GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der drahtlosen
Kommunikation. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Sicherstellung
von Stromeinsparung für Systeme vom Zeitduplex-Typ (TDD – Time Division
Duplex) bei der hohen Chip-Rate und bei der niedrigen Chip-Rate in der Abwärtsrichtung
während des Betriebs im vollständigen diskontinuierlichen Übertragungsmodus
(DTX – discontinuous transmission mode).
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Mit einem Zeitduplex-System (TDD) des Partnerschaftsprojekts der 3.
Generation (3GPP) wird die Zeit aufgeteilt in Übertragungszeit-Intervalle (TTI
– Transmission Time Interval), die in Rahmen unterteilt sind, welche wiederum
in Zeitschlitze unterteilt sind. Ein TTI wird als ein oder mehrere Funkrahmen definiert.
Insbesondere ist ein Funkrahmen 10 ms lang; und ein TTI kann 10, 20, 40 oder 80
ms lang sein. Der TDD der niedrigen Chip-Rate teilt jeden Rahmen in zwei Unterrahmen.
Die Unterrahmen werden dann in Zeitschlitze aufgeteilt. Ein Codierter Verbund-Transport-Kanal
(CCTrCH – Coded Composite Transport Channel) umfasst einen oder mehrere Transportkanäle
(TrCH – Transport Channel). Ein CCTrCH wird auf eine Sammlung von einem oder
mehreren Sätzen von Zeitschlitzen und Codes abgebildet.
Wenn die maximale Datengröße eines CCTrCH übertragen
wird, werden alle zugeteilten Codes und Zeitschlitze im TTI verwendet. Die tatsächliche
Anzahl von Codes und Zeitschlitzen, die während eines TTIs übertragen
werden, wird dem Empfänger über einen Transport-Format-Kombinations-Index
(TFCI – Transport Format Combination Index) signalisiert. Codes und Zeitschlitze
werden in Übereinstimmung mit einem Satz von Regeln zugeteilt, welche sowohl
dem Sender als auch dem Empfänger bekannt sind, so dass, sobald die Anzahl
von Codes und Zeitschlitzen dem Empfänger durch Dekodieren des TFCI bekannt
sind, dieser auch erkennt, welche Codes in jedem Zeitschlitz übertragen wurden.
Ein 3GPP-TDD-System umfasst die Unterstützung der diskontinuierlichen
Übertragung (DTX) von Funkrahmen, wenn die Gesamtbitrate eines CCTrCH kleiner
ist als die Gesamtbitrate der Codes und Zeitschlitze, die dem CCTrCH innerhalb eines
TTIs zugeteilt sind. Die Codierungs- und Multiplex-Funktion in einem TDD-Sender
bildet Daten in Codes und Zeitschlitze ab.
DTX wird getrennt auf jeden CCTrCH angewandt. Wenn ein CCTrCH im DTX
ist, werden einige oder alle Codes und Zeitschlitze, die dem CCTrCH zugeteilt sind,
nicht übertragen. DTX fällt in zwei Kategorien, die man als Teil-DTX und
Voll-DTX bezeichnet. Während des Teil-DTX ist ein CCTrCH aktiv, es werden jedoch
weniger als die maximale Anzahl von Codes und Zeitschlitzen mit Daten gefüllt,
und einige Codes und Zeitschlitze werden nicht innerhalb des TTIs übertragen.
Während des Voll-DTX werden keine Daten durch höhere Protokollschichten
an einen CCTrCH geleitet, und es gibt überhaupt keine Daten, die innerhalb
eines TTIs übertragen werden können. Ein CCTrCH kann mehrere TrCHs umfassen,
welche unterschiedliche TTIs haben. In diesem Falle können sich die übertragenen
Codes innerhalb jedes Intervalls, das dem kürzesten TTI unter den TTIs gleich
ist, ändern, und zwar für alle TrCHs im CCTrCH. In diesem Dokument sind
durchgehend bei allen Verweisen auf das TTI das kürzeste TTI unter allen TrCHs
im CCTrCH gemeint. Da sich die vorliegende Erfindung auf Voll-DTX bezieht, wird
nachfolgend nur der Voll-DTX beschrieben.
Während des Voll-DTX werden Spezial-Bursts (SBs) übertragen.
