Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung für Kommunikationsdatenübertragung unter Einsatz von Wellenlängen-Multiplexing
(WDM). Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Aktivieren von Hyperfeinwellenlängen-Multiplexing (HWDM)
durch Unterkanalisieren jedes Kanals von konventionell dichtem Wellenlängen-Multiplexing
(DWDM) in viele Unterkanäle.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Faseroptisches Kabel wird weit und breit für Datenübertragung
und andere Telekommunikationsanwendungen eingesetzt. Aber die relativ hohen Kosten
der Installierung neuen faseroptischen Kabels stellt eine Barriere hinsichtlich
erhöhter Belastbarkeit dar.
Wellenlängen-Multiplexing (WDM) ermöglicht, dass Tragen
verschiedener Wellenlängen über eine n gemeinsamen faseroptischen Wellenleiter.
WDM kann die Faserbandbreite durch eine Technik, die als dichtes Wellenlängen-Multiplexing
(DWDM) bezeichnet wird, in mehrfache diskrete Kanäle trennen. Dies stellt ein
relativ kostengünstiges Verfahren bereit, Kapazität von Weitverkehrstelekommunikation
über bestehende faseroptische Übertragungsleitungen wesentlich zu erhöhen.
Techniken und Geräte sind jedoch zum Multiplexen der verschiedenen
diskreten Trägerwellenlängen erforderlich. Das heißt, die individuellen
optischen Signale müssen auf einen gemeinsamen faseroptischen Wellenleiter
kombiniert werden und dann später am entgegengesetzten Ende des faseroptischen
Kabels wieder in die individuellen Signale oder Kanäle getrennt werden. Daher
ist die Fähigkeit individuelle Wellenlängen (oder Wellenlängenbänder)
von einer breiten Spektralquelle effektiv zu kombinieren und zu trennen für
das Gebiet der Faseroptiktelekommunikation und andere Gebiete, die optische Instrumente
verwenden, von zunehmender Wichtigkeit.
Geräte, die mehrfache mit dichtem Abstand angeordnete Trägerwellenlängen
innerhalb einer Einzelfaser assemblieren, werden Multiplexer genannt. Geräte,
die Trägerwellenlängen am Empfangsende einer Faser trennen, werden Demultiplexer
oder Kanalaufteiler genannt. Die folgenden Arten bekannten Technologien lassen sich
als WDM-Kanalaufteiler verwenden.
FABRY-PEROT INTERFEROMETER
Das Fabry-Perot Interferometer ist ein bekanntes Gerät zum Zerlegen
von Licht in seine Frequenzkomponenten oder entsprechend in seine Wellenlängenkomponenten.
Die 1 veranschaulicht ein Beispiel eines Fabry-Perot
Interferometers des Stands der Technik. Das veranschaulichte Gerät umfasst
zwei Spiegel M1 und M2. Jeder der zwei Spiegel M1
und M2 ist ein teilweise reflektierender Spiegel. Die Spiegel M1
und M2 sind durch einen Luftzwischenraum getrennt. Als andere Möglichkeit
könnte das Fabry-Perot Interferometergerät durch Beschichten beider Seiten
einer transparenten Platte mit einem teilweise reflektierenden Material hergestellt
werden.
Licht von einer spektralen Breitbandquelle wird an der Ebene S1
eingegeben. Lichtstrahlen in einem Winkel &thgr; und einer Wellenlänge &lgr;
werden zwischen den Spiegeln M1 und M2 mehrfachen Reflexionen
unterzogen. Die Lichtstrahlen verstärken sich entlang eines kreisförmigen
Orts P2 in der Ausgangsebene S2. Die Bedingung für Verstärkung,
die einen speziellen Winkel &THgr; und eine spezielle Wellenlänge &lgr;
in Beziehung bringt, wird durch
2 d cos &thgr; = m &lgr;,
gegeben, wo d der Abstand der teilweise reflektierenden Oberflächen und m eine
ganze Zahl ist, die als der Ordnungsparameter bekannt ist. Das Fabry-Perot Interferometer
zerlegt dadurch die Frequenzkomponenten des Eingangslichts durch Verwendung mehrfacher
Strahlreflexion und -verstärkung. Aus der obigen Gleichung ist erkennbar, dass
das Ausgangslichtmuster des Systems, d. h. die Interferenzstreifen, im Fall eines
divergierenden Eingangsstrahls, ein Satz konzentrischer kreisförmiger Ringe
ist. Für jede Wellenlängenkomponente des Eingangslichts ist für jede
ganze Zahl m ein Ring zugegen, wobei der Durchmesser jedes Rings proportional zur
entsprechenden Lichtfrequenz ist.
Das Fabry-Perot Interferometer ist zur Verwendung als WDM-Kanalaufteiler,
aufgrund der Schwierigkeit hohe optische Durchsatzeffizienz zu erhalten, nicht gut
geeignet. Wenn der Eingangsstrahl divergent, z. B. der direkte Ausgang einer optischer
Faser, ist, dann ist das Ausgangsmuster für eine gegebene Wellenlänge
ein Satz Ringe. Mehrfache Wellenlängen produzieren zusammengebündelte
Sätze konzentrischer Ringe. Es ist schwierig dieses Licht effizient zu sammeln
und es an mehrfachen Detektorpunkten zu konzentrieren oder es an mehrfache Ausgangsfasern
zu kuppeln, speziell, während der Abstand von Wellenlängenkomponenten
beibehalten wird, den das Interferometer produziert hat. Wenn der Eingangsstrahl
kollimiert ist, z. B., der kollimierte Ausgang einer optischen Faser, dann kann
der Strahl über einen engen Winkelbereich gefächert werden, um nur einen
Ausgang einfacher Ordnung (z. B., m = +1) für jede interessierende Wellenlänge
zu produzieren. Diese Auffächerung macht es leicht das Ausgangslicht an mehrfachen
Detektorpunkten oder Fasern zu konzentrieren, aber es liegt innewohnender hoher
Verlust vor. Die Durchsatzeffizienz kann nicht größer als 1/N sein, wobei
N die Zahl der zu zerlegenden Wellenlängenkomponenten ist.
LUMMER-GEHRCKE INTERFEROMETER
Die 2 veranschaulicht ein Beispiel eines
Lummer-Gehrcke Interferometers. Das dargestellte Interferometer umfasst eine unbeschichtete
Glasplatte und ein Prisma zum Kuppeln eines Lichtstrahls in die Platte. Im Inneren
ist die Platte hoch reflektierend bei internen Einfallswinkeln, die sich dem kritischen
Winkel nähern. Der interne Einfallswinkel steuert das Reflexionsvermögen
der Oberflächen. Die Ausgabe des dargestellten Lummer-Gehrcke Interferometers
ist eine Reihe von mehrfachen reflektierten Strahlen, die von Strahl zu Strahl eine
frequenzabhängige Phasenverschiebung aufweisen und die an der Ausgangsebene
durch eine Linse fokussiert sind. Die Interferenzstreifen, die an der Ausgangsebene
im Fall eines divergierenden Eingangsstrahls gebildet werden und eine spezielle
Wellenlänge &lgr; sind eine Familie von Hyperbeln nahe dem Zentrum der Ausgangsebene.
Jede Wellenlängenkomponente des Eingangsstrahls verursacht eines unverwechselbaren
Satz hyperbolischer Streifen.
Das Lummer-Gehrcke Interferometer verlässt sich auf eine unbeschichtete
Glasplatte. Jedoch bedeutet die Abwesenheit einer Oberflächenbeschichtung,
dass es nicht möglich ist, das Streifenintensitätsprofil abzustimmen.
Dies macht das Lummer-Gehrcke Interferometer zum Einsatz in WDM-Anwendungen unpraktisch,
in denen das Streifenprofil die Kanalfilterform steuert.
Das Lummer-Gehrcke Interferometer ist ebenso zur Verwendung als WDM-Kanalaufteiler,
aufgrund der Schwierigkeit hohe optische Durchsatzeffizienz zu erhalten, nicht gut
geeignet. Wenn der Eingangsstrahl divergent, z. B. der direkte Ausgang einer optischer
Faser, ist, dann ist das Ausgangsmuster für eine gegebene Wellenlänge
eine Familie von Hyperbeln. Mehrfache Wellenlängen produzieren zusammengebündelte
Sätze von Hyperbeln. Es ist schwierig dieses Licht effizient zu sammeln und
es an mehrfachen Detektorpunkten zu konzentrieren oder es an mehrfache Ausgangsfasern
zu kuppeln, speziell, während der Abstand von Wellenlängenkomponenten
beibehalten wird, den das Interferometer produziert hat. Wenn der Eingangsstrahl
kollimiert, z. B. der kollimierte Ausgang einer optischer Faser, ist, dann ist das
Ausgangsmuster für eine gegebene Wellenlänge ein Satz fokussierter Punkte,
die mehrfachen Inteferenzordnungen entsprechen. Wiederum ist es schwierig dieses
Licht effizient zu sammeln und es liegt allgemein ein innewohnender Verlust vor.
