Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Verfahren
zum Verringern der Wirkung störender Verbindungen auf Messungen, die von Analyt-Meßsystemen
durchgeführt werden, und genauer ein Verfahren zum Verringern der Wirkungen
von störenden Gleichströmen in einem Glukose-Überwachungssystem,
welches einen elektrochemischen Streifen verwendet, der Elektroden mit nicht beschichteten
Bereichen hat.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In vielen Fällen kann ein elektrochemisches Glukose-Meßsystem
aufgrund der Oxidation störender Verbindungen, die üblicherweise in physiologischen
Fluiden gefunden werden, so wie zum Beispiel Acetaminophen, Ascorbinsäure,
Bilirubin, Dopamin, Gentisinsäure, Glutathion, Levodopa, Methyldopa, Tolazimid,
Tolbutamid und Harnsäure, einen erhöhten Oxidationsstrom aufweisen. Die
Genauigkeit von Glukose-Meßvorrichtungen kann daher verbessert werden, indem
der Teil der Oxidationsstromes, der durch störende Verbindungen erzeugt wird,
verringert oder beseitigt wird. Idealerweise sollte es keinen Oxidationsstrom geben,
der von irgendeiner der störenden Verbindungen erzeugt wird, so daß der
gesamte Oxidationsstrom nur von der Glukosekonzentration abhängen würde.
Es ist daher wünschenswert, die Genauigkeit von elektrochemischen
Sensoren beim Vorliegen möglicherweise störender Verbindungen, so wie
zum Beispiel Ascorbat, Urat und Acetaminophen, die üblicherweise in physiologischen
Fluiden gefunden werden, zu verbessern. Beispiele von Analyten für solche elektrochemischen
Sensoren können Glukose, Lactat und Fructosamin umfassen. Obwohl Glukose der
hauptsächlich diskutierte Analyt sein wird, wird es einem Fachmann offensichtlich,
daß die hierin dargelegte Erfindung auch bei anderen Analyten verwendet werden
kann.
Oxidationsstrom kann auf mehreren Wegen erzeugt werden. Insbesondere
ergibt sich der gewünschte Oxidationsstrom aus der Wechselwirkung des Redoxvermittlers
mit dem interessierenden Analyten (z. b. Glukose), während unerwünschter
Oxidationsstrom im allgemeinen von störenden Verbindungen hervorgerufen wird,
die an der Elektrodenoberfläche und durch Wechselwirkung mit dem Redoxvermittler
oxidiert werden. Zum Beispiel werden manche störenden Verbindungen (z. B. Acetominophen)
an der Elektrodenoberfläche oxidiert. Andere störende Verbindungen (z.
b. Ascorbinsäure) werden durch chemische Reaktion mit dem Redoxvermittler oxidiert.
Diese Oxidation der störenden Verbindung in einem Glukose-Meßsystem bewirkt,
daß der gemessene Oxidationsstrom von der Konzentration sowohl der Glukose
als auch irgendeiner störenden Verbindung abhängig ist. Daher, in der
Situation, bei der die Konzentration einer störenden Verbindung so rasch oxidiert
wie Glukose und die Konzentration des Störstoffs relativ zu der Konzentration
der Glukose hoch ist, würde die Messung der Konzentration der Glukose verbessert
werden, indem der Beitrag der störenden Verbindungen zu dem Gesamt-Oxidationsstrom
verringert oder beseitigt würde.
Eine bekannte Strategie, die eingesetzt werden kann, um die Wirkungen
störender Verbindungen zu verwenden, ist es, eine negativ geladene Membran
zu verwenden, um die Arbeitselektrode abzudecken. Als ein Beispiel kann ein sulfoniertes
Fluorpolymer, so wie NAFIONTM verwendet werden, um alle negativ geladenen
Chemikalien abzustoßen. Im allgemeinen haben die meisten störenden Verbindungen,
so wie Ascorbat und Urat, eine negative Ladung, somit verhindert die negativ geladene
Membran, daß die negativ geladenen störenden Verbindungendie Elektrodenoberfläche
erreichen und an der Oberfläche oxidiert werden. Jedoch ist diese Technik nicht
immer erfolgreich, da manche störenden Verbindungen, so wie Acetaminophen,
keine negative Nettoladung haben und somit durch eine negativ geladene Membran treten
können. Auch würde diese Technik nicht den Oxidationsstrom verringern,
der sich aus der Wechselwirkung störender Verbindungen mit einigen Redoxvermittlern
ergibt. Die Verwendung einer negativ geladenen Membran auf der Arbeitselektrode
könnte auch verhindern, daß manche üblicherweise verwendeten Redoxvermittler,
so wie Ferrocyanid, durch die negativ geladene Membran treten, um Elektronen mit
der Elektrode auszutauschen.
Eine weitere bekannte Strategie, die verwendet werden kann, um die
Wirkungen von störenden Verbindungen zu verringern, ist es, eine größenselektive
Membran auf der Arbeitselektrode zu verwenden. Als ein Beispiel kann eine 100 Dalton-Ausschlußmembran,
so wie Zelluloseacetat, zum Abdecken der Arbeitselektrode verwendet werden, um alle
Chemikalien mit einem Molekulargewicht größer als 100 Dalton auszuschließen.
Im allgemeinen haben die meisten störenden Verbindungen ein Molekulargewicht
größer als 100 Dalton, und somit werden sie ausgenommen, an der Elektrodenoberfläche
oxidiert zu werden. Jedoch bewirken solche selektiven Membranen
typischerweise, daß der Teststreifen komplizierter herzustellen ist, und erhöhen
die Prüfzeit, da die oxidierte Glukose durch die selektive Membran diffundieren
muß, um zu der Elektrode zu gelangen.
Eine weitere Strategie, die verwendet werden kann, um die Wirkungen
störender Verbindungen zu verringern, ist es, einen Redoxvermittler mit einem
geringen Redoxpotential zu verwenden, zum Beispiel zwischen ungefähr –300
mV und +100 mV (wenn in bezug auf eine gesättigte Calomel-Elektrode gemessen
wird). Da der Redoxvermittler ein geringes Redoxpotential hat, kann die Spannung,
die an die Arbeitselektrode gelegt wird, auch relativ gering sein, was wiederum
die Geschwindigkeit verkleinert, mit der störende Verbindungen von der Arbeitselektrode
oxidiert werden. Beispiele von Redoxvermittlern mit einem relativ geringen Redoxpotential
umfassen Osmiumbipyridyl-Komplexe, Ferrocen-Derivate und Chinon-Derivate. Ein Nachteil
dieser Strategie ist, daß Redoxvermittler mit einem relativ geringen Potential
oftmals schwierig zu synthetisieren, instabil sind und eine geringe Löslichkeit
in Wasser haben.
Eine weitere bekannte Strategie, die verwendet werden kann, um die
Wirkungen von störenden Verbindungen zu verringern, ist es, eine Blind-Elektrode
zu verwenden, die mit einem Redoxvermittler beschichtet ist. In machen Fällen
kann die Blind-Elektrode auch mit einem inerten Protein oder einem deaktivierten
Redoxenzym beschichtet werden. Der Zweck der Blind-Elektrode ist es, die störende
Verbindung an der Elektrodenoberfläche zu oxidieren und/oder den Redoxvermittler
zu oxidieren, der von der störenden Verbindung reduziert worden ist. Bei dieser
Strategie wird der Strom, der an der Blind-Elektrode gemessen wird, vom Gesamt-Oxidationsstrom
subtrahiert, der an der Arbeitselektrode gemessen wird, um die Störwirkung
zu beseitigen. Ein Nachteil dieser Strategie ist, daß sie erfordert, daß
der Teststreifen eine zusätzliche Elektrode und einen elektrischen Anschluß
(d. h. die Blind-Elektrode) umfaßt, die nicht verwendet werden können,
um Glukose zu messen. Der Einbau einer Blind-Elektrode ist ein nicht effizienter
Einsatz einer Elektrode in einem Glukose-Meßsystem. Siehe zum Beispiel
US 6 540 891. Weitere Beispiele von Teststreifen
mit zwei unterschiedlichen Arbeitselektroden können in der der US
6 258 229 und in der US 6 287 451
gefunden werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die hierin beschriebene Erfindung ist auf ein Verfahren zum Verringern
der Wirkungen von Störeinflüssen, wenn man einen elektrochemischen Sensor
verwendet, um Analyte zu erfassen, gerichtet. Ein elektrochemischer Sensor, der
bei einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar wäre,
umfaßt ein Substrat, wenigstens eine erste und eine zweite Arbeitselektrode
und eine Referenzelektrode. Eine Reagenzschicht ist auf den Elektroden angeordnet,
so daß die Reagenzschicht vollständig die erste Arbeitselektrode ganz
bedeckt und die zweite Arbeitselektrode nur teilweise bedeckt. Bei einem Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Oxidationsstrom, der an dem
Teil der zweiten Arbeitselektrode erzeugt wird, die nicht von der Reagenzschicht
bedeckt ist, verwendet, um die Wirkung störender Substanzen auf die Glukosemessung
zu korrigieren.
