Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Teleskope. Besondere
Ausführungsformen der Erfindung schaffen Teleskopsysteme mit automatisch nachführenden
Höhen-Azimut-Montierungen und Verfahren für deren Kalibrierung.
Hintergrund
Teleskope sind üblicherweise durch einstellbare Montierungen
unterstützt, die die Orientierung des Teleskops für die Betrachtung verschiedener
Objekte einstellen können. Eine verbreitete Teleskopmontierung ist die Höhen-Azimut-Montierung,
die im Folgenden als die "Alt-Az-Montierung" bezeichnet wird. 1
veranschaulicht ein typisches Teleskopsystem 11 des Standes der Technik,
das eine Alt-Az-Montierung 10 enthält, die einen Teleskoptubus
12 unterstützt. Ein Nutzer kann die Alt-Az-Montierung 10
einstellen, um den Teleskoptubus 12 um eine horizontale Höhenachse
14 (d. h. in einer der beiden durch den zweispitzigen Pfeil 18
angegebenen Winkelrichtungen) zu schwenken. Unabhängig kann ein Nutzer die
Alt-Az-Montierung 10 einstellen, um den Teleskoptubus 12 um eine
vertikale Azimutachse 16 (d. h. in einer der beiden durch den zweispitzigen
Pfeil 20 angegebenen Winkelrichtungen) zu schwenken.
Da Alt-Az-Montierungen relativ robust hergestellt werden können,
um große Teleskoptuben (z. B. die Dobson-Teleskoptuben) zu unterstützen,
und da Alt-Az-Montierungen aus verhältnismäßig preiswerten Komponenten
hergestellt werden können, sind Alt-Az-Montierungen für Teleskopsysteme
verbreitet. Alt-Az-Koordinaten werden in Grad Höhe (Alt) und in Grad Azimut
(Az) ausgedrückt. Alt repräsentiert eine Messung der Grad von dem Horizont
nach oben zu einem interessierenden Objekt und hat einen Bereich von -90° ≤
Alt ≤ 90°. Der Punkt bei Alt = 90° (d. h. direkt oben) wird als
der Zenit bezeichnet. Az besitzt einen Bereich von 0° ≤ Az < 360°
und repräsentiert die wahre Kompassrichtung zu demjenigen Punkt auf dem Horizont,
der direkt unter dem interessierenden Objekt liegt. Az wird von Norden aus nach
Osten gemessen (d. h. Norden = 0°; Osten = 90°; Süden = 180°;
und Westen = 270°).
Eine Eigenschaft von Teleskopsystemen, die Alt-Az-Montierungen nutzen,
ist, dass jeder Beobachterort auf der Erde sein eigenes eindeutiges Alt-Az-Koordinatensystem
besitzt. Das heißt, die Alt-Az-Koordinaten bestimmter Himmelsobjekte hängen
von dem Beobachterort ab. Dementsprechend verwenden Teleskopnutzer üblicherweise
keine Alt-Az-Koordinaten, um Informationen über den Ort von Himmelsobjekten
gemeinsam zu nutzen.
Stattdessen beschreiben Teleskopnutzer den Ort von Himmelsobjekten
üblicherweise in Himmelskoordinaten. Himmelskoordinaten können auch als
"Polarkoordinaten" oder als "Äquatorialkoordinaten" bezeichnet werden und beruhen
auf der Vorstellung einer Himmelskugel mit dem Mittelpunkt in der Erde und einem
unbegrenzten Radius. Himmelskoordinaten beschreiben die Winkelposition eines Himmelsobjekts
an der Himmelskugel in einer Weise, die vom Beobachterort unabhängig ist.
Himmelskoordinaten werden in Grad Deklination (DEC) und in Stunden
Rektaszension (RA) ausgedrückt. DEC repräsentiert eine Projektion der
irdischen Breite der Erde auf die Himmelskugel. DEC hat einen Bereich von -90°
≤ DEC ≤ 90°, wobei 0° die Projektion des Erdäquators
(als der "Himmelsäquator" bezeichnet) ist und ± 90° die Projektionen
auf die Achse sind, um die sich die Erde dreht (als die "Himmelspole" bezeichnet).
RA ist durch (als "Stundenkreise" bezeichnete) Längslinien definiert, die den
Himmelsnordpol und -südpol schneiden. Im Unterschied zu den Erdlängenlinien
bleiben die Stundenkreise der RA an der Himmelskugel fest. Die RA wird normalerweise
in Stunden, Minuten und Sekunden ausgedrückt und hat einen Bereich von 0 Stunden
≤ RA < 24 Stunden, wobei 1 Stunde = 15° ist. RA = 0 Stunden wurde
beliebig dem Stundenkreis zugewiesen, der mit der Projektion des Widderäquinoktiums
(Frühlingsäquinoktiums) der Erde auf die Himmelskugel zusammenfällt.
Die RA nimmt in östlicher Richtung zu, bis sie auf dem Stundenkreis, der erneut
mit der Projektion des Widderäquinoktiums der Erde zusammenfällt, wieder
auf 24 Stunden zurückkehrt.
Die Erde dreht sich ständig um ihre Achse. Obgleich Himmelskoordinaten
die Position eines Himmelsobjekts in einer Weise beschreiben können, die unabhängig
vom Beobachterort ist, sind folglich immer noch Orientierungsinformationen erforderlich,
die sich auf den Ort des Beobachters auf der Erdoberfläche beziehen, um die
Himmelskoordinaten des Objekts zum Erfassen des Objekts im Blickfeld eines Teleskops
zu verwenden. Diese Orientierungsinformationen können eine Vielzahl von Parametern
enthalten, die die momentane Orientierung des Beobachterortes (der sich bewegt,
während sich die Erde dreht) in Bezug auf das Himmelskoordinatensystem
effektiv spezifizieren. Üblicherweise enthalten diese Orientierungsinformationen
die Breite des Beobachterortes und die momentane Sternzeit am Beobachterort. Allerdings
können für diesen Zweck außerdem weitere, mathematisch äquivalente
Formen der Orientierungsinformationen verwendet werden.
Diese Orientierungsinformationen, die die momentane Orientierung des
Beobachterortes in Bezug auf das Himmelskoordinatensystem spezifizieren, können
außerdem verwendet werden, um eine Transformation zwischen dem Himmelskoordinatensystem
und einem lokalen Alt-Az-Koordinatensystem an den Beobachterort zu formulieren.
Eine solche Transformation kann die Koordinaten eines Himmelsobjekts aus dem Himmelskoordinatensystem
in das lokale Alt-Az-Koordinatensystem transformieren und kann dadurch den momentanen
Breiten- und Azimut-Winkel bestimmen, auf den die jeweiligen Achsen einer Alt-Az-Montierung
eingestellt werden müssen, um das Himmelsobjekt in dem Teleskopblickfeld zu
erfassen.
Himmelsobjekte, die durch ein Teleskop betrachtet werden, scheinen
sich über den Himmel zu bewegen. Diese scheinbare Bewegung der Himmelsobjekte
ist hauptsächlich durch die Drehung der Erde um ihre Achse bedingt. Es gibt
weitere Faktoren (z. B. die Bewegung der Erde um die Sonne und die Bewegung eines
Objekts selbst), die veranlassen, dass sich das Objekt über den Himmel zu bewegen
scheint, wobei diese Faktoren aber während einer Beobachtungssitzung üblicherweise
sehr klein sind. Nachdem ein gewünschtes Himmelsobjekt aufgefunden worden ist,
muss die Orientierung eines Teleskops dementsprechend ständig eingestellt werden,
um das Objekt in dem Teleskopblickfeld zu halten. Die ständige Einstellung
einer Teleskoporientierung, um ein gewünschtes Himmelsobjekt in dem Teleskopblickfeld
zu halten, wird als "Nachführung" von einem Objekt bezeichnet.
Es sind mehrere Teleskopsysteme für die automatische Nachführung
von Himmelsobjekten vorgeschlagen worden. Baun u. a. offenbaren in einer Reihe von
Patenten und Patentveröffentlichungen, die folgende enthalten:
• US-Patent Nr. 6.304.376;
• US-Patent Nr. 6.392.799;
• US-Patentveröffentlichung Nr. US2003/0156324;
• US-Patentveröffentlichung Nr. US2004/0047036; und
• US-Patentveröffentlichung Nr. US2003/0197930;
ein Teleskopsystem mit einer Alt-Az-Montierung, die Himmelsobjekten automatisch
nachgeführt werden kann.
Das System von Baun u. a. nutzt eine Initialisierungsprozedur, während
der der Teleskoptubus zunächst nach Norden gerichtet wird und daraufhin waagerecht
eingestellt wird, um "Anfangsrichtungseingaben" zu erhalten. Die Initialisierungsprozedur
von Baun u. a. kann weiter verfeinert werden, indem anfangs geographische Ortsindizes
eingegeben werden oder indem das Teleskop auf eines oder auf zwei zusätzliche
Himmelsobjekte gerichtet wird. Nach der Initialisierung verwendet ein Befehlsprozessor
gemäß einer Anwendungs-Software-Programmsteuerung die Anfangsrichtungseingaben
und stellt die Alt-Az-Achsen des Teleskopsystems ein, um das Teleskop in Bezug auf
das Himmelskoordinatensystem zu orientieren. Der Befehlsprozessor kann die Alt-Az-Achsen
so einstellen, dass einem gewünschten Himmelsobjekt automatisch nachgeführt
wird.
Die "Anfangsrichtungseingaben", auf die Baun u. a. Bezug nehmen, repräsentieren
die Orientierungsinformationen, die notwendig sind, um die momentane Orientierung
des Beobachterortes in Bezug auf das Himmelskoordinatensystem zu spezifizieren und
um die Himmelskoordinaten eines gewünschten Himmelsobjekts in ein lokales Alt-Az-Koordinatensystem
an den Beobachterort zu transformieren. In Übereinstimmung mit einer ersten
von Baun u. a. offenbarten Initialisierungsprozedur muss ein Nutzer Folgendes eingeben:
(i) das momentane Datum an dem Beobachterort; (ii) die momentane Zeit an dem Beobachterort;
(iii) ob an dem Beobachterort Sommerzeit herrscht; und (iv) das Land, den Staat
und die Stadt oder eine geographische Landmarke, die am nächsten bei dem Beobachterort
ist. Zur Realisierung dieser ersten Initialisierungsprozedur hält das System
von Baun u. a. eine Bibliothek von Städten und geographischen Landmarken und
ihren entsprechenden Breiten- und Längeninformationen.
Diese Initialisierungsprozedur erfordert, dass ein Nutzer während
der Initialisierungsprozedur vor Verwendung des Teleskops eine verhältnismäßig
große Menge an Informationen eingibt. Die Eingabe einer so großen Menge
von Informationen ist kompliziert und erfordert anspruchsvolle (und dementsprechend
teure) Eingabevorrichtungen wie etwa alphanumerische Tastenfelder und dergleichen.
Außerdem neigt der Speicher, der der Bibliothek von Städten und geographischen
Landmarken zugeordnet ist, dazu, das System von Baun u. a. teuer
zu machen. Diese teuren Merkmale der Systeme von Baun u. a. sind für Verbraucherteleskope,
die sich an Amateurastronomen richten, häufig unerschwinglich. Darüber
hat der Nutzer möglicherweise keinen Zugriff auf eines oder auf mehrere der
geforderten Informationselemente wie etwa z. B. die Ortszeit am Beobachterort und
kann folglich nicht in der Lage sein, die Aspekte der automatischen Nachführung
des Systems von Baun u. a. zu betreiben. Baun u. a. offenbaren, dass diese Initialisierungsprozedur
durch Integration eines GPS-Systems und Erhalten der Ortszeit und der Breite und
Länge des Beobachterortes von dem GPS ausgeführt werden kann. Allerdings
sind GPS-Systeme, insbesondere für Verbraucherteleskopsysteme, ebenfalls verhältnismäßig
teuer.
Außerdem offenbaren Baun u. a. eine Orientierungsmethodik, in
der: (i) ein Nutzer den Teleskoptubus nach Norden richtet und daraufhin eine Funktionstaste
niederdrückt; (ii) der Nutzer das Teleskop waagerecht einstellt und daraufhin
eine Funktionstaste niederdrückt; (iii) das System die Zeit- und Datuminformationen,
die durch den Nutzer in der oben beschriebenen Initialisierungsprozedur eingegeben
wurden, dazu verwendet, aus einer Datenbank bekannter Himmelsobjekte ein Himmelsobjekt
auszuwählen und das Teleskop in die Nähe des ausgewählten Himmelsobjekts
herumzuschwenken; und (iv) der Nutzer das Himmelsobjekt in dem Teleskopbildfeld
zentriert und daraufhin eine Funktionstaste niederdrückt. Außerdem offenbaren
Baun u. a., dass die Schritte (iii) und (iv) dieser Orientierungsmethodik wiederholt
werden können, um die Orientierungsgenauigkeit zu verbessern. Zur Realisierung
dieser Orientierungsmethodik hält das System von Baun u. a. eine Bibliothek
von Himmelsobjekten und ihren zugeordneten Himmelskoordinaten.
Diese Orientierungsmethodik leidet an einer Anzahl von Nachteilen.
Wie die oben beschriebene Initialisierungsprozedur erfordert diese Orientierungsmethodik,
dass der Nutzer vor Verwendung des Teleskops eine große Anzahl von Schritten
ausführt. Darüber hinaus muss der Nutzer immer noch die in der Initialisierungsprozedur
beschriebenen lokalen Datum- und Zeitinformationen eingeben. Die Eingabe dieser
Informationen ist kompliziert und erfordert anspruchsvolle (und dementsprechend
teure) Eingabevorrichtungen. Die Anforderung, dass der Nutzer eines oder mehrere
Himmelsobjekte in dem Blickfeld des Teleskops zentriert, ist nur nachts möglich
und wo es verhältnismäßig wenig Wolken am Himmel gibt (d. h., wenn
das Himmelsobjekt bzw. die Himmelsobjekte deutlich sichtbar ist/sind). Obgleich
das System von Baun u. a. ein Himmelsobjekt aus einer Datenbank bekannter Himmelsobjekte
auswählt und das Teleskop in die Nähe des ausgewählten Himmelsobjekts
herumschwenkt, ist das ausgewählte Himmelsobjekt außerdem wahrscheinlich
nicht ideal zentriert, wobei es außerdem weitere Himmelsobjekte in dem Blickfeld
gibt. Unerfahrenen Teleskopnutzer kann es schwerfallen zu bestimmen, welches der
Himmelsobjekte in dem Blickfeld das von dem System von Baun u. a. ausgewählte
ist, und können folglich das falsche Himmelsobjekt in dem Blickfeld zentrieren,
wodurch fehlerhafte Anfangsrichtungseingaben an das System geliefert werden. Darüber
hinaus trägt der Speicher, der der Datenbank von Himmelsobjekten und ihren
entsprechenden Himmelskoordinaten zugeordnet ist, zu den Kosten des Systems von
Baun u. a. bei.