Jeder SB ist identifiziert durch einen TFCI mit dem Wert 0 im ersten Code des ersten
Zeitschlitzes, welcher dem CCTrCH zugeteilt ist. Der erste SB zeigt den Beginn des
Voll-DTX an. Nachfolgende SBs werden in jedem Spezial-Burst-Zeitplan-Parameter-Rahmen
(SBSP-Rahmen) periodisch übertragen. Die nachfolgenden SBs stellen einen Mechanismus
zur Verfügung, mit welchem der Empfänger erkennen kann, dass der CCTrCH
immer noch aktiv ist, und verhindern kann, dass der Empfänger "Out-of-Sync"
antwortet. Der Voll-DTX endet, wenn die höheren Protokollschichten Daten liefern.
Im 3GPP-Standard liefert die MAC-Einheit Daten für die Übertragung
an die physikalische Schicht. Die physikalische Schicht erzeugt jedesmal die SBs
zur Anzeige des Voll-DTX, wenn der MAC keine Daten für die Übertragung
liefern kann, an. Die physikalische Schicht beendet Voll-DTX und reinitiiert die
Übertragung, sobald der MAC Daten liefert.
Der SBSP ist dem Sender, aber nicht der UE bekannt. Daher muss die
UE während des Voll-DTX viele Rahmen auf die Möglichkeit hin untersuchen,
dass ein SB übertragen wurde, selbst wenn SBs lediglich einmal für jeden
SBSP-Rahmen übertragen werden. Des weiteren reinitiiert der Sender die Datenübertragung,
sobald Daten von höheren Schichten zur Verfügung gestellt werden, und
synchronisiert den Start der Datenübertragung nicht mit dem Beginn oder Ende
einer Sequenz von SBSP-Rahmen, die mit einer SB-Übertragung begonnen hat. Daher
muss die UE viele Rahmen auf die Möglichkeit hin untersuchen, dass die Datenübertragung
begonnen hat, selbst wenn ein CCTrCH sich möglicherweise noch
im Voll-DTX-Zustand befindet. Jedesmal, wenn sich die UE einschaltet, um einen Rahmen
zu verarbeiten und nach Daten oder SBs sucht, verbraucht sie Energie. Daher können
beachtliche Stromeinsparungen für eine mobile Einrichtung dadurch erzielt werden,
dass man die Notwendigkeit des Einschaltens für die Dauer von Rahmen umgeht,
wenn weder ein SB noch Daten übertragen werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung erzielt Stromeinsparungen durch Ausschalten
aller oder einiger der Basisband-Verarbeitungsvorgänge für Codes und Zeitschlitze,
die wegen des Voll-DTX nicht übertragen wurden. Wenn Voll-DTX beim Empfang
eines Spezial-Burstes (SB) detektiert wird, ist der Empfänger für alle
Zeitschlitze und Rahmen während der restlichen Dauer der Rahmen der Spezial-Burst-Zeitplan-Periode
(SBSP) ausgeschaltet. Der Sender plant Übertragungen, die einer stillen Periode
folgen, so dass sie an der Grenze des SBSP starten. Der Empfänger bestimmt
den SBSP und, ob der Sender Übertragungen in Übereinstimmung mit dem SBSP
nach Empfang von mehreren anfänglichen Voll-DTX-Zyklen einleitet.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens, das dazu
dient, dass der MAC den Start der Datenübertragung auf Rahmen beschränkt,
die mit dem Übertragungs-Timing der SBs synchronisiert ist.
2 ist ein Flussdiagramm eines alternativen Verfahrens
zu dem Verfahren aus 1, das eine Dienstgüte-Bestimmung
vor der Pufferung der Daten umfasst.
3 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens, das dazu
dient, dass eine UE die SBSP lernt.
4 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens, das dazu
dient, dass eine UE lernt, ob der UTRAN MAC, nach einem beliebigen TTI ohne Daten
und einem SB, die Daten für eine Übertragung an der Grenze des SBSP plant.
5 ist ein Flussdiagramm eines vereinfachten Verfahrens
zur Stromeinsparung während des Voll-DTX in Abwärtsrichtung.
6 ist ein Blockdiagramm eines Systems, das in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend in Bezug auf die abgebildeten
Zeichnungen beschrieben, worin gleiche Ziffern durchweg gleiche Komponenten darstellen.
