Epoxyharze, die mit einer reaktiven Organophosphorverbindung partiell
umgesetzt (weiterbehandelt) worden sind, haben bekanntermaßen eine verglichen
mit dem Basisharz reduzierte Entflammbarkeit. Bisher ist Aluminiumoxidtrihydrat
(ATH) als Füllstoff in bestimmten weiterbehandelten Epoxyharzen verwendet worden,
um die Eigenschaften von Laminaten und gedruckten Verdrahtungsplatinen zu verbessern,
die aus solchen Harzen hergestellt sind.
Obwohl diese formulierten flammhemmenden Harze in zahlreicher Hinsicht
befriedigend sind, besteht ein Bedarf an neu formulierten Epoxyharzen, die mit einer
reaktiven Organophosphorverbindung partiell umgesetzt worden sind, wobei die formulierten
Harze eine größere thermische Stabilität als entsprechende Harze
haben, mit denen Aluminiumoxidtrihydrat gemischt worden ist, insbesondere wenn die
verbesserte thermische Stabilität ohne signifikanten Verlust der Flammhemmwirkung
und ohne wesentliche Kostensteigerung erreicht werden kann. Diese Erfindung soll
diesen Bedarf erfüllen.
Wie in der Technik bekannt ist, können Epoxyharze durch Reaktion
mit verschiedenen Arten von Verbindungen modifiziert werden, die ein aktives Wasserstoffatom
enthalten. Diese Erfindung betrifft lediglich Epoxyharze, die mit einer reaktiven
Organophosphorverbindung partiell umgesetzt worden sind. Diese reaktive Organophosphorverbindung
enthält ein aktives Wasserstoffatom, das (i) in einem Dialkylphosphonat, Diarylphosphonat,
Dialkylphosphit, Diarylphosphit oder Diarylphosphin direkt an Phosphor gebunden
ist, (ii) an ein Sauerstoffatom gebunden ist, das direkt an Phosphor gebunden ist
(z. B. eine Phosphinsäure, Dialkylphosphat oder Diarylphosphat) oder (iii)
ein Substituent (z. B. eine Hydroxylgruppe) ist, der an einen aromatischen Ring
gebunden ist und dadurch aktiviert ist, wobei der aromatische Ring an Phosphor gebunden
ist. Der Bequemlichkeit halber wird der Begriff "mit Phosphor weiterbehandeltes
Epoxyharz" somit zur Bezeichnung einer härtbaren Epoxyharzzusammensetzung verwendet,
die gebildet wird, indem ein Epoxyharz mit einer coreaktiven Organophosphorverbindung
partiell umgesetzt wird, die ein aktives Wasserstoffatom enthält, wobei das
aktive Wasserstoffatom entweder direkt an Phosphor gebunden ist oder in einem Substituenten
vorliegt, der an einen aromatischen Ring gebunden ist, und wobei das Wasserstoffatom
in dem Substituenten durch den aromatischen Ring aktiviert wird. Auf ähnliche
Weise bezieht sich der Begriff "mit Phosphor weiterbehandelte Epoxyharze" auf mehr
als ein derartiges mit Phosphor weiterbehandeltes Epoxyharz.
Kurze Zusammenfassung dieser Erfindung
Erfindungsgemäß ermöglicht Boehmit (Aluminiumoxidmonohydrat)
bei Verwendung mit einem typischen Epoxyharz, das mit Phosphor weiterbehandelt worden
ist, die Verbesserung der thermischen Stabilität und die Erhöhung der
Zündzeit von Laminaten, die aus Prepregs gebildet worden sind, die unter Verwendung
dieses verstärkten Harzes hergestellt wurden. Solche Laminate haben eine außergewöhnlich
hohe thermische Stabilität und zeigten ähnliche längere Zündzeiten,
verglichen mit entsprechenden Harzen, in denen Aluminiumoxidtrihydrat verwendet
wurde.
Zu den Ausführungsformen dieser Erfindung gehört eine Epoxy-enthaltende
Formulierung (auch als "A-Stadium-Formulierung" bekannt), aus der ein mit Phosphor
weiterbehandeltes Epoxyharz gebildet werden kann, wobei in diese Formulierung Boehmit
in einem geeigneten Stadium bevor, während und/oder nachdem der Rest der Formulierung
gebildet worden war, eingebracht wurde. Eine weitere Ausführungsform ist ein
mit Phosphor weiterbehandeltes Epoxyharz, in das in einem geeigneten Stadium vor,
während oder nach der Bildung des Rests der Harzformulierung Boehmit eingebracht
wurde. Eine weitere Ausführungsform ist ein Verfahren zur Bildung eines Prepregs,
bei dem (i) Boehmit in eine Formulierung eingebracht worden ist, aus der ein mit
Phosphor weiterbehandeltes Epoxyharz gebildet werden kann, wobei die Zugabe erfolgt,
bevor, während oder nachdem der Rest der Formulierung erfolgt, (ii) die in
(i) gebildete Formulierung auf ein geeignetes Substrat aufgebracht wird, um ein
beschichtetes und/oder imprägniertes Substrat zu bilden, und (iii) mindestens
einem in (ii) gebildeten beschichteten oder imprägnierten Substrat Wärme
zugeführt wird, um ein Prepreg herzustellen. Eine weitere Ausführungsform
ist eine Verbesserung bei der Herstellung eines Laminats aus einer Vielzahl von
Prepregs in Form von Blättern/Platten oder Matten aus Fasersubstrat, das mit
einer Formulierung beschichtet oder imprägniert worden ist, die aus einem mit
Phosphor weiterbehandelten Epoxyharz zusammengesetzt ist. Bei der Verbesserung wird
die thermische Stabilität von Laminat erhöht, indem eine die thermische
Stabilität erhöhende Boehmitmenge vor, während und/oder nach der
Bildung des Rests der Formulierung in die Formulierung eingebracht wird.
