Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Plattenlaufwerkvorrichtung
für das Lesen/Schreiben von Informationen in eine/aus einer optische(n) Speicherplatte;
nachfolgend wird ein derartiges Plattenlaufwerk auch als "optisches Plattenlaufwerk"
bezeichnet. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Bestimmen
des Typs einer Platte, die in das optische Plattenlaufwerk eingelegt wurde.
Wie allgemein bekannt ist, sind optische Platten nach unterschiedlichen
Formaten entwickelt worden. Als Beispiel werden hier die CD und DVD erwähnt,
aber der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist auch auf andere Plattentypen
anwendbar. Herkömmlich wurden die Plattenlaufwerke als zugeordnete Geräte,
d.h. für nur einen Plattentyp geeignet, entwickelt. So wurden zum Beispiel
einerseits optische Plattenlaufwerke vom CD-Typ und andererseits optische Plattenlaufwerke
vom DVD-Typ entwickelt. Derartige zugeordnete Plattenlaufwerke sind nur für
einen optischen Plattentyp geeignet; wenn der falsche Plattentyp in ein solches
Laufwerk eingelegt wird, dann kann das Plattenlaufwerk mit der Platte nicht umgehen
und reagiert mit einer Fehlermeldung. Mit anderen Worten wissen solche zugeordneten
Plattenlaufwerke, welcher Typ zu erwarten ist; mit "falschen Typen" wird entsprechend
dem Format des erwarteten Plattentyps umgegangen.
In der letzten Zeit wurden Plattenlaufwerke entwickelt, die in der
Lage sind, mit zwei (oder mehr) unterschiedlichen Plattentypen umzugehen. Ein derartiger
Plattenlaufwerktyp wird als ein Mehrtyplaufwerk bezeichnet. Als ein spezielles Beispiel
wird im Folgenden ein Mehrtyplaufwerk zur Aufnahme von CDs und DVDs beschrieben,
aber es ist anzumerken, dass eine derartige Beschreibung nicht dazu gedacht ist,
den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung auf dieses Beispiel einzuengen, weil
der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung auch auf andere Plattentypen anwendbar
ist.
Da ein Mehrtyplaufwerk erwarten kann, dass eine Platte eine beliebige
von zwei (oder mehr) unterschiedlichen Plattentypen ist, muss es den Plattentyp
ermitteln, wenn eine neue Platte eingelegt wird, um in der Lage zu sein, mit der
Platte im richtigen Format umzugehen.
Somit besteht in einem Mehrtyplaufwerk ein Bedarf an einem Verfahren
und einer Vorrichtung zum Bestimmen des Plattentyps.
Eine wichtige Kenngröße, um CDs und DVDs voneinander zu
unterscheiden, ist die Dicke der Platte. Eine CD weist eine Dicke von 1,2 mm auf,
wohingegen eine DVD eine Dicke von 0,6 mm aufweist. Somit wurde auf der Grundlage
einer Messung der Plattendicke ein Verfahren zum Erkennen einer CD und einer DVD
entwickelt oder zumindest dafür, zwischen CD und DVD zu unterscheiden: Wenn
die Dicke ungefähr 0,6 mm zu sein scheint (oder weniger als ein Bezugswert,
z.B. 0,9 mm), dann wird geschlussfolgert, dass die Platte eine DVD ist, wohingegen
dann, wenn die Dicke ungefähr 1,2 mm zu sein scheint (oder mehr als ein Bezugswert,
z.B. 0,9 mm), geschlussfolgert wird, dass die Platte eine CD ist.
In US-6.061.318 wird ein Verfahren zum Unterscheiden des Plattentyps
auf Basis der Plattendicke offenbart. Das Fokussierungsstellglied wird mit einer
Rampenspannung gesteuert, um die Objektivlinse derart axial zu verschieben, dass
der Brennpunkt des Laserstrahls axial zur Platte hin verschoben wird, und es wird
das Fokussierungsfehlersignal überwacht. Ein Charakteristikum des Fokussierungsfehlersignals
zeigt an, wenn der Brennpunkt zu einem ersten Zeitpunkt die Oberfläche der
Platte erreicht und wenn der Brennpunkt zu einem zweiten Zeitpunkt eine Informationsschicht
erreicht. Die Dicke der Platte kann dann aus dem zeitlichen Abstand zwischen dem
ersten und dem zweiten Zeitpunkt berechnet werden, wobei die Verschiebungsgeschwindigkeit
der optischen Linse berücksichtigt wird, welche vom Anstieg der Antriebsspannung
des Stellglieds abhängt.
Ein Problem mit diesem Verfahren vom Stand der Technik besteht darin,
dass die Verschiebungsgeschwindigkeit der optischen Linse nicht genau bekannt ist,
weil die Empfindlichkeit des Stellglieds, d.h. die Verschiebung als eine Funktion
der Steuerspannung (mm/V), eine nicht genau bekannte Konstante ist. Gewöhnlich
liegt diese Empfindlichkeit im Bereich von 0,65 mm/V bis 1,3 mm/V. Selbst für
ein spezielles Stellglied kann sich diese Empfindlichkeit mit dem Alter des Stellglieds
und der Beschaffenheit (z.B. der Temperatur) des Stellglieds verändern.