Die Durchsatzeffizienz kann nicht größer als 1/N sein, wobei N die Zahl
von fokussierten Punkten pro Wellenlänge ist.
VIRTUALLY IMAGED PHASED ARRAY
Die 3 stellt ein Beispiel eines "Virtually
Imaged Phased Array" (allgemein als VIPA bezeichnet) dar. Das in der 3
dargestellte VIPA-Gerät umfasst eine rechteckige Glasplatte 10, die
eine 100%-ige Spiegelschicht 12 auf einer ersten Seite und eine teilweise
Spiegelschicht 14 auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Licht
tritt in die Platte 10 unterhalb der Spiegelschicht 12 in Form
einer fokussierten Linienquelle 16 ein, die von der Zylinderlinse
18 produziert wird.
Die 4 stellt eine betriebliche Seitenansicht
des VIPA-Geräts dar. Die Eingangslichtstrahlen 20 und 22
repräsentieren die Grenzen des linienförmig fokussierten Eingangsstrahls.
Die Linse 18 fokussiert die Eingangsstrahlen am Punkt 24, nach
dem die Strahlen divergieren sowie sich der Strahl fortpflanzt. Die fokussierten
Eingangsstrahlen 20 und 22 werden teilweise von der Beschichtung
14 reflektiert und dann völlig von der Beschichtung 12 reflektiert.
Diese Reflexion produziert eine virtuelle Abbildung des Punkts 24 an Position
26. Der Reflexionsprozess wird fortgesetzt und produziert zusätzliche
sich wegbewegende virtuelle Abbildungen at Positionen 28 und
30. Dieser Prozess produziert virtuelle Abbildungen der Linienquelle, die
sich von der Eingangsseite der Glasplatte (d. h., nach links vom Element
10 in 3) wegbewegen und die in der y-Richtung
verteilt werden.
Die 5 veranschaulicht die optische Verteilung
der divergierenden Lichtstrahlen an der Ausgangsoberfläche der Glasplatte.
Die nummerierten Kreise 32, 34 und 36 sind beabsichtigt,
die Aufmerksamkeit des Lesers auf die interessierenden Bereiche auf der beschichteten
Oberfläche 14 zu lenken. Die Kreise repräsentieren die Größe
der aus der Platte austretenden Lichtstrahlen. Der linienförmig fokussierte
Eingang ist bei Punkt 24 dargestellt, wobei das zweimal reflektierte Licht,
das sich aufgrund von Fortpflanzung divergiert hat, bei Kreis 32 dargestellt
ist, das viermal reflektierte Licht, das sich noch mehr divergiert hat, bei Kreis
34 dargestellt ist und das sechsmal reflektierte Licht, das sich noch mehr
divergiert hat, bei Kreis 36 dargestellt ist. In dem in der 5
dargestellten Beispiel überlappen sich die mehr als sechs Reflexionen der divergierenden
Lichtstrahlen und gehen in ein Interferenzmuster über.
Wie in der 5 gezeigt, scheint jeder der
aufeinanderfolgenden Strahlen 32, 34 und 36, der aus
der Oberfläche 14 der VIPA-Platte 10 austritt, von den Linienquellenabbildungen
26, 28 bzw. 30, wie in der 4
gezeigt, zu stammen. Das Licht von diesen Abbildungen divergiert, sowie sich das
Licht innen in der Glasplatte 10 fortpflanzt. Ein Teil des Lichts von jeder
Abbildung tritt durch die teilweise Spiegelschicht 14 aus der Platte aus.
Die austretenden Strahlen interferieren miteinander. Das Interferenzmuster wird
von einer Linse 38 gesammelt und auf ein Detektor-Array 40 (3)
fokussiert.
Im veranschaulichten VIPA-Gerät divergieren die Strahlen und
überlappen sich auf der teilweisen Reflexionsfläche 14. Dieser
Überlappungseffekt macht Gewichtung der individuellen virtuellen Quellen nur
im Sinn einer mittlerer Fläche möglich und begrenzt somit den Grad, zu
dem der Kanalfilter angepasst werden kann.
Das VIPA-Gerät erfordert eine linienförmig fokussierte Eingabe.
Die linienförmig fokussierte Eingabe bedeutet, dass das VIPA-Gerät ein
relativ kompaktes Gerät für grobe Kanalisierung (d. h., breiten Kanalabstand
in der Größenordnung von hundert GHz) bereitstellen könnte. Jedoch
macht linienförmige Eingabe das VIPA-Gerät für feine Kanalisierung
(d. h., engen Kanalabstand in der Größenordnung von einem GHz), aufgrund
der Tatsache unpraktisch, dass eine dickere Platte erforderlich ist, die zu übergroßer
Strahldivergenz und Überlappung an der Austrittsfläche führen würde.
Die Artikel "Large angular dispersion by a virtually imaged phase
array and its application to a wavelength demultiplexer" (Große Winkeldispersion
durch VIPA und seine Anwendung auf einen Wellenlängen-Demultiplexer), Optics
Letters, Optical Society of America, Band 21, Nr. 5, Seiten 366–368 und "Virtually
Imaged Phased Array with Graded Reflectivity" (VIPA mit graduiertem Reflexionsvermögen),
IEEE Photonics Technology Letters Band 11, Nr. 11, Nov. 1999, Seiten 1443–1445,
beschreiben beide Beispiele von VIPA-Geräten.
INTERFERENZFILTER-DÜNNSCHICHTBELÄGE
Dünnschichtinterferenzfilter erfordern ein anderes Beschichtungsdesign,
um jede Wellenlängenkomponente eines Eingangsstrahls zu trennen. Da die durch
Dünnschichtbeläge produzierten Interferenzfilter tendieren relativ breite
Passbänder zu haben, können sie keine hohe Auflösung (zwanzig GHz
oder feiner) erzielen. Diese Begrenzungen schließen im Wesentlichen den Einsatz
von Inferenzfiltern als brauchbare hyperfeine Wellenlängen-Multiplexingkanalaufteiler
(HWDM-Kanalaufteiler) aus.
KLASSISCHE BEUGUNGSGITTER
Im klassischen Beugungsgitter, wie es für WDM-Kanalisierungsanwendungen
benutzt wird, ist das Dispersionselement ein in einem Monoblock aus Silika eingebettetes
Gitter. Die optischen Eingangsfasern könnten direkt am Block befestigt sein.
Das Gitter könnte mehrere Zehnerfurchen bis mehre tausend Furchen pro Millimeter
umfassen. Die Furchen könnten, beispielsweise, durch Ätzen mit einem Diamantwerkzeug
oder durch holografische Fotobelichtung hergestellt sein. Das Gitter beugt das einfallende
Licht in einer Richtung, die mit der Wellenlänge des Lichts, dem Furchenabstand
und dem Einfallswinkel zusammenhängt. Folglich wird ein einfallender Strahl,
der mehrere Wellenlängenkomponenten umfasst, schräg in verschiedene Richtungen
getrennt werden. Umgekehrt ist ein gegenläufiges Betriebsverfahren möglich,
bei dem mehrere Strahlen verschiedener Wellenlängen, die aus verschiedenen
Richtungen kommen, in dieselbe Ausgangsrichtung kombiniert (multiplext) werden könnten.
Beugungsgitter angemessener Größe haben für HWDM nicht
genügend Auflösung. Zum Beispiel müsste für einen Kanalabstand
von 1 GHz ein Gitter erheblich länger als zwölf Zoll sein, um eine adäquate
Kanalfilterform zu erzielen. Sie weisen außerdem hohen Einfügungsverlust
auf, was sie zur Verwendung in WDM-Systemen ineffizient macht.
Beugungsgitter tendieren, unerwünschte Polarisationseffekte zu
produzieren. Die Beugungseffizienz hängt von der Polarisation des einfallenden
Strahls ab. Für eine gegebene Wellenlänge erhöht sich dieser Effekt,
wenn der Furchenabstand abnimmt. Typisch ist dieser Effekt gering, wenn der Furchenabstand
mindestens zehnmal größer als die Wellenlänge ist, doch wird der
Effekt wichtig, wenn der Furchenabstand auf wenige Wellenlängen reduziert wird,
um höhere Winkeldispersionen zu erzielen.
ARRAY-WELLENLEITERGITTER
Das Array-Wellenleitergitter (AWG) ist ein integriertes optisches
passives Laufzeitleitungsgerät, das Kanalisierung durchführt. Das AWG
ist konzipiert das Auflösungsvermögen, d. h., das Feinaufspalten der Wellenlängen,
über das zu erhöhen, das mit klassischen Beugungsgittern erreichbar ist.