Die obigen und andere Ausführungsformen dieser Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung und den angefügten Ansprüchen.
Weitere ausführliche Beschreibung der Erfindung
Die Technologie zur Herstellung von mit Phosphor weiterbehandeltem
Epoxyharz und ihre Anwendungen einschließlich ihrer Verwendung zur Herstellung
von Prepregs, Laminaten und kupferverkleideten Laminaten sowie elektrischen Laminatplatinen
sind in der Technik gut bekannt. Siehe beispielsweise die US-A-5 036 135; US-A-5
364 893; US-A-5 376 453; US-A-5 587 243; US-A-5 759 690; US-A-5 817 736,
US 6 291 626 B1; US
6 291 627 B1; US 6 296 940 B1;
US 6 353 080 B1; US
6 403 220 B1; US 6 403 690 B1;
US 6 486 242 B1 und die WO 01/42359
A1, wie sie am 14. Juni 2001 auf Englisch veröffentlicht wurde.
Zur Herstellung von mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzen können
viele verschiedene Organophosphorverbindungen verwendet werden. Diese reaktiven
Organophosphorverbindungen enthalten, wie bereits gesagt, ein aktives Wasserstoffatom,
das (i) in einem Dialkylphosphonat, Diarylphosphonat, Dialkylphosphit, Diarylphosphit
oder Diarylphosphin direkt an Phosphor gebunden ist, (ii) an ein Sauerstoffatom
gebunden ist, das direkt an Phosphor gebunden ist (z. B. eine Phosphinsäure,
Dialkylphosphat oder Diarylphosphat) oder (iii) in einem Substituenten (z. B. eine
Hydroxylgruppe) ist, der an einen aromatischen Ring gebunden ist und dadurch aktiviert
ist, und wobei der aromatische Ring an Phosphor gebunden ist. Zu nicht einschränkenden
Beispielen für diese Organophosphorverbindungen gehören Diphenylphosphin,
Ditolylphosphin, Bis(3,5-dimethylphenyl)phosphin, Bis (2,5-diethylphenyl)phosphin,
Dinaphthylphosphin, Di(biphenylyl)phosphin, Phenyltolylphosphin, Naphthylphenylphosphin,
4-Hydroxyphenyldiphenylphosphin, 4-Hydroxyphenyldimethylphosphin, 2-Hydroxy-1-naphthyldiethylphosphin,
Dimethylphosphit, Diethylphosphit, Dipropylphosphit, Dibutylphosphit, Diphenylphosphit,
Dioctylphosphit, Diphenylphosphat, Diphenylphosphinsäure, Dibenzylphosphinsäure,
Dimethylphosphinsäure, Dimethylphosphinoxid, Diheptylphosphinsäure, Dipropylphosphinsäure,
Phenyltolylphosphinsäure, Methoxyphenylphosphinsäure, Methylheptylphosphinsäure,
Ethoxyphenylphosphinsäure, Phenylxylylphosphinsäure, Diphenylphosphinobenzoesäure,
Dioctylphosphinsäure, Hydroxyphenylphenylphosphinsäure, Dioctylphosphat,
6H-Dibenz[c,e][1,2]oxaphosphorin-6-oxid, Hydroxyphenylphosphinoylbenzoesäure,
Hydroxyphenyldimethylphosphonat, Hydroxyphenyldiethylphosphonat, Hydroxyphenyldipropylphosphonat,
Dihydroxyphenyldimethylphosphonat, Dihydroxyphenyldiethylphosphonat, Dihyroxyphenyldipropylphosphonat,
Di(hydroxyphenyl)phenylphosphat, Di(hydroxyphenyl)methylphosphat, Di(hydroxyphenyl)ethylphosphat,
2-(6-Oxid-6H-dibenz[c,e][1,2]oxaphosphorin-6-yl-)-1,4-benzoldiol und 2-(6-Oxido-6H-methylbenz[c,e][1,2]oxaphosphorin-6-yl)-1,4-benzoldiol.
Typische Verfahren zur Bildung von Prepregs und Laminaten zur Herstellung
von Verdrahtungsplatinen beinhalten solche Verfahrensschritte wie:
A) Eine Epoxy-haltige Formulierung wird durch Rollen, Tauchen, Sprühen,
andere bekannte Techniken und/oder Kombinationen davon auf ein Substrat aufgebracht
oder in dieses imprägniert. Das Substrat ist ein anorganisches oder organisches
Verstärkungsmittel in Form von Fasern, Vlies, Gewebe oder Textilmaterial, z.
B. typischerweise eine gewebte oder Vliesfasermatte, die beispielsweise Glasfasern
oder Papier enthält.
B) Das imprägnierte Substrat durchläuft ein "B-Stadium", indem es
auf eine ausreichende Temperatur erwärmt wird, um Lösungsmittel in der
Epoxyformulierung auszutreiben und gegebenenfalls die Epoxyformulierung partiell
zu härten, so dass das imprägnierte Substrat berührungstrocken ist
und leicht gehandhabt werden kann. Die "B-Stadium"-Stufe wird üblicherweise
bei einer Temperatur von 90°C bis 210°C und über einen Zeitraum von
1 Minute bis 15 Minuten durchgeführt. Das imprägnierte Substrat, das aus
dem "B-Stadium" resultiert, wird als "Prepreg" bezeichnet. Die Temperatur beträgt
üblicherweise 100°C für Verbundwerkstoffe und 130°C bis 200°C
für elektrische Laminate.
