Die vorliegende Erfindung hat einen schwenkbaren Ladenflügel
für ein Gebäude zum Gegenstand, in den ein Luft-Sonnenkollektor integriert
ist.
Die Bedeutung, die dem Energiesparen, insbesondere in Gebäuden
beim Heizen von Wohnräumen, wenn die Außentemperatur unzureichend ist,
zukommt, ist bekannt. Man ist in der Lage, die Sonnenenergie aufzufangen, indem
Sonnenkollektoren verwendet werden, die im Allgemeinen auf der Bedachung der Gebäude
angeordnet sind und in deren Innerem ein Wärmeträgerfluid fließt,
das anschließend verwendet werden kann, um die Kalorien ins Innere der Wohnräume
zu übertragen.
Es sind ebenfalls Luft-Solarwandler bekannt, in deren Innerem ein
Kaltluftkreislauf erzeugt wird, der sich aufgrund der Solarenergie erwärmt,
die durchscheinende oder durchsichtige Platten durchquert, welche einen Treibhauseffekt
erzeugen.
Allgemein sind diese bei Gebäuden verwendeten Solarwandler- oder
Sonnenkollektor-Vorrichtungen ortsfest auf Elementen des Gebäudes angebracht.
Aus der Druckschrift FR 2 487 485
ist auch ein schwenkbarer Ladenflügel bekannt, der einen Sonnenkollektor mit
einem Kaltlufteinlass und mit einem Zirkulations- und Wärmeaustauschdurchgang
für die Luft aufweist.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, die Wirksamkeit solcher Sonnenkollektoren
zu erhöhen und so den Wärmenutzungsgrad bezüglich des Heizens der
Wohnräume innerhalb eines Gebäudes zu verbessern.
Zu diesem Zweck sieht die vorliegende Erfindung vor, einen Luft-Sonnenkollektor
in einen schwenkbaren Ladenflügel zu integrieren, der an einer Fassade eines
Gebäudes angebracht ist.
Der erfindungsgemäße schwenkbare Ladenflügel für
ein Gebäude weist einen starren Rahmen auf und kann eine geöffnete Position
gegen eine Mauer des Gebäudes und eine geschlossene Position vor einer verglasten
Öffnung des Gebäudes einnehmen. Mindestens ein doppelseitiger Sonnenkollektor
ist im starren Rahmen angebracht. Der Sonnenkollektor weist mindestens einen Kaltlufteinlass
an jeder seiner Seiten und mindestens einen Zirkulations- und Wärmeaustauschdurchgang
für die Luft auf. Der Durchgang steht mit einem flexiblen Mittel in Verbindung,
das Warmluft in das Innere des Gebäudes leitet. Das flexible Mittel kann in
Form eines flexiblen Schlauchs hergestellt sein, der mit einem seiner Enden an dem
Fensterladen und mit seinem anderen Ende an einer fest mit dem Gebäude verbundenen
und in dessen Inneres mündenden feststehenden Leitung angebracht ist.
Auf diese Weise wird die in den Sonnenkollektor eindringende Kaltluft
erwärmt und ins Innere des Gebäudes geführt, unabhängig von
der Position des Ladenflügels.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Ladenflügel
außerdem einen Ventilator zur Zirkulation der Luft auf, der von einem Elektromotor
angetrieben wird und im starren Rahmen angebracht ist. Die Zirkulation der Luft
im Kollektor wird so verbessert.
Der Elektromotor kann vom Netz mittels einer biegsamen Verbindung
mit elektrischem Strom gespeist werden, die den schwenkbaren Ladenflügel mit
dem Gebäude verbindet. Ein Transformator kann, wenn nötig, vorgesehen
werden. Gemäß einer bevorzugten Variante kann der Elektromotor von mindestens
einem Paar photovoltaischer Module mit elektrischem Strom versorgt werden, die im
starren Rahmen auf jeder der Seiten des Ladenflügels angebracht sind. Die Stromversorgung
wird so unabhängig von der Position des Ladenflügels gewährleistet.
In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der doppelseitige
Sonnenkollektor zwei durchsichtige Flächen und zwei Absorptionselemente auf,
die im Inneren des Kollektors vor den durchsichtigen Flächen angeordnet sind,
wobei die Anordnung zwei erste Luftdurchgänge, die jeweils mit einem der Lufteinlässe
in Verbindung stehen, gefolgt von einem zweiten Luftdurchgang definiert, der über
einen Sammler mit dem flexiblen Mittel in Verbindung steht.
