Die Erfindung betrifft ein Anzeigeinstrument und bezieht sich insbesondere
auf ein durch einen Schrittmotor angetriebenes Anzeigeinstrument sowie auf ein Verfahren
zum Betrieb desselben.
Ein Anzeigeinstrument, welches durch einen Zweiphasen-Magnetfeld-Schrittmotor
angetrieben wird, wurde in einem Fahrzeug bereits eingesetzt. Der Schrittmotor eines
solchen Anzeigeinstruments weist ein Paar von ringförmigen Statoren auf, deren
jeder eine ringförmige Wicklung und eine Vielzahl von magnetischen Polen hat,
sowie einen Permanentmagnetrotor, der dieselbe Anzahl von Polen wie jeder der Statoren
besitzt. Die Pole eines der Statoren sind jeweils zwischen den Polen des anderen
Stators angeordnet, und eine der Wicklungen wird mit einem Strom sinusförmigen
Verlaufs erregt, während die andere Wicklung gleichzeitig mit einem Strom cosinusförmigen
Verlaufs erregt wird. Ein magnetisches Drehfeld wird durch die Statoränderungen
erzeugt, wenn sich beide den Wicklungen zugeführte Ströme sinusoidal oder
sinusförmig ändern, so daß der Permanentmagnetrotor in einer vorbestimmten
Richtung angetrieben wird und sich eine Anzeigevorrichtung oder ein Zeiger des Anzeigeinstruments
zusammen mit dem Magnetrotor bewegt. Die Anzeigevorrichtung wird bei der Herstellung
üblicherweise so eingestellt, daß sie in einer Nullage verbleibt.
Falls jedoch dem Anzeigeinstrument vor der Auslieferung ein Stoß
versetzt wird, kann sich der Magnetrotor drehen, die Anzeigevorrichtung aus der
Nullage gebracht oder entfernt und nicht mehr in diese zurückgeführt werden.
Das in der JP 06-38593AA offenbarte Anzeigeinstrument besitzt einen
sich nahe der Nullage oder Nullstellung befindenden Anschlag oder Stopper, und ein
sinusförmiger sowie ein cosinusförmiger Strom werden den jeweiligen Wicklungen
als Nullrückführ- oder Nullrückstellstrom zugeführt, um ein
in Rückwärtsrichtung drehendes Magnetfeld bereitzustellen und dadurch
den Magnetrotor und die Anzeigevorrichtung in die Nullstellung zurückzuführen
und gegen den Anschlag in Anlage zu bringen, bevor das Anzeigeinstrument den Betrieb
(Vorwärtsdrehung) aufnimmt, so daß sich die Anzeigevorrichtung aus der
Nullstellung heraus bewegen kann.
Wenn jedoch das in Rückwärtsrichtung drehende Feld für
länger als etwa einen halben Zyklus bestehen bleibt, während die Anzeigevorrichtung
und der Magnetrotor durch den Anschlag festgehalten werden, bewegt sich die magnetische
Kraft des Drehfelds auf die entgegengesetzte Seite der Anzeigevorrichtung treibt
den Magnetrotor so an, daß die Anzeigevorrichtung wieder von dem Anschlag gelöst
oder entfernt wird. Infolgedessen kann sich die Anzeigevorrichtung nicht aus der
Nullstellung heraus bewegen, wenn sie zum Zweck normaler Funktion (Vorwärtsdrehung)
betätigt wird.
Wenn den Wicklungen beispielsweise ein halber Zyklus (180°) der
sinusförmigen Ströme zugeführt wird, wenn die Anzeigevorrichtung
aus einer 30°-Winkelposition in die Nullstellung (Winkelposition 0°) zurückgeführt
wird, bewegt sich oder schwankt der Zeiger wiederholt zwischen der Nullstellung
und der 30°-Stellung, wie in 12 gezeigt, und kann
solange nicht in der Nullstellung verharren, wie die sinusförmigen Ströme
den Wicklungen zugeführt werden.
Die US 5,287,050 bzw. die
entsprechende DE 4200551 A schlägt
eine Nullrückführsteuerung für die Anzeigevorrichtung vor, bei der
der Nullrückführstrom abgeschaltet oder unterbrochen wird, wenn anhand
einer über beide Anschlüsse des Schrittmotor induzierten Spannung erfaßt
wird, daß die Anzeigevorrichtung gegen den Anschlag anliegt.