Die vorliegende Erfindung ist anwendbar auf den Voll-DTX in der Abwärtsrichtung
(DL); d. h. der Verbindung zwischen dem Node B und der Benutzervorrichtung (UE).
In einer Ausführungsform der Erfindung ist dem UTRAN MAC sowohl der Rahmen,
in welchen das SB gesendet wurde, als auch das SBSP bekannt. Entsprechend, nach
einer stillen Periode, beschränkt der UTRAN MAC die Übertragungen, wenn
Daten erneut gestartet werden, lediglich auf die Grenzen des SBSP-Rahmens.
Unter Bezugnahme auf 1 wird ein Verfahren
10, das durch einen UTRAN MAC implementiert ist, dargestellt. Das Verfahren
10 beginnt damit, dass der Sender des UTRAN MAC jedes TTI daraufhin überwacht,
ob zu übertragende Daten vorliegen (Schritt 12). Der UTRAN MAC stellt
dann fest, ob es zu übertragende Daten gibt (Schritt 14). Ist das
der Fall, werden die Daten für die Übertragung durch den MAC verarbeitet
(Schritt 15) und das Verfahren 10 startet erneut beim nächsten
TTI. Wenn jedoch festgestellt wird, dass die Daten nicht gerade im betreffenden
TTI übertragen werden (Schritt 14), wird die Anschlussrahmennummer
(CFN – Connection Frame Number) des Beginns dieses TTIs aufgenommen (Schritt
16) und eine stille Periode für Übertragungsplanung wird gesetzt
(Schritt 18).
Der UTRAN MAC plant alle Übertragungen und kennt aus diesem Grunde
die CFN, welche dem ersten TTI entspricht, das keine Daten für die Übertragung
enthält. Dieser Funkrahmen ist der Beginn des Voll-DTX und wird den SB enthalten.
Eine stille Periode ist die Dauer des SBSP, während der keine Daten für
die Übertragung durch den UTRAN MAC verarbeitet werden. Wenn zum Beispiel der
UTRAN MAC-Sender detektiert hat, dass der Rahmen 106 der erste Rahmen eines
TTIs ist, in welchem keine Daten übertragen werden und so der Eintritt in DTX
erfolgt, und der SB in dem Rahmen 106 übertragen wird, dann wird die
stille Periode der Übertragungsplanung so gesetzt, dass sie bei Rahmen
113 endet, wenn das SBSP gleich 8 ist (d. h. 8 Funkrahmen).
Entsprechend wird im Schritt 20 die Verarbeitung von Daten
ausgeschaltet und alle Daten, wenn welche vorhanden sind, werden am Radio-Link-Controller
(RLC) (Schritt 22) gehalten; (d. h. gepuffert). Dann wird bestimmt, ob
die stille Periode abgelaufen ist (Schritt 24). Wenn nicht, dauert die
Pufferung der Daten an (Schritt 22). Wenn die stille Periode abgelaufen
ist, was dadurch bestimmt wird, dass die aktuelle CFN der CFN, an welcher die stille
Periode begonnen hat, plus dem SBSP bei Schritt 18 gleichkommt,
dann wird festgestellt, ob irgendwelche gepufferte Daten vorhanden sind (Schritt
26). Sollte das der Fall sein, werden die Daten durch den MAC verarbeitet
(Schritt 15). Wenn nicht, werden die Schritte 16–26
wiederholt.
Das Verfahren von 10 setzt voraus, dass die Dienstgüte
(QoS) der Anwendung eine höhere Daten-Wartezeit wegen der Pufferung von Daten
erlaubt.
Unter Bezugnahme auf das Flussdiagramm von 2
wird nicht angenommen, dass höhere Daten-Wartezeiten akzeptabel sind. Dieses
Verfahren 50 ist dem Verfahren 10 aus 1
insofern ähnlich, als die Schritte 12–26 identisch
sind. Das Verfahren 50 von 2 beinhaltet jedoch
die Schritte 52 und 54, die bestimmen, ob QoS-Anforderungen für
diese Anwendung die Pufferung von Daten erlauben werden.
