Die Erfindung betrifft ein elektronisches Gerät mit einer Speichervorrichtung,
wie beispielsweise einen persönlichen Videorekorder.
Bei einem elektronischen Gerät ist im Allgemeinen eine Speichervorrichtung
zur Verfügung gestellt, um jegliche Art von Daten zu speichern. Auf dem Gebiet
der Informationstechnologie können diese Daten die Art und Weise definieren,
wie das Gerät arbeitet (Software) oder wie Informationen durch die unterschiedlichen
Programme verwendet werden sollen. Auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik bestehen
die Daten im Allgemeinen aus einer codierten Darstellung eines Videosignals und/oder
eines Audiosignals.
Die Speichervorrichtung kann entweder herausnehmbar, wie beispielsweise
eine optische Platte, oder nicht herausnehmbar sein, wie beispielsweise ein Festplattenlaufwerk
oder ein Festkörperspeicher. Bei der Bemühung, die Größe des
elektronischen Geräts zu reduzieren, müssen die Entwickler elektronische
Schaltungen, die mit der Speichervorrichtung verbunden sind, auf jeden Fall in einen
begrenzten Raum integrieren, wodurch zu viel Hitze entsteht, um durch natürliche
Konvektion abgeführt zu werden.
Infolgedessen ist vorgeschlagen worden, das elektronische Gerät
mit einem Gebläse auszurüsten, um künstliche Konvektion zu erzeugen,
wie zum Beispiel in Patentanmeldung US 2002/0051 338 und in Patentschriften
US 6,480,380 und US
6,538,886 beschrieben. US Patentschrift Nr. 5,511,055 offenbart ein optisches
Plattenlaufwerk, das mit einem Kühlluftventilator ausgerüstet ist. Der
Kühlluftventilator ist auf einer PCB befestigt und der Ventilator und die PCB
sind an einer Halterung angebracht, die das optische Plattenlaufwerk aufnimmt. US
Patentschrift Nr. 5,191,230 offenbart ein Ventilatormodul, welches zusammen mit
elektronischen Schaltungsmodulen in einem Gehäuse angebracht werden kann. Das
Ventilatormodul umfasst eine PCB mit einer Öffnung, die größer als
der angebrachte Ventilator ist. Der Ventilator kann entlang von zwei Montageschienen
in jede Stellung über der Öffnung bewegt werden.
Allerdings sind die vorhergehenden Ausgestaltungen kompliziert. Sie
können insbesondere nicht einfach in ein elektronisches Gerät integriert
werden, das eine Leiterplatte aufweist, in welche weitere Funktionen implementiert
sind, wie beispielsweise Videoverarbeitung, zum Beispiel bei einem persönlichen
Videorekorder.
Die Erfindung schlägt ein elektronisches Gerät vor, das
eine Speichervorrichtung, die in einer Halterung aufgenommen ist, eine Leiterplatte,
auf welcher die Halterung angebracht ist, und ein Gebläse zum Kühlen der
Speichervorrichtung umfasst. Das Gebläse ist auf der Halterung in Übereinstimmung
mit einer Öffnung der Leiterplatte aufgenommen. Die Halterung weist mindestens
eine Grundwand auf, die eine Ebene definiert, wobei sich die Speichervorrichtung
auf einer ersten Seite der Ebene befindet und das Gebläse von der Halterung
auf der zweiten Seite der Ebene aufgenommen wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform bildet die Halterung
ein Gehäuse aus, welches das Gebläse umschließt, und das Gehäuse
erstreckt sich durch die Öffnung der Leiterplatte hindurch.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Halterung
in vorteilhafter Weise einen Durchgang für Luftübertragung zwischen der
zweiten Seite und der ersten Seite der Ebene auf.
Damit die Geräuscherzeugung erheblich begrenzt wird, weist das
Gebläse einen Luftauslass auf, um Luft parallel zu der Ebene zu führen,
und der Durchgang ist mittels einer Kanalwand ausgeführt, die um weniger als
45° im Verhältnis zu der Ebene geneigt ist.
