Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Kontrolle von Bakterien, insbesondere
Legionella, in Kühltürmen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Eine Atemkrankheit wurde erstmals 1976 als durch ein Bakterium verursacht
identifiziert, das später Legionella pneumophila genannt wurde. Die Krankheit
wurde Legionärskrankheit genannt. Seitdem ist die Krankheit an vielen Orten
über die ganze Welt einschließlich Australien aufgetreten. Ein neuerliches
ernstes Ausbrechen trat in dem Melbourne Aquarium im Jahr 2000 auf und von diesem
Ausbrechen wurden Todesfälle berichtet. In diesem Fall wurden der Einrichtung
zugeordnete Kühltürme als die Quelle der Bakterien identifiziert.
Obwohl zuvor gesunde Leute der Krankheit widerstehen können,
sind die am meisten gefährdeten Patienten diejenigen, die sich einer Behandlung
gegen Krebs oder anderen Bedingungen unterziehen, welche ihr Immunsystem unterdrücken.
Weitere risikobehaftete schließen Raucher, Vieltrinker und Personen ein, die
medizinischen Zuständen wie etwa Diabetes oder chronischen Lungenkrankheiten
unterliegen. Das Durchschnittsalter der Infizierten ist in den mittleren Fünfzigern
gelegen, wobei die Infektion bei Männern häufiger auftritt als bei Frauen.
Es wird geglaubt, daß die Übertragung über die Inhalation
kontaminierter Aerosole verläuft. Es wird nicht geglaubt, daß eine Infektion
über das Trinken von mit Legionella kontaminiertem Wasser verursacht wird.
L. pneumophila, eine von mehr als zwanzig gegenwärtige bekannten
Spezies in der Art Legionella, stehen für etwa 75% der in Australien in dem
Staat von Victoria bekannten Fällen. Es gibt gegenwärtig vierzehn bekannte
Untergruppen von L. pneumophila. Eine Infektion mit anderen Spezien, nämlich
L. bozemanii und L. longbeachae sind ebenfalls in Victoria aufgetreten. Streng gesprochen
ist die Legionärskrankheit der Ausdruck, der für die L. pneumophila verursachte
Krankheit verwendet wird, Legionellose betrifft die durch irgendeine Art von Legionella
verursachte Krankheit. In dieser Beschreibung wird der Ausdruck „Legionärskrankheit"
verwendet, um sich auf die pneumonische Form der Krankheit zu beziehen, die durch
irgendeine Art von Legionella verursacht wird.
Die Legionärskrankheit manifestiert sich als strenge Pneumonie,
mit Patienten, die Frühsymptome von Unwohlbefinden, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen
und Fieber mit Schweißausbrüchen aufzeigen. Innerhalb der ersten Woche
entwickelt sich ein Husten, der gewöhnlich trocken ist. Dies wird gelegentlich
begleitet durch Blut enthaltendes Sputum. Die Patienten werden in ansteigender Weise
kurzatmig und die Atmungssymptome schreiten zu Pneumonia weiter, oftmals in Atemaussetzer
kulminierend. Es gibt gewöhnlich ein Multi-System-Involvieren, mit mentaler
Verwirrung und Delirium, Durchfall, sich Übergeben und Nierenversagen. Die
Krankheit hat gewöhnlich eine Inkubationszeit von zwei bis 10 Tagen. Bei der
Behandlung der Legionärskrankheit ist Erythromycin gewöhnlich die Behandlung
erster Wahl, mit der möglichen Zugabe von Rifampicin in Fällen, bei denen
diese nicht anspricht.
Bakterien der Art Legionella sind weit verbreitet und sind natürliche
Bewohner von Wasser. Diese sind in Seen, Flüssen, Buchten und anderen Wasserquellen
gefunden worden. Weitere Bakterien und Algen können als Nutrienten für
Legionella dienen und können selbst Gesundheitsprobleme verursachen, wenn Aerosole,
die derartige Bakterien oder Algen enthalten, inhaliert werden.
Wie zuvor gesagt wurde, wird der menschliche Infektionsweg als durch
die Inhalierung von Aerosolen betrachtet, die Legionella enthalten. Aerosole mit
einem Durchmesser von fünf Mikrometern oder weniger sind besonders wirksam
in der Durchdringung des unteren menschlichen Atmungstrakts. Eine Vielzahl der Bakterien
in Aerosolen werden als bei einem Maximum bei etwa 65% relativer Feuchtigkeit berichtet.