Die hierin beschriebene Erfindung umfaßt weiter ein Verfahren
zum Verringern von Störeinflüssen bei einem elektrochemischen Sensor,
welches die Schritte des Messens eines ersten Oxidationsstroms an einer ersten Arbeitselektrode,
wobei die erste Arbeitselektrode von einer Reagenzschicht bedeckt ist; das Messen
eines zweiten Oxidationsstromes an einer zweiten Arbeitselektrode, wobei die Reagenzschicht
die zweite Arbeitselektrode nur teilweise bedeckt; und das Berechnen eines korrigierten
Oxidationsstrom-Wertes, der repräsentativ für eine Konzentration eines
zuvor ausgewählten Analyten (z. B. Glukose) ist, umfaßt. Bei dieser Berechnung
wird ein Verhältnis der bedeckten Fläche zu der nicht bedeckten Fläche
der zweiten Arbeitselektrode verwendet, um die Wirkungen von Störeinflüssen
auf den Oxidationsstrom zu beseitigen. Genauer kann der korrigierte Stromwert durch
Verwenden der folgenden Gleichung berechnet werden,
wobei G die korrigierte Stromdichte ist, WE1 die nicht korrigierte Stromdichte
an der ersten Arbeitselektrode ist, WE2 die nicht korrigierte Stromdichte
an der zweiten Arbeitselektrode ist, Acov die beschichtete Fläche
der zweiten Arbeitselektrode ist und Aunc die nicht beschichtete Fläche
der zweiten Arbeitselektrode 2 ist.
Bei einer Ausführungsform eines elektrochemischen Steifens, der
bei der vorliegenden Erfindung verwendbar ist, umfaßt der elektrochemische
Glukose-Teststreifen eine erste und eine zweite Arbeitselektrode, wobei die erste
Arbeitselektrode vollständig mit einer Reagenzschicht bedeckt ist und die zweite
Arbeitselektrode nur teilweise mit der Reagenzschicht bedeckt ist. Somit hat die
zweite Arbeitselektrode eine mit Reagenz beschichtete Fläche
und eine nicht beschichtete Fläche. Die Reagenzschicht kann zum Beispiel ein
Redoxenzym, so wie Glukose-Oxidase, und einen Redoxvermittler, so wie zum Ferricyanid,
umfassen. Die erste Arbeitselektrode wird eine Überlagerung von zwei Quellen
für Oxidationsstrom haben, eine von der Glukose und eine zweite von den Störstoffen
her. In ähnlicher Weise wird die zweite Arbeitselektrode eine Überlagerung
aus drei Quellen für Oxidationsstrom von der Glukose, von Störstoffen
an dem mit Reagenz beschichteten Teil und von Störstoffen an dem nicht beschichteten
Teil haben. Der nicht beschichtete Teil der zweiten Arbeitselektrode wird nur Störstoffe
oxidieren und keine Glukose oxidieren, da es kein Reagenz in diesem Bereich gibt.
Der Oxidationsstrom, der an dem nicht beschichteten Teil der zweiten Arbeitselektrode
gemessen wird, kann dann verwendet werden, um den Gesamt-Oxidationsstrom der Störstoffe
abzuschätzen und einen korrigierten Oxidationsstrom zu berechnen, der die Wirkungen
von Störeinflüssen beseitigt.
Bei einer alternativen Ausführungsform eines Streifens, die bei
dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar ist, umfaßt
der elektrochemische Glukose-Teststreifen eine erste und eine zweite Arbeitselektrode,
wobei die erste und die zweite Arbeitselektrode nur teilweise mit einer Reagenzschicht
bedeckt sind. Somit haben bei dieser Ausführungsform sowohl die erste als auch
die zweite Arbeitselektrode einen mit Reagenz beschichteten Teil und einen nicht
beschichteten Teil. Die erste nicht bedeckte Fläche der ersten Arbeitselektrode
und die zweite nicht bedeckte Fläche der zweiten Arbeitselektrode sind unterschiedlich.
Der Oxidationsstrom, der an dem nicht beschichteten Teil der ersten und der zweiten
Arbeitselektrode gemessen wird, wird verwendet, um den Oxidationsstrom des Störstoffes
für den nicht beschichteten Teil abzuschätzen und um einen korrigierten
Glukosestrom zu berechnen.
Die hierin beschriebene Erfindung umfaßt weiter ein Verfahren
zum Verringern von Störeinflüssen bei einem elektrochemischen Sensor,
das die Schritte des Messens eines ersten Oxidationsstroms an einer ersten Arbeitselektrode,
wobei die erste Arbeitselektrode teilweise von einer Reagenzschicht bedeckt ist;
das Messen eines zweiten Oxidationsstromes an einer zweiten Arbeitselektrode, wobei
die Reagenzschicht nur teilweise die zweite Arbeitselektrode bedeckt; und das Berechnen
eines korrigierten Wertes für den Oxidationsstrom, der repräsentativ für
eine Konzentration eines vorausgewählten Analyten (z. B. Glukose) ist. Bei
dieser Berechnung wird ein Verhältnis der bedeckten Fläche zu der nicht
bedeckten Fläche der ersten und der zweiten Arbeitselektrode verwendet, um
die Wirkungen von Störeinflüssen auf den Oxidationsstrom zu beseitigen.
Genauer kann der korrigierte Stromwert berechnet werden, indem die folgende Gleichung
verwendet wird, wobei f1 gleich
f2 gleich
ist; Aunc1 die nicht beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode
ist; Aunc2 die nicht beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode
ist; Acov1 die beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode ist;
Acov2 die beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode ist;
G der korrigierte Stromwert ist; WE1 die nicht korrigierte Stromdichte
an der ersten Arbeitselektrode ist; und WE2 die nicht korrigierte Stromdichte
an der zweiten Arbeitselektrode ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Ein besseres Verständnis der Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung wird durch Bezugnahme auf die folgende genaue Beschreibung, welche veranschaulichende
Ausführungsformen darlegt, bei denen die Grundsätze der Erfindung verwendet
werden, und die begleitenden Zeichnungen erhalten werden, wobei:
1 eine perspektivische Explosionsansicht eines Teststreifens
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
2 eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der der in 1
veranschaulichten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, ist, einschließlich
einer leitenden Schicht und einer Isolationsschicht;
3 eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der in 1
veranschaulichten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, ist, wobei die
Position einer Reagenzschicht mit der leitenden Schicht und der Isolationsschicht
veranschaulicht ist;
4 eine perspektivische Explosionsansicht eines Teststreifens
gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
5 eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der in 4
veranschaulichten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, die eine
leitende Schicht und eine Isolationsschicht umfaßt; und
6 eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der in 4
veranschaulichten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, bei der eine
Reagenzmittelschicht zusammen mit der leitenden Schicht und der Isolationsschicht
veranschaulicht ist.
7 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der in 4
veranschaulichten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, bei der eine
Reagenzschicht zusammen mit der leitenden Schicht veranschaulicht ist.
8 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die dabei hilft, einen IR-drop-Effekt zu verringern,
bei der eine Reagenzschicht mit der leitenden Schicht veranschaulicht ist.
9 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß noch einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei der eine Reagenzschicht mit der leitenden Schicht
und der Isolationsschicht derart veranschaulicht ist, daß es zwei Arbeitselektroden
gibt, die einen nicht beschichteten Teil haben.
10 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf
einen distalen Teil eines Teststreifens gemäß immer noch einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der eine Reagenzschicht mit
der leitenden Schicht und der Isolationsschicht derart veranschaulicht ist, daß
es zwei Arbeitselektroden gibt, die einen nicht beschichteten Teil haben.
11 ist eine grafische Darstellung, die den Strom an
einer ersten Arbeitselektrode eines Streifens, der gemäß der vorliegenden
Erfindung gestaltet ist, zeigt, geprüft mit 70 mg/dl Glukoseproben in Blut,
das mit variierenden Pegeln Harnsäure versetzt ist.
12 ist eine grafische Darstellung, die den Strom an
einer ersten Arbeitselektrode eines Streifens, der gemäß der vorliegenden
Erfindung gestaltet ist, zeigt, geprüft mit 240 mg/dl Glukoseproben in Blut,
das mit variierenden Pegeln Harnsäure versetzt ist.
13 ist eine perspektivische Explosionsansicht eines
Teststreifens, der eine integrierte Lanze hat.
14 ist eine vereinfachte schematische Darstellung,
welche eine Meßgeräteschnittstelle mit einem Teststreifen zeigt, der einen
ersten Kontakt, einen zweiten Kontakt und einen Referenzkontakt hat, die auf einem
Substrat angeordnet sind.
GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Diese hierin beschriebene Erfindung umfaßt einen Teststreifen
und ein Verfahren zum Verbessern der Selektivität eines elektrochemischen Glukose-Meßsystems.
