verschiedenen anderen Anforderungen nachkommt, wie sie zuvor
beschrieben wurden. Zusätzlich koordiniert das Steuersystem den Betrieb des
Getriebes 10, um synchronisierte Schaltvorgänge zwischen den Modi
zuzulassen.
Der erste und zweite Betriebsmodus beziehen sich auf Umstände,
unter denen die Getriebefunktionen durch eine Kupplung, d.h. entweder Kupplung C1
62 oder C2 70, und durch die gesteuerte Drehzahl und das gesteuerte
Drehmoment der Elektromotoren 56 und 72 gesteuert werden. Nachstehend
werden bestimmte Betriebsbereiche beschrieben, bei denen feste Verhältnisse
erreicht werden, indem eine zusätzliche Kupplung angewandt wird. Diese zusätzliche
Kupplung kann Kupplung C3 73 oder C4 75 sein, wie es in der Tabelle
oben gezeigt ist.
Wenn die zusätzliche Kupplung eingerückt ist, wird ein festes
Verhältnis von Antriebsdrehzahl zu Abtriebsdrehzahl des Getriebes, d.h. NI/NO,
erreicht. Die Rotationen der Motoren MG-A und MG-B 56, 72 hängen
von der internen Rotation des Mechanismus ab, wie sie durch das Kuppeln definiert
ist, und sind proportional zu der Antriebsdrehzahl NI, die an der Welle
12 bestimmt oder gemessen wird. Die Motoren MG-A and MG-B funktionieren
als Motoren oder Generatoren. Sie sind vollständig unabhängig von dem
Leistungsfluss von der Maschine zu dem Abtrieb, wodurch ermöglicht wird, dass
beide Motoren sind, beide als Generatoren fungieren oder irgendeine Kombination
davon. Dies lässt zu, dass beispielsweise während des Betriebes in dem
festen Verhältnis GR1 die Bewegungsleistung, die von dem Getriebe an Welle
64 ausgegeben wird, durch Leistung von der Maschine und Leistung von MG-A
und MG-B durch den Planetenradsatz 28 bereitgestellt wird, indem Leistung
von der Energiespeichereinrichtung 74 aufgenommen wird.
In 3 sind verschiedene Getriebsbetriebsmodi
als Funktion der Getriebeabtriebsdrehzahl NO und der Getriebeantriebsdrehzahl
NI für das beispielhafte in den 1 und
2 gezeigte Getriebe- und Steuersystem aufgetragen.
Der Betrieb mit festem Verhältnis ist als Einzellinien für jedes der spezifischen
Übersetzungsverhältnisse GR1, GR2, GR3 und GR4 gezeigt, wie es anhand
von Tabelle 1 oben beschrieben wurde. Der Betrieb mit stufenlos verstellbarem Modus
ist als Betriebsbereiche für jeden von Modus I und Modus II gezeigt. Der Getriebebetriebsmodus
wird zwischen dem Betrieb mit festem Verhältnis und dem Betrieb mit stufenlos
verstellbarem Modus umgeschaltet, indem spezifische Kupplungen aktiviert oder deaktiviert
werden. Das Steuersystem ist betreibbar, um einen spezifischen Getriebebetriebsmodus
auf der Basis verschiedener Kriterien unter Verwendung von Algorithmen und Kalibrierungen
zu bestimmen, die von dem Steuersystem ausgeführt werden, und liegt außerhalb
des Schutzumfangs dieser Erfindung.
