Die vorliegende Erfindung betrifft ein löschbares bilderzeugendes
Material.
Walderhaltung ist ein wesentliches Erfordernis, um die Umwelt auf
der Erde zu erhalten und den durch CO2 hervorgerufenen Treibhauseffekt
zu unterdrückten. Um zusätzliches Holzfällen zu minimieren und eine
Balance mit der Waldregeneration einschließlich Baumneupflanzungen zu erhalten,
ist es wichtig, die existierenden Papierressourcen effizient zu nutzen.
Derzeit werden Papierressourcen "recycled", indem Papierfasern aus
gebrauchtem Papier durch einen Deinking-Schritt des Entfernens von bilderzeugenden
Materialien, die auf das gebrauchte Papier gedruckt sind, zurückgewonnen werden,
die Papierfasern wieder hergestellt werden, um Recyclingpapier mit niedriger Papierqualität
herzustellen und Verwenden des Recyclingpapiers gemäß seiner Bestimmung.
Probleme hinsichtlich hoher Kosten des Deinking-Schritts und der Möglichkeit
neuer Umweltverschmutzung durch Behandlung von Abfallflüssigkeiten werden hervorgehoben.
Andererseits ist die "Wiederverwendung" eines Ausdrucks durch Löschen
von Bildern praktisch umgesetzt worden, beispielsweise durch Verwendung eines Radierers
für Bleistiftbilder und einer Korrekturflüssigkeit für Tintenbilder.
Hier ist "Wiederverwendung", bei der ein Papierblatt wiederholt für den gleichen
Zweck unter weitgehender Vermeidung einer Verschlechterung der Papierqualität
verwendet wird, zu unterscheiden von "Recycling", bei dem ein Papierblatt mit verminderter
Qualität für andere Zwecke verwendet wird. Heute kann über die "Wiederverwendung"
gesagt werden, daß sie die unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung von Papierressourcen
bedeutendere Idee darstellt. Wenn wirksame "Wiederverwendung" bei jedem "Recycling-Schritt"
durchgeführt wird, kann zusätzlicher Abfall an Papierressourcen minimiert
werden. Beispielsweise ist in der letzten Zeit ein wiederbeschreibbares Papier vorgeschlagen
worden, das ein Spezialpapier ist, das für die Wiederverwendung von Druckpapier
vorgesehen ist. Die Verwendung von Technologie wiederbeschreibbaren Papiers ermöglicht
es, daß Papier 100-mal oder mehr "wiederzuverwenden", wenn Papierschäden
wie etwa Knittern und Falze durch Verwendung außer Acht gelassen werden können,
was die effiziente Verwendung von Papierressourcen in hohem Maße verbessert.
Jedoch ist das wiederbeschreibbare Papier ein Spezialpapier, das "wiederverwendet",
aber nicht "recycled" werden kann. Das wiederbeschreibbare Papier ist ebenfalls
insofern mangelhaft, als andere Aufzeichnungstechniken als Thermoaufzeichnen nicht
verwendet werden können.
Die Erfinder haben ihre Aufmerksamkeit einem Phänomen geschenkt,
das durch ein System eines Farbbildners und eines Entwicklers verursacht wird, nämlich
daß ein farbiger Zustand verwirklicht wird, wenn eine Wechselwirkung zwischen
dem Farbbildner und dem Entwickler erhöht wird, und ein entfärbter Zustand
verwirklicht wird, wenn die Wechselwirkung vermindert wird. Auf diese Weise haben
die Erfinder als Papierwiederverwendungstechnik bilderzeugende Materialien eines
Zusammensetzungssystem vorgeschlagen, das einen Farbbildner, einen Entwickler und
ein Entfärbungsmittel umfaßt. Die bilderzeugenden Materialien können
bei Raumtemperatur stabil einen gefärbten Zustand zeigen und können bei
praktikablen Temperaturen einen entfärbten Zustand durch Behandlung mit Wärme
oder einem Lösungsmittel für eine lange Zeit aufrechterhalten. Die Erfinder
haben ebenfalls Bildentfärbungsverfahren und Bildentfärbungsvorrichtungen
für die bilderzeugenden Materialien vorgeschlagen.
Diese bilderzeugenden Materialien haben die Vorteile hoher Stabilität
der gefärbten und entfärbten Zustände der Bilder, hohe Sicherheit
im Hinblick auf Materialien, Anwendbarkeit von Elektrophotographietonern, flüssigen
Tinten, Farbbändern und Schreibgeräten und Durchführbarkeit von Entfärbungsbehandlungen
in großem Umfang, die gemäß Stand der Technik nicht verwirklicht
werden können.
Die Erfinder haben ebenfalls gefunden, daß Cellulose, die ein
"Papier"-Bestandteil ist, ebenfalls die entfärbende Funktion aufweist und haben
vorgeschlagen, daß sogar ein bilderzeugendes Material, das kein Entfärbungsmittel
enthält, durch Behandlung mit Wärme oder einem Lösungsmittel in Anwendungen
entfärbt werden kann, die Papier als Aufzeichnungsmedium verwenden.
Beispielsweise offenbart die japanische Patentanmeldung 2000-284520,
daß durch Verwenden eines bilderzeugenden Materials, das einen Farbbildner,
einen Entwickler und ein Bindemittelharz enthält, ein klares Bild erzeugt werden
kann und das Bild ausreichend entfärbt werden kann. Bei diesem bilderzeugenden
Material wird das Gleichgewicht zwischen dem Farbbildner und dem Entwickler auf
die lichtfärbende Seite verschoben, wenn das Material erwärmt wird, und
der auf die nicht-färbende Seite verschobene Zustand kann durch das
Bindemittelharz aufrechterhalten werden, wenn das Material abgekühlt wird,
so daß das Bild entfärbt werden kann.
Beispiele des Farbbildners (bekannt als Leukofarbstoff), der in den
bilderzeugenden Materialien enthalten ist, umfassen elektronenabgebende organische
Materialien wie etwa Leucoauramine, Diarylphthalide, Polyarylcarbinole, Acylauramine,
Arylauramine, Rhodamin-E-lactame, Azaphthalide, Spiropyrane und Fluorane.