Um die Kühlung der Speichervorrichtung weiter zu verbessern,
weist die Grundwand mindestens eine Ausnehmung auf der ersten Seite auf, und dabei
kommuniziert die Ausnehmung mit dem Durchgang.
Die Erfindung schlägt auch vor, dass die Halterung einen Luftzirkulationskreis
definiert, der in der Lage ist, Luft von dem Gebläse zu einem Rand der Halterung
dergestalt zu kanalisieren, dass die Luft auf eine elektronische Schaltung der Leiterplatte
geführt wird. Der Kühlvorgang, der durch das Gebläse zur Verfügung
gestellt wird, ist infolgedessen optimiert und wird für andere Teile der Schaltungen
als die Speichervorrichtung verwendet.
Eine Verbesserung der thermischen Isolierung wird durch mindestens
eine Trennwand zur Verfügung gestellt, welche mit der Speichervorrichtung und
einem Hohlraum zwischen der Trennwand und einer Außenwand der Vorrichtung in
Kontakt steht.
Die Speichervorrichtung besteht zum Beispiel aus einem Festplattenlaufwerk.
Die Erfindung ist von besonderem Interesse, wenn die Leiterplatte insbesondere Videoverarbeitungsschaltungen
trägt.
Weitere Merkmale der Erfindung werden angesichts der nachfolgenden
Beschreibung deutlich, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
erfolgt, wobei:
1 eine schematische Draufsicht auf einen
persönlichen Videorekorder gemäß der Erfindung ist;
2 einen Schnitt entlang Linie A-A von 1
darstellt;
3 einen Schnitt entlang Linie B-B von 1
darstellt;
4 einen Schnitt entlang Linie C-C von 1
darstellt;
5 einen Schnitt entlang Linie D-D von 1
darstellt;
6 eine Explosionsansicht von einigen Teilen des persönlichen
Videorekorders von 1 ist.
Ein persönlicher Videorekorder (PVR), bei dem die Lehren der
Erfindung ausgeführt sind, ist in den 1 bis
6 dargestellt.
1 ist eine schematische Draufsicht auf den PVR, welche
die Lage der unterschiedlichen Schnitte zeigt, die in 2
bis 5 dargestellt sind, wie vorstehend spezifiziert.
Unter Bezugnahme auf 2 bis
5 weist der PVR eine Leiterplatte (PCB) 2
auf, welche eine erste Ebene P1 definiert. Eine Halterung 4,
welche ein Festplattenlaufwerk (HDD) 6 umgibt, ist auf einer oberen Seite
der PCB 2 angebracht.
Die PCB 2 trägt elektronische Schaltungen (nicht gezeigt).
Eine erste Gruppe dieser elektronischen Schaltungen sind mit dem Betrieb der HDD
6 verbunden, wohingegen eine zweite Gruppe dieser elektronischen Schaltungen
weitere Funktionen zur Verfügung stellt, wie beispielsweise Videoverarbeitung.
Bei dem aktuellen Beispiel enthält der PVR auch die Funktionen
eines digitalen Decoders (oder Zusatzempfanggeräts) und die zweite Gruppe von
elektronischen Schaltungen enthält eine Abstimmvorrichtung, einen Demodulator,
einen MPEG-Decoder und einen Videocodierer.
Das HDD 6 weist die Form eines Parallelflachs mit der Ausnahme
einer Steckerausnehmung 10 unten an seiner Stirnseite auf. Die Halterung
4 weist die allgemeine Form eines Kastens auf, der das HDD 6 mit
Ausnahme von einer seiner sechs Seiten umschließt.
Die Halterung 4 weist eine Grundwand 12 auf, welche
eine zweite Ebene P2 definiert und an ihrer oberen Seite mit der unteren
Seite des HDD 6 in Kontakt steht. Die Halterung 4 weist vier äußere
Seitenwände 14 auf, welche sich im Wesentlichen senkrecht zu der Grundwand
12 erstrecken und die Außenabmessungen der Halterung 4 definieren.