Hierbei sind jedoch ein Schaltbetrieb einer Ansteuer- oder Treiberschaltung
und eine Spannungserfassungsschaltung erforderlich, die zu einer komplizierten Anordnung
führen.
Die Druckschrift DE 43 10 060
A1 offenbart ein analoges elektrisches Anzeigeinstrument mit einer Rücksetzeinrichtung,
wobei eine Spule in einem Permanentmagnetfeld drehbar angeordnet und eine Steuerungseinrichtung,
vorgesehen ist zum Zuführen entsprechender Ströme zu der Spule zur Anzeige
einer bestimmten Anzeigebedingung bzw. eines bestimmten Werts durch Drehen der Spule
und eines Zeigers zur einer gewünschten Position. Wird die Versorgungsspannung
ausgeschaltet oder unterhalb eines vorbestimmten Werts vermindert, dann wird der
Zeiger bzw. die Anzeigeeinrichtung zu der Nullposition (Ruheposition) unter Verwendung
einer Sekundärversorgungsspannung zurückgeführt, die in einem Kondensator
gespeichert ist. Dabei wird der Zeiger so schnell wie möglich zur Nullposition
zurückgeführt. Die Drehung des Zeigers wird mittels einer entsprechenden
Einrichtung überwacht, und wurde die Nullposition erreicht, dann wird die Sekundärspannungszufuhr
ausgeschaltet, wobei der Zeiger zur Nullposition zurückgesetzt ist.
Des weiteren zeigen die Druckschriften DE
39 25 892 C2 und US 5 214 597 eine
Kreuzspul-Anzeigevorrichtung, bei der ein Kreuzspulenpaar vorgesehen ist, das mit
einem Magnetfeld beaufschlagt wird zum Drehen eines magnetischen Rotors, der auf
seiner Achse einen Zeiger trägt. Werden den Spulen sinusförmige Ströme
zugeführt, dann werden die Spulen zusammen mit dem Magnetrotor und dem Zeiger
gedreht zur Anzeige einer bestimmten Messvariablen. Wird den Spulen kein Strom zugeführt, dann
ist eine Feder vorgesehen zum Bewegen des Magnetrotors zu einer Nullanzeigeposition,
wenn der Zeiger einen Anschlagstift erreicht. Werden die Spulen zur Anzeige kleiner
Werte der anzuzeigenden Variablen mit Strömen versorgt, und würde dies
zu einer Anzeige des Messwerts in der Nähe der Nullposition gegen die Vorspannkraft
der Feder führen, dann wird die Stromstärke vermindert zur Unterdrückung
des Erzeugens von Kontaktgeräuschen des Zeigers mit dem Anschlagstift bei Vibrationen
des Zeigers. Eine derartige Steuerung wird durchgeführt, wenn der Zeiger angesteuert
wird zur Anzeige eines Werts innerhalb eines vorbestimmten Winkelbereichs des Zeigers
relativ zu dem und in der Nähe des Anschlagstifts.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
ein verbessertes Anzeigeinstrument sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Anzeigeinstruments
bereitzustellen, die die Nullrückführung und das Positionieren des Zeigers
in die Nullstellung mit einfachem Aufbau gewährleisten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein
Anzeigeinstrument gemäß den Merkmalen im Patentanspruch 1 und durch ein
Verfahren zum Betreiben eines Anzeigeinstruments gemäß den Merkmalen im
Patentanspruch 6. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Uteransprüchen
angegeben.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein Anzeigeninstrument mit
einem Schrittmotor mit: einem Paar Felderregerspulen und einem Permanentmagnetrotor,
einer mittels des Schrittmotors drehbaren Anzeigeeinrichtung, einer Treiberschaltung
zum intermittierenden Zuführen von unterschiedlichen Ansteuerungsströmen
zu dem jeweiligen Paar Felderregerspulen zur Bildung eines Magnetfelds zum schrittweisen
Drehen des Permanentmagnetrotors, einer Steuerungseinheit zur Steuerung der Treiberschaltung
entsprechend einer mittels der Anzeigeeinrichtung anzuzeigenden vorgegebenen Bedingung,
und einem Anschlag zum Anhalten der Anzeigeeinrichtung bei einer Nullposition der
Anzeigeeinrichtung, wenn die Anzeigeeinrichtung zu Nullposition zurückgeführt
wird, wobei die Steuerungseinrichtung vorgesehen ist zum Steuern der Treiberschaltung
zum Zuführen des Ansteuerungsstroms zu dem Feldererregerspulen zum Drehen der
Anzeigeeinrichtung in Richtung des Anschlags, bevor die Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen
der vorbestimmten Bestimmung angesteuert wird, und Auslassen eines Teils des für
das Drehen der Anzeigeinrichtung in Richtung des Anschlags zugeführten Ansteuerungsstroms,
der andernfalls einen Teil des Magnetfelds erzeugt zum Trennen der Anzeigeeinrichtung
von dem Anschlag, nachdem die Anzeigeeinrichtung mittels des Anschlags angehalten
wurde.
Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zum Betreiben
eines Anzeigeinstruments mit: einem Schrittmotor mit zumindest zwei Felderregerspulen
und einem Permanentmagnetrotor, einer mit dem Schrittmotor drehbaren Anzeigeeinrichtung,
einer Steuerungseinheit zur Erzeugung von Steuerungssignalen gemäß einer
mittels der Anzeigeeinrichtung anzuzeigenden vorbestimmten Bedingung, einer Treiberschaltung
zum Zuführen von Ansteuerungsströmen zu den Feldspulen entsprechend den
Steuerungssignalen der Steuerungseinheit zum schrittweisen Antreiben des Permanentmagnetrotors,
und einem Anschlag zum Anhalten der Anzeigeeinrichtung bei einer Nullposition der
Anzeigeeinrichtung, wenn die Anzeigeeinrichtung zur Nullposition zurückgeführt
wird, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: Steuern der Treiberschaltung zum
Zuführen eines kosinusförmigen Ansteuerungsstroms und eines sinusförmigen
Ansteuerungsstroms zu den Felderregerspulen zur Bildung eines magnetischen Drehfelds,
das sich kontinuierlich in einer Nullpositionsrückführungsrichtung dreht,
und Auslassen eines Teils des für das Drehen der Anzeigeeinrichtung in Richtung
des Anschlags zugeführten sinusförmigen und kosinusförmigen Ansteuerungsstroms,
der andernfalls ein magnetisches Drehfeld in entgegengesetzter Richtung zu der Nullpositionsrückführungsrichtung
erzeugt, sodass die Anzeigeeinrichtung an dem Anschlag verbleiben und den Anschlag
in Folge eines Teils des magnetischen Drehfelds, nachdem die Anzeigeeinrichtung
mittels des Anschlags angehalten wird, nicht verlassen kann.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
1 ein Blockdiagramm eines Anzeigeinstruments, auf welches
nachfolgend Ausführungsbeispiele Anwendung finden;
2 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts eines
Schrittmotors und eines Anzeigeinstruments gemäß 1;
3 eine Teil-Schnittansicht, die einen Stator und einen
Magnetrotor des in 1 gezeigten Schrittmotors veranschaulicht;
4 eine diagrammatische Ansicht des Stators und des
Magnetrotors des in 1 gezeigten Schrittmotors;
5 ein Ablaufdiagramm, welches den Verarbeitungsablauf
eines Mikrocomputers des Anzeigeinstruments gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
zeigt;
6 ein Ablaufdiagramm einer Nullrückführ-Routine
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel;
7 ein Ablaufdiagramm einer weiteren Nullrückführ-Routine
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel;
8 ein Diagramm, welches Nullrückführströme,
die jeweiligen Wicklungen des Schrittmotors jedesmal dann zugeführt werden,
wenn eine festgelegte Zeitdauer um ist, sowie den Zusammenhang zwischen einem Winkelversatz
der Anzeigevorrichtung und dem Phasenwinkel der Nullrückführströme
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel zeigt;
9 ein Ablaufdiagramm einer Nullstellungs-Rückführroutine
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
10 ein Ablaufdiagramm einer weiteren Nullstellungs-Rückführroutine
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel;
11 ein Diagramm, welches Kurvenformen eines Nullrückführstroms,
der jeweiligen Wicklungen des Schrittmotors jedesmal dann zugeführt wird, wenn
eine festgelegte Zeitdauer um ist, sowie den Zusammenhang zwischen einem Winkelversatz
der Anzeigevorrichtung und dem Phasenwinkel des Nullrückführstroms des
Schrittmotors gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel zeigt;
12 ein Diagramm, welches Kurvenformen eines Nullrückführstroms,
der jeweiligen Wicklungen des Schrittmotors jedesmal dann zugeführt wird, wenn
eine festgelegte Zeitdauer um ist, sowie den Zusammenhang zwischen einem Winkelversatz
der Anzeigevorrichtung und dem Phasenwinkel des Nullrückführstroms eines
herkömmlichen Schrittmotors zeigt;
(Erstes Ausführungsbeispiel)
Unter Bezugnahme auf die 1 bis
8 wird ein Anzeigeinstrument gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.