Aufgrund dieser Struktur sind die Wärmeverluste begrenzt, da
die im Kollektor zirkulierenden Luftströme eine Wärmeisolierung gewährleisten.
Die Kaltlufteinlässe sind vorteilhafterweise im unteren Teil
des Kollektors und der Sammler im unteren Teil des starren Rahmens angeordnet.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein Mittel zum Halten
des flexiblen Schlauchs unter mechanischer Spannung unabhängig von der Position
des Ladenflügels vorgesehen. Auf diese Weise beeinträchtigt das Schwenken
des Ladenflügels nicht die Form des flexiblen Schlauchs, der nach wie vor seine
Aufgabe der Versorgung des Inneren des Gebäudes mit Warmluft wahrnimmt.
Der flexible Schlauch kann zum Beispiel an einem Ende einer an der
feststehenden Leitung befestigten Feder angebracht sein, wobei der flexible Schlauch
im Inneren eines Teils der feststehenden Leitung gleiten kann.
Der flexible Schlauch kann mittels eines fest mit dem flexiblen Schlauch
verbundenen Rings an einem Ende der Feder befestigt sein.
Die Erfindung wird besser verstanden bei der Betrachtung eines nicht
einschränkend zu verstehenden Beispiels, das unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben wird. Es zeigen:
1 eine Vorderansicht eines Fensters eines Gebäudes,
die zwei schwenkbare Ladenflügel in geschlossener Position zeigt;
2 eine Vorderansicht analog zu 1,
die das gleiche Fenster mit den zwei schwenkbaren Ladenflügeln in offener Position
zeigt;
3 eine schematische Schnittansicht gemäß
III-III der 1, die die innere Struktur eines der Ladenflügel
zeigt;
4 eine schematische Schnittansicht gemäß
einer waagrechten Ebene gemäß IV-IV der 2;
5 eine Schnittansicht analog zu 4
gemäß V-V der 1; und
6 eine Außenansicht gemäß F in
4.
Im in den Figuren dargestellten Beispiel besitzt die Fassade
1 eines Gebäudes ein doppeltes Fenster 2, das einen verglasten
Teil 3 und einen starren Rahmen 4 aufweist. Jedes der Fenster
2 ist mit einem schwenkbaren Ladenflügel 5 ausgestattet,
der in geschlossener Position in 1 und in geöffneter
Position in 2 dargestellt ist. Jeder der Ladenflügel
5 kann so eine geöffnete Position gegen die Fassadenmauer
1 des Gebäudes (2) und eine geschlossene
Position vor der verglasten Öffnung (1) einnehmen.
Das Schwenken der Ladenflügel 5 wird von Scharnieren 5a gewährleistet.
Jeder Ladenflügel 5 weist einen starren Rahmen 6 auf, in
dessen Innerem ein doppelseitiger Sonnenkollektor 7 angebracht ist.
Wie man in 3 sehen kann, besitzt der
Sonnenkollektor 7 zwei durchsichtige Flächen 8,
9, die aus Glas oder Synthetikmaterial wie Polycarbonat hergestellt sind.
Die durchsichtige Fläche 8 befindet sich in der geschlossenen Position
des Ladenflügels 5 zur Innenseite des Gebäudes hin, während
die Fläche 9 sich nach außen hin befindet. Zwischen den zwei
durchsichtigen Flächen 8, 9 sind zwei Absorptionselemente
10 angebracht, die in Form von zwei Metallplatten vorliegen, die mit einer
dunklen Verkleidung versehen sind, zum Beispiel mit einer schwarzen Farbe, die die
Sonnenstrahlung absorbiert.
Zwischen der Innenfläche 8 und einem der Absorptionselemente
10 wird ein Zwischenraum freigelassen, um einen aufwärts führenden
Luftdurchgang 11 zu definieren. In gleicher Weise wird zwischen der Außenfläche
9 und dem Absorptionselement 10 ein Zwischenraum gelassen, um
einen aufwärts führenden Luftdurchgang 12 zu definieren. Im unteren
Teil jeder der durchsichtigen Flächen 8, 9 ist ein Kaltlufteinlass
in Form eines Schlitzes 13, 14 ausgeführt, der die ganze
Breite des Kollektors 5 einnimmt. In einer Variante könnten die Schlitze
13, 14 durch einzelne Öffnungen ersetzt werden.
