YEAGER, Gary William, Rexford, NY 12148, US; CAVAZOS, Manuel, West Coxsackie, NY 12192, US; GUO, Hua, Selkirk, NY 12158, US; MERFELD, Glen David, New York 12211, US; RUDE, John, New York 12019, US; TEUTSCH, Erich Otto, Pittsfield, MA 01254, US; ZARNOCH, Kenneth Paul, Scotia, NY 12302, US
Im Stand der Technik bekannte thermisch härtende Formzusammensetzungen
sind allgemein thermisch härtende Harze, enthaltend anorganische Füller
und/oder Fasern. Beim Erwärmen zeigen thermisch härtende Monomere anfänglich
Viskositäten die gering genug sind, um Schmelzverarbeitung und Formen eines
Gegenstandes aus der gefüllten Monomerzusammensetzung zu ermöglichen.
Bei weiterer Erwärmung reagieren die thermisch härtenden Monomere und
härten, um harte Harze mit hoher Steifheit zu bilden.
Obwohl leitfähige thermisch härtende Zusammensetzungen bekannt
sind, ist ihre kommerzielle Anwendung eingeschränkt aufgrund von Nachteilen
bei einer oder mehreren Eigenschaften, wie z.B. Härtungsgeschwindigkeit, Festigkeit,
Steifheit, Wärmebeständigkeit, chemischer Beständigkeit und Leitfähigkeit.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
Die oben beschriebenen Nachteile werden überwunden durch eine
Zusammensetzung, aufweisend: einen funktionalisierten Polyarylenether, ein alkenylaromatisches
Monomer, ein Acryloylmonomer und ein leitfähiges Mittel, wobei der funktionalisierte
Polyarylenether ein verkappter Polyarylenether mit der Struktur
Q(J-K)y
ist, wobei Q der Rest eines einwertigen, zweiwertigen oder mehrwertigen Phenols
ist, y 1 bis 100 ist, J Wiederholungseinheiten aufweist mit der Struktur
wobei R1-R4 jeweils unabhängig ausgewählt werden
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, primärem oder sekundärem
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkinyl, C2-C12-Alkinyl,
C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy
und C2-C12-Halogenhydrocarbonoxy, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome trennen, m 1 bis etwa 200 ist und K eine Verkappungsgruppe
ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
wobei R5 C1-C12-Alkyl ist, R6-R8
jeweils unabhängig ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff,
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl, C6-C18-Aryl,
C7-C18 alkylsubstituiertem Aryl, C7-C18
arylsubstituiertem Alkyl, C2-C12-Alkoxycarbonyl, C7-C18-Aryloxycarbonyl,
C8-C18 alkylsubstituiertem Aryloxycarbonyl, C8-C18
arylsubstituiertem Alkoxycarbonyl, Nitril, Formyl, Carboxylat, Imidat und Thiocarboxylat,
R9-R13 jeweils unabhängig ausgewählt werden aus
der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, C1-C12-Alkyl,
Hydroxy und Amino und wobei Y eine zweiwertige Gruppe ist, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus
wobei R14 und R15 jeweils unabhängig ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und C1-C12-Alkyl.
Die Zusammensetzungen sind für eine Vielzahl von leitfähigen
Gegenständen geeignet, einschließlich Komponenten für
elektrochemische Zellen, wie z.B. bipolare Platten, die in Brennstoffzellen eingesetzt
werden.
Andere Ausführungsformen, einschließlich eines Verfahrens
zur Herstellung der Zusammensetzung, sind unten beschrieben.
EINGEHENDE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Eine Ausführungsform ist eine leitfähige thermisch härtende
Zusammensetzung, aufweisend einen funktionalisierten Polyarylenether, ein alkenylaromatisches
Monomer, ein Acryloylmonomer und ein leitfähiges Mittel, wobei der funktionalisierte
Polyarylenether ein verkappter Polyarylenether mit der Struktur
Q(J-K)y
ist, wobei Q der Rest eines einwertigen, zweiwertigen oder mehrwertigen Phenols
ist, y 1 bis 100 ist, J Wiederholungseinheiten aufweist mit der Struktur
wobei R1-R4 jeweils unabhängig ausgewählt werden
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, primärem oder sekundärem
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl, C2-C12-Alkinyl,
C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy
und C2-C12-Halogenhydrocarbonoxy, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome trennen, m 1 bis etwa 200 ist und K eine Verkappungsgruppe
ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
wobei R5 C1-C12-Alkyl ist, R6-R8
jeweils unabhängig ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff,
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl, C6-C18-Aryl,
C7-C18 alkylsubstituiertem Aryl, C7-C18
arylsubstituiertem Alkyl, C2-C12-Alkoxycarbonyl, C7-C18-Aryloxycarbonyl,
C8-C18 alkylsubstituiertem Aryloxycarbonyl, C8-C18
arylsubstituiertem Alkoxycarbonyl, Nitril, Formyl, Carboxylat, Imidat und Thiocarboxylat,
R9-R13 jeweils unabhängig ausgewählt werden aus
der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, C1-C12-Alkyl,
Hydroxy und Amino und wobei Y eine zweiwertige Gruppe ist, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus
wobei R14 und R15 jeweils unabhängig ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und C1-C12-Alkyl.
Die vorliegenden Erfinder haben gefunden, dass diese Zusammensetzung
eine hocherwünschte Kombination aus schneller Härtung, reduzierter Sauerstoffempfindlichkeit
der Härtungsgeschwindigkeit, hoher Festigkeit, hoher Steifheit, hoher Wärmebeständigkeit,
hoher Beständigkeit gegen Feuchtigkeitsabsorption und hoher
Leitfähigkeit zur Verfügung stellt. Zumindest eine dieser Eigenschaften
wird beeinträchtigt, wenn irgendeiner der Bestandteile weggelassen wird.
Die Zusammensetzung weist einen funktionalisierten Polyarylenether
auf, der ein verkappter Polyarylenether oder ein ringfunktionalisierter Polyarylenether
ist, von denen jeder unten definiert ist.
Der funktionalisierte Polyarylenether ist ein verkappter Polyarylenether.
Ein verkappter Polyarylenether ist hier definiert als ein Polyarylenether, bei welchem
zumindest 50%, vorzugsweise zumindest 75%, stärker bevorzugt zumindest 90%,
noch stärker bevorzugt zumindest 95% und sogar noch stärker bevorzugt
zumindest 99% der freien Hydroxylgruppen, die in dem korrespondierenden nicht verkappten
Polyarylenether vorhanden sind, durch Reaktion mit einem Verkappungsmittel funktionalisiert
wurden.
Der verkappte Polyarylenether wird dargestellt durch die Struktur
Q(J-K)y
wobei Q der Rest eines einwertigen, zweiwertigen oder mehrwertigen Phenols ist,
vorzugsweise der Rest eines einwertigen oder zweiwertigen Phenols, stärker
bevorzugt der Rest eines einwertigen Phenols, y 1 bis 100 ist, J Wiederholungseinheiten
aufweist, welche die Struktur
haben, wobei m 1 bis etwa 200 ist, vorzugsweise 2 bis etwa 200, und R1-R4
jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen, primäres oder sekundäres
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl, C2-C12-Alkinyl,
C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy,
C2-C12-Halogenhydrocarbonoxy sind, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome voneinander trennen, oder Ähnliches, und K
eine Verkappungsgruppe ist, hergestellt durch Reaktion einer phenolischen Hydroxylgruppe
an dem Polyarylenether mit einem Verkappungsmittel. Die resultierende Verkappungsgruppe
kann
oder Ähnliches sein, wobei R5 ein C1-C12-Alkyl
oder Ähnliches ist, R6-R8 jeweils unabhängig Wasserstoff,
C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl, C6-C18-Aryl,
C7-C18 alkylsubstituiertes Aryl, C7-C18
arylsubstituiertes Alkyl, C2-C12-Alkoxycarbonyl, C7-C18-Aryloxycarbonyl,
C7-C18 alkylsubstituiertes Aryloxycarbonyl, C7-C18
arylsubstituiertes Alkoxycarbonyl, Nitril, Formyl, Carboxylat, Imidat, Thiocarboxylat
oder Ähnliches sind, R9-R13 jeweils unabhängig Wasserstoff,
Halogen, C1-C12-Alkyl, Hydroxy, Amino oder Ähnliches
sind und wobei Y eine zweiwertige Gruppe ist, wie z.B.
oder Ähnliches, wobei R14 und R15 jeweils unabhängig
Wasserstoff, C1-C12-Alkyl oder Ähnliches sind.
In einer Ausführungsform ist Q der Rest eines Phenols, einschließlich
mehrwertigen Phenolen, und beinhaltet Reste der Struktur
wobei R1-R4 jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen,
pirmäres oder sekundäres C1-C12-Alkyl, C1-C12-Alkenyl,
C1-C12-Alkinyl, C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Aminoalkyl,
C1-C12-Hydrocarbonoxy, C1-C12-Halogenhydrocarbonoxy
sind, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome die Halogen- und Sauerstoffatome trennen,
oder Ähnliches, X Wasserstoff, C1-C12-Alkyl, C6-C18-Aryl,
C7-C18 alkylsubstituiertes Aryl, C7-C18
arylsubstituiertes Alkyl oder jede der vorhergehenden Kohlenwasserstoffgruppen sein
kann, die zumindest einen Substituenten enthält, wie z.B. Carbonsäure,
Aldehyd, Alkohol, Aminoreste oder Ähnliches, X auch Schwefel, Sulfonyl, Sulfuryl,
Sauerstoff oder eine andere solche Überbrückungsgruppe sein kann, die
eine Wertigkeit von zwei oder mehr hat, um in verschiedenen Bis- oder höheren
Polyphenolen zu resultieren, y und n jeweils unabhängig jeweils 1 bis 100 sind,
vorzugsweise 1 bis 3 und stärker bevorzugt etwa 1 bis 2, in einer bevorzugten
Ausführungsform ist y = n. Q kann auch ein Rest eines Diphenols sein, wie z.B.
2,2',6,6'-Tetramethyl-4,4'-diphenol.
In einer Ausführungsform wird der verkappte Polyarylenether durch
Verkappen eines Polyarylenethers hergestellt, bestehend im Wesentlichen aus dem
Polymerisationsprodukt von zumindest einem einwertigen Phenol mit der Struktur
wobei R1-R4 jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen,
primäres oder sekundäres C1-C12-Alkyl, C2-C12-Alkenyl,
C2-C12-Alkinyl, C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy,
C2-C12-Halogenhydrocarbonoxy sind, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome trennen, oder Ähnliches. Geeignete einwertige
Phenole beinhalten solche, die in US-Patent Nr. 3 306 875 von Hay beschrieben sind,
und hochbevorzugte einwertige Phenole beinhalten 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol.
Der Polyarylenether kann ein Copolymer aus zumindest zwei einwertigen Phenolen sein,
wie z.B. 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der verkappte Polyarylenether
zumindest eine Verkappungsgruppe mit der Struktur
auf, wobei R6-R8 jeweils unabhängig Wasserstoff, C1-C12-Alkyl,
C2-C12-Alkenyl, C6-C18-Aryl, C7-C18
alkylsubstituiertes Aryl, C7-C18 arylsubstituiertes Alkyl,
C2-C12-Alkoxycarbonyl, C7-C18-Aryloxycarbonyl,
C7-C18 alkylsubstituiertes Aryloxycarbonyl, C7-C18
arylsubstituiertes Alkoxycarbonyl, Nitril, Formyl, Carboxylat, Imidat, Thiocarboxylat
oder Ähnliches sind. Hochbevorzugte Verkappungsgruppen beinhalten Acrylat (R6
= R7 = R8 = Wasserstoff) und Methacrylat
(R6 = Methyl, R7 = R8 = Wasserstoff).
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der verkappte
Polyarylenether zumindest eine Verkappungsgruppe mit der Struktur
auf, wobei R5 C1-C12-Alkyl ist, vorzugsweise C1-C6-Alkyl,
stärker bevorzugt Methyl, Ethyl oder Isopropyl. Die vorliegenden Erfinder haben
überraschenderweise gefunden, dass die vorteilhaften Eigenschaften ihrer Erfindung
sogar dann erreicht werden können, wenn dem verkappten Polyarylenether eine
polymerisierbare Funktion, so wie z.B. eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
fehlt.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der
verkappte Polyarylenether zumindest eine Verkappungsgruppe mit der Struktur
auf, wobei R9-R13 jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen,
C1-C12-Alkyl, Hydroxy, Amino oder Ähnliches sind. Bevorzugte
Verkappungsgruppen dieser Art beinhalten Salicylat (R9 = Hydroxy,
R10-R13 = Wasserstoff).
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der
verkappte Polyarylenether zumindest eine Verkappungsgruppe mit der Struktur
auf, wobei A eine gesättigte oder ungesättigte zweiwertige C2-C12-Kohlenwasserstoffgruppe
ist, so wie z.B. Ethylen, 1,2-Propylen, 1,3-Propylen, 2-Methyl-1,3-propylen, 2,2-Dimethyl-1,3-propylen,
1,2-Butylen, 1,3-Butylen, 1,4-Butylen, 2-Methyl-1,4-butylen, 2,2-Dimethyl-1,4-butylen,
2,3-Dimethyl-1,4-butylen, Vinylen (-CH=CH-), 1,2-Phenylen und Ähnliches. Diese
verkappten Polyarylenetherharze können bequem hergestellt werden, z.B. durch
Reaktion eines nicht verkappten Polyarylenethers mit einem cyclischen Anhydridverkappungsmittel.
Solche cyclischen Anhydridverkappungsmittel beinhalten z.B. Maleinsäureanhydrid,
Succinsäureanhydrid, Glutarsäureanhydrid, Adipinsäureanhydrid, Phthalsäureanhydrid
und Ähnliches.
Es besteht keine besondere Einschränkung für das Verfahren,
durch welches der verkappte Polyarylenether hergestellt wird. Der verkappte Polyarylenether
kann durch die Reaktion eines nicht verkappten Polyarylenethers mit einem Verkappungsmittel
hergestellt werden. Verkappungsmittel beinhalten Verbindungen, die in der Literatur
dafür bekannt sind, dass sie mit phenolischen Gruppen reagieren. Solche Verbindungen
beinhalten sowohl Monomere als auch Polymere, enthaltend z.B. Anhydrid-, Säurechlorid-,
Epoxy-, Carbonat-, Ester-, Isocyanat-, Cyanatester- oder Alkylhalogenidreste. Verkappungsmittel
sind nicht auf organische Verbindungen eingeschränkt, z.B. sind Verkappungsmittel
auf Phosphor- und Schwefelbasis ebenfalls enthalten. Beispiele für Verkappungsmittel
beinhalten z.B. Essigsäureanhydrid, Bernsteinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid,
Salicylsäureanhydrid, Polyester, aufweisend Salicylateinheiten, Homopolyester
aus Salicylsäure, Acrylsäureanhydrid, Methacrylsäureanhydrid, Glycidylacrylat,
Glycidylmethacrylat, Acetylchlorid, Benzoylchlorid, Diphenylcarbonate, wie z.B.
Di(4-nitrophenyl)carbonat, Acryloylester, Methacryloylester, Acetylester, Phenylisocyanat,
3-Isopropenyl-alpha,alpha-dimethylphenylisocyanat, Cyanatobenzol, 2,2-Bis(4-cyanatophenyl)propan,
3-(alpha-Chlormethyl)styrol, 4-(alpha-Chlormethyl)styrol, Allylbromid und Ähnliches,
Carbonat und substituierte Derivate davon, sowie Mischungen davon. Diese und andere
Verfahren zur Bildung von verkappten Polyarylenethern werden z.B. in US-Patent Nrn.
3 375 228 von Holoch et al., 4 148 843 von Goossens, 4 562 243, 4 663 402, 4 665
137 und 5 091 480 von Percec et al., 5 071 922, 5 079 268, 5 304 600 und 5 310 820
von Nelissen et al., 5 338 796 von Vianello et al. und Europäisches Patent
Nr. 261 574 B1 von Peters et al. beschrieben.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann der verkappte Polyarylenether
durch Reaktion eines nicht verkappten Polyarylenethers mit einem Anhydrid in einem
alkenylaromatischem Monomer als Lösungsmittel verkappt werden. Dieser Ansatz
hat den Vorteil des Erzeugens des verkappten Polyarylenethers in einer Form, die
sofort mit anderen Bestandteilen vermischt werden kann, um eine härtbare Zusammensetzung
zu bilden. Bei Verwendung dieses Verfahrens ist keine Isolierung des verkappten
Polyarylenethers oder Entfernung von unerwünschten Lösungsmitteln oder
Reagenzien erforderlich.
Ein Verkappungskatalysator kann in der Reaktion eines nicht verkappten
Polyarylenethers mit einem Anhydrid eingesetzt werden. Beispiele für solche
Verbindungen beinhalten solche, die im Stand der Technik dafür bekannt sind,
dass sie dazu fähig sind, Kondensation von Phenolen mit den oben beschriebenen
Verkappungsmitteln zu katalysieren. Geeignete Materialien sind basische Verbindungen,
einschließlich z.B. basische Hydroxidsalzverbindungen, wie z.B. Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Tetraalkylammoniumhydroxide und Ähnliches, tertiäre Alkylamine,
wie z.B. Tributylamin, Triethylamin, Dimethylbenzylamin, Dimethylbutylamin und Ähnliches,
tertiäre gemischte Alkyl-Arylamine und substituierte Derivate davon, wie z.B.