Außerdem offenbaren Baun u. a. eine Nachführungsprozedur,
in der: (i) ein Nutzer dem System angibt, ob der Nutzerort auf der nördlichen
oder auf der südlichen Halbkugel liegt, indem er einen Halbkugelsteuerschalter
einstellt; (ii) der Nutzer den Teleskoptubus daraufhin auf den Himmelspol richtet
(der auf der nördlichen Halbkugel durch den Polarstern angenähert werden
kann) und eine Menge von Druckknöpfen niederdrückt; (iii) der Nutzer den
Teleskoptubus daraufhin mit dem Horizont waagerecht eingestellt und eine Menge von
Druckknöpfen niederdrückt; (iv) das System aus der Differenz der Höhenkoordinaten
des Himmelspols und des Horizonts eine Näherung der Beobachterbreite bestimmt;
und (v) das System daraus, wenn der Teleskoptubus auf den Himmelspol gerichtet wurde,
einen Nullreferenzpunkt für die Azimutachse bestimmt. Baun u. a. schlagen vor,
dass das Teleskopsystem mit diesen Informationen einem Himmelsobjekt nachgeführt
werden kann, wenn das Objekt in seinem Blickfeld angeordnet worden ist.
Diese Nachführungsprozedur erfordert, dass der Nutzer das Teleskop
auf den Himmelspol richtet. Für Nutzer, die mit dem Himmelskoordinatensystem
nicht vertraut sind, und für Nutzer, die den Polarstern am Nachthimmel nicht
identifizieren können, ist dies schwierig. Obgleich der Polarstern in der Nähe
des Himmelspols ist und auf der Nordhalbkugel als eine Näherung für den
Himmelspol verwendet werden kann, gibt es auf der Südhalbkugel kein leicht
beobachtbares Himmelsobjekt, das nahe zu dem Himmelspol ist. Außerdem ist die
Anforderung, das Teleskop auf den Polarstern zu richten, nur nachts möglich
und nur dort, wo verhältnismäßig wenige Wolken am Himmel sind (d.
h., wo der Polarstern deutlich sichtbar ist).
Zusätzlich zu allen oben erwähnten Nachteilen sind die von
Baun u. a. offenbarten Systeme teuer herzustellen, da sie teure Steuereinheiten,
teure Speicherkomponenten, anspruchsvolle Steuer-Software und teure Nutzerschnittstellen
benötigen, die ihre eigene Kommunikations-Hardware und -Software enthalten.
Es gibt einen allgemeinen Wunsch, Teleskopsysteme mit automatisch
nachführenden Alt-Az-Montierungen zu schaffen, die einige der oben erwähnten
Nachteile überwinden oder wenigstens mildern.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
In der Zeichnung, die nicht einschränkende Ausführungsformen
der Erfindung zeigt, ist Folgendes dargestellt:
1 ist eine isometrische Ansicht eines Teleskopsystems
des Standes der Technik, das eine Alt-Az-Montierung enthält;
2A ist eine isometrische Ansicht eines Teleskopsystems
gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung;
2B ist eine isometrische Ansicht eines Breitenindikators
des Skalentyps des Teleskopsystems aus 2A;
2C ist eine schematische Teildarstellung des Breitenindikators
des Skalentyps aus 2B;
2D ist eine schematische Darstellung eines Breitenindikators
des elektronischen Typs;
3 ist eine schematische Darstellung eines Steuersystems,
das in dem Teleskopsystem aus 2A verwendet werden kann;
4 ist eine schematische Darstellung eines Betriebstastenfelds,
das in dem Teleskopsystem aus 2A verwendet werden kann;
5 ist eine schematische Darstellung einer Ausgabeschnittstelle,
die in dem Teleskopsystem aus 2B verwendet werden kann;
6 ist eine schematische Darstellung einer Kalibrierungsprozedur
für das Teleskopsystem aus 2A in Übereinstimmung
mit einer besonderen Ausführungsform der Erfindung;
6A ist eine schematische Darstellung einer Prozedur
zum Einstellen des Breitenindikators, die einen Teil der Kalibrierungsprozedur aus
6 bilden kann;
6B ist eine schematische Darstellung einer Prozedur
zum Einstellen des Breitenindikators, die einen Teil der Kalibrierungsprozedur aus
6 bilden kann; und
7A-7C zeigen eine schematische
Darstellung eines Verfahrens zur Realisierung der Prozedur aus 6A
und zum Einstellen eines Breitenindikators des Skalentyps auf einen richtigen Breitenwert
in Übereinstimmung mit einer besonderen Ausführungsform der Erfindung;
8A-8B zeigen eine schematische
Darstellung eines Verfahrens zur Realisierung der Prozedur aus 6B
und zum Einstellen eines Breitenindikators des Skalentyps auf einen richtigen Breitenwert
in Übereinstimmung mit einer besonderen Ausführungsform der Erfindung;
9 ist eine schematische Darstellung eines Verfahrens
zum Versehen des Teleskopsystems aus 2A mit der Breite
des Beobachterortes in Übereinstimmung mit einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung;
10 ist eine schematische Darstellung eines Steuersystems,
das in dem Teleskopsystem aus 2A verwendet werden kann;
und
11 ist eine schematische Darstellung eines Verfahrens
zum Versehen des Teleskopsystems aus 2A mit der Breite
des Beobachterortes in Übereinstimmung mit einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein erster Aspekt der Erfindung schafft ein Verfahren gemäß
Anspruch 1 zum Kalibrieren eines Alt-Az-Teleskopsystems mit einer Breite eines Beobachterortes.
Das Teleskopsystem umfasst: einen Teleskoptubus, der für eine Schwenkbewegung
um eine Höhen- und eine Azimutachse montiert ist; und einen Breitenindikator,
der mit einer Entsprechenden der Höhen- und der Azimutachse gekoppelt ist,
wobei der Breitenindikator einen Breitenwert angibt, der sich mit der Bewegung des
Teleskoptubus um die entsprechende Achse ändert. Das Verfahren umfasst das
Erhalten von eine erste Winkelposition des Teleskoptubus um die entsprechende Achse
angebenden Informationen, wobei der Breitenindikator an der ersten Winkelposition
einen ersten Breitenwert angibt. Daraufhin wird die Orientierung des Teleskoptubus
um die entsprechende Achse auf eine zweite Winkelposition eingestellt, wobei der
Breitenindikator an der zweiten Winkelposition einen zweiten Breitenwert angibt,
der sich von dem ersten Breitenwert um einen der Beobachterbreite entsprechenden
Betrag unterscheidet. Daraufhin umfasst das Verfahren das Subtrahieren der die erste
Winkelposition angebenden Informationen von den die zweite Winkelposition angebenden
Informationen, um einen Differenzwert zu bestimmen, wobei der Differenzwert die
Breite des Beobachterortes angibt.
Der Breitenindikator kann einen Breitenindikator des Skalentyps umfassen,
der Breitenindizes, die Breitenwerte angeben, und ein Zeigerelement aufweist, wobei
die Breitenindizes und das Zeigerelement bei einer Bewegung des Teleskoptubus um
die entsprechende Achse relativ zueinander beweglich sind. Wenn sich der Teleskoptubus
an der ersten Winkelposition befindet, kann das Zeigerelement auf einen der Breitenindizes,
der den ersten Breitenwert angibt, zeigen. Wenn sich der Teleskoptubus an der zweiten
Winkelposition befindet, kann das Zeigerelement auf einen der Breitenindizes, der
den zweiten Breitenwert angibt, zeigen.
Das Erhalten der Informationen, die die erste Winkelposition angeben,
kann das Erhalten eines Drehgeber-Zählwertes von einem mit der entsprechenden
Achse gekoppelten Drehgeber umfassen. Das Verfahren kann das Erhalten von Informationen,
die die zweite Winkelposition angeben, von dem Drehgeber umfassen.
Das Verfahren kann vor dem Einstellen der Orientierung des Teleskoptubus
das physikalische Neukalibrieren des Breitenindikators des Skalentyps umfassen,
derart, dass das Zeigerelement auf einen der Breitenindizes zeigt, der null Grad
Breite angibt, und der erste Breitenwert null Grad Breite ist.
Der Differenzwert kann in einem Speicher als eine Systemdarstellung
der Beobachterbreite gespeichert werden. Der Differenzwert kann verarbeitet werden,
um trigonometrische Funktionen der Beobachterbreite zu erhalten, und die trigonometrischen
Funktionen der Beobachterbreite können gespeichert werden. Die Verarbeitung
des Differenzwertes kann wenigstens eines der Folgenden umfassen: Skalieren des
Differenzwertes und Subtrahieren eines Versatzes von dem Differenzwert. Die trigonometrischen
Funktionen der Beobachterbreite können aus einer in einem Speicher gespeicherten
Nachschlagtabelle erhalten werden.
Das Einstellen einer Orientierung des Teleskoptubus umfasst das steuerbare
Betätigen eines mit der entsprechenden Achse gekoppelten Motors.
Das Verfahren kann vor dem Erhalten der Informationen, die die erste
Winkelposition angeben, das Einstellen einer Orientierung des Teleskoptubus auf
eine Orientierung, in der die Höhen- und Azimut-Koordinate des Teleskoptubus
beide null sind, und das Neukalibrieren der Systemdarstellungen der Höhen-
und Azimut-Koordinaten, wenn der Teleskoptubus in der Orientierung ist, in der die
Höhen- und die Azimut-Koordinate des Teleskoptubus beide null sind, umfassen.
Die entsprechende Achse kann die Höhenachse oder die Azimutachse
sein.
Der Breitenindikator kann einen Breitenindikator des elektronischen
Typs mit einer Anzeige, die Breitenwerte angibt, umfassen. Das Verfahren kann vor
dem Einstellen der Orientierung des Teleskoptubus das elektronische Neukalibrieren
des Breitenindikators umfassen, derart, dass die Anzeige null Grad Breite angibt
und der erste Breitenwert null Grad Breite ist.
Der Differenzwert kann durch einen linearen Skalierungsfaktor skalierbar
sein, um eine Ist-Beobachterbreite zu erhalten, oder der Differenzwert kann über
eine nichtlineare mathematische Beziehung mit einer Ist-Beobachterbreite in Beziehung
stehen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung schafft ein Teleskopsystem gemäß
Anspruch 21, das eine Montierung zum Unterstützen eines Teleskoptubus umfasst.
Die Montierung besitzt Höhen- und Azimut-Drehgelenke, die
so konfiguriert sind, dass sie den Teleskoptubus um seine Höhenachse und um
seine Azimutachse schwenken, und entsprechende Höhen- und Azimut-Drehgeber,
die so angeschlossen sind, dass sie Informationen erfassen, die Winkelpositionen
des Teleskoptubus um seine Höhen- bzw. seine Azimutachse angeben. Ein Breitenindikator
ist mit einem entsprechenden des Höhen- und des Azimut-Drehgelenks gekoppelt,
wobei der Breitenindikator einen Breitenwert angibt, der sich mit der Bewegung des
entsprechenden Drehgelenks ändert. Eine Steuereinheit ist mit dem Höhen-
und mit dem Azimut-Drehgeber so verbunden, dass sie Winkelpositionsinformationen
von den Drehgebern empfängt. Die Steuereinheit ist so konfiguriert, dass sie
einen Differenzwert zwischen den Winkelpositionsinformationen von dem Drehgeber,
der dem entsprechenden Drehgelenk zugeordnet ist, in einer ersten und in einer zweiten
Winkelposition bestimmt, wobei der Differenzwert eine Breite eines Beobachterortes
angibt, wenn die erste und die zweite Winkelposition gewählt werden, derart,
dass eine Differenz in den Breiteninformationen, die durch den Breitenindikator
in der ersten bzw. in der zweiten Winkelposition angegeben werden, der Beobachterbreite
entspricht.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung schafft ein Verfahren gemäß
Anspruch 27 zum Eingeben eines Breitenwertes in ein Teleskopsteuersystem. Das Teleskopsystem
umfasst: einen Teleskoptubus, der für eine Schwenkbewegung um eine Höhen-
und um eine Azimutachse montiert ist; einen Breitenindikator, der mit einer entsprechenden
der Höhen- und der Azimutachse gekoppelt ist, wobei der Breitenindikator einen
Breitenwert angibt, der sich bei einer Bewegung des Teleskoptubus um die entsprechende
Achse ändert; und einen Drehgeber, der mit der entsprechenden Achse gekoppelt
ist, wobei der Drehgeber ein Drehgebersignal erzeugt, das eine Winkelposition des
Teleskoptubus um die entsprechende Achse angibt. Das Verfahren umfasst das Erhalten
einer ersten Winkelposition des Teleskoptubus um die entsprechende Achse aus dem
Drehgebersignal, wobei in der ersten Winkelposition der Breitenindikator einen ersten
Breitenwert angibt; das Einstellen einer Orientierung des Teleskoptubus um die entsprechende
Achse auf eine zweite Winkelposition, wobei in der zweiten Winkelposition der Breitenindikator
einen zweiten Breitenwert angibt, der sich von dem ersten Breitenwert um einen der
Beobachterbreite entsprechenden Betrag unterscheidet; das Erhalten der zweiten Winkelposition
des Teleskoptubus um die entsprechende Achse aus dem Drehgebersignal; und das Subtrahieren
der ersten Winkelposition von der zweiten Winkelposition, um einen Differenzwert
zu bestimmen, wobei der Differenzwert die Breite des Beobachterortes angibt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung schafft ein Verfahren zum Kalibrieren
eines Alt-Az-Teleskopsystems mit einer Breite eines Beobachterortes. Das Teleskopsystem
umfasst: einen Teleskoptubus, der für die Schwenkbewegung um eine Höhen-
und um eine Azimutachse montiert ist; einen Breitenindikator, der mit einer entsprechenden
der Höhen- und der Azimutachse gekoppelt ist, wobei der Breitenindikator einen
Breitenwert angibt, der sich bei einer Bewegung des Teleskoptubus um die entsprechende
Achse ändert; und einen Sensor, der mit der entsprechenden Achse gekoppelt
ist, um ein Sensorausgangssignal zu liefern, das sich mit der Bewegung des Teleskoptubus
um die entsprechende Achse ändert. Das Verfahren umfasst: Einstellen einer
Orientierung des Teleskoptubus um die entsprechende Achse auf eine erste Winkelposition,
wo der Breitenindikator einen Breitenwert liest, der der Beobachterbreite entspricht;
Empfangen des Sensorausgangssignals, wenn der Teleskoptubus in der ersten Winkelposition
ist; und Bestimmen einer Systemdarstellung der Beobachterbreite anhand des empfangenen
Sensorausgangssignals.
