Diese Erfindung betrifft eine mikroporöse Membran, die eine Zusammensetzung
umfasst, die ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht enthält, insbesondere
eine mikroporöse Polyolefinmembran für Batterieseparatoren und auch ein
Verfahren zu deren Herstellung.
Mikroporöse Polyolefinmembranen werden in verschiedenen Anwendungen,
wie z.B. Batterieseparatoren (insbesondere Separatoren für Lithiumionenprimär-
und -sekundärbatterien und große Batterien für Elektrofahrzeuge oder
dergleichen), Kondensatorseparatoren, verschiedene Trennmembranen (z.B. für
die Wasserbehandlung, Ultrafiltration, Mikrofiltration und Umkehrosmose), verschiedene
Filter und feuchtigkeitsdurchlässige/wasserfeste Kleidung oder Grundmaterialien
dafür, verbreitet verwendet, da sie in organischen Lösungsmitteln unlöslich
und gegen Elektrolyte und aktive Elektrodenmaterialien beständig sind.
Eines der bekannten Verfahren zur Herstellung von mikroporösen
Polyolefinmembranen ist ein Extraktionsverfahren, das die Schritte des Mischens
eines Polyolefins mit einem organischen Medium und einem anorganischen Pulver (z.B.
fein pulverisiertem Siliziumdioxid), Schmelzen und Formen des Gemischs, und Extrahieren
des organischen Lösungsmittels und des anorganischen Pulvers umfasst. Dieses
Verfahren erfordert einen Vorgang des Extrahierens des anorganischen Pulvers und
die Durchlässigkeit der erzeugten Membran hängt stark von der Teilchengröße
des verwendeten anorganischen Pulvers ab und ist schwer zu steuern.
In letzter Zeit wurden zur Herstellung von hochfesten mikroporösen
Membranen, die ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht enthalten, verschiedene
Verfahren vorgeschlagen. Beispielsweise beschreiben die japanischen Patentoffenlegungsschriften
Nr. 60-242035, 61-195132, 61-195133, 63-39602, 63-273651, 3-64334 und 3-105851 Verfahren
zur Herstellung von mikroporösen Membranen durch Bilden eines gelartigen Blatts
aus einer erwärmten Lösung einer Polyolefinzusammensetzung, die ein Polyolefin
mit ultrahohem Molekulargewicht enthält, das in einem Lösungsmittel gelöst
ist, Strecken des Blatts, während es erwärmt wird, und Entfernen des Lösungsmittels
durch Extraktion. Diese Verfahren stellen mikroporöse Polyolefinmembranen bereit,
die durch eine scharfe Porengrößenverteilung und eine geringe Porengröße
gekennzeichnet sind und für Batterieseparatoren verwendet worden sind.
In letzter Zeit ist es bezüglich Lithiumionenbatterien mehr und
mehr erforderlich, dass sie bessere Batterieeigenschaften, eine höhere Sicherheit
und eine höhere Produktivität aufweisen. Es ist erforderlich, dass die
Funktionen dieser Batterien eine Batteriekapazität bei einer niedrigen Temperatur
bezüglich der verbesserten Batterieeigenschaften, und eine Durchlässigkeit
für Lithiumionen und eine Funktion der Steuerung von Effekten eines Verstopfens
bezüglich der Recyclingeigenschaften aufweisen. Zur Verbesserung der Batterieeigenschaften
ist es im Allgemeinen essentiell, den Energieverlust durch Erhöhen der Separatordurchlässigkeit
und Vermindern des lonenwanderungswiderstands in einem Bereich, in dem die Sicherheit
der Batterie sicher aufrechterhalten wird, zu senken. Es sollte beachtet werden,
dass eine übermäßige Erhöhung der Porengröße dabei
unterstützt, die Dendritbildung zu beschleunigen, wodurch möglicherweise
die Sicherheit der Batterie beeinträchtigt wird. Wenn die Batterie einem Zerstörungstest
unterzogen wird, ist es erforderlich, dass die Elektroden aus Sicherheitsgründen
sicher voneinander entfernt gehalten werden, selbst wenn der Separator verformt
wird. Die Entwicklung eines Separators, der eine hohe Nadeleinstichfestigkeit, einen
angemessenen Porendurchmesser und eine hohe Porosität (Durchlässigkeit)
aufweist, wurde mehr und mehr verlangt.
JP-A-9-104775 betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Polyolefinmembran
mit feinen Poren.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mikroporöse
Polyolefinmembran bereitzustellen, die eine hohe Nadeleinstichfestigkeit, einen
angemessenen Porendurchmesser und eine hohe Porosität (Durchlässigkeit),
sowie hervorragende Batterieeigenschaften und eine hohe Sicherheit aufweist, wenn
sie für Batterieseparatoren verwendet wird.
Nachdem die Erfinder der vorliegenden Erfindung umfangreiche Untersuchungen
zur Lösung der vorstehend beschriebenen Probleme durchgeführt haben, haben
sie gefunden, dass eine mikroporöse Polyolefinmembran, die bezüglich einer
hohen Nadeleinstichfestigkeit und der Porosität ausgewogen ist, durch biaxiales
Strecken eines gelartig geformten Produkts einer Lösung, die einen spezifischen
Gehalt eines Polyolefins mit ultrahohem Molekulargewicht umfasst, oder einer Zusammensetzung,
die ein in einem Lösungsmittel gelöstes Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht
enthält, unter optimierten Streckbedingungen (z.B. Streckverhältnis),
und dann Thermofixieren des gestreckten Produkts ebenfalls unter optimierten Bedingungen
hergestellt werden kann, wodurch die vorliegende Erfindung gemacht wurde.
