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Dokumentenidentifikation DE202007013282U1 27.12.2007
Titel Sicherungsanordnung für eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche und Kupplung mit einer solchen Sicherungsanordnung
Anmelder Spitzer Silo- Fahrzeugwerke GmbH, 74834 Elztal, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007013282
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.12.2007
Registration date 22.11.2007
Application date from patent application 21.09.2007
IPC-Hauptklasse F16L 37/12(2006.01)A, F, I, 20070921, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 37/24(2006.01)A, L, I, 20070921, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sicherungsanordnung für eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche mit zwei Kupplungshälften, wobei mindestens eine der beiden Kupplungshälften mindestens ein erstes Kupplungselement und die jeweils andere Kupplungshälfte mindestens ein zweites Kupplungselement aufweist, das erste Kupplungselement in einer verriegelten Stellung der Kupplung in das zweite Kupplungselement eingreift, durch eine Relativbewegung des ersten Kupplungselements gegenüber dem zweiten Kupplungselement eine unverriegelte Stellung einnehmbar ist und die Sicherungsanordnung mindestens ein Sicherungselement aufweist, das bei verriegelter Stellung der Kupplung an das erste Kupplungselement zum Blockieren der Relativbewegung angreift. Die Erfindung betrifft außerdem eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche mit zwei Kupplungshälften, die eine solche Sicherungsanordnung aufweist.

Eine derartige Sicherungsanordnung und eine entsprechende Kupplung sind aus der DE 27 42 567 A1 bekannt. Diese Sicherungsanordnung weist eine gebogene Blattfeder auf, an deren einem Ende ein orthogonal zur Blattfeder verlaufender Sicherungsbolzen angeordnet ist und an deren anderem Ende die Sicherungsanordnung an einer Kupplung befestigt ist. Die Kupplung ist als eine so genannte Storzkupplung (vgl. CH 3134) ausgebildet und weist dementsprechend einen aus zwei Kupplungshälften bestehenden weitgehend symmetrischen Aufbau auf; jede Kupplungshälfte weist zwei Haken und zwei Aufnahmeschlitze auf. Eine der beiden Kupplungshälften weist ein radial zu einer Längsachse der Kupplung verlaufendes Loch auf. Bei verriegelter Kupplung, das heißt wenn die beiden Kupplungshälften miteinander verbunden sind, greifen die Haken einer der beiden Kupplungshälften in die Aufnahmeschlitze der jeweils anderen Kupplungshälfte ein, so dass die beiden Kupplungshälften zusammengehalten werden. Außerdem wird bei verriegelter Kupplung der Sicherungsbolzen von der Blattfeder in dem Loch der Kupplungshälfte gehalten, wobei der Sicherungsbolzen derart in den Haken eingreift, dass die Kupplung sich nicht versehentlich öffnen kann. Nachteilig an dieser Sicherungsanordnung beziehungsweise der entsprechenden Kupplung ist, dass ein Öffnen der einmal verriegelten Kupplung sehr umständlich ist. Denn bevor die Kupplung geöffnet werden kann, das heißt die beiden Kupplungshälften getrennt werden können, muss der Sicherungsbolzen aus dem Loch der Kupplungshälfte gezogen