Weitere Aspekte und spezifische Merkmale und Anwendungen spezifischer
Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden beschrieben.
Ausführliche Beschreibung
Um ein gründlicheres Verständnis der Erfindung zu schaffen,
werden in der gesamten folgenden Beschreibung spezifische Einzelheiten dargelegt.
Allerdings kann die Erfindung ohne diese Besonderheiten verwirklicht werden. In
anderen Fällen sind gut bekannte Elemente nicht ausführlich gezeigt oder
beschrieben, um eine unnötige Verdeckung der Erfindung zu vermeiden. Dementsprechend
sind die Beschreibung und die Zeichnung eher in einem veranschaulichenden als in
einem einschränkenden Sinn zu verstehen.
2A zeigt ein Teleskopsystem 100 gemäß
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung. In der Ausführungsform
aus 2A ist das Teleskopsystem 100 ein Dobson-Teleskopsystem
mit einen Teleskoptubus 112, der durch eine Alt-Az-Montierung
110 unterstützt ist. Die Montierung 110 kann eine Basis
120 mit Schenkeln 122 oder ähnlichen Trägern umfassen.
In Dobson-Teleskopsystemen wie etwa dem Teleskopsystem 100 aus
2A ist die Alt-Az-Montierung 110 üblicherweise
direkt auf einen Boden oder auf einen Tisch oder auf eine ähnlich flache Oberfläche
montiert. In alternativen Ausführungsformen kann die Alt-Az-Montierung
110 weitere Komponenten zum Unterstützen des Teleskopsystems von dem
Boden und/oder von anderen Oberflächen weg wie etwa z. B. Gestelle oder Fensterbänke
umfassen.
Wie in 2A gezeigt ist, umfasst die Montierung
110 ein Höhen-Drehgelenk 124, um den Teleskoptubus
112 um eine horizontale Höhenachse 114 (d. h. in einer der
beiden Richtungen des zweispitzigen Pfeils 116) zu schwenken, und ein Azimut-Drehgelenk
126, um den Teleskoptubus 112 um seine vertikale Azimutachse
118 (d. h. in einer der beiden Richtungen des zweispitzigen Pfeils
120) zu schwenken. Mit dem Höhen-Drehgelenk 124 ist funktional
(durch einen geeigneten Antriebsstrang (nicht gezeigt)) ein Motor 128 gekoppelt,
sodass eine Drehbewegung der Welle des Motors 128 eine Drehbewegung des
Höhengelenks 124 und eine entsprechende Schwenkbewegung des Teleskoptubus
112 um die Höhenachse 114 veranlasst. Mit dem Azimut-Drehgelenk
126 kann ähnlich ein Motor 130 gekoppelt sein, um eine Drehbewegung
des Azimut-Gelenks 126 und eine entsprechende Schwenkbewegung des Teleskoptubus
112 um die Azimutachse 118 zu veranlassen. In einigen Ausführungsformen
umfassen die Motoren 126, 128 Servomotoren. Allerdings können
die Motoren 126, 128 allgemein irgendeinen Typ eines elektronisch
steuerbaren Motors einschließlich z. B. Schrittmotoren oder andere Typen von
Wechselstrom- oder Gleichstrommotoren umfassen. Die Motoren 126,
128 können mit ihren eigenen internen Getriebemechanismen versehen
sein.
3 ist ein schematischer Blockschaltplan eines Steuersystems
132 für den Betrieb des Teleskopsystems 100. Das Steuersystem
132 enthält eine Steuereinheit 134. Die Steuereinheit
134 kann durch eine breite Vielfalt von Komponenten verkörpert sein.
Zum Beispiel kann die Steuereinheit 134 einen oder mehrere programmierbare
Prozessoren umfassen, die ohne Einschränkung eingebettete Mikroprozessoren,
dedizierte Computer, Gruppen von Datenprozessoren oder dergleichen enthalten können.
Einige Funktionen der Steuereinheit 134 können in Software realisiert
sein, während andere mit spezifischen Hardware-Vorrichtungen realisiert sein
können. Wie im Gebiet gut bekannt ist, kann der Betrieb der Steuereinheit
134 durch geeignete Firmware/geeigneten Code, die/der darin liegt und ausgeführt
wird, bestimmt werden. Die Steuereinheit 134 kann Speicher umfassen oder
Zugriff auf externen Speicher haben. In der Ausführungsform aus 3
hat die Steuereinheit 134 Zugriff auf externen Speicher 134A.
Mit dem Motor 128 und/oder mit dem Höhen-Drehgelenk
124 ist funktional ein Höhendrehgeber 136 gekoppelt, um Informationen
abzufühlen, die die Winkelposition des Teleskoptubus 112 in Bezug
auf die Höhenachse 114 angeben. Der Höhendrehgeber
136 liefert diese Winkelpositionsinformationen über ein Signal
137 an die Steuereinheit 134. Der Höhendrehgeber
136 kann z. B. ein optischer Drehgeber sein. Mit dem Motor 130
und/oder mit dem Azimut-Drehgelenk 126 ist ein ähnlicher Azimut-Drehgeber
138 funktional gekoppelt, um Informationen abzufühlen, die die Winkelposition
des Teleskoptubus 112 in Bezug auf die Azimutachse 118 angeben.
Der Azimut-Drehgeber 138 liefert diese Winkelpositionsinformationen über
ein Signal 139 an die Steuereinheit 134. Für den Fachmann
auf dem Gebiet ist klar, dass sich die durch die Drehgeber 136,
138 abgefühlten Winkelpositionsinformationen auf die Höhen- und
auf die Azimut-Koordinate des Teleskoptubus 112 beziehen.
Die Drehgeber 136, 138 können in der Lage sein,
pro Grad Winkeldrehung des Teleskoptubus 112 um ihre Höhen- bzw. Azimutachse
114, 118 wenigstens 2 Drehgeber-Zählwerte abzufühlen.
Allerdings können die Drehgeber 136, 138 in bevorzugten Ausführungsformen
in der Lage sein, pro Grad Winkeldrehung des Teleskoptubus 112 mehr als
50 oder sogar mehr als 100 Drehgeber-Zählwerte um ihre Höhen- bzw. Azimutachse
114, 118 abzufühlen. Für den Fachmann auf dem Gebiet
ist klar, dass weniger genaue Drehgeber (d. h. mit einer kleineren Anzahl von Drehgeber-Zählwerten
pro Grad) weniger teuer sein können und die Verwendung weniger teurer Prozessoren
ermöglichen können. Allerdings gibt es eine Abwägung, da die Stetigkeit
der gesteuerten Bewegung der Motoren 128, 130 und die Stetigkeit
der entsprechenden Bewegung des Teleskoptubus 112 mit der Drehgebergenauigkeit
zunehmen.
Obgleich die Drehgeber 136, 138 in der Weise beschrieben
sind, dass sie die Winkelpositionen des Teleskoptubus 112 um seine Höhen-
und Azimutachse 114, 118 abfühlen, ist für den Fachmann
auf dem Gebiet klar, dass die Drehgeber 136, 138 äquivalent
so konfiguriert sein können, dass sie die Winkelpositionen der Wellen der Motoren
128, 130 und/oder die Winkelpositionen des Höhen- und des
Azimut-Drehgelenks 124, 126 abfühlen können. Die Steuereinheit
134 kann mit einem Modell des mechanischen Systems programmiert oder auf
andere Weise konfiguriert sein, das die Beziehung zwischen den von den Drehgebern
136, 138 gemessenen Winkelpositionsinformationen und den Winkelpositionen
des Teleskoptubus 112 um seine Höhen- und Azimutachse 114,
118 repräsentiert.
Die Steuereinheit 134 kann die von den Drehgebern
136, 138 über die Signale 137, 139 empfangenen
Winkelpositionsinformationen verwenden, um Motorsteuersignale 140,
142 zu erzeugen. Die Steuereinheit 134 kann die Steuersignale
140, 142 verwenden, um jeweils die Motoren 128,
130 zu steuern und dadurch die Winkelpositionen des Teleskoptubus
112 in Bezug auf seine Höhen- und Azimutachse 114,
118 zu steuern. Wie oben diskutiert wurde, stehen die Winkelpositionen
des Teleskoptubus 112 in Bezug auf seine Höhen- und Azimutachse
114, 118 mit der Höhen- und mit der Azimutkoordinate des
Teleskoptubus 112 in Beziehung. Dementsprechend werden die Konzepte der
Höhenkoordinate des Teleskoptubus 112 und der Winkelposition des Teleskoptubus
112 um seine Höhenachse 114 in dieser Beschreibung austauschbar
verwendet und werden die Konzepte der Azimutkoordinate des Teleskoptubus
112 und der Winkelposition des Teleskoptubus 112 um seine Azimutachse
118 in dieser Beschreibung austauschbar verwendet.
Für den Fachmann auf dem Gebiet ist klar, dass jedes Motorsteuersignal
140, 142 (das in 3 schematisch als
eine einzelne Linie gezeigt ist), eine Mehrzahl von Signalen und eine entsprechende
Mehrzahl physikalischer und/oder drahtloser Verbindungen zum Ansteuern der Motoren
128, 130 in beiden Richtungen umfassen kann. Ähnlich können
weitere Signale und Verbindungen, die in 3 schematisch
als einzelne Linien gezeigt sind, eine Mehrzahl von Signalen und eine entsprechende
Mehrzahl physikalischer und/oder drahtloser Verbindungen umfassen.
In einigen Ausführungsformen sind die Motorsteuersignale
140, 142 Pulsbreiten-Modulationssignale (PWM-Signale). Die Steuereinheit
134 ist vorzugsweise ausreichend schnell, um den gleichzeitigen Betrieb
der Motoren 128, 130 zu steuern. In einigen Ausführungsformen
verwendet die Steuereinheit 134 Zeitmultiplextechniken, um den gleichzeitigen
Betrieb der Motoren 128, 130 zu steuern. Die Verwendung von Drehgebern
zum Abfühlen von Winkelpositionsinformationen in Bezug auf eine Motorwelle
(und/oder eine Teleskopachse) und die entsprechende Steuerung des Motors zum Erzielen
einer gewünschten Winkelposition der Motorwelle (und/oder des Teleskoptubus)
sind im Gebiet gut bekannt.
Das Teleskopsystem 100 und das Steuersystem 132
umfassen eine Nutzerschnittstelle 143. In der Ausführungsform aus
1 befindet sich die Nutzerschnittstelle 143
an der Montierung 110. In alternativen Ausführungsformen kann sich
die Nutzerschnittstelle 143 fern vom Teleskoptubus 112 befinden
und kann die Montierung 110 unter Verwendung verdrahteter und/oder drahtloser
Kommunikation mit lokalen Komponenten des Teleskopsystems 100 kommunizieren.
In der Ausführungsform aus 3 umfasst die Nutzerschnittstelle
143 ein Betriebstastenfeld 144. 4
zeigt ein Betriebstastenfeld 144 gemäß einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung. Das Tastenfeld 144 kann durch einen Nutzer manipuliert werden,
um das Teleskopsystem 100 zu steuern. In der Ausführungsform aus
4 umfasst das Betriebstastenfeld 144 ein Paar
Nutzereingaben 146A, 146B zur Einstellung der Winkelposition des
Teleskoptubus 112 um die Höhenachse 114 und ein Paar Nutzereingaben
148A, 148B zur Einstellung der Winkelposition des Teleskoptubus
112 um die Azimutachse 118.
Wenn ein Nutzer die Eingabe 146A aktiviert, empfängt
die Steuereinheit 134 ein Eingangssignal 145 (3),
das angibt, dass es erwünscht ist, die Winkelposition des Teleskoptubus
112 um seine Höhenachse 114 zu erhöhen. Anhand dieses
Eingangssignals 145 erzeugt die Steuereinheit 134 ein Motorsteuersignal
140, das den Höhenmotor 128 steuerbar antreibt, um die Winkelposition
des Teleskoptubus 112 um seine Höhenachse 114 zu erhöhen.
Ähnlich kann ein Nutzer die Eingabe 146B aktivieren, um die Winkelposition
des Teleskoptubus 112 um seine Höhenachse 114 zu verringern,
und die Eingaben 148A, 148B aktivieren, um den Teleskoptubus in
einer der beiden Winkelrichtungen um seine Azimutachse 118 zu bewegen.
In der Ausführungsform aus 4 umfasst
das Tastenfeld 144 drei zusätzliche Eingaben 150,
152, 154. Ein Nutzer kann die Eingaben 150,
152, 154 aktivieren, um die Drehzahl zu steuern, mit der sich
die Motoren 128, 130 in Reaktion auf die Nutzereingaben
146A, 146B, 148A, 148B bewegen. Zum Beispiel
kann: das Aktivieren der Eingabe 150 veranlassen, dass die Steuereinheit
134 Motorsteuersignale 140, 142 ausgibt, die die Motoren
128, 130 mit verhältnismäßig niedriger Drehzahl
antreiben; das Aktivieren der Eingabe 152 veranlassen, dass die Steuereinheit
134 Motorsteuersignale 140, 142 ausgibt, die die Motoren
128, 130 mit einer mäßigen Drehzahl antreiben; und das
Aktivieren der Eingabe 154 veranlassen, dass die Steuereinheit
134 Motorsteuersignale 140, 142 ausgibt, die die Motoren
128, 130 mit einer verhältnismäßig hohen Drehzahl
antreiben. Die Steuereinheit 134 kann einen Speicher 134A umfassen
oder auf andere Weise Zugriff auf ihn haben, um die zuletzt aktivierte der Eingaben
150, 152, 154 zu speichern. Außerdem umfasst das
Tastenfeld 144 in der Ausführungsform aus 4
eine Rücksetzeingabe 149, die weiter unten erläutert wird.