C) Ein oder mehrere Prepreg-Blätter/Platten werden in alternierenden Schichten
mit einem oder mehreren Blättern/Platten aus elektrisch leitendem Material,
wie Kupferfolie, gestapelt oder aufeinandergelegt, wenn ein elektrisches Laminat
gewünscht wird.
D) Die aufeinandergelegten Blätter/Platten werden bei hoher Temperatur
und hohem Druck über eine ausreichende Zeit gepresst, um das Harz zu härten
und ein Laminat zu bilden. Die Temperatur dieser Laminierungsstufe liegt üblicherweise
zwischen 100°C und 230°C und am häufigsten zwischen 165°C und
190°C. Die Laminierungsstufe kann auch in zwei oder mehr Stadien durchgeführt
werden, wie einem ersten Stadium zwischen 100°C und 150°C und einem zweiten
Stadium zwischen 165°C und 190°C. Der Druck liegt üblicherweise zwischen
50 N/cm2 und 500 N/cm2. Die Laminierungsstufe wird üblicherweise
über eine Zeit von 1 Minute bis 200 Minuten und am häufigsten 45 Minuten
bis 90 Minuten durchgeführt. Die Laminierungsstufe kann gegebenenfalls über
kürzere Zeiten bei höheren Temperaturen (wie in kontinuierlichen Laminierungsverfahren)
oder über längere Zeiten bei niedrigeren Temperaturen (wie in Niederenergiepressverfahren)
durchgeführt werden.
E) Das resultierende Laminat, beispielsweise ein kupferverkleidetes Laminat,
kann gegebenenfalls nachbehandelt werden, indem es eine zeitlang auf hohe Temperatur
bei Umgebungsdruck erwärmt wird. Die Nachbehandlungstemperatur liegt üblicherweise
zwischen 120°C und 250°C. Die Nachbehandlung dauert üblicherweise
zwischen 30 Minuten und 12 Stunden.
F) Oft wird eine elektrisch leitfähige gedruckte Schaltung auf das kupferverkleidete
Laminat aufgebracht.
Es ist zu erkennen, dass der Boehmitzusatz der in der obigen Stufe
A) verwendeten Formulierung vor, während und/oder nach der Bildung der restlichen
Formulierung stattfinden kann. Der Boehmit kann somit beispielsweise dem Lösungsmittel
zugegeben und in diesem dispergiert worden sein, bevor irgendeine andere Komponente
eingebracht wird. Alternativ kann der Boehmit dem Lösungsmittel zugegeben und
in diesem dispergiert werden, nachdem eine oder mehrere der anderen Komponenten
der Formulierung zugegeben worden ist/sind. Mindestens während oder nach der
Zugabe des Boehmits wird die resultierende Mischung Mischen mit hoher Geschwindigkeit
und hoher Scherung unterzogen, so dass die festen Teilchen in der flüssigen
Phase dispergiert und suspendiert werden. Dieses Mischen erfolgt vorzugsweise, nachdem
in die flüssige Phase ein geeignetes Tensid eingebracht worden ist, da dies
das Erzeugen einer gut dispergierten und geeignet suspendierten Mischung der Feststoffe
in der Flüssigkeit unterstützt. In diesem Zusammenhang, und ohne sich
auf eine Theorie festlegen zu wollen, wird angenommen, dass die aus der Zugabe des
Boehmits zu der flüssigen Phase in irgendeinem geeigneten Stadium resultierenden
Feststoffe noch mindestens teilweise aus Boehmit zusammengesetzt sind. Diese Erfindung
erfordert jedoch nicht, dass das Boehmit als Boehmit in der Formulierung bleiben
muss. In welcher chemischen Form die resultierenden Feststoffe in der Formulierung
auch immer vorliegen, liegen sie im Umfang dieser Erfindung, vorausgesetzt, dass
das aus der Formulierung resultierende Prepreg und das letztendlich daraus produzierte
Laminat aufgrund der Anwesenheit dieser Feststoffe in der verwendeten Formulierung
erhöhte thermische Stabilität haben.
Das Boehmitadditiv wird der flüssigen Phase typischerweise in
feinteiliger Teilchen- oder Pulverform zugesetzt, so dass es leichter in der flüssigen
Formulierung suspendiert oder dispergiert werden kann. Wenn die aus dem verwendeten
Mischer zugeführte Menge an Scherung ausreichend hoch ist, um größere
Teilchen zu zerkleinern, können größere Boehmitteilchen als Additiv
verwendet werden. Die durchschnittliche Teilchengröße des Boehmitadditivs
liegt typischerweise im Bereich von 0,1 bis 120 &mgr;m, und im Allgemeinen haben
50 Gew.% der Teilchen eine Teilchengröße von mindestens 50 &mgr;m. Boehmit
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße im Bereich von 0,1 bis 60 &mgr;m
ist bevorzugt. Besonders bevorzugt ist Boehmit mit einer durchschnittlichen Teilchengröße
im Bereich von 0,1 bis 30 &mgr;m. Boehmit mit einer durchschnittlichen Teilchengröße
im Bereich von 0,1 bis 10 &mgr;m ist am meisten bevorzugt, insbesondere wenn 100
Gew.% der Teilchen eine Teilchengröße von 10 &mgr;m oder weniger haben,
90 Gew.% der Teilchen eine Teilchengröße von 3,3 &mgr;m oder weniger
haben, 50 Gew.% der Teilchen eine Teilchengröße von 1,3 &mgr;m oder
weniger haben und 10 Gew.% der Teilchen eine Teilchengröße von 0,6 &mgr;m
oder weniger haben.
