WOERLEE, Pierre H., NL-5656 AA Eindhoven, NL; KOPPERS, Wilhelmus R., NL-5656 AA Eindhoven, NL; MARTENS, Hubert C., NL-5656 AA Eindhoven, NL; VAN DEN OETELAAR, Ronald J., NL-5656 AA Eindhoven, NL; SPRUIT, Johannes H., NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter
Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen
602004006104
Vertragsstaaten
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Die Erfindung betrifft einen Aufzeichnungsträger vom beschreibbaren
Typ zum Aufzeichnen von Information durch Schreiben von Marken in einer Spur.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Einrichtung zum Abtasten des
Aufzeichnungsträgers und ein Verfahren, um mittels des Aufzeichnungsträgers
Information zu verschaffen.
Ein optischer Aufzeichnungsträger ist aus WO00/43996 bekannt.
Der Aufzeichnungsträger umfasst eine Führungsrille, gewöhnlich Vorrille
genannt, um die Position von Spuren anzugeben, in denen durch Aufzeichnung optisch
lesbarer Marken die Information in einer zuvor definierten Weise repräsentiert
werden soll. Die Vorrille mäandert durch eine periodische Auslenkung der Spur
in einer Richtung quer zur Längsabtastrichtung (im Weiteren als Wobble bezeichnet).
Der Wobble umfasst eine Wobblemodulation, beispielsweise durch Phasenumkehr von
Wobbleperioden entsprechend zusätzlichen Informationen, wie z.B. physikalische
Adressen oder Aufzeichnungssteuerinformation. Eine Abtasteinrichtung ist mit einem
Kopf versehen, um ein Strahlungsbündel zum Abtasten der Spur zu erzeugen. Die
Marken werden während des genannten Abtastens durch Veränderungen des
Reflexionsvermögens der abgetasteten Oberfläche detektiert. Die Veränderungen
der Intensität der reflektierten Strahlung werden mit einem Hauptdetektorsystem
detektiert. Weiterhin hat die Abtasteinrichtung Hilfsdetektoren zum Generieren von
Spurfolgeservosignalen auf Basis der Vorrille, um eine räumliche Abweichung
des Kopfes in Bezug auf die Spur zu detektieren. Die Spurfolgeservosignale werden
zur Steuerung von Stellgliedern verwendet, um den Kopf auf der Spur zu positionieren.
Die Wobblemodulation wird über die Hilfsdetektoren detektiert und zum Rückgewinnen
der physikalischen Adressinformation demoduliert. Ein Problem des bekannten Aufzeichnungsträgers
und der Einrichtung ist, dass die verfügbare Datenkapazität der Wobblemodulation
zum Codieren von Steuerinformation begrenzt ist.
Dokument EP 1291854A,
das für die Abgrenzung der zweiteiligen Form verwendet wird, beschreibt ein
Aufzeichnungssystem auf einem Mehrschichtaufzeichnungsträger. Es wird gezeigt,
dass in einem Datengebiet der Spur ein Wobble vorhanden ist. Adressinformation ist
in einem Header-Gebiet in geprägten Vertiefungen (Pits) codiert. Die Pits können
mittels Intensitätsänderungen des Abtastbündels detektiert werden,
während der Wobble durch einen teilsegmentierten Detektor aus anderen Änderungen
des Abtastbündels detektiert werden kann. Daten sind im Datengebiet aufgezeichnet
und bewirken Intensitätsänderungen.
Dokument US2003/0007432A1 beschreibt eine optische Platte, die einen
Posiotionsinformationsabschnitt und einen Synchronisationsmarkenabschnitt umfasst,
die je ein Wobblemuster aufweisen. In einer wobbelnden Vorrille ist Adressinformation
codiert. Die Vorrille ist aus einer Vielzahl von Einheitsabschnitten aufgebaut.
Jeder dieser Einheitsabschnitte hat Seitenflächen, die periodisch in einer
radialen Plattenrichtung verlagert werden. Diese Verlagerung schwingt mit einer
einzelnen Periode in einer Spurfolgerichtung. Das Verlagerungsmuster unterscheidet
sich jedoch je nach den Bits der Adressinformation, die jedem dieser Einheitsabschnitte
zugewiesen ist. Verschiedene Formen von Wobblemodulationen werden beschrieben. Die
Wobblemodulation wird verwendet, um Adressinformation und Hilfsinformation zu codieren,
und wird in üblicher Weise aus Änderungen in dem Abtastbündel detektiert.
Weiterhin werden Hauptdaten in Marken aufgezeichnet, die Intensitätsänderungen
bewirken. Zusätzlich wird eine Synchronisationsmarke verwendet, die von einem
Abschnitt in einem Header-Gebiet gebildet wird, wo die Vorrille unterbrochen wird.
Die Synchronisationsmarke gibt den Beginn der in der Wobblemodulation codierten
Adressinformation an.
Daher liegt der Erfindung als Aufgabe zugrunde, einen Aufzeichnungsträger
und eine Abtasteinrichtung zum Unterbringen zusätzlicher Steuerinformation
bei höherer Datenkapazität zu verschaffen.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe
mit einer Aufzeichnungsträger eines beschreibbaren Typs gelöst, wie in
Anspruch 1 definiert.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe
mit einer Einrichtung zum Abtasten einer Spur gelöst, wie in Anspruch 9 definiert.
Die Auswirkung der Maßnahmen ist, dass zusätzlich zu der
Wobblemodulation eine zweite, andere Modulation der Vorrille zum Unterbringen von
Hilfssteuerinformation zur Verfügung steht. Dies hat den Vorteil, dass eine
relativ große Kapazität zum Speichern von Hilfssteuerdaten kreiert wird,
z.B. etwa 1 bit für jede Wobbleperiode. Es sei bemerkt, dass herkömmliche
Wobblemodulation, wie sie beispielsweise in WO00/43996 beschrieben wird, bis zu
100 Wobbleperioden erfordern kann, um ein einziges Bit zusätzlicher Steuerinformation
weiterzuleiten. Daher wird die erfindungsgemäße Aufzeichnungseinrichtung
die notwendigen Steuerdaten in viel kürzerer Zeit lesen als
in der herkömmlichen Wobblemodulation untergebrachte Steuerdaten, was die Geschwindigkeit
eines Anlaufvorgangs nach dem Einbringen des Aufzeichnungsträgers erhöht.
Die Erfindung beruht auch auf der folgenden Erkenntnis. Die Wobblemodulation
ist für physikalische Adressinformation geeignet, weil eine solche Adressinformation
zum Lokalisieren von in der Spur aufgezeichneten oder aufzuzeichnenden Datensektoren
verwendet wird, während die Wobbleperiode selbst zur Synchronisation der Umdrehungsgeschwindigkeit
und/oder des Aufzeichnungsprozesses verwendet wird. Obwohl herkömmlicherweise
einige zusätzliche Daten auch in der Wobblemodulation untergebracht werden
können, hat der Bedarf an Hilfssteuerinformation in modernen Aufzeichnungssystemen
stark zugenommen, insbesondere für Hochdichte- und Mehrschicht-Aufzeichnungssysteme.