1 ist eine perspektivische Explosionsansicht eines
Teststreifens gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Bei der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die in
1 veranschaulicht ist, umfaßt ein elektrochemischer
Teststreifen 62, der zum Messen der Glukosekonzentration in Körperfluiden,
so wie Blut oder interstitiellem Fluid, verwendet werden kann, eine erste Arbeitselektrode
10 und eine zweite Arbeitselektrode 12, wobei
die erste Arbeitselektrode 10 vollständig mit einer Reagenzschicht
22 bedeckt ist und die zweite Arbeitselektrode 12 nur teilweise
mit der Reagenzschicht 22 bedeckt ist. Somit hat die zweite Arbeitselektrode
einen mit Reagenz beschichteten Teil und einen nicht beschichteten Teil. Die Reagenzschicht
22 kann zum Beispiel ein Redoxenzym umfassen, so wie zum Beispiel Glukose-Oxidase,
und einen Redoxvermittler, so wie zum Beispiel Ferricyanid. Da Ferricyanid ein Redoxpotential
von ungefähr 400 mV (gemessen in bezug auf eine gesättigte Calomel-Elektrode)
bei einer Kohlenstoffelektrode hat, kann die Einführung eines Körperfluides,
z. B. Blut, eine beträchtliche Oxidation von Störstoffen durch den Redoxvermittler
erzeugen und/oder die Arbeitselektrode kann einen beträchtlichen unerwünschten
Oxidationsstrom erzeugen. Daher wird der Oxidationsstrom, der an der ersten Arbeitselektrode
10 gemessen wird, eine Überlagerung von Quellen für Oxidationsströme
sein: einem ersten gewünschten Oxidationsstrom, der durch die Oxidation von
Glukose erzeugt wird, und einem zweiten unerwünschten Oxidationsstrom, der
durch die Störstoffe erzeugt wird. Der Oxidationsstrom, der an der zweiten
Elektrode 12 gemessen wird, wird auch eine Überlagerung von Quellen
für Oxidationsströme sein: einem ersten gewünschten Oxidationsstrom,
der durch die Oxidation von Glukose erzeugt wird, einem zweiten unerwünschten
Oxidationsstrom, durch Störstoffe an dem bedeckten Teil der Arbeitselektrode
12 erzeugt wird, und einem dritten Oxidationsstrom, der von den Störstoffen
an dem nicht bedeckten Teil der Arbeitselektrode 12 erzeugt wird. Der nicht
bedeckte Teil der zweiten Arbeitselektrode 12 wird nur Störstoffe
oxidieren und keine Glukose oxidieren, da es auf dem nicht beschichteten Teil der
zweiten Arbeitselektrode 12 kein Reagenz gibt. Da der Oxidationsstrom,
der an dem nicht beschichteten Teil der zweiten Arbeitselektrode 12 gemessen
wird, nicht von Glukose abhängt und die nicht beschichtete Fläche der
zweiten Arbeitselektrode 12 bekannt ist, ist es möglich, den Oxidationsstrom
des Störstoffes für den nicht beschichteten Teil der zweiten Arbeitselektrode
12 zu berechnen. Wenn man wiederum den Oxidationsstrom der Störstoffe
verwendet, der für den nicht beschichteten Teil der zweiten Arbeitselektrode
12 berechnet worden ist und die Fläche der ersten Arbeitselektrode
10 und die Fläche des beschichteten Teiles der zweiten Arbeitselektrode
12 kennt, ist es möglich, einen korrigierten Glukosestrom zu berechnen,
der die Wirkung von störenden Verbindungen, die an der Elektrode oxidiert werden,
berücksichtigt.
1 ist eine perspektivische Explosionsansicht eines
Teststreifens 62 gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Der Teststreifen 62, wie in 1
veranschaulicht, kann durch eine Reihe 6 aufeinanderfolgender Druckschritte
hergestellt werden, die sechs Schichten aus Material auf einem Substrat
50 ablegen. Die sechs Schichten können zum Beispiel durch Siebdruck
auf dem Substrat 50 abgeschieden werden. Bei einer Ausführungsform
der Erfindung können die sechs Schichten eine leitende Schicht 64,
eine Isolationsschicht 16, eine Reagenzschicht 22, eine Haftschicht
66, eine hydrophile Schicht 68 und eine obere Schicht
40 umfassen. Die leitende Schicht 64 kann weiter eine erste Arbeitselektrode
10, eine zweite Arbeitselektrode 12, eine Referenzelektrode
14, einen ersten Kontakt 11, einen zweiten Kontakt 13,
einen Referenzkontakt 15 und eine Streifenerfassungsleiste 17
umfassen. Die Isolationsschicht 16 kann weiter einen Ausschnitt
18 umfassen. Die Haftschicht 66 kann weiter eine erste Haftlage
24, eine zweite Haftlage 26 und eine dritte Haftlage
28umfassen. Die hydrophile Schicht 68 kann weiter einen ersten
hydrophilen Film 32 und einen zweiten hydrophilen Film 34 umfassen.
Die obere Lage 40 kann weiter einen klaren Bereich 36 und einen
undurchsichtigen Bereich 38 umfassen. Der Teststreifen 62 hat
eine erste Seite 54 und eine zweite Seite 56, eine distale Elektrodenseite
58 und eine proximale Elektrodenseite 60, wie in 1
veranschaulicht. Der folgende Abschnitt wird die jeweiligen Schichten des Teststreifens
62 in weiteren Einzelheiten beschreiben.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das
Substrat 50 ein elektrisch isolierendes Material, so wie Kunststoff, Glas,
Keramik und dergleichen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung
kann das Substrat 50 ein Kunststoff sein, so wie zum Beispiel Nylon, Polycarbonat,
Polyimid, Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, PETG oder Polyester. Genauer
kann der Polyester zum Beispiel Melinex® ST328 sein, der von DuPont
Teijin Films hergestellt wird. Das Substrat 50 kann auch eine Acrylbeschichtung
umfassen, die auf einer oder beiden Seiten aufgetragen wird, um das Anhaften von
Tinte zu verbessern.
Die erste Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt ist,
ist die leitende Schicht 64, welche die erste Arbeitselektrode
10, die zweite Arbeitselektrode 12, die Referenzelektrode
14 und die Streifenerfassungsleiste 17 umfaßt. Gemäß
der vorliegenden Erfindung kann ein Siebraster mit einem Emulsionsmuster verwendet
werden, um ein Material, so wie zum Beispiel eine leitende Kohlenstofftinte, in
einer definierten Geometrie, wie in 1 veranschaulicht,
abzulegen. Die Referenzelektrode 14 kann auch eine Gegenelektrode, eine
Referenz/Gegenelektrode oder eine Quasi-Referenzelektrode sein. Die leitende Schicht
64 kann auf dem Substrat 50 durch Verwenden von Siebdruck, Rotogravurdruck,
Sputtern, Verdampfen, stromloses Plattieren, Tintenstrahlspritzen, Sublimation,
chemische Gasphasenabscheidung und dergleichen abgelagert werden. Geeignete Materialien,
die für die leitende Schicht 64 verwendet werden können, sind
Au, Pd, Ir, Pt, Rh rostfreier Stahl, dotiertes Zinnoxid, Kohlenstoff und dergleichen.
Bei einer Ausführungsform dieser Erfindung kann die Kohlenstofftintenschicht
eine Höhe zwischen 1 und 100 Mikrometern haben, genauer zwischen 5 und 25 Mikrometern, und
sogar noch genauer bei ungefähr 13 Mikrometer. Die Höhe der leitenden
Schicht kann abhängig von dem gewünschten Widerstand der leitenden Schicht
und der Leitfähigkeit des Materials, das zum Drucken der leitenden Schicht
verwendet wird, variieren.
Der erste Kontakt 11, der zweite Kontakt 13 und
der Referenzkontakt 15 können verwendet werden, um eine elektrische
Schnittstelle zu einem Meßgerät zu bilden. Dies erlaubt es dem Meßgerät,
elektrisch mit der ersten Arbeitselektrode 10, der zweiten Arbeitselektrode
12 und der Referenzelektrode 14 jeweils über den ersten Kontakt
11, den zweiten Kontakt 13 und den Referenzkontakt 15
zu kommunizieren.
Die zweite Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt ist,
ist die Isolationsschichtt 16. Die Isolationsschicht 16 ist auf
wenigstens einem Teil der leitenden Schicht 64 angeordnet, wie in
1 gezeigt. 2 ist eine
vereinfachte flächige Ansicht auf einen distalen Teil des Teststreifens
62, der die Position der ersten Arbeitselektrode 10, der zweiten
Arbeitselektrode 12 und der Referenzelektrode 14 in bezug auf
die Isolationsschicht 16 hervorhebt. Die Isolationsschicht 16
umfaßt weiter einen Ausschnitt 18, der eine T-förmige Struktur
haben kann, wie in 1 und 2
gezeigt. Der Ausschnitt 18 legt einen Teil der ersten Arbeitselektrode
10, der zweiten Arbeitselektrode 12 und der Referenzelektrode
14 frei, der mit Flüssigkeit benetzt werden kann. Der Ausschnitt
18 umfaßt weiter eine distale Ausschnittbreite W1, eine proximale
Ausschnittbreite W2, eine distale Ausschnittlänge L4 und eine proximale Ausschnittlänge
L5. Die distale Ausschnittbreite W1 entspricht der Breite der ersten Arbeitselektrode
10 und der Referenzelektrode 14, wie in 2
veranschaulicht. Die distale Ausschnittlänge L4 entspricht einer Länge,
die größer ist als die erste Arbeitselektrode 10 und die Referenzelektrode
14 zusammen. Die proximale Ausschnittbreite W2 und die proximale Ausschnittlänge
L5 bilden einen rechtwinkligen Ausschnitt, der die Breite und die Länge der
zweiten Arbeitselektrode 12 freilegt. Gemäß der vorliegenden
Erfindung können die distale Ausschnittbreite W1, die proximale Ausschnittbreite
W2, die distale Ausschnittlänge L4 und die proximale Ausschnittlänge L5
eine jeweilige Abmessung von ungefähr 0.7, 1.9, 3.2 und 0.43 mm haben. Bei
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung haben die erste Arbeitselektrode
10, die Referenzelektrode 14 und die zweite Referenzelektrode
12 eine jeweilige Länge L1, L2, und L3, die ungefähr 0.8, 1.6
und 0.4 mm sein kann. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Elektrodenabstand
S1 ein Abstand zwischen der ersten Arbeitselektrode 10 und der Referenzelektrode
14 und zwischen der Referenzelektrode 14 und der zweiten Referenzelektrode
12, der ungefähr 0.4 mm sein kann.
