Die vorliegende Erfindung betriff ein optisches Netz für die
Telekommunikation sowie einen Verstärkerknoten, der in einem derartigen Netz
verwendet werden kann. Insbesondere betrifft sie ein Netz und einen Netzknoten zur
Wellenlängenmultiplexübertragung.
Ein derartiges optisches Netz besteht im Allgemeinen aus einer Vielzahl
von Knoten, die durch Lichtwellenleiter miteinander verbunden sind, auf denen Datenübertragungssignale
als ein Wellenlängenmultiplex übertragen werden, d.h. moduliert in eine
Vielzahl von Trägerwellen unterschiedlicher Wellenlängen, die sich gleichzeitig
in der Faser ausbreiten.
Aufgrund der Dämpfung der Trägerwellen müssen Datenübertragungssignale,
die über große Distanzen hinweg übertragen werden sollen, in regelmäßigen
Abständen wiederverstärkt werden. Diese Wiederverstärkung kann in
Knoten stattfinden, die speziell für diesen Zweck zwischen zwei Faserabschnitten
vorgesehen sind, jedoch können die Knoten auch eine größere Anzahl
von Faserabschnitten miteinander verbinden und so eine Vermittlungsfunktion bewerkstelligen,
d.h. sie können ein eingehendes Wellenlängenmultiplex in dessen Nutzlastkanäle
entsprechend unterschiedlichen Trägerwellenlängen trennen und diese an
verschiedene ausgehende Faserabschnitte weiterleiten.
Die vorliegende Erfindung betrifft Verstärkerknoten beider Arten.
Es ist üblich, nicht nur die Nutzlastkanäle, d.h. die Trägerwellen,
die Nutzlastdaten zwischen Endgeräten des Netzes befördern, auf einem
Lichtwellenleiter zu übertragen, sondern auch einen sogenannten optischen Überwachungskanal
(optical supervisory channel) OSC, welcher eine Information überträgt,
die zum Steuern der Nutzlastkanäle sowie der in diesen innerhalb der Knoten
des Kommunikationsnetzes übertragenen Information erforderlich ist.
Die auf dem Überwachungskanal übertragene Information ist
eine rein interne Information des Netzes, welche nicht an mit dem Netz verbundene
Endgeräte übertragen wird und welche deshalb andere Übertragungsformate
als die Nutzlastkanäle verwenden kann und unabhängig von den Nutzlastkanälen
in den Knoten des Netzes verarbeitet wird.
In den meisten herkömmlichen Netzen zur Wellenlängenmultiplexübertragung
ist unmittelbar am Eingangsport des Knotens ein Demultiplexer zum Demultiplexen
des eingehenden Wellenlängenmultiplex in die Nutzlastkanäle und einen
Überwachungskanal vorgesehen. Die Verarbeitung der Nutzlastdatenkanäle
und des Überwachungskanals innerhalb des Knotens wird vollständig separat
voneinander ausgeführt, bevor sie einen Multiplexer unmittelbar vor dem Ausgangsport
des Netzknotens erreichen. Der Multiplexer fügt die Nutzlastdatenkanäle
und den Überwachungskanal wieder in ein Wellenlängenmultiplex zusammen.
Ein Nachteil dieses herkömmlichen Konzepts besteht darin, dass
Einfügungsdämpfungen, die durch die Verwendung des Demultiplexers und
des Multiplexers verursacht werden, das eingehende Wellenlängenmultiplex an
der Stelle seines Übertragungsweges dämpfen, an der es am schwächsten
ist, bzw. dämpfen es, noch bevor es in die Übertragungsfaser eintritt.
Um die Einfügungsdämpfungen auszugleichen sowie um über eine ausreichende
Signalleistung für die Weiterverarbeitung am Ausgang des Demultiplexers zu
verfügen wäre es denkbar, die in den Lichtwellenleiter eingespeiste Übertragungsleistung
zu erhöhen. Allerdings misslingt dies in den meisten Fällen, da die meisten
Netze bereits eine derart hohe Übertragungsleistung benutzen, dass eine weitere
Erhöhung einen beträchtlichen Anstieg nichtlinearer Effekte verursachen
würde, welche die Signale verschlechtern. Die einzige Möglichkeit besteht
deshalb in der Verringerung des Abstandes zwischen zwei Verstärkerknoten.
In der WO 02/091027 A2 wird ein Verstärkerknoten mit Add-/Drop-Fähigkeit
gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche vorgeschlagen.