Die Halterung 4 weist auch vier Trennwände
16 auf, die jede mit einer Seitenfläche des HDD 6 in Kontakt
stehen. Jede Trennwand 16 erstreckt sich im Wesentlichen parallel zu einer
äußeren Seitenwand 14 in einem kleinen Abstand davon. Die Halterung
4 definiert infolgedessen vier Hohlräume 18 zwischen jeder
Trennwand 16 und jeder entsprechenden äußeren Seitenwand
14. Die Hohlräume 18 ermöglichen, den Wärmeübergang
an diesen Stellen zu begrenzen.
Wie in 4 und 5
zu sehen ist, kann festgestellt werden, dass sich die vordere äußere Seitenwand
und die vordere Trennwand nicht über die gesamte Tiefe des HDD 6 erstrecken,
so dass eine Öffnung 38 in Übereinstimmung mit der Steckerausnehmung
10 verwirklicht wird. Kabel (nicht gezeigt), welche die Schaltungen der
ersten Gruppe (oder andere Schaltungen) mit dem HDD 6 verbinden, verlaufen
durch die Öffnung 38.
Ein rechteckiges Gehäuse 20 erstreckt sich dergestalt
von der unteren Seite der Grundwand 12, dass ein Raum zum Aufnehmen eines
Gebläses 8 definiert wird, das einen von einem Motor angetriebenen
Ventilator einbezieht. Das rechteckige Gehäuse 20 besteht aus vier
Wänden, welche im Wesentlichen senkrecht zu der Grundwand 12 sind
und zusammen ein Rechteck in einer Ebene parallel zu der Grundwand 12 definieren.
Das rechteckige Gehäuse 20 erstreckt sich in Übereinstimmung
mit einer rechteckigen Öffnung 36 in der PCB 2. Bei dem vorliegenden
Beispiel erstreckt sich das rechteckige Gehäuse 20 sogar durch die
rechteckige Öffnung 36 hindurch, d.h. über die erste Ebene P1
hinaus.
Indem der Raum, der das Gebläse 8 aufnimmt, auf der
unteren Seite der Halterung 4 und in Übereinstimmung mit der Öffnung
36 der PCB 2 zur Verfügung gestellt wird, kann das Gebläse
8 sehr einfach angebracht oder aus der Anordnung herausgenommen werden,
ohne dass irgendein weiterer Arbeitsschritt notwendig ist, wie beispielsweise das
Herausnehmen der Halterung 4 aus der PCB 2 oder das Herausnehmen
des HDD 6 aus der Halterung 4.
Die vordere Gehäusewand 22 weist eine Öffnung
24 auf, welche teilweise einen Durchgang 26 zwischen dem Raum,
welcher durch das Gehäuse 20 definiert wird und das Gebläse
8 aufnimmt, und dem Raum definiert, der durch die Trennwände
16 definiert wird und das HDD 6 aufnimmt.
Natürlich liegt die Öffnung 24 der vorderen Gehäusewand
22 einem entsprechenden Luftauslass 32 des Gebläses
8 gegenüber.
Die untere Wand der Halterung 4 enthält eine erste Gruppe
von Bereichen, welche die Grundwand 12 ausbilden und im Wesentlichen eben
sind, und eine zweite Gruppe von Bereichen 28, welche ausgelegt sind, um
von dem Gebläse 8 abgegebene Luft zu kanalisieren, und welche infolgedessen
nicht eben sein können. Die Bereiche 28 der zweiten Gruppe definieren
ferner insbesondere den Durchgang 26 als einen Luftkanal, indem das untere
Gebiet der vorderen Gehäusewand 22 mit dem vorderen Gebiet
30 der unteren Wand der Halterung 4 verbunden wird, wie besonders
in 5 zu sehen ist.
Das vordere Gebiet 30 der unteren Wand der Halterung
4 liegt unter der zweiten Ebene P2, so dass der Durchgang
26 sich über die ganze Strecke zwischen der Öffnung
24 der vorderen Gehäusewand 22 bis hinauf zu der Öffnung
38 erstreckt, die der Steckerausnehmung 10 gegenüberliegt.