Außerdem umfasst die Nutzerschnittstelle 143 in der
Ausführungsform aus 3 eine Ausgabeschnittstelle
156. 5 zeigt eine Ausgabeschnittstelle
156 gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung.
In der Ausführungsform aus 5 umfasst die Ausgabeschnittstelle
156 eine Mehrzahl von LEDs (oder anderen Ausgabeindikatoren)
158A, 158B, 158C, die eine Angabe der zuletzt aktivierten
Nutzereingaben 150, 152, 154 (siehe 4)
liefern. Zum Beispiel kann die Steuereinheit 134 ein Signal 157
(3) ausgeben, das veranlasst, dass die LED
158A eingeschaltet wird, falls die Eingabe 150 die zuletzt aktivierte
der Nutzereingaben 150, 152, 154 war. Die LED
158A gibt an, dass das Teleskopsystem 100 in seiner Betriebsart mit
niedriger Geschwindigkeit ist und dass die Steuereinheit 134 eine verhältnismäßig
langsame Bewegung der Motoren 128, 130 und eine dementsprechend
langsame Bewegung des Teleskoptubus 112 veranlassen würde, falls ein
Nutzer eine der Eingaben 146A, 146B, 148A,
148B aktivieren würde. Ähnlich können die LEDs
158B, 158C von der Steuereinheit 134 verwendet werden,
um anzugeben, dass das Teleskopsystem 100 in seiner Betriebsart mit mäßiger
Geschwindigkeit oder mit hoher Geschwindigkeit ist.
In der Ausführungsform aus 5 umfasst
die Ausgabeschnittstelle 156 eine optionale Ausgabeanzeige 160.
Der Abschnitt 160A der Ausgabeanzeige 160 kann von der Steuereinheit
134 verwendet werden, um die momentane Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 (d. h. den Momentanwert der Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 gemäß der Steuereinheit 134) anzuzeigen. Ähnlich
kann die Steuereinheit 134 veranlassen, dass der Abschnitt 160B
der Ausgabevorrichtung 160 die momentane Azimutkoordinate des Teleskoptubus
112 (d. h. den Momentanwert der Azimutkoordinate des Teleskoptubus
112 gemäß der Steuereinheit 134) anzeigt. Das Bestimmen
der Höhen- und der Azimutkoordinate des Systems zum Anzeigen auf der Ausgabevorrichtung
160 kann das Skalieren, das Versetzen und/oder das andere Verarbeiten der
Systemdarstellungen der Höhen- und der Azimutkoordinate umfassen.
Das Teleskopsystem 100 kann einem interessierenden Himmelsobjekt
automatisch nachgeführt werden. In einer besonderen Ausführungsform gibt
ein Nutzer durch gleichzeitiges Aktivieren der Nutzereingaben 150 und
152 (siehe 4) an, dass er möchte, dass
das Teleskopsystem automatisch einem gewünschten Himmelsobjekt nachgeführt
zu werden beginnt. Das automatische Nachführen einem Himmelsobjekt umfasst
das Bewegen des Teleskoptubus 112 in einer Weise, die der scheinbaren Bewegung
des gewünschten Himmelsobjekts nachgeführt wird, um das Objekt in dem
Teleskopblickfeld zu halten. Im Teleskopsystem 100, das eine Alt-Az-Montierung
110 umfasst, umfasst das Nachführen einem Himmelsobjekt üblicherweise
die gleichzeitige Bewegung des Teleskoptubus 112 um seine Höhen- und
seine Azimutachse 114, 118. Die Ausgabeschnittstelle
156 kann eine Automatisches-Nachführen-LED 162 umfassen,
die durch die Steuereinheit 134 betätigt wird, wenn das Teleskopsystem
100 einem Himmelsobjekt automatisch nachgeführt wird.
Falls ein Nutzer ein Himmelsobjekt in dem Blickfeld des Teleskopsystems
100 auffindet und (z. B. durch gleichzeitiges Aktivieren der Nutzereingaben
150, 152) eine Angabe liefert, dass er dem Objekt nachführen
möchte, verwendet die Steuereinheit 134 die gut bekannten Alt-Az-Nachführungsgleichungen,
um die Änderungsrate der Höhen- und der Azimutkoordinate des Objekts (und
die entsprechende Höhen- und Azimutkoordinate des Teleskoptubus 112)
zu bestimmen.
Die Alt-Az-Nachführungsgleichungen können wie folgt ausgedrückt
werden:
wobei: Az die Azimutkoordinate (gemessen in Grad östlich von Nord) repräsentiert;
Alt die Höhenkoordinate (gemessen in Grad nach oben von dem Horizont) repräsentiert;
Vs die siderische Rate (d. h. die Rate (in Grad/s), mit der sich die
Sterne wegen der Erddrehung am Himmel von Osten nach Westen bewegen) ist; und Lat
die Breite des Beobachterortes, gemessen in Grad (positiv für die nördliche
Halbkugel und negativ für die südliche Halbkugel), ist.
Die Steuereinheit 134 gibt unter Verwendung der aus den Alt-Az-Nachführungsgleichungen
bestimmen Änderungsraten der Höhen- und der Azimutkoordinate die notwendigen
Motorsteuersignale 140, 142 zum Einstellen der Winkelpositionen
des Teleskoptubus 112 in Bezug auf seine Höhen- und Azimutachse
114, 118 aus, sodass der Teleskoptubus 112 den sich ändernden
Höhen- und Azimutkoordinaten nachgeführt wird und dadurch automatisch
dem gewünschten Objekt nachgeführt wird. In einigen Ausführungsformen
führt die Steuereinheit 134 die gewünschte Änderungsrate
der Höhen- und der Azimutkoordinate dadurch nach, dass sie die gewünschte
Änderungsrate der Höhen- und der Azimutkoordinate des Teleskoptubus
112 bestimmt und die notwendigen Motorsteuersignale 140,
142 ausgibt, um zu veranlassen, dass sich der Teleskoptubus 112
mit der gewünschten Rate um seine Höhen- und um seine Azimutachse
114, 118 bewegt. In anderen Ausführungsformen führt
die Steuereinheit 134 unter Verwendung der Alt-Az-Nachführungsgleichungen
die gewünschten Höhen- und Azimutkoordinaten selbst (d. h. eher als ihre
Änderungsraten) nach, um die gewünschten Höhen- und Azimutkoordinaten
des Teleskoptubus 112 zu bestimmen und daraufhin die notwendigen Motorsteuersignale
140, 142 auszugeben, um zu veranlassen, dass sich der Teleskoptubus
112 um seine Höhen- und Azimutachse 114, 118 an
die gewünschten Winkelpositionen bewegt.
In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung verwendet die
Steuereinheit 134 zum Ausführen der am Auswerten der Alt-Az-Nachführungsgleichungen
beteiligten Berechnungen und beim Ausführen der Steuerberechnungen, die die
Alt-Az-Nachführungsgleichungen umfassen, trigonometrische Nachschlagtabellen.
Diese trigonometrischen Nachschlagtabellen können im Speicher 134A
gespeichert sein, auf den die Steuereinheit 134 zugreifen kann. Die Verwendung
trigonometrischer Nachschlagtabellen ist auf dem Gebiet des Steuersystementwurfs
gut bekannt.
Um unter Verwendung der Alt-Az-Nachführungsgleichungen die gewünschte
Änderungsrate der Höhen- und der Azimutkoordinate zu bestimmen und/oder
die gewünschten Koordinaten für den Teleskoptubus 112 zu bestimmen,
benötigt die Steuereinheit 134 bestimmte Kalibrierungsinformationen.
Die Kalibrierungsinformationen, die die Steuereinheit 134 benötigt,
um die Alt-Az-Gleichungen zu verwenden, können Folgende enthalten: Kalibrierungsinformationen,
die sich auf die Höhenkoordinate (Alt) des Teleskoptubus 112 beziehen;
Kalibrierungsinformationen, die sich auf die Azimut-Koordinate (Az) des Teleskoptubus
112 beziehen, und Kalibrierungsinformationen, die sich auf die Breite des
Beobachterortes (Lat) beziehen. Diese Kalibrierungsinformationen können für
die Steuereinheit 134 in einer Kalibrierungsprozedur bereitgestellt werden.
6 zeigt eine Kalibrierungsprozedur 200 gemäß
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung. Die Kalibrierungsprozedur
200 stellt für die Steuereinheit 134 Kalibrierungsinformationen
in Bezug auf die Höhenkoordinate (Alt) des Teleskoptubus 112, Kalibrierungsinformationen
in Bezug auf die Azimut-Koordinate (Az) des Teleskoptubus 112 und Kalibrierungsinformationen
in Bezug auf die Breite des Beobachterortes (Lat) bereit.
Die Kalibrierungsprozedur 200 beginnt im Block
210, wo ein Nutzer das Tastenfeld 144 verwendet, um die Höhen-
und die Azimutkoordinate des Teleskoptubus 112 auf null zu stellen. Das
Nullstellen der Höhen- und der Azimut-Koordinate des Teleskoptubus
112 ist gleichwertig dem waagerechten Einstellen des Teleskoptubus
112 (d. h., ihn auf den Horizont zu richten) und dem Richten des Teleskoptubus
112 nach Norden. In einigen Ausführungsformen umfasst der Teleskoptubus
112 einen magnetischen und/oder elektronischen Kompass (nicht gezeigt),
der dem Nutzer bei der Bestimmung, wann der Teleskoptubus 112 nach Norden
zeigt, helfen kann. In einigen Ausführungsformen umfasst der Teleskoptubus
112 einen oder mehrere Flüssigkeitsebenenindikatoren (nicht gezeigt),
die dem Nutzer bei der Bestimmung, wann der Teleskoptubus 112 auf den Horizont
zeigt, helfen können.
Nachdem die Höhen- und die Azimutkoordinate im Block
210 der veranschaulichten Ausführungsform beide auf null gestellt
worden sind, kalibriert die Steuereinheit 134 im Block 220 die
Systemdarstellungen der Höhen- und der Azimut-Koordinate (d. h. die Werte der
Höhen- und der Azimutkoordinate gemäß der Steuereinheit
134) derart neu, dass sie null sind. Diese Neukalibrierung des Blocks
220 kann dadurch, dass der Nutzer die Rücksetzeingabe 149
(siehe 4) aktiviert, oder z. B. durch eine andere Kombination
von Eingaben ausgeführt werden. Die Steuereinheit 134 kann die Werte
des Blocks 220 des Höhendrehgebers 136 und des Azimut-Drehgebers
138 der Höhen- und der Azimutkoordinate null zuordnen, sodass irgendein
durch den Drehgeber 136 oder durch den Drehgeber 138 erzeugter
Zählwert eine Bewegung der Winkelposition des Teleskoptubus 112 von
der Nullposition repräsentiert.
In alternativen Ausführungsformen kann das Kalibrierungsverfahren
200 aus 6 durch unabhängiges Nullstellen
und Neukalibrieren der Höhen- und der Azimutkoordinate nacheinander realisiert
werden. Zum Beispiel kann die Höhenachse (durch waagerechtes Einstellen des
Teleskoptubus 112) auf null gestellt werden und kann daraufhin die Systemdarstellung
der Höhenkoordinate durch Drücken einer bestimmten Nutzereingabe (oder
Kombination von Nutzereingaben) neu kalibriert werden. Nachfolgend kann die Azimutachse
(durch Orientieren des Teleskoptubus 112 nach Norden) auf null gestellt
werden und daraufhin die Systemdarstellung der Azimut-Koordinate durch Drücken
einer bestimmten Nutzereingabe (oder Kombination von Nutzereingaben) neu kalibriert
werden.
Für den Fachmann auf dem Gebiet ist klar, dass die Systemdarstellungen
der Höhen- und der Azimut-Koordinate anders als die tatsächliche Höhen-
und die tatsächliche Azimutkoordinate des Teleskoptubus 112 sein können.
Die Systemdarstellungen anderer Variablen wie etwa der (im Folgenden weiter diskutierten)
Beobachterbreite können ebenfalls anders als die tatsächliche Breitenkoordinate
des Beobachterortes sein. Zum Beispiel können die Systemdarstellungen der Höhen-
und der Azimutkoordinate und/oder der Beobachterbreite als Drehgeber-Zählwerte
und/oder als Differenzen zwischen Drehgeber-Zählwerten aufrechterhalten (z.
B. gespeichert und/oder verarbeitet) werden.
Unter diesen Umständen können die im Block 220
erhaltenen Höhen- und Azimut-Kalibrierungsinformationen Informationen
umfassen, die zur Bestimmung der Beziehungen zwischen den Systemdarstellungen der
Höhen- und der Azimut-Koordinate und der tatsächlichen Höhen- und
Azimut-Koordinate des Teleskoptubus 112 verwendet werden. Zum Beispiel
können: die Höhen-Kalibrierungsinformationen Informationen wie etwa einen
Nullversatzparameter, der in einer mathematischen Beziehung zwischen dem Zählwert
des Höhendrehgebers 136 und der Ist-Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 verwendet wird, umfassen; und die Azimut-Kalibrierungsinformationen
einen Nullversatzparameter, der in einer mathematischen Beziehung zwischen dem Zählwert
des Azimut-Drehgebers 138 und der Ist-Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 verwendet wird, umfassen. Weitere in den mathematischen Beziehungen
verwendete Informationen (wie etwa z. B. relative Skalierungsfaktoren zwischen dem
Zählwert des Höhen- und des Azimut-Drehgebers 136,
138 und der Ist-Höhenkoordinate und der Ist-Azimut-Koordinate des
Teleskoptubus 112) können durch die Steuereinheit 134 a priori
bekannt sein.
Unter einigen Umständen können die den Systemdarstellungen
der Höhen- und der Azimut-Koordinate (und/oder der Beobachterbreite) entsprechenden
Drehgeber-Zählwerte (und/oder Differenzen der Drehgeber-Zählwerte) direkt
für Steuerberechnungen oder für eine andere Verarbeitung verwendet werden.
