Diese Anmeldung betrifft Linsen, die in Lampen, insbesondere Autoscheinwerfern,
verwendet werden können, die eine Verschiebung in der Chromatizität des
Lichtquellenstrahls zur Verfügung stellen.
Ein gewöhnlicher Scheinwerfer ist aus EP-A-1 142 693 bekannt.
Automobilscheinwerfer sind hoch kontrollierte Produkte, die den SAE-Leistungsstandard
(SAE J1383) erfüllen müssen, um kommerzialisiert zu werden. Um konform
zu sein, muss die Kombination Birne (d.h. Lichtquelle)/Linse eine „weiße"
Farbe emittieren und ausreichend Lichtausstoß (üblicherweise charakterisiert
durch den „Isocandela"-Gesamtlichtstrom- und „Maximum Candela"-Punktintensitätstest)
in einer homogenen Art und Weise erzeugen. Es wurden um die weiße Strahlfarbe
herum Spezifikationen definiert, wie in dem SAE J578-Standard dargestellt. Die weiße
Strahlfarbe wird definiert als ein enger Bereich des Farbraums im CIE 1931-Chromatizitätsdiagramm.
Der zugelassene Teil des Farbraums ist definiert durch blaue, gelbe, grüne,
violette und rote Grenzen, die aus den CIE 1931-x- und -y-Farbkoordinaten stammen.
Kommerziell erhältliche Scheinwerfer verwenden unterschiedliche Arten von Birnen,
aber üblicherweise eine „natürlich" gefärbte Linse oder leicht
getönte Linsen. Im Allgemeinen haben diese Linsen ein klares Aussehen, können
aber eine sehr zarte Blau- oder Gelbtönung zeigen. Die üblichste Birne
am Markt ist eine Halogenbirne. In den letzten paar Jahren wurden Hochleistungsbirnen
eingeführt. Diese neuen Birnen, üblicherweise bezeichnet als HID („Hochintensitätsentladung"),
sind eigentlich Xenonlampen. Es ist dem Fachmann wohlbekannt, dass sich die spektrale
Leistungsverteilung einer Xenonbirne von einer Halogenbirne unterscheidet. Zum Beispiel
wird eine Xenonbirne mehr Energie bei niedrigeren Wellenlängen und insbesondere
im 300 bis 500 nm-Bereich emittieren, was zu langem UV bis zu violett/blau-grün
korrespondiert. Als ein Ergebnis ist das von der HID emittierte Licht blauer im
Vergleich zu einer Halogenbirne, die demzufolge mehr gelb erscheint.
Wenn in einem Scheinwerfer montiert, wird der Strahl, der von einer
HID/"natürliche" Linse-Kombination emittiert wird, weißer erscheinen.
Ein weißerer Strahl wird allgemein als effizienter anerkannt, da er die Sichtbarkeit
der Straße bei Nacht erhöht. Jedoch gibt es zwei Hauptnachteile bei der
Verwendung von HID-Birnen in Scheinwerfern. Zunächst sind diese Hochleistungsbirnen
extrem teuer im Vergleich zu Halogenbirnen. Als ein Ergebnis sind Scheinwerfer,
die auf HID-Birnen basieren, ein begrenzter Markt, oftmals angeboten als eine Option
für Fahrzeuge mit Zusatzkosten in dem Bereich von 300 $ bis 800 $ je Einheit.
Zweitens haben neueste Studien gezeigt, dass diese Scheinwerfer eine Tendenz dazu
haben, bei entgegenkommenden Fahrern mehr Unannehmlichkeiten durch Blendung zu verursachen.
Automobilscheinwerferlinsen werden üblicherweise aus natürlichfarbigem
oder leicht getöntem Polycarbonat als Hauptmaterial hergestellt. Der hauptsächliche
Grund hinter der Verwendung von Polycarbonat ist seine relativ hohe Glasübergangstemperatur,
Schlagfestigkeit und ausgezeichnete Klarheit/Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren
Bereich. Lexan® LS-2 Polycarbonat ist eines der führenden Materialien,
die derzeit für Automobillinsen verwendet werden, einschließlich Scheinwerferlinsen,
Einfassungen und Rücklichtlinsen. Andere Materialien mit hoher Glasübergangstemperatur
werden ebenfalls verwendet, einschließlich Copolymeren, jedoch macht ihre natürliche
Farbe oder Lichtdurchlässigkeit die Qualität des emittierten Scheinwerferstrahls
manchmal schlechter. Es ist dem Fachmann für das Färben von Automobillinsen
wohlbekannt, dass die natürlichen oder leicht getönten Polycarbonatlinsen
durch Zugabe einer geringen Menge von organischen Färbemitteln (d.h. Farbenstoffen
oder Pigmenten) erhalten werden. Z.B. wird ein blauer Farbstoff zu einer gelben
Formulierung zugegeben, um die Farbe zu neutralisieren (d.h. das Polycarbonat mehr
farblos oder „natürlich" zu machen). Der Hauptnachteil des Färbens
ist die Verringerung bei der Lichtdurchlässigkeit, die aus der Absorption der
Färbemittel resultiert, auch wenn sie in der Polymermatrix zu ppm-Mengen oder
darunter vorhanden sind. Demzufolge ist die überwiegende Mehrzahl der Linsen,
die in Scheinwerfern montiert sind, „natürlich" oder kaum getönt.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung stellt einen Autoscheinwerfer zur Verfügung,
aufweisend ein Gehäuse zum Aufnehmen einer Lichtquelle, eine Lichtquelle, eine
äußere Linse, die an dem Gehäuse befestigt und so angebracht ist,
dass Licht aus der Lichtquelle, die in dem Gehäuse enthalten ist, durch die
Linse hindurch fällt. Die Linse des Scheinwerfers weist ein Polycarbonat und
ein Photolumineszenzmaterial auf. Die Kombination des Linsenmaterials und der Lichtquelle
gemäß vorliegender Erfindung stellt eine Verschiebung in der Strahlchromatizität
zu einem ansprechenden Scheinwerferilluminationsstrahl zur Verfügung, wobei
die Lichtquelle und das Material der Linse so ausgewählt werden,
dass das von der Lichtquelle emittierte Licht in der Chromatizität modifiziert
wird, wenn es durch die Linse hindurch fällt, so dass der Illuminationslichtausstoß
des Scheinwerfers eine mittlere x-Chromatizitätskoordinate von 0,345 bis 0,405
hat. Der emittierte Strahl hat eine legale Farbe und Intensität, wie durch
SAE J578 (Farbe/Chromatizitäts)- und SAE J1383 (Intensitätsverteilungs)-Standards
definiert. Die Beleuchtungsleistung kann auch in einer solchen Art und Weise verbessert
werden, dass Blendung reduziert und Helligkeit verbessert wird, oder ein Strahl
erzeugt wird, der die Sichtbarkeit der Straße bei Nacht für das menschliche
Auge erhöht.
Noch ein weiterer erfindungsgemäßer Gesichtspunkt ist eine
Linse mit einem gegossenen Körper zur Verfügung zu stellen, die eine im
Allgemeinen konkave äußere Oberfläche hat, eine im Allgemeinen flache
oder konvexe innere Oberfläche und eine Kantenoberfläche. Der Formkörper
der Linse wird aus einer Zusammensetzung geformt, aufweisend Polycarbonat und ein
Photolumineszenzmaterial. Weißes Licht von einer Lichtquelle wird durch die
Linse geleitet und resultiert in Emission aus dem Photolumineszenzmaterial. Die
Emission aus dem Photolumineszenzmaterial wird dann aus der Linse heraus durch Rillen
oder Vorsprünge, die auf der inneren Oberfläche gebildet wurden, gerichtet.
Weiterhin ist es ein weiterer erfindungsgemäßer Gesichtspunkt,
ein Verfahren zur Veränderung der Chromatizität eines Autoscheinwerfers
zur Verfügung zu stellen. Das Verfahren beinhaltet die Schritte der Auswahl
eines Teils eines Scheinwerferaufbaus, aufweisend eine Lichtquelle und ein Gehäuse,
wobei die Lichtquelle eine erste Chromatizität hat. Als nächstes wird
man eine Linse auswählen, aufweisend ein Polycarbonat, Fluoreszenzfarbstoff
und möglicherweise Nicht-Fluoreszenzfarbstoff. Als letztes wird man diese Linse
in dem Teil des Scheinwerferaufbaus befestigen, so dass Licht, das aus der Lichtquelle
emittiert wird, durch die Linse hindurch passiert, um einen leuchtenden Scheinwerferausstoß
zu bilden, wobei die Zusammensetzung der Linse so ausgewählt wird, dass die
erste Chromatizität modifiziert wird, so dass der leuchtende Scheinwerferausstoß
eine zweite Chromatizität hat, die von der ersten Chromatizität verschieden
ist, und die zweite Chromatizität eine mittlere x-Chromatizitätskoordinate
von 0,345 bis 0,405 hat.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 zeigt eine Lampenlinse, die in Autoscheinwerfern
verwendet wird.
2 zeigt eine Explosionszeichnung eines Autoscheinwerfers.
3 zeigt ein Schema eines Scheinwerfers, wo Design-Charakteristiken
in der Linse, wie z.B. Rillen und Vorsprünge, einen Teil der Emission aus dem
Photolumineszenzmaterial in Richtung des Reflektoraufbaus zurückwerfen.
4 zeigt ein Schema eines Scheinwerfers, wo eine reflektierende
Schicht das Licht, das in die Richtung der äußeren Kante der Linse emittiert
wird, zurück in die Linse reflektiert.
Eingehende Beschreibung
Die vorliegende Erfindung stellt einen Autoscheinwerfer zur Verfügung,
aufweisend ein Gehäuse zur Aufnahme einer Lichtquelle, eine Lichtquelle, eine
äußere Linse, die an dem Gehäuse befestigt und so angebracht ist,
dass das Licht aus der Lichtquelle, die in dem Gehäuse enthalten ist, durch
die Linse hindurch fällt. Die Linse des Scheinwerfers weist ein Polycarbonat
und ein Photolumineszenzmaterial auf. Die Kombination des Linsenmaterials und der
Lichtquelle gemäß vorliegender Erfindung stellt eine Verschiebung in der
Strahlchromatizität für einen ansprechenderen Scheinwerferilluminationsstrahl
zur Verfügung, wobei die Lichtquelle und das Material der Linse so ausgewählt
werden, dass das von der Lichtquelle emittierte Licht in der Chromatizität
modifiziert wird, wenn es durch die Linse hindurch fällt, so dass der Illuminationslichtausstoß
des Scheinwerfers eine mittlere x-Chromatizitätskoordinate von 0,345 bis 0,405
hat. Der emittierte Strahl hat eine legale Farbe und Intensität, wie durch
SAE J578 (Farbe/Chromatizitäts)- und SAE J1383 (Intensitätverteilungs)-Standards
definiert. Die Beleuchtungsleistung kann auch in einer solchen Art und Weise verbessert
werden, dass Blendung reduziert und Helligkeit verbessert wird oder ein Strahl erzeugt
wird, der die Sichtbarkeit der Straße bei Nacht für das menschliche Auge
erhöht.