Die Erfinder haben erkannt, dass durch Anwenden der Vorrillenmodulation, die über
den Hauptdetektor und das Abtastsignal detektierbar ist, die Datenkapazität
deutlich erhöht werden kann, insbesondere wenn beide Aufzeichnungsschichten
verwendet werden.
Bei einer Ausführungsform des Aufzeichnungsträgers umfasst
die Vorrillenmodulation Vorrillen-Landgebiete der Tiefe Null, die mit Vorrillen-Pitgebieten
einer zuvor definierten Tiefe und Breite abwechseln, um ein Muster aus Vorrillenmarken
zu bilden, das die Hilfssteuerinformation repräsentiert. Dies hat den Vorteil,
dass das Muster während der Herstellung des Aufzeichnungsträgers erzeugt
wird, wobei die gleichen Fertigungsschritte genutzt werden, die bereits zum Erzeugen
der Vorrille verwendet werden.
Bei einer Ausführungsform des Aufzeichnungsträgers haben
die genannten Marken in der Spur Längen, die einer ganzen Zahl von Kanalbitlängen
T entsprechen, wobei die kürzesten Marken eine Länge von einer zuvor definierten
minimalen Zahl d von Kanalbitlängen T haben, um mittels eines von dem genannten
Strahlenbündel auf der Spur gebildeten Abtastflecks, der einen effektiven Durchmesser
hat, detektierbar zu sein, und wird die Vorrillenmodulation von einem Trägermuster
aus langen Vorrillenmarken gebildet, wobei die langen Vorrillenmarken Längen
haben, die zumindest zwei Mal so groß wie die zuvor definierte minimale Zahl
d von Kanalbitlängen T sind, um wesentlich länger zu sein als der effektive
Durchmesser des Abtastflecks. Die Wirkung der Verwendung der langen Vorrillenmarken
ist, dass auf Basis der maximalen Amplitude des Abtastsignals ein Fokusversatz detektierbar
ist. Vorteilhafterweise beruhen das Einstellen des Fokus und Rückgewinnen der
Hilfsinformation auf dem gleichen Gebiet, das die Vorrillenmodulation hat, was die
Anlaufgeschwindigkeit einer Einrichtung nach dem Einbringen eines Aufzeichnungsträgers
erhöht. Überraschenderweise entspricht der so detektierte Fokusversatz
im Wesentlichen dem optimalen Fokusversatz zum Reduzieren von Fehlern beim Lesen
oder Aufzeichnen der Marken. Die langen Vorrillenmarken sind wesentlich länger
als der effektive Durchmesser des Abtastflecks, welcher effektive Durchmesser für
das Auslesen von Marken aus zumindest einer zuvor definierten minimalen Größe
effektiv ist und gewöhnlich als der Durchmesser definiert ist, bei dem die
Intensität von Strahlung unter 50% ihres Spitzenwertes ist. Vorteilhafterweise
wird nur das Fokusgebiet mit dem Trägermuster aus langen Marken benötigt,
um die Amplitude während der Versatzeinstellung zu maximieren.
Bei einer Ausführungsform des Aufzeichnungsträgers umfasst
jede Aufzeichnungsschicht ein Platteninformationsgebiet, in welchem Gebiet die Vorrille
die genannte Vorrillenmodulation aufweist, wobei das Platteninformationsgebiet wesentlich
kleiner als das beschreibbare Gebiet der Aufzeichnungsschicht ist und insbesondere
die Platteninformationsgebiete der Aufzeichnungsschichten an im Wesentlichen entsprechenden
radialen Positionen liegen. Dies hat den Vorteil, dass Platteninformation für
jede Aufzeichnungsschicht individuell verfügbar ist. Vorteilhafterweise verringert
das Liegen der Informationsgebiete bei entsprechenden Positionen die Auslesezeit
der Hilfssteuerinformation, weil der Lesekopf beim Schalten von Schichten nicht
radial verspringt.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen des Aufzeichnungsträgers
und der Einrichtung gemäß der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen
angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
1a einen plattenförmigen Aufzeichnungsträger
(Draufsicht),
1b einen Querschnitt des Aufzeichnungsträgers,
1c ein Beispiel für einen Wobble der Spur,
1d einen Wobble mit einer Vorrillenmodulation durch
Veränderungen der Breite,
1e einen Wobble mit einer Vorrillenmodulation durch
Veränderungen der Tiefe,
2 eine Abtasteinrichtung mit Vorrillendemodulation,
3 eine optische Mehrschichtplatte,
4 die Fokusfehlersignal-S-Kurve,
5 einen modulierten Wobble, eine Vorrillenmodulation
und ein Lesesignal,
6 ADIP-Information bei Wobblemodulation und
7 eine Wobbledemodulationseinheit.
In der Zeichnung haben Elemente, die bereits beschriebenen Elementen
entsprechen, gleiche Bezugszeichen.
1a zeigt einen plattenförmigen Aufzeichnungsträger
11, der eine Spur 9 und ein zentrales Loch 10 aufweist.
Die Spur 9 ist entsprechend einem Spiralmuster aus Windungen, die im Wesentlichen
parallele Spuren auf einer Informationsschicht bilden, angeordnet. Der Aufzeichnungsträger
kann eine optische Platte sein, die eine Informationsschicht von einem beschreibbaren
Typ aufweist. Beispiele für eine beschreibbare Platte sind die CD-R und CD-RW,
und die DVD+RW. Die Spur 9 auf dem Aufzeichnungsträger vom beschreibbaren
Typ wird durch eine vorgeprägte Spurstruktur angegeben, die bei der Herstellung
des leeren Aufzeichnungsträgers angebracht wird, beispielsweise eine Vorrille.
Aufgezeichnete Information wird auf der Informationsschicht durch optisch detektierbare
Marken repräsentiert, die entlang der Spur aufgezeichnet sind. Die Marken werden
durch Veränderungen eines ersten physikalischen Parameters gebildet und haben
dadurch andere optische Eigenschaften als ihre Umgebung. Die Marken sind mittels
Veränderungen in dem reflektierten Strahlenbündel, z.B. Veränderungen
in der Reflexion, detektierbar.
1b ist ein Querschnitt entlang der Linie b-b des Aufzeichnungsträgers
11 des beschreibbaren Typs, in dem ein transparentes Substrat
15 mit einer Aufzeichnungsschicht 16 und einer Schutzschicht
17 versehen ist. Die Spurstruktur besteht beispielsweise aus einer Vorrille
14, die es einem Lese-/Schreibkopf ermöglicht, der Spur
9 beim Abtasten zu folgen. Die Vorrille 14 kann als Delle oder
Wölbung ausgeführt sein, oder kann aus einem Material bestehen, das eine
andere optische Eigenschaft hat als das Material der Vorrille. Die Vorrille ermöglicht
einem Lese/Schreibkopf, der Spur 9 beim Abtasten zu folgen. Eine Spurstruktur
kann auch durch regelmäßiges Verteilen von Teilspuren gebildet werden,
die periodisches Auftreten von Servosignalen bewirken. Der Aufzeichnungsträger
kann dazu bestimmt sein, Echtzeitinformation, beispielsweise Video- oder Audioinformation,
oder andere Information, wie z.B. Computerdaten zu tragen.
