Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verteilung
von digitalisierten Filmen via IP-Netzwerk und mit Hilfe von Network-Storages. Unter
Filmverteilung (im folgenden werden Filme als Daten bezeichnet) wird hier verstanden,
Daten automatisiert von einem Server auf Clients zu verteilen. Ziel ist es, dass
die Clients regelmäßig den gleichen Datenbestand wie der Server besitzen.
Für den Fall, dass der Datenbestand auf der Serverseite geändert wird,
soll die Vorrichtung regelmäßig dafür sorgen, dass der Datenbestand
der Clients, dem der Serverseite entspricht. Der administrative und finanzielle
Aufwand sollte dabei möglichst gering gehalten werden.
Solche Vorrichtungen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik nicht
bekannt.
Es ist bekannt, dass zentral gehaltene Daten via IP-Netzwerk auf dezentrale
Computer verteilt werden. Hierzu werden sowohl auf der Server- als auch auf der
Clientseite vollwertige Computer eingesetzt. Ein Nachteil dabei ist, dass ein als
Client eingesetzter Computer im Betrieb grundsätzlich gewisse Wartungs- und
Betriebskosten auslöst. Neben einem verhältnismäßig hohen Energieverbrauch
schränken regelmäßige Pflegeaufwendungen (Sicherheits-Updates, Virenschutz
usw.) einen sicheren und robusten Betrieb ein. Insbesondere vor dem Hintergrund
des Einsatzes einer besonders großen Menge an Clients ist ein reibungsloser
und wirtschaftlicher Betrieb von besonderem Interesse.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die vorstehenden Nachteile
behoben sind.
Die Aufgabe wird gelöst durch mindestens ein Network-Storage
das via IP-Netzwerk mit mindestens einem Server verbunden wird. Das Network-Storage
verfügt über einen internen Flash-Speicher. Dieser Flash-Speicher ist
derart vorprogrammiert, dass sich das Gerät nach dem Anschluss an das IP-Netzwerk,
automatisch mit einem bestimmten Server verbindet. Weiterhin kommuniziert das Network-Storage
in vorbestimmten Zeitabständen mit dem Server und prüft ob dieser über
Daten verfügt, die auf der Clientseite (Network-Storage) nicht vorhanden sind.
Liegen als neu definierte Daten vor, löst das Network-Storage Prozesse aus,
die die fehlenden Daten dem Network-Storage zuführen. Im Ergebnis liegen sowohl
auf der Server- als auch auf der Clientseite
Identische Daten vor. Im Verhältnis zum Server können die
Daten auf den Clients damit als aktuell bezeichnet werden.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich,
zentrale Datenbestände automatisiert auf beliebig viele Clients zu verteilen
und regelmäßig zu aktualisieren. Die Besonderheit besteht darin, dass
auf der Client-Seite keine vollwertigen Computer eingesetzt werden müssen,
sondern Network-Storages. Hierdurch ergeben sich eine Reihe von Vorteilen, im Vergleich
zu bereits bekannten Daten-Verteilungssystemen.
- • Sowohl im Betrieb, als auch beim Versand der Clients stellen die kompakten
Abmaße und das geringe Gewicht des Network-Storages einen Vorteil dar. (B ×
H × T 7 × 12 × 3 cm, Gewicht 112 g).
- • Im dauerhaften Betrieb ist der Energieverbrauch (ca. 10 Watt) im Vergleich
zu einem Standard Computer deutlich geringer. Einen weiteren Vorteil stellt die
geringe Wärmeabstrahlung des Clients dar.
- • Geringer administrativer Aufwand. Die für Computer üblichen
Konfigurations- und Pflegeaufwendungen sind nicht erforderlich. Hierzu zählen
u.a. Betriebsystem-Installation, Service-Packs, Betriebssystem-Updates, Sicherheits-Updates.
Der administrative Aufwand wird weiterhin dadurch gesenkt, dass an das Network-Storage
angeschlossene Datenträger lediglich zur reinen Datenhaltung genutzt werden.
- • Die Wahrscheinlichkeit ein Network-Storage versehentlich zu beschädigen
(z.B. versehentliches Löschen von Daten) ist dadurch reduziert, das keine direkten
Schnittstellen wie z.B. Maus und Tastatur existieren.
- • Die Wahrscheinlichkeit für Virenangriffe ist deutlich geringer,
da das Network-Storage lediglich einen Flash-Speicher besitzt.
- • Ein Network-Storage ist im Vergleich zu einem Standard Computer besonders
ausfallsicher, da keine mechanisch bewegten (z.B. rotierende) Teile genutzt werden.
- • Ein Network-Storage verursacht keine Betriebsgeräusche.
- • Die Anschaffungskosten eines Network-Storages sind im Vergleich zu
Standard Computern geringer.
- • Die Datenverteilung ist Unabhängig von der Nutzung der Daten.
Beispielsweise ist es nicht erforderlich, dass ein Außendienstmitarbeiter sein
Notebook im Büro lassen muss, um neue Daten seiner Zentrale zu erhalten. Auch
während seiner Abwesenheit können relevante Daten empfangen werden.
- • Da der Client regelmäßig eine Anfrage an den Server richtet,
ist es nicht erforderlich, dass auf der Client-Seite eine feste IP-Nummer existiert.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in der
1 dargestellt.
Die 1 zeigt die Beispielanwendung einer Vorrichtung
zur Datenverteilung mittels Network-Storage, Speichermedium und Server.
Zu der Beispielanwendung gehören drei Network-Storages (1,
2 und 3) die jeweils mit einem Speichermedium (4,
5 und 6) verbunden sind. Jedes Network-Storage ist über eine
IP-Verbindung (8) mit dem Server (7) verbunden. Die gepunktete
Linie (9) symbolisiert, dass beliebig viele Network-Storages im Netzwerk
genutzt werden können. Jedes Network-Storage prüft in bestimmten Zeitabständen,
ob als neu definierte Daten auf dem Server (7) vorliegen.
Liegen z.B. für das Network-Storage (1) neue Daten vor,
löst es einen Datenabgleich aus, der die Daten an das angeschlossene Speichermedium
(4) weitergibt.
Bergriffsdefinition: Unter Network-Storage wird hier ein programmierbarer
Adapter für IP-Netzwerke verstanden, mit dem man je nach Bedarf, Massenspeichereinheiten
hinzufügen oder entfernen kann. Im diesem Dokument wird dieses Gerät auch
als Client bezeichnet.
Begriffsbestimmung: Der Begriff Server (engl.: to serve = bedienen)
bezeichnet entweder eine Software im Rahmen des Client-Server-Konzepts; oder eine
Hardware (Computer), auf der diese Software im Rahmen dieses Konzepts abläuft.
Begriffsbestimmung: Digitalisierte Filme liegen in unterschiedlichen
Dateibasierten Videoformaten vor. Beispiele gängiger Videoformate:
(Verlustfrei) HuffYUV, Lagarith, FFv1, MSU Lossless, AZW (Verlustbehaftet) MPEG-1,
MPEG-2, MPEG-4, Windows Media Video, RealMedia
- 1, 2 und 3
- Programmierbare Network-Storages
- 4, 5, 6
- Speichermedien
- 7
- Server
- 8
- IP-Netzwerk