Die dritte Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt ist,
ist eine Reagenzschicht 22. Die Reagenzschicht 22 ist auf wenigstens
einem Teil der leitenden Schicht 64 und der Isolationsschicht
16 angeordnet, wie in 1 gezeigt.
3 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil des Teststreifens 62 gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, welche die Position der Reagenzschicht 22 mit
Bezug auf die erste Arbeitselektrode 10, die zweite Arbeitselektrode
12, die Referenzelektrode 14 und die Isolationsschicht
16 hervorhebt. Die Reagenzschicht 22 kann in der Form eines Rechtecks
vorliegen, das eine Reagenzbreite W3 und eine Reagenzlänge L6 hat, wie in den
1 und 3 veranschaulicht.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann die Reagenzbreite W3 ungefähr
1.3 mm sein und die Reagenzlänge L6 kann ungefähr 4.7 mm sein. Bei einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Reagenzschicht
22 eine ausreichend große Breite W3 und Länge L6 derart, daß
die Reagenzschicht 22 die erste Arbeitselektrode 10 und die Referenzelektrode
14 vollständig bedeckt. Jedoch hat die Reagenzschicht 22
eine geeignet bemessene Breite W3 und Länge L6, so daß die zweite Arbeitselektrode
nicht vollständig mit der Reagenzschicht 22 bedeckt ist. In einem
solchen Szenario hat die zweite Arbeitselektrode 12 einen beschichteten
Teil 12c und nicht beschichtete Teile 12u, wie in 3
veranschaulicht. Die nicht beschichteten Teile 12u können in der Form
zweier Rechtecke vorliegen, wobei die nicht beschichteten Teile 12u eine
Flügelbreite W4 und eine Länge haben, die der Länge L3 der zweiten
Arbeitselektrode entspricht. Als nicht beschränkendes Beispiel kann die Flügelbreite
W4 ungefähr 0.3 mm sein. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann die Reagenzschicht 22 ein Redoxenzym umfassen, zum Beispiel Glukose-Oxidase
oder PQQ-Glukose-Dehydrogenase (wobei PQQ ein Akronym für Pyrrolo-Chinoline-Chinon
(pyrolo-quinoline-quinon) ist und einen Redoxvermittler, so wie zum Beispiel Ferrocyanid.
Die vierte Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt ist,
ist eine Haftschicht 66, welche eine erste Haftlage 24, eine zweite
Haftlage 26 und eine dritte Haftlage 28 umfaßt. Die erste
Haftlage 24 und die zweite Haftlage 26 bilden die Wände einer
Probenaufnahmekammer. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
können die erste Haftlage 24 und die zweite Haftlage 26 derart
auf dem Substrat 50 angeordnet sein, daß keine der Haftlagen die Reagenzschicht
22 berührt. Bei anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung,
bei denen es nötig ist, das Volumen des Streifens zu verringern, können
die erste Haftlage 24 und/oder die zweite Haftlage 26 derart auf
dem Substrat 50 angeordnet sein, daß es eine Überlappung mit
der Reagenzschicht 22 gibt. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung hat die Haftschicht 66 eine Höhe von ungefähr 70 bis
100 Mikrometern. Die Haftschicht 66 kann ein doppelseitiges, druckempfindliches Klebmittel,
ein UV-gehärtetes Klebmittel, wärmeaktiviertes Klebmittel, heißhärtender
Kunststoff oder andere Haftmittel, die den Fachleuten bekannt sind, sein. Als ein
nicht beschränkendes Beispiel kann die Haftschicht 66 durch Siebdrucken
eines druckempfindlichen Haftmittels gebildet werden, so wie zum Beispiel einem
druckempfindlichen Haftmittel aus Acryl-Copolymer auf Wasserbasis, das kommerziell
von Tape Specialties LTD Tring, Herts, United Kingdom (Teil#A6435) erhältlich
ist.
Die fünfte Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt
ist, ist eine hydrophile Schicht 68, welche einen ersten hydrophilen Film
32 und einen zweiten hydrophilen Film 34 umfaßt, wie in
1 veranschaulicht. Die hydrophile Schicht
68 bildet das "Dach" der Probenaufnahmekammer. Die "Seitenwände" und
der "Boden" der Probenaufnahmekammer werden durch einen Teil der Haftschicht
66 bzw. das Substrat 50 gebildet. Als ein nicht beschränkendes
Beispiel kann die hydrophile Schicht 68 ein optisch transparentes Polyester
mit einer hydrophilen Anti-Fog-Beschichtung sein, so wie diejenigen, die kommerziell
von 3M erhältlich sind. Die hydrophile Beschaffenheit der Beschichtung wird
bei der Gestaltung des Streifens 62 verwendet, da sie das Einfüllen
von Flüssigkeit in die Probenaufnahmekammer erleichtert.
Die sechste und letzte Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt
ist, ist eine obere Schicht 40, welche einen klaren Bereich 36
und einen undurchsichtigen Bereich 38 umfaßt, wie in 1
veranschaulicht. Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt die obere
Schicht 40 ein Polyester, das auf einer Seite mit einem druckempfindlichen
Haftmittel beschichtet ist. Die obere Schicht 40 hat einen undurchsichtigen
Bereich 38, welcher dem Benutzer hilft, einen hohen Grad an Kontrast zu
beobachten, wenn sich Blut unterhalb des klaren Bereiches 36 befindet.
Dies erlaubt es einem Benutzer, visuell zu bestätigen, daß die Probenaufnahmekammer
ausreichend gefüllt ist. Nachdem der Streifen 62 vollständig
laminiert ist, wird er entlang der Schneidlinie A-A' geschnitten, und der Prozeß
erzeugt den Probeneinlaß 52, wie in 3
veranschaulicht.
Die erste Ausführungsform eines Teststreifens, wie in den
1–3 veranschaulicht,
kann einen möglichen Nachteil darin haben, daß sich die Reagenzschicht
22 in einer flüssigen Probe lösen kann und ein Teil der gelösten
Reagenzschicht sich über die nicht beschichteten Bereiche 12u der
zweiten Arbeitselektrode 12 bewegt. Sollte ein solches Szenario auftreten,
würden nicht beschichtete Teile 12u auch einen Oxidationsstrom messen,
der auch proportional zu der Glukosekonzentration ist. Dies würde die Möglichkeit
vermindern, mathematische Algorithmen zum Beseitigen der Wirkung von Störmitteloxidation
zu verwenden. Bei einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
sollte die Reagenzschicht 22 so gestaltet werden, daß sie sich in
einer solchen Weise löst, daß sie nicht in nicht beschichtete Bereiche
12u wandert. Zum Beispiel kann die Reagenzschicht 22 chemisch
an die erste Arbeitselektrode 10, die zweite Arbeitselektrode
12 und die Referenzelektrode 14 gebunden sein oder kann ein Verdickungsmittel
aufweisen, das die Wanderung der gelösten Reagenzschicht 22 minimiert.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in
4 veranschaulicht, die in 4
veranschaulichte Ausführungsform verringert und minimiert unter bestimmten
Umständen das Einwandern gelösten Reagenzes in einen nicht beschichteten
Bereich der zweiten Arbeitselektrode. Bei dieser Ausführungsform hat die zweite
Arbeitselektrode 102 eine C-förmige Geometrie, wobei zwei getrennte
Bereich der zweiten Arbeitselektrode 102 durch einen Ausschnitt
108 freigelegt sind, wie in 4 veranschaulicht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Reagenzschicht 110
auf nur einem Teil der zweiten Arbeitselektrode 102 angeordnet, um einen
nicht beschichteten Bereich 102u und einen beschichteten Bereich
102c zu bilden, wie in 6 veranschaulicht.
Der nicht beschichtete Bereich 102u befindet sich benachbart dem Probeneinlaß
52. Der beschichtete Bereich 102c ist der ersten Arbeitselektrode
100 benachbart. Wenn Flüssigkeit in den Probeneinlaß
52 eines zusammengebauten Teststreifens 162 gegeben wird, wird
die Flüssigkeit vom Probeneinlaß 52 zu dem beschichteten Bereich
102c strömen, bis alle Elektroden mit Flüssigkeit bedeckt sind.
Indem der nicht beschichtete Bereich 102u stromaufwärts des Flüssigkeitsstromes
angeordnet wird, verhindert dies fast vollständig, daß sich die Reagenzschicht
110 löst und zu dem nicht beschichteten Bereich 102u wandert.
Dies ermöglicht es, daß der mathematische Algorithmus genau die Wirkungen
von Störstoffen vom gemessenen Oxidationsstrom beseitigt.