Die Auswahl des Betriebsmodus des Getriebes hängt primär
von der Bedienereingabe und der Fähigkeit des Antriebsstrangs, dieser Eingabe
nachzukommen, ab. Wieder nach 3 und Tabelle 1 fällt
ein erster Bereich vorwiegend in den Betrieb des Modus I, wenn die Kupplungen C1
70 und C4 75 eingerückt sind. Ein zweiter Bereich fällt
in Modus I und Modus II, wenn die Kupplungen C2 62 und C1 70 eingerückt
sind. Das erste feste Übersetzungsverhältnis ist während Modus I
verfügbar, wenn die Kupplungen C1 und C4 eingerückt sind. Das zweite feste
Übersetzungsverhältnis ist während Modus I verfügbar, wenn die
Kupplungen C1 und C2 eingerückt sind. Der dritte Bereich mit festem Übersetzungsverhältnis
ist während Modus II verfügbar, wenn die Kupplungen C2 62 und
C4 75eingerückt sind, und der vierte Bereich mit festem Verhältnis
ist während Modus II verfügbar, wenn die Kupplungen C2 62 und
C3 73 eingerückt sind. Es ist festzustellen, dass sich der erste und
zweite Bereich des stufenlos verstellbaren Betriebes für Modus I und Modus
II überlappen können.
Die Ausgangsleistung des vorstehend beschriebenen beispielhaften Antriebsstrangsystems
ist aufgrund von mechanischen und Systembebegrenzungen eingeschränkt. Die Abtriebsdrehzahl
NO des Getriebes, die an der Welle 64 gemessen wird, ist aufgrund
von Begrenzungen der Abtriebsdrehzahl der Brennkraftmaschine und der Antriebsdrehzahl
NI des Getriebes, die an der Welle 12 gemessen wird, und Drehzahlbegrenzungen
des MG-A und MG-B begrenzt. Das Abtriebsdrehmoment des Getriebes 64 ist
aufgrund von Begrenzungen eines Eingangsdrehmoments der Brennkraftmaschine und des
Eingangsdrehmoments, das an der Welle 12 nach dem Dämpfer
20 für transientes Drehmoment gemessen wird, und Drehmomentbegrenzungen
von MG-A und MG-B 56, 72 ähnlich begrenzt.
Im Betrieb tritt ein Schalten in dem beispielhaften Getriebe aufgrund
einer Vielfalt von Betriebseigenschaften des Antriebsstrangs auf. Es kann eine Änderung
der Anforderung für eine Bedieneranforderung nach Drehmoment geben. Derartige
Anforderungen werden typischerweise durch Eingaben in die UI 13 übermittelt,
wie es zuvor beschrieben wurde. Zusätzlich kann eine Anforderungsänderung
für Abtriebsdrehmoment anhand einer Änderung von äußeren Bedingungen
vorhergesagt werden, die zum Beispiel eine Änderung der Straßensteigung,
der Straßenbelagbedingungen oder der Windlast umfassen. Eine Schaltänderung
kann anhand einer Änderung der Antriebsstrangdrehmomentanforderung vorhergesagt
werden, die durch einen Steuermodulbefehl hervorgerufen wird, um einen der Elektromotoren
zwischen einem elektrischen Energie erzeugenden Modus und einem Drehmoment erzeugenden
Modus zu wechseln. Eine Schaltänderung kann anhand einer Änderung eines
Optimierungsalgorithmus oder einer Optimierungsroutine vorhergesagt werden, die
betreibbar ist, um den optimalen Systemwirkungsgrad auf der Basis einer Bedieneranforderung
für Leistung, des Batterieladezustandes und von Energiewirkungsgraden der Brennkraftmaschine
14 und von MG-A und MG-B 56, 72 zu bestimmen. Das Steuersystem
verwaltet Drehmomenteingänge von der Brennkraftmaschine 14 und von
MG-A und MG 56, 72 auf der Basis des Ergebnisses der ausgeführten
Optimierungsroutine, und es kann Änderungen der Systemoptimierung geben, die
eine Schaltänderung erzwingen, um Systemwirkungsgrade zu optimieren und somit
die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern und das Laden der Batterie zu verwalten.
Eine Schaltänderung kann auch auf einem Fehler in einer Komponente oder einem
System beruhen.
Die verteilte Steuerarchitektur wirkt zusammen, um eine Notwendigkeit
für eine Änderung des Getriebebetriebszustands zu bestimmen und führt
das vorstehende aus, um den Gangwechsel zu bewirken. Eine Schaltänderung in
dem beispielhaften System umfasst eine von zumindest drei möglichen Situationen.
Es kann ein Schalten von einem ersten festen Gang in einen zweiten festen Gang geben.