AWG wurden erstmals um 1990 von Takahashi und Anderen in Japan und von Dragone und
Anderen in den Vereinigten Staaten (U.S.) vorgeschlagen. AWG vergrößern
die optische Gangdifferenz zwischen den beugenden Elementen durch Verwendung einer
Wellenleiterstruktur, die den gut bekannten Michelsonschen Stufengittern in klassischer
Optik entspricht. AWG haben den innewohnenden Nachteil eines viel kleineren freien
Spektralbereichs, der die Gesamtzahl von Kanälen begrenzt und das Nahnebensprechen
erhöht, das Zweirichtungsvermögen beeinträchtigt. Bei Verwendung
eines AWGs ist es schwierig, eine bessere Auflösung als fünfzig GHz zu
erzielen. AWG-Geräte, die einer Auflösung von einem GHz fähig sind,
würden physikalisch groß und kostspielig sein und sehr hohen Verlust aufweisen.
BRAGGSCHE FASERGITTER
Ein Fasergitter wird durch Registrieren eines Braggschen Gitters im
Kern einer Faser einfachen Modus hergestellt, die durch Dotieren, beispielsweise
mit Germanium, fotoempfindlich gemacht wird. Dieses Gitter könnte als ein Schmalbandfilter
verwendet werden. Es ist erforderlich ein Gitter pro Wellenlängenkanal zu verwenden,
daher besteht eine innewohnende Begrenzung hinsichtlich der Zahl von Kanälen,
die mit solchen Geräten, aufgrund der schieren Größe des resultierenden
Systems, demultiplexiert werden können. Ein primärer Nachteil eines Fasergitters
ist, dass es nur eine Wellenlänge reflektieren kann. Ein N-Kanalsystem erfordert
daher N-Fasergitter.
Gegensätzlich zu den obigen Demultiplexern beschreibt die
US 4.871.232 ein Hochfrequenz-Spektralanalysesystem,
das durch Modulieren eines optischen Strahls mit einem zu analysierenden Hochfrequenzsignal
funktioniert und den Strahl simultan an periodisch mit Abstand angeordneten Positionen
entlang seiner Länge abtastet. Dieses Dokument offenbart die Merkmale des Oberbegriffs
von Anspruch 1.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum unabhängigen Betrieb an jedem eines oder mehrerer optischer Eingänge
und Produzieren räumlich getrennter, unabhängiger optischer Strahlen am
Ausgang bereit. Die räumliche Trennung unter den Ausgangsstrahlen ist eine
Funktion der Frequenzkomponenten der entsprechenden optischen Eingangsstrahlen.
Die Erfindung ermöglicht die simultane Kanalisierung hunderter diskreter Eingangsstrahlen
in ihre einzelnen Frequenzkomponenten.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Eine detaillierte Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen
gegeben.
Die 1 veranschaulicht ein Beispiel der
Funktion eines Fabry-Perot Interferometers des Stands der Technik.
Die 2 veranschaulicht ein Beispiel der
Funktion eines Lummer-Gehrcke Interferometers des Stands der Technik.
Die 3 veranschaulicht ein Beispiel eines
VIPA-Systems des Stands der Technik.
Die 4 veranschaulicht ein Beispiel der
Funktion eines VIPA-Geräts des Stands der Technik, das die sich wegbewegenden
Abbildungen der fokussierten Linienquelle und der Interferenz im Gerät zeigt.
Die 5 veranschaulicht ein Beispiel der
Streuung der optischen Strahlen in einem VIPA-Gerät des Stands
der Technik und die Schwierigkeit beim Gewichten der einzelnen Strahlen, um den
Ausgangskanalfilter zu bilden.
Die 6 veranschaulicht ein Beispiel einer
optischen Laufzeitleitung mit Anzapfungen (Optical Tapped Delay Line/OTDL) in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
Die 7 veranschaulicht ein Beispiel einer
betrieblichen Seitenansicht eines OTDL-Geräts in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung.
Die 8 veranschaulicht ein Beispiel der
optischen Ausgangsverteilung entlang der Frequenzrichtung (d. h., der Wellenlängenrichtung
in der 6), die einem Einzeleingangsstrahl für
ein OTDL-Gerät in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung entspricht.
Die 9 veranschaulicht ein Beispiel der
optischen Kontrastübertragung eines Kanals eines OTDL-Geräts in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung.
Die 10 veranschaulicht ein Beispiel eines
schematischen Blockdiagramms der betrieblichen Funktion eines Geräts, wie es
beispielsweise in der 6 in einer Einzeleingangsanordnung
gezeigt ist.
Die 11 veranschaulicht ein Beispiel eines
schematischen Blockdiagramms der betrieblichen Funktion eines Geräts, wie es
beispielsweise in der 6 in einer Einzeleingangsanordnung
gezeigt ist, das ein optisches System und Ausgangselemente an einer Ausgangsfläche
einschließt.
Die 12 veranschaulicht ein Beispiel eines
schematischen Blockdiagramms der betrieblichen Funktion eines Geräts, wie es
beispielsweise in der 6 gezeigt ist, in einer Mehrfacheingangsanordnung.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die folgende detaillierte Beschreibung ist die beste gegenwärtig
in Erwägung gezogene Art die Erfindung auszuführen. Diese Beschreibung
ist nicht in einem beschränkenden Sinn aufzufassen, sondern wird bloß
für den Zweck der Veranschaulichung der allgemeinen Prinzipien der Erfindung
gegeben. Der Umfang der Erfindung wird durch die angehängten Ansprüche
definiert.
Die 6 und 7
veranschaulichen eine bevorzugte Ausführungsform eines OTDL-Geräts in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung. Im dargestellten Beispiel treten
sechs kollimierte Eingangsstrahlen 100a–100f in eine transparente
Platte 112 ein. Der Ursprung der Stahlen könnten, beispielsweise,
die kollimierten Ausgänge von sechs optischen Fasern (nicht gezeigt) sein,
wo jede Faser typisch mehrfache Wellenlängenkanäle trägt. Die Platte
112 hat eine erste Oberfläche 114, die mit einer Beschichtung
116 versehen ist, die im Wesentlichen 100% reflektierend ist. Die Platte
112 hat eine zweite Oberfläche 118, die mit Abstand von der
und gegenüber der ersten Oberfläche 114 angeordnet ist. Die zweite
Oberfläche 118 ist mit einer Beschichtung 120 versehen, die
teilweise reflektierend ist.
In der dargestellten Ausführungsform ist das teilweise Reflexionsvermögen
der zweiten Oberflächenbeschichtung 120 räumlich variierend.
In einer alternativen Ausführungsform (nicht dargestellt) könnte das teilweise
Reflexionsvermögen der zweiten Oberflächenbeschichtung 120 im
Wesentlichen einheitlich sein.
In der dargestellten Ausführungsform sind die Reflexionsflächenbeschichtungen
116 und 120 durch eine Glasplatte 112 getrennt. In alternativen
Ausführungsformen (nicht dargestellt) könnten die Reflexionsflächen
durch andere transparente Materialien, einschließlich leeren Raums, getrennt
sein. Das Element 112 könnte auch als ein optischer Resonator bezeichnet
werden.
Die 7 veranschaulicht eine betriebliche
Seitenansicht des in der 6 gezeigten Geräts. Der
in der 7 veranschaulichte Einzeleingangsstrahl
100f entspricht dem Eingangsstrahl 100f der als einer der Mehrfacheingangsstrahlen
100a–f in der 6 veranschaulicht ist.
Aufgrund der Perspektive der 7 sind die anderen Eingangsstrahlen
100a–e nicht dargestellt. Man wird jedoch verstehen, dass sich die
anderen Mehrfacheingangsstrahlen 100a–e in der in der
7 gezeigten Ansicht hinter dem Eingangsstrahl
100f befinden und dass, das Gerät fähig ist, alle der Mehrfacheingangsstrahlen
simultan zu verarbeiten und zu kanalisieren.
Mit Bezugnahme auf die 7 tritt der Eingangsstrahl
100f als ein kollimierter Lichtstrahl in den Resonator
112 ein. Fokussieren des Eingangsstrahls ist nicht erforderlich. Nach Eintreten
in den Resonator 112 tritt ein Teil des kollimierten Eingangsstrahls an
einer ersten Position oder "Anzapfung" 122a als kollimierter Ausgangsstrahl
124a aus. Ein anderer Teil des kollimierten Eingangsstrahls wird teilweise
von der Beschichtung 120 reflektiert und dann von der Beschichtung
116 total reflektiert. Mit anderen Worten, ein Teil des Strahls "prallt"
von der Beschichtung 120 auf die Beschichtung 116 und danach zurück.
Diese Reflexion oder dieses "Prallen" produziert einen kollimierten Ausgangsstrahl,
der an einer zweiten Position oder Anzapfung 122b austritt, die geringfügig
räumlich von der ersten Anzapfung 122a verschoben ist. Infolge des
Prallens ist die vom Ausgangsstrahl 124b zurückgelegte Distanz geringfügig
größer als die vom Ausgangsstrahl 124a zurückgelegte Distanz.