In der US 6,411,407 werden
ein Verstärkerknoten bzw. ein optisches Netz gemäß den Oberbegriffen
der unabhängigen Ansprüche vorgeschlagen. In diesen Verstärkerknoten
ist zwischen dem Eingangsport und dem Demultiplexer ein Vorverstärker angeordnet,
sowie ein Nachverstärker zwischen dem Multiplexer und dem Ausgangsport, die
jeweils die Einfügungsdämpfungen des Demultiplexers und des Multiplexers
überkompensieren. Die Trägerwellenlängen der Nutzlastdatenkanäle
werden in einem Wellenlängenbereich von 1530 bis 1560 nm verteilt, was auf
diesem Gebiet der Technologie üblich ist und was dem Wellenlängenbereich
entspricht, in dem die Verstärkung eines erbiumdotierten Faserverstärkers
von der Wellenlänge unabhängig ist. Die Überwachungskanäle sind
außerhalb dieses Wellenlängenbereichs angeordnet, mit Wellenlängen,
bei denen der erbiumdotierte Faserverstärker eine geringere Verstärkung
oder überhaupt keine Verstärkung aufweist. Ein Überwachungskanal,
der nach dem Passieren durch den Vorverstärker in dem Demultiplexer abgezweigt
wird, endet im Knoten und wird an dessen Ausgangsseite erneut erzeugt, wird mit
den ausgehenden Nutzlastkanälen im Multiplexer kombiniert, passiert zusammen
mit diesen einen Nachverstärker und wird auf einem ausgehenden Lichtwellenleiter
übertragen. Bei der Verwendung des Vorverstärkers ist es möglich,
ein eingehendes Wellenlängenmultiplex in den Demultiplexer
mit ausreichender Leistung einzuspeisen, so dass an dessen Ausgangsseite eine ausreichende
Signalleistung für die weitere Verarbeitung zur Verfügung steht, und aufgrund
der Anordnung des Nachverstärkers hinter dem Multiplexer steht die Ausgangsleistung
des Nachverstärkers ohne Dämpfung für das Einspeisen in die ausgehende
Faser zur Verfügung. Allerdings muss hierfür eine Verminderung der Zuverlässigkeit
in Kauf genommen werden. Fällt einer der beiden Verstärker am Anfang und
am Ende einer Übertragungsfaser aus, so verhindert dies nicht nur die Übertragung
der Nutzlastkanäle, sondern es verringert sich auch die verfügbare Leistung
des Überwachungskanals am Empfängerknoten, so dass er nicht länger
in zuverlässiger Weise verarbeitet werden kann, was das Erkennen der Störung
und ihrer Ursachen sowie deren Behebung sehr viel schwieriger, wenn nicht unmöglich
macht.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Lösung
dieses Problems anzugeben.
Die erfindungsgemäße Lösung liegt in der vernünftigen
Auswahl einer Wellenlänge für den Überwachungskanal.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Verstärkerknoten für ein optisches Netz angegeben, wie in Anspruch
1 beansprucht.
Unter Berücksichtigung der Empfängerseite eines Verstärkerknotens
sollte die Wellenlänge, die von dem Demultiplexer als der Überwachungskanal
aus dem Wellenlängenmultiplex abgezweigt wird, derart gewählt werden,
dass ihre Dämpfung zwischen dem Eingangsport und der den Überwachungskanal
empfangenden Senke in den gepumpten und ungepumpten Zuständen des Verstärkers
im Wesentlichen dieselbe ist.
Berücksichtigt man die Ausgangsseite eines derartigen Verstärkerknotens,
so ist ein Kriterium für die Wellenlänge des Überwachungskanals,
dass die Dämpfung zwischen der Quelle des Überwachungskanals und dem Ausgangsport
in den gepumpten und ungepumpten Zuständen des Verstärkers im Wesentlichen
dieselbe sein sollte.
Diese Wellenlänge kann sich geringfügig von der Wellenlänge
unterscheiden, bei der die Dämpfung nur des Verstärkers in den gepumpten
und ungepumpten Zuständen dieselbe ist, da auf dem Strahlengang zwischen dem
Eingangsport und der Senke oder zwischen der Quelle und dem Ausgangsport Komponenten
mit wellenlängenabhängiger Dämpfung, z.B. gekrümmte Wellenleiter,
vorliegen können. Ist der Aufbau der Sender- und Empfängerseiten der Netzknoten
ausreichend symmetrisch, so sind die beiden obigen Kriterien für die Wellenlänge
des Überwachungskanals äquivalent.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist
ein optisches Netz vorgesehen, wie in Anspruch 6 beansprucht.