Unter anderen Umständen können diese Drehgeber-Zählwerte (und/oder
Differenzen der Drehgeber-Zählwerte), die den Systemdarstellungen der Höhen-
und der Azimut-Koordinate (und/oder der Beobachterbreite) entsprechen, vor der (oder
als Teil der) Ausführung von Steuerberechnungen oder einer anderen Verarbeitung
skaliert, versetzt und/oder auf andere Weise verarbeitet werden, um die Höhen-
und die Azimutkoordinate des Teleskoptubus 112 (und/oder die Beobachterbreite)
in Winkeleinheiten wie etwa Grad oder Radiant auszudrücken.
In alternativen Ausführungsformen können die Systemdarstellungen
der Höhen- und der Azimut-Koordinate (und/oder der Beobachterbreite) vor der
Speicherung skaliert, versetzt und/oder verarbeitet werden, sodass die Systemdarstellungen
tatsächlich in Winkeleinheiten wie etwa Grad oder Radiant gehalten werden,
die der Höhen- und der Azimut-Winkelkoordinate des Teleskoptubus
112 (und/oder der Beobachterbreite) entsprechen.
In einigen Ausführungsformen können die Systemdarstellungen
bestimmter Informationen alternativ oder zusätzlich als trigonometrische Funktionen
aufrechterhalten werden. Zum Beispiel kann die (im Folgenden erläuterte) Beobachterbreite
als trigonometrische Funktionen der Systembreitendarstellung (z. B. als der Sinus
und der Kosinus der Systembreitendarstellung) gespeichert werden. Diese Informationen
können in trigonometrischen Nachschlagtabellen aufrechterhalten werden, die
im Speicher 134A gespeichert werden, auf den die Steuereinheit
134 zugreifen kann. Für den Fachmann auf dem Gebiet ist klar, dass
alle Bezugnahmen auf trigonometrische Funktionen in dieser Beschreibung und in den
beigefügten Ansprüchen selbstverständlich Näherungen trigonometrischer
Funktionen zur Anpassung an eine digitale Berechnung enthalten. Die Verwendung trigonometrischer
Nachschlagtabellen ist auf dem Gebiet des Steuersystementwurfs gut bekannt.
Wo diese Beschreibung das Speichern, das Aufrechterhalten, das Erwerben,
das Berechnen, das Bestimmen oder das anderweitige Verarbeiten bestimmter Informationen
wie etwa z. B. der Systemdarstellung der Azimut-Koordinate beschreibt, sollen diese
Begriffe selbstverständlich das Speichern, das Aufrechterhalten, das Erwerben,
das Berechnen, das Bestimmen oder das anderweitige Verarbeiten verwandter Informationen
(z. B. trigonometrischer Funktionen), aus denen die bestimmen Informationen mathematisch
oder auf andere Weise erhalten werden können, enthalten.
Sofort nach dem Aktivieren der Rücksetzeingabe 149 im
Block 220 sind die Höhen- und die Azimut-Koordinate des Teleskoptubus
112 null. Dementsprechend kann die Steuereinheit 134 an die Ausgabeanzeige
160 geeignete Signale 157 senden, um zu zeigen, dass das Teleskopsystem
100 erkennt, dass sowohl die (auf dem Anzeigeabschnitt 160A gezeigte)
Höhenkoordinate des Teleskoptubus 112 als auch die (auf dem Anzeigeabschnitt
160B gezeigte) Azimut-Koordinate des Teleskoptubus 112 null sind.
Im nachfolgenden Betrieb (d. h. nach Block 220) veranlasst die Steuereinheit
134, dass die alphanumerische Anzeige 160 die Höhen- und
die Azimut-Koordinate des Teleskoptubus 112 relativ zu den im Block
220 erhaltenen Nullkoordinaten anzeigt.
Im Block 225 wird eine Bestimmung vorgenommen, ob das Teleskopsystem
100 an einem neuen Beobachterort ist oder nicht. Die Bestimmung des Blocks
225 kann von einem Nutzer und/oder in Reaktion auf eine Eingabe von einem
Nutzer vorgenommen werden. Das Teleskopsystem 100 kann den Nutzer abfragen,
ob er sich an einem neuen Beobachterort befindet. Alternativ kann das Teleskopsystem
100 in einer Standardbetriebsart arbeiten, in der es, sofern ein Nutzer
nichts anderes angibt, annimmt, dass es an dem gleichen Beobachterort ist, wie als
es zum letzten Mal kalibriert wurde. Falls das Teleskopsystem 100 nicht
an einem neuen Beobachterort ist, ist die Steuereinheit 134 zum automatischen
Nachführen bereit und geht zum Block 260über. Falls das Teleskopsystem 100 andererseits
an einem neuen Beobachterort ist, geht die Kalibrierungsprozedur 200 zum
Block 230 über.
Im Block 230 verwendet der Nutzer einen Breitenindikator
164, um an die Steuereinheit 134 Informationen über die Breite
des Beobachterortes zu liefern. Die 2B und
2C zeigen einen Breitenindikator 164 gemäß
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung. In der veranschaulichten Ausführungsform
aus 2B und in der schematischen Darstellung aus
2C umfasst der Breitenindikator 164 einen
Breitenindikator 164A des Skalentyps, der mit dem Höhen-Drehgelenk
124 gekoppelt ist. Der Breitenindikator 164A des Skalentyps umfasst
einen ersten Abschnitt 166, der ein Teil der Montierung 110 ist.
Wenn sich das Drehgelenk 124 bewegt (d. h., wenn sich der Teleskoptubus
112 um seine Höhenachse 114 bewegt), bewegt sich der erste
Abschnitt 166 des Breitenindikators 164A des Skalentyps nicht.
Außerdem umfasst der erste Abschnitt 166 des Breitenindikators
164A des Skalentyps eine Anzahl in Winkelrichtung voneinander beabstandeter
Breitenindizes 172, die Breiten auf der Erdoberfläche entsprechen.
Vorteilhaft geben die Breitenindizes 172 direkt (d. h. eher als oder zusätzlich
zu Informationen über den Höhenwinkel des Teleskops 112) Breiteninformationen
an. Wie in 2C gezeigt ist, können die Breitenindizes
172 z. B. Zahlen 173 und Markierungen 175 umfassen, die
verschiedenen Breiten entsprechen. In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
(wie in 2C gezeigt ist) geben die Breitenindizes
172 südliche Breiten als negative Zahlen und nördliche Breiten
als positive Zahlen an.
Der Indikator 164A des Skalentyps umfasst einen zweiten Abschnitt
168, der sich mit dem Teleskoptubus 112 bewegt, wenn sich das
Drehgelenk 124 bewegt. Der zweite Abschnitt 168 des Breitenindikators
164A des Skalentyps umfasst ein Zeigerelement 170, das auf Breitenindizes
172 auf dem ersten Abschnitt 166 des Breitenindikators
164A des Skalentyps zeigt. Wenn das Zeigerelement 170 auf einen
bestimmten der Breitenindizes 172 zeigt, heißt es, dass der Breitenindikator
164A des Skalentyps "auf" diesem besonderen Breitenwert "steht" oder ihn
"angibt". In der schematischen Darstellung aus 2C steht
der Breitenindikator 164A des Skalentyps auf 10° südlicher Breite.
Die Steuereinheit 134 kann mit Kenntnis zur mathematischen
Umsetzung zwischen Breitenindizes 172 des Breitenindikators 164A
des Skalentyps und den Drehgeberwerten des Höhendrehgebers 136 versehen
sein. In einigen Ausführungsformen umfasst diese mathematische Umsetzung eine
relative lineare Skalierung. Zum Beispiel kann eine relative Differenz von einem
Grad Breite einer relativen Differenz von 100 Drehgeber-Zählwerten entsprechen.
In einigen Ausführungsformen umfasst diese Umsetzung kompliziertere mathematische
Transformationen.
2D zeigt einen Breitenindikator 164 gemäß
einer alternativen Ausführungsform. Der Breitenindikator 164 aus
2D umfasst einen Breitenindikator 164B des
elektronischen Typs. Der Breitenindikator 164B des elektronischen Typs
kann funktional (z. B. elektronisch) mit dem Höhendrehgeber 136 und/oder
mit dem Höhendrehgelenk 124 gekoppelt sein. Der Breitenindikator
164B des elektronischen Typs umfasst eine digitale Anzeige 165,
die Informationen über Breiten auf der Erdoberfläche direkt anzeigt. In
der veranschaulichten Ausführungsform umfasst der Breitenindikator
164B des elektronischen Typs eine elektronisch neu kalibrierbare Eingabe
167. Wenn die digitale Anzeige 165 einen bestimmten Breitenzahlenwert
angibt, heißt es, dass der Breitenindikator 164B des elektronischen
Typs auf diesem bestimmten Breitenzahlenwert "steht" oder ihn "angibt". In der veranschaulichten
Ausführungsform aus 2D steht der Breitenindikator
164B des elektronischen Typs auf 10° südlicher Breite. Die Steuereinheit
134 und/oder die Anzeige 165 können mit Kenntnis für
die mathematische Umsetzung zwischen den auf der Anzeige 165 gezeigten
Breitenwerten des Breitenindikators 164B des elektronischen Typs und den
Drehgeberwerten des Höhendrehgebers 136 versehen sein. Wie bei dem
Breitenindikator 164A des Skalentyps kann diese mathematische Umsetzung
lineare oder nichtlineare Transformationen umfassen.
Wieder anhand des Kalibrierungsverfahrens 200 (6)
ist es der Zweck des Blocks 230, an die Steuereinheit 134 Kalibrierungsinformationen
über die Breite des Beobachterortes zu liefern. In Übereinstimmung mit
dem Kalibrierungsverfahren 200 aus 6 umfasst
der Block 230 das Verwenden des Tastenfelds 144 zum Einstellen
der Winkelposition des Teleskoptubus 112 um seine Höhenachse, bis
der Breitenindikator 164 auf einem "richtigen Breitenwert" steht. Der "richtige
Breitenwert" kann unter Verwendung einer Anzahl im Folgenden diskutierter Techniken
bestimmt werden.
6A ist eine schematische Blockdiagrammdarstellung eines
Verfahrens 232A, das verwendet werden kann, um den Breitenindikator
164 so einzustellen, dass er auf dem "richtigen Breitenwert" steht (d.
h., um die Prozeduren des Blocks 230 auszuführen). In Übereinstimmung
mit dem Verfahren 232A ist der Breitenindikator 164 kalibrierbar,
sodass dann, wenn die Höhenkoordinate des Teleskoptubus 112 auf null
gesetzt und in den Blöcken 210, 220 zurückgesetzt
wurde (d. h., wenn der Teleskoptubus 112 waagerecht eingestellt wurde),
der Nutzer den Breitenindikator 164 im Block 234A neu kalibriert,
sodass der Breitenindikator 164 auf null Grad Breite steht, wenn der Teleskoptubus
112 waagerecht eingestellt ist.
Die 7A und 7B
zeigen an einem Breitenindikator 164A des Skalentyps schematisch ein Beispiel
der Neukalibrierung des Blocks 232A. Zur Klarheit wurden aus den
7A und 7B einige Einzelheiten
weggelassen. In 7A ist angenommen, dass der Teleskoptubus
112 wie oben beschrieben (Block 210, 220) waagerecht
eingestellt worden ist, sodass die Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 null ist. Wenn der Teleskoptubus 112 in dem Beispiel aus
7A anfangs waagerecht eingestellt worden ist, steht
der Breitenindikator 164A des Skalentyps auf 32° Nord. Die Neukalibrierung
des Breitenindikators 164A des Skalentyps umfasst das physikalische Neukalibrieren
des Breitenindikators 164A des Skalentyps in der Weise, dass er auf 0°
Breite steht, wenn der Teleskoptubus 112 waagerecht eingestellt ist.
7B zeigt den Breitenindikator 164A des Skalentyps,
nachdem er in der Weise neu kalibriert worden ist, dass er auf 0° Breite steht.
In dem Beispiel der 7A und
7B ist der Breitenindikator 164A des Skalentyps
physikalisch neu kalibrierbar. In Übereinstimmung mit einer besonderen Ausführungsform
umfasst die Neukalibrierung des Blocks 234A: das Entkoppeln des zweiten
Abschnitts 168 des Breitenindikators 164A des Skalentyps vom Teleskoptubus
112 (in den 7A, 7B
nicht gezeigt); das Drehen des zweiten Abschnitts 168 relativ zum ersten
Abschnitt 166 und relativ zum Teleskoptubus 112, während
der Tubus 112 weiter waagerecht ist, bis das Zeigerelement 170
(wie in 7B gezeigt ist) auf einen bestimmten Breitenindex
172 zeigt, der null Grad Breite entspricht; und daraufhin das erneute Koppeln
des zweiten Abschnitts 168 mit dem Teleskoptubus 112.
Wo der Breitenindikator 164 ein Breitenindikator des elektronischen
Typs wie etwa der Breitenindikator 164B des elektronischen Typs aus
2D ist, kann die Neukalibrierung des Blocks
234A eher elektronisch als physikalisch ausgeführt werden. Am Breitenindikator
164B des elektronischen Typs kann die Neukalibrierung des Blocks
234A durch Aktivieren der Neukalibrierungseingabe 167, während
der Teleskoptubus 112 waagerecht eingestellt ist, ausgeführt werden.
Die Neukalibrierungseingabe 167 veranlasst, dass die Anzeige
165 auf 0° Breite steht.
Wenn der Breitenindikator 164 im Block 234A kalibriert
worden ist, ist der "richtige Breitenwert", auf den der Breitenindikator
164 eingestellt werden muss, die Breite des momentanen Beobachterortes.
Im Block 236A verwendet der Nutzer das Tastenfeld 144, um die
Höhe des Teleskoptubus 112 einzustellen, bis der Breitenindikator
164 auf einem Breitenwert steht, der der momentanen Breite des Beobachterortes
entspricht. Wenn sich der Nutzer z. B. in Vancouver, Kanada, befindet, wo die Breite
näherungsweise 49 Grad nördlich beträgt, verwendet der Nutzer daraufhin
im Block 236A das Tastenfeld 144, um die Höhe des Teleskoptubus
112 einzustellen, bis der Breitenindikator 164 auf 49 Grad nördlich
steht.