Folglich stellt die vorliegende Erfindung eine mikroporöse Polyolefinmembran
bereit, die (B) eine Zusammensetzung umfasst, die 1 Gew.-% oder mehr eines Polyolefins
mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von
5 × 105 oder mehr enthält, und eine Porosität von 30 bis
95%, einen Blasenbildungspunkt von mehr als 980 kPa, eine Nadeleinstichfestigkeit
von 6860 mN/25 &mgr;m oder mehr und eine Zugfestigkeit von 127400 kPa oder mehr
aufweist.
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung
einer mikroporösen Polyolefinmembran bereit, umfassend die Schritte (a) Herstellen
einer Lösung, umfassend 10 bis 40 Gew.-% (B) einer Zusammensetzung, die 1 Gew.-%
oder mehr eines Polyolefins mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 5 × 105 oder mehr enthält, und 90
bis 60 Gew.-% eines Lösungsmittels, (b) Extrudieren der Lösung, (c) Quenchen
der extrudierten Lösung, um ein gelartiges Extrudat zu erhalten, (d) biaxiales
Strecken des gelartigen Extrudats bei 110 bis 120°C bei einem Streckverhältnis
von 5 oder mehr, sowohl in den Richtungen MD (Maschinenrichtung) als auch TD (Querrichtung),
(e) Entfernen des Lösungsmittels und Trocknen des Extrudats und (f) Thermofixieren
des Extrudats bei oberhalb 120°C, aber 125°C oder weniger.
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
wird durch Bestandteilskomponenten, Eigenschaften und das Herstellungsverfahren
detaillierter beschrieben.
1. Polyolefin
Das Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht für die mikroporöse
Polyolefinmembran weist ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 5 × 105
oder mehr, vorzugsweise in einem Bereich von 1 × 106 bis 15 ×
106 auf. Ein Polyolefin mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts
von weniger als 5 × 105 ist für die vorliegende Erfindung aufgrund
der zu erwartenden Verschlechterung der Membranfestigkeit nicht erwünscht.
Die Zusammensetzung (B), die ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 5 × 105 oder
mehr enthält, ist nicht beschränkt. Eines der bevorzugten Beispiele der
Zusammensetzung (B) umfasst ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht (B-1)
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 106 oder
mehr, vorzugsweise von 1,5 × 106 oder mehr, mehr bevorzugt von 1,5
× 106 bis 15 × 106, und ein Polyolefin (B-2) mit
einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 104 oder mehr,
jedoch weniger als 1 × 106, vorzugsweise von 1 × 105
oder mehr, jedoch weniger als 5 × 105. Bezüglich der Zusammensetzung
(B) ist es erforderlich, dass sie 1 Gew.-% oder mehr des Polyolefins mit ultrahohem
Molekulargewicht (B-1) enthält. Eine Zusammensetzung, die weniger als 1 Gew.-%
des Polyolefins mit ultrahohem Molekulargewicht (B-1) enthält, wird keine mikroporöse
Membran mit einer ausreichenden Festigkeit ergeben, da die Molekülketten des
Polyolefins (B-1) kaum miteinander verflochten sind. Wenn das Polyolefin (B-2) ein
Gewichtsmittel des Molekulargewichts von weniger als 1 × 104 aufweist,
kann keine gewünschte mikroporöse Membran erhalten werden, da diese zu
einem Reißen neigt.
Beispiele für die vorstehend beschriebenen Polyolefine umfassen
kristalline Homopolymere, zweistufige Polymere oder Copolymere von Ethylen, Propylen,
1-Buten, 4-Methyl-1-penten, 1-Hexen, 1-Octen, Vinylacetat, Methylmethacrylat oder
Styrol oder Gemische davon. Von diesen Polyolefinen sind Polypropylen, Polyethylen
und Zusammensetzungen davon bevorzugt. Polyethylene können eine hohe Dichte,
eine niedrige Dichte oder eine mittlere Dichte aufweisen. Von diesen sind die Zusammensetzungen
bevorzugt, die ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht (B-1) mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 1 × 106 oder mehr und ein Polyethylen
(B-2) mit hoher Dichte mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 ×
104 oder mehr, jedoch weniger als 1 × 106 umfassen. Besonders
bevorzugte Zusammensetzungen sind diejenigen, die ein Polyolefin mit ultrahohem
Molekulargewicht (B-1) mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 ×
106 oder mehr und ein Polyethylen (B-2) mit hoher Dichte mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 1 × 105 oder mehr, jedoch weniger als
5 × 105 umfassen. Es ist am meisten bevorzugt, dass 100 Gewichtsteile
der Zusammensetzung (B) 20 bis 60 Gewichtsteile eines Polyolefins (B-1) und 40 bis
80 Gewichtsteile eines Polyethylens (B-2) mit hoher Dichte umfassen.
Ein Polyethylen mit niedriger Dichte kann als Polyolefin einbezogen
werden, das der Membran eine Stilllegungsfunktion verleiht, um deren Eigenschaften
für Batterieseparatoren zu verbessern. Das Polyethylen mit niedriger Dichte,
das für die vorliegende Erfindung geeignet ist, umfasst lineares Polyethylen
mit niedriger Dichte (LLDPE), das durch das Mitteldruckverfahren hergestellt worden
ist, Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE), das durch das Hochdruckverfahren hergestellt
worden ist, und ein Ethylen/&agr;-Olefin-Copolymer, das in der Gegenwart eines
Single-Site-Katalysators hergestellt worden ist.