Unter den Leukofarbstoffen zeigt insbesondere Kristallviolettlacton
(CVL) hervorragende Warmentfärbungseigenschaften im Vergleich zu anderen Leukofarbstoffen.
Jedoch weist CVL das Problem auf, daß es durch Licht leicht zersetzt wird.
Andere Leukofarbstoffe mögen hinsichtlich der Lichtbeständigkeit hervorragend
sein, aber zeigen im Vergleich zu CVL nicht die hervorragenden Wärmeentfärbungseigenschaften.
Die Verwendung von CVL als Farbbildner wird ebenfalls in der japanischen
Patentanmeldung 1-138275, EP 0987123,
EP 0189760 und EP
0980028 erwähnt. EP 4762818
erwähnt die Verwendung verschiedener Fluoran-Verbindungen als Farbbildner.
Ein löschbares bilderzeugendes Material gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt einen Farbbildner, einen Entwickler
und ein Bindemittelharz, wobei der Farbbildner 75 Gew.-% bis 97,5 Gew.-% Kristallviolettlacton
und eine Restmenge der durch die folgende Formel (1) dargestellten Fluoran-Verbindung
oder eines Derivats davon enthält:
wobei R1 eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist und R2
eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist.
Die Fluoran-Verbindung ist vorzugsweise 2-Anilino-6-(N-ethyl-N-isopentylamino)-3-methylfluoran
oder 2-Anilino-6-(N-ethyl-N-isobutylamino)-3-methylfluoran.
Diese Zusammensetzung der Erfindung beschreibt nicht notwendigerweise
alle notwendigen Merkmale, so daß die Erfindung ebenfalls eine Unterkombination
dieser beschriebenen Merkmale sein kann.
Die Erfindung kann anhand der folgenden detaillierten Beschreibung
umfassender verstanden werden, wenn sie im Zusammenhang mit den anhängenden
Zeichnungen gesehen wird, von denen:
1 ein Graph ist, der eine Beziehung zwischen der Zusammensetzung
des Farbbildners und der Farbdichte des Pulvers in Beispiel 1 zeigt,
2 ein Graph ist, der eine Beziehung zwischen der Zusammensetzung
des Farbbildners und der Warmentfärbungseigenschaften in Beispiel 1 zeigt,
3 ein Graph ist, der die Lichtbeständigkeit des
Farbbildners in Beispiel 1 zeigt,
4 ein Graph ist, der eine Beziehung zwischen der Zusammensetzung
des Farbbildners und den Warmentfärbungseigenschaften in Beispiel 2 zeigt,
und
5 ein Graph ist, der eine Beziehung zwischen der Zusammensetzung
des Farbbildners und der Lichtbeständigkeit in Beispiel 2 zeigt.
Die vorliegende Erfindung wird nachstehend konkret beschrieben.
Die Erfinder haben gefunden, daß in einem löschbaren bilderzeugenden
Material umfassend einen Farbbildner, einen Entwickler und ein Bindemittelharz die
Verwendung eines speziellen Leukofarbstoffs zusammen mit Kristallviolettlacton (CVL)
als Farbbildner die Lichtbeständigkeit verbessern kann, ohne die Warmentfärbungseigenschaften
von CVL zu mindern.
Das löschbare bilderzeugende Material gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfaßt einen Farbbildner, einen Entwickler und ein
Bindemittelharz. Das bilderzeugende Material wird durch Dispergieren des Farbbildners
und des Entwicklers in dem Bindemittelharz hergestellt. In diesem Zustand tritt
der Farbbildner mit dem Entwickler in Wechselwirkung und somit werden sie gefärbt.
Wenn solch ein bilderzeugendes Material in Form eines Pulvers in der Elektrophotographie
oder anderswo verwendet wird, kann das Material ein klares Bild auf einem Papierblatt
erzeugen.
Das bilderzeugende Material gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann durch Erwärmen entfärbt (gelöscht)
werden. Entfärben des bilderzeugendes Materials erfolgt durch Verlust der Wechselwirkung
zwischen dem Farbbildner und dem Entwickler, wenn das Bindemittelharz beim Erwärmen
den Farbbildner selektiv auflöst. Das heißt, daß der Farbbildner
in dem Bindemittelharz löslich ist, wenn das Papierblatt erwärmt wird,
aber der Entwickler mindert die Affinität zu dem Bindemittelharz.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, enthält
der Farbbildner CVL und eine durch die folgende Formel (1) dargestellten Fluoran-Verbindung
oder ein Derivat davon. Insbesondere ist eine schwarze Fluoran-Verbindung oder ein
Derivat davon bevorzugt.
wobei R1 eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist und R2
eine Alkyl-Gruppe oder Wasserstoffatom ist.
Beispiele der Fluoran-Verbindung umfassen beispielsweise
2-Anilino-6-(N,N-diethylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-dipropylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-dibutylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-dipentylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-dihexylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-dioctylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-diisopropylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-diisobutylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N,N-diisopentylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-ethylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-isopropylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-isobutylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-isopentylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-propylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-butylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-pentylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-hexylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-methyl-N-octylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-propylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-isobutylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-pentylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-2-methylbutylamino)-3-methylfluoran,
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-2-ethylpropylamino)-3-methylfluoran, und
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-hexylamino)-3-methylfluoran.
Derivate der Fluoran-Verbindung umfassen, das durch die folgende Formel
(2) dargestellt wird, ein Fluoran-Verbindungsderivat, das durch die folgende Formel
(3) dargestellt wird und ein Fluoran-Verbindungsderivat, das durch die folgende
Formel (4) dargestellt wird.
wobei R1 eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist und R2
eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist.
wobei R1 eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist und R2
eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist.
wobei R1 ein Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist und R2
eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist.
Der Anteil der Fluoran-Verbindung in dem Farbbildner beträgt
vorzugsweise 0,01 Gew.-% oder mehr und 25 Gew.-% oder weniger. Wenn die Fluoran-Verbindung
mit mehr als 25 Gew.-% in dem Farbbildner enthaltenen ist, werden die Entfärbungseigenschaften
des bilderzeugenden Materials gemindert. Wenn die Fluoran-Verbindung mit weniger
als 0,01 Gew.-% in dem Farbbildner enthalten ist, kann die Fluoran-Verbindung unzureichend
dispergiert und ungleichmäßig in dem bilderzeugenden Material verteilt
sein.