Die Linse weist einen Formkörper auf, der im Allgemeinen eine
konkave äußere Oberfläche, eine flache oder konvexe innere Oberfläche
und eine Kantenoberfläche hat, wobei der Formkörper aus einer Zusammensetzung
geformt ist, aufweisend Polycarbonat und ein Photolumineszenzmaterial. Licht, welches
Licht einer Wellenlänge innerhalb des Anregungsspektrums des Photolumineszenzmaterials
beinhaltet, wird teilweise absorbiert und teilweise durchgelassen.
Das absorbierte Licht wird zumindest teilweise (abhängig von der Quantenausbeute
der Lumineszenz) als Licht einer höheren Wellenlänge emittiert (als ein
Ergebnis einer Stokes-Verschiebung) und wird zu einem wesentlichen Ausmaß an
die Kantenoberfläche der Linse geleitet und kann dadurch einen gefärbten
optischen Effekt an der Kante der Linse erzeugen. So wie in der Beschreibung und
den Ansprüchen dieser Anmeldung verwendet, bedeutet die Bezeichnung „wesentliches
Ausmaß" eine Menge die wirksam ist, um einen sichtbaren optischen Effekt zu
erzeugen. Allgemein wird zumindest 10% des durch Photolumineszenz emittierten Lichtes
durch das innere der Linse zu den Kanten geleitet, vorzugsweise zumindest 30%. Dies
wird in Polycarbonatlinsen und Einfassungen erreicht, da der hohe Brechungsindex
in einer signifikanten Menge an innerer Reflektion resultiert.
Linsen für Autoscheinwerfer müssen verschiedene Standards
erfüllen. Die Linsen der vorliegenden Erfindung emittieren Licht aus einem
Autoscheinwerfer, das eine legale Farbe und Intensität hat, wie durch den SAE
J578 (Farbe/Chromatizitäts)- und SAE J1383 (Intensitätsverteilungs)-Standard
definiert. Die Lichtleistung kann auch in einer solchen Art und Weise verbessert
werden, dass Blendung reduziert und Helligkeit erhöht wird oder ein Strahl
erzeugt wird, der die Sichtbarkeit der Straße bei Nacht für das menschliche
Auge erhöht. Scheinwerfer, die unter Verwendung dieser Erfindung hergestellt
werden, können z.B. eine Niedrigpreis-Alternative für die teuren Hochintensitätsentladungs-(HID)-Lampen
bezüglich der Lichtleistung sein, während mehr Komfort für den Fahrer
zur Verfügung gestellt wird, aber auch für die Autos auf der anderen Seite
der Straße, da der blendende Blendeffekt von HID-Lampen nicht beobachtet wird.
Zusätzlich zur Lichtleistung können die Scheinwerfer auch ein anderes
ästhetisches Aussehen zeigen, indem akzentuierende Merkmale in der äußeren
Linse erzeugt werden, was Produktdifferenzierung ermöglicht. Diese Merkmale
werden durch Erzeugen einer Synergie zwischen der äußeren Linse und der
Birne erhalten. Die erfindungsgemäßen Linsen werden aus einem Polycarbonat
und einem oder mehreren Photolumineszenzmaterialien gebildet. So wie in der Beschreibung
und den Ansprüchen dieser Anmeldung verwendet, betrifft die Bezeichnung „Photolumineszenzmaterial"
jede Substanz, die Photolumineszenz als Antwort auf Anregungsenergie zeigt, die
von Umgebungslicht (Sonnenlicht, Raumlicht oder anderen künstlichen Lichtquellen)
zur Verfügung gestellt wird, einschließlich ohne Einschränkung organischen
Verbindungen, welche sich in der Kunststoffpolymermatrix während der Kompoundierungsoperation
lösen, organischen Nanopartikelfarbstoffen (auch bekannt als „Nano-Färbemittel")
und anorganischen Photolumineszenzmaterialien, einschließlich Nanopartikeln.
Photolumineszenz tritt auf, wenn eine Substanz Strahlung einer gewissen Wellenlänge
absorbiert und Photonen reemittiert, allgemein bei einer anderen und längeren
Wellenlänge. Wenn ein Photolumineszenzmolekül Licht absorbiert, werden
Elektronen auf einen höheren „angeregten" Energiezustand angeregt. Das
Molekül verliert einen Teil seines Überschusses an Energie durch Kollisionen
und innere Engergieübergänge und fällt auf das niedrigste Vibrationsniveau
des angeregten Zustandes. Von diesem Niveau kann das Molekül in jedes der Vibrationsniveaus
des Grundzustandes zurückkehren, wobei seine Energie in der Form von Photolumineszenz
emittiert wird. Photolumineszenz ist ein allgemeiner Ausdruck, der sowohl Fluoreszenz
als auch Phosphoreszenz umfasst. In der vorliegenden Erfindung sind die Photolumineszenzmaterialien
aufgrund der höheren Quantenausbeute im Gegensatz zu anderen Arten von Photolumineszenzprozessen
vorzugsweise organische Fluoreszenzfarbstoffe, die mit Fluoreszenz assoziiert sind.
Vorzugsweise wird der organische Fluoreszenzfarbstoff so ausgewählt, dass er
eine Quantenausbeute der Fluoreszenz von zumindest 0,7, stärker bevorzugt zumindest
0,8 und besonders bevorzugt zumindest 0,9 hat. Typischerweise ist die Emission durch
Fluoreszenz ein extrem kurzes Phänomen, das allgemein zwischen 10-4
und 10-9 Sekunden dauert.
Spezifische, nicht-einschränkende Beispiele für Fluoreszenzfarbstoffe,
die in den erfindungsgemäßen Gegenständen verwendet werden können,
sind Perylen-Derivate, Anthrazen-Derivate, Indigoid- und Thioindigoid-Derivate,
Imidazol-Derivate, Naphtalimid-Derivate, Xanthene, Thioxanthene, Coumarine, Rhodamine
oder 2,5-Bis(5-tert-butyl-2-benzoxazolyl)thiophen, sowie all ihre Derivate und Kombinationen
daraus. Im Allgemeinen werden sehr geringe Beladungen an Farbstoffen, z.B. weniger
als 1,0% verwendet, um den in dieser Erfindung beschriebenen Effekt zu erzeugen.
In gewissen Fällen kann es erwünscht sein, ein fertiges Objekt mit dem
erfindungsgemäßen Effekt zu haben, jedoch mit nahezu keiner sichtbaren
Farbe (z.B. eine „klare" Wasserflasche). In diesen Fällen kann die Fluoreszenzfarbstoffbeladung
extrem gering sein, manchmal so niedrig wie 0,0001%. Mit Ausnahme der blau/violetten
Farben und möglicherweise einigen grünen ist die Fluoreszenzfarbstoffbeladung,
um das „klare" Aussehen zu erreichen, üblicherweise niedriger als 0,0005
Gew.-%, z.B. von 0,0001% bis 0,0003 Gew.-%, was genug ist, um einen sehr bemerkenswerten
optischen Effekt an den Kanten des Gegenstandes zu erzeugen. Bei den blau/violetten
Farben ist die Fluoreszenzfarbstoffbeladung signifikant höher aufgrund der
Tatsache, dass sich das meiste seiner Absorption im UV-Bereich befindet. Typischerweise
ist die Fluoreszenzfarbstoffbeladung in diesem Fall zwischen 0,005% bis 0,5 Gew.-%,
wobei 0,01% bis 0,2% bevorzugt und 0,03% bis 0,1% besonders bevorzugt sind. Nano-Färbemittel
können durch verschiedene Verfahren erhalten werden und kombinieren üblicherweise
die Vorteile von sowohl Farbstoffen als auch Pigmenten. Ihre Lichtbeständigkeit
im Vergleich zu korrespondierenden Farbstoffmolekülen ist üblicherweise
stark verbessert. Da ihre Teilchengröße allgemein geringer als 100 Nanometer
ist, vorzugsweise weniger als 50 nm und stärker bevorzugt weniger als 10 nm,
streuen sie Licht im Gegensatz zu den meisten Pigmenten, die zum Färben von
Kunststoffen verwendet werden, nicht.
Nano-Färbemittel können durch verschiedene Verfahren erhalten
werden. Zum Beispiel können Farbstoffmoleküle zu Nano-Färbemitteln
konvertiert werden, indem sie auf einem Nano-Tonteilchen absorbiert werden (mit
oder ohne Erzeugen einer chemischen Bindung zwischen dem Nano-Ton und dem Farbstoff)
oder durch Nano-Verkapselung in einer Polymermatrix (üblicherweise Acrylpolymer).
Es sei bemerkt, dass das Einkapselungsverfahren üblicherweise Emulsionspolymerisation
beinhaltet, um sphärische Nano-Teilchen aus Polymer zu bilden, in welchen der
Farbstoff dispergiert ist. Nano-Färbemittel können fluoreszent sein, wenn
das Farbstoffmolekül (oder die anorganische Verbindung), die verwendet wird,
um das Nano-Färbemittel herzustellen, fluoreszent ist. Spezifische, nicht-einschränkende
Beispiele für Fluoreszenzfarbstoffe, die eingesetzt werden können, um
Nano-Färbemittel zu bilden, die in den erfindungsgemäßen Gegenständen
verwendet werden, sind Perylen-Derivate, Anthracen-Derivate, Indigoid- und Thioindigoid-Derivate,
Imidazol-Derivate, Naphtalimid-Derivate, Xanthene, Thioxanthene, Coumarine, Rhodamine
oder 2,5-Bis(5-tert-butyl-2-benzoxazolyl)thiophen und alle ihre Derivate. Anorganische
Nanoteilchen können auch in Nano-Färbemitteln verwendet werden, obwohl
ihr Extinktionskoeffizient üblicherweise ziemlich gering ist. Beispiele für
fluoreszierende anorganische Nanoteilchen beinhalten, sind aber nicht eingeschränkt
auf, Lanthanid-Komplexe und -Chelate (z.B. Europium-Chelate). Es sei bemerkt, dass
einige dieser anorganischen Nano-Färbemittel eine größere Stokes-Verschiebung
als organischer Fluoreszenz-Farbstoff zeigen können, d.h. Licht bei einer viel
längeren Wellenlänge als die Anregungswellenlänge emittieren.