N,N-Dimethylanilin, heterocyclische Amine, wie z.B. Imidazole, Pyridine und substituierte
Derivate davon, wie z.B. 2-Methylimidazol, 2-Vinylimidazol, 4-(Dimethylamino)pyridin,
4-(1-Pyrrolino)pyridin, 4-(1-Piperidino)pyridin, 2-Vinylpyridin, 3-Vinylpyridin,
4-Vinylpyridin und Ähnliches. Ebenfalls geeignet sind organmetallische Salze,
so wie z.B. Zinn- und Zink-Salze, die dafür bekannt sind, die Kondensation
von z.B. Isocyanaten oder Cyanatestern mit Phenolen zu katalysieren. Die diesbezüglich
geeigneten organometallischen Salze sind im Stand der Technik aus einer Vielzahl
von Veröffentlichungen und Patenten, die dem Fachmann wohl bekannt sind, bekannt.
Der funktionalisierte Polyarylenether kann ein ringfunktionalisierter
Polyarylenether sein. Ein ringfunktionalisierter Polyarylenether ist hier als ein
Polyarylenether definiert, der Wiederholungseinheiten der Formel
aufweist, wobei jedes L1-L4 unabhängig Wasserstoff, eine
Alkenylgruppe oder eine Alkinylgruppe ist, wobei die Alkenylgruppe dargestellt wird
durch
wobei L5-L7 unabhängig Wasserstoff oder Methyl sind und
a eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, wobei die Alkinylgruppe dargestellt wird durch
wobei L8 Wasserstoff, Methyl oder Ethyl ist und b eine ganze Zahl von
1 bis 4 ist und wobei etwa 0,02 Mol-% bis etwa 25 Mol-% der gesamten L1-L4-Substituenten
in dem ringfunktionalisierten Polyarylenether Alkenyl- und/oder
Alkinylgruppen sind. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, zumindest
etwa 0,1 Mol-%, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,5 Mol-% Alkenyl- und/oder
Alkinylgruppen zu haben. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt
sein, bis zu etwa 15 Mol-%, stärker bevorzugt bis zu etwa 10 Mol-% Alkenyl-
und/oder Alkinylgruppen zu haben.
Der ringfunktionalisierte Polyarylenether kann gemäß bekannten
Verfahren hergestellt werden. Zum Beispiel kann ein nicht funktionalisierter Polyarylenether,
wie z.B. Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether), mit einem Reagenz metallisiert werden,
wie z.B. n-Butyllithium, und anschließend mit einem Alkenylhalogenid, wie
z.B. Allylbromid, und/oder einem Alkinylhalogenid, wie z.B. Propargylbromid, zur
Reaktion gebracht werden. Dieses und andere Verfahren zur Herstellung von ringfunktionalisierten
Polyarylenetherharzen sind z.B. in US-Patent Nr. 4 923 932 von Katayose et al. beschrieben.
Man wird verstehen, dass die hier als „nicht verkappt" oder
„nicht funktionalisiert" beschriebenen Polyarylenether Wiederholungseinheiten
der Formel
aufweisen, wobei für jede Struktureinheit jedes Z1 unabhängig
Wasserstoff, Halogen, primäres oder sekundäres C1-C12-Alkyl,
C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy,
C1-C12-Halogenhydrocarbonoxy ist, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome trennen, oder Ähnliches, und jedes Z2
unabhängig Halogen, primäres oder sekundäres C1-C12-Alkyl,
C1-C12-Aminoalkyl, C1-C12-Hydroxyalkyl,
Phenyl, C1-C12-Halogenalkyl, C1-C12-Hydrocarbonoxy,
C1-C12-Halogenhydrocarbonoxy ist, wobei zumindest zwei Kohlenstoffatome
die Halogen- und Sauerstoffatome trennen, oder Ähnliches. Vorzugsweise ist
jedes Z1 C1-C4-Alkyl und jedes Z2 ist
Wasserstoff oder Methyl.
Es gibt keine besondere Einschränkung für das Molekulargewicht
oder die intrinsische Viskosität des funktionalisierten Polyarylenethers. In
einer Ausführungsform kann die Zusammensetzung einen funktionalisierten Polyarylenether
aufweisen, der ein zahlenmittleres Molekulargewicht von bis zu etwa 10.000 Atommasseneinheiten
(AMU), vorzugsweise bis zu etwa 5.000 AMU, stärker bevorzugt bis zu etwa 3.000
AMU hat. Ein solcher funktionalisierter Polyarylenether kann geeignet sein bei der
Herstellung und der Verarbeitung der Zusammensetzung, indem seine Viskosität
reduziert wird. In einer weiteren Ausführungsform kann die Zusammensetzung
einen funktionalisierten Polyarylenether mit einer intrinsischen Viskosität
von etwa 0,15 bis etwa 0,30 Dezilitern pro Gramm (dl/g), vorzugsweise etwa 0,20
bis etwa 0,30 dl/g, gemessen in Chloroform bei 25°C, aufweisen. Allgemein wird
die intrinsische Viskosität eines funktionalisierten Polyarylenethers insignifikant
von der intrinsischen Viskosität des korrespondierenden nicht funktionalisierten
Polyarylenethers abweichen. Insbesondere ist die intrinsische Viskosität eines
funktionalisierten Polyarylenethers allgemein innerhalb von 10% derjenigen des nicht
funktionalisierten Polyarylenethers. Diese intrinsischen Viskositäten können
ungefähr zu zahlenmittleren Molekulargewichten von etwa 5.000 bis etwa 25.000
AMU korrespondieren. Innerhalb dieses Bereiches kann ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von zumindest etwa 8.000 AMU bevorzugt sein und ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von zumindest etwa 10.000 AMU kann stärker bevorzugt sein. Ebenfalls innerhalb
dieses Bereiches kann ein zahlenmittleres Molekulargewicht von bis zu etwa 20.000
AMU bevorzugt sein. Ein solcher funktionalisierter Polyarylenether kann die Zusammensetzung
mit einer erwünschten Balance aus Festigkeit und Verarbeitbarkeit ausstatten.
Es wird ausdrücklich in Erwägung gezogen, Elends aus zumindest zwei funktionalisierten
Polyarylenethern mit verschiedenen Molekulargewichten und intrinsischen Viskositäten
einzusetzen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der funktionalisierte
Polyarylenether im Wesentlichen frei von Aminosubstituenten, einschließlich
Alkylamino- und Dialkylaminosubstituenten, wobei im Wesentlichen frei bedeutet,
dass der funktionalisierte Polyarylenether weniger als etwa 300 Mikrogramm, vorzugsweise
weniger als etwa 100 Mikrogramm atomaren Stickstoff pro Gramm funktionalisiertem
Polyarylenether enthält. Obwohl viele Polyarylenether durch Verfahren hergestellt
werden, die in dem Einbringen von Aminosubstituenten resultieren,
haben die vorliegenden Erfinder gefunden, dass thermische Härtungsgeschwindigkeiten
erhöht werden, wenn der funktionalisierte Polyarylenether im Wesentlichen frei
von Aminosubstituenten ist. Polyarylenether, die im Wesentlichen frei von Aminosubstituenten
sind, können direkt synthetisiert werden oder durch Erwärmen von aminosubstituierten
Polyarylenethern auf zumindest etwa 200°C erzeugt werden. Alternativ kann erwünscht
sein, wenn der funktionalisierte Polyarylenether Aminosubstituenten enthält,
die Zusammensetzung bei einer Temperatur von weniger als etwa 200°C zu härten.
Die Zusammensetzung kann einen Elend aus zumindest zwei funktionalisierten
Polyarylenethern aufweisen. Solche Elends können hergestellt werden aus individuell
hergestellten und isoliert funktionalisierten Polyarylenethern. Alternativ können
solche Elends hergestellt werden, indem ein einzelner Polyarylenether mit zumindest
zwei Funktionalisierungsmitteln zur Reaktion gebracht wird. Zum Beispiel kann ein
Polyarylenether mit zwei Verkappungsmitteln zur Reaktion gebracht werden, oder ein
Polyarylenether kann metallisiert und mit zwei ungesättigten Alkylierungsmitteln
zur Reaktion gebracht werden. In einer weiteren Alternative kann eine Mischung aus
zumindest zwei Polyarylenetherharzen mit einem einzelnen Funktionalisierungsmittel
zur Reaktion gebracht werden.
Die Zusammensetzung kann den funktionalisierten Polyarylenether in
einer Menge von etwa 1 Gewichtsteil bis etwa 70 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile
Gesamtmenge des funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren
und des Acryloylmonomeren aufweisen. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt
sein, eine Menge an funktionalisiertem Polyarylenether von zumindest etwa 10 Gewichtsteilen,
stärker bevorzugt zumindest etwa 15 Gewichtsteilen zu verwenden. Ebenfalls
innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Menge an funktionalisiertem
Polyarylenether von bis zu etwa 50 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt bis zu
etwa 40 Gewichtsteilen zu verwenden.
Die Zusammensetzung weist weiterhin ein alkenylaromatisches Monomer
auf. Das alkenylaromatische Monomer kann die Struktur
haben, wobei jedes R16 unabhängig Wasserstoff, C1-C12-Alkyl,
C2-C12-Alkenyl, C2-C12-Alkinyl, C6-C18-Aryl
oder Ähnliches ist, jedes R17 unabhängig Wasserstoff, C1-C12-Alkyl,
C1-C12-Alkoxyl, C6-C18-Aryl oder Ähnliches
ist, p 1 bis 4 ist und q 0 bis 5 ist. Wenn p = 1 wird das alkenylaromatische Monomer
ein monofunktionelles alkenylaromatisches Monomer genannt, wenn p = 2-4 wird das
alkenylaromatische Monomer ein polyfunktionelles alkenylaromatisches Monomer genannt.
Geeignete alkenylaromatische Monomere beinhalten Styrol, alpha-Methylstyrol, alpha-Ethylstyrol,
alpha-Isopropylstyrol, alpha-tertiär-Butylstyrol, alpha-Phenylstyrol und Ähnliches,
halogenierte Styrole, wie z.B. Chlorstyrol, Dichlorstyrol, Trichlorstyrol, Bromstyrol,
Dibromstyrol, Tribromstyrol, Fluorstyrol, Difluorstyrol, Trifluorstyrol, Tetrafluorstyrol,
Pentafluorstyrol und Ähnliches, halogenierte Alkylstyrole, wie z.B. Chlormethylstyrol
und Ähnliches, Alkoxystyrole, wie z.B. Methoxystyrol, Ethoxystyrol und Ähnliches,
polyfunktionelle alkenylaromatische Monomere, wie z.B. 1,2-Divinylbenzol, 1,3-Divinylbenzol,
1,4-Divinylbenzol, Trivinylbenzole, 1,3-Diisopropenylbenzol, 1,4-Diisopropenylbenzol
und Ähnliches, sowie Mischungen aus zumindest einem der vorhergehenden alkenylaromatischen
Monomere. In den vorhergehenden substituierten Styrolen, für welche keine Substituentenposition
spezifiziert ist, können die Substituenten jede freie Position an dem aromatischen
Ring einnehmen.
Bevorzugte alkenylaromatische Monomere beinhalten Styrol, alpha-Methylstyrol,
2-Methylstyrol, 3-Methylstyrol, 4-Methylstyrol, 2-t-Butylstyrol, 3-t-Butylstyrol,
4-t-Butylstyrol, 1,3-Divinylbenzol, 1,4-Divinylbenzol, 1,3-Diisopropenylbenzol,
1,4-Diisopropenylbenzol und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest
eines der vorhergehenden alkenylaromatischen Monomere. Bevorzugte alkenylaromatische
Monomere beinhalten weiterhin Styrole mit von 1-5 Halogensubstituenten am aromatischen
Ring und Mischungen, aufweisend zumindest ein solches halogeniertes Styrol.
Die Zusammensetzung kann das alkenylaromatische Monomer in einer Menge
von etwa 30 bis etwa 98 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge des
funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren und des Acryloylmonomeren
aufweisen. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Menge an alkenylaromatischem
Monomer von zumindest etwa 40 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt
zumindest etwa 50 Gewichtsteilen zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches
kann es bevorzugt sein, eine Menge an alkenylaromatischem Monomer von bis zu etwa
90 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt bis zu etwa 80 Gewichtsteilen, noch stärker
bevorzugt bis zu etwa 70 Gewichtsteilen zu verwenden.
Die Zusammensetzung weist weiterhin ein Acryloylmonomer auf. Das Acryloylmonomer
weist zumindest eine Acryloyleinheit mit der Struktur
auf, wobei R18 und R19 jeweils unabhängig Wasserstoff,
C1-C12-Alkyl oder Ähnliches sind, und wobei R18
und R19 sich entweder cis oder trans bezüglich der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
befinden können. Vorzugsweise sind R18 und R19 jeweils
unabhängig Wasserstoff oder Methyl. In einer Ausführungsform weist das
Acryloylmonomer zumindest zwei Acryloyleinheiten auf, welche die oben angegebene
Struktur haben, und wird ein polyfunktionelles Acryloylmonomer genannt. In einer
weiteren Ausführungsform weist das Acryloylmonomer zumindest drei Acryloyleinheiten
mit der oben angegebenen Struktur auf.
In einer Ausführungsform weist das Acryloylmonomer zumindest
eine Acryloyleinheit mit der Struktur
auf, wobei R20-R22 jeweils unabhängig Wasserstoff, C1-C12-Alkyl,
C2-C12-Alkenyl, C8-C18-Aryl, C7-C18
alkylsubstituiertes Aryl, C7-C18 arylsubstituiertes Alkyl,
C2-C12-Alkoxycarbonyl, C7-C18-Aryloxycarbonyl,
C8-C18 alkylsubstituiertes Aryloxycarbonyl, C8-C18
arylsubstituiertes Alkoxycarbonyl, Nitril, Formyl, Carboxylat, Imidat, Thiocarboxylat
oder Ähnliches sind. Vorzugsweise sind R20-R22 jeweils
unabhängig Wasserstoff oder Methyl. In einer Ausführungsform weist das
Acryloylmonomer zumindest zwei Acryloyleinheiten mit der oben angegebenen Struktur
auf. In einer weiteren Ausführungsform weist das Acryloylmonomer zumindest
drei Acryloyleinheiten mit der oben angegebenen Struktur auf.
Geeignete Acryloylmonomere beinhalten z.B. Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat,
Isopropyl(meth)acrylat, n-Butyl(meth)acrylat, Isobutyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat,
2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, 3-Hydroxypropyl(meth)acrylat, Hydroxybutyl(meth)acrylat,
Glycidyl(meth)acrylat, 2,2-Dimethyl-3-hydroxypropyl-2,2-dimethyl-3-hydroxypropenoat,
Isobornyl(meth)acrylat, Tetrahydrofurfuryl(meth)acrylat, 3,4-Epoxycyclohexylmethyl(meth)acrylat
und Ähnliches, halogenierte (Meth)acrylate, wie z.B. Pentabrombenzyl(meth)acrylat
und Ähnliches, sowie Acrylsäure- oder Methacrylsäureamide, wie z.B.
(Meth)acrylamid, Diaceton(meth)acrylamid, N-(2-Hydroxyethyl)(meth)acrylamid, N-Methyl(meth)acrylamid,
N-Ethyl(meth)acrylamid, N,N-Dimethyl(meth)acrylamid, N,N-Dimethylaminopropyl(meth)acrylamid,
N,N-Dimethylaminopropyl(meth)acrylamid, N,N-Dimethylaminoethyl(meth)acrylamid und
Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden
Acryloylmonomere. Man wird verstehen, dass die Vorsilbe (Meth)acryl- sowohl Acryl-
als auch Methacryl- bedeutet.
Geeignete Acryloylmonomere können weiterhin vinylfunktionalisierte
Anhydride enthalten, wie z.B. Maleinsäureanhydrid, und Epoxyacrylate, wie z.B.
die Epoxyacrylat, verkauft von Sartomer Company unter den Markennamen CN 120 AC
16 und CN 118, epoxidiertes Sojabohnenöl-Acrylat CN 111, Epoxyacrylat CN 104,
Epoxyacrylat CN 120, niedrigviskoses Epoxyacrylat CN 121, Epoxyacrylat CN 124, modifiziertes
Epoxyacrylat CN 136, modifiziertes Epoxyacrylat CN 115, modifiziertes Epoxyacrylat
CN 116, modifiziertes Epoxyacrylat CN 117, modifiziertes Epoxyacrylat CN 119, aminmodifiziertes
Epoxyacrylat CN 2100, fettsäuremodifiziertes Epoxyacrylat CN 2101, Epoxyacrylat
CN 104 B80, Epoxyacrylat CN 120 B60, Epoxyacrylat CN 120 B80, Epoxyacrylat CN 120
M50, Epoxyacrylat CN 104 A80, Epoxyacrylat CN 120 A60, Epoxyacrylat CN 120 A75,
Epoxyacrylat CN 120 C60, Epoxyacrylat CN 120 C80, Epoxyacrylat CN 120 E50, Epoxyacrylat
CN 120 D80, Epoxyacrylat mit Styrol CN 120 S80, Epoxy-Novolak-Acrylat
CN 112 C60, Epoxymethacrylat CN 151 und Ähnliches.