Es ist eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, dieses Problem
zu überwinden.
In EP-1.139.342 wird auch ein Verfahren zum Unterscheiden des Plattentyps
in einer Plattenlaufwerkvorrichtung auf Basis der Plattendicke offenbart, wobei
der Laserstrahl zwei Brennpunkte aufweist, die axial mit Bezug aufeinander um eine
bestimmte Strecke versetzt sind. Das Fokussierungsstellglied wird mit einer Rampenspannung
gesteuert, um die Objektivlinse axial zu verschieben; die tatsächliche Geschwindigkeit
der Verschiebung wird aus der Zeitdifferenz zwischen zwei Signalspitzen ermittelt,
die von den zwei Brennpunkten herrühren. Dieses Verfahren kann jedoch nur ausgeführt
werden, wenn der Laserstrahl zwei Brennpunkte aufweist.
Insbesondere zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein zuverlässigeres
Plattenerkennungsverfahren bereitzustellen, welches in der Lage ist, in einer Plattenlaufwerkvorrichtung
ausgeführt zu werden, wobei der Laserstrahl nur einen Brennpunkt aufweist.
Genauer gesagt zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein Plattenerkennungsverfahren
bereitzustellen, in dem die Abhängigkeit des Ergebnisses von der Stellgliedempfindlichkeit
beseitigt oder zumindest herabgesetzt ist.
Gemäß einer wichtigen Ausbildung der vorliegenden Erfindung
wird ein Verfahren für das Kalibrieren des Fokussierungsstellglieds geschaffen,
wobei die Zeitdifferenz zwischen dem Auftreten eines ersten charakteristischen Merkmals
des Fokussierungsfehlersignals und dem Auftreten eines zweiten charakteristischen
Merkmals des Fokussierungsfehlersignals in Betracht gezogen wird. Vorzugsweise sind
das erste charakteristische Merkmal und das zweite charakteristische Merkmal der
Maximalwert bzw. der Minimalwert des Fokussierungsfehlersignals, ausgehend von der
Erkenntnis, dass diese zwei Extremwerte einen festen Abstand aufweisen, der durch
den Aufbau des optischen Systems festgelegt ist.
In einer ersten speziellen Ausbildung wird ein Verfahren zum Messen
der Geschwindigkeit des Fokussierungsstellglieds geschaffen.
In einer zweiten speziellen Ausbildung wird ein Verfahren zum Messen
der Empfindlichkeit des Fokussierungsstellglieds geschaffen.
In einer dritten speziellen Ausbildung wird ein Verfahren zum Messen
der Dicke einer optischen Platte geschaffen.
Diese und andere Ausbildungen, Merkmale und Vorzüge der vorliegenden
Erfindung werden weiter durch die nachfolgende Beschreibung mit Bezugnahme auf die
Zeichnungen erläutert, in denen dieselben Bezugsziffern auf gleiche oder ähnliche
Bauteile hinweisen und in denen:
1 einige wichtige Komponenten einer optischen Plattenlaufwerkvorrichtung
schematisch veranschaulicht;
2 einen optischen Detektor schematisch veranschaulicht;
3 den Astigmatismus schematisch veranschaulicht;
4A eine S-förmige Kurve schematisch veranschaulicht;
4B-D die Form eines Lichtflecks auf einem optischen
Detektor schematisch veranschaulichen;
5 die optischen Signale als Funktion der Zeit schematisch
veranschaulicht.
1 veranschaulicht schematisch eine optische Plattenlaufwerkvorrichtung
1, die zum Speichern von Informationen auf oder zum Lesen von Informationen
von einer optischen Speicherplatte 2, gewöhnlich einer DVD oder einer
CD, geeignet ist. Die optische Platte 2 weist mindestens eine Speicherplatzspur
auf, entweder in der Form einer kontinuierlichen Spirale oder in der Form mehrerer
konzentrischer Kreise, wo die Informationen in der Form eines Datenmusters gespeichert
werden können. Die optische Platte kann vom Nur-Lese-Typ sein, wo die Informationen
während der Herstellung aufgezeichnet werden, wobei die Informationen von einem
Anwender nur gelesen werden können. Die optische Platte kann auch von einem
beschreibbaren Typ sein, wo die Informationen durch einen Anwender gespeichert werden
können. Da die Technologie der optischen Platten im Allgemeinen, der Weg zur
Datenspeicherung auf einer optischen Platte und der Weg zum Lesen der optischen
Daten von einer optischen Platte allgemein bekannt sind, ist es nicht nötig,
diese Technologie hier ausführlicher zu beschreiben.