Das Risiko, sich durch eine Ansteckung durch Legionella zu infizieren, steigt mit
der Anzahl der tief inhalierten Bakterien, und daher mit der Ausbreitung dieser
Bakterien in der Wasserquelle und dem Ausmaß, in dem diese in Aerosolen geeigneter
Größe verteilt sind.
Aerosole können während des Normalbetriebs von Kühltürmen
erzeugt werden.
Kühltürme sind in einigen Klimaanlagen vorgesehen, um die
von den Chiller(s) abgegebene (ausgestoßene) Wärme zu entfernen. Diese
werden ebenfalls verwendet, um Wärme abzuleiten, die in vielen industriellen
Verfahren einschließlich Kühlung von Luft und Flüssigkeiten erzeugt
wird. In dieser Beschreibung bezeichnen wir diese kollektiv als Fluide. Typischerweise
wird Wasser von einem Becken über einen Wärmetauscher zu der Spitze des
Turms zirkuliert, wo es gesprüht wird oder durch eine Struktur fällt,
die dazu ausgelegt ist, einen übermäßig nassen Flächenbereich
zu erschaffen, durch den Luft gelangt. Die Bewegung der Luft verursacht ein Verdunstungskühlen
des Wassers. In dieser Beschreibung umfaßt der Ausdruck Kühlturm Kühltürme
jeglicher Konfigurationen und umfaßt Wärmeabweisungsausstattung, wo Wasser
von einem Reservoir zirkuliert wird und über erwärmtes
Material gesprüht wird oder fällt. Er involviert Luftbewegung und Verdunstungskühlen
des Wassers.
In dieser Beschreibung umfaßt der Ausdruck Chiller(s) jegliche
Ausrüstung, die Wärme an Kühlwasser und Kühlturmsysteme abgibt
(abweist). In dieser Beschreibung umfaßt der Ausdruck Kühlwasser kondensiertes
Wasser.
Im Betrieb nimmt das Kühlwasser Wärme von Chillers oder
anderen Wärmetauscherquellen auf, und in dem Verfahren, über den Turm
verteilt zu werden, gibt es Wärme an die sich bewegende Luft durch Verdampfungskühlen
und konvektiven und konduktiven Wärmetausch ab. Die Art des Luftflusses ist
gewöhnlich gezwungen in kommerziellen Systemen, aber kann durch gezwungene
und/oder Konvektion für industrielle Anlagen gegeben sein.
Bei dem Betrieb aller Kühltürme wird Wasser durch Verdunstung,
Auslaufen und Drift verloren. Drift ist der Bereich des zirkulierenden Wassers,
der bei der Kühlturmentladung als sehr kleine Tropfen oder Aerosol mitgenommen
wird. Diese werden innerhalb des Turms durch Wasseraufschlag auf die Turmbefüllung
und ebenfalls durch das Wasserverteilungssystem hervorgerufen. Der Luftfluß
kann die kleineren Tröpfchen mitnehmen und diese durch den Turm tragen. Zur
Minimierung des Driftverlustes sind häufig Eliminatoren vor der Turmentladung
angeordnet. Für durch die obigen Vorgänge verlorenes Wasser wird Ersatzwasser
geliefert, das gewöhnlich direkt zu dem Kühlturmreservoir oder Becken
geliefert wird. Die Menge des Ersatzwassers ist normalerweise von der Größenordnung
von Prozent bezüglich der Flußrate des rezirkulierenden Kühlwassers.