Wird nicht nur der isolierte Verstärkerknoten berücksichtigt,
sondern stattdessen ein komplettes Netz, in dem ein Senderknoten und ein Verstärkerknoten
über einen Lichtwellenleiter verbunden sind, so kann diese Faser ebenfalls
eine wellenlängenabhängige Dämpfung aufweisen, die die optimale Wellenlänge
für den Überwachungskanal beeinflusst. In diesem Fall sollte die Wellenlänge
für den Überwachungskanal so ausgewählt werden, dass eine von dem
Überwachungskanal auf dem Weg von einer Quelle zu einer Senke erfahrene Gesamtdämpfung
unabhängig davon ist, ob ein entlang des Weges angeordneter Verstärker
gepumpt oder ungepumpt ist.
Handelt es sich bei dem Verstärker um einen erbiumdotierten Faserverstärker,
so wird die Wellenlänge des Überwachungskanals vorzugsweise zwischen 1600
und 1650 nm ausgewählt, insbesondere zwischen 1610 und 1650 nm.
Um die Bandbreite, die für die Nutzlastdatenkanäle des Wellenlängenmultiplex
verwendet werden kann, breiter als den Bereich zu machen, in dem die Verstärkung
durch ein aktives Medium des Verstärkers selbst im Wesentlichen von der Wellenlänge
unabhängig ist, kann mit dem aktiven Medium ein Verstärkungsausgleichsfilter
seriell kombiniert werden. Dieses Filter muss dann bei der Wellenlänge des
Überwachungskanals ebenfalls transparent sein, um diesen nicht zu unterdrücken.
Weiter Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden
Beschreibung einer Ausführungsform mit Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren
hervor.
Die 1A zeigt schematisch einen Abschnitt
eines optischen Netzes mit zwei Verstärkerknoten sowie einem Lichtwellenleiter,
der diese Verstärkerknoten verbindet, in welchem die Erfindung anwendbar ist;
1B ist eine Variante des Abschnittes nach
1A;
2 zeigt die Dämpfung bzw. Verstärkung eines
erbiumdotierten Faserverstärkers in Abhängigkeit der Wellenlänge
für unterschiedliche Werte der Pumpleistungen;
3 stellt die Beziehung zwischen den Ausgangsleistungen
des Verstärkers in den gepumpten und ungepumpten Zuständen in Abhängigkeit
der Wellenlänge dar; und
4 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines
Netzknotens.
Die 1A zeigt schematisch einen Abschnitt
eines Netzes umfassend einen Netzknoten 1, der ausschließlich als
ein Verstärker wirkt, der ein Wellenlängenmultiplexsignal verstärkt,
das über einen Lichtwellenleiter 2 ankommt und auf der Faser
2 gedämpft wird, und der es an einen weiteren Lichtwellenleiter
3 ausgibt, sowie einen Netzknoten 4, der zusätzlich zu der
Verstärkerfunktion auch eine Schaltfunktion ausführt und deshalb ein optisches
Wellenlängenmultiplexsignal nicht nur von dem Lichtwellenleiter 3
empfängt, sondern von mindestens einer weiteren Faser 5, und dieses
an die Fasern 6, 7 ausgibt.
In der Beschreibung wird nur der Fall einer unidirektionalen Übertragung
von links nach rechts in der Figur berücksichtigt, jedoch versteht es sich,
dass durch Duplizieren der entsprechenden Vorrichtungen der Netzknoten
1, 4 auch eine bidirektionale Übertragung möglich ist.
Die Wellenlängenmultiplexsignale, die auf den Lichtwellenleitern
2, 3, 5, 6, 7 zirkulieren, sind aus
einer Vielzahl von Nutzlastdatenkanälen in einem Wellenlängenbereich von
ca. 1530 bis 1560 nm und einem optischen Überwachungskanal mit einer Wellenlänge
von mindestens 1600 nm gebildet.
In dem Netzknoten 1 passiert ein Wellenlängenmultiplexsignal,
das den Netzknoten 1 über die Faser 2 erreicht, zunächst
einen Vorverstärker 8.