Geeignete Acryloylmonomere können weiterhin (Meth)acrylsäure,
Crotonsäure, Itaconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und Ähnliches
enthalten, Monoester zwischen einem Polyetherpolyol (z.B. Polyethylenglykol, Polypropylenglykol
oder Polybutylenglykol) und einer ungesättigten Carbonsäure (z.B. (Meth)acrylsäure),
Monoether zwischen einem Polyetherpolyol (z.B. Polyethylenglykol, Polypropylenglykol
oder Polybutylenglykol) und einem Hydroxylgruppen enthaltenden ungesättigten
Monomer (z.B. 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat), Addukte zwischen einer alpha,beta-ungesättigten
Carbonsäure und einer Monoepoxyverbindung (z.B. CARDURA® E10
von Shell Japan Ltd.) oder einem alpha-Olefinepoxid, Addukte zwischen Glycidyl(meth)acrylat
und einer einbasigen Säure (z.B. Essigsäure, Propionsäure, p-t-Butylbenzoesäure
oder einer Fettsäure), Monoester oder Diester zwischen einer Säureanhydridgruppe
enthaltenden ungesättigten Verbindung (z.B. Maleinsäureanhydrid oder Itaconsäureanhydrid)
und einem Glykol (z.B. Ethylenglykol, 1,6-Hexandiol oder Neopentylglykol), Hydroxyalkylvinylether,
wie z.B. Hydroxyethylvinylether und Ähliches, Chlor- und Hydroxylgruppen enthaltende
Monomere, wie z.B. 3-Chlor-2-hydroxypropyl(meth)acrylat und Ähnliches, C2-C18-Alkoxyalkylester
von (Meth)acrylsäure, wie z.B. Methoxybutyl(meth)acrylat, Ethoxybutyl(meth)acrylat
und Ähnliches, Kohlenwasserstoffring enthaltende Acrylatmonomere, wie z.B.
Phenyl(meth)acrylat, Phenylethyl(meth)acrylat, Phenylpropyl(meth)acrylat, Benzyl(meth)acrylat,
Phenoxyethyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, 2-Acryloyloxyethylhydrogenphthalat,
2-Acryloyloxypropylhyrogenphthalat, 2-Acryloyloxypropylhexahydrogenphthalat, 2-Acryloyloxypropyltetrahydrogenphthalat,
einen Ester zwischen p-t-Butylbenzoesäure und Hydroxyethyl(meth)acrylat, Dicyclopentyl(meth)acrylat
und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden
Acryloylmonomere.
Andere geeignete Acryloylmonomere beinhalten z.B. alkoxyliertes Nonylphenolacrylat,
alkoxyliertes Tetrahydrofurfurylacrylat, Allylmethacrylat, Caprolactonacrylat, 2-(2-Ethoxyethoxy)ethylacrylat,
(ethoxyliertes) 2-Hydroxyethylmethacrylat, (ethoxyliertes) 5-Hydroxyethylmethacrylat,
(ethoxyliertes) 10-Hydroxyethylmethacrylat, (ethoxyliertes) 4-Nonylphenolacrylat,
(ethoxyliertes) 4-Nonylphenolmethacrylat, Glycidylmethacrylat, Isobornylacrylat,
Isobornylmethacrylat, Isodecylacrylat, Isodecylmethacrylat, Isooctylacrylat, Laurylacrylat,
Laurylmethacrylat, Methoxypolyethylenglykolmonomethacrylat (zahlenmittleres Molekulargewicht
Mn des PEG-Teils = 350 g/mol), Methoxypolyethylenglykolmonomethacrylat
(Mn des PEG-Teils = 550 g/mol), 2-Phenoxyethylacrylat, 2-Phenoxyethylmethacrylat,
Polypropylenglykolmonomethacrylat, propoxyliertes 2-Allylmethacrylat, Stearylacrylat,
Stearylmethacrylat, Tetrahydrofurfurylacrylat, Tetrahydrofurfurylmethacrylat, Tridecylacrylat,
Tridecylmethacrylate und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest
eines der vorhergehenden Acryloylmonomere.
Geeignete Acryloylmonomere können weiterhin z.B. ungesättigte
Polyesterharze enthalten, die das Polykondensationsreaktionsprodukt von einem oder
mehreren zweiwertigen Alkoholen und einer oder mehreren ethylenisch ungesättigten
Polycarbonsäuren sind. Mit Polycarbonsäure sind Polycarbon- oder Dicarbonsäuren
oder -anhydride, Polycarbon- oder Dicarbonsäurehalogenide und Polycarbon- oder
Dicarbonsäureester gemeint. Zum Beispiel können geeignete ungesättigte
Polycarbonsäuren und die korrespondierenden Anhydride und die Säurehalogenide,
die polymerisierbare Kohlenstoff-zu-Kohlenstoff-Doppelbindungen enthalten, Maleinsäureanhydrid,
Maleinsäure und Fumarsäure einschließen. Ein kleinerer Anteil der
ungesättigten Säure, bis zu etwa 40 Mol-%, kann durch Dicarbonsäure
oder Polycarbonsäure ersetzt werden, die keine polymerisierbare Kohlenstoff-zu-Kohlenstoff-Bindung
enthält. Beispiele davon beinhalten die Säuren (und korrespondierende
Anhydride und Säurehalogenide): Orthophthalsäure, Isophthalsäure,
Terephthalsäure, Succinsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Methylsuccinsäure
und Ähnliches. Zweiwertige Alkohole, die bei der Herstellung der Polyester
geeignet sind, beinhalten z.B. 1,2-Propandiol (hier im Folgenden als Propylenglykol
bezeichnet), Dipropylenglykol, Diethylenglykol, 1,3-Butandiol, Ethylenglykol, Glycerin
und Ähnliches. Beispiele für geeignete ungesättigte Polyester sind
die Polykondensationsprodukte von (1) Propylenglykol und Malein- und/oder Fumarsäuren,
(2) 1,3-Butandiol und Malein- und/oder Fumarsäuren, (3) Kombinationen aus Ethylen-
und Propylenglykolen (ungefährt 50 Mol-% oder weniger Ethylenglykol) und Malein-
und/oder Fumarsäuren, (4) Propylenglykol, Malein- und/oder Fumarsäuren
und Dicyclopentadien, reagiert mit Wasser, und Ähnliches, sowie Mischungen,
aufweisend zumindest eines der vorhergehenden Acryloylmonomere. Zusätzlich
zu den oben beschriebenen Polyestern, können Dicyclopentadien modifizierte
ungesättigte Polyesterharze, wie z.B. solche, die in US-Patent Nr. 3 883 612
von Pratt et al. beschrieben sind, verwendet werden. Das Molekulargewicht des polymerisierbaren
ungesättigten Polyesters kann über einen beachtlichen Bereich variieren,
üblicherweise geeignete Polyester haben jedoch ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von etwa 300 AMU bis etwa 5.000 AMU und stärker bevorzugt etwa 500 AMU bis
etwa 5.000 AMU.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Acryloylmonomer
Verbindungen enthalten, die mehr als eine Acrylateinheit pro Molekül
haben. Anschauliche Beispiele beinhalten Verbindungen, die durch Kondensation einer
Acryl- oder Methacrylsäure mit einem Di-Epoxid, wie z.B. Bisphenol-A-diglycidylether,
Butandioldiglycidylether oder Neopenylenglykoldimethacrylat hergestellt wurden.
Spezifische Beispiele beinhalten 1,4-Butandioldiglycidyletherdi(meth)acrylat, Bisphenol-A-diglycidyletherdimethacrylat
und Neopentylglykoldiglycidyletherdi(meth)acrylat und Ähnliches. Ebenfalls
als Acryloylmonomere enthalten sind die Kondensate von reaktiven Acrylat- oder Methacrylatverbindungen
mit Alkoholen oder Aminen, um die resultierenden polyfunktionellen Acrylate oder
polyfunktionellen Acrylamide zu bilden. Beispiele beinhalten N,N-Bis(2-hydroxyethyl)(meth)acrylamid,
Methylenbis((meth)acrylamid), 1,6-Hexamethylenbis((meth)acrylamid), Diethylentriamintris((meth)acrylamid),
Bis(gamma-((meth)acrylamid)propoxy)ethan, Beta(meth)acrylamid, Ethylacrylat, Ethylenglykoldi(meth)acrylat,
Diethylenglykoldi(meth)acrylat, Tetraethylenglykoldi(meth)acrylat, Glycerindi(meth)acrylat,
Glycerintri(meth)acrylat, 1,3-Propylenglykoldi(meth)acrylat, Dipropylenglykoldi(meth)acrylat,
1,4-Butandioldi(meth)acrylat, 1,2,4-Butantrioltri(meth)acrylat, 1,6-Hexandioldi(meth)acrylat,
1,4-Cyclohexandioldi(meth)acrylat, 1,4-Benzoldioldi(meth)acrylat, Pentaerythrittetra(meth)acrylat,
1,5-Pentandioldi(meth)acrylat, Trimethylolpropandi(meth)acrylat, Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
1,3,5-Triacryloylhexahydro-1,3,5-triazin, 2,2-Bis(4-(2-(meth)acryloxyethoxy)phenyl)propan,
2,2-Bis(4-(2-(meth)acryloxyethoxy)-3,5-dibromphenyl)propan, 2,2-Bis((4-(meth)acryloxy)phenyl)propan,
2,2-Bis((4-(meth)acryloxy)-3,5-dibromphenyl)propan und Ähnliches, sowie Mischungen,
aufweisend zumindest eines der vorhergehenden Acryloylmonomere.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Acryloylmonomeren können
die Acryloylmonomere alkoxylierte difunktionelle Monomere enthalten, wie z.B. alkoxyliertes
Diacrylat (verkauft als CD 802 von Sartomer Co.), alkoxyliertes aliphatisches Diacrylat,
alkoxyliertes Cyclohexandimethanoldiacrylat, alkoxyliertes Cyclohexandimethanoldiacrylat,
alkoxyliertes Cyclohexandimethanoldiacrylat, alkoxyliertes Hexandioldiacrylat, alkoxyliertes
Hexandioldiacrylat, alkoxyliertes Hexandioldiacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat, 1,4-Butandioldimethacrylat,
1,3-Butylenglykoldiacrylat, 1,3-Butylenglykoldimethacrylat, Cyclohexandimethanoldiacrylat,
Cyclohexandimethanoldimethacrylat, Diethylenglykoldiacrylat, Diethylenglykoldimethacrylat,
Dipropylenglykoldiacrylat, (3-ethoxyliertes) Bisphenol-A-diacrylat (man wird verstehen,
dass die Zahl, die der Bezeichnung ethoxyliert voransteht, eine mittlere Zahl an
Ethoxygruppen in den ethoxylierten Ketten betrifft, die an jeden Sauerstoff von
Bisphenol A angeheftet sind), (4-ethoxyliertes) Bisphenol-A-diacrylat, (10-ethoxyliertes)
Bisphenol-A-diacrylat, (30-ethoxyliertes) Bisphenol-A-diacrylat, (2-ethoxyliertes)
Bisphenol-A-dimethacrylat, (4-ethoxyliertes) Bisphenol-A-dimethacrylat, (6-ethoxyliertes)
Bisphenol-A-diacrylat, (8-ethoxyliertes) Bisphenol-A-diacrylat, (10-ethoxyliertes)
Bisphenol-A-dimethacrylat, (30-ethoxyliertes) Bisphenol-A-dimethacrylat, Ethylenglykoldimethacrylat,
1,6-Hexandioldi(meth)acrylat, Neopentylglykoldi(meth)acrylat, Polyethylenglykol-(Mn
= 200-600) di(meth)acrylat, Tetraethylenglykoldi(meth)acrylat, Triethylenglykoldi(meth)acrylat,
Tripropylenglykoldi(meth)acrylat und Ähnliches, alkoxylierte trifunktionelle
Monomere, wie z.B. hoch (5,5 propoxyliertes) Glyceryltri(meth)acrylat, (3-ethoxyliertes)
Trimethylolpropantri(meth)acrylat, (6-ethoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
(15-ethoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat, (9-ethoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
(20-ethoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat, Pentaerythrittri(meth)acrylat,
(3-propoxyliertes) Glyceryltri(meth)acrylat, (3-propoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
(6-propoxyliertes) Trimethylolpropantri(meth)acrylat, festes Tris(2-hydroxyethyl)isocyanurattri(meth)acrylat,
flüssiges Tris(2-hydroxyethyl)isocyanurattri(meth)acrylat und Ähnliches,
sowie tetrafunktionelle und pentafunktionelle Monomere, wie z.B. Dipentaerythritpenta(meth)acrylat,
Di(trimethylolpropan)tetra(meth)acrylat, (4-ethoxyliertes) Pentaerythrittetra(meth)acrylat,
Dipentaerythritpenta(meth)acrylatester, Pentaerythrittetra(meth)acrylat und Ähnliches,
sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden Acryloylmonomere.
Geeignete Acryloylmonomere können weiterhin trifunktionelle Urethan(meth)acrylate
enthalten, wie z.B. die trifunktionellen Urethan(meth)acrylate, die von Sartomer
Company unter den Produktnamen CN 929, CN 945 A60, CN 945 B85, CN 959, CN 962, CN
964, CN 965, CN 968, CN 980, CN 981, CN 983, CN 984, CN 944 B85, CN 953 B70, CN
963 B80, CN 964 B85, CN 966 B85, CN 981 B88, CN 982 B88, CN 983 B88, CN 985 B88,
CN 961 H81, CN 966 H90, CN 982 P90, CN 963 A80, CN 964 A85, CN 965 A80, CN 966 A80,
CN 981 A75, CN 982 A75, CN 980 M50, CN 961 E75, CN 963 E75, CN 963 E80, CN 964 E75,
CN 982 E75, CN 963 J85, CN 966 J75, CN 966 I80, CN 966 R60 und CN 964 H90 verkauft
werden, hexafunktionelle Urethan(meth)acrylate, wie z.B. die hexafunktionelle Urethan(meth)acrylate,
die von Sartomer Company unter dem Produktnamen CN 975 verkauft werden, und Urethan(meht)acrylate,
wie z.B. die Urethan(meth)acrylate, die von Sartomer Company unter den Produktnamen
CN 972, CN 2901, CN 2902, CN 978, CN 999, CN 970 H75, CN 973 H85, CN 970 A60, CN
971 A80, CN 973 A80, CN 977 C70, CN 970 E60, CN 973 J75 und CN 1963 verkauft werden
und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden
Acryloylmonomere.
Geeignete Acryloylmonomere können weiterhin niedrigviskose Oligomere
enthalten, wie z.B. die niedrigviskosen Oligomere, die von Sartomer
Company unter den Produktnummern CN 130, CN 131, CN 135 und CN 137 verkauft werden,
Polyesteracrylat-Oligomere, wie z.B. die Polyesteracrylat-Oligomere, die von Sartomer
Company unter den Produktnamen Polyesteracrylat CN 293, CN 292 und CN 2200 und chloriertes
Polyesteracrylat CN 2201 verkauft werden, haftverbessernde Oligomere, wie z.B. die
haftverbessernden Oligomere, die von Sartomer Company unter der Produktnummer CN
704 verkauft werden, Polybutadiendimethacrylate, wie z.B. die Polybutadiendimethacrylate,
die von Sartomer Company unter den Produktnummern CN 301 und CN 303 verkauft werden,
Polybutadienurethandiacrylat CN 302 und Poflybutadiendimethacrylat CN 303, spezielle
Oligomere, wie z.B. die speziellen Oligomere, die von Sartomer Company unter dem
Markennamen SARBOX® verkauft werden, wie z.B. aromatische Säuremethacrylathalbester
in EEP-Ester-Lösungsmittel SB 401, SB 404 und SB 405, aromatischer Säuremethacrylathalbester
in PM, Alkohol/EEP-Ester-Lösungsmittel SB 402, aromatischer Säuremethacrylathalbester
in PM, Alkohol-Lösungsmittel SB 400, aromatischer Säureacrylathalbester
in SR 339 SB 520 M35, aromatischer Säureacrylathalbester in SR454 SB 520 E35,
aromatischer Säuremethacrylathalbester in SR306 SB 520 A20, aromatischer Säuremethacrylathalbester
in SR344 SB 500 K60, aromatischer Säuremethacrylathalbester in SR454 SB 500
E50 und aromatischer Säuremethacrylathalbester in SR454 SB 510 E35, Acrylate,
einschließlich niedrigviskosem Triacrylatoligomer CN 132, niedrigviskosem Triacrylatoligomer
CN 133, niedrigviskosem Monoacrylatoligomer CN 152, Urethanacrylat CN 959, Polyesteracrylat
CN 293, Urethanacrylat CN 968, Urethanacrylat CN 2901, Urethanacrylat CN 2902, Urethanacrylat
CN 999, niedrigviskosem aliphatischem Monoacrylat CN 135, niedrigviskosem aliphatischem
Monoacrylat CN 137, aminmodifiziertem Epoxyacrylat CN 2100, fettsäuremodifiziertem
Epoxyacrylat CN 2101, Polyesteracrylat CN 2200, chloriertem Polyesteracrylat CN
2201, acrylierter Acrylsäure CN 2800, Epoxyacrylat CN 120 AC16, Polybutadienurethandiacrylat
CN 302, Polybutadiendimethacrylat CN 303, (meth)acrylatfunktionellem Monomer P-Cure
300 und (meth)acrylatfunktionellem Monomer P-Cure 301, funktionellen Acrylsäureoligomeren,
wie z.B. den funktionellen Acrylsäureoligomeren, die von Sartomer Company unter
dem Markennamen SARCRYL® als SARCRYL® funktionelles
AcrylsäureSarcryl CN 816, SARCRYL® funktionelles AcrylsäureSarcryl
CN 817, SARCRYL® funktionelles AcrylsäureSarcryl CN 818, aminmodifiziertes
Polyetheracrylat CN 501, aminmodifiziertes Polyetheracrylat CN 502, aminmodifiziertes
Polyetheracrylat CN 550, aminmodifiziertes Polyetheracrylat CN 551 verkauft werden,
alkoxylierte trifunktionelle Acrylatester, wie z.B. SR 9008, verkauft von Sartomer
Co., Metalldiacrylat SR 9016 und Metalldiacrylate, wie z.B. Zinkdiacrylat, Lithiumdiacrylat,
Natriumdiacrylat, Magnesiumdiacrylat, Kalziumdiacrylat, Aluminiumdiacrylat, monofunktionellen
Säureester CD 9050, trifunktionellen Säureester CD 9051 und CD 9052, trifunktionellen
Acrylatester SR 9012 und trifunktionellen Methacrylatester SR 9009 und SR 9011 und
Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden
Acryloylmonomere.