Die Mengen an Boehmitadditiv, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Formulierungen verwendet werden, können beispielsweise in Abhängigkeit
von dem gewünschten Grad der Verbesserung der thermischen Stabilität variieren.
Im Allgemeinen kann irgendeine die thermische Stabilität verbessernde Menge
an Boehmit verwendet werden, und diese Menge kann in jedem Fall leicht bestimmt
werden, indem einige Laborvorversuche mit mehreren unterschiedlichen Dosierniveaus
durchgeführt werden und die thermischen Zersetzungstemperaturen der gehärteten
Zusammensetzung aufgezeichnet werden. Die Menge fällt üblicherweise in
den Bereich von 5 bis 100 phr (ausschließlich jeglicher anderen Komponenten).
Die Menge auf Gewichtsbasis liegt besonders erwünscht üblicherweise im
Bereich von 10 bis 50 Teilen auf hundert Teile (phr) Epoxyharz (ausschließlich
jeglicher anderen Komponenten). Diese Menge liegt vorzugsweise im Bereich von 30
bis etwa 50 phr.
Ein bevorzugtes Boehmitadditiv (Martoxal BN-2) zur Verwendung zur
Durchführung dieser Erfindung ist kommerziell von Albemarle Corporation erhältlich.
Es hat die folgenden typischen Spezifikationen:
Irgendein mit Phosphor weiterbehandeltes Epoxyharz, das zur Verwendung
zur Bildung von Prepregs zur Herstellung von Laminaten geeignet ist, insbesondere
Laminaten für gedruckte Verdrahtungsplatinen und Verbundmaterialien, kann in
der Formulierung verwendet werden. Diese Epoxyharze werden vorzugsweise vorgebildet,
können jedoch in situ durch Verwendung eines keinen Phosphor enthaltenden Epoxyharzes
und einer damit coreaktiven phosphorhaltigen Verbindung gebildet werden. Es ist
auch möglich, eine Mischung aus vorgebildetem Epoxyharz, das mit Phosphor weiterbehandelt
ist, eines keinen Phosphor enthaltenden Epoxyharzes und einer phosphorhaltigen Verbindung
zu verwenden, die mit dem keinen Phosphor enthaltenden Epoxyharz coreaktiv ist.
Die Literatur, wie oben zitiert und hier zum Zweck der Bezugnahme zitiert, beschreibt
sehr viele verschiedene Epoxyharze, die mit Phosphor weiterbehandelt sind, die zur
Durchführung dieser Erfindung verwendet werden können.
Ein Beispiel für einen Typ von Epoxyharzen, die mit Phosphor
weiterbehandelt worden sind und in der Formulierung verwendet werden können,
sind die wie in der genannten US-A-5 376 453 gebildeten Harze, auf die hier Bezug
genommen wird. Dieser Typ wird aus (i) einem aromatischen und/oder heterocyclischen
Polyepoxidharz, das phosphorfrei ist, gegebenenfalls gemischt mit einem aliphatischen
Epoxyharz, und (ii) einer Epoxygruppe enthaltenden Phosphorverbindung gebildet,
wie einem Alkyl- oder Aryldiglycidylphosphonat oder -phosphat. Das Härtungsmittel,
das mit diesem Typ von in situ erzeugtem Epoxyharz verwendet wird, welches mit Phosphor
weiterbehandelt worden ist, ist ein aromatisches Polyamin-Härtungsmittel, wie
es durch Trimerisierung einer 4:1-Mischung aus Toluol-2,4-diisocyanat und Toluol-2,6-disocyanat
und anschließende Hydrolyse hergestellt worden ist, was ein Produkt mit einem
NH2-Wert von 8,7% ergibt.
Ein weiteres nicht-einschränkendes Beispiel für einen Typ
von Epoxyharzen, die mit Phosphor weiterbehandelt worden sind und in der Formulierung
verwendet werden können, sind die wie in der genannten US-A-6 291 626 gebildeten
Harze, auf die hier Bezug genommen wird. Dieser Typ wird gebildet, indem ein lineares
Epoxyharz mit zwei endständigen Glycidylgrupen mit einem phosphorhaltigen zweiwertigen
Phenol oder Naphthol umgesetzt wird, wie 2-(6-Oxido-6H-dibenz[c,e][1,2]oxaphosphorin-6-yl)-1,4-benzoldiol.
Ein weiteres nicht-einschränkendes Beispiel für einen Typ
von Epoxyharzen, die mit Phosphor weiterbehandelt worden sind und in der Formulierung
verwendet werden können, sind die wie in der genannten US-A-6 291 627 gebildeten
Harze, auf die hier Bezug genommen wird. Dieser Typ wird gebildet, indem eine phosphorhaltige
Verbindung mit einem direkt an das Phosphoratom gebundenen aktiven Wasserstoffatom,
z. B. 9,10-Dihydro-9-oxa-10-phosphaphenanthren-10-oxid, über eine Additionsreaktion
zwischen dem aktiven Wasserstoffatom und der Epoxidgruppe mit einem di- oder polyfunktionalen
Epoxyharz umgesetzt wird.