Da die Schritte 12–26 mit den Schritten
12–26 des Verfahrens 50 identisch sind, die in
2 dargestellt werden, und mit den entsprechenden Schritten
12–16 im Verfahren 10 von 1
identisch sind, werden sie nicht noch einmal in Bezug auf 2
beschrieben. Unter Bezugnahme auf Schritt 52 bestimmt der UTRAN MAC, ob
Daten für eine Übertragung vorhanden sind. Wenn festgestellt worden ist
(Schritt 52), dass keine Daten für eine Übertragung verfügbar
sind, werden die Schritte 24–26 so ausgeführt, wie
es vorstehend erläutert wurde. Wurde jedoch ermittelt (Schritt 52),
dass Daten empfangen wurden, stellt der UTRAN MAC fest, ob die QoS-Anforderungen
die Pufferung erlauben (Schritt 54). Wenn nicht werden die Daten unverzüglich
für eine Übertragung freigegeben (Schritt 14). Wenn festgestellt
worden ist (Schritt 54), dass die QoS-Anforderungen die Pufferung erlauben,
verbleiben die Daten im RLC (Schritt 22) und die Schritte 24–26
werden ausgeführt, wie es vorstehend erläutert ist.
Wie der Fachmann verstehen wird, erlauben die Verfahren
10 bzw. 50 der 1 bzw. 2
dem UTRAN MAC, die Übertragungs-Planung und die Verarbeitung von Daten auf
Zeitintervalle zu begrenzen, die durch SBSP Rahmen getrennt sind. Insbesondere würde
die Einleitung einer Datenübertragung nur in Rahmen erfolgen, die denen entsprechen,
wenn ein SB übertragen würde, wenn keine Daten gepuffert worden wären.
Eine UE, welche den SBSP und dieses durch den UTRAN MAC implementierte Verfahren
bereits kennt oder von ihm Kenntnis erlangt, kann während der SBSP-1 Rahmen
zwischen der antizipierten Ankunftszeit eines SB ausgeschaltet bleiben, und zwar
ohne das Risiko, übertragene Daten zu verlieren. Das heißt, es werden
an der antizipierten Ankunftszeit des SB entweder ein SB oder Daten empfangen. Die
Fähigkeit einer UE, sich für jeweils SBSP-1 von jedem SBSP-Rahmen während
des Voll-DTX abzuschalten, stellt eine erhebliche Stromeinsparung dar.
Im Allgemeinen hat eine UE keine Kenntnis des SBSP, und weiß
auch nicht, ob der UTRAN MAC die Verfahren 10 bzw. 50, wie in
1 bzw. 2 gezeigt, implementiert.
In einem solchen Fall muss die UE, um eine Stromeinsparung in der UE zu erzielen,
mehrere Informationsteile bestimmen oder "lernen", um sich mit der Übertragungsplanung
des UTRAN MAC abzustimmen. Diese Informationsteile sind (1) das SBSP; und (2) ob
der UTRAN MAC stille Datenperioden in Abwärtsrichtung so plant, dass sie dem
SBSP entsprechen, oder nicht.
Das SBSP ist ein konfigurierbarer Parameter, welcher ausschließlich
dem UTRAN bekannt ist. Entsprechend ist unter Bezugnahme auf 3
ein Verfahren 30 für die UE dargestellt, um den SBSP zu lernen. Im
Schritt 32 beginnt das Verfahren 30 mit dem Lesen des TFCI zu
Beginn des kürzesten TTI unter den TrCH im CCTrCH. Wie zuvor erwähnt,
zeigt ein TFCI mit dem Wert 0 einen SB an, welcher den Beginn des Voll-DTX anzeigt.
Wenn der TFCI keinen SB anzeigt (Schritt 33), werden die Daten für
das entsprechende TTI verarbeitet (Schritt 34) und das Verfahren wiederholt
sich am Anfang des nächsten TTI. Wenn der TFCI einen SB anzeigt, dann ist der
CCTrCH im Voll-DTX und ein Timing-Wert wird initialisiert, oder die aktuelle CFN
wird aufgezeichnet (Schritt 35). Der Timing-Wert wird um die Dauer des
TTIs inkrementiert (Schritt 38) und der TFCI wird an diesem nächsten
TTI gelesen (Schritt 39). Wenn festgestellt wird (Schritt 40),
dass ein SB empfangen wurde, wird der Timing-Wert (oder die Differenz zwischen der
aktuellen CFN und der im Schritt 35 aufgezeichneten CFN) als SBSP gespeichert
(Schritt 41). Wenn festgestellt wird (Schritt 40), dass kein SB
empfangen wurde, kehrt das Verfahren 30 zum Schritt 38 zurück,
da der Empfänger annimmt, dass der CCTrCH immer noch im Voll-DTX ist, aber
das SBSP nicht festgestellt wurde. Als ein Ergebnis dieses Verfahrens
30 wird ein Muster-SBSP bestimmt.
