Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Stromstärke
des von einem elektrischen Heizkörper einer Belüftungs-, Heizungs- und/oder
Klimaanlage für Fahrzeuge verbrauchten Stroms.
Derzeit werden bestimmte elektrische Heizorgane für eine Belüftungs-,
Heizungs- und/oder Klimaanlage für den Insassenraum von Kraftfahrzeugen, wie
etwa elektrische Heizkörper, mit Mitteln zum Messen des verbrauchten Stroms
versehen, der von jedem ihrer Heizelemente, auch Phasen genannt, verbraucht wird.
Diese Mittel sind insbesondere bei der Energieverwaltung des Fahrzeugs nützlich.
Die Messgenauigkeit ist somit hoch, um eine Rückinformation zu liefern, die
repräsentativ ist für den Betrieb des Heizkörpers.
Unter den angewendeten Techniken sei die DE
100 61 458 genannt, worin ein Transistor Anwendung findet, der unter seinen
Funktionalitäten die Möglichkeit bietet, die Stromstärke des diesen
durchfließenden Stroms und damit den Stromverbrauch des Heizkörpers direkt
anzugeben. Der Transistor ist entweder im Luftstrom nahe der Heizelemente oder außerhalb
des Luftstroms beispielsweise nahe einem Steuerkreis des Heizkörpers positioniert.
Auch ist es möglich, ein Messelement zu verwenden, das direkt zur Stromquelle
hinzugefügt ist. In diesen beiden Fällen wird ein Mikrokontroller verwendet,
um den Verbrauch eines jeden Heizelements aufzuaddieren, um auf den Gesamtstromverbrauch
des Heizkörpers zu schließen.
Diese Techniken sind jedoch begrenzt und mit Nachteilen behaftet.
Zunächst ist die Messgenauigkeit gering, es sei denn, es erfolgt ein Phasenabgleich
zum Zeitpunkt der Herstellung der Vorrichtung, wobei diese im allgemeinen keine
dauerhaft zuverlässigen Ergebnisse erbringt. In bestimmten Fällen ist
auch der Aufwand unwirtschaftlich, insbesondere aufgrund der Verwendung eines Transistors,
der unter seinen Funktionalitäten die Möglichkeit bietet, die Stromstärke
direkt anzugeben.
Um diese Problematik zu lösen, schlägt die Erfindung vor,
einen Messfühler in das elektrische Heizorgan in nicht intrusiver Weise zu
integrieren, ohne dabei den Messfühler in Reihe mit dem zu messenden Strom
zu schalten und somit ohne Leitungs- und Stromverlust.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Messen
der Gesamtstromstärke des Stroms, der von zumindest einem Heizelement eines
elektrischen Heizkörpers einer Belüftungs-, Heizungs- und/oder Klimaanlage
für den Insassenraum eines Kraftfahrzeugs verbraucht wird, dadurch gekennzeichnet,
dass es folgende Schritte umfasst:
- a) Versorgen des zumindest einen Heizelements mit Strom, um dieses durch Einschalten
eines Schalters mit seiner Höchstleistung zu betreiben,
- b) Unterbrechen der Stromversorgung des zumindest einen in Schritt a) eingeschalteten
Heizelements durch Ausschalten des Schalters,
- c) erneutes Versorgen des zumindest einen Heizelements mit Strom und Messen
einer physikalischen elektrischen Größe des Heizelements, die direkt oder
indirekt mit der Gesamtstromstärke des von diesem Heizelement verbrauchten
Stroms zusammenhängt.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist
bei Schritt c) die Messung der elektrischen Größe eine Messung der Stromstärke
des von dem Heizelement verbrauchten Stroms, die durch Anordnen eines Magnetkerns
um den Stromversorgungsanschluss des Heizelements und durch Messung der Stromstärke
des Nebenstroms erfolgt, der von dem Kern erzeugt wird, wenn er von dem von dem
Heizelement verbrauchten Strom durchflossen wird.