Die Polypropylene, die für die vorliegende Erfindung geeignet
sind, umfassen zusätzlich zu dem Homopolymer Blockcopolymere und statistische
Copolymere. In die Blockcopolymere und statistischen Copolymere kann jedwede andere
Art eines &agr;-Olefins einbezogen werden, das von Propylen verschieden ist. Eines
der bevorzugten &agr;-Olefine ist Ethylen. Das Einbeziehen von Polypropylen kann
die Schmelztemperatur verbessern und als Ergebnis können die Eigenschaften
der Membran für Batterieseparatoren verbessert werden.
In die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
kann ferner ein Polyethylen mit niedrigem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 1000 bis 4000 als optionale Komponente einbezogen werden,
um deren Eigenschaften für Batterieseparatoren zu verbessern. In einem solchen
Fall wird deren Gehalt vorzugsweise bei 20 Gew.-% oder weniger, bezogen auf die
gesamte Polyolefinzusammensetzung, gehalten, da das Polyolefin mit einem unzureichenden
Gewichtsmittel des Molekulargewichts dazu neigt, eine Schädigung der Membran
zu verursachen, wie es vorstehend beschrieben worden ist.
Das vorstehend beschriebene Polyolefin oder die vorstehend beschriebene
Polyolefinzusammensetzung weist eine Molekulargewichtsverteilung (Gewichtsmittel
des Molekulargewichts/Zahlenmittel des Molekulargewichts) von 300 oder weniger,
vorzugsweise von 5 bis 50 auf. Eine Molekulargewichtsverteilung von über 300
ist nicht erwünscht, da die Membran, die eine solche Zusammensetzung umfasst,
einer Schädigung durch die Komponenten mit niedrigerem Molekulargewicht unterliegen
kann, so dass deren Festigkeit als Ganzes verloren geht. Wenn die Polyolefinzusammensetzung
verwendet wird, kann die gewünschte Molekulargewichtsverteilung durch angemessenes
Mischen eines Polyolefins mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 1 × 106 oder mehr und eines Polyolefins
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 105 oder
mehr, jedoch weniger als 5 × 105 erhalten werden. Die Zusammensetzung
kann durch ein mehrstufiges Verfahren oder durch Mischen von zwei oder mehr Arten
von Polyolefinen hergestellt werden, so lange sie das vorstehend genannte Molekulargewicht
und die vorstehend genannte Molekulargewichtsverteilung aufweist.
In das vorstehend beschriebene Polyolefin oder die vorstehend beschriebene
Polyolefinzusammensetzung können gegebenenfalls verschiedene Additive, wie
z.B. Antioxidationsmittel, Ultraviolettabsorptionsmittel, Antiblockiermittel, Pigmente,
Farbstoffe, anorganische Füllstoffe, usw., innerhalb Grenzen einbezogen werden,
die das Ziel der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigen.
2. Mikroporöse Polyolefinmembran(1) Eigenschaften
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist die folgenden Eigenschaften auf:
(i) Porosität
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist eine Porosität von 30 bis 95%, vorzugsweise von 35 bis 95%, mehr bevorzugt
von 45 bis 95% auf. Eine Porosität außerhalb des vorstehend beschriebenen
Bereichs ist nicht erwünscht. Unter 30% weist die Membran gegebenenfalls eine
unzureichende lonenleitfähigkeit für Batterieseparatoren und verschlechterte
Batterieeigenschaften, wie z.B. Batteriekapazität und Zykluseigenschaften,
insbesondere bei niedriger Temperatur, auf. Über 95% ist andererseits die Festigkeit
der Membran selbst unzureichend.
(ii) Blasenbildungspunkt
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist einen Blasenbildungspunkt von mehr als 980 kPa, vorzugsweise von mehr als
1470 kPa, mehr bevorzugt von mehr als 14700 kPa auf. Ein Blasenpunkt von 980 kPa
oder weniger ist für eine mikroporöse Polyolefinmembran als Batterieseparator
nicht erwünscht, da eine solche Membran übermäßig große
Poren aufweisen kann, so dass die Dendritbildung beschleunigt wird, wodurch gegebenenfalls
verschiedene Schwierigkeiten, wie z.B. ein Spannungsabfall und eine Selbstentladung,
auftreten.
(iii) Nadeleinstichfestigkeit
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist eine Nadeleinstichfestigkeit von 6860 mN/25 &mgr;m oder mehr auf. Eine Nadeleinstichfestigkeit
unter 6860 mN/25 &mgr;m ist für eine mikroporöse Polyolefinmembran für
Batterieseparatoren nicht erwünscht, da Unregelmäßigkeiten und/oder
Grate auf den Elektroden den Separator belasten können, so
dass kleine Kurzschlüsse verursacht werden.
(iv) Zugdehnung
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist eine Zugdehnung von 300% oder mehr auf. Eine Membran, die eine solche Zugdehnung
aufweist, ist dahingehend vorteilhaft, dass ein Batterieseparator davon thermische
Belastungen, die auf die im Inneren erzeugte Wärme zurückzuführen
sind, absorbiert, und deshalb nicht so leicht reißt.