Es ist anzumerken, dass die Schritte 35–41
wiederholt werden können, um mehrere Timing-Werte von Schritt 41 im
Speicher abzulegen. Da der TFCI-Empfang nicht immer einen genauen TFCI-Wert erzeugen
wird, kann die SB-Detektion falsche positive und falsche negative Ergebnisse zur
Folge haben. Daher kann eine Schwellenanzahl von detektierten SBSP-Werten erforderlich
sein, bevor die UE sicher ist, dass das SBSP bestimmt worden ist. Zum Beispiel kann
in einer Ausführungsform die UE fünf (5) Iterationen der Schritte
35–41 erfordern (d. h. fünf (5) gespeicherte Werte,
die äquivalent sind), bevor die Bestimmung des SBSP erklärt wird. Natürlich
handelt es sich hierbei um einen konfigurierbaren Parameter, der je nach Anwendung
auf Wunsch erhöht oder verringert werden kann.
Sobald das SBSP bestimmt worden ist, kann die UE nun den SBSP verwenden,
um zu ermitteln, ob der UTRAN MAC, nach einem beliebigen TTI, in welchem keine Daten
und ein SB übertragen werden, die Übertragung von Daten bei einer SBSP-Grenze
plant oder nicht.
Unter Bezugnahme auf 4 ist ein erstes
Alternativverfahren 130 dargestellt, das dazu dient, dass die UE lernt,
ob der UTRAN MAC, nach einem beliebigen TTI, in welchem keine Daten und ein SB übertragen
wurden, die Übertragung von Daten an der SBSP-Grenze plant oder nicht. Im Schritt
131 beginnt das Verfahren 130 mit der Initialisierung eines intelligenten
Planungsparameters (ISP – Intelligent Scheduling Parameter). Wie nachfolgend
beschrieben wird, ist der ISP ein Indikator, welcher verwendet wird, um den Grad
der Korrelation zwischen dem Empfang von Daten und der antizipierten Ankunftszeit
eines SP auf der Grundlage des SBSP zu bestimmen. Der TFCI wird dann am Anfang des
kürzesten TTI unter den TrCHs im CCTrCH gelesen. Wenn der TFCI keinen SB anzeigt
(Schritt 133) ist der Empfänger nicht im Voll-DTX. Entsprechend werden
die Daten für das betreffende TTI verarbeitet (Schritt 134) und das
Verfahren 180 wiederholt sich zu Beginn des nächsten TTI.
Wenn der TFCI einen Spezial-Burst anzeigt (Schritt 133),
ist der CCTrCH im Voll-DTX. Im nächsten TTI liest der Empfänger den TFCI
(Schritt 137). Wenn bestimmt wird (Schritt 138), dass ein gültiger
TFCI nicht empfangen worden ist, kehrt das Verfahren 130 zum Schritt
137 zurück. Wenn jedoch ein gültiger TFCI empfangen worden ist,
stellt der Empfänger fest (Schritt 139), ob der gültige TFCI
ein SB ist oder nicht. Wenn ja, kehrt das Verfahren 130 zum Schritt
137 zurück.
Wenn der Empfänger im Schritt 139 bestimmt, dass der
gültige TFCI kein SB ist, zeigt er an, dass die Übertragung von Daten
wieder begonnen hat. Entsprechend wird dann bestimmt (Schritt 140), ob
der gültige TFCI mit der antizipierten Ankunftszeit eines SB übereinstimmt,
d. h. genau SBSP Rahmen seit dem vorherigem Empfang eines SB. Wenn ja, wird der
ISP inkrementiert (Schritt 142); und wenn nicht, wird der ISP dekrementiert
(Schritt 141). Im Schritt 143 wird bestimmt, ob der ISP einen
vorbestimmten Schwellenwert überschritten hat. Wenn zum Beispiel der vorbestimmte
Schwellenwert bei fünf (5) gesendet wird, würde dies anzeigen, dass die
Wiederaufnahme der Datenübertragung nach dem Voll-DTX fünf (5) Mal öfter
erfolgte, als sie nicht erfolgte.
