Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Schalteinheit
für elektrische Werkzeuge, wobei die Schalteinheit Wärme abstrahlende
Bauelemente aufweist.
Solche Schalteinheiten sind allgemein bekannt.
Sie bilden beispielsweise eine Komponente von elektrischen Werkzeugen
und insbesondere von elektrischen Werkzeugen, in welchen die Leistung des im Werkzeug
eingebauten (Haupt)-Elektromotors gesteuert werden muss. Diese umfassen unter anderem,
aber nicht ausschließlich, Bohrmaschinen, Sägemaschinen u. dgl..
Die vorliegende Schalteinheit hat Bauelemente, in welchen elektrische
Energie während des Betriebes in Wärme umgewandelt wird. Diese umfassen
Halbleiter, Widerstände usw..
Dieses Problem tritt bei netzgespeisten Werkzeugen auf, aber auch,
und zwar in größerem Ausmaß, bei batteriegespeisten Werkzeugen. Im
zuletzt genannten Fall wird das Problem dadurch verursacht, dass infolge der niedrigeren
Spannungen die Ströme höher sind, was im Allgemeinen zu einer höheren
Wärmeabstrahlung führt.
Die Wärmeabstrahlung beeinträchtigt die Zuverlässigkeit
der elektrischen Schalteinheit, kann die Lebensdauer der relevanten Bauelemente
verkürzen und kann zu einer thermischen Verformung des Gehäuses des Werkzeugs
führen.
Um diese Probleme zu verhindern sind solche Bauelemente für hohe
Leistung so dimensioniert, dass sie einen relativ großen Raum einnehmen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung dieser
Art zu schaffen, bei der unter Beibehaltung der Lebensdauer der Schalteinheit die
Abmessungen der Bauelemente und dadurch der Schalteinheit reduziert werden können
und die auch mit geringeren Kosten hergestellt werden kann.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Schalteinheit einen
Ventilator aufweist, der wenigstens die Wärme abstrahlenden Bauelemente kühlen
kann. Die Kühlung kann hierbei direkt und indirekt stattfinden, und der Ventilator
kann auch zur Kühlung des (Haupt)-Elektromotors beitragen.
Der Ventilator wird dabei einen Luftstrom erzeugen, der entlang der
in Frage stehenden Bauelemente geleitet wird. Die Wärme, welche in diesen Bauelementen
entwickelt wird, kann so abgeführt werden, dass die relevanten Bauelemente
selbst im Fall einer hohen Leistung mit kleinen Abmessungen realisiert sein können.
Die Kühlung findet vorzugsweise lokal statt, was mit kleinen Ventilatoren und
einem konzentrierten Luftstrom zu der gewünschten Kühlung führen
kann.
Anzumerken ist, dass es auf dem Gebiet der Computer allgemein bekannt
ist, Ventilatoren zum Zweck der Kühlung von Wärme abstrahlenden elektronischen
Bauelementen zu verwenden.
Ungeachtet der Tatsache, dass in PCs ein extrem hoher Grad an Miniaturisierung
stattgefunden hat, sind sie immer noch in relativ große Gehäuse eingebaut.
Hierbei kann die Unterbringung eines solchen Gebläses daher ohne viele Probleme
erfolgen.
Im Fall von elektrischen Werkzeugen ist die Situation anders; hier
steht der größte Raum für den (Haupt)-Elektromotor zur Verfügung,
während für die Schalteinheit nur ein begrenzter Raum zur Verfügung
steht. Die Verwendung eines Ventilators bei einer solchen Konfiguration ist daher
mit den allgemein anwendbaren Voraussetzungen nicht vereinbar.
Es ist beispielsweise aus der DE-A-3 430 023 bekannt, den (Haupt)-Elektromotor
eines elektrischen (Hand)-Werkzeuges mit einem Ventilator zu kühlen, der in
dem voluminösen Teil des Gehäuses platziert ist, das für den (Haupt)-Elektromotor
bestimmt ist, während die Schalteinheit in einem sehr viel engeren Handgriffteil
dieses Gehäuses angeordnet ist, wobei dieser engere oder kleinere Teil ohne
Luftaustrittsabführmittel gestaltet ist und die Schalteinheit darüber
hinaus keine Wärme abstrahlenden Bauelemente aufweist. Ein kühlender Luftstrom
verläuft nicht entlang der Schalteinheit, die auch keine Wärme abstrahlenden
Bauelemente aufweist, so dass ein Luftstrom, wenn er strömen würde, nicht
einen Bedarf zum Kühlen der Schalteinheit erfüllen würde.
In der DE-A-3 045 610 ist ferner eine elektrische Schalteinheit gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 offenbart.