Ein weiteres nicht-einschränkendes Beispiel für einen Typ
von Epoxyharzen, die mit Phosphor weiterbehandelt worden sind und in der Formulierung
verwendet werden können, sind die wie in der genannten US-A-6 353 080 gebildeten
Harze, auf die hier Bezug genommen wird. Dieser Typ wird aus spezifizierten Mengen
(i) eines Epoxyharzes, (ii) eines Phosphonsäureesters, wie eines Esters von
Methanphosphonsäure mit einem Glykol oder Polyol, (iii) eines stickstoffhaltigen
Vernetzungsmittels mit einer Aminfunktionalität von mindestens 2 und (iv) einer
Lewissäure, wie Borsäure, gebildet. Bevorzugte Katalysatoren zur Verwendung
mit diesem System sind Benzyldimethylamin, Tris(dimethylaminomethyl)phenol oder
2-Phenylimidazol.
Ein weiteres nicht-einschränkendes Beispiel für einen Typ
von Epoxyharzen, die mit Phosphor weiterbehandelt worden sind und in der Formulierung
verwendet werden können, sind die wie in der genannten US-A-6 403 220 gebildeten
Harze, auf die hier Bezug genommen wird. Dieser Typ wird aus einem härtbaren Epoxyharz
und Tri(o-hydroxyphenyl)phosphin gebildet, bei dem gegebenenfalls eine oder mehrere
der Phenylgruppen durch eine Alkylgruppe substituiert sein können, und somit
können diese Bestandteile entweder partiell vorreagiert sein, und das vorreagierte
Produkt wird in die Formulierung eingebracht, oder die Recktanten selbst können
in die Formulierung eingebracht werden, um in situ ein Harz zu bilden.
Ein weiteres nicht-einschränkendes Beispiel für einen Typ
von Epoxyharzen, die mit Phosphor weiterbehandelt worden sind, der in der Formulierung
verwendet werden kann, sind die wie in der genannten US-A-6 486 242 gebildeten Harze,
auf die hier Bezug genommen wird. Dieser Typ wird aus einem Novolak-Epoxyharz, einem
Novolak-Harz und einer Phosphorverbindung gebildet, die mit dem Epoxyharz oder Novolakharz
reaktiv ist, wie 9,10-Dihydro-9-oxa-10-phosphaphenanthren-10-oxid oder Tris(4-aminophenyl)phosphinoxid.
Andere geeignete Epoxyharze, die mit Phosphor weiterbehandelt sind,
oder die Komponenten, die zu ihrer Bildung verwendet werden, sind nun für Fachleute
offensichtlich.
Andere Komponenten, die wünschenswerterweise in die Formulierung
eingebracht werden, sind ein oder mehrere Tenside, Benetzungsmittel oder Dispergiermittel,
ein oder mehrere Härtungsmittel und ein oder mehrere Promoter für das/die
Härtungsmittel.
Zu geeigneten Tensiden, Benetzungsmitteln oder Dispergiermitteln gehören
jene, die ein optimales Benetzen der Additive erreichen, so dass jedes einzelne
Teilchen mit Harz beschichtet ist. Diese sind in der Regel von Anbietern wie BYK
Chemie und Avecia Additives erhältlich. Die Wahl eines speziellen Typs von
Tensid, Benetzungsmittel oder Dispergiermittel hängt von dem Harz und den gewünschten
Eigenschaften des Laminats oder der gedruckten Verdrahtungsplatine ab.
Obwohl die Mengen des Tensids/der Tenside variieren können, liegt
die der Formulierung zugesetzte Menge auf Gewichtsbasis im Bereich von 1% bis 4%
des Gewichts der nicht reaktiven Additive, vorzugsweise im Bereich von 1,0% bis
2%.
Nicht-einschränkende Beispiele für geeignete Härtungsmittel,
die verwendet werden können, umfassen m-Phenylendiamin, Diaminodiphenylsulfon,
Diaminodiphenylmethan, Diaminophenyltriazin, Dicyandiamid und Sulfanilamid. Hiervon
ist Dicyandiamid ein bevorzugtes Härtungsmittel. Die in die Formulierung eingebrachten
Mengen an Härtungsmittel sind eine Funktion des Epoxyäquivalentgewichts
(EEW) des Harzes, der Funktionalität des Härtungsmittels und des Molekulargewichts
des Härtungsmittels. Eine Gleichung, die üblicherweise zur Berechnung
einer zu verwendenden geeigneten Härtungsmittelmenge verwendet wird, ist wie
folgt:
Promotoren, die zur Herstellung der Formulierung verwendet werden
können, umfassen beispielsweise 2-Phenylimidazol, Benzyldimethylamin, N-Methylimidazol
und 2-Ethyl-4-methylimidazol. Im Allgemeinen kann ein Gewichtsverhältnis im
Bereich von 4 bis 15 Teilen Härtungsmittel pro Teil Promoter verwendet werden,
wobei ein bevorzugtes Verhältnis 15:1 ist.
Das Lösungsmittel für das mit Phosphor weiterbehandelte
Epoxyharz ist oft ein Keton, wie Aceton. Es kann jedoch irgendein anderer geeigneter
Typ von konventionell verwendetem Lösungsmittel verwendet werden, um diese
Formulierungen zu bilden. Zu Beispielen für solche anderen Lösungsmittel
gehören Methylethylketon (MEK), Methylisobutylketon (MEBK), 2-Methoxyethanol,
1-Methoxy-2-propanol, Propylenglykolmonomethylether, Ethylenglykolmonoethyletheracetat,
Toluol, N,N-Dimethylformamid.