Für das Drehen der Platte 2 enthält die Plattenlaufwerkvorrichtung
1 einen Motor 4, der an einem (der Einfachheit halber nicht dargestellten)
Rahmen befestigt ist, um eine Drehachse 5 festzulegen. Für das Aufnehmen
und Halten der Platte 2 kann die Plattenlaufwerkvorrichtung 1
einen Drehteller oder eine Klemmnabe 6 umfassen, der(die) im Falle eines
Spindelmotors 4 auf der Spindelachse 7 des Motors 4 angebracht
ist.
Die Plattenlaufwerkvorrichtung 1 enthält ferner ein
optisches System 30 für das Abtasten der Spuren der Platte
2 mit einem optischen Strahl. Insbesondere ist in dem Anordnungsbeispiel,
das in 1 dargestellt ist, die Plattenlaufwerkvorrichtung
1 ein Mehrtyplaufwerk, welches für das Abarbeiten von zwei Typen von
Platten, d.h. zum Beispiel der CD wie auch der DVD, vorgesehen ist. Das optische
System 30 enthält ein erstes Lichtstrahlerzeugungsmittel
31 und ein zweites Lichtstrahlerzeugungsmittel 41, jedes üblicherweise
ein Laser, wie z.B. eine Laserdiode, jedes eingerichtet für die Erzeugung eines
ersten Laserstrahls 32 bzw. eines zweiten Laserstrahls 42. Nachfolgend
werden verschiedene Abschnitte des Strahlenganges eines Lichtstrahls 32,
42 durch einen Buchstaben a, b, c usw. gekennzeichnet, die der Bezugsziffer
32 bzw. 42 hinzugefügt sind. Es wird angemerkt, dass in einer
Plattenlaufwerkvorrichtung, die für das Abarbeiten nur eines Plattentyps, d.h.
zum Beispiel nur der CD, vorgesehen ist, üblicherweise nur
eine Laserdiode vorhanden sein wird.
Der erste Laserstrahl 32 durchläuft einen ersten Strahlteiler
43, einen zweiten Strahlteiler 33, eine Kollimatorlinse
37 und eine Objektivlinse 34, um die Platte 2 zu erreichen
(Strahl 32b). Der erste Laserstrahl 32b wird von der Platte
2 reflektiert (reflektierter erster Laserstrahl 32c) und durchläuft
die Objektivlinse 34, die Kollimatorlinse 37 und den zweiten Strahlteiler
33 (Strahl 32d), um einen optischen Detektor 35 zu erreichen.
Der zweite Lichtstrahl 42 wird durch einen Spiegel
44 reflektiert, durchläuft den ersten Strahlteiler 43 und
folgt dann einem mit dem Strahlengang des ersten Lichtstrahls 32 vergleichbaren
Strahlengang, der durch die Bezugsziffern 42b, 42c,
42d gekennzeichnet ist.
Die Objektivlinse 34 ist vorgesehen, einen der zwei Lichtstrahlen
32b, 42b in einem Brennfleck F auf einer (der Einfachheit halber
nicht dargestellten) Informationsschicht der Platte 2 zu fokussieren, wobei
der Fleck F normalerweise kreisförmig ist. Für das Erläutern der
vorliegenden Erfindung wird im Weiteren angenommen, dass nur der erste Laser
31 betrieben wird und der zweite Laser 41 AUS ist.
Während des Betriebes sollte der Laserstrahl auf der Aufzeichnungsschicht
fokussiert bleiben. Dazu wird die Objektivlinse 34 axial verschiebbar angeordnet,
und die optische Plattenlaufwerkvorrichtung 1 enthält ein Fokussierungsstellglied
52, das für das axiale Verschieben der Objektivlinse 34 mit
Bezug auf die Scheibe 2 eingerichtet ist. Da die axialen Stellglieder an
sich bekannt sind, während außerdem der Aufbau und der Betrieb eines solchen
axialen Stellglieds nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, ist es nicht
nötig, den Aufbau und den Betrieb eines solchen Fokussierungsstellglieds hier
ausführlich zu erörtern.
Es wird angemerkt, dass Mittel zum Tragen der Objektivlinse bezüglich
eines Vorrichtungsrahmens und Mittel zum axialen Verschieben der Objektivlinse an
sich allgemein bekannt sind. Da der Aufbau und der Betrieb solcher Trage- und Verschiebungsmittel
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, ist es nicht nötig, ihren
Aufbau und ihren Betrieb hier ausführlicher zu erörtern.
Die Plattenlaufwerkvorrichtung 1 enthält ferner einen
Steuerkreis 90, der einen Ausgang 94 aufweist, der mit einem Steuereingang
des Fokussierungsstellglieds 52 verbunden ist, und einen Lesesignaleingang
91 für den Empfang eines Lesesignals SR aus dem optischen
Detektor 35. Der Steuerkreis 90 ist dafür vorgesehen, an
seinem Ausgang 94 ein Steuersignal SCF für die Steuerung
des Fokussierungsstellglieds 52 zu erzeugen.