4 ist eine perspektivische Explosionsansicht eines
Teststreifens 162. Der Teststreifen 162 wird in einer Weise ähnlich
dem Teststreifen 62 hergestellt, mit der Ausnahme, daß es Geometrie-
oder Lageänderungen bei einer leitenden Schicht 164, einer Isolationsschicht
106 und einer Reagenzschicht 110 gibt. Bei der zweiten Ausführungsform
dieser Erfindung sind das Substrat 50, die Haftschicht 66, die
hydrophile Schicht 68 und die obere Schicht 40 dieselben wie bei
der ersten Ausführungsform des Streifens. Der Teststreifen 162 hat
eine erste Seite 54 und eine zweite Seite 56, eine distale Elektrodenseite
58 und eine proximale Elektrodenseite 60. Es sollte auch angemerkt
werden, daß die erste und die zweite Ausführungsform eines Teststreifens
der vorliegenden Erfindung Elemente mit ähnlicher Struktur haben können,
die mit derselben Zahl und dem Namen für das Element bezeichnet
werden. Wenn analoge Elemente zwischen den jeweiligen Ausführungsformen des
Teststreifens in der Struktur unterschiedlich sind, können die Elemente denselben
Namen haben, werden aber mit einer unterschiedlichen Elementenummer bezeichnet.
Die folgenden Abschnitte werden die jeweiligen Schichten des Teststreifens
162 in weiteren Einzelheiten beschreiben.
Bei der Ausführungsform des Streifens, die in 4
veranschaulicht ist, ist die erste Schicht, die auf dem Substrat 50 abgelegt
ist, eine leitende Schicht 164, welche eine erste Arbeitselektrode
100, eine zweite Arbeitselektrode 102, eine Referenzelektrode
104, einen ersten Kontakt 101, einen zweiten Kontakt
103 und einen Referenzkontakt 105 und eine Streifenerfassungsleiste
17 umfaßt. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Siebraster
mit einem Emulsionsmuster verwendet werden, um ein Material, so wie zum Beispiel
eine leitende Kohlenstofftinte, in einer definierten Geometrie abzulegen, wie in
4 veranschaulicht. Der erste Kontakt 101,
der zweite Kontakt 103 und der Referenzkontakt 105 können
verwendet werden, um elektrisch eine Schnittstelle mit einem Meßgerät
zu bilden. Dies ermöglicht es, daß das Meßgerät elektrisch mit
der ersten Arbeitselektrode 100, der zweiten Arbeitselektrode
102 und der Referenzelektrode 104 über jeweils den ersten
Kontakt 101, den zweiten Kontakt 103 und den Referenzkontakt
105 kommuniziert.
Die zweite Schicht, die auf dem Substrat 50 in
4 abgelegt ist, ist die Isolationsschicht
106. Die Isolationsschicht 106 ist auf wenigstens einem Teil der
leitenden Schicht 164 angeordnet, wie in 4
gezeigt. 5 ist eine vereinfachte flächige Ansicht
auf einen distalen Teil des Teststreifens 162, die die Position der ersten
Arbeitselektrode 100, der zweiten Arbeitselektrode 102 und der
Referenzelektrode 104 in bezug auf die Isolationsschicht 106 hervorhebt.
Die dritte Schicht, die auf dem Substrat 50 in
4 abgelegt ist, ist eine Reagenzschicht 110,
derart, daß die Reagenzschicht 110 auf wenigstens einem Teil der leitenden
Schicht 164 und der Isolationsschicht 106 angeordnet ist, wie
in 6 gezeigt. 6 ist eine
vereinfachte flächige Ansicht auf den distalen Teil des Teststreifens
162 gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
welche die Position der Reagenzschicht 110 in bezug auf die erste Arbeitselektrode
100, die zweite Arbeitselektrode 102, die Referenzelektrode
104 und die Isolationsschicht 106 hervorhebt. Die Reagenzschicht
110 kann in der Form eines Rechtecks mit einer Reagenzbreite W13 und einer
Reagenzlänge L16 sein. Bei einer Ausführungsform dieser Erfindung kann
die Reagenzbreite W13 ungefähr 1.3 mm sein und die Reagenzlänge L16 kann
ungefähr 3.2 mm sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung hat die Reagenzschicht 110 eine ausreichende Breite W13 und Länge
L16 derart, daß die Reagenzschicht 110 die erste Arbeitselektrode
100, den beschichteten Bereich 102c und die Referenzelektrode
104 vollständig bedeckt, den nicht beschichteten Bereich
102u jedoch nicht bedeckt.
7 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens gemäß der Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, die in 4 veranschaulicht ist, bei der eine
Reagenzschicht mit der leitenden Schicht veranschaulicht ist. Im Gegensatz zu
6 zeigt 7 die Isolationsschicht
106 nicht. Dies hilft dabei, die Leitungsbeziehung zwischen dem nicht beschichteten
Bereich 102u und dem beschichteten Bereich 102c, der unter der
undurchsichtigen Beschaffenheit der Isolationsschicht 106 versteckt war,
zu zeigen.
Für die Ausführungsform des Streifens, die in
4 veranschaulicht ist, wird die Isolationsschicht
106 verwendet, um die Breite der ersten Arbeitselektrode 100,
der zweiten Arbeitselektrode 102 und der Referenzelektrode 104
zu definieren. Die Isolationsschicht 106 umfaßt weiterhin einen Ausschnitt
108, der eine T-förmige Struktur haben kann, wie in den
4 bis 6 gezeigt. Der Ausschnitt
108 legt einen Teil der ersten Arbeitselektrode 100, der zweiten
Arbeitselektrode 102 und der Referenzelektrode 104 frei, der mit
Flüssigkeit benetzt werden kann. Der Ausschnitt 108 umfaßt weiterhin
eine distale Ausschnittbreite W11, eine proximale Ausschnittbreite W12, eine distale
Ausschnittlänge L14 und eine proximale Ausschnittlänge L15, wie in
5 und 6 veranschaulicht.
Die distale Ausschnittbreite W11 entspricht der Breite des nicht beschichteten Bereiches
102u. Die distale Ausschnittlänge L14 ist größer als die
Länge des nicht beschichteten Bereiches 102u. Die proximale Ausschnittbreite
W12 und die proximale Ausschnittlänge L15 bilden einen rechtwinkligen Abschnitt,
der ungefähr die Breite und Länge der ersten Arbeitselektrode
100, der Referenzelektrode 104 und des beschichteten Bereiches
102c freilegt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung können die distale
Ausschnittbreite W11, die proximale Ausschnittbreite W12, die distale Ausschnittlänge
L14 und die proximale Auschnittlänge L15 eine jeweilige Abmessung von ungefähr
1.1, 0.7, 2.5 und 2.6 mm haben.
Bei der Ausführungsform der 4 haben
der nicht beschichtete Bereich 102u, die Referenzelektrode 104,
die erste Arbeitselektrode 100 und der beschichtete Bereich 102c
eine jeweilige Länge L10, L12, L11 und L13, die ungefähr
0.7, 0.7, 0.4 und 0.4 mm sein kann. Der Elektrodenabstand S11 ist ein Abstand zwischen
dem nicht beschichteten Bereich 102u und der Referenzelektrode
104, der zwischen ungefähr 0.2 bis 0.75 mm und weiter bevorzugt zwischen
0.6 bis 0.7 mm sein kann. Der Elektrodenabstand S10 ist ein Abstand zwischen der
Referenzelektrode 104 und der ersten Arbeitselektrode 100 und
zwischen dem beschichteten Bereich 102c und der ersten Arbeitselektrode
100, der ungefähr 0.2 mm sein kann. Es sollte angemerkt werden, daß
der Elektrodenabstand S11 größer ist als S10, um die Möglichkeit
zu verringern, daß sich das Reagenz löst und in den nicht beschichteten
Bereich 102u wandert. Zusätzlich ist der Elektrodenabstand S11 größer
als S10, um die Möglichkeit zu verringern, daß die Reagenzschicht
110 aufgrund von Variationen im Druckprozeß auf dem unbeschichteten
Bereich 102u angeordnet wird. Die vierte bis sechste Schicht sind aufeinanderfolgend
auf dem Streifen 142 in derselben Weise wie bei der ersten Ausführungsform
des Streifens angeordnet. Die relative Position und Form der Haftschicht
66, der hydrophilen Schicht 68 und der oberen Schicht
40 sind in 4 veranschaulicht.
Bei der Ausführungsform der Erfindung, die in 8
veranschaulicht ist, kann die C-Form der zweiten Arbeitselektrode 102 teilweise
geändert werden, so daß die Reihenfolge, in der Flüssigkeit die Elektroden
benetzen würde, der nicht beschichtete Bereich 102u, die erste Arbeitselektrode
100, die Referenzelektrode 110 und dann der beschichtete Bereich
102c sein würde. In dem alternativen Format würden die erste
Arbeitselektrode 100 und der beschichtete Bereich 102c den gleichen
Abstand von der Referenzelektrode 104 haben, was aus einer Perspektive
des IR-drops her wünschenswert ist. Bei der zweiten Ausführungsform des
Streifens (d.h. dem Teststreifen 162), die in 7
veranschaulicht ist, sind die Elektroden so angeordnet, daß die Reihenfolge,
in der Flüssigkeit die Elektroden benetzen würde, der nicht beschichtete
Bereich 102u, die Referenzelektrode 104, die erste Arbeitselektrode
100 und dann der beschichtete Bereich 102c sein würde. Bei
dem Teststreifen 162 ist der beschichtete Bereich 102 weiter von
der Referenzelektrode entfernt als der Abstand zwischen der ersten Arbeitselektrode
100 und der Referenzelektrode 104.
Ein Algorithmus kann daher verwendet werden, um einen korrigierten
Glukosestrom zu berechnen, der von Störeinflüssen unabhängig ist.
