Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gastrennmembran mit einer
asymmetrischen Struktur, umfassend eine Hautschicht und eine poröse Schicht,
wobei die Gastrennmembran dadurch gekennzeichnet ist, dass die Membranpermeationsrate
des Permeatgases (membranpermeierenden Komponente) erhöht ist infolge Verminderung
des Widerstandes des Permeatgases bei seiner Permeation durch die poröse Schicht,
und ferner dadurch gekennzeichnet ist, dass sie mindestens ein praktisches Niveau
an mechanischer Festigkeit als eine Hohlfaser-Gastrennmembran aufweist. Die Erfindung
betrifft ferner eine Gastrennmembran mit ausgezeichneter Wasserbeständigkeit
und Heißwasserbeständigkeit. Die Erfindung betrifft ferner ein Entfeuchtungsverfahren
und ein Befeuchtungsverfahren, gekennzeichnet durch die Verwendung der im Vorstehenden
erwähnten Gastrennmembran.
2. Beschreibung des Standes der Technik
Gastrennmembranen kommen bei einer Vielfalt von Gasseparationsmethoden
zum Einsatz. Die meisten von ihnen sind aus glasartigen Polymeren gebildet, die
eine hohe Selektivität aufweisen. Ganz allgemein haben glasartige Polymere
eine hohe Selektivität (Trenngrad), sind aber mit dem Nachteil eines niedrigen
Gaspermeationskoeffizienten behaftet. Die meisten aus glasartigen Polymeren gebildeten
Gastrennmembranen werden deshalb mit einer asymmetrischen Struktur verwendet, umfassend
eine poröse Schicht (Stützschicht) und eine dünne Hautschicht (Selektivschicht),
d.h. die Selektivschicht, welche Permeationswiderstand gegen das Gas erzeugt, ist
in der Dicke vermindert, so dass die Gaspermeationsrate nicht zu niedrig ist.
Gastrennmembranen werden allgemein als Hohlfaser-Gastrennmembranmodule
verwendet, hergestellt durch Bündeln einer großen Zahl von Hohlfasermembranen
(z.B. Hundert bis zu einigen Hunderttausend) zu einem Hohlfaserbündel und Verankern
von mindestens einem Ende des Hohlfaserbündels mit einem härtbaren Harz,
z.B. mit einem Epoxidharz, oder mit einem thermoplastischen Harz, derart, dass die
Hohlfasermembran an diesem Ende offen ist, um ein Hohlfaser-Trennmembranelement
herzustellen, gefolgt von Einführen eines oder einer Mehrzahl dieser Hohlfaser-Trennmembranelemente
in einen Behälter mit mindestens einem Mischgaseinlass, einem Auslass für
permeierendes Gas und einem Auslass für nicht-permeierendes Gas, derart, dass
der Raum innerhalb der Hohlfasermembranen von dem Raum außerhalb der Hohlfasermembranen
getrennt wird. Bei Hohlfaser-Gastrennmembranmodulen wird das Mischgas dem Raum zugeführt,
der mit dem Inneren oder dem Äußeren der Hohlfasermembranen in Kontakt
steht, und spezifische Komponenten (Permeatgase) in dem Mischgas permeieren selektiv
die Membran, während es in Kontakt mit den Hohlfasermembranen strömt,
und werden durch den Auslass für permeierendes Gas zurückgewonnen, während
das an diesen spezifischen Komponenten (Permeatgasen) verarmte Gas durch den Auslass
für nicht-permeierendes Gas zurückgewonnen wird, um so Gastrennung zu
erzielen.
Was Gastrennmembranen anlangt, die aus Polymermischungen hergestellt
sind, offenbart das US-Patent Nr. 5 055 116 eine Gastrennmembran, umfassend eine
Mischung von zwei verschiedenen Polyimiden mit spezifischen Molekularstrukturen,
und es wird gezeigt, dass die Permeationsrate für Sauerstoff und Stickstoff
über das Polyimid-Mischungsverhältnis linear eingestellt werden kann.
Ferner offenbart das US-Patent Nr. 5 248 319 eine Gastrennmembran, umfassend eine
Mischung von einem Polyimid mit einem Phenylindan-Rest und einem spezifischen Polyimid,
Polyamid oder Polyamidimid. Das US-Patent Nr. 5 608 014 offenbart eine Gastrennmembran,
umfassend eine Mischung von einem spezifischen Polyethersulfon, einem spezifischen
aromatischen Polyimid und einem spezifischen aromatischen Polyimid oder Polyamid
oder Polyamidimid, und das US-Patent Nr. 5 917 137 offenbart eine Gastrennmembran,
umfassend eine Mischung von einem spezifischen Polyethersulfon und einem spezifischen
aromatischen Polyimid. Diese Veröffentlichungen erwähnen jedoch nicht
die Wasserdampf-Permeationsrate oder den Gaspermeationswiderstand der porösen
Schicht. Ferner enthalten sie keine Offenbarung oder Vorschlag betreffend eine Gastrennmembran,
die eine sehr hohe Wasserdampf-Permeationsrate aufweist und dabei gleichzeitig eine
mechanische Festigkeit aufweist, die geeignet ist für den praktischen Einsatz
als eine asymmetrische Hohlfasermembran in einem industriellen Modul.
Die US 5 034 025 schlägt
die Verwendung einer semipermeablen Membran bei einem Verfahren zum Entfernen von
Wasserdampf aus einem Wasserdampf enthaltenden Gas, z.B. Luft und Erdgas, vor. Die
Membranmaterialien sind ausgewählt aus einem breiten Spektrum von Polymeren,
vorzugsweise cellulosischen Polymeren, Polyharnstoffen und Derivaten hiervon und
Polyimiden.
Eine weitere semipermeable Polyimidharz-Membran ist aus der
US 5 882 382 bekannt geworden. Das Polyimidharz
bildet sowohl die Hautschicht als auch die poröse Stützschicht.
Die US 5 608 014 schlägt
die Verwendung einer mischbaren Dreikomponenten-Mischung aus aromatischen Polyethersulfonen
und zwei Typen von aromatischen Polyimiden vor, um Gastrennmembranen herzustellen.
Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit sind
wichtige Eigenschaften für Entfeuchtungsmembranen und Befeuchtungsmembranen.
Jedoch haben Membranen mit verbesserten Permeationsraten für Wasserdampf enthaltende
Gase bisher häufig schlechte Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
gezeigt. Die Offenlegungsschrift der japanischen Patentanmeldung Nr. 2-222717 offenbart
eine Polyimid-Trennmembran mit ausgezeichneter Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit;
sie wird jedoch zum Entwässern von organischem Dampf verwendet und weist eine
niedrige Wasserdampf-Permeationsrate auf.
Für Membranen mit asymmetrischen Strukturen ist der ratenbestimmende
Prozess für die Permeationsrate, bei der das Permeatgas durch die Membran passiert,
derjenige Prozess, bei dem das Permeatgas durch die Hautschicht der Membran passiert.
Bei dem Prozess, bei dem das Permeatgas durch die poröse Schicht der Membran
passiert, besteht ein relativ niedriger Permeationswiderstand. In den meisten Fällen
ist es daher möglich, den Effekt auf den Prozess, den das durch die poröse
Schicht der Membran passierende Permeatgas auf die Permeationsrate hat, im Wesentlichen
zu ignorieren.