Die Breite des optischen Resonators 112 zwischen den Reflexionsflächen
116 und 120 führt daher eine geringfügige Zeitverzögerung
zwischen benachbarten Anzapfungen ein. Der Reflexionsprozess wird fortgesetzt und
produziert mehrfache zusätzliche kollimierte Ausgangsstrahlen 124a–i,
die an mehrfachen Anzapfungspositionen 122a–i aus dem Resonator
austreten. Das Ergebnis ist eine Reihe von Ausgangsstrahlen, die in der y-Richtung
mit einer progressiven Zeitverzögerung von Strahl zu Strahl verteilt werden.
Obwohl in der 7 nicht dargestellt, wird
man verstehen, dass eine ähnliche Reihe von Ausgangsstrahlen, die in der y-Richtung
verteilt werden, simultan für jeden der Eingangsstrahlen 100a–f
produziert werden könnte. Mit anderen Worten, das Gerät ist fähig
an jedem der mehrfachen kollimierten Eingangsstrahlen unabhängig von den anderen
Eingangstrahlen zu arbeiten. Das Gerät könnte daher als ein "zweidimensionales"
Gerät in dem Sinn bezeichnet werden, dass das Gerät zwei verschiedene
räumliche Dimensionen verwendet, um Signalverarbeitungsfunktionen durchzuführen.
Eine erste Dimension x bringt mehrfache unabhängige kollimierte Eingangsstrahlen
unter, die alle unabhängig entlang einer zweiten Dimension y kanalisiert sind.
Die verschiedenen Strahlen bleiben durch den ganzen Reflexionsprozess
hindurch im Wesentlichen kollimiert. Divergenz der Strahlen und Interferenz unter
den Strahlen wird minimiert. Zahlreiche interne Reflexionen könnten im Resonator
112, ohne wesentliche Divergenz oder Interferenz erzielt werden.
In der Ausführungsform, die in der 6
gezeigt ist, werden die verschiedenen Ausgangsstrahlen dann zu einem anamorphotischen
optischen System 140, 142 geleitet, das mit Abstand vom optischen
Resonator 112. angeordnet ist. In der dargestellten Ausführungsform
umfasst das anamorphotische optische System eine Zylinderlinse 140 und
eine sphärische Linse 142. Das anamorphotische optische System
140, 142 führt folgende Funktionen aus: 1) Fourier-Transformation
des Ausgangs des Resonators 112 in der vertikalen Dimension y und 2) Abbilden
des Ausgangs des Resonators 112 in der horizontalen Dimension x auf eine
Ausgangsfläche 144. Obwohl in der 6 nicht
dargestellt, wird man erkennen, dass das optische System 140,
142 irgendeine andere als die oben beschriebene anamorphotische Form, abhängig
von der speziellen Anwendung des OTDL-Geräts haben könnte. Die ausgeführten
Funktionen könnten, beispielsweise, Fourier-Transformation in beiden Dimensionen,
teilweise oder fraktionierte Fourier-Transformation in einer oder beiden Richtungen,
Abbildung oder irgendeine Kombination dieser Funktionen sein.
Die in der 6 dargestellte Ausgangsfläche
144 ist zweidimensional. Die horizontale Dimension x der Ausgangsfläche
144 entspricht dem Eingangsstrahlindex. Die vertikale Dimension y entspricht
der Wellenlänge des Lichts im Eingangsstrahl. Es gibt eine große Vielfalt
von Geräten, die an die Ausgangsfläche 144 positioniert werden
könnten. Beispielsweise könnten ein Detektor-Array, ein Array kleiner
Linsen, ein Lichtleiter-Array, ein faseroptisches Bündel, ein Array von GRIN-Linsen
oder irgendeine Kombination des Obigen an der Ausgangsfläche 144 positioniert
werden.
Die Funktion der Ausführungsform des in der 6
gezeigten OTDL-Geräts lässt sich vielleicht mit Bezugnahme auf die
10 besser verstehen. Die 10
ist ein schematisches Blockdiagramm, das ein Beispiel des funktionsfähigen
Betriebs eines Geräts darstellt, wie es in der 6
gezeigt ist. Die mehrfachen Verzögerungselemente, die durch die in der
10 mit "D" bezeichneten Kästchen, schematisch
dargestellt sind, entsprechen der Mehrheit von Reflexionen bzw. Prallungen zwischen
den Reflexionsflächen 116 und 120, die im Resonator
112 auftreten, der in der 6 gezeigt ist. Jedes
der Verzögerungselemente D zwingt dem optischen Eingang eine kleine zusätzliche
Zeitverzögerung auf. An jedem Element D wird der verzögerte optische Eingang
angezapft, um einen entsprechenden optischen Ausgang zu produzieren.
Wenn, mit Bezugnahme auf die 10, die
Frequenz des optischen Eingangs so ist, dass eine Radiantenphasenverschiebung von
2n&pgr; (wobei n eine ganze Zahl ist) zwischen benachbarten optischen Ausgängen
vorliegt, dann werden alle der optischen Ausgänge in Phase sein. Wenn sich
alle der optischen Ausgänge in Phase befinden, dann resultiert die kohärente
Summe der optischen Ausgänge in einer ebenen Welle, die sich in einer Richtung
fortpflanzt, die senkrecht zur Linie ist, welche die optischen Ausgänge enthält
und in der Ebene der Seite von 10 liegt. Wir definieren
diese Richtung als die optische Achse des Systems.
Wenn die Frequenz des optischen Eingangs dann geringfügig erhöht
(oder herabgesetzt) wird, wird es eine entsprechende Änderung in Phasenverschiebung
von optischem Ausgang zu optischem Ausgang geben. Diese Änderung in Phasenverschiebung
wird bewirken, dass sich die ebene Welle in einem Winkel relativ zur optischen Achse
fortpflanzt.
Wenn die Frequenz des optischen Eingangs noch weiter erhöht (oder
herabgesetzt) wird, dann wird der Winkel ebenso zunehmen (oder ab nehmen) bis die
Phasenverschiebung von optischem Ausgang zu optischem Ausgang 2(n + 1)&pgr; Radianten
erreicht. An diesem Punkt wird sich die ebene Welle wieder in der Richtung der optischen
Achse fortpflanzen.
Die 11 ist ein schematisches Blockdiagramm,
das ein Beispiel des funktionsfähigen Betriebs eines Geräts darstellt,
das dem in der 6 dargestellt ist und das anamorphotische
optische System 140, 142 und die Ausgangsfläche
144 einschließt. Das optische System führt eine Fourier-Transformation
durch, die eine ebene Welle, die sich in einem gegebenen Winkel in Bezug auf die
optische Achse fortpflanzt, in einen fokussierten optischen Punkt auf einem der
Ausgangselemente an der Ausgangsfläche umwandelt. Die Ausgangselemente könnten
Fotodetektoren, optische Fasern oder irgendwelche andere optische Elemente sein.
Die 12 ist ein schematisches Blockdiagramm,
das ein Beispiel des funktionsfähigen Betriebs eines Geräts, wie es beispielsweise
in der 6 gezeigt ist, in einer Mehrfacheingangsanordnung
darstellt. Die schematische Darstellung ist eine Mehrfacheingangsversion des in
der 10 gezeigten Funktionsblockdiagramms. Hier sind
die optischen Eingangsquellen als Dioden gezeigt. Alle anderen Funktionsblöcke
sind dieselben wie in der 10. Die 12
veranschaulicht die Fähigkeit, mehrfache optische Eingänge simultan zu
verarbeiten.
MATHEMATISCHE THEORIE DER FUNKTION
Die folgenden Abschnitte sind auf eine Erörterung bezüglich
der mathematischen Theorie der Funktion des OTDL-Geräts gerichtet. Diese Erörterung
soll nicht in einem beschränkenden Sinn verstanden werden, sondern wird für
den Zweck der Beschreibung des aktuellen Verständnisses des Erfinders bezüglich
der mathematischen zugrunde liegenden Theorie der Funktion der Erfindung vorgenommen.
Annahmen:
Die mathematische Theorie der Funktion des OTDL-Geräts ist leichter
verständlich, wenn gewisse vereinfachende (aber realistische) Annahmen in Bezug
auf die in den 6 und 7
gezeigte Ausführungsform gemacht werden. Die Annahmen schließen das Folgende
ein.
1) Der Durchmesser des Eingangsstrahls ist ausreichend groß, sodass die
Strahlprofile der Ausgangsstrahlen 124a–i annähernd gleich
sind.
2) Es gibt keine Phasenverschiebung, die mit Durchlässigkeit oder Reflexion
von einer der beiden Reflexionsflächenbeschichtungen 116 und
120 assoziiert ist.
3) Es gibt keinen Verlust in den Reflexionsflächenbeschichtungen
116 und 120.
4) Die erste Reflexionsfläche 116 ist total reflektierend.
5) Der Durchlassgrad und der Reflexionsgrad der Oberflächenbeschichtungen
116 und 120 sind über das Eingangsstrahlprofil konstant.
Keine dieser Annahmen sind zum Funktionieren der Erfindung erforderlich.
Sie vereinfachen aber stark die mathematische der Funktionstheorie. Sowie diese
Annahmen relaxiert werden, wird die mathematische Theoriekomplexer, aber die Grundprinzipien
der Funktion bleiben gleich.