Nach dem Dosieren einer Probe auf einen Teststreifen wird ein konstantes Potential
an die erste und die zweite Arbeitselektrode angelegt, und ein Strom wird für
beide Elektroden gemessen. An der ersten Arbeitselektrode, an der Reagenz die gesamte
Elektrodenfläche bedeckt, kann die folgende Gleichung verwendet werden, um
die Komponenten zu beschreiben, welche zu dem Oxidationsstrom beitragen.:
WEI = G + Icov(Gleichung 1)
wobei WE1 die Stromdichte an der ersten Arbeitselektrode ist, G die Stromdichte
aufgrund von Glukose ist, die unabhängig von Störeinflüssen ist und
Icov die Stromdichte aufgrund von Störeinflüssen an dem Teil
einer Arbeitselektrode ist, der mit Reagenz bedeckt ist.
An der zweiten Arbeitselektrode, die teilweise mit Reagenz bedeckt
ist, kann die folgende Gleichung verwendet werden, um die Komponenten zu beschreiben,
die zu dem Oxidationsstrom beitragen:
WE2 = G + Icov + Iunc(Gleichung
2)
wobei WE2 die Stromdichte an der zweiten Arbeitselektrode ist und Iunc
die Stromdichte aufgrund von Störeinflüssen an dem Teil einer Arbeitselektrode
ist, die nicht mit Reagenz bedeckt ist. Alternative Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung können hergestellt werden, indem unterschiedliche Flächen des
Reagenz verwendet werden, das die erste und die zweite Arbeitselektrode beschichtet,
jedoch müssen dann die Gleichungen die unterschiedlichen nicht beschichteten
Flächen berücksichtigen.
Um die Effekte von Störeinflüssen zu verringern, wird eine
Gleichung formuliert, die die Beziehung zwischen dem Störstrom an dem beschichteten
Bereich der zweiten Arbeitselektrode und dem nicht beschichteten Bereich der zweiten
Arbeitselektrode beschreibt. Es wird angenähert, daß die störende
Oxidationsstromdichte, die an dem beschichteten Bereich gemessen wird, dieselbe
ist wie die Stromdichte, die an dem nicht beschichteten Bereich gemessen wird. Diese
Beziehung wird weiter durch die folgende Gleichung beschrieben
wobei Acov die Fläche der zweiten Arbeitselektrode ist, die mit
Reagenz bedeckt ist, und Aunc die Fläche der zweiten Arbeitselektrode
ist, die nicht mit Reagenz bedeckt ist.
Es sollte angemerkt werden, daß nicht beschichtete Bereiche
12u und beschichtete Bereiche 12c eine jeweilige Fläche haben
können, die mit Aunc und Acov bezeichnet wird. Nicht
beschichtete Bereiche 12u können Störstoffe oxidieren, jedoch
nicht Glukose, da sie nicht mit Reagenzschicht 22 beschichtet sind. Im
Gegensatz dazu kann der beschichtete Bereich 12c Glukose und Störstoffe
oxidieren. Weil experimentell gefunden wurde, daß nicht beschichtete Bereiche
12u Störstoffe in einer Weise proportional zu der Fläche des
beschichteten Bereichs 12c oxidieren, ist es möglich, den Anteil an
Störstrom vorauszusagen, der insgesamt an der zweiten Arbeitselektrode gemessen
wird. Dies ermöglicht es, daß der Gesamtstrom, der an der zweiten Arbeitselektrode
12 gemessen wird, korrigiert wird, indem der Beitrag des Störstroms
subtrahiert wird. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann
das Verhältnis von Aunc : Acov zwischen ungefähr
0.5 : 1 bis 5 : 1 sein und ist bevorzugt ungefähr 3:1. Weitere Einzelheiten,
die diesen mathematischen Algorithmus für die Stromkorrektur beschreiben, werden
in einem späteren Abschnitt beschrieben.
Bei einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann die störende Oxidationsstromdichte, die an dem beschichteten Bereich gemessen
wird, unterschiedlich von der Stromdichte sein, die an dem nicht beschichteten Bereich
gemessen wird. Dies kann einer wirksameren oder weniger wirksamen Oxidation von
Störstoffen an dem beschichteten Bereich zugeschrieben werden. Bei einem Szenario
kann die Anwesenheit eines Redoxvermittlers die Oxidation von Störstoffen relativ
zu dem nicht beschichteten Bereich verstärken. Bei einem anderen Szenario kann
die Anwesenheit von die Viskosität erhöhenden Substanzen, so wie Hydroxyethylzellulose,
die Oxidation von Störstoffen in bezug auf den nicht beschichteten Bereich
senken. Abhängig von den Komponenten, die in der Reagenzschicht enthalten sind,
die teilweise die zweite Arbeitselektrode bedeckt, ist es möglich, daß
die störende Oxidationsstromdichte, die an dem beschichteten Bereich gemessen
wird, höher oder geringer sein kann als am nicht beschichteten Bereich. Dieses
Verhalten kann phänomenologisch durch Umschreiben der Gleichung 3a in die folgende
Form modelliert werden
Icov = f × Iunc(Gleichung 3b)
wobei f ein Korrekturfaktor ist, welcher die Wirkungen der Störstoffoxidationsleistung
vom beschichteten zum nicht beschichteten Bereich enthält.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können
die Gleichungen 1, 2 und 3a umgeformt werden, um eine Gleichung abzuleiten, die
eine korrigierte Glukose-Stromdichte unabhängig von Störeinflüssen
ausgibt. Es sollte angemerkt werden, daß die drei Gleichungen (Gleichung 1,
2 und 3a) zusammen drei Unbekannte haben, nämlich G, Icov und Iunc.
Gleichung 1 kann in die folgende Form umgeordnet werden
G = WE1 – Icov(Gleichung 4)
Als nächstes kann Icov aus Gleichung 3a in Gleichung
4 substituiert werden, um Gleichung 5 zu ergeben.
Als nächstes können Gleichung 1 und Gleichung 2 kombiniert
werden, um Gleichung 6 zu ergeben.
Iunc = WE2 – WE1(Gleichung
6)
Als nächstes kann Iunc aus Gleichung 6 in Gleichung
5 substituiert werden, um Gleichung 7a zu ergeben.
Gleichung 7a gibt eine korrigierte Glukose-Stromdichte G aus, welche
die Effekte von Störeinflüssen beseitigt, wobei nur die Stromdichteausgabe
der ersten und der zweiten Arbeitselektrode erforderlich ist und ein Anteil der
beschichteten zur nicht beschichteten Fläche der zweiten Arbeitselektrode.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Verhältnis
in ein Glukosemeßgerät einprogrammiert werden, beispielsweise in einen
Nur-Lese-Speicher. Bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann das Verhältnis
zu dem Meßgerät über einen Kalibriercodechicp übertragen werden,
der Herstellungsvariationen bei Acov oder Aunc berücksichtigen
könnte.
Bei einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
können die Gleichungen 1, 2 und 3b verwendet werden, wenn die störende
Oxidationsstromdichte für den beschichteten Bereich von der störenden
Oxidationsstromdichte des nicht beschichteten Bereichs unterschiedlich ist. In solch
einem Fall wird eine alternative Korrekturgleichung 7b abgeleitet, wie sie hiernach
gezeigt ist.
G = WE1 – {f × (WE2 – WE1)}(Gleichung
7b)
Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
darf die Gleichung 7a oder 7b für den korrigierten Glukosestrom von dem Meßgerät
nur benutzt werden, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. Wenn
zum Beispiel WE2 ungefähr 10 % größer ist als WE1,
dann würde das Meßgerät Gleichung 7a oder 7b benutzen, um die Stromausgabe
zu korrigieren. Wenn jedoch WE2 etwa 10 % oder geringer ist als WE1,
würde das Meßgerät einfach einen mittleren Stromwert zwischen WE1
und WE2 nehmen, um die Genauigkeit und Präzision der Messung zu
verbessern. Die Strategie, die Gleichung 7a oder 7b nur in bestimmten Situationen
zu verwenden, in denen es wahrscheinlich ist, daß ein signifikanter Pegel an
Störeinflüssen in der Probe vorliegt, mildert das Risiko des Überkorrigierens
des gemessenen Glukosestroms. Es sollte angemerkt werden, daß, wenn WE2
beträchtlich höher ist als WE1 (z.B. ungefähr 20 % oder
mehr), dies ein Indikator ist, daß man eine beträchtlich hohe Konzentration
an Störstoffen hat. In einem solchen Fall kann es wünschenswert sein,
eine Fehlernachricht anstelle eines Glukosewertes auszugeben, da ein sehr hoher
Pegel an Störstoffen ein Versagen in der Genauigkeit der Gleichung 7a oder
7b verursachen kann.
Bei der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die in
9 und 10 veranschaulicht
ist, sind die erste und die zweite Arbeitselektrode teilweise mit der Reagenzschicht
in einer solchen Weise bedeckt, daß die nicht beschichteten Teile der ersten
und der zweiten Arbeitselektrode unterschiedlich sind. Dies steht im Gegensatz zu
den zuvor beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsformen vom Teststreifen,
bei denen die erste Arbeitselektrode vollständig mit der Reagenzschicht bedeckt
ist.