1c zeigt ein Beispiel für einen Wobble der Spur.
Die Figur zeigt eine periodische Veränderung der lateralen Position der Spur,
auch Wobble genannt. Die Veränderungen bewirken, dass ein zusätzliches
Signal in Hilfsdetektoren auftritt, z.B. in dem von Teildetektoren erzeugten Push-Pull-Kanal
in dem zentralen Fleck in einem Kopf einer Abtasteinrichtung. Der Wobble ist beispielsweise
frequenzmoduliert und in der Modulation ist Positionsinformation codiert. Eine umfassende
Beschreibung des Wobble nach dem Stand der Technik, wie in 1c
gezeigt, in einem beschreibbaren CD-System, das auf eine solche Weise codierte Platteninformation
umfasst, ist in US 4.901.300 (PHN 12.398)
und US 5.187.699 (PHQ 88.002) zu finden.
Beim Auslesen durch Abtasten ist Wobblemodulation über einen
zweiten Typ von Veränderungen der Strahlung detektierbar, wie z.B. Veränderung
der Intensität im Querschnitt des reflektierten Strahlenbündel, detektierbar
durch Detektorsegmente oder zusätzliche Detektoren zum Generieren von Spurfolgeservosignalen.
Detektieren des Wobble für ein Spurfolgeservosystem ist aus dem oben erwähnten
CD-R- und CD-RW-System bekannt. Die Wobblemodulation wird zum Codieren von physikalischen
Adressen verwendet, beispielsweise wie in 6 gezeigt,
während Wobbledemodulation in 7 gezeigt wird.
Benutzerdaten können auf dem Aufzeichnungsträger mittels
Marken aufgezeichnet werden, die diskrete Längen in Kanalbits genannten Einheiten
haben, beispielsweise entsprechend dem CD- oder DVD-Kanalcodierungschema. Die Marken
haben Längen, die einer ganzzahligen Anzahl von Kanalbitlängen T entsprechen.
Die kürzesten verwendeten Marken haben eine Länge einer zuvor definierten
minimalen Zahl d von Kanalbitlängen T, um, über den Abtastfleck auf der
Spur, der einen effektiven Durchmesser hat, der gewöhnlich grob gleich der
Länge der kürzesten Marke ist, detektierbar zu sein.
Gemäß der Erfindung hat der Aufzeichnungsträger ein
Hilfssteuergebiet 12, in dem die Vorrille zum Codieren von Hilfssteuerinformation
moduliert ist. In dem Hilfssteuergebiet 12 weist die Vorrille eine Vorrillenmodulation
auf, die durch Veränderungen eines physikalischen Parameters gebildet wird,
der mit der Form der Vorrille zusammenhängt, zum Repräsentieren von Hilfssteuerinformation.
Die Vorrillenmodulation ist während des genannten Abtastens durch Veränderungen
des reflektierten Strahlenbündels detektierbar, ähnlich den auf den Marken
in der Spur beruhenden Veränderungen, die durch Veränderungen in dem reflektierten
Strahlenbündel detektierbar sind, z.B. weitere Veränderungen in der Reflexion.
Bei einer Ausführungsform liegt das Hilfssteuergebiet
12 an einer zuvor definierten Position auf der Aufzeichnungsschicht. Die
zuvor definierte Position ist schematisch als Teil der Spur 9 durch das
Rechteck 12 in der Figur angedeutet, aber in der Praxis hat das Hilfssteuergebiet
12 eine ausreichende Länge, um ein Codieren der Hilfssteuerinformation
zu erlauben, z.B. einige Windungen der Spur. Insbesondere die zuvor definierte Position
kann einen zuvor definierten radialen Bereich abdecken, damit eine Einrichtung das
auf der radialen Positionierung des optischen Kopfes beruhende Gebiet lokalisieren
kann, ohne dass es notwendig ist, die Adressen in der Spur zu lesen.
Bei einer Ausführungsform ist das Hilfssteuergebiet
12 auch als Fokusgebiet angeordnet, das zum Ausfuhren einer wie weiter
unten besprochenen Fokusjustierprozedur vorgesehen ist, um einen besten Fokusversatz
einzustellen, was zu einem geringen Jitter im Auslesesignal der Benutzerdaten führt.
Das Fokusgebiet wird bei der Herstellung des Aufzeichnungsträgers mit einem
Trägermuster aus langen Marken versehen. Das Trägermuster ist eine Folge
von vorab geschriebenen Marken, die lang sind im Vergleich zur Länge der kürzesten
zum Codieren von Benutzerdaten verwendeten Marke, um wesentlich länger zu sein
als der effektive Durchmesser des Abtastflecks. Insbesondere die langen Vorrillenmarken
haben Längen, die zumindest zwei Mal so groß wie die zuvor definierte
minimale Zahl d von Kanalbitlängen T sind. Zum Codieren der Hilfssteuerinformation
kann das Trägermuster durch lange Vorrillenmarken gebildet sein, die eine einzelne
Länge haben, oder es kann ein zuvor definiertes Muster sein, dass einige wenige
Längen verwendet, oder es kann zufallsmäßig variiert oder moduliert
sein.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung haben die kürzesten
Marken zum Aufzeichnen der Hauptinformation eine Länge von 3 Kanalbitlängen,
gewöhnlich mit d = 3T oder 3I bezeichnet. Bei DVD ist beispielsweise der Kanalcode
ein RLL(2, 10)-Code mit einer minimalen Länge von 3T, und einer maximalen Länge
von 11T, während Marken von 14T für die Synchronisation verwendet werden.
In einem solchen System haben die langen Marken zumindest eine Länge von 6T
oder 7T, aber vorzugsweise haben sie Längen von zumindest 8T. Ein praktisches
Einzelton-Trägermuster hat lange Marken einer einzigen Größe, z.B.
Pits und dazwischen liegende Stege („Lands") mit einer Länge von 11T.
Es sei bemerkt, dass für einen Wobble, der einer zuvor definierten Anzahl of
Kanalbitlängen entspricht, geeignete Vorrillenmarkenlängen gewählt
werden, um ein Muster zu bilden, das zu dieser zuvor definierten Anzahl passt. Für
einen Wobble aus 32 Kanalbits wie in DVD+RW ist eine geeignete Länge 8T Vorrillenpits
abwechselnd mit 8T Vorrillenlands. Geeignete Bereiche von Längen zum Codieren
von Information in den langen Marken sind ein Bereich von 6T bis 14T oder 10T bis
12T.
Erfindungsgemäß ist die Vorrille mit einer Vorrillenmodulation
versehen, die von Veränderungen eines physikalischen Parameters gebildet wird,
der mit der Form der Vorrille zusammenhängt, wie weiter unten besprochen. Die
Vorrillenmodulation codiert Hilfssteuerinformation wie z.B. Hilfssteuerinformation.
Es sei bemerkt, dass die Hilfsinformation für Steuerinformation verwendet werden
kann, die in dem Abtastgerät oder einem Hostcomputer verarbeitet wird, z.B.
einen Code, um auf aufgezeichnete Information zuzugreifen, eine Kennung zur Unterstützung
von Kopierkontrolle, Anti-Piraterie-Information und andere Zugriffsmechanismen.