Der Entwickler tritt mit dem Farbbildner in Wechselwirkung, so daß
eine Farbe des Farbbildners entwickelt wird. Beispiele des Entwicklers umfassen
Metallphenolate, Carbonsäuren, Metallcarboxylate, Benzophenone, Sulfonsäuren,
Metallsulfonate, Phosphorsäuren, Metallphosphate, saure Phosphorsäureester,
saure Phosphorsäureestermetallsalze, phosphorige Säuren und Metallphosphite.
Diese Entwickler können einzeln oder in Kombination von zwei oder mehr Spezies
verwendet werden. Spezielle Beispiel des Entwicklers umfassen Gallussäure,
Gallate wie etwa Methylgallat, Ethylgallat, n-Propylgallat, i-Propylgallat und i-Butylgallat;
Dihydroxybenzoesäure und ihre Ester wie etwa 2,3-Dihydroxybenzoesäure
und Methyl-3,5-dihydroxybenzoat; Hydroxyacetophenone wie etwa 2,4-Dihydroxyacetophenon,
2,5-Dihydroxyacetophenon, 2,6-Dihydroxyacetophenon, 3,5-Dihydroxyacetophenon und
2,3,4-Trihydroxyacetophenon; Hydroxybenzophenone wie etwa 2,4-Dihydroxybenzophenon,
4,4'-Dihydroxybenzophenon, 2,3,4-Trihydroxybenzophenon, 2,4,4'-Trihydroxybenzophenon,
2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon und 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenon; Biphenole
wie etwa 2,4'-Biphenol und 4,4'-Biphenol und mehrbasige Phenole wie etwa 4-[(4-Hydroxyphenyl)methyl]-1,2,3-benzoltriol,
4-[(3,5-Dimethy1-4-hydroxyphenyl)methy1]-1,2,3-benzoltriol, 4,6-Bis[(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)methyl]-1,2,3-benzoltriol,
4,4'-[1,4-Phenylenbis(1-methylethyliden)bis(benzol-1,2,3-triol)], 4,4'-[1,4-Phenylenbis(1-methylethyliden)-bis(1,2-benzoldiol)),
4,4',4''-Ethylidentrisphenol, 4,4'-(1-Methylethyliden)bisphenol und Methylentris-p-cresol.
Beispiele der am meisten bevorzugten Entwickler sind Gallat wie Methylgallat, Ethylgallat,
n-Propylgallat, i-Propylgallat und Butylgallat und Hydroxybenzophenone wie 2, 4-Dihydroxybenzophenon,
4,4'-Dihydroxybenzophenon, 2,3,4-Trihydroxybenzophenon, 2,4,4'-Trihydroxybenzophenon,
2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon und 2,3,4,4'-Tetrahydroxybenzophenon.
Das Bindemittelharz weist Eigenschaften auf, beim Herstellen des bilderzeugenden
Materials den Farbbildner und Entwickler in einem farbigen Zustand darin zu dispergieren
und den Farbbildner ohne Affinität zum Entwickler aufzulösen, wenn es
erwärmt wird.
Beispiele des Bindemittelharzes umfassen beispielsweise Polystyrol,
ein Polystyrol-Derivat und ein Styrol-Copolymer. Konkrete Beispiele eines Monomers
auf Styrolbasis, das beim Herstellen dieser Harze verwendet wird, umfassen Styrol,
o-Methylstyrol, m-Methylstyrol, p-Methylstyrol, p-Ethylstyrol, 2,4-Dimethylstyrol,
p-n-Butylstyrol, p-tert-Butylstyrol, p-n-Hexylstyrol, p-n-Octylstyrol, p-n-Nonylstyrol,
p-n-Decylstyrol, p-n-Dodecylstyrol, p-Methoxystyrol, p-Phenylstyrol, p-Chlorstyrol
und 3,4-Dichlorstyrol. Diese Monomere auf Styrolbasis können in Kombination
verwendet werden.
Ein Styrol-Monomer kann mit einem Monomer, das eine polare Gruppe
aufweist, copolymerisiert werden. Beispiele des Monomers mit einer polaren Grippe
umfassen Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat,
Ethylhexylmethacrylat, Laurylmethacrylat, Stearylmethacrylat, Vinylacetat, Vinylpropionat,
Methacrylonitril, Dimethylmalat, Diethylmalat, Dimethylfumarat, Dibutylfumarat,
Dimethylitaconat, Butylitaconat, Methylvinylether, Ethylvinylether, n-Butylvinylether
und Isobutylvinylether. Diese Vinyl-Monomere mit einer polaren Gruppe können
einzeln oder in Kombination von zwei oder mehr Spezies verwendet werden.
Beispiele des bevorzugten Bindemittelharzes, das aus einem Copolymer
gebildet wird, umfassen Styrol/n-Butylmethacrylat, Styrol/Isobutylmethacrylat, Styrol/Ethylacrylat,
Styrol/n-Butylacrylat, Styrol/Methylmethacrylat, Styrol/Glycidylmethacrylat, Styrol/Dimethylaminoethylmethacrylat,
Styrol/Diethylaminoethylmethacrylat, Styrol/Diethylaminopropylacrylat, Styrol/2-Ethylhexylacrylat,
Styrol/Butylacrylat-N-(ethoxymethyl)acrylamid, Styrol/Ethylenglykolmethacrylat,
Styrol/4-Hexafluorbutylmethacrylat, Styrol/Butadien-Copolymer, Acrylnitril/Acrylkautschuk/Styrol-Terpolymer,
Acrylonitril/Styrol/Acrylat-Terpolymer, Styrol/Acrylonitril-Copolymer, Acrylonitril/chloriertes
Polystyrol/Styrol-Terpolymer, Acrylonitril/Ethylenvinylacetat/Styrol-Terpolymer,
Styrol/p-Chlorstyrol-Copolymer, Styrol/Propylen-Copolymer, Styrol/Malat-Copolymer
und Styro1/Maleinsäureanhydrid-Copolymer. Das mit Styrol zu copolymerisierende
Acrylat-Monomer kann einzeln oder in Kombination von zwei oder mehr Spezies verwendet
werden. Ein durch Copolymerisieren von Styrol mit Butadien, Malat oder Chloropren
hergestelltes Copolymer kann verwendet werden, wobei solch eine Verbindung vorzugsweise
in einem Anteil des Bindemittelharzes von 10 Gew.-% oder weniger verwendet wird.