Auf diese Weise ermöglicht der Durchgang oder der Luftkanal 26, dass
Luft aus dem Gebläse 8 der unteren Seite des HDD 6 (nahe
dem Bereich des vorderen Gebiets 30) folgt, und um aus der Halterung
4 durch die Öffnung 38 hindurch abgegeben zu werden.
Es wird ferner festgestellt, dass die untere Wand der Halterung einen
Luftkanal 26 ohne scharfe Kanten, sondern eher mit einer sanft geneigten
Oberfläche definiert, um die Geräuscherzeugung durch die Luftbewegung
zu vermeiden. Zum Beispiel weist der Teil der unteren Wand der Halterung
4, der die Gehäusewand 22 unten mit dem vorderen Gebiet
30 verbindet, eine Neigung von weniger als 45° im Verhältnis
zu einer horizontalen Ebene auf (wie beispielsweise die erste Ebene P1).
Die untere Wand der Halterung 4 definiert auch Ausnehmungen
34 in ihrer oberen Fläche, welche das HDD 6 trägt. Die
Ausnehmungen 34 werden erhalten, indem die untere Wand der Halterung
4 niedriger ausgeführt wird, als die zweite Ebene P2 an
diesen Stellen.
Die Ausnehmungen 34 kommunizieren mit dem Luftkanal
26 (selbst dann, wenn das HDD 6 angebracht ist), so dass die von
dem Gebläse 8 abgegebene Luft teilweise zu diesen Ausnehmungen
34 geführt wird, damit der Kühlvorgang zu der unteren Seite des
HDD 6 verbessert wird. Indem die Ausnehmungen 34 in geeigneter
Weise ausgelegt werden, kann der Luftstrom zu bekannten Heißpunkten des HDD
6 geführt werden.
In dieser Hinsicht kann festgestellt werden, dass der Luftzirkulationskreis,
der durch den Luftkanal 26 und die Ausnehmungen 34 definiert wird,
auch dazu vorgesehen werden kann, Luft zu einem Rand der unteren Wand der Halterung
4 zu führen, wo sie durch eine zweckgebundene Öffnung abgegeben
werden kann, um einen benachbarten Bereich der PCB 2 zu kühlen, wo
auch eine Heißpunkt lokalisiert worden ist. Auf diese Weise wird die künstliche
Konvektion von dem Gebläse 8 nicht nur verwendet, um das HDD
6 zu kühlen, das durch die Halterung 4 getragen wird, sondern
auch benachbarte elektrische Schaltungen, die auf der FCB 2 angebracht
sind. Dies ist insbesondere möglich, weil der Luftstrom durch den in der Halterung
4 zur Verfügung gestellten Luftzirkulationskreis dergestalt präzise
zu wichtigen Punkten geführt wird, dass seine Leistungsfähigkeit auf diese
Punkte fokussiert ist.
Natürlich sind die unterschiedlichen Elemente des vorstehend
beschriebenen PVR von einer herkömmlichen Verkleidung 44 umschlossen,
welche gitterartige Gebiete 46 aufweist, die der Luft ermöglichen,
die Verkleidung 44 zu durchqueren. Eines der gitterartigen Gebiete
46 liegt einem Lufteinlass des Gebläses 8 gegenüber.
In 6 ist die relative Anbringung des
Gebläses 8, der Halterung 4 und des HDD 6 deutlich
sichtbar: das Gebläse 8 ist an dem rechteckigen Gehäuse
20 der Halterung 4 von unten durch einen ersten Schraubensatz
40 angebracht; das HDD ist an der Halterung 4 von oben durch einen
zweiten Schraubensatz 42 angebracht. Stutzen 48 sind auch zur
Verfügung gestellt, so dass die Halterung 4 auf der FCB
2 angebracht werden kann.
Wie deutlich in 6 zu sehen ist, ermöglicht
die durch die Erfindung vorgeschlagene Konstruktion, die unterschiedlichen Schrauben
40, 42 zum Zusammenhalten der PCB 2, des HDD
6 und des Gebläses 8 von derselben Seite und ungefähr
derselben Ebene einzusetzen, was die Herstellung des elektronischen Geräts
auf dem Montageband erheblich vereinfacht.