Zur Maximierung der wirksamen Lebenszeit des Kühlturms und der
zugeordneten Ausrüstung ist es für Dekaden Standardpraxis gewesen, das
zirkulierende Wasser chemisch zu behandeln. Korrosionsverhinderer werden verwendet,
um die Korrosion von Metallflächen zu minimieren. Flächenaktive Stoffe,
Biocide und weitere Chemikalien werden verwendet, um eine Verschmutzung aufgrund
von Verschuppung, Verschlammung und mikrobischem Wachstum zu kontrollieren, um eine
wirksame Wärmeübertragung an Wärmeübertragungsflächen aufrechtzuerhalten,
einen freien Fluß von Wasser durch das System sicherzustellen, und um die Vermehrung
von gewissen Mikroorganismen zu verhindern, die für Oberflächenkorrosion
und Verschlechterung verantwortlich sind. Biocide müssen mit den Mikroorganismen
in Kontakt kommen, um eine adequate Kontrolle sicherzustellen. Bestimmte Stoffe,
Schuppen, Aufschüttungen, Schleime und das Vorhandensein von weiteren Mikroorganismen
wie etwa Protozoa haben die Möglichkeit, Legionella von Biociden abzuschirmen,
und dieses kann in derer Weiterbeständigkeit und Vermehrung resultieren, wenn
das Biocidniveau fällt oder die Legionella abgeschirmt sind. Nachdem man vermehrt
des Legionärkrankheitspotentials von Kühltürmen gewahr geworden ist,
hat es einen erhöhten Verbrauch von Biociden als Kontrollverfahren gegeben.
Ein größerer Nachteil der Mehrheit von Biociden ist das
Fehlen eines einfachen Vor-Ort-Tests zur Bestimmung und fortlaufenden Aufzeichnung
von deren Konzentration im Kühlwasser. Folglich wird die anfängliche biocidale
Konzentration im allgemeinen bestimmt, indem basierend auf dem geschätzten
Wasservolumen des Systems und dem Gewicht des zugegebenen Biocids gerechnet wird.
Ein weiterer Nachteil der Abhängigkeit von Biociden sind deren hohe Kosten,
Behandlungsschwierigkeiten für Bediener und gegensätzliche Umgebungswirkungen,
insbesondere in Aerosolform und Abgaben zu dem Abwasser. Zusätzlich gibt es
das potentielle Problem, daß Bakterien Widerstandsfähigkeiten entwickeln
können, was den Gebrauch von neuen, noch potenteren Biociden oder Kombinationen
von Biociden notwendig macht. Weiter ist in der Praxis eine übliche Reaktion
zur Verringerung des Legionellenrisikos, häufiger zu dosieren. Die möglichen
Gefahren von solchen hohen Dosen von Chemikalien in Aerosolform ist noch nicht untersucht
worden.
Die Herangehensweise zur Behandlung von Kühltürmen hat bis
heute umfaßt die Zwangsregistrierung, die Bestimmung bestehender Orte aller
Kühltürme, die Entwicklung von Risikomanagementplänen, plus die Anwendung
von Zwangsreinigung und chemischen Behandlungsstandards und Regimes.
Eine weitere Herangehensweise ist es gewesen, den Gebrauch von Kühltürmen
zu vermeiden. Alternative Ingenieurslösungen sind verfügbar, die luftgekühlte
Chillers oder luftgekühlte Wärmetauscher verwenden. Der Betrieb dieser
Chillers und luftgekühlter Wärmetauscher bringt jedoch erhebliche Zusatzkosten
mit sich, aufgrund des hohen Elektrizitäts- oder anderen Energieverbrauchs
und Verlangen. Die Energiekosten von luftgekühlten Chillern liegen typisch
30% über den Energiekosten eines Kühlturmsystems. Es ist für Systeme
erwünscht, energieeffizient zu sein und es den Designern zu erlauben, Alternativen
geringster Lebenszykluskosten auszuwählen. Während die Kapitalkosten für
eine Neuinstallation nicht großartig unterschiedlich sind, würde eine
Wiederanpassung in existierende Systeme gewöhnlich wesentliche Zusatzkosten
mit sich bringen.
Eine neue Herangehensweise zur Desinfektion von Legionella ist in
WO 91/02935 offenbart. In dieser Patentanmeldung ist ein Verfahren beschrieben,
bei dem das Kühlwasser in einem Sammeltank, der Teil eines Kühlturms ist,
auf eine Temperatur erwärmt wird, um die unerwünschten
Bakterien abzutöten, und zwar für einen Zeitraum von vier Stunden jeden
Monat. Ein derartiges System scheint nicht kommerzialisiert worden zu sein, und
es wird überlegt, daß eine derartige Behandlung nicht ausreichend wirksam
ist. Bei dem System dieser Offenbarung liegt einer der Nachteile darin, daß
es das Problem der Bakterien in der Wärmeabgabeausrüstung nicht anspricht.