Ein Schrittmotor 4 hat ein zylinderförmiges Gehäuse
10, gezeigt in 2, und einen Rotor
40, gezeigt in 3. Das zylinderförmige
Gehäuse 10 beherbergt ein Paar von oberen und unteren, koaxial angeordneten
ringförmigen Statoren 20 und 30 und weist einen stabförmigen
Anschlag 12 auf einer oberen Wandung 11 desselben auf.
Der obere Stator 20 besteht aus einem Paar von ringförmigen
oberen und unteren Jochen 21 und 22, die eine in einem Spulenträger
23 gemäß 3 untergebrachte ringförmige
Phasenspule (nachstehend als A-Phasen-Spule bezeichnet) 24 einschließen.
Das obere Joch 21 hat ein flaches Jochelement und eine Vielzahl (in diesem
Ausführungsbeispiel 12) von Polzähnen 21a, die sich
von der Innenseite des flachen Jochelements aus erstrecken, und das untere Joch
22 hat ein Jochelement mit L-förmigem Querschnitt und dieselbe Anzahl
von sich von der Innenseite des L-förmigen Jochelements aus in jeweils gleichem
Abstand oder gleichen Intervallen (in diesem Ausführungsbeispiel 15°)
zwischen die Polzähne 21a erstreckenden Polzähnen 22a.
Die Polzähne 21a und 22a sind so angeordnet, daß sie
dem Rotor 40 an einem Luftspalt gegenüberliegen.
Der untere Stator 30 besteht aus einem Paar von oberen und
unteren ringförmigen Jochen 31 und 32, die eine in einem
Spulenträger 33 untergebrachte ringförmige Phasenspule (nachstehend
als B-Phasen-Spule bezeichnet) 34 einschließen. Das obere Joch
31 hat ein flaches Jochelement und eine Vielzahl (in diesem Ausführungsbeispiel
12) von Polzähnen 31a, die sich von der Innenseite des flachen
Jochelements aus erstrecken, und das untere Joch 32 hat ein Jochelement
mit L-förmigem Querschnitt und sich von der Innenseite des L-förmigen
Jochelements aus in jeweils gleichem Abstand oder gleichen Intervallen (in diesem
Ausführungsbeispiel 15°) zwischen die Polzähne 31a erstreckenden
Polzähnen 32a. Die Polzähne 31a und 32a sind
so angeordnet, daß sie dem Rotor 40 an einem Luftspalt gegenüberliegen.
Jeder der Zähne 31a des unteren Stators 30
ist in Umfangsrichtung um ein halbes Intervall (in diesem Ausführungsbeispiel
7,5°) gegenüber einem benachbarten der Zähne 21a des oberen
Stators 20 versetzt, wie in 4 gezeigt. Jeder
der Zähne 32a ist ebenfalls auf gleiche Weise gegenüber einem
benachbarten Zahn 22a versetzt.
Der Magnetrotor hat eine Ausgangswelle 41 und eine Vielzahl
(in diesem Ausführungsbeispiel 12) von N-Pol-Permanentmagneten sowie
dieselbe Anzahl von S-Pol-Permanentmagneten, die abwechselnd an dessen äußerem
Umfang in gleichem Abstand (in diesem Ausführungsbeispiel 15°) angeordnet
sind. Die Ausgangswelle 41 wird von einem (nicht gezeigten) Lager aufgenommen,
welches an einem Mittenabschnitt der oberen Wandung 11 des zylinderförmigen
Gehäuses 10 befestigt ist.