Ein Polymer eines Acrylat-Monomers kann mit Polystyrol verwendet werden. In diesem
Fall kann die Polyacrylat-Komponente entweder ein Homopolymer oder ein Copolymer
sein. Ein durch Copolymerisieren von Acrylat mit Butadien, Malat oder Chloropron
in einem Verhältnis von 10 Gew.-% oder weniger hergestellte Copolymer kann
verwendet werden.
Im allgemeinen werden die thermischen Eigenschaften eines Bindemittelharzes
für Toner durch die Werte des Erweichungspunkts und des Glasüberganspunkts
dargestellt, wobei der Erweichungspunkt im Bereich von 60 bis 190°C liegt und
der Glasübergangspunkt im Bereich von 20 bis 110°C liegt. Das in einem
löschbaren Toner, der aus dem bilderzeugenden Material gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, verwendete Bindemittelharz,
weist vorzugsweise einen Erweichungspunkt zwischen 95 und 160°C und einen Glasübergangspunkt
zwischen 50 und 80°C auf. Wenn der Erweichungspunkt und der Glasübergangspunkt
höher als die obigen Bereiche liegen, kann die Tonerfixiertemperatur höher
werden, was Entfärben des löschbaren Toners beim Fixieren hervorrufen
kann. Wenn der Erweichungspunkt und Glasübergangspunkt niedriger als die obigen
Bereiche liegen, wird die Tonerlagerstabilität schlecht. Der Erweichungspunkt
kann durch einen Fließprüfer gemessen werden. Der Glasübergangspunkt
kann mit einem Differential-Scanning-Kalorimeter (DSC) gemessen werden. Beispielsweise
kann die Erweichungstemperatur als die Temperatur (T1/2) zu dem Zeitpunkt
bestimmt werden, wenn bei Verwendung eines Fließprüfers (beispielsweise
CFT-500, hergestellt von Shimadzu Corp.) die Ausflußmenge einer Probe den halben
Wert der Probenmenge unter folgenden Bedingungen erreicht: die
Düsengröße beträgt 1,0 mm ϕ × 10,0 mm, die Last beträgt
30 kgf, der Temperaturanstieg beträgt 3°C/min und die Probenmenge beträgt
1,0 g. Der Glasübergangspunkt kann bestimmt werden als eine Temperatur, die
als ein Schulterwert nach Schmelzen und Abkühlen mit DSC berechnet wird. Der
Schulterwert wird als "ein Zwischenpunkt zwischen einem Startpunkt und einem Endpunkt
einer spezifischen Wärmeveränderung" in der Nähe eines Wendepunkts
der Veränderung der Wärmekapazität bezeichnet.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird es bevorzugt,
daß die Menge der in dem Bindemittelharz enthaltenen polaren Gruppen klein
ist. Das Bindemittelharz mit einer kleinen Menge polarer Gruppen ergibt höhere
Farbdichte, wenn ein bilderzeugendes Material durch Kneten hergestellt wird. Das
Bindemittelharz mit einer kleinen Menge polarer Gruppen zeigt ebenfalls höhere
Mischbarkeit mit dem Farbbildner, wenn das bilderzeugende Material erwärmt
wird. Daher wird es bevorzugt, das Bindemittel mit einer kleinen Menge polarer Gruppen
zu verwenden, da es zu einem höheren Kontrast zwischen gefärbten Zustand
und entfärbten Zustand führt.
Das Bindemittelharz, das höheren Kontrast zwischen dem gefärbten
Zustand und dem entfärbten Zustand ergibt, umfaßt ein nicht-polares Harz
wie etwa Polystyrol und Polyolefin. Ein bevorzugtes Bindemittelharz, das für
einen Toner verwendet wird, ist ein Styrol-Butadien-Copolymer, ein Styrol-Propylen-Copolymer
und Derivate davon.
Verschiedene Additive, die neben Farbbildner, Entwickler und Bindemittelharz
verwendet werden, wenn ein bilderzeugendes Material gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung als ein Toner verwendet werden, werden nachstehend beschrieben.
Ein Ladungssteuermittel kann zugesetzt werden, um Ladungseigenschaften
des Toners einzustellen. Das Ladungssteuerungsmittel verläßt vorzugsweise
nicht die Farbe des Ladungssteuerungsmittels, wenn es entfärbt wird. Dementsprechend
ist das Farbsteuerungsmittel vorzugsweise farblos oder transparent. Beispiele eines
Negativ-Ladungssteuerungsmittels umfassen E-89, erhältlich von Orient Kagaku
K. K. (Calixaren-Derivat), N-1, N-2, N-3 (alle Verbindungen auf Phenolbasis) und
LR147 (Verbindung auf Borbasis) erhältlich von Japan Carlit Co., Ltd. und FCA-1001N
(Harz auf Styrol-Sulfonsäure-Basis) erhältlich von FUJIKURA KASEI CO.
LTD. Insbesondere werden E-89 und LR147 bevorzugt. Beispiele eines Positiv-Ladungssteuerungsmittels
umfassen TP-302 (CAS #116810-46-9) und TP-415 (CAS #17324-25-2), erhältlich
von Hodogaya Chemical Co., Ltd., P-51 (quaternäre Amin-Verbindung) und AFP-B
(Polyamin-Oligomer), erhältlich von Orient Kagaku K. K., und FCA-201PB (Styrol-quaternäres
Ammoniumsalzacrylharz), erhältlich von FUJIKURA KASEI CO. LTD.
Ein Wachs kann zugesetzt werden, um Fixiereigenschaften zu steuern.