Definitionen:
Die in der mathematischen Theorie verwendeten Mengen, Variablen und
Funktionen sind nachstehend definiert.
Lassen wir a die maximale Eingangssignalamplitude sein.
Lassen wir x und y kontinuierliche Raumkoordinaten in den horizontalen
bzw. vertikalen Richtungen sein. x wird auf den Eingangsstrahlabstand normiert und
y wird auf den Ausgangsanzapfungsabstand normiert. Deshalb sind die Werte x und
y ganze Zahlen an den Anzapfungszentren und an diesen Punkten werden x und y als
die Eingangsstrahlnummer bzw. die Anzapfungsnummer interpretiert.
Die Distanz x in Metern ist der normierte x-mal der Eingangsstrahlabstand
in Metern.
Die Distanz y in Metern ist der normierte y-mal Ausgangsanzapfungsabstand
in Metern.
Lassen wir b(x, y) das komplexe Amplitudenprofil des Eingangsstrahls
sein.
Nehmen wir an, dass b(x, y) trennbar ist, d. h., b(x, y) = bx(x)by(y).
(Diese Annahme ist nicht erforderlich, aber sie vereinfacht die Mathematik.)
Lassen wir &tgr; die Zeitverzögerung zwischen benachbarten
Ausgangsstrahlen, z B. 124a und 124b, sein.
Lassen wir d den Abstand zwischen benachbarten Ausgangsstrahlen, z
B. 124a und 124b, in Längeneinheiten sein.
Lassen wir m die Gesamtzahl von Anzapfungen in der y-Richtung sein.
Lassen wir f(x) die optischen Frequenzkomponenten im Eingangsstrahl
bei Position x sein.
Lassen wir p(x, y) die Einhüllende der optischen Verteilung der
Summe aller Ausgangsstrahlen 124a–i am Ausgang der Platte
112 sein.
Lassen wir &dgr; die Dirac-Deltafunktion sein.
Lassen wir * die Faltungsfunktion sein.
Lassen wir Fy den Operator der Fourier-Transformierten
in der y-Richtung sein.
Lassen wir t(x, y) den Amplitudendurchlässigkeitsfaktor der teilweisen
Reflexionsbeschichtung 120 sein.
Lassen wir T(x, y) den entsprechenden Leistungsdurchlässigkeitsgrad
sein: T(x, y) = |t(x, y)|2.
Lassen wir r(x, y) den Amplitudenreflexionsfaktor der teilweisen Reflexionsbeschichtung
120 sein.
Lassen wir R(x, y) den entsprechenden Leistungsreflexionsgrad sein:
R(x, y) = |r(x, y)|2.
(Beachten Sie bitte, dass für eine verlustfreie Beschichtung
120 Erhaltung von Energie erfordert, dass
T(x, y) R(x, y) = 1.)
Lassen wir c(x, y) die komplexe Amplitude des Ausgangsstrahls bei
Position (x, y) sein. Die "c's" repräsentieren die Anzapfungswichtungen in
der optisch angezapften Laufzeitleitung.
Theoretische Entwicklung:
Ausdrücke für die Ausgangsstrahlen an den Anzapfungszentren,
wo y gleich einer ganzen Zahl ist, können wie folgt geschrieben werden.
Im Allgemeinen kann der Ausgangsstrahl im Zentrum der nten
Anzapfung, c(x, n), geschrieben werden als
Im Allgemeinen ist die Größe von c(x, n) eine Funktion von
n,|c(x, n)| = w(n). Die Werte w(n) sind Anzapfungswichtungen und im Allgemeinen
werden die Wichtungen selektiert, um die Kanalfilterform des Systems zu steuern.
Ein Beispiel der Berechnung der Anzapfungswichtungen ist ein einheitlicher Satz
von Wichtungen, w(n) = 1. Für einen einheitlichen Satz Anzapfungswichtungen
ist |c(x, 0)| = |c(x, 1)| = |c(x, n)| = 1.
Für hohe Effizienz ist es wünschenswert keinen optischen
Verlust zu haben. Dies lässt darauf schließen, dass alles verbliebene
Licht aus der Platte 112 an der letzten Anzapfung übertragen werden
wird. Lassen wir m den Index der letzten Anzapfung sein. Dies ergibt die Bedingung
t(x, m) = 1.
Der Fall, für den die Anzapfungswichtungen einheitlich sind,
ergibt die Bedingung |c(x, n)| = |c(x, n – 1)| für alle n. Den Amplitudendurchlässigkeits-
und Reflexionskoeffizienten nach lässt diese Bedingung darauf schließen
dass
Diese Gleichung kann, dem Energiedurchlässigkeitsgrad nach, neu
geschrieben werden als
Der Durchlässigkeitsgrad an der zweiten Anzapfung T(1) jenem
an der ersten Anzapfung T(0) nach ist
Der Durchlässigkeitsgrad an der dritten Anzapfung ist
Durch Induktion kann der Durchlässigkeitsgrad an der nten
Anzapfung T(n) gezeigt werden als
Diese Gleichung gibt den Energiedurchlässigkeitsgrad der Beschichtung
120 an den Anzapfungspositionen n, dem T(0) nach, an der ersten Anzapfung.
Wir wissen, dass für ein verlustfreies System T(m) = 1. Einsetzen
T(m) = 1 in der obigen Gleichung und Lösung für T(0) haben wir
Diese Gleichung setzt T(0) beruhend auf der Zahl erwünschter
Verzögerungsleitungsanzapfungen fest. Die vorhergehende Gleichung gibt alle
der anderen auf T(0) beruhenden T-Werte. Der Durchlässigkeitsgrad der Beschichtung
ist jetzt für den Fall einheitlicher Anzapfungswichtungen, d. h., w(n) = 1
voll definiert.
Jede Ausgangsanzapfung ist jetzt einheitlich gewichtet und der Ausgang
der Platte 112 kann als ein Array von Punktquellen geschrieben werden,
wo jede Quelle durch das Strahlprofil b(x, y) geformt ist. Die komplexe Amplitudenverteilung
am Ausgang der Platte 112 in der Ebene eben rechts der Beschichtung
120 wird gegeben durch
Die komplexe Amplitudenverteilung am Ausgang des Systems (Ebene
144 in 6) nach Fourier-Transformation in y
und Abbildung in x ist gegeben durch
wo x der Strahlindex für einen Eingangsstrahl ist, y der Anzapfungsindex ist
u and fy die räumliche Frequenzkoordinate ist, die der Wellenlängenrichtung
in der Ebene 144 (6) oder gleichwertig der
Frequenzachse (8) entspricht. Für jede in f(x)
enthaltene Frequenzkomponente gibt es eine verschiedene Phasenverschiebung von Anzapfung
zu Anzapfung. Wenn alle der Anzapfungen bei einem gegebenen x für eine gegebene
Frequenzkomponente in Phase sind, dann pflanzt sich der Ausgangsbaum entlang der
optischen Achse fort. Wenn die Frequenz so erhöht wird, dass die Phasenverschiebung
von der ersten Anzapfung zur mten Anzapfung um einen Zyklus (2&pgr;
Radianten) über die Apertur fortgeschritten ist, dann hat sich der fokussierte
Ausgangspunkt an der Ebene 144 um ein Auflösungselement, d. h., um
eine Punktbreite bewegt. Dies bedeutet, dass die Grenzfrequenzauflösung der
Reziprokwert der Gesamtverzögerungszeit m &tgr; des Geräts ist,
&Dgr;f = 1m&tgr;
Die Zeitverzögerung zwischen benachbarten Anzapfungen ist &tgr;,
daher wird das fokussierte Ausgangspunktmuster mit einem Frequenzintervall von
fR = 1&tgr;
wieder holt.
Dies bedeutet, dass ein Gerät mit m Anzapfungen eine Grenzfrequenzauflösung,
die gleich dem Reziprokwert der Gesamtzeitapertur des Geräts ist und einen
eindeutigen Frequenzbereich gleich dem Reziprokwert der Zeitverzögerung von
Anzapfung zu Anzapfung haben wird. Daher wird das Gerät m unterschiedliche
Ausgänge, d. h., m unterschiedliche Wellenlängenkanäle produzieren.
Ein Beispiel der optischen Verteilung auf der Ebene 144 in
der Frequenzachse an einer gegebenen Position x ist in der 8
dargestellt. Die Spektrallinien an Positionen 62, 63 und
64 repräsentieren drei unterschiedliche Wellenlängenkanäle
und diese Linien sind an Positionen 65, 66 und 67 und
an Positionen 68, 69 und 70 wiederholt. Der Abstand der
sofortigen Wiederholungen 61 der zeitlichen Frequenz nach entspricht dem
Reziprokwert der Zeitverzögerung zwischen Anzapfungen 1/&tgr;, wie oben definiert
und der Abstand der räumlichen Frequenz nach entspricht dem Reziprokwert der
Distanz zwischen Anzapfungen 1/d.