Eine Anzeigevorrichtung 50 wird durch ein Nabenelement
51, welches von einem Ende der Ausgangswelle 41 getragen wird,
abgestützt. Die Welle erstreckt sich so von der oberen Wandung 11
des zylinderförmigen Gehäuses aus, daß sich die Anzeigevorrichtung
50 über eine (nicht gezeigte) Skalenscheibe bewegen kann. Wenn die
Anzeigevorrichtung durch den Magnetrotor 40 in Rückwärtsrichtung
angetrieben wird, um in eine Nullstellung der Skalenscheibe zurückzukehren,
wird ein Abschnitt der Anzeigevorrichtung 50 schließlich durch den
Anschlag 12 eingefangen oder angehalten, so daß zwischen der Anzeigevorrichtung
50 und der Nullstellung ein Winkel &dgr; wie in 4
gezeigt gebildet wird.
Wird der A-Phasen-Spule 24 ein positiver oder Plus-Strom
zugeführt, wird jeder der durch A+ gekennzeichneten Polzähne
21a zu einem N-Pol, und jeder der durch A– gekennzeichneten Polzähne
22a wird zu einem S-Pol. Wenn der A-Phasen-Spule 24 demgegenüber
ein negativer oder Minus-Strom zugeführt wird, wird jeder der durch A+ gekennzeichneten
Polzähne 21a zu einem S-Pol, und jeder der durch A– gekennzeichneten
Polzähne 22a wird zu einem N-Pol.
Wird der B-Phasen-Spule 34 ein positiver oder Plus-Strom
zugeführt, wird jeder der durch B+ gekennzeichneten Polzähne
31a zu einem N-Pol, und jeder der durch B– gekennzeichneten Polzähne
32a wird zu einem S-Pol. Wenn der B-Phasen-Spule 34 demgegenüber
ein negativer oder Minus-Strom zugeführt wird, wird jeder der durch B+ gekennzeichneten
Polzähne 31a zu einem S-Pol, und jeder der durch B– gekennzeichneten
Polzähne 32a wird zu einem N-Pol.
Infolgedessen wird dann, wenn der A-Phasen-Spule 24 bzw.
der B-Phasen-Spule 34 gleichzeitig cosinusförmiger Strom und sinusförmiger
Strom mit normalem Phasenwinkel zugeführt werden, der Magnetrotor
40, der sich in der in 4 gezeigten Position
(die S-Pole des Magnetrotors 40 liegen den A+ –Polen des Stators
gegenüber) befindet, pro jeweils 90° Phasenwinkel um 7,5° in Vorwärtsrichtung
(im Uhrzeigersinn in 4) angetrieben und dann, wenn
andererseits der A-Phasen-Spule 24 bzw. der B-Phasen-Spule 34
gleichzeitig cosinusförmiger Strom und sinusförmiger Strom mit umgekehrtem
Phasenwinkel (der bei 0° beginnenden und in Richtung negativen Phasenwinkels
verlaufenden Phase, wie in 12 gezeigt) zugeführt
werden, der Magnetrotor 40, pro jeweils 90° Phasenwinkel der sinusförmigen
Signalverläufe um 7,5° in Rückwärtsrichtung Vorwärtsrichtung
angetrieben.
Das Anzeigeinstrument weist einen Mikrocomputer 60 auf, der
einen ersten, direkt mit einem Plus-Anschluß einer Fahrzeugbatterie
1 verbundenen Anschluß und einen zweiten, mit dem Plus-Anschluß
derselben Batterie über einen Zündschalter 2 verbundenen Anschluß
hat.
Der Mikrocomputer 60 steuert eine Treiberschaltung
70, die den Schrittmotor 40 über die A-Phasen-Spule
24 und die B-Phasen-Spule 34 steuert. Der Mikrocomputer
60 besitzt einen nichtflüchtigen Speicher oder ROM, welcher Daten
speichert, die einen Zusammenhang zwischen der Amplitude in % und dem Phasenwinkel
(jedes einzelne Grad) der sinus- und cosinusförmigen Treiberströme wiedergeben.
Die Ansteuer- oder Treiberschaltung 70 wird so durch den
Mikrocomputer 60 gesteuert, daß der A-Phasen-Spule 24 und
der B-Phasen-Spule 34 die sinusförmigen Treiberströme zugeführt
werden, deren Phasen sich voneinander (beispielsweise um 90°) unterscheiden.