Die Steuerinformation in dem zusätzlichen Datenkanal kann einen einmaligen
Identifikationscode repräsentieren, um vor illegalem Kopieren zu schützen,
oder ein Wasserzeichen. Bei einer Ausführungsform wird dem Benutzer zusätzliche
Information zur Verfügung gestellt. Die zusätzliche Information kann ein
Softwareprogramm sein, z.B. zum Verarbeiten, Dekomprimieren oder Editieren von Audio-
oder Videomaterial, oder eine 'Freeware'-Version eines Softwareprogramm für
den Benutzer, um die Funktionen der genannten Software auszuprobieren. Bei einer
Ausführungsform ist die zusätzliche Information Audio- oder Videoinhalt-Information,
wie z.B. ein Trailer eines Films oder eine MP3-Version eines Audiostücks. Der
Benutzer kann an einer vollständigen Version des Films oder Audiostücks
interessiert sein. Ein Provider kann solche vollständigen Versionen z.B. über
das Internet zur Verfügung stellen, wobei die Versionen auf den Aufzeichnungsträger
heruntergeladen und darauf aufgezeichnet werden können. Das tatsächliche
Rückgewinnen der und Zugreifen auf die vollständigen Versionen vom Aufzeichnungsträger
aus wird über Zugriffscodes kontrolliert, die auch in der Vorrillenmodulation
enthalten sind. Der Provider kann beispielsweise dem Benutzer den Trailer einiger
Filme oder Softwareprogramme, z.B. 5, anbieten und dem Benutzer zugestehen, nur
einen oder eines davon aufzuzeichnen. Der Benutzer bezahlt dann für einen einzigen
Film, wenn er die beschreibbare Platte kauft. Somit verkauft ein Inhalte-Anbieter
den Aufzeichnungsträger mit einem oder mehrerer Proben von Inhaltsinformation
und stellt vollständige Versionen der genannten Proben einem Benutzer zur Verfügung,
insbesondere über ein Netz wie das Internet.
1d zeigt einen Wobble mit einer Vorrillenmodulation
durch Veränderungen der Breite. Die Figur zeigt die gewobbelte Vorrille
14 mit einer Vorrillenmodulation 13. Die Form der Vorrille, die
die lokale Querschnittsform ist, wird entsprechend einem zusätzlichen zu codierenden
Informationssignal verändert. Eine derartige Änderung der Form beeinflusst
die beim Abtasten an der Spur reflektierte Strahlung und kann dadurch detektiert
werden. Wie in der Figur gezeigt, ist die Breite der Vorrille entsprechend einem
digitalen Modulationsmuster moduliert.
1e zeigt einen Wobble mit einer Vorrillenmodulation
durch Veränderungen der Tiefe. Wie gezeigt wird die Tiefe digital verändert,
um Vorrillen-Pitgebiete 18 mit einer zuvor definierten Tiefe und Vorrillen-Landgebiete
19 mit einer Tiefe Null (d.h. es gibt keine Vorrille) zu bilden. Stattdessen
können auch andere Veränderungen der Tiefe verwendet werden.
Zur Herstellung eines derartigen Aufzeichnungsträgers wird eine
Masterplatte angefertigt. Während des Mastering-Prozesses wird die Vorrille
von einem Laserstrahlrecorder geschrieben. Der Wobble wird erzeugt, indem der nominalen
Mittenposition der Spur ein kleiner seitlicher Versatz auferlegt wird, und die Intensität
der Laserleistung des Mastering-Laserbündels wird weiter moduliert, um für
die Modulation der Vorrillenform zu sorgen.
Die Vorrillen(Breiten-, Tiefen-)modulation entlang der Spur wird zum
Erzeugen eines zusätzlichen Datenkanals verwendet. Die unbeschriebene Platte
(R- oder RW-Typ) enthält dann zusätzliche gemasterte Daten, beispielsweise
Aufzeichnungssteuerdaten. Die Hilfsdaten können mit Hilfe eines Kanalcode codiert
werden, der ähnlich oder gleich dem zum Codieren der Hauptbenutzerdaten verwendeten
Kanalcode ist. Dies hat den Vorteil, dass zum Decodieren der zusätzlichen Daten
keine zusätzliche Elektronik erforderlich ist. Bei einer Ausführungsform
wird eine andere Modulation verwendet, d.h. ein Kanalmodulationscode, der sich von
dem zum Codieren der Hauptbenutzerdaten verwendeten Kanalcode unterscheidet. Dies
lässt die Verwendung jeglicher Modulation zum Codieren von Information in der
Vorrille zu, die optimiert ist, die anderen Eigenschaften der Vorrille nicht zu
stören, z.B. eine Modulation mit „Impulsen konstanter Länge", die
die zusätzlichen Daten durch die Position der Impulse codiert. Haupt-Benutzerdaten,
auch hochfrequente Daten genannt, können der modulierten Vorrille überlagert
werden. Die zusätzlichen Daten in der Vorrille können lauflängenmoduliert,
frequenzmoduliert, amplitudenmoduliert, phasenmoduliert sein oder irgendeinem anderen
Modulationsschema folgen, je nachdem, wie am besten die Daten von überlagerten
hochfrequenten Haupt-Benutzerdaten unterschieden werden können.
Bei einer Ausführungsform des Aufzeichnungsträgers vom DVD+R-
oder +RW-Typ wird die Vorrillenmodulation in einer Schutz- oder Pufferzone in der
Einlaufzone eingesetzt (andere Stellen könnten die Auslaufzone und Mittelzone
bei Doppelschicht-DVD+R oder Doppelschicht-DVD+RW sein). Die kontinuierliche Vorrille
wird durch Vorrillenpits und -lands von entweder einem einzigen Ton oder Mehrfachtönen
ersetzt. Es sei bemerkt, dass die aus der Rille erhaltene ADIP-Information weiterhin
vorhanden ist und gelesen werden kann. Als Beispiel wird eine Doppelschicht-"Opposite
Track Path"-DVD+R-Platte verwendet. Die Vorrillen-Pits und -Lands sind in der Schutzzone
3 der Einlaufzone der L0-Platte platziert (möglichst dicht beim Laser) und
in der Auslaufzone der L1-Schicht (unter der Einlaufzone der L0-Platte).
Bei einer Ausführungsform des Aufzeichnungsträgers wechseln
die Windungen der Spur mit der Vorrillenmodulation mit Windungen der Spur ohne Vorrillenmodulation
oder mit einer anderen, zuvor definierten Vorrillenmodulation ab. Mit einem solchen
Muster kann der sogenannte „Wobble beat" und/oder Nebensprechen benachbarter
Rillen minimiert werden.
2 zeigt eine Abtasteinrichtung mit Vorrillendemodulation.