Es ist anzumerken, dass der ISP zurückgesetzt wird (und das SBSP
neu gelernt wird) bei bestimmten Ereignissen wie einem Handover, oder einem beliebigen
anderen Ereignis, das die UE dazu bringen würde, sich einer Zelle mit verschiedenem
SBSP anzuschließen, oder einer, welche die intelligente Planung nicht verwendet.
Wenn festgestellt worden ist, dass der ISP-Schwellenwert nicht überschritten
worden ist, wird die Verarbeitung der Daten für das betreffende TTI ausgeführt
(Schritt 134). Wenn jedoch festgestellt worden ist (Schritt 143),
dass der ISP den Schwellenwert überschritten hat, wird die intelligente Planung
mit Hilfe der UTRAN MAC bestätigt (Schritt 144) und die Daten werden
für das betreffende TTI verarbeitet (Schritt 134).
Eine Alternative zu dem in 4 dargestellten
Verfahren besteht darin, eine Anzahl von sequenziellen Voll-DTX-Perioden zu bestimmen,
die an einem Vielfachen des SBSP in Bezug auf den Beginn des Voll-DTX enden. Zum
Beispiel wurde im Verfahren 30, das in 3 gezeigt
ist, beschrieben, dass ein Schwellenwert von detektierten SBSP-Werten erforderlich
sein könnte, bevor die UE sicher ist, dass das SBSP bestimmt worden ist. Dieser
Prozess kann mehrere Voll-DTX-Perioden in Anspruch nehmen, und während dieser
DTX-Perioden kann überprüft werden, ob das Ende des Voll-DTX bei der Grenze
des SBSP liegt. Wenn dies der Fall ist, wird der Zähler inkrementiert; wenn
nicht, wird der Zähler zurück gesetzt oder dekrementiert. Entsprechend
ist es der UE möglich, sowohl das Verfahren 30 als auch das Verfahren
130 oder eine äquivalente Alternative gleichzeitig zu verarbeiten.
Wenn als Ergebnis des Verfahrens 30, das in 3
gezeigt ist, und des Verfahrens 130, das in 4
dargestellt ist, die UE zu dem Schluss gekommen ist, dass der UTRAN MAC eine intelligente
Planung implementiert hat, kann sich die UE sicher sein, dass sie, wenn der Empfänger
in den Voll-DTX eintritt, die Empfänger-Prozesse während der SBSP-1 Rahmen
zwischen den antizipierten Ankunftszeiten der SBs nicht mit Energie versorgen muss.
Dieser Prozess resultiert in der Verringerung des Verarbeitungsaufwands der UE und
einer entsprechenden Verringerung des Energieverbrauchs.
Obwohl das in 4 gezeigte Verfahren
130 der UE zu bestimmen erlaubt, ob der UTRAN MAC die Übertragung
von Daten nach dem Voll-DTX intelligent plant oder nicht, kann die UE immer noch
Stromeinsparungen erzielen, selbst wenn sie nicht weiß, ob der UTRAN MAC die
Wiederaufnahme der Übertragung von Daten nach dem Voll-DTX bei den SBSP-Grenzen
plant.
Unter Bezugnahme auf 5 wird ein vereinfachtes
Verfahren 200 für Stromeinsparungen während des Voll-DTX in der
Abwärtsrichtung gezeigt. Vor diesem Verfahren 200 wurde das in
3 gezeigte Verfahren 30 angewendet, um den
SBSP zu bestimmen. Das Verfahren 200 startet, wenn der
TFCI am Beginn des kürzesten TTI unter den TrCHs im CCTrCH gelesen wird (Schritt
202). Es wird dann bestimmt, ob das TTI ein SB ist (Schritt 204).
Wenn nicht, wurden Daten empfangen und die Daten im betreffenden TTI werden dann
verarbeitet (Schritt 205), und das Verfahren 200 wird dann aufgenommen.