(v) Durchschnittlicher Porendurchmesser
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist Poren auf, die vorzugsweise einen durchschnittlichen Durchmesser von 0,01
bis 0,1 &mgr;m, mehr bevorzugt von 0,01 bis 0,05 &mgr;m aufweisen. Bei einem
durchschnittlichen Durchmesser unter 0,01 &mgr;m kann die Membran eine übermäßig
geringe Durchlässigkeit aufweisen. Bei über 0,1 &mgr;m neigt die Membran
andererseits dazu, einem Spannungsabfall und einer Selbstentladung zu unterliegen,
die aus der Dendritbildung resultieren, wenn sie für einen Batterieseparator
verwendet wird.
(vi) Zugfestigkeit
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist eine Zugfestigkeit von 127400 kPa oder mehr sowohl in den Richtungen MD (Maschinenrichtung)
als auch TD (Querrichtung) auf. Eine mikroporöse Polyolefinmembran mit einer
Zugfestigkeit von 127400 kPa oder mehr wird nicht reißen, wenn sie für
einen Batterieseparator verwendet wird, und ist folglich bevorzugt.
Eine mikroporöse Polyolefinmembran mit einer Nadeleinstichfestigkeit
von 6860 mN/25 &mgr;m oder mehr und einer Zugfestigkeit von 127400 kPa/cm2
oder mehr kann selbst dann, wenn sie 16 &mgr;m oder weniger dünn ist, kleine
Kurzschlüsse verhindern, die auf Unregelmäßigkeiten und/oder Grate
auf den Elektroden zurückzuführen sind, wenn die Membran für einen
Batterieseparator verwendet wird.
(vii) Luftdurchlässigkeit
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist eine Luftdurchlässigkeit von 900 s/100 cm3 oder weniger, mehr
bevorzugt von 800 s/100 cm3 oder weniger und noch mehr bevorzugt von
100 bis 800 s/100 cm3 auf. Das Halten der Luftdurchlässigkeit der
mikroporösen Polyolefinmembran bei 900 s/100 cm3 oder weniger kann
deren lonenübertragungsvermögen und somit die Ausgangsleistungseigenschaften
verbessern, wenn sie für einen Batterieseparator verwendet wird.
(viii) Beständigkeit gegen die Bildung kleiner Löcher
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran
weist vorzugsweise eine hohe Beständigkeit gegen die Bildung kleiner Löcher
auf. Die Beständigkeit gegen die Bildung kleiner Löcher ist ein Index,
der als die geänderte Luftdurchlässigkeit definiert ist, wenn die Probe
mit einer Nadel (Durchmesser: 1 mm) bei einer Belastung von 1000 g für 5 s
belastet wird. Die mikroporöse Membran wird bezüglich der Bildung kleiner
Löcher als beständig beurteilt, wenn die getestete Probe weniger als 50%
ihrer anfänglichen Luftdurchlässigkeit verliert.
Die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran,
die den vorstehend beschriebenen Bedingungen genügt, weist eine hohe Dehnung,
Durchlässigkeit und Festigkeit auf. Trotz ihres hohen Blasenbildungspunkts
weist sie einen relativ kleinen durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,01 bis
0,1 &mgr;m, eine hohe Porosität, eine scharfe Porengrößenverteilung
und andererseits eine hohe Durchlässigkeit auf. Diese Eigenschaften in Verbindung
mit ihrer hohen Beständigkeit gegen die Bildung kleiner Löcher machen
die erfindungsgemäße mikroporöse Polyolefinmembran z.B. für
Batterieseparatoren und Flüssigkeitsfilter geeignet.
(2) Verfahren zur Herstellung der mikroporösen Polyolefinmembran
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen mikroporösen
Polyolefinmembran umfasst Schritte des (a) Mischens einer Harzkomponente eines Polyolefins
oder einer Polyolefinzusammensetzung, in die gegebenenfalls ein Polymer oder dergleichen
einbezogen ist, das der Membran einen Stilllegungseffekt bei niedriger Temperatur
verleiht, mit einer organischen Flüssigkeit oder einem organischen Feststoff,
(b) Schmelzens, Knetens und Extrudierens des Gemischs, und (c)
Streckens, Extrahierens, Trocknens und Thermofixierens des Extrudats. Eine der bevorzugten
Ausführungsformen zur Herstellung der erfindungsgemäßen mikroporösen
Polyolefinmembran umfasst das Herstellen einer Lösung eines Polyolefins oder
einer Polyolefinzusammensetzung durch Mischen des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung
mit einem guten Lösungsmittel für das Polyolefin, Extrudieren der Lösung
durch eine Düse zu Blättern, Abkühlen der Blätter zur Bildung
der gelartigen Zusammensetzung, Strecken der gelartigen Zusammensetzung unter Erwärmen
und Entfernen des restlichen Lösungsmittels von der Zusammensetzung.