werden, indem die Blattfeder an der Seite, an der der Sicherungsbolzen angeordnet ist, angehoben wird. Da man jedoch zum Öffnen der Kupplung je eine der Kupplungshälften mit je einer Hand umfassen muss, muss man die Blattfeder auf recht umständliche Weise mit einem Finger anheben, während man die beiden Kupplungshälften zum Öffnen der Kupplung gegeneinander verdreht. Außerdem befindet sich zwischen der Blattfeder und der Kupplungshälfte ein schmaler Spalt, in dem sich Staub oder Schmutz ablagern kann. Eine Reinigung dieses Spalts ist recht aufwändig und ein rückstandsloses Entfernen des Staubs oder Schmutzes aus dem Spalt dürfte sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein. Aus diesem Grund ist diese Sicherungsanordnung beziehungsweise die entsprechende Kupplung für den Einsatz in Umgebungen, in denen es auf einen besonders hohen Grad an Sauberkeit ankommt, wie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie oder in der chemischen Industrie, ungeeignet.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherungsanordnung für eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche zu schaffen, die einfach in der Handhabung ist und mit der die Realisierung von Kupplungen möglich ist, die einfach und gründlich gereinigt werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine Sicherungsanordnung für eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche der eingangs genannten Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Sicherungsanordnung Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen der Sicherungsanordnung an der Kupplung umfasst. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine besonders einfache Handhabung der Sicherungsanordnung erreicht werden kann, wenn das Öffnen der Kupplung in zwei aufeinander folgende Bedienschritte zerlegt wird, nämlich einem Lösen der Sicherungsanordnung und einem Trennen der beiden Kupplungshälften. Dies kann besonders einfach erreicht werden, indem die Sicherungsanordnung und die Kupplung so ausgebildet werden, dass die Sicherungsanordnung von der Kupplung abgenommen werden kann. Zum Sichern der verriegelten Kupplung vor einem unbemerkten Entriegeln, das heißt einem unbemerkten Bewegen der Kupplungselemente in die unverriegelte Stellung, wird die Sicherungsanordnung an die Kupplung angebracht. Dabei greift das Sicherungselement in die Kupplung ein und verhindert so, dass diese entriegelt werden kann. Erst nachdem die Sicherungsanordnung von der Kupplung abgenommen worden ist, kann diese entriegelt werden. Darüber hinaus kann die Kupplung beziehungsweise die Sicherungsanordnung insbesondere bei abgenommener Sicherungsanordnung besonders leicht und gründlich gereinigt werden. Denn bei abgenommener Sicherungsanordnung existiert kein schwer zugänglicher Spalt zwischen der Kupplung und der Sicherungsanordnung, in welchem sich schwer entfernbarer Staub oder Schmutz befinden könnte. Die Befestigungsmittel sorgen dafür, dass die an der verriegelten Kupplung angebrachte Sicherungsanordnung auch bei Erschütterungen oder Vibrationen, die beim Betrieb der Kupplung auftreten können, sich nicht von der Kupplung löst.