2 zeigt, dass der optische Detektor 35 eine
Anzahl von Detektorsegmenten, in diesem Fall vier Detektorsegmente 35a,
35b, 35c, 35d, umfasst, die in der Lage sind, jeweils
einzelne Detektorsignal A, B, C, D zu liefern, welche die Menge des Lichts anzeigen,
das entsprechend auf jeden der vier Detektorquadranten auftrifft. Eine Mittellinie
36, welche das erste und vierte Segment 35a und 35d von
dem zweiten und dritten Segment 35b und 35c trennt, weist eine
Richtung auf, welche der Spurrichtung entspricht. Da ein solcher Vierquadranten-Detektor
an sich allgemein bekannt ist, ist es nicht nötig, hier eine ausführlichere
Beschreibung seines Aufbaus und seiner Funktionsweise zu geben.
2 zeigt auch, dass der Lesesignaleingang
91 des Steuerkreises 90 tatsächlich vier Eingänge
91a, 91b, 91c, 91d jeweils für den Empfang
der einzelnen Detektorsignale A, B, C, D umfasst. Der Steuerkreis 90 ist
ausgelegt, die einzelnen Detektorsignale A, B, C, D zu verarbeiten, um daraus Daten
und Steuerinformationen abzuleiten, wie für Fachleute verständlich sein
wird. Zum Beispiel kann ein Datensignal SD durch Summation aller einzelnen
Detektorsignale A, B, C, D gemäß
SD = A + B + C + D(1)
erhalten werden. Ferner kann ein Fokussierungsfehlersignal SFE erhalten
werden, indem die Signale A und C aus einem Paar von einzelnen Detektorsegmente
35a und 35c, die diagonal einander gegenüberliegen, summiert
werden, indem die Signale B und D aus dem anderen Paar von einzelnen Detektorsegmenten
35b und 35d, die diagonal einander gegenüberliegen, summiert
werden, und indem die Differenz dieser zwei Summen gemäß
SFE = (A + C) – (B + D)(2a)
genommen wird. Um Schwankungen der Lichtintensität des Strahls als Ganzes zu
kompensieren, kann dieses Fehlersignal mittels Division durch das Datensignal normiert
werden, um ein normiertes Fokussierungsfehlersignal FES gemäß
FES = SFE/SD(2b)
zu erhalten. Der Lichtstrahl 32d ist einem Astigmatismus unterworfen. Dieser
kann zum Beispiel durch den zweiten Strahlteiler 33 verursacht sein, der
in dem Beispiel, das in 1 gezeigt ist, als eine schräggestellte
Strahlteilerplatte ausgeführt ist. Alternativ oder zusätzlich ist es auch
möglich, dass der Strahlengang ein in 1 der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestelltes zusätzliches optisches Element einschließt,
das vor dem Detektor 35 angeordnet ist, um absichtlich einen Astigmatismus
einzubringen, wie es für eine Fachperson ersichtlich sein wird. Astigmatismus
bedeutet, dass ein konvergierendes Lichtbündel anstelle eines
Brennpunktes, in dem sich alle Lichtstrahlen treffen, zwei längliche Brennflecken
aufweist, die axial gegeneinander versetzt und senkrecht zueinander ausgerichtet
sind, wie in 3 dargestellt ist. 3
zeigt ein optisches System, das allgemein bei 100 gekennzeichnet ist, welches
einen optischen Mittelpunkt 101 und eine optische Achse 102 aufweist.
Bei 103 ist ein Gegenstandspunkt angegeben, der in einem Abstand von der
optischen Achse angeordnet ist. Ein Hauptstrahl 104, der von dem Gegenstandspunkt
103 ausgeht, läuft durch den optischen Mittelpunkt 101, ohne
gebrochen zu werden.
Eine erste Hauptebene 110, die als Tangentialebene bezeichnet
wird, wird durch die optische Achse 102 und den Gegenstandspunkt
103 festgelegt. Die Strahlen, die vom Gegenstandspunkt 103 ausgehen
und in dieser Ebene liegen, werden als Tangentialstrahlen 111 bezeichnet.
Diese Tangentialstrahlen 111 werden durch das optische System
100 derart gebrochen, dass sie in einem tangentialen Brennfleck
112 fokussiert werden.
Eine zweite Hauptebene 120, die als Sagittalebene bezeichnet
wird, wird durch den Hauptstrahl 104 festgelegt und erstreckt sich senkrecht
zur Tangentialebene. Die Strahlen, die vom Gegenstandspunkt 103 ausgehen
und in dieser Ebene liegen, werden als Sagittalstrahlen 121 bezeichnet.
Diese Sagittalstrahlen 121 werden durch das optische System 100
derart gebrochen, dass sie in einem sagittalen Brennfleck 122 fokussiert
werden.