Der (Die) Fluoreszenz-Farbstoff(e), der (die) in der Formulierung
der erfindungsgemäßen Linsen verwendet wird (werden), können mit
Nicht-Fluoreszenz-Farbstoffen kombiniert werden, um die Chromatizität der Kantenfarbe
unter Tageslichtbeleuchtung zu verändern, oder wenn die Birne an ist (zur Nachtzeit).
Nicht-Fluoreszenz-Farbstoffe können ausgewählt werden aus, sind aber nicht
eingeschränkt auf, die folgenden Familien: Azo-Farbstoffe, Methin-Farbstoffe,
Pyrazolone, Chinophthalone, Perinone, Anthrachinone, Phthalocyanine und all ihre
Derivate. Die Auswahl des Farbstoffes sollte die Synergie zwischen der verwendeten
Birne und der Linse maximieren. In anderen Worten muss das Licht, das durch die
Birne emittiert wird (z.B. eine Halogenbirne) durch die Linse in einer solchen Art
und Weise transformiert werden, dass die gewünschte Farbe des visuellen Effekts
mit der maximalen Stärke erhalten wird, während die Strahlfarbe mit den
SAE-Erfordernissen (weißer Farbstrahl) übereinstimmt. Durch Erzeugen einer
Synergie zwischen der Birne und den Farbstoffen in der Linse kann die Strahlintensität,
ausgedrückt durch die Candela-Erfordernisse, und der Gesamtlichtstrom in dem
Scheinwerfer kontrolliert werden. Zusätzlich ist es auch möglich, die
Strahlfarbe innerhalb des erlaubten Designraums maßzuschneidern, der durch
die SAE in dem CIE 1931-Chromatizitätsdiagramm definiert ist. Z.B. kann eine
Kombination aus blauer Linse/Halogenbirne einen saubereren (oder „weißeren")
Strahl im Vergleich zu einer „natürlichen" Linse ergeben. Das menschliche
Auge nimmt diesen Unterschied als eine bessere Lichtleistung wahr. Es muss bemerkt
werden, dass diese „weißere" Beleuchtung ein Schlüsselmerkmal von
Xenonbirnen (d.h. HID-Lampen) ist, diese Lampen aber für die unangenehme Blendung
bekannt sind, die von Fahrern erfahren wird, die auf der anderen Seite der Straße
ankommen. Die Kombination aus blauer Linse/Halogenbirne zeigt nicht nur einen sehr
bemerkenswerten blauen optischen Effekt, sondern stellt auch einen Strahl mit einer
„weißeren" Farbe zur Verfügung, was eine Beleuchtungsleistungsverbesserung
im Vergleich zu einer Kombination Linse/Halogenbirne mit „natürlicher"
Farbe darstellt. Es sei bemerkt, dass der weißere Strahl, der mit der Halogenbirne
erzeugt wird, nicht die gleiche Blendungswirkung erzeugt, wie sie mit HID-Lampen
beobachtet wird. Die fertige Kombination aus äußerer Linse/Birne wird
so ausgelegt, dass eine Strahlfarbe innerhalb der folgenden Grenzen, wie sie durch
die CIE 1931-Chromatizitätskoordinaten definiert werden, zur Verfügung
gestellt und vorzugsweise unter Verwendung von spektrophotometrischen Verfahren
gemessen werden, wie sie in dem ASTM-Standard E308-66 präsentiert werden:
x = 0,31 (blaue Grenze)
x = 0,50 (gelbe Grenze)
y = 0,15 + 0,64x (grüne Grenze)
y = 0,05 + 0,75x (violette Grenze)
y = 0,44 (grüne Grenze)
y = 0,38 (rote Grenze)
Die in der Linsenzusammensetzung verwendeten Farbstoffe haben geeigneterweise
eine Wärmestabilität von über 300°C, wobei 320°C bevorzugt
ist und 350°C für Automobilanwendungen stärker bevorzugt ist. Niedrigere
oder höhere Temperaturen können in anderen Anwendungen erforderlich sein,
abhängig von den Wärmecharakteristiken der Lampe, die mit der Linse eingesetzt
wird. Es ist wichtig, eher organische Farbstoffe als Pigmente zu verwenden, und
insbesondere eher als anorganische Pigmente. Der Grund ist, dass Pigmente die
Tendenz haben, Licht zu streuen und demzufolge Trübung in den geformten Linsen
erhöhen. Pigmente, die entweder vollständig in der Polycarbonatzusammensetzung
löslich sind oder in Teilchen dispergieren, die nicht signifikant Licht streuen,
können bei einer sehr niedrigen Beladung akzeptabel sein.
Die Polycarbonatkomponente der erfindungsgemäßen Linsen
beinhaltet Zusammensetzungen mit Struktureinheiten der Formel (I) und einem Polymerisationsgrad
von zumindest 4:
wobei R1 ein aromatischer organischer Rest ist. Polycarbonate, die für diese
Erfindung geeignet sind, können durch verschiedene Verfahren hergestellt werden,
einschließlich Grenzflächen-, Schmelz-, aktiviertes Carbonatschmelz- und
Festphasenverfahren. Zum Beispiel kann Polycarbonat hergestellt werden durch die
Grenzflächenreaktion von Dihydroxyverbindungen. Vorzugsweise ist R1
ein aromatischer organischer Rest und stärker bevorzugt ein Rest der Formel
(II):
wobei jedes A1 und A2 ein monocyclischer zweiwertiger Arylrest
ist und Y1 ein überbrückender Rest mit null, ein oder zwei
Atomen ist, die A1 von A2 trennen. In einer beispielhaften
Ausführungsform trennt ein Atom A1 von A2. Anschauliche,
nicht-einschränkende Beispiele für Reste dieser Art sind -O-, -S-, -S(O)-,
-S(O2)-, -C(O)-, Methylen, Cyclohexylmethylen, 2-Ethyliden, Isopropyliden,
Neopentyliden, Cyclohexyliden, Cyclopentadecyliden, Cyclododecyliden, Adamantyliden
und ähnliches. In einer anderen Ausführugsform trennen Null Atome A1
von A2, wobei ein anschauliches Beispiel Bisphenol ist (OH-Benzol-Benzol-OH).
Der überbrückende Rest Y1 kann eine Kohlenwasserstoffgruppe
oder eine gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe, wie z.B. Methylen, Cyclohexyliden
oder Isopropyliden, sein.
Polycarbonate können hergestellt werden durch die Reaktion von
Dihydroxyverbindungen, wobei lediglich ein Atom A1 und A2
trennt. So wie hier verwendet beinhaltet die Bezeichnung „Dihydroxyverbindung"
z.B. Bisphenolverbindungen mit der allgemeinen Formel (III) wie folgt:
wobei Ra und Rb jeweils unabhängig Wasserstoff, ein Halogenatom
oder eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe darstellen, p und q jeweils unabhängig
ganze Zahlen von 0 bis 4 sind und Xa eines aus der Gruppe der Formel
(IV) darstellt:
worin Rc und Rd jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom
oder eine einwertige lineare oder cyclische Kohlenwasserstoffgruppe darstellen und
Re eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe ist.
Einige anschauliche, nicht-einschränkende Beispiele für
geeignete Dihydroxyverbindungen beinhalten zweiwertige Phenole und die dihydroxysubstituierten
aromatischen Kohlenwasserstoffe, wie z.B. solche, die durch Name oder Formel (generisch
oder spezifisch) in US-Patent Nr. 4 217 438 offenbart sind. Eine nichtausschließliche
Liste von spezifischen Beispielen dieser Arten von Bisphenolverbindungen, die durch
Formel (III) repräsentiert werden, beinhaltet das Folgende: 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)methan,
1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethan, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan (hier im Folgenden
„Bisphenol A" oder „BPA"), 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)butan, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)octan,
1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)propan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)-n-butan, Bis(4-hydroxyphenyl)phenylmethan,
2,2-Bis(4-hydroxy-1-methylphenyl)propan, 1,1-Bis(4-hydroxy-t-butylphenyl)propan,
Bis(hydroxyaryl)alkane, wie z.B. 2,2-Bis(4-hydroxy-3-bromphenyl)propan, 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)cyclopentan,
4,4''-Bisphenol und Bis(hydroxyaryl)cycloalkane, wie z.B. 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)cyclohexan
und ähnliches, sowie Kombinationen, aufweisend zumindest eine der vorhergehenden
Bisphenolverbindungen.
Es ist auch möglich, Polycarbonate zu verwenden, die aus der
Polymerisation von zwei oder mehr verschiedenen zweiwertigen Phenolen resultieren,
oder ein Copolymer aus einem zweiwertigen Phenol mit einem Glykol oder mit einem
hydroxy- oder säureterminierten Polyester oder mit einer zweiwertigen Säure
oder mit einer Hydroxysäure oder mit einer aliphatischen Disäure in dem
Fall eines Carbonatcopolymeren, eher als dass ein Homopolymer zur Verwendung erwünscht
ist. Allgemein haben geeignete aliphatische Disäuren etwa 2 bis 40 Kohlenstoffe.
Eine bevorzugte aliphatische Disäure ist Dodecandisäure.
Die Polycarbonatkomponente kann auch verschiedene Additive beinhalten,
die gewöhnlich in Harzzusammensetzungen dieser Art eingebracht werden. Solche
Additive sind z.B. Füller oder Verstärkungsmittel, Wärmestabilisatoren,
Antioxidantien, Lichtstabilisatoren, Weichmacher, Antistatikmittel, Entformungsmittel,
zusätzliche Harze und Blasmittel. Kombinationen von jedem der vorhergehenden
Additive können verwendet werden. Solche Additive können zu einer geeigneten
Zeit während des Vermischens der Bestandteile zur Bildung der Zusammensetzung
zugemischt werden.