Es kann ein Schalten von einem festen Gang in einen der stufenlos verstellbaren
Modi geben. Es kann ein Schalten von einem der stufenlos verstellbaren Modi in einen
festen Gang geben.
Wenn ein Schalten von einem festen Gang in einen zweiten festen Gang
erfolgt, umfasst der Schaltprozess, dass eine weggehende Kupplung deaktiviert wird
und eine herankommende Kupplung betätigt wird. Beispielsweise wird beim Schalten
von GR1 in GR2 die weggehende Kupplung C4 75 deaktiviert und die herankommende
Kupplung C2 62 wird betätigt, was zulässt, dass sie Drehmoment
überträgt. Die Kupplung C1 70 ist während des gesamten Prozesses
betätigt. Die Betätigung einer herankommenden Kupplung umfasst vorzugsweise,
dass die Drehzahlen der Elemente der herankommenden Kupplung synchronisiert werden,
indem die Drehmoment erzeugenden Einrichtungen gesteuert werden und gegebenenfalls
der Schlupf der herankommenden Kupplung gesteuert wird. Die Kupplungsdrehzahl ist
allgemein als die Differenz der Drehzahl zwischen den Elementen der Kupplung definiert.
Eine Schaltänderung aus irgendeinem der Betriebsmodi mit dem
festen Gang heraus kann ein Mehrschrittprozess sein, bei dem Drehmoment, das über
die weggehende Kupplung hinweg übertragen wird, vorzugsweise vor ihrer Deaktivierung
entlastet wird. Ein Entlasten von Drehmoment über die weggehende Kupplung hinweg
umfasst, dass der Drehmomenttransport über andere Drehmomentübertragungswege,
z.B. unter Verwendung von MG-A oder MG-B und die herankommende Kupplung, eingestellt
wird. Das Deaktivieren einer weggehenden Kupplung umfasst, dass die Drehmomenttransportkapazität
der weggehenden Kupplung verringert wird, indem Hydraulikdruck durch Steuerung von
einem der Solenoide vermindert wird, wie es zuvor beschrieben wurde.
Um ein Schalten in einen festen Gang zu bewirken, wird Drehmoment
von der weggehenden Kupplung entlastet und sie wird deaktiviert. Eine Eingangsseite
der herankommenden Kupplung wird vorzugsweise mit der Drehzahl eines Ausgangs der
herankommenden Kupplung synchronisiert und der Schlupf wird gesteuert, um die Wärmeerzeugung
in der herankommenden Kupplung zu minimieren, während Stöße und Ruckeln
des Endantriebs verhindert oder vermindert werden. Die herankommende Kupplung wird
betätigt, indem Hydraulikdruck, der an die Kupplung angelegt wird, auf eine
Größe gesteuert wird, die ausreicht, um die Kupplung mit einem Schlupf
von Null über die Kupplungselemente hinweg zu halten. Ungeachtet von der Art
des ausgeführten Schaltens benötigt die Schaltänderung eine endliche
Zeitdauer zur Ausführung, wobei typischerweise weniger als eine Sekunde angestrebt
wird, und wird auf spezifischen Umständen beruhen, die von dem oben beschriebenen
Steuersystem überwacht und gesteuert werden.
Nach 4 umfasst die Erfindung nun allgemein
einen Algorithmus, der sich in einem der Module des Steuersystems befindet und darin
ausgeführt wird und der bewirkt, dass ein Verfahren zum Steuern des Betriebs
des Antriebsstrangsystems, d.h. des Getriebes 10 und der Drehmoment erzeugenden
Einrichtungen 14, 56, 72 während eines Schaltens
von einem ersten Betriebsmodus, vorzugsweise einem der festen Gänge, in einen
zweiten Betriebsmodus, welcher einer der festen Gänge ist, implementiert wird.
