| Dokumentenidentifikation |
DE602004006071T2 27.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001548345 |
| Titel |
Kugelventil mit Geräuschdämpfer |
| Anmelder |
Pibiviesse S.r.l., Nerviano, Milano, IT |
| Erfinder |
Zuccarelli, Dino, 15058 Viguzzolo (AL), IT; Vago, Antonello, 22072 Cermenate (CO), IT |
| Vertreter |
WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München |
| DE-Aktenzeichen |
602004006071 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
13.12.2004 |
| EP-Aktenzeichen |
040294290 |
| EP-Offenlegungsdatum |
29.06.2005 |
| EP date of grant |
25.04.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F16K 47/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kugelventil, das das aufgrund
des Durchflusses des Fluids durch die Kugel verursachte Geräuschproblem, vor
allem in den Zwischenöffnungsstellungen des Ventils, verhindert.
Bei Kugelregelventilen (insbesondere zur Gasregelung) ist das Problem
einer hohen Geräuschentwicklung, aufgrund der Tatsache, dass dann, wenn das
Ventil sich in einer Zwischenstellung befindet, ein Teil der Energie des durch die
Kugel und die perforierten Prallregelelemente fließenden Fluids, in Lärm
umgewandelt wird, bekannt. Die US 4,530,375
offenbart ein solches Kugelventil mit perforierten Prallelementen. Im Stand der
Technik sind Versuche unternommen worden, die Geräuschausbreitung durch Ausstatten
des Ventils mit geräuschdämmenden Schutzeinrichtungen zu verhindern. Dies
macht das Ventil sperriger, führt aber nicht in jedem Fall zu völlig befriedigenden
Ergebnissen, denn das Fluid selbst trägt dazu bei, dass der Lärm entlang
der Rohrleitung und dann aus dem Ventil und den geräuschdämmenden Schutzeinrichtungen
um das Ventil selbst hinaus wandert.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die zuvor genannten Nachteile
mittels eines Kugelregelventils zu vermeiden, das den Lärm, der von dem durch
es hindurch fließenden Fluid erzeugt wird, so gut wie möglich verhindert.
Mit Blick auf das obige Ziel ist in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, ein Kugelregelventil für einen
Fluidstrom entwickelt worden, bei dem eine Kugel drehbar ist, um einen Durchlass
in ihr aus einer Endstellung voller Öffnung des Ventils in eine Endstellung
vollständiger Schließung des Ventils und zurück zu bringen, wobei
in dem Durchlass perforierte Prallelemente vorhanden sind, die zumindest in einer
Zwischenstellung zwischen den Endstellungen von einem Fluidstrom passiert werden,
wobei die perforierten Prallelemente zwei perforierte Metallbleche umfassen, zwischen
denen eine für das Fluid permeable Lage angeordnet ist.
Zur besseren Erklärung der innovativen Prinzipien der vorliegenden
Erfindung und der Vorteile, die sie gegenüber dem Stand der Technik bietet,
wird eine diese Prinzipien anwendende mögliche Ausführungsform im Folgenden
anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen:
ist 1 eine Draufsicht im Längsschnitt
eines erfindungsgemäßen Ventils;
stellt 2 ein Detail des Ventils aus
1 in einem vergrößerten Maßstab dar.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ist in 1
ein Kugelventil für Fluide (insbesondere für Gase) gezeigt, das die Prinzipien
der Erfindung anwendet und allgemein mit 10 bezeichnet ist. Das Ventil
10 umfasst ein Gehäuse 11 mit koaxialen Einlass-
12 und Auslassanschlussstücken 13 und einer An-Aus-Kugel
14, die abdichtend um eine Achse 15 drehbar ist, um einen Durchlass
16 in ihr aus einer Stellung voller Öffnung des Ventils, in der der
Durchlass mit den Ein- und Auslassrohrleitungen fluchtet, in eine Stellung vollständiger
Schließung des Ventils zu bringen, in der der Durchlass quer zu den Ein- und
Auslassrohrleitungen angeordnet ist. In 1 ist das Ventil
mit der Kugel in einer Zwischenstellung zwischen den Endstellungen gezeigt.
Innerhalb des Durchlasses 16 sind Prallelemente oder Bleche
17 vorhanden, die zur Durchlassachse geneigt angeordnet sind. Wie aus
2 besser ersichtlich, sind die Prallelemente jeweils
aus zwei perforierten Metallblechen 18, 19 gebildet, zwischen
denen eine für das Fluid permeable Schicht 20 angeordnet ist. Die
Schicht hat eine derartige Struktur, dass sie einen Durchtritt des Fluids durch
eine große Mehrzahl von auch gewundenen Durchlässen gestattet.