Die äußere Linse wird üblicherweise durch Spritzgießen
einer Polycarbonatharzzusammensetzung in einer kompoundierten Form hergestellt.
Die Polycarbonatformulierung wird üblicherweise in einem Extruder kompoundiert,
um geeignete Vermischung der Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen. Obwohl
die Verwendung eines Einschrauben-Extruders denkbar ist, wird üblicherweise
ein Zwillingsschrauben-Extruder bevorzugt, um die Vermischung zu optimieren und
die Wahrscheinlichkeit der Erzeugung von streuenden Teilchen im Endprodukt zu reduzieren,
oder einfach die Möglichkeit von nachfolgenden Merkmalen zu vermeiden, die
aus ungelösten Färbemitteln mit hohem Schmelzpunkt stammen können,
wie z.B. einigen Perylenderivaten (Schmelzpunkt um 300°C). Obwohl die Polycarbonatzusammensetzung
im Allgemeinen lichtstabilisiert ist und die Linse mit einer UV-absorbierenden Beschichtung
beschichtet wird, ist es wichtig, Farbstoffe zu verwenden, die verbesserte Lichtbeständigkeit
und Wärmebeständigkeit kombinieren. Gute Beispiele für Fluoreszenzfarbstoffe
mit einer verbesserten Lichtbeständigkeit und hoher Wärmestabilität
sind die Perylenderivate, wie das Lumogen Orange F-240, Lumogen Rot F-300 und Lumogen
Gelb F-083, geliefert von BASF.
Um die extrem geringe Menge an Farbstoffen besser zu kontrollieren,
die in die Formulierung eingebracht wird, und daher eine bessere Farbkontrolle der
Linse zu haben, wird die Verwendung von volumetrischen oder gravimetrischen Dosierern
stark empfohlen. Die Dosierer können entweder eine Absenkung des Konzentrats
in Polycarbonatharzpulver (vorzugsweise gemahlenes Pulver) zuführen, oder einen
bereits kompoundierten (extrudierten) Farbmasterbatch in einer Pelletform zuführen.
Die Farbbeladung in der Absenkung oder die Konzentration des Masterbatches hängt
von der Dosiererfähigkeit ab und insbesondere der Zufuhrgeschwindigkeit. Im
Allgemeinen variiert die Pulverabsenkung zwischen 10:1 und 10 000:1-Verhältnissen
von Färbemitteln (d.h. Farbstoff) zu Pulver. Farbstoffmischungen können
auch in einer abgesenkten Form verwendet werden und von einer einzelnen Zuführung
zugeführt werden, obwohl es nicht das am stärksten bevorzugte Verfahren
ist. Schlechte Farbkontrolle kann möglicherweise in Linsen resultieren, die
nicht für die Scheinwerferanwendung geeignet sind, d.h. Strahlfarbe oder Lichtausstoß
nicht in Übereinstimmung mit dem SAE-Standard.
Man kann Linsen erzeugen, die spezifisch mit der Lichtquelle interagieren,
um farbige visuelle Effekte zu erzeugen, während die unbequeme Blendung reduziert
wird. Dies kann z.B. erhalten werden durch Verwendung einer Linse, die einen Fluoreszenzfarbstoff
in einer solchen Art enthält, dass ein Teil des blauen Lichtes, das für
die unbequeme Blendung verantwortlich ist, zu höheren Wellenlängen verschoben
wird, wo das menschliche Auge eine geringere spektrale Empfindlichkeit hat. Zum
Beispiel sind die spektralen Charakteristiken eines gelben Fluoreszenzfarbstoffes,
wie des BASF Lumogen Gelb F-083, oder eines roten Fluoreszenzfarbstoffes, wie des
Lumogen Rot F-300 so, dass sie die Strahlfarbe in Richtung von Gelb bzw. Rot verschieben,
was den Strahl weniger „blau" aussehen lässt und daher bequemer für
entgegenkommende Fahrer anzuschauen macht. Andere Kombinationen von Linsen mit optischen
Effekten mit weniger üblichen Birnen als Halogen können maßgeschneiderte
ästhetische Effekte an Fahrzeugen zur Verfügung stellen, aber auch maßgeschneiderte
Beleuchtungsleistung. Ein Beispiel wäre, eine Linse zu verwenden, die einen
Fluoreszenzfarbstoff enthält, der Wellenlängen außerhalb des sichtbaren
Bereiches absorbiert (d.h. unterhalb 380 nm) und im sichtbaren reemittiert, in Kombination
mit einer UV-reichen Lichtquelle (wie z.B. einer HID-Birne). Diese würde zu
einer Erhöhung der sichtbaren Intensität des Strahls im Vergleich zur
Emission aus der natürlichen Linse umgewandelt werden und möglicherweise
eine Reduktion der notwendigen Spannung zulassen, wodurch einige Batterieleistung
gespart werden könnte. Weiterhin kann man nicht-photolumineszente Farbstoffe
zu der Polycarbonatzusammensetzung zufügen, um die Chromatizität der Lichtquelle
weiter zu verschieben und eine gewünschte Chromatizität
für den Scheinwerferilluminationsstrahl herzustellen.
Unter Verwendung dieser Erfindung kann man eine Verschiebung in der
Strahl-Chromatizität der Lichtquelle erzeugen. Man kann die Zusammensetzung
von Farbstoffen auswählen (d.h. photolumineszent und nicht-photolumineszent),
wenn man festlegt, welche Lichtquelle verwendet wird, um einen Illuminationsstrahlausstoß
der Lampe herzustellen, der eine legale Farbe oder nicht legale Farbe hat, bestimmt
durch SAE-Erfordernisse. Es soll bemerkt werden, dass die meisten europäischen
Länder, sowie Länder wie Japan, China, usw., keine Scheinwerfer erfordern,
die mit SAE-Erfordernissen vereinbar sind. Demzufolge ist diese Erfindung nicht
allein auf SAE-Standards beschränkt. Es ist eine weitere erfindungsgemäße
Ausführungsform, dass die Lichtquelle, die verwendet wird, eine hochintensive
Halogenlichtquelle ist, nämlich eine Halogen-Infrarot-Reflektionsbirne. Es
ist ein Ziel dieser Ausführungsform, dass der Scheinwerferilluminationsausstoß
eine x-Chromatizität innerhalb der zulässigen Grenzen, wie durch SAE-Erfordernisse
vorgeschlagen, zur Verfügung stellt.
1 zeigt eine Ausführungsform einer Linse für
den Scheinwerfer in Übereinstimmung mit der Erfindung. Die Linse hat eine äußere
Oberfläche 10, die eine allgemein konvexe Krümmung hat und eine
gegenüberliegende rückwärtige Oberfläche 11, die flach
oder konkav sein kann. Die Gesamtdicke der Linse an ihrer Kante 12 ist
in dem Bereich von 0,5 bis 10 mm, z.B. 3,0 mm. Der Mittelteil der Linse kann dicker
oder dünner als die Kantendicke sein, vorausgesetzt, dass die strukturelle
Integrität aufrecht erhalten wird (die notwendige Dicke wird zu einigem Ausmaß
von den anderen Abmessungen der Linse abhängen) und kann als Ergebnis der Bildung
von Rippenlinien 13 variabel sein, die in die Oberfläche geschnitten
sind. Designmerkmale in der äußeren Oberfläche der Linse können
Vorsprünge oder Vertiefungen sein. V-Formen sind für Vertiefungen üblicherweise
bevorzugt. Vorsprünge haben vorzugsweise quadratische Oberteile, jedoch sind
runde Oberteile ebenfalls möglich. Die Gesamtform der Linse kann ein abgerundetes
Rechteck wie gezeigt sein, oder sie kann rund oder oval sein oder jede andere geeignete
Form haben, um mit einer speziellen Lampe verwendet zu werden. Zum Beispiel kann
sich für einige Autoscheinwerferanwendungen die Linse um die vordere Ecke des
Fahrzeugs herum erstrecken, so dass sie Teile sowohl der Front- als auch der Seitenoberflächen
des Fahrzeuges umspannt.
Die erfindungsgemäßen Linsen können entweder direkt
oder indirekt an dem Scheinwerfergehäuse befestigt sein. Die vorliegende Erfindung
kann auch auf andere Anwendungen als Scheinwerferlinsen übertragen werden,
wie z.B. Lichtausrüstung, wo eine synergistische Kombination von Lichtquelle
und äußerer Linse mit optischem Effekt neue ästhetische Lösungen
mit vergleichbarer oder verbesserter Lichtleistung anbietet.
Die erfindungsgemäßen Linsen können mit einer Oberflächenbeschichtung
behandelt werden, um ihre Eignung für eine spezifische Anwendung zu verbessern.
Z.B. ist es im Falle von Linsen für Autoscheinwerfer üblich, eine Überzugsbeschichtung
aus einem UV-Absorber zur Verfügung zu stellen, um die Lebensdauer des anderenfalls
UV-empfindlichen Polycarbonats zu verbessern. Solche UV-Schutzbeschichtungen können
aus auf Acryl oder Silikon basierenden Polymeren, enthaltend UV-Stabilisatoren,
hergestellt werden und werden üblicherweise durch Dampfablagerung oder chemische
Ablagerung aufgebracht. Die Beschichtung wird üblicherweise auf der äußeren
Oberfläche und Kanten aufgebracht, kann aber falls erwünscht auf das vollständige
Äußere der Linse aufgebracht werden. Die erfindungsgemäßen Linsen
können auch in anderen Umgebungen verwendet werden, z.B. um dekorative Effekte
in der Poolbeleuchtung zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall wird eine chemisch
beständige Beschichtung verwendet, um das Polycarbonat vor dem Abbau durch
Poolchemikalien zu schützen. Alternativ kann eine chemisch beständige
Polycarbonatformulierung verwendet werden. 2 zeigt
eine Explosionszeichnung eines Scheinwerfers. Der Scheinwerfer hat ein Gehäuse
22, das einen Reflektorbauteil 25, eine Lichtquelle
26 und einen elektrischen Anschluss 21 zum Anschließen an
das elektrische System eines Fahrzeuges enthält. Eine Einfassung
27 und eine Linse 23 werden auf dem Äußeren des Gehäuses
angebracht, so dass Licht, welches das Gehäuse verlässt, durch die Einfassung
und die Linse hindurch fällt. Eines oder beide von Einfassung 27 und
Linse 23 können in Übereinstimmung mit der Erfindung aus Polycarbonat
hergestellt sein, das ein Photolumineszenzmaterial enthält. Wenn die Einfassung
und die Linse 23 einen organischen Fluoreszenzfarbstoff enthalten, kann
der Farbstoff der gleiche sein oder er kann verschieden sein, um einen Zweifarb-Effekt
zur Verfügung zu stellen. Man wird einsehen, dass 2
ein spezielles Scheinwerferdesign zeigt und dass verschiedene Alternativen zur aktuellen
Form und Struktur existieren. Z.B. kann die Einfassung weggelassen werden und das
Gehäuse und der Reflektor können eine einzelne Komponente sein.