Vorteilhaft ist bei einem Luftstrom, der in das Heizelement gelangt,
um es zwecks Erwärmung zu durchströmen, der Magnetkern so dimensioniert,
dass er eine Stromstärke des in dem Heizelement fließenden Stroms messen
kann, welche einer Mindesttemperatur des Luftstroms und einem maximalen Luftdurchsatz
entspricht.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass:
- – bei Schritt a) die Heizelemente durch Einschalten des Schalters nacheinander
mit Strom versorgt werden,
- – bei Schritt b) die Stromversorgung aller in Schritt a) eingeschalteten
Heizelemente durch Ausschalten des Schalters unterbrochen wird, um die von dem Magnetkern
gespeicherte Energie zu entladen,
- – bei Schritt c) jedes Heizelement erneut durch Einschalten des Schalters
mit Strom versorgt wird und die Stromstärke des Nebenstroms, der von dem Magnetkern
erzeugt wird, erst gemessen, dann gefiltert und verstärkt wird, um in einem
Mikrokontroller verarbeitet zu werden,
- – bei Schritt d) die Schritte a) bis c) mit dem gleichen Magnetkern nacheinander
wiederholt werden, der an einem gemeinsamen Eingang sämtlicher Heizelemente
positioniert ist,
- – bei Schritt e) die Summe der Stromstärken des von dem Magnetkern
für jedes Heizelement erzeugten Nebenstroms von dem Mikrokontroller errechnet
wird, um die gesamte Stromstärke des von dem elektrischen Heizkörper verbrauchten
Stroms zu ermitteln.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, dass:
- – bei Schritt a) Heizelemente des elektrischen Heizkörpers mit Hilfe
einer Stromquelle versorgt werden, die jedem Heizelement einzeln zugeordnet ist
und deren Stromstärke bekannt ist und deren Spannung kontinuierlich gemessen
wird, so dass der elektrische Widerstand eines jeden Heizelements mit Hilfe der
Beziehung U = R × I ermittelt wird,
- – bei Schritt b) die Stromversorgung zumindest eines Heizelements unterbrochen
wird,
- – bei Schritt c) das zumindest eine in Schritt b) abgeschaltete Heizelement
erneut mit Hilfe der Stromquelle versorgt wird und die Stromstärke des von
jedem Heizelement verbrauchten Stroms mit Hilfe der Beziehung U = R × I berechnet
wird,
- – bei Schritt d) die Schritte a) bis c) für sämtliche Heizelemente,
die in Schritt c) nacheinander eingeschaltet wurden, nacheinander wiederholt werden,
und
- – bei Schritt e) die Summe der errechneten Stromstärken gebildet
wird, um die Gesamtstromstärke des von dem elektrischen Heizkörper verbrauchten
Stroms zu erhalten.
Vorteilhaft bleiben in Schritt d) das bzw. die in Schritt c) eingeschalteten
Elemente bei Einschalten eines weiteren Elements eingeschaltet.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben
sich beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen,
die sich nur beispielhaft verstehen und worin zeigt:
1 eine schematische Ansicht eines elektrischen Heizkörpers
für eine Belüftungs-, Heizungs- und/oder Klimaanlage für den Insassenraum
eines Kraftfahrzeugs nach der vorliegenden Erfindung,
2 eine Schnittansicht des Versorgungskabels für
den Heizkörper,
3 eine schematische Ansicht, welche die Stromstärke
des in einem Magnetkern fließenden Stroms darstellt, der um einen Stromanschluss
zum Versorgen des Heizkörpers herum angeordnet ist und als Messfühler
wirkt, und
4 eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen elektrischen Heizkörpers.
1 zeigt ein elektrisches Schaltbild eines elektrischen
Heizkörpers 10, der allgemein zu einer Belüftungs-, Heizungs-
und/oder Klimaanlage (nicht dargestellt) für Kraftfahrzeuge gehört.
Dieser Heizkörper 10 besteht aus einer Mehrzahl von
Heizelementen 12, im vorliegenden Fall aus drei, die elektrisch parallel
geschaltet sind. Typischerweise arbeitet jedes Heizelement 12 wie ein elektrischer
Widerstand mit positivem Temperaturkoeffizienten (PTC), d.h. wie ein Widerstandselement,
dessen elektrischer Widerstand mit der erreichten Heiztemperatur steigt. Jedes Heizelement
12 ist elektrisch mit einem Schalter 13 verbunden, der an die
Masse und an eine Stromquelle angeschlossen ist, deren Stromstärke wohl bekannt
ist. Am Heizkörper 10 ist ein Stromversorgungsanschluss
15 vorgesehen und für sämtliche Heizelemente 12 gemeinsam
elektrisch angeordnet, wie schematisch angedeutet ist. Die Spannung dieser zweiten
Stromquelle ist bekannt und beispielsweise auf 12 Volt festgelegt. Ein
Magnetkern 20 ist um den Stromversorgungsanschluss 15 herum angeordnet,
wie auch näher in 2 dargestellt ist, die eine
Schnittansicht des Stromversorgungsanschlusses 15 und des Magnetkerns
20 zeigt. Eine analoge Verarbeitungsschaltung 25 und ein Mikrokontroller
30 sind am Ausgang des Magnetkerns 20 angeordnet, um einen von
dem Magnetkern 20 erzeugten Nebenstrom zurückzugewinnen, wie nachfolgend
erläutert wird.