Das dem bilderzeugenden Material gemäß Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung zuzusetzende Material, besteht vorzugsweise aus einer Komponente, die
den Farbbildner nicht färbt. Beispiele des Wachs umfassen höheren Alkohol,
höheres Keton und höheren aliphatischen Ester, deren Säurezahl vorzugsweise
10 mg KOH/g oder weniger beträgt. Das Wachs weist vorzugsweise ein gewichtsmittleres
Molekulargewicht von 102 bis 105, mehr bevorzugt 102
bis 104 auf. Soweit das gewichtsmittlere Molekulargewicht innerhalb des
obigen Bereichs liegt, können Polypropylen niederen Molekulargewichts, Polyethylen
niederen Molekulargewichts, Polybutylen niederen Molekulargewichts und Polyalkan
niederen Molekulargewichts verwendet werden. Die zugesetzte Menge des Wachs beträgt
vorzugsweise 0,1 bis 30 Gew.-Teile, mehr bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-Teile. Im Fall
daß der Toner durch eine Wärmewalze fixiert wird, wird das Wachs zugesetzt
um von der Wärmewalze ablösende Eigenschaften zu verleihen, wobei die
zugesetzte Menge des Wachs vorzugsweise 0,5 bis 15 Gew.-Teile beträgt. Im Falle
eines durch Druck fixierten Toners, kann das Wachs als eine Hauptkomponente des
bilderzeugenden Materials verwendet werden, wobei das Wachs den Kernteil in einer
Mikrokapselstruktur bildet.
Dem bilderzeugenden Material gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können nötigenfalls externe Additive zugesetzt
werden, um Fließeigenschaften, Haltbarkeit, Antiblockiereigenschaften und Mahleigenschaften
eines photoempfindlichen Körpers zu steuern. Beispiele der externen Additive
umfassen feinen Silica-Partikel, feine Metalloxid-Partikel und Reinigungshilfsstoffe.
Beispiele der feinen Silica-Partikel umfassen Siliciumdioxid, Natriumsilicat, Zinksilicat
und Magnesiumsilicat. Beispiele der feinen Metalloxidpartikel umfassen Zinkoxid,
Magnesiumoxid, Zirkoniumoxid, Strontiumtitanat und Bariumtitanat. Beispiele der
Reinigungshilfsstoffe umfassen feine Harzpulver wie etwa Polymethylmethacrylat,
Polyvinylidenfluorid und Polytetrafluorethylen.
Diese externen Additive können einer Oberflächenbehandlung
zum Hydrophobieren unterzogen werden. Externe Additive, die für
Toner verwendet werden, werden für gewöhnlich einer hydrophobierenden
Behandlung unterzogen. Im Fall des negativen Aufladens, kann ein hydrophobierendes
Mittel wie etwa ein Silan-Kupplungsmittel, ein Titan-Kupplungsmittel und Siliconöl
verwendet werden. Im Fall des positiven Aufladens kann ein hydrophobierendes Mittel
wie etwa eines auf Aminosilan-Basis und Siliconöl mit Amin in einer Seitenkette
verwendet werden. Die zugesetzte Menge des externen Additivs beträgt vorzugsweise
0,05 bis 5 Gew.-Teile und mehr bevorzugt 0,1 bis 3,0 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile
Toner. Silica-Partikel, die für Toner verwendet werden, weist im allgemeinen
eine mittlere Partikelgröße (als Primärpartikel) von 10 bis 20 nm
auf. Silica-Partikel mit mittlerer Partikelgröße von ungefähr 100
nm können ebenfalls verwendet werden. Hinsichtlich anderer Materialien als
Silica werden im allgemeinen relativ große Partikel mit einer mittleren Partikelgröße
von 0,05 bis 3 &mgr;m verwendet.
Tonerpartikel weisen vorzugsweise eine volumenmittlere Größe
von 6 bis 20 &mgr;m auf, ein Gehalt an Partikeln von 5 &mgr;m oder weniger in
einer Volumenverteilung von 0 bis 5 Vol.-% und einen Gehalt von Partikeln von 20
&mgr;m oder mehr in einer Volumenverteilung von 0 bis 5 Vol.-%. Diese Werte werden
mit einem Coulter-Multisizer (Coulter) gemessen. Die Leitfähigkeit des löschbaren
Toners beträgt vorzugsweise 1011 bis 1016 &OHgr;cm,
mehr bevorzugt 1013 bis 1015 &OHgr;cm. Im Fall einer Zweikomponenten-Entwicklung
wird ein durch Beschichten von Eisenpulver, Ferrit oder Magnetit mit einem Harz
wie etwa Silicon oder Acryl hergestellter Träger verwendet. Die Leitfähigkeiten
dieser Träger betragen vorzugsweise 109 &OHgr;cm oder weniger für
Eisenpulver, ungefähr 106 bis 1015 &OHgr;cm für
Ferrit und 1013 &OHgr;cm für Magnetit. Die Leitfähigkeit eines
Trägers, der durch Dispergieren von auf 50 &mgr;m pulverisierten Magnetpulvers
in einem Harz hergestellt wird, beträgt vorzugsweise 1013 &OHgr;cm
oder mehr. Die Leitfähigkeit wird durch ein Verfahren gemessen, bei dem ein
Toner zu einer kreisförmigen Tablette von 20 mm Durchmesser und 1 mm Dicke
geformt wird, und eine Spannung von 1 V bei 1 kHz an die Tablette angelegt wird.
Das löschbare bilderzeugende Material wird durch Mischen und
Dispergieren des Farbbildners, Entwicklers und anderer Komponenten in dem Bindemittelharz
hergestellt.
Verfahren zum Mischen und Dispergieren des Farbbildners und Entwicklers
in dem Bindemittelharz umfassen ein Verfahren, bei dem die Materialien in einem
Naßverfahren unter Verwendung eines Lösungsmittels mit einem Hochgeschwindigkeitsauflöser,
einer Walzenmühle oder einer Kugelmühle dispergiert werden, oder ein Verfahren,
bei dem die Materialien mit einer Walze, einem verdichtenden Kneter, einem internen
Mischer oder einem Schraubenextruder geschmolzen und geknetet werden. Beispiele
des Mischers umfassen einen Kugelmühle, einen V-Mischer, einen Vorbeg-Mischer
und einen Henschel-Mischer.