Stark bevorzugte Acryloylmonomere beinhalten Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
1,6-Hexandioldi(meth)acrylat, Ethylenglykoldi(meth)acrylat, Propylenglykoldi(meth)acrylat,
Cyclohexandimethanoldi(meth)acrylat, Butandioldi(meth)acrylat, Diethylenglykoldi(meth)acrylat,
Triethylenglykoldi(meth)acrylat, Isobornyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat,
Butyl(meth)acrylat, Methyl(meth)acrylat, Dibutylfumarat, Dibutylmaleat, Glycidyl(meth)acrylat,
Ethyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat, Hexyl(meth)acrylat, Lauryl(meth)acrylat,
Stearyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Octyl(meth)acrylat und Ähnliches,
sowie Mischungen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden Acryloylmonomere.
In einer Ausführungsform weist das Acryloylmonomer ein Acryloylmonomer
auf, das ein zahlenmittleres Molekulargewicht von weniger als etwa 1.000 AMU hat
und ein Acryloylmonomer mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von mehr als
etwa 2.500 AMU, stärker bevorzugt weist das Acryloylmonomer ein Acryloylmonomer
mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von weniger als etwa 500 AMU auf und
ein Acryloylmonomer mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von mehr als etwa
3.000 AMU.
Die Zusammensetzung kann das Acryloylmonomer in einer Menge von etwa
15 bis etwa 69 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge des funktionalisierten
Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren und des Acryloylmonomeren enthalten.
Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Menge an Acryloylmonomer
von zumindest etwa 5 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt zumindest etwa 15 Gewichtsteilen
zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine
Menge an Acryloylmonomer von bis zu etwa 60 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt
bis zu etwa 40 Gewichsteilen, noch stärker bevorzugt bis zu etwa 30 Gewichtsteilen
zu verwenden.
Die Zusammensetzung weist weiterhin ein elektrisch leitfähiges
Mittel auf, hier im Folgenden als leitfähiges Mittel bezeichnet. Geeignete
leitfähige Mittel beinhalten Graphit, leitfähigen Ruß, leitfähige
Kohlefasern, Metallfasern, Metallteilchen, Teilchen von intrinsisch leitfähigen
Polymeren und Ähnliches. Geeignete leitfähige Kohlefasern beinhalten solche,
die eine Länge von etwa 0,25 Inch und einen Durchmesser von etwa 7 Mikrometern
haben. Geeignete leitfähige Kohlefasern beinhalten auch Agglomerate von Fasern
mit einem Langenverhältnis von zumindest 5 und einem mittleren
Durchmesser von etwa 3,5 bis etwa 500 Nanometern, wie zum Beispiel in US-Patent
Nrn. 4 565 684 und 5 024 818 von Tibbetts et al., 4 572 813 von Arakawa, 4 663 230
und 5 165 909 von Tennent, 4 816 289 von Komatsu et al., 4 876 078 von Arakawa et
al., 5 589 152 von Tennent et al., und 5 591 382 von Nahass et al. beschrieben.
Geeignete Graphitteilchen können eine mittlere Teilchengröße von
etwa 20 bis etwa 1.000 Nanometern und einen Oberflächenbereich von etwa 1 bis
etwa 100 m2/g haben. Beispiele für geeignete Ruße beinhalten
Teilchen aus Kohlenstoff mit einem mittleren primären Teilchendurchmesser von
weniger als etwa 125 Nanometern, stärker bevorzugt weniger als etwa 60 Nanometern.
Der Ruß wird vorzugsweise als ein Aggregat oder Agglomerat aus Primärteilchen
verwendet, wobei das Aggregat oder Agglomerat typischerweise eine Größe
von etwa 5 bis etwa 10 Mal derjenigen der primären Teilchengröße
hat. Größere Agglomerate, Kügelchen oder Pellets von Kohlenstoffteilchen
können ebenfalls als ein Ausgangsmaterial für die Herstellung der Zusammensetzung
verwendet werden, solange sie während der Herstellung oder Verarbeitung der
Zusammensetzung ausreichend dispergieren, um eine mittlere Größe in der
gehärteten Zusammensetzung von weniger als etwa 10 Mikron, stärker bevorzugt
weniger als etwa 5 Mikron und noch stärker bevorzugt weniger als etwa 1,25
Mikron erreichen. Geeignete intrinsisch leitfähige Polymere beinhalten Polyanilin,
Polypyrrole, Polyphenylen, Polyacetylene und Ähnliches.
Die Menge an leitfähigem Mittel wird gemäß der Identität
des leitfähigen Mittels und den Leitfähigkeitserfordernissen des Gegenstandes,
der die Zusammensetzung aufweist, variieren. Die Auswahl einer Menge eines leitfähigen
Mittels kann durch den Fachmann vorgenommen werden. Zum Beispiel kann, wenn das
leitfähige Mittel Graphit ist und die Zusammensetzung verwendet wird, um eine
bipolare Platte für eine Brennstoffzelle zu bilden, das leitfähige Mittel
in einer Menge von etwa 5 Gew.-% bis etwa 95 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorhanden sein. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt
sein, eine Graphitmenge von zumindest etwa 10 Gew.-%, stärker bevorzugt zumindest
etwa 20 Gew.-%, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 30 Gew.-% zu verwenden.
Ebenfalls innerhalb dieses Bereichs kann es bevorzugt sein, eine Graphitmenge von
bis zu etwa 90 Gew.-%, stärker bevorzugt bis zu etwa 80 Gew.-%, noch stärker
bevorzugt bis zu etwa 70 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung
zu verwenden. Als ein weiteres Beispiel können, wenn die Zusammensetzung verwendet
wird, um eine bipolare Platte zu bilden und das leitfähige Mittel leitfähige
Kohlenstofffasern mit einem Längenverhältnis von zumindest 5 und einem
mittleren Durchmesser von etwa 3,5 bis etwa 500 Nanometern sind, die Kohlenstofffasern
in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorhanden sein. Innerhalb dieses Bereiches kann eine Kohlenfasermenge
von zumindest etwa 1 Gew.-% bevorzugt sein. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches
kann eine Kohlenfasermenge von bis zu etwa 5 Gew.-% bevorzugt sein.
Es wird ausdrücklich in Erwägung gezogen, zumindest einen
Teil des leitfähigen Mittels in der Form der gehärteten, gemahlenen Zusammensetzung
zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel kann ein Gegenstand, bestehend aus der
gehärteten Zusammensetzung, mit 80 Gew.-% Graphit recycliert werden, indem
er zu einem Pulver zermahlen und das Pulver verwendet wird, um zumindest einen Teil
des Graphits bei der Herstellung eines neuen Batches der härtbaren Zusasmmensetzung
zur Verfügung zu stellen.
Die Zusammensetzung kann wahlweise weiterhin ein mehrwertiges Metallion
aufweisen. Geeignete mehrwertige Metallionen beinhalten solche in den Gruppen IIA,
IIIA und IB-VIIIB des Periodensystems. Bevorzugte mehrwertige Ionen beinhalten Ionen
aus Magnesium, Kalzium, Zink und Aluminium. Die mehrwertigen Metallionen können
z.B. als Salze von Gegenionen vorhanden sein, einschließlich Halogeniden, Hydroxiden,
Oxiden und Ähnlichem. Wenn vorhanden, kann das mehrwertige Metallion in einer
Menge von etwa 0,1 bis etwa 5 Gewichtsteilen pro 100 Gesamtteile des funktionalisierten
Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren und des Acryloylmonomeren verwendet
werden.
Die Zusammensetzung kann wahlweise weiterhin einen Härtungskatalysator
aufweisen, um die Härtungsgeschwindigkeit der ungesättigten Komponenten
zu erhöhen. Härtungskatalysatoren, auch als Initiatoren bezeichnet, sind
im Stand der Technik wohl bekannt und werden verwendet, um die Polymerisation, Härtung
oder Vernetzung von jedem aus einer Vielzahl von Kunststoffen und Duroplasten, einschließlich
ungesättigtem Polyester, Vinylester und Allylduroplasten, zu initiieren. Nicht
einschränkende Beispiele für Härtungskatalysatoren sind solche, die
in „Plastic Additives Handbook, 4th Edition" R. Gachter und H.
Muller (Hrsg.), P. P. Klemchuck (Mithrsg.) Hansen Publishers, New York 1993, und
in US-Patent-Nrn. 5 407 972 von Smith et al. und 5 218 030 von Katayose et al. beschrieben
sind. Der Härtungskatalysator für den ungesättigten Teil des Duroplasten
kann jede Verbindung enthalten, die dazu fähig ist, bei erhöhten Temperaturen
Radikale zu erzeugen. Solche Härtungskatalysatoren können Radikalinitiatoren
sowohl auf Peroxid- als auch Nichtperoxid-Basis beinhalten. Beispiele für geeignete
Peroxid-Initiatoren beinhalten z.B. Benzoylperoxid, Dicumylperoxid, Methylethylketonperoxid,
Laurylperoxid, Cyclohexanonperoxid, t-Butylhydroperoxid, t-Butylbenzolhydroperoxid,
t-Butylperoctoat, 2,5-Dimethylhexan-2,5-dihydroperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)-hex-3-in,
Di-t-butylperoxid, t-Butylcumylperoxid, alpha,alpha'-Bis(t-butylperoxy-m-isopropyl)benzol,
2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexan, Dicumylperoxid, Di-t-butylperoxyisophthalat,
t-Butylperoxybenzoat, 2,2-Bis(t-butylperoxy)butan, 2,2-Bis(t-butylperoxy)octan,
2,5-Dimethyl-2,5-di(benzoylperoxy)hexan, Di(trimethylsilyl)peroxid, Trimethylsilylphenyltriphenylsilylperoxid
und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest einen der vorhergehenden
Katalysatoren. Typische Nichtperoxid-Initiatoren beinhalten zum Beispiel 2,3-Dimethyl-2,3-diphenylbutan,
2,3-Trimethylsilyloxy-2,3-diphenylbutan und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend
zumindest einen der vorhergehenden Härtungskatalysatoren. Der Härtungskatalysator
für den ungesättigten Teil des Duroplasten kann weiterhin jede Verbindung
enthalten, die dazu fähig ist, anionische Polymerisation von ungesättigten
Komponenten zu initiieren. Solche anionischen Polymerisationskatalysatoren beinhalten
zum Beispiel Alkalimetallamide, wie zum Beispiel Natriumamid (NaNH2)
und Lithiumdiethylamid (LiN(C2H5)2), Alkalimetall-
und Ammoniumsalze von C1-C10-Alkoxiden, Alkalimetall- und
Ammoniumhydroxide, Alkalimetallcyanide, organometallische Verbindungen, wie zum
Beispiel die Alkyllithiumverbindung n-Butyllithium und das Grignard-Reagenz Phenylmagnesiumbromid
und Ähnliches, sowie Kombinationen, aufweisend zumindest einen der vorhergehenden
anionischen Polymerisationskatalysatoren.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Härtungskatalysator
t-Butylperoxybenzoat oder Methylethylketonperoxid aufweisen. Der Härtungskatalysator
kann Härtung bei einer Temperatur von etwa 0°C bis etwa 200°C vorantreiben.
Wenn vorhanden, kann der Härtungskatalysator in einer Menge von
etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsteilen pro 100 Gesamtteile des funktionalisierten Polyarylenethers,
des alkylaromatischen Monomeren und des Acryloylmonomeren verwendet werden. Innerhalb
dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Menge an Härtungskatalysator
von zumindest etwa 0,5 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt zumindest etwa 1 Gewichtsteil,
zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine
Menge an Härtungskatalysator von bis zu etwa 5 Gewichtsteilen, stärker
bevorzugt bis zu etwa 3 Gewichtsteilen zu verwenden.
Die Zusammensetzung kann wahlweise weiterhin einen Härtungsbeschleuniger
aufweisen, um die Gelzeit zu verringern. Geeignete Härtungsbeschleuniger beinhalten
Übergangsmetallsalze und -komplexe, wie z.B. Kobaltnaphthanat, und organische
Basen, wie z.B. N,N-Dimethylanilin (DMA) und N,N-Diethylanilin (DEA). Vorzugsweise
werden Kobaltnaphthanat und DMA in Kombination verwendet. Wenn vorhanden, kann der
Beschleuniger in einer Menge von etwa 0,05 bis etwa 3 Teilen pro 100 Gesamtteile
des funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren und des
Acryloylmonomeren verwendet werden.
Wenn die Zusammensetzung unter Verwendung von Ultraviolettlicht gehärtet
wird, kann sie weiterhin einen Photoinitiator aufweisen, so wie zum Beispiel die
Photoinitiatoren, die in US-Patent Nr. 5 407 972 beschrieben sind, einschließlich
zum Beispiel Ethylbenzoinether, Isopropylbenzoinether, Butylbenzoinether, Isobutylbenzoinether,
alpha,alpha-Diethoxyacetophenon, alpha,alpha-Dimethoxy-alpha-phenylacetophenon,
Diethoxyphenylacetophenon, 4,4'-Dicarboethoxybenzoinethylether, Benzoinphenylether,
alpha-Methylbenzoinethylether, alpha-Methylolbenzoinmethylether, Trichloracetophenon
und Ähnliches, sowie Mischungen, aufweisend zumindest einen der vorhergehenden
Photoinitiatoren.
Die Zusammensetzung kann weiterhin Additive aufweisen, die im Stand
der Technik bekannt sind, einschließlich zum Beispiel Flammhemmer, Gleitmittel,
einschließlich interne und externe Entformungsmittel, Antioxidantien, thermische
Stabilisatoren, Ultraviolettstabilisatoren, Pigmente, Farbstoffe und Färbemittel,
Antistatikmittel, Füller, einschließlich faserige Füller und polymere
Füller, Glasmittel, Rheologiemodifizierer und Ähnliches.
Flammhemmer beinhalten zum Beispiel bromierte flammhemmende Verbindungen.