Die 7B und 7C
zeigen schematisch ein Beispiel der Einstellung des Blocks 236A an einem
Breitenindikator 164A des Skalentyps für den Fall, dass sich der Nutzer
in Vancouver, Kanada, befindet. 7B zeigt den Breitenindikator
164A des Skalentyps direkt nach der Neukalibrierung des Blocks
234A, während der Breitenindikator des Skalentyps auf 0° Breite
steht. In 7C stellt der Nutzer die Position des Teleskoptubus
112 um seine Höhenachse 114 ein, bis der Breitenindikator
164A des Skalentyps auf 49° nördlich steht. Wo der Breitenindikator
164 ein Breitenindikator des elektronischen Typs (wie etwa der Breitenindikator
164B des elektronischen Typs aus 2D) ist und
sich der Beobachterort in Vancouver, Kanada, befindet, kann die Einstellung des
Blocks 236A dadurch ausgeführt werden, dass die Höhe des Teleskoptubus
112 eingestellt wird, bis die Anzeige 165 auf 49° nördlich
steht.
6B ist eine schematische Blockdiagrammdarstellung eines
weiteren Verfahrens 232B, das verwendet werden kann, um den Breitenindikator
164 so einzustellen, dass er auf dem "richtigen Breitenwert" steht (d.
h., um die Prozeduren des Blocks 230 auszuführen). In Übereinstimmung
mit dem Verfahren 232B liest der Nutzer den Breitenindikator
164, wenn die Höhenkoordinate des Teleskoptubus 112 in den
Blöcken 210, 220 auf null gestellt worden ist und zurückgesetzt
worden ist (d. h. der Teleskoptubus 112 waagerecht eingestellt worden ist).
Im Block 234B addiert der Nutzer den Stand des Breitenindikators
164 zu der Breite des Beobachterortes, um den richtigen Breitenwert zu
erhalten. Falls der Beobachterort auf der Südhalbkugel ist, wird die Breite
des Beobachterortes von dem in den Blöcken 210, 220 erhaltenen
Stand des Breitenindikators 164 subtrahiert, um den richtigen Breitenwert
zu erhalten. Im Block 236B verwendet der Nutzer das Tastenfeld
144, um die Höhe des Teleskoptubus 112 einzustellen, bis
der Breitenindikator 164 auf dem im Block 234B bestimmten richtigen
Breitenwert steht.
Die 8A und 8B
zeigen schematisch ein Beispiel des Verfahrens 232B an einem Breitenindikator
164A des Skalentyps für den Fall, wo der Beobachterort Vancouver,
Kanada, ist. 8A zeigt den Breitenindikator
164A des Skalentyps nach dem Nullsetzen und nach dem Zurücksetzen
der Breitenkoordinate des Teleskoptubus 112 in den Blöcken
210, 220. In dem Beispiel aus 8A
steht der Breitenindikator 164A des Skalentyps auf 16° nördlich,
wenn der Teleskoptubus 112 anfangs waagerecht eingestellt worden ist. Daraufhin
berechnet der Nutzer den "richtigen Breitenwert" als 16° nördlich + 49°
nördlich = 67° nördlich. Im Block 236B stellt der Nutzer
die Position des Teleskoptubus 112 um seine Höhenachse 114
ein, bis der Breitenindikator 164A des Skalentyps auf 67° nördlich
(d. h. auf dem richtigen Breitenwert) steht. Diese Einstellung des Teleskoptubus
112 ist in 8B gezeigt.
Wo der Breitenindikator 164 ein Breitenindikator des elektronischen
Typs (wie etwa der Breitenindikator 164B des elektronischen Typs aus
2D) ist, ist das Verfahren 232B abgesehen
davon, dass der Block 236B das Einstellen der Höhe des Teleskoptubus
112, bis die Anzeige 165 auf dem richtigen Breitenwert steht,
umfasst, im Wesentlichen ähnlich.
Wieder anhand des Kalibrierungsverfahrens 200 aus
6 geht das Verfahren 200 nach dem Einstellen
der Höhe des Teleskoptubus 112, bis der Breitenindikator
164 auf dem richtigen Breitenwert steht (Block 230), zu Block
240 über. Im Block 240 löst der Nutzer aus, dass die
Steuereinheit 134 eine neue Systemdarstellung der Beobachterbreite (d.
h. der Beobachterbreite gemäß der Steuereinheit 134) bestimmt.
Im Block 240 bestimmt die Steuereinheit 134 die Differenz zwischen
dem Wert des Höhendrehgebers 136 bei Abschluss des Blocks
230 und dem im Block 220 bestimmten Wert des Höhendrehgebers
136.
Das Ergebnis der Differenzbestimmung des Blocks 240 repräsentiert
eine mögliche Systemdarstellung der Beobachterbreite. Vorzugsweise steht die
Ist-Beobachterbreite mathematisch in Beziehung mit dem Ergebnis der Differenzbestimmung
des Blocks 240. In besonderen Ausführungsformen kann die Ist-Beobachterbreite
durch Skalieren des Ergebnisses der Differenzbestimmung des Blocks 240
durch einen linearen Skalierungsfaktor bestimmt werden.
In einer besonderen Ausführungsform wird die Differenzbestimmung
des Blocks 240 ausgelöst, wenn der Nutzer gleichzeitig die Eingaben
152, 154 (siehe 4) aktiviert. Der
Block 250 umfasst das Speichern der neuen Systemdarstellung der Beobachterbreite
(z. B. im Speicher 134A (3)). Die gespeicherte
Systemdarstellung der Beobachterbreite kann das Ergebnis der Differenzbestimmung
des Blocks 240 umfassen. Wie oben diskutiert wurde, kann die Systemdarstellung
der Beobachterbreite allerdings in einer Vielzahl verschiedener Formate wie etwa
als eine Differenz der Drehgeber-Zählwerte, als Winkeleinheiten, als trigonometrische
Funktionen von Winkeleinheiten und/oder als andere mathematisch äquivalente
Informationen aufrechterhalten (z. B. gespeichert und/oder verarbeitet) werden.
Im Block 260 ist die Kalibrierungsprozedur 200 abgeschlossen
und sind das Teleskopsystem 100 und das Steuersystem 132 zur Ausführung
der automatischen Nachführungsoperationen bereit. In einer besonderen Ausführungsform
beginnt ein Nutzer die automatische Nachführung, indem er ein gewünschtes
Himmelsobjekt in dem Blickfeld des Teleskops 112 zentriert und daraufhin
gleichzeitig die Nutzereingaben 150 und 152 (siehe 4)
aktiviert. Daraufhin veranlasst das Steuersystem 132, dass der Teleskoptubus
112 wie oben beschrieben dem gewünschten Objekt nachgeführt wird.
9 zeigt eine Kalibrierungsprozedur 300 gemäß
einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, in der die Breite des Beobachterortes
in das Teleskopsystem 100 eingegeben wird. Die Kalibrierungsprozedur
300 unterscheidet sich von der Kalibrierungsprozedur 200 dadurch,
dass die Kalibrierungsprozedur 300 eine neue Systemdarstellung der Beobachterbreite
erhält, ohne die Systemdarstellungen der Höhen- und der Azimut-Koordinate
neu zu kalibrieren. Das Kalibrierungsverfahren 300 beginnt im Block
310, wo die Steuereinheit 134 in Reaktion darauf, dass der Nutzer
eine oder mehrere Nutzereingaben aktiviert (nicht gezeigt), den momentanen Wert
des Höhendrehgebers 136 aufzeichnet. Diesen Wert des Höhendrehgebers
136 verwendet die Steuereinheit 134 in einer im Folgenden beschriebenen
nachfolgenden Breitenberechnung als den Subtrahenden.
Im Block 330 liefert der Nutzer an die Steuereinheit
134 Informationen über die Breite des Beobachterortes. Der Block
330 umfasst das Einstellen der Winkelposition des Teleskoptubus
112 um seine Höhenachse, bis der Breitenindikator 164 auf
einem "richtigen Breitenwert" steht. Abgesehen davon, dass die Höhenkoordinate
des Teleskoptubus 112 vor der Bestimmung des richtigen Breitenwertes nicht
null gesetzt wird, kann die Bestimmung des richtigen Breitenwertes auf ähnliche
Weise wie in einer der Prozeduren 232A, 232B ausgeführt werden.
Der richtige Breitenwert kann durch Neukalibrieren des Breitenindikators
164 auf ähnliche Weise wie in dem Verfahren 232A aus
6A bestimmt werden, wobei der richtige Breitenwert
in diesem Fall die Ist-Beobachterbreite ist. Die Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 wird während der Neukalibrierung des Breitenindikators
164 auf der Position in ihrem Block 310 aufrechterhalten. Alternativ
kann der richtige Breitenwert auf ähnliche Weise wie im Verfahren
232B aus 6B dadurch bestimmt werden, dass
die Beobachterbreite zu dem Breitenstand addiert wird, der während des Blocks
310 vom Breitenanzeiger 164 genommen wird. Als Teil des Blocks
330 verwendet der Nutzer das Tastenfeld 144, um die Winkelposition
des Teleskoptubus 112 um seine Höhenachse 114 einzustellen,
bis der Breitenindikator 164 auf dem richtigen Breitenwert steht.
Nach dem Einstellen der Höhe des Teleskoptubus 112,
bis der Breitenindikator 164 auf dem richtigen Breitenwert steht, liefert
der Nutzer im Block 340 an die Steuereinheit 134 eine Angabe,
um eine neue Systemdarstellung der Beobachterbreite zu bestimmen. Die von dem Nutzer
gelieferte Angabe zum Ausführen dieser Bestimmung kann das Aktivieren einer
oder mehrerer Nutzereingaben (nicht gezeigt) umfassen. Die Steuereinheit
134 führt diese Bestimmung dadurch aus, dass sie den Wert des Höhendrehgebers
136, wenn der Breitenindikator 164 auf den "richtigen Höhenwert"
(d. h. auf den Wert des Höhendrehgebers 136 im Block 340)
gerichtet ist, als den Minuenden in einer Subtraktionsberechnung verwendet. Die
Subtraktionsberechnung umfasst das Subtrahieren des im Block 310 erhaltenen
Subtrahenden von dem im Block 340 erhaltenen Minuenden, um einen Differenzwert
zu bestimmen.
Dieser Differenzwert des Blocks 340 repräsentiert eine
mögliche Systemdarstellung für die Breite des Beobachterortes. Vorzugsweise
steht der Differenzwert des Blocks 340 in mathematischer Beziehung mit
der Ist-Beobachterbreite. In besonderen Ausführungsformen kann die Ist-Beobachterbreite
dadurch bestimmt werden, dass der Differenzwert des Blocks 340 durch einen
linearen Skalierungsfaktor skaliert wird. Im Block 350 der veranschaulichten
Ausführungsform speichert die Steuereinheit 134 (z. B. im Speicher
134A) eine Systemdarstellung der Beobachterbreite. Die gespeicherte Systemdarstellung
der Beobachterbreite kann der Differenzwert des Blocks 340 sein. Wie oben
diskutiert wurde, kann die Systemdarstellung der Beobachterbreite aber in einer
Vielzahl von Formaten aufrechterhalten werden.
10 zeigt ein Teleskopsteuersystem 432 gemäß
einer alternativen Ausführungsform der Erfindung. In vieler Hinsicht ist das
Steuersystem 432 ähnlich dem Steuersystem 132 aus
3. Merkmale des Steuersystems 432 (10),
die ähnlich Merkmalen des Steuersystems 132 (3)
sind, sind mit ähnlichen Bezugszeichen versehen, denen eher die Ziffer "4"
als die Ziffer "1" vorangeht. Das Steuersystem 432 unterscheidet sich vom
Steuersystem 132 dadurch, dass das Steuersystem 432 einen zusätzlichen
Sensor 433 umfasst. In der veranschaulichten Ausführungsform ist der
Sensor 433 mit dem Höhen-Drehgelenk 424 gekoppelt.
In der veranschaulichten Ausführungsform aus 10
fühlt der Sensor 433 Informationen über die Winkelposition des
Teleskoptubus 112 um die Höhenachse 114 ab und liefert diese
Informationen über das Signal 441 an die Steuereinheit 432
und bei Bedarf an einen Analog/Digital-Umsetzer (nicht gezeigt). Der Sensor
433 kann eine breite Vielfalt von Positions- und/oder Winkelsensoren umfassen,
die die Winkelposition des Teleskoptubus 112 um die Höhenachse
114 erfassen können. Als nicht einschränkende Beispiele kann
der Sensor 433 ein Potentiometer oder einen induktiven Sensor, das/der
die Winkelposition des Teleskoptubus 112 um die Höhenachse
114 direkt abfühlt, umfassen oder kann der Sensor 433 einen
photoelektrischen Sensor oder einen Laser-Sensor, der die Winkelposition des Teleskoptubus
112 um die Höhenachse 114 durch Erfassen des Trennabstands
eines Punkts am Tubus 112 von einem festen Referenzpunkt indirekt abfühlt,
umfassen. Vorzugsweise wird die Steuereinheit 432 mit Informationen über
den Sensor 433 vorkalibriert. Zum Beispiel kann die Steuereinheit
432 mit einer Nullreferenz für den Sensor 433 vorprogrammiert
werden.
In der veranschaulichten Ausführungsform umfasst das Steuersystem
432 einen Breitenindikator 464, der ebenfalls mit dem Höhendrehgelenk
424 gekoppelt ist. Der Breitenindikator 464 kann im Wesentlich
ähnlich irgendeinem der hier beschriebenen Breitenindikatoren sein. Der Breitenindikator
464 steht auf einem Breitenwert, der von der Winkelposition des Teleskoptubus
112 um das Höhendrehgelenk 424 abhängt. Vorzugsweise
ist der Steuereinheit 432 die Beziehung zwischen dem Stand des Breitenindikators
464 und dem Ausgangssignal 441 des Sensors 433 bekannt.
Das heißt, die Steuereinheit 432 kann den Stand des Breitenindikators
464 vorzugsweise anhand des Sensorausgangssignals 441 bestimmen.
Diese Beziehung kann in die Steuereinheit 432 vorprogrammiert sein.