Während wesentliche Verbesserung in der Strahlchromatizität
erreicht werden kann, indem das Licht einfach durch die Linse hindurch fällt,
ist es möglich, die Strahlchromatizität weiter zu verbessern, indem aktiv
einiges oder alles des durch das photolumineszierende Material emittierten Lichts
in die Richtung des Lichtquellenstrahlmusters emittiert wird. Demzufolge ist eine
weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, eine Linse
zur Verfügung zu stellen, welches dieses tut. Z.B. können Rillen oder
Vorsprünge und andere Designmerkmale der Linse, wie z.B. Linsenkantenreflektoren,
in einer solchen Art eingebracht werden, dass sie Licht, das aus der Photolumineszenz
emittiert wird in die Richtung des Reflektorbauteils umleiten anstatt in die Linse.
3 zeigt Strahlendiagramm und Schema eines Scheinwerfers
in Übereinstimmung mit einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform.
Der Scheinwerfer umfasst Designcharakteristika, die sich auf der rückseitigen
Oberfläche der Linse 23 befinden, wie z.B. Rillen 30 und
Vorsprünge 32, die es Licht, welches durch das Photolumineszenzmaterial
emittiert wurde, erlauben, der Linse in Richtung des Reflektorbauteils
25 zu entkommen. Das Reflektorbauteil 25 reflektiert dann das
Licht, welches durch das Photolumineszenzmaterial emittiert wird, und ermöglicht
das Entkommen aus der Linse, als wenn es durch die Lichtquelle 26 erzeugt
würde. Dieses durch das Photolumineszenzmaterial erzeugte Licht hat üblicherweise
eine andere mittlere Chromatizität als das Licht, das durch die Lichtquelle
26 erzeugt wird. Demzufolge ist der Effekt eine weitere Verschiebung der
Scheinwerferilluminationschromatizität.
3 und 4 zeigen eine Lichtquelle
26, ein Reflektorbauteil 25 und eine Linse 23 unter anderen
Dingen. Licht, das durch die Lichtquelle 26 erzeugt wird, ist mit Pfeilen
mit offenen Enden zwischen der Linse und dem Reflektorbauteil 25 dargestellt.
Etwas von dem durch die Lichtquelle 26 erzeugten Licht trifft die Linse
23 in einem solchen Winkel, dass es durch Linse zu dem Äußeren
des Scheinwerfers hindurch fällt. Dies wird durch die Pfeile mit offenen Enden
in dem Illuminationsstrahl 31 gezeigt. Licht kann, wenn es durch die Linse
23 hindurch fällt, mit dem in der Linse 23 enthaltenden Photolumineszenzmaterial
Wechselwirken. Das Photolumineszenzmaterial wird dann Licht emittieren, das, abhängig
von der Richtung relativ zur Linsenoberfläche, entweder entkommt oder innerhalb
der Linse 23 weitergeleitet wird. Etwas von diesem Licht kann durch die
Linse 23 zu dem äußeren Teil der Linse 23 gerichtet
sein und einen dekorativen Kanteneffekt 33 wie in 3
dargestellt erzeugen. Alternativ kann zugelassen werden, dass etwas von dem durch
das Photolumineszenzmaterial emittierten Licht die Linse über Vorsprünge
32 und Rillen 30 in Richtung des Reflektorbauteils 25
verlässt. Das Licht, dem erlaubt wurde, die Linse über die Rillen
30 und die Vorsprünge 32 zu verlassen, wird in
3 und 4 als abwärts
zeigende Pfeile mit dunklen Enden dargestellt. Die Designmerkmale, nämlich
Rillen 30 und Vorsprünge 32, befinden sich auf der inneren
Oberfläche der Linse 23. Sie erzeugen Austrittsstellen für das
Licht, das durch den Photolumineszenzmaterialeffekt emittiert wird und verringern
demzufolge die Menge an Licht, die innerhalb der Linse 23 geleitet wird.
Das Licht, das durch die Photolumineszenz innerhalb der Linse 23 erzeugt
wird, dem erlaubt wird, die Linse 23 zu verlassen, wird dann mit dem Austrittsstrahl
der Lichtquelle 26 durch den Reflektor 25 kombiniert. Dies wird
in 3 und 4 als aufwärts
zeigende Pfeile mit dunklem Ende in Kombination mit den Pfeilen mit offenem Ende
dargestellt. Dies hat den Effekt der weiteren Verschiebung der Strahlchromatizität
des Austrittsstrahls von Lichtquelle 26, da das Licht, das durch das Photolumineszenzmaterial
emittiert wird, üblicherweise eine andere mittlere Chromatizität hat als
der Ausstoß der Lichtquelle 26. Etwas von diesem reflektierten Photolumineszenzlicht
passiert dann durch die Linse 23 und wird in den Illuminationsstrahl
31 des Scheinwerfers eingebracht.
4 zeigt noch eine weitere erfindungsgemäße
Ausführungsform. Zusätzlich zu den Linsendesignmerkmalen aus
3, nämlich den Vorsprüngen 32 und
Rillen 30, umfasst 4 einen Kantenreflektor
34. Der Kanteneffekt, der durch Licht erzeugt wird, welches aus dem Photolumineszenzmaterial
emittiert wird, kann weiterhin durch die Verwendung eines Kantenreflektors
34 an der Linse zurück in die Linse 23 gerichtet werden.
Demzufolge umfasst zusätzlich zu 3 der Scheinwerfer
aus 4 weitere Designcharakteristika in der Linse
23, welche Kantenreflektoren 34 sind, die zumindest einen Teil
des Lichtes reflektieren, das durch die Linse 23 geleitet wird, welches
die Kante erreicht. 4 zeigt ein vereinfachtes Schema
eines Scheinwerfers, bei dem das Licht, welches in Richtung der äußeren
Kante gerichtet ist, durch Kantenreflektoren 34 zurück in die Linse
reflektiert wird. Der Kantenreflektor 34 ist eine Reflektionsschicht, die
allgemein eine Beschichtung ist, basierend auf weißen anorganischen Pigmenten,
wie z.B. BaSO4, TiO2, ZnO oder Glimmer. Metallische Beschichtungen
(wie z.B. solche, die auf Aluminium, Silber oder anderen hochreflektierenden Metallen
oder Legierungen basieren) sind ebenfalls möglich. Der Kantenreflektor
24 kann auch aus einem thermoplastischen Material hergestellt sein, enthaltend
reflektierende Pigmente, wie z.B. TiO2, BaSO4, ZnO, Glimmer
oder metallische Pigmente (einschließlich Aluminium, Silber oder andere Metalle
und Legierungen, die ausreichende Reflektivität haben, um eine reflektierende
Schicht zu bilden). Die reflektierende Schicht benötigt eine Reflektivität
von zumindest 30%, vorzugsweise 50% und stärker bevorzugt 70%.
Es soll bemerkt werden, dass diese Ausführungsform der Erfindung
nicht erfordert, dass der Kantenreflektor 34 an allen Kanten oder der vollständigen
Kante der Linse 23 vorhanden ist. Der Kantenreflektor 34 kann
lediglich einen Teil der Kante oder Kanten der Linsen bedecken. Weiterhin kann der
Kantenreflektor 34 alle Kanten oder die vollständige Kante der Linse
23 bedecken. Demzufolge kann ein dekorativer Kanteneffekt 33 nach
wie vor auch sogar dann erhalten werden, wenn die Verwendung eines Kantenreflektors
34 eingeschlossen ist. Weiterhin können die Verfahren, die in
3 und 4 gezeigt sind,
um die Strahlchromatizität weiter zu verbessern, auf einer
Fall-zu-Fall-Basis angewendet werden, abhängig von der Art der verwendeten
Lichtquelle, der Illuminationsstrahlchromatizität, die erwünscht ist und
der Menge an Kanteneffekt, die erwünscht ist. Zum Beispiel können die
Designmerkmale in Autoscheinwerfern in einer solchen Art angewendet werden, dass
die Gesamtstrahlphotometrie immer noch mit den SAE J1383- und SAE J578-Standards
übereinstimmen.
Lichtquellen (oder Birnen) können in verschiedenen Kategorien
klassifiziert werden: Standard-Halogen-, Hochintensitäts-Halogen-(d.h. Infrarotreflektions-Halogen-),
Hochintensitätsgasentladungs- und Festphasenquellen sind unter diesen Klassifikationen.
Der folgende Abschnitt detailliert solche Lichtquellen und ihre Technologien.
Standard-Halogenbirne
Eine Halogenlampe beinhaltet eine hermetisch verschlossene lichtdurchlässige
Hülle und ein Wolframfilament innerhalb der Hülle. Eine Mischung wird
in die Hülle eingebracht. Die Mischung beinhaltet Inertgas, eine Halogen enthaltende
Verbindung und eine Verbindung, die dazu fähig ist, Sauerstoff zu gettern.
Wenn Energie eingebracht wird, wird durch das strahlende Wolframfilament innerhalb
der Hülle Licht im sichtbaren Bereich von Wellenlängen erzeugt.
Eine Halogenlampe hat eine röhrenförmige lichtdurchlässige
Hülle, gebildet aus Hochtemperaturaluminosilikatglas, Quarz oder anderem transparentem
Material. Ein Wolframfilament oder -spirale wird innerhalb der Hülle durch
Einspeisedrähte, gebildet aus Molybdän, getragen, die sich durch eine
handelsübliche Quetschdichtung erstrecken. Die Einspeisedrähte können
sich von den entgegengesetzten Enden der Hülle her erstrecken, wie in einer
doppelendigen Lampe, oder von dem gleichen Ende der Hülle her, wie in einer
einendigen Lampe. Falls erwünscht können die Molybdän-Einspeisedrähte
mittels Schweißen, Löten oder anderen geeigneten Mitteln an weniger teure
Metalle mit gleichem oder größerem Durchmesser angeschlossen werden, um
elektrische Verbindung für das Filament zur Verfügung zu stellen und die
Lampe auch zu tragen. Die Einfuhrdrähte sind elektrisch mit einer Stromquelle
über die Basis der Lampe verbunden, um der Lampe Energie zu zu führen.