Wenn ein Schalten befohlen wird, ist das Steuersystem betreibbar, um die spezifische
Drehmomentübertragungskupplung, die zu entlasten und zu deaktivieren ist, und
die spezifische Drehmomentübertragungskupplung, die zu betätigen ist,
auf der Basis einer Kalibrierung festzustellen, die die Substanz der Information
enthält, die in Tabelle 1 oben enthalten ist. Die weggehende Kupplung wird
deaktiviert und das Getriebe tritt in eine Drehzahlphase ein, wobei die Ausgangsleistung
des Getriebes auf der Basis des Betriebes der Elektromotoren MG-A und MG-B bestimmt
wird. Es wird ein zeitbasiertes Drehzahlprofil für die herankommende Kupplung
festgelegt. Der Ausgang des Getriebes NO wird überwacht, und die
Antriebsdrehzahl NI von der Brennkraftmaschine wird auf der Basis des
zeitbasierten Drehzahlprofils für die herankommende Kupplung und des Ausgangs
des Getriebes vorzugsweise innerhalb einer begrenzten verstrichenen Zeit ungeachtet
einer Änderung des Ausganges des Getriebes gesteuert. Dieser Vorgang wird nachstehend
ausführlich beschrieben.
In 4 ist eine Reihe von zeitbezogenen
Datengraphen gezeigt, die ein beispielhaftes Schalten von einem ersten festen Gang,
in diesem Beispiel GR1, in einen zweiten festen Gang, in diesem Beispiel GR2, darstellen.
Der erste Datengraph stellt ein Maß der Antriebsdrehzahl NI, als
Funktion der Zeit aufgetragen, für das beispielhafte Schaltereignis dar. Vor
dem Punkt B arbeitet das Getriebe in dem ersten festen Gang GR1, der sich durch
die Betätigung der Drehmomentübertragungskupplungen C1 70 und
C4 75 auszeichnet. Bei Punkt B wird Kupplung C4 deaktiviert und das Getriebe
arbeitet in dem stufenlos verstellbaren Modus I, wobei nur die Kupplung C1 betätigt
ist, was auch als eine Drehzahlphase bezeichnet wird. An Punkt G wird die Kupplung
C2 62 betätigt und das Getriebe beginnt einen Betrieb in dem zweiten
festen Gang GR2, und die Drehzahlphase endet. Während der Drehzahlphase sind
Elemente der Kupplung C2 62 im Wesentlichen synchronisiert, um eine Betätigung
der herankommenden Kupplung C2 ohne Endantriebsstörungen zuzulassen. Der Prozess
des Synchronisierens der Elemente der Kupplung C2 62 umfasst, dass die
Antriebsdrehzahl NI gemäß einem vorbestimmten Steuerschema
gesteuert wird, das wie folgt beschrieben wird. Die Antriebsdrehzahl NI
bestimmt die Drehzahl der herankommenden Kupplung C2, was die Drehzahl eines Elementes
der herankommenden Kupplung ergibt. Die Drehzahl des anderen Elementes der herankommenden
Kupplung ist die Drehzahl des Trägers 52 des dritten Planetenradsatzes
28, der direkt mit dem Getriebeabtriebselement 64 verbunden ist.
Die Drehzahl des Trägers 52 ist als die Drehzahl der Abtriebswelle
64, NO, multipliziert dem Übersetzungsverhältnis GR2,
oder NO × GR2 berechenbar. Die gesamte verstrichene Zeit zum Ausführen
des Schaltens von dem ersten festen Gang zu dem zweiten festen Gang liegt vorzugsweise
im Bereich von etwa 500 Millisekunden ab dem Deaktivieren der weggehenden Kupplung
bis zur Betätigung der herankommenden Kupplung.