Die Form einer Spektrallinie für einen perfekten Einzelfrequenzeingang
(d. h., eine reine Einzelwellenlänge) ist die Fourier-Transformierte der Einhüllenden
der Ausgangsstrahlen Fy{p(x, y)}. Im Fall einer einheitlichen Einhüllenden,
beispielsweise, ist die Form eine sin(x)/x Funktion. Umgekehrt ist die Einhüllende
der optischen Verteilung am Ausgang des Kanalaufteilers (Ebene 144) an
einer gegebenen Strahlposition x die Fourier-Transformierte der y-Komponente des
Strahlprofils b(x, y) in der y-Achse, wovon die Kurve 71 in der
8 ein Beispiel ist, und der Abbildung der x-Komponente
von b(x, y) in der x-Achse oder b(x)Fy{by(y)}.
Die Kontrastübertragung eines einzigen Detektorelements oder
einer auf der Ebene 144 positionierten optischen Faser ist in der
9 dargestellt. Die 9a,
oben, ist das Amplitudenprofil eines fokussierten Punkts 73 auf der Detektorebene
in der fy'-Richtung, das einem Einzelfrequenzeingang entspricht. Das
räumliche Ansprechverhalten 74 eines Detektorelements oder einer Faseraufnehmers
(Pick-up) ist in der 9b dargestellt. Das resultierende
Frequenzverhalten 75 ist die Faltung von 73 und 74 und
ist in der 9c gezeigt. Der Effekt der optischen Punktform
73 ist, die Ränder des Detektoransprechverhaltens 74 zu glätten
und die Kanalfilterform 75 mit einer Breite zu produzieren, die ca. gleich
der Summe der Breiten von 73 und 74 ist.
ANWENDUNG DES OTDL-GERÄTS AUF WDM-KOMMUNIKATIONSSYSTEME
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist
auf Telekommunikations-Datenübertragung unter Einsatz von WDM anwendbar. Ein
OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht HWDM
durch Subkanalaufteilung jedes Kanals von konventionellem DWDM in viele Subkanäle.
Frequenzauflösung:
Wie hierin verwendet, hat der Ausdruck "Auflösung ("resolution")
dieselbe Bedeutung wie die Phrase „Kanalabstand" („channel spacing").
Die modulierte Signalbandbreite eines optischen Trägers in einem gegebenen
Kanal kann den Kanalabstand nicht überschreiten. Deshalb entspricht die maximal
modulierte Signalbandbreite ungefähr dem Kanalabstand. Wenn, beispielsweise,
eine größere modulierte Bandbreite erwünscht wird, dann ist größerer
Kanalabstand erforderlich. Ein OTDL-Gerät kann für praktisch jeden Kanalabstand
konzipiert werden, der für ein spezielles Kommunikationssystemdesign nötig
ist.
Der Ausdruck "Auflösung" bezieht sich auf den Kanalabstand zwischen
benachbarten Trägerwellenlängen, wie den Trägerwellenlängen
63 und 64 in der 8. Der Kanalabstand
könnte entweder in Einheiten von Wellenlängen (d h. Metern) oder aber
in Einheiten von zeitlicher Frequenz (d. h. Zyklen pro Sekunde oder Hz) ausgedrückt
werden.
Die praktische Untergrenze an Kanalabstand für DWDM-Ausrüstung
ist ca. 50 GHz. Gegensätzlich stellt ein OTDL-Gerät gemäß der
vorliegenden Erfindung Subkanalabstand in der Größenordnung von 1 GHz
oder weniger bereit. Daher stellt ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Größenordnung 50-mal mehr Kanäle pro Faser bereit
und die zusätzlichen Kanäle entsprechen mindestens einer zehnfachen Zunahme
an Bandbreitennutzung der Faser und daher erhöhter Datenübertragungskapazität.
Die Grenzauflösung eines OTDL-Geräts könnte als 1/m&tgr; berechnet
werden, wobei m die Zahl optischer Anzapfungsausgänge und &tgr; die Zeitverzögerung
von Anzapfung zu Anzapfung repräsentiert. Ein OTDL-Gerät gemäß
der vorliegenden Erfindung ist fähig, eine Auflösung bereitzustellen,
die mindestens zwei Größenordnungen feiner als die Auflösung ist,
die sich gegenwärtig mit konkurrierenden Technologien, die auf WDM anwendbar
sind, erzielen lässt.
Beispielsweise wird ein OTDL-Gerät mit einer optischen Resonatordicke
von einem Zentimeter (cm) und das für einhundert "Prallungen" ("bounces") zwischen
Reflexionsflächen konzipiert ist, eine Gesamtverzögerungslänge von
einem Meter bereitstellen. Die von Licht benötigte Zeit, sich in Glas um eine
Distanz von einem Meter fortzupflanzen, beträgt ca. fünf Nanosekunden.
Solch eine Zeitverzögerung entspricht einer Frequenzauflösung von ca.
zweihundert MHz. Ebenso würde ein OTDL-Gerät, das für fünfhundert
"Prallungen" ("bounces") konzipiert ist, eine Auflösung von ca. vierzig MHz
bereitstellen.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung könnte
in Kombination mit einem konventionellen DWDM-Kanalaufteiler verwendet werden, um
jeden DWDM-Kanal in viele HWDM-Unterkanäle aufzuteilen. Diese Kanalaufteilung
in Unterkanäle würde Dienstanbietern von Fasertelekommunikation ermöglichen
Bandbreiten in kleineren Einheiten zu verkaufen, um somit die Gesamteinnahmen für
eine installierte Faser zu erhöhen. Kunden könnten eine Wellenlänge
in dieser optischen Schicht leasen, anstatt das Recht zu leasen mit einer speziellen
Datenrate zu senden. Eine Fernsehstation könnte, zum Beispiel, eine Wellenlänge
von ihrem Studio zu ihrem Sender und eine weitere zur örtlichen Kabelgesellschaft
reservieren und beide Signale in digitalen Videoformaten senden, die nicht im Telefonnetz
verwendet werden.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung stellt
relativ höhere Frequenzauflösung bereit. Diese ermöglicht ihrerseits
dem Spektralbereich zwischen bestehenden optischen Trägerfrequenzen in DWDM-Systemen
wirksamer verwendet zu werden, wodurch die Nutzung der Faserbandbreite und somit
das Datendurchsatzvermögen auf einer Einzelfaser signifikant verbessert werden.
Die durch ein OTDL-Gerät bereitgestellte höhere Auflösung
ermöglicht es, einen Kanal hoher Bandbreite in viele Kanäle geringerer
Bandbandbreite (in der Größenordnung von einem GHz oder geringer) zu unterteilen.
Dies lässt kostengünstigere Signaldemodulationsendgeräte zu, die
optische Detektoren und Elektronik für geringe Bandbreite verwenden.
Die durch ein OTDL-Gerät bereitgestellt höhere Auflösung
erhöht die Zahl unabhängiger optischer Wellenlängenträger, die
in einem Faserkommunikationssystem verwendet werden können. Statt
40 oder 80 Kanälen kann es 4000 bis 40.000 Kanäle (Wellenlängen)
geben, die jedem Nutzer erlauben seine eigene unabhängige
Wellenlänge zu haben. Ein OTDL-Gerät ermöglicht dadurch große
"eine Wellenlänge pro Nutzer" passive optische Netzwerke.
Die höhere Auflösung gestattet außerdem, die Möglichkeit
ein Breitbandsignal als viele Schmalbandsignale parallel geschaltet zu senden. Viele
parallele Kanäle gestatten dem Netzwerkmanagementsystem "Bandbreite auf Anforderung"
("bandwidth on demand") durch Zuteilung verschiedener HWDM-Kanäle an Nutzer
nach Bedarf bereitzustellen. Bei mehr verfügbaren optischen Trägern kann
der Netzwerkmanager den Nutzern mehr parallel geschaltete Kanäle zuteilen,
die einen momentanen Bedarf für höhere Kapazität haben.
In konventionellen WDM-Systemen trägt ein einzelner Wellenlängenkanal
diverse Verkehrsformattypen (z. B. Ethernet, ATM, POS) alle in ihrem systemeigenen
Format. Ein OTDL-Gerät ermöglicht die Zuordnung von Kanälen zu gewissen
Formattypen, etwas, das bei gegenwärtigen Architekturen von Faserkommunikationssystemen
unpraktisch ist.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist
fähig relativ große Zeitverzögerungen in der Größenordnung
von mehreren Nanosekunden oder mehr zu generieren. Solch ein OTDL-Gerät tendiert
daher, sehr empfindlich gegenüber relativ kleinen Frequenzänderungen zu
sein. Folglich könnte ein Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden sehr hohe Auflösungen – in der Größenordnung
von 10 GHz und feiner – zu produzieren.