Für Scheinwerfer und andere Verwendungen, bei denen es erwünscht
ist, den Lichtausstoß der Lampe zu modifizieren, kann die Lampenhülle
auf zumindest einer ihrer inneren und äußeren Oberflächen mit einer
Beschichtung aus einem Filtermaterial beschichtet sein. Die Beschichtung filtert
einen Teil der Strahlung aus dem Licht des Filaments, welches die Hülle verlässt,
heraus. Im Falle einer „blauen" Lampe, wie z.B. für einen Scheinwerfer,
filtert der Filter einen Teil des roten Lichts und des gelben Lichts, was einen
blauen Anschein ergibt. Infrarotfilter und UV-Filter können ebenfalls verwendet
werden. Die Lampenhülle kann ebenfalls mit Filtermaterial dotiert sein.
Hochintensitäts-Halogenlichtquelle und Infrarotreflektions-Halogenlichtquelle
(HIR):
Hochintensitäts-Halogenlichtquellen sind üblicherweise doppelendige
Wolfram-Halogen-IR-Lampen. Andere Wolfram-Halogen-IR-Lampen können ebenfalls
verwendet werden, einschließlich einendigen Lampen. Die Lampe hat eine röhrenförmige
lichtdurchlässige Hülle, gebildet aus Hochtemperaturaluminosilikatglas,
Quarz oder anderem transparentem Material. Ein Wolframfilament oder -spirale wird
innerhalb der Hülle durch Einspeisedrähte getragen, gebildet aus Molybdän,
die sich durch eine handelsübliche Dichtung erstrecken. Die Einspeisedrähte
können sich von einander gegenüberliegenden Enden der Hülle her erstrecken,
wie es in doppelendigen Lampen der Fall ist, oder von dem gleichen Ende der Hülle
her, wie in einer einendigen Lampe. Falls erwünscht können die Molybdän-Einspeisedrähte
mittels Schweißen, Löten oder anderer geeigneter Mittel mit weniger teuren
Metallen mit gleichem oder größerem Durchmesser verbunden werden, um elektrische
Verbindung für das Filament zur Verfügung zu stellen und die Lampe auch
zu tragen. Die Einspeisedrähte sind elektrisch mit einer Kraftquelle (nicht
gezeigt) über die Basis der Lampe verbunden, um die Lampe mit Energie zu versorgen.
Eine Infrarotreflektions-Halogenbirne (HIR) ist eine Wolframfilament-Halogenbirne
mit einer speziellen haltbaren Infrarotreflektionsbeschichtung, die auf die Birnenkapsel
aufgebracht ist. Die Beschichtung macht die Birne wirksamer bei der Herstellung
von Licht und dem Fokussieren von Wärmeenergie, die anderenfalls zurück
auf dem Filament verloren gehen würde. Eine solche Beschichtung kann durch
Mehrschichtdünnfilmtechnologie erzeugt werden, die IR-Wellenlängen zurück
in Richtung auf das Filament reflektiert. Dieser Reflektionseffekt erlaubt, das
Filament bei einer höheren Temperatur zu betreiben, während weniger elektrische
Energie verwendet wird.
Hochintensitätsgasentladung (HID)
Eine Hochintensitätsgasentladungslampe beinhaltet eine hermetisch
verschlossene lichtdurchlässige Hülle und Wolframelektroden innerhalb
der Hülle. Eine Mischung wird in die Hülle eingebracht. Die Mischung beinhaltet
Inertgas, Edelgas, Metallsalze, darunter Seltenerdsalze, und kann auch Quecksilber
und Halogen enthaltende Verbindung enthalten. Wenn unter Energie gesetzt, wird Licht
im sichtbaren Bereich von Wellenlängen durch einen Strahlungskörper aus
Gas innerhalb der Hülle erzeugt. Andere Gasentladungslampen können ebenfalls
verwendet werden.
Eine Hochintensitätsgasentladungslampe hat eine röhrenförmige
lichtdurchlässige Hülle, gebildet aus Hochtemperaturaluminosilikatglas,
Quarz, Keramik oder anderem transparentem Material. Wolframelektroden werden innerhalb
der Hülle durch Einspeisedrähte getragen, die aus Molybdän gebildet
werden, und die sich durch eine handelsübliche Dichtung erstrecken. Falls erwünscht,
können die Molybdän-Einspeisedrähte mittels Schweißen, Löten
oder anderen geeigneten Mitteln mit weniger teuren Metallen mit ähnlichem oder
größerem Durchmesser verbunden werden, um elektrische Verbindung für
das Filament zur Verfügung zu stellen und auch um die Lampe zu tragen. Die
Einspeisedrähte sind elektrisch mit einer Kraftquelle über die Basis der
Lampe verbunden, um die Lampe mit Energie zu versorgen. Eine UV-Blockierabdeckung,
gebildet aus Hochtemperaturaluminosilikatglas oder anderem transparentem UV-blockierenden
Material, kann um die Bogenröhre herum angebracht sein.
Für Scheinwerfer und andere Verwendungen, wo es erwünscht
ist, den Lichtausstoß der Lampe zu modifizieren, kann die Lampenabdeckung auf
zumindest einer ihrer inneren und äußeren Oberflächen mit einer Beschichtung
aus einem Filtermaterial beschichtet sein. Die Beschichtung filtert einen Teil der
Strahlung von dem Licht des Filaments, welches die Hülle verlässt, heraus.
Die Lampenhülle und/oder die Abdeckung können ebenfalls mit Filtermaterial
dotiert sein.
Festphasenlichtquelle
Eine Licht emittierende Diode (LED) ist eine unteilbare diskrete Lichtquelleneinheit,
enthaltend (a) Halbleiter-n-p-Grenze(n), in welchen sichtbares Licht erzeugt wird,
wenn als Ergebnis einer angelegten Spannung ein Vorwärtsstrom fließt.
Andere Festphasenlichtquellen können ebenfalls verwendet werden.
Die Erfindung wird nun weiter mit Bezugnahme auf die folgenden, nicht
einschränkenden Beispiele beschrieben.
BEISPIEL 1:
Polycarbonatformulierungen (B) bis (E), wie unten in Tabelle 1 gezeigt,
(Einheit: Gewichtsteile) werden so ausgelegt, um die Möglichkeit zu veranschaulichen,
eine breite Palette von Lichtdurchlässigkeitscharakteristiken für die
vorliegende Erfindung zu erzeugen. Ein Zwillingsschraubenextruder wird für
den Kompoundierungsschritt mit Lexan® LS-2 Standard-Polycarbonat-Extrusionsbedingungen
verwendet. Ein Standard-Polycarbonatprodukt (LEXAN® LS2-111), das
in Automobilbeleuchtung und insbesondere Autoscheinwerfern verwendet wird, wird
als ein Vergleich ausgewählt. Platten mit einem Hochglanzfinish (Abmessungen:
10,16 cm × 7,62 cm × 3,0 mm) werden für jede Formulierung gemäß
den Standardverarbeitungsbedingungen, wie sie für das Material in dem technischen
Datenblatt definiert sind, geformt.
Tabelle 1
Das PC-Harz mit geringem Fluss, das verwendet wird, ist Polybisphenol
A-carbonat mit einem mittleren Molekulargewicht (MW) von 29 900 (alle
Molekulargewichte von PC in der Anmeldung werden mit GPC bestimmt, d.h. Gelpermeationschromatographie,
gegen absolute Polycarbonatstandards): Das verwendete PC-Harz mit hohem Fluss ist
ein Polybisphenol A-carbonat mit einem mittleren Molekulargewicht (MW)
von 21 900. Der Wärmestabilisator ist Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit.
Das Entformungsmittel ist Pentaerythrittetrastearat. Der UV-Stabilisator ist 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol.
Pigmentblau 60 wird erhalten von BASF (BASF Heliogen Blau K6330). Lösungsviolett
36 wird erhalten von Bayer (Bayer Macrolex Violet 3R). OB-184 (d.h. 2,5-Bis(5'-tert-butyl-2-benzoxazolyl)thiophen)
wird erhalten von Ciba (Ciba Uvitex OB).
Farbkoordinaten werden an den Chips im Transmissionsmodus unter Verwendung
eines Gretag MacBeth 7000A-Spektrophotometers gemessen, wobei Illuminant C und ein
2°-Beobachter ausgewählt werden. Das Instrument wird in Übereinstimmung
mit den Herstellerspezifikationen unter Verwendung einer weißen Kalibrierungskachel
kalibriert. Ein großer Sichtbereich und eine große Apertur werden für
die Messungen verwendet. Andere Einstellungen beinhalten Specular Component Included
(SCI) und UV partially included (kalibriert für UVD65 mit einer UV-Kachel).
Die MacBeth Optiview 5.2-Software nimmt die Daten auf und berechnet die CIE 1931
(Yxy)-Farbkoordinaten für ein Illuminant C und einen 2°-Beobachter. Die
CIE 1931 (Yxy)-Farbkoordinaten sind in Tabelle 2 zusammen gefasst.
Tabelle 2
Da Y zu der Lichtdurchlässigkeit der Platte bei 3,0 mm korrespondiert,
bestätigen die Ergebnisse, dass Materialien B bis E einen breiten Bereich der
Lichtdurchlässigkeit innerhalb des für diese Erfindung bevorzugten Bereiches
abdecken. Zusätzlich muss bemerkt werden, dass der x-Chromatizitätswert
inkrementell von A nach E abfällt. Diese signifikante Verschiebung veranschaulicht
eine zunehmende Verschiebung von klar (A) zur blauesten Formulierung (E). Es soll
erwähnt werden, dass die stärkste Blauverschiebung mit einer relativ niedrigen
Farbbeladung erhalten wird: weniger als etwa 0,004% nicht-fluoreszierendes Färbemittel
und etwa 0,05% organischer Photolumineszenzfarbstoff.