Astigmatismus bedeutet, dass der sagittale Brennfleck 122
nicht mit tangentialen Brennfleck 112 übereinstimmt. In dem Beispiel
von 3 ist der axiale Abstand von dem sagittalen Brennfleck
122 zum optischen Mittelpunkt 101 größer als der axiale
Abstand von dem tangentialen Brennfleck 112 zum optischen Mittelpunkt
101. Es kann gezeigt werden, dass der axiale Abstand zwischen dem sagittalen
Brennfleck 122 und dem tangentialen Brennfleck 112 im Wesentlichen
nur von den optischen Parametern des optischen Systems abhängt, wie z.B. im
Fall eines optischen Systems 30 eines Plattenlaufwerks von der Brennweite
der Objektivlinse, der Brennweite der Kollimatorlinse, dem Brechungsindex des Strahlteilers
33, der Dicke des Strahlteilers 33, dem Einfallswinkel zwischen
dem reflektierten Strahl 32c und dem Strahlteiler 33.
Der sagittale Brennfleck 122, der nachfolgend auch als FS
bezeichnet wird, ist kein Punkt im Raum. Aus 3 ist
klar ersichtlich, dass in dem sagittalen Brennfleck FS alle Sagittalstrahlen
121 fokussiert sind, aber alle Tangentialstrahlen 111 jenseits
ihres Brennpunktes sind und wieder divergieren, so dass der sagittale Brennfleck
FS eine längliche Form aufweist. In einem Idealfall weist der sagittale
Brennfleck FS die Form eines Geradenabschnitts auf, der in der Tangentialebene
110 angeordnet und senkrecht zur optischen Achse 102 ist.
Desgleichen ist der tangentiale Brennfleck 112, der nachfolgend
auch als FT bezeichnet wird, kein Punkt im Raum. Aus 3
klar ist ersichtlich, dass in dem tangentialen Brennfleck FT alle Tangentialstrahlen
111 fokussiert sind, aber alle Sagittalstrahlen 121 ihren Brennpunkt
noch nicht erreicht haben und noch konvergieren, so dass der tangentiale Brennfleck
FT eine längliche Form aufweist. In einem Idealfall weist der tangentiale
Brennfleck FT die Form eines Geradenabschnitts auf, der in der Sagittalebene
120 angeordnet und senkrecht zur optischen Achse 102 ist.
Somit sind der längliche tangentiale Brennfleck FT
und der längliche sagittale Brennfleck FS senkrecht zueinander,
wobei sie einen festen axialen Abstand aufweisen, der nachfolgend als astigmatischer
Brennpunktabstand &Dgr;F bezeichnet wird. Ungefähr auf halbem Wege zwischen
dem tangentialen Brennfleck FT und dem sagittalen Brennfleck FS
weist der Lichtstrahl in einem sogenannten "Streuungskreis" 109, der nachfolgend
auch als Zirkularbrennpunkt FC bezeichnet wird, einen im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt auf.
Die 4A-D und 5
zeigen die optischen Signale, die erhalten werden, wenn das Fokussierungsstellglied
52 die Objektivlinse 34 verschiebt. In 4A
zeigt die Strecke 61 eine Steuerspannung SCF an, die durch den
Steuerkreis 90 an das Fokussierungsstellglied 52 angelegt wird,
und die Kurve 62 kennzeichnet das normierte Fokussierungsfehlersignal FES
als eine Funktion der Zeit. Wenn die Steuerspannung zunimmt, dann wird die Objektivlinse
34 zur Platte 2 hin bewegt. Anfänglich liegen die Brennpunkte
FS und FT weit unter der Informationsschicht der Platte, und
der Detektor 35 empfängt nur wenig reflektiertes Licht, wobei ferner
die Querschnittsform des Lichtflecks auf dem Detektor 35 mehr oder weniger
kreisförmig ist. Wenn der sagittale Brennpunkt FS die Informationsschicht
erreicht, dann nimmt FES zu und erreicht zur Zeit tS ein Maximum, wenn
der sagittale Brennpunkt FS mit der Informationsschicht zusammenfällt;
4B zeigt die Form des Lichtflecks auf dem Detektor
35 für diesen Zustand.
Bei einem weiteren Anwachsen der Steuerspannung SCF wird
die Form des Lichtflecks auf dem Detektor 35 mehr und mehr kreisförmig,
bis der Zirkularbrennpunkt FC zur Zeit tCR mit der Informationsschicht
übereinstimmt; 4C zeigt die Kreisform des Lichtflecks
auf dem Detektor 35 für diesen Zustand. Zu diesem Zeitpunkt ist FES
gleich null. Dieser Zustand wird als optimaler Fokussierungszustand für das
Lesen oder Schreiben optischer Informationen von der/auf die Platte
angesehen, und gewöhnlich ist ein Fokussierungs-Servosystem eingerichtet, das
Fokussierungsstellglied so zu steuern, dass es die Objektivlinse in diesem Zustand
hält.