Bevorzugte bromierte flammhemmende Verbindungen beinhalten zum Beispiel bromierte
Diphenylether, die in ihren Bromierungsgehalten von 2-10 Brom pro Molekül variieren,
so wie zum Beispiel Tetrabromdiphenyloxid, Pentabromdiphenyloxid, Octabromdiphenyloxid
und Decabromdiphenyloxid. Andere bromierte Derivate beinhalten Tetradecabromdiphenoxybenzol,
Tetrabromcyclooctan, 2,4,6-Tribromnphenylmaleimid, Phenyl-1,2,3,4-tetrabromphthalimid,
2,4,6-Tribromphenyl-1,2,3,4-tetrabromphthalimid, 1,4-Phenylen-bis(1,2,3,4-tetrabromphthalimid),
1,3-Phenylen-bis(1,2,3,4-tetrabromphthalimid), Hexabromcyclododecan, 4-Bromphenyl-(1,2,3,4-tetrabromtetrabromphthalimid),
Pentabrombenzylacrylat, 1,6-Bis(1,2,3,4-tetrabromphthalimido)hexan, 1,2-Bis(1,2,3,4-tetrabromphthalimido)ethan,
Dibromethyldibromcyclohexan, Hexabromcyclododecan, Tetrabrombisphenol A, Bis(2,3-dibrompropylether),
Tetrabromphthalsäureanhydrid, Diels-Alder-Addukte von chlorierten Cyclopentadienen
und Dienderivaten, wie zum Beispiel Cyclooctadien, Dechloran, 1,3,5-Tris(2,4,6-tribromphenoxy)triazin,
polybromierte Diphenylether, Poly(2,6-dibromphenylenether), bromierte Styrolmonomere,
wie zum Beispiel Dibromstyrol, bromiertes Polycarbonat, Bis(tribromphenoxy)ethan,
perbromiertes Dibenzyl, Dibromethylcyclohexan, Decabromdiphenyloxid,
bromiertes Polystyrol, bromiertes Cyclododecan, bromierten Bisphenol A-diglycidylether
und Oligomere davon, bromierten Hydroxyethylether. Bevorzugte phosphorenthaltende
Flammhemmer beinhalten zum Beispiel C6-C100 aromatische, C6-C100
aliphatische oder C6-C100 gemischt aromatisch-aliphatische
Phosphatester, so wie zum Beispiel Triphenylphosphat, Trikresylphosphat, Triethylphosphat,
Dimethylmethylphosphonat und Aluminium- und Zinksalze davon, Tris(2-allylphenyl)phosphat,
Isopropylphenyldiphenylphosphat, Tris(2-methoxy-4-allylphenyl)phosphat, Tris(2-propenylphenyl)phosphat,
Tris(4-vinylphenyl)phosphat, Bis(diphenylphosphatester) von Bisphenolen, einschließlich
Bisphenol A und Resorcin und Hydrochinon, Bis(diphenylphosphoramid)e von Diaminen,
wie zum Beispiel 1,6-Hexandiamin und Piperidin und alkylierte oder substituierte
Derivate davon. Andere geeignete Flammhemmer beinhalten Melamin, Cyclophosphazene,
wie zum Beispiel Hexaamino- und Hexaphenylcyclophosphazene und Derivate davon, Aluminiumtrihydrat,
Zinkborat, Borax, Zinnoxid, Zinkhydroxystannat, Zinkstannat, Magnesiumhydroxid und
Hydromagnesit, Huntit, Molybdäntrioxid, Zinkmolybdat, Kalziummolybdat, Ammoniummolybdat,
Eisen(II)-oxide, Ferrocen, Trischlorethylphosphat, Dialkylvinylphosphonate, wie
zum Beispiel Diethylvinylphosphonat, Ammoniumpolyphosphat, Melaminphosphonate, Harnstoff,
roter Phosphor, phosphorylierter Polyvinylalkohol und Ähnliches. Wenn bromierte
Flammhemmer verwendet werden, ist es bevorzugt, dass der Bromgehalt des bromierten
Flammhemmers größer als 45 Gew.-% ist, stärker bevorzugt größer
als 60 Gew.-%, noch stärker bevorzugt größer als 70 Gew.-%. Der hohe
Bromgehalt des Flammhemmers ermöglicht einem, eine UL-94-Entflammbarkeit zu
erreichen und gleichzeitig den hohen Polyarylenethergehalt und optimale dielektrische
Eigenschaften aufrecht zu erhalten.
Gleitmittel können Fettalkohole und ihre Dicarbonsäureester
beinhalten, einschließlich Cetyl-, Stearyl- und Tallölalkohol, Distearyladipat,
Distearylphthalat, Fettsäurester von Glycerin und anderen kurzkettigen Alkoholen,
einschließlich Glycerinmonooleat, Glycerinmonostearat, Glycerin-12-hydroxystearat,
Glycerintristearat, Trimethylolpropantristearat, Pentaerythrittetrastearat, Butylstearat,
Isobutylstearat, Stearinsäuren, 12-Hydroxystearinsäure, Oleinsäureamid,
Erucamid, Bis(stearoyl)ethylendiamin, Kalziumstearat, Zinkstearat, neutrales Bleistearat,
dibasiges Bleistearat, Stearinsäurekomplexester, Oleinsäurekomplexester,
Kalziumseife enthaltende Komplexester, Fettalkoholfettsäureester, einschließlich
Isotridecylstearat, Cetylpalmitat, Stearylstearat, Behenylbehenat, Montansäure,
Montansäureethylenglykolestern, Montansäureglycerinestern, Montansäurepentaerythritestern,
Kalziumseife enthaltenden Montansäureestern, Kalziummontanat, Natriummontanat,
lineares oder verzweigtes Polyethylen, teilweise verseiftes Polyethylenwachs, Ethylen-Vinylacetat-Copolymer,
kristallines Polyethylenwachs, natürliches oder synthetisches Paraffin, einschließlich
vollständig raffiniertes Wachs, gehärtetes Paraffinwachs, synthetisches
Paraffinwachs, Mikrowachs und flüssiges Paraffin, Fluorpolymere, einschließlich
Polytetrafluorethylenwachs, und Copolymere mit Vinylidenfluorid.
Die Zusammensetzung kann weiterhin einen oder mehrere Füller
aufweisen, einschließlich Füller mit geringem Seitenverhältnis, faserige
Füller und polymere Füller. Beispiele für solche Füller, die
im Stand der Technik wohl bekannt sind, beinhalten solche, die „Plastic Additives
Handbook, 4th Edition" R. Gachter und H. Muller (Hrsg.), P. P. Klemchuck
(Mithrsg.) Hansen Publishers, New York 1993, beschrieben sind. Nicht einschränkende
Beispiele für Füller beinhalten Siliziumoxidpulver, wie zum Beispiel Quarzglas
und kristallines Siliziumoxid, Bornitridpulver und Borsilikatpulver, um gehärtete
Produkte mit niedriger Dielektrizitätskonstante und niedrigem Dielektrizitätsverlusttangens
zu erhalten, die oben erwähnten Pulver, sowie Aluminiumoxid und Magnesiumoxid
(oder Magnesia) für Hochtemperaturleitfähigkeit und Füller, wie zum
Beispiel Wollastonit, einschließlich oberflächenbehandeltem Wollastonit,
Kalziumsulfat (als sein Anhydrid, Dihydrat oder Trihydrat), Kalziumcarbonat, einschließlich
Kreide, Kalkstein, Marmor und synthetische gefällte Kalziumcarbonate, allgemein
in der Form von feinteilig gemahlenem, welches oftmals 98+% CaCO3 aufweist,
wobei der Rest andere Anorganika sind, wie zum Beispiel Magnesiumcarbonat, Eisenoxid
und Aluminiumsilikate, oberflächenbehandelte Kalziumcarbonate, Talk, einschließlich
faserförmigen, modularem, nadelförmigem und lamellarem Talk, Glaskugeln,
sowohl hohl als auch fest, sowie oberflächenbehandelte Glaskugeln, typischerweise
mit Kopplungsmitteln, wie zum Beispiel Silankopplungsmitteln und/oder enthaltend
eine leitfähige Beschichtung, sowie Kaolin, einschließlich hartem, weichem,
kalziniertem Kaolin und Kaolin, aufweisend verschiedene Beschichtungen, die im Stand
der Technik dafür bekannt sind, um die Dispersion in und die Kompatibilität
mit dem duroplastischen Harz zu vereinfachen, Glimmer, einschließlich metallisiertem
Glimmer und Glimmer, der mit Aminosilan- oder Acryloylsilan-Beschichtungen oberflächenbehandelt
ist, um den kompoundierten Elends gute physikalische Eigenschaften zu verleihen,
Feldspat und Nephelinsyenit, Silikatkugeln, Flugstaub, Cenosphären, Fillit,
Aluminiumsilikat (Armosphären), einschließlich silanisiertem und metallisiertem
Aluminiumsilikat, natürlichem Siliziumoxidsand, Quarz, Quarzit, Perlit, Tripoli,
Kieselgur, synthetischem Siliziumoxid, einschließlich solchem mit verschiedenen
Silanbeschichtungen und Ähnliches.
Die oben genannten Füller können in metallisierten oder
silanbeschichteten Formen verwendet werden, um die Kompatibilität und die Haftung
mit dem duroplastischen Elend zu verbessern.
Andere Mineralfüller beinhalten Siliziumcarbid, um die abrasive
Wirkung der Polymere zu erhöhen, Molybdensulfid, um die Schmierfähigkeit
zu verbessern, Zinksulfid, um eine weiße Färbung zu verleihen, Aluminiumsilikat
(Mullit), synthetisches Kalziumsilikat und Zirkonsilikat, um Gleiteigenschaften
zu verbessern, Bariumtitanat, um dielektrische Eigenschaften zu erhöhen, Bariumferrit,
um magnetisierte Polymere herzustellen und Bariumsulfat und Schwerspat.
Andere Füller beinhalten Metall und Metalloxide, einschließlich
feinteiligem oder faserigem Aluminium, Bronze, Zink, Kupfer und Nickel, um zum Beispiel
thermische, elektrische Leitfähigkeit oder Beständigkeit gegen Neutronen-
oder Gammastrahlen zu verbessern. Aluminiumhydroxid kann eingebracht werden, um
die Entflammbarkeit eines Polymerharzes zu verbessern.
Andere Füller beinhalten flockige Füller und Verstärkungen,
wie zum Beispiel Glasflocken, flockiges Siliziumcarbid, Aluminiumdiborid, Aluminiumflocken
und Stahlflocken.
Faserige Füller beinhalten kurze anorganische Fasern, einschließlich
bearbeiteten Mineralfasern, wie zum Beispiel solchen, die aus Elends erhalten werden,
aufweisend zumindest eines aus Aluminiumsilikaten, Aluminiumoxiden, Magnesiumoxiden
und Kalziumsulfat-Hemihydrat.
Andere faserige Füller beinhalten natürliche Füller
und Verstärkungen, wie zum Beispiel Holzmehl, erhalten durch Pulverisieren
von Holz, und faserige Produkte, wie zum Beispiel Zellulose, Baumwolle, Sisal, Jute,
Stärke, Korkmehl, Lignin, gemahlene Nussschalen, Mais, Reiskornhülsen.
Andere faserige Füller beinhalten synthetische verstärkende
Fasern, einschließlich Polyester, wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat,
Polyvinylalkohol und hochfeste Fasern mit hoher thermischer Stabilität, einschließlich
Basaltfasern, Kohlenstofffasern, aromatischen Polyamidfasern, Polybenzimidazol,
Polyimidfasern, wie zum Beispiel Polyimid 2080 und PBZ-Faser (beides Produkte von
Dow Chemical Company, Midland, Michigan USA) und Polyphenylensulfidfasern, Polyetheretherketonfasern,
Borfasern, keramische Fasern, wie zum Beispiel Siliziumcarbid, und Fasern aus gemischten
Oxiden von Aluminium, Bor und Silizium, verkauft unter dem Markennamen NEXTEL®
von 3M Co., St. Paul, MN, USA.
Ebenfalls eingeschlossen unter faserigen Füllern sind Einkristallfasern
oder „Whiskers", einschließlich Siliziumcarbid, Aluminiumoxid, Borcarbid,
Kohlenstoff, Eisen, Nickel, Kupfer.
Ebenfalls eingeschlossen unter faserigen Füllern sind Glasfasern,
einschließlich textilen Glasfasern, wie zum Beispiel E-, A-, C-, ECR-, R-,
S-, D- und NE-Gläsern und Quarz.
Wenn vorhanden können die Füller, einschließlich faserigen
Füllern, in einer Menge von etwa 0,005 bis etwa 1.000 Teilen, vorzugsweise
etwa 1 bis etwa 500 Teilen, stärker bevorzugt etwa 10 bis etwa 250 Teilen,
noch stärker bevorzugt etwa 50 bis etwa 200 Teilen pro 100 Gesamtteile des
funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren und des Acryloylmonomeren
verwendet werden.
Diese zuvor genannten Füller können zu dem thermisch härtenden
Harz ohne jegliche Behandlung oder nach Oberflächenbehandlung, allgemein mit
einem Haftverbesserer, zugegeben werden.
Die Formulierung kann auch Haftverbesserer enthalten, um die Haftung
des thermisch härtenden Harzes auf den Füller oder auf eine externe Beschichtung
oder Substrat zu verbessern. Ebenfalls möglich ist Behandlung der zuvor genannten
anorganischen Füller mit Haftverbesserer, um die Haftung zu verbessern. Haftverbesserer
beinhalten Chromkomplexe, Silane, Titanate, Zirkoaluminate, Propylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
reaktive Zelluloseester und Ähnliches. Chromkomplexe beinhalten solche, die
von DuPont unter dem Markennamen VOLAN® verkauft werden. Silane
beinhalten Moleküle, welche die allgemeine Struktur (RO)(4-n)SiYn
haben, wobei n = 1-3, R eine Alkyl- oder Arylgruppe ist und Y eine reaktive funktionelle
Gruppe ist, welche die Bildung einer Bindung mit einem Polymermolekül ermöglichen
kann. Besonders geeignete Beispiele für Kopplungsmittel sind solche, welche
die Struktur (RO)3SiY haben. Typische Beispiele beinhalten Vinyltriethoxysilan,
Vinyltris(2-methoxy)silan, g-Methacryloxypropyltrimethoxysilan, g-Aminopropyltriethoxysilan,
g-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, g-Mercaptopropyltrimethoxysilan. Titanate beinhalten
solche, die von S. J. Monte et al. in Ann. Chem. Tech Conf. SPI (1980), Ann. Tech
Conf. Reinforced Plastics and Composite inst. SPI 1979, Section 16E, New Orleans,
und S. J. Monte, Mod. Plastics Int. 14 (1984) 6 S. 2 entwickelt wurden. Zirkoaluminate
beinhalten solche, die von L. B. Cohen in Plastics Engineering 39 (1983) 11, S.
29 beschrieben wurden. Die Haftverbesserer können in dem thermisch härtenden
Harz selbst enthalten sein oder auf irgendeinen der oben beschriebenen Füller
beschichtet werden, um die Haftung zwischen dem Füller und dem thermisch
härtenden Harz zu verbessern. Zum Beispiel können solche Verbesserer verwendet
werden, um eine Silikatfaser oder Füller zu beschichten, um Haftung der Harzmatrix
zu verbessern.