Gewünschtenfalls können in die Formulierung unreaktive Phosphorflammhemmstoffe
eingeschlossen werden, wie organische Phosphate, Phosphate, Phosphonate oder Phosphoramidate
und ihre Metallsalze, die frei von mit Epoxygruppen reaktiven Substituenten sind.
Andere optionale Komponenten, die in die Formulierung eingeschlossen werden können,
umfassen Ammoniumphosphat, Melamin, Melamincyanurat, Melaminpyrophosphat, Melaminpolyphosphat.
Die folgenden Beispiele sind veranschaulichend und sollen den gesamten
Umfang dieser Erfindung nicht auf die hier verwendeten speziellen Modi und Materialien
beschränken. In diesen Beispielen war das verwendete, mit Phosphor weiterbehandelte
Epoxyharz ein proprietäres Epoxy-Novolak-Harz, das mit einer coreaktiven Organophosphorverbindung
zur Reaktion gebracht worden war. Dieses Harz wird als repräsentatives Beispiel
für heutige, mit Phosphor weiterbehandelte Epoxyharze angesehen.
Beispiel 1Herstellung von vierlagigen und achtlagigen Laminaten aus ei nem mit Phosphor
und Boehmit (50 phr) weiterbehandelten Epoxyharz
Eine Lösung von 8 g Dicyandiamid (DICY) und 0,52 g 2-Methylimidazol
(2-MT) in 72 g N,N-Dimethylformamid (DMF) wurde hergestellt. Die Lösung wurde
mit 320 g einer Lösung eines mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzes (260
g Harz; EEW = 330) und 2,6 g LP W20037 Dispergiermittel (BYK Chemie) in einem 1
L Einwegbecher kombiniert. Dieser Mischung wurden 130 g (50 phr) Boehmit (BN-2;
Martinswerk GmbH) und 50 g Aceton zugegeben, und die resultierende Mischung wurde
30 Minuten lang in einem Silverson L4RT Labormischer mit 6000 UpM bewegt. Die gut
dispergierte Mischung wurde mit einer Farbbürste auf 13 Stücke 12'' ×
12'' gewebtes Glasfasertuch (mit der Bezeichnung 7628 von BGF Industries) aufgebracht.
Jedes Stück wurde 3,5 Minuten lang in einem gut belüfteten Ofen bei 170°C
aufgehängt, abgekühlt und auf 10'' × 10'' geschnitten. Es wurde bestimmt,
dass jedes Stück 50% Harzmischung enthielt. Vier der 10'' × 10'' Stücke
wurden übereinandergestapelt und zusammen aufgestapelt. Acht der 10'' ×
10'' Stücke wurden übereinandergestapelt und zusammen aufgestapelt. Der
vierlagige Stapel wurde auf eine Doppellage DuPont Tedlar® Trennfolie
gegeben und mit einer Doppellage der gleichen Folie bedeckt. Der Stapel wurde danach
zwischen zwei Metallplatten angeordnet. Der achtlagige Stapel wurde auf eine Doppellage
DuPont Tedlar® Trennfolie gegeben und mit einer Doppellage der gleichen
Folie bedeckt. Der Stapel wurde danach auf der Metallfolie angeordnet, die den vierlagigen
Stapel bedeckte. Eine dritte Metallfolie wurde dann verwendet, um den oberen Bereich
der achtlagigen Stapel zu bedecken. Das gesamte "Buch" wurde danach in einer Carver-Presse
60 Minuten lang bei 21 000 psi auf 170°C erwärmt. Die Laminate wurden
danach aus der Presse entfernt, und mit einer Nasssäge wurden UL-94 Stäbe
geschnitten. Mit beiden Laminaten wurde eine UL-94-Bewertung von V-0 erhalten. Tabelle
1, in der die Zahlenwerte Brenndauerzeiten nach den ersten und zweiten Zündungen
sind, fasst die Daten aus diesen Tests zusammen.
Tabelle 1
Beispiel 2Herstellung von Laminaten aus einem mit Phosphor und Boehmit (30 phr) weiterbehandelten
Epoxyharz
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, außer dass die
Formulierung 320 g einer Lösung eines mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzes,
8 g DICY, 0,52 g 2-M, 79,4 g DMF, 2,6 g LPW 20037 Dispergiermittel, 78 g Boehmit
und 14 g Aceton enthielt. Mit beiden Laminaten wurde eine UL-94-Bewertung von V-0
erhalten. Die Daten aus diesen Tests sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Wie oben
sind die gegebenen Zahlenwerte Brenndauerzeiten in Sekunden nach den ersten und
zweiten Zündungen. Tabelle 2
Beispiel 3Herstellung von Laminaten aus einem mit Phosphor und Boehmit (10 phr) weiterbehandelten
Epoxyharz
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde erneut wiederholt, außer dass
die Formulierung 320 g einer Lösung eines mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzes,
8 g DICY, 0,52 g 2-MI, 79,4 g DMF, 2,6 g LPW 20037 Dispergiermittel, 26 g Boehmit
und 19 g Aceton enthielt. Für das vierlagige Laminat wurde eine UL-94-Bewertung
von V-0 erhalten, und für das achtlagige Laminat eine Bewertung von V-1. Tabelle
2 fasst die Ergebnisse dieser UL-94-Tests zusammen.