Kanalfilterform:
Die Kanalfilterform eines OTDL-Geräts lässt sich relativ
leicht steuern. Diese Formgebung ermöglicht, dass ein höherer Prozentsatz
der verfügbaren Bandbreite einer Faser verwendet werden kann. Diese Leichtigkeit
der Steuerung ist ein Ergebnis der Verwendung eines kollimierten Lichtstrahleingangs
zur Platte 112. Der Strahl an jeder Anzapfung auf der Beschichtung
120 ist auf einen kleinen Bereich auf der Beschichtung beschränkt,
Dieser Bereich ist für jede der Anzapfungen verschieden. Daher lässt sich
jeder Ausgangsstrahl in Amplitude und Phase individuell wichten. Diese Wichtung
jeder Anzapfung gestattet präzise Steuerung der Form des optischen Punkts auf
dem Ausgangsgerät. Dies bedeutet genaue Filternebenkeulensteuerung und die
Fähigkeit, Kanäle enger zusammenzupacken und Übertragungskapazität
zu erhöhen.
Optische Durchsatzeffizienz.
Die Effizienz eines optischen Systems wie OTDL könnte als der
Anteil der Lichtleistung definiert werden, die in das System in einem einzelnen
Wellenlängenkanal in einem einzelnen Eingangsstrahl eingegeben wird, der letztlich
auf eine einzelne, nachweisbare Position in der Ausgangsebene fokussiert wird. Bei
Verwendung dieser Definition bedeutet eine Effizienz von 40%, beispielsweise, dass
40% der ursprünglichen Eingangslichtleistung auf einen Punkt fokussiert werden
und, dass die restlichen 60% verloren oder verschwendet werden, weil sie entweder
in wiederholten Punkten höherer Ordnung erscheinen oder durch Fehler in den
optischen Komponenten zerstreut werden. Effizienz ließe sich durch einfaches
Messen der Eingangs- und Ausgangslichtleistungen bei einer gegebenen Wellenlänge
und Berechnen ihres Verhältnisses messen. In der vorliegenden Erfindung könnten
Effizienzen in der Größenordnung von 40% und größer und in einigen
Fällen in der Größenordnung soviel wie 70% und größer mit
einer Frequenzauflösung von 10 GHz oder feiner erzielt werden.
Vergleich mit dem VIPA-Gerät:
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung stellt
im Vergleich mit anderen Geräten, die auf dem Fachgebiet bekannt sind, eine
Reihe von Vorteilen bereit. Zum Beispiel benötigt ein OTDL-Gerät gemäß
der vorliegenden Erfindung nicht die Verwendung eines fokussierten Eingangsstrahls,
wie es bei einem VIPA-Gerät erforderlich ist. Ein solcher fokussierter Strahl
hat die Tendenz, sich in einem VIPA-Gerät nach dem Fokus schnell zu zerstreuen,
wenn er sich in einem dicken optischen Resonator (d h., einer Dicke in der Größenordnung
von mehreren Millimetern oder größer) fortpflanzt und wird durch die Ränder
des Geräts schnell abgestumpft. Die schnelle Divergenz des fokussierten Eingangsstrahls
in einem VIPA-Gerät macht außerdem die Steuerung der Amplitude, d. h.,
die Gewichtung, der individuellen virtuellen Abbildungen schwierig. Die Verwendung
von kollimierten Eingangsstrahlen relativ großen Durchmessers in der vorliegenden
Erfindung ermöglicht einen relativ dicken Resonator. Ein dicker Resonator ist
erforderlich, um eine relativ lange Gesamtverzögerungszeit in der Platte
112 zu produzieren, damit eine hohe Frequenzauflösung erzielt wird.
Zweidimensionalität:
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist
zweidimensional. Eine der zwei räumlichen Dimensionen lässt mehrfache
Paralleleingänge zu. Folglich ist ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden
Erfindung fähig, simultan mit hunderten von unabhängigen Eingängen
zu arbeiten.
In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, die diese
Zweidimensionalität ausnutzt, könnten ein erstes OTDL-Gerät und ein
zweites OTDL-Gerät in der z-Achsenrichtung kaskadenartig angeordnet werden,
d. h., entlang der optischen Achse, wobei der Ausgang des ersten OTDL-Geräts
als der Eingang des zweiten OTDL-Geräts dient. Außerdem könnte das
zweite OTDL-Gerät neunzig Grad um die z-Achse, relativ zum ersten OTDL-Gerät
rotiert werden und dadurch bereitstellen, was als eine „gekreuzte" ("crossed")
Ausführungsform bezeichnet werden könnte.
In solch einer gekreuzten Ausführungsform könnte das erste
OTDL-Gerät eine grobe Kanalaufteilung niedriger Auflösung durchführen.
Das zweite OTDL-Gerät könnte eine feine Kanalaufteilung hoher Auflösung
durchführen. Die gekreuzte Ausführungsform könnte, beispielsweise,
in einem Kommunikationssystem verwendet werden, wo eine Einzelfaser vorhanden ist,
die hunderte oder selbst mehrere tausend Trägerwellen oder Kanäle, im
Gegensatz zu Zehnern von Fasern, die jeweils fünfzig einhundert Kanäle
tragen, trägt. Die gekreuzten OTDL-Geräte könnten alle von dieser
Einzelfaser emittierten Wellenlängen kanalisieren und die Wellenlängen
würden an der Ausgangsebene räumlich getrennt werden. Ein Paar gekreuzter
OTDL-Geräte kann die ganze Bandbreite einer Faser auf hohe Auflösung (d.
h., ein GHz oder weniger) kanalisieren.
Umkehrbarkeit:
Das OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist
umkehrbar. Mit anderen Worten, ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden
Erfindung könnte verwendet werden viele Eingänge mit verschiedenen Frequenzen
(Trägerwellen) in einen Einzelausgang zu multiplexen. Die umgekehrte Funktionsweise
könnte durch Eingabe angemessener mehrfacher Lichtfrequenzen an geeigneten
Positionen in der Ausgangsebene 144 des Geräts erzielt werden. Das
von diesen Eingangsquellen emittierte Licht wird sich rückwärts durch
das in der 6 gezeigte System fortpflanzen und sich
in der Platte 112 kombinieren und letztlich an einer gemeinsamen Eingangsöffnung
des Geräts erscheinen.
Bezug nehmend auf das, in den 6 und
7 dargestellte, OTDL-Gerät könnte, beispielsweise,
eine divergierende Lichtquelle, die der geeigneten Frequenz ist und die an der richtigen
Position in der Ebene 144 eingegeben wird, effizient in den geeigneten
Strahl 110a–f gekoppelt werden. Eine vom optischen System (infolge
des einfallenden divergierenden Strahls) produzierte ebene Welle geeigneter Frequenz
und geeignetem Einfallswinkel auf die Fläche 118 der Platte
112 wird einen Ausgang an der optischen Eingangsöffnung produzieren.
Die einfallende ebene Welle ergibt die Beiträge von jeder Ausgangsanzapfung,
die in Phase ist und sich konstruktiv summiert.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung könnte
daher als ein Multiplexer oder als ein Demultiplexer, zum Kombinieren bzw. Trennen
mehrfacher Wellenlängenkanäle, funktionieren. Die Verwendung kollimierter
Lichtstrahlen im Gerät und die Kontrolle der Wichtung an jeder optischen Anzapfung
an der Laufzeitleitung machen das Gerät bei Betriebsarten sowohl Vorwärts-
als auch Rückwärtsrichtung, d. h. den Demultiplexer- bzw. Multiplexerbetriebsarten,
relativ effizient.
Anwendung des OTDL-Geräts auf optische Signalverarbeitung
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung könnte
als Ersatz für eine Braggsche Zelle in optischen Signalverarbeitungsanwendungen
verwendet werden.
Eine Braggsche Zelle (ebenso als eine akustisch-optische Zelle oder
AO-Zelle bekannt) ist ein Gerät zum Umsetzen eines elektrischen Signals in
ein optisches Format in vielen optischen Prozessoren. Beispielsweise verwendet der
"Kanalaufteiler" ("channelizer") an Bord des SWAS-Raumflugkörpers (Short Wavelength
Astronomical Spectrometer/Astronomisches Kurzwellenspektrometer) eine Braggsche
Zelle. Eine Braggsche Zelle umfasst einen elektrischen-akustischen Wandler, der
an einen Block transparenten Materials geklebt ist. Ein elektrisches Signal wird
auf den Wandler angewandt, das Schwingen des Wandlers bewirkt. Die Schwingungen
werden als eine fortschreitende Schallwelle in den transparenten Block gekoppelt.
Die Schallwelle umfasst eine Reihe von Kompressionen und Brechungen im Block, die
den Brechungsindex des Blocks räumlich modulieren. Wenn der Block mit Licht
illuminiert wird, dann zerstreuen die Indexmodulationen das Licht. Wenn die
Schallwelle, beispielsweise, sinusförmig ist, dann sind die Indexmodulationen
sinusförmig und fungieren als ein Beugungsgitter. Je höher die Frequenz
des elektrischen Signals, desto höher die räumliche Frequenz des Beugungsgitters
und desto größer der Winkel, in dem das Licht zerstreut (gebeugt) wird.