Polymere Füller, einschließlich Thermoplasten, Kautschuken,
Elastomeren und Ähnlichem, können ebenfalls verwendet werden. Beispiele
für Thermoplaste beinhalten pulverige technische Harze, wie zum Beispiel Polycarbonat,
thermoplastischen Polyester, Polyestercarbonat, Polyphenylenether, Polysulfon, Polyethersulfon,
Polystyrol, einschließlich syndiotaktisches Polystyrol, Polyethersulfid und
Polyacrylat, pulverige Polyolefine, wie zum Beispiel Polyethylen, Polypropylen und
Poly-4-methylpenten-1, Fluorkunststoffe, wie zum Beispiel Polytetrafluorethylen,
Tetrafluorethylen-Propylen-Copolymer, chloriertes Polyethylen, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere,
Polyacrylate, wie zum Beispiel Polybutylacrylat, Poly(2-hexylacrylat), Kern-Schale-Schlagmodifizierer,
wie zum Beispiel Polymethylmethacrylat-Polybutylacrylat, Poly(acrylnitril-butadien-styrol),
Poly(styrol-acrylnitril)-Copolymere, Poly(methacrylat-butadien-styrol)-Terpolymere,
Polyphenylenether, Ethylen-Propylen-Kautschuke, einschließlich dienmodifizierten
Ethylen-Propylen-Kautschuken und Butadien/Styrol-Blockcopolymeren. Polymere Füller
können auch organische Füller enthalten, wie zum Beispiel Kautschuke,
einschließlich Acrylat-Butadien-Kautschuk, Copolymere aus Ethylacrylat (oder
anderen Acrylaten) und einer kleinen Menge eines Monomeren, welches die Vulkanisierung
vereinfacht (Acrylkautschuk), Terpolymer aus Tetrafluorethylen, Trifluornitrosomethan
und Nitrosoperfluorbuttersäure (Nitrosokautschuk), Ethylacrylat-Acrylnitril-Copolymer
(Acrylatkautschuk), Alkylensulfidkautschuk, Urethankautschuk, basierend auf Polyester,
Butadienkautschuk (Polybutadien), Brombutylkautschuk, Chlorbutylkautschuk, Polychlortrifluorethylen
(Fluorkautschuk), Chlorpolyethylen, Epichlorhydrin-Homopolymerkautschuk (Polychlormethyloxiran),
Chloroprenkautschuk (Polychloropren), Chlorsulfonylpolyethylen, Ethylen-Ethylacrylat-Copolymer
(z.B. solche, die von DuPont unter dem Markennamen VAMAC® verkauft
werden), Copolymer aus Ethylenoxid (Oxiran) und Chlormethyloxiran (Epichlorhydrinkautschuk),
epoxidierten natürlichen Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer, Ethylen-Propylen-Copolymer,
Urethankautschuk, basierend auf Polyether, Epichlorhydrin-Ethylenoxid-Terpolymer,
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, Methylsilikonkautschuk mit Fluorgruppen, Kautschuk
mit Fluor- oder Fluoralkyl- oder Fluoralkoxy-Substituentengruppen auf der Polymerkette,
Copolymer aus Propylenoxid und Allylglycidylether, hydrierten Nitrilkautschuk, Isobutylen-Isopren-Kautschuk
(Butylkautschuk), Polyisobuten, synthetischen Isoprenkautschuk, flüssigen Silikonkautschuk,
Methylsilikonkautschuk und Acrylnitril-Butadien-Kautschuk. Polymere Füller
beinhalten weiterhin funktionalisiertes Polybutadien und Polybutadien-Acrylnitril-Kautschuke,
einschließlich solchen, die unter dem Markennamen HYCAR® von
B. F. Goodrich Company verkauft werden, einschließlich carboxyfunktionalisierten
Polybutadienkautschuken, wie z.B. HYCAR® 2000X162CTB (Carboxyläquivalente
= 0,045, Mn = 4.200, Carboxyläquivalente pro Kette 1,9), HYCAR®
CS 8596 (Carboxyläquivalente = 0,032, Mn = 6250, Carboxyläquivalente/Kette
= ungefähr 2) und carboxyterminierte Poly(butadien-co-acrylnitril)kautschuke,
wie z.B. HYCAR® 1300X31CTBN (Acrylnitrilgehalt = 10%, Carboxyläquivalente
= 0,050, Mn = 3.800, Carboxyläquivalente/Kette = 1,9), HYCAR®
1300X8CTBN (Acrylnitrilgehalt = 18%, Carboxyläquivalente = 0,052, Mn = 3.550,
Carboxyläquivalente/Kette = 1,8), HYCAR® 1300X13CTBN (Acrylnitrilgehalt
= 26%, Carboxyläquivalente = 0,057, Mn = 3.150, Carboxyläquivalente/Kette
= 1,8), HYCAR® 1300X9CTBNX (Acrylnitrilgehalt = 18, Carboxyläquivalente
= 0,067, Mn = 3.600, Carboxyläquivalente/Kette = 2,4), HYCAR®
1300X18CTBNX (Acrylnitrilgehalt = 21,5, Carboxyläquivalente = 0,070, Mn = 3.400,
Carboxyläquivalente/Kette = 2,4), vinyl- und carboxyfunktionalisierte Poly(butadien-acrylnitril)kautschuke,
einschließlich HYCAR® 1300X33VTBNX (Acrylnitrilgehalt = 18%,
Carboxyläquivalente pro 100 Kautschuk = 0,009 Maximum), HYCAR®
1300X43VTBNX (Acrylnitrilgehalt = 21,5%, Carboxyläquivalente pro 100 Kautschuk
= 0,009 Maximum), epoxyterminierten Poly(butadien-acrylnitril)kautschuk HYCAR®
1300X40ETBN (Carboxyläquivalente pro Kette = 0,027 Maximum, 50%ige Lösung
in Styrol), aminterminierte Poly(butadien-acrylnitril)kautschuke, wie z.B. HYCAR®
1300X21ATBN (Acrylnitrilgehalt = 10%), 1300X16ATBN (Acrylnitrilgehalt = 18%), HYCAR®
1300X45ATBN (Acrylnitrilgehalt = 18%), 1300X35ATBN (Acrylnitrilgehalt = 26%), HYCAR®
1300X42ATBN (Acrylnitrilgehalt = 18%). Ebenfalls eingeschlossen sind die funktionalisierten
Polybutadiene und statistischen Poly(butadien-styrol)copolymere, die von Ricon Resins
Inc. unter den Markennamen RICON®-, RICACRYL®- und
RICOBOND®-Harze verkauft werden. Diese beinhalten Butadiene, die
einen geringen Vinylgehalt enthalten, wie z.B. RICON® 130, 131,
134, 142, Polybutadiene, die einen hohen Vinylgehalt enthalten, wie z.B. RICON®
150, 152, 153, 154, 156, 157 und P30D, ebenso statistische Copolymere aus Styrol
und Butadien, einschließlich RICON® 100, 181, 184 und maleinsäureanhydridgepfropfte
Polybutadiene und die Alkoholkondensate, die daraus erhalten werden, wie z.B. RICON®
130MA8, RICON® MA13, RICON® 130MA20, RICON®
131MAS, RICON® 131MA10, RICON® MA17, RICON®
MA20, RICON® 184MA6 und RICON® 156MA17. Ebenfalls
eingeschlossen sind Polybutadiene, die verwendet werden können, um die Haftung
zu verbessern, einschließlich RICOBOND® 1031, RICOBOND®
1731, RICOBOND® 2031, RICACRYL® 3500, RICOBOND®
1756, RICACRYL® 3500. Ebenfalls eingeschlossen sind die Polybutadiene
RICON® 104 (25% Polybutadien in Heptan), RICON®
257 (35% Polybutadien in Styrol) und RICON® 257 (35% Polybutadien
in Styrol). Ebenfalls eingeschlossen sind (meth)acrylsäurefunktionalisiertes
RICACRYL® 3100, RICACRYL® 3500 und RICACRYL®
3801. Ebenfalls eingeschlossen sind Pulverdispersionen von funktionellen Polybutadienderivaten,
einschließlich z.B. RICON® 150D, 152D, 153D, 154D, P30D, RICOBOND®
1731HS und RICOBOND® 1756HS. Polymere Füller beinhalten weiterhin
Acrylnitril-Chloropren-Kautschuk, Acrylnitril-Isopren-Kautschuk, Isoprenkautschuk,
Polyglykolether, Vinylpyridin-Butadien-Kautschuk, Polyethylen und Methylsilikonkautschuk
mit Phenylgruppen. Polymere Füller können auch Polyfluoralkoxyphosphazen,
Polynorbornen, Propylenoxidkautschuk, Polypropylen, Vinylpyridin-Styrol-Butadien-Kautschuk,
Urethankautschuke, Methylsilikonkautschuk mit Phenyl- und Vinylgruppen, Styrol-Butadien-Kautschuk,
Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymer (thermoplastisches Elastomer), Styrol-Chloropren-Kautschuk,
polysiloxanbehandeltes EPDM, Styrol-Isopren-Kautschuk, Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymer
(thermoplastisches Elastomer), Polythioglykolether, Tetrafluorethylen, Polysulfidkautschuke,
trans-Polyoctenamer, trans-Polypentenamer, thermoplastische Elastomere, thermoplastische
Polyolefine, thermoplastische Polyurethane, Methylsilikonkautschuk mit Vinylgruppen,
vernetzbares Polyethylen, Emulsionspolymer, Lösungspolymer, ölgestreckten
Kautschuk, Poly(vinylchlorid-co-vinylacetat-co-acrylsäure), Poly(ethylen-co-vinylacetat-co-acrylsäure)
beinhalten.
Ebenfalls unter polymeren Füllern enthalten sind elektrisch leitfähige
Polymere, wie z.B. Polypyrrol, Polyanilin, Polyphenylen, Polyacetylen und substituierte
Derivate davon, einschließlich Derivaten, die mit C1-C25-Alkyl,
C1-C25-Alkoxy, C2-C25-Alkylcarbonyl,
C2-C25-Alkylcarbonyloxy, C6-C25-Aryl,
C6-C25-Aryloxy, C7-C25-Arylcarbonyl
und C7-C25-Arylcarbonyloxy substituiert sind.
Wenn vorhanden kann der polymere Füller in Mengen von etwa 0,005
bis etwa 200 Teilen, vorzugsweise etwa 2 bis etwa 30 Teilen, stärker bevorzugt
etwa 3 bis etwa 25 Teilen, noch stärker bevorzugt etwa 10 bis etwa 20 Teilen
pro 100 Gesamtteile des funktionalisierten Polyarylenethers des alkenylaromatischen
Monomeren und des Acryloylmonomeren verwendet werden.
Additive können auch Glasmittel beinhalten, wie z.B. Azoverbindungen,
wie Diazoaminobenzol, Azobisisobutyronitril, Azodicarbonamid, Azodicarbonsäure,
Benzolsulfonylhydrazid, Benzol-1,3-disulfonylhydrazid, Diphenyloxid-4,4'-disulfonylhydrazid,
p-Toluolsulfonsäurehydrazid, N,N'-Dinitrosopentamethylentetramin, N,N-Dimethyl-N,N'-Dinitrosophthalimid
und Natriumcarbonatblends mit sauren Verbindungen, wie z.B. Weinsäure und Ähnliches
enthalten.
Additive beinhalten weiterhin Rheologiemodifizierer, die wirken können,
um das Molekulargewicht zu erhöhen, wie z.B. durch Kettenverlängerung
des Harzprepolymeren. Geeignete Modifizierer beinhalten Gruppe II-Oxide und -Hydroxide,
wie z.B. Kalzium- oder Magnesiumoxid, Carbodiamide, Aziridine und Polyisocyanate.
Es wird angenommen, dass die vorhergehenden Modifizierer chemisch wirken, indem
sie an Carboxy- oder Hydroxystellen in das Polymerrückgrat coreagieren. Andere
geeignete Modifzierer beinhalten Polytetrafluorethylen (PTFE), Perfluorpolyether
(PFPE) und Polyethylen. Diese Modifizierer können wirken, um Scherung zu reduzieren
und somit Fluss in der Zusammensetzung während des Formens zu verbessern. Quarzstaub
ist ein Beispiel für eine Substanz, die mechanisch wirken kann, um die Formviskosität
zu erhöhen und die daher ein geeigneter Rheologiemodifizierer ist. Kombinationen
aus zwei oder mehreren Rheologiemodifizierern können für optimale Eigenschaften
erwünscht sein. Sie können verwendet werden, um die Harzstruktur zu modifizieren,
um Phasentrennung des Harzes von dem leitfähigen Füller zu verhindern.
Die Rheologiemodifizierer können in einer Menge verwendet werden
die wirksam ist, um Phasentrennung während des Formens zu verhindern. Eine
geeignete Menge an Gruppe II-Oxiden (einschließlich Gruppe II-Hydroxiden und
Mischungen aus diesen Verbindungen) ist etwa 0,1 bis etwa 2 Gewichtsprozent, basierend
auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt
sein, zumindest etwa 0,2 Gew.-%, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,3 Gew.-%
zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, bis zu
etwa 1 Gew.-%, stärker bevorzugt bis zu etwa 0,8 Gew.-%, noch stärker
bevorzugt bis zu etwa 0,7 Gew.-% zu verwenden.
Wünschenswerte Mengen an Gruppe II-Oxiden können auch als
von etwa 0,5 bis etwa 4,0 Teile pro 100 Gewicht des Harzes (phr) ausgedrückt
werden. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, die Gruppe II-Oxide in
einer Menge von zumindest etwa 1,0 phr, stärker bevorzugt von zumindest etwa
1,5 phr zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein,
die Gruppe II-Oxide in einer Menge von bis zu etwa 3,0 phr, stärker bevorzugt
bis zu etwa 2,5 phr zu verwenden.
Spezifische bevorzugte Gruppe II-Oxide beinhalten Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid,
Kalziumoxid und Mischungen davon. Beispiele für ein geeignetes Magnesiumoxidadditiv
ist 99% reines Magnesiumoxid, verkauft unter dem Markennamen ELASTOMAG®
von Morton Thiokol, Inc. in Danvers, Mass. Andere Beispiele beinhalten eine Magnesiumoxiddispersion,
verkauft unter dem Markennamen PG-9033 von Plasticolors, und eine Magnesiumhydroxiddispersion,
ebenfalls verkauft von Plasticolors, unter dem Markennamen PG-91146. Ein
weiteres geeignetes Magnesiumhydroxid ist Barcroft, welches eine gepulverte Version
ist.
Beispiele für Aziridinverbindungen beinhalten z.B. polyfunktionelle
Aziridine, verkauft von EIT, Inc., unter der Markenbezeichnung XAMA®,
einschließlich z.B. XAMA®-2, welches als Trimethylolpropan-tris(beta-(N-aziridinyl)proprionat)
identifiziert wird und XAMA®-7, welches als Pentaerythrit-tris(beta-(aziridinyl)proprionat)
identifiziert wird, ein Produkt von Sybron Chemicals unter dem Markennamen IONAC®,
welches PFAZ-322 einschließt, identifiziert als ein trifunktionelles Aziridin,
und einschließlich CX-100, einem Produkt von Zeneca Resins, identifiziert als
ein polyfunktionelles Aziridin. Eine geeignete Menge an Aziridin und/oder Polyisocyanatmodifizierer
ist etwa 1 bis etwa 15 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Aziridin- und/oder Polyisocyanatmodifizierermenge
von zumindest etwa 3 Gew.-%, stärker bevorzugt zumindest etwa 3 Gew.-% zu verwenden.
Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Aziridin- und/oder
Polyisocyanatmodifizierermenge von bis zu etwa 10 Gew.-%, stärker bevorzugt
bis zu etwa 9 Gew.-%, noch stärker bevorzugt bis zu etwa 8 Gew.-%, basierend
auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung, zu verwenden.
Die Aziridin- und/oder Polyisocyanatmodifizierermenge kann auch ausgedrückt
werden als von etwa 0,5 bis etwa 20 phr. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt
sein, eine Aziridin- und/oder Polyisocyanatmodifizierermenge von zumindest etwa
1 phr, stärker bevorzugt zumindest etwa 2 phr zu verwenden. Innerhalb dieses
Bereiches kann es auch bevorzugt sein, eine Aziridin- und/oder Polyisocyanatmodifizierermenge
von bis zu etwa 17 phr, stärker bevorzugt bis zu etwa 15 phr zu verwenden.
Geeignete Polyisocyanate sind zum Beispiel in US-Patent Nr. 5 268
400 beschrieben. Ein spezifisches Diisocyanat, das verwendet werden kann, ist Diphenylmethandiisocyanat,
wie z.B. jenes, das von ICI Americas of West Deptford, N. J., unter dem Markennamen
RUBINATE® R MF-1780 verkauft wird. Zusätzlich ist ein geeignetes
Diisocyanat LUPRANATE® MP 102, lösungsmittelfreies urethanmodifiziertes
Diphenylmethandiisocyanat von BASF.
Geeignete Mengen an Polytetrafluorethylen (PTFE) und/oder Perfluorpolyether
(PFPE) können etwa 0,5 bis etwa 2 Gew.-% sein, basierend auf dem Gesamtgewicht
der Zusammensetzung. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Menge
von zumindest etwa 0,6 Gew.-%, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,7 Gew.-%
zu verwenden. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, bis zu
etwa 1,8 Gew.-%, stärker bevorzugt bis zu etwa 1,3 Gew.-% zu verwenden.
Die Menge an PTFE und/oder PFPE kann auch ausgedrückt werden
als etwa 0,5 bis etwa 20 phr. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein,
zumindest etwa 3 phr, stärker bevorzugt zumindest etwa 5 phr zu verwenden.
Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, bis zu etwa 15 phr,
stärker bevorzugt bis zu etwa 12 phr zu verwenden.
Ein geeignetes feines PTFE-Teilchenpulver (mit einer mittleren Teilchengröße
durch Coulter-Zähler von weniger als Mikron) wird unter dem Markennamen Marzon
#5 von Marshall Products Company aus West Chester Pa verkauft.
Geeignete Polyethylene beinhalten lineare Polyethylene niedriger Dichte,
wie z.B. jenes, das von Equistar aus Houston Tex. unter dem Markennamen FN 510 verkauft
wird. Eine geeignete Menge an Polyethylen ist etwa 3 bis etwa 20 phr. Innerhalb
dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Polyethylenmenge von zumindest etwa
4 phr, stärker bevorzugt zumindest etwa 5 phr zu verwenden. Ebenfalls innerhalb
dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Polyethylenmenge von bis zu etwa 17
phr, stärker bevorzugt bis zu etwa 15 phr zu verwenden.
Quarzstaub kann zu etwa 0,5 bis etwa 20 phr verwendet werden. Innerhalb
dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, zumindest etwa 1 phr zu verwenden. Ebenfalls
innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, bis zu etwa 10 phr zu verwenden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Zusammensetzung
im Wesentlichen frei von Wasser, was bedeutet, dass die Zusammensetzung Wasser in
einer Menge von weniger als etwa 1 Gew.-%, vorzugsweise weniger als etwa 0,5 Gew.-%,
stärker bevorzugt weniger als etwa 0,1 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, aufweist.