Der Betrieb des Systems lehrt ebenfalls, daß eine monatliche Behandlung das
Bakterienniveau zwischen den Behandlungen kontrollieren wird. In der Praxis wird
geglaubt, daß Bakterienniveaus über Perioden von Tagen oder Wochen signifikant
ansteigen können. Zusätzlich ist das System der Offenbarung nur zu einem
Gebrauch geeignet, wo die wärmeabgebende Anlage und das Kühlwassersystem
während der Behandlungszeit heruntergefahren werden können. Um Chillers,
welche auf einer 24 Stunden Basis betrieben werden, zu unterstützen, werden
vermehrte Kühltürme erforderlich.
Eine weitere neue Herangehensweise ist in WO 90/02707 beschrieben.
Diese bekannte Technik offenbart ein Gebäudekaltwassersystem einschließlich
Kühlturmersatzwasser, wo das Ersatzwasser pasteurisiert wird. Diese Erfindung
spricht jedoch nicht das Thema des von Kühltürmen rezirkulierten Wassers
an, welches, wie zuvor diskutiert, die weite Mehrheit des Wassers in dem System
bildet. Das Ersatzwasser stellt normalerweise nur approximativ 1% des rezirkulierenden
Kühlwassers dar. Es ist das rezirkulierende Wasser, von dem geglaubt wird,
daß es am meisten zu den unerwünschten Bakterien beiträgt. Nur eine
sehr kleine Menge der unerwünschten Bakterien soll von dem Einlaßwasser
herrühren.
Es wäre wünschenswert, ein Verfahren zur Kontrolle von Legionella
in Kühltürmen zu haben, ohne allein von hochdosierten Biociden abhängig
zu sein.
Kurzbeschreibung der Erfindung
In einer Form stellt die Erfindung ein Verfahren zur Kontrolle von
Legionella durch Betrieb eines Kühlwassersystems für eine Fluid-Klimaanlage
(flüssige Klimaanlage) durch Erhitzen des rezirkulierenden Kühlwassers
wenigstens alle 10 Tage auf eine erhöhte Temperatur von mindestens 60°C
für eine vorbestimmte Zeit, wobei die wärmeempfindliche wärmeabgebende
Ausrüstung (Wärmeabweisungsausstattung) von dem erhitzten rezirkulierenden
Kühlwasser isoliert wird.
Vorzugsweise beträgt die erhöhte Temperatur wenigstens 65°C.
Vorzugsweise beträgt die erhöhte Temperatur wenigstens 70°C.
Vorzugsweise liegt die erhöhte Temperatur in dem Bereich von
70 bis 80°C.
Vorzugsweise ist die vorbestimmte Zeit wenigstens 5 Sekunden, wenn
die erhöhte Temperatur wenigstens 70°C beträgt.
Vorzugsweise ist die vorbestimmte Zeit wenigstens 30 Minuten.
Bevorzugt ist die vorbestimmte Zeit wenigstens 60 Minuten.
Bevorzugt ist die Frequenz des Erhitzens wenigstens einmal alle 24
Stunden.
Bevorzugt wird das Wasser in der isolierten wärmeabgebenden Ausrüstung
mit vorgewählten hohen Dosen antibakterieller Chemikalien behandelt, wobei
die Dosen derart ausgewählt werden, daß das Dosierungsniveau in dem Gesamtkühlwassersystem
in dem erwünschten Bereich liegt, wenn die wärmeabgebende Ausrüstung
nicht isoliert ist.
In einer alternativen Form stellt die Erfindung ein Verfahren zur
Kontrolle von Legionella bereit, durch Betreiben eines Kühlwassersystems für
eine Fluid-Klimaanlage durch Erhitzen des rezierkulierenden Kühlwassers auf
eine erhöhte Temperatur von wenigstens 60°C und bevorzugt von wenigstens
70°C für eine vorbestimmte Zeit mittels eines Umgehungsheizsystems, wodurch
ein kleiner Anteil des rezierkulierenden Kühlwassers für einen vorbestimmten
Zeitraum auf die erhöhte Temperatur erhitzt wird.
Bevorzugt ist der kleine Anteil des rezirkulierenden Kühlwassers
geringer als 5%, und weiter bevorzugt geringer als 1%.