Die Einrichtung ist mit Mitteln zum Abtasten einer Spur auf einem Aufzeichnungsträger
11 versehen, wobei die Mittel eine Antriebseinheit 21 zum Drehen
des Aufzeichnungsträgers 11, einen Kopf 22, eine Servoeinheit
25 zum Positionieren des Kopfes 22 auf der Spur und eine Steuereinheit
20 enthalten. Der Kopf 22 umfasst ein optisches System eines bekannten
Typs zum Erzeugen eines Strahlungsbündels 24, das durch optische Elemente
gelenkt zu einem Strahlungsfleck 23 auf einer Spur der Informationsschicht
des Aufzeichnungsträgers fokussiert wird. Das Strahlungsbündel
24 wird von einer Strahlungsquelle, z.B. einer Laserdiode erzeugt. Der
Kopf umfasst weiterhin ein (nicht abgebildetes) Fokussierungsstellglied zum Bewegen
des Fokus des Strahlungsbündels 24 entlang der optischen Achse des
genannten Bündels und ein Spurfolgestellglied zur Feinpositionierung des Flecks
23 in einer radialen Richtung auf der Mitte der Spur.
Das Spurfolgestellglied kann Spulen umfassen, um ein optisches Element radial zu
bewegen oder kann alternativ zum Ändern des Winkels eines reflektierenden Elementes
angeordnet sein. Die Fokussierungs- und Spurfolgestellglieder werden durch Stellgliedsignale
aus der Servoeinheit 25 angetrieben. Zum Auslesen wird die an der Informationsschicht
reflektierte Strahlung von einem Detektor eines üblichen Typs, z.B. einer Vier-Quadrantendiode,
in dem Kopf 22 zum Generieren von Detektorsignalen detektiert, der mit
einer Vorfeldeinheit 31 zum Generieren verschiedener Abtastsignale, die
ein Hauptabtastsignal 33 und Fehlersignale 35 zur Spurfolge und
Fokussierung einschließen, gekoppelt ist. Die Fehlersignale 35 sind
mit der Servoeinheit 25 zum Steuern der genannten Fokussierungs- und Spurfolgestellglieder
gekoppelt. Die Fehlersignale 35 sind auch mit einer Wobbledemodulationseinheit
36 zum Rückgewinnen der physikalischen Adressen aus der Wobblemodulation
gekoppelt. Ein detailliertes Ausführungsbeispiel einer Wobbledetektion wird
in 7 gegeben. Das Hauptabtastsignal 33 wird
zum Rückgewinnen der Information von der Leseverarbeitungseinheit
30 eines üblichen Typs verarbeitet, die einen Demodulator, Deformatierer
und eine Ausgabeeinheit enthält.
Die Steuereinheit 20 steuert das Abtasten und Rückgewinnen
von Information und kann angeordnet sein, Kommandos von einem Benutzer oder einem
Hostcomputer zu empfangen. Die Steuereinheit 20 ist über Steuerleitungen
26, z.B. einen Systembus, mit den anderen Einheiten in der Einrichtung
verbunden. Die Steuereinheit 20 umfasst Steuerelektronik, beispielsweise
einen Mikroprozessor, einen Programmspeicher und Schnittstellen, um die weiter unten
beschriebenen Prozeduren und Funktionen auszuführen. Die Steuereinheit
20 kann auch als Statusmaschine in Logikschaltungen ausgeführt sein.
Bei einer Ausführungsform führt die Steuereinheit die Funktionen des Rückgewinnens
der zusätzlichen Information aus der Vorrille über die Leseverarbeitungseinheit
30 aus.
Die Einrichtung hat eine Vorrillendemodulationseinheit 32,
um Vorrillenmodulation in dem Abtastsignal folgendermaßen zu detektieren. Das
Hauptabtastsignal 33 wird aus der Vorfeldeinheit 31 erhalten.
Komponenten in dem Signal 33 aufgrund der Marken der Hauptinformation werden
entfernt und Komponenten aufgrund der Marken der Vorrillenmodulation werden isoliert.
Bei einer Ausführungsform hat die Demodulationseinheit eine Filtereinheit
34, die eine Tiefpass- oder Bandpassfunktion hat, die speziell auf die
langen Marken abgestimmt ist. Hilfssteuerinformation wird von der Vorrillendemodulationseinheit
32 aus der Vorrillenmodulation zurückgewonnen.
Taktrückgewinnung zum Rekonstruieren eines Datentakts des Hilfssignals
kann auf der Wobblefrequenz beruhen oder auf der Vorrillenmodulation selbst. Bei
einer Ausführungsform beruht Taktrückgewinnung auf dem für die Hauptdaten
zurückgewonnenen Datentakt. Synchrone Detektion kann zum Detektieren der Datenbits
der Hilfsdaten angewendet werden. Bei einer Ausführungsform ist die Vorrillenmodulation
mit einem Kanalcode und/oder Fehlerkorrekturcodes versehen, die sich von den in
den Benutzerdaten verwendeten Kanalcodes unterscheiden, und die Demodulationseinheit
34 ist mit einem anwendungsspezifischen Kanalcodedemodulator und/oder Fehlerkorrektureinheit
versehen.
Bei einer Ausführungsform ist die Einrichtung mit Aufzeichnungsmitteln
zum Aufzeichnen von Information auf einem Aufzeichnungsträger vom beschreibbaren
oder mehrfach beschreibbaren Typ, beispielsweise CD-R oder CD-RW, oder DVD+RW oder
BD versehen. Die Aufzeichnungsmittel arbeiten mit dem Kopf 22 und der Vorfeldeinheit
31 zusammen, um ein Schreibstrahlungsbündel zu erzeugen, und umfassen
Schreibverarbeitungsmittel zum Verarbeiten der Eingabe-Information, um ein Schreibsignal
zu generieren, um den Kopf 22 anzusteuern, welche Schreibverarbeitungsmittel
eine Eingabeeinheit 27, einen Formatierer 28 und einen Modulator
29 umfassen. Zum Schreiben von Information wird das Strahlungsbündel
gesteuert, um optisch detektierbare Marken in der Aufzeichnungsschicht zu kreieren.
Die Marken können in irgendeiner optisch lesbaren Form vorliegen, z.B. in Form
von Gebieten mit einem von ihrer Umgebung unterschiedlichen Reflexionskoeffizienten,
die beim Aufzeichnen in Materialien wie z.B. Farbstoff, Legierung oder Phasenänderungsmaterial
erhalten werden, oder in Form von Gebieten mit einer von ihrer Umgebung unterschiedlichen
Polarisationsrichtung, die beim Aufzeichnen in magnetooptischem Material erhalten
werden.
Schreiben und Lesen von Information zum Aufzeichnen auf optischen
Platten und Formatierungs-, Fehlerkorrektur- und Kanalcodierungsregeln sind in der
Technik wohlbekannt, z.B. von einem CD- oder DVD-System. Bei einer Ausführungsform
umfasst die Eingabeeinheit 27 Komprimierungsmittel für Eingangssignale
wie z.B. analoges Audio und/oder Video oder digitales unkomprimiertes Audio/Video.
Geeignete Komprimierungsmittel sind für Video in den MPEG-Normen beschrieben,
MPEG-1 ist in ISO/IEC 11172 definiert und MPEG-2 in ISO/IEC 13818. Das Eingangssignal
kann entsprechend solchen Normen auch bereits codiert sein.