Tabelle 3
Vergleichsbeispiel AHerstellung von Laminaten aus einem mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharz
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, außer dass die
Formulierung nur 350 g einer Lösung eines mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzes,
8,75 g DICY, 0,57 g 2-MI und 78,8 g DMF enthielt. Für sowohl das achtlagige
als auch das vierlagige Laminat wurde eine UL-94-Bewertung von V-0 erhalten. Die
Ergebnisse dieser UL-94-Tests sind in Tabelle 4 zusammengefasst. Tabelle 4
Vergleichsbeispiel BHerstellung von vierlagigen und achtlagigen Laminaten aus einem mit Phosphor
und Aluminiumoxidtrihydrat (50 phr) weiterbehandelten Epoxyharz
Ein 1 L Einwegbecher wurde mit einer Lösung gefüllt, die
320 g einer Lösung eines mit Phosphor weiterbehandelten Epoxyharzes, 8 g Dicyandiamid
("DICY"), 0,52 g 2-Methylimidazol ("2-MI") und 72 g N,N-Dimethylformamid ("DMF")
enthielt. Zu dieser Lösung wurden 2,6 g LPW 20037 Dispergiermittel (BYK Chemie),
130 g Aluminiumoxidtrihydrat (TS-601; Martinswerk GmbH) und 50 g Aceton gegeben.
Die Mischung wurde 30 Minuten lang mit 5500 bis 6000 UpM mit einem Silverson L4RT
Labormischer gemischt. Die gut dispergierte Mischung wurde mit einer Farbbürste
auf 12 Stücke 12'' × 12'' gewebtes Glasfasertuch 7628 von BGF Industries
aufgebracht. Jedes Stück wurde 3,5 Minuten lang in einem gut belüfteten
Ofen bei 170°C aufgehängt, abgekühlt und auf 10'' × 10'' geschnitten.
Es wurde bestimmt, dass jedes Stück 50 Harzmischung enthielt. Vier der 10''
× 10'' Stücke wurden übereinandergestapelt und zusammen aufgestapelt.
Acht der 10'' × 10'' Stücke wurden übereinandergestapelt und zusammen
aufgestapelt. Der vierlagige Stapel wurde auf eine Doppellage DuPont Tedlar®
Trennfolie gegeben und mit einer Doppellage der gleichen Folie bedeckt. Der Stapel
wurde danach zwischen zwei Metallplatten angeordnet. Der achtlagige Stapel wurde
auf eine Doppellage DuPont Tedlar® Trennfolie gegeben und mit einer
Doppellage der gleichen Folie bedeckt. Der Stapel wurde danach auf der Metallfolie
angeordnet, die den vierlagigen Stapel bedeckte. Eine dritte Metallfolie wurde dann
verwendet, um den oberen Bereich der achtlagigen Stapel zu bedecken. Das gesamte
"Buch" wurde danach in einer Carver-Presse 60 Minuten lang bei 21 000 psi auf 170°C
erwärmt. Die Laminate wurden danach aus der Presse entfernt, und mit einer
Nasssäge wurden UL-94 Stäbe geschnitten. Mit beiden Laminaten wurde eine
UL-94-Bewertung von V-0 erhalten. Tabelle 5 fasst die Ergebnisse dieser UL-94-Tests
zusammen.
Tabelle 5
Beispiel 4
Es wurden Vergleichsexperimente durchgeführt, um die thermischen
Stabilitäten mehrerer verschiedener Laminate zu untersuchen. In diesen Experimenten
erfolgen Vergleiche zwischen Laminaten, die aus (i) dem additivfreien Basisharz
aus Vergleichsbeispiel A, (ii) dem gleichen additivfreien Basisharz, in das 50 phr
Aluminiumoxidtrihydrat (TS-601) eingemischt worden waren, und (iii) dem gleichen
additivfreien Basisharz hergestellt waren, mit dem 50 phr Boehmit (Martoxal BN-2)
gemischt worden waren. Die Ergebnisse dieser Bestimmungen der
thermischen Stabilität sind in Tabelle 6 zusammengefasst.
Tabelle 6
Es ist erkennbar, dass die erfindungsgemäße Verwendung von
Boehmit im Unterschied zu der Zugabe von Aluminiumoxidtrihydrat, das die thermische
Stabilität der Zusammensetzung reduzierte, zu einem signifikanten Anstieg der
thermischen Stabilität führte.
Verbindungen, die irgendwo in dem Dokument mit chemischem Namen oder
Formel genannt sind, werden unabhängig davon, ob sie im Singular oder Plural
angegeben werden, so bezeichnet, wie sie vorlagen, bevor sie in Kontakt mit anderer
Substanz kamen, die mit chemischem Namen oder chemischem Typ angegeben ist (z. B.
andere Komponente, Lösungsmittel). Es kommt nicht darauf an, welche chemischen
Veränderungen, falls vorhanden, in der resultierenden Mischung oder Lösung
stattfinden, da diese Veränderungen das natürliche Ergebnis des Zusammenbringens
der spezifizierten Substanzen unter den Bedingungen sind, die diese Offenbarung
verlangt.
Selbst wenn sich die Ansprüche auf Substanzen in der Gegenwartform
("umfasst", "ist") beziehen können, erfolgt die Bezugnahme auf die Substanz,
wie sie zu der Zeit unmittelbar vor dem ersten Kontaktieren, Vermischen oder Mischen
mit einer oder mehreren anderen Substanzen gemäß der vorliegenden Offenbarung
vorgelegen hat.
Außer wenn ausdrücklich anders angegeben, soll der Artikel
"ein" oder "eine", falls und wie hier verwendet, nicht einschränkend sein und
soll nicht als die Beschreibung oder einen Anspruch auf ein einziges Element einschränkend
angesehen werden soll, das der Artikel nennt. Der Artikel "ein" oder "eine" soll,
falls und wie hier verwendet, stattdessen ein oder mehrere Elemente abdecken, wenn
der Text nicht ausdrücklich etwas anderes besagt.