Bevorzugt werden die erste und die zweite alternative Form der Erfindung
in Kombination verwendet.
Bevorzugt umfaßt das Verfahren zur Kontrolle von Legionella in
einem Kühlwassersystem für eine fluidbasierte Klimaanlage ebenfalls das
Aufrechterhalten der Temperatur des Kühlwassers so nahe wie praktikabel an
der Umgebungstemperatur am Verdunstungsthermometer, wenn das Kühlwasser nicht
zum Kühlen erforderlich ist, wodurch das Wachstum der Legionella Bakterien
minimiert wird. Dieses Verfahren kann mit der ersten und/oder der zweiten alternativen
Form der Erfindung kombiniert werden.
Kurzbeschreibung der Figuren
1 ist ein schematisches Diagramm des Verfahrens der
Erfindung.
2 ist ein schematisches Diagramm einer alternativen
Form der Erfindung.
Genaue Beschreibung der Erfindung
Die Verwendung von geringen Temperaturen für einen Teil des Zyklus
verringert die Vermehrung der Bakterien. Der Zyklus bringt den Betrieb des Kühlwassersystems
ohne Chiller Wärmefreigabe zur konsistenten Verringerung der Temperatur des
Kühlwassers mit sich, wenn nicht für die Wärmeabgabe erforderlich.
Der Betrieb des Kühlwassersystems bei Temperaturen nahe der Umgebungstemperatur
am Verdunstungsthermometer wird nach dem Betrieb des Chillers ausgeführt, d.
h., wenn der Chiller nicht betrieben wird. Dies kann in einfacher Weise erreicht
werden, indem das Kühlwassersystem betrieben wird, nachdem die Chillerbetätigungen
aufgehört haben und an den kälteren Zeiten des Tages.
Das Ziel des obigen ist es, das Kühlwasser so kühl wie praktikabel
zu halten, wenn es nicht zur Kühlung des Chillers oder weiterer Ausrüstung
benötigt wird. Wir haben herausgefunden, daß diese Bedingungen die Wachstumsrate
von Legionella verringern.
Das Erreichen von Temperaturen oberhalb von 60°C involviert eine
Wärmequelle. Dies wird gewöhnlich am meisten kosteneffektiv erreicht,
indem der normale Warmwassererhitzer verwendet wird, der zur Erwärmung des
Gebäudes oder des Verfahrens verwendet wird. Wenn verfügbar, können
Dampf, Überhitzungswärme-Abführer und Abwärme oder weitere Wärmequellen
verwendet werden. Ein Umgehungssystem kann verwendet werden, um ein Überhitzen
der wärmeabgebenden Ausrüstung/des Chillers zu verhindern. Geeignete fehlersichere
Systeme würden normalerweise verwendet. Zum Beispiel können Steuersysteme
verwendet werden, um das Überhitzen von Kühlmittel während des Heizzyklus
zu vermeiden. Zur Verringerung des Bakterienniveaus in der wärmeabgebenden
Ausrüstung/Chillers während des Heizzyklus haben wir herausgefunden, daß
es zuträglich ist, herkömmliche Biocide einzuschließen. Diese können
in weitaus höheren Dosen als normalerweise verwendet werden, da das Wasservolumen
in der wärmeabgebenden Ausrüstung/Chiller weitaus geringer als das Gesamtvolumen
des rezirkulierenden Kühlwassers ist. Dosen von typischerweise 5 bis 10 mal
höher als normal können verwendet werden, und diese hohen Dosen sind erheblich
effektiver im Abtöten der Bakterien in der wärmeabgebenden Ausrüstung/dem
Chiller.