Dieser Vorverstärker 8 kann als eine erbiumdotierte
Faser ausgeführt sein, die von einer Pumplichtquelle 9, z.B. einem
Diodenlaser, gepumpt wird, um das Wellenlängenmultiplexsignal im Wellenlängenbereich
von ca. 1527 bis 1565 nm zu verstärken. Zusätzlich kann der Verstärker,
wie in 1B gezeigt, ein Verstärkungsausgleichsfilter
24 umfassen, das stromabwärts der erbiumdotierten Faser
25 angeordnet ist. Ein Verstärkungsausgleichsfilter, das für
ein bestimmtes aktives Lasermedium wie eine erbiumdotierte Faser kennzeichnend ist,
besitzt eine Übertragungscharakteristik, welche der Wellenlängenverstärkungscharakteristik
des aktiven Mediums entgegengesetzt ist, mit einem Übertragungsminimum beim
Verstärkungsmaximum des aktiven Mediums sowie Absorptionsminima außerhalb
des Wellenlängenbandes, in dem die Wellenlängenabhängigkeit der Verstärkung
des aktiven Mediums von sich aus gering ist. Somit besitzt die Gesamtwellenlängenverstärkungscharakteristik
des gesamten Vorverstärkers 8 ein Band mit geringer Wellenlängenabhängigkeit,
das breiter ist, als das des aktiven Mediums allein und das deshalb in der Lage
ist, mehrere Nutzlastkanäle zu übertragen. Das Verstärkungsausgleichsfilter
ist bei der Wellenlänge des Überwachungskanals transparent. Vorzugsweise
weist es ein Absorptionsminimum auch bei dieser Wellenlänge auf.
Das so vorverstärkte Wellenlängenmultiplexsignal passiert
einen Demultiplexer 10, in dem der optische Überwachungskanal, der
den Vorverstärker 8 passiert, ohne darin verstärkt zu werden
und auch ohne darin im Wesentlichen gedämpft zu werden, aus den Nutzlastkanälen
abgezweigt wird, um ihn durch einen Verstärker 11 zu führen,
der an seine Wellenlänge angepasst ist. Die Nutzlastkanäle werden von
dem Demultiplexer 10 direkt zu einem Multiplexer 12 geführt,
in dem sie wieder mit dem im Verstärker 11 verstärkten optischen
Überwachungskanal zusammengeführt werden. Das Multiplexsignal, das nun
wieder vollständig ist, passiert einen Nachverstärker 13. Auch
dieser Verstärker kann, gemäß 1A, aus
einer einfachen erbiumdotierten Faser als das aktive Medium gebildet sein, gepumpt
von einer Pumplichtquelle 9, oder, gemäß 1B,
mit einem Verstärkungsausgleichsfilter 24, wie oben für den Vorverstärker
8 beschrieben. Im Falle des Nachverstärkers befindet sich das Verstärkungsausgleichsfilter
24 stromaufwärts des aktiven Mediums, d.h. der Faser 25,
um so die höchstmögliche Ausgangsleistung des Nachverstärkers
13 zu erlangen, ohne das aktive Medium zu sättigen.
Nach dem Passieren durch den Nachverstärker 13 wird
das Wellenlängenmultiplex auf dem Lichtwellenleiter 3, der zum Netzknoten
4 führt, ausgegeben.
Am Netzknoten 4 befinden sich an jedem Eingangsport für
eine Faser 3, 5 ein Vorverstärker 8 sowie stromabwärts
hiervon ein Demultiplexer 14. Während der Demultiplexer
10 des Knotens 1 das Wellenlängenmultiplex lediglich in zwei
Komponenten zu demultiplexieren hat – die Nutzlastkanäle und der Überwachungskanal
– trennen die Demultiplexer 14 auch die einzelnen Nutzlastkanäle
voneinander und führen sie individuell einer Schaltstruktur 15 zu.
Die am Demultiplexer 14 abgezweigten Überwachungskanäle enden
an einer Steuereinheit 16, welche zwischen Eingängen und Ausgängen
der Schaltstruktur 15 geschaltete Verbindungen steuert. Ferner erzeugt
die Steuereinheit 16 neue Überwachungskanäle, die in den Multiplexern
17 mit den in der Schaltstruktur 15 geschalteten Nutzlastkanälen
kombiniert werden, um so neue Wellenlängenmultiplexsignale zu bilden. Diese
passieren die Nachverstärker 13 und werden auf den Fasern
6, 7 ausgegeben.
Die 2 zeigt die Verstärkung eines
typischen erbiumdotierten Faserverstärkers ohne Verstärkungsausgleichsfilter
in Abhängigkeit der mit Pumpleistungen von 0 mW, 40 mW, 80 mW und 200 mW zu
verstärkenden Wellenlänge. Die Verstärkungskurven
für positive Pumpleistungen zeigen ein Plateau zwischen 1530 und 1560 nm, was
dem für die Übertragung der Nutzlastkanäle verwendeten Band entspricht.