Anspruch[de]
Im Wesentlichen halogenfreie Epoxyharz-Formulierung, die für eine
Beschichtung oder Imprägnierung eines Substrats geeignet ist, wobei das Epoxyharz
ein Epoxyharz ist, das mit Phosphor weiterbehandelt worden ist, wobei in der Formulierung
eine die thermische Stabilität steigernde Menge von feinteiligem Boehmit dispergiert
vorliegt.Formulierung nach Anspruch 1, bei der die Menge im Bereich von 10 bis
50 phr liegt, ausschließlich der anderen Komponenten in der Formulierung.Formulierung nach Anspruch 1, bei der die Menge im Bereich von 30 bis
50 phr liegt, ausschließlich der anderen Komponenten in der Formulierung.Zusammensetzung, die zur Bildung eines Prepregs geeignet ist, wobei
die Zusammensetzung anorganische oder organische Verstärkungsmittel in Form
von Fasern, Vlies, Gewebe oder Textilmaterial, imprägniert und/oder beschichtet
mit einer Formulierung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, umfasst.Zusammensetzung nach Anspruch 4, bei der das Verstärkungsmittel
in Form eines Gewebes oder Textilmaterials vorliegt.Zusammensetzung nach Anspruch 4, bei der die Zusammensetzung in Form
einer gewebten Fasermatte oder einer Vliesfasermatte vorliegt, die aus Glasfasern
zusammengesetzt sind.Prepreg, das aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 4 gebildet
worden ist.Prepreg, das aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 5 gebildet
worden ist.Prepreg, das aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 6 gebildet
worden ist.Verbundmaterial, das aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch
5 gebildet worden ist.Platine, die aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 6 gebildet
worden ist.Laminat, das aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 4 gebildet
worden ist.Verfahren zur Bildung eines Prepregs mit gesteigerter thermischer Stabilität,
wobei das Verfahren umfasst:
(A) Aufbringen auf und/oder Imprägnieren eines anorganischer oder organischen
Verstärkungsmittels in Form von Fasern, Vlies, Gewebe oder Textilmaterial mit
einer Epoxyharz-Formulierung, wobei die Epoxyharz-Formulierung ein Epoxyharz ist,
das mit Phosphor weiterbehandelt worden ist und Lösungsmittel enthält
und zu dem vor, während und/oder nach der Bildung der Formulierung eine die
thermische Stabilität steigernde Menge Boehmit gegeben worden ist, wobei die
Feststoffe in der Formulierung dispergiert und/oder suspendiert worden sind, um
dadurch ein beschichtetes oder imprägniertes blatt-/plattenartiges Substrat
zu bilden; und
(B) Erhitzen des in A) gebildeten Substrats auf eine Temperatur, die ausreicht,
um Lösungsmittel aus der Formulierung abzuziehen und die Epoxyformulierung
gegebenenfalls partiell zu härten, so dass aus einem solchen imprägnierten
Substrat ein Prepreg gebildet wird, das leicht gehandhabt werden kann.Verfahren zur Bildung eines Laminats mit gesteigerter thermischer Stabilität,
wobei das Verfahren umfasst:
(A) Aufbringen auf und/oder Imprägnieren eines anorganischer oder organischen
Verstärkungsmittels in Form einer Matter aus gewebten oder ungewebten Fasern,
Vlies, Gewebe oder Textilmaterial mit einer Epoxyharz-Formulierung, wobei die Epoxyharz-Formulierung
ein Epoxyharz ist, das mit Phosphor weiterbehandelt worden ist und Lösungsmittel
enthält und zu dem vor, während und/oder nach der Bildung der Formulierung
eine die thermische Stabilität steigernde Menge Boehmit gegeben worden ist,
wobei die Feststoffe in der Formulierung dispergiert und/oder suspendiert worden
sind, um dadurch ein beschichtetes oder imprägniertes blatt-/plattenartiges
Substrat zu bilden;
(B) Erhitzen des in A) gebildeten Substrats auf eine Temperatur, die ausreicht,
um Lösungsmittel aus der Formulierung abzuziehen und die Epoxyformulierung
gegebenenfalls partiell zu härten, so dass aus einem solchen imprägnierten
Substrat ein blatt-/plattenartiges Prepreg gebildet wird, das leicht gehandhabt
werden kann;
(C) Bilden eines Stapels, der aus einer Vielzahl von blatt-/plattenartigen in B)
gebildeten Prepregs zusammengesetzt ist, und
(D) Pressen eines in C) gebildeten Stapels bei hoher Temperatur und hohem Druck
für einen Zeitraum, der ausreicht, um das Harz zu härten und ein Laminat
zu bilden.Verfahren nach Anspruch 14, bei dem der Stapel ferner aus einer oder
mehreren Blättern/Platten aus elektrisch leitfähigem Material zusammengesetzt
ist, um ein elektrisches Laminat zu bilden.Verfahren nach Anspruch 14, bei dem eine elektrisch leitfähige,
gedruckte Schaltung auf das Laminat aufgebracht wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, bei dem die die thermische
Stabilität steigernde Menge im Bereich von 10 bis 50 phr liegt, ausschließlich
der anderen Komponenten in der Formulierung.Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, bei dem die die thermische
Stabilität steigernde Menge im Bereich von 30 bis 50 phr liegt, ausschließlich
der anderen Komponenten in der Formulierung.