Wird die Steuerspannung SCF noch weiter erhöht, dann
nimmt der Absolutwert von FES wieder zu, aber nun hat FES das entgegengesetzte Vorzeichen,
weil der Lichtfleck auf dem Detektor 35 länglich in einer anderen
Richtung wird. Zur Zeit tT erreicht FES einen negativen Maximalwert,
oder ein Minimum, wenn der tangentiale Brennpunkt FT mit der Informationsschicht
zusammenfällt; 4D zeigt die Form des Lichtflecks
auf dem Detektor 35 für diesen Zustand.
Bei einem weiteren Anstieg der Steuerspannung SCF nimmt
der Absolutwert von FES wieder ab.
In Anbetracht seiner Form wird die Kurve 62 auch als "S-förmige
Kurve" bezeichnet.
5 ist eine Grafik ähnlich zu 4A,
aber auf einem größeren Zeitmaßstab. Diese 5
zeigt, dass bei niedrigeren Werten der Steuerspannung SCF eine zweite
S-förmige Kurve 63 beobachtet wird, die jetzt durch die Reflexion
des Lichtstrahls 32b durch die untere Fläche der Platte verursacht
wird. Die Zeit, wenn der Zirkularbrennpunkt FC mit dieser unteren Fläche
zusammenfällt, d.h. wenn das Fokussierungsfehlersignal FES durch null läuft,
wird durch tCS gekennzeichnet. Wie in 5
dargestellt ist, weist diese zweite S-förmige Kurve 63, welche zur
unteren Plattenfläche gehört, gewöhnlich eine kleinere Amplitude
auf als die erste S-förmige Kurve 62, die zur Informationsschicht
gehört.
5 zeigt in den Kurven 73 bzw. 72
auch den Niederfrequenzanteil des Datensignals SD (auch als zentrales
Apertursignal CA bekannt) für den Strahl, der von der unteren Plattenfläche
reflektiert wurde, bzw. für den Strahl, der von der Informationsschicht reflektiert
wurde. Wie in 5 gezeigt ist, weist die zweite SD-Kurve
73, die zur unteren Plattenfläche gehört, gewöhnlich eine
kleinere Amplitude auf als die erste SD-Kurve 72, die zur Informationsschicht
gehört. Wie aus 5 ersichtlich ist, weisen die
SD-Kurven 73 und 72 zu den Zeiten tCS bzw.
tCR Maximalwerte auf.
Da der astigmatische Brennpunktabstand &Dgr;F eine Gerätekonstante
ist, kann die Geschwindigkeit V der optischen Linse 34 aus dem Zeitintervall
&Dgr;t = tT – tS gemäß Formel (3) berechnet
werden:
V = &Dgr;F/&Dgr;t,(3)
wobei natürlich angenommen wird, dass die Geschwindigkeit V der optischen Linse
34 während des Zeitintervalls konstant ist.
Mit Bezugnahme auf 5 kann die Dicke D
der Platte 2, oder genauer der Abstand zwischen der unteren Plattenfläche
und der Informationsschicht, aus der Geschwindigkeit V der optischen Linse
34 und dem Zeitintervall &Dgr;tC = tCR –
tCS gemäß Formel (4) berechnet werden:
D = V·&Dgr;tC,(4)
wobei angenommen wird, dass die Geschwindigkeit V der optischen Linse
34 während dieses Zeitintervalls konstant bleibt, oder zumindest die
mittlere Geschwindigkeit, die während des Zeitintervalls &Dgr;t = tT
– tS gemessen wurde, eine hinreichend genaue Näherung für
die mittlere Geschwindigkeit ist, die während des Zeitintervalls von tCS
bis tCR auftritt.
In einer ersten Ausführungsform kann der Steuerkreis
90 die Dauer des Zeitintervalls &Dgr;tC berechnen, d.h. die
Zeiten tCS und tCR auf Basis des Fokussierungsfehlersignals
FES bestimmen, d.h. indem er bestimmt, wann die Nulldurchgänge des Fokussierungsfehlersignals
FES vorliegen.
In einer zweiten Ausführungsform kann der Steuerkreis
90 die Dauer des Zeitintervalls &Dgr;tC berechnen, d.h. die
Zeiten tCS und tCR auf Basis des Niederfrequenzteils des Datensignals
SD bestimmen, d.h. indem er bestimmt, wann die Spitzenwerte des Niederfrequenzteils
des Datensignals SD vorliegen. In dieser Hinsicht wird angemerkt, dass
das Bestimmen der Nulldurchgänge genauer sein kann als das Bestimmen des Zeitpunktes
eines Spitzenwerts, aber andererseits ist die zweite S-förmige Kurve
63, die zu der unteren Plattenfläche gehört, sehr klein, so dass
das Verwenden des Niederfrequenzteils des Datensignals SD geeigneter
ist.