Zwischen den zwei Absorptionselementen 10 wird ein Zwischenraum
freigelassen, um einen zweiten Luftdurchgang 15 zu definieren, in dem die
Luft sich nach unten bewegt. Die zwei aufwärts führenden Luftdurchgänge
11 und 12 stehen im oberen Bereich mit einer Verbindungszone
16 mit dem abwärts führenden Durchgang 15 in Verbindung.
Die von den durchsichtigen Flächen 8, 9 und
den zwei Absorptionselementen 10 gebildete Anordnung ist im Rahmen
6 zwischen dem oberen Querbalken 6a und einem Zwischenquerbalken
6b mittels Schultern 17, 18 angebracht, die sich auf
der Außenseite befinden. Auf der Innenseite wird der Einbau durch eine Glasleiste
19 vervollständigt.
Im dargestellten Beispiel sind zwei photovoltaische Module
20, 21, die auf der Innenseite bzw. der Außenseite angeordnet
sind, ebenfalls ins Innere des Rahmens 6 des Ladenflügels
5 zwischen dem unteren Querbalken 6c und dem Zwischenquerbalken
6b integriert. Die zwei photovoltaischen Module 20,
21 haben die Form von dünnen Platten, die auf jeder der Seiten der
Ladenflügel 5 einen Breitenbereich kleiner als die Breite der Sonnenkollektoren
7 einnehmen, wie man es in den 1 und
2 sehen kann. Der Abstand zwischen den zwei photovoltaischen
Modulen 20 und 21 definiert eine Sammelkammer oder einen Sammler
22, der mit dem abwärts führenden Durchgang 15 in Verbindung
steht und so die vom Kollektor 7 stammende Warmluft empfängt.
Die im Sammler 22 ankommende Warmluft wird von einem Schraubenventilator
23 aufgenommen, der insbesondere in 2 sichtbar
und auf den starren Rahmen 6 jedes Ladenflügels 5 neben dem
photovoltaischen Modul 20 angebracht ist. Die vom Ventilator
23 hervorgerufene Luftzirkulation ermöglicht es der Warmluft, einen
Bogen 24 zu durchqueren, ehe sie von einem drehbaren Element
25 in einen flexiblen Schlauch 26 geführt wird. Der flexible
Schlauch 26 ist durch einen Montagering 26a an einem der Enden
einer Schraubenfeder 27 befestigt, deren anderes Ende 27b an einer
feststehenden Leitung 28 befestigt ist, die waagrecht entlang der Dicke
der Fassadenmauer 1 angeordnet ist.
Auf der Innenseite des Gebäudes weist die Leitung 28
einen verbreiterten Teil 29 auf, der über einen Teil 30 den
Rahmen 2a des Fensters 2 durchquert, ehe er über ein vergittertes
Element 31 ins Innere des Wohnraums mündet.
In den 4 und 5
ist außerdem eine Ableitung 32 der Leitung 28 dargestellt,
die die Dicke der Mauer 1durchquert und ebenfalls über ein vergittertes
Element 33 ins Innere des beheizten Raums mündet. Es ist natürlich
klar, dass diese Ableitung nicht unbedingt notwendig ist. Außerdem kann man
ebenfalls die gesamte Warmluft über eine solche, die Mauer durchquerende Ableitung
zirkulieren lassen, indem dann die Teile 29 und 30 weggelassen
werden, die dazu bestimmt sind, den Rahmen 2a des Fensters 2 zu
durchqueren. Natürlich gilt die obige Beschreibung für jeden der zwei
Ladenflügel 5.
Der erfindungsgemäße schwenkbare Ladenflügel arbeitet
folgendermaßen:
Die Kaltluft dringt durch die Schlitze 13 und 14 und steigt durch
die aufwärts führenden Durchgänge 11 und 12 hoch,
indem sie sich im Kontakt mit den zwei Absorptionsmitteln 10 erwärmt.
Die durchsichtigen Flächen 8 und 9 erzeugen einen Treibhauseffekt.