11 zeigt ein Verfahren 500 zum Kalibrieren
des Teleskopsystems 400 zum Eingeben der Breite des Beobachterortes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Das Verfahren 500 beginnt
im Block 510, wo ein Nutzer die Höhenkoordinate des Teleskoptubus
112 einstellt, bis der Wählscheibenindikator 464 auf einem
Breitenwert steht, der der Breite des Beobachterortes entspricht. Die Einstellung
des Blocks 510kann z. B. unter Verwendung von Nutzereingaben 146 am
Tastenfeld 144 ausgeführt werden.
Im Block 520 liefert der Nutzer an die Steuereinheit
432 eine Angabe (z. B. Aktivierung einer Nutzereingabe), dass die Steuereinheit
432 eine neue Systemdarstellung der Beobachterbreite bestimmen sollte.
Nach Empfang dieser Angabe bestimmt die Steuereinheit 432 anhand des Signals
441 vom Sensor 433 eine neue Systemdarstellung der Beobachterbreite.
Die Bestimmung der neuen Systemdarstellung der Beobachterbreite kann eine Berechnung
in Übereinstimmung mit der Beziehung zwischen dem Sensorausgangssignal
441 und dem Stand des Breitenindikators 464 umfassen. Eine solche
Berechnung kann eine Versatzbildung, eine Skalierung und/oder eine andere Verarbeitung
umfassen. Die Beziehung zwischen dem Sensorausgangssignal 441 und dem Stand
des Breitenindikators 464 kann eine lineare oder eine nichtlineare Beziehung
sein. Im Block 530 wird die neu bestimmte Systemdarstellung der Beobachterbreite
gespeichert. Wie oben diskutiert wurde, kann die Systemdarstellung der Beobachterbreite
in einer Vielzahl von Formaten gespeichert werden.
Wie für den Fachmann auf dem Gebiet im Licht der vorstehenden
Offenbarung klar ist, sind bei der Verwirklichung dieser Erfindung viele Änderungen
und Abwandlungen möglich, ohne von deren Umfang abzuweichen. Zum Beispiel:
• In der oben beschriebenen Ausführungsform umfasst das Teleskopsystem
100 ein Dobson-Teleskop. Im Allgemeinen kann die hier beschriebene Erfindung
unter Verwendung irgendeines Teleskoptyps realisiert werden, der eine Alt-Az-Montierung
umfasst. Solche Alt-Az-Montierungen können z. B. einarmige Alt-Az-Montierungen
oder Gabel-Alt-Az-Montierungen sein. Als nicht einschränkendes Beispiel können
diese Teleskope enthalten: Schmidt-Cassegrain-Teleskope, Maksutov-Cassegrain-Teleskope,
Newton-Teleskope, Katadioptrik-Teleskope, Spiegelteleskope, Refraktoren und Spektiv-Teleskope.
• Das Tastenfeld 144 ist oben mit mehreren Nutzereingaben
150, 152, 154 zur Geschwindigkeitssteuerung gezeigt.
In einer alternativen Ausführungsform wird die Geschwindigkeitssteuerung dadurch
erzielt, dass eine Richtungssteuerungseingabe 146A, 146B,
148A, 148B für eine längere Zeitdauer niedergedrückt
gehalten wird, sodass die Bewegungsgeschwindigkeit des Teleskoptubus 112
zunimmt, wenn ein Nutzer eine Steuereingabe 146A, 146B,
148A, 148B für eine längere Zeitdauer niedergedrückt
hält. In diesen Ausführungsformen sind keine getrennten Geschwindigkeitssteuereingaben
150, 152 und 154 erforderlich.
• In der Ausführungsform aus 4 des
Tastenfelds 144 und in der Ausführungsform aus 2D
des Breitenindikators 164B des elektronischen Typs sind die Nutzereingaben
146A, 146B, 148A, 148B, 150,
152, 154, 167 in Form von Knöpfen ausgeführt.
Für den Fachmann auf dem Gebiet ist klar, dass die Nutzereingaben
146A, 146B, 148A, 148B, 150,
152, 154, 167 andere Nutzereingabevorrichtungen wie etwa
Schalter, Touchpads, Abrolleinrichtungen, Joysticks oder dergleichen umfassen könnten.
• Die Ausführungsform aus 5 der Ausgabeschnittstelle
156 umfasst eine alphanumerische Anzeige 160. In weniger teuren
Ausführungsformen kann die alphanumerische Anzeige durch mechanische Messgeräte,
Wählscheiben und/oder Einstellkreise ersetzt sein, die eine Angabe der Höhen-
und der Azimut-Koordinate des Teleskoptubus 112 liefern.
• Die oben beschriebenen Kalibrierungsprozeduren 200,
300, 500 umfassen, dass ein Nutzer ein Tastenfeld 144
verwendet, um den Teleskoptubus 112 während der Kalibrierung zu manipulieren.
Für den Fachmann auf dem Gebiet ist klar, dass die Verwendung des Tastenfelds
144 nicht erforderlich ist und dass ein Nutzer den Teleskoptubus
112 während der Kalibrierung von Hand um seine Achsen 114,
118 manipulieren kann.
• In der oben beschriebenen Ausführungsform umfasst das Tastenfeld
144 eine Rücksetzeingabe 149, die im Block 220 (6)
zum Zurücksetzen der Systemdarstellungen der Höhen- und der Azimut-Koordinate
verwendet wird. In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist das
Steuersystem 132 so konfiguriert, dass es die Höhen- und die Azimut-Systemkoordinate
jedes Mal zurücksetzt, wenn der Nutzer über einen (nicht gezeigten) Leistungsschalter
die Leistung zum Steuersystem 132 einschaltet. In diesen Ausführungsformen
stellt ein Nutzer die Höhen- und die Azimut-Koordinate des Teleskoptubus
112 vor Einschalten des Steuersystems 132 auf null.
• In der veranschaulichten Ausführungsform der 2B
und 2C bewegt sich das Zeigerelement 170 mit
dem Teleskoptubus 112 um die Höhenachse 114, während
die Breitenindizes 172 feststehend sind. In anderen Ausführungsformen
bewegen sich die Breitenindizes 172 mit dem Teleskoptubus 112
um die Höhenachse 114, während das Zeigerelement 170
feststehend ist.
• In einigen Ausführungsformen können Teleskopsysteme
100 einen Breitenindikator ähnlich dem Breitenindikator
164 umfassen, der mit dem Azimut-Drehgelenk 126 gekoppelt ist.
Ein solcher Breitenindikator könnte Breitenindizes, deren Position feststeht,
und ein Zeigerelement, das sich mit dem Teleskoptubus 112 um die Azimutachse
118 bewegt, um auf die Breitenindizes zu zeigen, bereitstellen. Alternativ
könnte ein solcher Breitenindikator ein festes Zeigerelement und Breitenindizes,
die sich mit dem Teleskoptubus 112 um die Azimutachse 118 bewegen,
bereitstellen. Da die oben beschriebenen Verfahren 200, 300 die
Systemdarstellung der Breite des Beobachterortes unter Verwendung einer Differenz
zwischen Drehgeberwerten bestimmen, ist es für die Steuereinheit
134 ohne Bedeutung, ob sie diese Differenz unter Verwendung des Höhendrehgebers
136 oder des Azimut-Drehgebers 138 misst. Dementsprechend können
die oben beschriebenen Verfahren 200, 300 unter Verwendung eines
mit dem Azimut-Drehgelenk 126 gekoppelten Breitenindikators ausgeführt
werden. Abgesehen davon, dass die Azimutachse 118 verwendet wird und dass
der Nutzer den Teleskoptubus 112 um die Azimutachse 118 schwenkt,
wären diese Verfahren im Wesentlichen ähnlich den oben beschriebenen Verfahren
200, 300.
• In einigen Ausführungsformen können Teleskopsysteme
400 einen Breitenindikator ähnlich dem Breitenindikator
464 umfassen, der mit dem Azimut-Drehgelenk 426 gekoppelt ist.
In diesen Ausführungsformen könnte das Verfahren 500 durch Einstellen
des Teleskoptubus 112 um die Azimutachse 118 ausgeführt werden.
• In einigen Ausführungsformen kann ein Nutzer die Eingaben
146A, 146B, 148A, 148B zum Außerkraftsetzen
einer automatischen Nachführungsfunktion verwenden. Dies kann erfolgen, wo
die vor der automatischen Nachführung ausgeführte Kalibrierung nicht ideal
ist und die automatische Nachführung des Teleskopsystems 100 das gewünschte
Objekt nicht ideal in dem Teleskopblickfeld zentriert hält. In bevorzugten
Ausführungsformen können die Drehzahlen der Motoren 128,
130 in Reaktion auf Nutzereingaben 146A, 146B,
148A, 148B, die während einer automatischen Nachführungsoperation
aktiviert werden, verringert werden. Zum Beispiel können die langsame, die
mäßige und die schnelle Drehzahl der Motoren 128, 130
das 64-, das 128- und das 256-fache der siderischen Rate sein, wenn keine automatische
Nachführung ausgeführt wird, und das 4-, das 16- und das 32-fache der
siderischen Rate sein, wenn die automatische Nachführung ausgeführt wird.
• Wenn ein Nutzer eine automatische Nachführungsoperation außer
Kraft setzt, um ein gewünschtes Himmelsobjekt in dem Blickfeld zu halten, kann
das Steuersystem 132 aus diesem Außerkraftsetzen erhaltene Informationen
verwenden, um seine Breiteninformationen unter Verwendung der automatischen Nachführungsgleichungen
neu zu kalibrieren, um für die Breite des Beobachterortes (Lat) zu lösen.
• In einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung umfasst
das Teleskopsystem 100 einen zusätzlichen E/A-Port 177, der
mit einem Computer (nicht gezeigt) verbunden werden kann. Der Computer kann Kalibrierungs-Software
ausführen, die einen Nutzer auffordert, die momentane Beobachterbreite und/oder
zusätzliche Kalibrierungsinformationen, die für die Steuereinheit
134 nützlich sein können, einzugeben. In einer weiteren alternativen
Ausführungsform kann die Nutzerschnittstelle 143 E/A-Komponenten umfassen
und kann das Teleskopsystem 100ähnliche Software ablaufen lassen,
um die momentane Beobachterbreite und/oder zusätzliche Kalibrierungsinformationen,
die für die Steuereinheit 134 nützlich sein können, zu erhalten.
Diese zusätzlichen Kalibrierungsinformationen können die Sternzeit (oder
mathematisch äquivalente Informationen) an dem Beobachterort umfassen. Da die
Beobachterbreite und die Sternzeit (oder mathematisch äquivalente Informationen)
sämtliche Informationen repräsentieren, die zum Ausführen der Transformationen
zwischen dem Himmelskoordinatensystem und dem lokalen Alt-Az-Koordinatensystem an
irgendeinem gegebenen Beobachterort erforderlich sind, können diese zusätzlichen
Informationen ermöglichen, dass das Teleskopsystem 100 "GO TO"-Operationen
ausführt. Mathematisch äquivalente Informationen zu der Sternzeit können
z. B. die Länge des Beobachterortes und die Ortszeit und das Datum an dem Beobachterort
enthalten.
• In den oben beschriebenen Ausführungsformen sind die Breitenindikatoren
mit einer linearen Breitenskala versehen. Zum Beispiel entspricht jeder Breitengrad
auf dem Breitenindikator einer konstanten Anzahl von Zählwerten des Drehgebers,
mit dem er gekoppelt ist. Diese lineare Skala ist zweckmäßig, da sie die
Kalibrierung des Systems mit Informationen über die Beobachterbreite vereinfacht.
Zum Beispiel kann die Ist-Beobachterbreite dadurch bestimmt werden, dass ein linearer
Skalierungsfaktor mit der im Block 240 (6)
oder im Block 340 (7) bestimmten Drehgeber-Zählwertdifferenz
multipliziert wird. Allerdings kann es in alternativen Ausführungsformen nützlich
sein, einen Breitenindikator mit einer nichtlinearen Skala bereitzustellen. Zum
Beispiel kann der größte Teil der Weltbevölkerung zwischen 0-50°
nördlicher oder südlicher Breite wohnen. Dementsprechend kann es nützlich
sein, zwischen -50° bis 50° einen Breitenindikator mit einer verhältnismäßig
feinen Skala und in einem Gebiet zwischen -90° bis -50° sowie zwischen
50° bis 90° mit einer verhältnismäßig groben Skala bereitzustellen.
Zum Beispiel kann die Skala dieses Breitenindikators zwischen -50° bis 50°
100 Drehgeber-Zählwerten pro Breitengrad und zwischen -90° bis -50°
sowie zwischen 50° bis 90° 20 Drehgeber-Zählwerten pro Breitengrad
entsprechen. In dieser Ausführungsform werden für die Steuereinheit
134 a priori Informationen über die nichtlineare Beziehung zwischen
dem Breitenindikator und dem Drehgeber, mit dem er gekoppelt ist, bereitgestellt.
Dementsprechend soll der Umfang der Erfindung in Übereinstimmung
mit dem durch die folgenden Ansprüche definierten Inhalt ausgelegt werden.