Da das Anzeigeinstrument 50 als Geschwindigkeitsmesser die
Fahrzeuggeschwindigkeit in gut bekannter Art und Weise anzeigt, erfolgt die Beschreibung
des Betriebs bevorzugter Ausführungsbeispiele nachfolgend in der Hauptsache
unter dem Gesichtspunkt des Nullrückführvorgangs oder -betriebs.
Der Mikrocomputer 60 beginnt mit dem Nullrückführbetrieb
gemäß 5, wenn das Anzeigeinstrument in einem
Fahrzeug verbaut und der Mikrocomputer 60 mit dem Plus-Anschluß der
Batterie 1 verbunden werden.
Wenn der Mikrocomputer 60 den Betrieb aufnimmt, erfolgt in
einem Schritt 100 ein Initialisierungsvorgang, und eine Routine zur Nullrückkehr
aus einem 300°-Winkelversatz der Anzeigevorrichtung 50 wird wie in
den 5 und 6 gezeigt ausgeführt.
Es wird hierbei angenommen, daß sich die Anzeigevorrichtung 50 in
einer 30°-Winkelposition befindet, wie in 8 gezeigt.
Die horizontale Achse des Diagramms gemäß 8
gibt den Phasenwinkel der Cosinuskurve und der Sinuskurve in umgekehrter Richtung
an, jedoch ohne einen Abschnitt, der einem Bereich des Phasenwinkels zwischen 180°
und 340° entspricht, weil das in diesem Bereich erzeugte magnetische Drehfeld
dazu neigt, die Anzeigevorrichtung 50 von dem Anschlag 12 zu lösen.
Mit –430° und –520° bezeichnete Phasenwinkel, die kleiner
sind als –360°, repräsentieren den Phasenwinkel der zweiten Wicklung
und entsprechen 90° bzw. 180° der ersten Wicklung.
Nebenbei bemerkt erscheinen dieselben oder ähnliche Bezeichnungen
in den in den 11 und 12
gezeigten nachfolgenden Diagrammen.
Die Anzahl j von Nullrückführvorgängen der Anzeigevorrichtung
50 wird in einem Schritt 111 gemäß 6
auf 0 gesetzt. Sodann werden in einem Schritt 112 ein Phasenwinkel i zu
0° festgelegt und ein Zeitgeber des Mikrocomputers 60 gestartet. Daraufhin
werden die Amplitudenwerte des sinusförmigen Stroms und des cosinusförmigen
Stroms, die dem Phasenwinkel 0 entsprechen, aus dem ROM gelesen und Signale entsprechend
SIN (i) = SIN (0°) = 0% und COS(i) = COS(0°) = 100, wie in 8
gezeigt, der Treiberschaltung 70 zugeführt.
Wenn der Zeitgeber in einem Schritt 114 eine festgelegte
Zeit (beispielsweise 0,3 ms) zum Ändern des Phasenwinkels um 1° mißt,
wird JA ermittelt, um zu einem Schritt 114a fortzuschreiten, in welchem
der Phasenwinkel i = i – 1° = –1° festgelegt wird. Die festgelegte
Zeit T wird so gewählt, daß die Anzeigevorrichtung 50 der Änderung
des durch die Phasenspulen 24 und 34 erzeugten magnetischen Drehfelds
synchron folgen kann.
Sodann wird in einem Schritt 115 verglichen, ob der Phasenwinkel
i in einem Bereich zwischen –340° und –(180° – &Dgr;a°)
liegt oder nicht. Dieser Bereich entspricht allgemein dem letzten Halbzyklus der
sinus- und cosinusförmigen Treiberströme. Ein Bereich zwischen –340°
und –360° der Treiberströme jedoch bildet das magnetische Feld
so aus, daß die Anzeigevorrichtung 50 in die Nullstellung zurückgeführt
wird.
Da der Phasenwinkel i zu diesem Zeitpunkt –1° beträgt
und &Dgr;a° auf weniger als 100° festgelegt ist (üblicherweise
etwa 45°), wird in diesem Schritt NEIN ermittelt und sodann in einem Schritt
116 JA ermittelt, um zu Schritt 113 zurückzukehren. Dieselbe
Folge von Schritten 113, 114, 114a, 115 und
116 werden wiederholt, und die Treiberschaltung 70 führt
der A-Phasen-Spule 24 und der B-Phasen-Spule 34 den sinusförmigen
bzw. den cosinusförmigen Strom zu, deren jeder um den Winkel 1° abnimmt,
bis in Schritt 115 JA ermittelt wird, wie in 8
gezeigt.