Oberhalb und unterhalb dieses Bandes liegen Wellenlängenbereiche vor, in denen
die Verstärkung geringer, jedoch im Wesentlichen noch positiv ist. In diesen
Wellenlängenbereichen weist die Verstärkerfaser auch eine nicht zu vernachlässigende
Absorption auf, wenn die Pumpleistung 0 beträgt, d.h. wenn die Pumplichtquelle
9 des Verstärkers ausfällt.
Die 3 zeigt den Unterschied zwischen
den Verstärkungsstufen des Verstärkers bei voller Pumpleistung sowie einer
0-Pumpleistung in Abhängigkeit der Wellenlänge. Bei einer Wellenlänge
beispielsweise von 1580 nm, die sich weit außerhalb des für die Nutzlastkanäle
verwendeten Frequenzbereiches befindet, beträgt dieser Unterschied noch immer
7,3 dB. Bei 1615 nm ist er bereits unterhalb 3 dB und bei 1620 nm beträgt er
ca. 2 dB. Erst ab ca. 1630 nm gibt es praktisch keinen Unterschied. Auf den ersten
Blick könnte man denken, dass man eine Wellenlänge von mindestens 1630
nm für den Überwachungskanal wählen müsste, um den Leistungspegel
des Überwachungskanals unabhängig vom Betrieb der Verstärker
8 oder 13 zu machen. Allerdings muss berücksichtigt werden,
dass die Übertragung der angewendeten optischen Materialien wellenlängenabhängig
ist und dass Krümmungen der Wellenleiter, in denen sich das Multiplexsignal
ausbreitet, eine höhere Dämpfung erzeugen, je länger die Wellenlänge
ist. Deshalb ist die intrinsische Dämpfung, die von dem Überwachungskanal
innerhalb eines Netzknotens auf seinem Weg vom Eingangsport desselben zu einer Senke
erfahren wird, welche der Eingang des Verstärkers 11 oder der Steuereinheit
16 sein kann, oder von einer Quelle, d.h. dem Ausgang des Verstärkers
11 oder der Steuereinheit 16, zum Ausgang des Netzknotens, oder zwischen
Quelle und Senke von Netzknoten, die durch einen Lichtwellenleiter verbunden sind,
z.B. die Faser 3, je stärker, je länger die Wellenlänge
ist. Um diesen Einfluss zu berücksichtigen sowie um die Leistung des optischen
Überwachungskanals an der Senke oder an einem Ausgangsport eines Netzknotens
1 oder 4 wirklich unabhängig vom Betriebszustand der Verstärker
8 bzw. 13 zu machen, muss für die momentan verfügbaren
optischen Komponenten die Wellenlänge des Überwachungskanals in einem
Bereich gewählt werden, in dem die Abhängigkeit der Verstärkung in
den Verstärkern vom Pumpzustand gering, jedoch noch nicht exakt 0 ist. Eine
derartige Wellenlänge hängt offensichtlich von der Konzeption der Netzknoten
und den darin verwendeten Materialien ab sowie letztendlich von dem Material des
Lichtwellenleiters. Hierbei haben sich Wellenlängen von 1600 nm, insbesondere
im Bereich von 1610 bis 1650 nm und insbesondere 1620 bis 1630 nm als geeignet erwiesen.
Bei Verwendung eines Verstärkungsausgleichsfilter, möglicherweise in Kombination
mit anderen aktiven Medien, können sich andere Wellenlängengrenzen als
passend erweisen.
Die 4 ist ein Blockdiagramm, das die
Struktur einer alternativen Konzeption eines Netzknotens 1 zeigt, der ausschließlich
als Verstärker wirkt. Der Demultiplexer 10 und der Multiplexer
12 nach 1 sind hier zu einer kontinuierlichen wellenlängenselektiv
reflektierenden Struktur 18 mit vier Gattern zusammengeführt, die
das eingehende Wellenlängenmultiplexsignal an einem ersten Gatter
19 vom Vorverstärker 8 empfängt, seinen optischen Überwachungskanal
an einem zweiten Gatter 20 an den Verstärker 11 ausgibt,
den verstärkten Überwachungskanal am dritten Gatter 21 empfängt
und diesen, mit den Nutzlastkanälen erneut kombiniert, an einem vierten Gatter
22 über einen Dispersionskompensator 23 an den Nachverstärker
13 ausgibt. Eine derartige Vier-Gatter-Struktur 18 kann auf einfache
Weise, z.B. durch ein optisches integriertes Bragg-Fasergitter gebildet sein, dessen
Gitterkonstante so ausgewählt ist, dass sie den Überwachungskanal reflektiert
und die Nutzlastkanäle überträgt.