Mit Bezug auf 1 ist ein Kühlturm
1 mit einem Wasserbecken 2 an der Basis des Kühlturms
1 gezeigt. Der Kühlturm 1 hat ein Hochtemperatur-Turmfüllmaterial
3, Lufteinlässe 4, 5, Drifteliminatoren
6, Turmlüfter 7, und Wasserverteiler 8. Die Wasserverteiler
8 werden durch ein Kühlwasserrohr 9 gespeist. Ein Wasserbeckenauslaß
10 ist durch Rohr 11 und Pumpe 12 wiederum mit dem Kühlwasserrohr
9 verbunden. Ersatzwasser wird 13 zu dem Wasserbecken
2 geleitet. Die wärmeabgebende Ausrüstung 14 ist an
einem Schleifenrohrweg 15 mit geeigneter Ventilsteuerung 16,
17 angeordnet, um die Isolierung dieser Ausrüstung während des
Erhitzungszyklus zu erlauben. Wärme 18 wird in das rezirkulierende
Wasser während des Reinigungszyklus eingeführt. Die wärmeabgebende
Ausrüstung 14 ist ausgelegt, um mit vergleichsweise hohen Dosen von
Bakteriziden dosiert zu werden und tötet mit geeigneter Rezirkulierungsausrüstung
unerwünschte Bakterien in dieser Ausrüstung ab, welche von der Wärmereinigungsausrüstung
isoliert ist. Während des Normalbetriebs und in Kombination mit diesem Erhitzungszyklus
kann das rezirkulierende Kühlwasser wenn möglich gekühlt werden,
um die Temperatur des Wasser in dem Becken auf Temperaturen von weniger als 20°
abzukühlen. Dies verringert die Vervielfachung der Bakterien. Der Betrieb dieses
Systems kontrolliert ebenfalls die Population von weiteren unerwünschten Bakterien
und Algen. Die Anwendung der oben beschriebenen Technologie wäre für alle
Fluid-Klimasysteme anwendbar, die nicht auf einer 24 Stundenbasis betrieben werden.
In alternativer Weise können Chiller mit zugewiesenen Kühltürmen
verwendet werden, um den Erhitzungszyklus einer oder mehrerer Einheiten zu erleichtern,
während das Kühlen der anderen fortgefahren wird. Diese Systeme könnten
ebenfalls für Systeme verwendet werden, die auf einer 24 Stundenbasis betrieben
werden.
Wirksame Kontrolle der Legionella konnte mit herkömmlichen Dosierungen
von Biociden erreicht werden, indem das Kühlwasser in einem Kühlwasserturm
für 5 Minuten einmal alle 24 Stunden auf 70°C erhitzt wurde. Temperaturaufzeichnung
und Steuerung konnten in einfacher Weise erreicht werden, und dies schloß die
Möglichkeit der örtlich entfernten Aufzeichnung des Betriebs des Systems
mit ein.
Mit Bezug auf 2 ist die wärmeabgebende
Ausrüstung 14 in dieser Ausführungsform nicht von dem rezierkulierenden
Kühlwasser isoliert. Das rezirkulierende Kühlwasser ist durch einen Umgehungserhitzer
erhitzt und in einem Haltetank 19 und in einem Vorheizerwärmetauscher
20 gehalten. Der Vorheizer 20 ist optional, aber wird bevorzugt,
da er die Wirksamkeit des Betriebs des Systems erhöht. Der Erhitzungsvorgang
kann ebenfalls erreicht werden, indem Abwärme, Wärme von Erhitzungsabführern
oder anderen Quellen verwendet wird. Dieses System ist für unterbrochenen und
fortlaufenden Gebrauch geeignet.
Die Verfahren der Erfindung werden ebenfalls gewöhnlich die automatisierte
Steuerung zur Betätigung und Steuerung der Niedrig- und Hochtemperaturzyklen
mit sich bringen. Aufzeichnungsausrüstung zur Demonstration, daß die Zyklen
vollständig zufriedenstellend gewesen sind, wären als Teil der Qualitätsabsicherungsausrüstung
eingeschlossen.
Die vorliegende Erfindung umfaßt ebenfalls den Betrieb eines
Kühlwassersystems derart, daß die Kühl- und Erhitzzyklen sequentiell
kombiniert werden. Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug auf Kühltürme
für Luftkonditionierung beschrieben worden ist, ist sie ebenfalls auf andere
Gemeinschaft-, kommerzielle und industrielle Situationen anwendbar, wo es ein Potential
für Aerosole mit Legionellen-infizierten Wasserzuführern gibt.
Da Modifizierungen von Fachleuten in einfacher Weise bewirkt werden
können, ist es zu verstehen, daß die Erfindung nicht auf die hier zuvor
in beispielhafter Weise beschriebene bestimmte Ausführungsform eingeschränkt
ist.