BEISPIEL 2:
Um die Eignung der gefärbten Linsenanwendung für Straßenverwendung
in einem Motorfahrzeug zu untersuchen, wird ein Autoscheinwerfer in Übereinstimmung
mit dieser Erfindung auf Strahlfarbe und Photometrie untersucht. Wie zuvor in der
Beschreibung erklärt, müssen alle Autoscheinwerfer, die von den Fahrzeugherstellern
eingebaut werden, einen akzeptables Strahlenmuster erzeugen und Scheinwerferfarbverordnungen
erfüllen.
Ein Scheinwerfer aus einem Vierscheinwerfersystem, bei welchem das
Abblendlicht um HB4 (ANSI 9006) herum ausgelegt ist, wird ausgewählt aufgrund
der Möglichkeit, das optische System auch auf eine Hochlumen-HIR2 (ANSI 9012)-Lichtquelle
anzuwenden. Das HB4 und HIR2 haben identische Lichtmittenlängen und überlappende
Spiralgehäuse, was die Quellen optisch von der Filamentbildperspektive her
austauschbar macht. Aufgrund des höheren Lumenausstoßes wird a priori
nicht erwartet, dass der Scheinwerfer mit HIR2-Quelle die Strahlmusterverordnung
erfüllt, jedoch wird erwartet, dass das resultierende Strahlmuster in einer
Annäherung der ersten Ordnung passt.
Der Scheinwerfer ist einer vom optischen Reflektortyp und wird ohne
die klare Standardlinse zusammengebaut. Eine Kontrolllinse und zwei Linsenpräparationen
mit verschiedenen Harzformulierungen, was die Linsen A bis C (siehe Tabelle 2) ergibt,
werden verwendet. Diese drei Linsen werden für Photometrie- und Farbmessungen
von beiden Scheinwerfern verwendet.
Der Messaufbau besteht aus einem LMT GO-H 1200 Goniophotometer mit
Inline-Photometerkopf bei 18,29 m. Ein Hilfs-LMT C 1200-Tristimulus Colorimeter,
angeschlossen an einen CH-60 Präzisionscolorimeterkopf, kann in Reihe mit dem
Photometerkopf in einer Entfernung von 3,05 m vom Birnenzentrum montiert werden.
Strahlintensität und Strahlfarbe an jedem der Punkte, die in
den US-Scheinwerferverordnungen (49CFR571.108) für das Abblendlicht des Scheinwerfers
spezifiziert sind, werden mit beiden Quellen und jeder der 3 Linsen gemessen, mit
der Ausnahme, dass der 10U-90U-Bereich von der Farbmessung ausgeschlossen wird.
Ein typischer Durchlauf für eine gegebene Linsenvorschrift wird
aus zwei Teilen bestehen. Zunächst wird die Strahlphotometrie durch Beginn
mit der Lampe in der Position, die für den Photometerkopf gedacht ist, abgelesen.
Die Birnen werden mit 12,8V Energie versorgt. Nach Vervollständigung der Strahlphotometrie,
wobei die Lampe an ihrer Ausgangsposition endet, wird das Hilfs-Tristimulus-Colorimeter
an seinem Platz 3,05 m von der Scheinwerfermitte montiert und die Strahlfarbe wird
beginnend an der für die Lampe original vorgesehenen Position unter Verwendung
des gleichen Programms, das für die Strahlphotometrie verwendet wurde, abgelesen.
Sphärische Photometriedaten bei 12,8V:
Tabelle 3
Automobilaußenlinsen werden aus Polycarbonatformulierungen (A)
bis (E) geformt. Zusätzlich ist auch ein blauer Kantenglüheffekt sichtbar,
der die Vorteile eines ästethischen Effekts zur verbesserten Lichtleistung
addiert.
Tabelle 4
Die Ergebnisse der Isocandela-Messung (integrierte Scheinwerferlumen)
und mittleren Strahlchromatizität (x, y) aus der Strahlphotometrieuntersuchung
werden in Tabelle 4 für die HIR2- und HB4-Quellen und Linsenmaterial A bis
E zusammengefasst. Wie erwartet nimmt die Strahlintensität – wie durch
die integrierten Lumen veranschaulicht – als eine Funktion der Lichtdurchlässigkeit
der Linse ab. Mit beiden Quellen kann, ausgehend von der klaren Linse zu Linsenmaterial
C, eine signifikante Strahlfarbverschiebung gemessen werden, wie durch die Verschiebung
im x-Chromatizitätswert veranschaulicht. Dies zeigt klar, dass die Strahlfarbe
in Richtung des blauen Bereiches des SAE J578 „Weißlichtes" verschoben
wird. Der blaueste gemessene Strahl wird durch Kombination der HIR2-Birne mit der
Linse, die aus Material E geformt wurde, im Scheinwerfer erhalten. Man muss jedoch
bemerken, dass die Strahlfarbe, die aus der Kombination von HIR2-Birne und Linse
C resultiert, sehr nahe an der Grenze der ECE-Regulation 99 HID-Spezifikation endet,
was andeutet, dass sie den exakten HID-Farbraum erfüllt, wenn Designmerkmale
zu der Linse zugefügt werden. Als eine Referenz wird die Chromatizität
einer kommerziellen HID-Birne (Philips D2S-Birne) auf das CIE 1931-Diagramm aufgedruckt
(x = 0,38 +/-0,025 und y = 0,39 +/- 0,015). Aus Tabelle 4 können wir schließen,
dass die folgenden Kombinationen für das Linsen/Scheinwerferdesign, die für
das Experiment verwendet wurden, bevorzugt sind:
Der Scheinwerfer, ausgerüstet mit einer HIR2-Quelle und einer Linse, geformt
aus Material D, wird einen Gesamtilluminationslichtausstoß von etwa 507 Lumen
(integrierte Lumen) und einen Chromatizitätswert x von etwa 0,3966 und y von
etwa 0,3962 haben.
Der Scheinwerfer, ausgerüstet mit einer HIR2-Quelle und einer
Linse, geformt aus Material E, wird einen Gesamtilluminationslichtausstoß von
etwa 453 Lumen (integrierte Lumen) und einen Chromatizitätswert x von etwa
0,3851 und y von etwa 0,3925 haben.
Es ist bemerkenswert, dass die Kombinationen, die oben erwähnt
wurden, in die ECE-Regulation 99 HID-Spezifikationen und auch in die veröffentlichten
Spezifikationen für eine der häufigsten Standard-HID-Birnen (Philips D2S)
fallen. Zusätzlich hat der Scheinwerfer, der mit Linsenmaterial E ausgerüstet
ist, eine Chromatizität, die extrem nahe an dem Beispiel für die HID-Birne
ist, was die gute Farbübereinstimmung bestätigt. Weiterhin wird vorhergesagt,
dass der Lichtausstoß eines Scheinwerfers mit dieser Linse etwa 10% höher
ist als ein Standard-HB4 (ANSI 9006), ausgerüstet mit einer klaren Linse (A).
Dieses Ergebnis zeigt, dass bei Verwendung dieser Erfindung es möglich ist,
Scheinwerfer herzustellen, die dazu fähig sind, einen Lichtstrahl zu emittieren,
der die Chromatizität eines HID-Scheinwerfers erreicht, während verbesserter
Lichtausstoß im Vergleich zu einem Standardhalogensystem, wie z.B. der Kombination
HB4/klare Linse, zur Verfügung gestellt wird. Es ist auch zu bemerken, dass
blaue Halogenbirnen (wie z.B. die Silverstar®-Birne) lediglich 1
000 Lumen emittieren, wenn sie bei 12,8 Volt gemäß ihrer Spezifikation
betrieben werden, was ähnlich zu der HB4 ist. Als ein Ergebnis wird von solchen
Birnen nicht erwartet, dass sie besseren Gesamtilluminationslichtausstoß (integrierte
Lumen) haben als die Kombination HB4/klare Linse und daher unter der Leistung der
Scheinwerfer dieser Erfindung sein sollten.
BEISPIEL 3:
Polycarbonatformulierung (F) (Beachte: Dies ist das gleiche wie Formulierung
(D) in dem Ergebnisabschnitt der US-Patentanmeldung Seriennummer 10/063 791, angemeldet
13. Mai 2002), die wie unten beschrieben so definiert wird, dass sie die Möglichkeit
veranschaulicht, eine breite Palette von optischen Farbeffekten für äußere
Linsen zu erzeugen. Ein Zwillingsschraubenextruder wird für den Kompoundierungsschritt
mit Standard-Lexan® LS-2 Polycarbonatextrusionsbedingungen verwendet.
Farbchips 5,08 cm × 7,62 cm × 3,2 mm) werden für jede Formulierung
geformt und Farbkoordinaten werden an den Chips im Transmissionsmodus unter Verwendung
eines MacBeth 7000A-Spektrophotometers mit der Auswahl von Illuminat C und einem
2 Grad Beobachter gemessen.
Eine Polycarbonatharzzusammensetzung (F) wird hergestellt durch Vermischen
von: -65 Teilen Poly(bisphenol A-carbonat) mit einem mittleren Molekulargewicht
(MW) von 29 900, -35 Teilen Poly(bisphenol A-carbonat) mit einem mittleren
Molekulargewicht (MW) von 21 900, -0,06 Teilen Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit,
-0,27 Teilen Pentaerythrittetrastearat, -0,27 Teilen 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol,
-0,05 Teilen 2,5-Bis(5'-tert-butyl-2-benzoxazolyl)thiophen (Ciba Uvitex OC), -0,0001
Teilen C.I. Pigmentblau 60 (BASF Heliogen Blau K6330), -0,00005 Teilen C.I. Lösungsviolett
36 (Bayer Macrolex Violett 3R).
Es soll bemerkt werden, dass Linse (F) mehrere Designmerkmale hat
(d.h. Vorsprünge, Rillen und Einschnitte) im Vergleich zu Linsen, die in Beispiel
2 geformt wurden. Wenn mit einer HB4 (ANSI 9006)-Lichtquelle ausgerüstet, ist
es offensichtlich, dass die Scheinwerferstrahlfarbe in Richtung von weißerer/blauerer
Strahlfarbe verschoben ist. Zusätzlich wird ein gefärbter optischer Effekt
von den betonenden Merkmalen der Linse (Vorsprüngen, Rillen und Einschnitten)
beobachtet.
Äußere Automobillinsen werden aus Polycarbonatformulierungen
(F) geformt. Wenn die Linsen in Automobilscheinwerfer eingebracht werden, wird es
offensichtlich, dass die Linsenstrahlfarbe weiß ist, während ein stark
gefärbter optischer Effekt beobachtet wird, der aus den Designmerkmalen der
Linse (Vorsprüngen, Linien und Kanten) scheint.