Der Steuerkreis 90 ist nun in der Lage zu entscheiden, ob
die Platte 2 eine CD oder eine DVD ist, und mit der Platte in Übereinstimmung
mit dem richtigen Format umzugehen. Zum Beispiel kann der Steuerkreis
90 durch Vergleichen der berechneten Dicke D mit einem geeigneten Bezugswert
DREF, z.B. DREF = 0,9 mm, entscheiden, dass die Platte
2 eine CD ist, wenn D > DREF ist, und dass die Platte
2 eine DVD ist, wenn D < DREF ist.
Somit schafft die vorliegende Erfindung ein verbessertes Verfahren
zum Messen der Dicke einer optischen Platte und zum Bestimmen, ob die Platte eine
CD oder eine DVD ist. Die optische Linse 34 wird mit einer im Wesentlichen
konstanten Geschwindigkeit zu einer Bewegung zur Platte 2 hin veranlasst,
wobei der Lichtstrahl 32 eingeschaltet ist, und das Fokussierungsfehlersignal
wird analysiert. Durch zeitliche Zuordnung der S-förmigen Kurve wird der tatsächliche
Wert dieser Geschwindigkeit V bestimmt. Durch die zeitliche Zuordnung der verschiedenen
Reflexionen von der Platte wird unter Berücksichtigung der
gemessenen Geschwindigkeit V die Dicke der Platte bestimmt. Ein wichtiger Vorteil
ist, dass das Ergebnis der Dickenmessung im Wesentlichen unabhängig vom tatsächlichen
Wert der Geschwindigkeit V und somit unabhängig von der tatsächlichen
Empfindlichkeit des Stellglieds ist.
Obwohl die vorliegende Erfindung dazu gedacht ist, ein Verfahren für
eine relativ genaue Bestimmung der Dicke einer optischen Platte bereitzustellen
und ein Verfahren für eine zuverlässige Bestimmung zu schaffen, ob die
Platte eine CD oder eine DVD ist, stellt eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung auch ein Verfahren für das Messen der Geschwindigkeit V der optischen
Linse 34 (siehe Formel 3) bereit.
Ferner stellt eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ein Verfahren für das Messen der Empfindlichkeit &ggr; des Stellglieds
52 bereit, die entsprechend Formel 5 festgelegt ist:
V = &ggr;·d(SCF)/dt(5)
wobei SCF das (die Spannung des) Steuersignal(s) aus dem Steuerkreis
90 an das Stellglied 52 ist. Nach der Berechnung der Geschwindigkeit
V entsprechend Formel 1 kann der Steuerkreis 90 bei bekannter Zeitableitung
seines Steuersignals die Empfindlichkeit &ggr; berechnen, indem entsprechend Formel
6 die Geschwindigkeit V durch die Zeitableitung geteilt wird:
&ggr; = V / (d(SCF)/dt)(6)
Wenn andererseits nur gewünscht ist, den Typ der Platte zu bestimmen,
dann ist es nicht nötig, die Geschwindigkeit V der optischen Linse
34 tatsächlich zu berechnen. Durch Kombination der Formeln 3 und 4
ist es ausreichend, den tatsächlichen Wert eines Plattentypparameters &agr;
zu berechnen, der entsprechend Formel 7 festgelegt ist:
&agr; = &Dgr;tC/&Dgr;t(7)
Es ist möglich, den erwarteten Wert eines derartigen Typparameters
&agr; für eine CD und für eine DVD im Voraus zu bestimmen. Wenn zum
Beispiel für ein bestimmtes optisches System der astigmatische Brennpunktabstand
&Dgr;F gleich 10 &mgr;m ist, dann ist &agr;CD = 120 und &agr;DVD
= 60. Somit ist es möglich, im Voraus einen Bezugswert &agr;REF
für den Plattentypparameter &agr; festzulegen, zum Beispiel &agr;REF
= 90. Somit kann der Steuerkreis 90 den tatsächlichen Wert des Plattentypparameters
&agr; mit diesem Bezugswert &agr;REF vergleichen, und er kann entscheiden,
dass die Platte 2 eine CD ist, wenn &agr; > &agr;REF
ist, und dass die Platte 2 eine DVD ist, wenn &agr; < &agr;REF
ist.
Für Fachleute sollte offensichtlich sein, dass die vorliegende
Erfindung nicht auf die oben erörterten Ausführungsbeispiele beschränkt
ist, sondern dass verschiedene Abänderungen und Modifikationen im Schutzumfang
der Erfindung, wie er in den angefügten Ansprüchen festgelegt ist, möglich
sind.
Zum Beispiel ist anzumerken, dass die vorliegende Erfindung nicht
auf ein Mehrtyplaufwerk beschränkt. Die vorliegende Erfindung kann auch in
einem zugeordneten Plattenlaufwerk verwendet werden, das für nur einen Plattentyp
vorgesehen ist, um zu bestimmen, ob ein falscher Plattentyp eingelegt wurde.
Ferner kann die vorliegende Erfindung ebenso verwendet werden, um
zum Beispiel Blu-Ray-Platten von zum Beispiel DVD-Platten und CD-Platten zu unterscheiden.