Der Datengraph von 4 ist ein Graph für
ein beispielhaftes zeitbasiertes Profil für die Drehzahl der herankommenden
Kupplung NC während der Drehzahlphase, wobei Elemente davon als
Kalibrierwerte in dem Steuersystem gehalten werden. Daraus wird ein zeitbasiertes
Drehzahlprofil, das als der dritte Datensatz gezeigt ist und eine Änderung
der Drehzahl der herankommenden Kupplung NC_DOT über die feste Zeitdauer
umfasst, erzeugt und dazu verwendet, die Antriebsdrehzahl NI während
der Drehzahlphase des Schaltens zu steuern. Die herankommende Kupplung wird anfangs
mit einer bekannten Drehzahl NC_INIT betrieben, die auf der Basis der
Antriebsdrehzahl NI, der Abtriebsdrehzahl NO und des weggehenden
Übersetzungsverhältnisses bestimmbar ist. Die Y-Achse des Graphen ist
ein Maß einer Änderung der Drehzahl der herankommenden Kupplung, die als
NC_DOT bezeichnet wird. Für jede anfängliche Betriebsdrehzahl
NC_INIT der herankommenden Kupplung wird das Betriebsprofil zum Ändern
der Drehzahl der herankommenden Kupplung NC_DOT als Getriebeabtriebsdrehzahl
NO über die feste Zeitdauer ausgedrückt bestimmt.
Das Betriebsprofil wird wie folgt mit Bezugnahme auf den dritten Datengraphen
erzeugt, der ein vorkalibriertes Format für eine zeitbasierte Änderung
der Drehzahl der herankommenden Kupplung NC_DOT darstellt, das vorzugsweise
in einer nichtflüchtigen Speichereinrichtung von einem der Steuermodule gespeichert
ist. Das vorkalibrierte Format für eine zeitbasierte Änderung der Drehzahl
der herankommenden Kupplung umfasst vorzugsweise ein Dreistufenformat, das durch
Zeitschritte T1, T2 und T3 bezeichnet ist, und jeder Zeitschritt ist vorzugsweise
ein vorbestimmter Prozentsatz der gesamten verstrichenen Zeit für ein Schalten.
Die Gesamtzeit T1 + T2 + T3 umfasst die verstrichene Zeit von Punkt B zu Punkt G.
Der erste Zeitschritt T1 umfasst eine Übergangsperiode, wobei es einen anfänglichen
Anstieg der Kupplungsdrehzahl gibt. Der zweite Zeitschritt T2 umfasst eine Periode
einer stationären Änderung der Drehzahl der herankommenden Kupplung. Der
dritte Zeitschritt T3 umfasst ein Absinken der Drehzahl der herankommenden Kupplung,
wenn eine Synchronisation auftritt.
Wieder nach den Datengraphen von 4 ist
im Gesamtbetrieb die Drehzahl von jeder der Kupplungen C1, C2, C3 und C4 auf der
Basis der Antriebsdrehzahl NI und der Abtriebsdrehzahl NO
bestimmbar. Die verstrichene Zeit zum Ausführen des Schaltens ist fest. Das
Format für die zeitbasierte Änderung der Drehzahl der herankommenden Kupplung
NC_DOT ist vorkalibriert, und der gewünschte feste Gang ist festgelegt,
wodurch identifiziert wird, welche der Kupplungen herankommt. Deshalb ist an Punkt
B, wenn die weggehende Kupplung deaktiviert wird, eines der Steuermodule betreibbar,
um die Anfangsdrehzahl der herankommenden Kupplung NC_INIT und eine abschließende
Drehzahl der herankommenden Kupplung zu bestimmen, die bei Null fest ist, da die
Kupplungsdrehzahl auf der Basis der relativen Drehzahl von gegenüberliegenden
Kupplungselementen berechenbar ist. Ein spezifisches zeitbasiertes Drehzahlprofil
für die Antriebsdrehzahl NI wird auf der Basis des vorkalibrierten
Formats für eine zeitbasierte Änderung der Drehzahl der herankommenden
Kupplung NC_DOT und der Abtriebsdrehzahl des Getriebes, die messbar ist,
erzeugt. Die Antriebsdrehzahl NI wird gesteuert, indem der Betrieb der
Brennkraftmaschine 14 über ECM 23 gesteuert wird. Wenn die
Antriebsdrehzahl NI mit der Drehzahl der Abtriebswelle 64, NO,
multipliziert mit dem Übersetzungsverhältnis GR2 oder NO ×
GR2 synchronisiert ist, wird die herankommende Kupplung betätigt und der Betrieb
mit einem festen Gang beginnt.