In Fällen jedoch, wo die Hautschicht überaus dünn ist,
so dass die Permeationsrate, bei der das Permeatgas durch die Membran passiert,
sehr hoch ist, oder in Fällen, wo die membranpermeierende Komponente ein Gas
ist, welches sehr leicht durch die Membran permeiert, wird die Permeationsrate,
bei der das Permeatgas durch die Membran passiert, manchmal merklich beeinflusst
durch das durch die poröse Schicht passierende Permeatgas. In solchen Fällen
kann eine Membran mit einer asymmetrischen Struktur hinsichtlich der Permeationsrate,
bei der das Permeatgas durch die Membran passiert, immer noch verbessert werden,
und es sind Anstrengungen unternommen worden, um durch eine solche Verbesserung
eine kompaktere Hochleistungs-Gastrennmembran mit höherer Effizienz zu entwickeln.
Wenn die durch die Membran passierende Komponente Wasserdampf ist, so wird aufgrund
dessen, dass Wasserdampf eine viel höhere (einige hundert Male bis zu einigen
tausend Malen größere) Permeationsrate durch Membranen aufweist als andere
anorganische Gase, die Permeationsrate von Wasserdampf durch die Membran durch den
Permeationswiderstand der porösen Schicht besonders beeinflusst. Es hat folglich
Überlegungen gegeben, dass eine Verminderung des Permeationswiderstandes für
die Passage von Wasserdampf durch die poröse Schicht die Permeationsrate des
durch die Membran passierenden Wasserdampfs erhöhen könnte, und es sind
Anstrengungen unternommen worden, diese Verbesserung durchzuführen, um kompakte
Hochleistungs-Entfeuchtungsmembranen und/oder -Befeuchtungsmembranen mit hoher Effizienz
infolge einer erhöhten Wasserdampf-Permeationsrate durch die Membranen zu entwickeln.
Bei Membranen mit einer asymmetrischen Struktur ist es jedoch so,
dass, wenn man versucht, den Permeationswiderstand für membranpermeierende
Komponenten, welche durch die Membran passieren, weiter zu vermindern, indem man
einfach die Dicke der porösen Schicht vermindert oder die Porosität der
porösen Schicht erhöht, um die Permeationsrate der durch die Membran passierenden
Permeatgase zu erhöhen, die Permeationsrate zwar erfolgreich erhöht wird,
dies aber auf Kosten der durch die poröse Schicht ausgeübten Membranstützfunktion,
d.h. der mechanischen Festigkeit, geschieht. Aus diesem Grunde ist es bisher schwierig
gewesen, praktische Hochleistungs-Gastrennmembranen zu erhalten, die sowohl eine
verbesserte Permeationsrate für die Permeation von Permeatgasen durch die Membran
als auch eine mechanische Festigkeit auf einem für den tatsächlichen Einsatz
als eine asymmetrische Hohlfasermembran für ein industrielles Modul geeigneten
Niveau, d.h. ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit, aufweisen.
Ferner: wenn Gastrennmembranen zum Entfeuchten oder Befeuchten verwendet
werden, sind Membranen mit schlechter Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
problematisch, da sie nicht stabil über längere Zeitabschnitte verwendet
werden können und somit nur begrenzt einsetzbar sind. Es sind daher Anstrengungen
unternommen worden, die darauf gerichtet waren, Entfeuchtungsmembranen und/oder
Befeuchtungsmembranen mit ausgezeichneter Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
zu entwickeln.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung wurde vor dem Hintergrund des oben Erwähnten
erzielt und ist das Resultat der Entdeckung durch die betreffenden Erfinder, dass
durch Bilden einer asymmetrischen Membran mittels einer Mischung von zwei oder mehr
verschiedenen Polymeren, einschließlich mindestens eines Typs von Polyimid,
wie in Anspruch 1 dargelegt, die Herstellung einer Gastrennmembran möglich
ist, die einen niedrigen Permeationswiderstand (eine hohe Permeationsrate) für
Permeatgase, welche durch die poröse Schicht der Membran passieren, aufweist,
bei der ferner ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit der Membran erhalten
bleibt und die eine hervorragende Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
aufweist.
Anders gesagt, die vorliegende Erfindung betrifft eine Gastrennmembran
mit einer asymmetrischen Struktur, umfassend eine Hautschicht (Selektivschicht)
und eine poröse Schicht (Stützschicht), mit einer Wasserdampf-Permeationsrate
(P'H₂O) von 2,5 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer und einem Wasserdampf-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis
(P'H₂O/P'N₂) von 50 oder größer, wobei
die Heliumgas-Permeationsrate (P'He) der porösen Schicht (Stützschicht)
der Membran 3,0 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer ist, wobei die Zugfestigkeit als eine Hohlfasermembran 2,5
kgf/mm2 oder größer ist und die Bruchdehnung 10 % oder größer
ist.
Die Erfindung betrifft ferner die oben erwähnte Gastrennmembran,
wobei die Bruchdehnung der Hohlfasermembran nach Heißwasserbehandlung in 100°C
heißem Wasser für 50 Stunden mindestens 80 % des Wertes vor der Heißwasserbehandlung
beträgt.
Die Erfindung betrifft ferner ein Entfeuchtungsverfahren, welches
die Gastrennmembran verwendet, ein Befeuchtungsverfahren, welches die Gastrennmembran
verwendet und ein Entfeuchtungsverfahren und/oder Befeuchtungsverfahren, welches
die Entfeuchtung und/oder Befeuchtung eines Brennstoffzellenspeisegases mittels
der Gastrennmembran gemäß vorliegender Erfindung umfasst.
DETAILBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Erfindungsgemäß sind die Wasserdampf-Permeationsrate (P'H₂O),
das Wasserdampf-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis (P'H₂O/P'N₂)
der Membran und die Heliumpermeationsrate (P'He) der porösen Schicht
(Stützschicht) der Membran als Werte bei 50°C definiert.
Ferner wird erfindungsgemäß die Heliumpermeationsrate (P'He)
der porösen Schicht (Stützschicht) der Membran verwendet, um den Gaspermeationswiderstand
der porösen Schicht (Stützschicht) der Membran anzugeben (wobei ein größerer
Wert einen geringeren Widerstand anzeigt), und ist definiert als der nach der folgenden
Messmethode gemessene Wert. Das heißt, sie ist die Heliumgas-Permeationsrate
(P'He), die erhalten wird, wenn die Hautschicht auf der Oberfläche
der asymmetrischen Hohlfasermembran durch Sauerstoffplasmabehandlung entfernt wird
und das Permeationsratenverhältnis für Heliumgas und Stickstoffgas einen
Bereich erreicht, der im Wesentlichen nicht als das Permeationsratenverhältnis
einer homogenen dichten Membran erkannt werden kann. Im Besonderen ist sie die Heliumgas-Permeationsrate,
die erhalten wird, wenn eine Membran, die vor Plasmabehandlung ein Helium-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis
(P'He/P'N₂) von 20 oder größer aufweist,
plasmabehandelt und das Permeationsratenverhältnis (P'He/P'N₂)
auf 1,2 oder kleiner vermindert wird. Ein großer Wert für die Heliumgas-Permeationsrate
(P'He) bedeutet einen niedrigen Gaspermeationswiderstand für die
poröse Schicht der Membran, und ein kleiner Wert für die Heliumgas-Permeationsrate
(P'He) bedeutet einen hohen Gaspermeationswiderstand für die poröse
Schicht der Membran.
Die mechanische Festigkeit gemäß der Erfindung ist repräsentiert
durch die Zugfestigkeit und Bruchdehnung in einem Zugversuch einer Hohlfasermembran.