3 zeigt eine optische Mehrschicht-Platte. L0 ist eine
erste Aufzeichnungsschicht 40 und L1 ist eine zweite Aufzeichnungsschicht
41. Eine erste transparente Schicht 43 bedeckt die erste Aufzeichnungsschicht,
eine Abstandsschicht 42 trennt beide Aufzeichnungsschichten 40,
41 und unter der zweiten Aufzeichnungsschicht 41 wird eine Substratschicht
44 gezeigt. Die erste Aufzeichnungsschicht 40 liegt näher
bei einer Eintrittsfläche 47 des Aufzeichnungsträgers als die
zweite Aufzeichnungsschicht 41. Ein Laserbündel wird in einem ersten
Zustand 45, fokussiert auf die L0-Schicht, gezeigt und das Laserbündel
wird in einem zweiten Zustand 46, fokussiert auf die L1-Schicht, gezeigt.
Jede Aufzeichnungsschicht hat das Muster aus Vorrillenmarken, das Hilfssteuerinformation
codiert.
Mehrschicht-Platten sind bereits als nur lesbare, vorab beschriebene
Platten, wie z.B. DVD-ROM oder DVD-Video, verfügbar. Kürzlich ist eine
Doppelschicht-DVD+R-Platte vorgeschlagen worden, welche Platte vorzugsweise mit
dem Doppelschicht-DVD-ROM-Standard kompatibel sein sollte. Die Reflexionsgrade beider
Schichten betragen > 18%. Die L0-Schicht hat eine Transmission von etwa 50–70%.
Eine Abstandsschicht trennt die Schichten mit einer typischen Dicke zwischen 30
und 60 &mgr;m. Die L1-Schicht hat hohe Reflexion und muss sehr empfindlich sein.
Auch mehrfach beschreibbare Doppelschicht-Platten sind vorgeschlagen worden. Die
L0-Schicht hat eine Transmission von etwa 40–60%. Die effektive Reflexion
beider Schichten beträgt typischerweise 7%, obwohl niedrigere und höhere
Werte (3%–18%) möglich sind. Beschreibbare und mehrfach beschreibbare
optische Speichermedien mit 3 oder mehr Aufzeichnungsschichten werden auch in Betracht
gezogen.
4 zeigt die Fokusfehlersignal-S-Kurve. Das Fokusfehlersignal
48 wird für einen Fokus gezeigt, der von unterhalb bis oberhalb einer
Aufzeichnungsschicht variiert. Bei Einzelschicht-DVD+RW und -ROM wird beispielsweise
der optimale Fokusversatz gefunden, indem der Fokusfehler beim Nulldurchgang
49 der S-Kurve gehalten wird. Zusätzliches Feinabstimmen kann durch
Optimieren in Bezug auf vorab aufgezeichnete Daten (im Fall der ROM-Platte) erhalten
werden. Bei Doppelschicht-DVD-ROM (DVD-9) wird der optimale Fokusversatz gefunden,
indem der Fokusfehler beim Nulldurchgang der S-Kurve gehalten und dann weiter in
Bezug auf Jitter optimiert wird. Hierbei leidet der optimale Fokusversatz unter
Streulicht aus der anderen fokusfernen Schicht und/oder aus optischen Aberrationen
aufgrund der nicht idealen Tiefe der Schicht im Fokus, aber dies kann durch Optimieren
in Bezug auf Jitter kompensiert werden. Bei Doppelschicht-DVD+R/+RW stehen keine
vorab aufgezeichneten Daten zum Optimieren der Jitterwerte zur Verfügung.
Bei einer Ausführungsform hat die Einrichtung eine in der Fokusservoeinheit
25 enthaltene Fokusjustierfunktion. Zuerst wird ein durch ein Gebiet der
Vorrille mit der Vorrillenmodulation gebildetes Fokusgebiet detektiert. Dann wird
der beste Fokus durch Abtasten des Trägermusters in dem Fokusgebiet und Überwachen
der Amplitude des auf den genannten langen Marken beruhenden Abtastsignals detektiert.
Insbesondere wird ein Maximum der Amplitude durch Variieren des Fokusversatzes gefunden.
Die Fokusjustiereinheit kann auch als Softwarefunktion in der Steuereinheit
20 ausgeführt sein, unter Verwendung der Lese-Elektronik, die in der
Leseeinheit 30 zum Detektieren der Amplitude des auf den langen Vorrillenmarken
beruhenden Signals zur Verfügung steht. Bei einer Ausführungsform wird
die Fokusjustierfunktion für eine Mehrschichtplatte Für jede der relevanten
Schichten separat ausgeführt. Das Fokusgebiet auf der jeweiligen Schicht wird
lokalisiert, und die weiteren Schritte werden so, wie oben für die erste Schicht
angegeben, ausgeführt. Das Finden des richtigen Fokusversatzes ist zum Beschreiben
von beschreibbaren und mehrfach beschreibbaren Platten wichtig. Bei einem nicht
optimalen Fokusversatz werden die Daten nicht optimal auf die Platte geschrieben,
was zu höherer Schreibleistung und Jitterwerten führt (besonders beim
Auslesen).
5 zeigt einen modulierten Wobble, eine Vorrillenmodulation
und ein Lesesignal. Die x-Achse zeigt die Zeit und die y-Achse zeigt die Signalwerte.
Eine obere Kurve 51 zeigt den Wobble als ein in radialer Richtung von einer
nominalen Nullposition abweichendes Signal. Die Phase des Wobble ist zum Codieren
physikalischer Adressen, wie durch die Phasenumkehr 52 angegeben, moduliert.
Die Wobblemodulation repräsentiert physikalische Adressinformation, die die
physikalische Position der jeweiligen physikalischen Adresse in Bezug auf einen
Anfangspunkt der Spur angibt. Die Wobblemodulation ist beispielsweise aus DV+RW
bekannt und wird in WO00/43996 ausführlich beschrieben. Erfindungsgemäß
wird die den Wobble bildende Vorrille durch abwechselnde Vorrillen-Landgebiete
53 und Vorrillen-Pitgebiete 54 moduliert. Die untere Kurve
56 zeigt das resultierende, von einem Detektor in dem Lesekopf generierte
Lesesignal, das gewöhnlich CA-Signal (engl.: central aperture signal) genannt
wird. Das Signal wird durch den Unterschied der Reflexion von Vorrillenpits (Rillen-Reflexionsgrad)
und Vorrillenlands (Spiegeltyp-Reflexionsgrad) verursacht. Das Signal ist mit dem
Unterschied der Reflexion zwischen einer Rille und einem Spiegelgebiet auf der Platte
(typischerweise 10–15% des Reflexionsgrades) vergleichbar. Alternativ können
zum Auslesen andere Verfahren eingesetzt werden, z.B. radialer und tangentialer
Push-Pull. Es sei bemerkt, dass die Wobbleperiode oder -modulation aus dem CA-Lesesignal
nicht detektiert werden kann, sondern die Vorrillen-Landgebiete 53 ergeben
Impulse 55 in dem CA-Signal, während die dazwischen liegende Signalteile
57 als auf Vorrillenpits beruhend interpretiert werden.