Wenn der Ermittlungsvorgang (Schritt 204) zeigt, dass der
TFCI ein SB ist, werden die Empfänger-Prozesse deaktiviert (Schritt
206). Die Empfänger-Prozesse werden dann an SBSP-1 Rahmen zu einem
späteren Zeitpunkt aktiviert (Schritt 208). Der TFCI wird dann gelesen
(Schritt 210) und es wird festgestellt (Schritt 212), ob ein gültiger
TFCI empfangen worden ist. Wenn ein SB empfangen worden ist, sind die Empfänger-Prozesse
noch einmal deaktiviert (Schritt 206) und die Schritte 206–212
werden wiederholt. Wenn jedoch festgestellt wird (Schritt 212), dass ein
gültiger TFCI empfangen worden ist, kehrt das Verfahren 200 zum Schritt
204 zurück.
Obwohl das in 5 gezeigte Verfahren
200 viel weniger Verarbeitungsprozesse beinhaltet und eine größere
Stromeinsparung als das in 4 gezeigte Verfahren
130 erzielt, hat es den Nachteil, dass dieses Verfahren zu Datenverlust
führen kann, wenn der UTRAN MAC die Daten nicht intelligent bei einer SBSP-Grenze
plant. Daher gibt es Einbußen bei der Stromeinsparung gegenüber der Leistung.
Es ist auch anzumerken, dass, obwohl das in 5
gezeigte Verfahren 200 nicht erfordert, dass die UE feststellt, ob der
UTRAN MAC die Daten intelligent plant, die UE das in 3
gezeigte Verfahren 30 immer noch implementieren muss, um den SBSP zu ermitteln,
um das vereinfachte Verfahren 200, das in 5
dargestellt ist, zu implementieren.
Unter Bezugnahme auf 6 wird ein System
100 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung gezeigt. Das
System 100 umfasst eine Code-Leistungsschätzungseinheit
102, eine Burst-Qualitätsschätzungseinheit 104, eine
Einheit zur Detektion des DTX-Endes 108, eine Spezial-Burst-Detektionseinheit
110, eine UE-Lemeinheit 114 und eine Empfänger-EIN/AUS-Steuerungseinheit
116. Obwohl die Code-Leistungsschätzungseinheit 102 und die
Burst-Qualitätsschätzungseinheit 104 als getrennte Einheiten
dargestellt sind, können diese einfach kombiniert werden, in einer einzelnen
Vorverarbeitungseinheit 106, so wie der Fachmann erkennen wird. Ebenfalls,
obwohl die Einheit zur Detektion des DTX-Endes 108 und die Spezial-Burst-Detektionseinheit
110 als getrennte Einheiten dargestellt sind, können sie auch in einer
einzelnen Detektionseinheit 112 zusammengefasst werden, welche die Information
innerhalb der TFCI-Felder detektiert und interpretiert.
Die Code-Leistungsschätzungseinheit 102 schätzt
die Leistung jedes empfangenen Codes. Die Burst-Qualitätsschätzungseinheit
104 schätzt ein Qualitätsmaß am empfangenen Burst, zum Beispiel
den Signal-Rauschabstand. Zusammen führen die Code-Leistungsschätzungseinheit
102 und die Burst-Qualitätsschätzungseinheit 104 eine
Vorverarbeitung des empfangenen Signals durch, die der Einheit zur Detektion des
DTX-Endes 108 und der Spezial-Burst-Detektionseinheit 110 festzustellen
hilft, ob ein gültiger TFCI empfangen worden ist, oder nicht. Im Wesentlichen
liefern die Code-Leistungsschätzungseinheit 102 und die Burst-Qualitätsschätzungseinheit
104 einen ersten Schwellenwert, den das empfangene Signal überwinden
muss. Dies hilft dem System 100, einen gültigen Burst von anderer
Energie, die der Empfänger empfängt, zu bestimmen. Dies hilft auch, die
fälschliche Detektion von empfangener Energie (das kein gültiger TFCI
ist) als gültigen TFCI zu vermeiden. Eine solche fälschliche Detektion
könnte dazu führen, dass sich der Empfänger unnötigerweise einschaltet,
und letztendlich in fehlerhaften Daten resultieren, was somit den Verarbeitungsumfang
erhöht, Energie verschwendet, und fälschlicherweise die BLER erhöht,
was in einer unnötigen Erhöhung der Übertragungsleistung resultiert.
Die Einheit zur Detektion des DTX-Endes 108 interpretiert
die TFCI-Bits, um zu identifizieren, wann Daten gerade empfangen werden.