Dies sind die Werte, die mittels eines Zugprüfgeräts bei einer Temperatur
von 23°C mit einer effektiven Probenlänge von 20 mm und einer Dehnrate
von 10 mm/min gemessen werden. Die Zugfestigkeit ist der Wert, der erhalten wird
durch Division der Bruchspannung der Hohlfasermembran durch die Querschnittsfläche
der Hohlfasermembran [Einheit: kgf/mm2], und die Bruchdehnung ist definiert
als (L – L0)/L0 × 100 [Einheit: %], wobei L0
die Länge der Originalhohlfasern ist und wobei L deren Länge beim Bruch
ist.
Erfindungsgemäß sind die Wasserbeständigkeit und die
Heißwasserbeständigkeit einer Hohlfasermembran bezogen auf die Restbruchdehnung
in einem Zugversuch nach 50-stündiger Heißwasserbehandlung bei einer Temperatur
von 100°C, ausgedrückt in der Einheit %.
Die erfindungsgemäße asymmetrische Gastrennmembran zeigt
einen niedrigeren Gaspermeationswiderstand (höhere Gaspermeationsrate)
der porösen Schicht und somit eine verbesserte Permeationsrate der Membran
für Permeatgase (insbesondere Wasserdampf) und ein Niveau an mechanischer Festigkeit,
welches zur tatsächlichen Verwendung als eine asymmetrische Hohlfasermembran
für ein industrielles Modul geeignet ist, d.h. ein praktisches Niveau an mechanischer
Festigkeit.
Anders gesagt, die vorliegende Erfindung ist eine asymmetrische Gastrennmembran,
wobei die Gaspermeationsrate der porösen Schicht 3,0 ×10–3
cm3 (STP)/cm2·s·cmHg oder größer ist,
bezogen auf die Heliumgas-Permeationsrate (P'He), und wobei die Zugfestigkeit
der Hohlfasermembran 2,5 kgf/mm2 oder größer ist und die Bruchdehnung
10 % oder größer ist, um eine hohe Wasserdampf-Permeationsrate (P'H₂O)
von 2,5 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer sowie eine ausgezeichnete Druckfestigkeit als eine Hohlfasermembran
und ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit, welches zur Verarbeitung
zu industriellen Gastrennmembranmodulen geeignet ist, bereitzustellen.
Wenn die Gaspermeationsrate der porösen Schicht der Membran 3,0
× 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer, mehr bevorzugt 3,5 × 10–3 cm3
(STP)/cm2·s·cmHg oder größer ist, bezogen auf die
Heliumgas-Permeationsrate (P'He), so ist der Gaspermeationswiderstand
der porösen Schicht vermindert und sein Effekt auf die Gaspermeationsleistung
der Membran minimiert oder im Wesentlichen vernachlässigbar, und es ist leicht
möglich, eine Gastrennmembran mit einer Wasserdampf-Permeationsrate (P'H₂O)
von 2,5 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer zu erhalten. Umgekehrt, wenn die Gaspermeationsrate der porösen
Schicht der Membran niedriger ist als 3,0 × 10–3 cm3
(STP)/cm2·s·cmHg oder größer, bezogen auf die Heliumgas-Permeationsrate
(P'He), so ist der Gaspermeationswiderstand der porösen Schicht
erhöht, wodurch es schwierig ist, die Gaspermeationsrate der Membran zu erhöhen,
und die Anstrengungen, eine Hochleistungs-Gastrennmembran mit einer verbesserten
Wasserdampf-Permeationsrate zu erhalten, behindert werden.
Die erfindungsgemäße Gastrennmembran weist eine asymmetrische
Struktur auf mit einer Zugfestigkeit von 2,5 kgf/mm2 oder größer,
bevorzugt 3,0 kgf/mm2 oder größer, und eine Bruchdehnung von
10 % oder größer, bevorzugt 15 % oder größer, als eine Hohlfasermembran.
Hohlfasermembranen mit diesem Niveau an mechanischer Festigkeit sind handhabbar,
ohne leicht beschädigt oder gebrochen zu werden und sind daher geeignet für
industrielle Module (Montage und Verarbeitung zu Gastrennmembranmodulen). Gastrennmembranmodule,
welche Hohlfasermembranen mit einer derartigen mechanischen Festigkeit verwenden,
sind wegen ihrer überlegenen Druckfestigkeit und Dauerhaftigkeit besonders
geeignet. Wenn dagegen die Zugfestigkeit unter 2,5 kgf/m2 liegt oder
wenn die Bruchdehnung geringer ist als 10 %, dann sind die Hohlfasermembranen schadens-
oder bruchanfällig während der Montage oder Verarbeitung der Gastrennmembranmodule,
so dass es schwierig ist, die Montage und Verarbeitung zu einem industriellen Trennmembranmodul
durchzuführen, und selbst wenn es gelingt, ein Trennmembranmodul herzustellen,
so sind dessen Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzbedingungen wegen der niedrigen
Druckfestigkeit begrenzt. Die Hohlfasermembranen in dem Trennmembranmodul erfahren
ferner eine kontinuierliche oder intermittierende Deformationsspannung, und deshalb
führt eine Zugfestigkeit von weniger als 2,5 kgf/mm2 oder eine Bruchdehnung
von weniger als 10 % gerne zu mehr Schadens- oder Bruchproblemen.
Die Gastrennmembran gemäß vorliegender Erfindung weist ein
Wasserdampf-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis (P'H₂O/P'N₂)
von 50 oder größer auf. Ein Wasserdampf-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis
(P'H₂O/P'N₂) von 50 oder größer bedeutet
mindestens ein praktisches Niveau an Gasselektivität und, insbesondere, eine
Wasserdampf-Permselektivität, wodurch trockene Luft mit einem Taupunkt unter
–15°C leicht erhalten werden kann, und ist geeignet für eine Entfeuchtungsmembran
oder eine Befeuchtungsmembran.
Die erfindungsgemäße Gastrennmembran zeigt ferner eine ausgezeichnete
Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit zusätzlich zu
einer verbesserten Gaspermeationsrate und mechanischen Festigkeit bei oder oberhalb
eines praktischen Niveaus. Das heißt, die erfindungsgemäße Gastrennmembran
zeigt Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit, wobei die
Bruchdehnung der Hohlfasermembranen selbst nach einer 50-stündigen Heißwasserbehandlung
in 100°C heißem Wasser bei einem Wert von mindestens 80 %, vorzugsweise
mindestens 90 % desjenigen vor der Heißwasserbehandlung erhalten bleibt. Die
Gastrennmembran gemäß vorliegender Erfindung kann daher als eine Befeuchtungsmembran
und/oder Entfeuchtungsmembran für ein weites Anwendungsspektrum verwendet werden
und eine hohe Leistung auch bei Verwendung über längere Zeitabschnitte
aufrechterhalten.
Die Gastrennmembran gemäß vorliegender Erfindung wird erhalten
durch Verwendung einer Mischung von zwei oder mehr verschiedenen Polymeren, umfassend
mindestens einen Typ von Polyimid, und wird vorzugsweise erhalten durch Bilden einer
Membran mit einer Mischung, welche mindestens zwei verschiedene Polyimide umfasst.
Eine Erhöhung der Porosität der porösen Schicht mit einem Typ von
Polyimid kann die Gaspermeationsrate verbessern, aber weit die
mechanische Festigkeit herabgesetzt wird, ist es nicht möglich, eine erfindungsgemäße
Gastrennmembran zu erhalten. Der "eine Typ von Polyimid" umfasst sowohl "Homopolyimide"
als auch Copolymer-Polyimide, die Polyimide sind, bei denen eine spezifische Monomer-Zusammensetzung
als eine Repetiereinheit polymerisiert wird. Erfindungsgemäß bestehen
keine besonderen Beschränkungen hinsichtlich Polymeren, welche von Polyimiden
verschieden sind und Mischungen von zwei oder mehr Polymeren bilden können,
die mindestens einen Typ von Polyimid enthalten; hierzu lassen sich nennen: aromatische
Polyamide, aromatische Polyamidimide, aromatische Polyetherimide, aromatische Polysulfone
und aromatische Polycarbonate.