Dieser Beugungsprozess lässt zu, dass das elektrische Signal in ein Winkelspektrum
optischer ebener Wellen zerlegt wird. Das Winkelspektrum lässt sich auf eine
Ebene fokussieren, um eine Spektrumsanalyse des elektrischen Signals durchzuführen.
Die Braggsche Zelle ist in der Frequenzbandbreite auf ca. zwei GHz
durch akustische Dämpfung und Wandlerfertigungstechnologie begrenzt. Es gibt
außerdem einen nichtlinearen Effekt, der die nützliche Beugungseffizienz
für viele Anwendungen auf weniger als zehn Prozent begrenzt. Dieser Effekt
wurde von David Hecht quantifiziert und wird als Hecht-Grenze bezeichnet. Die Hecht-Grenze
ist ein Ergebnis der Erzeugung von Intermodulationprodukten in der Braggschen Zelle.
Gegensätzlich leidet ein OTDL-Gerät gemäß der
vorliegenden Erfindung nicht unter akustischer Dämpfung. Daher kann ein OTDL-Gerät
gemäß der vorliegenden Erfindung in der Frequenzbandbreite viel breiter
sein. Beispielsweise kann die Bandbreite für ein OTDL-Gerät gemäß
der vorliegenden Erfindung größer als zweihundert GHz, im Gegensatz zu
den typisch zwei GHz für eine Braggsche Zelle, sein.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung stellt
relativ kleinere Aperturzeiten, d. h., die Gesamtverzögerungszeit m&tgr;,
um einen Faktor von ca. einhundert im Vergleich zu einer Braggschen Zelle bereit.
Dies ermöglicht eine schnellere zufällige Winkelstrahlpositionierung in
Strahlsteuerungsanwendungen.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung leidet
nicht unter der Hecht-Grenze, die nichtlineare Interaktionen in Braggschen Zellen
beschreibt. Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
keine volumetrische Beugungsindexmodulation und ist daher hinsichtlich optischen
Durchsatzes nicht durch die Hecht-Grenze begrenzt. Hohe optische Effizienz ist ohne
Erzeugung von Intermodulationsprodukten möglich. Ein OTDL-Gerät gemäß
der vorliegenden Erfindung kann theoretisch 100% Effizienz erzielen.
Braggsche Zellen mehrfachen Eingangs lassen sich, aufgrund elektromagnetischer
und akustischer Interaktionen zwischen den Eingängen, nur äußerst
schwer zuverlässig herzustellen. Im Gegensatz dazu benötigt jeder Eingang
eines OTDL-Geräts mehrfachen Eingangs grundlegend nur einen zusätzlichen
optischen Eingang mit einem richtig kollimierten und orientierten Strahl. Homogenität
und Klarheit des optischen Materials der Platte 112 ist ebenso wünschenswert,
um gestörtes Übersprechen (crosstalk) zu minimieren.
Ein OTDL-Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung könnte
vorteilhaft für Breitbandspektrumsanalyse von Signalen, Korrelation von Signalen
und optische Strahlabtastung verwendet werden. Ein OTDL-Gerät ist speziell
auf interferometrische Kreuzleistungsspektrumanalysatoren, Radiometerbanken und
elektronische Kriegsführungsempfänger anwendbar.
Anspruch[de]
Gerät mit zweidimensionaler optischer Laufzeitleitung mit Anzapfungen,
umfassend:
Einen optischen Resonator (112) zwischen zwei mit Abstand angeordneten
und entgegengesetzten Reflexionsflächen (114, 118), die XY-Ebenen
definieren, wobei der Resonator einen Eingang umfasst, wo mindestens ein kollimierter
Eingangsstrahl in den Resonator eintreten kann, die zweite Fläche (118)
ein Reflexionsvermögen von weniger als 100% hat, sodass ein kollimierter Eingangsstrahl,
der durch den Eingang in den Resonator eintritt, durch aufeinander folgende Reflexionen
zwischen zwei Reflexionsflächen (114, 118) eine Reihe diskreter
mehrfacher zeitverzögerter Ausgangsstrahlen (124a–f) produziert,
die in der y-Richtung verteilt sind und den Resonator durch die zweite Fläche
verlassen;
ein optisches System (140, 142), das mit Abstand vom Resonator
(112) angeordnet und eingerichtet ist, eine erste Funktion der Fouriertransformation
des Ausgangs des Resonators (112) in der Y-Dimension durchzuführen,
wobei besagte Fouriertransformation eine ebene Welle umsetzt, die sich mit einem
gegebenen Winkel mit Bezug auf die optische Achse in einen fokussierten optischen
Punkt ausbreitet, sodass ein Muster fokussierter Punkte entlang der y-Dimension
auf eine Ausgangsebene (144) gebildet wird; wobei besagtes Gerät
dadurch gekennzeichnet ist, dass:
besagter Eingang des Resonators so eingerichtet ist, dass eine Mehrheit kollimierter
Eingangsstrahlen (100a–f), die entlang der x-Richtung mit Abstand
angeordnet sind, in den Resonator eintreten; und
besagtes optische System eingerichtet ist, eine zweite Funktion der Abbildung des
Ausgangs (124a–f) des Resonators (112) in der x-Dimension
auf besagte Ausgangsebene durchzuführen, sodass eine Gruppe fokussierter Punkte
mit einer x-Verteilung, die den Eingangsstrahlen entspricht und eine y-Verteilung,
die den Frequenzkomponenten jedes Eingangsstrahls entspricht,
gebildet wird.Gerät nach Anspruch 1, wobei die erste Reflexionsfläche (114)
und die zweite Reflexionsfläche (118) durch ein transparentes Material
getrennt sind.Gerät nach Anspruch 2, wobei der optische Resonator eine transparente
Platte (112) umfasst, die ersten und zweiten Reflexionsflächen (114,
118) durch eine Beschichtung auf einer jeweiligen Fläche der Platte
bereitgestellt werden.Gerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Reflexionsvermögen
der zweiten Fläche (118) räumlich variiert.Gerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Reflexionsvermögen
der zweiten Fläche (118) im Wesentlichen gleichförmig ist.Gerät nach Anspruch 1, wobei das optische System umfasst:
ein anamorphotisches optisches System (140, 142).Gerät nach einem beliebigen der obigen Ansprüche, das eingerichtet
ist, den Eingangsstrahl (100a–100f) mit einer Auflösung
nicht gröber als 10 GHz in Bestandteilfrequenzen zu kanalisieren und das eine
optische Durchsatzeffizienz von nicht weniger als 40% haben soll.Gerät nach Anspruch 1, wobei mindestens einer der folgenden Posten:
eine Detektorgruppe, eine Gruppe kleiner Linsen, eine Lichtrohrgruppe, ein Lichtwellenleiterbündel
und eine Gruppe von GRIN-Linsen an der Ausgangsebene (144) positioniert
ist.Verfahren zum Betreiben eines Geräts nach einem beliebigen der
Ansprüche 1 bis 8, das umfasst:
Bereitstellen des mindestens einen kollimierten Eingangsstrahls (100a–f)
an besagten Eingang, sodass eine Gruppe fokussierter Punkte mit einer X-Verteilung,
die den Eingangsstrahlen entspricht und eine Y-Verteilung, die den Frequenzkomponenten
jedes Eingangsstrahls entspricht gebildet wird.Verfahren nach Anspruch 9, wobei besagter Eingangsstrahl (100a–100f)
mit einer Auflösung nicht gröber als 10 GHz in Bestandteilfrequenzen kanalisiert
wird und eine optische Durchsatzeffizienz von nicht weniger als 40% aufweist.Verfahren nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, wobei der mindestens eine
Eingangsstrahl (100a–100f) eine Mehrheit kolliminierter
Eingangsstrahlen ist, jeder der Eingangsstrahlen mindestens eine Frequenz umfasst,
die Ausgangsstrahlen (124a–124d) als eine Funktion der
mindestens einen Frequenz eines entsprechenden Eingangsstrahls gegenseitig phasenverschoben
werden, wodurch die mehrfachen Eingangsstrahlen an der Ebene (144) gleichzeitig
in Bestandteilfrequenzen kanalisiert werden.Verfahren nach Anspruch 9, welches das Betreiben des Geräts als
einen Demultiplexer zum Trennen mehrfacher Wellenlängenkanäle umfasst.Verfahren zum Betreiben eines Geräts nach einem beliebigen der
Ansprüche 1 bis 8, das umfasst:
Bereitstellen einer Mehrheit von Eingangsstrahlen verschiedener Frequenzen an vorbestimmten
Stellen in der Ausgangsebene (144) des Geräts, derartig, dass sich
besagte Strahlen rückwärts durch das optische System ausbreiten und im
optischen Resonator kombiniert werden, um einen Ausgangsstrahl am Eingang des Geräts
zu produzieren.Verfahren nach Anspruch 13, welches das Betreiben des Geräts als
einen Multiplexer zum Kombinieren mehrfacher Wellenlängenkanäle umfasst.