Besonders einfach aufgebaute und dennoch zuverlässige Befestigungsmittel können dadurch bereitgestellt werden, dass die Befestigungsmittel einen Bügel umfassen, der die Kupplung zumindest abschnittsweise umgreift. Hierbei umgreift der Bügel die Kupplung vorzugsweise um einen Winkel, der größer als 180° ist, so dass einem Lösen und Abfallen der Sicherungsanordnung von der Kupplung auf besonders wirksame Weise entgegengewirkt wird. Beispielsweise kann dieser Winkel etwa 270° betragen.

Hierbei ist besonders bevorzugt, dass der Bügel aus einer gebogenen Blattfeder gebildet ist, wobei ein Biegeradius der Blattfeder geringer ist als ein Außenradius eines zylindrischen Abschnitts der Kupplung. Unter einem Biegeradius der Blattfeder ist ein Radius eines Bereichs der entspannten Blattfeder zu verstehen, der bei an der Kupplung angebrachter Sicherungsanordnung die Kupplung umgreift. Dadurch dass der Biegeradius der Blattfeder geringer ist als der Außenradius des zylindrischen Abschnitts der Kupplung, wird erreicht, dass die Blattfeder bei an der Kupplung angebrachter Sicherungsanordnung gespannt ist und deshalb aufgrund ihrer Federwirkung gegen den zylindrischen Abschnitt der Kupplung drückt. Auf diese Weise wird die Sicherungsanordnung besonders zuverlässig an der Kupplung fixiert und kann dennoch einfach durch Abziehen des Bügels in radialer Richtung abgenommen werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Kupplung als eine Storz-Kupplung ausgebildet ist, wobei das erste Kupplungselement einen Haken und das zweite Kupplungselement einen Aufnahmeschlitz aufweist, der Haken bei verriegelter Stellung der Kupplung im Aufnahmeschlitz verankert ist und das Sicherungselement einen in einer der Kupplungshälften gelagerten Sicherungsbolzen aufweist, der bei verriegelter Stellung der Kupplung einen Anschlag für den Haken zum Blockieren der Relativbewegung des Hakens gegenüber dem Aufnahmeschlitz bildet. Storzkupplungen sind vorzugsweise symmetrisch aufgebaut, das heißt die beiden Kupplungshälften weisen denselben Aufbau auf. Jede Kupplungshälfte umfasst üblicherweise zwei erste Kupplungselemente mit je einem Haken und üblicherweise zwei zweite Kupplungselemente mit je einem Aufnahmeschlitz, wobei bei der verriegelten Storzkupplung die beiden Haken einer Hälfte in die Aufnahmeschlitze der jeweils anderen Hälfte eingreifen. Eine Storzkupplung kann verriegelt beziehungsweise entriegelt werden, indem die beiden sich gegenüberliegenden Kupplungshälften gegeneinander um ihre gemeinsame Längsachse verdreht werden. Die Relativbewegung zum Einnehmen der unverriegelten Stellung besteht also in einer Drehbewegung der beiden Kupplungshälften gegeneinander. Bei dieser Relativbewegung drehen sich die Haken einer Kupplungshälfte gegenüber der anderen Kupplungshälfte. Der Sicherungsbolzen der an die Kupplung angebrachten Sicherungsanordnung verhindert auf besonders einfache Weise die Relativbewegung zum Entriegeln der Kupplung, indem er den Anschlag für einen der Haken einer Kupplungshälfte bildet.

Als eine weitere Lösung der Aufgabe wird eine Kupplung für Rohrleitungen und/oder Schläuche mit zwei Kupplungshälften vorgeschlagen, wobei mindestens eine der beiden Kupplungshälften mindestens ein erstes Kupplungselement aufweist, das in einer verriegelten Stellung der Kupplung in ein zweites Kupplungselement der anderen Kupplungshälfte eingreift, durch eine Relativbewegung des ersten Kupplungselements gegenüber dem zweiten Kupplungselement eine unverriegelte Stellung einnehmbar ist und die Kupplung eine Sicherungsanordnung mit mindestens einem Sicherungselement, das bei verriegelter Stellung der Kupplung in das erste Kupplungselement zum Blockieren der Relativbewegung eingreift, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Sicherungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist. Eine solche Kupplung ist besonders einfach in der Handhabung und leicht und gründlich zu reinigen.

Hierbei ist besonders bevorzugt, dass mindestens eine der Kupplungshälften ein radial verlaufendes Loch aufweist, in welchem der Sicherungsbolzen der Sicherungsanordnung bei verriegelter Stellung der Kupplung zur Blockierung der Relativbewegung des ersten Kupplungselements gegenüber dem zweiten Kupplungselement gelagert ist. Das radial verlaufende Loch bildet ein besonders einfach herzustellendes Mittel zur Lagerung des Sicherungsbolzens in der Kupplungshälfte. Vorzugsweise ist ein Durchmesser des radial verlaufenden Lochs auf einen Durchmesser des Sicherungsbolzens abgestimmt. Das heißt, der Durchmesser des radial verlaufenden Lochs ist einerseits geringfügig größer als der Durchmesser des Sicherungsbolzens, so dass der Sicherungsbolzen leicht in dem Loch hin und her verschoben werden kann und somit die Sicherungsanordnung leicht an die Kupplung angebracht und von ihr abgenommen werden kann. Andererseits ist der Durchmesser vorzugsweise so gering, dass der Sicherungsbolzen nur geringfügig gegenüber dem radial verlaufenden Loch verkantet werden kann. Dadurch dass die Durchmesser des Lochs und des Bolzens aufeinander abgestimmt sind, wird erreicht, dass der Bolzen, auch dann, wenn der Haken der jeweils anderen Kupplungshälfte an ihn anschlägt, zumindest annähernd radial zur Kupplung angeordnet bleibt und den Haken zuverlässig daran hindert, die Relativbewegung zum Erreichen der unverriegelten Stellung auszuführen.