Eine für die Erfindung verwendete Mischung von zwei oder mehr
verschiedenen Polymeren, enthaltend mindestens einen Typ von Polyimid, ist eine
Polymermischung, welche mindestens einen Typ von Polyimid mit einer hohen Selektivität,
einem hohen Trenngrad und einer hohen Permeationsrate und mindestens einen Typ von
Polyimid oder ein von einem Polyimid verschiedenes Polymer mit hervorragender mechanischer
Festigkeit enthält. Derartige Polymermischungen sind in den gleichen Lösemitteln
löslich. Lösungen von den Polymermischungen in Lösemitteln sind vorzugsweise
solche, welche keine sichtbare Trübung erzeugen. Eine erfindungsgemäße
Gastrennmembran kann nicht erhalten werden mittels einer Polymermischungslösung,
die klar nicht-homogen in ihrem Erscheinungsbild ist. Die erfindungsgemäße
Gastrennmembran kann hergestellt werden mittels einer Polymerlösung, in der
die im Vorstehenden erwähnte Polymermischung gelöst ist, mittels des von
Loeb et al. vorgeschlagenen Verfahrens (z.B. US-Patent Nr. 3 133 132), d.h. dem
"Trocken-Nass-Spinnverfahren", wobei die Polymermischungslösung aus einer Düse
in die gewünschte Gestalt extrudiert und dann, nach Passage durch eine Luft-
oder Stickstoffatmosphäre, in ein Koagulationsbad getaucht wird. In dem Koagulationsschritt
des Trocken-Nass-Spinnverfahrens wird die Phasentrennung der Polymerphase und Lösemittelphase
gefördert durch Ersetzen des Lösemittels der Polymerlösung durch
ein schlechtes Lösemittel für das Polymer in dem Koagulationsbad, um so
dem Polymer eine poröse Struktur zu geben. Im Falle des Koagulationsschrittes
für eine Lösung von einer Polymermischung gemäß der Erfindung
wird angenommen, dass zusätzlich zu der geförderten Phasentrennung in
Polymerphase und Lösemittelphase auch die Trennung jeder Polymerphase in der
mindestens einen Typ von Polyimid umfassenden Polymermischung gefördert wird
und somit die Porosität weiter erhöht und dabei gleichzeitig eine poröse
Struktur mit minimaler Verminderung in der mechanischen Festigkeit gebildet wird.
Wenn die Membran nicht mit der Polymermischung gebildet wird, sondern mittels eines
Typs von copolymerisiertem Polymer, umfassend die gleiche Monomermischung wie die
Polymermischung, ist es nicht möglich eine Hochleistungs-Gastrennmembran zu
erhalten, die sowohl eine verbesserte Gaspermeationsrate als auch ein praktisches
Niveau an mechanischer Festigkeit aufweist.
Im Einzelnen umfasst das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Gastrennmembran Folgendes. Eine Polymermischungslösung wird hergestellt durch
Lösen von zwei oder mehr verschiedenen Polymeren, umfassend mindestens einen
Typ von Polyimid, in dem gleichen Lösemittel, Extrudieren derselben aus einer
Düse in die gewünschte Gestalt, z.B. in die Gestalt einer Hohlfaser, und
Passage durch eine Luft- oder Stickstoffatmosphäre unmittelbar nach Extrusion,
gefolgt von Tauchen derselben in ein Koagulationslösemittel, welches die Polymermischung
im Wesentlichen nicht löst und kompatibel ist mit dem Lösemittel der Polymermischungslösung,
um eine asymmetrische Struktur zu bilden. Die erhaltene asymmetrische Membran wird
dann einer Trocknungs- und Wärmebehandlung unterworfen, um eine Trennmembran
herzustellen. Die Polymermischungslösung kann hergestellt werden durch separates
Herstellen von Lösungen der zwei oder mehr verschiedenen Polymeren mit anschließendem
Mischen derselben, oder dadurch, dass die zwei oder mehr verschiedenen Polymere,
umfassend mindestens einen Typ von Polyimid, nacheinander in dem gleichen Lösemittel
gelöst werden. Die Konzentration der Polymermischungslösung beträgt
bevorzugt 10-25 Gew.% zur Herstellung einer Membran. Die Lösungsviskosität
(Rotationsviskosität) der aus der Düse extrudierten Polymermischungslösung
beträgt bevorzugt 50-15 000 P, insbesondere 100-10 000 P bei der Extrusionstemperatur,
weil damit eine stabile Gestalt nach Extrusion der Hohlfaser oder anderen Gestalt
erzielt werden kann. Das Tauchen in das Koagulationsbad umfasst vorzugsweise Tauchen
in ein primäres Koagulationsbad zur Koagulation in eine Hohlfaser- oder andere
Membrangestalt, gefolgt von Wickeln auf eine Führungsrolle und anschließendes
Tauchen in ein sekundäres Koagulationsbad zur vollständigen Koagulation
der gesamten Membran. Trocknen der koagulierten Membran kann effizient nach einem
Verfahren durchgeführt werden, umfassend das Ersetzen des Koagulationslösemittels
durch ein Lösemittel wie z.B. einen Kohlenwasserstoff und anschließendes
Trocknen. Die Wärmebehandlung wird vorzugsweise bei einer Temperatur durchgeführt,
die niedriger ist als die Erweichungspunkte oder Glasübergangstemperaturen
der zwei oder mehr verschiedenen Polymeren, welche einen Typ von Polyimid umfassen.
Die Dicke der Hautschicht der erfindungsgemäßen Gastrennmembran
beträgt 10-200 nm, vorzugsweise 20-100 nm. Die Dicke der porösen Schicht
der erfindungsgemäßen Gastrennmembran beträgt 20-200 &mgr;m,
vorzugsweise 30-100 &mgr;m. Eine Hautschichtdicke von weniger als 10 nm ist der
Herstellung hinderlich, während eine Dicke von über 200 nm die Gaspermeationsrate
vermindert und es möglicherweise unmöglich macht, eine erfindungsgemäße
Gastrennmembran zu erhalten. Eine Dicke der porösen Schicht von weniger als
20 &mgr;m vermindert die mechanische Festigkeit und damit die Stützfunktion,
während eine Dicke von über 200 &mgr;m den Gaspermeationswiderstand
der porösen Schicht erhöht und es möglicherweise unmöglich macht,
eine Gastrennmembran mit einer verbesserten Gaspermeationsrate zu erhalten.
Die erfindungsgemäße Gastrennmembran kann geeignet Verwendung
finden als eine Hohlfasermembran, und der Innendurchmesser der Hohlfasermembran
beträgt vorzugsweise 30-500 &mgr;m. Erfindungsgemäße Hohlfasermembranen
können geeignet verwendet werden durch Inkorporation in ein gewöhnliches
Gastrennmembranmodul. Beispielsweise können die Hohlfasermembranen aus ca.