Eine Linse, die aus Formulierung (F) geformt wird, wird mit einer
Halogenbirne kombiniert, um die SAE-Konformität in einer Scheinwerferkonfiguration
zu untersuchen. Natürlich farbiges Lexan® LS-2-Harz wird als
eine Referenz verwendet, um die Lichtleistung gemäß SAE J1383 zu bewerten.
Die Ergebnisse des Isocandela-Tests (Gesamtfluss), Maximum-Candela
(Punktintensität) und Strahlchromatizität (x, y) sind in Tabelle 5 zusammengefasst.
Es ist bemerkenswert, dass sowohl der Maximum-Candela als auch die Isocandela bestätigen,
dass die Linsen mit optischem Effekt, kombiniert mit der Halogenbirne, einen vergleichbaren
Lichtausstoß bezüglich der Intensität ergeben, der innerhalb von
+/-5% der Referenz (natürliche Farbe) ist. Darüber hinaus zeigt der Scheinwerfer
mit der blauen Linse, hergestellt aus Formulierung (F) einen sehr viel blaueren
(d.h. weißeren) Strahl im Vergleich zur Referenz, da der CIE 1931 x-Chromatizitätswert
von 0,4424 auf 0,4040 verschoben ist. Dieses Ergebnis wird durch die optische Bewertung
der Strahlfarbe ebenfalls bestätigt.
Tabelle 5
Dieses Ergebnis im Vergleich zu Beispiel 2 zeigt die Wirkung der Designmerkmale
in einer Linse. Zusätzlich zeigt es, dass es möglich ist, Scheinwerfer
zu erzeugen, welche die SAE-Standards erfüllen und einen Strahlchromatizitätswert
x von weniger als 0,405 haben, sogar wenn nur eine sehr geringe Menge an Nicht-Fluoreszenzfarbstoffbeladung
von etwa 0,00015% in Kombination mit einem organischen Photolumineszenzfarbstoff
verwendet wird.
Im Falle von Lichtquellen mit einer mittleren x-Chromatizität
von mehr als 0,405, was für die meisten Halogenbirnen, HIR-Birnen
und einige Festphasenquellen und sehr wenige HID-Lampen der Fall ist, sind typischerweise
Linsenzusammensetzungen (D) und (E) aus Beispiel 2 die bevorzugten Zusammensetzungen.
Dies ist der Fall, da sie die signifikanteste Farbverschiebung zur Verfügung
stellen, sogar mit einer Linse, die eingeschränkte oder keine Designmerkmale
hat, wie z.B. Rillen oder Vorsprünge, um den Strahl weiter zu verschieben.
Wenn die Linse Designmerkmale wie Rillen oder Vorsprünge hat, wie in
3 und 4 veranschaulicht,
ist eine geringere Nicht-Fluoreszenzfarbstoffbeladung erforderlich (sogar 0,00015%,
gekoppelt an eine Fluoreszenzfarbstoffbeladung von 0,05%, erzeugt die gewünschten
Ergebnisse). Weiterhin ist mit geeigneten Designmerkmalen, wie z.B. Vorsprung oder
Rillen, sogar eine geringe Farbladung wie in Linsenzusammensetzung F aus Beispiel
3 erwähnt, akzeptabel. Demzufolge kann ein Verhältnis von Fluoreszenzfarbstoff/Nicht-Fluoreszenzfarbstoff
von etwa 330 (Zusammensetzung F, Beispiel 3) die gewünschte Chromatizität
erzeugen. Jedoch korrespondieren die bevorzugten Farbstoffzusammensetzungen in Verbindung
mit eingeschränkten oder keinen Designmerkmalen in der Linse zu Verhältnissen
von etwa 19 (Zusammensetzung D, Beispiel 2) und 13 (Zusammensetzung E, Beispiel
2). In jedem Fall ist die bevorzugte Fluoreszenzfarbstoffbeladung von 0,005% bis
0,5%, wobei 0,01% bis 0,25% stärker bevorzugt sind.
In dem Fall von Lichtquellen mit einer mittleren x-Chromatizität
von weniger als 0,405, nämlich weißen Festphasenlichtquellen und guten
HID-Quellen, sind Formulierungen (B) und (C) gegenüber (D) und (E) aus Beispiel
2 bevorzugt. Dies beruht auf der Tatsache, dass Formulierungen (B) und (C) das Risiko
der Verschiebung des Strahls außerhalb der SAE „Weißbox", wie oben
definiert, reduzieren. Das bevorzugte Nicht-Fluoreszenz- zu Fluoreszenzfarbstoff-Verhältnis
ist > 20. Bevorzugte Fluoreszenzfarbstoffbeladung ist weniger als oder gleich
0,1%.
Anspruch[de]
Autoscheinwerfer, aufweisend:
ein Gehäuse (22) zur Aufnahme einer Lichtquelle;
eine Lichtquelle (26) aufgenommen im Gehäuse (22);
eine Linse (23) befestigt an das Gehäuse (22) und so angeordnet,
dass Licht aus der Lichtquelle (26) die im Gehäuse (22) aufgenommen
ist, durch die Linse (23) fällt;
wobei die Linse (23) ein Polycarbonat und ein photolumineszentes Material
aufweist und der Scheinwerfer die Erfordernisse für Autoscheinwerfer hinsichtlich
der Strahlphotometrie und Strahlchromatizität erfüllt;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquelle (26) und das Material der Linse (23) so ausgewählt
sind, dass Licht, welches aus der Lichtquelle (26) emittiert wird, hinsichtlich
der Chromatizität modifiziert wird, wenn es durch die Linse fällt, sodass
der Illuminationsstrahl aus dem Scheinwerfer eine mittlere x-Chromatizitäts-Koordinate
von 0,345 bis 0,405 hat.Scheinwerfer nach Anspruch 1, wobei das photolumineszente Material einen
organischen, fluoreszierenden Farbstoff umfasst.Scheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Linse (23) weiterhin
einen nicht-fluoreszierenden Farbstoff umfasst.Scheinwerfer nach Anspruch 3, wobei der fluoreszierende Farbstoff in
einer Konzentration von 0,0001 bis 1 Gew.-% an fluoreszierendem Farbstoff eingeschlossen
ist und der nicht-fluoreszierende Farbstoff in einer Konzentration von 0,00001 bis
0,1 Gew.-% an nicht-fluoreszierende Farbstoffen eingeschlossen ist.Scheinwerfer nach Anspruch 3, wobei der fluoreszierende Farbstoff in
einer Konzentration von 0,005 bis 0,5 Gew.-% an fluoreszierendem Farbstoff eingeschlossen
ist und der nicht-fluoreszierende Farbstoff in einer Konzentration von 0,0001 bis
0,01 Gew.-% an nicht-fluoreszierende Farbstoffen eingeschlossen ist.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der fluoreszierende
Farbstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Perylenderivaten, Anthrancenderivaten,
Benzoxazolderivaten, Stilbenderivaten, indigoiden und thioindigoiden Derivaten,
Imidazolederivaten, Naphtalimidderivaten, Xanthenen, Thioxanthenen, Coumarinen,
Rhodaminen, (2,5-Bis[5-tert-butyl-2-benzoxyazolyl]thiophen) und Derivaten oder Kombinationen
davon.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Lichtquelle
(26) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus:
einer Gasendladungslichtquelle von hoher Intensität,
einer Feststofflichtquelle, einer Standard-Halogen-Lichtquelle, und
einer halogen-infrarot-reflektierten Lichtquelle.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Lichtquelle
(26) eine mittlere x-Chromatizitäts-Koordinate von größer
als 0,405 hat.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei die Lichtquelle (26) eine halogen-infrarot-reflektierte Lichtquelle
ist;
wobei die Lichtquelle (26) einen Strahl niedriger Leistung und einen Strahl
hoher Leistung hat;
wobei der Strahl geringer Leistung größer als oder gleich 980 Lumen und
der Strahl hoher Leistung größer als oder gleich 1180 Lumen ist;
wobei der Scheinwerfer einen gering-illuminierenden Strahlenauslass hat und einen
hoch-illuminierenden Strahlenauslass;
wobei der gering-illuminierende Strahlenauslass größer als oder gleich
430 Lumen ist und der hoch-illuminierende Strahlenauslass größer als oder
gleich 680 Lumen ist.Scheinwerfer nach Anspruch 9, wobei der Strahl geringer Leistung größer
als oder gleich 1280 Lumen ist, beispielsweise größer als oder gleich
1480 Lumen und der Strahl hoher Leistung größer als 1500 Lumen, beispielsweise
größer als oder gleich 1680 Lumen ist; und wobei der gering-illuminierende
Strahlenauslass größer als oder gleich 480 Lumen ist, beispielsweise größer
als oder gleich 530 Lumen, und der hoch-illuminierende Strahlenauslass größer
als oder gleich 730 Lumen ist, beispielsweise größer als oder gleich 780
Lumen.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Linse
(23) Rinnen oder Vorsprünge (30) hat, die auf der überwiegenden
Oberfläche (32) davon gebildet sind, wobei die überwiegende Oberfläche
(32) nach innen auf die Lichtquelle (26) und das Gehäuse
(22) schaut.Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Linse
(23) eine Kante und einen Kantenreflektor (34) hat, wobei der
Kantenreflektor (34) wenigstens einen Abschnitt der Kante bedeckt, wobei
Licht, das in der Linse (23) geleitet wird, das die Kante erreicht, in
die Linse zurückreflektiert wird (23).Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Photo
lumineszenz-Material eine Quantenausbeute von 0,7 oder größer, vorzugsweise
0,9 oder größer hat.Eine Linse (23) zur Verwendung in einem Scheinwerfer, nach
einem der Ansprüche 1 bis 13.Verfahren zum Ändern der Chromatizität eines Automobil-Scheinwerfers,
umfassend die Schritte, dass man,
eine partielle Scheinwerferanordnung auswählt, umfassend eine Lichtquelle (26)
und ein Gehäuse (22), wobei die Lichtquelle eine erste Chromatizität
hat;
eine Linse (23) auswählt, umfassend ein Polycarbonat und einen Fluoreszenzfarbstoff
und
die Linse an der partiellen Scheinwerferanordnung befestigt, wodurch ein Autoscheinwerfer
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 gebildet wird.