Es wird angemerkt, daß die vorstehenden Schritte dasjenige Magnetfeld
eliminieren oder beseitigen, welches dazu führt, daß der Rotor und die
Anzeigevorrichtung 50 von dem Anschlag getrennt werden. Infolgedessen bewegt
sich die Anzeigevorrichtung 50 in die Nullstellung, ohne während der
Drehung des Schrittmotors 4 den Anschlag 12 verlassen zu wollen
(Schwankung).
Dann wird der Phasenwinkel i in einem Schritt 115a neu auf
–340° festgelegt bzw. aktualisiert. Danach werden die Amplituden des
sinusförmigen Stroms SIN(–340°) und des cosinusförmigen Stroms
COS(–340°) aus dem ROM ausgelesen, um die Treiberschaltung
70 zu steuern und dadurch den Schrittmotor 4 so anzutreiben, daß
die Anzeigevorrichtung 50 in Richtung des Anschlags 12 gedreht
wird.
Sodann werden in Schritt 115 NEIN und in Schritt
116 JA ermittelt und die Schritte 113, 114,
114a, 115 und 116 wiederholt, bis der Phasenwinkel i
gleich –360° wird.
Wenn der Phasenwinkel i –360° wird, wird in Schritt
116 NEIN ermittelt; in einem Schritt 116a werden der Phasenwinkel
i auf 0° und die Anzahl der Nullrückführvorgänge j auf j –
1 festgelegt. In einem nächsten Schritt 117 wird verglichen, ob die
Anzahl der Nullrückführvorgänge j größer ist als –10
oder nicht. Falls JA ermittelt wird, so bedeutet dies, daß die 30°-Rückführvorgänge
zehnmal wiederholt worden sind, oder anders ausgedrückt, daß eine 300°-Nullrückführung
ausgeführt wurde. Demzufolge kann selbst dann, wenn die Anzeigevorrichtung
50 um einen Winkel von 300° oder weniger verschoben bzw. versetzt
wurde, diese in die Nullstellung zurückgeführt werden, ohne daß Beweggrund
besteht, den Anschlag 12 während des Nullrückführvorgangs
zu verlassen.
Sodann werden die Schritte 113 bis 117 wiederholt,
bis in Schritt 117 NEIN ermittelt wird (neun Wiederholungen im vorliegenden
Fall). Wenn in Schritt 117 NEIN ermittelt wird, wird in einem Schritt
118 der Zeitgeber angehalten und der Nullrückführvorgang
110 beendet.
Der 300°-Nullrückführungsvorgang wird in dieser Routine
130 nur einmal ausgeführt, weil sich die Anzeigevorrichtung
50 des Instruments im im Fahrzeug installierten Zustand nicht weiter von
der Nullstellung entfernt bzw. sich aus dieser verschiebt als die Anzeigevorrichtung
50 des Instruments vor dessen Einbau.
Danach führt der Mikrocomputer 60 immer dann, wenn der
Zündschalter 2 des Fahrzeugs eingeschaltet wird, eine 30°-Nullrückführvorgang-Routine
130 gemäß den 5 und 7
aus.
Eine Folge von Schritten 131 bis 135 der in
7 gezeigten Nullrückführroutine
130 ist im wesentlichen gleich der Folge von Schritten 111 bis
116 der Nullrückführroutine 110.
Wenn in Schritt 135 NEIN ermittelt wird, werden in Schritt
136 der Phasenwinkel i auf 0 festgelegt und die Amplituden des sinusförmigen
Stroms SIN(0°) und die des cosinusförmigen Stroms COS(0°), die dem
Phasenwinkel i = 0° entsprechen, aus dem ROM ausgelesen, so daß die Ansteuerschaltung
70 den Schrittmotor 4 so ansteuert, daß die Anzeigevorrichtung
50 auf dem Anschlag 12 gehalten wird. Dann stoppt der Zeitgeber
in einem Schritt 138, und die Nullrückführroutine 130
wird beendet.
Obwohl die Nullrückführroutinen 110 und
130 die Anzeigevorrichtung 50 so steuern, daß diese aus der
30°-Winkelposition zurückkehrt, kann die Routine auf die in der Nullstellung
ruhende Anzeigevorrichtung 50 angewandt werden. In diesem Fall wird die
Anzeigevorrichtung 50 auf im wesentlichen dieselbe Weise wie vorstehend
beschrieben gesteuert.