Das zum Ermitteln des von dem elektrischen Heizkörper
10 verbrauchten Gesamtstroms It, d.h. des von sämtlichen
seiner mit Volllast versorgten Heizelementen 12 verbrauchten Stroms verwendete
Verfahren ist wie folgt:
Zunächst wird zumindest ein Heizelement 12 mit voller Leistung in
Gang gesetzt, indem ein entsprechender Schalter 13 eingeschaltet wird.
Wie in 3 angegeben ist, zeigt die obere Kennlinie das
Anlegen des ersten Stroms an das Heizelement.
Dann werden sämtliche im vorherigen Schritt eingeschalteten Heizelemente
ausgeschaltet, indem der Schalter 13 ausgeschaltet wird, um den Magnetkern
20 von der Energie zu entladen, wie gestrichelt im unteren Schema von
3 dargestellt ist.
Ein gerade eingeschaltetes und dann ausgeschaltetes Heizelement
12 wird dann erneut mit Strom versorgt, indem der entsprechende Schalter
13 nach wie vor mit voller Leistung eingeschaltet wird.
Ein Hauptstrom fließt dann durch den Stromversorgungsanschluss
15, wobei der Kern 20 magnetisch wird und dieser Hauptstrom einen
Nebenstrom Ii erzeugt. Der Nebenstrom Ii wird gewonnen und
dann gefiltert und von der analogen Verarbeitungsschaltung 25 verstärkt.
Insbesondere ermöglicht die Verarbeitungsschaltung 25, die Spitze
des gemessenen Stroms Ii zu messen, wie im unteren Schema von
3 dargestellt ist. Die Erhöhung des gemessenen
Nebenstroms, d.h. die angezeigte Stromspitze ist Funktion von dem in dem Stromversorgungsanschluss
15 fließenden Strom. Die Messung erfolgt während
eines kurzen Zeitintervalls, so dass ein Nebenstrom erhalten wird, wobei der Endwert
der Messung ein Bild über den von dem Heizelement 12 verbrauchten
Strom I12 abgibt, wobei das im Magnetkern fließende Magnetfeld Funktion
vom Hauptstrom ist. Wenn die Magnetfeldamplitude zu sehr ansteigt, kann der Magnetkern
20 sättigen, was zu einer Fehlmessung führt. Aus diesem Grund
muss während der Messung der Strom auf beispielsweise 30 A begrenzt werden.
Diese Strombegrenzung kann jedoch erhöht werden, indem die Größe
des Magnetkerns erhöht wird, um die Sättigung zu vermeiden. Da aus Platzgründen
die Abmessungen des Magnetkerns vorzugsweise vermindert sind, ist in der Praxis
der Magnetkern 20 so dimensioniert, dass eine Stromstärke I12
des im Heizelement 12 fließenden Stroms gemessen werden kann, die
einer Mindesttemperatur des Luftstroms und einem maximalen Luftdurchsatz durch das
betrachtete Heizelement 12 entspricht.
Jedes Heizelement 12, das, nachdem es ausgeschaltet wurde,
nicht wieder eingeschaltet worden ist, wird nachfolgend erneut mit Strom versorgt,
indem der entsprechende Schalter 13 eingeschaltet wird und jeder von dem
Magnetkern erzeugte Nebenstrom Ii gemessen und dann verarbeitet wird.
Schließlich addiert der Mikrokontroller 30 nach Filterung
und Verstärkung durch die analoge Verarbeitungsschaltung 25 die Stromstärke
Ii sämtlicher Nebenströme, die bei der Versorgung eines jeden
Heizelements 12 erzeugt wurden, um die Endstromstärke It
des von dem unter Volllast laufenden Heizkörper 10 verbrauchten Stroms
zu ermitteln.
4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung,
mit der auch die Gesamtstromstärke It des von einem elektrischen
Heizkörper einer Belüftungs-, Heizungs- und/oder Klimaanlage für
Kraftfahrzeuge verbrauchten Stroms gemessen werden kann.