Wieder nach 4 sind Aspekte der Drehzahlphasen-Schaltausführung
ausführlicher beschrieben. Linienelement A umfasst eine Darstellung einer Antriebsdrehzahl
NI als Funktion der Abtriebsdrehzahl multipliziert mit dem ersten Übersetzungsverhältnis
GR1, NO × GR1. Zum Zeitpunkt B wird ein Schalten mit der Absicht
eingeleitet, in den zweiten Gang GR2 zu schalten, der durch Linienelement D dargestellt
ist. Bei einem ersten beispielhaften Schaltereignis stellen Liniensegmente C und
F die Antriebsdrehzahl NI für ein Schaltereignis dar, wobei es keine
Änderung der Abtriebsdrehzahl des Getriebes während der Drehzahlphase
des Schaltens gibt. Zum Zeitpunkt G, wenn die Antriebsdrehzahl NI mit
der Abtriebsdrehzahl multipliziert mit dem zweiten Übersetzungsverhältnis,
NO × GR2, synchronisiert ist, wird die herankommende Kupplung C2
62 betätigt. Von diesem Punkt aus nach vorne arbeitet das Getriebe
in dem zweiten festen Gang GR2. Die verstrichene Zeit von Punkt B zu Punkt G ist
eine feste Zeitdauer, typischerweise etwa 500 Millisekunden.
In einem zweiten beispielhaften Schaltereignis stellen Liniensegmente
C und F' die Antriebsdrehzahl NI für ein Schaltereignis dar, wobei
es eine Änderung des Ausgangs des Getriebes während der Drehzahlphase
gibt. An Punkt E ändert sich der Getriebeausgang NO zu NO',
was weiter durch Liniensegment F' dargestellt ist. Das Steuersystem, das die Abtriebsdrehzahl
NO überwacht, ist betreibbar, um das zeitbasierte Profil für
die Drehzahl der herankommenden Kupplung neu zu berechnen, und stellt die Verbrennungsmaschinenantriebsdrehzahl
NI ein, um die Änderung der Kupplungsdrehzahl zu erreichen und somit
die geänderte Abtriebsdrehzahl NO' zu synchronisieren. Punkt G'
stellt den Zeitpunkt dar, zu dem die Antriebsdrehzahl NI sich mit dem
Ausgang des Getriebes multipliziert mit dem dazwischenliegenden Übersetzungsverhältnis,
NO' × GR2, synchronisiert. Zum Zeitpunkt G', wenn die Antriebsdrehzahl
NI mit der Abtriebsdrehzahl multipliziert mit dem zweiten Übersetzungsverhältnis,
NO' × GR2, synchronisiert ist, wird die herankommende Kupplung C2
62 betätigt. Von diesem Punkt aus nach vorne arbeitet das Getriebe
in dem zweiten festen Gang GR2. Die verstrichene Zeit ab Punkt B bis zu Punkt G'
ist die vorstehend erwähnte feste Zeitdauer, typischerweise etwa 500 Millisekunden.
Im Betrieb wird die Drehzahl der herankommenden Kupplung vorzugsweise
mit der Getriebeabtriebsdrehzahl multipliziert mit dem herankommenden Übersetzungsverhältnis,
NO × GR2, synchronisiert, um ein Schalten in den herankommenden
festen Gang zu bewirken, ohne eine Endantriebsdynamik, z.B. Klingeln, Stöße
und Kupplungsschlupf einzuführen. In dem beispielhaften Getriebe
10 ist, wenn die Abtriebsdrehzahl NO und das herankommende Übersetzungsverhältnis
bekannt sind, die synchronisierte Drehzahl der herankommenden Kupplung, in diesem
Beispiel C2, auf der Basis der Abtriebsdrehzahl und des herankommenden Übersetzungsverhältnisses,
d.h. NC2 = NO × GR2, berechenbar. Das Steuersystem steuert
die Antriebsdrehzahl NI durch bekannte Verbrennungsmaschinensteueralgorithmen,
einschließlich nachfolgender Änderungen der Abtriebsdrehzahl, um die Drehzahl
der herankommenden Kupplung zu synchronisieren und eine Betätigung der Kupplung
in der verstrichenen Zeitdauer zu bewirken.