Nach der Routine 130 schreitet der Ablauf zur Geschwindigkeitsanzeige
(Vorwärtsantrieb) zu Schritten 140 und 150 gemäß
5 fort, in welchen Eingangssignale ausgelesen und ein
einzustellender Winkelversatz &thgr;o der Anzeigevorrichtung 50 berechnet
wird. Daraufhin wird ein gegenwärtiger Winkelversatz &thgr;a mit dem einzustellenden
Winkelversatz &thgr;o verglichen, um den Motor 4 vorwärts (Schritt
151) oder rückwärts (Schritt 152) anzutreiben, oder
zu einem Schritt 160 fortzuschreiten, in welchem erfaßt wird, ob der
Zündschalter 2 ausgeschaltet ist oder nicht. Wenn der Zündschalter
2 ausgeschaltet ist, wird JA ermittelt und der Schrittmotor 4
so gesteuert, daß er die Anzeigevorrichtung 50 aus dem gegenwärtigen
Winkelversatz &thgr;a in die Nullstellung bringt.
(Zweites Ausführungsbeispiel)
Nachstehend wird ein zweites Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme
auf die 9, 10 und
11 beschrieben. Der Schritt 115a des ersten
Ausführungsbeispiels wird in dem zweiten Ausführungsbeispiel durch einen
Schritt 115b ersetzt.
Während sich der Phasenwinkel i in einem Bereich zwischen –340°
und –(180° – &Dgr;a°) ändert, wird die Geschwindigkeit
des Nullrückführbetriebs oder -vorgangs im Vergleich zu anderen Bereichen
auf die doppelte Geschwindigkeit erhöht, so daß die Schwankung oder Flatterbewegung
der Anzeigevorrichtung 50 von dem Fahrer nicht wahrgenommen werden kann.
Da sich die Anzeigevorrichtung 50 bewegt, kann sie der erhöhten Geschwindigkeit
des Nullrückführvorgangs folgen. Die Geschwindigkeit kann auf mehr als
den zweifachen Wert anderer Bereiche erhöht werden, solange die Anzeigevorrichtung
50 den sich ändernden Zyklen der sinusförmigen Ströme folgen
kann.
(Abwandlung)
Die vorliegende Erfindung kann auf Dreiphasen-Schrittmotore einschließlich
der Permanentmagnet-Schrittmotore und anderer Hybrid-Motorarten angewandt werden.
Die Erfindung kann auch auf einen Einphasen-Motor angewandt werden, wenn eine geeignete
Nullrückführ-Anordnung bereitgestellt wird.
Der den Wicklungen zugeführte sinusoidale oder sinusförmige
Steuerstrom kann durch andere Steuerströme wie beispielsweise einen näherungsweise
sinusförmigen oder trapezförmigen Strom oder dergleichen ersetzt werden.
Der Anschlag 12 kann an anderer Stelle als der oberen Wandung
11 des zylinderförmigen Gehäuses angeordnet sein.
Die Steuerschritte des Nullrückführvorgangs können
als festverdrahtete Logikelemente ausgeführt sein.
Die vorstehend beschriebene Anzeigevorrichtung eines Meßgeräts
wird durch einen Schrittmotor, in welchem durch Feldspulen ein magnetisches Drehfeld
ausgebildet wird, welches ein zusammengesetztes Feld der Magnetfelder der mit einem
sinusförmigen Treiberstrom und einem cosinusförmigen Treiberstrom versorgten
Spulen ist, angetrieben. Die Anzeigevorrichtung wird durch das magnetische Drehfeld
auch auf einen sich in einer Nullstellung des Meßgeräts befindenden Anschlag
zurückgeführt. Ein Teil des magnetischen Drehfelds, welches während
des Nullrückführvorgangs durch die sinus- und cosinusförmigen Signalverläufe
in einem Phasenwinkelbereich zwischen –340° und –(180° –
&Dgr;a°) gebildet wird, wird unterbrochen, nachdem die Anzeigevorrichtung
auf dem Anschlag ruht, so daß ein solcher Teil des magnetischen Drehfelds die
Anzeigevorrichtung nicht von dem Anschlag entfernen kann.