In der vorliegenden Erfindung wird die Lösung eines Polyolefins
oder einer Polyolefinzusammensetzung als die Basiszusammensetzung durch Lösen
des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung in einem Lösungsmittel unter
Erwärmen hergestellt. Es kann jedwedes Lösungsmittel verwendet werden,
so lange es das Polyolefin ausreichend lösen kann. Beispiele für die Lösungsmittel
umfassen aliphatische oder cyclische Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Nonan, Decan,
Undecan, Dodecan, Paraffinöle, usw., und Fraktionen von Mineralölen mit
Siedepunkten, die im Wesentlichen mit denjenigen der vorstehend genannten Kohlenwasserstoffe
identisch sind. Ein nicht-flüchtiges Lösungsmittel, wie z.B. ein Paraffinöl,
ist zur Bildung der stabilen, gelartigen Form bevorzugt.
Das Lösen des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung
in einem Lösungsmittel unter Erwärmen wird durch Rühren von dessen
bzw. deren Lösung bei einer Temperatur, bei der es bzw. sie vollständig
in dem Lösungsmittel gelöst wird, oder durch einheitliches Mischen des
Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung und des Lösungsmittels in einem
Extruder durchgeführt. Wenn das Polyolefin oder die Polyolefinzusammensetzung
in dem Lösungsmittel unter Rühren gelöst werden soll, variiert die
Lösungstemperatur abhängig von den Arten von Polymeren und Lösungsmitteln,
die verwendet werden. Im Fall einer Polyethylenzusammensetzung liegt die Lösungstemperatur
im Bereich von 140 bis 250°C. Es ist bevorzugt, das Lösen in einem Extruder
zu bewirken, wenn eine hochkonzentrierte Lösung der Polyolefinzusammensetzung
verwendet wird, um eine mikroporöse Membran zu erzeugen.
Wenn das Lösen in einem Extruder bewirkt werden soll, wird das
Polyolefin oder die Polyolefinzusammensetzung zuerst in den Extruder eingespeist,
um bei einer Temperatur vorzugsweise von 30 bis 100°C über dem Schmelzpunkt
des Polyolefins geschmolzen zu werden, obwohl die Temperatur abhängig von der
Art des verwendeten Polyolefins variiert, wobei der Schmelzpunkt mittels DSC gemäß
JIS K 7211 bestimmt wird (gilt für die gesamte Beschreibung). Beispielsweise
beträgt die Temperatur 160 bis 230°C, vorzugsweise 170 bis 200°C
im Fall von Polyethylen, und 190 bis 270°C, vorzugsweise 190 bis 250°C
im Fall von Polypropylen. Dann wird dem geschmolzenen Polyolefin oder der geschmolzenen
Polyolefinzusammensetzung in der Mitte des Extruders ein flüssiges Lösungsmittel
zugesetzt.
Die Konzentration des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung
beträgt 10 bis 40 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Polyolefins oder
der Polyolefinzusammensetzung und des Lösungsmittels, vorzugsweise 15 bis 35
Gew.-%, mehr bevorzugt 15 bis 30 Gew.-%, oder umgekehrt beträgt die Konzentration
des Lösungsmittels 90 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 85 bis 65 Gew.-%, mehr bevorzugt
85 bis 70 Gew.-%. Wenn die Konzentration des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung
weniger als 10 Gew.-% beträgt (oder die Lösungsmittelkonzentration mehr
als 90 Gew.-% beträgt), ist es wahrscheinlich, dass am Austritt der Düse
in dem Verfahren zur Bildung von Blättern ein Quellen und Schmalerwerden stattfinden.
Demgemäß ist es schwierig, eine gute Formverarbeitungsfähigkeit und
gute Selbsttrageeigenschaften des erzeugten Blatts beizubehalten. Ein anderer Nachteil
ist die verminderte Produktivität, die auf die längere Zeit zurückzuführen
ist, die zur Entfernung des Lösungsmittels erforderlich ist. Wenn andererseits
die Konzentration des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung mehr als 40
Gew.-% beträgt (oder die Lösungsmittelkonzentration weniger als 60 Gew.-%
beträgt), wird das Blatt eine verschlechterte Formverarbeitungsfähigkeit
aufweisen. Es ist möglich, die Durchlässigkeit der Membran durch Ändern
der Konzentration des Polyolefins oder der Polyolefinzusammensetzung in dem vorstehend
genannten Bereich zu steuern.
Als nächstes wird die erwärmte Lösung des geschmolzenen
und gekneteten Polyolefins oder der geschmolzenen und gekneteten Polyolefinzusammensetzung
direkt oder durch einen anderen Extruder durch eine Düse oder dergleichen derart
extrudiert, dass eine Dicke der fertiggestellten Membran von 5 bis 250 &mgr;m
sichergestellt wird.
Als Düse wird üblicherweise eine Blattdüse mit einer
rechteckigen Öffnung verwendet, jedoch kann auch eine Doppelrohrhohldüse,
eine Blasdüse, usw., verwendet werden. Wenn die Blattdüse verwendet wird,
beträgt der Düsenspalt üblicherweise 0,1 bis 5 mm und sie wird bei
dem Extrusionsvorgang auf 140 bis 250°C erhitzt.
Die durch die Düse extrudierte Lösung wird durch Quenchen
als gelartiges Blatt ausgebildet. Es wird durch Kühlen der Düse oder des
gelartigen Blatts mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50°C/min auf 90°C
oder weniger, vorzugsweise 80 bis 30°C gekühlt. Als Verfahren zum Kühlen
des gelartigen Blatts kann ein direkter Kontakt mit Kühlluft, Kühlwasser
oder anderen Kühlmedien, ein Kontakt mit einer Walze, die durch Kühlmittel
gekühlt wird, usw., eingesetzt werden. Der Kontakt mit einer gekühlten
Walze ist ein bevorzugtes Verfahren.