Anspruch[de]
Verfahren zum Kalibrieren eines Höhen-Azimut-Teleskopsystems mit
einer Breite eines Beobachterortes, damit das Teleskopsystem Himmelsobjekten automatisch
nachgeführt werden kann, wobei das Verfahren umfasst:
Vorsehen eines Teleskoptubus, der auf einer Basis für eine Schwenkbewegung
um eine Höhenachse, die zu einer Ebene der Basis im Allgemeinen parallel ist,
und um eine azimutale Achse, die zu der Ebene der Basis im Allgemeinen senkrecht
ist, montiert ist; wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch:
Vorsehen eines Breitenindikators, der mit einer Entsprechenden der Höhen- und
der Azimutachse gekoppelt ist, wobei der Breitenindikator einen Breitenwert angibt,
der sich mit der Bewegung des Teleskoptubus um die entsprechende Achse ändert;
Eingeben einer internen Breitendarstellung der Breite des Beobachterortes in eine
Steuereinheit des Teleskopsystems durch:
Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf Informationen, die eine erste
Winkelposition des Teleskoptubus um die entsprechende Achse angeben, wobei der Breitenindikator
an der ersten Winkelposition einen ersten Breitenwert angibt;
Einstellen einer Orientierung des Teleskoptubus um die entsprechende Achse auf eine
zweite Winkelposition, wobei der Breitenindikator an der zweiten Winkelposition
einen zweiten Breitenwert angibt, der sich von dem ersten Breitenwert um einen der
Beobachterbreite entsprechenden Betrag unterscheidet;
Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf Informationen, die die zweite
Winkelposition angeben; und
Ausführen einer Subtraktionsoperation in der Steuereinheit, um die die erste
Winkelposition angebenden Informationen von den die zweite Winkelposition angebenden
Informationen zu subtrahieren, um dadurch einen Differenzwert zu bestimmen, wobei
der Differenzwert die Breite des Beobachterortes angibt und wobei die interne Breitendarstellung
auf dem Differenzwert basiert.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Vorsehen des Breitenindikators
das Vorsehen eines Breitenindikators des Skalentyps umfasst, der Breitenindizes,
die Breitenwerte angeben, und ein Zeigerelement aufweist, wobei die Breitenindizes
und das Zeigerelement bei einer Bewegung des Teleskoptubus um die entsprechende
Achse relativ zueinander beweglich sind.Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das Zeigerelement dann, wenn sich
der Teleskoptubus an der ersten Winkelposition befindet, auf einen der Breitenindizes,
der den ersten Breitenwert angibt, zeigt; und bei dem das Zeigerelement dann, wenn
sich der Teleskoptubus an der zweiten Winkelposition befindet, vorzugsweise auf
einen der Breitenindizes zeigt, der den zweiten Breitenwert angibt.Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das Schaffen eines Zugriffs für
die Steuereinheit auf die Informationen, die die erste Winkelposition angeben, das
Erhalten eines ersten Drehgeber-Zählwertes von einem mit der entsprechenden
Achse gekoppelten Drehgeber umfasst; und bei dem das Schaffen eines Zugriffs für
die Steuereinheit auf die Informationen, die die zweite Winkelposition angeben,
vorzugsweise das Erhalten eines zweiten Drehgeber-Zählwertes von dem mit der
entsprechenden Achse gekoppelten Drehgeber umfasst.Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, das vor dem Einstellen der Orientierung
des Teleskoptubus das physikalische Neukalibrieren des Breitenindikators des Skalentyps
umfasst, derart, dass das Zeigerelement auf einen der Breitenindizes zeigt, der
null Grad Breite angibt, und der erste Breitenwert null Grad Breite ist.Verfahren nach Anspruch 5, das das Speichern des Differenzwertes in
einem Speicher als eine Systemdarstellung der Beobachterbreite umfasst.Verfahren nach Anspruch 5, das das Verarbeiten des Differenzwertes,
um trigonometrische Funktionen der Beobachterbreite zu erhalten, und das Speichern
der trigonometrischen Funktionen der Beobachterbreite umfasst.Verfahren nach Anspruch 7, bei dem das Verarbeiten des Differenzwertes
wenigstens eines der Folgenden umfasst: Skalieren des Differenzwertes und Subtrahieren
eines Versatzes von dem Differenzwert.Verfahren nach Anspruch 5, das das Erhalten von trigonometrischen Funktionen
der Beobachterbreite aus einer in einem Speicher gespeicherten Nachschlagtabelle
umfasst.Verfahren nach Anspruch 5, bei dem das Einstellen der Orientierung des
Teleskoptubus das steuerbare Betätigen eines mit der entsprechenden Achse gekoppelten
Motors unter Verwendung einer Rückkopplung von dem mit der
entsprechenden Achse gekoppelten Drehgeber umfasst.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das vor dem
Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf Informationen, die die erste
Winkelposition angeben, das Einstellen des Teleskoptubus auf eine Orientierung,
in der der Teleskoptubus zu der Basis im Allgemeinen parallel ist, und das Einstellen
des Teleskoptubus auf eine Orientierung, in der der Teleskoptubus im Allgemeinen
in die wahre Nordrichtung zeigt, umfasst.Verfahren nach Anspruch 11, das das Neukalibrieren einer Systemdarstellung
der Höhenkoordinate umfasst, wenn der Teleskoptubus in der Orientierung ist,
in der der Teleskoptubus zu der Basis im Allgemeinen parallel ist, und das Neukalibrieren
einer Systemdarstellung der Azimutkoordinate umfasst, wenn der Teleskoptubus in
der Orientierung ist, in der der Teleskoptubus im Allgemeinen in die wahre Nordrichtung
zeigt.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die
entsprechende Achse die Höhenachse ist.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die
entsprechende Achse die Azimutachse ist.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf die Informationen, die die
erste Winkelposition angeben, das Erhalten eines ersten Drehgeber-Zählwerts
von einem mit der entsprechenden Achse gekoppelten Drehgeber umfasst; und bei dem
das Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf die Informationen, die
die zweite Winkelposition angeben, das Erhalten eines zweiten Drehgeber-Zählwerts
von dem mit der entsprechenden Achse gekoppelten Drehgeber umfasst.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Einstellen einer Orientierung
des Teleskoptubus das steuerbare Betätigen eines mit der entsprechenden Achse
gekoppelten Motors unter Verwendung einer Rückkopplung von einem mit der entsprechenden
Achse gekoppelten Drehgeber umfasst.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Breitenindikator einen Breitenindikator
des elektronischen Typs mit einer Anzeige, die Breitenwerte angibt, umfasst.Verfahren nach Anspruch 17, das vor dem Einstellen der Orientierung
des Teleskoptubus das elektronische Neukalibrieren des Breitenindikators umfasst,
derart, dass die Anzeige null Grad Breite angibt und der erste Breitenwert null
Grad Breite ist.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Differenzwert
durch einen linearen Skalierungsfaktor skalierbar ist, um eine Ist-Beobachterbreite
zu erhalten.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Differenzwert
mit einer Ist-Beobachterbreite über eine nichtlineare mathematische Beziehung
in Beziehung steht.Höhen-Azimut-Teleskopsystem, das Himmelsobjekten automatisch nachgeführt
werden kann, wobei das System umfasst:
eine Montierung zum Unterstützen eines Teleskoptubus, wobei die Montierung
eine Basis sowie Höhen- und Azimut-Drehgelenke besitzt, die so konfiguriert
sind, dass sie den Teleskoptubus um eine Höhenachse, die zu einer Ebene der
Basis im Allgemeinen parallel ist, bzw. um eine Azimutachse, die zu der Ebene der
Basis im Allgemeinen senkrecht ist, schwenken, und entsprechende Höhen- und
Azimut-Drehgeber, die so angeschlossen sind, dass sie Informationen erfassen, die
Winkelpositionen des Teleskoptubus um seine Höhen- bzw. seine Azimutachse angeben;
wobei das System dadurch gekennzeichnet ist, dass es ferner umfasst:
einen Breitenindikator, der mit einem Entsprechenden des Höhen- und des Azimut-Drehgelenks
gekoppelt ist, wobei der Breitenindikator einen Breitenwert angibt, der sich mit
der Bewegung des entsprechenden Drehgelenks ändert; und
eine Steuereinheit, die mit dem Höhen- und mit dem Azimut-Drehgeber so verbunden
ist, dass sie Winkelpositionsinformationen von den Drehgebern empfängt, wobei
die Steuereinheit so konfiguriert ist, dass sie die Eingabe einer Breite eines Beobachtungsortes
durch Erhalten erster Winkelpositionsinformationen von dem dem entsprechenden Drehgelenk
zugeordneten Drehgeber in einer ersten Winkelposition und durch Erhalten zweiter
Winkelpositionsinformationen von dem dem entsprechenden Drehgelenk zugeordneten
Drehgeber in einer zweiten Winkelposition empfängt und die ersten Winkelpositionsinformationen
von den zweiten Winkelpositionsinformationen subtrahiert, um einen
Differenzwert zu bestimmen, wobei der Differenzwert die Breite eines Beobachterortes
angibt, wenn die erste und die zweite Winkelposition gewählt werden, derart,
dass eine Differenz in den Breiteninformationen, die durch den Breitenindikator
in der ersten bzw. in der zweiten Winkelposition angegeben werden, der Beobachterbreite
entspricht, und wobei eine interne Breitendarstellung der Breite des Beobachterortes
auf dem Differenzwert basiert.Teleskopsystem nach Anspruch 21, bei dem der Breitenindikator einen
Breitenindikator des Skalentyps umfasst, wobei der Breitenindikator des Skalentyps
Breitenindizes, die Breitenwerte angeben, und ein Zeigerelement aufweist, wobei
die Breitenindizes und das Zeigerelement bei einer Bewegung des entsprechenden Drehgelenks
relativ zueinander beweglich sind.Teleskopsystem nach Anspruch 21, bei dem der Breitenindikator des Skalentyps
physikalisch neu kalibrierbar ist, derart, dass das Zeigerelement so einstellbar
ist, dass es auf einen der Breitenindizes zeigt, der null Grad Breite entspricht,
wenn das entsprechende Drehgelenk in der ersten Position ist.Teleskopsystem nach Anspruch 23, das einen Speicher zum Speichern wenigstens
eines der folgenden Elemente umfasst: den Differenzwert; eine skalierte Version
des Differenzwertes; eine versetzte Version des Differenzwertes; eine skalierte
und versetzte Version des Differenzwertes; und eine oder mehrere trigonometrische
Funktionen der Breite des Beobachterortes, die durch den Differenzwert angegeben
wird.Teleskopsystem nach Anspruch 21, bei dem der Differenzwert durch einen
linearen Skalierungsfaktor skalierbar ist, um eine Ist-Beobachterbreite zu erhalten.Teleskopsystem nach Anspruch 21, bei dem der Differenzwert mit einer
Ist-Beobachterbreite durch eine nichtlineare mathematische Beziehung in Beziehung
steht.Verfahren zum Eingeben eines Breitenwertes in ein Höhen-Azimut-Teleskopsteuersystem,
um das Teleskopsteuersystem Himmelsobjekten automatisch nachzuführen, wobei
das Verfahren umfasst:
Vorsehen eines Teleskoptubus, der an einer Basis für eine Schwenkbewegung um
eine Höhenachse, die zu einer Ebene der Basis im Allgemeinen parallel ist,
und um eine Azimutachse, die zu der Ebene der Basis im Allgemeinen senkrecht ist,
montiert ist; wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch:
Vorsehen eines Breitenindikators, der mit einer Entsprechenden der Höhen- und
der Azimutachse gekoppelt ist, wobei der Breitenindikator einen Breitenwert angibt,
der sich bei einer Bewegung des Teleskoptubus um die entsprechende Achse ändert;
Eingeben einer internen Breitendarstellung der Breite des Beobachterortes in eine
Steuereinheit des Teleskopsystems durch:
Vorsehen eines Drehgebers, der mit der entsprechenden Achse gekoppelt ist, wobei
der Drehgeber ein Drehgebersignal erzeugt, das eine Winkelposition des Teleskoptubus
um die entsprechende Achse angibt;
Schaffen eines Zugriffs für eine Steuereinheit auf Informationen, die eine
erste Winkelposition des Teleskoptubus um die entsprechende Achse aus dem Drehgebersignal
angeben, wobei in der ersten Winkelposition der Breitenindikator einen ersten Breitenwert
angibt;
Einstellen einer Orientierung des Teleskoptubus um die entsprechende Achse auf eine
zweite Winkelposition, wobei in der zweiten Winkelposition der Breitenindikator
einen zweiten Breitenwert angibt, der sich von dem ersten Breitenwert um einen der
Beobachterbreite entsprechenden Betrag unterscheidet;
Schaffen eines Zugriffs für die Steuereinheit auf Informationen, die die zweite
Winkelposition des Teleskoptubus um die entsprechende Achse von dem Drehgebersignal
angeben; und
Subtrahieren der Informationen, die die erste Winkelposition angeben, von den Informationen,
die die zweite Winkelposition angeben, in der Steuereinheit, um einen Differenzwert
zu bestimmen, wobei der Differenzwert die Breite des Beobachterortes angibt und
wobei eine interne Breitendarstellung der Breite des Beobachterortes auf dem Differenzwert
basiert.Verfahren nach Anspruch 1, das das steuerbare Bewegen des Teleskoptubus
um die Höhenachse unter Verwendung einer Rückkopplung von einem mit der
Höhenachse gekoppelten Drehgeber und das steuerbare Bewegen des Teleskoptubus
um die Azimutachse unter Verwendung einer Rückkopplung von einem mit der Azimutachse
gekoppelten Drehgeber umfasst, um ihn einem Himmelsobjekt nachzuführen, entsprechend
den folgenden Nachführungsgleichungen:
wobei Alt eine Höhenkoordinate des Teleskoptubus repräsentiert, Az eine
Azimutkoordinate des Teleskoptubus repräsentiert, Vs eine siderische Rate repräsentiert
und Lat ein Wert ist, der den Differenzwert repräsentiert.Verfahren nach Anspruch 28, das das Verarbeiten des Differenzwertes
vor der Verwendung des Differenzwertes als den Lat-Wert in den Nachführungsgleichungen
umfasst, wobei die Verarbeitung des Differenzwertes wenigstens einen der folgenden
Schritte umfasst: Skalieren des Differenzwertes; Addieren eines Versatzes zu dem
Differenzwert; und Verarbeiten des Differenzwertes in Übereinstimmung mit einer
nichtlinearen mathematischen Beziehung.Teleskopsystem nach Anspruch 21, bei dem die Steuereinheit so konfiguriert
ist, dass sie den Teleskoptubus steuerbar um die Höhen- und die Azimutachse
unter Verwendung einer Rückkopplung von dem Höhen- bzw. dem Azimutdrehgeber
bewegt, um das System einem Himmelsobjekt nachzuführen, entsprechend den folgenden
Nachführungsgleichungen:
wobei Alt eine Höhenkoordinate des Teleskoptubus repräsentiert, Az eine
Azimutkoordinate des Teleskoptubus repräsentiert, Vs eine siderische Rate repräsentiert
und Lat ein Wert ist, der den Differenzwert repräsentiert.Teleskopsystem nach Anspruch 30, bei dem vor der Verwendung des Differenzwertes
als den Lat-Wert in den Nachführungsgleichungen die Steuereinheit so konfiguriert
ist, dass sie den Differenzwert durch Ausführen wenigstens eines der folgenden
Schritte verarbeitet: Skalieren des Differenzwertes; Addieren eines Versatzes zu
dem Differenzwert; und Verarbeiten des Differenzwertes in Übereinstimmung mit
einer nichtlinearen mathematischen Beziehung.