Das Material der Schicht 20 wird so ausgesucht, dass es für
den durch das Ventil strömenden Fluidtyp passend ist. Gemäß einer
besonders vorteilhaften Ausführungsform besteht die Schicht aus Fasern, insbesondere
aus chaotisch angeordneten Metallfasern, die eine Struktur ähnlich der von
Stahlwolle haben.
Wie in 1 gezeigt, sind zusätzlich
zur Neigung die gegenüberliegenden Enden der Prallelemente geschlossen und
erscheinen aus entgegengesetzten Öffnungen des Durchlasses 16. In
einer voll geöffneten Stellung des Ventils (und in der Nähe dieser Stellung)
sind die freien Enden der Prallelemente so angeordnet, dass sie den Ein- und Auslassanschlussstücken
des Ventils zugewandt sind, so dass zumindest der Großteil des durch den Durchlass
16 fließenden Fluidstroms die Außenfläche der Prallelemente
leicht berührt und sich parallel zwischen einem Prallelement und dem nächsten
bewegt, anstatt sie zu durchqueren. Wenn die Kugel in Richtung der vollständig
geschlossenen Stellung gedreht wird, wird der Strom gezwungen, durch die Prallelemente
zu fließen. Bei diesem Durchtritt und durch eine kombinierte Wirkung sowohl
der perforierten Metallbleche als auch des Zwischenmaterials entsteht ein Druckabfall
in dem Fluid, während ein Teil der Energie von dem Zwischenelement absorbiert
wird. Es wurde festgestellt, dass dies das Auftreten einer sehr hohen Lärmreduktion
ermöglicht, wobei die Dämmeinrichtung unmittelbar dort wirkt, wo der Lärm
erzeugt wird. Die Zwischenschicht ist dazu in der Lage, einen Druckgradienten zu
erzeugen, ohne zuviel Lärm an die Umgebung abzugeben.
An diesem Punkt ist es offensichtlich, dass die angestrebten Ziele
erreicht wurden durch Bereitstellen eines Ventils, das ein zufriedenstellend reduziertes
Geräuschmaß verglichen mit bekannten Regelventilen selbst dann erzeugt,
wenn es hohen Strömungen und starken Regelungen ausgesetzt ist.
Offensichtlich ist die obige Beschreibung einer Ausführungsform,
die die innovativen Prinzipien der vorliegenden Erfindung anwendet, nur als Beispiel
angegeben und darf nicht als eine Einschränkung des Schutzbereichs der hier
beanspruchten Patentrechte verstanden werden. Zum Beispiel kann die Gestalt der
perforierten Metallbleche, die das „Sandwich" bilden, die Anzahl und Form
der Löcher, die Dicke und das poröse Material abhängig vom Einsatz
variieren und außerdem können die Eigenschaften des allgemein „porösen"
oder permeablen Materials, das zwischen den Metallblechen angeordnet ist, unterschiedlich
sein, um die Energiedissipation zu unterstützen und den Lärm abzubauen.
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| Anspruch[de] |
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Kugelregelventil für einen Fluidstrom, in dem eine Kugel (14)
drehbar ist, um einen Durchlass (16) in ihr aus einer Endstellung voller
Öffnung des Ventils in eine Endstellung vollständiger Schließung
des Ventils und zurück zu bringen, wobei in dem Durchlass (16) perforierte
Prallelemente (17) vorhanden sind, die zumindest in einer Zwischenstellung
zwischen den Endstellungen von einem Fluidstrom passiert werden, und wobei zumindest
ein Teil des Fluidstroms zwischen einem Prallelement und dem nächsten ohne
Durchqueren derselben passieren kann, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierten
Prallelemente (17), deren entgegengesetzte Enden verschlossen sind, zwei
perforierte Metallbleche (18, 19) umfassen, zwischen denen eine
für das Fluid permeable Schicht (20) angeordnet ist.
Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (20)
eine nachgiebige Schicht ist.
Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (20)
aus chaotisch angeordneten Fasern gebildet ist.
Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern aus
Metallmaterial sind.
Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus
Stahlwolle besteht.
Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelemente
geneigt zur Achse des Durchlasses (16) angeordnet sind und entgegengesetzte
Enden haben, die aus entgegengesetzten Öffnungen des Durchlasses für einen
Fluideinlass und -auslass hervortreten, so dass in der Nähe der vollständig
geöffneten Stellung das Fluid den Durchlass (16) unter leichtem Berühren
der Außenfläche der Prallelemente passiert und hauptsächlich zwischen
einem Prallelement und dem nächsten passiert, anstatt sie zu durchqueren.
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