100-200 000 Fasern von geeigneter Länge gebündelt werden. Die Art der
Bündelung kann eine parallele Anordnung, eine kreuzweise Anordnung oder eine
gewebte Art umfassen; als eine Alternative kann ein Kern, z.B. ein Rohr, ungefähr
in der Mitte des Bündels platziert sein und das Bündel mit einem Polymerfilm
umhüllt sein. Das Hohlfaserbündel wird mittels einer Rohrplatte so verankert,
dass mindestens ein Ende der Hohlfasermembranen offen bleibt, und wird in einen
Behälter mit mindestens einem Mischgaseinlass, einem Auslass für permeierendes
Gas und einem Auslass für nicht-permeierendes Gas eingeführt; sodann wird
die Rohrplatte an den Behälter gesiegelt, derart, dass der Raum in dem Behälter
unterteilt wird. Das Mischgas wird in den Raum in Kontakt mit der Innenseite oder
Außenseite der Hohlfasermembranen zugeführt, und spezifische Komponenten
in dem Mischgas permeieren selektiv die Membran, während es in Kontakt mit
den Hohlfasermembranen strömt, und werden durch den Auslass für permeierendes
Gas zurückgewonnen, während das nicht-permeierende Gas, welches nicht
hindurchgetreten ist, über den Auslass für nicht-permeierendes Gas zurückgewonnen
wird, um so Gastrennung zu erzielen. Ferner kann ein Trägergas in den Raum
auf der permeierenden Gasseite eingeführt werden, z.B. im Gegenstrom zu dem
zugeführten Mischgas, um die Rückgewinnung des permeierenden Gases zu
fördern, wobei in einem solchen Falle ein nicht-permeierendes Gas als das Trägergas
verwendet werden kann.
Weil die erfindungsgemäße Gastrennmembran eine sehr hohe
Wasserdampf-Permeationsrate aufweist, kann eine Entfeuchtung und/oder Befeuchtung
sehr effizient und zufriedenstellend mittels der erfindungsgemäßen Gastrennmembranen
durchgeführt werden. Zur Entfeuchtung kann ein Wasserdampf enthaltendes Mischgas
in ein erfindungsgemäße Gastrennmembranen umfassendes Gastrennmembranmodul
in den Raum, der mit der Innenseite oder der Außenseite der Hohlfasermembranen
in Kontakt steht, zugeführt werden, um selektive Permeation des Wasserdampfes
zu der permeierenden Seite der Membranen zu erlauben und somit sehr effizient ein
entfeuchtetes Gas als das nicht-permeierende Gas zu erhalten. Das Zuführen
des Wasserdampf enthaltenden Mischgases zu dem Inneren der Hohlfasermembranen und
das Einführen eines getrockneten Trägergases in den Raum auf der Außenseite
der Hohlfasermembranen im Gegenstrom zu dem Mischgas ist besonders bevorzugt, weil
es eine effizientere Durchführung der Entfeuchtung erlaubt; ebenso ist die
Rückführung eines Teils des auf der nicht-permeierenden Seite der Gastrennmembran
erhaltenen entfeuchteten Gases als das Trägergas als ein günstiges Verfahren
zum Einführen des Trägergases bevorzugt. Zum Befeuchten kann ein Mischgas
mit einem höheren Wasserdampfgehalt (hohen Wasserdampfpartialdruck) dem Raum
zugeführt werden, der mit der Innenseite oder Außenseite der Hohlfasermembranen
in Kontakt steht, und ein Gas mit eine niedrigeren Wasserdampfgehalt (niedrigen
Wasserdampfpartialdruck) kann der Gegenseite der Hohlfasermembranen zugeführt
werden, so dass der Wasserdampf durch die Membranen hindurchtritt, um eine leichte
Befeuchtung des Gases mit dem niedrigeren Wasserdampfgehalt zu erlauben. Für
eine höhere Effizienz ist es besonders bevorzugt, wenn das Gas mit dem höheren
Wasserdampfgehalt und das Gas mit dem niedrigeren Wasserdampfgehalt im Gegenstrom
zueinander auf der jeweiligen Seite der Hohlfasermembran geführt werden.
Eine erfindungsgemäße Gastrennmembran kann ferner für
eine hoch effiziente und zufriedenstellende Entfeuchtung und/oder Befeuchtung von
Speisegasen für Brennstoffzellen verwendet werden. Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzellen
(PEFC) werden üblicherweise hergestellt durch Schichtung von Erzeugerelementen,
jeweils als Verbundstruktur gebildet durch sandwichartiges, beiderseitiges Belegen
einer wasserstoffionenleitenden Solid-Polymer-Elektrolyt-Membran mit einer einen
Platinkatalysator tragenden Kohlenstoffelektrode, und Separatoren mit einer Gaszuführungsfunktion
und einer Ableitungsfunktion, wobei ein Brennstoffgas, z.B. Wasserstoff, oder ein
Oxidationsgas, z.B. Sauerstoff, zu den jeweiligen Elektroden zugeführt wird,
und zum Abführen des Abgases von den Elektroden; und einem an der Außenseite
angeordneten Kollektor. Bei solchen Zellen führt Austrocknen der Polymer-Elektrolyt-Membran
zu einer drastischen Leistungsverminderung infolge schlechter Ionenleitfähigkeit,
und deshalb ist es wichtig, eine konstante Feuchtigkeit für die Solid-Polymer-Elektrolyt-Membran
aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund ist es wesentlich, das Speisegas (Brennstoffgas
und/der Oxidationsgas) einer Befeuchtung (oder statt dessen – bei einem hohen
Wassergehalt – einer Entfeuchtung) zu unterwerfen. Die Verwendung von Trennmembranen
zur Befeuchtung von Speisegas ist bereits vorgeschlagen worden.
Die Offenlegungsschrift der japanischen Patentanmeldung Nr. 3-269958 offenbart die
Verwendung einer porösen Membran, umfassend ein Tetrafluorethylenharz. Die
Verwendung von porösen Hohlfasermembranen zur Erhöhung der Permeationsmembranfläche
pro Flächeneinheit und damit zur Erhöhung der Befeuchtungsleistung ist
in der Offenlegungsschrift der japanischen Patentanmeldung Nr. 8-273687 und in der
Offenlegungsschrift der japanischen Patentanmeldung Nr. 8-315838 beschrieben. Jedoch
stellt sich bei diesen Befeuchtungsmembranen das Problem der unzureichenden Befeuchtungsleistung,
und es hat sich ein Nachteil gezeigt insofern, als längerer Kontakt zwischen
Wasser und Membran zur Bildung von Wassertröpfchen führt, wenn das Wasser
zu der Brennstoffzellen-Speisegasseite der Membran hindurchsickert. Für Brennstoffzellen,
die für Automobile und dergleichen gedacht sind, hat man versucht, das Wasser
aus dem Abgas der Brennstoffzelle mittels einer Trennmembran selektiv zu entfernen,
um es zu dem Speisegas der Brennstoffzelle zurückzuführen; jedoch ist
ein Problem bei der oben erwähnten porösen Membran, dass Komponenten in
dem Abgas der Brennstoffzelle, die von Wasser verschieden sind, das Speisegas der
Brennstoffzelle verunreinigen.
Wegen der sehr hohen Wasserdampf-Permeationsrate der erfindungsgemäßen
Gastrennmembran kann sie eine Befeuchtung und/oder Entfeuchtung auf effiziente Weise
bewirken. Die erfindungsgemäße Gastrennmembran ist eine Membran, welche
gebildet ist mittels einer Mischung von zwei oder mehr verschiedenen Polymeren,
umfassend mindestens einen Typ von Polyimid, und ist vorzugsweise eine Membran,
die gebildet ist mittels einer Mischung von zwei oder mehr verschiedenen Polyimiden;
sie zeigt daher eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit und chemische Beständigkeit,
wie für eine Brennstoffzellenanwendung gefordert. Die erfindungsgemäße
Gastrennmembran ist ferner zufriedenstellend beständig gegenüber Heißwasser
bei Temperaturen von ca. 100°C, bei denen Solid-Polymer-Brennstoffzellen arbeiten.