Hierbei ist besonders bevorzugt, dass die Kupplung als eine Storzkupplung ausgebildet ist, wobei das mindestens eine erste Kupplungselement einen Haken und das mindestens eine zweite Kupplungselement einen Aufnahmeschlitz aufweist und der Haken bei verriegelter Stellung der Kupplung im Aufnahmeschlitz verankert ist. Die Storzkupplung ist zum Koppeln von Rohrleitungen und/oder Schläuchen besonders weit verbreitet und zum großen Teil standardisiert. Außerdem ist sie wegen ihres symmetrischen Aufbaus (identisch aufgebaute Kupplungshälften) einfach anzuwenden. Um auch bei der erfindungsgemäßen Kupplung die bei bekannten Storzkupplungen vorhandene Symmetrie vollständig beizubehalten, kann vorgesehen werden, dass beide Kupplungshälften das radial verlaufende Loch aufweisen. Zur Sicherung der verriegelten Kupplung gegen unbemerktes Entriegeln genügt es, die Sicherungsanordnung an eine der beiden Kupplungshälften anzubringen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand einer in der Zeichnung dargestellten exemplarischen Ausführungsform näher beschrieben und erläutert ist. Dabei zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Kupplung gemäß der bevorzugten Ausführungsform;

2 eine Draufsicht auf eine Kupplungshälfte mit einer an die Kupplungshälfte angebrachten Sicherungsanordnung;

3 eine Seitenansicht der Sicherungsanordnung;

4 eine geschnittene Draufsicht der Darstellung aus 3; und

5 eine Seitenansicht einer verriegelten Kupplung mit angebrachter Sicherungsanordnung.

Gleiche Elemente tragen dieselben Bezugszeichen und werden in der nachfolgenden Beschreibung in der Regel nur einmal im Detail erläutert.

1 zeigt eine Kupplung 11 mit einer ersten Kupplungshälfte 13 und einer zweiten Kupplungshälfte 15 in ihrer Gesamtheit. Im Folgenden wird zunächst der Aufbau der ersten Kupplungshälfte 13 beschrieben. Die erste Kupplungshälfte 13 weist ein Gehäuse 17 und einen Stutzen 19 zum Anschluss eines Schlauches (nicht gezeigt) auf. In einer nicht gezeigten Ausführungsform sind anstelle des Stutzens 19 an der ersten Kupplungshälfte 13 Anschlussmittel zum Anschluss der ersten Kupplungshälfte 13 an ein Rohr vorgesehen.

Das Gehäuse 17 weist an seiner dem Stutzen 19 abgewandten Seite einen zylindrischen Abschnitt 21 mit einem Außenradius r1 auf. Bezogen auf die Darstellung in 1 oberhalb des zylindrischen Abschnitts 21 ragen zwei Haken 23 aus dem zylindrischen Abschnitt 21 des Gehäuses 17 heraus, die mit diesem fest verbunden sind. Jeder Haken 23 weist einen radial bezüglich einer Längsachse 25 des Gehäuses 17 abragenden Verankerungsabschnitt 27 auf. Im zylindrischen Abschnitt 21der ersten Kupplungshälfte 13 befindet sich ein radial bezüglich der Längsachse 25 verlaufendes Loch 29, das einen Durchmesser d1 aufweist.