Die Spezial-Burst-Detektionseinheit 110 stellt fest, ob ein
SB empfangen worden ist oder nicht, und signalisiert dabei den Beginn des Voll-DTX.
Wie gezeigt, sind die Ausgaben der Einheit zur Detektion des DTX-Endes
108 und der Spezial-Burst-Detektionseinheit 110 Eingaben in die
UE-Lerneinheit 114. Die Einheit zur Detektion des DTX Endes 108
detektiert das Vorhandensein eines gültigen TFCI, der kein SB ist, und zeigt
somit den Beginn des Empfangs von gültigen Daten und das Ende des DTX an. Diese
Anzeige wird an die UE-Lerneinheit 114 weiter geleitet. Ebenso wird, wenn
die Spezial Burst-Detektionseinheit 110 das Vorhandensein eines SB detektiert,
was anzeigt, dass der Voll-DTX begonnen hat, dies der UE-Lerneinheit 114
mitgeteilt.
Die Empfänger-EIN/AUS-Steuerung 116 schaltet den Empfänger
aus, wie die UE-Lerneinheit 114 angeordnet hat. Es ist anzumerken, dass,
obwohl die UE-Lerneinheit 114 und die Empfänger-EIN/AUS-Steuerung
116 als getrennte Einheiten beschrieben worden sind, die Empfänger-EIN/AUS-Steuerung
116 in die UE-Lerneinheit 114 integriert werden kann. Alternativ
kann die Empfänger-EIN/AUS-Steuerung 116 beseitigt werden, und die
UE-Lerneinheit 114 kann die Empfänger-Steuerungsfunktionen übernehmen.
Im allgemeinen sind alle in 6 beschriebenen
Elemente Funktionseinheiten, und deren Beschreibung hierin als getrennte und verschiedene
Einheiten erfolgte zum besseren Verständnis im Rahmen eines Beispiels. Diese
Funktionsblöcke dürfen nicht als Einschränkung verstanden werden.
Zum Beispiel können all diese Funktionen, wenn gewünscht, in einer einzigen
programmierbaren Steuerung (Controller) implementiert werden.
Die UE-Lerneinheit 114 empfängt die Eingaben sowohl
von der Einheit zur Detektion des DTX-Endes 108 als auch von der Spezial-Burst-Detektionseinheit
110 und verarbeitet sie in Übereinstimmung mit den Verfahren
30, 130, 200, die vorstehend in Bezug auf die
3, 4 bzw. 5
erläutert wurden.
Wenn der Empfänger in DTX eingetreten ist, wird er sich bei einem
Versuch, einen TFCI zu lesen, im nächsten TTI einschalten. Die Code-Leistungsschätzungseinheit
102 und die Burst-Qualitätsschätzungseinheit 104 liefern
einen Schwellenwert, welchen das Signal überwinden muss, um zu erklären,
das ein Signal empfangen worden ist. Wenn der Schwellenwert überschritten wird,
dann stellen die Einheit zur Detektion des DTX-Endes 108 und die Spezial-Burst-Detektionseinheit
110 fest, ob der TFCI gültig ist (d. h. einem Wert in den TFCS entspricht),
oder ob der TFCI gleich Null ist (zeigt einen SB an). Wenn der Schwellenwert nicht
überschritten wurde, der TFCI keinem gültigen Wert entspricht, oder der
TFCI gleich Null ist (was einen SB und die Fortsetzung des Voll-DTX anzeigt), dann
wird die Empfänger-EIN/AUS-Steuerung 116 angewiesen, den Empfänger
für die nächsten SBSP-1 Rahmen auszuschalten. Wenn der Schwellenwert überschritten
wurde und der TFCI einem gültigen Wert ungleich Null entspricht, schließt
die UE daraus, dass der Voll-DTX beendet ist, und fährt mit der Verarbeitung
von empfangenen Daten in diesem Rahmen und in den nachfolgenden Rahmen fort.
Die vorliegende Erfindung ist mit den aktuellen Breitband- und Schmalband-TDD-Standards
und dem TD-SCDMA kompatibel. Sie ermöglicht die Einsparung von UE-Leistung
durch Ausschalten aller Verarbeitungsprozesse des Empfängers während der
(SBSP-1) Rahmen nach Empfang eines SB.