9 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf einen
distalen Teil eines Teststreifens 2000 gemäß noch einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der eine Reagenzschicht
22 mit der leitenden Schicht und der Isolationsschicht 2002 so
veranschaulicht sind, daß es zwei Arbeitselektroden gibt, die einen nicht beschichteten
Bereich haben. Der Teststreifen 2002 wird in einer Weise ähnlich dem
Teststreifen 62 hergestellt, mit der Ausnahme, daß es eine geometrische
Änderung am Ausschnitt 18, wie in 1 gezeigt,
gibt. Der Teststreifen 2002 hat dasselbe Substrat 50, die leitende
Schicht 64, die Reagenzschicht 22, die Haftschicht 60,
die hydrophile Schicht 68 und die obere Schicht 40 wie der Teststreifen
62. Der Teststreifen 2002 wurde modifiziert, daß er einen
Ausschnitt 2004 hat, der eine hantelartige Form hat, wie in 9
veranschaulicht. Die modifizierte Form für den Ausschnitt 2004 erlaubt
es, daß die erste Arbeitselektrode 2008 einen ersten beschichteten
Bereich 2008c und einen ersten nicht beschichteten Bereich 2008u
umfaßt und die zweite Arbeitselektrode 2006 einen zweiten beschichteten
Bereich 2006c und einen zweiten nicht beschichteten Bereich 2006u
umfaßt. Damit der Teststreifen 2000 in effektiver Weise die Wirkungen
von Störstoffen verringert, muß der erste nicht beschichtete Bereich
2008 eine unterschiedliche Gesamtfläche von der des zweiten nicht
beschichten Bereichs 2006u haben.
10 ist eine vereinfachte flächige Ansicht auf
einen distalen Teil eines Teststreifens 5000 gemäß immer noch
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der eine Reagenzschicht
820 mit der leitenden Schicht derart veranschaulicht ist, daß es zwei
Arbeitselektroden gibt, die einen nicht beschichteten Bereich haben. Der Teststreifen
5000 wird in einer Weise ähnlich dem Teststreifen 162 hergestellt,
mit der Ausnahme, daß es eine geometrische Änderung an der leitenden Schicht
164 gibt, so daß sowohl eine erste Arbeitselektrode 4002
als auch eine zweite Arbeitselektrode 4004 eine c-Form haben. Der Teststreifen
5000 hat dasselbe Substrat 50, die Isolationsschicht
106, die Reagenzschicht 110, die Haftschicht 66, die
hydrophile Schicht 68 und die obere Schicht
40 wie der Teststreifen 162. Die modifizierte Geometrie ermöglicht,
daß die erste Arbeitselektrode 4002 einen ersten beschichteten Bereich
4002c und einen ersten nicht beschichteten Bereich 4002u umfaßt
und die zweite Arbeitselektrode 4004 einen zweiten beschichteten Bereich
4004c und einen zweiten nicht beschichteten Bereich 4004u umfaßt.
Damit der Teststreifen 2000 in effektiver Weise die Wirkungen von Störstoffen
verringert, muß der erste nicht beschichtete Bereich 4002a eine andere
Fläche haben als der zweite nicht beschichtete Bereich 4004u.
Die Teststreifen 2000 und 5000 haben einen Vorteil
dahingehend, daß sie im Hinblick auf das Ablagern der Reagenzschicht mit der
geforderten Ausrichtung und auch jeglicher anschließend abgelagerten Schichten
leichter herzustellen sein können. Weiter werden sowohl die erste als auch
die zweite Arbeitselektrode in einem gewissen Ausmaß dieselbe chemische und
elektrochemische Wechselwirkung mit jeglichen störenden Substanzen haben, was
somit eine größere Genauigkeit beim Korrekturprozeß sicherstellt.
Wenn beide Arbeitselektroden irgendeine Größe einer nicht beschichteten
Fläche haben, werden auf beiden Elektroden dieselben Reaktionen auftreten,
jedoch in einem unterschiedlichen Ausmaß. Indem eine einfache Modifikation
der Gleichung 7a verwendet wird, kann die folgende Gleichung 7c als die Korrekturgleichung
für Glukose verwendet werden:
wobei
Aunc1 = ist eine nicht beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode
Aunc2 ist eine nicht beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode,
Acov1 = ist eine beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode
und Acov2 = ist eine nicht beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit, die
erste und die zweite Arbeitselektrode zu verwenden, um festzustellen, daß die
Probenaufnahmekammer ausreichend mit Flüssigkeit gefüllt ist. Es ist ein
Vorteil dieser Erfindung, daß die zweite Arbeitselektrode nicht nur die Störstoffwirkung
korrigiert, sondern auch Glukose messen kann. Dies erlaubt ein genaueres Ergebnis,
da zwei Glukosemessungen gemittelt werden können, wobei nur ein Teststreifen
eingesetzt wird.
Beispiel 1
Teststreifen wurden entsprechend der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, wie sie in den 1 bis
3 veranschaulicht ist, hergestellt. Diese Teststreifen
wurden in Blut mit verschiedenen Konzentrationen von Störstoffen getestet.
Um diese Streifen zu testen, wurden sie elektrisch mit einem Potentiostaten verbunden,
welcher die Mittel hat, ein konstantes Potential von 0.4 Volt zwischen die erste
Arbeitselektrode und die Referenzelektrode und die zweite Arbeitselektrode und die
Referenzelektrode zu legen. Eine Blutprobe wird in den Probeneinlaß gegeben,
was erlaubt, daß das Blut in die Probenaufnahmekammer und zu der ersten Arbeitselektrode,
der zweiten Arbeitselektrode und der Referenzelektrode gesaugt wird. Die Reagenzschicht
wird mit Blut hydriert und erzeugt dann Ferrocyanid, das proportional zu der Menge
an Glukose und/oder der Störstoffkonzentration sein kann, die in der Probe
vorliegt. Nach ungefähr 5 Sekunden von der Probenaufgabe an den Teststreifen
wird eine Oxidation von Ferrocyanid als ein Strom sowohl für die erste als
auch für die zweite Arbeitselektrode gemessen.
11 zeigt die Stromantworten der ersten Arbeitselektrode,
getestet mit 70 mg/dl Glukoseproben in Blut, mit unterschiedlichen Pegeln Harnsäure
versetzt. Der unkorrigierte Strom an der ersten Arbeitselektrode (durch Quadrate
veranschaulicht) zeigt ein Anwachsen. im Strom, das proportional zu der Konzentration
an Harnsäure ist. Der korrigierte Strom jedoch (veranschaulicht durch Dreiecke),
der durch Gleichung 7a bearbeitet ist, zeigt keine Wirkung aus der anwachsenden
Konzentration von Harnsäure.
12 zeigt die Stromantworten der ersten Arbeitselektrode,
getestet mit 240 mg/dl Glukoseproben in Blut, mit unterschiedlichen Pegeln Harnsäure
versetzt. Der Zweck des Testens von Streifen mit 240 mg/dl Glukose ist es zu zeigen,
daß der Korrekturalgorithmus der Gleichung 7a auch über einen Bereich
von Glukosekonzentrationen gültig ist. Ähnlich der 11
zeigt der unkorrigierte Strom an der ersten Arbeitselektrode (durch Quadrate veranschaulicht)
ein Anwachsen im Strom, der proportional zu der Konzentration der Harnsäure
ist. Jedoch zeigt der korrigierte Strom (veranschaulicht durch Dreiecke) keine Wirkung
aus der steigenden Harnsäurekonzentration.
Beispiel 2
Um zu zeigen, daß das Verfahren zum Korrigieren des Stromes gegenüber
Störstoffen auf eine Vielfalt von Störstoffen anwendbar ist, wurden Streifen,
die gemäß der Ausführungsform der 1
gebaut sind, auch mit Azetaminophen und Gentisinsäure mit verschiedenen Konzentrationswerten
getestet, zusätzlich zu Harnsäure. Zu Zwecken des Quantisierens der Größe
dieses Effektes wurde eine Änderung in der Glukoseausgabe von mehr als 10 %
(für (Glukosepegel > 70 mg/dl) oder 7 mg/dl (für Glukosepegel 70 mg/dl)
als ein beträchtlicher Störeinfluß definiert. Tabelle 1 zeigt, daß
der unkorrigierte Strom an der ersten Arbeitselektrode eine beträchtliche Störstofflwirkung
bei einer geringeren Störstoffkonzentration zeigt als Streifen, die mit einer
korrigierten Stromantwort unter Verwendung der Gleichung 7a getestet wurden. Dies
zeigt, daß das Verfahren zum Korrigieren des Stromausgangs der ersten Arbeitselektrode,
in dem Gleichung 7a verwendet wird, beim Korrigieren von Störeinflüssen
wirksam ist. Tabelle 1 zeigt, daß die Stromkorrektur in Gleichung 1 wirksam
für Störeinflüsse in bezug auf Azetaminophen, Gentisinsäure
und Harnsäure ist. Tabelle 1 zeigt auch den Konzentrationsbereich des Störstoffes,
der normalerweise im Blut gefunden wird. Zusätzlich zeigt Tabelle 1 auch, daß
die Stromkorrektur in Gleichung 7a bei einem Glukosekonzentrationswert von 240mg/dl
wirksam ist.
13 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines
Teststreifens 800, der so gestaltet ist, daß er die Hautschicht eines
Benutzers durchsticht, um so zu bewirken, daß physiologisches Fluid experimentiert
und übergangs in dem Teststreifen 800 gesammelt wird. Der Teststreifen
800 umfaßt ein Substrat 50, eine leitende Schicht
802, eine Isolationsschicht 804, eine Reagenzschicht
820, eine Haftschicht 830 und eine obere Schicht 824.
