Gegenstand der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum schadstoffarmen Verbrennen
von Biomasse, insbesondere Holz und getrockneten Tierdung, zum Zwecke des Kochens,
speziell in Entwicklungsländern. Herkömmliche Öfen und offenes Feuer
stoßen viele Rußpartikel aus und emittieren viel Kohlenmonoxid, was schwere
gesundheitliche Folgen für die Menschen in jenen Ländern haben kann. Mittels
der erfinderischen Lösung wird erreicht, dass weniger Ruß und Kohlenmonoxid
ausgestoßen werden und die Verbrennung effektiver abläuft. Zu diesem Zweck
befinden sich am Kocher spezielle Luftlöcher in bestimmten Positionen.
Stand der Technik
Kleine Holzkocher und Holzöfen üblicher Bauart, die zum
Zubereiten von Mahlzeiten – insbesondere in Entwicklungsländern –
verwendet werden, verbrennen die eingesetzte Biomasse direkt. Dadurch treten o.
g. Probleme auf. Einige verbesserte Kocher und Öfen arbeiten mit gezielter
Frischluftzufuhr und höheren Verbrennungstemperaturen, was den Schadstoffausstoß
etwas verringert.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung soll es deshalb sein eine Vorrichtung zu schaffen,
mit deren Hilfe eine merkliche Reduktion von Ruß- und Kohlenmonoxidausstoß
beim Kochen erreicht und der Brennstoffverbrauch verringert wird.
Wesen der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung wird nun gelöst, indem der Kocher die
eingesetzte Biomasse (z. B. Holz oder getrockneten Tierdung) nicht direkt verbrennt,
sondern jene durch die spezielle Luftführung innerhalb des Kochers vergast.
Das erzeugte Gas – Pyrolyse- oder Holzgas genannt – wird anschließend
im Kocher dort verbrannt, wo die größte Wärmeleistung erbracht werden
muss, d. h. direkt unterhalb des Kochtopfes.
Durch die Vergasung (Mangelverbrennung, Pyrolyse unter Sauerstoffmangel)
und die anschließende vollständige Verbrennung des Gases wird der Partikel-
und Kohlenmonoxidausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Holzkochern und
offenem Feuer verringert. Aufgrund der Art der Führung der Pyrolysegase und
der Frischluft ist eine gezielte Verbrennung jener und somit eine Effizienzsteigerung
und Brennstoffeinsparung möglich.
Dadurch, dass die Belüftung auf natürlicher Konvektion beruht,
ist keine Ventilationsvorrichtung notwendig und der Holzgaskocher ist von externen
Energiequellen, z. B. elektrischem Strom, unabhängig.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden:
Eine Reihe Belüftungslöcher (C) befindet sich knapp über dem Boden
des äußeren Mantels (A), eine Reihe knapp über dem Boden (D) des
inneren Mantels (B), eine Reihe unterhalb des oberen Randes (E) des inneren Mantels.
Der Boden des inneren Zylinders (F) ist durchlöchert.
Der Luftstrom führt durch die äußeren Löcher (C)
in den Kocher hinein und teilt sich dort auf in Vergasungsluft, welche durch den
Boden (F) und die Löcher (D) des inneren Zylinders an den Brennstoff gelangt,
und in Verbrennungs- bzw. Sekundärluft, welche durch die oberen Löcher
(E) des inneren Zylinders in den mit Holzgas gefüllten Raum gelangt und jenes
dort verbrennt.
Außerdem sind zur Regulierung der Luftzufuhr bei C und E Luftregler
in Form von Metallbändern mit Löchern und Handgriff angebracht.