Es gibt keine besondere Einschränkung für das Verfahren,
durch welches die Zusammensetzung hergestellt wird. Die Zusammensetzung kann hergestellt
werden durch Bilden einer innigen Mischung des funktionalisierten
Polyarylenethers, des alkenylaromatischen Monomeren, des Acryloylmonomeren und des
leitfähigen Mittels. Wenn der funktionalisierte Polyarylenether ein verkappter
Polyarylenether ist, kann die Zusammensetzung direkt aus einem unverkappten Polyarylenether
hergestellt werden, indem der unverkappte Polyarylenether in einem Anteil des alkenylaromatischen
Monomeren gelöst wird, ein Verkappungsmittel zugegeben wird, um den verkappten
Polyarylenether in der Gegenwart des alkenylaromatischen Monomeren zu bilden, und
das Acryloylmonomer, das leitfähige Mittel und jeder andere Bestandteil zugegeben
wird, um die thermisch härtende Zusammensetzung zu bilden. Die Zusammensetzung
kann auch gebildet werden durch Dispergieren von feinteiligem funktionalisiertem
Polyarylenether in den anderen Bestandteilen, wobei das Feinteilige (d.h. Pulver)
vorzugsweise eine Teilchengröße von etwa 0,5 bis etwa 300 Mikrometer hat.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Zusammensetzung
gebildet werden durch Vermischen des funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen
Monomeren, des Acryloylmonomeren und des leitfähigen Mittels mit einer Mischenergie
von weniger als etwa 50 Kilojoule pro Liter (kJ/l), wobei die Volumenabmessung,
ausgedrückt in Litern, sich auf das Volumen der zu mischenden Zusammensetzung
bezieht. Es wurde gefunden, dass die Balance der physikalischen und elektrischen
Eigenschaften der härtbaren Zusammensetzung empfindlich für die Art und
Weise ist, in welcher die Bestandteile in der härtbaren Zusammensetzung vermischt
werden. Insbesondere wurde gefunden, dass typische Hochenergie-Hochscherverfahren,
die aufgrund ihrer Wirksamkeit auf die mechanischen Eigenschaften der gehärteten
Zusammensetzung bevorzugt werden, eine unerwünschte Reduktion in der elektrischen
Leitfähigkeit verursachen können. Es wurde gefunden, dass eine wünschenswerte
Balance von mechanischen und elektrischen Eigenschaften erhalten werden kann, wenn
die härtbare Zusammensetzung mit einer Mischenergie von weniger als etwa 50
kJ/l, vorzugsweise weniger als etwa 35 kJ/l stärker bevorzugt weniger als etwa
30 kJ/l vermischt wird. Um die mechanischen Eigenschaften der Zusammensetzungen
nicht unnötig zu beeinträchtigen kann es bevorzugt sein, die Bestandteile
der härtbaren Zusammensetzung mit einer Mischenergie von zumindest etwa 0,025
kJ/l, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,25 kJ/l, noch stärker bevorzugt
zumindest etwa 2,5 kJ/l zu vermischen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Verfahren
das Verblenden des funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen
Monomeren, des Acryloylmonomeren und des leitfähigen Mittels mit einer Mischleistung
von weniger als etwa 750 Watt/Liter (W/l), vorzugsweise weniger als etwa 500 W/l,
stärker bevorzugt weniger als etwa 450 W/l auf. Um die mechanischen Eigenschaften
der Zusammensetzung nicht unnötig zu beeinträchtigen, kann es bevorzugt
sein, die Bestandteile der härtbaren Zusammensetzung mit einer Mischleistung
von zumindest etwa 5 W/l HP/Liter, stärker bevorzugt mit zumindest etwa 50
W/l, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 100 W/l zu vermischen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Verfahren
das Vermischen des funktionalisierten Polyarylenethers, des alkenylaromatischen
Monomeren, des Acryloylmonomeren und des leitfähigen Mittels mit einer Blattspitzengeschwindigkeit
von weniger als etwa 35 Metern/Sek. (m/s), vorzugsweise weniger als etwa 25 m/s,
stärker bevorzugt weniger als etwa 15 m/s auf. Um die mechanischen Eigenschaften
der Zusammensetzung nicht unnötig zu beeinträchtigen kann es bevorzugt
sein, die Bestandteile der härtbaren Zusammensetzung mit einer Blattspitzenschergeschwindigkeit
von zumindest etwa 0,05 m/s, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,15 m/s, noch
stärker bevorzugt zumindest etwa 0,5 m/s zu vermischen. Die Blattspitzengeschwindigkeit
eines Mischers ist die maximale Geschwindigkeit in jedem Teil des Mischers, der
die Zusammensetzung kontaktiert.
Es gibt keine besondere Einschränkung auf das Verfahren oder
die Apparatur, die verwendet wird, um die Bestandteile der härtbaren Zusammensetzungen
zu vermischen. Geeignete Innenmischverfahren beinhalten Teigkneten, Banburymischen,
Heliconmischen, Henschelmischen, Pflugmischen, Rührkesselmischen und Ähnliches,
sowie Kombinationen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden Verfahren, welche
dem Fachmann bekannt sind. Bevorzugte Mischverfahren beinhalten Teigkneten, Henschelmischen
und Ähnliches und Kombinationen, aufweisend zumindest eines der vorhergehenden
Verfahren.
Es gibt keine besondere Einschränkung für das Verfahren,
durch welches die Zusammensetzung gehärtet werden kann. Die Zusammensetzung
kann z.B. thermisch gehärtet werden oder durch Verwendung von Bestrahlungstechniken,
einschließlich UV-Strahlung und Elektronenstrahlbestrahlung. Wenn Wärmehärtung
verwendet wird, kann die ausgewählte Temperatur etwa 80° bis etwa 300°C
sein. Innerhalb dieses Bereiches kann eine Temperatur von zumindest etwa 120°C
bevorzugt sein. Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann eine Temperatur bis zu
etwa 240°C bevorzugt sein. Die Heizperiode kann etwa 30 Sekunden bis etwa 24
Stunden sein. Innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Heizzeit von
zumindest etwa 1 Minute, stärker bevorzugt zumindest etwa 2 Minuten zu verwenden.
Ebenfalls innerhalb dieses Bereiches kann es bevorzugt sein, eine Heizzeit von bis
zu etwa 10 Stunden, stärker bevorzugt etwa 5 Stunden, noch stärker bevorzugt bis
zu etwa 3 Stunden zu verwenden. Eine solche Härtung kann stufenweise erfolgen,
um ein teilweise gehärtetes und oftmals klebefreies Harz herzustellen, das
dann vollständig durch Erwärmen für längere Zeiträume oder
Temperaturen innerhalb der zuvor genannten Bereiche gehärtet wird.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine Glasübergangstemperatur
von zumindest etwa 100°C, stärker bevorzugt 120°C, noch stärker
bevorzugt zumindest etwa 130°C, noch stärker bevorzugt zumindest etwa
140°C zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine Volumenleitfähigkeit,
gemessen wie in den Beispielen unten beschrieben, von zumindest etwa 5 S/cm, stärker
bevorzugt zumindest etwa 20 S/cm, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 30
S/cm, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 40 S/cm zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine Oberflächenleitfähigkeit,
gemessen wie in den Beispielen unten beschrieben, von zumindest etwa 20 S/cm, stärker
bevorzugt zumindest etwa 50 S/cm, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 80
S/cm, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 110 S/cm zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise einen thermischen
Expansionskoeffizienten (CTE) unterhalb ihrer Glasübergangstemperatur von nicht
mehr als etwa 30 Mikrometern/Meter-°C (&mgr;m/m-°C) zeigen, stärker
bevorzugt nicht größer als etwa 25 &mgr;m/m-°C, noch stärker
bevorzugt nicht größer als etwa 20 &mgr;m/m-°C.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine Biegefestigkeit,
gemessen bei 23°C gemäß ASTM D6272, von zumindest etwa 4.000 psi,
vorzugsweise zumindest etwa 5.000 psi zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise einen Biegemodul,
gemessen bei 23°C gemäß ASTM D6272, von zumindest etwa 1.000 kpsi,
stärker bevorzugt zumindest etwa 1.200 kpsi, noch stärker bevorzugt zumindest
etwa 1.500 kpsi zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine gekerbte
und ungekerbte Izodschlagfestigkeit, gemessen bei 23°C gemäß ASTM
D256, von zumindest etwa 0,25 ft-lb/in, stärker bevorzugt zumindest etwa 0,50
ft-lb/in, noch stärker bevorzugt zumindest etwa 0,75 ft-lb/in zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise eine Zugfestigkeit,
gemessen bei 23°C gemäß ASTM D638, von zumindest etwa 4.000 psi,
stärker bevorzugt zumindest etwa 5.000 psi, noch stärker bevorzugt zumindest
etwa 6.000 psi zeigen.
Die gehärtete Zusammensetzung kann vorzugsweise einen Zugmodul,
gemessen bei 23°C gemäß ASTM D638, von zumindest etwa 1,5 ×
106 psi, stärker bevorzugt zumindest etwa 2 × 106
psi zeigen.
Es gibt keine besondere Einschränkung bezüglich Techniken,
die verwendet werden, um Gegenstände, welche die Zusammensetzung aufweisen,
herzustellen. Verfahren, die geeignet sind für die Verarbeitung der Zusammensetzung
beinhalten solche, die im Stand der Technik allgemein für die Verarbeitung
von duroplastischen Harzen bekannt sind. Solche Verfahren wurden in „Polyesters
and Their Applications" von Bjorksten Research Laboratories, Johan Bjorksten (pres.)
Henry Tovey (Ch. Lit. Ass.), Betty Harker (Ad. Ass.), James Henning (Ad. Ass.),
Reinhold Publishing Corporation, New York, 1956, "Uses of Epoxy Resins", W. G. Potter,
Newnes-Buttersworth, London 1975, "Chemistry and Technology of Cyanat Ester Resins"
von I. Hamerton, Blakie Academic Publishing an Imprint of Chapman Hall, beschrieben.
Verarbeitungstechniken beinhalten Gießen, einschließlich zum Beispiel
zentrifugales oder statisches Gießen, Kontaktformen, einschließlich Zylinderkontaktformen,
Formpressen, Blattpressen, Masseformen, Laminierung, einschließlich feuchtem
oder trockenem Einlegen und Sprüheinlegen, Harztransferformen, einschließlich
vakuumunterstütztem Harztransferformen und chemisch unterstützem Harztransferformen,
Spritzgießen, einschließlich Reaktionsspritzgießen (RIM), Atmosphärendruckformen
(APM), offenes Formgießen, Seeman's Composite Resin Infusion Manufacturing
Processing (SCRIMP), Zieh-Strangpressen, Bildung zu hochfesten Komposits, offenes
Formen oder kontinuierliche Kombination aus Harz und Glas, sowie Filamentwickeln,
einschließlich zylindrischem Filamentwickeln.
Die Zusammensetzung ist geeignet für eine Verwendung in einer
Vielzahl von Gegenständen, die hohe Leitfähigkeit erfordern. Die Zusammensetzung
kann zum Beispiel dafür verwendet werden, Bestandteile einer elektrochemischen
Zelle zu bilden. Eine bevorzugte Verwendung der Zusammensetzung ist in bipolaren
Platten für die Verwendung in Brennstoffzellen. Die bipolare Platte kann durch
jeden geeigneten Prozess hergestellt werden, wird jedoch vorzugsweise
hergestellt durch Spritzgießen oder Formpressen der Zusammensetzung in die
gewünschte Form und Größe und dann kombinieren der porösen leitfähigen
Schichten mit der geformten Schicht durch Formpressen eines Multischichtkomposits
der Formschicht, die sich zwischen zwei Lagen aus dem porösen leitfähigen
Material befindet. Alternativ können Blätter eines gefüllten thermoplastischen
Materials zwischen Schichten des porösen leitfähigen Materials formgepresst
werden. In einer dritten Ausführungsform kann ein gefülltes thermoplastisches
Material zwischen zwei Schichten des porösen leitfähigen Materials in
eine Form eingespritzt werden und dann wird der erhaltene Komposit formgepresst.
Details von diesem und anderen Verfahren können zum Beispiel in US-Patent Nrn.
6 103 413 von Hinton et al., 6 251 308 B1 von Butler und 6 248 467 B1 von Wilson
et al. und in der internationalen Patentanmeldung Nr. WO 99/19389 gefunden werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Zusammensetzung
vor dem Formpressen zu einer gewünschten Form vorgeformt werden. Zunächst
wird die Zusammensetzung vermischt, um gleichförmige Verteilung des leitfähigen
Mittels zu erreichen. Als zweites wird das vermischte Material in eine kleine Vorform
eingebracht, in welcher die Zusammensetzung bei einer Temperatur unterhalb der Härtungstemperatur
des Duroplasten verdichtet wird, eingeschlossene Luft aus der Form entweichen lassen
wird und die Zusammensetzung verdichtet wird, während ein Druck auf die Form
aufgebracht wird. Als drittes wird das gepackte Material aus der Form in der Form
eines Gegenstandes aus gepacktem Material entfernt. Als viertes wird das Material
in vorkomprimierter Form auf die Innenseite der Pressform gebracht und in normaler
Formpressart verarbeitet.
Die Erfindung wird durch die vorliegenden nicht einschränkenden
Beispiele weiter veranschaulicht.
ALLGEMEINES EXPERIMENTELLES
Für die folgenden Beispiele wird Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether)
(PPE) von General Electric Company erhalten. Kalziumcarbonat wird von Omya Corporation
erhalten, verkauft unter dem Markennamen OMYACARB® 5. Glas, entweder
als kontinuierliche Glasmatte oder geschnittene S-Inch-Fasern, wird von Owens
Corning Fiberglass Corporation erhalten. Alle Reagenzien werden von Aldrich Chemical
Company erhalten, sofern nicht anders angegeben. Gelpermeationschromatographie (GPC)
wird ausgeführt unter Verwendung eines Waters-Gelpermeations-Chromatographen
mit einer Bank von PHENOMENEX® Phenogel 105, 104
und 500 Angstrom-Säulen. Eine Polymerlösung (100 ml, ungefähr 0,3
Gew.-%) wird eingespritzt und das Polymer von der Säule unter Verwendung eines
Chloroformlösungsmittels, enthaltend 0,5% Ethanol, bei einer Fließgeschwindigkeit
von 1,5 ml/min eluiert. Die Elution wird unter Verwendung eins UV-Detektorsatzes
bei 254 nm überwacht. Die Säulen werden unter Verwendung von Polystyrolstandards
(2.030 bis 860.000 g/mol) kalibriert. 1H-NMR-Spektren werden auf einem
GE QE-300 MHz NMR-Spektrometer unter Verwendung von CDCl3-Lösungsmittel
und einem inneren Tetramethylsilan (TMS)-Standard gesammelt. Methacrylsäureendverkappungskonzentration
([MAA]) wird durch 1H-NMR-Analyse durch Vergleich der Integrale der Methacrylsäurevinylwasserstoffe
zu jenen der aromatischen Wasserstoffe der PPE-Wiederholungseinheit bestimmt.
31P-NMR-Spektren werden auf einen GE GN-500 MHz-Spektrometer aufgenommen,
wobei die Hydroxylendgruppenkonzentration ([OH]), wie von P. Chan, D. S. Argyropolis,
D. M. White, G. W. Yeager und A. S. Hay, Macromolecules, 1994, Band 27, Seiten 6371
ff. beschrieben, ausgeführt wird. Intrinsische Viskositäts (IV)-Messungen
werden bei 25°C mit Chloroformlösungen unter Verwendung eines Ubbelohde-Viskosimeters
ausgeführt.
Harztransferformproben werden hergestellt unter Verwendung eines Radius
FlowWare RTM 2100 Injector und das Harz wird in eine 10'' × 10'' × 0,125''-Plattenform
unter 200 Pfund pro Quadratinch (psi) Druck eingespritzt. Die Glasübergangstemperaturen
(Tg) und thermischen Expansionskoeffizienten (CTE) werden gemäß
ASTM D6341 bestimmt. Der Beginn der Zersetzungstemperaturen in Stickstoff und Luft
wird durch thermogravimetrische Analyse (TGA) gemessen, indem Harzproben in der
Größe von ungefähr 3 mm3 in eine Platinpfanne gebracht
werden und der Test unter Verwendung eines TA Instruments TGA2950-Durchgangs bei
Atmosphärendruck unter einem konstanten Fluss (60 ml/min) von Stickstoff oder
Luft ausgeführt wird. Die Temperatur wird mit 20°C/min von 30 bis 700°C
gesteigert.
Biegemodul und Biegefestigkeitswerte werden gemäß ASTM D6272
gemessen.
HERSTELLUNGSBEISPIELE 1-3
Zu einer Lösung von 3 l Toluol in einem 5-Liter-3-Halsrundkolben
werden 1.500 g Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether)harz (intrinsische Viskosität
= 0,15 dl/g), 153 g (1,0 mol) Methacrylsäureanhydrid und 121
g (1,0 mol) Dimethylaminopyridin zugegeben. Die Lösung wird über Nacht
zum Rückfluss erhitzt. Das gewünschte Produkt wird in Methanol. gefällt
und durch Filtration isoliert. Das erhaltene Produkt wird bei 80°C über
Nacht im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute des Produkts beträgt 1.333 g.
31P-NMR (CDCl3, 2,3-Dioxaphospholan). Keine nachweisbaren
PPE-OH-Gruppen (< 5 &mgr;mol/g). 1H-NMR (CDCl3, TMS):
2,07 (s, 6H, PPE-CH3), 2,18 (s, 3H, Methacrylat-CH3), 5,74
(s, 2H, Methycrylat-CH2), 6,46 (s, 2H PPE-Ar-H), 7,08 (m, 3H, PPE-Schwanzendgruppe).
Unter Verwendung des oben beschriebenen Verfahrens werden drei verschieden
molekulargewichtige Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether)harze mit Methacrylsäureanhydrid
methacrylatverkappt (kurz MAA-verkapptes PPE). Die Eigenschaften der Harze sind
unten in Tabelle 1 aufgetragen.
Tabelle 1
ND = nicht nachweisbar (< 5 &mgr;mol/g)
HERSTELLUNGSBEISPIEL 4
Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung eines polysalicylatverkappten
0,25 IV-PPE-Harz/Styrol-Blends. Unter Verwendung der Prozeduren nach Beispiel 3
aus US-Patent Nr. 4 760 118 von White et al. wird ein polysalicylatverkappter Polyphenylenether
aus Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) mit einer intrinsischen Viskosität
von 0,25 dl/g und 10 Gew.-% Polysalicylat (basierend auf PPE) hergestellt. Das verkappte
PPE-Produkt wird in Styrol als eine 35 gew.-%ige Lösung zur Verwendung als
Herstellungsbeispiel 4 gelöst.