Der Teststreifen 800 umfaßt weiter ein distales Ende 58 und
ein proximales Ende 60.
Beim Teststreifen 800 ist die leitende Schicht
802 die erste Schicht, die auf dem Substrat 50 angeordnet ist.
Die leitende Schicht 802 umfaßt eine zweite Arbeitselektrode
806, eine erste Arbeitselektrode 808, eine Referenzelektrode
810, einen zweiten Kontakt 812, einen ersten Kontakt
814, einen Referenzkontakt 816, eine Streifenerfassungsleiste
17, wie in 13 gezeigt. Das Material, das für
die leitende Schicht 802 verwendet wird, und der Prozeß zum Drucken
der leitenden Schicht 802 ist dasselbe derselbe sowohl für den Teststreifen
62 als auch für den Teststreifen 800.
Die Isolationsschicht 804 ist die zweite Schicht, die auf
dem Substrat 50 angeordnet ist. Die Isolationsschicht 804 umfaßt
einen Ausschnitt 18, der eine rechtwinklig geformte Struktur haben kann.
Der Ausschnitt 18 legt einen Teil der zweiten Arbeitselektrode
806, der ersten Arbeitselektrode 808 und der Referenzelektrode
810 frei, der mit einer Flüssigkeit benetzt werden kann. Das Material,
das für die Isolationsschicht 804 verwendet wird, und der Prozeß
zum Drucken der Isolationsschicht 804 ist dasselbe/derselbe sowohl für
den Teststreifen 62 als auch für den Teststreifen 800.
Die Reagenzschicht 820 ist die dritte Schicht, die auf dem
Substrat 50, der ersten Arbeitselektrode 8 und der Referenzelektrode
810 abgelegt ist. Das Material, das für die Reagenzschicht
820 verwendet wird, und der Prozeß zum Drucken der Reagenzschicht
820 ist dasselbe/derselbe sowohl für den Teststreifen 62
als auch für den Teststreifen 800.
Die Haftschicht 830 ist die vierte Schicht, die auf dem Substrat
angeordnet ist. Das Material, das für die Haftschicht 830 verwendet
wird, und der Prozeß zum Drucken der Haftschicht 830 ist derselbe
sowohl für den Teststreifen 62 als auch für den Teststreifen
800. Der Zweck der Haftschicht 30 ist es, die obere Schicht
824 an dem Teststreifen 800 zu sichern. Bei einer Ausführungsform
dieser Erfindung kann die obere Schicht 824 in der Form einer integrierten
Lanze sein, wie in 13 veranschaulicht. Bei einer solchen
Ausführungsform kann die obere Schicht 824 eine Lanze 826
umfassen, die sich am distalen Ende 58 befindet.
Die Lanze 826, die auch als ein Eindringelement bezeichnet
werden kann, kann so ausgelegt werden, daß sie die Haut eines Benutzers durchsticht
und Blut derart in den Teststreifen 800 zieht, daß die zweite Arbeitselektrode
806, die erste Arbeitselektrode 808 und die Referenzelektrode
810 benetzt werden. Die Lanze 826 umfaßt eine Lanzettenbasis
832, die an dem distalen Ende 58 des zusammengesetzten Teststreifens
endet. Die Lanze 826 kann entweder mit einem isolierenden Material, so
wie Kunststoff, Glas und Silizium, oder einem leitenden Material, so wie rostfreiem
Stahl und Gold, hergestellt werden. Weitere Beschreibungen von integrierten medizinischen
Vorrichtungen, die eine integrierte Lanze benutzen, können in der WO 02/49507
und der US 2002/0168290 gefunden werden. Zusätzlich kann die Lanze beispielsweise
durch eine progressive Stanztechnik hergestellt werden, wie sie in der zuvor genannten
WO 02/49507 und der US 2002/0168290 offenbart ist.
14 ist eine vereinfachte schematische Darstellung,
die ein Meßgerät 900 zeigt, welche mit einem Teststreifen eine
Schnittstelle bildet. Bei einer Ausführungsform dieser Erfindung können
die folgenden Teststreifen zur Verwendung mit dem Meßgerät 900
geeignet sein, nämlich der Teststreifen 62, der Teststreifen
162, der Teststreifen 800, der Teststreifen 2000, der
Teststreifen 3000 oder der Teststreifen 5000. Das Meßgerät
900 hat wenigstens drei elektrische Kontakte, die eine elektrische Verbindung
zu der zweiten Arbeitselektrode, der ersten Arbeitselektrode und der Referenzelektrode
herstellen. Insbesondere sind der zweite Kontakt (13, 103 oder
812) und der Referenzkontakt (15, 105 oder
816) mit einer ersten Spannungsquelle 910 verbunden; der erste
Kontakt (11, 101 oder 814) und der Referenzkontakt (15,
105 oder 816) sind mit einer zweiten Spannungsquelle
920 verbunden.
Wenn ein Test durchgeführt wird, gibt die erste Spannungsquelle
910 ein erstes Potential E1 zwischen die zweite Arbeitselektrode und die
Referenzelektrode; und die zweite Spannungsquelle 920 legt ein zweites
Potential E2 zwischen die erste Arbeitselektrode und die Referenzelektrode. Bei
einer Ausführungsform dieser Erfindung können das erste Potential E1 und
das zweite Potential E2 dasselbe sein, so wie zum Beispiel ungefähr + 0.4 V.
Bei einer weiteren Ausführungsform dieser Erfindung können das erste Potential
E1 und das zweite Potential E2 unterschiedlich sein. Eine Blutprobe wird aufgegeben,
so daß die zweite Arbeitselektrode, die erste Arbeitselektrode und die Referenzelektrode
mit Blut bedeckt sind. Dies erlaubt es der zweiten Arbeitselektrode und der ersten
Arbeitselektrode, einen Strom zu messen, der proportional zu Glukose und/oder nicht
enzymspezifischen Quellen ist. Nach ungefähr 5 Sekunden von der Probenaufgabe
an mißt das Meßgerät 900 einen Oxidationsstrom sowohl für
die zweite Arbeitselektrode als auch für die erste Arbeitselektrode.
Tabelle 1. Zusammenfassung vom Wirkungsgrad bei Störeinflüssen
unter Verwendung nicht korrigierter und korrigierter Stromausgabe
Anspruch[de]
Verfahren zum Verringern von Störeinflüssen bei einem elektrochemischen
Sensor, das aufweist:
Messen eines ersten Stromes an einer ersten Arbeitselektrode (10), wobei
die erste Arbeitselektrode mit einer Reagenzschicht (22) bedeckt ist;
Messen eines zweiten Stromes an einer zweiten Arbeitselektrode (12), wobei
die Reagenzschicht (22) die zweite Arbeitselektrode teilweise bedeckt,
wobei die zweite Arbeitselektrode eine bedeckte Fläche (12c) und eine
nicht bedeckte Fläche (12u) hat; und
Berechnen eines korrigierten Stromwertes, der für eine Glukosekonzentration
repräsentativ ist, wobei ein Verhältnis der bedeckten Fläche (12c)
zu der nicht bedeckten Fläche (12u) der zweiten Arbeitselektrode verwendet
wird.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der korrigierte Stromwert berechnet
wird, indem die Gleichung:
verwendet wird; wobei G der korrigierte Stromwert ist, WE1 die unkorrigierte
Stromdichte an der ersten Arbeitselektrode ist, WE2 die unkorrigierte
Stromdichte an der zweiten Arbeitselektrode ist, Acov die beschichtete
Fläche der zweiten Arbeitselektrode ist und Aunc die unbeschichtete
Fläche der zweiten Arbeitselektrode ist.Verfahren zum Verringern von Störeinflüssen bei einem elektrochemischen
Sensor, das aufweist:
Messen eines ersten Stromes an einer ersten Arbeitselektrode (2008), wobei
eine Reagenzschicht (22) die erste Arbeitselektrode teilweise bedeckt,
wobei die erste Arbeitselektrode eine erste bedeckte Fläche (2008c)
und eine erste nicht bedeckte Fläche (2008u) hat;
Messen eines zweiten Stromes an einer zweiten Arbeitselektrode (2006),
wobei die Reagenzschicht (22) die zweite Arbeitselektrode teilweise bedeckt,
wobei die zweite Arbeitselektrode eine zweite bedeckte Fläche (2006c)
und eine zweite nicht bedeckte Fläche (2006u) hat; und
Berechnen eines korrigierten Stromwertes, der repräsentativ für eine Glukosekonzentration
ist, wobei ein Verhältnis der bedeckten Fläche zu der nicht bedeckten
Fläche der ersten und zweiten Arbeitselektrode verwendet wird.Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der korrigierte Stromwert berechnet
wird, indem die Gleichung:
verwendet wird, wobei
Aunc1 eine nicht beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode
ist;
Aunc2 eine nicht beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode
ist;
Acov1 eine beschichtete Fläche der ersten Arbeitselektrode ist;
Acov2 eine beschichtete Fläche der zweiten Arbeitselektrode ist;
G der korrigierte Stromwert ist;
WE1 die unkorrigierte Stromdichte an der ersten Arbeitselektrode ist;
und
WE2 die unkorrigierte Stromdichte an der zweiten Arbeitselektrode ist.