Beispiele
Die Ergebnisse von Experimenten, die durchgeführt wurden, um
Lichtbeständigkeit und Warmentfärbungseigenschaften des löschbaren
bilderzeugenden Materials gemäß der vorliegenden Erfindung zu untersuchen,
werden beschrieben.
(Beispiel 1)
Um die Warmentfärbungseigenschaften und Lichtbeständigkeit
zu untersuchen wurden fünf Tonertypen unter Verwendung verschiedener Farbbildner
hergestellt.
Fünf Farbbildner, die jeweils Kristallviolettlacton (CVL) und/oder
2-Anilino-E-(N-ethyl-N-isopentylamino)-3-methylfluoran (Leukofarbstoff S-205, erhältlich
von Yamada Kagaku Co., Ltd.) enthielten, wurden hergestellt, so daß sie CVL-Gehalte
von 100 Gew.-%, 97,5 Gew.-%, 92,5 Gew.-%, 87,5 Gew.-% und 0 Gew.-% aufwiesen.
Unter Verwendung dieser Farbbildner wurden fünf Toner wie folgt
hergestellt.
4 Gew.-Teile des Farbbildners, 2 Gew.-Teile Estergallat als Entwickler,
5 Gew.-Teile Polypropylenwachs als Wachskomponente, 88 Gew.-Teile eines Styrol-Butadien-Copolymers
als ein Bindemittelharz und 1 Gew.-Teil LR-147 (erhältlich von Japan Carlit
Co., Ltd.) als Ladungssteuerungsmittel wurden gemischt.
Die Mischung wurde mit einem Banburymixer geknetet und das geknetete
Produkt wurde mit einer Mühle gemahlen, um ein Pulver mit einer mittleren Partikelgröße
von 11 &mgr;m herzustellen. Dann wurde 1 Gew.-Teile hydrophobes Silica zu 100
Gew.-Teilen des sich ergebenden Pulvers gegeben, um einen blauen Toner für
Elektrophotographie herzustellen.
Die Farbdichte des Pulvers vor Zugabe des hydrophoben Silicas wurde
gemessen. Genauer gesagt wurde das Pulver vor Zugabe des hydrophoben Silica in eine
Pulverzelle gegeben und die Farbdichte des Pulvers wurde mit einem Kolorimeter (CR300,
hergestellt von Minolta) gemessen.
1 zeigt die Beziehung zwischen dem Anteil an CVL in
dem Farbbildner und der Farbdichte des Pulvers. Gemäß Spektralmessungen
des Farbbildners, der in einer wäßrigen Essigsäurelösung eingefärbt
worden war, wurde gefunden, daß die Fluoran-Verbindung S-205 höhere Absorption
als CVL zeigt. 1 zeigt daß die Farbdichte des
Pulvers mit abnehmendem CVL-Gehalt des Farbbildners (d.h. der Gehalt an S-205 nimmt
zu), graduell zunimmt. Die durchgezogene Linie in 1
ist eine gerade Linie, welche die Farbdichte des Pulvers, das nur S-205 enthält,
und die Farbdichte des Pulvers, das nur CVL enthält, verbindet. Das Pulver,
das CVL und S-205 enthält, sollte theoretisch eine Farbdichte auf der durchgezogenen
Linie in 1 zeigen, die durch anteiliges Verteilen der
Farbdichten in Abhängigkeit vom Verhältnis der beiden Komponenten berechnet
wurde. Jedoch zeigen die CVL und S-205 enthaltenden Pulver als die Farbbildner aufgrund
eines synergistischen Effekts eine höhere Farbdichte als die durchgezogene
Linie in 1. Es ergibt sich aus 1,
daß solch ein synergistischer Effekt auftritt, wenn der Anteil an CVL im Farbbildner
97,5 oder weniger ist.
Anschließend wurden die Entfärbungseigenschaften unter Verwendung
der fünf Toner untersucht. Das Vorgehen im Experiment zur Untersuchung und
das Untersuchungsverfahren sind wie folgt.
Unter Verwendung der fünf hergestellten Toner wurden quadratische
Bilder mit einer Seitenlänge von 15 mm (nachfolgend als feste Muster bezeichnet)
auf zwei Typen Kopierpapier in 10 Bilddichtegraden mittels eines Multifunktionsdruckers
MFP (Primage 351 von TOSHIBA TEC CORPORATION) erzeugt. Diese Bilder wurden als Originalbilder
zum Untersuchen der Entfärbungseigenschaften verwendet. Bilddichte (ID) ist
der natürliche Logarithmus der Kehrwerts des Reflexionsgrads des Bilds. Die
Bilddichte (ID) des unten erwähnten Papiers ist der natürliche Logarithmus
des Kehrwerts des Reflexionsgrads des Papiers selbst.
Warmentfärben der auf das Kopierpapier gedruckten festen Muster
wurde durch 2-stündiges Erwärmen auf 130°C in einem Thermostatofen
durchgeführt.
Die Entfärbungseigenschaften wurden durch Berechnen des Entfärbungsgrads
untersucht. Der Entfärbungsgrad wird wie folgt berechnet. Zunächst wird
der Reflexionsgrad des zur Untersuchung auf jedes Kopierpapier gedruckten Originalbilds,
um die die ursprüngliche Bilddichte zu berechnen. In ähnlicher Weise wird
der Reflexionsgrad eines Bilds nach dem Entfärben (Restbild) gemessen, um die
Restbilddichte zu berechnen. Ein Regressionskoeffizient wird berechnet, indem ein
Wert, der durch Subtrahieren der Papier-ID von der ursprünglichen ID vor Warmentfärben,
d.h. [(ursprüngliche ID – Papier-ID)], erhalten wird, als eine erklärende
Variable gesetzt wird und ein Wert, der durch Subtrahieren der Papier-ID von der
Rest-ID nach Warmentfärben, d.h. [(Rest-ID – Papier-ID)], erhalten wird,
als Kriteriumsvariable gesetzt wird, bei jedem zu untersuchenden Papier. Der arithmetische
Mittelwert der Regressionskoeffizienten jedes so erhaltenen Papiers wird als Entfärbungsgrad
berechnet.