Ferner kann die vorliegende Erfindung ebenso ausgeführt werden,
indem die optische Linse von der Platte wegbewegt wird, wobei von einem Ausgangspunkt
in der Nähe der Platte ausgegangen wird. Im Normalfall jedoch, wenn eine neue
Platte eingelegt wird oder wenn das Plattenlaufwerk eingeschaltet oder initialisiert
wird, wird sich die optische Linse in einer Ruhelage in einem relativ großen
Abstand von der Platte befinden. Trotzdem kann nach dem Ausführen einer Dickenmessung
der Platte mit dem oben erläuterten Verfahren eine ähnliche Messung wiederholt
werden, wobei sich die Platte in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
Oben wurde eine Messung zur Bestimmung der Geschwindigkeit V der optischen
Linse erläutert, wobei das Zeitintervall zwischen dem Auftreten von zwei charakteristischen
Ereignissen, d.h. dem Maximalwert und dem Minimalwert, gemessen wurde, die mit dem
sagittalen Brennfleck und dem tangentialen Brennfleck von nur einer S-förmigen
Kurve verknüpft sind. Wie mit Bezugnahme auf 5
erläutert wurde, werden jedoch zwei S-förmige Kurven betrachtet, wenn
die Dicke der Platte gemessen wird. Tatsächlich sind in Verbindung mit jeder
Reflexionsschicht der Platte die entsprechenden S-förmigen Kurven zu erwarten.
Die Geschwindigkeitsmessung kann in Verbindung mit jeder der S-förmigen Kurven
ausgeführt werden. So kann zum Beispiel die Geschwindigkeit V für die
S-Kurve 63 berechnet werden, die mit der unteren Fläche der Platte
verknüpft ist, und die Geschwindigkeit V kann auch für die S-Kurve
62 berechnet werden, die mit der Informationsschicht der Platte verknüpft
ist. Somit werden zwei Messergebnisse erhalten. Es ist möglich, dass diese
zwei Messergebnisse verglichen werden und dass die Messungen nur dann als richtig
angesehen werden, wenn sie innerhalb einer bestimmten Toleranz übereinstimmen.
Es ist jedoch auch möglich, dass die mittlere Geschwindigkeit der Objektivlinse
als der mathematische Mittelwert der zwei Messergebnisse berechnet wird
und dass diese mittlere Geschwindigkeit in Formel 4 verwendet wird.
Oben wurde die vorliegende Erfindung erläutert, wobei die zwei
Reflexionen von den zwei Reflexionsschichten, d.h. einerseits der Plattenfläche
und andererseits der Informationsschicht, berücksichtigt wurden. Es ist jedoch
auch möglich, dass eine Platte mehrere Informationsschichten aufweist. In einem
solchen Falle kann das durch die vorliegende Erfindung vorgeschlagene Verfahren
ebenso ausgeführt werden, indem die jeweiligen Reflexionen von derartigen Informationsschichten
für die Bestimmung der Anzahl und/oder der Lagen und/oder der Abstände
von solchen mehreren Informationsschichten berücksichtigt werden und indem
schließlich aus dem Ergebnis einer derartigen Bestimmung der Typ der Platte
ermittelt wird.
Oben wurde die vorliegende Erfindung erläutert, wobei der Zeitintervall
&Dgr;tC = tCR – tCS zwischen Nulldurchgängen
des Fokussierungsfehlersignals in Betracht gezogen wurde. Statt die Nulldurchgänge
des Fokussierungsfehlersignals zu verwenden, ist es jedoch auch möglich, andere
charakteristische Ereignisse des Fokussierungsfehlersignals, wie z.B. die Extremwerte
(d.h. tS, tT), zu verwenden.
Oben wurde die vorliegende Erfindung erläutert, wobei eine Bearbeitung
des normierten Fokussierungsfehlersignals FES erörtert wurde. Obwohl eine Verwendung
des normierten Fokussierungsfehlersignals FES in der Tat bevorzugt ist, ist das
jedoch nicht wesentlich, und die vorliegende Erfindung kann unter Verwendung des
nicht normierten Fokussierungsfehlersignals SFE gemäß Formel
2b ausgeführt werden, weil die zeitliche Zuordnung der charakteristischen Ereignisse
dieses Signals (d.h. Maximum, Minimum, Nulldurchgänge) nicht durch die Normierung
beeinflusst ist.
Oben wurde mit Bezugnahme auf 3 der Astigmatismus
erläutert, wobei angenommen wurde, dass der Brennpunktabstand des sagittalen
Brennpunkts FS größer ist als der Brennpunktabstand des tangentialen
Brennpunkts FT. Die gleiche Erläuterung gilt jedoch mit den entsprechenden
Abänderungen, wenn der Brennpunktabstand des sagittalen Brennpunkts FS
kleiner als der Brennpunktabstand des tangentialen Brennpunkts FT ist.