Wie aus 2 ersichtlich, weist der zylindrische Abschnitt 21 außer den beiden Haken 23 auch einen umlaufenden Aufnahmeschlitz 31 auf, der radial zur Längsachse 25 verläuft und auf seiner der zweiten Kupplungshälfte 15 zugewandten Seite von einem Kreisringabschnitt 33, der vorzugsweise einstückig mit dem zylindrischen Abschnitt 21 ausgebildet ist, begrenzt wird. Die Haken 23 sind ebenfalls vorzugsweise einstückig mit dem Kreisringabschnitt 33 ausgebildet. Der Kreisringabschnitt 33 weist neben den Haken 23 jeweils eine Aussparung 35 auf. Das Loch 29 des zylindrischen Abschnitts 21 ist gegenüber einer der Aussparungen 35 um einen Winkel &agr; versetzt.

Ferner weist die erste Kupplungshälfte 13 in ihrem zylindrischen Abschnitt 21 eine kreisringförmige Auflagefläche 37 für ein Dichtelement 39 auf. Die Auflagefläche 37 ist mit ihrer Innenseite mit dem Stutzen 19 verbunden.

Eine Sicherungsanordnung 41 ist in den 3 und 4 dargestellt. Die Sicherungsanordnung 41 weist einen Bügel in Form einer gebogenen Blattfeder 43 auf, welche insgesamt von oben betrachtet (siehe 4) im Wesentlichen eine Kreisringsegmentform mit einem Biegeradius r2 aufweist. Dieser Biegeradius r2 ist bei entspannter Blattfeder 43 geringfügig kleiner als der Außenradius r1 des zylindrischen Abschnitts 21. Im mittleren Bereich der Blattfeder 43 befindet sich senkrecht nach innen abragend ein als Sicherungsbolzen 45 ausgebildetes Sicherungselement. Der Sicherungsbolzen 45 ist in eine Bohrung 47 der Blattfeder 43 eingesetzt oder eingepresst. Der Sicherungsbolzen 45 ist beispielsweise durch Nieten, Schrauben, Löten, Schweißen oder einfach aufgrund eines Presssitzes mit der Blattfeder 43 fest verbunden. Ein Außendurchmesser d2 des Sicherungsbolzens 45 ist geringfügig kleiner als der Durchmesser d1 des Lochs 29 des zylindrischen Abschnitts 21. Die beiden Durchmesser d1 und d2 sind so aufeinander abgestimmt, dass der Sicherungsbolzen 45 leicht in das Loch 29 eingeschoben werden kann, jedoch nicht in einem wesentlichen Ausmaß innerhalb des Lochs 29 gekippt werden kann. An ihren Enden weist die Blattfeder 43 bezüglich ihrer Kreisform nach außen weisende Biegungen 49 auf.

Wie aus 1 ersichtlich, weist die zweite Kupplungshälfte 15 nahezu denselben Aufbau wie die erste Kupplungshälfte 13 auf. Die zweite Kupplungshälfte 15 unterscheidet sich von der ersten Kupplungshälfte 13 lediglich dadurch, dass sie nicht das Loch 29 in ihrem zylindrischen Abschnitt 21 aufweist. Die Kupplung 11 weist somit einen nahezu symmetrischen Aufbau auf. In einer nicht gezeigten Ausführungsform ist die Kupplung 11 vollständig symmetrisch, das heißt beide Kupplungshälften 13, 15 weisen das Loch 29 auf.

Um die beiden Kupplungshälften 13, 15 der Kupplung 11 miteinander zu verriegeln und die Kupplung 11 vor einem unbemerkten Entriegeln zu sichern, wird folgendermaßen vorgegangen. Zunächst werden die beiden Kupplungshälften 13, 15 so gegeneinander ausgerichtet, dass die Haken 23 der einen Kupplungshälfte 13, 15 gegenüber den Aussparungen 35 der jeweils anderen Kupplungshälfte 15, 13 zu liegen kommen. Dann werden die beiden Kupplungshälften 13, 15 gegeneinander gepresst und im Uhrzeigersinn gegeneinander verdreht. Dabei bewegen sich die Haken 23 einer Kupplungshälfte 13, 15 innerhalb des Aufnahmeschlitz 31 der jeweils anderen Kupplungshälfte 15, 13, bis sie in einem Abschnitt des Aufnahmeschlitzes 31, der sich außerhalb der Aussparungen 35 befindet, zu liegen kommen. Es ist also eine verriegelte Stellung der Kupplung 11 erreicht, bei der die Verankerungsabschnitte 27 der Haken 23 in die Aufnahmeschlitze 31 eingreifen. Die Lage der Verankerungsabschnitte 27 der zweiten Kupplungshälfte 15 bei verriegelter Kupplung 11 ist in den 2 und 5 gestrichelt eingezeichnet.