Demodulieren der auf der Vorrillenmodulation beruhenden Vorrillensignalelemente
55, 57 ist relativ einfach. Bei einer Ausführungsform hängen
die Vorrillensignalelemente direkt mit dem Wobble-PLL-Takt zusammen. Einfaches Filtern
und Schwellendetektion können eingesetzt werden. Wenn die Pits groß sind
(> 8T), ist Intersymbolstörung vernachlässigbar und die Frequenz und
die Größe des Signals sind fest. Aus dem Signal demodulierte Kanalbits
werden entsprechend einem Kanalcodierungsalgorithmus zu der Hilfsinformation decodiert,
beispielsweise der gleichen Kanalcodierung, wie sie für die Hauptdaten in dem
CD- oder DVD-System verwendet wird. Bei einer Ausführungsform wird ein anwendungsspezifischer
Kanalcodierungsalgorithmus zum Codieren der Hilfsinformation in den Vorrillen-Land-
und -Pitgebieten verwendet, wobei der Algorithmus beispielsweise nur Vorrillenmarkenlängen
von 10 bis 14 Kanalbits nutzt.
Bei einer Ausführungsform ist die Vorrillenmodulation an die
Wobblemodulation angepasst. Wie in 5 gezeigt, sind
die Vorrillen-Pit- und -Landgebiete auf die Sinuswellenform des Wobble ausgerichtet.
Die Längen der Vorrillenmarken sind so gewählt, dass sie Vorrillenmodulationmuster
zulassen, die in die Längen der Wobbleperiode passen. Alternativ ist die Vorrillenmodulation
auf Wobbleteile ausgerichtet, die kritische Elemente der Wobblemodulation bilden,
wie die Phasenumkehr 52, insbesondere solche kritischen Wobbleteile, die
keine Vorrillenmodulation enthalten.
6 zeigt ADIP-Information in Wobblemodulation. Die Wobblemodulation
codiert zusätzliche Information, die in dem DVD+RW-System "Adresse in Vorrille"
(ADIP: Address In Pregroove) genannt wird. Jedes ADIP-Bit 65 wird von ADIP-Bitsynchronisationen
gebildet (1 Wobbleperiode 64, entsprechend 32 Kanalbits), gefolgt von einem
ADIP-Wortsynchronisationsfeld (3 Wobbleperioden) und dem ADIP-Datenbitfeld von 4
Wobbleperioden, schließlich gefolgt von 85 monotonen (d.h. nicht modulierten)
Wobbleperioden. Die Figur zeigt einen ersten Wobble 61, der als ADIP-Wortsynchronisation
codiert ist, in dem das Wortsynchronisationsfeld invertierte Wobbles und das Datenbitfeld
nicht modulierte Wobbles hat. Der zweite Wobble 62 codiert einen Datenbitwert
0 und der dritte Wobble 63 codiert ein Datenbit vom Wert 1.
7 zeigt eine Wobbeldemodulationseinheit. Die Eingabeeinheit
71 liefert ein Push-Pull-Signal, das aus dem Kopf abgeleitet wird, der
die Spur abtastet. Ein Filter 72 filtert das Signal mit Hochpass- und Tiefpassfiltern
zum Isolieren der Wobblefrequenz und Generieren eines Wobblesignals. Eine Phasenregelschleife
73 ist auf die Wobblefrequenz verriegelt und generiert über einen
32x-Multiplizierer 75 den synchronen Schreibtakt zum Aufzeichnen von Marken
in Einheiten aus Kanalbits. Eine synchrone Wobbleeinheit 74 liefert eine
Wobbletaktperiode an den Multiplizierer 76, der auch das Wobblesignal empfängt.
Die Ausgabe des Multiplizierers 76 wird in einer Integrier- und Ausdruckeinheit
77 integriert, deren Ausgabe über einen Abtastschalter zu einem Sync-Schwellendetektor
78 abgetastet wird, der mit einem ADIP-Bit-Synchronisierer gekoppelt ist,
der die ADIP-Bitsynchronisationen detektiert. Einem zweiten Multiplizierer
81 wird ein 4-Wobbleperiodensignal zugeführt, das zwei invertierte
und zwei nicht invertierte Wobbles hat, und das Wobblesignal auf einem zweiten Eingang
für synchrone Detektion über 4 Wobbleperioden. Eine zweite Integrier-
und Ausdruckeinheit 82 integriert Ausgangssignale des Multiplizierers
82, während ein Bitwert-Schwellendetektor 83 zum Detektieren
der Werte der codierten Bits.
Obwohl die Erfindung hauptsächlich mittels Ausführungsformen
erläutert worden ist, die optische Platten nutzen, die auf einer Reflexionsänderung
beruhen, ist die Erfindung auch für andere Aufzeichnungsträger geeignet,
wie z.B. rechteckige optische Karten, magnetooptische Platten oder jeden anderen
Typ von Informationsspeichersystem, das auf einem beschreibbaren Aufzeichnungsträger
ein vorab angebrachtes Muster aufweist. Es sei bemerkt, dass in diesem Dokument
das Wort „umfassend" (Englisch: "comprising") das Vorhandensein anderer Elemente
oder Schritte als derjenigen, die aufgelistet sind, nicht ausschließt und das
Wort „ein" oder „eine" (Englisch: "a" or "an") vor einem Element das
Vorhandensein einer Vielzahl derartiger Elemente nicht ausschließt, dass Bezugszeichen
den Rahmen der Ansprüche nicht einschränken, dass die Erfindung sowohl
mittels Hardware als auch mittels Software ausgeführt werden kann und dass
mehrere „Mittel" oder „Einheiten" durch das gleiche Hardware- oder
Softwareelement repräsentiert werden können.