Das gelartige Blatt wird dann unter Erwärmen durch ein gewöhnliches
Verfahren, wie z.B. ein Spannrahmen-, Walzen- oder Kalanderverfahren oder eine Kombination
davon bei einem gegebenen Streckverhältnis biaxial gestreckt. Es kann in der
Maschinenrichtung und der Querrichtung gleichzeitig oder aufeinander folgend gestreckt
weden. Das gleichzeitige Strecken ist mehr bevorzugt.
Die Strecktemperatur beträgt 110 bis 120°C, vorzugsweise
113 bis 120°C zur Herstellung einer hochfesten mikroporösen Polyolefinmembran,
wie z.B. derjenigen der vorliegenden Erfindung, aus einer Zusammensetzung eines
Polyethylens mit ultrahohem Molekulargewicht und einem Polyethylen mit hoher Dichte.
Das Streckverhältnis sollte auf 5 oder mehr sowohl für die
MD-Richtung (Maschinenrichtung) als auch für die TD (Querrichtung) eingestellt
werden. Eine mikroporöse Polyolefinmembran weist gegebenenfalls keine ausreichende
Nadeleinstichfestigkeit auf, wenn sie bei einem Streckverhältnis von weniger
als 5 in jeder Richtung gestreckt wird.
Das gestreckte Blatt wird dann mit einem Lösungsmittel gewaschen,
um das restliche Lösungsmittel zu entfernen. Lösungsmittel, die für
die Lösungsmittelentfernungsbehandlung verwendet werden, können flüchtige
Lösungsmittel sein, einschließlich Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Pentan,
Hexan und Heptan, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Methylenchlorid und Kohlenstofftetrachlorid,
fluorierte Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Trifluorethan, und Ether, wie z.B. Diethylether
und Dioxan. Diese Lösungsmittel können einzeln oder in einer Kombination
verwendet werden und deren Auswahl hängt von den Arten der nicht-flüchtigen
Lösungsmittel ab, die zum Lösen der Polyolefinzusammensetzung verwendet
werden. Die Waschverfahren mit den Lösungsmitteln umfassen ein Extraktionsverfahren
mit Lösungsmitteln, bei dem das Blatt eingetaucht wird, ein Verfahren des Sprühens
von Lösungsmitteln oder eine Kombination davon.
Das Waschen des gestrecken Blatts mit einem Lösungsmittel sollte
in einem Ausmaß durchgeführt werden, so dass der Gehalt des restlichen
Lösungsmittels weniger als 1 Gew.-% beträgt. Das gestreckte Blatt wird
schließlich durch ein Erwärmungsverfahren, ein Lufttrocknungsverfahren,
usw., getrocknet, um das Waschlösungsmittel zu entfernen.
Das getrocknete Blatt wird bei oberhalb 120°C, aber 125°C
oder weniger thermofixiert. Das Behandeln des Blatts bei einer Temperatur in diesem
Bereich wird zu einer porösen, hochfesten Membran mit einer hohen Porosität
von 45% oder mehr führen. Eine mikroporöse Membran mit einer Nadeleinstichfestigkeit
von 6860 mN/25 &mgr;m oder mehr und einer Zugfestigkeit von 127400 kPa oder mehr
wird erhalten, wenn das Blatt bei oberhalb 120°C, aber 125°C oder weniger
thermofixiert wird.
Die mikroporöse Membran, welche die gewünschten Eigenschaften
aufweist, kann mit dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Sie
kann gegebenenfalls einer Hydrophiliebehandlung durch Plasmabestrahlen, einem Imprägnieren
mit einem oberflächenaktiven Mittel, einem Oberflächenpfropfen, usw.,
für eine Oberflächenmodifizierung unterzogen werden.
Beispiele und Vergleichsbeispiele
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden bevorzugten Ausführungsformen,
welche die vorliegende Erfindung keinesfalls beschränken, detaillierter beschrieben.
Die in den bevorzugten Ausführungsformen angegebenen Eigenschaften wurden durch
die folgenden Testverfahren bestimmt:
(1) Gewichtsmittel des Molekulargewichts und Molekulargewichtsverteilung: Bestimmt
mittels Gelpermeationschromatographie (GPC), wobei als Chromatograph ein Analysegerät
von Waters, als Säule eine GMH-6 von Tosoh, als Lösungsmittel o-Dichlorbenzol,
als Temperatur 135°C und als Flussrate 1,0 ml/min eingesetzt worden sind.
(2) Membrandicke: Bestimmt mittels eines Dickenmessgeräts des Stifttyps
(Mitsutoyo Litematic).
(3) Luftdurchlässigkeit: Gemessen gemäß JIS P8117.
(5) Porosität: Bestimmt mit dem Gewichtsverfahren.
(6) Nadeleinstichfestigkeit: Bestimmt durch Einstechen der Probe mit einer Nadel
(Durchmesser: 1 mm oder 0,5 mm R) bei 2 mm/s, um die Belastung zu ermitteln, bei
der die Probe zerrissen wird.
(7) Zugfestigkeit und Reißdehnung: Bestimmt durch Ermitteln der Reißfestigkeit
und Dehnung einer 10 mm breiten, rechteckigen Probe, getestet gemäß ASTM
D822.