Ferner ist anzumerken, dass im Fall von Batterien od. dgl. als Energiequelle
für Gleichstrommotoren eine Zwangskühlung der Schalteinheit mit einem
Ventilator eine leicht durchführbare Alternative oder eine Maßnahme zusätzlich
zum Kühlen des (Haupt)-Elektromotors darstellen kann.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind
die Wärme abstrahlenden Bauelemente thermisch an einen Kühlkörper
gekoppelt und der Ventilator ist so ausgebildet, dass er den Kühlkörper
kühlt.
Je nach der relevanten Konfiguration der Schalteinheit
ist es in einigen Situationen günstig, einen Kühlkörper anzubringen.
Die Erfindung sieht daher eine Maßnahme zu diesem Zweck vor. Die Kühlung
findet hierbei indirekt statt. Es ist selbstverständlich möglich, die
Kühlung des Kühlkörpers durch den Ventilator mit der direkten Kühlung
der Bauelemente durch den Luftstrom vom Ventilator zu kombinieren.
Die Bauelemente strahlen nicht in allen Betriebssituationen des elektrischen
Werkzeuges Wärme ab. Es ist daher günstig, den Grad der Kühlung in
Abhängigkeit vom Maß der Wärmeabstrahlung dieser Bauelemente zu gestalten.
Der relevante Ventilator kann dann gesteuert werden mittels eines Signals zur Repräsentation
der Leistung, das beispielsweise in der Schalteinheit, bereits vorhanden ist und
das die Leistung repräsentiert, oder durch Messen der Temperatur der in Frage
stehenden Bauelemente.
Es ist möglich, den Ventilator in einer Wand des Gehäuses
der Schalteinheit zu platzieren. Dann ist es günstig den Ventilator für
die Kühlung im Luftstrom stromaufwärts der Bauelemente zu platzieren.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden
Figuren im einzelnen erläutert; es zeigt:
1 eine schematische perspektivische Ansicht einer mit
einem Ventilator versehenen Schalteinheit;
2 eine schematische perspektivische Ansicht der in
der 1 gezeigten Ventilatoreinheit aus einem anderen
Blickwinkel;
3 in Entsprechung zu 1
eine zweite Ausführungsform einer Schalteinheit gemäß der vorliegenden
Erfindung;
4 eine schematische perspektivische Ansicht einer dritten
Ausführungsform einer Schalteinheit gemäß der vorliegenden Erfindung;
und
5 eine schematische perspektivische Ansicht einer vierten
Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung.
1 zeigt eine Schalteinheit, die insgesamt mit der Bezugsziffer
1 bezeichnet ist. Die Schalteinheit hat ein Gehäuse 2, in
welchem verschiedene Bauelemente einschließlich Wärme abstrahlender Bauelemente
platziert sind. Ein Druckknopf 3 ist in an sich bekannter Art und Weise
an der Vorderseite des Gehäuses angeordnet, während ein Handgriff
4 mit einem Polumkehrschalter oberhalb des Druckknopfes angeordnet ist.
An einer Seite des Gehäuses 2 ist eine Kühlplatte
5 angeordnet und in der Kühlplatte 5 ist eine Öffnung
6 ausgebildet, in der eine Ventilatoreinheit 7 platziert ist.
Die Ventilatoreinheit 7 besteht aus einer Kombination aus einem Elektromotor
und einem Lüfterrad. Der Elektromotor ist in dieser Zeichnung nicht dargestellt,
da er in dem Gehäuse der Ventilatoreinheit 7 angeordnet ist. Das Lüfterrad
8 ist im Ventilatorgehäuse 7 angeordnet. An jeder Seite der
Öffnung 6 sind in der Kühlplatte Vorsprünge 9 ausgebildet,
an denen die Ventilatoreinheit 7 mittels Schrauben 10 befestigt
ist.
Es dürfte klar sein, dass zahlreiche andere mögliche Befestigungsmittel
angewandt werden können.
Der Motor der Ventilatoreinheit 7 ist mittels elektrischer
Leiter mit den geeigneten spannungsführenden Teilen verbunden, die in der Schalteinheit
1 vorhanden sind, so dass die Ventilatoreinheit 7 zu den geeigneten
Zeitpunkten beginnen kann, sich zu drehen.
Wenn die Ventilatoreinheit 7 dreht, erzeugt sie einen Luftstrom,
der von dem Ventilator in das Innere des Schaltgehäuses übertragen wird.
Der Luftstrom verlässt dann das Schaltgehäuse an der Unterseite.
Der Luftstrom verläuft hierbei nicht nur über die Wärme
abstrahlenden Bauelemente, die in dem Schaltgehäuse angeordnet sind, wie beispielsweise
der Halbleiter 11 in 2, sondern auch über
die Kühlplatte 5. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist diese
Kühlplatte 5 an andere Wärme abstrahlende Bauelemente, wie beispielsweise
Widerstände, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, thermisch gekoppelt.