In der verriegelten Stellung hält der Kreisringabschnitt 33 der einen Kupplungshälfte 13, 15 die Haken 23 der jeweils anderen Kupplungshälfte 15, 13 an ihren Verankerungsabschnitten 27, so dass die beiden Kupplungshälften 13, 15 gegeneinander gepresst werden. Dabei kommen die Dichtelemente 39 der beiden Kupplungshälften 13, 15 aufeinander zu liegen, so dass die Stutzen 19 der beiden Kupplungshälften 13, 15 abgedichtet miteinander verbunden werden. Auf diese Weise wird eine Verbindung der beiden an den Stutzen 19 angeschlossenen Schläuche hergestellt. Der in 2 unten eingezeichnete Haken 23 der zweiten Kupplungshälfte 15 hat außerdem das Loch 29 passiert. Der Winkel &agr; ist so gewählt, dass einerseits die Kupplung 11 auch dann sicher verriegelt ist, wenn der Haken 23 an dem Sicherungsbolzen 45 anliegt und andererseits sichergestellt ist, dass der Haken 23 am Ende eines jeden Verriegelungsvorgangs (Drehung der Kupplungshälften 13, 15 gegeneinander im Uhrzeigersinn) das Loch 29 passiert hat.

Zur Sicherung der Kupplung 11 vor einem unbeabsichtigten Entriegeln wird nun die Sicherungsanordnung 41 auf den zylindrischen Abschnitt 21 der ersten Kupplungshälfte 13 in radialer Richtung bezüglich der Längsachse 25 aufgeschoben, dabei wird die Blattfeder 43 relativ stark elastisch auseinander gebogen, so dass sie über den zylindrischen Abschnitt 21 geschoben werden kann. Die Biegungen 49 der Blattfeder 43 erleichtern das Aufschieben der Sicherungsanordnung 41 auf den zylindrischen Abschnitt 21 der ersten Kupplungshälfte 13. Ist die Sicherungsanordnung 41 vollständig auf die erste Kupplungshälfte 13 aufgeschoben, dann umgreift die Blattfeder 43 den zylindrischen Abschnitt 21 der ersten Kupplungshälfte und drückt etwas gegen diesen, da der Biegeradius r2 der Blattfeder 43 etwas geringer ist als der Außenradius r1 des zylindrischen Abschnitts 21. Außerdem befindet sich der Sicherungsbolzen 45 innerhalb des Lochs 29 des zylindrischen Abschnitts 21.

Der Sicherungsbolzen 45 bildet einen Anschlag für einen der beiden Haken 23 der zweiten Kupplungshälfte 15 und verhindert so, dass die zweite Kupplungshälfte 15 eine Relativbewegung (Pfeil 51) zum Entriegeln der Kupplung 11 ausführen kann. Das heißt, bei an der ersten Kupplungshälfte 13 der Kupplung 11 angebrachter Sicherungsanordnung 41 können die beiden Kupplungshälften 13, 15 nicht im Gegenuhrzeigersinn gegeneinander verdreht werden, um die Kupplung zu entriegeln. Dadurch wird ein versehentliches Entriegeln, das beispielsweise aufgrund von Vibrationen oder Erschütterungen auftreten kann, verhindert. Vor einem absichtlichen Entriegeln der Kupplung 11 wird die Sicherungsanordnung 41 von der ersten Kupplungshälfte 13 der Kupplung 11 abgenommen und dadurch der Sicherungsbolzen 45 aus dem Loch 29 entfernt.