Es ist zu verstehen, dass Modifikationen in den Bauteilen des Getriebes
innerhalb des Schutzumfanges der Erfindung zulässig sind. Die Erfindung ist
unter besonderer Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsformen und Modifikationen
daran beschrieben worden. Weitere Modifikationen und Abänderungen können
anderen beim Lesen und Verstehen der Beschreibung in den Sinn kommen. Alle derartigen
Modifikationen und Abänderungen sollen umfasst sein, insofern sie in den Schutzumfang
der Erfindung fallen.
Anspruch[de]
Verfahren zum Ausführen eines Schaltens von einem ersten festen
Gang in einen zweiten festen Gang in einem Antriebsstrangsystem, das ein elektromechanisches
Getriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung umfasst und dazu dient, einen
Drehzahleingang von einer Brennkraftmaschine zu erhalten, wobei das Verfahren umfasst,
dass:
eine weggehende Kupplung deaktiviert wird;
ein zeitbasiertes Profil für die Drehzahl einer herankommenden Kupplung erzeugt
wird;
der Drehzahleingang von der Brennkraftmaschine auf der Basis des zeitbasierten Profils
für die Drehzahl der herankommenden Kupplung und eines Ausgangs des Getriebes
gesteuert wird; und die herankommende Kupplung betätigt wird.Verfahren nach Anspruch 1,
wobei das Erzeugen des zeitbasierten Profils für die Drehzahl der herankommenden
Kupplung umfasst, dass:
eine Drehzahl der herankommenden Kupplung bei einem Start des Schaltens bestimmt
wird; und
die bestimmte Drehzahl der herankommenden Kupplung bei dem Start des Schaltens auf
ein vorkalibriertes Format für eine zeitbasierte Änderung der Drehzahl
der herankommenden Kupplung angewandt wird.Verfahren nach Anspruch 2, wobei das vorkalibrierte Format für
eine zeitbasierte Änderung der Drehzahl der herankommenden Kupplung ein Dreistufenformat
umfasst, wobei die erste Stufe einen Anstieg der Drehzahl umfasst, die zweite Stufe
eine stationäre Änderung der Drehzahl umfasst und die dritte Stufe einen
Abstieg der Drehzahl der herankommenden Kupplung umfasst.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Steuern des Drehzahleingangs von
der Brennkraftmaschine auf der Basis des zeitbasierten Profils für die Drehzahl
der herankommenden Kupplung und eines Ausgangs des Getriebes umfasst,
dass der Drehzahleingang von der Brennkraftmaschine gesteuert wird, was bewirkt,
dass die Drehzahl der herankommenden Kupplung im Wesentlichen mit der Drehzahl einer
Abtriebswelle des Getriebes multipliziert mit einem Übersetzungsverhältnis
des zweiten festen Ganges synchronisiert wird.Verfahren nach Anspruch 4, das ferner umfasst, dass der Drehzahleingang
von der Brennkraftmaschine gesteuert wird, um die Drehzahl der herankommenden Kupplung
im Wesentlichen mit einer Drehzahl einer Abtriebswelle des Getriebes multipliziert
mit einem Übersetzungsverhältnis des zweiten festen Gangs nach einer vorbestimmten
verstrichenen Zeitdauer zu synchronisieren.Verfahren nach Anspruch 5, wobei die vorbestimmte verstrichene Zeitdauer
eine Dauer von ungefähr 500 Millisekunden ab der Deaktivierung der weggehenden
Kupplung bis zur Betätigung der herankommenden Kupplung umfasst.Erzeugnis mit einem Speichermedium, in das ein Computerprogramm codiert
ist, das dazu dient, ein Schalten von einem ersten festen Gang in einen zweiten
festen Gang in einer Getriebevorrichtung zu bewirken, die dazu dient, eine Antriebsdrehzahl
von einer Welle einer Brennkraftmaschine zu erhalten, wobei das Computerprogramm