Es ist jedoch auch möglich, einen Ventilator so zu platzieren, dass der erzeugte
Luftstrom die Bauelemente oder den Kühlkörper kühlt.
Es ist jedoch im Prinzip möglich, durch Ändern der Position
der Flügel des Lüfterrades 8 oder durch Ändern der Rotationsrichtung
des Ventilators zu bewirken, dass der Luftstrom in die andere Richtung verläuft.
Angesichts der Tatsache, dass es möglich ist, in dem Ventilator vor dem Luftstrom
ein Filter zu platzieren, wird die erstgenannte Option im allgemeinen bevorzugt.
3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, die
sich von der in den 1 und 2
gezeigten Ausführungsform dadurch unterscheidet, dass die Kühlplatte
5 eine andere unterschiedliche Form hat. Die Kühlplatte
5 ist hierbei mit einem gebogenen Teil 12 versehen. Infolge des
gebogenen Teils 12 hat der Kühlkörper 5 eine sehr viel
größere Kühlfläche als der Kühlkörper 5 der
ersten Ausführungsform gemäß 1 oder
2. Hierbei ist es somit möglich, Bauelemente,
die für eine größere Leistung dimensioniert sind, mit dem Kühlkörper
thermisch zu koppeln.
Wie bei der vorstehenden Ausführungsform ist die Ventilatoreinheit
7 relativ zur Hauptfläche der Kühlplatte 5 etwas erhaben
angeordnet. Dies hat zur Folge, dass zwischen dem Gehäuse der Ventilatoreinheit
7 und der Kühlplatte ein Luftspalt vorhanden ist. Bin Teil des von
der Ventilatoreinheit 7 erzeugten Luftstroms wird daher nicht in das Gehäuse
eintreten, sondern entlang der Außenseite der Kühlplatte verdrängt.
Der Luftstrom wird selbstverständlich den Kühlkörper hierbei kühlen.
Infolge der spezifischen Gestaltung der in der 3 gezeigten
Ausführungsform wird diese Kühlwirkung noch größer sein als
bei der in der 1 gezeigten Ausführungsform.
4 zeigt eine stark abweichende Ausführungsform
der Erfindung; hierbei ist ein Halbleiter 11, der eine relativ große
Wärmemenge abstrahlt, auf einem separaten Kühlkörper 13
angeordnet. Auf dem Kühlkörper ist eine Ventilatoreinheit 7 platziert,
deren Konstruktion derjenigen der vorhergehenden Ausführungsformen entspricht.
Diese Baugruppe ist jedoch vollständig getrennt vom Schaltgehäuse
2 angeordnet und mit der eigentlichen Schalteinheit mittels dreier Leitungen
14 verbunden.
Infolge dieser Trennung der Funktionen wird es einfach, die Kühlung
des Wärme abstrahlenden Halbleiters 11 zu optimieren. Eine Öffnung,
die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wird hierbei im Kühlkörper
13 angeordnet, um den von der Ventilatoreinheit 7 erzeugten Luftstrom
zu führen.
Schließlich zeigt 5 eine Ausführungsform,
bei dem das signifikanteste Wärme abstrahlende Bauelement, d. h. der Halbleiter
11 an der Außenseite des Kühlkörpers 5 platziert
ist. Die Konstruktion dieser Ausführungsform entspricht ansonsten großenteils
der Konstruktion der anhand der 1, 2
und 3 beschriebenen Ausführungsformen. Bei der
Ausführungsform gemäß 5 ist die Ventilatoreinheit
7 direkt am Kühlkörper 5 platziert, so dass ein von
der Ventilatoreinheit erzeugter Luftstrom an die Innenseite des Kühlkörpers
5 verdrängt wird und dort seine Kühlfunktion ausübt. Hierbei
ist der Wärme abstrahlende Halbleiter 11 selbstverständlich in
sehr effizienter Weise an den Kühlkörper thermisch gekoppelt. Im Kühlkörper
5 ist eine Öffnung 15 zum Durchführen von Verbindungsstiften
16 für das Befestigen des Halbleiters 11 angeordnet. Der
von der Ventilatoreinheit 7 erzeugte Luftstrom wird nicht nur den Kühlkörper
5 kühlen, sondern auch die anderen Wärme abstrahlenden Bauelemente,
die im Inneren des Gehäuses 2 angeordnet sind.
Es ist klar zu ersehen, dass zahlreiche Variationen der hier gezeigten
Konfigurationen angewandt werden können, ohne von der Erfindung abzuweichen.
Der Ventilator kann somit zur Kühlung des Hauptmotors eines elektrischen
(Hand)-Werkzeuges beitragen oder dessen gesamte Kühlung bewirken.