Weiter: weil die erfindungsgemäße Gastrennmembran eine asymmetrische Struktur
aufweist, umfassend eine Hautschicht (Selektivschicht) und eine poröse Schicht
(Stützschicht), kann sie für verlängerte Zeitabschnitte in Brennstoffzellen
verwendet werden, ohne anfällig zu sein für die Problematik der Wassertropfenbildung,
verursacht durch das Durchsickern von Wasser zu der Brennstoffzellen-Speisegasseite
der Membran, oder der Kontamination des Brennstoffzellen-Speisegases durch Komponenten
in dem Brennstoffzellenabgas, die von Wasser verschieden sind. Durch die Verwendung
einer erfindungsgemäßen Gastrennmembran ist es möglich, eine Entfeuchtung
und/oder Befeuchtung von Speisegas für Brennstoffzellen sehr zufriedenstellend
durchzuführen.
Im Folgenden werden die Herstellung einer erfindungsgemäßen
Hohlfaser-Gastrennmembran und ihre Eigenschaften im Detail beschrieben. Es versteht
sich jedoch, dass die Erfindung keineswegs auf diese Beispiele begrenzt ist.
Herstellung einer Polyimid-A-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 12 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 29,422 g von 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid
(im Folgenden auch als s-BPDA abgekürzt), 44,202 g von 2,2'-Bis-(3,4-dicarboxyphenyl)-hexafluoropropandianhydrid
(im Folgenden auch als 6FDA abgekürzt) und 54,868 g Dimethyl-3,7-diamino-dibenzothiophen-5,5-dioxid
(im Folgenden auch als TSN abgekürzt) zusammen mit 889,42 g eines p-Chlorphenol-Lösemittels
(im Folgenden auch als PCP-Lösemittel abgekürzt) bei einer Polymerisationstemperatur
von 180°C für 4 h polymerisiert, um eine Polyimid-A-Lösung mit einer
Rotationsviskosität von 1500 P und einer Polymerkonzentration von 12 Gew.%
zu erhalten.
Herstellung einer Polyimid-B-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 13 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 28,245 g s-BPDA, 24,691 g TSN
und 2,002 g von 4,4'-Diaminodiphenylether (im Folgenden als 4,4'DADE abgekürzt)
zusammen mit 343,54 g PCP-Lösemittel bei einer Polymerisationstemperatur von
180°C für 4 h polymerisiert, um eine Polyimid-B-Lösung mit einer
Rotationsviskosität von 1500 P und einer Polymerkonzentration von 13 Gew.%
zu erhalten.
Herstellung einer Polyimid-C-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 12 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 29,422 g s-BPDA, 44,202 g 6FDA,
27,434 g TSN und 32,220 g von 2,2',5,5'-Tetrachloro-4,4'-diaminobiphenyl (im Folgenden
auch als TCB abgekürzt) zusammen mit 924,57 g PCP-Lösemittel bei einer
Polymerisationstemperatur von 180°C für 8 h polymerisiert, um eine Polyimid-C-Lösung
mit einer Rotationsviskosität von 1200 P und einer Polymerkonzentration von
12 Gew.% zu erhalten.
Herstellung einer Polyimid-D-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 12,3 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 19,124 g s-BPDA, 15,315 g 6FDA,
26,611 g TSN und 0,601 g DADE zusammen mit 413,88 g PCP-Lösemittel bei einer
Polymerisationstemperatur von 180°C für 4 h polymerisiert, um eine Polyimid-D-Lösung
mit einer Rotationsviskosität von 1300 P und einer Polymerkonzentration von
12,3 Gew.% zu erhalten. Die Monomerkomponentenzusammensetzung von Polyimid D war
in etwa äquivalent zu der Zusammensetzung einer gemischten Monomerkomponente
aus Äquivalentgewichten von Polyimid A und Polyimid B.
Herstellung einer Polyimid-E-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 14 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 29,422 g s-BPDA, 44,424 g 6FDA,
16,179 g DADE und 35,432 g von 1,4-Bis-(4-aminophenoxy)-benzol (im Folgenden auch
als TPEQ abgekürzt) zusammen mit 726,44 g PCP-Lösemittel bei einer Polymerisationstemperatur
von 180°C für 17 h polymerisiert, um eine Polyimid-E-Lösung mit einer
Rotationsviskosität von 1748 P und einer Polymerkonzentration von 14 Gew.%
zu erhalten.
Herstellung einer Polyimid-F-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 14 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 88,266 g s-BPDA und 60,973 g DADE
zusammen mit 850,41 g PCP-Lösemittel bei einer Polymerisationstemperatur von
180°C für 10 h polymerisiert, um eine Polyimid-F-Lösung mit einer
Rotationsviskosität von 1730 P und einer Polymerkonzentration von 14 Gew.%
zu erhalten.
Herstellung einer Polyimid-G-Lösung mit einer Polymerkonzentration
von 14 Gew.%
In einem abtrennbaren Kolben wurden 44,133 g s-BPDA, 66,636 g 6FDA
und 60,432 g DADE zusammen mit 985,32 g PCP-Lösemittel bei einer Polymerisationstemperatur
von 180°C für 12 h polymerisiert, um eine Polyimid-G-Lösung mit einer
Rotationsviskosität von 1674 P und einer Polymerkonzentration von 14 Gew.%
zu erhalten.
Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
Eine Polyimidlösung oder Polyimidmischungslösung wurde mittels
eines 400 mesh-Drahtnetzes gefiltert und dann aus einer Hohlfasermembran-Spinndüse
(1000 &mgr;m Kreisöffnungsdurchmesser, 200 &mgr;m Kreisöffnungsschlitzbreite,
400 &mgr;m Kernöffnungsdurchmesser) extrudiert, und der extrudierte Hohlfaserkörper
wurde durch eine Stickstoffatmosphäre geleitet und dann in ein Koagulationsbad
getaucht, umfassend eine wässrige Ethanol-Lösung mit einer vorgegebenen
Konzentration (70-80 Gew.%) bei einer Temperatur von 0°C, um Nassfasern herzustellen.
Diese wurden für 2 h in Ethanol bei einer Temperatur von 50°C getaucht,
um die Desolvatationsbehandlung zu vollenden, und nach weiterem 3-stündigen
Tauchen in Isooctan bei einer Temperatur von 70°C zum Ersetzen des Lösemittels
gründlich getrocknet bei einer Temperatur von 100°C und sodann einer 1-stündigen
Wärmebehandlung bei einer vorgegebenen Temperatur (200-300°C) unterworfen.
Alle resultierenden Hohlfasermembranen hatten eine Außendurchmesserdimension
von ca. 470 &mgr;m, eine Innendurchmesserdimension von ca. 320 &mgr;m und eine
Membrandicke von ca. 75 &mgr;m.