HERSTELLUNGSBEISPIEL 5
Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von methacrylatverkapptem
0,15 IV-PPE-Harz/Styrol-Blend.
Ein 22 Liter-3-Hals-Rundkolben wird mit 8 kg (17,6 lbs) Styrolmonomer
(Ashland Chemical, Charge # 074B00508) beladen. Die Lösung wird unter konstantem
Rühren auf 85°C erwärmt. Während dieser Zeit werden 8 kg (17,06
lbs) Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) mit einer intrinsischen Viskosität
von 0,15 dl/g zugegeben. Nachdem die Zugabe vollständig ist, wird die Mischung
bei 85°C für ungefähr eine Stunde gerührt, bis das Harz aufgelöst
ist. Die Reaktionsmischung wird dann mit 936,2 g N,N-Dimethylaminopyridin (DMAP,
Avocado Labs, Inc.) und 958 g (925 ml, d = 1,035 g/ml) Methacrylsäureanhydrid
(Monomer-Polymer Dajac Labs) behandelt und dann für 300 Minuten auf 85°C
erwärmt. Die Reaktionsmischung wird dann abgekühlt und die Harzmischung
in einen 5 Gallonen Behälter entleert. Eine kleine Probe wird in Methanol gefällt
und zur Analyse überführt. Sowohl die gefällte Probe als auch die
PPE/Styrol-Mischung werden analysiert. Gefällte PPE-Probe: 31P-NMR
(CDCl3, 2,3-Dioxaphospholan/pyridinfunktionalisiert): &dgr; = 128,30
ppm (BPA interner Standard, Konzentration = 1.000 ppm), &dgr; = 129,53 ppm (restliches
Methacrylat CO2H/CO2–, Konzentration = 339 ppm), keine nachweisbaren PPE-OH-Gruppen
(< 5 &mgr;mol/g). GPC: PPE-Retentionszeit = 22,97 Minuten, Mw = 10.906, Mn
= 6.842, Mw/Mn = 1,4, DSC: 167,4°C, TGA% Rest bei 700°C = 28,8%, Gewichtsverlust
bei 400°C = 2,1%, Zersetzungsbeginn = 459,7°C, 1H-NMR (CDCl3,
TMS): 1H-NMR (CDCl3, TMS): 2,07 (s, 6H, PPE-CH3),
2,18 (s, 3H, Methacrylat-CH3), 5,74 (s, 2H, Methacrylat-CH2),
6,46 (s, 2H PPE-Ar-H), 7,08 (m, PPE-Schwanzendgruppe).
Herstellungsbeispiel 6 beschreibt die Herstellung von methacrylatverkapptem
0,12 IV-PPE-Harz/Styrol-Blend.
Ein 100 Gallonen rostfreier Stahlreaktor wird mit 68,03 kg (150 lbs)
Styrolmonomer beladen (Ashland Chemical, Charge # 074B00508). Die Lösung wird
unter eine Stickstoffdecke über 75 Minuten von 39-79°C erwärmt. Während
dieser Zeit werden 68,03 kg (150 lbs) Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) mit einer
intrinsischen Viskosität von 0,12 dl/g zugegeben. Nachdem die Zugabe vollständig
ist, wird die Reaktionsmischung bei 74-85°C 85 Minuten gerührt, um Auflösen
des PPE-Harzes sicherzustellen. Die Reaktionsmischung wird dann mit 936,2 g N,N-Dimethylaminopyridin
(DMAP, Avocado Labs, Inc.) behandelt. Nach 20 Minuten werden 8,156 kg (7,88 Liter,
d = 1,035 g/ml) Methacrylsäureanhydrid zugegeben (Monomer-Polymer Dajac Labs).
Die Reaktionsmischung wird für 305 Minuten auf 85°C erwärmt. Die
Reaktion wird dann auf ungefähr 50°C abgekühlt und die Harzmischung
in zehn 5 Gallonen Behälter entleert. Ausbeute: 143,35 kg (145,15 kg theoretisch,
99%) der Harzlösung. GPC: PPE-Retentionszeit = 23,65 Minuten, Mw = 7.532, Mn
= 5.390, Mw/Mn = 1,4, Retentionszeit des restlichen Styrols = 29,82 Minuten. DSC:
Tg = 141,3°C, TGA% Rückstand bei 700°C = 25,0%, Gewichtsverlust bei
400°C = 5,2%, Beginn der Zersetzung = 450,8°C.
Unter Verwendung der oben beschriebenen Prozedur werden vier Poly(2,6-dimethylphenylether)harze
mit verschiedenem Molekulargewicht mit Methacrylsäureanhydrid (kurz: MAA-verkapptes
PPE) oder Acrylsäureanhydrid (AA-verkapptes PPE) verkappt. Die Eigenschaften
der Harze sind unten in Tabelle 2 aufgeführt. Gewichtsmittleres Molekulargewicht
(Mw) und zahlenmittleres Molekulargewicht (Mn) werden durch
Gelpermeationschromatographie bestimmt.
Tabelle 2
MAA = Methacrylsäureanhydrid
AA = Essigsäureanhydrid
ND = nicht nachweisbar (< 5 &mgr;mol/g)
BEISPIELE 1-12
Materialien: Die Herstellung von methacrylat- und salicylatverkappten
Polyphenylenethern ist oben beschrieben. Trimethylpropantriacrylat und Trimethylpropantrimethacrylat
werden von Sartomer Chemical Co. erhalten, Styrol und t-Butylperoxybenzoat
sind von Aldrich Chemical Co., die Graphite A (Qualität 4012) und B (Qualität
3243) werden von Asbury Graphite Mills, Inc., erhalten, Graphit C (TIMREX®
KS5-65TT) wird von Timrex Ltd. erhalten.
Unter Verwendung der Bestandteile und Mengen wie in Tabelle 3 spezifiziert,
werden die verkappte Polyphenylenetherlösung in Styrol, das polyfunktionelle
Acrylatcomonomer und zusätzliches Styrol (falls erforderlich) vermischt und
auf ungefähr 70°C erwärmt, um eine homogene Lösung zu bilden.
Die Lösung wird dann mit Graphit handvermischt, um einen feinteiligen Feststoff
zu bilden. Ein Prototyp eines bipolaren Plattenwerkzeugs wird auf 295°F erwärmt
und mit einem Fluorkohlenstoffentformungsmittel eingesprüht. Ungefähr
70 Gramm der Harz/Graphit-Mischung werden in das Werkzeug gegossen und die Mischung
wird unter den Bedingungen wie in Tabelle 3 gezeigt formgepresst, um Teile zu ergeben,
die wie folgt getestet werden. Das Aussehen wird bewertet basierend darauf, ob die
Probe aus dem Werkzeug ohne Zerbrechen entnommen werden kann oder nicht und ob signifikante
Mengen an Blasenbildung oder Delaminierung in dem Formteil beobachtet werden. Wenn
keine dieser Situationen vorliegt, wird das Aussehen als gut bezeichnet. Glasübergangstemperatur
(Tg) und thermischer Expansionskoeffizient (CTE), sowohl oberhalb als
auch unterhalb Tg, werden gemäß ASTM E 1545 gemessen.
Die Oberflächenleitfähigkeit (in der Ebene) wird gemäß
ASTM F 1529 in fünf Bereichen entlang der Formoberfläche jeder Platte
bestimmt. Leitfähigkeitstests unter Verwendung dieses Vierpunktverfahrens werden
erreicht, indem ein Strom durch die Proben geschickt wird und der Spannungsverlust
quer über die vorherbestimmte Länge der Probe gemessen wird. Die Prozedur
beginnt mit dem Absenken des Vierpunkttestühlers auf die Probe. Bin Strom von
10 Milliampere wird auf die äußersten zwei Zacken des Testkopfes aufgebracht,
während die inneren beiden Zacken die Spannung quer über die Probenoberfläche
messen. Messungen werden an fünf Stellen auf jeder Probe genommen, wobei sich
jede Position zumindest eine Fühlerbreite weg von der Kante der Probe befindet.
Unter Verwendung der oben beschriebenen Messungen wird der Blattwiderstand
für jede Probe gemäß der Gleichung
Rs = (2·pi·s)/t·V/I
berechnet, wobei Rs der Blattwiderstand, ausgedrückt in Ohm ist,
s der Fühlerabstand in der Vierpunktfühlervorrichtung, ausgedrückt
in Zentimetern ist, t die Probendicke, ausgedrückt in Zentimetern ist, V der
gemessene Spannungsabfall ist, ausgedrückt in Volt, und I der aufgebrachte
Strom ist, ausgedrückt in Ampere. Der Oberflächenwiderstand wird dann
aus dem Blattwiderstand berechnet gemäß der Gleichung
&rgr;s = Rs·t
wobei &rgr;s der Oberflächenwiderstand in Ohm-cm ist und t die
Blattdicke in Zentimetern ist. Letztendlich wird die Oberflächenleitfähigkeit
als das Reziproke des Oberflächenwiderstandes berechnet:
&ggr;s = 1/&rgr;s
wobei &ggr;s die Oberflächenleitfähigkeit in S/cm ist.
Die flüchtigen Bestandteile (Ethylbenzol, t-Butanol, Toluol und
Styrol) werden durch Desorption von der Probe unter Verwendung eines Tekmar 5000
thermischen Desorbers bestimmt. Die Probe wird 40 Minuten lang in einem Heliumstrom
auf 70°C erwärmt, wobei die flüchtigen Stoffe in einer primär
gepackten Falle bei -100°C gefangen werden und dann zu einer Kryofokusfalle
ebenfalls bei 100°C überführt werden. Die flüchtigen Stoffe
werden unter Verwendung eines Hewlett Packard (nun Agilent) HP5890 Gaschromatographen
analysiert, ausgerüstet mit einem massenselektiven Detektor Modell 5970. Die
verwendete Säule ist eine 30 Meter × 0,32 Millimeter Quarzstaub MDN-5S-Kapillare
mit einer Filmdicke von 0,50 Mikron. Das Säulenofenprogramm ist 35°C für
fünf Minuten und dann steigern mit 2°C/Minute auf 285°C mit 5 Minuten
halten. Die gesamte Durchlaufzeit ist 22,5 Minuten. Der Massenscanbereich ist 19
bis 300 Atommasseneinheiten (AMU) von 0 bis 10 Minuten und 19 bis 440 AMU nach 10
Minuten, um den Wasserpeak zu vermeiden. Die Einspritztemperatur ist 250°C.
Nachdem die Desorption vollständig ist, ergibt die Differenz in den Massen
der Probe vor und nach der Untersuchung den Gewichtsprozent-Verlust. Da flüchtige
Bestandteile, wie z.B. Wasser, nicht durch GPC-Analyse quantifiziert werden, ist
der Unterschied zwischen dem Gewichtsprozent-Verlust, der durch Erwärmen der
Proben bestimmt wird, und dem Gewichtsverlust, der den organischen flüchtigen
Stoffen zugerechnet wird, vermutlich die Folge von desorbiertem Wasser.
Testergebnisse sind in Tabelle 3 gegeben.
Wie gezeigt sind die Materialien hoch leitfähig und zeigen hohe
Glasübergangstemperaturen.
BEISPIELE 13-22, VERGLEICHSBEISPIELE 1-4
Diese Beispiele veranschaulichen, dass die Zusammensetzung überragende
Biegefestigkeit im Vergleich zu Zusammensetzungen zur Verfügung stellt, die
ein kommerziell erhältliches Polyesterharz aufweisen.
Unter Verwendung der oben für Herstellungsbeispiel 6 beschriebenen
Prozedur wird eine 35 Gewicht/Gewichts-Prozentlösung aus methacrylatverkapptem
Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) in Styrol hergestellt. Der Polyarylenether
vor dem Verkappen hatte eine intrinsische Viskosität in Chloroform bei 25°C
von 0,30 dl/g. Die Beispiele verwenden auch Trimethylolpropantrimethacrylat, zusätzliches
Styrol und t-Butylperoxybenzoat-Initiator. Vergleichsbeispiele 1-4 verwenden ein
Vinylesterharz, erhalten von Dow als DERAKANE® M311-450 und t-Butylperoxybenzoat-Initiator.
Zusammensetzungen werden unter Verwendung der in Tabelle 4 spezifizierten Anteile
und der oben für Beispiele 1 bis 12 beschriebenen Prozeduren vermischt, dann
zu einer festen Platte, 1/8 Inch dick mal 3 Inch im Durchmesser, für eine Zeit
und Temperatur formgepresst, um vollständige Härtung zu bewirken (typischerweise
etwa 10 Minuten bei etwa 150°C und etwa 4.000 psi).
Komponentenmengen, die in Tabelle 4 angegeben sind, sind Gewichtsprozente,
basierend auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Biegefestigkeiten werden gemäß
ASTM D790 gemessen. Oberflächenleitfähigkeiten (in der Ebene) werden wie
oben beschrieben gemessen. Volumenleitfähigkeiten (durch die Ebene hindurch)
werden wie folgt gemessen. Elektroden von einem Quadratinch werden mit Druck oben
und unten mit den geformten Oberflächen der Platte in Kontakt gebracht. Ein
konstanter Strom wird angelegt und die Spannung zwischen den Elektroden wird gemessen.
Der Volumenwiderstand wird gemäß dem Ohmschen Gesetz
berechnet
Rv = V/I
wobei Rv der berechnete Volumenwiderstand in Ohm ist, V die gemessene
Spannung in Volt und I der angelegte Strom in Ampere. Der Volumenwiderstand wird
dann gemäß der Gleichung
&rgr;v = (A/t)Rv
berechnet, wobei &rgr;v der berechnete Volumenwiderstand in Ohm-cm
ist, A die Elektrodenfläche in cm2 ist, t die Probendicke in cm
ist und Rv der gemessene Widerstand in Ohm ist. Die Volumenleitfähigkeit
wird als das Reziproke des Volumenwiderstandes berechnet:
&ggr;v = 1/&rgr;v
wobei &ggr;v die Volumenleitfähigkeit in S/cm ist.
Eigenschaftswerte sind in Tabelle 4 gegeben. Paarweiser Vergleich
von Bsp. 16 mit V.bsp. 1, Bsp. 18 mit V.bsp. 2, Bsp. 20 mit V.bsp. 3 und Bsp. 22
mit V.bsp. 4 zeigt, dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung höhere
Biegefestigkeit bei einer gegebenen Graphitbeladung im Vergleich zu Zusammensetzungen
zeigt, die ein kommerzielles Polyesterharz verwenden.
Tabelle 4
Tabelle 4 (Forts.)
Tabelle 4 (Forts.)
Tabelle 4 (Forts.)
BEISPIELE 23 UND 24
Diese Beispiele veranschaulichen die schnellen Härtungseigenschaften
des Harzanteils der Zusammensetzung. Eine Harzzusammensetzung ohne leitfähiges
Mittel wird hergestellt. Sie besteht aus 69,5 Gew.-% einer 35 gew.-%igen Lösung
aus methacrylatverkapptem Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) in Styrol, 16,3 Gew.-%
Trimethylolpropantrimethacrylat, 12,2 Gew.-% zusätzliches Styrol und 2,00 Gew.-%
t-Butylperoxybenzoat. Die Härtungsgeschwindigkeit der Harzzusammensetzung wird
bei 130°C (Beispiel 23) und 150°C (Beispiel 24) unter Verwendung eines
Micromet ICAM 2000-Härtungsanalysators und einer MP 2000-Minipresse überwacht.
Bei jeder Temperatur wird eine Probe in der Minipresse gehärtet und die Innenmobilität
als eine Funktion der Zeit gemessen. Die erhaltenen Härtungszeiten sind die
Zeiten, die erforderlich sind, damit die Steigung des log(Ionenmobilität) gegen
die Zeitkurve 1 entspricht. Dies korrespondiert zu ungefähr 95+% Umsetzung.
Die Zusammensetzung zeigt Härtungszeiten von 114 Sekunden bei 130°C und
72 Sekunden bei 150°C. Es wird erwartet, dass diese Härtungszeiten repräsentativ
für jene sind, die in Zusammensetzungen, die leitfähiges Mittel aufweisen,
erhalten werden würden.
BEISPIELE 25-27
Eine Serie von Harz/Graphit-Zusammensetzungen wird formuliert, so
dass die chemischen Zusammensetzungen nominal identisch sind, jeweils bestehend
aus einer Harzbeladung von 25 Gew.-% und einer Graphitbeladung (Asbury 4012) von
75 Gew.-%. Der Harzanteil der Zusammensetzung besteht aus 70 Gew.-% einer Lösung
aus methacrylatverkapptem Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) in Styrol (35 Gew.-%
Polyarylenether/65 Gew.-% Styrol, wobei der Polyarylenether eine intrinsische Viskosität
von 0,030 dl/g hat (GE Plastics), 12 Gew.-% Styrol (Aldrich), 15 Gew.-% Trimethylolpropantrimethacrylat
(Sartomer), 1 Gew.-% Enformungsmittel (INT-40LH