Inschrift der Zeichnung
Anspruch[de]
Aufzeichnungsträger vom beschreibbaren Typ zum Aufzeichnen von
Information durch Schreiben von Marken in einer Spur auf einem beschreibbaren Gebiet
einer Aufzeichnungsschicht mittels eines Bündels von Strahlung, die durch eine
Eintrittsfläche des Aufzeichnungsträgers eintritt, wobei die Marken, um
detektierbar zu sein, während des Abtastens der Spur mittels des Strahlenbündels
Veränderungen eines ersten Typs in der Strahlung verursachen, wobei der Aufzeichnungsträger
Folgendes umfasst:
– zumindest eine erste Aufzeichnungsschicht (40) und eine zweite
Aufzeichnungsschicht (41), wobei sich die erste Aufzeichnungsschicht an
einer Position näher bei der Eintrittsfläche befindet als an die zweite
Aufzeichnungsschicht, und
– zumindest eine transparente Abstandsschicht (42) zwischen den
Aufzeichnungsschichten, und
– wobei jede Schicht eine Vorrille (14) umfasst, die die Position
der Spur angibt, wobei die Vorrille einen durch Verlagerungen der Vorrille in einer
Richtung quer zur Längsrichtung der Spur gebildeten Wobble aufweist,
wobei der Wobble eine Wobblemodulation und die Vorrille eine Vorrillenmodulation
(13) aufweist, gebildet durch Veränderungen eines mit der Form der
Vorrille zusammenhängenden physikalischen Parameters,
wobei die Wobblemodulation, um detektierbar zu sein, während des genannten
Abtastens Veränderungen eines zweiten Typs in der Strahlung verursacht und
die Vorrillenmodulation, um detektierbar zu sein, während des genannten Abtastens
weitere Veränderungen des ersten Typs verursacht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wobblemodulation physikalische Adressinformation repräsentiert, die die
physikalische Position der physikalischen Adresse in Bezug auf einen Anfangspunkt
der Spur angibt, und die Vorrillenmodulation (13) durch Veränderungen
der Tiefe oder Breite des Wobble gebildet wird, wobei die Vorrillenmodulation Hilfssteuerinformation
repräsentiert.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, in dem die Veränderungen
des ersten Typs Intensitätsveränderungen infolge von Veränderungen
eines Reflexionsgrades der Spur sind.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, in dem die Vorrillenmodulation
Vorrillen-Landgebiete (19) der Tiefe Null umfasst, die mit Vorrillen-Pitgebieten
(18) einer zuvor definierten Tiefe und Breite abwechseln, um ein Muster
aus Vorrillenmarken zu bilden, das die Hilfssteuerinformation repräsentiert.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, in dem die genannten Marken
in der Spur Längen haben, die einer ganzen Zahl von Kanalbitlängen T entsprechen,
und wobei die kürzesten Marken eine Länge von einer zuvor definierten
minimalen Zahl d von Kanalbitlängen T haben, um mittels eines von dem genannten
Strahlenbündel auf der Spur gebildeten Abtastflecks, der einen effektiven Durchmesser
hat, detektierbar zu sein, und die Vorrillenmodulation von einem Trägermuster
aus langen Vorrillenmarken gebildet wird, wobei die langen Vorrillenmarken Längen
haben, die zumindest zwei Mal so groß wie die zuvor definierte minimale Zahl
d von Kanalbitlängen T sind, um wesentlich länger zu sein als der effektive
Durchmesser des Abtastflecks.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 4, in dem die zuvor definierte
minimale Zahl d 3 Kanalbitlängen T (d = 3T) beträgt und die langen Marken
Längen von zumindest 6T haben, wobei die Längen insbesondere im Bereich
8T bis 14T liegen.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 3 oder 4, in dem die Vorrillenmodulation
die durch die Vorrillenmarken gemäß einem zuvor definierten Kanalcodierungsalgorithmus
codierte Hilfssteuerinformation repräsentiert, welcher zuvor definierte Kanalcodierungsalgorithmus
sich von einem Kanalcodierungsalgorithmus zum Codieren der Information in den Marken
in der Spur unterscheidet.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, in dem die Vorrillenmodulation
an die Wobblemodulation angepasst ist.Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1 oder 2, in dem jede Aufzeichnungsschicht
ein Platteninformationsgebiet (12) umfasst, in welchem Gebiet die Vorrille
die genannte Vorrillenmodulation aufweist, wobei das Platteninformationsgebiet wesentlich
kleiner als das beschreibbare Gebiet der Aufzeichnungsschicht ist und die Platteninformationsgebiete
der Aufzeichnungsschichten an im Wesentlichen entsprechenden radialen Positionen
liegen.Einrichtung zum Abtasten einer Spur auf einem Aufzeichnungsträger
(11) mittels eines Bündels von Strahlung (24), wobei die
Spur Marken auf einem beschreibbaren Gebiet einer Aufzeichnungsschicht umfasst,
wobei das Strahlenbündel durch eine Eintrittsfläche des Aufzeichnungsträgers
eintritt und auf der Spur einen Abtastfleck mit einem effektiven Durchmesser bildet,
wobei der Aufzeichnungsträger Folgendes umfasst:
– zumindest eine erste Aufzeichnungsschicht (40) und eine zweite
Aufzeichnungsschicht (41), wobei die erste Aufzeichnungsschicht sich an
einer Position näher bei der Eintrittsfläche befindet als an die zweite
Aufzeichnungsschicht und
– zumindest eine transparente Abstandsschicht (42) zwischen den
Aufzeichnungsschichten und
– wobei jede Schicht eine Vorrille umfasst, die die Position der Spur angibt,
wobei die Vorrille einen durch Verlagerungen der Vorrille in einer Richtung quer
zur Längsrichtung der Spur gebildeten Wobble aufweist, wobei der Wobble eine
Wobblemodulation und die Vorrille eine Vorrillenmodulation aufweist, gebildet durch
Veränderungen eines mit der Form der Vorrille zusammenhängenden physikalischen
Parameters und
die Einrichtung Folgendes umfasst:
– einen Kopf (22) zum Verschaffen des Strahlenbündels,
– eine Vorfeldeinheit (31) zum Generieren eines Abtastsignals (33),
um durch Detektieren von Abtastsignalveränderungen infolge von Veränderungen
eines ersten Typs in der Strahlung Marken in der Spur zu detektieren,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Aufzeichnungsträger
– die Wobblemodulation physikalische Adressinformation repräsentiert,
die die physikalische Position der physikalischen Adresse in Bezug auf einen Anfangspunkt
der Spur angibt, und die Vorrillenmodulation Hilfssteuerinformation repräsentiert
und dass
die Einrichtung Folgendes umfasst
– Wobbledetektionsmittel (36) zum Rückgewinnen der physikalischen
Adressinformation aus der Wobblemodulation durch Detektieren von Veränderungen
eines zweiten Typs in der Strahlung und
– Vorrillendemodulationsmittel (32) zum Rückgewinnen der Hilfssteuerinformation
aus der Vorrillenmodulation auf der ersten und der zweiten Aufzeichnungsschicht
durch Detektieren weiterer Abtastsignalveränderungen infolge der Vorrillenmodulation
(13), die durch Veränderungen der Tiefe oder Breite des Wobble gebildet
werden.Einrichtung nach Anspruch 9, bei der, während auf dem Aufzeichnungsträger,
die genannten Marken Längen haben, die einer ganzen Zahl von Kanalbitlängen
T entsprechen, und wobei die kürzesten Marken eine Länge von einer zuvor
definierten minimalen Zahl d von Kanalbitlängen T haben, um mittels des Abtastflecks,
der den effektiven Durchmesser hat, detektierbar zu sein, und die Vorrillenmodulation
von einem Trägermuster aus langen Vorrillenmarken gebildet wird, wobei die
langen Vorrillenmarken Längen haben, die zumindest zwei Mal so groß wie
die zuvor definierte minimale Zahl d von Kanalbitlängen T sind, um wesentlich
länger zu sein als der effektive Durchmesser des Abtastflecks, wobei die Vorrillendemodulationsmittel
(32) angeordnet sind, um die weiteren Abtastsignalveränderungen infolge
der langen Vorrillenmarken zu detektieren.Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Vorrillendemodulationsmittel
(32) angeordnet sind, um die in der Vorrillenmodulation gemäß
einem zuvor definierten Kanalcodierungsalgorithmus codierte Hilfssteuerinformation
zurückzugewinnen, welcher zuvor definierte Kanalcodierungsalgorithmus sich
von einem Kanalcodierungsalgorithmus zum Codieren der Information in den Marken
in der Spur unterscheidet.Einrichtung nach Anspruch 9, 10 oder 11, wobei die Einrichtung eine
Steuereinheit (20) umfasst, um erst die Hilfssteuerinformation mittels
der Vorrillendemodulationsmittel (32) zurückzugewinnen und anschließend
die Hilfssteuerinformation in einem Steuergebiet des Aufzeichnungsträgers aufzuzeichnen.