Messung der Wasserdampf-Permeationsleistung von Hohlfasermembranen
Circa 10 Hohlfasermembranen, ein Edelstahlrohr und ein Epoxidharz-basierter
Klebstoff wurden verwendet, um ein Permeationsleistungs-Auswertungselement mit einer
effektiven Länge von 20 mm herzustellen, welches in einen Edelstahlbehälter
eingeführt wurde, um ein Stiftmodul herzustellen. Stickstoffgas mit einem Wasserdampfgehalt
von 1500 ppm wurde bei einer festen Rate zur Außenseite der Hohlfasern des
Stiftmoduls zugeführt, und die Wasserdampftrennung wurde durchgeführt,
während ein Trägergas (Ar-Gas) bei einer festen Rate zu der permeierenden
Seite zugeführt wurde, wobei der Wasserdampfgehalt des nicht-permeierenden
Gases und des permeierenden Gases unter Verwendung einer Taupunktmessvorrichtung
detektiert wurde. Die Wasserdampf-Permeationsrate für die Membranen wurde berechnet
aus den gemessenen Wasserdampfgehalten (Wasserdampfpartialdrücken) und der
Speisegasrate und der effektiven Membranfläche. Die Messungen wurden bei 50°C
durchgeführt.
Messung der Stickstoffgas-Permeationsleistung von Hohlfasermembranen
Circa 15 Hohlfasermembranen, ein Edelstahlrohr und ein Epoxidharz-basierter
Klebstoff wurden verwendet, um ein Permeationsleistungs-Auswertungselement
mit einer effektiven Länge von 10 cm herzustellen, welches in einen Edelstahlbehälter
eingeführt wurde, um ein Stiftmodul herzustellen. Es wurde Stickstoffgas bei
einem festen Druck zugeführt und die Permeationsflussrate gemessen. Die Stickstoffgaspermeationsrate
wurde berechnet aus dem gemessenen permeierenden Stickstoffgasvolumen und dem Speisedruck
und der effektiven Membranfläche. Die Messungen wurden bei 50°C durchgeführt.
Messung der Heliumgas-Permeationsleistung durch die poröse Schicht
von Hohlfasermembranen
Eine Mehrzahl von Hohlfasermembranen wurden gleichmäßig
in einer Plasmabehandlungsvorrichtung ausgebreitet und einer Sauerstoffplasmabehandlung
bei einer angelegten Spannung von 20 V unterworfen. Einige der Hohlfasern (mehrere
Membranen) wurden alle 5 Minuten während der Sauerstoffplasmabehandlung entnommen,
um Hohlfasermembranen mit verschiedenen Plasmabehandlungszeiten zu erhalten. Die
Hohlfasermembranen wurden verwendet, um ein Stiftmodul (effektive Länge: 10
mm) für die Gaspermeationsmessung nach dem gleichen Verfahren wie oben beschrieben
herzustellen, wobei reines Stickstoffgas oder reines Heliumgas bei einem festen
Volumen und Druck zugeführt wurde, um das jeweilige permeierende Flussvolumen
zu messen, und die Permeationsraten für Stickstoff und Helium wurden berechnet
aus den gemessenen permeierenden Flussvolumina, Speisedrücken und der effektiven
Membranfläche. Da die P'He/P'N₂-Verhältnisse,
welche die Verhältnisse dieser Werte für die Hohlfasermembranen sind,
die 20 min oder länger plasmabehandelt wurden, nicht höher waren als 1,2,
wurden die Heliumpermeationsraten (P'He) für die 20 min lang behandelten
Hohlfasermembranen als die Heliumpermeationsraten für die porösen Schichten
der für die Erfindung verwendeten Membranen verwendet. Die Messungen wurden
bei 50°C durchgeführt.
Messung der Zugfestigkeit und Bruchdehnung von Hohlfasermembranen
Ein Zugprüfgerät wurde verwendet für die Messung mit
einer effektiven Probenlänge von 20 mm und einer Dehnrate von 10 mm/min. Die
Bruchfläche wurde berechnet nach Messung der Dimensionen des Bruchquerschnitts
mittels eines Lichtmikroskops.
Messung der Rotationsviskosität
Die Rotationsviskosität der Polyimidlösung wurde bei einer
Temperatur von 100°C mittels eines Rotationsviskosimeters (Rotorscherrate:
1,75/s) gemessen.
Messung der Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
von Hohlfasermembranen
Hohlfasermembranen mit bekannten Bruchdehnungswerten wurden als Proben
verwendet, und die Hohlfasermembranen wurden in einen Edelstahlbehälter mit
Ionenaustauschwasser platziert und versiegelt; anschließend wurde der Behälter
in einen Ofen bei 100°C platziert und dort für 50 h zur Heißwasserbehandlung
der Hohlfasermembranen gehalten. Nach der Heißwasserbehandlung wurden die Hohlfasermembranen
aus dem Behälter entnommen und in einem Ofen bei 100°C getrocknet. Die
Bruchdehnung der getrockneten Hohlfasermembranen wurde gemäß dem oben
beschriebenen Zugversuch gemessen. Die Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit
wurden jeweils ausgedrückt als die Restbruchdehnung [%].
Beispiel 1
Eine Polyimidmischungslösung wurde hergestellt durch Rühren
von 583,3 g Polyimid-A-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 12,0 Gew.%
und 250 g Polyimid-B-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 13,0 Gew.% in
einem abtrennbaren Kolben bei 130°C für 3 h. Die Polymerkonzentration
der Mischungslösung betrug 12,3 Gew.% und die Rotationsviskosität betrug
1500 P. Die Polyimidmischungslösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen Eigenschaften der
Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren gemessen. Die Resultate
zeigt Tabelle 1.
Beispiel 2
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 400
g Polyimid-A-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 12,0 Gew.% und 400 g
Polyimid-B-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 13,0 Gew.% nach dem gleichen
Mischverfahren wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung
betrug 12,5 Gew.%. Die Polyimidmischungslösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen
Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren
gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 1.
Vergleichsbeispiel 1
Die Polyimid-A-Lösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen Eigenschaften der
Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren gemessen. Die Resultate
zeigt Tabelle 1.
Vergleichsbeispiel 2
Die Polyimid-B-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 13,0
Gew.% wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 1.
Vergleichsbeispiel 3
Die Polyimid-D-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 12,3
Gew.% wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 1.
Beispiel 3
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 350
g Polyimid-C-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 12,0 Gew.% und 150 g
Polyimid-B-Lösung mit einer Polymerkonzentration von 13,0 Gew.% nach dem gleichen
Mischverfahren wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung
betrug 12,3 Gew.%. Die Polyimidmischungslösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen Eigenschaften der
Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren gemessen. Die Resultate
zeigt Tabelle 1.
Beispiel 4
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 280
g Polyimid-E-Lösung und 120 g Polyimid-F-Lösung nach dem gleichen Mischverfahren
wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung betrug 14 Gew.%
und die Rotationsviskosität betrug 1786 P. Die Polyimidmischungslösung
wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 2.
Beispiel 5
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 360
g Polyimid-E-Lösung und 40 g Polyimid-F-Lösung nach dem gleichen Mischverfahren
wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung betrug 14 Gew.%
und die Rotationsviskosität betrug 1804 P. Die Polyimidmischungslösung
wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 2.
Vergleichsbeispiel 4
Die Polyimid-E-Lösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen Eigenschaften der
Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren gemessen. Die Resultate
zeigt Tabelle 2.
Vergleichsbeispiel 5
Die Polyimid-F-Lösung wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran
nach dem oben erwähnten Verfahren zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran
herzustellen. Die Gaspermeationsleistung und die mechanischen Eigenschaften der
Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen Verfahren gemessen. Die Resultate
zeigt Tabelle 2.
Beispiel 6
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 240
g Polyimid-G-Lösung und 160 g Polyimid-F-Lösung nach dem gleichen Mischverfahren
wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung betrug 14 Gew.%
und die Rotationsviskosität betrug 1748 P. Die Polyimidmischungslösung
wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 2.