Die zwischen den Einlässen 13, 14 und dem Warmluftauslass
in den Sammler 22 zirkulierende Luft erwärmt sich bei einem Durchgang
vor den zwei durchsichtigen Flächen 8, 9 des doppelseitigen
Kollektors. In Wirklichkeit dringt je nach der Position des Ladenflügels
5 die Sonnenstrahlung durch eine der Flächen 8 oder
9 ein, und die Kaltluft dringt hauptsächlich über einen der Schlitze
13 oder 14 ein. Die Erwärmung der Luft wird bei ihrer Zirkulation
nach unten durch den abwärts führenden Durchgang 15 zwischen
den zwei Absorptionsmitteln 10 vervollständigt.
Die Luftzirkulation im Sonnenkollektor wird im dargestellten Beispiel
durch den Ventilator 23 begünstigt, der von einem nicht in den Figuren
dargestellten Elektromotor angetrieben wird, der von den photovoltaischen Modulen
20 und 21 mit elektrischer Energie versorgt wird. Natürlich
könnte man in einer Variante den Ventilator 23 über den Netzstrom
mit elektrischer Energie versorgen, zum Beispiel mittels eines Transformators und
einer Zerhackerschaltung.
Der Ventilator 23 wird abwechselnd von dem einen oder dem
anderen der photovoltaischen Module 20, 21 versorgt, je nachdem,
ob der Ladenflügel 5 sich in der geöffneten oder der geschlossenen
Position befindet. Es ist auch klar, dass aufgrund der vorliegenden Erfindung der
doppelseitige Sonnenkollektor unabhängig von der Position des Ladenflügels
arbeitet. Schließlich wird die nicht vorhandene Isolierung durch die Zirkulation
der Luft von außen zum Kern des doppelseitigen Sonnenkollektors kompensiert,
wodurch die Wärmeverluste durch einfache Isolierung aufgrund des Strömens
der Luft maximal begrenzt werden.
Der Ventilator 23 jedes Ladenflügels wird abwechselnd
von dem einen oder dem anderen der photovoltaischen Module versorgt, wodurch die
Autonomie des Ladenflügels und ein Luftdurchsatz proportional zur Stärke
der auf das betroffene photovoltaische Modul einfallenden Sonnenstrahlung gewährleistet
werden.
Die erwärmte Luft durchquert anschließend das drehbare Element
25, das vorteilhafterweise aus Verbundmaterial hergestellt sein kann, und
den flexiblen Schlauch 26. Die Feder 27 und der Montagering
26a ermöglichen das Einstecken des flexiblen Schlauchs 26
in das Innere der feststehenden Leitung 28, insbesondere in der geschlossenen
Position des Ladenflügels, wie in 5 dargestellt,
in der die Feder 27 entspannt ist. In der geöffneten Position des
Ladenflügels, wie sie in 4 dargestellt ist, ist
die Feder 27 dagegen komprimiert, und der flexible Schlauch 26
durch das Schwenken des Ladenflügels 5 zum größten Teil
aus der feststehenden Leitung 28 herausgezogen. Diese Anordnung, die besonders
interessant ist, ermöglicht eine konstante Spannung auf dem flexiblen Schlauch,
unabhängig von der Position des schwenkbaren Ladenflügels.
Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich, Warmluft unabhängig
von der Position des Ladenflügels zu erzeugen und zu befördern. Der schwenkbare
Ladenflügel kann alle möglichen Positionen zwischen der geschlossenen
Position und der geöffneten Position einnehmen, ohne dass die Zufuhr von Warmluft
ins Innere des Wohnraums verändert oder ihre Kontinuität unterbrochen
würde.
Obwohl die Beschreibung in Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel
erfolgte, bei dem der luftgekühlte Sonnenkollektor zwei aufwärts führende
Durchgänge und einen abwärts führenden Durchgang mit einem Sammler
im unteren Bereich aufweist, könnte man ebenfalls eine Variante mit einem einzigen
Luftdurchgang im Kollektor in Betracht ziehen, wobei der Sammler dann in der oberen
Position auf dem Ladenflügel angebracht werden könnte.
Der schwenkbare Ladenflügel gemäß der Erfindung kann
unter allen Bedingungen zum Heizen eines Zimmers, eines Appartements oder jeder
anderen Wohnung verwendet werden, indem er alle Hauptfunktionen eines Ladenflügels
beibehält, und insbesondere in dem Fall, in dem er mit photovoltaischen Modulen
ausgestattet ist, ohne jeden zusätzlichen Zwang.