(8) Blasenbildungspunkt: Bestimmt mittels ASTM E-128-61 mit einer in Ethanol
eingebrachten Probe. Wenn der Blasenbildungspunkt die Obergrenze übersteigt,
wird dies als „Nein" angegeben, womit gemeint ist, dass der Blasenbildungspunkt
14700 kPa übersteigt.
(9) Wärmeschrumpfung: Bestimmt sowohl für die MD-Richtung (Maschinenrichtung)
als auch für die TD-Richtung (Querrichtung) nach dem Aussetzen der Probe für
8 Stunden gegenüber einer bei 105°C gehaltenen Atmosphäre.
(10) Impedanz: Bestimmt mittels eines Impedanzanalysegeräts (Solartron)
bei 1 kHz für den Realteil der Impedanz, wobei die Membran zwischen den Metallelektroden
(16 mm Durchmesser) angeordnet und in eine Elektrolytlösung eingetaucht wurde.
Die Elektrolytlösung wurde durch Lösen von 1 mol LiClO4 in
einer 1:1-Mischlösung aus Propioncarbonat und 1,2-Dimethoxyethan in einer Argonatmosphäre
hergestellt.
(11) Flüssigkeitsrückhaltevermögen: Bestimmt durch Eintauchen
der mikroporösen Membran in eine Elektrolytlösung, in der 1 mol LiClO4
in einer 1:1-Mischlösung aus Propylencarbonat und 1,2-Dimethoxyethan gelöst
war, und geringfügiges Abwischen der Oberfläche der herausgezogenen Membran
mit einem Filtrierpapier, wobei das Flüssigkeitsrückhaltevermögen
als Menge der Elektrolytlösung definiert ist, die pro Einheitsmasse der Membran
gehalten wird. Eine Membran mit einem Flüssigkeitsrückhaltevermögen
von 100% oder weniger wird so beurteilt, dass sie unzureichende Batterieeigenschaften
aufweist.
(12) Beständigkeit gegen die Bildung kleiner Löcher: Bestimmt durch
Belasten der mikroporösen Membran mit einer Nadel (Durchmesser: 1 mm) bei einer
Belastung von 1000 g für 5 s, um die veränderte Luftdurchlässigkeit
zu messen. Die Membran wird so beurteilt, dass sie unzureichende Batterieeigenschaften
aufweist, wenn sie 50% oder mehr ihrer anfänglichen Luftdurchlässigkeit
verliert. Eine Probe wird mit O bezeichnet, wenn sie weniger als 50% ihrer anfänglichen
Luftdurchlässigkeit verliert, und mit x, wenn sie ihre Luftdurchlässigkeit
in einem größeren Ausmaß verliert.
Beispiel 1
In ein Polyethylengemisch, das 30 Gew.-% eines Polyethylens mit ultrahohem
Molekulargewicht (UHMWPE) mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 2,0
× 106 und 70 Gew.-% eines Polyethylens mit hoher Dichte (HDPE) mit
einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 3,5 × 105 umfasste
und ein Mw/Mn-Verhältnis von 16,8 und einen Schmelzpunkt von 135°C aufwies,
wurden 0,375 Gewichtsteile eines Antioxidationsmittels, bezogen auf 100 Gewichtsteile
des Polyethylengemischs, einbezogen, um eine Polyethylenzusammensetzung herzustellen.
Zwanzig (20) Gewichtsteile der Polyethylenzusammensetzung wurden in einen biaxialen
Extruder (58 mm Durchmesser, L/D-Verhältnis = 42, Typ mit intensivem Kneten)
eingespeist und auch 80 Gewichtsteile flüssiges Paraffin wurden in den biaxialen
Extruder von der Seiteneinspeisungseinrichtung eingespeist, um durch Schmelzen der
Polyethylenzusammensetzung und Kneten der Polyethylenzusammensetzung mit dem flüssigen
Paraffin bei 200°C und 200 U/min eine Polyethylenlösung in dem Extruder
herzustellen. Die resultierende Lösung wurde derart von der an dem Extruderende
angebrachten T-Düse extrudiert, dass die folgende gestreckte Membran eine Dicke
von 50 bis 60 &mgr;m aufwies, und von einer bei 50°C gehaltenen Kühlwalze
aufgenommen, um ein gelartiges Blatt herzustellen. Das Blatt wurde dann bei 113°C
bei einem Streckverhältnis von 5 in der Richtungen von MD (Maschinenrichtung)
und TD (Querrichtung) (5 × 5) biaxial gestreckt, so dass eine gestreckte Membran
erhalten wurde. Die resultierende Membran wurde mit Methylenchlorid gewaschen, um
das restliche flüssige Paraffin durch Extraktion zu entfernen, getrocknet und
10 s bei 120°C thermofixiert, um eine 25 &mgr;m dicke mikroporöse Polyethylenmembran
herzustellen. Die Eigenschaften der Membran sind in der Tabelle 1 gezeigt.
Beispiele 2 bis 11
Mikroporöse Polyethylenmembranen wurden in der gleichen Weise
wie im Beispiel 1 hergestellt, jedoch wurden UHMWPE und HDPE in den in den Tabellen
1 und 2 gezeigten Verhältnissen verwendet und die in den Tabellen 1 und 2 gezeigten
Strecktemperaturen und -verhältnisse wurden eingesetzt. Die Eigenschaften der
mikroporösen Polyethylenmembranen sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt. Alle
Polyethylenzusammensetzungen wiesen einen Schmelzpunkt von 135°C auf.