Der Entfärbungsgrad stellt ein ungefähres Verhältnis
der Rest-ID zur ursprünglichen ID dar, was bedeutet, daß die Warmentfärbungseigenschaften
um so besser sind, je kleiner der Wert. Beispielsweise bedeutet ein Entfärbungsgrad
von 0,5 daß die Rest-ID, die nach Warmentfärben verbleibt, 0,05 beträgt,
wenn die ursprüngliche ID 1,0 beträgt.
2 zeigt die Beziehung zwischen dem CVL-Gehalt des Farbbildners
und dem Entfärbungsgrad. Wenn der Toner mit einem Gehalt von 0% CVL im Farbbildner
(ausschließlich S-205) mit dem Toner mit einem CVL-Gehalt im Farbbildner von
100% (ausschließlich CVL) verglichen wird, ist der Entfärbungsgrad bei
letzterem vergleichsweise niedrig. Die gestrichelte Linie in 2
ist eine gerade Linie, die den Entfärbungsgrad des Toners, der nur S. 205 enthält,
und den Entfärbungsgrad des Toners, der nur CVL enthält, verbindet. Der
CVL und S-205 enthaltende Toner sollte theoretisch einen Entfärbungsgrad auf
der gestrichelten Linie in 2 zeigen, die durch anteiliges
Verteilen der Entfärbungsgrade in Abhängigkeit vom Verhältnis der
beiden Komponenten berechnet wurde. Jedoch zeigen die als Farbbildner CVL und S-205
enthaltenden Toner aufgrund eines synergistischen Effekts einen Entfärbungsgrad,
der niedriger liegt als die gestrichelte Linie in 2.
Es ergibt sich aus 2, daß der synergistische Effekt
auftritt, wenn der Gehalt an CVL im Farbbildner 87,5% oder mehr beträgt.
Ferner wurden Experimente zur Untersuchung der Lichtbeständigkeit
unter Verwendung von Originalbildern der festen Muster der fünf Toner durchgeführt.
Das Experiment wurde durch einen beschleunigten Test durchgeführt.
Das Kopierpapier, auf das das Originalbild gedruckt worden war, wurde mit einer
Lichtquelle, die äquivalent einer Leuchtstoffröhre mit einer Beleuchtungsstärke
von 15000 lux war, belichtet, und die in der abgelaufenen Zeit aufgetretenen ID-Veränderungen
wurden gemessen, um die Lichtbeständigkeit durch einen Verblassungsgrad zu
untersuchen. Der Verblassungsgrad wird wie folgt berechnet. Eine ursprüngliche
ID und eine verblaßte ID werden gemessen, ein Bilderhaltungsgrad wird gemäß
der Formel [(ursprüngliche ID – verblaßte ID)/ursprüngliche
ID] berechnet und der Verblassungsgrad wird gemäß der Formel [100 –
Bilderhaltungsgrad] (%) berechnet.
In dem beschleunigten Test entspricht die zweistündige Belichtung
(3000 lux·h) einer 5-tägigen Belichtung in einem normalen Büro, indem
die Beleuchtungszeit unter Verwendung einer Lichtquelle mit einer durchschnittlichen
Beleuchtungsstärke von 500 lux mit 12 Stunden pro Tag angenommen wird.
3 zeigt die Veränderung des Verblassungsgrads
im Hinblick auf die Belichtungszeit für die 5 Toner.
In 3 werden die Verblassungsgrade nach
2 Stunden verglichen. Der Verblassungsgrad nach 2 Stunden beträgt ungefähr
35% für den Toner, der einen Farbbildner aus 100% CVL (ausschließlich
CVL) enthält, beträgt hingegen ungefähr 27% für den Toner, der
einen Farbbildner aus 97,5% CVL (2,5% S-205) enthält, und ungefähr 20%
für den Toner, der einen Farbbildner aus 87,5% CVL (12,5% S-205) enthält.
Das bedeutet, daß die Verbesserung des Verblassungsgrades ungefähr 8%
bzw. ungefähr 15% beträgt.
Die Toner, die einen Farbbildner mit einem kleinen Gehalt an S-205
entfernt wie etwa 97,5% CVL (und 2,5% S-205) und 92,5% CVL (und 7,5% (S-205) können
ebenfalls ungefähr 85% der ursprünglichen Bilddichte nach einstündiger
Belichtung erhalten, was einer 2,5-tägigen Belichtung unter normalen Bürobedingungen
bei ungefähr 15000 lux·h entspricht.
In Beispiel 1 wird gefunden, daß Toner, die sowohl hervorragende
Entfärbungseigenschaften als Lichtbeständigkeit aufweisen, bereitgestellt
werden können, indem der CVL-Anteil in dem CVL und S-205-enthaltenden Farbbildner
im Bereich von 87,5% bis 97,5% eingestellt werden.
(Beispiel 2)
Um die Warmentfärbungseigenschaften und Lichtbeständigkeit
zu untersuchen, wurden sechs Tonertypen unter Verwendung von sechs verschiedenen
Farbbildnern hergestellt.
Sechs Farbbildner, die jeweils Kristallviolettlacton (CVL) und/oder
2-Anilino-6-(n-ethyl-N-isobutylamino)-3-methylfluoran (PSD-184, erhältlich
von NIPPON SODA CO., LTD.) enthielten, wurden so hergestellt daß sie CVL-Gehalte
von 100 Gew.-%, 94 Gew.-%, 88 Gew.-%, 82 Gew.-Teile, 75 Gew.-Teile bzw. 0 Gew.-%
aufwiesen.
Unter Verwendung dieser Farbbildner wurden sechs Tontertypen wie folgt
hergestellt.
4,15 Gew.-Teile eines Farbbildners, 2 Gew.-Teile Estergallat als ein
Entwickler, 5 Gew.-Teile Polypropylenwachs als Wachskomponente, 87,85 Gew.-Teile
eines Styrol-Butadien-Copolymers als Bindemittelharz und 1 Gew.-Teile LR-147 (erhältlich
von Japan Carlit Co., Ltd.) als Ladungssteuerungsmittel wurden gemischt.
Die Mischungen wurden mit drei Walzen geknetet und das geknetete Produkt
wurde mit einer Mühle gemahlen, um ein Pulver mit einer mittleren Partikelgröße
von 11 &mgr;m herzustellen. Dann wurde 1 Gew.-Teil hydrophobes Silica zu 100 Gew.-Teilen
des sich ergebenden Pulvers gegeben, um einen blauen Toner für Elektrophotographie
herzustellen.