Etwaige Ablagerungen von Staub oder Schmutz zwischen der Blattfeder 43 der Sicherungsanordnung 41 und dem zylindrischen Abschnitt 21 der ersten Kupplungshälfte 13 können nach dem Abnehmen der Sicherungsanordnung 41 leicht entfernt werden.


Anspruch[de]
Sicherungsanordnung (41) für eine Kupplung (11) für Rohrleitungen und/oder Schläuche mit zwei Kupplungshälften (13, 15), wobei mindestens eine der beiden Kupplungshälften (13, 15) mindestens ein erstes Kupplungselement (23) und die jeweils andere Kupplungshälfte (15, 13) mindestens ein zweites Kupplungselement (31) aufweist, das erste Kupplungselement (23) in einer verriegelten Stellung der Kupplung in das zweite Kupplungselement (31) eingreift, durch eine Relativbewegung (51) des ersten Kupplungselements (23) gegenüber dem zweiten Kupplungselement (31) eine unverriegelte Stellung einnehmbar ist und die Sicherungsanordnung (41) mindestens ein Sicherungselement (45) aufweist, das bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) an das erste Kupplungselement (23) zum Blockieren der Relativbewegung (51) angreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (41) Befestigungsmittel (43) zum lösbaren Befestigen der Sicherungsanordnung (41) an der Kupplung (11) umfasst. Sicherungsanordnung (41) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel einen Bügel (43) umfassen, der die Kupplung (11) zumindest abschnittsweise umgreift. Sicherungsanordnung (41) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel aus einer gebogenen Blattfeder (43) gebildet ist, wobei ein Biegeradius (r2) der Blattfeder (43) geringer ist als ein Außenradius (r1) eines zylindrischen Abschnitts (21) der Kupplung (11). Sicherungsanordnung (41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung als eine Storz-Kupplung (11) ausgebildet ist, wobei das erste Kupplungselement einen Haken (23) und das zweite Kupplungselement einen Aufnahmeschlitz (31) aufweist, der Haken (23) bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) im Aufnahmeschlitz (31) verankert ist und das Sicherungselement einen in einer der Kupplungshälften gelagerten Sicherungsbolzen (45) aufweist, der bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) einen Anschlag für den Haken (23) zum Blockieren der Relativbewegung (51) des Hakens (23) gegenüber dem Aufnahmeschlitz (31) bildet. Kupplung (11) für Rohrleitungen und/oder Schläuche mit zwei Kupplungshälften (13, 15), wobei mindestens eine der beiden Kupplungshälften (13, 15) mindestens ein erstes Kupplungselement (23) aufweist, das in einer verriegelten Stellung der Kupplung (11) in ein zweites Kupplungselement (31) der anderen Kupplungshälfte (15, 13) eingreift, durch eine Relativbewegung (51) des ersten Kupplungselements (23) gegenüber dem zweiten Kupplungselement (31) eine unverriegelte Stellung einnehmbar ist und die Kupplung (11) eine Sicherungsanordnung (41) mit mindestens einem Sicherungselement (45), das bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) in das erste Kupplungselement (23) zum Blockieren der Relativbewegung (51) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist. Kupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kupplungshälften (13, 15) ein radial verlaufendes Loch (45) aufweist, in welchem der Sicherungsbolzen (45) der Sicherungsanordnung (41) bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) zur Blockierung der Relativbewegung (51) des ersten Kupplungselements (23) gegenüber dem zweiten Kupplungselement (31) gelagert ist. Kupplung (11) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung als eine Storz-Kupplung (11) ausgebildet sind, wobei das mindestens eine erste Kupplungselement einen Haken (23) und das mindestens eine zweite Kupplungselement einen Aufnahmeschlitz (31) aufweist und der Haken (23) bei verriegelter Stellung der Kupplung (11) im Aufnahmeschlitz (31) verankert ist.






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