Beispiel 7
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 280
g Polyimid-G-Lösung und 120 g Polyimid-F-Lösung nach dem gleichen Mischverfahren
wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung betrug 14 Gew.%
und die Rotationsviskosität betrug 1786 P. Die Polyimidmischungslösung
wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 2.
Beispiel 8
Eine Mischlösung wurde hergestellt durch Kombinieren von 360
g Polyimid-G-Lösung und 40 g Polyimid-F-Lösung nach dem gleichen Mischverfahren
wie in Beispiel 1. Die Polymerkonzentration der Mischungslösung betrug 14 Gew.%
und die Rotationsviskosität betrug 1693 P. Die Polyimidmischungslösung
wurde verwendet, um eine Hohlfasermembran nach dem oben erwähnten Verfahren
zur Herstellung einer asymmetrischen Hohlfasermembran herzustellen. Die Gaspermeationsleistung
und die mechanischen Eigenschaften der Hohlfasermembran wurden nach den oben beschriebenen
Verfahren gemessen. Die Resultate zeigt Tabelle 2.
Tabelle 1 und 2 zeigen die Resultate für die Messungen der Wasserdampf-Permeationsraten,
der Wasserdampf-/Stickstoffpermeationsratenverhältnisse, der mechanischen Festigkeit
der Hohlfasermembran, der Heliumpermeationsraten der porösen Schicht und der
Heißwasserbeständigkeit für die Hohlfasermembranen der Beispiele
und Vergleichsbeispiele. Die Gastrennmembranen der Beispiele 1-8 zeigten eine Wasserdampf-Permeationsrate
(P'H₂O) von 2,5 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer und ein Wasserdampf-/Stickstoffpermeationsratenverhältnis
(P'H₂O/P'N₂) von 50 oder größer, eine
Heliumgas-Permeationsrate (P'He) der porösen Schicht von 3,0 ×
10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg oder
größer, eine Zugfestigkeit von 2,5 kgf/mm2 oder größer
und eine Bruchdehnung von 10 % oder größer als Hohlfasermembranen. Die
Gastrennmembranen zeigen hervorragende, verbesserte Wasserdampf-Permeationsraten
und ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit und lassen sich deshalb leicht
zu Trennmembranmodulen verarbeiten. Die Gastrennmembranen der Vergleichsbeispiele
1 und 4 dagegen zeigten zwar hervorragende Heliumpermeationsraten der porösen
Schicht und Membran-Wasserdampf-Permeationsraten, hatten aber eine Zugfestigkeit
von weniger als 2,5 kgf/mm2 und eine Bruchdehnung von weniger als 10
% als Hohlfasermembranen; somit fehlte ihnen ein praktisches Niveau an mechanischer
Festigkeit, so dass sie schlecht geeignet waren für eine industrielle Verarbeitung
zu Trennmembranmodulen. Die Gastrennmembranen der Vergleichsbeispiele 2 und 5 zeigten
ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit als Hohlfasermembranen, aber die
Heliumpermeationsraten der porösen Schicht und die Membran-Wasserdampf-Permeationsraten
waren niedrig. Die Gastrennmembran von Vergleichsbeispiel 3 war eine Hohlfasermembran,
bestehend aus Polyimid D, erhalten durch Polymerisation einer Monomerkomponentenzusammensetzung,
die identisch war zu einer Monomerkomponentenzusammensetzung, umfassend eine Mischung
aus Äquivalentgewichten von Polyimid A und Polyimid B, aber die Bruchdehnung
der Hohlfasermembran war kleiner als 10 % und die mechanische Festigkeit war nicht
auf einem praktischen Niveau, so dass sie schlecht geeignet war für die industrielle
Verarbeitung zu einem Trennmembranmodul. Die Gastrennmembran von Vergleichsbeispiel
3 hatte eine niedrigere Wasserdampf-Permeationsrate als die aus
einer Mischung von Polyimid A und Polyimid B gebildete Gastrennmembran (Gastrennmembran
von Beispiel 2).
Die Gastrennmembranen der Beispiele 4 bis 8 zeigten ebenfalls eine
sehr hervorragende Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit.
Eine erfindungsgemäße Gastrennmembran ist eine asymmetrische
Membran mit einer verbesserten Gaspermeationsrate, die ferner
ein Niveau an mechanischer Festigkeit zeigt, welches geeignet ist zur tatsächlichen
Verwendung als eine asymmetrische Membran für ein industrielles Modul, d.h.
ein praktisches Niveau an mechanischer Festigkeit. Die erfindungsgemäße
Gastrennmembran zeigt ferner eine hervorragende Wasserbeständigkeit und Heißwasserbeständigkeit.
Erfindungsgemäße Gastrennmembranen können deshalb zur Realisierung
einer Hocheffizienz-Gastrennung verwendet werden durch Bereitstellung eines kompakteren
und effizienteren Hochleistungs-Hohlfaser-Gastrennmembranmoduls infolge einer verbesserten
Gastrennrate. Die erfindungsgemäße Gastrennmembran kann erhalten werden
durch Bilden einer Membran mit einer asymmetrischen Struktur mittels einer Mischung
von zwei oder mehr verschiedenen Polymeren, umfassend mindestens einen Typ von Polyimid.
Insbesondere kann eine erfindungsgemäße Gastrennmembran
verwendet werden, um sehr effizient eine Entfeuchtung und/oder Befeuchtung durchzuführen.
Durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Gastrennmembran ist es möglich,
eine sehr zufriedenstellende Entfeuchtung und/oder Befeuchtung von Speisegas für
Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzellen durchzuführen.
Anspruch[de]
Gastrennmembran mit einer asymmetrischen Struktur, umfassend eine Hautschicht
und eine poröse Schicht, gebildet aus einer Mischung von zwei oder mehr verschiedenen
Polymeren, welche mindestens einen Typ von Polyimid mit hoher Selektivität,
hohem Trenngrad und hoher Permeationsrate und mindestens einen Typ von Polyimid
oder ein von einem Polyimid verschiedenes Polymer mit hervorragender mechanischer
Festigkeit enthält, wobei die Membran eine Wasserdampf-Permeationsrate (P'H₂O)
von 2,5 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer und ein Wasserdampf-/Stickstoff-Permeationsratenverhältnis
(P'H₂O/P'N₂) von 50 oder größer aufweist,
wobei die Heliumgas-Permeationsrate (P'He) der porösen Schicht (Stützschicht)
der Membran 3,0 × 10–3 cm3 (STP)/cm2·s·cmHg
oder größer ist, wobei die im Vorstehenden erwähnten Parameter bei
50°C gemessen werden, wobei die Zugfestigkeit als eine Hohlfasermembran 2,5
kgf/mm2 oder mehr und die Bruchdehnung 10 % oder mehr beträgt.Gastrennmembran nach Anspruch 1, wobei die Bruchdehnung der Hohlfasermembran
nach Heißwasserbehandlung in 100°C heißem Wasser für 50 Stunden
mindestens 80 % des Wertes vor der Heißwasserbehandlung beträgt.Entfeuchtungsverfahren, welches eine Gastrennmembran gemäß
einem der Ansprüche 1 oder 2 verwendet.Befeuchtungsverfahren, welches eine Gastrennmembran gemäß
einem der Ansprüche 1 oder 2 verwendet.Entfeuchtungsverfahren und/oder Befeuchtungsverfahren, umfassend die
Entfeuchtung und/oder Befeuchtung eines Brennstoffzellenspeisegases mittels einer
Gastrennmembran gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2.