Für diese Toner wurden die Warmentfärbungseigenschaften
und Lichtbeständigkeit auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 untersucht.
Die Lichtbeständigkeit wurde nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1
untersucht, bis auf daß die verwendete Lichtquelle eine Höhensonne mit
einer Beleuchtungsstärke von 20000 lux war.
4 zeigt die Beziehung zwischen dem CVL-Gehalt des Farbbildners
und dem Entfärbungsgrad. Wenn der Toner mit einem Gehalt an CVL im Farbbildner
von 0% (ausschließlich PSD-184) mit dem Toner mit einem Gehalt an CVL im Farbbildner
von 100% (ausschließlich CVL) verglichen wird, ist der Entfärbungsgrad
des letzteren bemerkenswert niedrig. Die CVL und PSD-184 enthaltenden Toner zeigen
hervorragendere Entfärbungseigenschaften als der nur CVL-enthaltende Toner.
Es ergibt sich aus 4, daß hervorragende Entfärbungseigenschaften
bereitgestellt werden, wenn der Gehalt an CVL im Farbbildner 75% oder mehr beträgt.
5 zeigt die Veränderung des Verblassungsgrads
im Hinblick auf die Belichtungszeit für die sechs Toner. Der Verblassungsgrad
nach 1,5 Stunden beträgt ungefähr 17% für den Toner, der einen Farbbildner
aus 100% CVL (ausschließlich CVL) enthält, aber beträgt ungefähr
14% für den Toner, der einen Farbbildner aus 94% CVL (6% PSD-184) enthält,
und ungefähr 6% für den Toner, der einen Farbbildner aus 88% CVL (12%
PSD-184) enthält. Das bedeutet, daß die Verbesserung des Verblassungsgrads
ungefähr 3% bzw. ungefähr 10% beträgt.
In Beispiel 2 wird gefunden, daß Toner bereitgestellt werden
können, die hervorragend sind sowohl im Hinblick auf die Entfärbungseigenschaft
als auch die Lichtbeständigkeit, indem der CVL-Gehalt in dem CVL und PSD-184-enthaltenden
Farbbildner auf den Bereich von 75% bis 94% eingestellt wird.
Es ergibt sich aus den Ergebnissen in den Beispielen 1 und 2, daß
die Entfärbungseigenschaften und die Lichtbeständigkeit in Abhängigkeit
vom Typ der dem Farbbildner zugesetzten Fluoran-Verbindung, dem Gehalt des Farbbildners
und dem Knetverfahren des Toners schwanken.
(Vergleichsbeispiel 1)
Zwei Farbbildner, die jeweils 3,3-Bis(1-n-butyl-2-methylindol-3-yl)phthalid
(Red 40, erhältlich von YAMAMOTO CHEMICALS Inc.) und 2-Anilino-6-(N,N-dipentylamino)-3-methylfluoran
(erhältlich von Yamada Kagaku Co., Ltd.) enthalten, wurden so hergestellt,
daß sie einen Gehalt an Red 40 von 10 Gew.-% bzw. 30 Gew.-% aufwiesen.
Unter Verwendung dieser Farbbildner wurden zwei Tonertypen auf die
gleiche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, bis auf daß Polystyrol als ein
Bindemittelharz verwendet wurde und daß die Partikelgröße auf 10
&mgr;m eingestellt wurde. Die Farbdichte des Pulvers vor Zusetzen von hydrophobem
Silica betrug 0,986 in dem Pulver mit einem Red 40-Gehalt im Farbbildner von 10
Gew.-% und 0,959 in dem Pulver mit einem Red 40-Gehalt in dem Farbbildner von 30
Gew.-%.
Unter Verwendung dieser zwei Toner wurden die Entfärbungseigenschaften
und Lichtbeständigkeit auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 untersucht.
Als Ergebnis wurde eine Verbesserung der Entfärbungseigenschaften und Lichtverbesserung
wie in Beispiel 1 nicht beobachtet.
Wie oben beschrieben wurde in dem Toner, der einen Farbbildner mit
einer zu CVL zugesetzten Fluoran-Verbindung aufwies, eine Verbesserung der Entfärbungseigenschaften
und Lichtbeständigkeit beobachtet. Jedoch wurde in dem Toner, der einen Farbbildner
mit einer Fluoran-Verbindung, die zu einem anderen Leukofarbstoff als CVL zugesetzt
worden war, enthielt, eine Verbesserung der Entfärbungseigenschaften und Lichtbeständigkeit
nicht beobachtet.
Anspruch[de]
Löschbares bilderzeugendes Material umfassend einen Farbbildner,
einen Entwickler und ein Bindemittelharz, dadurch gekennzeichnet, daß
der Farbbildner 75 bis 97,5 Gew.-% Kristallviolettlacton und als Restmenge eine
durch die folgende Formel (1) dargestellte Fluoranverbindung oder ein Derivat davon
enthält:
wobei R1 eine Alkylgruppe oder ein Wasserstoffatom und R2
eine Alkylgruppe oder ein Wasserstoffatom ist.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Derivat der Fluoranverbindung ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus den durch die folgenden Formeln (2) und (3) dargestellten
Verbindungen:
wobei R1 eine Alkylgruppe oder ein Wasserstoffatom und R2
eine Alkylgruppe oder ein Wasserstoffatom ist.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fluoranverbindung ausgewählt ist aus der
Gruppe bestehend aus 2-Anilino-6-(N-ethyl-N-isopentylamino)-3-methylfluoran und
2-Anilino-6-(N-ethyl-N-isobutylamino)-3-methylfluoran.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittelharz ausgewählt ist aus der
Gruppe bestehend aus einem Styrol-Butadien-Copolymer und Polystyrol.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entwickler ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus Gallat und Hydroxybenzophenon.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß es ferner eine Wachskomponente enthält.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß es ferner ein Ladungssteuerungsmittel umfaßt.Löschbares bilderzeugendes Material gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß es ferner ein externes Additiv in Form feiner Teilchen
umfaßt.