Der elektrische Heizkörper 10 enthält seinerseits
drei parallel geschaltete Heizelemente 12. Jedes Heizelement
12 ist mit einer ersten Stromquelle C1 und einem Schalter 13 verbunden,
die ihm zueigen sind. Auch sind eine Verarbeitungsschaltung 25 und ein
Mikrokontroller 30 vorgesehen.
Das verwendete Verfahren zum Messen des von dem Heizkörper
10 verbrauchten Stroms Ii ist wie folgt:
Die erste Stromquelle C1, deren Stromstärke 11 bekannt ist und deren
Spannung U1 genau gemessen wird, fließt in eines der Heizelemente
12 des Heizkörpers 10, wobei der entsprechende Schalter
13 in der geeigneten Stellung positioniert ist. Der elektrische Widerstand
R12 des Heizelements 12 wird somit mit Hilfe der Beziehung U1
= R12 × I1 bestimmt.
Da das Heizelement 12 als Widerstand mit positivem Temperaturkoeffizienten
(PTC) betrachtet wird, ändert sich sein elektrischer Widerstandswert mit steigender
Temperatur. Da Heizelemente in einem Luftkanal zumeist senkrecht übereinandergestapelt
werden, um den Heizkörper 10 zu bilden, heizen bestimmte Elemente
nicht genau auf die gleiche Art und Weise zwischen dem oberen und dem unteren Bereich
des Luftkanals, selbst dann nicht, wenn sie völlig baugleich ausgeführt
sind. Die in jedem Heizelement erreichte Temperatur kann somit um einige Zehntel
Grad bis einige Grade schwanken, womit der Wert des elektrischen Widerstands R12
geändert wird. Somit ist es sinnvoll, den elektrischen Widerstand für
jedes Heizelement 12 in genauer Weise zu messen. Dazu wird jedes Heizelement
nacheinander über eine einzelne Stromquelle C1 versorgt. Um eine genaue Endmessung
zu erhalten, wird somit der Schritt zum Messen des elektrischen Widerstands R12
für jedes Heizelement 12 durchgeführt.
Nachdem der Wert des elektrischen Widerstands R12 eines
jeden Heizelements 12 erhalten wurde, werden die Heizelemente
12 vorzugsweise allesamt ausgeschaltet, obgleich dies nicht zwingend erforderlich
ist.
Dann wird jedes Heizelement 12 nacheinander erneut mit Strom
versorgt, indem der entsprechende Schalter 13 eingeschaltet wird, jedoch
mit einer Stromquelle, deren Versorgungsspannung U2 bekannt ist (ständig gemessene
Variable des Systems). Indem die Beziehung U2 = R12 × I12
verwendet wird, ist es somit möglich, die Stromstärke I12 des
im Heizelement 12 fließenden Stroms zu errechnen, der dem vom Heizelement
verbrauchten Strom entspricht, und zwar nach der folgenden Formel:
I12 = (U2/U1) × I1
Dieser Vorgang wird für jedes Heizelement 12 wiederholt,
um die Stromstärke des Stroms zu ermitteln, den ein jedes verbraucht hat.
Schließlich wird die Summe der Stromstärken I12
über den Mikrokontroller 30 bestimmt, so dass die Gesamtstromstärke
It des von dem Heizkörper 10 verbrauchten Stroms ermittelt
wird.
Interessant ist, dass verschiedene Ausführungsvarianten bezüglich
dieser Funktionsweise bestehen. Es ist nämlich möglich, sämtliche
Heizelemente in dem ersten Schritt einzuschalten, nur eine bestimmte Anzahl davon,
beispielsweise zwei von drei, in dem zweiten Schritt auszuschalten und nur einen
von den ausgeschalteten wieder einzuschalten. Dies hat aufgrund der parallel geschalteten
Anordnung und dadurch, dass der Widerstand R12 eines jeden Elements einwandfrei
bestimmt wird, keinerlei Einfluss auf die Endmessung.
Die Vorteile der Lösung der vorliegenden Erfindung sind folgende:
- – nicht intrusives Messsystem,
- – sehr zuverlässige und genaue Messung (unter 5 % Messunsicherheit),
- – Strommessung ohne Leistungsverlust,
- – sehr geringe Teilezahl und geringer Platzbedarf.
Es versteht sich jedoch, dass diese Beispiele sich nur beispielhaft
zur Erläuterung des Gegenstands der Erfindung verstehen und keineswegs eine
Einschränkung darstellen.