umfasst:
Code zum Deaktivieren einer weggehenden Kupplung;
Code zum Erzeugen eines zeitbasierten Profils für eine Drehzahl einer herankommenden
Kupplung;
Code zum Steuern der Antriebsdrehzahl von der Welle der Brennkraftmaschine auf der
Basis des zeitbasierten Profils für eine Drehzahl der herankommenden Kupplung
und eines Ausgangs des Getriebes; und
Code zum Betätigen der herankommenden Kupplung.Erzeugnis nach Anspruch 7, wobei das Getriebe ein elektromechanisches
Getriebe mit zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung umfasst, das vier Drehmomentübertragungskupplungen
aufweist und in einem von vier Modi mit festem Gang und zwei stufenlos verstellbaren
Modi betreibbar ist.Erzeugnis nach Anspruch 8, wobei das elektromechanische Getriebe mit
zwei Modi und Verbundleistungsverzweigung betreibbar ist, um einen Drehmomenteingang
von einem ersten und zweiten Elektromotor zu erhalten.Erzeugnis nach Anspruch 8, wobei der Betrieb des Getriebes in einem
der vier Modi mit festen Gängen durch Betätigung vorgewählter Paare
der Drehmomentübertragungskupplungen bewirkt wird.Erzeugnis nach Anspruch 7, wobei der Code zum Steuern der Antriebsdrehzahl
von der Welle der Brennkraftmaschine auf der Basis des zeitbasierten Drehzahlprofils
für die herankommende Drehmomentübertragungskupplung und des Ausganges
des Getriebes Code zum Steuern der Antriebsdrehzahl der Brennkraftmaschine umfasst,
um die Drehzahl der herankommenden Kupplung im Wesentlichen mit einer Drehzahl einer
Abtriebswelle des Getriebes multipliziert mit einem Übersetzungsverhältnis
des zweiten festen Ganges nach einer verstrichenen Zeitdauer zu synchronisieren.Antriebsstrangsystem, umfassend:
A) eine Brennkraftmaschine, die funktional mit einer elektromechanischen Getriebevorrichtung
verbunden ist; die bewirkt, in einem von vier festen Gängen über eine
selektive Betätigung von vier Kupplungen zu arbeiten; und
B) ein Steuersystem:
i) das eingerichtet ist, eine Antriebsdrehzahl von der Brennkraftmaschine in das
Getriebe zu überwachen, und eine Drehzahl einer Abtriebswelle des Getriebes
zu überwachen; und
ii) eingerichtet ist, die Antriebsdrehzahl der Brennkraftmaschine zu steuern, und
eingerichtet ist, die vier Kupplungen selektiv zu betätigen; und
iii) ein Speichermedium umfasst, in das ein Computerprogramm codiert ist, das dazu
dient, ein Schalten von einem ersten festen Gang in einen zweiten festen Gang in
dem Getriebe zu bewirken, wobei das Computerprogramm umfasst:
Code zum Deaktivieren einer weggehenden Kupplung;
Code zum Erzeugen eines zeitbasierten Profils für eine Drehzahl einer herankommenden
Kupplung;
Code zum Steuern der Antriebsdrehzahl von der Brennkraftmaschine auf der Basis des
zeitbasierten Profils für die Drehzahl der herankommenden Kupplung und der
Drehzahl der Abtriebswelle des Getriebes; und
Code zum Betätigen der herankommenden Kupplung.Antriebsstrangsystem nach Anspruch 12, das ferner Code zum Steuern der
Antriebsdrehzahl von der Brennkraftmaschine umfasst, um die Drehzahl
der herankommenden Kupplung im Wesentlichen mit der Drehzahl der Abtriebswelle des
Getriebes multipliziert mit einem Übersetzungsverhältnis des zweiten festen
Ganges nach einer vorbestimmten verstrichenen Zeitdauer zu synchronisieren.Antriebsstrangsystem nach Anspruch 12, wobei das Steuersystem eine verteilte
Steuermodularchitektur umfasst, die betreibbar ist, um die Steuerung des Antriebsstrangsystems
zu koordinieren.