Vergleichsbeispiele 1 bis 5
Mikroporöse Polyethylenmembranen wurden in der gleichen Weise
wie im Beispiel 1 hergestellt, jedoch wurden UHMWPE und HDPE in den in den Tabellen
1 und 2 gezeigten Verhältnissen verwendet und die in den Tabellen 1 und 2 gezeigten
Strecktemperaturen und -verhältnisse wurden eingesetzt. Die Eigenschaften der
Membranen sind in der Tabelle 3 gezeigt. Alle Polyethylenzusammensetzungen wiesen
einen Schmelzpunkt von 135°C auf.
Wie es detailliert beschrieben worden ist, umfasst die erfindungsgemäße
mikroporöse Polyolefinmembran eine Zusammensetzung, die ein Polyolefin mit
ultrahohem Molekulargewicht enthält, und weist eine hohe Nadeleinstichfestigkeit,
einen angemessenen Porendurchmesser und eine hohe Porosität (Durchlässigkeit)
auf, und wenn sie für Batterieseparatoren verwendet wird, zeigt sie hervorragende
Batterieeigenschaften und sehr gute Sicherheitseigenschaften. Diese Eigenschaften
machen die erfindungsgemäße Membran z.B. für Batterieseparatoren
und Flüssigkeitsfilter geeignet.
Anspruch[de]
Mikroporöse Polyolefinmembran, die (B) eine Zusammensetzung umfaßt,
die 1 Gew.-% oder mehr eines Polyolefins mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem
Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 5 × 105 oder mehr enthält,
und eine Porosität von 30 bis 95%, einen Blasenbildungspunkt von mehr als 980
KPa, eine Nadeleinstichfestigkeit von 6860 mN/25 &mgr;m oder mehr und eine Zugfestigkeit
von 127400 KPa oder mehr aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach Anspruch 1, wobei das Polyolefin
mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von
5 × 105 oder mehr Polyethylen oder Polypropylen ist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach Anspruch 1 oder 2, wobei die
Zusammensetzung (B), die ein Polyolefin mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem
Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 5 × 105 oder mehr enthält,
ein Polyolefin (B-1) mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des
Molekulargewichts von 1 × 106 oder mehr und ein Polyolefin (B-2)
mit hoher Dichte mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 105
oder mehr, aber weniger als 5 × 105, umfaßt.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
3, welche einen durchschnittlichen Porendurchmesser von 0,01 bis 0,1 &mgr;m aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
4, welche eine Porosität von 45 bis 95% aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
5, welche eine Zugdehnung von 300% oder mehr aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
6, welche eine Luftdurchlässigkeit von 900 sec/100 cm3 (cc) oder
weniger aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
7, welche eine Wärmeschrumpfung von 10% oder weniger, sowohl in den Richtungen
MD (Maschinenrichtung) als auch TD (Querrichtung), aufweist.Mikroporöse Polyolefinmembran nach einem der Ansprüche 1 bis
8, welche weniger als 50% der anfänglichen Luftdurchlässigkeit verliert,
wenn sie mit einer Nadel mit einem Durchmesser von 1 mm bei einer Belastung von
1000 g für 5 Sekunden belastet wird.Verfahren zur Herstellung der mikroporösen Polyolefinmembran nach
Anspruch 1, umfassend die Schritte (a) Herstellen einer Lösung, umfassend 10
bis 40 Gew.-% (B) einer Zusammensetzung, die 1 Gew.-% oder mehr eines Polyolefins
mit ultrahohem Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von
5 × 105 oder mehr enthält, und 90 bis 60 Gew.-% eines Lösungsmittels,
(b) Extrudieren der Lösung, (c) Quenchen der extrudierten Lösung, um ein
gelartiges Extrudat zu erhalten, (d) biaxiales Strecken des gelartigen Extrudats
bei 110 bis 120°C bei einem Streckverhältnis von 5 oder mehr, sowohl in
den Richtungen MD (Maschinenrichtung) als auch TD (Querrichtung), (e) Entfernen
des Lösungsmittels und Trocknen des Extrudats und (f) Thermofixieren des Extrudats
bei oberhalb 120°C aber 125°C oder weniger.Verfahren zur Herstellung der mikroporösen Polyolefinmembran nach
Anspruch 10, wobei die Zusammensetzung (B), welche ein Polyolefin mit ultrahohem
Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 5 × 105
oder mehr enthält, 20 bis 60 Gew.-% eines Polyethylens (B-1) mit ultrahohem
Molekulargewicht mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 106
oder mehr und 40 bis 80 Gew.-% eines Polyethylens (B-2) mit hoher Dichte mit einem
Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 1 × 105 oder mehr aber
weniger als 5 × 105 umfaßt.Verfahren zur Herstellung der mikroporösen Polyolefinmembran nach
Anspruch 10 oder 11, wobei das gelartige Extrudat bei 113 bis 120°C gestreckt
wird.Batterieseparator, welcher die mikroporöse Polyolefinmembran nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9 verwendet.Batterie, welche die mikroporöse Polyolefinmembran nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 9 für einen Batterieseparator verwendet.Filter, der die mikroporöse Polyolefinmembran nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 9 verwendet.